u Hl ■ ^B : S ; ' ; :; ;; -"':^;:> ; i';!:: ; : ü«l mm Bkil ^i I« sSeS UKHEI Wrlff'^Wf^f^^'^w^ c** 0 Uö^ iKi ÜB Düsseldorf +9066 874 01 Die Mainzer Buchdruckerfamilie Schöffer während des XVI. Jahrhunderts und deren Erzeugnisse zu Mainz Worms Strassburg und Venedig enthaltend die Drucke des Johann Schöffer 1503—1531, des Peter Schöffer des Jüngeren 1508—1542 und des Jvo Schoeffer 1531 —1555 zusammengestellt F. W. E. Roth. Neuntes Beiheft zum Centralblatt für Bibliothekswesen. Leipzig Otto Harrassowitz. 1892. r cw? W? ) schuf Johann Schoeffer ähnliche handliche Ausgaben lateinischer Classiker und Mittellateiner in hübscher Type, die sich die Type der Aldus zum Muster nahm, um den italienischen Ausgaben ähnliche deutscher Arbeit entgegenzusetzen. Ist Johann Schoeffer auch nicht der Erste und Einzige, welcher dieser Richtung huldigte, und sind seine Classiker- ausgaben auch in Satz, Papier und Ausstattung geringer als die Aldineu, so gebührt ihm doch mit der Ruhm, diesen Weg betreten zu haben, dem damals mehrere grössere Verleger ihre Dienste liehen. Sodann machte sich Johann um die römische Geschichte durch seine Liviusausgaben 1518 —1519, die Inschriftenkunde, die lateinische und populäre Medicin, die Theologie in lateinischer und deutscher Sprache, das Kirchenrecht, die Predigtlitteratur verdient. Manche seiner Erzeugnisse auf diesem Gebiete sind erste Ausgaben und bleiben dadurch allein schon beachtenswerth und gesucht. Johann trat nicht allein mit angesehenen Männern seiner Zeit aus den meisten Gebieten der Wissenschaft in Beziehung und druckte deren Schriften, sondern er regte auch Ausgaben von Handschriften an. Stoff hierzu boten damals in Hülle und Fülle die reichen Büchereien zu Mainz selbst, sowie im Rheingau, namentlich zu Johannisberg und Eberbach. Der humanistische Geist, welcher damals in Mainz herrschte, fand an neuen Bücherfunden reichliche Nahrung und an Johann Schoeffer einen stets bereiten Gönner. Ulrich von Hütten, Erasmus von Rotterdam, Johann Lotichius, Nicolaus Carbach, sowie der in allen Theilen Deutschlands nach alten Handschriften suchende Cochlaeus sind die Grössen, welche dem Johann Schoeffer unermüdet Stoff zu neuen Ausgaben lieferten, ausserdem nenne ich des Oecolampadius Uebersetzungen griechischer Originale ins Lateinische. Dagegen fehlen griechische Ausgaben bei Johann gänzlich. Johann Schoeffer besass wohl selbst humanistische Bildung und warf sich den Vertretern des Humanismus offen in die Arme. Dieses führte zur Freundschaft mit Ulrich von Hütten. Dieses vielfach besprochene Verhältniss beruht aber jedenfalls nicht auf einer Hinneigung Schoeffers zu den Angriffen Huttens auf den Clerus und dessen Reformansichten, sondern auf litterarischem Boden. Die erste 1) Ueber die Vorliebe für die Aldinischen Ausgaben vgl. Kirchhoff, Beiträge zur Geschichte des deutschen Buchhandels I, S. 7«. — Stockmeyer und Reber, Beiträge zur Baseler Bnchdruckergesehichte S. 86 und S9. — Aldus hatte ein Privileg für die 1501 zum Erstenmale angewendete Antiqua- cursivtype erhalten, alsbald ward diese Typenart von Anderen, z. B. Rymann in Augsburg (1502), nachgeahmt und verwendet. 5 — 6 — Frucht des Bekanntsems beider Männer waren die Liviusausgaben 1518—1519, denen die Schrift über das Gnjak folgte. Es war wohl Bewunderung für den feurigen Humanisten, dass sich Schoeffer veranlasst sah, dessen Schriften gegen den Herzog Ulrich von Würtemberg und die Schriften Huttens gegen den Clerus zu drucken. Die Streitschriften gegen den Herzog von Würtemberg boten nichts Anstössiges, und wegen der Schriften gegen Born und den Clerus dachte man in dem katholischen Mainz anders wie heute, wo die Beformation als vollendete Thatsache vorliegt. Hielt doch Kurfürst Albrecht von Mainz das Auftreten Luthers mehr für eine Mönchszänkerei mit den Theologen als für den Anfang tief einschneidender Ereignisse und begünstigte geradezu Ulrich von Hütten an seinem Hofe. Jedenfalls ward das von ihm gegen haeretische Schriften 1517 erlassene strenge Censur- gebot 1 ) in Mainz gelinde gehandhabt und setzte den Schriften Ulrichs von Hütten keine Grenzen. Dass Johann Schoeffer von dem Humanismus bestochen, in missverstandener Ueberschätzung zu denjenigen übergetreten, die in dem Vorherrschen desselben eine Besserung der socialen Lage erwarteten und dadurch direct oder indirect die Beformation und sociale Bewegung unterstützten, steht wohl fest, aber auf mehr als diesem Verhältnisse und seiner Hinneigung zu Ulrich von Hütten beruht dieses keineswegs. Ihn zum Anhänger der Beformation zu machen, sind keine zwingenden Gründe vorhanden. Dass er in der Intimatio Erphurdiana direct gegen Dr. Eck und die päpstliche Bannbulle auftrat, ist jedenfalls auch dem Einflüsse Ulrichs von Hütten zuzuschreiben. Man hat vielfach angenommen, dass Johann durch den Druck einer kirchenfeindlichen Schrift, die selbst dem Kurfürsten Bedenken erregte, auf Veranlassung des Fapstes Leo X. von Albrecht belangt und mit Gefängniss im Jahre 1520 bestraft ward, allein übersehen, dass in dem Briefe des Kurfürsten Johann gar nicht genannt ist.' 2 ) Es gab damals in Mainz nur zwei Buchdrucker, die Gebrüder Johann und Peter Schoeffer und steht es nicht fest, welcher derselben der Gestrafte war. Auch ist die Schrift, welche diese Massregelung zur Folge hatte, nicht näher bezeichnet. Nach dem Wortlaute 1) 17. Mai 1517. Abdruck in May, Kurfürst Albrecht II. von Mainz I, 40—41. 2) Die Stelle des Briefs Albrechts 0. D. lautet: postquam eram eertior factus de libello, quem scripsit in reverendissimum cardinalem s. Sixti, deinde ex Magdeburgensi dioecesi Moguntiam reversus cognovi abominauda quaedam ab eodem illic publicata et excusa a cive quodam Moguntino. Nihil potui in Huttenum, qui se inunitissiniis arcibus in huncusque diem continet, et fortissimam manum equitum, ut audio, congregare potest, quoties ei lubitum est, adeo ut mihi prope formidabilis Sit. Egi, quod res tulit: omisso Hutteno, cuius copia, uti dixi, non erat, iniuriam attentatam in impressore vindicavi, quem novo exemplo per lictores in carcerem durissimum coercen- dum curavi, obsecrantibus etiam multis ex proceribus, ne facorem. Deinde cavi, ne quis eiusmodi contumeliosa et in diminutionem auctoritatis sanctae sedis Bomanae scripta venderet aut emeret sub meis dioecesibus. — Böcking, opera Hutteni I, 3ti4. — May, Kurfürst Albrecht IL von Mainz, I. 89 Beil. 6 des Briefes handelte es sich um eine Schrift Ulrichs von Hütten gegen den Cardinal von St. Sixtus. Ob aber die Intimatio Erphurdiana eine Arbeit Huttens ist, bleibt unerwiesen und selbst wenig wahrscheinlich, und ebenso ist mir bei der Unbekanntheit mit deren Wortlaut nicht möglich, festzustellen, ob dieselbe solche persönliche Angriffe enthält oder nicht. Vorläufig glaube ich jedoch, dass diese Schrift die Ursache des Vorgehens gegen Johann Schoeffer nicht war. Als die Reformation überall die Geister beschäftigte und die bezügliche Literatur mit ihren Nachdrucken die Märkte überschwemmte und beherrschte, mag es für Johann Schoeffer ein ähnliches Verhältniss gewesen sein wie bei Froben in Basel und demselben schwer gefallen sein, seinen Verlag, ohne diese sicheren Gewinn bringende Waare der Reformationsliteratur zu beschäftigen, fortzuführen und seine Bücher- vorräthe zu verwerthen. Doch hatte Schoeffer immerhin einigen An- theil an dem geistigen Wirken der Reformatoren durch Verlag der Schriften des Melanchthon, Oecolampadius und mancher geistigen Erzeugnisse des Erasmus von Rotterdam. Bedeutende Verlagsartikel bildeten die liturgischen Drucke Johann Schoeffers für die Erzdiöcese Mainz, die Diöcesen Osnabrück und Minden. Die Menge der nothwendigen Missales, Breviere und anderer liturgischer Bücher der Erzdiöcese Mainz war durch die Ausgaben des XV. Jahrhunderts noch nicht gedeckt, Manches bereits verbraucht, auch verlangte die verbesserte Einrichtung dieser Bücher, die Herabsetzung der grösseren Formate zu kleineren bei den Brevieren und Diurnale's bei fortwährendem Verluste durch Gebrauch und andere Unfälle, stets neue Ausgaben. Es steht nun fest, dass der Druck der Liturgica bei der doppelspaltigen Satzart in mehreren Typenarten, der Roth- und Schwarzdruck, sowie die Kleinheit der Typen bei den Brevieren grosse Schwierigkeiten verursacht und genaues Arbeiten erfordert, aber auch hierin trug Schoeffers Werkstätte den Anforderungen Rechnung. Seine Brevierdrucke sind Nachahmungen der damals als unerreicht dastehenden Venetianer Ausgaben und bieten in Schnitt der Typen, Correctheit des Satzes, Register des Roth- und Schwarzdrucks bei handlichem Format und doch nicht zu grosser Gedrängtheit der Zeilen in den Enchiridien oder Brevierausgaben 1509 und 1513 solche Musterleistungen, dass Schoeffer auch ein Brevier für Erfurt, für Osnabrück und für Minden zu liefern den Auftrag erhielt. Johann Schoeffer schuf zwei Missaleausgaben, die mit den berühmten Drucken Drachs in Speier den Vergleich aushalten. Auf der andern Seite steht seine Psalteriumausgabe 1516 typographisch wie der Ausstattung nach weit hinter den Auflagen von 1459 und 1490 zurück und deutet ein Sinken der Kunst in Bezug auf Satz und Illustration an. Trotz der rastlosen Thätigkeit der Pressen in Nürnberg, Strass- burg, Augsburg, Basel, Cöln und Leipzig, blieb Johann Schoeffer einer der hervorragendsten Vertreter des Buchverlags und Buchdrucks in Süddeutschland, wenn auch die Zahl seiner Verlagsartikel gegen andere 7 Geschäfte nicht sich messen kann. In Mainz selbst beherrschte er den Markt, da ihm die Geschäfte seines Bruders Peter und das des Friedrich Heumann wenig Abtrag thun konnten. Auch als Buchdrucker und Formschneider leistete Johann Schoeffer Vorzügliches. Von den alten Typen seines Vaters behielt er nur die beiden Psaltertypen, die Canontype und Missaltype von 1457') bei und verwendete sie pietätvoll mit Vorliebe für Titel und Ueberschriften, ferner die beiden Missaltypen von 1483 und 1493, deren Majuskeln er jedoch vermehrte und verbesserte. Alle andern Typen seines Vaters stellte Johann der Vernichtung anheim, indem er den Anforderungen der Zeit nach Antiqua und Antiquacursiv nach dem Muster der Aldinen sowie der Schwabacher Typen Rechnung trug und seine Druckwerke in diesen Typenarten schuf. Von der Antiqua führte Schoeffer drei Abstufungen von der Bourgeois bis zur Cicero, von der Antiquacursiv zwei Arten (Garmond und Bourgeois), von der Schwabacher Type nur eine (Cicero), sodann jedoch weniger häufig zwei semigothische Typen, die namentlich in liturgischen Drucken kleineren Formats, die grössere auch im Missale sowie für Kubriken Verwendung fand. Ferner benützte Schoeffer eine fracturartige Theuerdanktype nach dem Vorbilde der Theuerdankausgabe 1507. Johann Schoefl'ers Typen sind nicht schön, aber auch nicht ungefällig im Schnitt, rein im Guss bis auf seine Antiquacursiv, welche im Gusse unrein auch von nicht schönem Schnitt ist; seine Schwabacher Type ist bei kräftigem Character etwas breit im Kegel. Doch kann in dieser Beziehung sein Schriftschatz mit dem bessern, theilweise besten der Zeit den Vergleich aushalten. Die Drucke Johann Schoefi'ers sind meist gut gesetzt und gut gedruckt, genau im Register, wie bereits erwähnt, die liturgischen Drucke; Rothdruck bei Titeln und Endschriften verwendete Schoeffer seltener. Seine Drucke stellte er theilweise auch auf Pergament her. Ein Schatten in Schoeffers Character sind die Flunkereien desselben, dass nicht Johann Gensfleisch, sondern Johann Fust der Erfinder der Buchdruckerkunst gewesen und dieselbe zuerst mit Peter Schoeffer in Mainz ausgeübt habe. Dieses geschah, wie die Vorrede Ivo Wittichs in der Liviusausgabe 1505 zeigt, wider besseres Wissen, da Johann Schoeffer als Verleger derselben von dem dort abgedruckten Wortlaute Kenntniss haben musste. Theilweise rühren diese Geschichtsfälschungen aber auch von anderen Einflüssen her. Johann Schoeffer schrieb nur nach, was sein Vater Peter mit Johann Fust seit 1468, dem Todesjahre des Erfinders, der Welt vorgelogen. Johann musste die Schluss- schriften der Drucke Peter Schoeffers kennen, war aber leider nicht ehrlich oder kühn genug, denselben zu widersprechen und ging den f) Die Psaltertype 1457 entspricht in ihrer grösseren Form für den Text der Canontype der Missale's Schoeffers 1493, I5U9 und 1517, die kleinere Psaltertype für die gesanglichen Theile der Psalmen der grossen Missaltype 1493, 1509 und 1517, während die kleinere Missaltype nicht in den Psalterien vorkommt. 8 — 9 — einmal betretenen Weg ruhig weiter, da ihn falsche Schani oder der Ehrgeiz vom Gegentheil abhielten. Die Sache kann auch auf Geschäftsrücksichten beruhen, um den Euf der Firma zu bewahren und dieselbe zu der ursprünglichsten Pflegerin des Buchdrucks zu machen. Ob dabei die Familie Fust auch ein Wort mitsprach oder geradezu die Sache allein betrieb, da sie geschäftlichen Antheil hatte, wissen wir leider nicht. Johann Fust hatte einen Bruder Jacob, welcher Goldschmied und 1462 Bürgermeister war, auch Einer der Neun gewesen sein soll, die 1462 von dem Anschlage Kurfürsts Adolf von Mainz auf Mainz wussten. Dieser Jacob Fust habe dann nach Johann Fusts Tod (1466) das Geschäft mit Peter Schoeffer weitergeführt, ob derselbe Nachkommen besass, die den Antheil an der Firma übernahmen, steht dahin, 1 ) doch würde sich dann das Beibehalten des Fust - Schoefferschen Wappens in manchen Druckwerken erklären und Schoeffers Lügen auch auf deren Vorgehen setzen. Eine Eigenthümlichkeit des väterlichen Geschäfts, theilweise ein im XV. Jahrhundert auch anderwärts geübter Gebrauch, behielt Johann Schoeffer im Geschäftsbetrieb bei, nämlich den mehrfachen Satz eines Manuscripts, wodurch sich oft nicht unwesentliche Satzarten einer Ausgabe bildeten, aber technisch der Vortheil bot, mehrere Drucker bei dem damals viel langwierigeren Druck zu beschäftigen und grössere Auflagen rascher zu bewältigen, was von unserm Standpuncte aus Lohn- und Zeitverschwendung wäre. Als Corrector und Redactor der für den Druck bestimmten Handschriften besass Johann Schoeffer an Nicolaus Carbachius eine tüchtige Kraft. Carbach lehrte in Mainz römische Geschichte (Livius) und Poetik an der Hochschule. Ein anderer Corrector war Wolfgang Angst. 2 ) Namen anderer Correctoren sind nicht auf uns gelangt. Schoeffer verwendete viel Zeit und Mühe auf sorgfältige Eedaction der Handschriften vor dem Abdrucke, sowie gute Correctur des Satzes, seine Ausgaben lateinischer Classiker sind daher ziemlich correct, die Liviusausgaben 1518—1519 stehen heute noch als Muster da und sind Textquelle aller späteren Ausgaben geworden. Ueber das Personal der Schoeti'er'schen Druckerei, die Zahl der Pressen und das eigentliche geschäftliche Getriebe fehlen alle näheren Nachrichten. — Rechnet man für Johanns Thätigkeit 1503—1531 zusammen rund 200 Druckwerke, so ergiebt dieses für solche 28 Jahre etwa 7 Drucke jährlich, immerhin eine recht stattliche Thätigkeit bietend. Jedenfalls stellt sich aber die Zahl der Jahreserzeugnisse bei dem Verluste einer Menge kleinerer Stücke: Kalender, Lieder, Ablassbriefe und Sachen des täglichen Gebrauchs, sowie manchem noch 1) Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst. Neue Folge II (Ihii2) S. 116. Ein Dccan Johann Fust kommt 15ol vor. Wagner, geistliche Stifte in Hessen. IL S. 533. 2) Böcking, Hutteni opera. Supplement II, 1 , 388. — 10 — nicht aufgefundenen oder nicht als Erzeugniss der Schoeffer'schen Officin festgestellten oder überhaupt nicht feststellbarem Druckwerk entsprechend höher.') § 3. Johann Schoeffer als Pfleger der Buchillustration. Peter Schoeffer hatte die Illustration seiner Verlagsartikel ziemlich hintangesetzt und nur in späteren Drucken seit 1485 auch hierin Hervorragendes geleistet, obgleich er hierin weit hinter den Leistungen anderer Städte zurückstand. Johann Schoeffer trug in dieser Beziehung dem Strome der Zeit in jeder Beziehung Rechnung und schmückte seine Drucke mit Holzschnitten, Initialen und Randleisten. Dass dabei manches Geringe und Mittelgut vorhanden, steht fest, auf der andern Seite bot aber Schoeffer auch Vorzügliches, welches in der Kunstgeschichte um so mehr Bedeutung hat, als es sich nicht um Nachahmung fremder Schnitte, sondern um selbständige Originalarbeiten handelte. Ist Schoeffers Thätigkeit auf dem Gebiete der Buchornamentik weit unter den Erzeugnissen anderer Städte stehend, so gereicht ihm in der Production dieser Vorzug zur entschiedenen Ehre als Schöpfer dieser Werke, nicht Nachdrucker. 2 ) Geradezu prächtig sind die Initialen und Illustrationen in den lateinischen Liviusausgaben 1518—1519, theilweise von hervorragendem Schnitt sind die die Mitte zwischen der Schule Albrecht Dürers und Hans Burgkmaiers haltenden Holzschnitte im Livius 1505 und späteren Auflagen. Die Darstellungen sind durch ihre Naivität: römische Soldaten in Lanzknechttracht, Be- schiessung feindlicher Städte durch die Römer mit Kanonen etc., anziehend und culturhistorisch von hohem Belang. Die Zeichnung ist markig und häufig sehr wirkungsvoll, wenn aucli viel Mittelgut und selbst Geringes sich unter diesen Holzschnitten befindet. Die ganze Anlage dieser Ausgabe ist eine Nachahmung der Strassburger Virgil- ausgabe. Monogramme finden sich in Johann Schoeffers Holzschnittwerken wenige, und diese sind noch unerklärt. Im Allgemeinen sind die Holzschnitte nicht aus einer Schule, sondern deuten ihre Herkunft aus verschiedenen Schulen an. G. Fischer glaubt, dass der 1512 1) Hier muss ich einem ziemlich verbreiteten Irrthum entgegentreten. Häufig hört man aus dem Munde selbst wissenschaftlich Gebildeter in Mainz, die J. Schoeffer'schen Drucke seien an dem Vorhandensein der Linden- blättchen als typographischem Schmuck der Titel, Ueberschriften und Schlussschriften kenntlich und sei dieses eine Auszeichnung und Charakteristik derselben. Diese Ansicht ist, auch bei Schaab I mehrfach ausgesprochen. Ebenso glauben Manche, die Initialen mancher Drucke (in Schrotmanier) kämen nur bei Johann Schoeffer vor und reiche dieses hin, einen undatirten Druck diesem Drucker zuzuweisen. Beide Ansichten sind grundfalsch, da sich die Lindenblättchen reichlich bei Jacob Koebel und Anderen verwendet finden und die fraglichen Initialen eine Nachahmung französischer und italienischer Muster sind. 2) Muther, Bücherillustration I, 92. Doch bleibt Muthers Urtheil etwas einseitig, da er nicht alle illustrirten Drucke J. Schoeffers kannte. lü — 11 — in der Urkunde der Uebergabe des Hauses zum Korb genannte Peter Remenschnyder einer der Meister war, der für Johann Schoeffer arbeitete, ') was vorläufig blosse Vermuthung ist. § 4. Johann Schoeffers weitere Lebensschicksale, seine Familienverhältnisse. Johann Schoeffer gehörte zu den angesehensten Männern der Stadt Mainz. Im Jahre 1510 war er Einer der Zwölfer des Stadtraths. Das Mainzer Rathsprotocoll von 1510, I, Blatt 1 Vorseite sagt wörtlich: „Anno domini millesimo quingentesimo decimo ist vor dem Strengen hern Emerichen von Carben Ritter vitzdom vnd den Zwolffern des Radtsess zu Mentze furbracht vnd gehandelt wie hernach folgt, vnd seint diss die Zwolffer Jacob faust der alt, Claus seyler, heyin Johannes, Dieterich von wolle, Claus faust, herman holtzflosser, Johann fridwalt, Johann scheffer im druckhuse, Johann westfeling, Michel der wirtt zum Bock, Johann Qweich wirtt zur krönen vnd Clese beuser Metzler", 2 ) und II, Blatt 65 Rückseite: „tercia post assumptionem: Ludwig Metzler, Johann Scheffer büchdrucker vnd hanns franckfurt zum Edeln frosch seint zu Newen Radtsherren mit gewonlichen glubden vnd eyden angenommen". Im Jahre 1515 gehörte Johann Schoeffer zu den zwanzig Bürgern, welche die in den Pfarreien von St. Ignaz und St. Emmeran aufbewahrten Freiheitsbriefe der Stadt Mainz beaufsichtigten und bewahrten. 8 ) Beide Aemter, das eines Stadtraths und eines Privilegienbewahrers waren Auszeichnungen, die nur angesehenen verdienten Familien zu Theil wurden. Mit seinem Bruder Peter scheint Johann in bestem Einvernehmen gestanden zu haben, er erschien am 9. August 1521 für denselben vor Gericht. 4 ) In dem Baubescheide von 1524 heisst Johann Schoeffer „Buchdrucker" und Besitzer des „Druckhauses". 5 ) Johann Schoeffer war verheirathet und scheint entweder zwei Frauen gehabt zu haben oder sehr spät in den Stand der Ehe getreten zu sein. Am 5. September 1516 verkaufte Johann mit seiner Gattin Katharine 5 fl. Geldrente in Gold vor dem weltlichen Gerichte zu Mainz der gemeinen Praesenz des Domstifts zu Mainz und verpfändete 1) Würdtwein, bibliotlieca Moguntina S. 246. — Fischer, typographische Seltenheiten III, S. 83—34. — Das Mainzer Rathsprotocoll Mio, Blatt 5 Vorseite nennt zu 1511: „Item heinrich von wylburg, Riemenschnyder genannt", zu 1510 Blatt 54 Vorseite: .Mathes von Sanct Gallen RienieDschnyder Unecht hat gelobt" (d. h. den Eid der Stadt Mainz geschworen). Ob diese in Mainz für Johann Schoeffer Riemen (= Holzschnitte) fertigten, steht nicht fest. 2) Ms. folio in der Mainzer Stadtbibliothek. Schaab II, 478 n. 299. 3) Schaab II, n. 298. 4) Schaab II, n. 379. 5) Würdtwein, bibliotheca Moguntina S. 247. — Dieser Baubescheid scheint jetzt in der Mainzer Stadtbibliothek zu fehlen. 11 — 12 — für dieselbe das Eckhaus genannt zum Scheuerberg mit zwei Zinshäusern auf dem Graben. x ) Aus Johanns Ehe waren als Kinder vorhanden Johanns Anna, Ursula und Hildegard, welche 1535 noch minderjährig waren. Ihre Schicksale sind unbekannt. Ob diese Kinder von Katharine Schoeffer abstammen, steht urkundlich nicht fest. Johann Schoeffer starb 1531 und zwar zwischen dem 20. Mai und 10. August dieses Jahres, da am ersteren Tage sein letytes datirtes Druckwerk erschien und am 10. August bereits Ivo Schoeffer seinen ersten datirten Druck lieferte. Auch von ihm ist unbekannt, wo er begraben liegt, doch liegt auch hier die Annahme am nächsten, dass das Begräbniss in der St. Qnintinskirche als Pfarrkirche oder in der nahen Franziscanerkirche war. Leider giebt keine Stiftung in St. Quintin oder anderwärts in Mainz hierüber Genaueres an, auch die alten Mainzer Forscher: Helwich, Engel, Gamans, Severus, v. Gudenus, Würdt- wein und Bodmann hinterliessen keine Aufzeichnungen dieser Art. Johann war bei seinem Tode etwa 75—76 Jahre alt. Die bislang allgemeine Ansicht ist, dass wegen der Minderjährigkeit der Kinder Johann Schoeffers dessen Brndersohn Ivo das Geschäft vorerst als Leiter desselben für diese Kinder übernommen, dann erworben und als Eigenthum fortgeführt habe. Es ist nun allerdings möglich, dass Johanns gleichnamiger Sohn kein Buchdrucker ward, 2 ) deshalb das Geschäft an seinen Verwandten veräusserte, oder frühe starb und so Ivo zu dem Geschäfte kam, aber auch nicht ausgeschlossen, dass Johann Schoeffer zweimal verheirathet war, Kinder aus zwei Ehen hatte und Ivo Schoeffer ein Sohn erster Ehe war, das Geschäft und den Druckhof als Kind erster Ehe erhielt, während die genannten Kinder zweiter Ehe entstammten und jene an den Druckhof anstossenden 1) Schaab II, 439. 1516. uff Dornstag nach sant Laurentz etc. — 2) Jedenfalls ist der Jean Jansz (Solm des Johann) Scheffer, welcher in Herzogenbusch druckte, die Anna Botelmans heirathete und 12. März 1565 in Herzogenbusch starb, ein Anderer als dieser Sohn Johann Schoeffers zu Mainz, und Marchand hat ans der Aehnlichkeit des Wappens desselben (zwei gekreuzte Schäfcrschippen und drei Schafe) zu viel geschlossen, aber die Verbindung mit der Mainzer Familie keineswegs erwiesen (histoire de 1'imprimerie S. 5 1). Ganz entgegen diesen Behauptungen sagt ein Bericht des J. F. Faust von Aschaffenburg (abgedruckt in Lersner, Frankfurter Chronik S. 437 und daraus in Köhler, Ehrenrettung Gutenbergs S. 9.'!) wörtlich: „Er (Johann Fust) soll eine Tochter gehabt haben Nahmens Christina, welche er Herrn Peter von und zu Gernsheim genannt Schäffer zur Frauen gegeben, wegen seiner Qualitäten, in specie wegen seiner facilitirung der Buchdruckerey, und ihn in filium adoptiret haben. Diese zeugen Johann von Gernsheim dessen Sohn eiusdem nominis der letzte dieses Nahmens stirbt ohne Erben." Es wäre möglich, dass in dieser Mittheilung ein Körnchen Wahrheit steckte, aber mit einer groben Verwechselung verbunden sei, und dass der gleichnamige Sohn Johann Schoeffers, der ohne Kinder starb, der Ivo Schoeffer ist. — Zur Sache Schaab I, 11, Wetter, kritische Geschichte S. 5U7. Dibdin, deca- meronll, S. 13. 12 — 13 — Häusertheile bekamen, die sie 1535 ohne Zuthun Ivo Schoeffers als ihr unbestrittenes Eigenthum verkauften. Am 10. März 1535 nämlich verkauften die Vormünder der Johann Schoeffer'schen Kinder, darunter auch Johann Faust, eine Scheuer, Gärtchen und den halben Hinterhof des Hofs zum Humbrecht an den Bierbrauer Hans Koch, der 1512 bereits den anstossenden Hof zum Korb erworben.') Der vordere Theil des Hofs blieb Eigenthum der Familie Schoeffer und findet sich in Ivo Schoeffers Händen. Wie sich dieses im Einzelnen vollzog, ist unbekannt. Man hat die Ansicht, Ivo Schoeffer sei nur Leiter des Geschäfts für Johanns minderjährige Kinder gewesen, damit unterstützen wollen, dass derselbe bis 1534 sich der Druckermarke Johann Schoeffers bediente und damit dessen Firma anzeigte, aber übersehen, dass diese Druckermarke aucli nach 1534 in Ivo Schoeffers Drucken erscheint, und ein ähnliches Verhältniss bei Johann Schoeffer mit der Druckermarke Fust-Schoeffer 1503 —1531 vorkommt und in beiden Fällen diese Druckermarken da erscheinen, wo es sich um ältere übernommene Verlagsartikel handelte, an denen in beiden Fällen möglicherweise die Familie Fust Anrechte besass, wie es auch jedenfalls nicht ohne Bedeutung ist, dass einer der Vormünder der Kinder Johann Schoeffers ein Fust (Faust) war. § 5. Die Druckermarken Johann Schoeffers. 1. Zwei an einem Baumast hängende Wappenschilde, der linke enthält die Hausmarke der Familie Fust, der rechte die der Familie Schoeffer, zwei Hacken, die in spitzem Winkel sich treffen, mit drei Sternen, oben zwei, der dritte unten. 2 ) Häufig abgebildet. Diese Druckermarke ist die von der Firma Fust-Schoeffer übernommene und kommt in gewissen Drucken von 1503—1531 als neuen Auflagen früherer Drucke Peter Schoeffers vor, erscheint aber stets schwarz abgezogen, während Peter Schoeffer diese Druckermarke stets roth abdrucken liess, indem auch dessen Schlussschriften in diesem Falle roth abgedruckt wurden. Eine andere Bedeutung als Vorliebe für die rothe und schwarze Druckfarbe hat dieses jedenfalls nicht. Der Gebrauch dieser Marke deutet jedenfalls die Eigenthumsgemeinschaft an den mit derselben versehenen Verlagsartikeln zwischen der Familie Fust und Schoeffer an. 2. Grosse Druckermarke. Stehender Schäfer am Baume, mit Hund, rechts Schafe, mitten am Baume das Wappen Johann Schoeffers im Schilde, oben I S. Der Schäfer ist der Darstellung von Albrecht Dürer nachgebildet. Abgebildet in Dibdin, the bibliographical Decameron. 1) Würdtwein, bibliotheca Moguntina S. 248. — Schaab II, 576. 2) Das Wappen erfuhr bei der Darstellung einige Abänderungen. Es kommen bei Johann Schoeffer zwei Sterne mit einer Eose, bei Peter Schoeffer dem Jüngeren sogar drei Rosen vor. 13 — 14 — London 1817. II. S. 10. Butsch, Bücherornamentik I, Tafel 81, nach dortiger Versicherung zwar in der Originalgrösse, aber in der That etwas kleiner. 3. Kleine Druckermarke. Mitten das Wappen Johann Schoeffers, links stehender Schäfer, rechts sitzender blasender Schäfer, mitten Hund und das verschlungene Monogramm I S. Im Jahre 1522 in dem en- comium matrimonü. Encomium artis Medicae per D. E. Mainz. Duodez vorkommend, abgebildet in Dibdin, decameron II, S. 11. Andere Druckermarken Johann Schoeffers finden sich in den Einfassungen von Titelblättern eingeschnitten. 14 I. Druckwerke Johann Schoeffers mit Jahrzahl, Angabe des Orts und der Firma. 1503. 1. Aureum planeque dininum opusculum MERCVRII TRISMEGI8TI de potestate ac sapiencia Dei: interprete Marsilio Ficino Florentino. — Am Ende: Desideratissimo Christi Jhesu opt. max. auspicio vel maxime fretus extremam sane quam lepido huic opusculo manum imposuit spcctatissimus ille vir Joannes Opilionis . primarius ciuis metropolitane vrbis Maguntine . faustissima eorum propagine satus, qui divinam ferme calcographie artem propitiis fatis inuenerunt. Anno virginei partus 1503 octauo Idus Apriles . Proinde lector vale . siquidem lecta boni equique consulueris . sin minus . efficiat pientissimus indulgentissimusque paren- ille Deus e vestigio resipiscas . Iterum atque iterum vale humas nissime lector. Impressum et expletum est diuinissimum presens opusculum In nobili vrbe maguntina artis impressorie inventrice illuminatriceque prima. Per Ioannem Schoeffer Anno domini millesimo quingentesimo tertio. In vigilia palmarum.') Hierauf Druckermarke. Quarto, 50 Blätter, gothische Type, die Stellen für griechische Worte sind leer gelassen, ohne Pagina und Custoden aber mit Signaturen. Der Druck geschah auf Papier und Pergament. Gotha, herzogliehe Bibliothek. — Freytag, apparatus litter. III, 82—83 (dessen Angaben von Würdt- weins Text etwas abweichen).— Maittaire, annales typographici II, 161. — Würdtwein, bibliotheca Moguntina S. 138. — Panzer, annales typographici VII, n. 3. —• Denis, Merkwürdigkeiten der k. k. Garellischen Bibliothek. Wien 1780. S. 671 (als vorhanden aufgeführt). — Murr, Journal für Kunstgeschichte XIV, S. 119. — Archiv für hessische Geschichte II, S. 488. — Catalogue of the library of Dr. Kloss. London 1835. S. 182, n. 2540 (Derselbe besass ein Exemplar auf Pergament gedruckt, dem Blatt B, 8 fehlte). — Schaab, Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst I, S. 72 und S. 549, n. 84. — Ebert, allgemeines bibliographisches Lexicon I, 758. — Wetter, kritische Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst S. 320 u. 506. — Jacobs und ükert, Beiträge zu älteren Literatur etc. Leipzig 1835. I, 305 und 359. — v. d. Linde, Geschichte der Buchdruckerkunst I, 11—12 (Re- production der Schlussschrift). — v. d. Linde, Gutenberg S. 288. — 1) 8. April 1503. 15 — 16 — 1505. 2. ROmische Historie | vsz Tito liuio | gezogen. | Blatt 2 Vorseite grosser Holzschnitt: Kaiser mit den Kurfürsten, der Autor überreicht sein Buch, wie solcher auch in der Bamberger Halsgerichtsordnung 1508 vorkommt. Blatt CCCC X Vorseite: Gedruckt vnd geendet jn der loblichen Stadt [ Mentz durch vleisz Johan Schoffers Buch - | trucker daselbst am sechste tagk des Monedts | Marcij Nach Christi vnsers Herenü ge- burth | Tausent funffhunderth vnd jm funffte Jare. | ') Druckermarke (Fust und Schoeffersche Wappenschilde am Ast) schwarz abgezogen. Rückseite leer. Folio, Titel + Widmung + 410 gez. Blätter + Register, das sich in manchen Exemplaren am Anfange, in andern am Ende befindet, 2 ) mit 214 Holzschnitten eines unbekannten Meisters (aus Dürers Schule ?), Initialen vorgedruckt und dann eingemalt, der Titel Psaltertype von 1457, die Ueberschriften in Missaltype, Text Schwabacher Type. In der Vorrede (Titelrückseite) die höchst merkwürdige auf die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg bezügliche oft wiederholte Stelle. a ) Erste Auflage dieses deutschen Auszugs, nicht Ueber- setzung, des Livius, besorgt für Theil I und II von Bernhard Schoefferlein, für Theil HI von Ivo Wittich. *) Der Druck geschah auf Papier und Pergament. Exemplare auf Papier in Darmstadt (D 3326 defect im Register und falsch gebunden), Mainz (a 174 a und 174"y sowie nochmals, alle 1) Missaltype. 2) Da sowohl die beiden Mainzer als das Darmstädter Exemplar im Eegister defect, lässt sich dessen wirklicher Umfang (9 n. gez. Blätter?) nicht feststellen. 3) Die Stelle lautet: Solich wergk Allermechtigster konig (das zu vor ane ewr königlichen maiestat zu Eeren, Das zu Fürsten vnd heril Auch Ge- meynden vnd Steten Tentzsclier Nacion, zu nütze in teutzsch bracht . vnd In der loblichen Stadt Mentz gefertigt vnd getrtickt ist) wüll Ewr ko. M. Gnediglicu vffneme, In welicher Stadt auch anfengklich die wunderbare kunst der Trückerey, vn Im ersten von dem kunstreichen Johan Güttenbergk, Do man zalt nach Christi vnsers heren gebürth Tausent vierhunderth vnd tunffzig Jare erfunden, vii darnach mit vleyss kost vnd arbeyt Johan Fausten vnd Peter Schüffers zu Mentz gebesserth, vnd bestendig gemacht ist worden. Darvmb die selbe Stadt nicht allein bey Teützscher Nacion, Sunder auch bey aller weit In ewige zeit (als wol verdyneth) gepreyst vn gelobt solle werden, vnd dye Burger vnd eynwoner doselbist des billig genyssen. 4) Das Zustandekommen dieser Uebersetzung ist Verdienst Ivo Wittichs, der eine besondere Vorliebe für Geschichtswissenschaft besass und eine Professur dieser Kichtung an der Mainzer Hochschule stiftete. Das Statutenbuch der Mainzer Hochschule Ms. folio sagt darüber: Superest historica lectio, quae ex institutione piae ineinoriae domini Doctoris Jvonis Wittich iurium doctoris etc. fundata est iuxta prescriptum statutoruni facultatis artium. Huius lectionis professor 15 florenis pro 26 albis annuatim circa festum nativitatis Mariae aeeipit a sigillifero reverendissimi nostri Moguntinensis, reliquos vero 5 florenos eiusdem valoris numerat magnificus rector circa festum Michaelis nomine universitatis etc. 16 — 17 — defect), Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibliothek, Innsbruck Univ.- Bibl., Gotha herzogliche Bibliothek, Aschaffenburg Hofbibliothek, Sammlung Klemm Leipzig, Göttingen Univ.-Bibl. (auct. class. lat. 1206). Exemplare auf Pergament in Nürnberg Stadtbibliothek, Jena Univ.-Bibl., Harley Bibl., Paris bibl. nationale. Maittaire annales II, S. 173. — Panzer, Annalen der deutschen Literatur I, 269 n. 559. — Ebert, allgem. bibliogr. Lexicon I, 1003. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, S. 4. — v. Praet, catalogue des livrcs imprimes sur velin. III, 31 n. 47. — Bibliotheca Harleiana III, 221 n. 3227. — Fabricius, bibliotheca infimae latinitatis II, 216. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 139. — Murr, memorabilia bibliothecarum Norimbergensium I, S. 220 (Pergameutdruck dieser Ausgabe in Nürnberg). — J. Merkel, kritisches Verzeichnis höchst seltener Incunabeln und alter Drucke in Aschaffenburg S. 16. — Wetter, Geschichte der Erfindung d. Buchdruckerkunst S. 506. — Schaab, Geschichte etc. I, 71, 79, sowie n. 86. — v. d. Linde, Gutenberg S. 79 und S. 288. — v. d. Linde, Gesch. der Buchdruckerkunst I, 12, III, 139, 897 Note 1. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 303 und 360. — Klemm, Catalog S. 39 n. 60. — Centralblatt f. Bibliothekswesen IV (1887) S. 220 Note 3, V (1888) S. 271, VI (1889) S. 256. — Köhler, Ehrenrettung Gutenbergs S. 4, S. 7, S. 49. — Janssen, Geschichte des deutschen Volkes I (1879) S. 256. — Muther, Bücherillustration I, S. 91 und 645, demnach das am reichsten illustrirte Buch, welches in Mainz erschienen, ein Gegenstück zur Strassburger Virgilausgabe, mit der dasselbe Aehn- lichkeit hat) Tafel 151 —153. — H. Kurz, Geschichte der deutschen Literatur, II. Auflage. I Band S. 755. — Goedeke, Grundriss I, S. 140. — II. Aufl. I, 445. 1506. 3. Exercitium puerorum grafnaticale in dietas distributum. — Impressum Moguntiae per Iohannem Schoeffer M D VI. Idibus Aprilis tertio. Quarto. Lateinisch - deutsche Schulgrammatik. Eine andere Ausgabe ist Exercitiü Grämaticale puerorü per Dietas distributu. | 0. 0. 1506. Quarto. 2 Theile. (Panzer, Annales IX, 108 n. 10. — Kehr, Geschichte der Methodik des deutschen Volksunterrichts (1882) IV, 17 n. VI Note 3). Quelle: Unbekannt. Panzer, Annales VII, n. 5 nacli Bibliotheca Schwarz junioris s. v. — Schaab I, n. 87. 4. Directorium Misse. | Holzschnitt: Der heilige Martin als Stiftspatron der Stadt und Dioecese Mainz zu Pferd, in der Darstellung dem gleichartigen Holzschnitt in Johann Schoeffers Missale Mogun- tinum Mainz 1507 ähnelnd, aber kleiner in der Ausführung der Einzelnheiten. 17 Beiheft 9. 2 — 18 — Kückseite des Titels: In preseti libello cötinetur aliqua | pro celebratione missarü . scd'm frequentiorem cursfl diocesis ma | gun- tifi . etc. Am Ende: Impressum Magütie per | Johannem Scheffer . anno 1506 . | Druckermarke. Kleinquarto, 19 Blätter + leerem Schlussblatt. Titel und Schluss- schrift in der kleinen Psaltertype von 1457, Text in gothischer Type und Missaltype. — Mainz Stadtbibliothek (nur der Titel), Leipzig, Sammlung Klemm. Klemm, Catalog n. 61. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, 5. — Fischer, typographische Seltenheiten III, 38 — 39 und 126. — Dr. Falk im Centralblatt für Bibl. V, 208. 1507. 5. Missale Maguntin . denuo exac = | tissima cura recognitü et a pri | oribz quibusdam mendis | operose ac solerter | emaculatu . | Holzschnitt: St. Martin zu Pferde mit Bettler, Umschrift: Aurea Maguncia | sancte romane | ecclesie specialis | vera filia | nebst dem Wappen von Stift und Stadt Mainz in den Ecken wie im Breviarium Moguntinum vom Jahre 1509. Blatt 2 Vorseite beginnt das Calendarium, welches bis Blatt 6 reicht. Blatt 8 Vorseite: Incipit ordo qlit 9 se sacerdos | ad celebrandü missaz ppare | etc. Das Vorwerk hat 20 nicht gez. Blätter Umfang, Rückseite von Blatt 20 leer. Das Hauptwerk beginnt auf dem gezählten Blatte I mit den Worten: Incipit ordo missalis scd'm | chorfl Moguntinen . p circu = | lum anni . Dfiica prima de | aduentu domini Introitus | Nach Blatt XCVI folgen die Praefationen ohne Zählung der Blätter mit Notensystemen von 4 rothen Linien in Druckherstellung aber ohne Notendruck, sowie der Canon, hierauf wiederum der Rest des Hauptwerks auf den gez. Blättern CXVII—CCCVH. Die Cautelen im Vorwerk sind in kleiner semigothischer Type gesetzt. Blatt 307 Rückseite am Ende: Finit missale Moguntinen | per venerabiles viros do . Io | häng Spulmann: et do . Johä | nem Huttich maioris ecclesie | Maguntinefi vicarios: Ex | cömissione : felicis recor- datio | nis olim Reueredissimi düi | dni Bertholdi archiepi Ma | guntin . Reuisum : castigatii : | diligetissimeqz emendatum : | Sub psulatu Re- uerendissi= | mi diu düi Jacobi Archiepi | Maguntinen : per Johanne | Scheffer in vrbe Magütina | hui 9 artis impressorie inuen | trice : elima- triceqz prima : feli | citer cösummatü et impssum | Kalendis septebribz. 1 ) Anno | domini Millesimo quingen | tesimo septimo | (ohne Schluss- punct). 2 ) 1)1. September 1507. 2) Nach dem Exemplare der Mainzer Seminarbibliothek. 18 — 19 — Folio, Text mit Canontype zu 17 Linien, mit Missaltype zu 32 Linien, zweispaltiger Satz, 20 n. gez. -f- XCVI n. gez. + 26 n. gez. (Canon) + 212 n. gez. Blätter == 354 Blätter. Auflage, wie es scheint, nur auf Papier, Pergamentexemplare bislang unbekannt. In dem Canonbilde neben der Darstellung der Maria ein Monogramm: HARA, ähnlich dem in dem Directorium Missae Mainz 1509 (Nagler, Monogrammisten n. 1429). Mainz Seminarbibliothek (eins complet, eins hinten defect), Mainz Stadtbibliothek (a 182 e ) Würdtweins Exemplar, Titel defect, auch fehlt etwas im Canon sowie das Schlussblatt, Giessen Univ.-Bibl., Dresden kön. Bibl., Paderborn Seminarbibl., Frankfurt a. M. Stadtbibl., Marburg Univ. - Bibliothek. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 140. — Panzer, annales VII, S. 407 n. 6. — Catalogus bibliothecae UfTenbachianae II, appendix 84. — Marchand, histoire de l'imprimerie S. 48 Note (mit Wiedergabe der Schlussschrift). — Ales, description des livres de liturgie imprimes aux XV et XVI siecles etc. Paris 1878—1884 S. 176 n. 94. — Heibig, Les dernieres impressions de Pierre Schoeffer de Gernsheim. 1877 (aus dem Bibliophile Beige) S. 12. — Centralblatt für Bibl. III, S. 311 (Aufsatz Dr. Falks, mit Auflösung der Abkürzungen). —■ Weale, biblio- graphia liturgica. Catalogus missalium ritus latini ab a. 1475 impresso- rum. Londini 1886. S. 101. — Führer durch die Ausstellung über alle Zweige des Buchgewerbes im Lande Hessen zu Marburg. 1890. S. 2. 1508. 6. Spiegel der waren Rhetoric vss marco tulio Cicerone und andern geteutschet. Am Ende: Meintz, Johann Schoeffer. Vff mitfasten 1508. Quarto. Uebersetzer ist Friedrich Riederer.*) Wiesbaden kön. Landesbibliothek (angeblich „bereits seit Jahren abhanden gekommen". 1888). Catalog der öffentlichen Bibliothek zu Wiesbaden. Octavo, Erstes Heft. 1823. S. 21. — Schaab I, 551 n. 94. — Weller, Repertorium n. 461. — Panzer, Annalen I, 323. 7. BAmbergische halszgerichts | vnd rechtlich Ordenung, in Peinlichen Sachen zu. volnfare, allen Stetten, Communen | Regimenten, 1) Die erste Auflage erschien: Spiegel der waren Rhethoric. Friburg im Brissgaw 1493 bei dem Uebersetzer Friedrich Riederer, welcher zugleich Buchdrucker war. Folio. Goedeke, Grundriss II. Aufl. I, 444. — Graesse, tresor VI, S. 120. — Brunet, manuel. Supplement II, col. 682. — Hawkins (Druckorte) S. 19. — Hain 13914. — Eine dritte Auflage kam heraus Strass- burg Johann Prüss 1509, folio, 6 n. gez. Blätter + 151 gez. Blätter. Panzer, Annalen I, S. 309 n. 646, der eine andere Ausgabe Strassburg 1517 folgte. — Das Buch selbst ist einer der ältesten „Briefsteller" als Anleitung für Abfassung gerichtlicher Schriften, geschäftlicher Aufsätze und Briefe, mehr eine freie Bearbeitung als Uebersetzung nach Cicero. lü — 20 — Ampleuten,') Vogkten Verwesern, Schulteysen Schöffen vncl Richtern | Dienlich, fürderlich vnd behilfflich, Darnach zuhandeln vnd recht- sprechen gantz glich > | formig gemeine geschrieben rechten zc. Daruss auch diss büchlin getzogen vnd vleissig ge = | meynem nutz zu gütt, gesamelt vnd verordnet ist. | Holzschnitt, Folter- und Hinrichtungs- werkzeuge | Rückseite leer. Am Ende: Getruckt zu Mentz durch Johannem Schöffer vff Mitfasten 2 ) Im jar | do man zalt nach Christi geburt fünfftzelienhundert vnd acht Jare . | Druckermarke (Wappenschilde Fust - Schoeffers) schwarz abgezogen. Rückseite leer. Folio, 6 n. gez. Blätter + 46 n. gez. Blätter Text, Schwabacher Type, mit Holzschnitten. Erste Mainzer Auflage, zweite der Bamberger llalsgerichtsordnung. Mainz Stacltbibliothek. — Zapf, Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek, S. 195 n. 21. — Janitschek, Repertorium für Kunstwissenschaft IX, S. 172. — Panzer, Annalen n. 617. 8. BAmbergische halszgerichts | Ordenung. | Holzschnitt: Folter- und Ilinrichtungswerkzeuge, wie in voriger Auflage | Rückseite des Titels prächtiger Holzschnitt: Gerichtssitzung des Kaisers, wie im Livius 1505. Blatt 2 — 6 Register, dessen Ueberschriften in kleinerer Missaltype. Rückseite von Blatt 6 leer, Blatt 7 Vorseite Holzschnitt: Christus im jüngsten Gericht. Blatt 7 Rückseite Vorwort, dann der Text. Blatt 52 Vorseite: Getruckt zu Mentz durch Johannem Schöffer vff Mitfasten Im jar | do man zalt nach Christi geburt fünfftzehenhundert vnd acht Jare . | Druckermarke (Wappenschilde Fust und Schoeffers) schwarz abgezogen. Rückseite leer. Folio, 6 n. gez. Blätter Titel und Register + 46 n. gez. Blätter Text = 52 Blätter, Titel in Psaltertype, Text Schwabacher Type. Der Satz weicht von dem der anderen Ausgaben des Jahres 1508 ab. Warum auf einen Tag zwei verschieden ausgestattete Ausgaben erschienen, ist schwer erklärlich. Zweite Mainzer Auflage. Darmstadt (Y 699), Mainz Stadtbibliothek. Panzer, Annalen I, 295 n. 616. — Bauer, catalogus librorum rariorum universalis I, 47. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, S. 5. — Janitschek, Repertorium für Kunstwissenschaft IX, S. 169. — Güterbock, Die Entstehungsgeschichte der Carolina. Würzburg 1876. — Neues Archiv des Criminalrechts IX, 244. — Denis, Einleitung in die Bücherkunde H, 80. — Waldau, Repertorium 177. 3 So der Druck. 12. März 1508. 20 — 21 — 9. BAmbergische Halszgerichts | vnd rechtlich Ordenung, in peyn- liche suchen zu volnfarü, allen Stetten, Communen | Regimenten, Ampt- leüten, Vögten, Verwesern, Schnlteyssen, Schöffen vi! richtern | Dienlich, fürderlich vn behilfflich, Darnach zuhandeln vnd rechtspreche, gantz glich = | förmig gemeyne geschriben Rechten jc. Dar auss auch diss büchlin gezogen vü fleissig | gemeynem nutz zu gut, gesammelt vnd verordnet ist . | Holzschnitt: Folter - und Hinrichtungswerkzeuge darstellend wie in den andern Ausgaben. Rückseite des Titels leer, hierauf 5 Blätter Register, dann blattgrosser Holzschnitt: Christus im jüngsten Gericht. Blatt 46 Vorseite: Getruck') zu Mentz durch Johann Schöffer vff Bartholomei -) Im jar hundert 3 ) vnd acht Jare do man zalt nach Christi geburt fiifftzehen- (ohne Schlusspunct). Druckermarke wie in den andern Ausgaben, schwarz abgezogen, Rückseite dieses Blattes leer. Folio, 6 n. gez. Blätter -f 46 n. gez. Blätter, mit 22 Holzschnitten, deren manche, z. B. der Titelholzschnitt, sich wiederholen. Zeile 1 des Titels in Psaltertype, Ueberschriften Missaltype, Text Schwabacher. Dritte Mainzer Auflage. 4 ) Darmstadt (Y 698), Bamberg kön. Bibliothek, Leipzig Sammlung Klemm. Denis, Einleitung in die Biicherkunde I, 93 Note. — Struve, historia juris civilis IX, § 27. — Zapf, Merkwürdigkeiten 196 n. XXI. — Archiv für hessische Geschichte HI, 2, 5—6. — Panzer, Annalen I, S. 295 n. 617. — Christ, de Jo. Schwarzenbergio S. 12. — Klemm, Catalog S. 40 n. 62. — Koch, J. C., de primis constitutionis criminalis Bambergensis editionibus. Gissae 1765. S. 8. — Neues Archiv des Criminalrechts 1824, VII, 453, 1826, IX, 224. — Janitschek, Reper- torium für Kunstwissenschaft IX, S. 172. 10. BAmbergische Halszgerichts | vnd rechtlich Ordenung, in peynliche Sachen zu volnfarü, allen Stetten, Communen, j Regimenten, Amptleüten, Vögten, Verwesern, Schulteisseu, Schöffen vnd richtern, | Dienstlich, fürderlich vn behilfflich, darnach zuhandeln vnd rechtsprechc, 1) So der Druck. 2) 24. August. 3) So der Druck. 4) Dr. Leitsclrali iu Janitschek, Repertorimn für Kunstwissenschaft IX, S. 172, beschreibt eine Auflage 1508 nach dem Exemplare der Bamberger Bibliothek: BAmbergische Halssgerichts | Ordenung I aber gleicher Schlussschrift wie obige Auf läge III, sogar unter Erwähnung des Druckfehlers: Getruck und: füfftzehenhundert und fügt die Vermuthung bei, dass beim Einbinden diese (dritte) Auflage den Titel der Auflage II erhielt, welche Vermuthung viel Wahrscheinliches für sich hat. — Diese dritte Mainzer Auflage ist bei den Sammlern sehr geschätzt, da der Titel die Psaltertype von 1457 hat und die Bibliographen und Sammler lange im Irrthume befangen waren, als sei die Type der Ueberschriften die Type der Mainzer 42zeiligen Bibel. Letzteres ist in Anbetracht der Form wie der Kegelhöhe ein Irrthum, die Bibeltype ist etwas kleiner als die hier verwendete Missaltype. 21 — 22 — gantz gleich = | förmig gemeynen geschribe Rechten it. Darauss auch diss biichlein gezogen vnd fleyssig | gemeynem nutz zu gut, gesammelt vnd verordnet ist. | Mit Holzschnitt wie in den andern Ausgaben [ Rückseite leer. Am Ende Blatt 46 Vorseite Zeile 29: Getruckt zu Mentz durch Johannem Schofler auff Symonis vn Jude,') | jm Jar do mau zalt nach geburt Cristi fflnff'zehenhundert vn acht jare . | Druckermarke wie oben, schwarz abgezogen. Vierte Mainzer Auflage. Folio, 52 Blätter mit den Signaturen A — Jiij , Blatt 2 Vorseite — 6 Vorseite Register, Blatt 6 Rückseite leer, A—Aiiii, B — Biij, C —Ciiij, D —Diij, E—Eiiij, F —Fiiij, G —Giij; II — Hiij, I — Inj. 2) Wien k. k. Hofbibliothek, Bamberg kön. Bibliothek. Panzer, Annalen I, 296 n. 618 (giebt 52 n. gez. Blätter an, letzte Seite leer). — Malblanc, Geschichte der peinlichen Gerichtsordnung K. Karls V. S. 136. — Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek I, S. 196. — Koch, J. C, de primis constitutionis criminalis Bambergensis editionibus. Gissae 1765. Quarto S. 9. — Clement, biblio- theque II, 392.— Schaab, Geschichte I, n. 93. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, S. 6. — Longelius, Sichere Nachrichten von Brandenburg - Culmbach IV, S. 32. — Neues Archiv des Criminalrechts VII, 452, IX, 245. — Hirsch, millenarius III, 3, 34. — Janitschek, Reper- torium für Kunstwissenschaft IX, 172—173 (nach dem Bamberger Exemplar, die Titelangabe stimmt jedoch nicht mit dem Wiener Exemplar, das obiger Beschreibung zu Grunde liegt, überein). 11. HOrtulus . Elegä | tiarum Magistri | laurencij Coruini | (ohne Schlusspunct). 3 ) Am Ende: Impressum Maguncie per Johannem Schöffer | Anno dni Millesimoquingentesimo octauo . | Quarto. Gothische Type, ähnlich der des Peter Friedberg oder Friedrich Heumann, Buchdruckern zu Mainz, die M und A weichen jedoch ab. Mainz Stadtbibliothek (defect, nur 26 Blattei-). Panzer, Annales VII n. 8. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 141. — Schaab I, n. 90. — Hirsch, millenarius III, S. 4. — Centralblatt für Bibl. 1887 S. 403. 12. Directorium misse . | Holzschnitt: St. Martin zu Pferd mit zwei Bettlern. Auf der Rückseite des Titels beginnt der Text: In presenti libello continentur | aliqua pro Celebratione missarum secundum frequentiorem cursum | diocesis ic. 1) 28. October. 2) Mittheilung aus Wien. 3) Panzer führt einen abweichenden längeren Titel einer Ausgabe 1508 an. — Andere Auflagen erschienen 1509 Speier bei Conrad Hist und 1512 ebenda beide in Quarto. Weiss, Anfänge des Buchdrucks in Speier. Speier 1870, II, 21 und 22. — Estreicher, Bibhographia polska. 22 — 23 — Am Ende: Impressum Maguntie per Johannem Scheffer: Anno | domini Millesimo quingentesimo octauo . | Quarto, 17 Blätter zu 42 Zeilen. München Hofbibliothek. Fischer, typographische Seltenheiten III, 126 Note. — Catalog Kloss S. 99 n. 1375. — Pfeiffer, Beiträge zur Kenntnis alter Bücher S. 274. — Panzer. Annales VII n. 10. —■ Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 142. — Bibl. Schwarz jun. s. v. — Schaab, I, S. 581 n. 92. — Centralblatt f. Bibl. 1888 S. 209 (Aufsatz Dr. Falks, dessen Beschreibung [mit Auflösung der Abkürzungen] hier wiederholt). 13. MAnuale Curato* | rü . predicädi prebes | modum tarn latino qz vulgari sermone practice illuminatü : | cum certis alijs ad curam animarü pertinentibus : omnibus | curatis : tarn conducibilis, qz salu- bris . | Rückseite des Titels leer. Es folgt die Vorrede Johann Ulrich Surgants Basel VIII idus Novembris 1502 und das Register. Am Ende: Finit feliciter über iste impressus Magun = | cie per Johannem Schöffer : An = | no dni Millesimo quingen = | tesimo octauo . | Quarto, 8 n. gez. Blätter + 117 gez. Blätter + leerem Schlussblatt. Die zwei ersten Zeilen des Titels Psaltertype, Text gothische Type, welche der Type Peter Friedbergs, Buchdruckers zu Mainz, ähnelt, die deutschen Theile des Tests in Schwabacher Schrift von eigenthümlichem hohem Schnitt der a und d, wie sie sonst in J. Schöffers Drucken nicht vorkommt. Herausgeber dieser Schrift ist Johann Ulrich Surgant, Priester in Kleinbasel (f 1503). Die erste Auflage des Buchs erschien 0. 