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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Entstehung
Seite
280
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⸸ ③⛨Nachtschmetterling Ph. Bucephala Lin. (*) wegen der eyrunden blaßockergel-ben Flügelmackel, die Seba lieber mit einem Wappenschildchen verglich (*),la Lunule genennet hat (***). Aber wir haben von diesen gemeinern Span-nern der gegenwärtigen Art noch anzumerken, daß ihre Flügel sehr merklichausgezackt, oder tief eingeschnitten, und ungleich gezähnet, dabey meistgelblichtweiß sind; daß sich auf der Oberflügel beyden Seiten zwischen denzween erwähnten Strichen noch ein dritter, doch gelinderer, an des Flü-gels Außenrande mit dem untern fast vereinigter, an dem Innenrande abervon beyden gleichweit entfernter Querstrich zeiget; daß die Mondfleckchender Unterflügel eine schwarze Einfassung und in ihrer Höhlung eine vorra-gende Spitze haben; daß auf der Oberseite zwo mattschwarze Linien vondem Mondchen bis zu dem Innenrande des Flügels fort, und dort dannzusammen laufen; daß sich endlich auf der Unterseite dieser Unterflügel zweenzimmetrothe Querstriche so einander nähern, daß das safrangelbe Zwischen-1***feld vielmehr ein schmales Querband vorstellet (Für die zweyte Abänderung setzen wir jene eben nicht seltene Stü-cke an, denen das Mondfleckchen mangelt. Sie sehen den vorgehenden anFarbe sehr ähnlich; ihre Flügel sind im Grunde ebenfalls gelblichtweiß, aberda sie mit purpurfarbenen Querstrichchen und Puncten dicht besäet sind,sehen sie vielmehr röthlicht aus. Zwischen den zween Querstrichen der Ober-flügel findet sich auch hier ein dritter, aber von dem untern ganz entfernter,mit dem obern gleichlaufender braunrother Bogenstreif. Der UnterflügelOberseite zeigt manchmal eine matt purpurfärbigte Querlinie, sonst ganzkein(*) Man kann desselben Abbildung unter-eben nicht aufs genaueste ausgedrückt, nament-dessen bey Röseln Tom. I. Cl. II. Pap. noct.lich sollten die Flügel mehr ausgezackt, aufTab. XIV. nachsehen.der Oberseite zween entferntere Striche, nichtaber ein Querband von einer besondern Farbe,(*) Der Schmetterling heißt ihm darum:und das Querband der Unterflügel noch schmä-Le porte-ecusson, und Phalaena armigera.ler seyn. Wir haben unsern Künstlern 2. oderSebae Thes. Tom. 4. in ind.3. Abänderungen zur Auswahl vorgelegt; sie***) Histoire abregée des Insectes, Tom. 2.haben die erste gewählet, aber von andern et-Phal. 28.was weniges beygemischet. Es ist diese Schil-(***) In der Abbildung sind diese sonderba-derung aber auch nur als ein vorläufiger Ver-ren Merkmaale der ersten gemeinern Spielartsuch anzusehen.