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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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Religion geleitet werden, seine Glückseelig-keit durch Erhöhung seiner Seelenkräfte mit-tels Gotteskraft, in sich selbst zu gründen.Der Körper sol mit allem was sinnlich ist,dem natürlichen Wege zufolge, in die Erdeherabsinken, und als was vergängliches,was unedles betrachtet werden. Dahinge-gen sol die Seele sich immer mehr, durchBefreiung vom sinnlichen veredlen, sich zuihrem Schöpfer emporschwingen, demselbenimmer ähnlicher werden. Dieses erhabensteDenkbild, ist der Endzweck der Religion.Wie kan hiemit Intoleranz, Haß, Ver-folgung des Nächsten bestehen? Wie sehrsinkt der Mensch hiebei herunter, und verlie-ret den seeligsten Endzweck der Religion!Ich habe bei dieser Schrift keinen an-deren Endzweck, als diese Warheit ausbrei-ten zu helfen. Das Zeugniß in dieser wich-tigsten Sache, etwas beigetragen zu haben,würde