0. (Basel M. Fürter) 1506. Quarto (die deutschen Theile des Textes Schweizer Deutsch). Die Mainzer Auflage ist die zweite (die deutschen Theile in mittelrheinischem Dialect).') 4369 Darmstadt (W aus der Abtei Seligenstatt), München Hof- bibl., Freiburg i. B. Univ.-Bibl., Lübeck, Leipzig Sammlung Klemm. Panzer, Annales VII, S. 407 n. 7. — Würdtwein, Bibl. Mogunt. S. 141. — Klemm, Catalog n. 63. — Gesner, bibliotheca universalis, S. 27. — Schaab I, n. 89. — Moufang, die Mainzer Katechismen. Mainz 1877. S. 9. — Weller, repert. n. 452. — Schmidt, histoire litteraire de l'Alsace II, 54, 393. — Der Katholik, 1889. II, 166, II, 514. — Falk, die deutschen Sterbebüchlein von der ältesten Zeit des Buchdruckes bis zum Jahre 1520. Cöln 1890. S. 73. — Geffken, Bilderkatechismus S. 196—203. — Tübinger theologische Quartalschrift, Band XLIII, 379—381.— Janssen, Geschichte des deutschen Volkes I, 29. — Wessenberg. die grossen Kirchenversammlungen des XV. u. XVI. Jahrhunderts HI, S. 503 (Beurtheilung des Buchs Surgants). 1) Die Ausgabe bei Panzer, Annalen IX n. 7, ist die gleiche wie diese. 23 — 24 — 14. Speculum Astro = | logorum . | Auf der Rückseite des Titels am untern Rande: Hand Emendandü in transcursu erratum circa finem capitis | tertij : vbi ponit' alte'u, in lögitudine : legas alterü l latitudie . | Blatt 2 Vorseite: Bonarum disciplinarii studiosis Joannes Eszler | Maguntinus artiü ac philophie') magister. S. D. 2 ) | QUum multis ab liinc änis | experientia docuerit Astrologica pro- gnostica : | suis je. Blatt 12 Vorseite am Ende: Impressum Maguntie per Ioannem Scheffer | Anno diii Millesimo quingentesimo octauo . | Druckermarke (Wappenschilde Fusts und Sclioeffers) schwarz abgezogen. Rückseite dieses Blattes leer. Quarto, Grösse 14 X 18,7 cm . 12 n. gez. Blätter mit der Signatur A — B, zu 39 Zeilen, gothische Type. 3 ) Wien k. k. Hofbibliothek. Panzer, Annales VII, n. 9. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 141. — Schaab I, n. 91. 15. Der neu Leyenspiegel vö rechtmässigen ordnunge in Bürgerlichen vnd peinlichen Regimenten. Am Ende: Mentz, Joh. Schoeffer 1508. Folio, mit Holzschnitten. Herausgeber dieses oft gedruckten Buchs ist Ulrich Tengler; Sebastian Brant lieferte ebenfalls eine verbesserte Bearbeitung des Laienspiegels. Quelle: Unbekannt. Hagen, Bücherschatz n. 561. — Hiernach bei Weller, repert. n. 463. — Muther, Bücherillustration I, S. 92, 646. — In dem Datum dieses Drucks zu 1508 steckt wohl ein Fehler. J. U. Tengler lieferte 1509 eine Ausgabe des Laienspiegels, der im Verlage Rynmanns bei H. Otmar zu Augsburg erschien (Muther, Bücherillustration S. 158) und nochmals bei demselben 1511 und 1512 herauskam (Panzer. Annalen n. 698). Im Jahre 1510, 1511 und 1512 lieferte Strassburg Nachdrucke, vgl. Beiträge zur Geschichte des deutschen Buchhandels von Albrecht Kirch - hofif. Leipzig 1851. S. 17 über die Augsburger Ausgaben. Wibel, Hohenlohische Kyrchen- und Reformations- Historie I, 303. — Goedeke, Grundriss, IL Aufl., I, 391. 1509. 16. Enchiridion seu Breviarium Moguntinum .1509. Erste Satzart: ENchiridion seu Bre* | uiarium : scd'm more | in- signis ecclesie Moguntin . necnö totius | diocesis . Nouissime impressum : emendatü | ac plurimis luculentissimis addi = | tamentis congestum 7 absoluta I Feliciter incipit | Ad lectorem Tetrasticlion. | 1) So der Druck. 2) lieber diesen Eszler war in Acten der Mainzer Universität nichts zu erfahren. 3) Mittheilung aus Wien. 24 — 25 — Septenas quicunijz deo persolvere laudes ic. | Unten zwei Holzschnitte: Peter und Paul mit ihren Attributen (Schlüssel und Schwert) in stehender Figur. Am Ende: 11 Breuiarium s'm ritü inclite 7 insignis ecclesie Mo- guntine | summa cü diligentia castigatum et emendatum . Ad laude et | gloriam omnipotentis dei : beatissime inmaculate semperqz vir | ginis Marie ac diui Martini antedicte ecclesie et diocesis pa | troni pientissimi : omniumqz sanctorum et sanctarum . Impressum | Moguncie impensis 7 opera honesti et prouidi viri | Joannis Schöffer, ciuis Moguntini . Cuius auus primus artis Im = | pressorie fuit inuetor et auctor. Anno salutifere incarnationis | domini . Millesimo quingentesimo nono. Prima die Aprilis . | Nur die Worte: ecclesie Mog. und : Joannis Schöffer sind Schwarzdruck, alles andere ist Rothdruck. Octavo, 13 n. gez. Blätter Vorwerk + 452 Blätter Hauptwerk + Schlussblatt mit der schwarz abgezogenen Druckermarke (Wappenschilde Fust - Schöffers), zweierlei gothische Schrift zu 31 und 35 Zeilen, zweispaltig. Darmstadt. Zweite Satzart: Im Vorwerk finden sich Satzabweichungen graphischer Art und andere Abkürzungen verwendet. Die Schlussschrift lautet: 11 Breuiarium s'm ritü inclite et insignis ecclesie Moguntine j summa cum diligentia castigatü et emendatum Ad laudem et | gloriam omnipotentis dei : beatissime immaculate semperqz vir | ginis Marie ac diui Martini antedicte ecclesie 7 diocesis pa= | troni pientissimi : omniüqz sanctorum et sanctarü . Impressum | Moguntie impensis 7 opera honesti et prouidi viri Joannis Schofler ciuis Moguntini . Cuius auus primus artis Im = | pressorie fuit inuentor et autor . Anno salutifere incarnationis | domini . Millesimo quingentesimo nono . Prima die Aprilis . | Die Worte: ecclesie Moguntine und: Joannis Schofler auch hier allein Schwarzdruck, alles andere Rothdruck. Mainz Stadtbibliothek (a 36"), Aschaffenburg kön. Hofbibl. (mit stark verletztem Schlussblatt). Das Mainzer Exemplar a 36 a (ohne Titel) sonst vollständig Sommer- und Wintertheil hat den Eintrag: Sum Joannis Cyriaci Appelij de Seligenstad Ecclesiae S. Victoris in snburbio Moguntino vicarij und beginnt Signatur ajj, enthaltend 5 n. gez. Bätter Vorwerk + 6 n. gez. Blätter Kalender -(-In. gez. Blatt Ostertabelle + 1 11. gez. leeren Blatt + 11 n. gez. Blätter Register + 1 n. gez. Blatt Benedictiones + CCCCLXII gez. Blätter Hauptwerk (Blatt CCCC LXII die Schlussschrift) + 1 n. gez. Blatt, auf dessen Vorseite die Druckermarke, die Rückseite leer. Von Exemplaren, deren Zugehörigkeit zu einer dieser beiden Varianten nicht festzustellen, kenne ich noch: Mainz Stadtbibliothek (a 36 ohne Titel, das leere Blatt nach der Ostertabelle und der Rest von CCCCLXII (mithin das Schlussblatt) an einschliesslich fehlen; a 36 b ebenfalls defect, Mainz Seminarbibliothek. 25 — 26 — Wiirdtwein, bibl. Mogunt. S. 143. — Panzer, Annales VII n. 11. — Schaab I, n. 95 (mit der falschen Angabe 772 Blatt). — Wetter, Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst S. 506. — v. d. Linde, Gutenberg S. 288. — v. d. Linde, breviarium Moguntinum S. 14 (nach dem Exemplare der Mainzer Seminarbibliothek, aber falsch 458 Blatt). — Dr. Falk im Centralblatt f. Bibl. 1887, 381 — 82 (mit Auflösung der Abkürzungen und falscher Blattzahl: 359). — Köhler, Ehrenrettung Gutenbergs S. 50. 17. Keformacion . der . | Stat . Franckenfort | am . Meine . des heil = | ge . Komische . Richs | Cämer . a° . 1509 . [ Auf der Rückseite des Titels blattgrosse Darstellung in Holzschnitt, der Reichsadler, zu Füssen der einköpfige Frankfurter Adler.') Blatt 52 Vorseite: Gedruckt vnd volendet durch Johänem | Schöffer Burger zu Meintz. Nach der geburt christi Tau | sent Fünft' hundert, vnd in dem neunden Jare. An | dem heiligen abent der vffart vnsers her = | ren Jesu christi . 2C . | Druckermarke (Wappen- schilde Fust - Schoeffers) schwarz abgezogen, Rückseite leer. Folio, 51 gez. Blätter + 1 n. gez. Schiassblatt mit der Schlussschrift. Der Titel ist Holzschnitt in sehr grosser Schrift, der Text Schwabacher Type in sehr splendidem stark durchschossenem Satz, öfter finden sich halbe Seiten leer. Erste Ausgabe der Frankfurter Reformation. Eine weitere erschien 1578 und eine dritte: Der Statt Frankfurt a. Mayn erneuerte Reformation. Wie die Anno 1578 aussgangen. Frankfurt a. M. 1611 . in Octavo. Mit einer Tafel. Mainz Stadtbibliothek, Mainz Seminarbibliothek, Frankfurt a. M. Stadtbibliothek u. Stadtarchiv, Gotha herzogliche Bibliothek, Aschaffenburg kön. Hofbibliothek, Leipzig Sammlung Klemm. Panzer, Annalen S. 310—311 n. 648. — Wiirdtwein, bibl. Mogunt. S. 142. — Schaab I, n. 98. — Marchand, histoire de i'imprimerie S. 48 Note. — Selchow, specimen bibliothecae juris German. provin- cialis S. 52, 226. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 361. — Merkel, Verzeichnis höchst seltener Incunabeln und alter Drucke zu Aschaffenburg S. 17. — Köhler, Ehrenrettung Gutenbergs S. 7. — Klemm, Ca- talog n. 903. — Antiquarischer Anzeiger Nr. 45 von Th. Völcker Frankfurt a. M. S. 21 n. 347. Preis 12 Thlr. 18. Von der Vene- | dier Krieg . | Am Ende: Gedruckt zu Meintz durch Jo | banne Schöffer, auff | den abent Albani | des Bischoffs-) | M. ccccc . ix . | 1) Eine Satzvariante hat den Titel: Reformacion . der Stat . Franckenfort | am meine des heil = | ge . Römische . Richs | Camer . a". 150'.) . | Und in der Schlusschrift: Getruckt vnd volendet etc. Die Stadt Frankfurt verfügte 15(1!) noch über keinen selbständigen Buchdrucker der Stadt und Hess desshalb diese amtliche Ordnung in Mainz drucken. 2) 21. Juni 1509. 26 — 27 — Quarto, 14 Blätter. Enthält eine Mahnung Papsts Julius IL wider die Venediger, datirt 27. April 1509. München Hofbibliothek. Weller, repert. n. 524. 19. Breuiarium Maguntinens 9 . | Nouissime Impressum . | emen- datum : ac plurimis lucule- j tissimis additametis con | gestum et absoluta . | Feliciter incipit. | Holzschnitt: St. Martin zu Pferd, Umschrift in Majuskeln: Aurea Magoncia . | sancte Romane | ecclesie specialis | vera filia . | Mit dem Wappen des Mainzer Stifts und dem des Erzbischofs Uriel von Gemmingen in den Ecken. Auf der Rückseite des Titels: Commendatio 2c in kleiner Psaltertype. — Praefatio in kleiner gothischer Type. Blatt 2 — 8 der Calender in grosser gothischer Missaltype von 1493. Hierauf mit neuer Signatur 4 n. gez. Blätter (chronologische Abhandlung und Regeln), dann I — CCCCLXIII gez. Blätter zweispaltig der Text des Breviariums: 11 Incipit Breuiarium scd'um | diocesim Ma- gütifi .'Dilicis | je. Collation: I — CLXVI, CLXVII, nochmals CLXVI wofür CLXVIII fehlt, CLXIX bis CCCXXII, CCCXXHII, dann CCCXX, dannn CCCXXV bis CCCXLVI, CCCXLIII, dann CCCXLVHI bis CCCXCI, dann XCIII und nochmals XCIII, CCCXC, dann CCCCII, III, IUI (letzteres doppelt), XXI, dann XXIII, dann XXII, XXIIII. Blatt LIX Vorseite die Litanei, Blatt LXIII Vigilie mortuorum, Blatt LXVII Hymnen, Blatt LXIX commune sanctorum, Blatt OCXCVII Ordo de sanctis nove rubrice. Blatt 464 Rückseite: 11 Breviariü s'm ritum inclyte et insignis ecclesie Moguntine | summa cum diligentia castigatum et emendatum. Ad laudem | et gloriam ornipotentis dei: beatissime inmaculateqz semper vir | ginis Marie ac diui Martini antedicte eccl'ie et diocesis patro = | ni pientissimi: omniumqz sanctorum 7 sanctarum . Impressum | Moguntie impensis et opera honesti 7 prouidi viri Ioannis | Scheffer ciuis Mo- gütini . Cuius auus primus artis Impres = | sorie fuit inuentor 7 autor. Anno salutifere incarnationis düi Millesimo q'ngentesimo nono in vigilia natiuitatis Marie . |') Die ganze Schlussschrift bis auf die Worte: Joannis Scheffer Rothdruck, diese Worte Schwarzdruck. Kleinfolio, zweispaltiger Satz zu 38 Zeilen in zweierlei Missaltype, welche Uebereinstimmung mit Peter Schoeffers Missaltype 1493 aber auch in den Majuskeln andere Formen, z B. im Calendarium Seite 1: abweichende P, V, E und F aufweist. Abdruck des Enchiridion 1509, aber für den Chor bestimmt, daher die grössere Type nebst grösserem Format. Mainz Stadtbibliothek, Darmstadt (W 5612, welches obiger Beschreibung zu Grunde liegt), Frankfurt a. M. Stadtbibliothek, Leipzig Sammlung Klemm. 1) 7. September 1509. 27 — 28 — Klemm, Catalog n. 64. — Marchand, histoire de l'imprimerie S. 49, Note. — Centralblatt f. Bibl. 1887, S. 382 — 383 (mit Auflösung der Abkürzungen und der falschen Blattzahl 463). — v. d. Linde, Bre- viarium Moguntinum S. 14 — 15 nach Klemms Exemplar mit falscher Blattzahl 463). — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 142. — Schaab I, n. 97. I, S. 73. — Geschichtsblätter für die mittelrheinischen Bisthümer S. 209 f. (Abdruck der Litanei dieser Ausgabe). 20. Ein christlich ermanung zum frumen leben. Mainz 1509. Octavo (?). Im Besitze des f Cardinais Grafen von Reisach, jetzt unbekannt. Janssen, Geschichte des deutschen Volkes I, 223 und I, 300 (ohne Angabe des Druckers und des Formats). 21. Gebetbüchlein. Mainz 1509. Octavo, 295 n. gez. Blätter, alle mit reichen Randleisten, mit ebenso verziertem Titelblatte.') Das Buch scheint ein deutscher Hor- tulus animae zu sein. Aschaffenburg kön. Hofbibliothek. Merkel, kritisches Verzeichniss höchst seltener Incunabeln und alter Drucke zu Aschaffenburg S. 17. 1510. 22. Ewangelia mit Usslegung der Gloss, vnd Epistel teutsch über das gantze Jar allenthalben darby der Anfang: der Psalm vnd die Collect eyner yeglichen Mess: nach der Ordnung der Christlichen Kyrchen. Am Ende: Gedruckt vnd vollend zu Mentz durch Johannem Schöffer zu Mitfast, 2 ) nach Christi vnsers herren Geburt, tausend, fünf hundert vnd zehen jar. Druckermarke. Folio. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annalen I, 316 n. 665. — Göze, Braunschweigische Bibelsammlung S. 85 n. 23. — Weiss!inger, armamentarium S. 415. — Weisslinger, eatalogus bibliothecae ordinis S. Johannis (Strassburg) S. 244. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, 6. — Alzog, die deutgehen Plenarien S. 18 (Abdruck aus dem Freiburger Diöcesan- archivVIII). — Historisch-politische Blätter LXXV1I (1874) (Recension dieser Schrift) S. 42. — Falk, die Druckkunst im Dienste der Kirche. Cöln 1879. S. 82. — Göze, älteste Buchdruckergeschichte von Magdeburg S. 41. 23. BAmbergische llalssgerichts vnd rechtlich Ordnung inn peinlichen sachen zu volnfarn, allen Stetten, Commune, Regimenten, Ampt- 1) Mittheilung aus Aschaffenburg. 2) 6. März 1510. 28 — 29 — leuten, Vögten, Verwesern, Scliulteyssen, Schöpften vnnd riclitern, Dienlich, fürderlich vncl behiilflich, darnach zu handeln und rechtsprechen, gantz gleicheförmig gemeine geschriben Hechten :c- Darauss auch diss büchlin getzogen vnd fieissig gemeynen nutz zugut, gesammelt vnd verordnet ist. Am Ende: Gedruckt zu Wentz 1 ) durch Johannem Schöffer auff Laurencij -i ) jm Jare da man zalt nach der geburt Cristi funfftzehen hundert vnd zehen Jare. Grossquarto, 52 n. gez. Blätter, mit Titelholzschnitt und 22 Holzschnitten im Texte, 3 ) welche kleiner als in der Editio I 1507, theil- weise aus dem Livius 1505, öfter Holzstöcke des Livius mit denen der Halsgerichtsordnung vereinigt abgedruckt. Aschaffenburg kön. Hof bibliothek. Abdruck der Ausgaben 1508 bis auf etliche Druckfehler. Fünfte Mainzer Ausgabe. Panzer, Annalen I, 323 n. 677. Supplement n. 677. — AVürdt- wein, bibl. Mogunt. S. 144. — J. C. Kochii, de primis constitutionis criminalis Bambergensis editionibus. Gissae 1765. S. 4, 5. — Böhmer, meditationes ad constitutionem criminalem Carolin. Halae 1774. S. 4. — Schaab I, n. 104. — Leitschuh in: Janitschek, Repertorium für Kunstwissenschaft IX, 173. — Bauer, catalogus librorum rariorum I, 47. — Merkel, Verzeichnis höchst seltener Incunabeln und alter Drucke zu Aschaffenburg S. 17. — Muther, Bücherillustration I, S. 250, 1730. 1511. 24. Hortulus anime. Am Ende: Impressum Maguntie per Jo. Schoeffer finitum post festnm purificationis Marie virginis 4 ) Anno domini MCCCCCXI. Erste Mainzer Ausgabe des lateinischen Hortulus animae. Quelle: Unbekannt. Panzer, annales VII, n. 17. — Bibliotheca Christ. I, 127. — Schaab I, n. 105. — Archiv für hessische Geschichte II, 489. 25. Liber precationum, seu cursus beate Marie virginis . Mogun- tiae . Jo. Schoeffer anno millesimo quadragintesimo b ) undecimo. Octavo (?) Erste Mainzer Ausgabe. Quelle: Unbekannt. Meusel, histor. literar. biograph. Magazin 167 (ohne Formatangabe). — Archiv für hessische Geschichte III, 2, 6. 1) So der Druck. 2) 10. August 1510. 3) Mittheilung aus Aschaffenburg (ohne Angabe des Titels und der Sehlussschrift) 4) 2. Februar 1511. 5) So der Druck. 29 — 30 — 1512. 26. Cursus Marie virginis. Moguntiae 1512, ohne Firmaangabe. Duodez. Zweite Mainzer Ausgabe des Vorigen. Quelle: Unbekannt. Kinderling, Verzeichniss alter merkwürdiger Bücher in der Dom- bibliothek zu Magdeburg S. ?. —■ Meusel, kistor. literar. biograpk. Magazin 182. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, 7. 1513. 27. Missale Maguntiii . exac = | tissima cura castigatum | Sub psulatu Reuere = | dissimi domini diii | Urielis Archiepi | Maguntiii | Anno | dorn! | XV C | xiii . |') Mit Titelkolzschnitt: St. Martin zu Pferd wie im Missale 1507, auch gleicher Umschrift desselben. Blatt 2 — 7 Calender. Blatt 8 Cautelen in kleiner gothischer Type. Blatt 9 Vorseite: Pro missis hui' volumis de j tpe 7 sanctis inueniedis Preses | ic. Blatt 1 des Hauptwerks Vorseite: 11 Incipit ordo missalis scd'm | cliorü Maguntiii : per circuluz | 11 Dnica prima de ad = | anni . | uentu domini Introitus . | Hauptwerk Tlieil I reicht von Blatt I — lxxxiiii, dann Praefationen und Canon 14 n. gez. Blätter, die Praefationen haben zwar schwarz gedruckte Notenlinien, aber keine gedruckten Noten, dann Theil II des Hauptwerks Blatt lxxxv — cclxii. Blatt cclxii Rückseite: Finit missale Maguntinense . | Reuisum : Castigatum : Diligen - | tissimeqz emendatum. Sub pre [ sulatu Reueren- dissimi domini : I domini Urielis . Archiepiscopi | Maguntinensis. Per Joannem | Scheffer in urbe Maguntina . | huius artis impressorie inuen = trice: elimatriceque prima: Felici - | ter consummatum et impressum . Kalend. Januar. 2 ) Anno domi | ni . Millesimo . quingentesimo | decimo tertio | (ohne Schlusspunct). Druckermarke (Wappenschilde Fust- Schoeffers) schwarz abgezogen. 3 ) Folio, zweispaltig, zu 34 Zeilen im Hauptwerk, mit roth und schwarz gedruckten Initialen. Als Eigenheit des Setzers ist zu bezeichnen, dass derselbe in den letzten Zeilen des Titels und auch sonst Worte einer Zeile in die oberhalb gelegene rückte, das Datum auf dem Titel steht z. B. links und rechts des Holzschnitts Anno | dorn! | XV 0 . | xiii . | Die Typen sind die des Missale's 1507. Cöln (Privatbesitz), Mainz Stadtbibliothek (ohne Titel und Schlussblatt), Frankfurt a. M. Stadtbibliothek, Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibliothek, Cassel, Wernigerode (H 1 658). 1) Mittheilung aus Wernigerode. 2) 1. Januar IM3. 3) Wiederholung von Centralblatt f. Bibl. III, 312 mit der dort gegebenen Auflösung der Abkürzungen, da mir kein Exemplar mit Schluss- sclirift zur Verfügung stand. 30 — 31 — Centralblatt f. Bibl. III, 312 (mit Auflösung der Abkürzungen). — Panzer, annales VII, 409 n. 19. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 145. — Fischer, typographische Seltenheiten II, S. 34. — Heibig, dernieres im- pressions S. 12. — Catalog Kloss n. 1528. — Marchand, histoire de l'imprimerie S. 49, Note. — Schaab I, n. 106. 28. Hortulus Anime, noviter iam ac diligenter impressum. Am Ende: Impressum et finitnm Moguntie per Joannem Schöffer, quinto nonas Septembris ') anno M. 1). Xiii . | Sedez, XVIII + CXXXIV Blätter, zweispaltig, mit 73 Holzschnitten, deren jeder unter einem Bogen (wahrscheinlich nach Lucas Cranach). — Zweite Mainzer Ausgabe. Quelle: Unbekannt. Heller, Versuch über das Leben und die Werke Lucas Cranachs. Bamberg 1821. S. 362. — Archiv für hessische Geschichte II, 489. 29. Ageda Magütiü | cum vtilissimis scituqz dignissi= | mis (prioribz tarnen non | insertis) q'busdä nota= | bilibus: iam nouiter | ac diligenter | jmpss9 . | 1513 | (ohne Schlusspunct). Auf der Rückseite des Titels Register. Am Ende: Finitum et impressum in nobili vrbe Maguntina : | artis impressorie inuentrice prima: Per Jo = | hannem scliöffer: in vi- gilia natiuitatis | Marie. 2 ) Anno Millesimo quTgen | tesimo decimotercio . | Rückseite leer. Quarto, 4 n. gez. Blätter + LXXXV Blätter. Zeile 1 des Titels und mehrere Ueberschriften im Texte in Psaltertype, das Register auf der Titelrückseite und Anderes in kleiner gothischer Type, Text kleine Missaltype wie die Ueberschriften in der Bamberger Halsgerichtsordnung 1508 und im Breviarium Moguntinum 1509. Schwarz- und Rothdruck, 19 Zeilen auf voller Seite. Mainz Stadtbibliothek, Mainz Seminarbibliothek, Aschaffenburg kön. Hofbibliothek, Sammlung Klemm Leipzig. Klemm, Catalog n. 66. — Honecker (Pfarrer zu Oestrich im Rheingau), ordo et argumentum agendarum Moguntinensium. Mainz 1785. Quarto. S. 6 (giebt 84 Blätter an). — Schaab I, n. 107. — Centralblatt f. Bibl. V (1888) S. 535 n. 3 (mit falscher Angabe 85 Blätter). — Moufang, die Mainzer Katechismen S. 5. — Merkel, Verzeichniss höchst seltener Incunabeln und alter Drucke zu Aschaffenburg S. 17. 1514. 30. Hortuly anime . | Mit reicher Randeinfassung und Titelholzschnitt: einen betenden Mönch mit oifenem Buche vor dem Kreuzesstamm, an dem sich die Leidenswerkzeuge Christi befinden, darstellend. 1) 1. September 1513 (?). 2) 7. September 1513. 31 — 32 — Auf der Titelrückseite beginnt der Calender, der sich auf die folgenden 14 Blätter fortsetzt und auf der hieran anstossenden Seite endet, Roth- und Schwarzdruck. Am Ende des Registers: Impressum Maguntie per Jo = | hannem Scliöffer finitum | sexta feria post Reminisce -- | re.') Anno domini | M. ccccc xiiij . | Roth- und Schwarzdruck. Kleinoctavo, 231 n. gez. Blätter, alle Blätter des Buchs mit reicher Randeinfassung, ganz roth und schwarz gedruckt, mit kleinen Holzschnitten und verzierten Initialen im Texte, die Randeinfassungen zeigen die verschiedenartigsten und ausserordentlich abweichenden Darstellungen, am Ende des Buchs 9 Seiten Register und dann die Schlussschrift. 2 ) Dritte Mainzer Auflage. Graz Univ.-Bibl. 31. Hortulus animae. | Hierauf folgt der Kalender, für jeden Monat ein Blatt, alle Seiten mit reichen Holzschnitteinfassungen unter allegorischer Darstellung der häuslichen und landwirtschaftlichen Verrichtungen in jedem Monat, ebenso Darstellung der zwölf Himmelzeichen. In der Raudverzierung des Monats Juni Abbildung eines Druckers mit Druckerballen und unten Drucker an der Presse in Arbeit. Die Randleisten bestehen aus 4 Stöcken und sind sehr abwechselnd und reizend in den Mustern gehalten, wiederholen sich aber öfter im Buche. Der Calender und die chronologische Tafel umfassen 12 n. gez. Blätter, worauf auf 3 n. gez. Blättern Regeln folgen. Dann der Text des Hortulus animae: 11 Diss seint die siebe zeit od' d' curss | vö vnser liebe frawen als sie zusa= | men bracht vil gemacht seint in de | concilio zu claremont, vnd auft'ge | setzt zu sprechend vö babst vrbano | dem Andern. | Rothdruck. Jede Seite des Texts auch hier von 4 Holzschnittbordüren umgeben. Vorseite des letzten Blatts: Getruckt vnd geendet zu Meintz | durch Johannem Schöffer am | samstag nach Judica 3 ) . nach | Cristi gebürt . Tausent | fünft" hundert vnd | Xiiii . jar . — Rückseite des letzten Blatts leer. Kleinoctavo (Sedez), 16 n. gez. Blätter + 279 n. gez. Blätter Text, mit den Signaturen a — M, grosse Schwabacher Type nebst Antiqua Johann Schöffers, Roth- und Schwarzdruck im Texte, mit eingedruckten schwarzen Initialen. Die Holzsclinitteinfassungen nach Lucas Cranach und dessen Schule. München Hofbibliothek (p. lat. 2214, das ich am 26. Mai 1891 benutzte, ohne Titelblatt), ein zweites in meinem Besitz, Sammlung Klemm Leipzig. 1) 17. März 1514. 2) Mittlieilung aus Graz. 3) 8. April 1514. 32 — 33 — Erste Mainzer Ausgabe des deutschen Ortulus anime. l ) Weller, repert. n. 835. — Klemm, Catalog n. 67. — Panzer, Annalen, n. 770. — SchaabI, 555 n. 108. — Ob diese Ausgabe einerlei mit Panzer, annales VII, 409? — Goedeke, Grundriss I, 390. — Wttrdtwein, bibl. Mogunt. S. 145. — Catalog Antiquariat Rosen- tbal XXXVII S. 100, n. 2080. Preis 75 M. — Muther, Bücherillustration I, S. 250. 32. Gebetbüchlein. Gedruckt zu Meyntz durch Johann Schoeffer 1514. Octavo. Zweite Mainzer Auflage. Schaab I, 555 n. 108. 33. ROmische Historie Titi liuij | meniglich kürtzweilich | vnd dienstlich zu lesen. 1514 • | Am Ende Blatt CCCCX: Gedruckt vnd geendet in der löbliche statt | Mentz durch vleysz Johanu 2 ) Schöffers Buchdrucker daselbst vff, | sant Bartholomeus abet | 3 ) Nach Christi vnsers he | ren 4 ) geburt Tausent | funffhundert vn | vierzehen iare . | Rückseite leer. Folio, 410 gez. Blätter + Register (dessen Umfang ich nicht feststellen kann). IL Auflage des Livius deutsch, Nachdruck der Auflage 1505, aber anders im Satze, weniger correct, schlechteres Papier, sonst in der Blattzahl gleich, aber in anderer Mundart als die Ausgabe 1505 und mit einem Holzschnitt mehr. 5 ) Mainz Stadtbibliothek (am Anfange defect), Gotha herzogl. Bibliothek, Leipzig Sammlung Klemm. Panzer, Annalen I, 369 n. 788. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 145. — Schaab I, n. 109. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 362. — Klemm, Catalog S. 68. — Goedeke, Grundriss I, 140. 1) Die früheste bekannte Ausgabe des deutschen ortulus anime erschien 1 500 zu Strassburg bei Hans Grieninger (Panzer, Annalen I, S. 277), der eine zweite und dritte 1501 und 1503 bei demselben Verleger folgten. (Wackernagel, Bibliographie zur Geschichte des deutschen Kirchenlieds n. XXVlII und Hoffmann von Fallersleben, Geschichte des deutschen Kirchenlieds. III. Ausgabe 1801. S. 260.) Verschieden von diesen Ausgaben ist jedenfalls die Bearbeitung des ortulus anime durch Sebastian Brant, dessen erste bekannte Ausgabe 1503 bei Wehinger in Strassburg erschien (Wackernagel n. XXX), welcher Ausgaben Strassburg 1507, 1508 und 1509 bei Knobloch (Pauzer, Annalen I, 277, 289 und Zusätze S. 111), sowie spätere folgten. Welcher von beiden Fassungen Schoeffers Ausgaben folgen, ist mir unbekannt, mit Wahrscheinlichkeit der Recension Sebastian Brants. Ueber Hortulusausgaben vgl. Wedekind, Ausführliches Verzeichniss von raren Büchern S. 125. — Freytag, apparatus II, 821. — Biederer, Nachrichten V, 158 f. 2) So der Druck. 3) 23. August. 4) So der Druck. 5) In dem Mainzer Exemplar fehlt die Widmung au Kaiser Max I. 33 Beiheft 9. 3. — 34 — 1515. 34. Coinpediü siue Bremariü I PRIMI VOLVMIN1S ANNALIVM SIVE HISTORIARVM, | DE ORIG1NE REGVM ET GENTIS FRAN = CORVM AD REVERENDISSIMVM | IN CHRISTO P AT REM ET principe dominü Laurentiü | Episeopü vuirtzpurgeS | orietalisqz') Francie | ducem Joannis | Tritemij Ab = | batis . | Holzschnitt: Reichs- adler, unterhalb rechts und links Wappen: Mainz = Brandenburg und Wirzburg = v. Bibra | Cum gratia et Priuilegio . Cesaree . Ma . | Auf der Rückseite des Titels das Druckerprivileg Max I. für den Buchführer Johann Haselberg de Constantia datirt Insprug 10. Nov. 1514. Blatt 2 Vorseite Holzschnitt: Abt Trithemius überreicht dem Bischöfe Lorenz (von Bibra) von Wirzburg sein Buch. Rückseite leer. Blatt 3 Vorseite bis Blatt 4 Vorseite die Widmung Trithems, am Ende derselben steht am Rande: Pinis epl'e penultima februarij . Anno . M . D . XV . | Blatt 4 Rückseite leer. Blatt 3 Vorseite Holzschnittinitial R. Am Ende auf der letzten Seite (Liii Vorseite): 11 COMPENDH SIVE BREVIARH VOLVMINIS CH= I hronicorum . siue annalium Joannis Tritemij abbatis Sancti Jacobi | vuirciburgensis quondä uero Spanhemensis de origine regibusqz | francorum finis . Vicesima die mensis nouembris . Anno domini | Millesimo quingentesimo quarto decimo Ae- tatis sue quinquagesi | mo secundo . | Rückseite von Blatt LIII: 11 IMPRESSVM ET COMPLETVM EST PRESENS | ckronicarum opus . anno düi . MDXV . in uigilia Marga | retae uirginis. 2 ) In nobili famosaqz urbe Moguntina, hu = | ius artis impressorie inuentrice prima . Per IOANNEM | Schöffer, nepote quödä honesti uiri JOANNIS fusth | ciuis MoguntiTi, memorate artis primarij auctoris | Qui tande imprimendi arte proprio ingenio ex = | cogitare speculariqz coepit äno dnice natiuitatis | MCCCC . L . in- dictiöe X11I . Regnante illu | strissimo Ro . imperatore FREDERICO | III . Presidente sanctae Moguntinae sedi | Reueredissimo in chrö pre do- mino | THEODERICO pincerna de Er = j pach pricipe electore Anno aüt | M . CCCC . LH . | perfecit dedu = | xitqz eä (diuina fauente gra | tia) in opus inprimedi | (Opera tu ac multis | necessarijs adin = | uen- tionibus | PETRI | Schöffer de | Gernshei mini = | stri suiqz filij adop- ti = ! ui) Cui etiam filiam suam | CHRISTINAM fusthiü p | digna laborü multarüqz adinue = | tionü remuneratiöe nuptui dedit . Re = | tinerüt aüt hij duo iä prenominati IOANNES | fusth & PETRVS Schöffer häc artem I secreto (ofni - \ bus ministris ac familiaribus eoR, ne illä quoq°modo mani | festaret, iureiurädo astrictis) Quo tande de äno düi MCCCC | LXH p eosdem familiäres I diuersas terraR puincias diuul- gata | haud parum sumpsit Icrementum . •. | CVM GRATIA ET PRI- 1) Eine Satzvariante in Mainz Stadtbibliothek (a 151) liest hier orieialisqz. 2) 11. Juli 1515. 34 — 35 — VILEGIO CAESAEEE MAIE = | statis inssu & Ipensis honesti JOANNIS Haselperg ex Aia maiore | Constantievi diocesis : : | Dmckermarke (Wappenschilde Fust - Schöffers) schwarz abgezogen. Folio, 4 n. gez. Blätter + Signatur A — Liii. Zeile 1 des Titels Psaltertype, Text Antiquatype 1. Mainz (zweimal, beide a 151 signirt, das eine Exemplar liest wie oben bemerkt: orieialisqz im Titel, das andere orietalisqz. Das Letztere hat den handschriftlichen Eintrag: Ex dono Jacobi Köbel in oppe- heym CPR. als Geschenkexemplar des bekannten Buchdruckers Jacob Köbel in Oppenheim. Ob das CPR: Conrad Peutinger bedeutet, steht dahin), Darmstadt (L 284, welches obiger Beschreibung zu Grunde liegt), Wiesbaden, Haag kön. Bibl., München Hofbibliothek, Gotha herzogl. Bibl., Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibl., Würzburg, Univ.-Bibl., Sammlung Klemm in Leipzig. Maittaire, annal. typogr. II, 266. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 145. — Hirsch, millenar. I, 8. — Bibliotheca Solgeri I, 155. — Bibliotheca Schwarz junioris s. v. — Meusel, bibliotheca hist. VH, 1, 188. — Panzer, Annales VII, n. 20. — Klemm, Catalog n. 69. — Schaab I, n. 110. - Annalen des historischen Vereins für den Niederrhein, Heft 44 (1885) S. 139 — 140. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 362 — 363.— v. d. Linde, Gutenberg S. 289, 290 (die ganze Schlussschrift). — voyage de deux benedictins (Martene et Durand). Paris 1724. Quarto. S. 223. (Exemplar in der Abtei Gladbach). — Wetter, Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst S. 506. — Faulmann, illustrirte Geschichte der Buchdruckerkunst S. 303 (die ganze Schlussschrift). — Silbernagel, Johannes Trithemius. II. Auflage (1885) S. 182, 243. — Veith, Fr. Ant. historia vitae atque meritorum Conradi Peutingeri. Augustae Vin- delicorum 1783. S. 87 (betrifft Einträge Peutingers in dessen Hand exemplar). — Köhler, Ehrenrettung Gutenbergs S. 4 u. 49. — Muther, Bücherillustration I, S. 250, 1733. Neudruck in Schardius, scriptores rerum Germanicarum und in Freher, opera Trithemii I. Sonderausgaben erschienen Paris 1539, Basel 1547, eine deutsche Uebersetzung von Jacob Schenk zu Speier 1522 und Frankfurt 1568. 1516. 35. Breviarium ecclesiae Osnabrucensis. Am Ende: Hie patet origo artis impressorie, ä quo primo inuenta, quamdiu in secreto habita, et quomodo postea divulgata sit. Impressum et completum presens Breviarium anno Domini M D XVI. in vigilia Pentecostes. l ) In nobili famosaque zc. wie in voriger Nummer. Quelle: Unbekannt. Quarto. 1) 10. Mai 1510. 35 -. 3* — 36 — Heinecken, Nachrichten von Künstlern und Kunstsachen II, 307. — Zapf, Mainzer Buehdruckergeschichte S. 32 Note. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 146. — Panzer, annales VII, n. 21. — Schaab I, n. 112. 36. Breviarium ecclesiae Mindensis. Am Ende: Impressum Moguntiae per Joannem Schoeffer 1516. Der Rest der Schlussschrift wie im Breviarium Osnabrucense 1516 und dem Compendium de origine Francorum 1515. Quelle: Unbekannt. Octavo. Maittaire, annales typogr. II, 279. —■ Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 146. — Panzer, Annales VII, n. 22. — Schaab I, S. 74 u. n. 113. 37. Hortulus animae noviter iam ac diligenter impressus. Ex officina Joannis Schoeffer. Mit Titelholzschnitt (Marienbild). Am Ende: Impressum Maguntie per Joannem Schöffer finitum post festum Nativitatis Marie virginis 1 ) Anno dni M . D . XVI. Duodez. Zweite Mainzer Auflage. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annales VII n. 23. — Marchand, histoire de l'imprimerie S. 49 Note. — Catalogus bibliothecae Uffenbachianae IV, appendix 102. — Freytag, apparatus litterarius II, 821 (Notiz). — Clement, biblio- theque I, 349. — Schaab I, n. 114. — Archiv für hessische Geschichte II, 489. 38. Des . Erasmi Rot . Paraclesis seu exhortatio ad christianae philosophiae Studium. Moguntiae MDXVI. Octavo. Quelle: Unbekannt. Panzer, annales VII, n. 24. — Lambacher, catal. bibl. Vindobon. S. 262. — Schaab I, n. 115. 39. Ain laysche anzaigung, so allen Landsassen it in Baiern zu Dienst :c. in Druckh geben worden je. Meintz gedruckt durch Johann Schöffer 1516. Folio. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annalen I, 391 n. 845. 40. PSALTERIUM ORDINIS S. BENEDICTI DE | OBSERVAN- TIA BURSFELDEN. | Rothdruck. Mit Titelholzschnitt: Betende Be- nedictiner vor St. Benedict. Am Ende: Impressum Magütie p . Joanne Schoiffer 1516. | Folio, 181—182 Seiten zu 20 Zeilen, die Initialen früherer Auflagen vielfach durch kleinere figürliche Darstellungen im Stile des 1) 8. September 1518. 3ü — 37 — XVI. Jahrhunderts ersetzt, erster Initial ganz Kothdruck, die andern Schwärzdruck. Type die bekannte Psaltertype früherer Auflagen. Nachdruck der Mainzer Auflagen des Psalteriums für den Benedictiner- orden 1459 und 1490 und letzte Mainzer Auflage, schlechter gedruckt als die früheren Auflagen, da sich der Text häufig mit den rothen Versalbuchstaben deckt. Blatt 158 Rückseite leer, Blatt 159 beginnen die Hymnen. Paris Nationalbibliothek (auf Pergament), Leipzig Sammlung Klemm. Wie von den frühern Auflagen giebt es auch von dieser eine Variante, vertreten in einem Papierexemplare der Nationalbibliothek zu Paris. Satzart I. (Paris, P«rg.-Exemplar II. Paris, Papier- und Leipzig). exemplar. Blatt 1 Vorseite Zeile 4. impiou impiorum. „ „ ., 9 vornen: ac nocte nocte. „ „ »12 vornen: eius eis „ „ »17 dns viam instou: uit das via, ... . pect iter impiou ribit peribit „ „ „ 20 Schluss: principes principes mit pe in mit Doppeltype zwei Buchstaben, pe in letzter Silbe. Auch dürfte das Pariser Papierexemplar den Titelholzschnitt nicht haben. Le Praet, catalogue des livres imprimes sur velin de la biblio- theque du Roi a Paris I, 214—215.— Ebert, allgemeines bibliograph. Lexicon II, 539. — Katalog Klemm n. 70. — v. d. Linde, Breviarium Moguntinum S. 65 mit Beschreibung und obiger Zusammenstellung der Satzvarianten Leipzig und Paris. — Wetter, Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst S. 506. — Schaab I, n. 111, welcher das Buch nicht verstanden und zwei Auflagen des Mainzer und des Benedictiner- psalters daraus machte. — Muther, Bücherillustration I, S. 250, 1734. 1517. 41. Henrici Stromers, Aurbachii Med. D. saluberrimae aduersus pestilentiam observationes recens editae, Aeque pauperibus prosunt, locupletibus aeque. Aequae neglectae pueris senibusque nocebunt. Am Ende: Impressum Maguntiae per Johannem Schöffer MD . XVII. Kai. XVHI Januarii.>) Quarto. 1) 15. December 1516. 37 — 38 — Gotha herzogl. Bibl. Ein Exemplar ist unter II. L. 976 im Ca- talog der Stadtbibliothek zu Mainz zwar eingetragen, aber nicht zu finden, es dürfte das von Fischer benutzte Exemplar sein. Panzer, annales VII, n. 25. — Murr, Journal für Kunstgeschichte XIV, S. 119.— Hirsch, millenarius I, S. 10. — Fischer, typographische Seltenheiten II, 75. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, S. 363. — SchaabI, n. 116.— Wetter, Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst S. 320. 42. 11 AENEAE SYLVII LIBEL = | LVS AVLICORVM | MISERIAS CO = | PIOSE EX = | PLICANS | 11 LECTOR EME LEGE ET | PROBABIS . | H EX OFFICINA LITE | RARIA IOANNIS | SCHOEFFERS | MOGVNTI = | NI. •. | Mit Titeleinfassung, worin links zwei Landsknechte, rechts Fische. Die Rückseite des Titels leer. Blatt 2 Vorseite Vorwort des Herausgebers Aurbach, datirt Mainz VI Calend. Julias 1517. Blatt 21 Rückseite: 11 Excusum est hoc Aenee Sylvij opusculum, Per | Joannem Schoeffer, Typographü sane q ac= | curatü, Maguntiaci, vbi diuinü inuetum | stäneis typis excudendi libros pmo | natum, Pridie Nonas Julias.') An- | no post christi natalem . | MDXVII. •. | Druckermarke (Wappenschilde Fust - Schoeffers) schwarz abgezogen. Blatt 22 Vorseite: M. Valerij Martialis ad seipsum de beata | vita Epigramma . | Am Ende griechische Typen. TsZog övv Atäj xai fiovosig . | Die Rückseite von Blatt 22 leer. Quarto, 22 n. gez. Blätter, Antiquatype 2. Darmstadt (U 1003/500). Panzer, annales VII, 410 n. 27. — Wiirdtwein, bibl Mogunt. S. 147. — Maittaire, annales typograph. II, 309. — Schaab I, u. 118. — Boecking, opera Hutteni I, 31. — Fischer, typographische Seltenheiten HI, 34—37. — Catalog bibliothecae Bolongaro Crevenna II, 101. — v. der Linde, Gutenberg S. 164. 43. Regiment Hen- | riehen Stromer's vö Aur | bach (der ertzney Doctors) inhaltendt wie sich wider | die Pestilentz zu bewaren | (auch den jhene die damit begriffen hilff zu reichen, nacli vleissiger vber- sehüg gemehret vnd gebessert). Getruckt zu Meintz. -) Am Ende: Ende dieses heylbaren Regiments. — Gedrückt durch Johann Schöffer in d' hochbrümbte Ertzbisclioffliche Churfürstlichen Stat Mentz (In welcher die nutzbar vnd vbertreffendt kunst der Drückerey erstlich Iren anfang gehabt vi! durch gütliche eingebüg erfunden ist) Im Jare 1517 Am 21 tag Augusti. Kleinquarto, Schwabacher Type. Uebersetzung der lateinischen Mainzer Ausgabe, zweite Ausgabe dieser Schrift, die erste erschien 1517 1) 6. Juli 1517. 2) Nach Klemm, Catalog, das Eingeklammerte nach Panzer, Annalen. 38 — 39 — (Panzer n. 883) 5 3 / 4 Bogen. Herausgeber und Uebersetzer war der Leibarzt des Kurfürsten Albrecht von Mainz und dessen Bruder des Kurfürsten Joachim von Brandenburg, Heinrich Stromer von Auerbach. Leipzig Sammlung Klemm. Panzer, Annalen I, 408 n. 884. — Klemm, Catalog S. 44 n. 71. 44; Enchiridion seu Breviarium Moguntinum. Erste Satzvariante: ENchiridion seu Bre = | uiarium: scd'm more | insignis ecclesie Moguntin . necnö totius | dioeesis . Nouissime im- pressum : emen | datum : ac plurimis luculentissi = | mis additamentis con= | gestum 7 absoluta | Feliciter incipit | Ad lectorum Tetrastichon. Septenas quicunqz deo persolvere laudes 2c Hierauf zwei Holzschnitte: Peter und Paul in stehender Figur wie in der Ausgabe 1509. Nur das E am Anfange und das Wort Moguntin in der dritten Zeile sind Schwarzdruck, alles Uebrige Kothdruck. Am Ende: H Breuiarium s'm ritü inclite 7 insignis ecclesie Mo- guntine | summa cü diligentia castigatum et emendatum . Ad laude | et gloriam omnipotentis dei: beatissime immaculate semperqz | virginis Marie . ac diui Martini antedicte ecclesie et dioeesis | patroni pien- tissimi : omniumqz sanetorum et sanetarum . Impressum Moguncie im- pensis 7 opera honesti et prouidi viri | Joannis Schöffer, ciuis Moguntini . Cuius auus primus | artis Impressorie fuit inuetor et auetor . Anno salutifere incar = | nationis domini . Millesimo quingentesimo deeimoseptimo . I Nur die Worte: Joannis Schöffer sind Schwarzdruck, alles Uebrige Rothdruck. Auf einem hierauf folgenden Blatt die Druckermarke (Wappenschilde Fust - Schoeffers) schwarz abgezogen. Zweite Mainzer Auflage, Nachdruck der Ausgabe 1509. Duodez, 13 n. gez. Blätter Vorwerk + CCCCLXII gez. Blätter -f- n. gez. Schlussblatt, zweierlei gothische Type zweispaltig. Darmstadt (zwei Exemplare. W 5611 nur Wintertheil, W 5612, dem die 13 Blätter Vorwerk fehlen, sonst vollständig Winter- und Sommertheil), Würzburg Bibliothek der Franciscaner (vollständig). Zweite Satzvariante: ENchiridion seu Bre | uiarium : s'm morem | insignis ecclesie Moguntin . necnö totius | dioeesis : Nouissime impssum : emedatfl | ac plurimis luculentissimis addi = | tametis congestü et absoluta | Feliciter incipit . | Ad lectorem Tetrastichon. Septenas quieunqz deo persolvere laudes Cogeris: is manibus sit liber vsqz tuis Näqz suo monstrante loco bene queqz reposta Indice comperies: sis modo mente vigil . | Hierauf die zwei Holzschnitte wie oben. Das E am Anfange, das Wort: Moguntin, die 4 Verse und die Holzschnitte Schwarzdruck, alles Andere Rothdruck. 39 — 40 — Rückseite des Titels: Cömendatio: elucidatioqz | psentis operis: et eorfl que | nouü hoc opus cöplectitur | Prefatio ad lectorem . |') (Eothdruck). Zeile 1 — 3 Missaltype. Rückseite von Blatt 6 leer. Blatt 7 Vorseite (mit Signatur 1): Registrum aduentus de littera A | 11 Incipit. registrü aduentus . | Blatt 18 Vorseite: 11 Incipiunt bene- dictiöes In matutinis in primo nocturno . [ Scliliesst Blatt 18 Vorseite: quintis 7 sabbatis de secundo nocturno . | Rückseite leer. Blatt 19 Vorseite Calendarium: KL Januarius habet dies . XXXI . Luna . XXX . [ Blatt 25 Vorseite chronologische Regeln: 11 Septuagesimam atqz interuallü alicuius anni per lianc ta = | bulam si scire volueris . Inspice in ea aureum numerfi eiusdem | k Scliliesst Blatt 25 Rückseite als Ende des Vorwerks, Blatt 26 leer. Blatt 27 Vorseite bezeichnet Fol. I beginnt das Hauptwerk mit Signatur a: Diiicis diebus ad matutinas | (ohne Schlusspunct) als Ueber- schrift. 11 Incipit breuiariü s'm | diocesim Moguntin . | Rückseite von Blatt LXXXVEI leer. Blatt LXXXIX Vorseite: 11 Incipit cömune sanctoruz . | Primo de apostolis. In vigi= | lia apostolorum . ic. Blatt CXVI Vorseite: 11 Sequit' rubrica de aduen = | tu. Et primo de diiica prima . | je Blatt CCXXVII Rückseite leer. Dann die neu aufgenommenen Feste der Mainzer Dioecese: Blatt CCCXVI Vorseite: H Ordo de sanctis noue ru = | brice pro parte kye- mali et esti= | uali s'm inclyte ecclesie mogun | tineü . more incipit. Et primo . | :c. Schliesst Blatt CCCL Vorseite unten: nunt': excepto festo annuncia | de q° satis dictü est in loco suo . | Rückseite leer. Duodez, zweierlei gothische Type, Roth- und Schwarzdruck, mit gedruckten schwarz und rothen Initialen, 35 Zeilen, zweispaltig. Collation: 6 n. gez. Blätter Titel, Commendatio und Regeln (Signatur tij— tiiij) + 12 n. gez. Blätter: Register (= 11 Blätter) und (1 Blatt) Benedictiones Signatur I — VII -f- 7 n. gez. Blätter Calendarium und chronologische Anleitung (Signatur I — V) + 1 n. gez. 1) In der Vorrede die Stelle Blatt 1 Rückseite: Idcirco enchiridion hoc (qd' vulgo Breuiariü nücupatur) 7 si iucundissimo 7 emendato charactere elaboratü sit: 7 pcipue liac opa 7 vigilanti studio elucubratü: vt etiam rüdes: clericalisqz militie tyrones in eo comodius melius ac expeditius: qz in quo- cunqz Breuiario hactenus impsso horas canonicas psoluere possint. Verütame ne nihil lmic opi deesse: sed ipin omi ex parte absolutü pfectüqz quisqz existimet . Correctoriü 7 liuia qdain in calce opis addita est: vt si q>d mende aliq ! d in syllabis: in dictiöib 9: ordine: nunieroue: diminutione: supfluitateqz: aut quacüqz alia deprauatione: incuria aut festinantia reppererit: ad id tanqz ad tutissimü portü se recipiat erroris corrigedi copiam abunde habiturus. Sunt pterea kuic nouo opi nonnulle elucidationes elucubratiöesqz rubricarü addite: que tarnen nihil nouitatis altercationis: seu difteretie pter vetera com- plectütnr. Sed pro cömuni vtilitate quedam pro peritiorib 9: alia pro minus peritis posita sunt: vt vtriqz habeant quib 9 delectentur . Neqz eruditi fasti- diant: qd' pro rudioribus positum est: nam illos solidiori cibo : hos v'o mi- tiori uti necesse est. | 40 — 41 — Blatt leer = 26 Blatt Vorwerk + Blatt I — LXIIII, (LXV nicht beziffert, LXXXIV als LXXX1II doppelt beziffert, LXXXVII als LXXXVIII doppelt beziffert, CXIII als CXII doppelt beziffert, CLXXX1 als CXLXXI, CXCV als CXCL falsch beziffert, CCI nicht beziffert, CCCXXIV als CCCXXIII doppelt beziffert, CCCXXVII als CCCXXVIII beziffert, bis CCCL Blätter = 227 Blätter Hauptwerk + 26 Blatt = CCCXVI — CCCL Nachtrag der Heiligenfeste (Signatur a — Fiiij und S — Yiij. Mainz Seminarbibliothek mit dem Eintrage: Ad usum Valentiui [C] arbichs vicarii ecclesiae Metropolitanae Moguntinae. — Ex libris H. J. Merkel 1788. Nur Wintertheil. Dr. Falk macht im Centralblatt f. Bibl. IV (1887) S. 384 diese Satzvariante zu einer besonderen Brevierausgabe. Ueber die Ausgabe ohne Rücksicht der Varianten handeln: Panzer, annales VII, n. 26. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 146. — Bibliotheca Thott VII, 243. — Schaab I, n. 117. — v. der Linde, Breviarium Moguntinum S. 15. — Centralblatt 1887 S. 383. 1518. 45. [B]Reuiariü Dicendarum | Canonicarü horarum: ad morem Se - | ueriani Collegij Erphordiensis . | Es folgen drei Holzschnitte mit den Ueberschriften: Vincgtia S. Severus S. Innocetia virgo filia neben einander. Am Ende: 11 Impressum et cöpletum est presens breuiariü in nobili | famosaqz vrbe Mogfltina . Huig artis impressorie | inuentrice prima: per honestum virü Joanne | Schoeffer einem Moguntinfl Anno do = | minice incarnatiöis Millesimo quin | gentesimo deeimo oetauo . viij . | Idus ') Februarias . | Druckermarke. 2 ) Format wohl Octavo. Jena Univ.-Bibl. 46. Lindenblättchen T . LIVIVS PA | TAVINVS HISTO | RI- CVS . DVOBVS | LIBRIS AVCTVS | OVM L. FLORI | EPITOME . ET | ANNOTATIS IN I LIBROS VII. BEL | LI MACED . I CVM PRI- VILEGIO Ad | DECENN1VM . |») Rückseite des Titels Widmung an Kaiser Maxi., Blatt 2 Vorseite Vorrede Ulrichs von Hütten (Signatur a ü), Blatt 3 Vorseite Vorrede des Erasmus von Roterdam, beide Vorreden nur 1519 datirt, Blatt 3 Rückseite Anrede des Vulphgangus Augnstus an den Leser, Zeile 32 schliessend: Vale. Hierauf: Emendatio errorum 1) 6. Februar. 2) Mittheilung aus Jena. 3) Ein besonderer Abdruck des in dieser Ausgabe neu herausgegebenen Theils des Livius ist: T. Livii nistorici pars nuper inventa . Roiuae J. Ma- zochii 1519, welchem gegenüber obige Axisgabe Originalausgabe ist. 41 — 42 — bis auf Blatt 4 Vorseite Zeile 13 reichend, dann Verzeichniss der vorkommenden Jahreszahlen, Blatt 4 Rückseite mit dem Worte Finis schliessend. Blatt 5 Vorseite: L. Flori epitome in qvattvordecim decadas (mit Signatur aa), schliesst Blatt 26 Vorseite, Blatt 26 Rückseite leer, Blatt 27 Vorseite: T. L1VIVS PA | TAVINVS HISTO | RICVS . DVO- BVS | VOLVMINIBVS | RECENS EX | VETVSTO | CODICE | MO- GVNTIN . | BIBLIOTHECAE | AVCTVS . | Lindenblättchen. Mit Titeleinfassung. Auf der Rückseite Verzeichniss der von Livius benützten Autoren und Bücher, darunter ein Epitaph des Livius aus dem grossen Palast zu Padua, Blatt 28 Vorseite (Signatur Aij) Vorwort des Livius, Blatt 28 Rückseite beginnt der Text des ersten Buchs, Blatt 29 (Signatur Aiij und Foliozalil I), worauf die dreissig Bücher des Livius folgen = 730 Seiten. Blatt 1 nach Seite 730 am Ende: Lindenblättchen MOGVNTIAE IN AE | DIBVS IOANNIS | SCHEFFER MEN | SE NOVEMBRI. | AN . MDXVIII. Lindenblättchen. Rückseite dieses Blattes leer. Auf dem nächsten Blatte Nachrede des Hauptherausgebers Nicolaus Car- bachius Mainz Idibus Martiis 1519. Beginnt: Joannes Scheffer chalco- graphus, a cuius avo chalcographie (i. e.: ars) in hac primum urbe inventa, exercitaque est ac. Sodann Annotata. Herausgeber ist Nicolaus Carbachius nach einer im Mainzer Dom aufgefundenen Liviushandschrift, welche Schoeffer mitgetheilt erhielt, Mitherausgeber sind Ulrich von Hütten und Erasmus von Roterdam, welche den neuen Fund Buch 33 und 40 des Livius zur Presse beförderten und die Varianten benützten. Erste Ausgabe ohne Index, begonnen 1518 beendet 1519. Folio, 4 n. gez. Blätter Titel, Vorreden etc. + 24 n. gez. Blätter Florus, Autorenverzeichniss etc. + 730 gez. Seiten Text des Livius + 15 n. gez. Blätter, Antiquatype 1. Mit Initialen. Das prächtigste Druckwerk J. Schoeffers und eins der schönsten des XVI. Jahrhunderts. Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog S. 45 n. 72. -— Böcking, opera Hutteni I, 39. — Centralblatt f. Bibl. IV, 220. — Romanische Forschungen VI, 463—464. — Goedeke, Grundriss 1, S. 211. 47. Lindenblättchen T. LIVIVS PA | TAVINVS HISTO | RICVS . DVOBVS | LIBRIS AVCTVS | CVM L. FLORI | EPITOME . INDI | CE COPIOSO . ET | ANNOTATIS IN | LIBROS VII. BEL | LI MA- CED. | CVM PRIVILEGIO DECENNII . | Mit Titeleinfassung, welche noch öfter z. B. in der Ausgabe Huttichs 1520 und 1525 erscheint. Auf der Rückseite des Titels das Druckerprivileg Kaiser Max I. : Wels 9. December 1518. Blatt 2 Vorseite innerhalb einer prächtigen Einfassung, worin unten das vereinigte Mainz - Brandenburger Wappen, die Widmung des Mitherausgebers Ulrich von Hütten an Kurfürst Albrecht von Mainz. 0. D. Blatt 3 Vorseite das Vorwort des Herausgebers 42 — 43 — Erasmus von Roterdam. 0. 0. VII. Cal. Mart. 1519, sodann das Register. Mit neuem Titel: Lindenblättclien T. L1VIVS PA | TAVINVS IIISTO | RICVS . DVOBVS | VOLVMINIBVS | RECENS EX | VE- TVSTO | CODICE | MOGVNTIN . | BIBLIOTHECAE | AVCTVS . | Lindenblättclien. Mit der oben beschriebenen Titeleinfassung. Auf der Rückseite dieses Specialtitels Verzeichniss der benutzten Autoren und Grabinschrift des Livius abweichend von Klemins Angaben im Catalog S. 46. Hierauf das Vorwort des Livius auf Blatt Aij. Am Ende Blatt 1 nach Seite 730: Lindenblättclien MOGVNTIAE IN AE | DIBVS IOANNIS | SCHEFFER MEN | SE NOVEMBRI . | AN . MDXViii. Lindenblättclien. Rückseite dieses Blattes leer, auf dem folgenden Blatt Nachwort des Herausgebers Nicolaus Carbachius mit dem Datum: Mainz Idibus Martiis 1519 und dem Anfange: Joannes Scheffer chalcographus, a cuius avo chalcographie (d. i. ars) in hac primum urbe inventa, exercitaque est :c. Hierauf Register. Zweite Ausgabe dieses umfangreichen Opus, mit einem Register vermehrt, deren Verschiedenheit erst in neuerer Zeit näher festgestellt ward. Folio, 56 n. gez. Blätter Vorreden und Register (Blatt 55 Rückseite Vorrede des Wolphgangus Enristus, hierauf Errata und Canontafel auf Blatt 56 Vorseite und 56 Rückseite) + 22 n. gez. Blätter (enthaltend den Florus) sowie mit neuem Titel der Livius mit 2 n. gez. Blätter + 730 gez. Seiten -f- 15 n. gez. Blätter (mit den Signaturen T t —Vu5). Der Text in Antiquatype 1, Blatt 1 — 56 vornen in kleinster Antiquatype. Mit herrlichen Initialen. Die Auflage geschah auf Papier und Pergament, Exemplare auf Papier besitzen: Darmstadt (D 3299), Haag kön. Bibl., Mainz Seminarbibl., Leipzig Sammlung Klemm. Wien k. k. Hof bibl iothek, Cambridge auf Pergament. Ueber beide Ausgaben handeln, ohne deren Unterschiede zu beachten: Panzer VII, n. 29. — Maittaire, annales typographici II, 333. — Würdtwein, bibliotheca Mogunt. S. 147. — Catal. Bünemann 31. — Catal. Thott VII, 111. — Bibl. Dilherr s. v. