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1 (1886) Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls des Großen zu Aachen. - Die lutherische Gemeinde zu Aachen im Laufe des 16. Jahrhunderts
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zu berichten, da, wie er irrthümlicher Weise erklärt, dieArchivalien der lutherischen Gemeinde für diese Zeit ver-loren seien. Die bekannten Werke von Goebel 1 ) und Heppe 2 )von denen besonders das letztere manche bemerkenswertheNachricht über die reformirten Gemeinden in Aachen brachte,bieten für die Geschichte der lutherischen Gemeinde ebensowenig, als das so eben erschienene Buch von Demnier überdie Reformation am Niederrhein 3 ).

Ermöglicht wurden mir somit die folgenden Aus-führungen erst durch die Benutzung der im Besitz der evan-gelischen Gemeinde zu Aachen befindlichen Archivalien,welche ich mit gütiger Erlaubniss des Presbyteriums imLaufe vorigen Jahres vornehmen konnte 4 ). Es zeigte sich,dass der aus dem 16. Jahrhundert stammende handschrift-liche Nachlass zwar durchaus nicht mit dem ursprünglich Vor-handenen sich deckt, dass er aber trotz mancher Lücke esermöglicht, ein Bild der Entwickelung der Gemeinde auchfür die Zeit zu entwerfen, die in das 16. Jahrhundert hinein-reicht. Nähere Angaben über diese Archivalien braucheich hier um so weniger zu machen, als ich schon in derZeitschrift des Aachener Geschichtsvereins über den ge-sammten handschriftlichen Besitzstand der evangelischenGemeinde, soweit er historisches Interesse beanspruchenkann, berichtet habe 5 ).

1) Goebel, Geschichte des christlichen Lebens in der rheinisch-westfälischen evangelischen Kirche I (1849) S. 426 ff.

2) Heppe, Geschichte des deutschen Protestantismus I (1852)S. 315, 496; II, 353. Desselben Verfassers Werk: Zur Gesch. derevangelischen Kirche Rheinlands und Westfalens (1867, 70) berührtdie Aachener Verhältnisse nicht.

3) Demmer, Geschichte der Reformation am Niederrhein 1885.

4) Das Aachener Stadtarchiv, dessen Benutzung resp. Erwäh-nung man im Folgenden vielleicht vermissen möchte, kommt für diereformatorische Bewegung fast gar nicht in Betracht.

5) Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins VI (1884) S. 342 ff.