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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Entstehung
Seite
282
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⛪ ⸸ ③⛨einer gleichen kleinen Entfernung hin. Ein wenig unter denselben zeigt sichauf jedem Flügel ein sehr grosser schwarzer Punct, und nach diesem bis andes Flügels Untenrande und Innenwinkel eine Mackel von dunkler Oliven-farbe. Auf den Oberflügeln befindet sich eine ähnliche auch im Mittelraumezwischen den Querstrichen. Die charakteristische Mackel am Außenwinkel istvon einer glühenden Pomeranzenfarbe, einwärts rothbraun gerandet. Diedurchsichtigen Mondfleckchen sind an diesen Stücken sehr sichtbar und regel-mäßig, dem noch ganz jungen Monde ähnlich. Der Rand der Flügel istso ziemlich ausgezackt. Diese Spielart könnte vielleicht für ein Muster einessehr starken und zugleich doch anmuthigen Colorites selbst auch Malern die-nen. Obschon die Farben so voll, und so verschieden sind, ist doch keinharter Abstand zu bemerken; die kräftigern sind immer einigermassen ver-schmolzen, und die im Vergleiche der übrigen gar zu gelinde Fleischfarbe istdurch häufige dunkelbraune Strichchen und Puncte verstärkt; man findetdurchaus Harmonie. Wir kennen dieser Abänderung Raupe nicht, undselbst von dem Schmetterlinge besitzen wir nur ein Stück, haben aber bey-nebens ein und andres ganz ähnliches in den Sammlungen unsere Freundegesehen.Die sechste Abänderung endlich zeichnet sich vornehmlich durch derFarben Zärte und Gelindigkeit aus: Ueber den größern Theil der Unterseiteverbreitet sich eine liebliche Paillefarbe; auf der Oberseite ist mit derselbenein noch gelinderes Apfelgrün hie und da in den weißlichten Grund verschmol-zen. Was aber das sehr sanfte Ansehen vorzüglichst zu befördern scheint,ist, daß die länglichten Pünctchen, mit denen alle vorbeschriebenen Stückegleichsam besäet sind, hier kaum bemerket werden. Die Zeichnung ist eben-falls zart, sonst aber samt dem Flügelschnitte derjenigen der ersten Abände-rung gleich. Zuletzt können wir nicht umgehen, zu bekennen, daß wirmanchmal versuchet worden sind, eine und andere dieser Spielarten für ei-gentliche besondere Arten zu halten, die freylich allernächst verwandt seynwürden; doch wir glauben, für das Gegentheil bessern Grund zu haben.Aber war denn diese Art, von der man hier und zum Theil auchanderswo so viele Stücke, ja selbst so viele beträchtliche Spielarten vorweist,in Büchern bisher unbekannt? — Nein! wir haben schon selber oben,bey der Verschiedenheit des Raupenfutters, eines Albins erwähnet: erstellt