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 303 und 363 — 364. — Ebert, allgemeines bibliographisches Lexicon n. 12085. — In der Liviusausgabe opera omnia cum notis variorum cur. A. Drakenborch. Stuttgart 1820—1828. VII, S. 333 befindet sich ein Neuabdruck der Vorrede Carbachs nach dieser Ausgabe. — F. Goeller, ad T. Livii histor. libr. XXX, III. S. 360. — v. d. Linde, Gutenberg S. 289. — Centralblatt für Bibl. IV (1887) S. 219. — Hummel, neue Bibliothek von seltenen und sehr seltenen Büchern etc. Nürnberg 1775— 1782. VI, S. 131. — Wetter, kritische Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst S. 506 — 507. — Schaab I, 74—75. — Faulmann, illustrirte Geschichte der Buchdrucker- 43 — 44 —- kunst. Wien 1882. S. 317 (Abbildimg eines Initials der Liviusausgabe 1518 nach Butsch). — Butsch, Bücherornamentik I. Tafel 77 a, b, 48 und 80. — Panzer, Annales IX, 539 n. 29. — Klemm, Catalog n. 73. — Murr, Journal für Kunstgeschichte XIV, S. 119 —120. — Panzer, Hütten in literarischer Hinsicht S. 98. — Romanische Forschungen VI, 464. — Merkel, Verzeichniss höchst seltener Incunabeln etc. zu Aschaffenburg S. 17 (ohne Vermerk, welcher Auflage das Aschaffen- burger Exemplar angehört). 1519. 48. VLRICHI DE HVT | TEN EQ . DE GVAIACI MEDICINA | ET MORBO GALLICO LIBER | VNVS . | Holzschnitt: Wappen von Mainz und Brandenburg. Auf der Rückseite des Titels Widmung Ulrichs v. Hütten an Kurfürst Cardinal Albrecht von Brandenburg. 0. D. Am Ende: MOGVTIAE *) IN AEDIBVS IOANNIS | SCHEFFER MENSE APRILI, | INTERREGNI VERO QVARTO. | ANNI M . D . XIX . | Cum Priuilegio Caesareo sexennij . | Auf der Rückseite Holzschnitt: Ulrichs v. Hütten Brustbild. 2 ) Quarto, 44 n. gez. Blätter Antiquatype 2. 3 ) 1) So der Druck. 2) Von Mainz aus schrieb Ulrich v. Hütten im Frühjahre 1519 an Arnold Glauburger, Rechtsgelehrten zu Frankfurt a. M., er schicke ihm das Gespräch Phalarismus, soeben werde das Guaiac gedruckt, das er nach Beendigung ebenfalls senden werde. Böeking, opera Hutteni epistolae I, 255 n. 115. Archiv fiir Frankfurts Geschichte und Kunst. Neue Folge, Band IV (1869) S. 62. 3) Man hat vielfach dem Ulrich von Hütten das Verdienst beigelegt, durch diese Schrift in Deutschland auf das Guiacharz gegen die venerische Krankheit aufmerksam gemacht zu haben, aber ganz mit Unrecht. Huttens Schrift ist nicht die erste dieser Art in Deutschland. 1518 bereits erschien: Lucubrati | uneula de morbo Gallico | et cura eius nouiter re = | perta cü ligno Indico | Leonardi Schmaus | Medicine profes = | soris . | Mit reicher Holzsehnitt- titeleinfassung. Quarto. 6 Blätter. Augsburg 1518. 0. F. (Sigismund Grimm, welcher selbst Arzt war und den Druck solcher Schriften als Berufspflicht übte). Mainz Stadtbibliothek (1411). Im gleichen Jahre erschien davon eine deutsche Uebersetzung mit dem Titel: Ain reeept | von ainem holtz zu brau ■■ | chen für die kranckhait | der frantzosen vnnd an ■- | der flüssig offen schaden | aus hispanischer sprach | zu teütsch gemacht, dar* | zu dasBegimennt wie | man sich darinn halten | vnd auch darzu schickn | soll. Am Ende: Gedruckt vnd volendt in ... | Augspurg an dem ersten tag des Monadts | Decembris, des jars . ... | Tausent fünft' hun | dert vnd acht- zehen jare. | Quarto. Mit gleicher Titeleinfassung wie obige lateinische Ausgabe. 1518. 0. F. (Augsburg, Grimm). Mainz Stadtbibliothek (1411). Ueber beide Drucke vgl. Fischer, typographische Seltenheiten II, 74—78. — Zapf, Augsburger Buchdruckergeschichte I, 104 u. 1, 107.— Harrisse, biblio- theca americana II. Add. 55. — Huttens Schrift hat wohl keinen Zusammenhang 44 — 45 — Darmstadt (T 2552), München Hofbibliothek. Maittaire, annales typograpli. II, 331. —■ Panzer, Hütten S. 91.— Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 149. — Hirsch, millenar. IV, 13. — Murr, memorabilia bibliothecarum Noriinbergensium II, 229. — Panzer, Annales VII, n. 30. — Bücking, opera Hutteni I, 40. — Schaab I, n. 120. — Muther, Bücherillustration I, S. 250, 1735. — Goedeke, Grundriss I, 211. 49. RATIO SEV | METHODVS COMPEN | dio perueniendi ad uerä Theolo | giam, per Erasmü Roteroda | mum, ad Albertum princi-1 pem, Cardinalem & | Archiepiscopü | Mogunti - | nesem . | Linden- blättchen | APVD AVREAM | MOGVNTIAM . | Am Ende: APVD AVREAM MOGVN | TIAM PER IOANNEM | SCHEPFER AN . M . D . | XIX . INTERREGNI | VERO | MEN8E QVINTO . | 0 Octavo, 4 Blätter + 156 Seiten + 2 Blätter = 84 Blätter. 2 ) Breslau Univ.-Bibl. Hirsch, millenarius II, 15. — Bibliotheca Schwarz iunior. s. v. — Panzer, annales VII, n. 31. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 149. — Schaab I, n. 121. 1520. 50. Paracelsis id est Adhortatio ad sanctiss. ac saluberrimum Christianae Philosophiae Studium : ut videlicet Evangelicis ac Aposto- licis Literis legendis, si non sola, saltem prima cura tribuatur. —■ Moguntiae 1520 Joann. Schoeffer. Weisslinger, armamentarium S. 110.— Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 152. — Panzer, Annales VH n. 39 (mit der Schlussschrift: Moguntiae in aedibus Joannis Schoeffer MDXX). — Schaab I, n. 130. 51. Das Sprichwort, | Man muss entwer ein Ko- | nig oder aber ein narr ge | born wenden, Mit seiner auss = | legung, von Herrn Erasmo | Roterodamo beschriben | vnd aussgelegt, von den tu = | gendten einem Christ = | liehe Fürsten vnd | Herrn zu = | stedig ver | teutscht. | Mainz J. Schoeffer 1520. Kleinqnarto, Titel gothische, Text Schwabacher Type, einzelne Worte im Text Missaltype, mit Titeleinfassung, worin J. Schoeffers Monogramm. mit obigen Schriften, alle drei gehen jedenfalls auf eiue spanische Quelle zurück. Eine deutsche Uebersetzung von Ulrichs von Hütten Schrift lieferte Thomas Murner: Vlrichen von Hütten---------Von der wunderbarlichen Artzney des Holtz Guiaeuni genannt --------- vertütschet vnd gedolmetschet. Strassburg 1519. Quarto. Goedeke, Grundriss I, 202. 1) Mai 1519. 2) Mittheilung aus Breslau. 45 — 46 — Uebersetzung Georg Spalatins von Erasmus: Moriae encomium. Leipzig Sammlung Klemm. Panzer, Annalen I, 346 n. 977. — Klemm, Catalog n. 77. 52. Hortus deliciarum deutsch. Hienach volgent die siben Zeyt von vnser lieben frawen, wie sie bapst Vrban der ander vff gesagt') liat zu sprechen. Am Ende: Mainz J. Schoeffer 1520. Deutsche Ausgabe des Hortus deliciarum der Nonne Herrad von Landsperg mit angehängtem deutschem Gebetbuch. Sedez, mit Einfassung der Seiten und vielen Holzschnitten im Texte. Quelle: Unbekannt. Weller, repert. n. 1403. — Catalog Antiquariat Butscli Augsburg 28 S. 129.— Engelhardt C. M., Herrad von Landsperg und ihr Werk: Hortus deliciarum. Stuttgart 1818. soll über diesen Druck handeln. — Muther, Bücherillustration I, S. 251, 1736. 53. COLLECTANEA | ANT1QVITATVM IN VRBE, ATQVE | AGRO MOGVNTINO | REPERTARVM . | Cum gratia & priuilegio Impeiiali | ad Sexennium . | M . D . XX . | Mit Titeleinfassung in Holzschnitt, darstellend neun Scenen aus der römischen Geschichte wie in der Liviusausgabe 1518, von Säulen und Bogen getragen. Auf der Rückseite des Titels Widmung des Herausgebers Johann Huttichius •*) an Theoderich Zobel, Domscholaster zu Mainz. Datae ex arce Curcellina regni deserti XI Calend. Augusti. Anno Salutis . M . D . XVII. Blatt 22 Vorseite am Ende: Sunt adhuc Moguntiae non panlo plura fragmeta: quae ex | industria negleximus : ne corrosa illa : de- trita: et ue- | tustate consumpta lectori nauseam obiiciant. Tu | lector uale: & bene optes ei: antiquitates has qui j con legit. Ex aedibus Joannis Schoeffer | Moguntini . Anno Christi . | M . D . XX . mense | Martio . | Druckermarke (Wappenschilde Fust - Schoeffers) schwarz abgezogen. Rückseite dieses Blattes leer. Diese Sammlung Mainzer Alterthümer aus der Römerzeit ist die erste dieser Art, sie besteht theilweise aus einer angeblich in der Druckerei zu Grunde gegangenen Inschriftensammlung, welche Theoderich Gresemund der Jüngere auf Wunsch Wimphelings angelegt hatte. 3 ) Diese Sammlung ist heute noch werthvoll und bildet die Grundlage aller auf Mainzer Inschriften beruhenden Arbeiten. 1) ob: vff gesatzt zu lesen? 2) Johann (Hans) Huttichius war aus Mainz gebürtig, wurde Geistlicher, Examinator und Doruvicar zu Mainz, verliess nach 1520 Mainz, reiste umher und liess sich in Strassburg nieder, wo er am 28. Februar 1525 Bürger ward. Er starb daselbst den 4. März 1544. Schunk, Beiträge zur Mainzer Geschichte III, 141 — 142. 3) Centralblatt f. Bibl. 1885 S. 261 — Schunk, Beiträge zur Mainzer Geschichte II, S. 499 Note. III, 141, 142. 46 — 47 — Polio, 22 n. gez. Blätter Zeichnungen in Holzschnitt mit Text in Antiquatype 2. Darmstadt (K 944), Mainz Stadtbibliothek (mehrfach), Mainz Seminarbibliothek, Wiesbaden, Haag kön. Bibl., Gotha herzogl. Bibliothek, Asciiaffenburg kön. Hofbibl. Panzer, Annales VII, n. 35. — Würdtwein. bibl. Mogunt. S. 150. — Maittaire, annal. typograph. II, 598. — Bauer, catalogus librorum rariorum. Supplement. II, 152. — Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek II, 399 f. (mit Abdruck der Widmung Huttichs). — Böcking, opera Hutteni Supplement II, 1, 398—99. — Schaab I, n. 125. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, S. 364. — Merkel, Verzeichniss höchst seltener Incunabeln etc. zu Aschaft'enburg S. 17. — Ebert, allgem. bibliograph. Lexicon n. 16551. — Komanische Forschungen VI, 465. — Gudenus, codex diplomaticus II, 803. — Muther, Bücherillustration I, S. 251. — Nassauer Annalen IV, 310. 54. DE VNITATE EC | CLESIAE CONSERVANDA, ET SCHI | smate, qnod fuit inter Ilenrichum IUI. imp. & Gre - | gorium VII, Pont. Max. cuiusdam eius tem- | poris theologi über, in uetustiss. Ful - densi bibliotheca | ab Hütte- | no inuentus nuper . | Lindenblättchen. Rückseite des Titels leer. Blatt 2 Vorseite bis Blatt 6 Rückseite enthält die Vorrede Ulrichs v. Hütten an Erzherzog Ferdinand gerichtet. 0. D. Am Ende: In aedibus Joannis Scheffer Moguntini men = | se Martio Anno M . D . XX . | Lindenblättchen. | Druckermarke (Wappenschilde Fust - Schoeffers) schwarz abgezogen. Rückseite dieses Blattes leer. Quarto, 6 n. gez. Blätter 4- 149 gez. Seiten. Blatt 2 Vorseite guter Initial, ein kleinerer Seite 1. Antiquatype 2. Darmstadt (M 4054), Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibl. Panzer, Annales VII, 412 n. 34. — Murr, memorabilia bibliothe- carum Norimberg. II, 266 n. 35. — Böcking, opera Hutteni I, 47. — Panzer, Hütten S. 108. — Schaab I, n. 124. — Goedeke, Grundriss I, 211. Neuabdruck in Freher, scriptores rerum Germanicarum I. 55. M. TVL | LH CICERONIS | DE FINIBVS BO | NORVM ET MA | LORVM AD M. | BRVTVM LI | BRI QVFN - | QVe . | Lindenblättchen. Mit Titeleinfassung, worin unten das Monogramm J S und J. Schoeffers Wappen (Winkelhacken und 3 Rosen') neben zwei sitzende Schäfer) erscheint. Auf der Rückseite des Titels Vorwort des Herausgebers Nicolaus Carbachius: Mainz pridie Cal. Novemb. 1519. Am Ende: MOGVNTIAE EX AEDIBVS | IOANNIS SCHEFFER, | ANNO M . D . XX . | MENSE MARTIO . | Lindenblättchen | Rückseite dieses Blattes leer. 1) Sonst sind es zwei Sterne und eine Rose. 47 — 48 — Octavo, 254 gez. Seiten + 1 n. gez. Schlussblatt mit Schluss- schrift auf der Vorseite, Antiquatype 2. Darmstadt (D 2869). Panzer, Annales VII, n. 33. — Maittaire, annales typograpli. I, 212. — Weisslinger, armamentarium S. 46. — Schaab I, n. 123. — Romanische Forschungen VI, S. 465. 56. Lindenblättchen HVLDERICHI | HVTTENI EQ. GERM . DIALOGI. | Holzschnitt | FORTVNA. | Febris prima . | Febris secunda (ohne Schlusspunct) j Trias Romana . | Inspicientes . | Cum priuilegio ad sexennium . | Auf der Rückseite des Titels Vorwort Ulrichs v. Hütten Steckelbergk Calen. Jan. 1520 an Bischof Konrad von Würzburg gerichtet. Am Ende: MOGVNTIAE EX OFFICINA LIBRARIA | JOANNIS SCHEFFER MENSE | APRILI ANNO M . D . XX . | Blatt 14 Rückseite leer, Blatt 15 Vorseite Initial Q. Quarto, 72 n. gez. Blätter, Antiquatype 2. Erste Ausgabe. 4597 Darmstadt (D ) i Innsbruck Univ.-Bibl., Haag kön. Bibl., Leipzig Sammlung Klemm, Mainz Sem.-Bibl. Klemm, Catalog n. 75. — Böcking, opera Hutteni I, 48. — Maittaire, annales typograph. II, 604. — Panzer, Annales VII, n. 36. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 151. — Panzer, Hütten in literarischer Hinsicht S. 110. — Hirsch, millen. IV, 17. — Schaab I, n. 126. — Bibliotheca Haeb erliniana IV, S. 303 n. 5964. 57. ERASMI | ROTERO | DAMI LIBER VNVS, QVO | Leicis o uicijs, sine taliöe respodet. | EIVSDEM | LIBRI DVO, AD ANNO - tationes Eduardi Lei, quibus co- | natur nouü testametum oilie refel lere, Priore defendit, quae ipse in e= | uangelia, Altero aute que in apo = | stolum Paulum scripsit. Ab auto - | re recogniti . | Eduardi Lei annotationes ad = | versus annotationes Eras = | mi in nouü testa- mentü . | Epistola Volfgangi Fabritij Ca = | pitonis, praemittit 9, qua se pur | gat Martino Gertophio, | de suspitione Lei- | ci fauoris . | Mit Titeleinfassung. Rückseite des Titels leer. Blatt 2 Vorseite Vorwort des Wolfgang Fabritius Capito an Martin Gertophius pastor in Dietenheim mit dem Datum: Mainz Idibus Augusti 1520. Blatt 6 Vorseite die Schrift des Erasmus gegen Leus. Blatt 34 Vorseite: FINIS LIBRI ERASMI, QVO IS RE- | SPON- DET CONVITIIS LEI, SVM | MA MODERATIONE . | MOGVNTIAE IN AEDIBUS | IOANNIS SCHEFFER . | MENSE IVNIO . | ANNO XX . I Rückseite leer. Quarto, 34 n. gez. Blätter, Antiquatype 2. Darmstadt (V 1960/10), Mainz Stadtbibliothek (a 143"). Angedruckt mit neuer Signatur: 48 — 49 — 58. Lindenblättchen ERASMI | ROTERODAMI RE | sponsio ad annotationes Eduardi | Lei, quibus incessit loca quaedam | ex annota- tionibus eius qui - | bus ille explanauit quat = | tuor euägelia, iuxta | priore aeditione . | LIBER PRIOR | (ohne Sehlusspunct) | Lindenblätt- clien | Mit Titeleinfassung. Rückseite des Titels leer. Am Ende Blatt 80 Rückseite: Moguntiae ex aedibus JOANNIS SCHEFFER | ANNO M . D . XX . mense JVLIO . | Quarto, 80 n. gez. Blätter, Antiquatype 2. Darmstadt (V • ), Mainz Stadtbibliothek (a 143" und nochmals). Angedruckt mit neuer Signatur: 59. Lindenblättchen LIBER | ALTER ERASMI ROTE | rodami, quo respondet reli- | quis annotationibus | Eduardi Lei . | OVM PRIVI- LEGIO . | Lindenblättchen | Mit Titeleinfassung. Blatt 78 Vorseite: MOGVNTIAE EX AEDIBVS 10AN | NIS SCHOEFFER, ANNO M . D . | XX . MENSE AVGVSTO . | Lindenblättchen. Es folgen drei Seiten Register und ein leeres Schlussblatt.') Quarto, 80 n. gez. Blätter, Antiquatype 2. Diese drei Stücke waren wohl zusammen und auch einzeln käuflich. Darmstadt (V 1960/10), Mainz Stadtbibliothek (a 143 1 ). Panzer, Annales VII, S. 413 n. 41. — Schaab I, n. 131, 132. 60. INSORIPTIONES . | VETVSTAE . ROMAN . ET . EÄRVM FRAGMEN- | TA . IN AVGVSTA VINDELICORVM . ET | EIVS DIOECESI . CVRA ET DILI- | GENCIA CHVONRADI PEVTIN - GER . AVGVSTANI . 1VRIS - | CONSVLTI . ANTEA IM - | PRES- SAE . NVNC DE- | NVO REV1SAE . CA | STIGATAE . SI- | MVL ET AV | CTAE . | Lindenblättchen | M . D . XX . | Mit Titeleinfassung wie in der Liviusausgabe 1518 und den beiden Huttichschriften. Auf der Rückseite des Titels Vorwort Peutingers und Epigramme. 0. D. Am Ende: EXCVSA SVNT HAEC ANTI | QVITATVM COL- LECTA j NEA . IN AEDIBVS 10 | ANNIS SCHOEFFER I MOGVN- CIACI . AN | NO CHRISTI . M . 1 D . XX . MENSE | AVGVSTO . | Lindenblättchen Druckermarke (Wappenschilde Fust - Schoeffers) schwarz abgezogen. Rückseite dieses Blattes leer. Folio, 16 n. gez Blätter, Antiquatype 1. Mit Holzschnitten. Zweite Ausgabe. Die erste erschien mit dem Titel: Romanae 1) In dieser Streitsache des Erasmus von Roterdam und des Engländers Lee (Leus) über die Erasmus'scbe Bibelausgabe erschien noch: Alfonsi Heu- riquez defensio pro Erasmo contra Eduardum Laeuin et contra facultateui theologicam universitatis Parisieusts, welches Buch auf deu Index librorum prohibitorum kam. Vgl. Reusch, Indices librorum prohibitoriun S. 353. vgl. auch Nr. 2 der Drucke J. Schoeffers ohne Jahreszahl, welcher ebenfalls diese Sache betrifft. 41) Beiheft 9. 4 — 50 — vetustatis fragmenta, in Augusta Vindelicorum et eius dioecesi. Erhardus Ratdolt Augustensis impressit. 1505 Folio, 7 Blätter. (Jacobs und Ukert, Beiträge I, 364.) Mainz Stadtbibliothek (zwei Exemplare), Prag Univ.-Bibl., Gotha herzogl. Bibl., Leipzig Sammlung Klemm, Haag kon. Bibliothek. Panzer, Annales VII, n. 37. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 151. — Klemm, Catalog n. 904. — Schaab I, n. ] 27. — Hirsch, millenar. I, 13. — Maittaire, annales typograph. II, 598. — Romanische Forschungen VI, 465 — 466. 61. Brevissima maximeque compendiaria conficiendarum epistolarum formula per Erasmum Roterodamum . Moguntiae An. M . D . XX. Am Ende: Moguntiae ex officina Joannis Schoeffer. An. M . D . XX. Mense Septembri. Octavo. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 152. — Panzer, annales VII, n. 42 und vollständiger IX, n. 42. — Schaab I, n. 129. — Romanische Forschungen VI, S. 466. 62. FAMILI | ARIVM COLLOQVIO - | RVM FORMVLAE, IN GRATIAM IVVEN | tutis recognitae, et | auctae ab ERAS | MO Rotero damo . | Ad haec per eundem . | Breuis de copia praeceptio. Modus, siue ratio studendi. Repetendae lectionis norma. Contestatio aduersus seditiosas calumnias . | Mit Titeleinfassung, worin unten das Monogramm J S und das Wappen J. Schoeffers (zwei Haken nebst drei Rosen), neben zwei sitzende Schäfer. Am Ende: MOGVNTIAE EX AEDIBVS | Joannis Scheffer Anno M . D . | XX . | Mense octobri . | Kleinoctavo, 37 Blätter, Cursivantiqua. Darmstadt (D 4584/5, kurz beschnitten), Mainz Stadtbibliothek (a 120), Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog n. 76. — Catalog Antiquariat Völcker Frankfurt a. M. 101 (1883) n. 196. Preis 1 M. 20. — Romanische Forschungen VI, S. 466. 63. Marliani (Barthol.) topographia urbis Romae. Moguntiae in aedibus Joan. Schoeffer. 1520. Folio, mit Holzschnitten. Quelle: Unbekannt. Andere Ausgaben erschienen Rom 1544 und Basel 1550 (Folio, zu Darmstadt vorhanden). Archiv für hessische Geschichte III, 2, S. 7 nach Hirsching, Versuch einer Beschreibung sehenswerther Bibliotheken Deutschlands III, S. 436. 50 — 51 — 1521. 64. OPERA POMPONII | LAETI VARIA . | QVORVM CA- TALOGVM | IN SEQVEN | TIREPE - | RIES PA- | GEL-|LA.|.-. MOGVNTIAE | AN . M . D . XXI . | Lindenblättchen. | Mit Titelein fassung, worin unten J. Schoeffers Wappen mit zwei sitzenden Schäfern. Rückseite des Titels bedruckt. Am Ende: MOGVNTIAE EX AEDIBVS | IOANN1S SCHOEF- FER . | MENSE FEBRVARIO . | AN . M . D . XXI . | Lindenblättchen . | Rückseite dieses Blattes leer. Abgedruckt: HENRICI BE | BELII ROMANORVM MA | GI- STRATIBVS LIBELLVS | LONGE ELEGANTISS . | NEC MINVS FRV - | CTVOSVS . | Lindenblättchen | Rückseite dieses Sondertitels leer. Sedez, Erste Abtheilung mit Lxxxix gez. Blätter + 12 n. gez. Blätter Register, zweite Abtheilung mit 7 n. gez. Blätter + leerem Blatt. Mainz Stadtbibliothek (a 30, falsch gebunden, zuerst der Pom- ponius Laetus, dann der Bebelius, dann das Register zum Pomponius Laetus, was ich oben bei der Beschreibung berichtigt habe). Panzer, Annales VII, n. 51. — Maittaire, annales typograph. II, 614. — Schaab I, n. 133. — Romanische Forschungen VI, S. 466—467. 65 RATIO | SEV METHODVS | compendio perueniendi | ad uerä Theologiam, | per ERASMVM | ROTERODA-- | MVM Ex ac- | curata auto | ris reco- | gniti- | one . | MOGVNTIAE | An . M . D . XXI . | Am Ende: RATIONIS VERAE THEOLO- | GIAE PER ERAS . ROT . FINIS . | MOGVNTIAE EX AEDIBVS | IOANNIS SCHOEF- FER . | ANNO . M . D . XXI . | Octavo, 122 gez. Blätter. 1 ) Breslau Univ.-Bibl., Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibl. (H 1. 405). — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 153. — Panzer, annales VII, n. 45. — Schaab I, n. 139. 66. DE OCTO | ORATIONIS PARTI- | um constitutione Übel' I lus, tum elegäs impri | mis, tum dilueida bre | uitate copio - | sissimus . | Lindenblättchen | ERASMO ROTERO = | DAMO AVTORE . | MOGVNTIAE . | AN . M . D . XXI . | Mit Titeleinfassung. Auf der Rückseite des Titels Vorwort des Johannes Coletus Decanus von St. Paul an Guilelmus Lilius, 0. 0. An . M D . XXI. Am Ende: MOGVNTLAE APVD 10- | ANNEM SCHOEFFER, | ANNO M . D . XXI . | Lindenblättchen. Rückseite dieses Blattes leer. Octavo, 32 n. gez. Blätter, Antiquatype 2. Mainz Stadtbibliothek. Romanische Forschungen VI, S. 467. 1) Mittheilung aus Breslau. 51 4* — 52 — 67. TEREN- | TIVS . | MOGVNTIAE AN | NO M. D . I XXI . | Am Ende: MOGVNTIAE IN AEDI = | BVS IOANNIS SCHOEP- j FER . ANNO | M . D . XXI . | Octavo, 16 n. gez. + 197 gez. Blätter.') Freiburg i. B. Univ.-Bibl. (50, 424). Schaab I, n. 148. — Romanische Forschungen VI, S. 468. 68. Des. Erasmi Roterod. parabolae sive Similia. Moguntiae ex officina Joannis Schoefferi MDXXI. Klein-Octavo, 126 n. gez. Blätter, am Anfange der Vorrede ein Initial. 2) Aschaffenburg kön. Hofbibliothek. Panzer, Annales VII, n. 48. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 153. — Schaab I, n. 140. — Merkel, Verzeichniss höchst seltener lncu- nabeln etc. zu Aschaffenburg S. 17. 69. QVERE | LAPACIS, VNDIQVE | GENTIVM EIECTAE, | PROFLIGATAE | QVE . DES . ERASMO ROTERO | DAMO AV- TORE . | MOGVNTIAE . ANNO . | M . D . xxi . | Blatt 1 Rückseite: CLARISSI | MO PRAESVLI TRAIECTEN | SI PHILIPPO, ERASMVS | ROTERODAMVS | S . D . | Blatt 3 Vorseite: QVERELA | PACIS :c Blatt 35 Rückseite am Ende: EXCVSSVM MOGVNTIAE | IN OFFICINA IOANNIS | SCHOEFFER . ANNO . M . D . XXI . | Octavo, 35 n. gez. Blätter (A—Eiij). 3 ) München Univ.-Bibliothek. Panzer, Annales VII, n. 49. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 153. — Schaab I, n. 144. 70. AVLVLA- | RIA PLAVTINA, | Comoediarum lepidissima, quae, etsi alias incom = | pleta, ä Codro Vr | aeo tarnen | est per = festa . | MOGVNTIAE | AN . M . D . XXI . | Lindenblättchen. Mit Titeleinfassung. Am Ende: MOGVNTIAE EX OFFICI = | NA IOANNIS SCHOEFFER, | ANNO M . D . XXI, | Verfasser ist Plautus T. Maccius. Duodez, 27 n. gez. Blätter, Antiquacursiv. Eine frühere Auflage ist: Aulularia Plautina: comediarum lepidissima: quae etsi alias in- completa, a C. Urceo tarnen est perfecta. Argentinae Joan. Pruss. 0. J. (um 1510). Quarto, 40 Blätter, mit Titelholzschnitt. Mainz Stadtbibliothek. Romanische Forschungen VI, S. 467—468. 1) Mittheilung aus Freiburg i. B. 2) Mittheilung aus Aschaffenburg (ohne genauere Angabe von Titel etc.). 3) Mittheihuig aus München. 52 — 53 — 71. TESTA | MENTVM NOVVM | omne, ad Graecä ucritatc, La- tino | rumqz codicum emendatissimorü fidem iterum diligentissime ä D . ERASMO ROTERO= | DAMO recognitum . 1 Adieota est noua illius praefatiöe | Praeterea, addita sunt in singulas | Apostolorü epistolas argumenta | per eundem Erasmum Roterod. | MOGVNTIAE AN . | M . D . XXI . 1 Mit Titeleinfassung, worin unten das Monogramm J S und Schoeffers Wappenschild. Rückseite des Titels leer. Am Ende: MOGVNTIAE IN AEDIBVS | IOANNIS SCHOEFPER . | MENSE IVNIO AN . | M . D . XXI . ( Rückseite des Blattes leer. Octavo, 653 gez. Seiten, Antiquacursiv, mit Initialen. Mainz Stadtbibliothek (14. a. 58), Wernigerode fürstlich Stolbergische Bibl. Panzer, annales VII, n. 53. — Maittaire, annales typograph. II, 606. — Masch, bibliotheca Sacra IV, 600. — Schaab I, n. 143. 72. ERASMI | ROTEROD AMI . | De ratione studij, ac legendi, interpretandiqz | authores libellus . | Officium discipulorum ex Quin- tiliano . | Qui primo legendi, ex eodem . | ERASMI. | Contio de puero JESV in schola Coletica | Londini instituta pronuntianda . | EIVSDEM Expostulatio JESV ad mortales . | EIVSDEM | Carmina scholaria . Mit Titeleinfassung. Auf der Rückseite des Titels Vorwort des Erasmus an Petrus Viterius. 0. D. Blatt 32 Vorseite: MOGVNTIAE PN AEDI= | BVS IOANNIS SCOEF= | PER .') ANNO | M . D . XXI . | Rückseite dieses Blattes leer. Duodez, 32 gez. Blätter, Antiquacursiv. Mainz Stadtbibliothek (a 19), Haag kön. Bibl. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 153. — Schaab I, n. 141. — Romanische Forschungen VI, S. 468. 73. Lindenblättchen PETRI | GVNTHERI | IVRISCONSVLTI, ET | ORATORIS, AC | POETAE LAV | REATI | DE ARTE RHE- TORICA | libri duo, eloquentiae candidatis | mire utiles futuri & bre- uitate | praeceptionum, & exemplo = | rum uarietate . | MOGVNTIAE M . D . XXI . | Mit Titeleinfassung, worin Schoeffers Wappenschild, nebenan stehende Schäfer. Auf der Rückseite des Titels Vorwort des Johann Schöffer chalcographus. Blatt 80 Vorseite: PETRI GVNTHERI LIBRI | Rhetorici duo excusi in officina libraria Joannis Schoeffer, Moguntiae | Mense Julio. ANNO | M . D . XXI . | Lindenblättchen | Rückseite dieses Blattes leer. Quarto, 79 gez. Blätter + Schlussblatt mit der Schlussschrift. 2 ) Mainz Stadtbibliothek. Panzer, Annales VII, n. 52. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 152. — Schaab I, n. 147. 1) So der Druck. 2) Das Buch kam auf den Index librorum prohibitoruin des Papstes Clemens VIII 1596. vgl. Keusch, indices S. 571 mit dem Vermerk: Petri Gun- theri de arte rüetorica libri duo, nisi expurgetur. 53 — 54 — 74. H Ein ser Cristliche pre = | dig des heilige Bischoffs sant Gre = | gorius vö Nazanz. Das man die | armen lewt soll lieb habe. Durch | Doctor Ecolampadius auss | der Kriechische sprach in | die Lateinische, vnnd volgend durch ein | andern jn die Teütsche ge | zogen . | Lindenblättchen. Mit Titeleinfassung, worin unten Schoeffers Druckermarke (stehender Schäfer mit Schafen). Eückseite des Titels leer. Am Ende: Getruckt vnd volendt zu Meintz, durch | Johannem Schöffer, Im jar als | man zalt nach der geburt Chri* | sti Tausent Fünft' hundert | vnnd einvntzweintzig . | Am fünffte tag des | Augstmo = | nedts . | Lindenblättchen. Quarto, 27 n. gez. Blätter mit Signatur Aj — Gm, Schwa- bacher Type. Dem Hansen Schotten zu Lindt jc, Dietrich von Dalburg Chamerer und Hartmann v. Cronenbergk von dem Herausgober Georg Spalatinus gewidmet Wormbs am Dinstag in der heyligen Pfingstfeyer 1521. Mainz Stadtbibliothek (a 109), Zürich Stadtbibl., Nürnberg Stadt- bibl., Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibl., Leipzig Sammlung Klemm. Weller, repert. n. 1780. Supplement I, S. 56.— Klemm, Catalog n. 79. — Hirsch, millenar. IV, 19. — Panzer, Annalen II, n. 1051 ist wohl diese Ausgabe. 75. Lindenblättchen REGINO | NIS MONACHI PRV- | MIENSIS ANNA* | LES, NON TAM DE | AVGVSTO = | KVM VI | TIS, | QVAM ALIOBVM GER | MANORVM GE = | STIS ET DO- | CTE ET COM PENDIOSE | DISSE- RENTES, ANTE SEXIN | GENTOS FERE ANNOS E- | DICTI. drei Lindenblättchen | Cum priuilegio Imperiali . | Mit Titeleinfassung wie in der Liviusausgabe 1518 und den Huttichschriften 1520 und 1525. Auf der Rückseite des Titels Druck- privileg Kaiser Karls V. XXIX Mai 1521. Am Ende: CHRONICORVM SIVE ANNALIVM REGINONIS | PRVMIENSIS COENOBII ABBATIS | A CHB1STI NATIVITATE VSQVE | AD OTTONEM SECVN - | DVM FINIS . | Lindenblättchen | MOGVN= | TIAE IN AEDI- | BVS IOANNIS SCHOEF-1 FER MENSE AVGV | STO . ANNO M . | D . XXI . | Lindenblättclien | Auf der Rückseite dieses Blattes befindet sich das Bildniss des Herausgebers Sebastian von Rotenhan in Holzschnitt (nach A. Dürer), ein weiteres n. gez. Blatt enthält auf der Vorseite das Wappen Rotenhans, auf der Rückseite und einem weiteren n. gez. Blatt (Vorseite) die Nachrede des Sebastian mit dem Datum Mainz id. Julii 1521. 1 ) Folio, 12 gez. Blätter -f- 58 gez. Blätter + 2 n. gez. Blätter, Antiquatype 2. 1) 13. Juli 1521. — Sebastian von Rotenhan, der Rechten Doetor, war Diener und Rath Kurfürsts Albrecht von Mainz zu Mainz. Sein Bestallun;>'S- decret als solcher wurde im Jahre 1516 demselben ertheilt. (Abdruck desselben in May, Kurfürst Albrecht IL von Mainz I, 34 f.). 54 - 55 — Mainz Stadtbibliothek (Incun. 1951, noch roth rubricirt, neben der Schlussschrift datirt 1522), Haag kön. Bibl., Aschaffenburg kön. Hofbibl., Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibl., Sammlung Klemm Leipzig. Panzer, Annales VII, n. 44. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 153. — Ludov. Salom. Eynringii vita Sebastiani de Rotenhan. Jena 1739. S. 14. — Maittaire, annales typograph. II, 612. — Schaab I, n. 134. — Klemm, Catalog n. 83. — Brimet, mamiel IV, 1182. — Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen ed. V. (1885) S. 5. — Catalog Antiquariat Rosenthal - München LIX, 129 n. 1111. Preis 100 Mark. — Merkel, Verzeichniss höchst seltener Incunabeln etc. zu Aschaffenburg S. 17.— Ebert, allgemeines bibliograph. Lexicon n. 19018. — Schunck, Beiträge zur Mainzer Geschichte III, 137. — Vogt, Catalogus librorum rariorum S. 571. 76. D . ERAS . | ROTERODAMI DE DV | PLICI COPIA VER= | BORVM AC RE= | RVM COMMEN | TARII DVO . | ERAS . de lau- dibns literariae societa | tis, Reip. ac magistratuü urbis Ar | gentinae, Epistola ad Jacobü Vuim | phelingum plane Erasmica, hoc | est, ele- gans, docta, et mire Candida . | Mit Titeleinfassung bestehend aus Säulen. Am Ende S. 247: F1NIS . | MOGVNTIAE EX AEDIBVS 10 ANNIS SCHOEFFER MEN = | SE AVGVSTO ANNO | M. D . XXI Lindenblättchen. Rückseite dieses Blattes leer. Octavo, 132 Blätter, davon Blatt 1 — 8 Vorwort und Index ohne Seitenzahlen, der Rest beziffert Seite 1—247 mit Signatur Aij—Riij. l ) Strassburg IMv.-Bibl. Panzer, Annales VII, n. 47. — Schaab I, n. 138. — Romanische Forschungen VI, S. 467. 77. MEintzisch hoff = | gerichts Ordnüg | zu allen andern | ge- richtendien = j lieh. J 1521. | Drei Lindenblättchen. Mit Titeleinfassung, worin sich unten das Mainz - Brandenburger Wappen befindet. Rückseite des Titels leer. Blatt 19 Rückseite: Getruckt vnd volendt zu Meintz, durch | Jo- hannem Schöffer', Im jar als | man zalt nach der geburt Chri = | sti Tausent Fünffhundert | vnnd einvntzweintzig . | Am vierde tag des | monats Sep = | tembris . | Drei Lindenblättchen. | Verfasser ist der Mainzer Kanzler Johann Furderer 1517. -) — Erste Ausgabe, eine zweite erschien bei Ivo Schoeffer 1544. Folio, 24 Blätter, deren letztes leer, Titel in Psaltertype, Ueber- schriften Missaltype, Text Schwabacher Type. 1) Mittheilung aus Strassburg. 2) Ueber ihn Gudenus, sylloge S. 539. — Die Ordnung selbst ist datirt Wormbs 21. Mai 1521 und neu abgedruckt iu May, Albrecht, Kurfürst von Mainz I, 27 —34. Acten über diese Ordnung im gräflich zuEltz'schen Archive zu Eltville (Abth. Mainz). 55 — 56 — Darmstadt (Y 1828/10, ans Bodmanns Besitz), München Hofbibl., Berlin kön. Bibl., Sammlung Klemm Leipzig. Weller, repert. n. 1916. — Schaab I, 567 n. 136 (giebt falsch 22 Blätter an), Klemm, Catalog n. 80. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 152. 78. KOmischer kayserlicher | Maiestat Regiment | Camergericht lant= | fride vnd Abschied . | vff dem Reichstag | zu wormbs Anno M v° XXi . | beschlossen vnd | auffgericht . | Cum Priuilegio speciali Imperatoris Caroli . V . | Auf der Rückseite des Titels Privileg Karls V. mit dem Datum: Mainz 4. Juni 1521. Am Ende: Gedruckt zu Meintz | durch Johä Schöifer . | Anno je. M v c XXI . | Die Rückseite dieses Blattes leer. Folio, 8 n. gez. Blätter. Die deutschen Worte des Titels in Psaltertype, die lateinischen in kleiner Missaltype. Blatt 2 Vorscitc Zeile 1 zwei Worte in Psaltertype, Text Schwabacher Type. 2839 Darmstadt (M „ ), Freiburg i. B. Univ.-Bibl., Augsburg, München Hofbibl., Berlin kön. Bibl., germanisches Museum in Nürnberg, Mainz Stadtbibliothek (a 175 und a 176). Weller, repert. n. 1675. — Schaab I, n. 135. — Mozler, n. 378. — Bibliotheca Schwarz II, 1769 n. 996. — Murr, memorabilia biblio- thecarum Norimbergensium II, 249 n. 36 citirt wohl diese Ausgabe. — Catalog Antiquariat Rosenthal - München XXXVUI, n. 1406. 79. Romischer kayserlicher | Maiestat Regimet : Chamergericht: Landt | fridt vnnd Abschied vff dem Reichs | tag zu Wormbs . Anno M v c | xxi . beschlossen vnd vffgericht . | Cum Priuilegio speciali | Imperatoris Karoli . V . | Lindenblättchen. Auf der Rückseite des Titels Privileg Kaiser Karls V. mit dem Datum: Mainz 4. Juni 1521. Blatt 9 Vorseite mit neuem Titel und neuer Signatur: landtfrid | durch Keyser Ka | rol den fünfften | vff dem Reich = | stagk ') zu Wormbs auff - | gerieht | Anno M . v c xxi . | Mit Titeleinfassung, deren Holzstöcke theilweise auch in der deutschen Liviusausgabe vorkommen. Auf der Rückseite des Titels Urkunde Kaiser Karls V. Am Ende des Ganzen: Gedruckt zu Meintz durch Johann | Schöffer Anno M v° XXj . | Folio, 8 n. gez. Blätter, Theil II: 9 n. gez. Blätter. Der Titel von Theil I hat in der ersten Zeile Psaltertype, der Rest ist in kleiner Missaltype gesetzt. Blatt 2 Vorseite Zeile I erscheint die Theuerdank- type, Text Schwabacher Type. Theil II Zeile 1 des Titels Psaltertype, der Rest in kleiner Missaltype, Text Schwabacher Type. Darmstadt (M ------ ). 1) So der Druck. 56 — 57 — 80. ROmisclier kayserlicher | Maiestat geordent Ca = | mergericht auff dem | Reichstag zu | Worms :c . Anno . M . v c . | XXJ . | drei Lindenblättchen | Cum Priuilegio speciali j Imperatoris Caroli . v . | Am Ende: Gedruckt Zu Meintz | durch Johä Schöffer . | Anno zc . M . v= XXj . | Rückseite des Titels leer. Folio, 18 n. gez. Blätter, Titel in Psaltertype, die lateinischen Worte kleine Missaltype, Blatt 2 Zeile 1 Psaltertype, Text Sclrwabacher Type, Ueberschriften und Schlussschrift kleine Missaltype. Augsburg, München Hofbibl., german. Museum in Nürnberg, 2839 Rudolstadt, Stadtbibliothek St. Gallen, Darmstadt (M------ angebunden an obige Nummer 78 = Weller, repert. n. 1675), Leipzig Sammlung Klemm, Mainz Stadtbibliothek (a 175 und 176). Weller, repert n. 1677. Supplement I, S. 55. — Mozler n. 379. — Klemm, Catalog S. 49 n. 82. — Murr, memorabilia bibliothec. Norim- bergensium II, 249 n. 35 (erwähnt 249 n. 34: Römischer Kayserlicher Maiestat geordent Camergericht auf dem Reichstag zu Worms. Ano 1521. Meintz durch Joh. Schofler. Folio. Ob besondere Ausgabe?). 81. Lantfryd durch kayser j Carol den funfften vff | dem Reichstag zu | wormbs Anno fc . | M . v° XXJ . | auffgericht . | Cum Priuilegio speciali | Imperatoris Caroli . v . | Auf der Rückseite des Titels Urkunde Kaiser Karls V. mit dem Datum Mainz 4. Juni 1521. Am Ende Blatt 11 Rückseite: Gedruckt zu Meintz | durch Johä Schöffer . | Anno f c . M v c XXJ . | Folio, 11 n. gez. Blätter + leerem Schlussblatt. Titel Psaltertype , die lateinischen Worte kleine Missaltype, Zeile 1 auf Blatt 2 Vorseite Psaltertype, Schlussschrift kleine Missaltype, Text Schwa- bacher Type. 2839 Darmstadt (M =^.), Mainz Stadtbibliothek (a 176 und 176). AI. An Weller n. 1675 angedruckt. Ob Panzer, Annalen n. 1232? 82. + LAntfryd durch kayser | Carol den funfften vff j dem Reichstag zu Worms . Anno | M . v c . XXJ . | auffgericht . | Cum Priuilegio speciali | Imperatoris Caroli . v . | Am Ende; Gedruckt zu Meintz | durch Johä Schöffer . | Anno zc. M . v°. XXj . | Folio, 12 Blätter, deren letztes leer. Freiburg i. B. Univ.-Bibl., Augsburg, München Hofbibl., german. Museum in Nürnberg, Stadtbibliothek St. Gallen, Mainz Stadtbibliothek (a 175). Weller, repert. n. 1678. Supplement I, S. 55. 83. landtfrid | durch Kayser Ca | roll den funfften : | vff dem Reichs = | tag zu Worms . | Anno. M . v°. xxi . auffgericht. | Mit Titeleinfassung. 57 — 58 — Am Ende: Gedruckt zu Meintz | durch Jolia Schöner . | Anno zc. M . v c . XXI . | Mit Titeleinfassung. Folio, 12 Blätter, deren letztes leer. German. Museum in Nürnberg, Rudolstadt. Weller, repert. n. 1680. Supplement I. S. 55. — Ob Panzer, Annalen n. 1232 V — Catalog Antiquariat Rosenthal-München XXXV11I n. 1596. Eine der Ausgaben 79 (Theil II) bis 83 einschliesslich im Haag, kön. Bibl. 84. Elegans | cvmprimis, et mvlto | rum literis celebratum | Ada- gium, | Dvlce bellvm in- | expertis . Des . | Eras. Rot . | Avtore . | Lindenblättchen | Mögvntiae anno | M . D . XXI . | Mit Titeleinfassung aus vier Holzstöcken bestehend. Rückseite des Titels leer. Blatt 2 Rückseite (mit Signatur Aij): Dvlce Bei | lvm inexpertis. per Desy- | derivm Erasmvm Ro- | terodamvm . | ET elegans cüpri- mis, et | ac. Blatt 24 Vorseite am Ende: Mögvntiae ex aedi- | bus ioannis Seh- | oeffer . Anno . | M . D . XXI . | Lindenblättchen. Rückseite dieses Blattes leer. Octavo, 24 Blätter.') Haag kön. Bibl. Panzer, annales VII, n. 50. — Maittaire, annales typograph. II, 618. — Schaab I, n. 142. 85. P . FAVSTI | ANDRELINI FOROLIVIEN | sis Poetae Lau- reati atque Oratoris | clarissimi Epistolae prouerbia = | les & morales longe | lepidissimae nee | minus senten | tiosae . | MÖGVNTIAE | AN . M . D . xxi . [ Mit Titel einfassung. Am Ende Blatt 21 Vorseite: Finis nouem epistolarum adagialium P. Fausti An | drelini iuxta musarnm uidelicet numerum | & trium (quot charites sunt) Epi | grammatum . Moguntiae ex | aedibus Joannis Schoeffer | Anno . M . D . XXI . | Octavo, 21 Blätter mit den Signaturen A — Ciiij. 2 ) Berlin kön. Bibl. Archiv für hessische Geschichte III, 2, S. 8. 86. Dialogus mythologicus Bartholomaei Coloniensis, viri sua tem- pestate eruditissimi —-------dulcibus iocis, iueundis salibus concinnis- que sententiis refertus atque diligenter elaboratus . Ad Pancr. suum . Moguntiae M D XXI. Mit Titeleinfassung. Kleinquarto, 44 Blätter, zweierlei Antiquatype. Sammlung Klemm Leipzig. 1) Mittheilung aus dem Haag. Manches scheint in Majuskeln gesetzt zu sein. 2) Mittheilung aus Berlin. 58 — 59 — Panzer, Annales VII, n. 54. — Klemm, Catalog n. 906 und S. 509 (Verbesserungen). — Schaab I, n. 149. — v. der Haardt, autographa Lutheri III, S. 67. 87. Eatio | seu metliodns | compendio perueniendi | ad uerä Theo- logiam, | per Erasmum | Eoteroda | mum Ex ao- | curata auto | ris reco = | gniti= | one . | Moguntiae | An . M . D . XXI . | Am Ende: Rationis verae theolo = | giae preebras.') Rot. finis . | Moguntiae ex aedibus | Joannis Schoeffer . | Anno . M . D . XXI . | Octavo, 122 Blätter. 2) Wernigerode fürstl. Stolbergisclie Bibliothek (H 1 405). "Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 153. — Panzer, Annales VII, n. 45. — Schaab I, n. 139. 88. Des . Erasmi Roterod . Enchiridion militis Christiani salu- berrimis preceptis refertü . Cui accessit nova integra, utilis praefatio. Moguntiae ex aedibus Joannis Schoeffer MDXXI. Kleinoctavo. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 152. — Schaab I, n. 145. 1522. 89. Brevissima maximeque compendiaria conficicndarum episto- larum formula per Erasmum Roterodamum. Moguntiae ex officina Joannis Schoeffer. Anno M D XXII. Mcnse Februario. Octavo. Zweite Mainzer Ausgabe. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annales VII, n. 62. IX, n. 55 (nach Bibliotheca Josch). — Schaab I, n. 150. — Romanische Forschungen VI, 468. 90. Lindenblättchen PLV | TARCHI CHAERONEI | opuscula quaedä longe utilissima, j Raphaele ac Joäne . Regio, Ni | colao Sa- guntino, et Gua = | rino Veronen . inter = | pretibus . | Quorum est uidere catalogum in se= , quentis pagellae elencho . | Indicem in ipsius operis calce re= | peries . j MOGVNTIAE AN . | M . D . XXII . | Mit Titeleinfassung bestehend aus Säulen und Bogen. Am Ende Seite 335: MOGVNTIAE APVD IOANNEM| SCHOEFFER MENSE MART10 | AN . M. D . XX11 . | Rückseite dieses Blattes leer. Octavo, 168 Blätter zu 4 — 335 gez. Seiten mit den Signaturen A 2 -X 5 .3) 1) So der Druck uach der Mittheilung aus Wernigerode. Ob per Eras. zu lesen? 2) Mittheilung aus Wernigerode. 3) Mittheilung aus Strassburg. 59 — 60 — Strassburg Univ.-Bibl., Gotha herzog]. Bibl., Aschaffcnburg Ilof- bibliothek. Panzer, Annales VII, n. 55. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 154. — Schaab I, n. 151. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 364. — Merkel, Verzeichniss höchst seltener Incunabeln etc. zu Aschaffenburg S. 17. — Komanische Forschungen VI, S. 468. 91. IN DICTV ! APOSTOLI AD j CORINTHIOS . | Cü autem subiecta fuerint | 11]i omnia, tunc & filius ipse | subijcietur ei &~c . | De müdatöne leprosi, de my | sterio ternarij, & cornu olei . | SERMO B. IOAN= | NIS CHRYSO | STOMI | INTERPRETE JO . | OECO- LAM= | PADIO . | MOGVNTIAE AN . XXII . | Mit Titeleinfassung. Rückseite des Titels leer. Am Ende Blatt 12 Rückseite : MOGVNTIAE APVD JOANNEM | SCHOEFFER . MENSE MAR = | TIO . ANNO . M . D . XXII . | Quarto, 12 n. gez. Blätter mit den Signaturen a — ciij, Blatt 3 ein schöner Initial.*) Herausgeber ist Oecolampadius. Berlin kön. Bibl., Strassburg Univ.-Bibl., 2 ) Leipzig Sammlung Klemm. Panzer, Annales VII, n. 65. — Maittaire, annalcs typograph. II, 625 — 626. — Weisslinger, armamentarium S. 45. — Klemm, Catalog n. 84. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, S. 8. — Schaab I, n. 161. 92. Comparatio Regis et Monachi, authore Div. Chrysostomo, interprete Ioanne Oecolampadio . Moguntiae ex aedibus Joannis Schoefferi Mense Aprili Anno MDXXII. Quarto. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annales VII, n. 56. — Maittaire, annales typograph. II, 625. — Schaab I, n. 152. 93. IN DICTV | APOSTOLI OPOR | tet & Haereses esse, cum | sequentibus sermo di | ui Ioannis Chryso | stomi, Interpre j te Jo . Oecolä | padio . | Lindenblättchen | MOGVNTIAE. | An. M.D.XXII. | Mit Titeleinfassung, Säulen, unten raufende Knaben. Auf der Rückseite des Titels bis Blatt 3 Rückseite das Vorwort des Johann Oecolampadius an Johann Stumpfius Eberbachius theologus Ordinarius Mo- guntinus gerichtet. 0. D. Blatt 4 Vorseite beginnt der Text der Schrift. Am Ende Blatt 11 Rückseite: MOGVNTIAE EX AEDIBVS IOANNIS SCHOEF | FER . MENSE APRILI . ANNO M . D . XXII . | Quarto, 12 Blätter, deren letztes leer, Antiquatype 1. Darmstadt (V 2605/25). !) Mittlieihuig aus Berlin. 2) Mittheilung von Dr. K. Schorbach in Strassburg. 60 — (31 — Panzer, Annales VII, 415 n. 57. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 154. — Schaab I, n. 153. 94. Des. Erasmi Rot. Encomium Matrimonii et artis Medicae. Moguntiae M D XXII. Am Ende: Moguntiae apud Joannen! Schoeffer mense Aprili MDXXII. Octavo. Mit Druckermarke (stehender Schäfer am Baume, reclits blasender Scliäfer sitzend, mitten Hund und I S). Quelle: Unbekannt. Panzer, Annales VII, n. 58. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 155. — Schaab I, n. 154. — Dibdin, the bibliographical Decameron. London 1817. II, S. 11. 95. PARA | PHRASES IN EPISTO | LAS PAVLI AD | Timo- theum duas, ad | Titum unam, et ad | Philemonem unam . Item . | In catholicas epistolas Apostolorum . | Petri duas | Vnam ludae | Vnam Iacobi, et | Treis Joannis, et | Ad Hebraeos unam . | PER ERAS . ROT . | Mit Titeleinfassung, worin unten Schoeffers Wappen, nebenan stehende Schäfer. Die Rückseite des Titels leer. Blatt 2 Vorseite Widmung des Erasmus an Philipp Fürsten von Utrecht. 0. 0. mit der Jahrzahl M . D . XIX. Auf dem letzten n. gez. Blatte Vorseite: MOGVNTIAE APVD 10 . SCHOEF | FER MENSE AVGVSTO . | AN . M . D . XXII . | ERRATA . | Letztere fünf Zeilen umfassend. Rückseite dieses Blattes leer. Kleinoctavo, 378 gez. Seiten + 1 n. gez. Schlussblatt, Antiqua- cursiv mit Initialen. Mainz Stadtbibliothek, Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibl. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 154. — Panzer, Annales VE, n. 5Q. — Schaab I, n. 155. 96. P. Terentii Afri comoediae cum utilissimo de Comoedia libollo L. Victoris Fausti. Moguntiae per Ioann. Schoeffer MDXXII. Octovo. Quelle: Unbekannt. Weisslinger, armamentarium S. 201. — Panzer, Annales VII, n. 63. — Schaab I, n. 159. — Romanische Forschungen VI, S. 469. 97. D. Joannis Ohrysostomi Sermo de Eleemosyna, Jo. Oecolam- padio interprete. Moguntiae per Joann. Schoeffer MDXXII. Quarto. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annales VII, n. 64. — Schaab I, n. 160. in — 62 — 98. Novum testamentum omne, tertio iam ac diligentius ab Erasmo Roterodamo recognitum, non solum ad graecam veritatem, verum etiam ad multorum utriusque linguae codicum fidem. Addita sunt in singulas apostoloruni epistolas argumenta per Eras. Kot. Am Ende: Moguntiae in aedibus Joannis Schoeffer MDXXII. Octavo. Nachdruck der Octavausgabe Basel (Frobenius) 1522. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 155. — Panzer, Annales VII, n. 66. — Kiederer, Nachrichten IV, 258. — Maittaire, annales typograph. II, 623. — Masch, bibliotheca Sacra IV, 600. — Nachrichten von merkwürdigen Büchern VIII, 205. — Schaab I, n. 162. 99. LAVREN | TU VALLAE ELEGANTIA | rum libri sex, deq'z Reciprocatione Sui | et Suus . multis, diuersisq'z Prototy | pis diligenter collatis, emendati, | atqz adeo in pristinam illam ge= | nuinamqz faciem haucl aesti = | mandis sudoribus | restituti . | Adiectus est index copiosus . | MOGVNTIAE AN . M . D . XXII . | Mit Titeleinfassung, worin unten Schoeft'ers Wappen, mit dem verschlungenen I S neben rechts. Auf der Rückseite des Titels zwei Epigramme. Am Ende Seite 155: MOGVNTIAE EX AEDIBVS IOAN | NIS SCHOEFFER MENSE DE= | CEMBRI . AN . M . D . XXII . | Octavo, 22 n. gez. Blätter Index + 2 n. gez. Blätter Vorwort + 8 n. gez. Blätter zweiter Index -f 655 gez. Seiten + 155 gez. Seiten, Cursivantiqua. Erste Mainzer Ausgabe. Darmstadt (C 847), Mainz Stadtbibliothek. Panzer, Annales VII, 415 n. 61. — Maittaire, annales typograph. II, 311. — Hirsch, millenar. II, 23- — Schaab I, n. 157. — Romanische Forschungen VI, S. 469. 100. Enchiridion Militis Christiani, saluberrimis preeeptis refer- tum autore D. Eras. Roterodamo, cui accessit nova mireqne utilis prae- fatio . Moguntiae Anno M . D . XXII. Am Ende: Moguntiae ex aedibus Joannis Schoeffer Mense De- cembri An . M . D . XXII. Octavo. Zweite Mainzer Auflage. Quelle: Unbekannt. Maittaire, annales typographici II, 633. — Panzer, Annales »VII, n. 60. — Schaab I, n. 156. — Romanische Forschungen VI, S. 469. 101. Des. Eras. Roterod. familiarium colloquionun formulae. Mainz .1. Schoeffer 1521 (wohl 1522). Octavo. Quelle: Unbekannt. Schaab I, n. 158. — Romanische Forschungen VI, S. 469. U2 — 63 — 1523. 102- Komische | Historien | Titi liuij | mit etlichen newe Tran = | slatioii, so kurtzuerschie = | nen jaren im hohe thum | Styfft zu Mentz jm la= | tein, erfunden, vncl vor = | hyn nit mer gesehen sein . | Dauon sucli im endt | des Registers . | Am Ende Blatt CCCCXX Linie 24: Gegeben zu Mentz vff Mitwochen nach dem tag der | geburt der gebererin gots Marie im fünff- tzehen hundertsten vnd im | drei vnnd zwentzigsten iar Christi vnsers Heylandts . | Druckermarke (Wappen am Baume, links stehender Schäfer, rechts Schafe, oben das Monogramm I S). Rückseite dieses Blattes leer. Es folgt in Umrahmung: Register diser | Romischen | Historien . | 1522 . j 14 Blätter, deren letztes leer.') Folio, Titel in Psaltertype, Ueberschriften und Schlussschrift kleine Missaltype, mit Holzschnitten, deren Zahl und Herstellung von denen der Ausgaben 1508 und 1510 abweicht. Dritte Auflage, welche um die beiden Bücher des Macedonischen Kriegs (nach der Mainzer Liviusausgabe 1518 von Nicolaus Carbach übersetzt) vermehrt ist. Am Ende des Texts befinden sich Carbachs Angaben über das der lateinischen Liviusausgabe zu Grunde liegende Manuscript in der Mainzer Dombibliothek und dessen Uebersetzung. Wien Hofbibliothek, Wiesbaden Landesbibliothek (defect), ein weiteres ehedem mir gehöriges Exemplar besass der verstorbene Rentner F. Heerdt in Mainz, Leipzig Sammlung Klemm, Gotha herzogl. Bibliothek, Jena Univ.-Bibl., Haag kön. Bibl. Panzer, Annalen II, n. 2052. — Centralblatt für Bibl. IV (1887) S. 220- — Klemm, Catalog S. 50 n. 86. — Kritische Beiträge III, 460. — J. F. Degen, Versuch einer vollständigen Literatur der deutschen Uebersetzungen der Römer. Altenburg 1797. Octavo. 11,66.— Goedeke, Grundriss I, 289, II, 320. II. Aufl. I, 446. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 364 — 365. — Katalog der öffentlichen Bibliothek zu Wiesbaden. Octavo. 1823. I, 21 (als defect angeführt ohne Jahr). — Monuments of the early printers in all countries praeceded by some examples of the art of xylography. London 1886. (Antiquariatscatalog Quaritch) I, n. 35968. Preis L. 10- 10 s. (= 250 Mark). 103. Testamentum novum totum ex Graecorum codicum fide, iuxta tertiana editionem Erasmi Roterodami diligenter recognitum et emendatum cum aliis nonnullis novis, quorum titulos reperies ä tergo huius pagellae. Moguntiae An . M . D . XXIII. Am Ende: Moguntiae in aedibus Joannis Schoeffer, Anno salutis M . D . XXiii. Octavo. Dritte Mainzer Auflage. Quelle: Unbekannt. 1) Mittheilvmg aus Wien. . 63 — (54 — Panzer, Annales VII, n. 67. — Maittaire, annales typograph. II, 634. — Hasch, bibliotkeca sacra IV, 601. — Schaab I, n. 163. 104. Budaeus Wilhelm, Breviarium de asse et partibus eius. Mainz 1523. Duodez. Quelle: Unbekannt. Schaab I, n. 166. — Romanische Forschungen VI, S. 469. l ) 105. ANNO | TATIONES PHILIP = | PI Melanchthonis in Epi- stolä j Pauli ad Rhomanos unä | Et ad Corinthios duas . | MOGVN- TIAE APVD IOANNEM SCHOEF* | FER AN . M . D . | XXiii . | — Mit Titeleinfassung, worin unten zwei stehende Schäfer mit Wappen Sohoefl'ers. Auf der Rückseite des Titels Vorwort M. Luthers an Philipp Melanchthon mit dem Datum: Wittenberg vicesima nona Julii an . M . D . XXII. Duodez, 367 gez. Seiten, Cursivantiqua. Mainz Stadtbibliothek (a 35). 106. Landtfrid | durch Kayser Ca | rol den funfften: | vff dem Reichs» | tag zu Worms . | Anno . M . v c XXJ . | auffgericht . | Mit Titeleinfassung. Am Ende: Getruckt zu Mentz durch | Johali Schöffer. An = | no . je M v° xxiij . | Folio, 12 Blätter, deren letztes leer. Blatt 2 Vorseite die Worte WJR KAROL in Psaltertype, die Ueberschriften kleine Missaltype, Text Schwabacher Type. Freiburg i. B. Univ.-Bibl., Leipzig Sammlung Klemm. Weller, repert. n. 2480. — Klemm, Catalog n. 85. — Panzer, Annalen II, n. 1232 ('?)• — Schaab I, n. 135. — Catalog Antiquariat Rosenthal XXXVIII, n. 1596- 1524. 