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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Entstehung
Seite
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T.* *Ein lustiges Volk! (*) Die meisten setzen sich auf Blumen, einige auf dieblosse Erde, andere auf Steine, auf faules Obs u. d. g. Man stellt ihnen,wenn sie sitzen, mit einem Schnapper nach, der dem Instrumente ähnlichist, worinn man Oblaten bäckt, und dessen beyde Flächen mit einem engenGärnchen überstrickt sind. Im Fluge aber sind sie leichter mit einem beu-telförmigten Netze, das an einem Stecken befestiget ist, zu erhaschen. An-dere fliegen nur bey Nacht (Phalaena). Der Kerzenschimmer locket sie inunsre Wohnungen. Man kann zu diesem Ende ein Licht aus offne Fensterstellen; aber es kostet sie meistens ihre Flügel. Welcher Stoff zu Gleich-nissen! Besser ists, man suchet sie des Tages; da sitzen sie im Schattenin den Baumklüften, an den Aesten, Mauern, Planken, doch meistens so,daß sie gleichsam ein Dach über sich haben. Andere endlich fliegen haupt-sächlich in der Abenddämmerung (Sphinx). Auch diese sind sicherer am Tagezu finden, wenn sie ruhen, wie die vorige Gattung. Dennoch wird ein Lieb-haber, der nicht kaufen, sondern selbst sammeln will, auch in mehreren Jah-ren kaum eine beträchtliche Anzahl Schmetterlinge von den zwo letzten Gat-tungen aufbringen, wenn er sie nicht aus den Raupen zu ziehen trachtet.Die Schmetterlinge der ersten Gattung sind leichter zu finden, als jene derzwo letzten; hingegen wird man leichter der Raupen dieser zwo Gattungenhabhaft, als jener der ersten. Gefangene Schmetterlinge sind vorsichtig zubehandeln, damit man ihnen die Flügel nicht verwische. Man spießt siemit einer Stecknadel Mitten durch den Rücken, daß die Nadel mehr oder we-niger unten durchgeht. Mitleidige Herzen kürzen ihnen ihre Pein ab. Siehalten ein Licht an den Nadelknopf, oder an eine andere Nadel, die sie ih-nen unter den Flügeln quer durch die Brust gestochen haben, und nachmal(*) Ich muß den mythologischen Ursprung dieses Volkes hersetzen, wie ihn einer unsrer jun-gen Freunde gedichtet hat.Minerva sahs. Er mußteNun sammelt' er Insecten,Die Göttinn Pallas haßteZum Schmetterlinge werden.Nun gypſerne Medaillen,Nicht unrecht einen Jüngling,Nun Kräuter und nun Steine. Nun flattert er zu Rosen,Der immer neue DingeItzt las er Klopstocks Werke, Von Rosen zu den Nesseln,Mit Lust zu lernen anfieng,Von Nesseln zu den Bäumen,Itzt Feencabineter,Und nie sein Ding vollendte.Von Bäumen zu der Erde,Und itzo Moralisten,Es lernte dieser JünglingUnd bleibet nirgends sitzen.Und itzt den Eulenspiegel.Bald Musik und bald zeichnet,