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Studien über Rudolf von Ems : Beiträge zur Geschichte der Rhetorik und Ethik im Mittelalter
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Studien über Rudolf von Ems. 51

die Gewalt, der Geist, der Logos; Gott der Vater, der Mensch-gewordene Sohn, eine allmächtige und ewige Dreieinigkeit.

II. 1, 253, 2. Das Wesen Gottes als allmächtigen Schöpferswird in vier Abschnitten behandelt.

1. Das dreifache Weltgerüst (der Weltbau) 1, 2529. Wiein einigen Hymnen, so folgt auch hier auf die Eigenschaften derTrinität die Lobpreisung durch die triplex machina 1, 2024:Himmel, Erde und Hölle rühmen den Herrn, vgl. Mone Nr. 4, 23(S. 7 u. Anm. S. 8). Quem tremunt impia tartara, colit quoquequem et abyssus infima (Hölle), Quem laudat sol atque luna,dignitas adorat angelica (Himmel), Et nos voce praecelsa nuncomnes modulemur (Erde), (Te) triplexque mundi machinabenedicit per saecula Nr. 7, 7f..u. Anm. 1

2. 1, 302, 2 Die organische, vernunftbegabte Natur, alsoMenschen und Tiere, das sind diejenigen Geschöpfe, denen außerder vegatabilischen Seele (lebeliche) auch die sensitive Seele (swazsich verstat unde lebende sinne hat) zukommt.

3. 2, 328 Eine Kosmologie, in der Art des mittelalterlichenWeltbildes aufgebaut auf der Elementen- und Sphaerenlehre 2 :36 die vier Elemente (aber des Rhythmus und Reimes wegennicht in der regelrechten Reihenfolge Feuer, Luft, Wasser, Erde) 3und ihre Qualitäten (diese aber nur unvollständig und durchein-ander). 721 die Sterne mit ihrem Umlauf (vgl. auch 237,13 ff.),die das tellurische Leben, speziell das der vernünftigen Kreatur (14)einrichten und lenken; das Firmament, die Sonne.2125 dieErschaffung der sichtbaren und unsichtbaren Welt aus Nichts;der Logos als Weltschöpfer, durch das Wort hat Gott die Weltgeschaffen 4 . 2628 die meteorologische Erscheinung von Donnerund Blitz, die aus der feurig gewordenen Luft entstehen 5 .

1 Vgl. die trina machina bei der Hrotswith, v. Winterfeld S. 35, 6und Reg. S. 374.

2 Zu der Stelle und bes. zu Christus als sloz der Dinge s. den panenthei-stischen Grund-Satz Kol. 1,16f.: in ipso (in Christus) condita sunt universain coelis et in terra, visibilia et invisibilia . ., et ipse est ante omnes et omnia inipso constant.

3 Den Anticlaudianus schließt Alanus mit einem Gebet zu Gott alsdem höchsten Künstler, dem summus opifex, und einer Schilderung desHimmelsgewölbes zusamt den Gestirnen (Migne 210, 575f.).

4 Rudolf hat die Reihenfolge Wolframs, Willeh. 2, 5, rückwärts gekehrt.

5 Vgl. Lucidarius ed. Heidlauf S. 26, 1017.

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