107. QVA = | TVOR EVANGE = | LIORVM CONSO = | NANTIÄ, AB AMMO | NIO ALEXANDRA | NO CONGESTA, | AC A VICTO = | RE CAPV = | ANO | EPISCO | PÖ | TRANSLATA . | Mit Titeleinfassung. Auf der Rückseite des Titels Druckprivileg' Kaiser Karls V.: Wels die nona mensis Decembris 1523. Auf der Vorseite des letzten Blattes: MOGVNTIAE IN AEDI- BVS IOAN= | NIS SCHOEPFER, ANNO SA= | LVTIS M.D.XXIIII. | MENSE FEBRVARIO . | Druckermarke (Wappenscliild am Baume, stehende Schäfer mit Schafen). Rückseite dieses Blattes leer. 1) Eine frühere Ausgabe ist: Libri V. de asse et partibus eins. Ve- netiis iu aedibus Aldi et Andreae Soceri 1522. Quarto. 64 — 65 — Duodez, 8 n. gez. Blätter + 300 gez. Seiten + 18 n. gez. Blätter, Cursivantiqua. Herausgeber dieser Evangelienconcordanz ist Michael Memlerius, der eine Handschrift der Cistercienserabtei Eberbach im Rheingau (altes Evangelienbuch) hierzu benutzte. Mainz Stadtbibliothek. Riederer, Nachrichten II, 194—198. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 156. — Hauber, E. D., Leben Christi. Ulm 1737. S. 4 (nach Riederer). — Panzer, Annales VII, n. 69. — Schaab I, n. 167. — Gras, Ver- zeichniss alter Drucke im Stift Neustift in Tyrol, Nachtrag S. 28. — Le Long, bibliotheca sacra II, 378. 108. Lindenblättchen SANCTI | PROSPERI presbyteri Aqui | tanici aduersus inimicos gratiae | dei libellus, in quo & de gratia, | & libero arbitrio sententia | diui Aurelij Augustini | defenditur . | EPISTOLA Aurelij Carthagi | niensis episcopi conti'a Pelagianos . | ROMA- NORVM PON= | tificfl authoritas de gra= | tia dei pro Prospero | aduersus Pela- | gianos . | Lindenblättchen | Moguntiae, Cü priuilegio im})iali . | Mit Titeleinfassung. Auf der Rückseite des Titels Vorwort des Herausgebers Nicolaus Carbach mit dem Datum Mainz Nonis Sept.*) 1524 in kleinster Antiquatype. Am Ende Blatt 52 Vorseite: EXCVSVM MOGVNTIAE | in aedi- bus Joannis Schoeffer | Mense Septembri . anno | M . D . XXIIII . | Druckermarke (Wappen am Baume, daneben stehende Schäfer mit Schafen). Rückseite dieses Blattes leer. Blatt 51 Rückseite: Joannes Schoeffer chalcographus Lectori felicitatem . Fere usu venire videmus (candide lector) ut liberi parentes suos non ore solum ac forma totius corporis, sed et ingenio, moribusque referant. Unde non in postremis laudibus id habetur, siquis maiorum suorum vestigia, si modo recto itinere praecesserint, sequi curet. Proinde ego quoque, ne a materno avo meo Joanne Faust, et carissimo mihi patre Petro Schoeffer, Moguntinensibus civibus, degenerarem, qui chalcographicen primi omnium in hac urbe et invenerunt et exercuerunt, non tarn commodis suis, quam publicae utilitati consulentes, pro virili parte semper elaboravi, ut eam artem, quoad possem, proveherem, et vetustissima quaeque exemplaria ex pulverulentis bibliothecis eruerem, legendaque volentibus ex officina mea emitterem. —-------- Datum Moguntiae Nonis Septemb. Anno M . D . XXIIII. 2 ) Das dieser Ausgabe zu Grunde gelegte Manuscript stammte aus der Bibliothek der Benedictinerabtei St. Jacob bei Mainz. 3 ) Quarto, 52 n. gez. Blätter, mit mehreren Initialen, Antiquatype 1, die Rubriken am Rande in Antiquacursiv. 1) 5. September. 2) Abdruck in Gras, Yerzeiclmiss II, 187. 3) Centralblatt f. Bibl. IV (1887), S. 221. + 1 — 655 gez. Seiten Signatur A—Z, a — s 5 Cursivantiquatype mit Kandglossen, 26 Zeilen auf die Seite.') Zweite Mainzer Auflage. Krakau Univ.-Bibl., München Hofbibliothek. Weisslinger, armamentarium S. 209.— Panzer, Annales VII, S. 419 n. 85. — XI, n. 85. — Schaab I, n. 185. — Bomanisclie Forschungen VI, S. 473. 130. Lindenblättchen Doctor Jo= | hann Fabri . | Christenliche Ableynung | des erschröckenlichen yrrsal, so | Caspar schweckfelder in der Schle = | sy, wyd' die warheyt des hoch | wirdigen Sacraments leibs vn blüts Chri= | sti, auffzürich = | ten vnderstä = | denn hat . M . D . XXIX . | Mit Titeleinfassung, worin unten Schoeffers Wappen mit den stehenden Schäfern. Am Ende Blatt 24 Vorseite: Getruckt zu Mentz durch Joannem | Schöffer. Im Jar . M . D . XXIX . | Lindenblättclien. j Kückseite dieses Blattes leer. Quarto, 24 n. gez. Blätter, Titel theilweise Theuerdankfractur, Text eine kleinere Schwabacher Type. Mainz Stadtbibliothek (a 124 vier Exemplare), Sammlung Klemm Leipzig. Klemm, Catalog S. 52 n. 92. 1530. 131. VALE= | RH MAXIMI FACTO | RVM DICTORVM* | QVE MEMORA = | BIL1VM LIBRI | NOVEM . | Index rerum et uerborum insignium in eundem | copiosus . | MOGVNT . ANNO | M . D . XXX . Am Ende: MOGVNTIAE APVD IOANNEM | SCHOEFFER MENSE 1ANVA = | RIO, ANNO CHRISTI | M . D . XXX . | Octavo, 13 Blätter + 543 Seiten. 2 ) Erste Mainzer Auflage. München Hofbibliothek. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 161. — Panzer, Annales VII, n. 86. — Schaab I, n. 187. — Romanische Forschungen VI, S. 473. 132. PLACEN= | TINI IVRISCONSVLTI VETVSTIS* j simi de uarietate actionum libri sex . | ITEM | ROGERH COMPENDIVM DE DI= | uersis praescriptionibus . | EIVSDEM DIALOGVS DE | prae- scriptionibus . | ROGERH 1TIDEM DE QVORVN= | dam ueterum Iurisconsultorum antinomicis | sententijs, adprime utilis | Enarratio . | EIVSDEM CATALOGVS PRAE= | scriptionum . | CVM PRAEFA- TIONE NICOLAI | Rhodij qui hos autores e tenebris | erutos in lucem aedidit . | MOGVNT . ANNO | M . D . XXX . | Rückseite des Titels leer. 1) Mittheilung aus Krakau. 2) Mittheilung aus München. 76 — 77 — Dem Kurfürsten Albrecht von Mainz gewidmet. Vorseite des letzten Blatts Druckermarke (Wappenschilde Fust- Schoeffers) schwarz abgezogen und die Schlussschrift: Compendij siue summae Rogerij de diuersis Prae = | scriptionibus, deqz sententijs veterum quorun = | dam Jurisconsultorum Antinomicis, | enarrationis finis. Mo- guntiae ex | aedibus Joanuis Schef | fer mense Februario, | Anno M . D . XXX . | Rückseite dieses Blattes leer. Kleinoctavo, 10 n. gez. Blätter + 214 Seiten -4- n. gez. Schlussblatt mit der Schlussschrift, gothische Type wie im Enchiridion 1509 und 1517 doch zum Unterschiede mit der Doppeltype ae in Antiquaschnitt im Satze. Darmstadt (X, 378/10). Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 160. — Gras, Verzeichniss II , 178. — Panzer, Annales VII, n. 87. —■ Schaab I, n. 188. — Romanische Forschungen VI, S. 473—474. 133. Aymarus Rivallius Alobrog. Ictus historiae juris civilis, sive in XII. Tab. leg. commentariorum libri V. Historiae item iuris Pontificii liber singularis. Moguntiae apud Jo. Schoeffer MDXXX . mense Februario. Octavo. Zweite Mainzer Auflage. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 161. — Schaab I, 580 n. 189. — Panzer, Annales VII, n. 88. 134. Die lehen recht verteutscht: auch inn eyn newe und richtige Ordnung der Titel gesatzt und zusammen bracht mit erklerung und auslegung etlicher lateinischer und welschen wort, welch nit füglich inns teutsch haben verändert mögen werden. Am Ende Druckermarke und darunter: Gedruckt zu Meyntz durch Johannem Schoeffer jm jar nach der menschwerdung Christi vnsers Herrn MDXXX . den 14 ten tag des Mertzen. Uebersetzung aus dem Lateinischen des Eycke von Repgow. Eine frühere Auflage ist: Lehenrecht verteutscht, in newe Ordnung der Titel gesetzt. 0. 0. u. J. u. F. Quarto. ') Quarto. Erste Mainzer Auflage. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 160. — Schaab I, n. 191. 135. FRIDERICI | NAVSEAE BLANCICAMPIANI | INCLYTAE ECCLESIAE MO= | GVNTINAE ECCLESIASTIS | IN GLORIOSISSI MAM | DEIPARAM VIRGI* | NEM MARIAM PA | NEGYRICVS . | ADDITVS EST EIVSDEM FRI= | derici Nauseae de pacientia lib. plane pius . | MOGVNTIAE EX AEDIBVS | IOANNIS SCHOEFFER 1) Weller, repert. n. 49. 77 — 78 — MEN | SE MAKTIO ANNO | M.D. XXX . | Auf der Rückseite des Titels Vorwort Nausea's an Bernliardns ä Glees Bischof zu Trient mit dem Datum: Mainz pridie Nonas Marcias 1530. Seite 168: MOGVNTIAE EX AEDIBVS 10= | ANNIS SCHOEF- FER MEN* | SE MARTIO ANNO | M . D . XXX . | Duodez, 13 n. gez. Blätter + leerem Blatt + 167 Seiten + 1 n. gez. Seite, worauf die Schlussschrift, Antiquatype.') Mainz Stadtbibliothek. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 160. — Panzer, Annales VII, n. 89. — Schaab I, n. 190. — Metzner, Nausea S/33. — Schunk. Beiträge zur Mainzer Geschichte III, S. 145. 136. FRIDERI = | CI NAVSEAE BLANCICAM | PIANI DE PACIENTIA | LIBER VNVS . | Auf der Rückseite des Titels Vorwort Nausea's an Bischof Wilhelm von Strassburg mit dem Datum: Mainz XVI Calend. Aprilis 1530.2) Seite 64 Druckermarke (Wappenschilde Fust-Schoeffers) schwarz abgezogen, darunter: IMPRESSVM MOGVNTIAE PER | IOANNEM SCIIOEFFER ANNO | M . D . XXX . DECIMO QVAR | TO CALEND. APRILIS . | 3) Duodez, 63 gez. Seiten, Antiquacursiv. Mainz Stadtbibliothek. Panzer, annales IX, S. 340 n. 90. — Schaab I, n. 192. 137. Lindenblättchen PLV= | TARCHI CHAERO= | nensis opus- cula quaedam lon = | ge utilissima, quorum cata = | logum in sequentis pa = | gellae elencho re = | peries . | Cum Indice . | MOGVNTIAE AN. | M.D. XXX . | Mit Titeleinfassung. Auf der Rückseite des Titels Inhaltsverzeichniss. Auf dem n. gez. Schlussblatt die Schlussschrift: MOGVNTIAE EXCVDEBAT 10= | ANNES SCHOEFFER MENSE | IVLIO . POST NATVM | CHRISTVM ANNO | M . D . XXX . | Hierauf Druckermarke (Wappenschilde Fust-Schoeffers) schwarz abgezogen. Rückseite dieses Blattes leer. Duodez, 8 n. gez. Blätter + 362 gez. Seiten |1 n, gez. Schlussblatt, Antiquacursiv. Dritte Mainzer Auflage. Mainz Stadtbibliothek. Panzer, Annales VII, n. 92. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 161. — Schaab I, n. 193. 1) Nausea sandte ein Exemplar dieses Druckes an den Cardinal Far- nese nach Rom. Dieser schrieb am 9. Juli 1530 an Nausea: Panegyricum vestrum accepimus ac legimus libenter, qui ejusmodi est, ut cuivis devoto ac religioso viro facile placere possit. Studien und Mittheilungen aus dem Benedictiner- und Cistercienserorden. IV (1883) S. 156. 2) 17. März. 3) 29. März. 78 — 79 — 138. CAij Julij Cesaris des grosz = | mechtigen ersten Römisch» | en Keysers Historien vom | Gallier vii der Römer Burgerische | krieg: so er selbst bescliriben: vii durch | sondere grosse manheyt seiner | ritterlichen tugent ge = | füret hat . | Allen Rittermessigen, Gewaltigen, Regierern der landt | vnd stett, darzü andern gemeynes standts vast nütz = | lieh vnnd fruchtbarlich zulesen, Dem rechten | waren Latein nach von newem besieh = | tiget, an viln orten gebessert, auch | so vormals auszgelassen, wie = | der hinzu gethon. | Von dem Uebersetzer M. Ringmannus Philesius dem Kaiser Max I. gewidmet mit dem Datum: Strassburg 1507. Am Ende Druckermarke: (stehender Schäfer am Baume mit Schafen) und der Schlussschrift: Getruckt zu Meyntz durch Johan= | nem Schöffer, im jar nach der geburt Christi | vnsers Herrn Tausent, Fünffhun* | dert, vnnd dreissigsten, \ im Septemb. | Folio, 32 n. gez. Blätter + CLXIII gez. Blätter Text, Blatt 1 blattgrosser Holzschnitt und im Texte deren 115 theilweise blattgrosse, welche meist aus der deutschen Liviusausgabe 1523 stammen, während andere aus der Strassburger Auflage entnommen sind. Der Titel in einer Art Theuerdanktype, Text eine grössere und kleinere Schwa- bacher Type. Nachdruck der Ausgabe Strassburg 1507. Erste Mainzer Auflage. Darmstadt (D 2574), Mainz Stadtbibliothek, Haag kön. Bibl., Leipzig Sammlung Klemm, Jena Univ. - Bibl., Göttingen Univ. - Bibl., germanisches Museum Nürnberg. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 159. — Graesse, tresor II, S. 11. — Klemm, Catalog n. 93. — Schaab I, n. 194. — Muther, Bücherillustration I, S. 251, 1740.— Goedeke, Grundriss I, 140.— H. Aufl. I, 446. 139. GALENI | DE RENVM AFFE= | CTVS DINOTIO- | NE ET MEDICA | TIONE LIBER . I Interprete Christophoro Sotere | Li- mothermaeo . | MOGVNTIAE QVINTO KA= | LENDAS IVNIAS . ANNO | M . D . XXX . \ Rückseite des Titels leer. Dem Kurfürsten Albrecht von Mainz gewidmet von Christoph Heil, datirt Aschaffenburgi ad deeimum Kalendas Maias anno salutis Christianae M . D . XXX . | Blatt 1 (mit Signatur I) : Lindenblättchen GALE = | NVS DE RENVM | AFFECTVS DINO | TIONE ET ME - | DICATIONE . | Blatt LI Vorseite: LIBER DE RENVM | AFFECTIBVS GA - | LENI FINIS . | Errata. | Rückseite von LI: Index, an dessen Ende Rückseite des letzten Blatts: MOGVNTIAE APVD IOAN= | NEM SCHOEFFER MENSE IVNIO, ANNO POST | NATVM CHRISTVM | M . D . XXX . | Druckermarke Johann Schoeffers (hängende Wappenschilde Fusts und Schoeffers) schwarz abgezogen. Octavo, 8 n. gez. Blätter (mit den Signaturen aij bis a v ) + LI gez. Blätter + 9 n. gez. Blätter Index. Der Text in grösster Antiqua, Errata und Index Antiquacursivtype. 79 — 80 — Herausgeber ist Christoph Heil (Soter) aus Wiesbaden (Limother- maeo) in Nassau. München Hof bibliothek (von mir am 25. Mai 1891 benützt). Panzer, Annales XI, S. 467. — Schaab I, n. 195. — Komanische Forschungen VI, 474 (mit der falschen Angabe: Polio). 140. Ordnung des Märkerdings für die Höhe. Mainz J. Schoeffer 1530. Folio. 10 Seiten. Für die Waldungen des Taunus in Nassau auf Befehl des Grafen Philipp des Aelteren von Nassau - Idstein und Philipp IH. von Nassau - Weilburg gedruckte Ordnung, 1578 von Graf Albrecht erneuert. Quelle: Unbekannt. (Nach Keller ein Exemplar im Staatsarchive zu Wiesbaden.) F. W. E. Roth, Geschichte und historische Topographie der Stadt AViesbaden. Wiesbaden 1883. S. 555. — Schliephake-Menzel, Geschichte von Nassau V, 578. — Keller, Geschichte von Nassau S. 600. — Vogel, Beschreibung des Herzogthums Nassau. Wiesbaden 1843. S. 403 und 818. 1531. 141. PLAUEN = | TINI IVRISCON* | sulti uetustissimi de ua- | rietate actionum libri sex. | Item . | Rogerij compendium de diuer = | sis praescriptionibus . | Eiusdem Dialogus de praescri = | ptionibus. | Rogerij itidem de quorundam | veterum Jurisconsultorum antinomi = | eis sen- tentijs, adprime vti= | lis Enarratio . | Eiusdem Catalogus praescri- | ptionum . | Cum praefatione Nicolai Rho= | dij, qui hos autores e tene- bris eru- | tos in lucem aedidit . | Seite 174 unten: Piacentini de varietate Actionuz . | libri Sexti 7 Ultimi | finis . | Seite 175 oben: Compendium siue : summa Rogerij de Praescriptionibus | De diuersis praescrip= | tionibus . | Rückseite von Seite 237: Compendij siue summae Rogerij de | diuersis Praescriptiöibus, deqz | sententijs veterü quorü= | dam Juris-' consulto | rfl antinomic' | enarrati = | onis | finis . Mo= | gütiae ex aedi- bus Joan= | nis Scheffer mense Februario . | Anno . M. D . XXXI . | ') Octavo, 8 Blätter + 237 Seiten, gothische Type wie in voriger Auflage. Berlin kön. Bibliothek (an F. k. 8751), Gotha herzogliche Bibliothek, Leipzig Sammlung Klemm. Zweite Mainzer Auflage. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 163. — Panzer, Annales VH, 420 n. 95. — Schaab I, n. 199. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, S. 365 — 366. — Klemm, Catalog S. 53 n. 94 (befindet sich im Irrthum, 1) Mittheihmg aus Berlin. 80 — 81 — wenn er gegen Schaab die Ausgaben 1530 und 1531 für eine und die nämliche hält). 142. DJe acht Bücher des | hochberümpten Au« | relij Cornelij Celsi vö | beyderley Medicine : das ist von der | leib vnd wund artz- nei: zu errettung | menschlichs lebens: iii allen kranck = | heyten seer dienstlich vnd behutsam | Newlich jetzo verdeutscht durch | D. Johansen Khüfther von | Ratemberg am Yne . | Mit eynem gnügsam anzeyg- iiclien Register, | alles innhalts hierin begriffen. | Item verstandt der gewicht vnd Recepten (so inn | disem Buch gesetzt seindt) mag mau ausz der | nechst hie nachuolgenden vorred nemen. | Auf der Rückseite des Titels Wappen.*) Dem Christoph Philipsen von Liechtensteyn Freiherrn zu Castel- kliorn gewidmet mit dem Datum: Mainz am Sabbath vor Remi- niscere 1531. Blatt CLI Rückseite: Getruckt zu Meyntz durch Jo= | hannem Schöffer, Jiü jar nach der geburt Christi | vnsers seligmachers M . D . XXXJ . vnnd | volendt auff den vierdtzehenden tag | des Mertzen . | Hierauf Druckermarke (stehender Schäfer mit Schafen) schwarz abgezogen. Folio, 14 n. gez. Blätter + CLI gez. Blätter Text + leerem Sclilussblatt = 166 Blatt Titel und Schlussschrift in der Theuerdank- type, Text Schwabacher Type, Register eine kleinere Schwabacher Type. Die Ausstattung ähnelt der der Caesarausgabe 1531. Erste Mainzer Ausgabe. Darmstadt (S 1109), Mainz Stadtbibliothek, Gotha herzogliche Bibl. Schaab I, n. 200. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 162. — Ebert, allgemeines bibliogr. Lexicon I, 303. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 366. — Degen, Literatur der Uebersetzungen der Römer I, S. 37. 143. Donatus. Moguntiae Anno MDXXXI. Quarto, grosse gothische Type. Mit Druckermarke. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 163 (nach Exemplar in der Mainzer Seminarbibliothek). — Panzer, Annales VII, 420 n. 96. — Schaab I, n. 198. — Romanische Forschungen VI, 474. 144. ABschiedt des Rei= | chsstags zu. Aug= | spürg Anno M. D . XXX . | gehalten . | Holzschnitt | Cum gratia et priuilegio Imperiali. | Auf der Rückseite des Titels Erlass Kaiser Karls V. Am Ende: Gedruckt zu Meyntz durch Johannem Sclioeffer jm jar nach der Geburt Christi vnsers Herrn MDXXXI. Zwei Wappen in Holzschnitt (Deutsches Reich und Böhmen). 1) In dem Darmstadter Exemplar, die Rückseite des Mainzer leer. 81 Beiheft 9. ü — 82 — Folio.') Jena Univ.-Bibl., Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibl. 145. ABschyedt dess Rey = | chsstags tziiAugss = | purg . | Anno M . D . XXX . gehalten | Holzschnitt wie in voriger Ausgabe | Cum gratia et priuilegio Imperiali . | Das Privileg Kaiser Karls V. fehlt auf der Rückseite des Titels, stellt aber ganz am Ende, die beiden Wappen fehlen auf der letzten Seite, der Initial A ist in beiden Ausgaben jedoch derselbe, der Druck dieser Ausgabe ist ein anderer aber ähnlicher wie in obiger Ausgabe. Jena Univ.-Bibl. 2 ) Folio. Eine beider Ausgaben erwähnt Muther, Bücherillustration I, 251. 146. Rümischer Keyser= | licher Maiestat Orde= | nung vli Reformation | guter Pollicei im Hey = | ligen Römischen Reicli | Anno M . D . XXX . zu Augspurg vff* | gericht. | Holzschnittrandleiste | Cum gratia et Priuilegio Imperiali. [ Am Ende: Getruckt zu Meyntz durch Joliannem Scliöft'er. JiTi jar nach der geburt Christi vnsers seligmachers. M . D . X . X . Xj. | Folio, 14 Blätter Schwabacher Type, mit Titelcinfassung wie sie im lateinischen Livius 1518, im Huttich 1520 und 1525, sowie im Peutinger 1520 und Regino 1521 vorkommt. Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog n. 95. 147. ROmischer Keysera | Melier Maiestat Orde= | nung vii Reformation | guter Pollicei im Hey | ligen Römischen Reich | Anno M. D . XXX . | zu Augspurg vff= | gericht. | Holzschnittrandleiste | Cum gratia et Priuilegio Imperiali. Am Ende: Getruckt . . . vnsers | seligmachers M. D . XXXI . | 3 ) Folio, 23. Blätter. Jena Univ.-Bibl. 148. ROmischer Keyserlicher Ma= | iestat Ordnung vnd Reformation guter Pol= | licei im Heyligen Römischen Reich | Anno M . D . XXX . zu Aug= | spurgk auifgericht . ] Holzschnitt: Kaiser mit den sieben Kurfürsten Sitzung haltend | Cum gratia et Priuilegio Imperiali. | Auf der Rückseite des Titels Erlass Kaiser Karls V. mit dem Datum: Cöln 23 December 1530. Am Ende: 11 Getruckt zu Meyntz durch Johannem Schöffer, Jm jar nach der geburt Christi vnsers seligmachers M . D . XXXI . Auf der Rückseite dieses Blattes zwei Wappen (Reich und Böhmen) in Holzschnitt. 1) Mittheilung aus Jena. 2) Desgleichen. 3) Desgleichen. 82 — 83 — Folio, 14 n. gez. Blätter, Schwabacher Type, Titel Theuerdanktype. 1223 Darmstadt (Z ), Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibliothek (Kw 175 m). 10 Eine dieser drei Ausgaben in Gotha herzogl. Bibliothek und Giessen Univ.-Bibl. (an Hs. CCXCVI angebunden). Ueber eine dieser drei Ausgaben handeln: Archiv für hessische Geschichte III, 2, S. 8. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 365. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 162 (ohne Angabe des Orts, Formats und Druckers). — Adrian, catalogus codicum manuscriptorum bibliothecae academicae Gissensis S. 93 n. CCXCVI. 149. Lindenblättchen VLRI* | CHI DE HVTTEN EQ . | DE GVAIACI MEDI= | CINA ET MORBO | GALLICO LI= | BER VNVS . | MOGVNTIAE ANNO | M . D . XXXI . | Lindenblättclien. | Mit Titeleinfassung wie Ausgabe II (1524). Rückseite des Titels leer. Am Ende: MOGVNTIAE IN AEDIBVS 10 = | ANNIS SCHOEF- FER, ANNO | M . D . XXXI. | Druckermarke (Wappenschilde Fust- Schoeffers) schwarz abgezogen. Dritte Mainzer Ausgabe. Octavo, 3 n. gez. Seiten -f- 123 gez. Seiten = 126 Seiten. Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibliothek. Böcking, opera Hutteni I, 42. — Panzer, Annales VII, n. 92. — Panzer, Hütten S. 96. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, 9. — Brunet, manuel s. v. 150. BAmbergische Halssgerichts | vnd Rechtlich Ordnung, iü peinlichen Sachen zu volnfarn | allen Stetten, Communen, Regimenten, Amptleuten, Vögten, Ver = | wesern, Schultheyssen, Schöffen, vnd Richtern, dienstlich, für- | derlich vnd behülfflich, darnach zu handeln vnd rechtspre = | chen, gantz gleichförmig gemeynen geschriben Rech = | ten je. Darauss auch diss büchlein gezogen vnd fleissig gemeynem nutz zugüt, ge= | samelt vnnd verordnet ist. | Am Ende: Getruckt zu Meyntz bei Johan Schöffern im jar nach der geburt Christi vnsers herrn fünfftzehenhun = | dert vnd eyn vnd dreissigsten, Vnnd vollendet | auff den zwentzigsten tag des Meyen.') Folio, mit 22 Holzschnitten. Sechste Mainzer Ausgabe. Wien Hof bibliothek, Gotha herzogl. Bibl., Jena Univ.-Bibl., Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibliothek. Panzer, Annalen, Supplement n. 677. — Koch, J. C, de primis constitutionis criminalis Bambergensis editionibus. Gissae 1765. S. 9. — Schaab I, n. 201. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 366. — Janitschek, Repertorium für Kunstwissenschaft IX, S. 173. — Catalog Antiquariat Rosenthal-München XLV, n.476. — Bibliotheca Feuerliniana II, n. 5530. — N. Archiv des Criminalrechts VII, 452, IX, 77. 0 Mittheilung aus Wernigerode. 83 6* — 84 — II. Druckwerke Johann Schoeffers ohne Jahresangahe. 1509 — 1510. 1. Institutiones imperiales sine quibus legum humanarum, sacro- rumque canonum amator mancus est. Mainz, J. Sehoeffer. 0. J. (1509 oder 1510). Mit Schoeffers Druckmarke. Duodez, 185 Blätter, mit Titeleinfassung. Quelle: Unbekannt. Fischer, typographische Seltenheiten III, S. 34. 1520. 2. IN EDVAR | DVM LEVM QVORVN= | dam e sodalitate li- teraria Erpli | urdien . Erasmici nominis stu [ diosorum Epigrammata. | Ad Lectorem. Qui legis liaec, si quis tarnen haec legis, optime lector Ne mihi Socratico turbidus ore ueni. Dum caneretur enim nobis bonus iste Leeus Pro phoebo presens ipse Lyeus erat. P. A. MOGVNTIAE M. D. XX. Mit Titeleinfassung. Rückseite des Titels Vorwort: PETREIVS APER BACCHVS Eobano Hesso suo S. Blatt 2—12 satyrische Epigramme von Eobanus Hessus Misenus, Petreius Aperbacchus, Euritius Cordus, Antonius Niger Vratislaviensis. Blatt 12 Vorseite: Antonius Niger Vratislaviensis in Leum. (Gedicht), darunter Druckermarke (Wappenschilde Fust und Schoeffers), Rückseite leer. Quarto, 12 n. gez. Blätter mit den Signaturen A — Cij, Antiqua, Vorwort in Antiquacursiv.') Krakau, Univ.-Bibliotliek. Panzer, Annales VII, n. 40. 2 ) 1526. 3. ABschidt des | Reichstags | zu Speyer An= | no 1526. ge= | halten. | Gegen dem Original Colla = | tionirt: auscultirt vnd | subscribirt. 1) Mittheilung aus Krakau. 2) Eine erste Auflage der Schrift, welche wider die Angriffe des Engländers Lee gegen des Erasmus von Roterdam Ausgabe des neuen Testaments (1516) gerichtet war, erschien 1520 zu Erfurt. (Kampschulte, Geschichte der Universität Erfurt I, 255. — G. Schwertzell, Eobanus Hessus. Marburg 1873 S. 27 Note 30). — Die Mainzer Auflage ist ein Nachdruck. 84 — 85 — Mit TitelholzBclmitt. Rückseite des Titels grosser Holzschnitt. Am Ende: Gedruckt zuMeintz durch Jolian Schöffern . | O.J. (1526). Folio, 13 Blätter, deren eins leer. Augsburg Stadtbibl., München Hofbibl., Freiburg i. B. Univ.-Bibl. Weller, repert. n. 3699. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 156 nach Exemplar in der Mainzer Dombibliothek. — Schaab I, n. 174.— Wohl die von Muther, Bücherillustration I, S. 251, 1741 angeführte Ausgabe. Die nachstehenden Drucke ergeben keinen Anhaltspunct für die Zeit ihrer Herstellung. 4. Cura pastoral' | pro ordinandorü | tentamine | collecta | (ohne Schlusspunct). Am Ende: Impressum Maguntie p Johanne Schoeffer: | Duodez, 12 n. gez. Blätter, Zeile 1 des Titels in Psaltertype, Zeile 2 — 4 Missaltype, Test kleine gothische Type wie in Schoeffers Enchiridien. Mainz Stadtbibliothek (a 23), Giessen Univ.-Bibl. (an Hs. DCCCXI. angebunden). Adrian, catalogus codicum manuscriptorum bibliothecae academicae Gissensis S. 245. 5. Die geschieht vnnd bekanntniss des getoufften Juden Johannes pfefferkorn genant, zu Halle vor sant Moritz burgk gebraten vnnd zuuor mit glüender zangen zerrissen, Noch Cristi vnnsers lieben Heren geburt Tusent | Am Ende: sigel vnnd ein schottischer pfaff hat Jnn getoufft | Getruckt zu Mentz | durch Johann schöffer | Gleichzeitige Abschrift eines Drucks, zwei Quartblätter ehedem in Böckings Besitz. Böcking, opera Hutteni Suppl. I, addenda S. 2, insbesondere Suppl. II, 1, 40 — 41. 6. Domus Encomium ubi et frugi commendatur victus et patria nihil debere esse vel charius vel antiquius auetore Hieronymo Verlen. Joannes Schoeffer exeudebat sub intersignio missalis. 0. J. Octavo. Quelle: Unbekannt. Panzer, annales IX, 540 n. L12 b nach Bibliotheca Josch. 85 — 86 — III. Drucke ohne Druckort und Firma. 1 ) 1503. 1. Hanc informationem de genealogia beatissime virginis Christi sponse Barbare cum vno sermone theologali fecit imprimere Magimtie. R. in Christo pater et dominus dominus Raymundus miseratione diuina tituli sancte Marie noue sacrosancte Romane ecclesie presbyter Cardinalis Gurcensis ad Germaniam Datiam etc. apostolice sedis de latere Legatus Anno domini Mccccc iij . vt distribuat 2 ) gratis diuersis per- sonis et ecclesiis quibus dedit reliquias ad dei honorem et sanctorum laudem. Blatt 2 steht ein Auszug aus Origines: de amore Christi ad uir- ginem matrem et e conuerso Abhandlung über St. Barbara und ihre Legende. Sodann: Sermo Septem conclusionum fratris Johannis Capet ordinis minorum de observantia sacre theologie professoris. Quarto, 6 Blätter, gothische Schrift, schlechter Satz und schlechter Abdruck, dem man mit der Feder nachzuhelfen suchte. 3 ) Quelle: Unbekannt. Riederer, Nachrichten IV, 167—168.— Panzer, annales VII, n. 4. — Schaab I, n. 85. — Wetter, kritische Geschichte S. 320. Worauf Riederer seine Behauptung gründet, J. Schocffer sei Urheber dieses Drucks, ist nicht ersichtlich. 1) Die Aufnahme der nachstehenden Beschreibungen geschah nur aus dem Grunde, um in der Literatur eingebürgerten Annahmen gerecht zu werden. Nur einen kleinen Theil der nachstehenden Drucke habe ich selbst geprüft und, soweit zu dieser Zeit, in der Schriftgiessereien jede beliebige Type nachahmen und verbreiten konnten, die Identität der Typen noch Werth hat, Schoeffer als Eigenthum angewiesen. Für alle anderen Angaben tragen deren Urheber die Verantwortung allein. Es ist mancher der nachstehenden Drucke als Eigenthum Schoeffers mit Vorsicht aufzunehmen, da mancher der früheren Literatoren für die Identität den Beweis schuldig blieb und mir zum Gegenbeweis die Mittel fehlen. 2) Wohl: distribuatur zu lesen. 3) Damit stehen in Beziehung die Drucke: Hunc sermonem de ortu, conversatione, virtutibus preclarissimis et martyrio beatissime virginis christi sponse Katherine fecit imprimere in Spirensi civitate Reverendissimus in christo pater et dominus — Raymundus — Cardinalis Gurcensis ad Germaniam, Daciam etc. Apostolice sedis de latere legatus. Anno domini M D III. Ut distribuat gratis suis amicis et ecclesiis ad ipsius virginis honorem et laudem. In quo per preclara testimonia sacre scriptae et doctorum probatur vita ipsius Katherine excellentissima. Am Ende: Finit sermo ad uiaudatuin ipsius Reverendissimi domini nominati coinpositus per fratrem Johannem Capet ordinis minorum de observantia sacre theologie professorem. Quarto. 0. 0. u. F. Panzer VIII, 297. — L. Hocker, Bibliotheca Heils- bronnensis. Nürnberg 1731. S. 154. — Weiss, Anfänge der Buchdruckerkunst in Speier. Speier 1870. II, 20 n. LXVIII. und: (Capet, Johann, Ord. Min.) Informatio ex s. scriptura de genealogia sive origine b. virginis ac martyris Christi sponsae Barbarae cum prosecutione legendae et miraculorum. 0. 0. u. J. u. F. (1503). Gothische Type, 5 n. gez. Blätter Quarto. 86 — 87 — 1507. 2. Litterae invitatoriae Jacobi Archiepiscopi moguntini de subsidio dando . 1507. Querfolio, Einblattdruck zu 60 Zeilen gothischer Type der Peter Friedbergs ähnlich und grossem gedrucktem Initial. Betrifft einen Beitrag des Mainzer Dioecesanclerus für die Palliengelder Erzbischofs Jacob von Mainz 1507. Quelle: Unbekannt. Fischer, typographische Seltenheiten VI, 106— 116 (Beschreibung und wörtlicher Abdruck mit Abkürzungen). 1510. 3. Breviarius | Maguntiü . | (Rothdruck). Blatt 2 Vorseite: Incipit registrum Aduentus. Blatt 15 — 21 Calendarium, worin die Mainzer Localheiligen Bilhildis und Martinus vorkommen. Blatt 23 Vorseite: Incipit breviarium secundum diocesim Ma- guntineii. Blatt 87 Vorseite: Incipit commune sanctorum. Am Ende: Laus deo. | 0. J. (um 1510). Duodez, mit den Signaturen ij—iiiij, t—ziiij, 7— 7 iiij, aa — zziiij, A — Cvj. 35 Zeilen, kleine Antiquatype wie in J. Schoeffers Placentinusausgaben 1530 und 1531, rotli und schwarz gedruckt, genau im Register, zweispaltiger Satz. Leipzig Sammlung Klemm. v. d. Linde, das Breviarium Moguntinum. Wiesbaden 1884, S. 12 bis 13 giebt eine genaue Beschreibung, verlegt aber „Schon wegen des Registrum huius Breviarij (a b c 2c. Omnes sunt quaterni preter 7 ducernus 11 quinternus C sexternus) gehört dieser Druck nicht nach Mainz" dieses Brevier nach Lyon als Vorläufer der Ausgabe Lugduni per Franciscum Fradin 1507. Dem entgegen steht die Bemerkung Klemms, dass die Type die J. Schoeffers sei, auch ist kein Grund vorhanden, Lyon als Drnckort wegen dieser Eintheilung der Papierlagen anzunehmen. Klemm, Catalog S. 42 n. 65. Dass übrigens v. der Linde und Klemm ein und das nämliche Buch beschrieben, geht aus Beider Angaben hervor, ob Klemms Jahresangabe 1510 richtig, steht dahin. Dr. Falk im Centralblatt für Bibl. 1887 S. 387. 1511. 4. HAndt Spiegel . | Johannis Pfefferkorn, wider vnd gege die Juden, vnd | Judischen Thalmudischen schrifftenn So, sie vber das | Cristenlich Regimet, singen vii lesen Welche pillich Gots | lesterer, ketzer vnd aberglauber, des alte Newen, vnd des | Naturlichen gesetzen gezelt, geheissen, verthümbt vn ab = | gethan, werden mögen. Darumb 87 — 88 — sich etliche cristen wider | micli setzen, anfechten Solliclic artickcl zu wid'legen Dar= | gegen ich antwurdt vli mit bescheidene rede vffgelöst hab, | Welcher dass piichlein lesen will Der thü nit wie der hann | So er vber die glüende holen fleucht Vill gelesen, vnd we = | nig verstanden ist besser vnterlassen. | Am Ende: 11 Bitt gott vor mich . | Rückseite leer. Dem Meister Arnold von Thongern Doctor und Lehrer der heil'. Schrift, obersten Regierer der Burse Laurentiana in Cöln gewidmet. Gegen Reuchlin gerichtete Schrift. Vgl. Panzer, Annalen I, S. 329 bis 330 n. 693. Quarto, 24 n. gez. Blätter, Schwabacher Type. Obgleich ohne alle Bezeichnung dürfte trotzdem dieser Druck J. Schoeffer angehören, da nacli Böcking opp. Hutteni Suppl. II, 1, 75 feststeht, dass diese Schrift in der Aprilmesse (1511) zu Mainz gedruckt ward. Ein Beweis zweiten Ranges ist die Uebereinstimmung der Type mit der J. Schoetfers. Mainz Stadtbibliothek, München llofbibl. Panzer, Annalen I, 329 n. 693. — Böcking, opp. Hutteni Suppl. II, 1, 75. — vgl. Maii vita Reuchlini S. 282. — Geiger, Reuchlin S. 243. — Catalog Rosenthal XXXVII n. 3435. — Goedeke, Grundriss II. Aufl. I, 453. 1512. 5. Ordnung von kayss'licher Maiestat zu vnd'richtüg der ofl'en Notarie wie die jr Ampter vben sollen ausgange . mitsampt eynem penliche mandat das die nymäds nachtrucken: oder ob solichs dar- wider geschehe: dieselben : nymands: vff kauften noch verkauften noch feyl haben solle . sie sey daii durch sie Kayserlichen Cömissarien zu Reformirung: der Notarie verordet zuvor corrigirt vfi zutrucke erlaupt. Folio, 4 Bogen. 0. J. (1512). Nach Panzer Druck J. Schoeffers. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annalen I, 343 n. 724. 6. An Bebstiich heyligkeit vnd Kaysei'= | lieh Maiestat . Chur- fursten vnd | Fürsten des heyligen Römischen Reichs sambt | gemeiner Ritterschatft, vnd des heyligen | reichs Stetten, den zukünftigen | schaden der Christeheyt mo | gen ermessen, vn wo sie | wolle, denselbigen | gar leichtlichen | fürkomen | (ohne Schlusspunct). Mit Titelholzschnitt. Quarto, 11 Blätter + leerem Schlussblatt. 0. J.') Schaffhausen Stadtbibl., Bamberg kön. Bibl., Mayhingen. Weller, repert. n. 668. — F. W. E. Roth, Geschichte der Herren und Grafen zu Eltz. Mainz 1889. I, S. XVII Note 304. — Muther, Bücherillustration I, S. 92. 1) Eine andere Ausgabe Nürnberg 1512 nennt Panzer, Annalen I, 344 n. 725. 88 — 89 — 7. Was den loblichen Churfursten vii | Fürsten . Auch der Ritter- schafft | am Orden gelegenn ist . | wirdt auss volgen? | den Artikeln vermerckt | (ohne Schlusspunct). Mit Holzschnitt wie vorige Nummer auf Blatt 1 Vorseite. Rückseite kurzes Vorwort. Blatt 2 Vorseite der obige Titel, hierauf der Text. Am Ende: Gedruckt zu Metz (ohne Schlusspunct), wofür wohl Metz zu lesen sein wird, da das Vorkommen des Holzschnitts voriger Nummer auch diese einer gleichen Druckerei aneignen dürfte. Quarto, 8 Blätter. 0. J. (1512). Fortsetzung voriger Nummer als Denkschrift des Deutschordens in Betreff seiner Verdienste um Papst und Reich sowie Beschwerde des Hochmeisters Markgrafen von Brandenburg gegen den Polenkönig Sigismund nebst Bitte um Schatz. Schaffhausen Stadtbibl., Augsburg Stadtbibl., Bamberg kön. Bibl., Mayhingen und Tübingen Univ.-Bibl. Weller, repert. n. 669. — F. W. E. Roth, Geschichte der Herren und Grafen zu Eltz I, S. XVII, Note 304. 8. Tractatulus nö tarn | ornatus q devotus, in laudem sancte ecclesie Trevereu . | urbisqz illius Antiquitatum Reliquias, & Pa | tronos, ma- xime pro Tunica domini | inconsutili Editus . | Holzschnitt, künstlerische Darstellung, besser als in den frühern Ausgaben dieses Schriftchens, Christus am Kreuze, unten Maria und Johannes ähnlich dem Canonbilde eines Missale's. In der Zierleiste rechts zwei weibliche Figuren, die untere St. Helena mit dem Kreuze in der Hand, in der linken Zierleiste drei weibliche Personen in Ordenstracht, unter der Kreuzigung eine weitere Randleiste. Cölner Schule. Rückseite des Titels Brief des Herausgebers Bruder Johann Scheckmann zu St. Maximin bei Trier an den Theologieprofessor Johannes Enen. Zeile 1 des Titels in Schoeffers grosser Psaltertype de 1457. Blatt 2 Vorseite (Signatur A 2 ): (V)Rbem Treberim Beigice Gallie Me | tropolim cödidere atqz habuere initio Asirii Pris = | über die Gründung Triers handelnd und Geschichtliches über Trier, die Auffindung des Rocks Christi und dessen Wunderkraft gebend. Schliesst Blatt 8 Vorseite Zeile 13: talia Amen. Quarto, 8 Blätter mit Signatur A 2 — B 4 zu 36 Zeilen. 0. J. (1512). Trier Stadtbibliothek (aus Kloster Bitburg. G. B. IV, 651. G.), München Hofbibliothek, Cöln Stadtbibliothek, Paulini'sche Bibliothek zu Münster i. W. Centralblatt f. B. IV (1887), S. 485 — 486 aber fälschlich Ivo Schoeffer zugeschrieben. ■— Ibidem VI (1889), S. 460 mit gleichem Fehler. — Studien aus dem Benedictinerorden VIII (1887), S. 352—353 nach Exemplar der Trierer Stadtbibliothek Nr. 302 von sieben Blättern. 9. ROmischer keyserlicher Ma = | iestat vnd gemeiner Stende | des Reichs Abscheid vff | dem Reichstag zu | Collen . Anno . | XV C . XII . | vffgericht. ) Mit Titelholzschnitt. — 90 — Folio, 4 Blätter + leerem Schlussblatt. 0. J. Erste Auflage des Cölner Reichstagsabschieds.') Augsburg Stadtbibliothek. Weller, repert. n. 665 (fehlt im typographischen Register). — Muther, Bücherillustration I, S. 250, 1731. 10. ROmischer keyserlicher Maiestat | vnd gemeiner Stende des Reichs vfsatzung vnnd Ordnung | vff dem Reichstag zu Collen. Anno XV C . XII . vffgericht . | Mit grossem Titelholzschnitt. 2) Am Ende: zu Collenn auff den Sechsundzweintzigistenn tag des monats Augusti, Nach Cristi gepurt Fünft'tzehenhundert vnnd im zwölff- tenn, Vnnser Reiche 2C. Folio, 11 Blätter + leerem Schlussblatt. 0. J Augsburg Stadtbibl., germanisches Museum in Nürnberg. WeUer, repert. n. 664 (fehlt im Register). Supplement I, S. 55. 1515. 11. Vlrichi de Hütten equitis Germani in miserabilem Joannis de Hütten gentilis sui interitum deploratio. 0. J. (1515). Der Druck gehört J. Schoeffer an, da sich in demselben der gleiche Holzschnitt (Ermordung des Hans v. Hütten) wie im Phalaris- mus Iluttens (Mainz 1517) findet. Quelle: Unbekannt. Böcking, opera Hutteni III, 401 mit Facsimile. IV, 1. 12. Vlrichi de Hütten equitis Germani in Vlrichum Wirtcnper- gensem orationes quinque. 0. J. Auch in dieser Ausgabe befindet sich dieser Holzschnitt. Quelle: Unbekannt. Böcking, opera Hutteni V, 1. 1516. 13. Defensio Joänis [ Pepericorni . cötra famosas 7 crimina | les obscuror viro^: epl'as zc. 0. J. Die Urheberschaft J. Schoeffers für diesen Druck beweist eine handschriftliche Notiz, welche Böcking mittheilte: Impressus etiam est Moguntie libellus contra maleficum auetore Vlrico Hutteno igne exustum, in cuius prefatione et mihi et prosapie mee immerito maledicitur. Tanta nunc est quorundam prohdolor! pseudo christianorum levitas, tantaque orthodoxe fidei degenerans audacia zc. 1) Eine andere Ausgabe bei Panzer, Annalen I, 342 n. 721 gehört wohl ebenfalls J. Schoeffer an. 2) Die Nummern 7Hl— 720 bei Panzer I, 342 scheinen andere Ausgaben als obige zu sein, da die Bogenangabe zu obiger Angabe mit 1 2 Blatt nicht passt. 90 — 91 — Format? Quelle: Unbekannt. Böcking, opera Hutteni III, 344. — Maii, vita Reucklini S. 256. — Freytag, apparatus litterarins II, 1187. 1517. 14. Lindenblättchen PHALA | RISMVS DIALO | GVS IIVTTE | NICVS . | Lindenblättchen | APVD AVREAM | MOGVNTIAM . | Lindenblättchen | Auf der Rückseite des Titels beginnt die Schrift. Am Ende: FINIS PHALARIS | MI HVVTENICI | ') IACTA EST ALEA . | Kleinoctavo, 7 n. gez. Blätter, Antiquatype 2. 0. J. 4597 Darmstadt (D ), Haag kön. Bibliothek. DU Böcking, opera Hutteni I, 17* n. 4. — Wohl die von Panzer IX, 116 n. 105 angeführte Ausgabe. — Panzer, Hütten S. 27. — Vgl. Böcking, opera Hutteni I, 225 n. 115. — Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst. Neue Folge. IV (1869), S. 62 u. 67. — Goedeke, Grundriss I, 210. 15. Lindenblättchen HOC IN VOLV | MINE HAEC CONTINEN- TVR | VLRICHI HVTTENI EQV . | Super interfectione propinqui sui Joannis Hut- | teni Equ . Deploratio . | Ad Ludouichum Huttenum super interemptio | ne filij Consolatoria . | In Vlrichum Vuirtenpergensem orationes V . | In eundem Dialogus, cui titulus Phalarismus . | Apologia pro Phalarismo, & aliquot ad amicos | epistolae . | Ad Franciscum Galliarum regem epistola ne | causam Vuirtenpergeii . tueatur exhor- tatoria . | Ad lectorem . | Res est noua, res est atrox, & horrenda, dis- peream j nisi legisse uoles. Vale . | Auf der Rückseite des Titels Verse Ulrichs von Hütten an den Leser. Blatt 18 Vorseite das Datum: Steckelbergk Calendis Augusti und Blatt 18 Rückseite der bekannte Holzschnitt: Ermordung des Hans von Hütten im Walde, wie in andern Drucken J. Schoeffers. Auf der Rückseite des letzten Blatts Huttens Brustbild in Holzschnitt wie in andern Drucken J. Schoeffers. Quarto, 84 n. gez. Blätter, Antiquatype 2. 0. J. Mainz Stadtbibliothek. Böcking, opera Hutteni I, 45. Böcking besass ein Exemplar dieses Druckes mit dem handschriftlichen Eintrage: ,Pro venerabilissimo viro domino Conrado Pewtinger ä Joanne Schoeffer calcographo Moguntinensi.' 16. Lindenblättchen VLRICHI | HVTTENI AD PRINCL | PES GERMANOS VT | BELLVM TVRCIS | INFERANT | BXHORTA- TORIA . | Lindenblättchen | INSVNT quae priori editione ex= | empta 1) So der Druck; diesen Druckfehler giebt Böcking I, 17* n. 4 niclit an, da er vielleicht uicht in dem von ihm benutzten Exemplar sich vorfand. 91 — 92 — erant, liidc & adfioieris . | APVD AVREAM MO | GVNTJAM. | Lindenblättchen j Kückseite des Titels leer. Blatt 2 Vorseite bis 3 Rückseite enthält Ilutteps Vorwort an Chunrad Peutinger mit dem Datum: Mainz Calen. Junii anno post . M . D . XVIII. Blatt 44 Vorseite: Lindenblättchen VLRICHI | DE IIVTTEN EQVITIS | ad Germanos suos, Exhortatorium . | Blatt 45 Vorseite: VLRICHVS HVTTENVS | liberis omnibns ac uere Germanis S. Hierauf Verzeichniss der Errata. Kleinoctavo, 46 n. gez. Blätter Antiquatype 2 für den Text, die Schlussschrift in kleinerer Antiquatype. 0. J. 954 Darmstadt (M ---- ). Panzer, annales VII n. 32. — Panzer, Kutten S. 55. — Böcking, opera Hutteui I, 33. — Sehaab, Geschichte 1, n. 122. 17. EPISTOLA AD ILLVSTREM VI | RVM HERMANNVM DE NEV | VENAR COMITEM HVTTE | NIANA, QVA CONTRA | CAP- NIONIS AEMVLOS | C0NF1RMATVR. | Auf der Kückseite des Titels beginnt der Brief Ulrichs von Hütten, datirt Mainz VII nonas Apriles. (!) Quarto, 4 Blätter, deren letztes leer. 0. J.') Quelle: Unbekannt. Böcking, opera Ilutteni I, 20 n. 1. 1519. 18. Lindenblättchen FEBRIS . Lindenblättchen | DIALOGVS | HVTTE | NI - | CVS | Lindenblättchen | Am Ende Blatt 4 Vorseite: FEBRIS DIALOGI FINIS . | Mense FE13R . An . MDXIX . | Rückseite dieses Blattes leer. Quarto, 4 Blätter. 0. J. Quelle: Unbekannt. Böcking, opera Hutteni I, 36 — 37. Ueber diese Schrift Iluttens dessen Brief an Arnold Glauburger in Frankfurt a. M. Mainz 26. Juli (1519) bei Böcking a. a. 0. I. 286. Jedenfalls erste Mainzer Auflage dieser Schrift. 19. Lindenblättchen FEBRIS Lindenblättchen | DIALOGVS HVT= | TENICVS'. | Lindenblättchen | EIVSDEM HVT. | PROGNO | sticon ad Leonem X . Pont. Max . | carmine heroico . [ Rückseite leer. Am Ende: FINIS | APVD AVREAM MO | GVNTIAM. | Lindenblättchen | Rückseite des Blattes leer. Octavo, 8 Blätter. 0. J. 1) Ueber den Adressaten des Briefs, den Grafen Hermann von Neuenahr Domprobst und Kanzler der Universität zu Cöln f 1530, siehe: A. J. Weidenbach, die Grafen von Are, Hochstaden, Nürburg und Neuenare. Bonn 1845. S. 117. — Hermann war das Haupt des humanistisch gesinnten Adels des Erzstifts Köln. 92 — 93 — Quelle: Unbekannt. Böcking, opera Hutteni I, 37. 20. Lindenblättchen HOC IN VOLV | MINE HAEC CONTINEN- TVR I VLRICHI HVTTENI EQV. | Super interfectione propinqui sui Joannis Hut - | teni Equ. Deploratio.') | Ad Ludouichum Huttenum super interemptio | ne filij Consolatoria . | In Vlrickum Vuirtenpergensem orationes V. | In eundem Dialogus, cui titulus Phalarismus . | Apologia pro Phalarismo, & aliquot ad amicos | epistolae . | Ad Franciscum Galliarum regem epistola ne | causam Vuirtenpergen . tueatur exhor- tatoria . Ad lectorem . | Res est noua, res est atrox, & korrenda, dis- peream j nisi legisse uoles . Vale . | Auf der Rückseite Ulrichs v. Hütten Gedicht ad lectorem. 2 ) Am Ende: HOC VLRTCHT DE | HVTTEN EQVTT . | GER . IN- VECTI | VARVM | CVM ALIIS QVI- | BVSDAM IN TY | RANNVM WIR | TENPERGEN | SEM OPVS | EXCVSVM IN AR | CE STE- KEL- | BERK AN . | M . D . XIX . MENSE | VII BRI . | Rückseite leer. 3 ) Quarto, 106 Blätter, Antiquatype 2, mit Initialen und dem Holzschnitt: Ermordung des Hans von Hütten im Walde (Pacsimile davon in Böcking), sowie Ulrichs v. Hütten Bildniss auf Blatt 18 Rückseite, wahrscheinlich von Schäufelein gestochen. 0. J. Zweite Mainzer Auflage. Darmstadt (B 1269), Sammlung Klemm Leipzig. Klemm, Catalog n. 74. — Böcking, opera Hutteni I, 45. Böcking besass ein Exemplar mit der handschriftlichen Widmung: Pro venera- bilissimo viro domino Conrado Pewtinger ä Joanne Schoeffer calcographo Moguntinensi. — Catalog Antiquariat Colin- Berlin CLX1V. n. 555. — Goedeke, Grundriss I, 210. 1520. 21. HVLDERI | CHI HVTTENI EQ . GERM . | DIALOGI . | FORTVNA . | Febris prima . | Febris secunda ] Trias Romana . | In- spicientes . | M H | t) Klemms Exemplar hat hier den Druckfehler: deproratio, was auf verschiedenen Satz, keine verschiedene Auflage schliessen lässt. 2) In Klemms Exemplar ist die Rückseite leer geblieben. 3) Auch dieser Druck gehört Johann Schoeffer zu. Die Type derselben ist die Johanns; die handschriftliche Widmung an Peutinger erachte ich jedoch nicht für einen zwingenden Beweis, dass Johann Schoeffer die Schrift auch druckte. Die Angabe des fingirten Druckorts Steckelberg erfolgte wohl aus Vorsicht und hat keine andere Bedeutung als diese. Andere Drucke mit dem Druckorte Steckelberg schreibe ich Johann Schoeffer nicht zu, da keine Typengleichheit vorhanden, muss aber auch die Annahme, als habe Franz von Sickingen eine eigene Druckerei auf Ebernburg oder Laudstuhl besessen, welche namentlich von Strauss, Ulrich von Hütten vertreten, zurückweisen. Bei der Einnahme der Burgen des Franz von Sickingen 1523 fand sich nichts Derartiges vor, auch mangelt in den Acten und Rechnungen des Archivs der edlen Familie von Sickingen darüber jeder Anhaltepunct. Diese Schriften sind anderwärts gedruckt, vermuthlich zu Strassburg. 93 — 94 — Quarto, 72 Blätter, deren letztes leer. 0. J. Quelle: Unbekannt. Böcking, opera Hutteni I, 49, hält diesen Druck für ein Erzeugniss J. Schoeffers für Hupfuff in Strassburg hergestellt. 22. Epistola Ulri = | chi de Hütten | Equitis, Ad D, Martinum Lu= | therum Tlieologum . | Am Ende: Mogut . | raptim . II . Nonas Junij Anno M . D . XX . Melanchthone | saluta & Facchum, ac bonos istic omnes, Iterumqz Vale . | Quarto, 2 Blätter. ') Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibliothek (IIc 643 misc. 12). 23. Hoc in libello haec continentur: | VLRICHI | DE Hütten, Equitis Germani, ad | Carolum Imperatore, aduer= | sus intentatam sibi a Ro | manistis vim & in | iuriam, | Conquestio . | . • . | Eiusdem alia ad Principes, ac viros Germa = | niae, de eadem re conquestio . | Eiusdem ad Albertum Brandepurgeü, & | Friderichü Saxonum Ducem, Prins | cipes Electores, aliaeqz ad alias | Epistolae . | IACTA EST ALKA | (ohne Schlusspunct). Rückseite des Titels leer. Auf der Vorseite des letzten Blatts Holzschnitt: Brustbild Ulrichs von Hütten von einem Kranz umgeben. Quarto, 24 n. gez. Blätter, Antiquatype 2. 0. J. 4909 Darmstadt (0 ). Böcking, opera Hutteni I, 57 n. 3. — Bibliotheca Haeberliniana IV, S. 303 n. 5965. — Panzer, Hütten S. 132 n. 3. 24. Ein Clagschrift des Hochberüm | ten vnd Ernueste herrn Virichs vö Hütten | gekröneten Poeten vil Orator an alle stend | Deutscher nation, Wie vnformlicher | weise vi! gätz geschwind, vner- sücht | oder erfordert einiges rechtes . | Er mit eignem tyränische | gewalt, vö demRo= | maniste, an leib, | eer, vnd gut, | beschwert | vil benö | tiget | wer | de | . " . | Ein grosses dingk ist die warheit, vnd | starck über alle . iii . Esdre . iiii . | Rückseite des Titels leer. Quarto, 9 n. gez. Blätter + leerem Sehlnssblatt. 0. J. Blatt 9 Vorseite steht ein Datum: 1520. Schwabacher Type J. Schoeffers. 4909 Darmstadt (0 -^-). Böcking, opera Hutteni I, 61 n. a 1 . Abdruck der Schrift ebenda I, 405 — 419. 1) Mittheiluug (als Schoeffersclier Druck aber mit einem Fragezeichen) aus Wernigerode. 94 — 95 — 25. [C]lag vnd vor = | manüg gege dem über | massigen vnchrist- liehen gewalt des | Bapstes zu Rom, vnd der vngeist = | liehen geistlichen. Durch herrn VI | riehen vö Hütten, Poeten, vnd Orator der gantze | Christenheit, vnd züuoran dem Vatterland Teüt= | scher Nation zu nutz vnd gut, Von wegen ge= | meiner beschwernüss, vnd auch seiner eige= | nen notdurfft, In reimens weise be | schriben . | Iacta est alea . | Ich habs gewagt . | Hand, Lindenblatt, Hand | Rückseite des Titels leer. Blatt 2 Vorseite beginnt die Schrift. Quarto, 25 n. gez. Blätter -f- leerem Schlussblatt. Schwabacher Type J. Schoeffers. 0. J. Darmstadt (J 3241). Böckingl, 66, 3. — Goedeke, Grundriss I, 212. — Huttens sämmt- liche Werke, herausgegeben von E. Münch. Berlin 1821—1825. V, S. 59 (Abdruck)- — Gervinus, Handbuch der poetischen Nationalliteratur. Leipzig 1844. S. 114—115. — H. Kurz, Geschichte der deutschen Literatur. II. Auflage. II. Band S. 55 (nebst Abdruck des Schlusses der Schrift). 26. Eine Satzvariante bei Böcking, opera Hutteni I, 66, 2 (1520). 27. INTIMATIO ERPHURDIANA Pro Martino Luthero. 0. 0. u. J. aber mit Johann Schoeffers Druckermarke (Mainz, 1520). Quarto, 1 Bogen. Quelle: Unbekannt. Neudruck in Riederer, eine überaus seltene Reformationsurkunde Intimatio Erphurdiana pro Martino Luthero. Altdorf 1701. Quarto. vgl. Kampschulte, Geschichte der Universität Erfurt. II, S. 39 und 41 Note. Die Schrift ist jedenfalls von Lehrern der Erfurter Hochschule herausgegeben und ergriff Parthei gegen die Bulle Papsts Leo X. vom 15. Juni 1520, welche 41 Lehrsätze Luthers verwarf und deren Vernichtung anordnete. Schoeffer druckte diese Schrift für wen und wie veranlasst, ist unbekannt. Die Intimatio erschien auch deutsch unter dem Titel: Intimation der hochberüempten Universitet Erdfurt, in Mart. Luther, durch Wolff- gangum Rusen verteutschet. Quarto, 4 Blätter, deren letztes leer. 0. 0. u. J. und F. (1521). Ob Schoeffer auch diese Schrift druckte, steht dahin. Weller, repertorium n. 1935. Auf die Verbrennung der Schriften Luthers schrieb Ulrich von Hütten unter dem Pseudonym Udelo Cymber Cusanus die epistola de exustione librorum Lutheri et monachorum Dominicanae factionis ne- quitia, ad Germaniae proceres, et cives. 0. 0. u. J. u. F. (1520) 8 Blätter Quarto. Am Ende der Schrift steht: In Portentosum Romani Pontificis ministrum, sub ovino tegmine rapacissimum lupum oecultantem Hiero- nymum Alexandrum M. Lutheri diseipulus. Das Ganze ist in Form eines Gedichtes und ergriff Parthei gegen den Papst und die Verbrennung der Bücher Luthers. Vgl. Panzer, Annales IX, S. 194 n. 355. 95 — 96 — Vogel, E. G., bibliotheca biographica Lutherana. Uebersicht der gedruckten M. Luther betreffenden biographischen Schriften. Halle 1851. 