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1 (1886) Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls des Großen zu Aachen. - Die lutherische Gemeinde zu Aachen im Laufe des 16. Jahrhunderts
Entstehung
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im Laufe der siebziger Jahre des 16. Jahrhunderts vonausgewanderten Antwerpener Lutheranern gegeben wurde.

Die so entstandene Gemeinde sah sich, so lange dieRegierung der Stadt in den Händen der Katholiken war,gezwungen, ihre gottesdienstlichen Versammlungen im Ge-heimen abzuhalten; sie that das Anfangs im Hause deserwähnten Johann Bode. Am 3. August 1578 ging siedazu über, als Norm für ihre kirchlichen Handlungen eineHauskirchenordnung festzusetzen. Da dieselbe soeben ananderer Stelle veröffentlicht worden ist 1 ), so braucht hiernicht näher auf ihren Inhalt eingegangen zu werden; nurein Punkt erfordert besondere Besprechung.

Am Schlüsse derselben gibt die Gemeinde die Er-klärung ab: c die form und weiss von der tauf, nachtmail,ehestandt und krancken zo besoichen sol gehalten werdennach inhalt der Zwenbruckischen Kirchenordnung,dem wir dan underworfen zo sein hiemit bekennen '. DieGemeinde richtete sich also in der äusseren Form ihrerkirchlichen Handlungen nicht, wie man aus ihrem Anschlussan die Antwerpener Confession von vorn herein schliessenwürde, auch nach der Antwerpener Agende vom Jahre 1567,die ebenso wie die Confession der Mitwirkung des FlaciusIllyricus und seiner Gefährten ihr Dasein verdankte 2 ),sondern nach der Zweibrücker Kirchenordnung.

Es lässt sich noch feststellen, wie die Gemeinde dazukam, sich dieser Agende anzuschliessen. Sie wurdedazu durch den Prediger Mathias Statvelt veranlasst,der am Ende der siebziger Jahre von Schieiden aus öfterzur Aushülfe nach Aachen kam. Statvelt hatte im Jahre1566 schon in der Antwerpener Gemeinde eine Rolle ge-

1) Vgl. den Abdruck von Kuester in den TheologischenArbeiten aus dem rheinischen wissenschaftlichen Prediger-Verein(hrsgeg. von Evertsbusch) VI, (1885) S. 149ff.

2) Sie liegt mir vor in der bei Michel Schmuck in Schmal-kalden 1567 erschienenen hochdeutschen Uebertragung Spangenbergs.