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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
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Namen der zweyten Abtheilung (Noctua Lin.) übersetzen wir mit Eule wegender Aehnlichkeit, die diese Thierchen mit den Nachteulen in Ansehung ihresKopfputzes haben. Die zur dritten Abtheilung gehörigen Arten, die demLinnäus Geometrae, und Frischen, wenn er von ihren Raupen redet, Span-nenmesser heißen, weil sie gehen, wie man etwas mit Spannen ausmißt,därfen wir wohl Spanner nennen, denn so kömmt der Namen auch demvollkommenen Thiere zu, das immer in der Ruhe die Flügel ausgespanntzu halten pflegt. Die vierte Abtheilung, oder die Tortrices Lin. verdeutschtH. Sulzer mit Blattwickler. Wir müßen bey unseren beschlossenen Zusam-mensetzungen auf Kürze bedacht seyn, und daher Wickler sagen. Jeder-mann wird leicht begreifen, daß, wenn wir z. B. Eichenwickler sagen, dieRede vom Blätterwickeln sey. Den Namen der fünften linnäischen Ab-theilung Pyralis übersetzen wir, wie schon andere vor uns, mit Lichtmücke,weil die hierunter begriffenen Nachtschmetterlingarten zu Nacht ungemein gerndem Lichte zufliegen. Die sechste Abtheilung, die Linnäus Tinea überschreibt,heißt uns Schabe, und die siebente Alucita Lin. Federmücke wegen der feder-artigen Zweige, in welche die Flügelchen der hieher gehörigen Arten gespal-tet sind. Die dritte Gattung endlich, die Tagschmetterlinge (Papilio Lin.)bezeichnen wir mit dem Namen Falter. Frisch will dieses Wort auch wirk-lich von Papilio herleiten. Wir lassen seine Meynung in ihrem Werthe, aberwir sehen es lieber als eine Abkunft von dem Zeitworte Falten an; denn soerklärt es uns das Zusammenschlagen oder Falten der Flügel, das diesenThieren gewöhnlich ist, wenn sie irgendwo ansitzen.VII. §.Soll man nun bey dieser Abtheilung in Gattungen stehen bleiben? Al-lein in so artreichen Gattungen einen Schmetterling zur Bestimmung aufsu-chen, welche ermüdende Arbeit! Wir haben daher noch ferner ins besonde-re zu gehen gesuchet. Wir untertheilen die Gattungen auf Anleitung derNatur in mehrere Familien. Aehnlichkeiten, die gewisse Arten in der Gat-tung untereinander haben, reichen uns den Grund dazu, und geben jedes-mal der Familie so wohl in Ansehung der Raupe, als des Schmetterlingesden Namen. So heißt uns z. B. die Familie A in der Schwärmergat-tung