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1 (1886) Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls des Großen zu Aachen. - Die lutherische Gemeinde zu Aachen im Laufe des 16. Jahrhunderts
Entstehung
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So lautet der Titel einer auch unter der BezeichnungIter Jerosolimitanum bekannten lateinischen Legende, dieam Ende des 11. Jahrhunderts, wahrscheinlich zwischen denJahren 1050 und 1085 in S. Denis verfasst wurde und zwarnoch niemals gedruckt, aber in mehreren Handschriften er-halten und mehrmals eingehend besprochen worden ist. Sieist die Quelle für alle späteren auf denselben Gegenstandbezüglichen Nachrichten, deren Leon Gautier in seinem vonallgemeinster Kenntniss und tiefster Durchdringung desStoffes zeugenden Werke über die französischen Epopöendreissig und auch damit nur einen Bruchtheil namhaftmacht a ).

Man könnte fast Bedenken tragen, über diese in ihremhistorischen Unwerth längst erkannte und beleuchtete Le-gende noch ein Wort zu sprechen, nachdem durch diescharfsinnigen Untersuchungen, deren Gegenstand dieselbeseit der Mitte des vorigen Jahrhunderts geworden, fastsämmtlicbe Fragen, die das Interesse in Anspruch zu nehmenim Stande sind, ihre Erledigung bereits endgültig gefundenhaben. Denn nach der Untersuchung, die ihr durch denAbbe Lebeuf bereits im Jahre 1754 zu Theil geworden,sowie nach den neueren Forschungen des Deutschen Kosch-witz und der auf litterarhistorischem Gebiete mit Recht alsAutoritäten anerkannten französischen Gelehrten GastonParis und Leon Gautier wird sich über die Entstehungder Legende und ihre Bedeutung schwerlich noch etwasNeues vorbringen lassen. Ich würde daher die folgendenBemerkungen unterdrückt haben, wenn mich nicht einer-seits die eben erwähnten Rücksichten veranlassten, diesenGegenstand gerade an dieser Stelle zur Sprache zu bringen,wenn ich nicht andererseits im Stande zu sein glaubte,über die Weiterentwickelung dieser Legende und die Art,wie ihre Aufnahme in die späteren historischen Compila-

1) Leon Gautier: Les epopees francaises III (2. Ausg. Paris1880) p. 283.