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1 (1886) Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls des Großen zu Aachen. - Die lutherische Gemeinde zu Aachen im Laufe des 16. Jahrhunderts
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zu verstehen vermöchte. Aber das hatte sich wieder zer-schlagen, und so war der Gegensatz zwischen JohannEngels und den beiden andern Predigern bestehen geblieben,der für die Gemeinde um so störender sein musste, alsauch Johann Vietor und Nicolaus Wirich untereinander durch-aus nicht übereinstimmten. Wenigstens sprach am 20. Au-gust 1595 ein Mitglied der Gemeinde 1 ) den Wunsch aus,dass die Trauung seiner Tochter, bei welcher auch einigeAndersgläubige, Katholiken und ßeformirte, anwesend seinsollten, nicht durch Vietor, sondern durch Wirich vollzogenwerde.

Am weitesten in seiner Hingabe an das die Ubiquitätund die flacianische Interpretation der Erbsünde vertretendeNeulutherthum ging Johannes Vietor; er war auch mit derAachener Kirchenordnung nicht zufrieden und verlangte,dass man in streitigen Fragen von den theologischen Fa-kultäten an den derselben Kichtung angehörenden Hoch-schulen zu Marburg, Tübingen, Jena und Wittenberg Gut-achten erbitten solle, während Johann Engels sich aufdie Universität zu Helmstädt berief, wo man wohl luthe-risch lehrte, aber von Ubiquität und Concordienformel nichtswissen wollte.

Durch das Drängen der Gemeinde Hess sich Engelszwar zum Bleiben bewegen, aber schon am 8. März wieder-holte er sein Entlassungsgesuch. Doch wusste ihn das Con-sistorium auch dieses Mal noch zu veranlassen, seinen Ent-schluss zu ändern.

Aber die Spannung unter den Predigern dauerte mitunverminderter Heftigkeit fort. Am 12. November 1594griff daher das Consistorium auf den Beschluss vom

1) Allerdings eine sehr unzuverlässige Persönlichkeit, derfrühere Bürgermeister und Schöffe Johann Lontzen, der im Jahre1588 eine öffentliche Erklärung vor der Gemeinde abgeben musste,um sich von dem Verdachte zu reinigen, dass er ' ein heuchler seiund so viel als seiner eigner sonst warer religion ein Verhinderer'.Vgl. über ihn auch Noppius, Aachener Chronik I, 200.