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sind ärmlich ausgestattet, und die sonst so förderliche Ein-richtung der „Pflichtexemplare" kommt nicht immer den-jenigen Anstalten zugute, welche die Erhaltung der schö-nen Literatur ihrer Provinz in die Hand genommen haben.Das Programm für die Tätigkeit des Sammeins selbstfällt nun zusammen mit den Grundsätzen, die für die bi-bliographische Bearbeitung des zu sammelnden Stoffesgelten. Es möge vorausgeschickt sein, dass es sich zu-nächst um Sonderausgaben der in Betracht kommendenDichtungen oder Gruppen von solchen handelt; genaueHinweise auf das in Zeitschriften und Sammelwerken zer-streute sowie auf das noch ungedruckte Material würdenden Wert einer Bibliographie steigern, sie kommen aber,da sie in das Gebiet der Literaturgeschichte hinübergreifenwürden, erst in zweiter Linie in Betracht. Es soll versuchtwerden, für einen grösseren Landesteil und seine „Terri-torialbibliothek" ein derartiges Programm in Kürze zu ent-wickeln. Die Cölner Stadtbibliothek hat sich seiteinigen Jahrzehnten zu einer bevorzugten Stelle für dieAnsammlung und das Studium der gesamten Literaturzur Geschichte und Landeskunde der Rheinprovinz ent-wickelt. Da ist es eine ihrer wichtigsten Aufgaben gewor-den, das vorhandene Material zu einer umfassenden Lite-raturübersicht der Provinz bereit zu stellen, bibliographischzu bearbeiten und zu ergänzen. Es mag bei dieser Gelegen-heit daran erinnert sein, dass wir, meist aus den Händender Geschichts- und Altertumsvereine, eine stattliche Zahlvon „landeskundlichen Bibliographieen" besitzen. Es sindz. T. ausgezeichnete Arbeiten, viele von ihnen leiden aberan einer zu gewaltsamen Beschränkung der Aufgabe auchda, wo man den Begriff „Geschichte und Landeskunde"ziemlich weit gefasst hat. Landbeschreibung, politischeund Wirtschaftsgeschichte sind in der Regel sorgfältig auf-genommen, auch einer Gruppe für Kunstgeschichte be-gegnen wir häufiger. Hier und da finden sich Sagen undMärchen, Schwanke, Volkslieder, Sprichwörter und Mund-artliches verzeichnet, eine grössere Gruppe für schöne Lite-ratur aber nur ganz vereinzelt. Dieser Mangel der meistenBibliographieen ist nicht geringfügig, denn der Wert sol-