senschaften, und Künsten nicht Christus, son-dern (1) Aristoteles, und Avicenna, nem-lich Gottlose, und Blinde zu Meisteren, undLehreren gehabt, oder ihrem betrieglichem Ver-stande, oder anderen fehlerhaften Menschen ge-trauet hätten, also daß man von denenselben sichnichts sicheres versprechen könne. Alleine wo istdiese Stelle wohl anzutreffen? Oder hat der be-kennte Muratori auch ein Werck (2) geschrieben,welches man in kurzer Zeit durchlesen und die ange-führte Stellen finden kann? Ober hat derselbe, wieder Bönnische Lehrer der heiligen Auslegung anzu-deuten scheint, auch anerrinneren wollen, daß manvon den heiligen Vätteren in Sachen, welche denGlaub, und Sitten betreffen, sich ebenfalls nichtssicheres versprechen könne? Oder worzu solle sonstdie angeführte Stelle dienen? Solle man darausvielleichte schliessen, daß Thaddäus dahier nurmit dem Muratori prangen wolle, wovon dergelehrte Havelange (3) meldt, und zeigt, daßMuratori ein Freygeist, und Jansenist seye,welcher die Unfehlbarkeit der Kirche durch verschie-dene Jansenistischen Bedingnüssen und Einschrän-ckungen zu schwächen, und schier ganz zu unter-graben(1) Warum hat Thaddäus den vom Muratori zuerstbenennten Plato ausgelassen, und verschwiegen?(2) Nicht wahr: De Ingenior. Moderat. Lib. I. Cap. XXI.pag. 208. AUGUSTAE VINDELICORUM MDCCL-XXIX.(3) In Ecclesiae infallibilitate in factis Doctrin. demonst.S. 127. 374. 397. 398. 399. & 540.
Druckschrift
Des catholischen Pfarrers zu Calenberg fortgesetzte Aufklärungen des aechten Actenstucks der Lästerung, Verläumdung und Unverschämtheit aus dem bönnischen Universitäts-Briefschranke
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78
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