442. — Weller, Index pseudonymorum. S 252. Welche der bei Johann Schoeffer gedruckten Schriften Ulrichs von Hütten den Zorn Papsts Leo X. erregte, dass derselbe an Kurfürst Albrecht von Mainz sich wendete, steht nicht fest. In Betracht kommen nur die Drucke Johann Schoeffers des Jahres 1519 und theilweise 1520. Albrecht antwortete dem Papste in einem Briefe 0. D. (Juli 1520?): postquam eram certior factus de libello, quem scripsit in reverendissi- mum cardinalem s. Sixti, deinde ex Magdeburgensi dioecesi Moguntiam reversus cognovi abominanda quaedam ab eodem illic publicata et excusa a cive quodam Moguntino. (Bocking opera Hutteni I, 364 und May, Albrecht IL Kurfürst von Mainz I, 89 der Beilagen.) Ob die Intimatio diese Schrift ist, möchte ich bezweifeln, da Hütten an derselben jedenfalls keinen Antheil hatte, es muss eine gegen den Cardinal s. Sixtus gerichtete Schrift gewesen sein, die Hütten selbst herausgab. Die Entscheidung dieser Frage muss der Zukunft vorbehalten bleiben. Auf der andern Seite steht nicht einmal fest, ob der civis Moguntinus Johann Schoeffer war, ebenso gut kann dessen Bruder Peter Schoeffer II der Urheber der Sache gewesen sein, wenn auch bei dem Verkehre Johann Schoeffers mit Ulrich von Hütten die Wahrscheinlichkeit auch hier für dessen Urheberschaft spricht. 28. Romischer kayserlicher | Maiestat Regiment: Camergericht: Landt = | fridt vnnd Abschiedt vff dem Reichs | tag zu Wormbs . Anno M v c | XXj . beschlossen vü vffgericht . | Cum Priuilegio speciali | Imperatoris Caroli . v . | Am Ende: Geben vnd geschehen vff des heyligen Reichsstag zu Wormbs, am sechssundzwentzigsten tag des Monats May . Anno diu Millesimo Quingentesimo Vicesimoprimo . | Folio, 8 Blätter. 0. J. Freiburg i. B. Univ.-Bibl., Rudolstadt. Weller, repert. n. 1676. Supplement I, S. 55. — Catalog Antiquariat Rosenthal XXXVIII, n. 1406. Preis 15 M. 29. Romischer kayserlicher | Maiestat Abschiedt auff dem Reichs tag zu Wormbs . ic ■ Anno . | M . v c XXj . | Cum priuilegio speciali Imperatoris Caroli . v . | Am Ende: Geben vn besehenen auff des lieyli = | gen Reichsstag zu Wormbs, am sechs vi! zwentzigsten tag des Funfftzehenhunbert •) vnd eynundzwentzigsten jaren. Folio, 8 Blätter. 0. J. Freiburg i. B. Univ.-Bibl., Rudolstadt. Weller, repert. n. 1682. Supplement I, S. 55. 1) So der Druck. 9(j — 97 — 30. KOmischer kayserliclier | Maiestat Abschiedt j auff dem Reichstag | zu Worms :c . | Anno . M v ü | XXI . | Cum Priuilegio speciali | Imperatoris Caroli . v . | Folio, 8 n. gez. Blätter, Schwabach er Type wie in der datirten Ausgabe 1521. Der Titel in Psaltertype, die zwei letzten Zeilen desselben kleine Missaltype. Vom gleichen Datum wie Weller, repert. n. 1680. 0. J. Darmstadt (M 2839/20), Mainz Stadtbibliothek (zwei Exemplare), Freiburg i. B. Univ.-Bibl., Augsburg Stadtbibl., München Hofbibl., germanisches Museum in Nürnberg, Stadtbibl. in St. Gallen. Weller, repert. n. 1681. Supplement I, S. 53. — Schaab I, 566 n. 135. — Mozler n. 377. — Panzer, Annalen I, n. 1232. 31. Lantfryd durch kayser | Carol den fnnfften l ) vff | dem Reichstag zu | worms Anno zc . | M . v c . XXJ . | auffgericht . | Rückseite des Titels leer. Folio, 8 Blätter, kleinerer Druck als n. 1678 bei Weller, repert. 0. J. Freiburg i. B. Univ.-Bibl. Weller, repert. n. 1679. 32. Herr Erasmus von Roterdam | verteutschte auszlegüg über disen sprach Christi vnsers Herrn | Matthei am dreyundzweintzigsten Capittel, vonn den Phariseyern, | Sie thun aUe jre werck, | das sie von den menschen | gesehen werden, Vnd breyten | jr gebottzedeln ausz . | Vom heyltumb ic . . . . | Mit Titeleinfassung wie in dem Drucke: Panzer, Annalen n. 1120. Am Ende: M . v° xxj . | Quarto, 3 Blätter + leerem Sclüussblatt. Schwabacher Type. Haag kön. Bibliothek. Panzer, Annalen II, 1121 (hält diesen Druck für ein Erzeugniss Secers in Ilagenau). — Bibliotheca Ilaeberliniana IV, n. 5872. -) 33. Herr Erasmus von Ro | terclam | verteutsclit ausslegung, | über das, göttlich tröstlich wort | vnsers lieben Herrn vnnd selig = | machers Christi, Nement auff | eucli mein Joch, vnd ler = | nent von mir. 3 ) Am Ende: M . v° . xxj . | Mit Titeleinfassung, worin J. Schoeffers Signet, wie Panzer, Annalen n. 1120. 1) So der Druck. 2) Eine andere Ausgabe ist: Herr . . . . | verteütsch | te auszlegung über disen Spruch | Christi vnsers Herrn, Matthei | am dreyundzwentzigsten Capi. 1 von den Phariseyeren . I Sie thun alle jre wer - I ck . das sie von den ine | sehen gesehen werde . | vnd breyten jr gebottzedeln vsz . \ Von heyltumb etc. | 0 0. 1521. Quarto, 3 Blätter mit Titeleinfassung. Bibliotheca Ilaeberliniana IV, S. 295 n. 5871. Fehlt in den Annalen Panzers und dem repertorium Wellers. ;() Mittheiluug aus Jena. Ü7 Beiheft 9. — 98 — Kleinquarto, 4 Blätter. Leipzig Sammlung Klemm, Jena Univ.-Bibl. Panzer, Annalen n. 1122. — Klemm, Catalog S. 49 n. 81. 34. Herr Erasmus von Ro = | terdam verteutschte auszlegüg über sant Hierouymus Allegation, was | güts die Phüosophi in der heyligen schrifft schaffen . • . | H Vnd über disz wort Christi Mat = | thei am sechtzehende Capittel, Du [ bist petrus, vnd vff disen | felsz. ic . | 51 Auch über disze wort Joannis . | Luce am dritte Capittel, Jr solt niemants das sein mit ge | walt abdringen . >c . | M . v c . XXI . | Mit Titeleinfassung. Quarte, 4 Blätter. 0. J. ') Jena Univ.-Bibliothek. -) Weller. repert. n. 1748. — Bibliotheca Haeberliniana IV, S. 295 n. 5869. 35. Herr Erasmus von Ro = | terdams verteutschte auszlegung, über diese wort sant Pauls zu den | von Corinth, in der ersten Epistel am Vierzehenden Capitel, Ich | will lieber in meinem ge= | mut fünft' wort in der kir | chen reden andere zuunter- | weysen, dann zehen- tau= | sent wort mit der zungen . | 11 Von Gesang . | Mit Titeleinfassung. Am Ende: M . v c . XXj . | Quarte, 3 Blätter + leerem Schlussblatt. 0. J. Jena Univ.-Bibl. 3 ) Bibliotheca Haeberliniana IV, n. 5873. —- Panzer, Annalen II n. 1120 (giebt fälschlich 3 Bogen statt drei Blatt an und hält den Druck für ein Erzeugniss Hans Secers in Hagenau, da er das in der Titelbordüre jedenfalls vorhandene Monogramm J S für Johann Secer und nicht Johann Schoeffer gehalten haben mag). 36. Die verteutscht Epistel | Herrn Erasmus von Roterdam, | vor seinem handtbüchlein von | dem Christlichen Ritter, | mit vil Christlichen | vntervveysung | getziert . | M . v° . xxj . | Am Ende: M . v c . xxj . | Kleinquarto, 22 Blätter, deren letztes leer. Schwabacher Type. Mit Titeleinfassung wie in Nr. 51 (Das Spruch wort). Uebersetzung Spalatins aus des Erasmus von Roterdam Enchiridion militis Christiani mit Vorwort Spalatins an Bernhard von Hirssfeld. Leipzig Sammlung Klemm. Panzer, Annalen n. 1116 (hält diesen Druck für ein Erzeugniss Secers in Hagenau, da er auch hier den falschen Schlnss aus dem Monogramm I S für diesen Drucker und nicht J. Schoeffer gezogen 1) Eine andere Ausgabe ist 0. 0. 1521 bei Weller, repert. n. 1749. — Bibliotheca Haeberliniana IV n. 2870. 2) Mittheilung aus Jena. 3) Mittheilung aus Jena. (IS — 99 — haben mag). — Klemm, Catalog n. 78. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, 8. 1522. 37. PARA | CLESIS, ID | est, adhortatio ad sanctissi = | mü ac saluberrimü Chvistia | nae Pliilosophiae studiü, ut | uidelicet euangelicis ac Apo | stolicis Hteris legendis, si nö | sola, saltem prima cura tri = | buatur, Autore Des. Erasmo | Roter . Moguntie . An . 1521 . | Am Ende: PARACELSEOS, ID EST, ADHORTATIO = | MS AD CHRISTIANAE PHILOSO = | PHIAE STVD1VM, AVTORE | ERASMO ROTER . | FINIS . | AVGVSTAE VINDELICOR= | VM . ANNO . M . | D . XXII . | i) Quarto. München Hofbibl., Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibl. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 153. — Panzer, annales VH, n. 46 (giebt als Format Octavo und als Schlussschrift: Moguntiae ex officina Joannis Schoeffer MDXXI an). — Schaab, Geschichte I, n. 137. 1523. 38. VLRICHI AB HVTTEN | Cum Erasmo Roterodamo, pres- | bytero, theologo, | EXPOSTVLATIO | A priore depraua* | tione uin- dicata iam . I OTHONIS BRVNFELSII | Pro Vlricho Hutteno defuncto, ad | Erasmi Rotero. Spongiam, | RESPONSlO . | Holzschnitt: Brustbild Ulrichs von Hütten. Rückseite des Titels leer. Blatt 2 Vorseite beginnt die Schrift. Am Ende Holzschnitt: Brustbild des Erasmus von Roterdam und: Stultus factus est omnis homo ;i scientia, Jere. Verbum aute Domini manet in aeternum . | . ■ . | . Duodez, 68 n. gez. Blätter, Antiquacursiv J. Schoeffers. 0. J. Darmstadt (0 4382/7). Böcking, opera Hutteni I, 82. — Murr, memorabilia bibliothecarum Norimbergensium II, 301 n. 14. — Schunk, Beiträge zur Mainzer Geschichte III, 138. 1526. 39. Friderici | Nauseae Blancicampiani | Doct. Inclytae Ecclesiae Moguntinae j Divini verbi Conciona = | toris in com | munes aliquot Euan | geliorum locos, Homiliae . | 2. Ad Corinthios 2. | Non sumus 1) Mittheilung in obiger Form aus München. Wie sich der Titel zu der Schlussschrift und Panzers Angabe verhält, ist unklar. Eine deutsche Ausgabe ist: Erasmi Roteroda | mi Paraclesis Teütscht wie I ein teiirberlich vnaus- | sprechlich schätz vnd | kleynet sey das | Euangeliiun | vnnd heilig | wort Got | tes . j 0.0. u. J. (Basel, A. Cratander 1520). Quarto, lfi Blätter, deren letztes leer. Mit Titeleinfassung, in deren Ecken die Attribute der Evangelisten. Weller, repert. n. 1362 giebt fälschlich 13 Blatt an. Bibliotheca Haeberliniana IV, 295 n. 5868. 99 — 100 — sicut plurimi, adulterantes verbum dei, | .sed ex synceritate, sicut ex deo eoram deo in Chri = | sto loquimur . | Anno M . D . XXVI . | Am Ende: HOMILIARVM QVARVNDAM [ Friderici Nauseae Blancicampiani Finis . | Moguntiae . An . M . D . XXVI . | Hierauf einige Erratula. Octavo, 2 + 96 Blätter. ') München Hofbibliothek. Würdtwein, bibl. Mögunt. S. 156. — Panzer, annales VH, n. 76. — Schaab I, n. 176. — Schunk, Beiträge zur Mainzer Geschichte III, S. 145. 1527. 40. Lindenblättchen FRIDERICI NAV | SEAE BLANCICAMPIANI INCLY | tae ecclesiae Moguntinae diuini uerbi concio | natoris in annum Jubileurn oratio . [ hitan'Exixrj . | Auf der Rückseite des Titels Widmung Nausea's an Jo. Monster Weihbischof (episcopus Vice- componensis) zu Mainz: Moguntiae, Nono Ol. Junias Anno je . M . D . XXVII. Quarto, 4 n. gez. Blätter. 0. 0. u. J. 5319 Darmstadt (W ) und Mainz Stadtbibl. (zwei Exemplare). 1529. 41. ABschidt des | Reichstags zu Speyer Anno | M . D . XXIX . | Sampt der keiserlichen Constitucion Wie | gebrüder oder schwister kynder jres verstorben Vatter oder [ mfitter brüder oder Schwester Erbschafft vnder sich theylen | sollen . | Vnd einem Keyserlichen Mandat der Widertauffer halber | aussgangen . Holzsclinitt: Wappen des deutschen Reichs und Böhmens neben einander, wie öfter in J. Schoeffers Drucken | Cum gratia et priuilegio | Imperiali | (ohne Schlusspunct). Auf der Rückseite des Titels Urkunde Kaiser Karls V. Speier den 22. April 1529.2) Auf Blatt 2 Vorseite der Abschied. Blatt 18 Vor* seite: Getruckt zu Mentz | (ohne Schlusspunct) Rückseite leer. 1) Mittheilung ans München. 2) Dieses Druckprivileg ist nicht Johann Schoefter, sondern Matthcus Awerbach von Aschaft'enburg ertheilt. Die Worte des Kaisers Titelrückseite Zeile 8 sind: Das wir vnserm vü | des reichs liebe getrewe Matheysen Awerbach vö Aschaffen = | bürg den Abschidt jtz gehalte reichs tags zu Speyer in Druck | zu bringe beuelhe lassen habe K. s. Klemm Catalog S. 58. Klemm macht daraus einen bislang unbekannten Buchdrucker, der bei Schoeffer diesen Druck besorgen Hess. Auerbach spielte aber nur die Bolle eines Verlags für diesen Reichstagsabschied, den er bei Schoeffer drucken Hess. Wenn die Type der beiden andern von ihm gelieferten Verlagsartikel (= Klemm n. 102 und 1(13) eine andere als die in obiger Ausgabe ist, so hat Awerbach letztere bei einem andern Buchdrucker drucken lassen und nicht bei Schoeffer. Ob Awerbach in Mainz wohnte, steht nicht fest. 100 — 101 — Folio, 18 n. gez. Blätter, Titel und Ueberschriften im Text in Theuerdanktype, Text Schwabacher Type. 0. J. Mainz Stadtbibliothek (* W 13 a ), Haag kön. Bibliothek, Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog S. 57—58. — Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 159. — Schaab I, n. 186. 1530. 42. Friderici Nauseae Blancicampiani — Tres Evangelicae veri- tatis homiliarum Centuriae . Ad Christianae pietatis augmentum et decus. Ad Albertum, Episcop. Magdeb. Electorem Moguntiae 1530 . sub tempore Comitiorum Imper. in Augusta Vindelicia. Folio. 0. J. Quelle: Unbekannt. Panzer, annales VII, n. 90. — von der Haardt, historia reformat. litter. I, 265. — Metzner, Nausea S. 31 kennt eine Ausgabe Cöln, Quentel, 1530. 43. Friderici Nauseae Blancicampiani L. L. Doct. ecclesiastae Mognntini ad Carolum V. Imp. Aug. ic ■ ac L. Campegium Card, apo- stolicum a latere legatum ic . nuper Moguntiam ingredien . Oratio . Anno MDXXX.») Octavo. 0. J. Quelle: Unbekannt. Panzer, annal. IX, 540 n. 90 b . — Bibliotheca Schein!. — Metzner, Nausea S. 35. — Schaab I, n. 196. IT. Undatirhare Drucke. 44. Gerichts Ordnung der | graueschafft j Nassaw t C. | Auf der Rückseite des Titels Vorwort des Wilhelm Graf zu Nassaw, zu Katzenelnbogen und Diez, Ludwig Graf zu Nassau-Saarbrücken und Philips Graf zu Nassau-Wiesbaden-Idstein. 0. D. Blatt 2 Vorseite beginnt die Ordnung. 2 ) 1) Aui II. December 1530 kam Kaiser Karl V. mit dem Erzherzog Ferdinand in Mainz auf der Reise zur römischen Köuigswahl nach Cöln an und blieb bis zum 13. December in Mainz. Nausea hielt die Begrüssungsrede, deren Druck noch im December 1530 erfolgte. (Vgl. Das Tagebuch des Ca- nonicus Woltt'gaug Königstein am Liebfrauenstift zu Frankfurt a. M. ed. Steitz. Frankfurt a. M. 1876 S. 174—175.) 2) Dieselbe ist wieder abgedruckt in: E. Münch, Geschichte des Hauses Nassau-Oranien. III. Aachen und Leipzig 1833. S. 335 —365. — Das Druckjahr dürfte um 1528 — 1530 fallen, um die Verhältnisse nach dem Bauernkriege auf strengerer Grundlage zu behandeln. Mitherausgeber war Philipp von Nassau - Wiesbaden genannt der Altherr (1511 — 1558). A^gl. F. W. E. Roth, Geschichte von Wiesbaden S. 97 und 100. 101 — 102 — Folio, 12 n. gez. Blätter, Titel in Psaltertype, Text Schwabacher Type, die Ueberschriften im Texte kleine Missaltype. 0. J. 1 829 Darmstadt (Y ^p), Haag kön. Bibliothek, Wiesbaden kein. Landesbibl. 80 45. Breviarium Moguntinum. 0. J. Quarto (?). Giessen Univ.-Bibl. Eine Beschreibung von Dr. Falk steht im Centralblatt f. Bibl. 1887, S. 387. V. Uliächte oder zweifelhafte Drucke Johann Schoeffers. 1. Ob ein Mann ein eelich Weib nehmen dörfe oder nicht. Bey hanns Schoyffer 1495. Octavo. Bibliotheca Krafftiana misc. 8 n. 6. — Panzer, Annalen 1, 218. — Würdtwein. bibl. Mogunt. S. 129. — Meusel, bist, literar. bibliograpli. Magazin I, 116. — Zapf, Mainzer Buchdruckergeschichte S. 116. Eine Verwechslung Johann Schoeffers mit Hanns Schäffler in Ulm. 2. Breviarium Moguntinum. Moguntiae MDXI. Quarto. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 144. — Panzer, Annales VII, n. 18. — Fehlt in Dr. Falks Zusammenstellung der Mainzer Breviere im Centralblatt f. Bibl. 1887 S. 382 und bleibt als Erzeugniss Johann Schoeffers wie als Ausgabe überhaupt zweifelhaft. 3. Dictis Cretensis vnd Darii Phrygii wahrhaftige Histori vnd Beschreibung von dem Troianischen krieg vnd Zerstörung der Stadt Troya, newlich durch Markum Tatium ausz dem Latein ins Teutsch verwandelt, vormals nie gesehen, durchaus mit schönen Figuren geziert. Folio. Die Type soll die Johann Schoeffers sein. Gras, Verzeichniss II, S. 71, dessen Exemplar keinen Titel besass. 4. Missale Moguntinum 1517. Folio. Panzer, Annales VH, n. 28 schreibt diesen Druck dem Johann Schoeffer zu. Derselbe ist jedoch ein Erzeugniss Peter Drachs in Speier. 1) Möglicherweise ist diese Ausgabe eine Verwechslung mit: Histori warhafftige vnd beschreibung von dem Troianischen krieg vnd Zerstörung der Stat Troie, durch Dictyn Cretensem vnd Darem Phrygium Erstlich in Griechischer sprach heschriben, darnach Latein, vnd jetzund durch M. Tatium ins Teutsch verwandelt. Augsburg 1540. Folio, 82 Blätter mit Holzschnitten von Schäufelein. 102 — 103 — Die Gleichheit der Typen mit dem Missale Moguntinum 1507, welches Peter Drach zu Speier druckte, erweist dieses deutlich. Mainz Stadtbibliothek. Centralblatt für Bibliothekswesen III, 310—311, 312 — 314. 5. Missale Moguntinum. Moguntiae 1520. Folio. Erwähnt von Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 152 nach Exemplar der Carmeliter zu Mainz, hiernach von Panzer. Auch der catalogus librornm Bodmanni. Mainz 1823. S. 5 n. 55 giebt diese Auflage an, hiernach das Archiv für hessische Geschichte II, 490. Alle diese Angaben betreffen eine Ausgabe, die sich, da das von Würdtwein benutzte Exemplar mit dessen Einschrift: „Caremli Mogoni" auf dem Vordeckel in der Mainzer Stadtbibliothek noch vorhanden, leicht berichtigen lässt. Ich gebe nach diesem Exemplar eine genaue Beschreibung: Blatt 1 Vorseite in Rotlidruck, erste Zeile grössere, Rest kleinere Missaltype. Missalis Moguntiaci . hoc pre - | sens 7 luculentü profecto et diuinü opus, poste- | risqz dieb 9 nö reprehensibile vnqz: conte= | platione reipublice ecelesiastice al= | tissimi opitulamine, gnauo | rum lucubra- tionibus | vberrime casti = | gatum . | f | Auf der Rückseite: 11 Nota ista collecta ad inueniandam . lxx . et per consequens alia festa | mobilia perpetuis temporibus. | Rothdruck in Missaltype, einige Zeilen weitere Bemerkungen Schwarzdruck. Blatt 2 Vorseite — 7 Rückseite Calendarium, Blatt 8 Vorseite: Qualiter sacerdos ad celebrandä missam se pparare debeat. | (Rothdruck.) Blatt 20 fehlt im Mainzer Exemplar, auf dem diese Beschreibung beruht. Hierauf beginnt das Hauptwerk mit Foliirung, der Canon befindet sich zwischen Blatt 70 und 71 mit 10 gez. Blättern Praefationen ohne Musiknotendruck + 9 n. gez. Blättern Canon in grosser Canontype mit roth gedruckten Initialen, das Hauptwerk umfasst 217 gez. Blätter in dreierlei Type roth und schwarz gedruckt. Blatt 194 ist doppelt gezählt, da Blatt 193 nicht gezählt, 203 ist roth und schwarz foliirt, der Rothdruck ging dem Schwarzdruck voran, Blatt 208 ist falsch als 213 bezeichnet. Folio, zweispaltig, zu 36 Zeilen, 20 nicht gez. Blätter + 217 gez. Blätter + 10 gez. Blätter -f- 9 n. gez. Blätter Praefationen und Canon + 1 n. gez. Blatt, dessen Rückseite leer. Blatt 216 Rückseite unten beginnt die lange rothe Schlussschrift, welche sich einspaltig in Rothdruck auf Blatt 217 Vorseite fortsetzt und schliesst: Pridie kal' May. Anno j a christo nato supra millesimü 7 quingentesimü vigesimo. | Eine Firmaangabe fehlt, die Type ist jedoch die Peter Drachs in Speier. Mainz Stadtbibliothek (a 182 a ). Dr. Falk im Centralblatt f. Bibl. HI (1886) 314 mit Auflösung der Abkürzungen nach diesem Exemplare. 103 — 104 — 6. Titi Livii Römische Historien. Maintz bey Johann Schoeffer 1500. Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 135 nach Catalog Krebs. 1746. S. 55. Diese Ausgabe existirt nicht. 7. Der Catalog des Antiquariats Rosenthal München XXII (biblio- theca catholico theologica) 8. 367 n. 8212 erwähnt: Compend. volu- minis I annalium historiarum de orig. Francorum. Mog. Schoeffer nepos 1514. Avec belles init. et sur le titre les armes de l'empereur et de 4 villes. folio. Mit dem Vermerke: Panzer ne cite que Ted. de 1515. Die Ausgabe bleibt zweifelhaft, da Trithemius angiebt, dass er am 20. November 1514 das Buch vollendete, die Bezeichnung Schoeffer nepos ist Unsinn. 8. Klemm beschreibt in seinem Catalog S. 004 unklar: Inscrip- tiones et earum fragmenta in Augusta Vindelicorum, et eius dioecesi cura et diligencia Chvonradi Pevtinger, Augustani jurisconsulti etc. Mainz Johann Schoeffer 1520. Am Schlüsse jedoch mit der Jahrzahl: M . D . XXV . Mense Septembri. Folio. Ob hier ein Versehen Klemms als Verwechslung mit der Ausgabe des Huttich collectanea 1525, wovon ja auch eine Ausgabe 1525 mense Septemb. vorhanden, vorliegt, oder die Ausgabe 1525 als ja nicht unmögliche Titelauflage existirt, steht dahin, die Nachforschungen nach einer solchen Auflage 1525 waren jedoch überall ohne Resultat. 9. Madden in seinen lettres d'un bibliographe III (1874) S. 76 beschreibt eine Ausgabe des Mainzer Psalteriums mit dem Zusatzvermerk auf dem Titel: ubique deserviens zu 1515 als Erzeugniss Johann Schoeöers nach einem Exemplar in seinem Besitz. Demnach hatte das Buch dreimal das grosse D in Rothdruck mit rothen Ornamenten auf Blatt 20, 27 und 66. das C zweimal ohne Abdruck des Corpus der Type, aber mit roth gedruckten Verzierungen, ebenso das E roth gedruckt. Das Exemplar Maddens war auf Papier gedruckt, die Type ähnelte der der sechs und dreissigzeiligen Bibel und war kleiner als die des Mainzer Psalteriums, wodurch mehr Linien auf die Seite und somit weniger Blätter gegen die Mainzer Auflagen auf das Ganze kamen. Um mehr Exemplare verkaufen zu können und nicht allein an die Erzdioecese Mainz gebunden zu sein, erfolgte oben erwähnter Zusatz: ubique deserviens. Die Worte Maddens sind auch in v. d. Linde, breviarium Moguntinum S. 49 — 50 abgedruckt. Dieser Druck bleibt für Johann Schoeffer zweifelhaft, von dem Benedictinerpsalter 1516 Mainz ist er jedenfalls verschieden, wohl aber könnte er eine Auflage des Mainzer Psalters von 1457 in kleinerer Missaltype (ohne Canontype) sein. 10. Die Ausgabe bei Würdtwein, bibl. Mogunt. S. 162: Ruperti Abbatis Tuitiensis opera. Mogunt. 1531, welche Würdtwein ohne Firma angiebt, könnte zu dem Irrthum veranlassen, als habe Johann oder 104 — 105 — Ivo Sclioeffer solche gedruckt. Allein eine solche Ausgabe existirt nicht und ist eine Verwechslung mit Ruperti opera. Mainz 1631. Folio. Ein Exemplar letzterer Ausgabe in Darmstadt Hofbibliothek. 11. Häufig findet man in Antiquaritascatalogen angezeigt: L1BER EGREGI I VS DE VNITATE ECCLESIAE, | Cuius autor periit in concilio | Constantiensi . | Tu, quaeso, candide mi Lector, non quis, sed | quid dicatur, attende . | Auf der Rückseite des Titels Register. Seite 231: Excudebatur typis hoc opus Mense Au | gusto, An. M . D . XX . | Rückseite leer, welches dem Johann Sclioeffer Mainz zugeschrieben wird. 1 ) Quarto, 4 n. gez. Blätter + 231 gez. Seiten, Antiquatype. Diese Type ähnelt allerdings der Antiquatype 2 Schoeffers, ist aber unbedeutend grösser im Kegel und kommt nicht in Johanns Drucken vor. Desshalb gehört dieser Druck nicht Johann Schoeffer an. Ein Exemplar zu Darmstadt Hofbibliothek (Y 1354/500 defect). Panzer, Annales IX, 124 n. 165. — Panzer, Hütten in literarischer Hinsicht S. 209. 12. E. Weller schreibt in seinem repertorium n. 1155 dem Johann Schoeffer für 1518 zu: Des Edlen Römers Laurentii Vallensis Clagrede und- stützt sich dabei auf die mit H. S. unterzeichnete Einleitung. Ich hatte am 18. Februar 1891 durch die Gefälligkeit des Dr. Falk Gelegenheit, diesen Druck (das Münchener Exemplar) auf der Mainzer Stadtbibliothek zu sehen. Die Schwabacher Type ist jedoch nicht die Johann Schoeffers, sondern die Peter Schoeffers des Jüngeren und stimmt mit dessen Druck: Eyn schöner begriff zc . Worms 1525, wovon ich ebenfalls an diesem Tage das Züricher Exemplar vergleichen konnte, vollkommen überein, welche Ansicht Dr. Falk ebenfalls theilte. Das H. S. deutet auf Hans Schleichershöver, der 1524 für Peter Schoeffer arbeitete. Auch spricht für diesen Drucker die bei Johann Schoeffer nicht vorkommende reich gehaltene Titeleinfassung. Vgl. unter Peter Schoeffer Bibliographie. 13. Die Ausgabe des Enchiridion seu Breviarium 1517 im Central - blatt IV. (1887) S. 389 n. 9 der Seminarbibliothek zu Mainz ist, wie bereits erwähnt, keine besondere Auflage, sondern nur eine Satz Variante. 14. Rosenthal - München schrieb in Catalog XXXVI S. 18 n. 279 aus: Breviarium (Moguntinum) s. 1. n. d. (vers 1485?). Goth. Rouge et noir. 2 col. ä 39 lignes. 359 ff. n. n. sans sign, et sans cust. 8". Preis 200 Mark. Exemplaire bien conserve qui appartenait ä Jean Blanckwalt de Fulda nc en 1464. Seulement la 2. page du f. 62 porte une notice de l'origine: Incipiunt preces majores sec. registrum maguntinum. Dieses Mainzer Brevier sali Dr. Falk und beschrieb es im Centralblatt f. Bibl. IV (1887), S. 386 n. 2 als der Sammlung 1) Catalog Antiquariat A. Colm-Berlin 192 n. 310. 105 — 106 — Klemm angehörig, verwechselte aber Klemms Angaben in dessen Catalog S. 42 n. 65 mit diesem Buche und schreibt es Johann Schoeffer zu. Was Dr. v. d. Linde, Breviarium Moguntinum S. 12 ziemlich eingehend beschreibt und Dr. Falk im Centralblatt IV (1887) als Nummer 4 wiederholte, ist mit Klemms Catalog S. 42 n. 65 einerlei, ebenso die Brevierausgabe Kosenthai und die Dr. Falks n. 2 ein Buch. Da Rosen- ihal 1883/84 seine Mainzer Brevierausgabe ausbot, Dr. v. d. Linde 1881 sein Manuscript des Breviarium Moguntinum nach der Vorrede druckfertig hatte, damit jedenfalls das Klemm'sche Exemplar vor 1881 gesehen hatte und sein Buch 1883 im Sommer zu Wiesbaden gedruckt ward, ist eine Beschreibung eines 1883/84 ausgebotenen Buchs, von dem überhaupt nicht feststeht, ob es je in Klemms Besitz gelangte, eine Unmöglichkeit. Dazu kommen noch Abweichungen schwer wiegender Art, wie 35 Linien Exemplar Klemm (Catalog 42 n. 65) und 39 Linien Exemplar Rosenthal. Für J. Schoeffer bleibt daher das von Dr. Falk beschriebene Exemplar zweifelhaft, wozu noch das Fehlen der Signaturen und Custoden kommt, wie mir das ganze Buch älter zu sein scheint und Rosenthals Bemerkung „vers 1485?" vielleicht eher das Rechte getroffen haben könnte. 106 Register der Druckwerke Johann Schoeffers. I. Druckwerke mit Jahr, Ort und Firmaangabe. Abschied des Reichstags zu Augsburg 1531 Nr. 145. S. 82. Acta et decreta concilii Tribnriensis. 1525. Nr. 112. S. 67. Aeneae Sylvii libellus aulicorum. 1517. Nr. 42. S. 38. Aeneas Silvius de concilio Basileae. 1525. Nr. 113. S. 68. Agende Maguntinense. 1513- Nr. 29. S. 31. Pausti Andrelini epistolae. 1521. Nr. 85. S. 58. Ain laysche anzaigung. 1516. Nr. 39. S. 36. Appiani de civilibus Romanorum bellis. 1529. Nr. 127. S. 74. Aulularia Plautina. 1521. Nr. 70- S. 52. Dialogus mythologicus Bartholomaei Coloniensis. 1521. Nr. 86- S. 58. Breviarium Moguntinense. 1509. Nr. 19. S. 27. Breviarium ecclesiae Osnabrucensis. 1516. Nr. 35. S. 35. „ Mindensis. 1516- Nr. 36- S. 36- Erphurdiense. 1518- Nr. 45- S. 41. Budaeus, de asse et partibus eius. 1523. Nr. 104. S. 64. Caesar deutsch. 1530. Nr. 138. S. 79. Caii institutiones. 1529. Nr. 125. S. 73. Canones apostolorum veterum conciliorum constitutiones. 1525- Nr. 110. S. 66. Pro divo Carolo. 1527- Nr. 118. S. 70. Celsus von beiderlei Medicine. 1531. Nr. 142. S. 81. Johannis Chrysostomi sermo de eleemosyna. 1522. Nr. 97. S. 61. Ciceronis epistolae familiäres. 1529. Nr 123- S. 72. Ciceronis de finibus bonorum. 1520. Nr. 55- S. 49. Comparatio regis et monachi. 1522. Nr. 92. S. 60. Cursus Marie virginis. 1512. Nr. 26. 8. 30- Directorium misse. 1506. Nr. 4. S. 17. 1508. Nr. 12. S. 22. Donatus. 1531- Nr. 143. S. 81. Ein christliche Ermanung zum frumen leben. 1509. Nr. 20. S. 28- Enchiridion seu breviarium Moguntinum. 1509. Nr. 16. S. 24- ,, „ „ ,, 1517. Nr. 44. S. 39- Erasmi Roterodami enchiridion militis Christiani. 1521. Nr. 88- S. 59. „ „ . „ „ „ 1522. Nr. 100. S. 62- „ „ de duplici copia verborum. 1521. Nr. 76. S. 55- „ n adagium dulce bellum inexpertis. 1521. Nr. 84. S. 58- 107 — 108 — Erasmi Roterodami brcvissima formula. 1520. Nr. 61. S. 50. 1522. Nr. 89. S. 59. „ ,. familiarium colloquiornm formulae. 1522. Nr. 101. S. 62. „ „ cncomium matrimonii. 1522. Nr. 94. S. 61. „ „ parabolae. 1521. Nr. 68- S. 52. „ „ paraclesis. 1516- Nr. 38- S. 36. 1520. Nr. 50- S. 45. „ „ querela pacis. 1521. Nr. 69- 8. 52. „ „ ratio seu methodus compendio perveniendi. 1519. Nr. 49. S. 45. » » JJ JJ » I' » löJl. Nr. 65. S. 51. ?) » ■» » » » » IOäI« Nr. 87. 8.59- „ „ de ratione studii. 1521. Nr. 72. 8. 53. „ „ liber unus, quo Leicis conviciis respondet. 1520- Nr. 37. S. 36. „ „ responsio ad aunotationes Lei. 1520. Nr. 58. S. 49- „ „ liber alter contra Leum. 1520. Nr. 59. S. 49. Evangelia mit Usslegung der Gloss. 1510. Nr. 22. S. 28- Exercitium puerorum. 1506. Nr. 3. S. 17. Fabri christenliche Ableynung. 1529- Nr. 130. S. 76. Familiarium colloquiornm formulae. 1520. Nr. 62. S. 50- Frontinus, vier Bücher von den guten Eaethen. 1527. Nr. 116. S. 69. Galeni, de renum affectus. 1530. Nr. 139- S. 79- Gebetbiichlein. 1509. Nr. 21. S. 28. 1514. Nr. 32. S. 33. Ein ser Cristliche predig Gregors von Nacianz. 1521- Nr. 74. S. 54. Petri Guntheri de arte rlietorica. 1521. Nr. 73. S. 53. Bambergische Halsgerichtsordnung. 1508- Nr. 7. S. 19. 1508. Nr. 8. S. 20. 1508. Nr. 9. S. 21. 1508. Nr. 10. S. 21. 1510- Nr. 23. S. 28. „ „ 1531. Nr. 150. 8. 83. Mainzer Ilofgerichtsrodnung. 1521. Nr. 77- S. 55- Hortulus anime. 1511. Nr. 24. S. 29. „ ■ 1513. Nr. 28. S 31. 1514. Nr. 30- S. 31. (deutsch). 1514. Nr. 31. S. 32. 1516. Nr. 37. S. 36. Hortulus elegantiarum Laurentii Corvini. 1508. Nr. 11. S. 22. Hortus deliciarum je. 1520. Nr. 52. S. 46- 108 — 109 — Ulrici de Hütten dialogi Fortuna. 1520. Nr. 56- S. 48- „ „ „ de guaiaci medicina. 1519. Nr. 48. S. 44. ■ „ „ 1524. Nr. 109. S. 66- „ „ „ „ ,. „ 1531. Nr. 149. 8. 83. Huttichius, collectanea antiquitatum. 1520- Nr. 53- S. 46. „ „ „ 1525. Nr. 111. S. 67. In dictum apostoli ad Corinthios. 1522. Nr. 91. S. 60. ,. „ „ oportet et haereses esse. 1522. Nr. 23- 8. 60. Iustiniani institutiones. 1529. Nr. 124. S. 73. Kammergerichtsordnung. 1521. Nr. 78. S. 56. 1521. Nr. 80. S. 57. „ Landfrieden und Abschied. 1521. Nr. 79. S. 56. Der neue Laienspiegel. 1508- Nr. 15. S. 24. Landfriden auf dem Reichstag zu Worms aufgericht. 1521. Nr. 81. S. 57. . » n n » » 1521- Nr. 82. S. 57. . „ , „ „ , 1521. Nr. 83. 8.57. „ des Reichstags zu Worms. 1521. Nr. 106. 8. 64. Die lehen recht verdeutscht. 1530. Nr. 134. S. 77. Liber precationum. 1511. Nr. 25. S. 29. Livius deutsch. 1505. Nr. 2. S. 16. 1514. Nr. 33. 8. 33. 1523. Nr. 102. S. 63. „ lateinisch. 1518- I.Ausgabe. Nr. 46. S. 41. 1518. II. „ Nr. 47. S. 42. Manuale curatorum. 1508. Nr. 13. S. 23- Marliani topographia urbis Romae. 1520. Nr. 63. 8. 50. Melanchthonis annotationes in epistolam Pauli. 1523. Nr. 105. S. 64. Mercurius Trismegistus de potestate ac sapiencia dei. 1503. Nr. 1. S. 15. Missale Moguntinum. 1507. Nr. 5. S. 18. „ 1513. Nr. 27. 8. 30. Nausea, oratio in synodum. 1526. Nr. 114. S. 68- , ' fünf merkliche Sermon. 1526- Nr. 115. 8. 69. „ pro sacrosancta missa. 1527. Nr. 119. 8. 70- „ de reformanda ecclesia. 1527. Nr. 120- S. 71. „ contra adversarios catholicae fidei. 1529. Nr. 126. S. 73. „ in gloriosissimam deiparae virginem. 1530. Nr. 135- 8. 77- „ de pacientia liber unus. 1530- Nr. 136. 8. 78. De octo orationis partibus constructione. 1521. Nr. 66. 8. 51- Ordnung des Märkerdings für die Höhe. 1530. Nr. 140. S. 80- „ und Reformation guter Policei. 1531. Nr. 146- S. 82. 1531. Nr. 147. S. 82. 1531. Nr. 148. S. 82. 109 — 110 — Paraphrases in epistolas Pauli ad Timotkeum. 1522. Nr. 95. 8. 61 Peutinger, inscriptiones vetustae. 1520. Nr. 60. S. 49. Placentini de varietate actionum libri sex. 1530. Nr. 132. S. 76. „ „ i . - , 1531. Nr. 141. S. 80. Pomponii Laeti opera varia. 1521. Nr. 64. S. 51. Prosperi adversus inimicos gratiae dei libellns. 1524. Nr. 108- S. 65. PI ftarchi opuscula. 1522- Nr. 90- S. 59. „ ' „ 1527. Nr. 121. S. 71. 1530. Nr. 137. 8. 78. Psalterium ordinis S. Benedicti. 1516. Nr. 40. S. 36- Quatuor evangeliornm consonantia. 1524. Nr. 107. 8. 64- Reformation der Stadt Frankfurt a. Main. 1509. Nr. 17. S. 26- Reginonis annales. 1521. Nr. 75- 8. 54. Aymari Rivalli civilis historiae iuris libri V. 1527. Nr. 117. S. 69- , ;, , 1530. Nr. 133. 8. 77. Eubricae Caesarei ac pontificii iuris. 1529. Nr. 128- 8. 75. Speculuin astrologorum. 1508. Nr. 14. S. 24. Spiegel der wahren Rlietoric. 1508- Nr. 6. S. 19. Das Sprichwort, man muss entweder ein König je. 1520. Nr. 51. S. 45. Henrici Stromer adversus pestilentiam. 1517. Nr. 41- S. 37. „ „ wider die Pestilentz. 1517. Nr. 43- S. 38. Terentius. 1521. Nr. 67. S. 52. Terentius comoediae. 1522. Nr. 96. S. 61. „ 1528. Nr. 122- S. 72. Testamentum novum. 1521. Nr. 71. 8. 53- 1522. Nr. 98. S. 62. 1523. Nr. 103. S. 63. Trithemius compendium annalium Francorum. 1515- Nr. 33. S. 33. De unitate ecclesiae conservanda. 1520- Nr. 54. S. 47. Valerii Maximi factorum libri novem. 1530- Nr. 131. S. 76. Laurentii Vallae elegantiarum libri sex. 1522. Nr. 99. S. 62. „ „ 1529. Nr. 129. S. 75- Von der Venediger krieg. 1509. Nr. 18- S. 26. II. Druckwerke ohne Ort und Jahr. Abschied des Reichstags zu Cöln 1512 (1512) Nr. 9- S. 89- Abschied des Reichstags zu Cöln 1512 (1512) Nr. 10- S. 90- Abschied des Reichstags zu Worms (1521) Nr. 30. S. 97. Abschied des Reichstags zu Worms (1521) Nr. 29. S. 96. Abschied des Reichstags zu Speier 1529 (1529) Nr. 41. S. 100. Breviarium Moguntinum (0. D.) Nr. 45. S. 102. Breviarius Moguntinus (1510) Nr. 3. S. 87. 110 — 111 — Cammergerichtsordnnng auf dem Reichstag zu Worms auffgericht. (1521) Nr. 28. S. 96. Was den Kurfürsten am Deutschorden gelegen sei. (1512) Nr. 7. S. 89. An Bebstiich heyligkeit (Schrift des Deutschordens) [1512]. Nr. 6- 8. 88. Erasmus von Roterdam, Auslegung über Paulus an die Korinther I, 14. Capitel. (1521). Nr. 35. S. 98. Erasmus von Roterdam, über: Nemet auf euer Joch. (1521). Nr. 33. S. 97. Erasmus von Roterdam Auslegung über Mathaei 23. Capitel. (1521). Nr. 32. S. 97. Erasmus von Roterdam Auslegung über was Gutes die Philosophen in der heil. Schrift schaffen. (1521). Nr. 34. S. 98. Erasmus von Roterdam paraclesis. (1522). Nr. 37. S. 99- Erasmus von Roterdam Epistel. (1521). Nr. 36. S. 98. Gerichtsordnung der Grafschaft Nassau (0. D.). N. 44. S. 101. Ulrichi de Hütten ad Carölum imperatorem conquestio. (1520). Nr. 23. S. 94. Ulrich von Hütten expostulatio cum Erasmo Roterodamo. (1523). Nr. 38. S. 99. Ulrich von Hütten Clagschrift. (1520). Nr. 24. S. 94. Ulrichi de Hütten, Pebris dialogus. (1519). Nr. 18. S. 92. Ulrichi de Hütten, Pebris dialogus. (1519). Nr. 19. S. 92. Phalarismus Dialogus Huttenicus. (1517). Nr. 14. S. 91. Ulrichi de Hütten orationes quinque in Ulrichum Wirtembergensem. (1515). Nr. 12. S. 90. Ulrichi de Hütten dialogi fortuna. (1520). Nr. 21. S. 93. Ulrichi de Hütten epistola ad Hermannum de Neuenaar. (1517). Nr. 17. S. 92. Ulrichi de Hütten epistola ad Martinum Lutherum. (1520). Nr. 22. S. 94. Ulrichi de Hütten ad principes Germanos. (1517). Nr. 16. S. 91- Ulrici de Hütten in miserabilem Johannis de Hütten interitum deplo- ratio. (1515). Nr. 11. S. 90. Ulrichi de Hütten super interfectione Joannis Hutteni deploratio. (1517). Nr. 15. S. 91. Ulrichi de Hütten super interfectione Joannis Hutteni deploratio. (1519). Nr. 20. S. 93- Ulrich von Hütten Clag und vermanung. (1520). Nr. 25. S. 95- Ulrich von Hütten Clag und vermanung. (1520). Nr. 26. S. 95. Intimatio Erphurdiana pro Martino Luthero. (1520). Nr. 27. S. 95. Informatio de genealagia beatissime virginis Barbare. 1503- Nr. 1. S. 86. Landfriden Kaiser Karls V. zu Worms (1521). Nr. 31. S. 97. Litterae invitatoriae Jacobi archiepiscopi. 1507. Nr. 2. S. 87. Nauseae homiliae. (1526). Nr. 39. S. 99. Nauseae homiliarum centuriae. (1530). Nr. 42. S. 101. 111 — 112 — Nauseae oratio ad Carolum V. (1530). Nr. 43- S. 101. Nauseae oratio in annum Jnbileum. (1527). Nr. 40- 8. 100- Ordnung der Notarien. (1512). N. 5- 8. 88- Defensio Joannis Pepericorni contra epistolas obscurorum virorum. (1516). Nr. 13. S. 90. Handspiegel Johann Pfefferkorn. (1511). Nr. 4. 8. 87. Tractatulus in laudem ecclesie Treverensis. (1512). Nr. 8. S. 89. III. Druckwerke ohne Jahresangabe. Abschiedt des Reichstags zu Speier 1526- (1526). Nr. 3. S; 84. Cura pastoralis. (0. J.) Nr. 4. S. 85. Domus Encomium. (0. J.) Nr. 6. 8. 85. Institutiones imperiales. (1509 —1510). Nr. 1. S. 84. In Eduardum Leum Epigramata. (1520). Nr. 2. S. 84- Die geschieht und bekantnis des Johannes pfefferkorn. (ü. .1.) Nr. 5. S. 85. 112 *<; lüiTitfiin i aTmiiiiiiiui ijji iijiu»iii ii.u-.7i' i iL, _ _ . i ..ii n » . . i _ .» i -. m iniiiuiu iimiitü n lwi*ji iiiimTJiun !v f^^Y^^^-Hf JJSO^^l^^Mci^ii- -^vi^^A^|j^^^S5t^AiA^^^^^^ ^A.tA-r^4^v SJSJHSSSS II. Peter Schoeffer der Jüngere. •) § 1. Geburt und Lebensgeschichte desselben, sein Wirken in Mainz. Peter Schoeffer, Sohn des Peter Schoeffer und der Christine Frist war jedenfalls zu Mainz geboren. Sein Geburtsjahr ist urkundlich unbekannt und lässt sich auch nur annähernd als um 1460 gehörig ver- rnuthen. Wo Peter Schoeffer, den die Bibliographie zum Unterschiede gegen seinen Vater Peter den Jüngeren oder II. nennt, seine Ausbildung genossen und vor Gründung seines eigenen Geschäfts gewirkt, entzieht sich unserer Kenntniss. Als sein Vater starb, erhielt er als nachgeborener Sohn keinen Antheil am Geschäft, sondern nur den an den Druckhof zum Humbrecht anstossenden Hof „zum Korb" in Mainz als Erbe. 2 ) Kein Verlagsartikel seines Vaters erscheint unter Peter Schoeffers II. Druckwerken, auch findet sich keine der Typenarten desselben bei ihm verwendet. Dadurch sah sich Peter auf sich selbst angewiesen und begründete in Mainz ein Geschäft als Buchdrucker und Verleger. Er hatte jedenfalls als Formschneider gelernt, und begründete 1509 seine Firma. Die Lage für Errichtung eines weiteren Geschäfts in Mainz war um diese Zeit keine viel versprechende, Peters Bruder Johann mit dem blühenden Verlage und ein weiterer thätiger Buchdrucker, der Friedrich Heumann boten schwer wiegende Concur- renz. So war das Geschäft von Anfang an ein gewagtes und nicht besonders lebensfälliges. Die Vermuthung hat daher ihre Berechtigung, dass Mangel an Erfolg seiner Bemühungen es gewesen, die Peter Schoeffer veranlassten, im Jahre 1511 50 Goldgulden Capital vom St. Peterstift in Mainz auf den Hof zum Korb aufzunehmen. 3 ) Am 1) Uebcr ihn vgl. Catalogue de la bibliotheque de F. J. Fetis acquisee par l'etat beige. Bruxelles libr. C. Muquardt etc. 1877. Octavo. XI + 946 Seiten mit 7325 Nummern. S. 208. (Druckwerke P. Schoeffers.) — Kapp, Geschichte des deutschen Buchhandels I, 77. — Archiv für Geschichte des deutschen Buchhandels IV, S. 31), V, S. 310 (Schoeffer und M. Apiarins). — Faulmann, illustrirte Geschichte der Buchdruckerkunst. Wien 1882. Octavo. S. 253, 299, 327, 330. — Schletterer, IL M., Katalog der in der Kreis- und Stadt- Bibliothek, dem städtischen Archive und der Bibliothek des historischen Vereins zu Augsburg befindlichen Musikwerke. Berlin 1878. 2) Der Hof zum Korb besteht noch in allen Einzelheiten wie zu Peter Schoeffers Zeit und ist mehrfach abgebildet, z. B. im Gedenkbuch zur vierten Jubelfeier der Erfindung der Buchdruckerkimst. 1840. S. 28 (Tafel). 3) Würdtwein, bibliotheca Mognnt. S. 246. — Schaab. II, 570. — 113 Beiheft 9. 8 — 114 — Montag nach St. Ciarentag 1511 (8. August) kam nämlich Peter Schoeffer vor den weltlichen Richter Marx Morsslieymer und vergiftete für sich und seine Erben dem Coaradt Odenwaldt Canonicus und Ilerbort Vicar als Kistenmeister des St. Peterstifts zu Mainz 2'/-> Gulden Gold Rente an die Praesenz des Stifts fallend und verpfändete dafür sein Haus und Erbe „genant zum Korbe mit seinem gertgen daran jn der fleder- gassen gelegen wolhart ane dem Hnse vnd Hoeff genant zum Rebestock binden vnd forn mit allem seym begriff vnd zugehorunge furhin zu seyn eygen sonder allerley Hand tzinsse oder gülten davon zu geben." In dem Vertrage kommt Katharine Peters Ehegattin vor und genehmigte diese Verschreibung. Die Verschreibung ward am 20. De- cember 1511 veröffentlicht und damit rechtskräftig. Vorher schon hatte Peter Schoeffer am 5. Mai 1511 vor dem weltlichen Richter Johann Mollsperck der Kunigunde Ulrich Ysen Kremers Wittwe „umb ein Brieff" den Hof zum Korbe auf Lebenszeit verkauft, d.h. für Katha- rinens Lebenszeit zur Wohnung verschrieben. Da Peter Schoeffer seine hierüber gegebene Handschrift als die seinige abläuguete, verlangte die Wittwe von dem Gerichte die Feststellung derselben, worauf sich Peter zu derselben bekannte. Kunigunde begehrte, dass der Brief in das Gerichtsbuch eingetragen werde, was geschah, indem Peter erklärte, dass ihn die Wittwe „wol vergnügt und bezailt hait vor daz husse zum Korbe ihr lebtage zu haben, und in Buwe und Besserunge zu halten."') Damit beruhte die Sache keineswegs. Am 28. Juni 1511 kam Johann Schoeffer vor Gericht und klagte gegen die Wittwe Kunigunde Isenkremer wegen der Sache, worauf das Gericht die Sache als vollzogen anerkannte, aber der Wittwe die Verpflichtung auferlegte, das Haus auch während ihrer Lebenszeit zu unterhalten. 2 ) Peter Schoeffer hatte auch hier sich in Geldverlegenheit gezeigt, einen Kauf auf Lebenszeit abgeschlossen, das Haus blieb rückkäuflich, jedoch sein Eigen- thum. Wie Johann Schoeffer in die Sache verwickelt ward, ist unklar, vielleicht lag Cession der Ansprüche Peters vor. Peter Schoeffer muss die Sache, vielleicht mit dem vom Peterstifte erhaltenen Gelde rückgängig gemacht haben, da er am 4. August 1512 das Haus und Erbe genannt zum Korb in der Fiedergasse nebenan das Haus und Erbe zum Rebstock hinten und vornen als frei eigen dem Johann Kuchen (Koch) und der Urseln Eheleuten vor Johan Hauwenhut weltlichem Richter zu Mainz verkaufte und die Uebergabe vollzog. Zeuge war Peter Remenschnyder von Wynbach, der vielleicht geschäftlich mit Peter Schoeffer in Beziehungen stand. 3 ) Trotz dieses Verkaufs setzte Peter den Buchdruck und Verlag in Mainz bis 1523 fort. Es ist unbekannt, ob dieses in dem Hause zum Korb oder anderwärts geschah. 1) Schaab, II, 567—5(5'.) ex originali. 2) Ebenda II, 569—570 ex originali. 3) Würtltwein, bibl. Mogunt. S. 216. — Schaab, II, 51 114 — 115 — § 2. Peter Schoeffer II. in Worms, seine Beziehungen zu den Wiedertäufern. In dem Jahre, in welchem Peter Schoeffer sein Haus in Mainz veräusserte, lieferte derselbe eineu Druck zu Worms, welcher zwar nicht feststellt, aber auch nicht unmöglich ist und druckte in Worms bis 1529. Er wurde dadurch zugleich der Einführer des Buchdrucks in Worms. Die Gründung einer Buchdruckerei in der alten Reichsstadt Worms war geschäftlich keine verfehlte. Worms besass damals Doch keinen Buchdrucker, das daselbst tagende Reichskammergericht und der zahlreiche Clerus Hessen Aufträge von Belang erwarten, wenn auch die politische Lage der Stadt um diese Zeit keine günstige gewesen sein mag. Im Jahre 1513 brach der alte Kampf des Bischofs und Clerus gegen den Magistrat aufs Neue aus, die Bürgerschaft stand getheilt auf beiden Seiten. Die Volkspartei vertrieb zeitweise den Magistrat und setzte andere Behörden ein. Der Streit endete bekanntlich mit der Fehde Franz' von Sickingen gegen Worms 1515. In Folge dieser Kämpfe mag die Thätigkeit Peter Schoeffers in diesen Jahren eine geringe gewesen sein, wesshalb nur wenig Wormser Druckwerke aus dieser Zeit von ihm bekannt sind, während er in Mainz eine stärkere Thätigkeit entwickelte.') Auch amtliche Drucke und Liturgica Peter Schoeffers zu Worms sind nicht bekannt, so dass auch hier die gehegten Hoffnungen sich nicht erfüllten. Dagegen kam Zu- fluss von anderer Seite. In Worms trat Peter zu den Wiedertäufern in Beziehungen. Worms war von 1523—1533 der Sammelplatz zahlreicher Wiedertäufer. Jacob Kautz (Bubo) aus Grossbockenheim, Johann 1) Im Jahre 1520 erhielt zudem Peter Schoeffer einen Mitbewerber auf dem Gebiete des Buchdrucks zu Worms. Der Buchdrucker Johann (Hans) von Erfurt (Johannes Erffordiauus) hatte 1519 in Augsburg den Druck: Sbrulius Riehardus, Ad Maximilianum Sevenbergensem moduli aliquot. Im- pressa Auguste apud Johannein Erphordiauum 1519, III. Idus Nouembris. (i Blätter Quarto geliefert (Panzer, Annales VI, 157, 167) und war bald darauf nach Worms übergesiedelt, wo er: Joannis Schnaytpeckh oratio ad Carolum Caesar. Augustum 26 Septembris Anno 20. Antwerpiae dieta. impressum Wur- maciae per Joannein Erffordianum 1520. Quarto. lieferte. Ein Exemplar zu Worms im Paulusmuseum. Panzer, annales IX, 102). Ohne Jahresangabe druckte Hans von Erfurt: Regimiento praeservativo compuesto por el Luis Lunez de Anila. Medico cirurjano dela Cesarea Catholica Mt. Am Ende: Iste Tractatus fuit Impressus in Almania in civitate Wurmatie per Joaunein Erffordianum. 0. J. (um 1520). Quarto. (Panzer, Annales IX, 102 n. 4 nach Catalogus bibliothecae Ilallerill, 2, 31 n. 141). Im Jahre 1521 lieferte Hans nachstehenden Druck: Des heylign Röinischn 1 Reichs Stend, mitsainpt alle | Cburfürsten vnd Fürsten etc. I Gaistlichen vnnd Weltlichen, mit yren Titteln vnd | hoffgesynde, auch mit yren namen beschryben, vn | geschickten Botschafften. So zu Worms . . . versamelt vnnd Erschynen seynndt. Im Jar. | M. D. vud XXI. | Am Ende: Gedruckt in Worms durch Hanns von Erfferth 1521. Mit Titelholzschnitt: Reichsadler, 30 Blätter Quarto. Fehlt bei Panzer und Weller. Exemplar im Paulusmuseum zu Worms, und scheint bald darauf gestorben oder weggezogen zu sein, da von seinem Auftreten in Worms uichts weiter bekannt ist. 115 — 116 — Denk, Ludwig Hetzer und Kingk hatten in Worms und dessen Umgegend gegen 25 Personen im Alter von 25— 65 Jahren wiedergetauft. 1 ) Im Jahre 1527 verbot der Wormser Kath dem Prediger Kautz die Predigt, worüber das Volk empört ward. 2 ) In Folge dieser Zwis- tigkeiten wurden die lutherischen Prediger aus Worms entfernt, da sie das Volk verwirrten und die Sacramente verwarfen. a ) Hetzer und Denk weilten damals in Worms, da Ersterer die Vorrede seiner Prophetenübersetzung Worms 3. April 1527 datirte. 4 ) § 3. Peter Schoeffer der Jüngere zu Strassburg. Im Jahre 1530 begründete Peter Schoeffer II. ein Geschäft zu Strassburg im Elsass. Er heirathete dort die Anna Pfintzorin, um in die Zunft zu kommen. Das Strassburger Bürgerbuch im Stadtarchive zu Strassburg sagt: „Peter Scheffer, Buchdrucker von Mentz, hat daz burgrecht empfangen von Anna Pfintzerin weil. Blasi Wechters des kurszners seligen wittwe, seiner Hauszfrauw, und dient zur stcltzen. Actum Zinstag nach Lucie Anno :c. 29." 5 ) In Strassburg trat Peter Schoeffer mit dem Buchdrucker Johann Apronianns 6 ) in Verbindung 1) Der Katholik, Jahrgang 1882 Heft I, S. 626. 2) Tagebuch des Canonicus Wolfgang Königstein am Liebfrauenstift zu Frankfurt a. Main ed. Steitz. Frankfurt a. M. 1876. S. 1 1 9. .')) Ebendaselbst S. 120. So diese Quelle. Nach anderer Angabe hatten sich die Wiedertäufer von Strassburg aus nach Worms verbreitet, Kautz, damals der erste und angesehenste Geistliehe der Stadt Worms ward für ihre Sache gewonnen und veranlasste den Uebertritt seines Amtsgenossen Hilarius, der sich Einfluss und Anhang bei den Bürgern verschaffte und so stark ward, dass er den Lutheranern trotzen konnte. Anfangs Jmii 1527 veröffentlichte Kautz sieben Thesen seiner Lehren, die lutherischen Geistlichen Preu und Freiherr antworteten, es kam zwar nicht zum Ausbruch von Thätlichkeiten, aber der Eath wies Wiedertäufer wie lutherische Geistliche aus der Stadt. (Theologische Studien und Kritiken 1858 S. 839.) 4) Urkundliches Material über Peter Schoeffers Auftreten in Worms ist weder in dem Wormser Stadtarchive noch in den Sammlungen des Pau- lusmuseums nach von dort erhaltener Mittheilung vorhanden. Die Stätte seiner Druckerei in Worms lässt sich nicht mehr feststellen. 5) Mittheilungen des Strassburger Stadtarchivs vom 16. April 1891. 6) Ueber Johann Apronianus ist wenig bekannt. Das Archiv für Geschichte des deutschen Buchhandels behandelt denselben nach den Collec- taneen des Strassburger Buchdruckers Heitz (IV, 29—30). Diese Angaben bedürfen jedoch als ein Chaos der kritischen Sichtung, da dort der Johann Apianus mit Johann Schweintzer, der Johann Apronianus mit Matthias Apia- rius zusammengeworfen und verwechselt wird. Ich ordne dieses Chaos also: No. I. Jean Apianus ou Schweintzer ist Verwechselung des Johann Apronianus, welcher 1530—1531 in Strassburg druckte, mit Matthias Apiarius. No. 2. Ist eine Vermengung des Johann (nicht Matthias) Schweintzer, bei dem Peter Schoeffer 1531 das Visirbuch herausgab, mit Matthias Apianus dem Mathematiker und Astronom. No. 3—4 ist richtig für Matthias und Samuel Apiarius. No. 5-6 bleibt zweifelhaft. No. 7 (1530—1535; ist richtig. No. 8—9 bleibt Verwechselung von Johann Schweintzer mit M. Apiarius. Dass Johann Apronianus und Johann Schweintzer eine Persönlichkeit 116 — 117 — und lieferte 1530 mit demselben seinen ersten Strassburger Druck. Das Verhältniss währte bis 1531 und gingen aus der Verbindung drei Drucke hervor. Dann löste sich dieselbe auf. Peter Schoeffer verband sich mit Matthias Apiarius, druckte mit demselben zusammen bis 1537, aber auch jeder derselben allein. 1 ) Es geht daraus hervor, dass sowohl Schoeffer als Apiarius besondere Druckereien besassen, was sich bei Apronianus und Schweintzer vorläufig nicht feststellen lässt. Eine dritte Verbindung knüpfte Peter mit dem Johann Schweintzer, einen in seinen Lebensverhältnissen ebenfalls noch unerforschten Verleger, an. Schweintzer gehörte zu den von der Lehre der alten Kirche abweichenden Männern und huldigte der Richtung Schwenkfelds. 2 ) Dieser Umstand ist für die Denkungsart Peter Schoeffers von Wichtigkeit, wenn auch das geschäftliche Interesse bei dieser Verbindung die Hauptrolle gespielt haben mag. Das Verhältniss beider Männer ist unklar, es scheint, dass Peter Schoeffer für den Verlag Schweintzers druckte. Strassburg war in den dreissiger Jahren des XVI. Jahrhunderts Sammelplatz der protestantischen Sectirer, des Schlesiers Schwenkfeld, des Tirolers Pilgram Marbeck, des Kürschners Melchior Hoffmann, des Spaniers Miguel Serveto (von J. Calvin später dem Eeuertode überlie- sind, bleibt ungewiss und auch wenig wahrscheinlich. Vielfach wird auch M. Apiarius mit Johann Apronianus verwechselt, und behauptet, dass Erste- rer bereits 1530 in Strassburg druckte, während dieses doch nur bei Letzterem der Fall war. Iin Archiv für Geschichte des deutschen Buchhandels V, 15 ist das Verhältniss beider Personen auch hierin richtig aufgeführt, vgl. Klemm, Katalog S. 158 und Panzer, Annales VI, S. 119 n. 818. 1) Ueber Matthias Apiarius vgl. unten. 2) Ueber Johann Schweintzer vgl. Pallmann, Sigmund Feyerabend S. 2 und 97 (Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst. Neue Folge. VII.) Johann Schweintzer oder Schwentzer druckte in Strassburg: Bekant- nuss vom H. Sa | crament des leibs vnnd blfits | Christi, auff frag vnd ant | wort gestellet. | Caspar Schwenckfeld. | Mit einem hertzen glaubt mau zur gerechtig- | keyt, mit dein munde aber bekennt man | zur seligkeyt, Roman, in. | Strassburg. | Am Ende: Zu Strassburg Truckts | Hans Schweintzer. | M. D. XXX. | Octavo, 4 Bogen, letzte Seite leer. München Hof bibliothek (Polem. 2289 Octavo). Wackernagel, Bibliographie zur Geschichte des deutschen Kirchenlieds S. 14(i. Als Verleger Hess er 1536 drucken: Von der Gemeinschaft aller Dingen. Durch Hanns Ludwig Vives beschrieben. Diss Buchlin gehört jetzt vf die Bahn, Obs vielen missfalt, da ligt nit an 2C. (Verse). Strassburg bey M. Jac. Kammerlander von Mencz. 