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eher Spezialsammlungen und Uebersichten liegt, abgese-hen von der zuverlässigen Verzeichnung der Einzelschrif-ten, gerade in der Vollständigkeit, mit der die Literatureiner Landschaft vertreten ist; da ist es doch sicher ange-zeigt, auch die Dichtung und ihre Geschichte anzuschliessen.Nun wird ja niemand daran denken, die Poeten nach Pro-vinzen „sortieren" zu wollen. Aber es handelt sich beider Sammelarbeit der Bibliotheken wie bei der bibliogra-phischen Tätigkeit niemals um rein wissenschaftliche Sy-stematik. Die bibliographischen Systeme sind ein Kom-promiss zwischen wissenschaftlicher Theorie und biblio-thekarischer Praxis, sie sollen die Möglichkeit bieten, dieBücher, wie sie kommen, für den Gebrauch und für dieMagazinierung möglichst zwanglos und übersichtlich zugruppieren, auch ganz neu erstehende Literaturzweigeohne Schwierigkeiten zu bewältigen. So hängt auch hiermit der systematischen Arbeit die Sammeltätigkeit eng zu-sammen, und für die letztere gibt es allerdings Rücksichten,welche eine Gruppierung auch der Dichter nach grossenLandschaften wünschenswert machen. Eine Kontrolle überdie Vollständigkeit ist sicher nur bei dieser Methode zu er-zielen, welche, bei einer grossen Zentralbibliothek kaumals Hauptordnungsprinzip in Betracht kommend, für eineTerritorialbibliothek sich von selbst ergibt. Auch für dieSchaffung von guten Anthologieen, die ja gern nach grösse-ren Landschaften angelegt werden, wäre auf diese Weiseüberall eine brauchbare Grundlage vorhanden. Etwas Ge-waltsames liegt immer in solcher Abgrenzung des Sammel-gebietes, in unserem Falle noch darin, dass dafür nicht ge-schichtliche Rücksichten gelten, sondern eine noch nichteinmal ein Jahrhundert bestehende politische Bildung, dieProvinz als Verwaltungsbezirk. Es handelt sich aber da-rum, für die Sammelarbeit eine möglichst einfache, klarerkennbare Grundlage zu schaffen. Die Unsicherheit überdie ausgiebigsten Fundorte mancher grosser Literaturgrup-pen ist in Deutschland noch so gross, dass auch kleineAnfänge einer Organisation willkommen sein müssen. Dassin der Praxis der Bibliotheken und der Bibliographen viel-fach über die Provinzialgrenzen hinausgegriffen werden