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Studien über Rudolf von Ems : Beiträge zur Geschichte der Rhetorik und Ethik im Mittelalter
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10 Gustav Ehrismann:

erweisen mit Darbringung eines Preisgedichtes 1 , dagegen vordenen, die Lob verdienen, soll man den Ruhm eines Helden dar-legen 1292312929. Den wohlwollenden Hörern (oder Lesern)will ich den hohen Ruhm des weisen Helden erzählen 1293012940.- 11.12941-12964 Grundgedanke des Werkes: Ruhm,Wertschätzung der Welt (der weite pris, werdekeit 12941. 45; vgl.Prolog zum Buch I, 41 ff.) und Zweck der Dichtkunst, objek-tiv, für den Leser berechnet: die versittlichende Kraft der Kunst.Der nach der Welt Strebende soll an den dargestellten Heldenlernen 12948, sie sollen ihm Vorbilder sein, er kann sich an ihnenbessern 12957 (vgl. 13007 f.), Juden, Christen, Heiden, die rein dievon Gott gesetzte Ordnung bewahrten und doch den Preis derWelt errangen 12941 12960. Das Werk des Dichters in Hinsichtauf den sittlichen Zweck der Dichtkunst 12961-12964. III.Quellen des Werkes 1296513050, nach denen der Dichter vielgesucht hat 12965-13050. - IV. 13051-13064 Übergang zuder Erzählung: Versicherung der Wahrheit, nach der er langegesucht hat.

Dem fünften Buch 2 ist kein allgemeiner Prolog beigegeben15635 ff., aber der Schluß leitet mit der Kennzeichnung von Alexan-ders Laufbahn als der steeten sselde über zum folgenden, dem6. Buche (Junk, S. 455f.).

Prolog zum sechsten Buch 3 20573-20688. - 1.20573bis 20606 Grundbedingung der Kunst: die seelde, ihr Zweck(subjektiv, für den Dichter): die Gunst der Welt, ihr Ursprung:Gott; Bedingung für den Dichter: mit Vernunft muß er die seelde(die Hilfe der sselde, ir rät) anwenden, um den Preis der Welt zuerlangen; wer die sselde nicht hat, dem nützt auch der gute Willenichts 20600, 20606. - IL 20607-20640 das Wesen dersaslde. Sselde und ere sind unbeständig (das gläserne Glück 20621bis 20631); trotzdem soll man um sselde werben (Zitat unter Frei-danks Namen 20632-20640; vgl. W. Grimm, Freidank 1. Ausg.,

1 Die wortspielerische Stelle läßt verschiedene Auslegungen zu; obigescheint mir die Meinung des Dichters am ehesten zu treffen: lop bern beziehtsich auf das Publikum, mit lobe auf den Ruhm des Helden. Indessen kannauch schon lop die Ruhmestaten des Helden meinen: vor die Unhöfischensoll man nicht den Ruhm eines Helden rühmend [mit lobe) bringen.DerRuhm des Helden" entspricht den Versen 1293512940.

2 Junk S. 450.

3 Junk S. 450ff.