1530. Quarto. (Hirsch, millenarius II, n. 660.). Im Jahre lö41 gab er heraus: Die gantze Evangelische Historie... in vier bücher gebracht durch Andream Osiandrum. Cum praefatione Joh. Schweintzer interpretis, ad Casparum comitem mansfeldensem. Franckfurt 1541. Quarto. Goedeke, Grundriss I, 179. 1540 hatte Cyriacus Jacob zu Frankfurt a. Main für Schweintzer die teutsche Harmoni der Vier Euangelien in 1200 Exemplaren gedruckt. Pallmann, Feyerabend S. 2—3. 117 — 118 — fert), auch Denk hielt sich 1526 in Strassbnrg auf. 1 ) Ihre Gegner waren die Protestanten. M. Bucer disputirte mit Einigen derselben, während Capito sicli gemässigt zeigte. Der Strassburger Rath wies zwar manchen Wiedertäufer aus, behandelte dieselben jedoch im Allgemeinen gnädig. Peter Schoeffer befand sich in Strassburg in geistesverwandten Kreisen und mag auch hier mit den Wiedertäufern in mehrfacher Beziehung gestanden haben, wenn auch sein Strassburger Verlag nichts der Art andeutet. Im Jahre 1537 löste sich die Verbindung mit Matthias Apiarius, da derselbe in diesem Jahre nach Bern in der Schweiz zog und dort den Buchdruck als amtlich berufener Buchdrucker der Stadt Bern einführend seinen ersten Berner Druck 1537 lieferte. Die Frucht der Verbindung beider Männer waren meist Musikdrucke. Zwei verwandte Geister hatten sich hierin gefunden, da Apiarius sogar Componist war nnd die beiden Lieder: „Ach hilf mich leid und senlich klag" und: „Es taget vor dem walde" von ihm herrühren. 2 ) Apiarius druckte, wie erwähnt, in Strassburg auch Manches allein, er stand zu Oeco- lampadius, Capito und Bucer in Beziehungen und druckte Schriften derselben. :! ) Es ist vielleicht nicht ohne Belang für die Denkungsart des Peter Schoeffer, dass er sich hierbei ausschloss und an dem Drucke dieser Schriften keinen Antheil nahm, da seine Geistesrichtung auf kirchlichem Gebiete eine andere war. Die Auflösung des Geschäftes Schoeffer - Apiarius gab der Thätigkeit Schoeffers den Todesstoss, wodurch er sich in Strassburg nicht mehr halten konnte. Dass er wegen Hinneigung zu den Wiedertäufern Strassburg habe verlassen müssen, ist unwahrscheinliche Vermuthung und bleibt die Sache geschäftlich vollkommen begründet. Trotz des nur kurzen Aufenthaltes in Strassburg war Schoeffers Thätigkeit daselbst eine recht rege und vielseitige gewesen und zeichnet sich namentlich durch Drucklegung von wissenschaftlichen Werken aus. 4 ) 1) Lorenz und Scherer, Geschichte des Elsasses I, S. 196. 2) Monatshefte für Musikgeschichte VIII (1876) S. 101 und Publicatio- nen der Gesellschaft für Musikgeschichte IV (1876) S. 87 und 88. 3) vgl. hierüber unten. 4) Peter Schoeffer stand auch zu Christoph Froschover in Zürich in Beziehungen. Die Schwabacher Type desselben gleicht bis auf einige Versalien vollständig der Peter Schoeffers, so dass Beide entweder eine Bezugsquelle der Typen besassen, Peter Schoeffer für Froschover Typen schnitt oder goss, oder seine eigene Einrichtung demselben abtrat. Auch enthält Froschovers Ausgabe von Stumpf, Schweitzer Chronik ed. 1518 Mio Blatt 28 Vorseite die Abbildung einer Druckpresse, au der oben rechts Peter Schoeffers Wappen (Winkelhaken mit drei Eosen) und neben längs unter einander in Majuskeln SCHEFEE steht. (Abbildung nach diesem Drucke in dem Neujahrsblatt herausgegeben von der Stadtbibliothek in Zürich, 1881. Quarto). Möglicherweise brachte Froschover die Presse nebst Geräthe Peter Schoeffers an sich, als derselbe nach Venedig zog und Hess solche aus Erinnerung an denselben abbilden, dann würde sich auf diese Weise die Gleichheit der Typen uud das Verhältniss dos Tyndaletestaments und der Covcrdalcbibel zu der Schwabacher Type Peter Schoeffers erklären. 118 119 § 4. Peter Schoeffer zu Basel und Venedig, sein Tod. Im Jahre 1539 verliess Peter Schoeffer Strassburg und scheint sich kurze Zeit in Basel aufgehalten zu haben. Thomas Plater sagt in seinem Tagebuch: „Dazumal war ein gar feiner Künstler von der Druckerei, Peter Schärfer, aus welchem Geschlechte die Druckerei zu Mainz erfunden ist, der hatte fast allerlei Schriften Punzen, der gab mir Abschläge und goss mirs, etliche goss mir Meister Martin" jc. ') Da Thomas Plater sich in Basel aufhielt, ist es wahrscheinlich, dass Peter Schoeffer dessen Bekanntschaft dort machte, aber auch nicht ausgeschlossen, dass das Bekanntwerden bereits zu Strassburg erfolgt. Es scheint, dass Peter Schoeffer die Gründung einer Druckerei zu Basel, dieser Metropole des Buchdrucks um 1539 — 1540 vorhatte, aber bald weiter zog, da er in Venedig mit seinen blühenden Druckereien Erfolge hoffte. Seine Anwesenheit in Basel steht urkundlich nicht fest, die Jahre 1539—1541 sind in Peter Schoeffers Leben ein unbeschriebenes Blatt, die Anwesenheit in Basel hat jedoch so viel Wahrscheinliches für sich, dass dieselbe gelten kann. Spuren einer Wirksamkeit in Basel als Buchdrucker sind, das Wirken für Thomas Plater ausgenommen, nicht vorhanden. Im Jahre 1541 taucht Peter Schoeffer in Venedig als Buchdrucker für einen Verlag auf und lieferte zwei weitere Drucke 1542 in Venedig. Auch hier blieb er seiner antikirchlichen Gesinnung getreu. Seine beiden Bibelausgaben in lateinischer Sprache zieren den Index der verbotenen Bücher, auch eine Lullusausgabe verdankte dieser Richtung ihre Entstehung. Damit hört 1542 jede Nachricht von Peter Schoeifer auf, so dass die Annahme berechtigt ist, dass er in diesem Jahre zu Venedig starb und auch dort begraben wurde. Peter war zweimal verheirathet, in erster Ehe mit Katharine, deren Geschlechtsname unbekannt. Sie kommt 1511 bis 1512 mit ihm vor und starb vor 1530 wahrscheinlich in Worms. Seine zweite Frau war seit 1530 die Strassburgerin Anna Pfintzerin Wittwe, deren Familienname und Schicksale auch nicht auf uns gekommen. Aus erster Ehe soll Peter Schoeffer einen Sohn Ivo gehabt haben, der 1531 das Geschäft Johann Schoeffers in Mainz übernahm und bis zu seinem Tode 1555 weiterführte, ein Verhältniss, das noch nicht hinreichend aufgeklärt ist. Ob aus erster und zweiter Ehe weitere Kinder vorhanden, ist unbekannt. 1) Faulmann, illustrirte Geschichte der Buchdruckerkunst. Wien 1882. S. 327. Die Ausgabe des Originaltagebuchs des Thomas Plater konnte ich so wenig, als das Buch: Thomas Platters Briefe an seinen Sohn Felix ed. Achilles Burckhardt, Basel 1890. Octavo. benutzen. Thomas Platers Baseler Drucke beginnen mit 153t>, er druckte zuerst mit Balthasar Lasius, dann mit Oporinus zusammen. Vgl, Klemm, Catalog S. 230 u. 232. — Panzer, Annales VI, 316 — 318. 119 — 120 — § 5. Peter Schoeffer als Buchdrucker und Verleger. Peter Schoeffer ist als Buchdrucker und Verleger durch seine Schicksale merkwürdig und bildet als Glück suchender wandernder Typograph ein ansprechendes Bild des unruhigen Zeitgeistes der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts. Talentvoll, auf der Höhe der Leistungen in Formschnitt und Buchdruck stehend, mit den bedeutendsten Künstlern in Beziehung, lieferte er nicht allein gediegen gedruckte in dem Musiknotensatz Deutschlands geradezu epochemachende Musikalien, die später besonders zu betrachten sind, gut illnstrirte Gebetbücher und typographisch bedeutsame liturgische Drucke, einige in der Geschichte der Bibelübersetzung eine hervorragende Rolle spielende Drucke, wissenschaftliche und populäre Werke in grösserer Zahl, welche Leistungen ihm in der Geschichte der Typographie einen ehrenvollen Namen sichern, wenn auch die Zahl seiner Erzeugnisse für seine Wirkungszeit eine unverhältnissmässig kleine ist. Aus Nichts hatte Peter Schoeffer seine Thätigkeit begründet, unter schwer wiegenden Concurrenzen in Mainz und Strassburg lebensfähig erhalten, aber jedenfalls keine finanziellen Erfolge errungen. Als unruhiger Kopf brachte ihn seine Vorliebe für die kirchlichen Reformbestrebungen in den Schoos der Wiedertäufer und Solcher, welche eine verbesserte lateinische und deutsche Bibelübersetzung anstrebten. Sein Name steht mit dem des Matthias Apiarius auf dem Verzeichniss der kirchlich beanstandeten Buchdrucker.') Schoeffers Vcrlagsartikel sind so recht ein Beweiss, dass seine Kunst nach dem Brote ging und keine Richtung verschmähen durfte. § 6. Peter Schoeffer als Pfleger der Bücherillustration. Der Gebrauch, den Peter Schoeffer II von den Arbeiten der Bücherillustratoren seiner Zeit machte, stellt sein Wirken als Buchdrucker und Verleger hoch hin und sichert demselben bleibende Erwähnung in der Kunstgeschichte. Er stand zu Albrecht Dürer, Hans Baidung Grien und Anton Woensam von Worms, wohl auch zu Lucas Cranach in Beziehungen, manche Arbeit derselben findet sich allein in seinen Druckwerken abgedruckt. Andere Verbindungen lassen sich jetzt nicht mehr feststellen. Peter verwendete, obgleich sein Geschäft jedenfalls kein finanziell glänzendes war, bedeutende Mittel für Erwerbung guter Holzschnitte und Druckermarkeu und gehört manches dieser Art zu dem Prächtigsten der Zeit, wenn es auch von Muther in der Bücherillustration 2 ) nur wenig betont, noch weniger gekannt sein dürfte. Da Peter Schoeffer Formschneider von Beruf war, stand ihm der Verkehr mit derartigen Künstlern nahe. 1) Verzeichniss der Buchdrucker, welche verbotene Bücher druckten, ausgegeben von Papst Paulus IV. 1559 bei Reusch, Indices S. 207: „Mar- tinus (!) Apiarius Argentoratensis, Petrus Scheffer. 2) I, 254. 12ü — 121 — § 7. Peter Schoeffer als Drucker von Musikalien. Ottaviano dei Petmcci geboren 1466 zu Fossombrone erfand die Kunst, Musikalien mit beweglichen Typen zu drucken und lieferte in Venedig seit 1502 und seit 1513 in Fossombrone bis 1523 Musikdrucke, welche auf diese Weise hergestellt meist Messen und Motetten enthaltend, die Bewunderung der Musiker und die Nachahmung der Typographen herausforderten.! 1 ) Trotzdem das Verfahren ein schützendes Privileg besass, blieb dasselbe kein Geheimniss oder ward in seinem Wesen erkannt und nachgeahmt. Erhard Oeglin in Augsburg druckte 1507 bereits mit Musiktypen, ihm folgte 1512 Peter Schoeffer zu Mainz. Beide sind die ersten Musiktypographen Deutschlands. In Italien folgten die Junta in Rom, Anton Blado zu Rom um 1530 und Anton Gardano zu Venedig nach, aber immerhin ward noch der grösste Theil der Musikdrucke besonders vereinzelte Stellen auf dem Wege des Holzschnittes hergestellt. Wie Peter Schoeffer hinter das Geheimniss des Notendrucks kam, ob ihm Arbeiter, die für Petmcci gewirkt, dasselbe mittheilten, er dasselbe durch seine Beziehungen zu italienischen Musikern erfuhr, oder durch Oeglins Arbeiter kennen lernte, bleibt noch zu untersuchen. So viel steht fest, dass er einer der ersten deutschen Notentypographen war, weit und breit zur Drucklegung von Musikalien gesucht und geschätzt war, mit Männern wie Schlick, Walther, Froschius und Anderen in Verbindung trat, wie ihm auch Johann Thurmair, genannt Aventinus, das ehrende Zeugniss als Typo- graph hervorragender Leistungen ausstellte, was jedenfalls auf dessen Kenntniss der Musikaliendrucke Peter Schoeffers beruhen dürfte. 2 ) Technisch brach Peter Schoeffer, der so recht geeignet war, ein gediegener Musikalientypograph zu werden, da ihn die Liebe zur Musik dazu machte, mit der alten Notation der Hufeisennoten und führte die nota figuralis, die Cölner oder deutsche Notirungsweise in dem Drucke ein. Er ist somit auch hierin Begründer einer neuen Richtung. Einzelne Details über seine Druckart auch bei Beschreibung der einzelnen Musikdrucke Peter Schoeffers des Jüngeren. 1) Ueber ihn Schund, Ottaviano dei Petmcci, der erste Erfinder des Musiknotendracks mit beweglichen Metalltypen. Wien 1S45. 2) Jo. Aventim annaliuni Boicorum libriVII. Basel 1615. Folio. S. 1512: Nunc vero in Germania Basileae Joannes Frobenius, Hagenoiae Thomas Ans- helmus, Argentorati Matthias Schurerius, Mogontiaci Petrus Schofferius nepos ex filia authoris hujus inventi alii item alüs Germaniae civitatibus quotquot ubicunque ante fuerunt, et adhuc sunt superant longo intervallo post se reli- quunt. Des Aventinus umsicae rudimenta erschienen 1516 bei Miller in Augsburg. Neuabdruck in: Johannes Aventins kleinere historische philosophische Schriften. München 1881. S. 582 f. Verfasser dieser Schrift ist Aventinus selbst, nicht Nicolaus Faber. Die Correspondenz Aventins bietet keine An- haltepuncte für den Verkehr desselben mit Peter Schoeffer dem Jüngeren. 121 — 122 — § 8. Die Druckermarken Peter Schoeffers des Jüngeren. 1. Wappenschild mit schräg schraffirtem Grunde auf hügeiartiger Erhebung, in dem Wappen der Winkelhaken und drei Eosen.') Im Hortulus animae deutsch 1513 und öfter vorkommend. Abbildung in Monatshefte für Musikgeschichte IX, 30. Dibdin, hibliographical deca- meron II, S. 12 nach dem Drucke: De dulcissimo nomine Jesu :c. 1518. 2. Kleine Druckermarke: Sitzender Schäfer mit Dudelsack und rechts der Hund, links zwei stehende Schäfer, mitten Schafe, oben ein Engel die Geburt Christi verkündigend. Umschrift: GLORIA IN | EX- CELSIS DEO, | HOMINIBVS | BONA VOLVNTAS . | In Wormser und Strassburger Drucken vorkommend. Prächtige Darstellung eines unbekannten Meisters. 3. Grosse Druckermarke: Schäfer und Dudelsackbläser mit zwei Schafen und Hund links, rechts ein Herr in Patriciertracht mit Dame (Elsässerin der Haube nach), mitten Wappen (Winkelhaken und drei Rosen), oben das Spruchband: Ingenium vires superat. Unter dem Wappenschilde das Monogramm: H G, auf Hans Bai düng Grien als Formschneider anspielend. 1531 in Kerns Visierbuch vorkommend. Prächtige hervorragende Darstellung. Abgebildet in Muther, Bücher- Illustration I, Tafel 248\ Höhe 132, Breite 135 mm. 1) Diese Abweichung von dem Wappen der Familie Schoeffer (bei Peter Schoeffer dem Alten drei Sterne, bei Johann Schoeffer oben zwei Sterne, unten eine Rose und bei Peter Schoeffer dem Jüngeren drei Rosen) beruht wohl auf heraldischer Ungcwissheit, könnte aber auch genealogische Gründe besitzen. Jedenfalls ist das Erstere wahrscheinlicher. 122 Druckwerke Peter Schoeffers des Jüngeren. I. Mainz. 1509. 1. Wyhegerflin für alle frommen cristenmenschen. Mainz bei Peter Scheffer 1509. Format? Quelle: Unbekannt. Janssen, Geschichte des deutschen Volkes I. Bücherverzcichniss S. XXXIX (ohne Angabe des Formats und des Aufbewahrungsorts), 1, 51. 1511. 2. Spiegel der Orgelmacher vii Organisten allen Stitften vii kirche | so Orgel halte oder mache lassen hochnützlich . durch den hochbreum | pten vn künstreichen Meyster Arnolt Schlicken Pfaltz- grauischen | Organiste artlich verfasst . vii vss Römischer Kaisserlicher maistat | sonder löblicher befreyhüg vii begnadüg auffgericht vn aussgange . ; Darunter Holzschnitt: eine Frau (St. Caecilia ?) vor der Orgel sitzend und spielend, hinten Balgtreter, links Schalmeibläser, rechts Sänger. Auf dem Kleide des linken Sängers ein S. Ob dieses auf Peter Schoeffer als Anfertiger deutet, steht dahin. Rückseite des Titels leer. Blatt 2 Vorseite Privileg Kaiser Max I. ') Kleinoctavo, 30 Blätter, Schwabacher Type, Blatt 3 Vorseite beginnt das Schriftchen, aber erst Seite 15 die Paginirung mit: Das . ij . blat und schliesst Seite 59 mit: Das. xxiiij . blat. Seite 60 leer. Ein Schlussblatt mit Firmabezeichnung scheint in dem einzig vorhandenen Exemplar zu fehlen. Nachdruck mit lithographischem Facsimile des Titels in Monatshefte für Musikgeschichte I, 77 (herausgegeben von Eitner). Vgl. ebenda II, 165 ff. Auch als Separatabdruck Berlin 1869 erschienen. Preis 15 Sgr. — Janssen, Geschichte des deutschen Volkes I, 211. — Dr. Falk, zur Beurtheilung des XV. Jahrhunderts im Katholik 1877 b , S. 416 und 417. 1) Der Verfasser des Spiegels der Orgehnacher ist Arnold Schlick der Vater, Pfalzgräf'licher Organist zu Heidelberg, wo auch dessen gleichnamiger Sohn später diese Stelle bekleidete. Die Annahme in Monatshefte für Musikgeschichte I, S. 77, dass Arnold Schlick der Sohn der Verfasser sei, ist falsch und ebenda I, S. 115 berichtigt. 123 — 124 — 1512. 3. Tabulatoren Etlicher lob- | gesang vnd lidlein vff die orgeln vfi lau- | ten, ein theil mit zweien stimen zu zwicken | vii die drit dartzu singe, etlich on gesangk | mit dreien, vö Arnolt Schlicken Pfaltz-1 grauischem Churfürstlichem Organiste | Tabulirt, vii in den truck in d' vrspriigk - | liehen stat der truckerei zu Meintz wie hie | nach volgt verordnet . [ Holzschnitt: Euterpe in einer Nische bläst die Flöte, neben ihr ein Schwan, zu ihren Füssen Orgel, Harfe, Laute, Flöte und Violine. Auf der Rückseite des Titels: Diss artlich buch vnd künstlich wergk Gepflanzet ausz Orpheus bergk Getruckt zu lob got vnd der weit Nun mergk was wirt hie bei gemelt Das die keiserlich maiestat Disz buch gefreit vnd bgnadet hat Keynen trucker zu trucken noch In zehen iarn bei grossem roch Vnd straff darzu einr grossen pen Wie die in dem mandat dann sten Das thu ich euch verkünden hie Das keiner sich entschuldig wie Ym das nit offenbaret wer Der dasz 'verbrech dem würds zu schwer (ohne Punct). Gewidmet ist die Schrift: „Dem künstlichen vnd sinreichen meister Arnold Schlicken, meins gnedigsten herrn des Pfaltzgrauen Chürfiir- sten 2C Organisten, meinem lieben vatter, 2C JC Unterzeichnet: Datum katherine virginis. Anno 1. 5. 11. | Arnolt Schlick der Jung | dein vndertheniger sone | (ohne Punct). — Mit Antwort Arnold Schlicks des Vaters an Arnold Schlick den Sohn. Datum Andree apo. anno 1. 5. 11.) Auf Blatt 4 stehen folgende Verse: Ir Musici senger orgler Vnd darzu ir lauten schleher. Die liphaper sein warer kunst. Kumpt her, ich bit vmb ewern gunst. Mich zu schawen vnd lern mit fleiss. Ir schöler vnd auch meister greiss. Wo ich gefeit das corrigirt. Vnd nit als bald neidisch schumpffirt. Als Bastian virdung hat gethon Sein eigen werck gibt im den Ion. Das er zülern so schwer gemacht Das sehe ein ieder selbs vnd acht Ob er vff lauten greiffen möcht. L . c . 4 kk . das es döcht 124 — 125 — Vnd der geliehen fint man vil, Do er geschossen hat vom zil. In seiner musick die er acht. Sich selbs von kunst vnd art gemaclit. Vnd michel furtern trukken lan.') Zu Basel als ich das verstan. Zu ersten facht mein Salue an . | Am Ende: Getruckt zu Mentz durch Peter Schöffern . VfT sant Matheis Abent. 2 ) Anno M . D . XII . | Rückseite dieses Blattes leer. Kleinquerquarto, 4 n. gez. Blätter + 82 Seiten + 1 n. gez. Blatt. Leipzig Stadtbibliothek und Berlin kön. Bibliothek (ohne Titelblatt). Monatshefte für Musikgeschichte I, S. 115 —125 mit obiger Beschreibung nebst wörtlichem Abdruck der Vorreden der Schrift. (R. Kitner.) — Aufsatz von A. G. Bitter in der allgemeinen musikalischen Zeitung. Leipzig 1869 Nr. 16 u. 17. — Weller, repertorium (etwas abweichende Beschreibung) n. 737. — Kienemund, H. B., kurze Geschichte des katholischen Kirchengesangs. Mainz. IL Auflage (1850) S. 167. — Becker, C. F., die Tonwerke des XVI. und XVII. Jahrhunderts oder systematisch - chronologische Zusammenstellung der in diesen zwei Jahrhunderten gedruckten Musikalien. Leipzig 1847. Quarto. Spalte 265. — Ein Neuabdruck erschien Berlin 1869. 15 Sgr. — Janssen, Geschichte des deutschen Volkes I, 211. — Katholik 1877 b , S. 416 — 417 (Dr. Falk, zur Beurtheilung des XV. Jahrhunderts). — Goedeke, Grundriss II. Aufl. II, 26 (nebst Inhalts - Verzeichniss der Liederanfänge). Die Schrift theilt sich in einen Theil für Orgel und einen solchen für die Laute. S. 57 steht: Hienach fahet an Tabulator vff die Lauten. Ein stim zu singen, die andern zwicken. S. 79: Zwicken mit dreien. Die Notirungsweise ist auf sechs Notenlinien, die Type die nota choralis (auch Cölner Notation oder Fliegenfüsse genannt), in Druck, nicht Holzschnitt. Ein Facsimile in Monatshefte für Musikgeschichte I, zu Nr. 7 und 8 der Beilagen. Die Notation der Musik ist für die Orgelstücke die eben erwähnte deutsche oder Cölner, für die Lauten= stücke die von Hans Virdung' in dessen Musica getutscht Basel 1511 erklärte Buchstabenschrift (Facsimile in Monatshefte für Musikgeschichte I, Beilage und musikalibche Zeitung 1831 B. 33). 1) Gemeint ist der Druck: Musica getutscht und aussgangen durch Sebast. Virdung, priesters von Amberg, und alles gesaug auss den noten in die tabulature dieser benannte dryer Instrumente der Orgeln: der Laute und d. Flöten transferieren zu lernen. Kurzlich gemacht etc. 0. 0. (Basel Furter 1511.) Kleinquerquarto, mit zahlreichen Holzschnitten. Neudruck Berlin 1882 in den Publicationen der Gesellschaft für Musikgeschichte. In diesem Druck sind die Musiknoten noch Holzschnitte, wie Arnold Schlick der Aeltere in seinen Tabulaturen Vorrede II sagt. 2) 20. September 1512. 125 — 126 — In musikalischer Beziehung ist beachtenswerth, dass bei dem Liede: „Nach lust hab ich mir ausserwelt" Nr. 62, die notirte Oberstimme in der Chiavette steht und eine Terz höher transponirt werden muss, wenn dieses Lied in unsere heutige Tonlage umschrieben wird. Die Noten sind in dem nach der Quarte transponirten .achten Ton f g a b c d e f notirt und müssen in a h eis d e fis gis a gesungen werden, was unserer heutigen A - dur - Tonart sowohl durch die Tonlage als die Zahl der vorgesetzten (drei) Kreuze entspricht. Für den Notentypen- druck ist ferner von Belang, dass Schoeffer gegen den Gebrauch der Zeit, in dea Stimmen die Tactabtheilungsstriche als überflüssig wegzulassen und gegen den von Viidung in dessen Musica getutscht Basel 1511 eingehaltenen Gebrauch der Tactstriche, zwar nicht diese, aber dafür einen bezeichnenden Zwischenraum im Drucke hat. Wie wenig eingehend die Technik des 16. Jahrhunderts in Wiedergabe der Musik war, geht ferner daraus hervor, dass der Druck nur für die Orgelstücke, nicht auch die Lautenstücke, die Vorzeichnung der Kreuze und B als Erhöhung und Erniedrigung der Töne vorzeichnet, somit dem musikalischen Geschmack oder Gehör der ausübenden Musiker es über- liess, das Richtige zu treffen, was von mehr Leistungsfähigkeit der Musiker als der Musikdrucker zeugen dürfte. 1513. 4. Quinquagena Carminum . TENOR . Ad Lectorem . has quin- quaglta musici cöcentus Harmonicas delicatis auribus placituras quis- quis es fidenter eme . Sunt enim a primariis musices magistris edite: Sunt dulces et electe Sunt iucüdi caracteris: Süt demum ad vngrvcm ') castigate. Auf der Vorseite des letzten Blattes: Impressum Moguntiac per Petrum Schöffer 7 Februarii Anno 1513. Hierauf schwarz abgezogene Druckermarke. Halbquarto, 35 Blätter Schwabacher (gothische) Type mit Signaturen, Initialen und arabischer Blattbezeichnung. Quelle: Unbekannt. Gras, Verzeichniss typographischer Denkmäler zu Neustift in Tirol. (Brixen 1789.) S. 206. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, S. 7 5. Liederbuch als Sammlung vierstimmiger Lieder. Vier Hefte. Heft 1. DISCANTVS . | grosse gothische Typen, ringsum eine Einfassung in Holzschnitt. Oberes Feld: Katze stiehlt eine Wurst, ein Mann schlägt nach der Katze mit dem Kochlöffel. Unteres Feld: Eule von kleineren Vögeln umschwärmt und verfolgt. Mit der Inschrift: Ich bin eyn keü- | tzlin wolgem | uet, rechts: wie wo es | andern voge I ein tliut. Rechts Holzschnitt: Ofen und llolzsehuhe mit 1) So der Druck. 12li — 127 — der Inschrift: Hinderm offen | ste die holtzsch. | Linkes Feld: sieben Schellen mit der Inschrift: Besser | Dan | Syben | Schellen. | Zweites Heft: ALTVS . | grosse Type wie im vorigen Hefte, was auch von allen andern Heften gilt. Holzschnitt; oberes Feld vier Affen, Inschrift: mum mum | geh geh geh . | Unteres Feld: Drei Jungfrauen auf einer Treppe. Linkes Feld zwei vierfüssige Thiere, welche sehr roh gehalten und unkenntlich, wohl Hunde. Rechtes Feld ein nackter Mensch mit einer Rnthe in der Hand. Drittes Heft. TENOR. | Holzschnitt; oberes Feld fünf Hunde, deren drei an einem Knochen nagen, mit der Inschrift: Gemeyn | war tnie') | rey drum nage | III hüd an I bey . | und die drei unverständlichen Buchstaben: e. s. m. Unteres Feld eine unsittliche Scene von unklarer Darstellung. Rechtes Feld: eine Frau übergiebt einem Knappen ein Trinkgeschirr, mit der Inschrift: es ist kein bes | ser Inst | dan esse vn tri | vn n | vn su nst | Linkes Feld: Eine Frau schlägt mit einem Stock nach dem Teufel. Viertes Heft. BASSVS . | Holzschnitt: oberes Feld: Eyn dreck | vff eym | vnd eyn | pfeiff | oben | drm | nebst Abbildung dieser Dinge. Die andern Felder füllen schlecht gezeichnete unklare Darstellungen und Verzierungen. Im Bassus Blatt 62 Rückseite steht: Getruckt zu Metz, durch Peter Schöft'ern. Vu volendt | Am ersten tag des Mertzen. Anno . 1513 . | Druckermarke Peter Schoeffers II. Querquarto, der Tenor mit den Signaturen A — H, Discant mit I —N, Bassus mit 0—S, Altus mit T — Y = 66 Blätter, zweierlei Type, gut gedruckt. 2 ) München Hofbibliothek, Eitner, Bibliographie der Musiksammelwerke des XVI. und XVII. Jahrhunderts etc. Berlin 1876. Octavo. S. 10—11 (mit guter Beschreibung und Inhaltsangabe). — Weller, repertorium n. 791. — Winterfeld, C. v., der evangelische Kirchengesang und sein Verhältniss zur Kunst des Tonsatzes. Leipzig 1843 — 1847. I, 47 u. 106. — Goedeke, Grundriss I, 123. IL Auflage II, 27 (mit Verzeichniss der Liederanfänge). — Monatshefte für Musikgeschichte XII, 6 f. 6. Diurnale Moguntinum secundum chorum et diocesin Magun- tinensem. Mainz Peter Schoeffer 1513. Duodez. Mit dem Bildnisse des heil. Martin und roth und schwarz gedruckten Initialen. 1) So der Druck. 2) Mehrere Lieder aufgenommen hieraus in Georg Forster, ein ausszng guter alter vn newer Tcutseher liedlein, einer rechten Teutschen art, auff allerley Instrumenten zu brauchen, ausserlesen. Tenor. Getruckt zu Nürnberg bey Johan Petreio. Anno 1539. Querquarto. sowie in Uhland, deutsche Volkslieder. 127 — 128 — Fischer, typographische Seltenheiten IV, 471 lieferte obige Beschreibung dieses Drucks, welche von Dr. Falk im Centralblatt f. Bibl. IV (1887) S. 389 wiederholt ist. Der Druck, den Fischer sah, scheint verloren. Trotzdem dürfte die Mainzer Stadtbibliothek mit grosser Wahrscheinlichkeit denselben auch besitzen, ja derselbe dürfte das nunmehr des Titelblatts beraubte Exemplar Fischers sein. Titel fehlt. Blatt 2 Vorseite: KL Februarius habet dies . XXVIII. | Dieser Calender endet Blatt 7 Vorseite. Blatt 7 Bückseite: Cömeratio . s . ioan . euang | . Blatt 109 Vorseite als Ende des Buchs: Miserere mei. | Finis . | Rückseite dieses Blattes leer. Vom liturgischen Standpuncte aus ist das Mainzer Buch ein Diurnale, da die Matutin demselben fehlt, und bestimmt ein Mainzer Diurnale, da Blatt VI Vorseite steht: Ite ob soleni alle s'm 9 sue = | tudi.' eccl'ie Mogüti . du di = | eunt' dicte alle . x ■ Duodez, 8 n. gez. Blätter + CCIX gez. Blätter, roth und schwarz gedruckt, von der semigothischen Type, wie solche Johann Schoeffer in seinen Enchiridionausgaben verwendete, abweichend, also diesem Drucker nicht angehörig, 31 Zeilen, Anfangsbuchstaben der Sätze im Texte Rothdruck, desgleichen mehrere grössere Initialen. Der Band trägt die Rückenaufschrift von älterer Hand: Diurnale Moguntinum in Tinte und in Bleistift: 1513. Der Schluss mit einer Schlusssclirift und Angabe der Firma scheint ebenfalls zu fehlen. Mainz Stadtbibliothek (a 36). Fischers Angaben sprechen so sehr für die Identität mit dem Mainzer Exemplar, dass die Folgerung der Gleichheit seines Exemplars mit dem Mainzer und dem Drucke, den Panzer Annales XI, S. 466 n. 19 beschreibt, nahe liegt. 7. Hortulus animae. Lateinische Ausgabe. Am Ende: Impressum Moguii . per Petrum schöft'er 1513. Duodez, 16 n. gez. Blätter -f- 204 gez. Blätter. Mit zahlreichen Holzschnitten. Quelle: Unbekannt. Ein defectes Exemplar ohne Titel besass Antiquar Rosenthal- München, der dasselbe in Catalog LXXI S. 43 n. 586 zu 60 Mark ausbot. Ob dieser hortulus animae mit dem bei Heller, Versuch eines Lebens des Lucas Cranach S. 202 n. 18 aufgeführten einerlei, steht nicht fest. 8. Hortulus anime . | Zu teütsch genant der | seien gärtlin . | Titel in Roth- und Schwarzdruck. Oberhalb des Titels ein Holzschnitt: Ein Engel weist einem Menschen den Pfad zum Himmel, auf die Dreieinigkeit oben deutend, umgeben sind Beide von Bäumen und Blumen, alt colorirte gute Darstellung. Sowohl dieser Holzschnitt als der Drucktitel sind nochmals von Holzschnitteinfassung auf vier Seiten umgeben. 12S — 129 — Auf der Rückseite des Titels beginnt der Calender, hierauf die chronologischen Tafeln, dann Blatt 13 Vorseite mit einem Holzschnitt: Maria Verkündigung oben der Text mit der darunter befindlichen Ueber- schrift: 11 Hie nach uolget die si | ben zeit vö vnser liebe | frawe wie sie babst j Vrban der and' | vffgesatzt hat | zuspreche . | Diese Ueberschrift ist bis auf das Einleitungszeichen am Anfange ganz Rothdruck. Text und Holzschnitt sind nochmals von einer Holzschnitteinfassung umgeben. Auf der Vorseite des letzten Blattes: U Gedruckt zu Mentz durch Peter | schöffern, vn vollendet am . XX . | tag des Christmonats . Im | iar.XV C . vnd . XIII . | Hierunter Peter Schoeff'ers Druckermarke (Wappenschild auf hügelartiger Erhebung) schwarz abgezogen. Duodez, 12 n. gez. Blätter + CCXXIIH gez. Blätter + 4 n. gez. Blätter. Mit grösseren Holzschnitten auf den Blättern 1, 31, 37, 38, 44, 49, 78, 79, 83, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118, 119, 120, 121, 123, 124, 126, 127, 128, 130, 131, 132, 145, 152, 170, 185, 204, 207 und 217, zusammen 72 Holzschnitte, meist Heiligenbildern von feinster Zeichnung sowie vielen roth gedruckten Initialen. Text Schwabacher Type. Satz und Abdruck von bester Arbeit. J ) München Hofbibliothek (Patres latin. 2211, welches Exemplar ich am 26. Mai 1891 benutzte). Ein zweites Exemplar besass L. Rosenthals Antiquariat in München und bot dasselbe mit etwas abweichender Beschreibung aus. Weller, repertorium n. 783. 1518. 9. De dulcissimo nomine Jesu . Officium . Et quicunqz hanc missam deuote celebrauerit: uel celebrari fecerit: habet totiens quo- tiens a domio papa Bonifacio scdo . tria milia annorum indulgentia- rum. Darunter befindet sich ein prächtiger Holzschnitt: Maria mit dem Jesuskinde in Albrecht Dürers Manier, ein Facsimile davon lieferte Dibdin, bibliographical Decameron. London 1817. II, S. 305. Am Ende in Rothdruck: Impressum Moguntie per Petrum Scheffer & finitnm primo Idus Maij. Anno supra millesimum Quingentesimo decimo - octauo. Druckermarke Peter Schoeff'ers IL, Schild mit Wappen auf hügelartiger Erhebung, abgebildet in Dibdins bibliographical decameron H, 8. 12. Folio, 6 Blatt, gothische Type mit eckigem Musiknotentypendruck. 1 ) Nach einer handschriftlichen Notiz in dem Münchner Exemplar auf dessen letzter Seite: Inter libros prohibitos vid. Indicem ij IV auct. a Sixt. V. Col. 12. 1614 p. 83 hortulus animae, nisi corrigatnr war dieser Ortulus kirchlich beanstandet. 129 Beiheft 9. 9 — 130 — Das Buch enthält ein Officium auf den Namen Jesu mit Musiknoten. Quelle: Unbekannt. Dibdin bibliographical Decameron II, 304, 13. 10. Ortulus Anime, zu Teutscli genannt der Seelen Gärtlein, mit sampt dem Kosen Krantz von U. L. Frauen, und S. Brigitten Gebett. Getruckt zu Mentz durch Peter Schoeffer 1518. Octavo. Zweite Auflage Peter Schoeffers II. Quelle: Unbekannt. Marchand, histoire de l'imprimerie S. 49 Note. — Archiv für hessische Geschichte II, 489 (Heibig). 1520. 11. f Accessus altaris . | Sancti Spiritus assit nobis | grä . Que corda nrä sibi faci | at habitacl'uz . De 9 in adiu | toriü mefi inten . Dne . Hy 9 . | Am Ende: Impressum . Mogun . | per Petrum schoeffer . | M . v° . XX . | Duodez, zweispaltig, Roth - und Schwarzdruck, mit rothen kleinen gedruckten Initialen am Anfange der Sätze, eine Manier, die den liturgischen Büchern der Venediger Pressen nachgeahmt ist und sich auch im Mainzer Diurnale 1513 Peter Schoeffers II findet, mit Signatur I je, 31 Zeilen, 8 Blätter. Die Ausstattung, Satzart und Type ist die des Mainzer Diurnale 1513. Diese Accessus altaris enthalten die Vorbereitungsgebete des Priesters für die heil. Messe und wurden ihres geringen Umfangs und der Bequemlichkeit wegen mit häufig gebrauchten liturgischen Büchern gleicher Formate vereinigt. Frankfurt Stadtbibliothek (an das Mainzer Breviarium Lyon 1507 angebunden, Mainz Stadtbibliothek (a 36a), defect, das letzte Blatt mit Angabe der Firma fehlt, an das defecte Mainzer Diurnale 1513 aus Peter Schoeffers Presse angebunden. Würdtwein, bibliotheca Moguntina S. 152. — Panzer, Annales VU, n. 38. — Schaab I, n. 128. — Dr. Falk im Centralblatt für Bibl. IV (1887) S. 381. 1523. 12. Psalterium iuxta hebraicam veritatem D. Hieronymo interprete. Moguntiae Peter Schoeffer 1523. Duodez, 116 Blätter mit Holzschnitt und Druckermarke. Quelle: Unbekannt. Ein Exemplar befand sich zu Leyden. Würdtwein, bibliotheca Moguntina S. 155 nach Exemplar der Frankfurter Carmeliterbibliothek. — Panzer, Annales VII, 416, IX, 68. — Wolf, bibliotheca hebraica IV, 144. — De Rossi S. 25. — Schaab I, n. 165. — Ersch und Gruber Encyclopädie H, 28, S. 51. — Catalog Antiquariat Rosenthal-München 70, 2, n. 2964. Preis 18 Mark. 130 — 131 — II. Worms. 1512. 1. Die Mörin. Worms 1512. Allegorisches Gedicht des Ritters Hermann von Sachsenheim. Format ? n Quelle: Unbekannt. Muther, die Bücherillustration der Renaissance I, S. 254 ohne Angabe des Formats, Druckers und Fundorts. Der Ausgabe Strass- burg 1512') gegenüber zweifelhaft, möglicherweise aber ein gegen Ende des Jahres 1512 von Peter Schoeffer II hergestellter Raubdruck, da die Vorrede des Herausgebers Iohannes Adelphus physicus vom 1. November 1512 datirt und der Strassburger Druck 1512 den 25. November beendet ward. Goedeke, Grundriss I, 86 kennt keine Wormser Ausgabe 1512, wohl aber die Strassburger 1512 1 ) und die Wormser 1538 und 1539. 1513. 2. Rosengarten der Frauen. Wurms 1513. Quarto. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annalen I, n. 754 (ohne Angabe der Firma). Verfasser ist Eucharius Rösslin Licentiat und Arzt zu Frankfurt a. Main. Der Titel dieses oft gedruckten Buchs lautet gewöhnlich: Der schwangeren Frauen und Hebammen Rosengarten. Ich setze diesen Druck desshalb hierher, da 1513 sich in Worms nur Peter Schoeffer als Buchdrucker befand. Eine Ausgabe 1528 Augsburg Steyner in Quarto mit Holzschnitten der Schule Burgkmairs in Darmstadt Hofbibliothek. 1518. 3. Eyn wolgeordent vnd nützlich büchlin, wie man Bergwerck suchen vü finden sol, von allerley Metall, mit feinen figuren, nach gelegenheyt des gebirgs artlich angezeygt, Mit anhangenden Berck- namen, den anfallenden bergleuten vast diustlich. 1) Die Muri | Ein schon kürtzweilig le- | sen welches durch weiland Herr Herman von | Sachssehheini Ritter (Eins obentiirlichen handeis halb, so im in seiner Jugend | begegnet) lieplich gedieht und hernach die Mörin ge- nempt ist, Allen denen so si | ch der Ritterschaft gebruchen, auch zarter frewlin diener gern sein wolten nit [ allein zu lesen kürtzweilig, sunder auch zu getrewer warnung erschiesslich | Holzschnitt. Am Ende: Hie endet sich das hofflich büchlin die Morin | genant. Ge- truckt von Johannes Grüninger in der lobliehen freien stat | Strassburg, und vollendet uff sant kathereinenn abent inn | dem iar von geburt Cristi tausend fünffhundert XII . | Die Vorrede datirt 1. November 1512 auf Seite 3 (Signatur Aij). Folio, LIII Blätter. Neuabdruck in Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart. CXXXVII. (E. Martin.) Daselbst S. 5 über diese Ausgabe. 131 9* — 132 — Am Ende: Getruckt zu Wormbs bei Peter Schoefern, vll volendet am fünften tag Aprill . M . D . XVIII. Kleinoctavo, mit Holzschnitten, l 1 ^ Bogen = 24 Blätter, ohne Ziffern, mit Signaturen a — c. Quelle: Unbekannt. 1 ) Panzer, Annalen I, 422, 924. Supplement S. 150, n. 924. — Bret- schneider, catalogus rariorum librorum S. 21. — Archiv für hessische Geschichteil, 490. — Klemm, Catalog S. 54. — Deschamps, geogr. c. 1366. 1524. 4. Gaistlich Meyengärtlein . ) Darinn der Mensch gelert wird zu suchen | die ding, die der Selen ewigen | nutz vn freüd bringen . | Getruckt zu Wormbs bey Peter Schäffern im Jare 1524 . | Sedez, 65 gez. Blätter, mit kleinen gedruckten Initialen, Rothund Schwarzdruck. Darmstadt (V 58/15, Titel falsch gebunden). 1525. 5. Eyn schöner begriff | darin kürtzlich angezeygt, das | die werck des waren lebendigen | glaubens, so durch Götlich lie = | be geschehen, Got gefaUen. Vn | die werck durch der mensche ey = | gen fürneme, on Gottes gebot | gewirckt, Gott missfellig sint . | Fast tröstlich hin- zelege die irrü | gen der zweispaltigen prediger . | Durch den wolge- borne meinen | gnedigen herren vö ysenburg, | Tentsch ordens mir zugschickt | vnd also von wort zu wort vffs | fleissigst getruckt vn volnendt . | -) M . D . XXV . | Mit Titeleinfassung in Holbeins Manier, mit Engeln oben. Auf der Rückseite des Titels: Zum Christlichen leser . | Auf der Rückseite des letzten Blattes am Ende: Getruckt zu Wormbs, durch | Peter Schöffern . | Im jar | M. D . XXV . | am XXVij . des Weinmonadts . | 3 ) Quarto, 23 n. gez. Blätter + 1 leerem Schlussblatt mit Signatur Aij—Fiij, Schwabacher Type. München Hofbibliothek, das ich am 25. Mai 1891 collationirte. Weller, repertorium n. 3681. 6. TENOR | Geystliche Gsangbüchlin, | Erstlich zu Wittenberg, vnd vol- | gend durch Peter schöffern | getruckt, im jar . | M . D . XXV. | Das T des Wortes Tenor mit grossem verziertem Bogen und das N 1) H. Heibig in Lütticli sah 1841 ein Exemplar dieses Drucks bei dem Buchhändler Rodol in London, der es dem britischen Museum verkaufen wollte. Dieser Druck ist bei den englischen Sammlern sehr gesucht, da dieselben glauben, die Type sei die nämliche, mit der die Coverdalebibel hergestellt ist. 2) So der Druck. 3) 27. October. 132 — 133 — in das 0 verschlungen. Titel der Tenorstimme. Die andern Stimm- biicher ohne besonderen Titel. Auf der Rückseite des sonst leeren letzten Blattes der Altstimme steht: AVTORE IOANNE WALTHERO. Quersext, fünf Stimmbücher, die Tenorstimme mit 47, die Altstimme mit 29, die .Bassstimme mit 30 und die Vagans mit 12 n. gez. Blättern. Umfang des Discantus unbekannt. Die Tenorstimme mit grossen, die Altstimme mit kleinen, der Bassus mit einem grossen und einem kleinen, die Vagans mit zwei kleinen Buchstaben als Signaturen. Mit Ausnahme der Namen der Stimmen und der Zahlen über den Melodien, welche in Antiquatype gesetzt, ist selbst die Textschrift der lateinischen Gesänge Schwabacher Type. Die Einrichtung dieser Ausgabe ist die gleiche wie die der Originalausgabe Wittenberg 1524, nämlich fünf Theile für die fünf Stimmen: Tenor, Discantus, Altus, Bassus und Vagans (= Tenor II). Nachdruck der Ausgabe 1524, erste Wormser Auflage des Waltherschen Gesangbuchs, nur unterscheidet sich dieselbe davon dadurch, dass Lied 223 vor Lied 204 in der "Wormser Ausgabe steht und die Musiknoten in der Wormser Ausgabe Typendrnck sind, während die Wittenberger Originalausgabe 1524 noch Holzschnitte für die Notensysteme aufweist. Der Umstand, dass Peter SchoefTer II als Notendrucker bekannt geworden, dürfte diese Aenderung des Druckers für die zweite Auflage veranlasst haben. Wien Hofbibliothek und Berlin im Besitze des Herrn G. v. Pöl- chau (nach Wackernagel). Wackernagel, Bibliographie des deutschen Kirchenlieds S. 67 n. CLXXV. — Weller, repertorium n. 3414. — Monatshefte für Musikgeschichte IX, S. 177. — Faulmann, illustrirte Geschichte der Buchdruckerkunst. Wien 1882. S. 299. — K. S. Meister, das katholische deutsche Kirchenlied in seinen Singweisen lieferte einen Abdruck des Liedes: „Christ ist erstanden" aus diesem Drucke. — Goedeke, Grund- riss I, 158, 192. - H. Auflage II, 207. 1527. 7. Alle Propheten | nach Hebräischer | sprach verteutscht. | 0 Gott erlöss die gfangnen i) . | M . D . XXVII . | Mit herrlicher Rand- 1) Dieser auf die gefangenen Wiedertäufer anspielende Spruch findet sich auch in nachstehenden Schriften L. Hätzers vor: Vom Nachtmal, Beweisung aus Evangel. Schrifften, wer die seyn, so des H. Nachtinals Worte unrecht verstanden und auslegen. Durch J. Oecolainpadium. Christlicher gemein zu Nutz verdeutscht durch Ludwig Hätzer. 0 Gott erlöss die gefangenen. 0. 0. n.J. (1525). Qnarto. Vgl. Panzer, Annalen II, 309«, 3097.— Der Prophet Ma- leachi, mit ausslegüg Joann Ecolampadij, durch in im latein beschriben, mit fleyss verdeutscht durch L. Hätzer. 0 Gott erlöss die gefangnen. 0. 0.1526. 10 Bogen Qnarto. Riederer, Nachrichten IV, 484. Eine andere Ausgabe 0.0. u. J. 7 Bogen Quarto. Biederer, Nachrichten II, 381. — Unschuldige Nachrichten 1713. S. 407. — Veesenmeyer, Beiträge 179. — Panzer, Annalen II, 3094, — Goedeke, Grundriss I, 223. 133 — 134 — einfassung in Metallschnitt, clair - obscures Muster, unten Brustbild eines Mannes (ob Hätzer ?). Titel selbst Holzschnitt mit verschlungenen Buchstaben, die an die Theuerdankausgabe 1517 erinnern. Auf der Rückseite des Titels: Ordnung der Propheten . | Jesaia . Jeremia . | Jeheskiel . | Daniel . | Die zwölff kleynen Propheten . 1. Hosea . | 2. Joel . | 3. Arnos . | 4. Obadia . | 5. Jona . | 6. Micha . 7. Nahum . | 8. Habakuk . | 9. Zephania . I 10. Haggai . | 11. Secharia . 12. Maleachi. | ') Blatt 2 (mit Signatur Aij und Blattzahl II) Vorrede Ludwig Hätzers, welche bei ihrem Werthe für Geschichte der Bibelübersetzung als Anlage H im Auszuge folgt. Blatt 3 (mit Signatur Aiii und Blattzahl iii) findet sich das nämliche 8. wie in dem Walthcrschen Gesangbüchlein des Peter Schoeffer IL Worms 1525 in Theuerdankartiger Manier. Das erst capitel Jesaia. | Am Ende Rückseite des letzten Blattes: Getruckt zu Worms bei Peter Schöffern, | vnd volendet am dreizehenden tag des | Aprillen, im jar nach der geburt | Christi vnsers selig = | machers . | M. D . XXVII. | Hierauf Druckermarke Peter Schoeffers H, der Wappenschild. Folio, Signaturen Aij —Fiiij mit Clij öfter falsch signirten Blättern (Blatt Clij als falsch: lij) -f- 1 n. gez. Blatt, auf dessen Vorseite: Die erst zal gehet auff die bletter, die ander | anff die seitten, die dritt auff die zeil. | Auf der Rückseite dieses Blattes die oben wiedergegebene Schlussschrift nebst Druckermarke + 1 n. gez. leeren Blatt. Textschrift ist Peter Schoeffers grosse Schwabacher Type, für die unter den einzelnen Abtheilungen des Texts stehenden Noten diente eine kleinere Schwabacher Type, in der die Taschenausgaben der Propheten ganz gesetzt sind. Mit einigen grossen guten Initialen. Diese Ausgabe ist von grösster Wichtigkeit für Geschichte der protestantischen Bibelübersetzung und die der Wiedertäufer. Sie bietet die erste vollständige Uebersetzung der Propheten nach dem Hebräischen dar, welche aus den Kreisen des Protestantismus hervorging und zu- 1) Die Uebersetzung Hätzers des Propheten Maleachi 0. 0. u. J. u. F. (1526) und 1526 ist eine andere als die in den Wormser Propheten, was auf den Einfluss Denks zurückzuführen sein dürfte, aber zugleich von der Regsamkeit Hätzers und Denks auf dem Gebiete der deutschen Bibelübersetzung spricht. Nach Denks Tod erschien: Micha der Prophet, wie den Hans Denk vtf diese zeit verglichen hat. Vorred an den H. Für. vnd H. He. Philip. Lan. in Hessen, Jesai. XXI. Es rufft einer zu mir auss, Seid Hüter, vm welche zeit ists in der nacht? Antwurt. Es kompt der morgen, Dennocht wirds nacht sein, wölt jr fragen, so fragt, kert euch vm vnd kompt her. Strassburg Jacob Cammer. (lander). 1532. Octavo. 95 Blätter. Riederer, Nachrichten VII, 397. Eine andere wohl auch von Camerlander gedruckte Ausgabe erschien 1532 ohne Firmaangabe. Welche die erstere ist, steht nicht fest. Der Text soll ein verbesserter Abdruck des Propheten Micha der Wormser Propheten 1527 —1528 sein und dürfte für Denks Wirken auf dem Gebiete der Bibelübersetzung von Interesse sein; mir stand kein Exemplar dieser Drucke zur Verfugung. 134 — 135 — gleich eins der wenigen geistigen Erzeugnisse der Wiedertäufer, das nicht der polemischen Literatur angehört, geliefert von Ludwig Hätzer unter Beihülfe von Hans Denk 1 ) als üebersetzung im Geiste der Wiedertäufer geradezu musterhafte Wiedergabe des Hebräischen, wenn auch weniger populär in der Sprache als die üebersetzung M. Luthers und voll harter undeutscher Ausdrücke doch bestrebt, stets dem Hebräischen gerecht zu werden und deshalb von historischem Werthe, von Oecolampadius beeinflusst und wohl angeregt, da er auch dieser Richtung der üebersetzung aus dem Hebräischen folgte, und deshalb sowie für dessen Verkehr mit den Wiedertäufern von hohem Interesse. Siehe Anlage II. Weder von Keller, Geschichte der Wiedertäufer in Münster, als Biographen Hätzers, noch sonst gekannt, von den Bibliographen der protestantischen Bibelübersetzung zwar gewürdigt, aber nur von Wenigen selbst gesehen. Die Ausgabe verdiente einen Neuabdruck für Geschichte der Bibelübersetzung der protestantischen Kirche. 2 ) München Hofbibliothek, welches Exemplar ich am 26. Mai 1891 benutzte, Wernigerode fürstlich Stolbergische Bibliothek, Worms Paulusmuseum. Marchand, histoire de rimprimerie S. 50. — Panzer, Entwurf einer Geschichte der deutschen Bibelübersetzung S. 266 (nicht aus Selbsteinsicht des Druckes, nach Zeltners und Giese's Angaben). 3 ) — Cen- 1) Johann Denk hörte 1523 in Basel die Vorlesungen des Oecolampadius, durch dessen Empfehlung erEector der St. Sebaldusschule in Nürnberg ward, mit dem Eathe jedoch wegen religiöser Anschauungen in Streit gerieth, sein Amt aufgab und Nürnberg verliess. (Keller, Geschichte der Wiedertäufer S. 33). Im Jahre 1525 trat Denk in Augsburg, das seit ]525 der Mittelpunct der Wiedertäufer war, zu den Wiedertäufern formlich über. Vor seiner Niederlassung in Augsburg war Denk zeitweise Corrector einer Druckerei in St. Gallen gewesen, lieber ihn Theologische Studien und Kritiken 1851 und IS55. Er ward im Jahre 1526 aus Augsburg vertrieben und fand in Strassburg bei L. Hätzer Aufnahme. Seinem Aufenthalte widersetzten sich die evangelischen Geistlichen der Stadt, es kam am Tl. December 1526 zwischen Capito, Bucer und Denk zu einem Religionsgespräch, das erfolglos war, Denk ward ausgewiesen und musste Strassburg verlassen. (Keller S. 38 — 39.) Denk starb an der Pest im November 1527. — Vgl. Keller, Johannes Denk, ein Apostel der Wiedertäufer. Leipzig 1882. 2) Ein Nachdruck dieser Folioausgabe erschien 1527 zu Augsburg bei Ottmar mit dem Titel: Alle Propheten nach Hebräischer sprach verteutschet. Getruckt zu Augspurg durch Syluanum Ottmar 1527. 157 Blätter folio und zwar mit Hätzers Vorwort, ein zweiter 1528 mit gleichem Titel aber nnr 153 gez. Blätter folio, da Hätzers Vorwort fehlt. Letztere Ausgabe hat eine hübsche Titeleinfassung. Dass die Augsburger Ausgabe 1527 ein Nachdruck der Wonnser Propheten ist, geht sicher daraus hervor, dass Hätzers Vorwort Worms den 3. April 1527, die Schlussschrift aber 13. April 1527 datirt und ein Nachdruck nur nach Erscheinen der Wormser Ausgabe möglich ist. 3) Zeltner scheint diese Ausgabe allein gesehen zu haben. Er sagt von ihr, das sie „in vielen Stücken reiner, teutscher und deutlicher zu nennen" als die folgenden Uebersetzungen. Da Hätzer als Ketzer enthauptet ward, galt die üebersetzung trotz ihres inneren Werthes bei den Orthodoxen für 135 — 136 — tralblatt f. Bibl. VI (1889) S. 329 (nach Catalog Antiquariat Cohn 195 erwähnt). — Catalog Antiquariat Cohn-Berlin 195 n. 32. Preis eines von demselben ausgebotenen Exemplars 500 Mark, Aufbewahrungsort dieses Exemplars jetzt unbekannt (Worms?). 8. Alle Prophe = | ten, nach Hebrai = | scher sprach ver = | teutscht. | 0 Gotterlös die gfangnen . | M . D . XXVII . | Mit Titeleinfassung in Holbeins Manier, Säulen mit Engeln daran. Rückseite des Titels leer. Blatt 2 Vorseite (Signatur Aij): „Ordnung der Propheten" wie in der Folioausgabe. Auf der Rückseite dieses Blatts: „Vorred . Ludwig Hätzer begert allen men = | sehen wäre erkantnuss des Vatters durch | Jesum Christum den sun ." | wie in der Folioausgabe. Diese Vorrede schliesst Blatt 4 (Signatur Aiiij) Vorseite mit dem Datum Worms 3 April 1527 wie die Vorrede der Folioausgabe. Rückseite von Blatt 4 (Signatur Aiiij) leer. Mit der Blattzahl iij beginnt der Text auf den gezählten Blättern iij — CCCXXiiij. Leider ist liier im ersten Bogen das Exemplar der Münchner Hofbibliothek falsch gebunden, so dass sich nichts Näheres feststellen lässt, ob dasselbe defect oder eine falsche Foliirung vorhanden. Auf der Rückseite des Blattes CCCXXiiij: Ge- truckt zu Worms bei Peter Schöffern- | vnd volendet am dreizehenden tag | des Aprillen, im jar der geburt | Christi vnsers seligmachers . | M . D . XXVII . | Druckermarke Peter Schoeffers II, Wappenschild mit Schoeffers Wappen, rechts davon Dudelsackbläser und stehender Schäfer. Die Type ist die kleinere Schwabacher P. Schoeffers für den Text, während für die Noten unter den Capiteln eine nochmals kleinere Schwabacher sehr nette Type Verwendung fand. Diese Ausgabe ist vom gleichen Jahrestage wie die Folioausgabe als erste Auflage der Taschenausgabe Worms und überhaupt die erste kleine Ausgabe der Uebersetzung der Propheten aus dem Hebräischen. Sie enthält den Text der Folioausgabe, ist aber kein sclavischer Nachdruck derselben, sondern weicht in der Rechtschreibung ab, was auf die Setzer und den Corrector zurückgeht, sie enthält aber auch graphische Abweichungen hebräischer Worte und bietet somit eine Merkwürdigkeit dar, dass ein und das nämliche Buch vollendet am nämlichen Tage hierin redactionelle Aenderungen erfuhr, da jedenfalls der Druck der kleineren Ausgabe langsamer als der der Folioausgabe analog der Kleinheit der Typen voranschritt und vielleicht erst während des Drucks der Folioausgabe der Gedanke an eine handlichere Ausgabe Boden gewann und dabei Verbesserungen Platz fanden. haeretisch, die Schweizer Theologen beachteten und benutzten dieselbe nicht und wichen von derselben ab. In der Vorrede zu den Propheten der Züricher Bibelausgabe sagen die Herausgeber, dass Hätzer zwar an vielen Stellen fleissig und getreu nach dem hebräischen Texte übertragen, man sich aber nicht wundern solle, wenn diese Uebersetzung gemieden werde, da sie von Leuten herrühre, die als rechte Rädelsführer der Secten und Rotten sich ausgezeichnet, die in der Kirche mehr Unheil angerichtet als selbst das Papsttlnun. (Panzer, Entwurf S. 266.) 136 — 137 — Duodez, 4 n. gez. Blätter + Blatt iii — CCCXXiiij. München Hof bibliothek, welches Exemplar ich am 26. Mai 1891 benutzte. Den Bibliographen gänzlich unbekannte editio princeps. 