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Weise als ergänzendes Studienmaterial gesammelt wird,ist selbstverständlich.
Allgemein geregelt ist die Sammelarbeit unserer Biblio-theken auch auf dem Gebiete der poetischen Literatur bis-her noch nicht. Haben wir erst ein grosses deutschesBildungsamt, es wird auch hier ein weites Feld für regu-lierende Tätigkeit vorfinden. Dann wird auch in den Bü-cherbeständen deutlicher zum Ausdrucke kommen, dasssie der Vielseitigkeit dessen, was das Wesen der Bildungausmacht, einigermassen entsprechen sollen. Eine scharfeScheidung der strengen Wissenschaft von dem, was derBelehrung und wasder Pflege des Schönen dient, ist ohnehinnicht durchführbar, und so genügt auch für die Praxis dieeinfache Folgerung, dass Geisteswerke, die Gemeingutaller sind oder werden können — und dazu gehört vorallem die „Nationalliteratur" im Gegensatze zur „Fachlite-ratur" — von der Aufnahme in eine Bibliothek auch danicht ausgeschlossen werden, wo der streng wissenschaft-liche Charakter der Anstalt in ihrer geschichtlichen Ent-wickelung begründet ist. Es arbeiten nun die vorhandenenund in grosser Zahl neu entstehenden Volksbibliotheken,deren reger Verkehr die Bücherexemplare nach wenigenJahren vollständig verbraucht, ganz überwiegend für dieBedürfnisse der Gegenwart. Von den wissenschaftlichenBibliotheken erstreben einige grosse Zentralen annäherndeVollständigkeit, anderen, auf die Provinzen verteilten An-stalten — man hat sie unter dem Namen „Territorialbiblio-theken" zusammengefasst, ohne damit ihrer Bedeutungauch für die allgemeinen Interessen vorgreifen zu wollen —fällt dann die Aufgabe zu, zunächst in grösserer Auswahldas anerkannt Beste aller Zeiten und Völker zusammen-zustellen, dann aber die ganze poetische Literatur desje-nigen räumlichen Gebietes, für das sie zunächst wirkensollen, vollständig zu vereinigen und damit an ihrem Teilezur Pflege und Erhaltung eines blühenden Zweiges der„Heimatkunst" beizutragen. Ohne erheblichen Aufwandan Arbeitskraft und Kosten ist solche Sammelarbeit nichtzu leisten, aber auch nicht ohne die verständnisvolle Teil-nahme der Autoren; die meisten mittleren Bibliotheken