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Studien über Rudolf von Ems : Beiträge zur Geschichte der Rhetorik und Ethik im Mittelalter
Entstehung
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88
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88 Gustav Ehrismann:

erwarp : verdarp AI. 45 f. (Wh. 2213), sin höhiu manheit: werdekeiterstreit Wh. 81 f. (2181 f.) = hcehestiu werdekeit : werdekeit erstreitAI. 49 (3203). - Wh. 85-88 vgl. AI. 67-82 (Quelle des Gedich-tes). - Wh. 89-123 vgl. AI. 91-102 (Empfehlung des Gedichteswegen seines vielseitigen Inhalts, vgl. Tristan 71 ff. 174ff. undWh. 97509755); darin einzelnes: der Eingang Künd ich Wh. 89= Kan ich AI. 91, Ze wisem ende bringen : Von hovelichen dingenWh. 97 f. = voilebringen : mit sinneclichen dingen AI. 91 f. Wh.124130 = AI. 2934. Die Wendung an die Hörer, womit derWillehalm beginnt, 139, ist im Alexander in den letzten Prologverlegt 2064120664, es entsprechen sich Wh. 116, die wohl-wollenden Hörer, = AI. 20641-20650, und Wh. 17-39, die übel-wollenden Kritiker, = AI. 2065120664, dabei im einzelnen: Dazer geruochte gän hin dan Wh. 21 = er ge da von AI. 20661 (vgl.Ulrichs Lanz'elet 22); Swaz ungerne hozret ein man Wh. 22 = underz niht gerne hozre AI. 20657.

Direkt aus dem Tristan entlehnt ist die Darstellung der Minne-empfindungen Wh. 4068, auch wörtlich: Siiezez sür und liebez leitWh. 47 = Tristan 60 (schon im Bari. 130, 16). Desgleichen stammtder Vers Wh. 72 Des wil ich iu bemseren aus dem Tristan: ich wilin wol bemseren 125 (bemseren als Synonym zu bescheiden Wh. 74).Im Grunde sind beide Eingangsprologe, der des Alexander undder des Willehalm, Nachahmungen der Einleitung zu GotfridsTristan, denn diesem sind beiderseitig die Motive entnommen,wenn sie auch sehr stark umgestaltet sind. Es entsprechen sichder I.Prolog des Willehalm und Gotfrid folgendermaßen: Wh. 1bis 39, die Kritiker (Publikum), = Tristan 1-44; Wh. 40-68, dieMinne, = Trist. 55 ff. 218 ff.; Wh. 69-84, die beiden Haupt-personen des Gedichtes, = Trist. 125-130; Wh. 85-88, die Quelle,= Trist. 155 (131)166; Wh. 89-123, die Empfehlung des Ge-dichtes, = Trist. 71 ff. 174ff.; Wh. 124-130, subjektiver Zweckder Arbeit, = Trist. 45 ff. Die nämlichen gegenseitigen Beziehungenhaben die Eingänge des Alexander und des Tristan und zwar inder gleichen Reihenfolge: die Strophen AI. 128 sind schon formalNachahmungen der Tristan-Strophen V 144, inhaltlich eineVariierung des MotivsDichter und Publikum", (die für die Ein-leitungsstrophen des Tristan charakteristischen Wortspiele mit guothat Rudolf schon im g. Gerhard, Prolog lff. und Epilog 6869 ff.,nachgeahmt); sselde, Gunst der Edeln, ist notwendig zur Entfaltungder Kunst: am nächsten berühren sich die Gedanken von AI. 2528