12Schwärmerey alles in grössere Gährung, alseben zu Bonn, wie sogar die Zög=, und Lehr-lingen in aller Bölle bestättigen, welche auf derUniversität zu Bonn gebildet worden. Oder wiltder Verfasser durch das Wort Fanatismus viel-leichte den Aberglauben nach der aufgeklärten Re-densart andeuten, und verstehen? O! so gesteheich ganz gerne, daß Aberglauben keine statt habe,wo ungezähmte Freyheit, und daraus endlich Frey-geisterey entstanden, und die Zeit gekommen ist,daß sie gar wenig, oder nichts mehr glauben.§. 5.Von weme ist wohl das Gutachten zu ge-ben, wie eine so geartete Censur mit voller Si-cherheit zu Berühigung des gemeinen Weesenseinzuführen, die Willkühr bey Beurtheilung de-rer Schriften zu entfernen, und ohne die Druck-freyheit unnöthig zu beschränken, der Verbreitungschändlicher Lehrsätzen die erforderlichen Gräntzenzu setzen seyen? Vielleichte von dem Vormunde,oder von denen Pflegbefohlenen Hedderich, Thad-däus, und Schüren? Ich schwöre bey der schö-nen Laverna: Ein jeder dieſer Helden hatdarzu die genugsame Fähig= und Geschicklichkeit.Mit der grösten Begierde, und Verlangen er-warten wir also das Gutachten.Lit.
Druckschrift
Des catholischen Pfarrers zu Calenberg fortgesetzte Aufklärungen des aechten Actenstucks der Lästerung, Verläumdung und Unverschämtheit aus dem bönnischen Universitäts-Briefschranke
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