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1 (1886) Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls des Großen zu Aachen. - Die lutherische Gemeinde zu Aachen im Laufe des 16. Jahrhunderts
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abgefassten Zweibrticker Kirchenordnung erklären. Es wirdsich allerdings noch zeigen, dass die Kirchenordnung derAachener Gemeinde durchaus nicht den Beifall aller ihrerGlieder besass, aber die Anhänger derselben waren dochimmer zahlreich genug, um alle auf ihre Abänderung zie-lenden Vorschläge mit Erfolg zurückweisen zu können. An-dererseits verfiel man aber bei der Wahl der Verbindungen,welche die Gemeinde mit auswärtigen Anhängern der luthe-rischen Lehre anzuknüpfen suchte, gerade auf solche Per-sonen, welche in dem die lutherische Kirche Deutschlandsin den letzten Dezennien des Jahrhunderts spaltenden Streiteauf der Seite des Neulutherthums standen, wie es in derbergischen Concordienformel vom Jahre 1577 seinen Aus-druck gefunden hatte.

Man wird nicht fehlgehen, wenn man zur Erklärungdieses Widerspruches annimmt, dass die Anhänger derentschiedeneren und die Anhänger der gemässigteren Rich-tung in der Gemeinde an Zahl ungefähr gleich waren, dasszwar im Innern der Gemeinde die Partei derer, welche derherkömmlichen Auffassung huldigten, etwas überwog, dassaber diejenigen, welche die Fähigkeit besassen, die Ge-meinde nach aussen hin zu vertreten und ihre Verbindungmit den übrigen Lutheranern Deutschlands zu unterhalten vor allem der schon oft genannte Johann Kalkbernerund sein Anhang der Richtung des sog. Neulutherthumssich anschlössen.

Betrachten wir zunächst einige derjenigen Punkte,welche für die Neigung der Gemeinde zu jener strengerenRichtung sprechen.

Schon der erste bekannte Prediger derselben, der be-reits genannte Conrad Geräus, war ein eifriger Anhängerund Verfechter der neulutherischen Lehre, wenn er auch,soviel ersichtlich, diese Gesinnung nur im Kampfe gegendas reformirte Bekenntniss zu bethätigen Gelegenheit fand.Ueber sein Wirken in Aachen liegen zwar keine Zeugnissein dieser Hinsicht vor, das einzige, was aus dieser Zeit