welcher nicht weis, auf wie vielerley Art man anfremden Sachen, und den so genennten fremdenSünden Antheil habe, und nehme? Wie? Wannin dieser goldenen Duldungszeit ein Vatter, oberMutter duldet, daß der Sohn nach der Verder-bungscacodämonie ziehe, um aufgeklärt zu werden;nimt, und hat dann der Vatter, oder Mutter ander Aufklärung keinen Antheil? Wann die Poli-cey duldet, daß die Lehrer der Jugend den gröstenTheil des Tags, und der Nacht in denen Wirths-häuseren zubringen, schwärmen, schwelgen, spie-len, singen, springen, und die Religion, dasOberhaupt der Kirche, und die Päbstlichen Nun-cien hernehmen, hat, und nimt die Policey andiesem Unwesen keinen Antheil? Wann die Leh-rer dulden, daß ihre Lehrlinge denen Schauspie-leu beywohnen, und die Tanzböden, Gast= undgar noch andere Häuser besuchen, so daß sogarJünglingen von 14. 15. und 16. Jahren mit derVenusseuche behaftet werden, haben, und nehmensie an der Aufführung keinen Antheil? Wann derVormund duldet, daß seine Pflegbefohlenen nichtnur Liebs- und Schandgedichten, unchristliche, unduncatholische Catechetischen Unterrichten, und auf-geklärte Schriften wider den Glauben, die Christ-liche, und sonderlich Catholische Religion, denPabſt, die Kirchengebräuchen, und alles wasdie Kirche für heilig achtet, zusammenschmieren,sondern auch durch den öffentlichen Druck zurAergernüsse, und Verderben vieler Tausenden aus-streuen; hat, und nimt der Vormund an dem Ver-derben, und Aergernüsse keinen Antheil? WannC 2endlich,
Druckschrift
Des catholischen Pfarrers zu Calenberg fortgesetzte Aufklärungen des aechten Actenstucks der Lästerung, Verläumdung und Unverschämtheit aus dem bönnischen Universitäts-Briefschranke
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35
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