IV. SAMMELARBEIT UNDBIBLIOGRAPHIE
oll das Lesen guter Bücher als allgemeines Bil-dungsmittel zur Geltung kommen, so kann ihmdurch verständige organisatorische Massnah-men mancherlei Anregung und Förderung er-wachsen. So ist für die Herstellung und Ver-breitung guter, billiger Ausgaben von Volksbüchern undhervorragenden Dichtungen in jüngster Zeit auch nebenden rein buchhändlerischen Unternehmungen gewirktworden, hauptsächlich durch gemeinnützige Gesellschaften.Aber es kann darin, zumal da Hausbibliotheken in nennens-wertem Umfange noch ebensowenig in Betracht kommenwie öffentliche Rezitationen, nur eine willkommene Ergän-zung, kein Ersatz für die ausgedehnte Wirksamkeit gesehenwerden, wie sie die öffentlichen Bibliotheken zu entfaltenhaben. Dass auch die schöne Literatur bei ihnen vertretensein solle, darüber herrscht kaum noch eine Meinungsver-schiedenheit, wohl aber fragt es sich: in welchem Umfangeist sie zu finden, nach welchen Grundsätzen wird sie be-schafft und zugänglich gemacht? Auch organisatorisch sinddiese Fragen von Bedeutung, ihre Beantwortung hängt zu-sammen mit derzwiefachenpraktischen Aufgabejeder gros-sen Bücherei: den Interessen der Gegenwart zu dienen undgleichzeitig dasjenige Material anzusammeln, zu ordnen undbereit zu stellen, welches, abgesehen von seiner Bedeutungfür die Mitwelt, der wissenschaftlichen Forschung der Zu-kunft unentbehrlich ist.