9. Alle Prophe = | ten, nach Hebrai = | scher sprach ver = | teutschet. | M . D . XXVii. | Am Ende: Getruckt zu Worms bei Peter | Schöffern, am VII. tag dess | Herbstmonats, Jm ■ | M . D . XXVII . | Jar. | Druckermarke Peter Schoeffers (Dudelsackbläser und Schäfer) wie in voriger Ausgabe. Sedez, 1 n. gez. Blatt + Blatt II -CCCCXXXIX 439 gez. Blätter. Titel mit hübscher Einfassung in Holzschnitt, deren Uebereinstimmung mit der Einfassung der vorigen Ausgabe nicht feststellbar, aber bei der Verschiedenheit der Formate wenig wahrscheinlich ist. Taschenausgabe der Wormser Prophetenübersetzung Hätzers, ohne die Vorrede desselben, was seine Begründung haben mochte, um den Uebersetzer als Wiedertäufer zu verstecken, wie dieses auch das Fehlen der Vorrede in der Taschenausgabe 1528 Worms bezweckt haben mag. Die Taschenausgabe vom 13. April 1527 bot trotz ihrer Kleinheit immerhin noch ein recht stattliches Buch, weshalb man diesen Fehler noch im nämlichen Jahre bei dem jedenfalls starken Bedürfniss dieser Ausgabe damit gut machte, dass man die Grösse des Buchs von Duodez auf Sedez verminderte und die Blattzahl von 328 der Duodezausgabe auf 439 der Sedezausgabe vermehrte, damit aber eine wesentlich verkleinerte Taschenausgabe schuf, worin die Wiedertäufer auch den Anhängern Luthers über waren. Diese Ausgabe bietet zwar ebenfalls den Text der Folio - und ersten Duodezausgabe, soll aber ebenfalls kein sclavisch hergestellter Nachdruck der vorangehenden Ausgabe in Folio sein, sondern eine überarbeitete Textrecension bieten, was bei der Zeit, welche zwischen Beendigung der Folio- und Duodezausgabe (= 13. April) und der Sedezausgabe (= 7. September) nicht unmöglich ist, aber wiederum beweist, welchen Werth die Wiedertäufer auf einen correcten Text legten und wie begierig die Zeitgenossen diese Ausgabe begehrten. Worms Paulusmuseum (einziges bekanntes vollständiges Exemplar). Catalog Antiquariat Colin-Berlin 200, n. 193 (ohne Preisangabe und wohl einerlei mit dem Wormser Exemplar). Nach Cohns Angabe befindet sich ein stark defectes Exemplar in einer nicht näher bezeichneten öffentlichen Sammlung. 1528. 10. Pandectarum Veteris et Noui Testamenti, Libri duodecim Oth. Brunnfelsii . Revisi : emaculati : aucti, et restituti denuo . M . D . XXVIII . Mense Septembri. Mit Druckermarke Peter Schoeffers II: 137 — 138 — Soli deo gloria und der ScHussschrift: Excudebat Peter SchefFer Wormatiae.') Octavo. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annales IX, 102 n. 2. — Schunk, Beiträge zur Mainzer Geschichte III, 138. Das Buch kam 1551 auf den Index der verbotenen Bücher des spanischen Generalinquisitors Valdes. Beusch, indices libro- rum prohibitorum S. 76, 96. — Schaab II, S. 77. 11. Alle Prophe= | ten nach Hebrai = | scher sprach ver= | teutscht. | M . D . XXVIII . | Mit Randeinfassung in Holbeins Manier, Säulen mit Engeln wie in der andern Duodezausgabe Worms 1527. Auf der Bückseite des Titels: Ordnung der Propheten, wie in der andern Duodezausgabe. Die Vorrede Hätzers fehlt. Der Text beginnt Blatt 2 Vorseite (Signatur Aij mit Blattzahl 2): Jesaia . | Das erst capitel . | Auf der Vorseite des letzten Blattes Druckermarke Peter Schoef- fers II (Wappen mit Dudelsackbläser und Schäfer), genau wie in der ersten Duodezausgabe. Darunter: Getruckt zu Wormbs bei Peter Schö- fern, vnd | volendt am neunzehenden tag des Brach | monats, im jar der geburt Christi vn = | sers seligmachers . | M . D . XXViij . | Rückseite des letzten Blattes leer. Duodez, 307 gez. Blätter -)- 1 n. gez. Blatt. Kleinere Schwa- bacher Type mit einer nochmals kleineren Type dieses Schnitts für die Noten, genau wie in der ersten Duodezausgabe. Zweite Auflage der grösseren Ausgabe (Duodezformats) der Ueber- setzung der Propheten Hätzers, keinerlei sclavischer Nachdruck der ersten Ausgabe, sondern graphisch abweichend. Warum man bei dieser Ausgabe zu dem grösseren Format zurückkehrte, ist unbekannt. Jedenfalls sollte die formatlich entschieden verunglückte Folioausgabe beim Gottesdienste, die Duodezausgabe zum Gebrauche der Prediger, die kleinste Ausgabe bei Reisen und im Privatleben dienen. München Hof bibliothek, welches Exemplar ich am 26. Mai 1891 benutzte. Den Bibliographen mit Ausnahme von Goeze gänzlich unbekannte Ausgabe. Goeze I, 245. — Catalog Antiquariat Rosenthal - München 70, 2, 138 n. 2122. Preis 100 Mark für ein Exemplar, dem Blatt 305 nebst dem Schlussblatt fehlen. 1) Die erste Auflage erschien mit dem Titel: Pandectamni veteris et novi testamcnti libriXXIl. Argentorati Joannes Schottus . 1527. Octavo. Mit Titeleinfassung von J. Wechtlin, 2u n. gez. Blätter + 2u7 gez. Blätter. Fehlt bei Panzer annales VI. Eine andere Auflage erschien bei Schott in Strass- burg 1528, eine deutsche Uebersetzung mit dem Titel: Pandect Büchlin Bey- läuffig aller Spruch beyder Testament vszzugk, in Titel zerlegt, vnd xij . Büchlin veruasszt. Newlieh verteiitscht. 0. 0. (Strassburg Johann Schott) 1529. Octavo, 20 n. gez. Blätter + 255 gez. Blätter, mit Titeleinfassung in Rothund Schwarzdruck, wie die lateinischen Strassburger Auflagen. 138 — 139 — 12. Von dem Euangelische | anstosz, wie vnnd welcher | gstalt das wort gottes | vffrur mache . | Am Ende: Getruckt zu Worms bey Peter Schoeffern, | volendt am neunzehenden tag | Weinmonats im Jare | M . D . XXVIII . | Mit Druckermarke Peter Schoeffers (Dudelsackbläser und Schäfer mit Wappen). Quarto, 16 n. gez. Blätter, grosse Schwabacher Type. Verfasser ist Otto Brunfels Carthäuser. Nachdruck der Ausgabe dieser Schrift. 0. 0. (Strassbnrg) 1523. Quarto. Weller, repert. n. 2373. Privatbesitz in Wiesbaden. 1529. 13. BIblia | beyder Allt vnd | Newen Testamets Teutsch . | Zum Christlichen leser. | Seitmal der allmechtig Gott durch sein gute verlihen hat, dass alle bücher, beyd allt vnd news testa = | ments (wie dann die XXIIII. in Hebräischer, vnd die vbrigen, souil dero vorhanden in Griechischer j sprach gefunden) inns Teusch verdolmetschet worden seind. Ist für nützlich angesehen, söl= | che alle, gantzer Christenheyt zu gut, mit gemeyner Teutscher sprach inn eyn buch (wie | dann hie neben jre namen, vnd an welchem ort die gefunden, verzeychnet seind.) | zetrucken: Sampt angehenckter ausslegung der schweristen örter, anff dass | der, so sich jro prauchen wölte deren nit entraubt, vnd der jhenig so jrer vnnotdürfftig, die selbigen daruon zethün hab, hiemit gehab dich | wol, vnd dancke Gott vmb seine gaben, Amen. | Auf der Eückseite des Titels Kegister. Am Ende Blatt LXXVI (Schluss des neuen Testaments): Getruckt inn der Keyserlichen frei statt | Wormbs, bei Peter Schöfern | im jar nach der gebärt | vnsers Herren . | M . D . xxix . | Druckermarke: zwei blasende Schäfer links, mit dem Wappen P. Schoeffers. Dann auf 12 Blättern: Auszlegung ertlicher | dunckeler schwären Wörter der Biblen Allt vnd Newen testaments, | deren iede mit f vnd Ziffern, ausser» | halb dess Texts verzeychnet fun = | den wirt. | Diese Abtheilung findet sich nicht in allen Exemplaren, die zu Wernigerode und Worms besitzen solche. Folio, 2 n. gez. Blätter + das alte Testament mit CCLXXXVII gez. Blättern, das neue Testament mit LXXVI gez. Blätter + 12 n. gez. Blätter Register und 46 schönen Holzschnitten des Anton Woensam von Worms, grösstenteils bereits in dem Cölner neuen Testament (Quentel) 1527 und 1528 verwendet, manche das Monogramm Antons tragend,') einige nur in diesem Drucke wiedergegeben. Die Type ist eine Schwabacher in zwei Abstufungen. Signaturen All — Nnllll. 1) Die Entleihuug von Holzstöcken für verschiedene Drucke an mehreren Druckorten ist als Gewohnheit des XVI. Jahrhunderts bekannt. Ein solcher Fall findet sich auch bei der Wormser Bibel 1529. 1527 erscheint ein 139 — 140 — Die berühmte „Wormser Bibel" nicht von den Wiedertäufern Ludwig Hätzer und Johann Denk, mit deren Prophetenübersetzung die Wormser Bibel gar keine Verwandtschaft besitzt, sondern jedenfalls von dem Wormser Wiedertäufer Jacob Bubo oder Kautz geliefert, bietet die erste vollständige Uebersetzung der heiligen Schrift ins Deutsche, geht Luthers vollständiger Uebersetzung, da dessen Propheten und Apocryphen erst 1532 —1534 zum ersten Male gedruckt worden, voran und ist jedenfalls von demselben gekannt und benutzt. Die Wormser Bibel hängt als Uebersetzung mit der Bibelübersetzung der Schweizer Theologen zusammen und hat desshalb auch Verwandtschaft mit der Coverdalebibel. Die Wormser Bibel gehört zu denjenigen Bibelausgaben, die man in der Theologie und Bibliographie combinirte Bibeln nennt, welche auf Luthers Uebersetzung beruhen, aber auch eigene Theile besitzen, da Luther mit der Herausgabe der Propheten und Apocryphen sehr lange zögerte, aber im Volke das Verlangen nach einer vollständigen neuen Bibelausgabe ein sehr ausgeprägtes war. Die Wormser Bibel bot jedenfalls deshalb einen bedeutenden Absatz, der nur durch die Tendenz der Uebersetzung seine Grenzen hatte, da die Zwinglianer wie die Orthodoxen keinen Gebrauch von derselben machen durften. 1 ) Worms Paulusmuseum, Darmstadt (V 562/10 defect), Wiesbaden Privatbesitz, Wernigerode fürstlich Stolbergische Bibliothek (Ha 187), Dresden kön. Bibliothek. Marchand, histoire de l'imprimerie S. 50. — Le Long, bibliotheca sacra I, 405. —■ Vogt, catalogus librorum rariorum S. 105. — Muther, Bücherillustration S. 254. — Muther, die ältesten deutschen Bilderbibeln. München 1883. S. 56 f. — Walther, neue Beiträge zur näheren Kenntniss der Hofbibliothek zu Darmstadt 62 n. 251. — Naumann, Archiv X, S. 172. — Nagler, Monogrammisten I, 661. 14. ERklerung des newe Instruments, | durch Sebastianum Monster, über den | Mon, gemacht im Jar Christi . | M . D . XXIX . | Holz- Holzschnitt : Weltenschöpfer (Merlo, J, J, Anton Woensam von Worms Maler und Xylograph zu Koeln. Sein Leben und seine Werke. Leipzig 1864 n. 266 und 267) in der lateinischen Bibel Cöln Quentel des Rudelius und der biblia integra 152!) Cöln, ward von Peter Schoeffer in Worms 1529 beim Drucke der Wormser Bibel verwendet (Muther, Bilderbibeln S. 59) und tritt nochmals bei der Dietenberger Bibel Mainz 1534 auf. Ob dieser Holzstock als Eigenthum von Cöln nach Worms und Mainz gelangte, steht nicht fest, wahrscheinlicher ist Entleihen gegen Vergütung, so dass der Holzstock Eigenthum Quentels in Cöln war und blieb. Wedewer, Dietenberger S. 455 (Dr. F. Schneider in Mainz). 1) Das „Verzeichnus was für Bücher in der Alten GUlfrich Handel (Frankfurt a. Main) sein, so sie verlassen Hatt Gezelt worden nach der Herbst Mess Anno 1568. wie Voigt" zählt auf „13 Wormbser Bibel". Pallmann, Sigmund Feyerabend S. 137 Anlage VII a . — Demnach war die Wormser Bibel 1568 noch im Handel und eine gesuchte Ausgabe. 140 — 141 — schnitt: messende Männer. Auf der Titelrückseite Vorwort Sebastian Münsters. Am Ende: Getruckt zu Wormbs bei Peter Schöffern, | vnd vo- lendet im jar, M . D . XXIX . | am ersten tag Herbstmondes . | Druckermarke, zwei Schäfer, nebenan Schoeffers Wappen. Die Rückseite des letzten Blattes leer. Quarto, 24 Blätter mit den Signaturen Aij — Fiij, Schwabacher Type, mit Holzschnitten. Privatbesitz. Serapeum XIX, 58 nach messager des sciences historiques ou Archives des arts et de la bibliographie de Belgique 1867 (Heibig in Lüttich). 15. Drei Zeilen hebräisch | Tredecim articuli fidei Judaeorum . | Item, Compendium elegans histo - j riarum Josephi, complectens: | Acta lxx . Interpretum: | Gesta Machabeorum: | Facta Herodum: | Excidium Hierosolymitanum . | Item, | Decem captiuitatis Judaeorum . j Haec per Sebastianum Munsterum | & Hebraeis & Latinis legen | da exarantur . | Anno Christi, | M . D . XXIX . | Rückseite leer. Sebastian Münsters Vorwort datirt: Vuormatiae anno Christi, M . D . XXIX . | Am Ende Vorseite des letzten Blatts Schoeffers Druckermarke mit dem Spruchbande: Gloria in excelsis deo . | Vuormaciae apud Petrü Schoefer | Anno M. D. XXIX . | Mense Septembri . | Octavo, ohne Seiten- und Blattzahlen, Antiquatype, die Gegenseiten hebräischer Text, mit den Signaturen a. 2 — z 5 . Mainz Stadtbibliothek, Worms Paulusmuseum. Maittaire, annales typographici II, 714 — 715.— Wolf, bibliotheca hebraica IV, 1018. — Rossi, annales n. 197. — Marchand, histoire de l'imprimerie S. 50. — Weller, Altes und Neues II, 106. — Panzer, Annales IX, 102. — Catalog Antiquariat Rosenthal - München 70, 1, S. 41 n. 648. Preis 18 Mark. ■— Catalog Antiquariat Isaac St. Goar- Frankfurt a. Main 78, n. 36. Preis 80 Mark. — Schaab H, S. 77. 16. Concordantz | vnd zeyger der sprüch | vnd hystorien aller biblischen | Bücher, so vnlengst in truck auszgangen . | Mit Titeleinfassung. Am Ende: Getruckt zu Wormbs bey Peter Scheffern | im Jar nach der geburt | vnsers Herrn . M . D . XXIX . | Druckermarke wie in der Wormser Bibel. Verfasser ist L. Brnnner aus Worms, der diese Concordanz zu der Wormser Bibel P. Schoeffers fertigte. Folio, 88 n. gez. Blätter, mit Titeleinfassung wie in der Folioausgabe der Wormser Propheten, Schwabacher Type. Privatbesitz.') 1) Ein Nachdruck erschien 1530 bei W. Küppul in Strassburg in folio. Ein Exemplar in Privatbesitz. 141 — 142 — Wormser Druckwerke Peter Schoeffers II. ohne Firmaangabe. 1 ) 1. EJn grüntlicher bericht, ausz der | heylige schrifft gezoge, vff vier Christliche stück . | Nemlich, das der glaub allein gnng zu der selig | ckeyt sei, vü ob er vö mensche ausz eygen kräfften J angenömen mög werde. Item wie der glaub | nit ein müssiger won sei. Von dem | warlichen tempel gottes. Vnd | anruffung der heyligen. | Wormbs, 1524. | Quarto. Mit kleinem Titelholzschnitt. Herausgeber ist H. Schlei- cherszhöver. Ohne Firmaangabe. Bibliotheca Haeberliniana. Vierte Abtheilung: Autotypen Luthers und seiner Zeitgenossen. Frankfurt a. M. 1877. S. 346 n. 6543 (defectes Exemplar, nur 25 Blätter). — von der Hardt, historia reformationis I, 185. — Weiler, repertorium n. 3157. 2. Ordnung Gottes, vnd | der Creaturen werck: Züuerstören | das geticht gleissnerisch aussreden der falschen | vnd faulen ausserwelten, auff das die war= | heyt räum hab züuerbringen das ewige, | vnwandel- bare wolgfallen Gottes, | Coloss. 1. Ephes. 1. | Hanns Denck . | Die Kückseite des Titels leer. 1) Kein Wormser Druck Peter Schoeffers ist: Der Stat Wormbs wahrhaftig Bericht der arglistigen Emborungen, ac. auch der Vehden, so Frantz der sich nennet von Sickingen k. Wormbs 1515. Grossquarto, 35 gez. Blätter, mit Initial A am Anfange. Ohne Firmaangabe. Aschaffenburg kön. Hofbibliothek, Worms Paulusmuseum. Merkel, kritisches Verzeichniss höchst seltener Incunabeln und alter Drucke zu Aschaffenburg S. 18 (ohne Formatangabe). Missale scdm ritü 7 obseruätiä Ecclesie 7 diocesis worinatien . | Missaltype in Kothdruck. Auf der Rückseite des Titels das Druckprivileg des Wormser Bischofs Reinhard datirt: Laudenburg Nonas January 1522. Dann folgen 0 Blätter Calendarium in kleinerer Type wie der Titel, 1 Blatt enthaltend die kleinen Weiheformeln, die Ostertafel auf 6 Blättern, 6 Blätter allgemeine Regelu, zusammen 20 Blätter ohne Signatur und Blattzahlen als Vorwerk. Dann der Canon auf 14 Blätter und das Missalc auf zusammen 373 gez. Blättern in grösserer und kleinerer Missaltype. Auf dem Titel befindet sich ein Holzschnitt: Bischof Reinhard von Worms vor St. Peter knieend, im Texte sind enthalten zahlreiche grössere und kleinere Holzschnitte sowie die Musiknoten in Typendruck. Ohne Firma und Jahrzahlangabe. Die Ausgabe gehört ins Jahr 1522. Folio, zweispaltig zu 35 Linien auf voller Seite. Der Druck gehört Peter Drach in Speier an, da die Missaltype und Herstellungsart den Missale's dieses Druckers vollkommen entspricht. Worms Paulusmuseum, Wiesbaden Privatbesitz. Zweifelhaft bleiben: Form vnd Ordenung der Evangelischen deutzschen Messen wie sie zu Worms gehalten wird. 11 Blätter Duodez, mit Titelholzschnitt. Ein Exemplar ist mir unbekannt, ein solches fand sich in Maiuz im Jahre 1804 auf dem Speicher des Heiliggeisthospitals vor, dessen Aufbewahrungsort ich nicht kenne. Vgl. Rheinische Blätter 1804. n. 287 S. 1147. Eine Parodie auf die Litanei. 1521. 0. 0. u. F. Worms Paulusmuseum. 142 — 143 — 0. 0. u. J. u. F. (Worms P. Schoeffer um 1527 als Todesjahr Denks). Kleinoctavo, mit den Signaturen au — dm = 15 n. gez. Blätter. Mit Peter Schoeffers grösserer und mittlerer Scliwabacher Type, daher Erzeugniss desselben. Worms St. Paulusmuseum. 3. Eyn vrteil gottes | vnsers ehegemahels, wie | man sich mit allen götzen vnd bildtnussen halten sol, | vss der heyligen geschrifft getzogen. | Wormbs. | Im Jar M . D . XXIX . Jm Herbstmond. | Quarto, 10 Blätter, Scliwabacher Type. Ohne Firmaangabe. Verfasser ist Ludwig Hätzer. Die erste Ausgabe dieser Schrift erschien bei Christophel Froschover zu Zürich 1523. 10 Blätter Quarto. Panzer, Annalen II, Nr. 1877. — Privatbesitz in Wiesbaden. III. Strassburg. 1530. 1. DE TEINI- | TÄTE AO MYSTE | RIIS CHRISTI, ALCVINI | LEVITAE LIBRI TRES. | Sunt in his pleraqz certo & clare | definita, quae hoc potissimfl | seculo, nö sine fidei cö- | tumelia, in dubium uocantur . | D . CAROLO IMPE - | RATORI DICATI. | ANNO . M . D . | XXX . | Rückseite des Titels leer. Am Ende Blatt 67 Rückseite: ARGENTORATI APVD PE- TRVM | SCHEFER, ET IOHANNEM | APRONIANVM, | SOCIOS . | KALENDIS MARTIIS . | M . D . XXX . | Octavo, 68 n. gez. Blätter + 1 leerem Blatt.*) Strassburg Univ.-Bibliothek (ohne das leere Schlussblatt). Panzer, Annales VI, 119 n. 817. — Klemm, Catalog S. 158. 2. VALENTI- | NI CRATOALDI IN | TRIA PRIORA CAPITA LIBRI | GENESEOS ANNOTATA: | Quibus creationem & la - | psum primi hominis | graphice de- | pingit . | ARGENTORATI, ANNO | M. D . XXX . [ Rückseite des Titels leer. Am Ende Blatt 40 Vorseite: Petrus Schoefer, & Johan j nes Apro- nianus com- | munibus expensis | excudebant . | Rückseite leer. Octavo, 40 n. gez. Blätter. Strassburg Univ. - Bibliothek. Panzer, Annales VI, 119 n, 818. — Klemm, Catalog S. 158. 1531. 3. Eyn new Kunstlichs wolge= | gründts Visierbüch, gar gwiss vnnd behend | auss rechter art der Geometria, Rechnung vnd Circkel- messen, | Darinnen mancherley Visier ruten oder Stilb angezeygt | ze- machen, nach yeglicher landart Eichen vnd mass, I dergleichen noch 1) Mittheilung von Dr. K. Scliorbach in Strassburg. 143 — 144 — nie getruckt oder aussgangen . | Holzschnitt, ein Küfer in Tracht des XVI. Jahrhunderts steht vor einem auf dem Boden liegenden Fass mit Visiemithe in den Händen | Zum Leser. | (dann zwei Reihen Verse). (Erste Reihe): Wöltstu visieren manches vass, | Vnd das mit seiner rechten mass, So findst dess Stabes gruud behend In disem buch, an alle end Der teutschen Nation gerecht, Gar manchem es vil nutzes brecht So wolt mit nasser war handtiern, Auch von jm selber lern visiern, Vnd seiner Sachen sein gewiss, Derhalb mit fleiss diss buch aussliss. Der Ruten sind wol zehen gmacht Besonder, grecht in jrer acht. (Zweite Reihe): Eyns gman ich dich, dess nit vergess, Die guäss an allen orten mess, Hab acht der beuln (schlags nit inn windt) Darein dann solche wahr verrinnt, Darumb besihe es eben wol, Obs breyt sei truckt, obs bodenhol, Wo du es nit eben hettest bsehn, Wers bald vm drei, vier, massen geschehn. Gehst du dann diser kunst nit miss, So triffstus bei eym gläslin gewiss, Vorab so guäss wer innen glat, Huldrichus Kern es gmachet hat. M . D . XXI. Auf der Rückseite des Titels Widmung des Verfassers Ulrich Kern von Freysing Rechenmeister und deutscher Schreiber gerichtet an Hans Volmar Bürger zu Rotweil mit dem Datum: Strassburg am ersten tag Mertzens im M . D . XXXI . Jare . | In der Vorrede Blatt 1 (ohne Signatur) Rückseite nennt Ulrich Kern den „ Christoferus Rudolff won Jawer auss der Schlesi" seinen Lehrer. Blatt 1VI Rückseite Druckermarke Peter Schoeffers: Schäfer mit Dndelsackbläser und zwei Schafen nebst Hund und Herr und Dame von Baidung Grien. Unterhalb die Schlussschrift: Inn der löblichen freistatt Strassburg truckts Peter Schärfer, | bei Hansen Schwyntzern, vnd ward volendet am ersten | Aprilis, nach der gebürt Christi vnsers Herren, | M . D . XXXI . | i) 1) Zweifelhaft bleibt der Druck. Magnificat. Strassburg 1531. Peter Sclioeffer. als zu diesem Jahre datirt, wesshalb derselbe unter den Drucken ohne Jahr aufgeführt ist. 144 — 145 — Grossquarto, 1 n. gez. Blatt + 56 gez. Blätter + 1 n - S ez - S e ~ falteter Tabelle zwischen den Blättern xliiij und xlv, Schwabacher Type. Prächtigster Strassburger Druck Peter Schoeffers. München Ilofbibliothek (G. Gr. b. 560. Ph.), Worms Paulusmuseum. v. Zahn und Jaensch, Versteigerungscatalog Sammlung Klemm 1889 S. 93, n. 1377. — Catalog Antiquariat Cohn-Berlin Nr. 200, S. 8 n. 62. Preis 75 Mark. — Catalog Antiquariat Rosenthal - München Nr. 65 n. 305. — Nagler, Monogrammisten III, 331. — Archiv für Geschichte des Buchhandels V. 78, Note 98. — Collection ä vendre de monumens typographiques imprimes au XV. et XVI. siecle. Offenbach 1840. (Versteigerungscatalog Sammlung Heinemann) S. 257. Nr. 1162. Die Druckermarke bei Muther, Bücherillustration Tafel 248 a wiedergegeben. 4. Epistola ad Vulturium Neacomum per ministros Argentoratenses. Argentorati 1531. Am Ende: Per Petrum Schaefer et Joannem Apronianum. Octavo. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annales VI, 121 n. 832. 1532. 5. QVAE | INTVS CON- | TINENTVE. | SYEIA, adPtolomaici operis raiionem . Praeterea Strabo | ne, Plinio, & Antonio auctoribus locupletata. | PALESTINA, iisdem auctoribus . Praeterea Hi - | storia sacra, & Josepho, & diuo Hieronymo locupletata. | AEABIA Petraea, siue, Itinera filiorum Israel per de- | sertum, iisdem auctoribus . | AEGYPTVS, iisdem auctoribus. Praeterea Ioanne | Leone arabe gram- matico, | secundum recentiorum locorum situ, | illustrata. | SCHONDIA, tradita ab auctoribus, qui in eius o - | peris prologo memorantur . | HOLMIAE, ciuitatis regie Suetiae, deplorabilis exci- | dij per Christier- num Datiae cimbricae regem, historia . | EEGIONVM superiorum, sin- gulae tabulae_ Geogra | phicae . | AEGENTOEATI | apud Petrum Opilionem . | M . D . XXXH . | Auf der Eückseite des Titels Vorwort des Druckers: PETEVS SCHOEFFEE | MOGVNTINVS CANDI | DIS INSPECTOEIBVS. | Kleinfolio, 116 gez. Blätter (wobei irrthümlich die Zahlen Ciii bis Cx statt CIX — CXVI stehen) + 18 n. gez. Blätter, welche die acht Tabulae und am Ende die Druckfehlerliste enthalten. Der erste Theil mit den Signaturen aij — viij, der zweite Theil mit A — Dij.') Verfasser ist Jacob Ziegler aus Landau. Eine weitere Ausgabe erschien zu Strassburg bei Eihel 1536, 166 Blätter Quarto (Harrisse, bibliotheca Americana S. 217). Strassburg Univ. - Bibliothek. Marchand, histoire de l'imprimerie S. 50. — Klemm, Catalog S. 158. — Centralblatt für Bibl. IV (1887), S. 329 Note. 1) Mittkeiluug von Dr. Schorbach in Strassburg. 145 Beiheft 9. 1U — 146 — 1534. 6. Epicedon | Thomae Sporeri mvsicorvm | Principis, | Modulis musicis h | Sixto Dittricho | illustratum . | Tenor | MDXXXI1II. | Am Ende des Tenors: Argentorati apud Petrum Schoeffer | Et Mathiam Apiarium . | Querduodez, mit den Bildnissen des Rudalphingus und Baldungus. Von Rudalphingus dem Lucas Edenbergius') und Joannes Baldungus gewidmet Argentorati Cal. Aug. 1534. Der Druck enthält nur einen Gesang in drei Theilen: Plangent eum universi musici etc. Augsburg Stadtbibliotliek (nur Altus, Tenor, Quintus), Zwickau Rathsschulbibliothek (vollständig in fünf Stimmbüchern: Altus, Tenor, Quintus, Discantus und Bassus), Brüssel königl. Bibliothek. 2 ) Publicationen der Gesellschaft für Musikforschung IV, S. 53. — Catalogue de la bibliotheque de F. J. Fetis aquisee par l'ctat beige. Bruxelles 1877. s. v. — Schletterer, H. M., Katalog der in der Kreis- und Stadtbibliothek, dem städtischen Archive und der Bibliothek des historischen Vereins zu Augsburg befindlichen Musikwerke. Berlin 1878. s. v. — Monatshefte für Musikgeschichte IX, 176. 1535. 7. RERVM | MVSICARVM | OPVSCVLVM RARVM AC IN- | signe, totius eius negotii rationem mira in - | dustria & breuitate com- plectens, iam | recens publicatum. JOAN . | FROSCHIO, I Autore, | Holzschnitt, Wappen, darstellend drei Hirschhörner, im andern Felde zwei Fische (Wirtemberg - Mömpelgard) | Auf der Rückseite des Titels: QVAE INTVS | CONTINE= | TVR . | Inhaltsangabe. Blatt 2 Vorseite Epigramme des Melchior Cumanus und des Froschius. 3 ) Blatt 2 Rückseite leer. Blatt 3 Vorseite (mit Signatur 3): Illn- strissimo domino domino Georgio comiti Wirtenbergae & in Montebeli- gardo & Domino suo clementissimo & in primis observandissimo Joannes Froschius sese commendat. Mit dem Datum: Argentorati, Idibus Sep- tembris M . D . XXXII. 1) Lucas Edenberger ist als Musiker und Verfasser des: Gesangbüeh- lein vnd Hausslieder Sampt etlichen mehr vor nie gedruckten neuwen Büchern, auch angehendstem Büchlein, Jnngfrauwen Zucht genandt. Frankfurt. 1583. bekannt. 2) Ferner soll die Münchner Hofbibliothek ein Exemplar (ohne den Bassus) besitzen. Bei meiner Anwesenheit zu München war am 25. Mai 1891 dieses Exemplar in den Catalogen der Münchner Hof bibliothek nicht zu finden. 3) Johann Frosch aus Bamberg war Carmeliter, 1517 Prior in Augsburg, 1522 protestantischer Prediger daselbst, 1531 solcher in Augsburg, disputirte 1527 mit den Wiedertäufern und starb 1533. Ueber ihn Strobel, neue Beiträge I, 2, 187. — Aretin, Beiträge IX, 1021. — Kappe, Nachlese II, (123. — Goedeke, Grundriss I, 176. — IL Auflage II, 181. 146 — 147 — Blatt 4—6 Vorseite alphabetisches Inhaltsverzeichniss. Blatt 6 Rückseite Vorwort des Froschius an den Leser. Hierauf beginnt der Text der Schrift mit Signatur A.') Folio, ohne Paginirung, mit mehreren Tabellen in Holzschnitt und gedruckten Musiknoten in Cölner Notirungsweise auf fünf Linien. (Argentorati P. Schoeffer et M. Apiarius 1535). Mainz Stadtbibliothek (defect, bricht nach Signatur Fiii ab), Göttingen Univ. - Bibliothek. Monatshefte für Musikgeschichte VIH (1876), S. 163. 8. Henrici Cornelii Agrippae epistola apologetica ad clarissimum Urbis Agrippinae Eomanorum Coloniae Senatum contra insaniam Con- radi Colin de Ulma Ord. Praedicatorii Monachi. Ex Bonna ij Januarii. Argentorati apud Petrum Schoeffer M . D . XXXV. Octavo. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annales VI, 126 n. 873. 1537. 9. Grosses T, rechts davon gedruckter Titel: Wittenber= | gisch Gsangbüchli | durcli Johan. Waltern, | Churfürstlichen von | Sachsen senger mey = | ster, vif ein newes | corrigiert, gebes | sert, vnd ge= | meret. | M . D . XXXVII . | Das grosse T bezeichnet die Tenorstimme Rückseite des Titels leer. Blatt 2 (Signatur Aii) Vorseite Vorrede Martini Luther. | DAs geystliche lieder singen, gut vnd Gott angenem sei, acht | tc. Blatt 3 (Signatur Aiij) Vorseite Vorrede Hans "Walthers: Es ist nicht wunder, dass die Musica :c. Blatt 3 Rückseite: Register mit wieuil stimmen, vnd wa ein jetlich gesang zufinden sei . | Dieses Register führt auf Blatt 3 und 4 (A iiij) Vorseite die enthaltenen Stücke der Reihe nach wie im Buche selbst mit deutschen Zahlen auf, nämlich 21 vierstimmige, 15 fünfstimmige und 2 sechsstimmige deutsche, 4 vierstimmige, 6 fünfstimmige und 2 sechsstimmige lateinische Lieder auf, worauf die Zahl 22 weder im Register noch als XXII im Texte vorkommt, indem auf 21 und XXI sofort 23 und XXIII folgt. Blatt 4 (Aiiij) Rückseite beginnen die Lieder mit den Texten: Komm heiliger Geyst, — Komm Gott schöpffer heiliger Geist, zc, wobei i ) Obigen auf dein Mainzer Exemplar beruhenden Angaben gegenüber zeigte Antiquar Cohn-Berlin ein Exemplar mit der Bemerkung an: Son titre est orne d'une belle figure s. b. repr6sentant un seigneur et sa dame qui ecoutent un joueur de corneinuse. Catalog Cohn GLXXV n. 418. Dieses erklärt sieh daraus, dass das Mainzer Exemplar möglicherweise der Widmung 1532 entsprechend einer andern Auf läge als der 1535 angehört oder das dort fehlende Schlussblatt Baidung Griens Signet (Herr u. Dame mit Dudelsackbläser) enthält und eine A'erwechslung Colins von Titel mit Schlussblatt vorliegt. 147 10* — 148 — vielfach im Drucke die Einrichtung herrscht, dass die Melodie links, der Text der nicht unterlegten Verse rechts auf der Seite, zwischen den Musiknotensystemen die den Noten unterlegten Worte der ersten Textstrophe stehen, was ganz unsern heutigen Notendrucken entspricht. Blatt XLV11 (ohne Seitenzahl) Vorseite: Nunc dimittis: Quaere in Basso . | Huc agite: Quaere in Basso . | Insurrexerunt: Quaere in Vagant . | Am Ende Vorseite des letzten Blattes: JOANNE GVALTHERO | AVTORE . | Rückseite dieses Blattes: Peter Schoeffers kleines Signet gloria iu excelsis deo und unterhalb die Schlussschrift: Argentorati, apud Petrum Schoefl'er . | Et Mathiam Apiarium . | Quersext, 5 Stimrnbücker. Tenorstimme mit Signatur Aij — Kiiij = 3 n. gez. Blätter Vorreden und Index -f- I —XLIX gez. Seiten + 1 n. gez. Blatt + 1 n. gez. leeren Blatt. Discantstimme. Auf dem Titel grosses D als Auszeichnung, sonst ohne Titeldruck. Rückseite des Titels leer. Signatur Aij — Giiii enthaltend Seite I — LIII + 1 leerem n. gez. Blatt. Altstimme. Auf dem Titel grosses A als Auszeichnung, Rückseite des Titels leer. Signatur aiij — giiij mit den Seiten I — LIII + 1 n. gez. Seite. Bassstimme. Grosses B auf dem Titel als Bezeichnung dieser Stimme, Rückseite leer. Signaturen Aaii— Ggiiij mit I — LIII gez. Seiten. Vagansstimme. Grosses V auf dem Titel, dessen Rückseite leer. Diese Stimme ist in dem Münchner Exemplar defect und beginnt erst mit Blatt XXIII und der Signatur aaij, enthaltend LIIII gez. Seiten. •Dritte Auflage, zweite des Peter Schoeft'er, Lieder ohne Ueber- schriften nur mit Blattzahlen I — L versehen, Musiknoten Typendruck auf fünf Linien, Vorreden deutsche Fracturtype, Text Schwabachertype und Antiqua. München Hofbibliothek (Musica pract. 39) das ich am 25. Mai 1891 collationirte, Augsburg Stadtbibliothek, Brüssel königl. Bibl. Wackernagel, Bibliographie des deutschen Kirchenlieds S. 142 n. CCCLVEI. — Monatshefte für Musikgeschichte IX, 177. — Faulmann, illustrirte Geschichte der Buchdruckerkunst. Wien 1882. S. 299. — Goedeke, Grundriss I, 158, 192. — II. Auflage II, 207. 1539. 10. Lindenblättchen TENOR Lindenblättchen | Cantiones quinque uocum selectissimae, a primarijs (Germnaiae ] ) inferioris, j Galliae, et Italiae) musices magistris editae. Ante hac typis nondum diuulgatae. Numero uigintiocto . | Mutetarum liber primus . Auf der Rückseite des Titels befindet sich das Druckprivileg Kaiser Ferdinands Wien 28 Januar 1539 datirt. 1) So der Druck. 148 — 149 — Am Ende: Argentorati apud Petrum schoeffer . | Mense Augusto, anno | M . D . XXXIX . | Rückseite dieses Blattes leer. Querquarto, fünf Stimmbücher. Tenorstimme wie oben mit Signatur A 3 —K 3 = 2 n. gez. Blätter + 27 gez. Blätter + 2 n. gez. Blätter -f- 1 leerem n. gez. Blatt. Discantstimme. Lindenblättchen DISCANTVS Lindenblättchen | Mutetarum über primus. | Auf der Rückseite dieses Titels beginnt das Register der enthaltenen Gesänge mit Nennung der Namen der Com- ponisten derselben. Umfasst Signatur Aa 3 — Kk :! = 2 n. gez. Blätter + 28 gez. Blätter -f 1 n. gez. Blatt. Altstimme. Lindenblättchen ALTVS Lindenblättchen | Mutetarum liber primus . | Rückseite und die Vorseite des hierauf folgenden zweiten Blattes leer. Umfasst Signatur a —k : , mit 1 n. gez. Blatt + 28 gez. Blätter + 1 n. gez. Blatt. Bassstimme. Lindenblättchen BASSVS Lindenblättchen | Mutetarum liber primus. | Auf der Rückseite Vorwort Peter Schoeffers als Herausgeber und Drucker dieser Gesänge, das seines interessanten Inhalts wegen bei der Seltenheit dieses Drucks unverkürzt als Anlage III. neu abgedruckt ist. — Umfasst die Signaturen aa 3 — kk 3 mit 1 n. gez. Blatt + 28 gez. Blätter -f 1 ungez. Blatt. Quinta voxstimme. Lindenblättchen QVINTAVOX Lindenblättchen | Mutetarum liber primus. | Die Rückseite des Titels und die Vorseite des folgenden zweiten Blattes leer. Umfasst die Signaturen BB 3 bis KK 2 mit 1 n. gez. Blatt + 28 gez. Blätter + 1 n. gez. Blatt + 1 n. gez. leeren Blatt. München Hofbibliothek (das ich am 25. Mai 1891 collationirte), Jena Univ.-Bibl., Heilbronn Gymnasialbibl. (nur zwei Hefte), Berlin kon. Bibl. (nur 1 Heft), Brüssel kön. Bibl. (ebenfalls defect). Eitner, Musiksammelwerke S. 49. Neudruck in Monatshefte für Musikgeschichte III, 206. — vgl. ebendaselbst IX, S. 177. — Catalog Antiquariat Rosenthal - München XLI, 117 n. 1964 (nur der Altus). Preis 60 Mark. Undaiirte Strassburger Drucke Peter Schoeffers II. (1531.) 1. Magnificat. Strassburg Peter Schoeffer. Wohl ohne Jahresangabe wie die zweite Ausgabe. Formatangabe fehlt, jedenfalls Quersext. Verfasser dieses Musikstücks ist Sixtus Dietrich. •) Erste Ausgabe. 1) Sixtus (Xistus) Dietrich, ein berühmter Componist seiner Zeit, befand sich 1522 zu Constanz und lernte dort den Erasmus von Roterdam kennen. Er war früher Geistlicher, heirathete jedoch und trat zum Protestantismus über. ir>48 zog er todtkrank nach St. Gallen und starb noch in diesem Jahre dort am 21. Octobcr. vgl. II. Schreiber, Taschenbuch für Geschichte und 149 — 150 — Brüssel königl. Bibl. Monatshefte für Musikgeschichte IX, S. 177 Note zu 1531. — Publication der Gesellschaft für Musikforschung IV, S. 53 (Neuabdruck). (1537.) 2. Epicedon Thomae Sporeri. Strassburg Peter Schoefter und Matthias Apiarius 1537. Formatangabe fehlt, wohl Duodez. Zweite Ausgabe dieses Musikdrucks. Ein Exemplar soll auf der Hofbibliothek zu München sein, das jedoch bei meiner Anwesenheit daselbst am 25. Mai 1891 nicht auffindbar war. 3. Sehr grosses T | MAGNIFICAT | OCTO TONOKVM . AV- TOBE | Xisto Theoderico . | Liber Primus . | Bückseite des Titels: Simoni GBINAEO VIBO OMNI | disciplinarum genere ornatissimo. Petrus | Schefterus, & Mathias Apiarius, | S. Dicunt. | Vorwort derselben als Herausgeber, vgl. Anlage IV. Schliesst: Argentorati . M . D . XXXVII . | Calendas Augusti . | Bückseite des Titels: Joan. Sapidus Pio Cantori. | Verse. Inhalt: Primi Toni | nämlich das Magnificat in sieben Tonlagen. Hierauf: Errata . In Tenore . | Quersext, 4 Stimmbücher, eine Vagans fehlt dem Münchner Exemplare, ob dieselbe überhaupt vorhanden, bleibt unbestimmt. Tenorstimme 20 n. gez. Blätter mit Signatur Aij — Cv mit obigem Titel. Discantstimme. Titel mit grossem D | Magnificat, Liber Primus. | Bückseite leer. 23 n. gez. Blätter + 1 n. gez. leeren Blatt und den Signaturen aij — diiij. Altstimme. Titel mit grossem A | Magnificat, Liber Primus. | Bückseite leer. 21 n. gez. Blätter + 3 n. gez. Blätter, welche leer. Mit Signaturen aaij — Ddiij. Bassstimme. Titel mit grossem B j Magnificat, Liber Primus . | Eückseite leer. 25 n. gez. Blätter mit den Signaturen Aaij — ddv. Musiktypendruck auf fünf Linien in Cölner Notation, Antiquatype. München Hofbibliothek (mus. 188). Undatirte Strassburger Drucke Peter Schoeffers ohne bestimmbares Datum. 1. Grosses T links in Holzschnitt, rechts davon: Fünft' vnd | sechzig teütscher | Lieder, vormals | im truck nie vss | gangen. | Das grosse T ähnelt dem im Gesangbuche Walthers Worms 1524 und nimmt fast die Alterthum in Süddeutschland. III. Jahrgang. Freiburg i. B. 1841. Octavo. S. 76. Ueber ihn als Musiker G. Schilling, Encyclopädie der musicalischen Wissenschaften. 1835. II, S. 412. Sixt Dietrich gehörte wohl auch der Wiedertäufer- secte an. 150 — 151 — ganze Seite ein, die Tenorstimme bezeichnend. Auf der Rückseite des Titels beginnen die Lieder, deren erstes von Hulrich Brätel componirt beginnt: Weil ich gross gunst, trag zu der kunst ic Enthält Lieder von Hulrich Braetel, Ludwig Senfl, Sixt Dieterich, Paulus Wüst, Thomas Sporer, Cosmas Alderinus, Wolff Grefinger, Mathias Greiter, Balthasar Arthopius, Johannes Wannenmacher, Thomas Stoltzer, P. Hoffhaimer, W. Grefinger, A. de Brück, B. Ducis, M. Eckel, Lazarus Spengler, Guilielm. Breytengraser, Stephan Mahu. Am Ende: Nachuolgender zal lieder, seind mit fünff stimmen. 1. 25. 53. 54. 55. | vnd folgend durch auss, aussgenummen, Lassa lauften, finstu | den Discant, im Vagant. | Hierauf Druckermarke Peter Schoeffers II: Gloria in excelsis deo etc. Darunter: Argentorati, apud Petrum Schoeffer. | Et Matliiam Apiarium. | Rückseite dieses Blattes leer. Quersexl, fünf Stimmbücher, Schwabacher Type, Musiktypendruck auf fünf Linien. Tenorstimme mit obigem Titel und den Signaturen a ij — i jjjj sowie häufig falscher Paginirung, da nicht alle Seiten paginirt, 54 Blätter. Altstimme. Titel mit grossem A | Rückseite leer. Mit Signaturen aaij — ggiüj, 42 Blätter mit schlecht durchgeführter Seitenzählung. Discantstimme. Titel mit grossem D. | Rückseite leer. Mit Signaturen Aij — Giiij, 42 Blätter mit schlechter Seitenzählung. Bassstimme. Titel mit grossem B. | Rückseite leer. Mit Signaturen Aij — Ggiiii, 42 Blätter, deren letztes leer, mit ungenauer Bezeichnung der Seiten. Vagans. Titel mit grossem V. | Rückseite leer. Mit Signaturen AA ij — BB iii, 12 Blätter, deren letztes leer, mit schlechter Seitenzählung. Alle Lieder sind bis auf eins weltlichen Inhalts, darunter ausgezeichnet drei Bonenlieder (Bonenlied wider den päbstlichen Ablass von Nicolaus Manuel Nr. VI, VII und XXXV), das Lied: Die brinlein die da fliessen Nr. XIH, ein Lied auf den schwäbischen Bund um 1514 Nr. XIX und ein anderes auf König Franz vor der Schlacht bei Pavia (1525) Nr. XLVIII. Was die Datirung des Druckes betrifft, so setzte Wackernage] das Buch ins Jahr 1522, indem er an das Lied vor der Pavier Schlacht anknüpfte. Allein dieses Lied war auch nach der Schlacht bei Pavia noch volksthümlich, und zudem ist 1522 eine Jahreszahl, die sich mit des Peter Schoeffer II und Mathias Apiarius Druckthätigkeit in Strass- burg nicht vereinigen lässt. Der Einwand Wackernagels, dass M. Grei- ters Name schwerlich nach 1522 in einem weltlichen Liederbuche auftrete, ist zu hinfällig, um nur einer eingehenden Würdigung unterzogen zu werden. Der Eintrag in dem Berliner Exemplar: 20 De- cember 1536 beweist ebenfalls nur, dass das Buch um diese Zeit vorhanden und mit diesem handschriftlichen Eintrag versehen ward. Von mehr Bedeutung ist der Umstand, dass das Lied Thomas Stoltzers (f 1526): „Entlaubet ist der Walde", welches sich in den fünf und sechzig deutschen Liedern vierstimmig vorfindet, bereits 1532 in Hans 151 — 152 — Gerle's Musica Teusch Nurenbergk für vier Geigen eingerichtet vorkommt 1 ) und mit Wahrscheinlichkeit aus Schoeffers Liederbuch für Gerle's Musica bearbeitet ward, wenn auch die Melodie selbst bedeutend älter ist und nicht ausgeschlossen sein dürfte, dass Gerle auch noch eine andere Quelle als Schoeffers Liederduch besessen haben mag. Frühestens passt das Liederbuch ins Jahr 1530, setzen wir 1530 —1535. München Hofbibliothek (welches Exemplar ich am 25. Mai 1891 benutzte), Berlin kön. Bibl. (defect), Zwickau Rathsschulbibliothek, Augsburg Stadtbibliothek. Eitner, Musiksammelwerke S. 36 — 37. — Wackernagel, Bibliographie des deutschen Kirchenlieds S. 45 Nr. CXXI. — Monatshefte für Musikgeschichte VI (1870) S. 50, VIII, S. 134. — Goedeke, Grundlos I, 123 (der das Buch zu 1520 ansetzt). — II. Auflage II, 32. — Uhland, deutsche Volkslieder nahm n. 29 und 68 seiner Lieder aus diesem Drucke auf. 2. Opuscula | aliquot vere ca- | tholica, ac imprimis | erudita, Joannis Ludouici | Vivis Valentini, accu- | rate impressa. | Introductio ad Sapientiam . | Satellitium siue Symbola . | De Ratione Studij puerilis | Epistolae IL | Argentorati, apud Petrum | Schoeffer. i 0. J. Am Ende des Schriftchens steht: Louanij . M . D . XXI . | welches Datum als Abfassungszeit der Schrift, nicht als Datum des Drucks gelten muss, da 1521 eine Unmöglichkeit für den Druck in Strassburg ist. Näheres über die Zeit des Druckes ist nicht feststellbar. Octavo, Signaturen Ai—Nijj. 2 ) Wernigerode fürstlich Stolbergische Bibliothek (W b 96 misc. 2). IV. Venedig. 1541. 1. Novi Testamenti Vulgata quidem Editio, sed ad vetustissimo- rum utriusque Exemplariorum fidem diligentissime emendata, cum Scholiis Isidori Clarii Brix . monachi Casinatis edita . Venetiis, per Petrum Schoiffer 1541. Octavo, zwei Bände. Erste Auflage P. Schoeffers. Quelle: Unbekannt. Le Long, bibliotkeca Sacra I, 276. — Marchand, histoire de rimprimerie S. 50. — Catalog Antiquariat Rosenthal 70, 2, S. 205, n. 3036. Preis 50 Mark. 1542. 2. VVULGATA | AED1TIO VETERIS AC | NOVI TESTAMENTI, QVORVM | alterum ad Hebraicam, alterum ad Graecam ueri- tatem emen- I datum est diligentissime..... I AVTHORE 1SIDORO 1) Monatshefte für Musikgeschichte I, S. 60. — Die Melodien beider Tonsätze aus Schoeffers Liederbuch und Gerle finden sich in Partitur in der Zeitschrift: Caecilia 1846. Seite 200, Musikbeilagc neu abgedruckt. 2) Mittheilung aus Wernigerode. 152 — 153 — CLARIO BRIXIA- | NO MONACHO CASINATE . | Venetijs, apud Petrum Schoeffer, Magun- | tinum Germanum . Anno | M . D . XLII . | (Rothdruck.) Mit Titeleinfassung. Folio, Antiqua und Cursivantiquatype, zweite Auflage.') Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog 314 — 315 n. 672. — Marchand, histoire de l'imprimerie 8. 50. — Index librorum prohibitorum et expurgandorum Ant. de Schomayor S. 127. 2 ) — Catalog Antiquariat Rosenthal-München XLII, n. 292. Preis 120 Mark. 3. RAIMVN | DI LVLII MAIO - | RICI PHILOSOPHI | acn- tissimi, mediciqz celeberri- | mi De secretis naturae | siue Quinta essentia | libri duo, | His accesserunt, | ALBERTI MAGNI | summi phi- losophi, De mineralibus & | rebus metallicis libri | quinque . | Quae omnia solerti cura repurgata rerum naturae | studiosis recens publicata sunt per magi - | strum Gualtherum II. Ryff, | Argentinensem 3 ) | Medi- cum . | Venetijs apud Petrum Schoeffer | Germanum Maguntinum . | Anno | M . D . XLII . | Am Ende: Venundantur Venetijs apud Jo. Baptistam | sub insignio Turris . | Mit Druckermarke Peter Schoeffers. Kleinoctavo, 324 gez. Seiten nebst Inhaltsverzeichniss. Mit Abbildungen, Antiquacursivtype. Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog n. 673. — Catalog Antiquariat Rosenthal - München XXXVI n. 1422. Preis 10 Mark. *) Druckwerke Peter Schoeffers des Jüngeren ohne Ort und Jahr und Firma. 1. Des Edlen Rö= | mers Laurentij Valien | sis Clagrede, wider die | erdicht vnnd erlöge = | ne begabnng, so | von dem Key = | ser Cöstan I tino | der Römi= | sehen kirchen sol gesche I hen sein . I 1) Eine weitere Auflage dieser Ausgabe erschien 1557 Venedig bei Juntas. Da Titel und die Vorrede auf dem Index der verbotenen Bücher standen, entfernte der Verleger Beides und Hess einen neuen Titel: Biblia 3x seeunda recognitione Isidori Clarii 0. Ben. 0. Firma 1564 drucken. Am Ende stellt trotzdem 1557 mense Jtüio. Brunet, manuel I, 876. 2) Nach dem eatalogus librorum prohibitorum. Born 1559 und der Ausgabe Königsberg 156U war diese Bibel verboten. Vgl. Marchand, histoire de Pimprimerie S. 5ü. — Dibdin, bibliographical decameronll, 304 — 306. 3) Walther Hermenius Ryff aus Strassburg bekannt als Uebersetzer des Vitruvius (Nürnberg Johann Petrejus 1548 folio und öfter), bedeutender mathematisch-physicalischer Schriftsteller. Gesner, bibliotheca universalis ed. I. (die Stelle fehlt in späteren Ausgaben). 4) Schaab II, S. 78 und Wetter, kritische Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst S. 507 erwähnen noch einen weiteren Druck: Mancardi epistolae medicinales. Venedig P. Schoeffer 1541 nach Panzer, Annales IX, 102. Dort findet sich aber keine derartige Angabe, wie Panzers Werk nur bis 1536 reicht. 153 — 154 — Mit herrlicher Randverzierung, worin eine Inschrift, weiche Weller mittheilte. Quarto, mit den Signaturen A — Oijj = 55 n. gez. Blätter + 1 gez. Blatt. 0. 0. u. J. u. F. (Worms um 1518). Zürich Stadtbibliothek. Weller n. 1155. vgl. oben S. 105. V. Unächte Drucke Peter Schoeffers des Jüngeren. Würdtwein, bibliotheca Mogunt. S. 181 giebt eine von Peter Schoeffer 1546 gedruckte deutsche Liviusausgabe an, die sich in der Bibliothek zu Amorbach befunden haben soll. Diese Angabe ist Verwechslung mit dem gleichartigen Drucke Ivo Schoeffers 1546. Vgl. Schaab II, S. 78. VI. Die Ausgaben der Reformation der Stadt Worms 1507 —1513. Manche Bibliographen, namentlich H. Klemm, schreiben dem Peter Schoeffer dem Jüngeren den Druck der Ausgaben der sogenannten Wormser Reformation zu, aber ganz mit Unrecht. Die Wormser Reformation wurde 1498 ausgegeben und erschien in erster Auflage 1499 im Druck. Nach Zapf) ist diese Ausgabe ein Erzeugniss Peter Schoeffers des Alten zu Mainz. Auch dieses ist jedenfalls falsch, die Schwabacher Type, welche Peter Schoeffer im Gart der Gesundheit 1484, 2 ) in der deutschen Ausgabe von Breidenbachs Reisen und der Cronecken der Sassen 1492 3 ) verwendete, ist wenigstens nicht identisch mit der Type, welche in der ersten Auflage der Wormser Reformation 1499 verwendet ward. Stände mir die datirte oder undatirte Ausgabe der Kaffiergerichtsordnung (ein unbezweifelter Druck Peter Schoeffers I) 4 ) zu Gebote, so Hesse sich auch hierdurch nachweisen, ob die Wormser Reformation 1499 dem Peter Schoeffer angehöre oder nicht. Wahrscheinlich ist aber auch hier Letzteres der Fall. Man hat behauptet, Johann Schoeffer habe die Ausgaben der Wormser Reformation 1507 bis 1513 gedruckt, aber übersehen, dass dessen Schwabacher Type einen breiteren Kegel und Schnitt sowie Verschiedenheit in manchen 1) Zapf, Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek II, 374. vgl. auch dessen Mainzer Buchdruckergeschichte zu 1499. 2) Hortus sanitatis vff teutsch eyn gart der gesimdheit. Ilain 8948, welcher jedoch falsch 356 statt 358 Blätter angiebt. Der erste Druck Peter Schoeffers mit dessen Schwabacher Type. J) Klemm, Catalog 33 n. 44. 2) Ordnung der römis. ko. nia. Camergericht mit allen seinen punkten vnd artikeln wie das dan vff der versamblung des heiligen Reichs dag zu Wormbss imjar M . CCCC . XCV. durch vnsern allergnedigsten hern Maximilian rom. ko. die Churfürsten Fürsten vnd gemein versamblung des heiligen Reichs geordent gesetzt vnd beslossen ist. Am Ende: Geendt vnd getruckt zu Mentz durch Peter schöffer von gernssheyin buchtruck er k vff mondag nach Michaelis jm XCV. Jar. folio. Panzer, Annalen I, "218. — Würdtwein, bibl. Mog. 131. — Zapf, Mainzer Buchdruckergeschichte 117 — 1 IS. — Ueber die undatirte Ausgabe vgl. Zapf, Mainzer Buchdruckergeschichte S. 102 n. 130. 154 — 155 — Buchstaben gegenüber den Typen der Wormser Reformationen besitzt. Johann Schoeffer kann mithin der Urheber dieser Ausgaben nicht sein, wenn auch die Annahme der Urheberschaft Peter Schoetfers I für die erste Ausgabe als Verlagsartikel der Firma Schoeffer gut zu den andern Auflagen gestimmt hätte. Dagegen kommt Peter Drach in Speier in Betracht. Derselbe war um 1499 Inhaber eines berühmten Geschäfts und erfreute sich für Herstellung liturgischer und amtlicher Druckwerke grossen Zuspruchs. Auch hier stützt sich die Annahme, Peter Drach sei der Urheber der Ausgaben der Wormser Reformationen, auf die Typengleichheit und Typenähnlichkeit. Im Jahre 1504 Hess Peter Drach (in Worms wohnhaft) zu Speier folgenden Druck erscheinen: Der Psalter Dauids teutzscb? vnd lateinisch mit kurtzen Glossen. | Der Titel steht allerdings nicht bibliographisch fest, da ein solcher dem mir vorliegenden Mainzer Exemplar fohlt und auch den von Panzer benützten Exemplaren mangelte. Am Ende: Hie endet sich der text des psalters zu latein | vnd zu deutzsch mit einer schönen ausslegüg vnd | verstentnyss gemacht vn geordent durch den hoch | geiertesten bruder Nicolaus vö Lyra ein barfu= | sser vnd mifier bruder ein grossen doctor der heyli= | gen geschrifft. Gedrücket vfi volendet durch den | Achtparn Peter drachen zu Speyer in der alten | Erbarn key serlichen vnd hochgefreyten Stadt | Worms auff Mittewoche den . XV . tag des Mo = | nats Aprilis. Nach vnsers heylmachers geburt | Tausent funffhundert vnd vier iar. | Quarto, CCCXVII gez. Blätter. Mainz Stadtbibliothek (ineun. n. 989) ohne Titel. Panzer, Annalen I, 264, woselbst weitere Literaturangaben. Die Angabe Drachs, ob der Druckort Speier oder Worms, bleibt zwar unklar, jedenfalls ist der Druck zu Speier gefertigt, während Drach zu Worms, wo seine Familie seit früher Zeit ein Haus besass, wohnte. Der Druckort selbst hat auch wenig mit der Sache zu thun, da die Firma Drachs dem Drucke beigefügt ist und dieses für die Untersuchung genügt. Die Type dieser Lyraausgabe ist nun mit der Type der Wormser Reformationen 1507 bis 1513 vollständig gleich und hat auch mit der Type der Ausgabe 1499 viel Verwandtes, so dass sich auch für diese Ausgabe Drach als Urheber muthmassen lässt. Ist es nun damit erwiesen, dass die Wormser Reformationen der Schwa- bacher Type nach Eigenthum Drachs sind, so lässt sich dieses auch der Missaltype der Wormser Reformationen nach annähernd thun. Ohne Jahr, Ort und Firma erschien: Agenda scd'm ritfl 7 ordi | ne ecclesie wormaciensis. | Rothdruck in Missaltype. Am Ende: Finit feliciter agenda scd'm morein ecclesie wormaciensis . | Quarto, mit den Signaturen a — i v . Mainz Stadtbibliothek (zwei Exemplare). Die Type dieses Drucks stimmt nun mit der kleineren Missaltype Peter Drachs überein, eignet diesen Druck diesem Drucker zu, 155 — 156 — hat aber auch mit der Missaltype, welche in der Wormser Keformation 1499 zu den Ueberschriften verwendet ist, viel Verwandtes, während die Missaltype der Agende 0. J. nicht mit der in den Reformationsausgaben 1507 —1513 verwendeten Missaltype in der Grösse sich deckt und ebenso verschieden ist als die Missaltype der Wormser Reformation 1499 und der Ausgaben 1507—1513. Da die Agende Eigenthum Drachs ist, eigne icli die Wormser Reformation 1499 ebenfalls diesem Drucker zu. Was nun das Verhältniss der ersten Auflage der Wormser Reformation 1499 zu den weiteren unter sich gleichen Ausgaben 1507 bis 1513 betrifft, so haben die. Schwabacher Typen aller Ausgaben einerlei Kegel und Schnitt, erscheinen jedoch in der ersten Ausgabe weniger abgenützt und dadurch klarer, was bei dem splendid gehaltenen Satz mit doppeltem Durchschuss im Register leicht irre führt. Das Alphabet der Ausgaben 1507—1513 hat in den Majuskeln und Minuskeln mehr Typenformen als die Ausgabe 1499, was sich leicht durch geschehene Vermehrung des Typenformenschatzes erklärt, aber keine andere Type bedingt. Auch die veränderte Rechtschreibung verlangt keine andere Officin, da andere Setzer und Correctoren an den verschiedenen Ausgaben gearbeitet haben können. Ich stehe auf Grund des Gesagten nicht an, die sämmtlichen Auflagen der Wormser Reformation 1499 — 1513 Peter Drach zu Speier zuzuschreiben, obgleich alle ohne Druckort und Firmaangabe sind und der Behauptung, dieselben seien von Peter Schoeffer I und Peter II oder Peter II und Johann Schoeffer gedruckt, entgegenzutreten. Die Beschreibung der verschiedenen Auflagen ist diese: 1. Der Statt Wormbs | Reformation | (ohne Punct). Holzschnitttypen in Bordüre. Rückseite des Titels leer. Hierauf Register auf 9 n. gez. Blättern. Blatt 2 Vorseite gleicher Titel wie oben, auf der Rückseite Holzschnitt: Wormser Wappen, ein sehr altertümlicher Holzschnitt. Mit der Signatur aij beginnt der Text. Am Ende: Reformacion der Stat Wormbs Recht. ge- | setze . orde- nung . vnd statuta zu lobe de almech= | tigen got . zubehalten friden vnd einigkeit . zu | furdernus rechts vnd merüg gemeines nutzs | getruwer guter meynung durch einen erbarn | Rat egemelter Stat Wormbs furgenommen | auch zu notdurfft de gemeinen volck vor zwey | trecht Irthum kriegen kosten vnd scheden zu= | uerhuten ingesetzt eroffenet vnd vszgangen in | dem Jare nach Cristi vnsers lieben herrn ge= | purt Tusent vierhundert Nuntzig vnd Acht . | nachmals zn') trncken angebben vnd vollendet | in dem Nun vnd nuntzigisten vif Montage | nach dem Sontag Trinitatis . | Polio, 12 n. gez. Blätter + 173 gez. Blätter + 1 n. gez. Blatt. Die Initialen sind nicht eingedruckt. I) So der Druck. 