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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Entstehung
Seite
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③⛨arten findet man im Jahre nur einmal, viele im Frühlinge, und wieder imHerbste. Einige überwintern in Baumritzen, oder unter dürren Blätternund Reisern auf der Erde zu nächst an einem Baume, oder in zusammenge-sponnenen und mit Fäden an einem Aste befestigten Blättern. Die Waffender Raupen sind entweder zwey weiche Hörner, (Tentacula) die sie aus demersten Leibringe oder aus den Schwanzspitzen bey einer gähen Berührung her-vorstrecken, und damit einen Geruch verbreiten, oder grüne Tropfen, diesie aus dem Munde lassen, oder ein gewaltsames Schlagen mit dem Kopfe.Einige suchen ihr Heil auf der Flucht, lassen sich an einem Faden herunter,oder kugeln sich zusammen, und verfallen ins Gebüsch, wo sie lange unbe-weglich liegen bleiben. Ihre Feinde sind die Vögel, die Erdkäfer, (Carabi)die eigentlichen Raupentödter, (Ichneumones) die Afterraupentödter, (Sphe-ces) und einige Fliegenarten. Der Afterraupentödter (Sackwespe Frisch)fängt die Raupe, beißt sie halb todt, trägt sie in ein Loch, das er in dieErde gemacht hat, und legt sein Ey darauf. Hieraus kömmt die Made,saugt sich am Safte der Raupe groß, verzehrt sie, und spinnt sich ein.Der Raupentödter spürt mit seinen zitternden Fühlhörnern auf Bäumen undKräutern die Raupen aus, bespringt sie, sticht ihnen seinen hohlen Legsta-chel in den Leib, und läßt durch selben ein oder mehr Eyer in die Rauperolleu. Diese Eyer fallen in der Raupe aus, und sie muß die jungen Ma-den bis zu ihrer Reife mit sich ernähren. Sind sie reif, so brechen sie hinund wieder aus der sterbenden Raupe, und spinnen sich ihre Verwandlungs-hülsen um selbe herum. Eine Raupe, die man einzeln findet, wenn sich al-le ihrer Art schon verwandelt haben, besonders wenn sie einige unordentlichenbraunen Flecken auf sich trägt, ist verdächtig. Solche besetzte Raupen krie-chen meistens hoch auf an die Sonne; denn ihre Gäste haben nachmal zurAuszeitigung in ihren Verwandlungshülsen der Wärme vonnöthen. Zuwei-len kömmt auch ein langer fadenförmigter Wurm (Gordius) aus den Rau-pen. Die weibliche Raupe ist meistens größer als die männliche. Ein an-deres Unterscheidungszeichen der beyden Geschlechter kann kaum angegebenwerden. Findet man in einer Gegend nur zwo Raupen einer Art, so istsglaublich Mann und Weib. Aus der Schönheit der Raupen läßt sich nichtauf die Schönheit der daraus kommenden Schmetterlinge schließen. Diegesunden Raupen scheuen meistens die Sonne, und Näße, dennoch saugen