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1 (1886) Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls des Großen zu Aachen. - Die lutherische Gemeinde zu Aachen im Laufe des 16. Jahrhunderts
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von ihm bekannt ist, sind die in seinem im Eingänge er-wähnten Schreiben vom 1. September 1577 x ) enthaltenenMittheilungen. Als aber in der Pfalz naeh dem Tode desKurfürsten Friedrich des Frommen unter dessen Sohn Lud-wig das strenge Lutherthum ans Ruder kam (15761583),wurde Geräus Superintendent in Oppenheim; als solcherhielt er am 3. November 1583 eine Leichenpredigt auf dengestorbenen Kurfürsten Ludwig, in welcher er sich soweitverstieg, diesen mit Theodosius und Augustus, seinen Bru-der und Nachfolger aber, den reformirten Pfalzgrafen Jo-hann Casimir, mit Antonius zu vergleichen, der als ein'Kriegsinann und böser Mensch 5 soviel Unheil in der Weltangestiftet 2 ). Er wurde denn auch am 11. Februar 1584in Oppenheim abgesetzt und war dann von 15851601Pfarrer zu Langenselbold bei Hanau 3 ).

Das Vorwalten des Einflusses der neulutherischen Parteiin der Aachener Gemeinde bei der Regelung ihrer Verhältnissenach aussen hin zeigte sich recht deutlich in der Auswahl der-jenigen Persönlichkeiten, au welche man sich im Jahre 1589um Angabe von Mitteln wandte, mit deren Hülfe man demVerdachte des Kalvinismus am besten und sichersten ent-gehen könnte. Es war das zunächst Aegidius Hunnius,einer der eifrigsten Anhänger der Ubiquität und der Con-cordienformel, der 'streitbarste aller Theologen im Hessen-land' 4 ). Seit 1575 hatte er Tübingen verlassen, und wareinem Rufe als Professor nach Marburg gefolgt; mit ihm'zog ein stürmisches, heilloses Wetter von Würtemberg inHessen ein', wo bis dahin die melanchthonische Auffassung

1) S. unten S. 64.

2) von Bezold, Briefe des I'falzgrafen Johann Casimir II,n. 241 Anm. 2; 249.

3) Mittheilungen des Hanauer Bezirksvereins 1880, S. 105.

4) Ueber ihn vgl. Gieseler, Kirchengeschichte III 2 294, 325;II eppe, Gesch. der hessischen Generalsynoden I, 170, 197, 203, 220;Heppe, Kirchengeschichte beider Hessen I, 370, 378, 438 ff.