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1 (1886) Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls des Großen zu Aachen. - Die lutherische Gemeinde zu Aachen im Laufe des 16. Jahrhunderts
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Auch dieser war ein Gegner der kryptocalvinistisehen Rieh-tung er spielte später noch in dem Processe gegenNicolaus Krell eine Rolle 1 ) aber er hatte es offenbarverstanden, sich den neuen Verhältnissen anzupassen.Die Aachener lutherische Gemeinde kannte er aus eignerAnschauung: im Jahre 1584 war er zusammen mit Hansvon Seidlitz als Abgesandter des Kurfürsten August inAachen gewesen, als dieser und Kurfürst Johann von Triervom Kaiser Rudolf IL zu Untersuchungscommissarien fürdie Aachener Angelegenheit ernannt worden waren (am22. October 1583); Eulenbeck hatte mit an der Herstellungdes Gutachtens über die Vorgänge in Aachen gearbeitet,das die Commissarien am 7. April 1584 an den Kaiserrichteten 2 ). Er zeigte auch jetzt ein besonderes Interessean den Schicksalen der lutherischen Gemeinde, aber grosseHoffnungen für den Augenblick konnte auch er nicht ma-chen. Wie Mirus bestätigte er aufs entschiedenste diewarmen Sympathien des verstorbenen Kurfürsten für dieGemeinde in Aachen, für jetzt aber sah er sich ausserStande, einen bessern Rath zu ertheilen als den, günstigereZeiten abzuwarten.

So blieb denn Kalkberncr nichts übrig, als den Rück-weg anzutreten; am 10. März verliess er Dresden und langteam 16. wieder in Marburg an, wo er erfuhr, dass inzwischenLandgraf Ludwig der Aachener Gemeinde bereits schrift-lich seine Theilnahme zu erkennen gegeben habe. Am 20.März war Kalkberner wieder in Aachen.

Aus diesen Verhandlungen allein erhält man den Ein-druck, als habe sich die Aachener Gemeinde in vollem Ein-klänge mit den am weitesten gehenden Vertretern der neuluthe-rischen Lehre befunden. Dass dem aber in der That nicht sowar, dass vielmehr, wie schon angedeutet, im Schooss der Ge-meinde verschiedenartige Auffassungen in Bezug auf die strei-

1) Calinich a. a. 0. 185, Richard a. a. 0. I, 221.

2) Vgl. unten S. 75. S. auch Meyer a. a. 0.487; vonFürtha. a. 0. II 2 , 61. .