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Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.
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Seite desselben zwei bis 5 cm lange Fissuren. Die Bruchendensind rings von grossen pilzförmigen Kallusmassen umgeben,aber gegeneinander abgeschliffen, so dass keine Spur einer Ver-einigung beider Fragmente vorhanden ist.
Louis Fuhrmann vom 4. Thüring. Inf. Regt. No. 72, ver-wundet am 16. August 1870. Gestorben am 22. Oktober 1870im Barackenlazareth Berlin an Pyämie.
Sektion: Einschuss 10 cm über dem Condyl. intern.femoris,Ausgangsöffnung aussen und hinten in derselben Höhe; ausletzterer ragt ein scharfer Knochensplitter hervor. GeringerEiterherd um die Frakturstelle. Knie- und Hüftgelenk frei.Eitrige Thrombophlebitis in den Venen des rechten Ober-schenkels, Lungenembolie, eitrige Pleuritis rechts nach Lungen-abszess. Metastatischer linker Nierenabszess.
[B. L. d. T. F.l
X. A 47.
Schussfraktur des linken Oberschenkels zwischen mittleremund unterem Drittel.
Es ist nur das 5 bis 6 cm unterhalb des Trochant. min. ab-gesägte obere Bruchende vorhanden. Die Bruchfläche gehtschräg von vorn und oben nach hinten und unten. Rings umden stark gezackten Rand desselben in wechselndem Abstände(von 0,5 bis 2 cm) eine scharf ausgeprägte nekrotische Demar-kationslinie. Oberhalb derselben rings um den Knochen aus-gedehnte, bis ins obere Drittel hinaufreichende, theils ganzflache, theils stark prominirende Auflagerungen von Kallus-massen.
Das Präparat stammt aus dem Feldzuge 1870/71 und ist27 Tage nach der Verletzung gewonnen.
X. A 48.Taf. XXXII. Fig. 2.Schussfraktur des linken Oberschenkels durch Langblei.Vier "Wochen nach der Verletzung durch die Sektion ge-wonnen. Das plattgedrückte Geschoss steckt im Condyl. intern."Weitreichende Splitterung in die Diaphyse hinein, Fissuren insGelenk.
Bayerischer Unteroffizier Singer, verwundet am 3. Juli1866. Schusseingangsöffnung fast in der Gesässfalte, keineAusgangsöffnung. Enorme Blutextravasate längs des ganzenFemur. Anschwellung des Kniegelenks. 20. Juli erster Schüttel-frost. Verjauchung der "Wunde. Tod am 3. August durchpyämische Abszesse in den Lungen.
Hier ist die Kugel fast längs der ganzen hinteren Flächedes Femur herabgelaufen und hat beim Abbrechen des Condyl.intern, so ausgedehnte Fissuren erzeugt, dass die Frakturliniebis an die untere Grenze des mittleren Drittels hinaufreicht.[Stabsarzt Dr. Starke, Lazareth Dermbaeli.]
X. A 49.
Schussfraktur des oberen Endes des linken Femur.
Der Kopf sowie der Trochanter minor vollständig abge-sprengt. Ausserdem ein beträchtlicher Substanzverlust desCollum femoris. Der Patient war vier "Wochen nach seinerVerletzung ohne Resektion gestorben.
Das Präparat ist bei der Obduktion gewonnen.
X. A 50.
Granatschuss-Zerschmetterung
des oberen Endes des rechten Femur, welcher zwischen beidenTrochantern zersplittert ist.
Hauptmann Wilhelm Wunecke vom 1. Magdeburg. Inf.
Regt. No. 26 wurde durch Granatschuss am 3. Juli 1866 twundet. Die Eingangsöffnung fand sich 3 cm unter dem Tuischii, zwei Ausgangsöffnungen zeigten sich vorne im 0 |Drittel des rechten Oberschenkels. Am 12. Juli kam erCirescwitz aus nach Görlitz; am 12. August 1866 erkwiederholten Blutungen und der erschöpfenden Eiterung.[Oberstabsarzt Dr. Toussaint, Lazareth Gurliti,
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X. A 51.
Taf. XXXII. Fig. 3.Schussfraktur des rechten Oberschenkels im unteren Dri
Die Kugel hat zunächst das Femur nach innen vonMedianlinie der hinteren Fläche, 8 cm über dem hinteren P tder Fossa intercondyl., getroffen und dort eine fast vollstaikreisförmige Einschussöffnung erzeugt. Dieselbe ist nur an:äusseren Peripherie nicht vollkommen geschlossen. An t-Stelle setzt sich der kreisrunde Defekt fort in einen viel grossezweiten, der die ganze äussere und einen Theil der vorieFläche des Femur einnimmt, so dass in der Höhe der Einte-stelle des Geschosses nur der bei weitem kleinere innere Jder Knochensubstanz erhalten und die Markhölde ausneröffnet ist. Zahlreiche grosse Fissuren reichen vorn undliirbis nahe ans Kniegelenk und haben viele grössere Splitterzeugt, die sich gut wieder zusammensetzen lassen.
Das Präparat stammt von einem Manne Namens Stcbecker aus dem Feldzuge 1870/71. Die Kugel hatte denK-passirt.
X. A 52.
Taf. XXX11I. Fig. 1 und la.Schussfraktur des linken Oberschenkels.
An der hinteren Fläche des Femur, 4 cm oberhallFossa intercondyl., findet sich ein kreisrundes, 1,5 cm im Dimessen grosses Loch mit scharfen, wenig gezackten Binwelche einen ganz schmalen, vielleicht durch Bleimokschwarzgrau gefärbten Saum zeigen. In ihrer Umgebung Isich noch ein grösserer und mehrere ganz kleine, eben»färbte Flecke. Der Femur selbst in zahlreiche, unregelmiFragmente zerschmettert. Die Epiphyse ist vollkommender Diaphyse und beide Kondylen durch einen mitten zwiiihnen verlaufenden Sprung von einander getrennt. DasFragment zeigt einen bis 4 cm breiten, nekrotischen 1welcher ringsum durch Demarkationsfurche und dünne Kmauflagerungen oberhalb derselben ausgezeichnet ist.
Schirndt vom Brandenburg. Füs. Regt. No. 35, 6,fcverwundet am 16. August 1870. Am 27. August zeigtederFuss blau, kalt und ohne Gefühl, am 31. August Ampi:.in der Mitte des Oberschenkels durch Zirkelschnitt. \gelenkshöhle mit Eiter gefüllt. Vena femoral, hinter der Fistelle zerrissen und nach oben und unten thrombosirt. Bf:am 29. September 1870 erfolgten Evakuation des Patientcdie Heilung im besten Gange.
[Oberstabsarzt Dr. Ewald, 8. Feldlazarett! III. Armee]»
X. A 53.
Schussfraktur des linken Oberschenkels.Zerschmetterung des Femur dicht oberhalb der Kond;vielfache Splitterung der Diaphyse. Streifung der l'a:oberen Rande. Einschuss hinten und innen, Ausschui)dicht über dem Condylus externus.
Lelievre , Französischer Infanterist, verwundet18. August 1870. Amputirt am 3. September 1870. Eiam 9. September 1870.
[3. Feldlazarett II. Armeetaf-j