Druckschrift 
Die Mainzer Buchdruckerfamilie Schoeffer waehrend des 16. Jahrhunderts und deren Erzeugnisse zu Mainz, Worms, Strassburg und Venedig : enthaltend d. Drucke d. Johann Schoeffer 1503 - 1531, d. Peter Schoeffer d. Juengeren 1508 - 1542 u. d. Jvo Schoeffer 1531 - 1555
Entstehung
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in Octavo geliefert. 1 ) Wagners sonstige Druckthätigkeit ist so wenigals dessen Herkunft bekannt. Er druckte für Ivo SchoefTers seligErben fort bis 1559 und lieferte in diesem Jahre den letzten bekanntenDruck. Ivo's Wittwe heirathete in der Folge den Philipp Kölchesvon Schweppenhausen, aus Schweppenhausen gebürtig, Doctor beiderRechte und späterhin kurfürstlich Mainzer Hofgerichtsassessor. Kölchesbesass 1568 den Druckhof zum Humbrecht in der Schustergasse. DieStadtaufnahme von 1568 sagt unter Nummer 1003:Das Haus zumDruckhon" genant, mit seinem Begriif, Hof und Garten, dem Barfüsser-Kloster über. Ist weiland Herrn Ivo Schöffers seligen Hinterlassner,jetzo des Herrn D. Philips Schweppenhausen Hausfrau eigen, bewohntder Ehrwürdige hochgelehrte Herr Johann Wahinger der Arzneydoctor." 2 ) Eine spätere Stadtaufnahme o. D. sagt unter Nummer 1003:Dass Hauss im Truckhoift' gnandt mitt seinem begrien" hoff vndgartten gegen dem Barfuesser Cloister vber ist ytzo dem GerhardtEberscheim Bawmeysters" und unter Nummer 1004: Ahm Truckhoift'oder Truckhanss gegen dem Barfuesser Cloister vber seindt drey Cräme,so der zue gehören, Den einen Georg Lautter Dreer, den Andern SymonRüdiger Buchbinder, den dritten Hanss Mader Schuchmacher inhabendte."Ob 1568 noch eine Druckerei in dem Hause bestand, ist nicht erwähnt,auch wenig wahrscheinlich. "Was Schaab 3 ) über die Vererbung derDruckerei an Balthasar Lipp 4 ) vorbringt, entbehrt aller urkundlichenBegründung, jedenfalls handelte es sich bei diesem Uebergang nichtum eine Fortsetzung, sondern eine Neubegründung der alten Hof- undUniversitätsbuclidruckerei. Wohin Ivo's Druckgeräthe kam, steht nichtfest. Theodosius Rihel und Samuel Emmel zu Strassburg hatten vonIvo's Erben um einen bedeutenden aber ungenannten Betrag das Recht,den Livius zu drucken, erworben, worüber es zwischen diesen undSigmund Feyerabend zu Frankfurt a. M. 15711572 zu einem Nach-druckprocesse kam. 5 )

1) Würdtweiu, bibliotheca Moguiitina S. 195.

2) Schaab II, S. 118119.

3) Schaab II, 43 1 .

4) Balthasar Lipp aus Seck (in Nassau) ward am 12. November 1590Bürger zu Frankfurt a. M., wo er sich als Buchdrucker niederliess, seit dieserZeit für Sigmund Feyerabends Erbeu in Frankfurt druckte, sich in Mainzniederliess, eine Druckerei errichtete und auch zwei Pressen in Asehaffen-burg hatte. Er starb um 1623, sein Nachlassinventar ist von diesem Jahre.(Schaab III, 432, v. der Linde, Nassauer Drucke S. 504 505, Pallmann imArchiv für Frankfurts Geschichte und Kunst. Neue Folge. VII (1881) S. 91und Note 159.)

5) Theodosius Rihel und Samuel Emmel hatten auf den Livius vonKaiser Maximilian IL am 22. März 1571 ein Privileg auf acht Jahre gegenAblieferung von fünf Exemplaren an den kaiserlichen Reichshofrath erhalten.In diese Zeit muss auch der Verkauf des Druckrechts fallen. Pallmann imArchiv für Frankfurts Geschichte und Kunst. Neue Folge. VII, 43.

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