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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Entstehung
Seite
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⁠⛨wird. Ist der Schmetterling dem Auskriechen nahe, denn färben sich ei-nige Pupen tiefer, bey andern scheinet die Farbe der Flügel durch, die mei-sten strecken sich.IV. §.Endlich kriecht der Schmetterling, (Lepidopterum, Zweyfalter,Weinfalter, Pfeifholder, Papilion, Molkendieb) aus der Pupe. EinBild unsrer Auferstehung! (*) Nachdem einige Arten 12 oder mehr Tage,andere ein und mehr Monate, manche auch übers Jahr, gleichsam im Gra-be gelegen sind, löset sich der Brustschild der Pupe auf. Ist sie in einemGespinnste, so läßt der Schmetterling einen Tropfen aus dem Munde, derden Deckel des Gespinnstes erweichet, darauf stößt er mit dem Kopfe an sel-ben, öffnet ihn ganz leicht, läuft noch ganz feucht mit einem langen Leibe,und kurzen Flügelchen heraus, und sucht sogleich, wo er aufkriechen kann.Er sitzt endlich still. Die Flügelchen hängen flach. Die Säfte beginnenaus dem Leibe in sie zu dringen. Das Jnsect suchet durch wiederholte Be-wegungen den Zufluß zu befördern. Je mehr die Flügel zunehmen, destogeschmeidiger wird der Leib. Haben sie die gehörige Länge, dann neigensie sich ganz sachte zusammen, glätten sich aus, und werden steif. Indes-sen bearbeitet sich der Schmetterling mit der Zusammenrollung seiner Saug-spitze, (lingua spiralis) wenn er eine hat, leget endlich die Flügel voneinan-der, entlediget sich der überflüßigen rothen oder weißen Feuchtigkeiten, undnun ist er allen Pflichten seines Daseyns gewachsen. Dieses geschieht läng-stens in ein paar Stunden. Störet man ihn, so kann er sehr leicht einKrüpel bleiben. An einem Schmetterlinge kömmt der Kopf, der Rücken,(Thorax) die Flügel, der Leib, (Abdomen) in Betrachtung. Der Kopfhat ein paar Fühlhörner, (Antennae) die kolbigt, (clauatae) dreyschnei-dig, (prismaticae) gekämmt, (pectinatae) oder borstenförmigt (setaceae)sind, er hat eine zusammengerollte Saugspitze, die zwischen zwo aufrechtste-hen-(*) Non v' accorgete voi, che noi siam vermiNati a formar l'angelica farfalla,Che volo alla giustizia senza schermi? Dante.