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Die Mainzer Buchdruckerfamilie Schoeffer waehrend des 16. Jahrhunderts und deren Erzeugnisse zu Mainz, Worms, Strassburg und Venedig : enthaltend d. Drucke d. Johann Schoeffer 1503 - 1531, d. Peter Schoeffer d. Juengeren 1508 - 1542 u. d. Jvo Schoeffer 1531 - 1555
Entstehung
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Geschäft ab. Der Todestag Ivo Schoeffers ist so wenig als dessenGrabstätte bekannt. Der Ort des Todes ist jedenfalls Mainz unddie Grabstätte die St. Quintinspfarrkirche in Mainz, wohin der Hofzum Humbrecht gehörte, oder die nahe Franziscanerkirche, wennauch nicht andere Kirchen ausgeschlossen sind. Keine Inschrift, keineStiftung in Mainz meldet von ihm. Es ist unbekannt, mit wem Ivoverheiratket war, er erscheint nicht mit seiner Gattin in Urkunden,ebenso ist die Angabe Schaabs, Ivo sei kinderlos gestorben, mit keinerUrkunde belegt. J ) Diese Behauptung hat jedoch viel Wahrscheinlichesfür sich. Das Geschäft führte die Wittwe weiter und bediente sichals Leiter desselben des Mainzer Buchdruckers Georg Wagner. Dieserin seinen Lebensverhältnissen ganz und gar unbekannte Mann warselbständiger Buchdrucker und hatte 1552 die: Epistolarum familiariumM. T. Ciceronis libri XVI, ex eloquentissimorum Oratorum castiga-tionibus recogniti, multo etiam quam antehac a mendis curiosius re-purgati etc. Moguntiae excudebat Georgius Vuagnerus Anno M. D. LH.

1) Verwirrung in der Genealogie der Mainzer Buchdrucker-FamilieSchoefter könnte eine gleichnamige Mainzer Familie erregen. Als Gliederderselben nenne ich: Else Scheitern in einer Klagesache gegen KatharineUnterkäuferiu auf dem Leichhofe wegen Ankauf eines Mantels durch Erstere1510 im Mainzer Rathsprotocoll Blatt 63 Rückseite und 71 Vorseite vorkom-mend (Mainz Stadtbibliothek). In der Mainzer Stadtaufnahme 1594 kommteine Kammerschreiberin Victor Schoefter selig Wittwe bei Wetter, kritischeGeschickte der Erfindung der Buchdruckerkunst S. 393 Note vor. Eine Glockezu St. Christoph in Mainz trug die Inschrift: Als . M . tzalt Vienfzehn Hundertneunzig sechsx jähr diss .. . K . ioraten waren Jackop Schmeltz keller inS. Martens bürg Johan Beding Bathschreiber, Bernhardt Dilman, ChasparErbes, Hans Schortman, Alb an Scheffer, Hans Egelsderfer, Jackop Bart,Hans Huet, Henrich Everbach. (Severus, parochiae Moguntinae. S. 177.) DasMainzer Eathsprotocoll Ms. folio 317 nennt zu 1637 unter den Rathsherrender Stadt Mainz den Jacob Schöffer, ebenso Blatt 482 zu 1641 den Nämlichen.(Mainz Stadtbibliothek.)

Es gab auch eine Rheingauer Familie Schoefter oder Schäfer. 152Gkommt Johann Scheffer aus Oestrich im Rheingau als Theilnehmer am Bauern-aufstände vor. (Annalen des Vereins für Nassauische Alterthumskunde VIII,S. 62.) Ein Bruder desselben scheint Peter Schoefter, Vater des Nachstehendengewesen zu sein. Das Rheingauer Oberamtsbuch Ms. sagt: Anno 1 (1550)Dinstags nach Innocentuin haben Peter Schoefter von Oestrich, framels Jacobvon Winckel vnd Wolff von Mittelheim alhie an Clesen Bender von Erbach,so zwen kam dorres holtz in vnser Landts Still mit erlauben gehauen, abtragvndt phandung deshalb begert, ists inen aus vrsach, wie gemelt, abgeschlagen,vndt haben sich dieselben Ampts gesandten vnther anderm hören lassen:Wir im Oberampt haben so woil recht vndt macht darin zu rügen als sie imMittelampt. (Stadtarchiv Eltville a. Rhein.) Dieser Rheingauer Familie gehörtauch jener Eberbacher Mönch und Chronist Johann Schefer an, der 1631starb. (Roth, fontes rerum Nassoicarum I, 3. S. VIII.) Sein Grossvater hiessnach dessen Angabe Peter, v. d. Linde, Buchdruckerkunst I, S 51 macht ihnzum Nachkommen Peter Schoeffers zu Mainz. Wenn auch in dieser Rhein-gauer Familie die Vornamen Peter und Johann wie in der Familie Peter Schoef-fers zu Mainz vorkommen, ist ein Zusammenhang mit dieser Familie vorerstnicht nachweisbar.

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