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1 (1886) Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls des Großen zu Aachen. - Die lutherische Gemeinde zu Aachen im Laufe des 16. Jahrhunderts
Entstehung
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sehen Bekenntnisses aus den Niederlanden nach Aachenführen also nach Antwerpen als ihrem Ausgangspunkt zu-rück. Aber die Beziehungen der Aachener lutherischenGemeinde zu Antwerpen waren noch bedeutend enger, alssich aus diesem Umstände allein ergibt.

Am 1. Dezember 1579 erklärte nämlich das Consisto-rium derselben, die Prediger sollten sich in ihrer Lehrerichten nach ' der heiligen biblischen schrift des alten undnewen testaments, welcher inhält und rechte summe in derAugspurgischer (so anno 30 von den Sächsischen über-geben) wie auch Antwerpischer Confession und Apologiabegriffen und verfasset ist 1 . Durch diese Erklärung be-kannte also die Aachener Gemeinde ihre Uebereinstimmungmit dem von der Autwerpener lutherischen Gemeinde an-genommenen Bekenntniss.

Dieses war in folgender Weise entstanden. Die Ant-werpener lutherische Gemeinde, deren Schicksale schonmehrmals Gegenstand historischer Untersuchung und Dar-stellung geworden sind, hatte sich im Jahre 1566 Predigeraus Deutschland erbeten, um ihre kirchlichen Angelegen-heiten zu ordnen. Diesem Rufe waren Mathias FlaciusIllyricus, Cyriakus Spangenberg, Hermann Hamelmann undmehrere andere Verkündiger der lutherischen Lehre ge-folgt. Ende des Jahres 1566 kamen diese in Antwerpenan, und schon im November erschien die unter ihrer Auf-sicht verfasste und in lateinischer, niederländischer, fran-zösischer und deutscher Sprache verbreitete c Confessio mini-strorum Jesu Christi in ecclesia Antwerpiensi, quae Au-gustanae Confessioni assentitur' in Druck, wozu dann nochAnfangs des folgenden Jahres eine Apologie gegen Angriffedes Bischofs von Roermonde, Wilhelm Lindanus, kam 1 ).

Wenn nun im Jahre 1579 die Aachener Gemeinde

1) Preger, Matthias Flacius Illyricus und seine Zeit II, 285 ff.;Schultz Jacobi a. a. 0. 1863 p. 34, 74 ff., 93 ff.