150 — 157 — Mainz Stadtbibliothek (Incun. 371), Darmstadt, Frankfurt a. M. Senkenbergische Bibliothek, Privatbesitz zu Wiesbaden, München Hofbibliothek. Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek II, 374 f. — Bauer, catalogus librorum rariorum III, 289. — Bibliotheca Schwarziana II, 252. — Catalog Antiquariat Rosenthal-München LIX n. 784. Preis 120 Mark. — Hain, repertorium n. 13719. — Muther, Bücherillnstration I, 102. 2. Der Stat Worms | Reformation: Statute . ordenüg | Satzung die alleStette: cömunen: Regimeten: Fürste - | thum: Herrschaffte: Ampt- leüte: nutzlich fürderlich: vnd | behilflich syu: vnd zu guter regierung crschiessen möge . | Holzschnitt: Das Wormser Wappen, unten Inschrift : DIGNA BONA LAVDE SEMPER WORMACIA GAVDE. Auf der Rückseite des Titels blattgrosser Holzschnitt verschieden von der Ausgabe 1499, der Kaiser mit den sieben Kurfürsten, unten zwei Personen knieend, welche ein Buch überreichen (die Reformation). Am Ende: Reformation der Stat wormbs Recht gesetze . or | de- nung vii Statuta zu lobe dem almechtige got zube = \ halten friden vfi enigkeit . zu furdernus rechts vnd me | rung gemeines nutz getruwer guter meynung durch | eine erbarn Rat egemelter Stat wormbs furge- nöme | Auch zu notdurft't dem gemeine volck vor zweytrecht | Irthum kriegen kosten vnd scheden zuuerhüten inge | setzt eroffenet vnd ausz- gangen in dem Jare nach Cri = | sti vnsers lieben herren Tausent vierhundert | Neuntzig vnd Acht. Nachmals getruckt vnd vollen | det in dem Funfftzehehundertsten vnd Sybenden iar | vff Montag nach dem Sontag Letare . in der Faste . | ') Rückseite dieses Blattes leer. Folio, 6 n. gez. Blätter + CXIII gez. Blätter. Zweite Auflage. Darmstadt (X 2697/1), Mainz Stadtbibiothek (Incun. 393). Die Darmstädter Hofbibliothek besitzt als Signatur X 2697 ein Exemplar mit der Satzvariante in der Schlussschrift Zeile 2 von unten: in dem Füntzehenhundertsten. Ein Exemplar einer dieser Satzvarianten in Klemms Sammlung zu Leipzig. Klemm, Catalog S. 55 n. 96. Ueber diese und die andern Ausgaben vgl. Muther, Bücherillustration I, 102. 3. Dasselbe. Dritte Auflage. Mainz (?) 1508. Folio. Quelle: Unbekannt. Panzer, Annalen Supplement 108 n. 618. — Archiv für hessische Geschichte HI, 2, S. 6. 4. Der Stat Worms | Reformation : Statute . ordenüg etc. Mainz (?) 1509. Vierte Auflage, in Titel und Druck mit geringen Ausnahmen mit der zweiten Auflage übereinstimmend. Quelle: Unbekannt. Klemm, Catalog 55 n. 97. 1) 16. März 1507. 157 — 158 — 5. Der Stat Worms | Reformacion: Statuten . ordenung Satzung die alle Stetten: cömunen: Regimenten: fiirstentlium: Her= | schafften: Amptleüten : nutzlich: fürderlicli: vnd behilf = | lieh seyn: vnd zu guter regierung erschiessen mögen . | Holzschnitt wie in der Ausgabe 1507. Die Rückseite leer. Am Ende: Reformacion der Stat wormbs Recht: gesetze: or = | denung vnd Statuta zu lobe dem almechtigen got zu | behalte fride vnd einigkeit . zu fürdernusz rechts vn me | rung gemeines nütz ge- truwer guter meinung durch eine erbarn Rat gemelter Stat wormbs fürgenöme | Auch zu notdurfft de gemeine volck vor zweytrecht: | Irthum kriege: kosten: vnd scheden zuuerhüten: zuge = | setzt eröffnet: vnnd auszgangen jn dem Jare nach Ori= | sti vnsers herren gepürt Tausent vierhundert Neun= | tzig vnnd Acht. Nachmals getruckt vnd vollendet jn [ dem Fünffzehenhundertsten vnnd Xlll . jar . auff Fry = | tag nach dem Sontag Exaudi. | ') Rückseite leer. Folio, mit den Signaturen ii — iiii = 6 Blätter -\- Register -f- den Signaturen A — Qiiii = xciii gez. Blätter, mit schwarz gedruckten Initialen, die Ueberschriften in Fractur, fünfte Auflage der Wormser Reformation. 2 ) Darmstadt (X 2698), Mainz Stadtbibliothek (Incun. 387), Mainz Seminarbibliothek. Panzer, Annalen I, 310 n. 647.' VII. Matthias Apiarius, Buchdrucker zu Strassburg 1533 — 1537. Mathias Apiarius liess sich im Jahre 1533 in Strassburg als Buchdrucker und Verleger nieder und verband sich mit Peter Schoeffer dem Jüngeren, druckte aber auch für sich allein. Dieses Verhältniss ist für Peter Schoeffer des Jüngeren Wirken von Interesse, um des Apiarius Schicksalen und Thätigkeit, soweit sie Strassburg angehört, etwas näher zu treten. Matthias Apiarius war wohl Deutscher von Geburt; seine Geburtszeit dürfte zwischen 1495 —1500 fallen, da er 1547 bereits seinen Sohn Samuel verheirathete. Sein Name ist lati- nisirt und bedeutete solcher im klassischen Latein soviel als Bienenvater, Bienenwärter oder Zeidler. a ) Sein wahrer Name ist jedoch Biener, was bislang unbeachtet blieb. Apiarius widmete nämlich am 13. August 1) 20. Mai 1513. 2) Eine spätere Ausgabe der Wormser Reformation ist: DEr Statt Wormbs | Reformation: Auch I enderung vfi mehrung I etlicher darin verleibter Gesetze, sampt | der Keyserlicken Confirmation ! dieser Reforma= | tion . | Wormser Wappen in Holzschnitt | Gedruckt zu Wormbs, durch | Gregorium Hofman. j Rückseite leer. Folio, 1 2 n. gez. Blätter + CLXX1II gez. Blätter + 1 n. gez. Blatt mit der Schlusssclirift: In der Keyserlichen Frey | vnd Reichstat Wormbs | druckts Gregorius Hofman, im | jar nach der gepurt Chri = | sti vnsers Herren | M . D . XLII . | Mainz Stadtbibliothek und Worms Paulusmuseum. Ii) Plinius, hist. nat. 21, 1ü (31), 56. 158 — 159 — 1553 zu Stern „den Ehrengeachten und Kunstliebendeu Meister Michel Cappen Feldtrummeter, Wendeln Schärer Feldtpfyffer und Sigfriden Apiario genannt Biner synem Sun, diser zyt am Stadtpfyffer dienst, und uff dissmal all diener der Loblichen Statt Bern, Wünscht Mathias Apiarius Buchdrucker daselbst gnad und frid durch Christum unsern Herren" des Johannes Wannemacher (Vannius) Ausgabe der Bicinia sive duo germanica ad aequales. Tütsche Psalmen vnd andre Lieder, die er 1553 zu Bern druckte. 1 ) Ausserdem lieferte Apiarius einen Druck: Niger, geschieht von Fanino von Fauentia, vnd Dominico von Basana. Bern, Matthias Biener 1552. Quarto. 2 ) Auch des Apiarius Druckermarke, ein Bär, welcher nach dem Bienenkorb greift, 3 ) hat nichts Bienenväterliches, sondern bezeichnet einen nach den Bienen Haschenden, einen Biener. 4 ) Damit sei der Name „Bienenvater", welcher sich überall, sogar noch in Kapp, Geschichte des deutschen Buchhandels I, 91, 248 und 826 breit rnacht, zu Grabe getragen und dem Richtigen: „Biener" zu seinem Rechte verholfen. Die älteste Notiz über Apiarius findet sich in Leu's Lexicon I, 246, wonach er der erste Buchdrucker der Stadt Bern war, sein erstes Werk (überhaupt, aber nicht zu Bern!) 1530 druckte, worauf sein Sohn Samuel von 1550 an die Buchdruckerei zu Bern fortsetzte. Diese theil- weise richtige Angabe hat eine heillose Verwirrung in der Literatur angerichtet, indem Apiarius von 1531 (statt 1530 nach Leu!) zu Bern gedruckt haben soll. 6 ) Diese Angabe ist falsch, wurde aber nach Falkenstein, Geschichte der Buchdruckerkunst, überall nachgeschrieben, bis Fetscherin in der historischen Zeitung 1853 S. 76 den Nachweis lieferte, dass Apiarius 1537 als Buchdrucker von Strassburg nach Bern berufen ward. 6 ) Dort lieferte er 1537 seinen ersten Berner Druck.'') 1) Publication der Gesellschaft für Musikforschung IV (1876) S. 87 und 88. — Monatshefte für Musikgeschichte VIII (1876) S. 101—102, woselbstdes Apiarius Vorwort abgedruckt ist. 2) Archiv für Geschichte des deutschen Buchhandels IV, S. 32. Das Buch selbst befindet sich wohl zu Lucern. 3) Kapp, Geschichte des deutschen Buchhandels I. 826. Am Boden befindet sich eine aufgeschlagene Bibel, deren Druck wie Waben gebildet ist, an denen Bienen naschen, vgl. ebendaselbst I, S. 248. 4) Bereits bemerkt im Archiv tür Geschichte des deutschen Buchhandels IV, S. 31. 5) Archiv für Geschichte des deutschen Buchhandels IV, S. 29, woselbst die Stelle wörtlich abgedruckt. 6) Ebendaselbst IV, 29, 309. Kapp, Geschichte des deutschen Buchhandels I, S. 92 lässt den Apiarius fälschlich bis 1539 in Strassburg drucken. Das im Archiv IV, 309 erwähnte Berner Taschenbuch 1880, welches Details über diese Berufung enthalten soll, steht mir nicht zur Verfügimg. Dass Oecolampadius die Berufung des Apiarius nach Bern veranlasste, ist jedenfalls falsch, derselbe war 1537 längst todt, wohl aber kann dieses auf Betreiben Bucers und Capito's geschehen sein. 7) Listenius Nicolaus rudimenta musicae in gratiam studiosae iuventutis diligenter comportata. Am Ende: BERNAE IIELVET: PER MATHIAN (!) APIARIVM . | 1537. Kleinoctavo. Exemplar Mainz Stadtbibliothek, vgl. Monatshefte für Musikgeschichte XXI (1889), S. 29. 159 — 160 — Seine Berner Thätigkeit gehört nicht hierher. Als Apiarius Strassburg verliess, soll er seine Druckereieinrichtung' an Theodosius Rihel, Verleger und Buchdrucker zu Strassburg, veräussert haben. l ) Apiarius bietet als wandernder Buchdrucker ein Gegenstück zu Peter Schoeffer dem Jüngeren. Seine allein hergestellten Strassburger Drucke bieten für die Biographie Peter Schoeffers ein Interesse, weshalb ich solche, wenn auch nicht stets bibliographisch, zusammenstelle. 1. Handlung in dem | öffentlichen gesprech zu Strassburg | iungst iin Synodo gehalten, gegen Melchior Hoff- | man, durch die Prediger daselbst, von vier für = | nemen stucke Christlicher leere vii haltüg, | sampt getrewen dargeben, aucli | der gründen, darauff Hoff- | man seine jrthumben setzet. Strassburg M. Apiarius 1533. Quarto, 48 Blätter. Bibliotheca Haeberliniana n. 5942. 2. (Bucer M.) Furbereytung zum Concilio, wie alle recht Gots- fertigcn von beden, yetz fürnemmen theylen, so man alt und new gleu- bige, Bäpsttliche, vnd Lutherische nennet, Zu einigkeit Christlicher kirchen kommen, und sich darinn vnbewegt halten mögen, etliche freundtliche Gotsförchtige gespräch, von fürnenien stucken Christlicher lere, deren halb man jetz in missuerstand ist. Strassburg M. Apiarius 1533. Quarto. 58 Blätter. Catalog Antiquariat Rosenthal - München XXXVIH (bibliotheca Lutherana) S. 70 n. 987. Preis 18 Mark. 3. In Hieremiam Prophetam Commentariorum libri tres Joannis Oecolampadii eiusdem in Threnas Ilieremiae enarrationes . Argentino . MDXXXHI. Am Ende: Argentinae in officina Matthiae Apiarii mense Sep- tembri. Anno M . D . XXXIH. Quarto. Panzer, Annales VI, 122 n. 846. 4. Defensio adversus axioma catholicum, id est criminacionem R. P. Roberti episcopi Abrincensis, in qua is impiae novationis in cunctis Ecclesüs cum dogmatis, tum ritibus peculiariter autem circa sacrosanctam Eucharistiam importune accusat, quotquot Christi doctri- nam sectari Student, ab iis hominum commentis, quae cum illa pugnant, repurgatam — per Martinum Bucerum. Argentorati per Matthiam Apiarium. MDXXXIIH. Octavo, 80 Blätter. Dem Cardinal Antonius ä Prato gewidmet. Panzer, Annales VI, 124 n. 860. 5. In prophetam Ezechielem commentarius D. Joan. Oecolampadii, per Vuolfgangum Capitonem aeditus. De obitu Oecolampadii epistola 1) Archiv f. Gesch. d. d. Buchhandels IV, 30 aber zu 1539, wobei ein angeblicher Matthias Schwintzer (falsch für Hans Schweintzer) mit Mathias Apiarius identificirt und verwechselt wird. 160 — 161 — S. Grynaei. De vita eius Vulfg. Capito. Argentorati apnd Mattliiam Apiarium Anno MDXXXUII. Am Ende: Argentorati apud Mattliiam Apiarium. Mense Martio. Anno M . D . XXXIIII. Quarto. Panzer, Annales VI, 124 n. 861. 6. Capito Wolff, Ein wunderbar geschieht, vnd ernstlich Warnung, Gottes, so sich an eim Widertäuffer, genannt Claus Frey zutragen, der sich hat ertrencken lassen, ehe er hat wollen seine fromme ehefraw wider annemen vnnd ein andere fraw begeben, so er im schein eins geistlichen Ehestandts an sich gehenckt hatt. Geschehen zu Strassburg. Strassburg Apiarius 1534. Sedez, 20 Blätter. 7. Apparatus latinae locutionis. Ex M, T. Cicerone, Caesare, Sallustio, Terentio, Plauto, ad Herennium, Asconio, Celso ac de re rustica per Bartholomaeum Riccium Lugiensem in suum ordinem de- scriptus. His Accessit Index in Ciceronem et alia nonnulla, ut suo loco videbis. Argentorati apud Mattliiam Apiarium MD. XXXV. Am Ende: Argentorati apud Mathiam Apiarium. Anno Domiui Millesimo quingentesimo Tricesimo quinto, die quarta Martii. Mit Druckermarke. Quarto. Mit Initialen. Panzer, Annales XI, 126 n. 872. — Archiv für Geschichte des deutschen Buchhandels V, 310. 8. Gart der gesuntheit [ Zu latein, HORTVS | SANITATIS . Sagt in vier | Bücheren wie hernach folget. | Zum Ersten . | Vierfüszsigen vnd Krichenden \ Im Anderen. Von Vöglen vnd den Fliegenden * thiere Im Dritten 1 Vischen vnd Schwimmenden j Im Vierden. Dem Edlen Gesteyn vnd allem so in | den Aderen der erden wachsen ist. Strassburg, M. Apiarius. Folio. Mit Titeleinfassung und vielen Holzschnitten. Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog S. 152 n. 296. — Archiv für Geschichte des deutschen Buchhandels V, 78 Note 107. — Collection ä vendre de mo- numens typographiques imprimes au XV. et XVI. siecle. Offenbach. 1840. (Versteigcrungscatalog Sammlung Heinemaun) S. 274 n. 1242. 161 Beiheft 9. U — 162 — VIII. Die Ausgabe des neuen Testaments durch Tyndale und die Coverdalebibel. William Tyndale geboren 1477 in der Grafschaft Gloucester, ward Geistlicher, trat aber zu Luthers Lehre über, musste vor König Heinrich VIII. von England flüchten, kam zu Luther nach Wittenberg und liess 1525 eine nach des Erasmus Ausgabe gefertigte Uebersetzung des neuen Testaments drucken, die in England Verbreitung fand und im Geiste Luthers abgefasst war. Tyndale ging hierauf nach Antwerpen und ward 1536 zu Vtlwoord bei Antwerpen auf Betreiben der englischen Regierung festgenommen, erdrosselt und verbrannt.') Diese Ausgabe der ersten Uebersetzung des neuen Testaments ins Englische kam bereits 1526 als the new Testament of Tindale auf den Index, der in England verbotenen Bücher. 2 ) Gleiches Schicksal widerfuhr derselben auf dem 1530—153B aufgestellten Index der in England verbotenen Bücher. 3 ) Bisher nahm man vielfach an, Peter Schoeffer habe diese Bibelausgabe in Worms gedruckt und hatte aus der Aehnlichkeit der Typen der Drucke desselben mit Firmaangabe auf ihn als Urheber geschlossen, während andere Forscher Froschower in Zürich als Hersteller dieses Drucks vermutheten. Zwar steht mir weder ein Originaldruck dieses englischen Testaments, wovon ein vollständiges Exemplar im Johan Baptist College zu Bristol (doch ohne Titel) und ein weiteres unvollständiges vorhanden, 4 ) noch der von Francis Fry 1862 in 177 Exemplaren nach dem Bristoler Exemplar hergestellte Facsimilenachdruck zur Verfügung, ich kann demnach nicht aus Autopsie die Typengleichheit oder Verschiedenheit beurtheilen, halte aber die Urheberschaft Peter Schoefl'ers für sehr zweifelhaft. Auf die Tyndalebibel folgte 1530 eine englische Uebersetzung des Pentateuch, 1535 die gesammte Bibel, die Coverdalebibel in englischer Sprache. Angeregt von Luthers Bibelübersetzung (1517) begannen 1524 die Schweizer Theologen Leo Jud, Megander und Pelli- canus unter Zw r ingli's Leitung die Uebersetzung der Bibel im Sinne ihrer Lehre. Sie legten dem alten Testamente Luthers Uebersetzung 1) Ueber ihn vgl. Ckristopher Anderson, The Annais of the English Bibl. New edition. London. 1862. S. 29. — Francis Fry, A bibliographical description of the editions of the New Testament Tyndale's Version in English. Illustrated wirb "3 plates. London. H. Sotheran. 1878. Quarto. Periodische Blätter der Geschichtsvereine zu Kassel, Darnistadt und Wiesbaden. 1860. Nr. 13 S. 350. 2) Eeusch, Indices librormn prohibitorum (Bibliothek des literarischen Vereins zu Stuttgart CLXXVI) S. 5. 3) Eeusch, a. a. 0. S. 20 und 21. 4) Bei Versteigerung der Hawtrey'schen Bibliothek 1853 kam ein Exemplar der Coverdalebibel für 111 L. Sterling (2200 Mark) weg, vgl. Athenaeuni 1853 n. 1342. S. 861. In England ward die Coverdalebibel nicht selten in den Kirchen angekettet, vgl. Der Sammler XII, Nr. 20. S. 239 (nach Blades, bibliographical Miscellanies). 162 — 163 — zn Grunde und machten entsprechende Abänderungen. Da Luther die Propheten und Apocryphen noch nicht übersetzt, mussten die Schweizer Theologen die Uebersetzung derselben selbst besorgen. Diese Ueber- setzung, die sogenannte Schweizer Bibel, erschien stückweise 1524 bis 1529 in sechs Theilen in Folio bei Froschouer in Zürich') und bildet die erste Ausgabe der Schweizer Bibel und die zweite vollständige Bibelübersetzung in deutscher Sprache überhaupt. Auf diese Folioausgabe folgte 1527—1529 in gleichem Verlage eine Taschenausgabe dieser Uebersetzung, um die Ausgabe volksthümlicher und handlicher zu 1) Die Beschreibung dieser Seltenheit ist folgende: Theil I : DAs Alt Testa | nient dtitsch, der | vrsprünglichen Ebreischen waar- | heyt nach vif das aller | trüwlichest vor- | dütschet. | Getruckt zu Zürich | durch Christophorum Froschouer | im Hornung, des jars | M.D.XXV. | Mit breiter Holzsclmitteinfassung, sechs Stöcke, darstellend Schöpfungsgeschichte, Paradies, Vertreibung etc. Auf der Rückseite Register. Titel + 5 ungez. Blatt Vorrede + CXI1 gez. Blatt. Theil II : DAs Ander teyl | des Alten Testa | ments | Holzschnitt: Störche mit Eidechsen (?) und Fröschen | Das Register über die Büe- | eher dises teyls . | Es folgen acht Zeilen Register beziffert I — VIII nebst Holzschnitt: Bilder des Thierkreises | Getruckt zu Zürich durch | Christopliorum Froschower. Im iar | Als man zallt M. DXXV . | Rückseite leer. Titel + CXLVII gez. Blatt. Theil III : DAs dritt teyl des | Alten Testa - | meuts. | Das Register über | die büe- | eher dises teyls . | folgen acht Zeilen Register beziffert I — V und Holzschnitt: Kinder mit Wappenschild, worin ein Frosch . | Getruckt zu Zürich durch | Christophorum Froschouer | jm jar M . D . XXV . | Rückseite Vorwort Martin Luthers, Titel + gezählt. Blatt II — LXVII + 1 leerem Blatt. Theil IV : DAs Vierde teyl des alten | Testaments. | ALle Propheten vsz Ebrai- | scher sprach, mit gutenn trüwenn vnnd hohem [ flysz, durch die Predicanten zu Zürich, | in Tütsch vertolmät-1 sehet. | Druekmarke Froschovers: Baum mit Fröschen in Rahmen, von Hans Holbein I Getruckt zu Zürich by Christoffel | Froschouer, im jar so man zalt | M . D . XXIX . | Auf der Rückseite Register + Titel + 7'ungez. Blatt Vorrede + CXXVII gez. Blatt + 1 leerem Blatt. Am Ende (Blatt CXXVII Vorseite): Getruckt zu Zürich, im Barfusser kloster, durch Christoffel Froschouer, vnnd volendet am ersten tag des Mertzens, im Jar M . D . XXIX. Theil V : Diss sind die bueher die by den alte | vnder Biblische ge- schrifft nit gezelt sind, auch by | den Ebreern nit gefunden. Nüwlich | widerumb durch Leo Jud [ Verrutschet. | folgt Register in sieben Zeilen beziffert I—VII | Getruckt zu Zürich by Christoffel Froschouer. | Rückseite Vorwort. Titel + CVI gez. Blätter + 1 n. gez. Blatt, Vorseite leer, Rückseite Druckmarke wie in Theil IV Am Ende (Blatt CVI Rückseite): Getruckt zu Zürich, im gnant Barfusser kloster, durch Christoffel Froschouer, vnd volendet am sechszten tag Mertzens, in dem jar so man zalt M . D . XXIX. Theil VI: Das gantz Nüw | Testament recht | grüntlich vertiitscht. | Mit gar gelerten vnnd | richtigen vorreden, vnd der schwä- | resten örteren kurtz, aber | gut vszlegungen. | Ein gniigsam Register | wo man die Epistlen vnd Euan - | gehen desz gätzen jars jn | disem Testament I finden sol. | Getruckt zu | Zürich durch Christoffel | Froschouer. Anno | M . D . XXiiij . | Mit breiter Holzsclmitteinfassung: Stellen des neuen Testaments darstellend, unten ein Zug Soldaten mit Kanone. Rückseite leer -f- Titel + 2 n. gez. Blatt Vorwort + 1 1 n. gez. Blatt Register + CLXII gez. Blatt + 1 n. gez. Blatt Druckfehler, Rückseite leer, + 1 n. gez. Blatt, Vorseite leer, Rückseite Froschovers Druckmarke: Knabe auf einem Frosch reitend mit Monogramm CR. FR. 163 11* — 164 — machen, ein Vorgang, der sich in ähnlicher Weise in Worms bei der Prophetenausgabe 1527 vollzogen. Die Züricher Bibeiausgabe hat nun eine gewisse Verwandtschaft mit der Wormser Bibel 1529 und soll ebenso eine solche mit der englischen Uebersetzung haben, indem beide Letztere die Schweizer Bibel bei Herstellung des Texts benützten, wie wahrscheinlich auch Luther die Schweizer Bibel für seine Uebersetzung verwendet haben mag. Nach Angabe des Antiquars Cohn in Berlin in dessen Catalog 184 (1887) S. 35 besteht ausserdem ein innerer Zusammenhang bei der Herstellung des englischen neuen Testaments und der Schweizer Bibel, indem die Typen derselben einerlei, auch in dem Pentateuch der Schweizer Bibel die Figur des Aaron genau so wie in der Coverdalebibel 1530 vorhanden sind, wie auch sonst mannigfache Anhaltepuncte ähnlicher Art auf einen Ursprung deuten und diese Drucke sämmtlich Froschouer in Zürich zueignen, was sich bei dessen Verbindungen mit Zwingli, den Schweizer Reformatoren, Ludwig Hätzer und den Wiedertäufern auch für einen englischen Sectiref voraussetzen und ein näheres Verhältniss derselben vermuthen lässt. 164 Anlagen. I. WJr Maximilian von gots gnaden Erweiter Kömischer keyser zu allen zeitten merer des Reichs in Germanien zu Hungern Dalmacien Croatien je. kunig Ertzhertzoge zu Osterreich, Hertzog zti Burgundt, zu Brabant, vnd Phalnntzgraue zc . Embieten allen Chürfürsten, Fürsten, geistlichen vnnd weltlichen prelaten Grauen . Freyen . Herren . Rittern . knechten . Haübtleiiten . Landtuögten . Vitztumben . Vögten . Pflegern . Verwesern . Ambtleuten . Schulthaissen . Burgermaistern . Landtrichtern . Richtern . Redten . Bürgern . Püchtrückem . Püech- fürern . Gemainden, vnd sonnst allen andern, vnnscrn vnd des Reichs, auch vnnsrer Erblichen Fürstentümb vnd lannde vnnderthannen vnd getrewen . in was wirden stats oder wesens die sein, den diesser vnnser brief fürkümbt . oder verkündt wirdet . vnnser gnad vnd alles guet . Erwirdigen, hochgebornnen . Wolgebornnen . Edele . Ersamen . Andechtigen lieben Neuen . Oheymen . Ohürfürsten . Fürsten vnd getrewen Vnnss hat vnnser vnd des Reichs lieber getrewer Maister Ar- noldt Schlickh Organist von Haidelberg zu erkennen geben . wie er anff vilfeltig vleissig ersuchen vnnd begern . weilennd Phallntzgraue Philipsen, auch anderer Fürsten . geistlich vnd weltlich person, mit embsigen vleys . in ain püechlin züsamen gebracht vnderschiedlich anzeigung lere, vnnd vnnderrichtung . wie man ain artlich werch, von pfeiffen vnnd annderm . dem gesanng zu Chor . vnd den Organisten brauchlich (Blatt 2 V ) zurichten vnd stellen soll, Dasselb püechlin Er gott zu vordrist zu lob vnd Ere, auch gemainem nutz zu gutem . dar- durch der mercklich vncosten . so bissher auf die werch der Orgeln jrer vnbestanndigkeit halben yezüzeitten gangen ist . verhütte werdt. in ainen druckh . solhs menigelich zu offen waren, zu bringen willens sey . Vnnd damitt Er dann destfügklicker ainen geschickten Püech- trücker . der berürt sein püechlin vnnd werch mit ainem schärften vnd leslichen puechstaben correct drücken, vnd Er alssdann seiner arbait vnnd mühe mitt verkaüffung derselben etwas ergetzlichait gehaben müge . Vnns diemütiglich angerüffen vnd gebetten, jne mit vnnser keyserlichen freyheit, das ime in Zehen jarnn den negsten, nach dato dits vnnsers briefs volgend, niemands on sein wissen vnd zügeben obangezeigt sein aufgericht werch puechlein, oder anders als Tabulatur, vnnd dergleichen zu den Orgeln, vnnd anndern Saitenspillen dinstlich . so er in kurtz auch auff zu richten, vnd an den tag zubringen willens sey, nachdrückhe, gnediglichen züfürsehen . Das wir dann auss obange- tzaigten vrsachen vnnd sonnderlich zu fürdrung des gemainen nütz zütün genaigt sein . Vnnd emphelhen demnach Euch allen . vnd Ewer yedem besonder ernnstlich gebietend, vnd wellen . daz jr bemelten Maister Arnolden Schlicken Organisten . bey vorbestimbter vnnser gnad 165 — 166 — vnd freyhait . von vnnsern wegen vestiglichen hanndthabet, vnd nicht gestattet, das die vorberürten sein werchpuechlein, vnnd anders, wie oben begriffen ist, in ob (Blatt 3 r ) benanter zeit, on sein wissen zii geben oder vergonniing durch yemands nachgetrückht, oder wo dieselben in welscher oder ander Nation aüsserhalben Ewrn gebietenn, oder Verwesungen getruckht, kains wegs verkaüfft werden, noch des selbst auch nit thut . Sonder die auf gedachts Maister Arnolds Schlicks . oder des drügkei . So Er hierjnn zflgebraüchen fiirgenümen hat, an- lanngen vnnd begern allennthalben nemen vnnd zii kaüffen verbieten lasset, vnnd dermassenn handlet, damitt zühanndthabung vorangetzeigter vnnser freyheit, annder handlüng nicht nott werde. Daran tut jr vnnser ernnstliche meynung. Geben in vnnser vnd des Reichs Stat Strassburg, am dritten tag des Moneds Aprillis. Anno domini Funff- zehenhundert vnnd im Aindlifften, Vnnser Eeiche des Römischen im Sechsundzwaintzigsten, vnnd des Hungrischen im ainvndtzwaintzigsten jarenn. Per regem Ad mandatum domini pp m imperatoris proprium. Serentiner . sszt. (Druckprivileg für den Spiegel der Orgelmacher und die Tabulaturen. Mainz 1511 und 1512.) IL „Vorred . Ludwig Hätzer begert al= | len menschen wäre er- kantnuss des vatters durch Jesum Christum den sun . Wer ists der jhm ettwas wolte fürnemen zu thün oder zu lassen, on grosse forcht vii sondere vnd'werffung seins fürnemens de götlichen willen ? Die weil Gott vnnser ewig barmhertziger vatter, der nit allweg zürne kan, seine geschöpfft so wunderbarlich leyttet, das ja eyn ieder der aus der warheyt geborn were, in jro mitt dem propheten Jeremia sprechen möcht: 0 HERR, es ist in niemants willen gestellt eygne strass zu gehen, der man hat sein nicht macht, aber du HERR richtest es wie es dich lustet. Also hie mit mir auch liebsten brüder im HERRN, Wie wenig hab ich mich iemalen versehen, das mich der vatter zu diser arbeyt brauchen solt, die Gotslerenden propheten helffen zu verteutschen, Aber jhener desse gnad vnd barmhertzigkeyt vber alle seine werck ist, braucht die kleynfügsten auch zu seiner maiestet herrlichkeyt, das die hochprachtlichen (sagt Paulus) zu schänden komen. Es ist wissend wie ich gar nahet bei eym jar den propheten Maleachi v'teutscht hab, mit ausslegung Johan. Ecolampadij, darinn ich meidung thet, wo Gott hülff bewise, so wölt ich auch Jesaia mit ebengedachts Joä . Ecolampadij ausslegung verdolmetschen, diss hab ich mich nit lang darnach vndernomen zu leysten, vii aber grosse sorg gehebt, wie ich zum ersten den text zum aller besten möchte, 166 — 167 — nach Hebräischer sprach, herfür thün, vnd de eynfeltigen den selbigen anzeygen. Hat es ja Gott aus gnaden (dz ich sol bekennen also verfügt, mir schwachen solicher mühe vnd arbeyt einen ghülffen gesandt, Hans Dengken, der mir von Gots wegen zu willen ward, mir in disem zu verhelften. Lieben im Herrn also haben wir vns, nach vermögen in Gott, geübt, vnd den ersten propheten Jesaia verteutscht, sonder alle auss- legung. Do hat es, nitt nur vns, sonder vil andre brüder mehr für gut angesehen, das wir gerad also auch mit den andern propheten fort füren zu handien, desse haben wir vns ja nit können wideren (obs wol d' Satan gern gsehen hett) sonder müssen also thün, vnd seltzsamlich, gar nahet, on vnser fürnemen, fort faren, Dann (Gots sei die eer, vnd die schand allweg vnser) es sich mit gwalt herauss gerissen hat, das es nit dahinden bliben ist, wider des Satans anschläg. Nun haben wir beyd also vnsern höchsten vleiss vil verstand, aus gnaden von Gott durch Christum entpfangen, nit gespart, Vns zu ragen, da wir Antwurt v'hofften, nit geschämpt, KeAn lesen vnder- lassen, nichts veracht, sonder so vil wir vermögt trewlich dargespannt, wie vns angesehen hat zum füglichsten mögen geschehen. Dann es vns nit gar verborgen, wie wol es aufsehens dörffe zu diser argen zeit, in noch vil malen nach gültigen geschefften, vor dererley leuten, dene nichts annütig, es schmeck dann nach jrer kuchen, Denen wir inn Gottes namen von hertzen gern jhr meynug lassen, vn es dem vatter vbergeben, desse alle macht, des meers vnd des lands ist, der bergen vnd der büheln, des himels vn der hell. Doch wolten wir vmb Gottes willen iederman gebetten haben sie wollen nit richten ehe vnd der handel bekant, nit stürmen, eh vnd es brenne, dann es ja bald gethon ist, alle ding schelten, vnd auffs höchst verdammen, wo es nit auf alle frag vö stund an ja sagt aber nach thün (lieben brüd') brauch et 1 ) warlich mehr schaufens. Haben wirs getroffen, so sei die eer des ewigbarmhertzigen vaters, d' ordenes zu aller weit schmach vn seiner glori merung an, Haben wirs nit allenthalben nach eyns jeden verstand troffen, so gedenck eyn jedes der ausstey- lung der mass Gotts, Dan freilich seind Gottes gschenck ausgeteylt, dem vil, jhem wenig, nach de eyn ied' behalte kan 2C :C JC. Datum Worms an dritten tag Aprilis. M . D . XXVII . | (Vorwort Ludwig Hätzers zu dessen Uebersetzung der Propheten Worms 1527 Folioausgabe.) 1) Cölner Dialect für: es. 167 — 168 — III. Simoni GRINAEO VIRO OMNI | disciplinarum genere ornatissimo. Petrus | Schefferus, & Mathias Apiarius, | S. Dicunt . | INTER tot cximios uiros, Giyneae doctissime, qui nö modo | de nobis quam optime meriti, uerum etiam ob singularem suam | eruditionem & humanitatem, quamuis re digni censendi sunt, tu solus nobis is uisus es, cuius nomine & auspicio praesens noster labor, musicis rebus impensus, tuo fretus fauore in publicum prodiret, atqz id duobus praecipue, ut multa prae- tereamus, nominibus, primum, quod nostris conatibus, quibus rem literareä iuuare studemus, ita applaudis, ita consultum esse cupis, ut merito tibi tarn nostras facultates, quam hoc ipsum quod ipsimet sumus, tibi debeamus. Deinde quod hoc opusculü typis excusum, publicatur, tuo unius impulsu factum est, tuo unius crga honestas artes amori debetur. Proinde si qua utilitas ad musices studiosos, hinc peruentura est, si Xistus Theodericus, huius cantionis insignis autor & artifex, prius plus satis celebris, maiori fama laudabitur, in cuius quidem laude, nos hie iure moraremur, nisi ridiculum esset, uino suopte sapore uen- dibili haederaceum Signum suffigere. Si deniqz nostra opera, quam non uulgarem emendendo & exeudendo impendimus, quoquo modo compensabitur, id totum tuo beneficio accaeptum feretur. Quis autem est, qui non manifeste uideat, qua magno fruetu, quanta cum delecta- tione & uoluptate, huius artis professores pereepturi sint, unde & Xisto suus honor accedat necesse est. Nam ut umbra corpori, ita gloria uirtuti, etiam inuitae, se comitem adiungat oportet. Iam quod ad nos attinet, non lucrum affeetamus, ä qua quidem siti semper abhorruimus, tantü abest ut priuatae potius quam publicae utilitati, consulamus, tantü eo semper speetantes, ut per distractores illos librorum (nihil morantes quantum ipsi inde lucrifaeiät) aequa mercedis portione nostris uigilijs & sumptibus respondeatur, quorum quidem, si ad huius opus- culi venditionem respieimus. nos nunquam poenitebit. Hie tarnen non ignoramus Xistum hanc foelicissimi ingenij sui foeturä Argentorati compositam, in gratiä, & impulsu Joannis Rudolphingi, uiri Omnibus punetis absolutiss. & summi musica candidatorum Maecenatis, olim edidisse. unde quis cogitare possit, häc dedicationem, illius Rudolphin - gum puto, quem & nos, ob singularem in omnes bonarum artium cul- tores beneuolentiam, unice suseipimus, & exosculamur, iniuria fieri, atqz adeo sub eius nomine debuisse publicari, cuius cogitationi sie satisfactü uolumus, nostrum minime esse, ut cuiusquä benefaeta aut honorem detraetare cötendamus, habet Rudolphingus ä Xisto quod suum est, quod & sibi per nos, integrum & intactü relinquet', operaria aüt industria nostrae officinae, quae hie accessit, eam tuä essse uolui- mus. Quod si usu recoeptü est, ut aliena scripta, a quibusdam uteunqz castigata, quondam alijs dicata, subinde tarnen nouorum patronorum tutela proemuniri permittantur, cur nobis non liceat, quod proprium nostrum est, citra ullius detrimentum, sub cuius uisum fuerit presidio 168 — 169 — exondere, & in manus hominü emittere. Quin hoc ausi sumus hie Hbere fateri, etiam si nullum discrimen esset inter Xisti & nostram nuncupationes, Rndolphingum tarnen neminem libentius admissurum in participatum sui iuris, qua Grynaeum. Imo uero sibi ipsemet gratu- laretur, si tantum uirum nactnm esse, quo cum in hac parte commu- nicet, nouit enim quis & quantus sis, quam sublimia & minime uulgaria sint tua studia, quantü ualeas iudicando de quibusvis & quantumlibet difficilibus rebus, unde te toto animo complectitur, quod facile hinc discere potes, quod uoluerit iusseritqz nos, ut de his uocalibus numerls tutorem praeficeramus. Timm igitur est, haec octo tonorum octo, ut musicorum uulgus uocat Magnificat, in tuum lucum & fanum recipias. Quod si hie te nobis aequum & propitium ostenderis, dabimus operam ut in posterum ad similes res, tua bona erga nos uoluntate, utamur. Vale, & ingenium tuü arduis illis litterarum negotijs defatia | tum, his sacrosanetis cantionibus, interdum exhilerare, sed & pariter recreare memento. Argentorati. M . D . XXXVII . | Calendas Augusti. | (Vorwort Peter Schoeffers aus dem Magnificat 1537.) IV. Praestantissimo viro d. Vlricho Varenbulero Imperialis iudicij Vicccancellario, D. & patrono suo eximio, Petrus Schefferus. S. D. Cum iam aliquamdiu ornatissime uir & optime patrone, mea uoluntate, & non absqz certarum causarum impulsu, labore & opere exeudenda^ cantionum plene in totum supersedissem. Caeperunt non pauci tum Germaniae tum Galliae typographi musices res, intercisis linearum duetibus, eisdemqz notarum rhombis per medium diuisis impressas, tanta copia publicare, ut omnia passim bibliopolia illis completa tantum non cantillent. Ego tametsi in eo negocio primum locum dare: neqz ä proposito consilio discessissem, nisi me tua praestantia, que mihi iam inde a multis annis & notissima, & non uulgari beneuolentia me prosecuta fuit, ab instituta cessatiöe ad intermissi muneris pensum & operam crebris admonitionibus reuocasset. Nam animum quem mihi illi immoderatione suorum editionum ademerant, tu tuis exhortationibus imo prouocationibus restituis, atqz adeo ut mihi hodie propensior (quae tua in persuadendo dexteritas est) ad pristinos meos labores mihi uideor, quam unquam prius fuerim: Respondissem autem iamdudum seeundae tuae uoluntati, nisi mihi materia musices tuis digna uotis defuisset. Nam quam habebam partim non tarn mearum, quam huius artis doctissimorum hominum, quorum hie non pauci sunt, iudicio aurium talis videbatur quae in publicum peruenire non deberet, partim ab alijs iamdudum uulgata fuerat. Iam uero tandem praeter spem quidem, at non sine felici quodam auspicio thesaurus cantionum summi pretii ex Italia ad me perlatus est, que D. Hermannus Mathias Verre- coren . negocii musici primarie Mediolani magister, uir, praeter alias 169 — 170 — nirtutes, in ea arte maximopere doctus, nuper ad me misit. Ea Musica nostrae Germaniae, quantum scio, nondum uisa. Nullus est cantuuni, qui non quinqz sex vocü concentibus aequabiliter temporatis concinnatus sit, e quorum numero, qui milii non exiguus est, has (ut musici uocant) partes, tuo nomini consecratas, tanquam gustum aliorum exhibere uolui, subinde plures atqz plures, Deo fortunante, in lucem prolaturus. Tu interim Ms contentus, alias breui fortasse secuturus feliciter expecta: & hanc nostram editiunculam aequo animo ferre digneris, mei tui clientis memor. Vale. (Vorwort Peter Schoetfers aus den cantiones quinque. 1539.) 170 Register der Druckwerke Peter Schoelfers des Jüngeren. Mainz. Accessus altaris. 1520- Nr. 11. De dulcissimo nomine Jesu. 1518. Nr. 9. Diurnale Moguntinum. 1513- Nr. 6- Hortulus animae. 1513. Nr. 7. „ ,, 1513. Nr. 8. „ „ deutsch. 1518. Nr. 10- Liederbuch. 1513- Nr. 5. Psalterium iuxta hebraicam veritatem. 1523. Nr. 12. Quinquagena carminum. 1513. Nr. 4. Spiegel der Orgelmacher. 1511. Nr. 2. Tabulaturen etlicher lobgesang. 1512. Nr. 3. Wyhgertlin für alle frummen cristen menschen. 1509- Nr. 1. Strasburg. Agrippae epistola. 1535. Nr. 8- Cantiones quinque vocum. 1539- Nr. 10. Epicedon Thomae Sporeri. 1534. Nr. 6. Epistola ad Vulturium Neacomum. 1531- Nr. 4. Wittenbergisch Gsangbüchlin. 1537- Nr. 9. Herum musicarum opusculum (Froschius). 1535. Nr. 7. De Trinitate ac mysteriis Christi. 1530- Nr. 1. Valentini Cratoaldi in tria capita. 1530. Nr. 2. Visierbuch. 1531. Nr. 3. Undatirte Strassburger Drucke. Epicedon Thomae Sporeri. (1537). Nr. 2. Magnificat octo tonorum. (1537). Nr. 3. (1531). Nr. 1. Undatirbare Strassburger Drucke. Fünft' und sechzig teutsche Lieder. Nr. 1. Opuscula aliquot Ludovici Vivis. Nr. 2. Venedig. Novum testamentum. 1541. Nr. 1. 1542. Nr. 2. Raimundi Lulli libri duo. 1542. Nr. 3. 171 — 172 — Worms. Bcrgwerkbüclilein. 1518. Nr. 3. Biblia beider Alt und Neuen Testaments. 1529. Nr. 13- Concordantz vnd zeyger der spruch. 1529. Nr. 16. Ein schöner begriff. 1525. Nr. 5. Erklerung des newen Instruments. 1529. Nr. 14. Von dem Euangelischen anstoss. 1528- Nr. 12- Gaistlich Maiengärtlein. 1524. Nr. 4. Die Mörin. 1512. Nr. 1. Pandeotarum veteris et novi testamenti. 1528. Nr. 10. Alle Propheten deutsch. 1527. Nr. 7- 1527. Nr. 8. 1527. Nr. 9. 1528. Nr. 11. Rosengarten der Frauen. 1513- Nr. 2. Tenor geistliche Gsangbüchlein. 1525. Nr. 6- Tredecim articuli fidei Judaeorum. 1529. Nr. 15. Undatirte Wormser Drucke. Ordnung Gottes ic (1527). Nr. 2. Ein grüntlicher bericht auss der heiligen geschrifft. 1524. Nr. 1. Ein vrteil gotts vnsers ehegemals. 1529. Nr. 3- 172 ^J^_J&L ^ 6 ^_ 1&L. ^SjL sfei_ _^_ gez. Blätter. Mainz Stadtbibliothek. Jedenfalls Nachdruck der Mainzer Ausgabe. Nausea gab diese Schrift nochmals in seinen libri mirabilium Septem. Cöln Quontel 1532 als siebentes Buch derselben heraus. Eine weitere Ausgabe besorgte M. Freher in seinen Germanicarum rerum scriptores III, 259 f. Eine deutsche Uebersetzung der Schrift Nausea's erschien 1582 München, A. Berg. 2) Mittheilung aus Wien k. Hofbibliothek und Bonn U. Bibl. Nach Schaab soll die Lehre von Melchior Pfinzing Verfasser des Theuerdanks und Probst von St. Victor bei Mainz (f 1535) verfasst sein. 181 — 182 — Wien k. k. Hofbibliotkek, Bonn Univ.-BibL, Gotha herz. Bibl., Wernigerode fürstlich Stolbergische Bibliothek. Würdtwein, bibl. S. 163 nach Exemplar im Frankfurter Dom. — Ebert, allgem. bibliograph. Lexicon 636. — Schaab I, 584 n. 205. —■ Degen, Literatur der Uebersetzungen der Bömer I, 148. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 366 — 367. — Murr, memorabilia bibliothecarum Norimberg. II, 254 n. 49. — Goedeke, Grundriss I, 147, 290. 5. Campanus, J. Ant. De ingratitudine fugienda ad Pandulfum Balionium libri III . Ejusdem oratio de scientiarum laudibus . Ejusdem libellus de dignitate ett) fructu matrimonij . Moguntiae Ivo Schoeffer 1532. Duodez. Quelle: Unbekannt. Archiv für hessische Geschichte III, 2, 10. — Marchand, histoire de l'imprimerie S. 30. — v. Zahn und Jaensch Dresden, Versteigerungs- catalog Sammlung Klemm 1889 S. 23 n. 375. — Ueber den Wiedertäufer Johannes Campanus vgl. Keller, Wiedertäufer S. 84 — 85. 6. Caij Julij Cesaris des grossmechtigen ersten Kömischen Keysers Historien vom Gallier vnd der Römer Burgerische Krieg: so er selbst beschriben: vn durch sondere grosse manheyt seiner ritterlichen tugent gefiiret hat. Dem rechten waren Latein nach von newen besichtiget, an viln orten gebessert, auch so vormals aussgelassen, wider hinzu gethan. 1532. Auf der Rückseite Holzschnitt: Caesar zu Pferde mit Krone. Blatt 2 Vorseite ein Gedicht: Julius Cesar bin ichs genannt | Durch sondere manheyt weit bekannt etc. Am Ende: Mein Bücher zu latein schrib ich | Philesius hat geteutschet mich . j Auf der Rückseite Holzschnitt: Caesars Ermordung. Blatt 3 beginnt mit Signatur aaiij — ddvi a : Das leben C. Julij Cesaris nach Beschreibung des Hochberumpten Griechischen lerers Plutarchi Cheronensis. | Blatt ddvj b —eeij b : Eyn zanck Hannibalis: Alexandri: vnd Sci- pionis welcher vnder denen der fürtreffelichst hauptman sei gewest, auch zu letst von Jülio Cesare etc. Blatt eeiij": Auffopfferung dises Buchs: Zu lob vnd ehr Römischer K. Maiestat, dem aller durchleuchtigsten Fürsten vnd herrn Herrn Maximiliano etc. — Geben zu Strassburgk inn dem M . D . und Vij . jar . | Blatt eeiij v : Was historia sei: auch von deren frucht vnnd er= götzlicheyt. Blatt ee iiij — ffiiii a Register. Blatt ff iiij v —-ffvi r alphabetisches Verzeichniss der Eigennamen, ffvi v leer. Blatt CLXVP: End des Hispanischen kriegs . | Hierauf das Signet und die Schlussschrift: Getruckt zu Meyntz durch Juonem Schöf= | fer, 1) Ob atque? 182 — 183 — im jar nach der geburt Christi vnsers herrn | Tausent fünffhundert, vnnd | zwey vnd dreissigsten | im Julio . | Rückseite leer. Polio, 202 Blätter, davon 36 mit Foliirung aa— ff (zu Sexternen), I —CLXVI Blatt A — Z (ohne W) und a — c zu Sexternen, d mit 4 Blätter und e mit 6 Blätter. Mit mehr als hundert blattgrossen und halbblattgrossen Holzschnitten der Schule IL S. Behams.') Wien k. k. Hofbibliothek (Titel fehlt, Blatt 2 (aaii) sehr beschädigt), Gotha herz. Bibl., Asciiaffenburg kön. Hofbibl. Zweite Mainzer Auflage, dritte Auflage der Uebersetzung Caesars. Schaab I, 586 n. 212. — Graesse, tresor s. v. nach Catalog Weigel 3'/ 2 Thaler. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 367. — Catalog A. Cohn- Berlin 184, S. 14 n. 84. Preis 75 M. — Merkel, Verzeichniss höchst seltener Incunabeln in Aschaffenburg S. 18. — Ebert, allgemeines bibliographisches Lexicon n. 3307. — Goedeke, Grundriss I, 140. 7. ABschiedt des Rei = | chsstags zu Regen | spurg Anno M. D . xxxij . | gehalten . | Reformation des keyser = | liehen Cammergerichts, durch Römischer | keyserlicher Maiestatt, auch Chür = | fürsten, Fürsten vir gemeyner Rei= ] chstende Cömissarien vnd rethe, | zu Speier im eyn vnnd | dreissigsten iar auff= | gericht . | Mit dem Specialtitel: REformation des Key | serlichen Cammergerichts | durch Römischer Keyseiii= | eher Maiestatt: auch Chür= | fürsten: Fürsten vnnd ge= | meyner Reichstende Com | missarien vnd rethe: zu | Speier im eyn vnnd | dreissigsten jar | auffgericht. | Cum gratia et priuilegio Imperiali . | Rückseite leer. Am Ende: Getruckt zu Meyncz durch Juonem | Schöffer, im jar fünfftzehenhundert | vnd zwey vnd dreissigsten . | Druckermarke Johann Schoeffers (Schäfer am Baume). Rückseite leer. Folio, der Abschied hat 18, die Kammergerichtsordnung 10 n. gez. Blätter. Der Abschied in Sammlung Klemm Leipzig, die Ordnung in Mainz Stadtbibl. (a 153), beide Stücke in Wernigerode, fürstlich Stolbergische Bibliothek. Schaab I, 585 n. 206 und 207. — Klemm Catalog S. 59 n. 105. — v. Zahn und Jaensch Versteigerungscatalog Sammlung Klemm n. 1097 (Reformation allein).— Murr, memorabiliabibliothecarumNorimberg.il, 233. — Hirsch, millenar. IV, 647. 8. Aymarus Rivallius, Civilis historiae juris sive in XII. tab. leges commentariorum libriV, historiae item juris pontificü liber singularis. Moguntiae Ivo Schoeffer 1532. Octavo. Mit Titeleinfassung. Quelle: Unbekannt. Panzer XI, 467, 98 b . — v. Zahn und Jaensch, Versteigerungscatalog Sammlung Klemm n. 1129. 1) Slittbeilung aus Wien. 183 — 184 — 8a. VON DEN WELSCHEN PÜRPPELN. | Wie die ritterbrffdef des purpelschen ordens mit | grossen schlachten und stürmen ir ritterschafft erhaltent, auch | an welchen orten und enden sie die selbigen erlangen!, und | worauss der grossmechtig purpelsch orden entsprangen und her - | kommen ist, zu nutz und wolfart allen brüdern dises ordens, | ist diss büchlyn gemacht, dnrch Johann Haselbergk, welcher vi] schlachten in disem orden widern Frantzosen erhalten zc | 1533 . Des künigs von Franckreychs herolt | Verkündigt jedem seinen solt. Holzschnitt: Herold | Cum gratia et privilegio . C . M . | Am Ende Blatt 9: Getruckt zu Meyntz durch Ivo Schöffer, in kosten unnd namen des erbern Johann Haselberg von Reichenow, im jar fünfftzehenhundert und drei und dreissigsten. Quarto, 9 Blätter. Verfasser ist der Verleger Johann Haselberg von Reichenau. München Hofbibliothek, Augsburg Stadtbibliothek (zweimal, beide defect). Weller, E., Dichtungen des XVI. Jahrhunderts in Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart CXIX (1874) S. 94—105 (Neudruck). 1533. 9. Des Allerdurchleuchtigsten grosmechtigsten vnüberwindtlichsten keyser Karls des fünften: vnnd des heyligen Römischen Reichs peinlich Gerichts Ordnung, auff den Reichsstägen zu Augspurgk vnd Regens- purgk inn jaren dreissig vnd zwey vnd dreissig gehalten, auffgericht vnd beschlossen. Holzschnitt, Richtplatz nebst Zugehör, der Verbrecher auf dem Gange zur Richtstätte, in zwei Stöcken, wie öfter in Schoeffers Drucken. Cum gratia et privilegio Imperiali. Auf der Rückseite Druckprivileg Kaiser Karls V.: Regensburg am letzten Tage des Monats July 1532. Am Ende: Getruckt zu Meyntz bey Iuo Schoeffer, als man zalt nach der geburt Christi vnsers herrn, M . D . XXXIII . jar imm monat Hornung.') Druckermarke. Folio. Erste Auflage der Carolina. Wernigerode, fürstlich Stolbergische Bibliothek. Würdtwein, bibl. S. 165 nach Exemplar des Klosters St. Jacob bei Mainz. — SchaabI, 587 n. 213. — Neudruck in J. Chr. Koch, Carls V. peinliche Gerichtsordnung nach der Ausgabe von 1533. Giessen 1781. Octavo. — Murr, memorabilia bibliothec. Norimberg. II, 234. — Hirsch, millenar. III, 460. — Malblanc, Geschichte der peinlichen Gerichts - Ordnung Kaiser Karls V. Nürnberg 1783. Octavo. S. 200. 1) Böhmer, rneditationes ad coustitutionem criminaleui Caroli V. S. 9 kannte eine Auflage 1533: Gedruckt in der churftirstlicheu Stadt Mayntz durch Iuonem Schoeffer. Folio, vgl. Murr, memorabilia bibliothecarum Norimberg. II, S. 234. 184 — 185 — 10. TitiLiuij dess | aller redtsprechsten vnnd hochbe= | riimptsten geschieht Schreibers: Rö = | mische Historien mit etlichen newen trans- lacion ausz dem | Latein, so kurtz verschinen jaren zu Meyntz im hohen | Thümbstifft, sampt nun dem vierdten theyl der Römischen Historien auss | füntf Lateinischen büchern Liuij, jetzt newlich im Closter (Lorss genant) | erfunden, gemeynem nutz zu gut hie zügethon, im M . D . xxxiij . jar ver= | teutscht, zwey durch Nicolaum Carbachium, die ander drei durch Ja= | cobum Micyllum. Vnd dem rechten Latein nachjetzundt mit gan= | tzem fleiss (wo, vnd souil es von nöten gewest) besichtigt, gebessert | vnd gemert worden. Weliche allen Rittermessige, gewaltigen, | regierern der landt vnd stett, so sich ili tugent, maiiheyt | oder .ritterlichen thatten vnderstehn zu üben, nit | alleyn zu lesen lustig, sonder jnen, auch ey= | nem jeden mensche gemeynes standts | vast nützlich vnnd zu wissen | noth seindt . | Gedruckt zu Meyntz durch Iuonem Schöffer | mit Keyserlicher freiheyt. Iili jar M . D . XXXiij . | Rückseite leer. Specialtitel Blatt XCIII mit Titeleinfassung ohne Folionummer: Das an= | der theyl | der Römi | sehen Hi= | storien . | Rückseite bedruckt. Specialtitel Blatt CXCIX mit Titeleinfassung ohne Folionummer: Das dritt | theyl der | Römisch = | en Histo = I rien. | Rückseite bedruckt. Specialtitel Blatt CCCCLI mit Titeleinfassung ohne Folionummer: Das vierdt teyl | der Römischen historien, | auss fünff büchern Titi Liuij jm la | tein newlich erfunden, vnd im M. | D . xxxiii . jar verteutscht, zwey | durch Nicolaum Carbachi = | um, die ander drei durch | Jacobum Mi= | cyllum . | Rückseite leer. Die Einfassungen aus einzelnen Holzstöcken zusammengesetzt, sind unter sich verschieden. Der Specialtitel von Theil IV ist wohl deshalb allein nicht auf der Rückseite bedruckt, um als selbständiges Ganze den Besitzern früherer Auflagen einzeln verkäuflich zu sein. Folio, 14 n. gez. Blätter Titel und Register + CCCCCXLV gez. Blätter grösstenteils mit den Holzschnitten der Mainzer Auflage 1523, im Ganzen 284. Vierte Mainzer Auflage. 1 ) Nach "Würdtwein bibl. S. 165 hatte ein Exemplar im Mainzer Dom folgende Schlnssschrift: Gedruckt inn der löblichen und churfürstlichen statt Meyntz durch Ivonem Schoeffer. Vollendet am XXVIII. tag des Monats Martii als man zalt nach der Geburt unsers lieben herren Jesu Christi M . D . XXXIII . Jar. Druckermarke Johann Schoeffers. Dieses Blatt fehlt in dem Mainzer Exemplar. 1) Die vielen Auflagen des Livius deutsch erklären sich aus der Beliebtheit der Lesung dieses Buchs bei dem von dem Humanismus ebenfalls wenn auch in seiner Weise beeinflussten Bürgerstand und Adel. 1525 machte der Rath zu Strassburg in den neu errichteten „Lehrhäuser" das neue Testament und den deutschen Livius zum Gegenstande des Unterrichts (Lorenz und Scherer, Geschichte des Elsasses (1871) I, 193 und fand hierin jedenfalls anderwärts Nachahmung. 185 — 186 — Mainz Stadtbibliothek (a 173), die Widmung an Kaiser Max I. fehlt (Blatt 2), Sammlung' Klemm Leipzig. Würdtwein bibl. S. 165 nach Exemplar im Mainzer Dom. — Klemm, Catalog S. 60 n. 108. — Schaab I, S. 588 n. 214. — Catalog Kosenthai München 65 n. 684. Preis 50 Mk.') — Goedeke, Grund- riss I, 289. 11. Römischer keyser* | lieber Maiestat vnd gemey = | ner Stende des heylige Reichs Ordnung | auff jüngst gehalten Reichsztagen gemacht, wie es in | Sachen vnsers heyligen Christlichen glauben vn | religion betreffen, in dem he.vligen Reich | vnd besonder teutscher Nation bisz auff nechst künfftig gerneyn | Concilium soll gehal | ten werden. | Mainz Ivo Schoeffer 1533. Quarto, 8 Blätter, Blatt 7 ein Passus über das Censurgesctz. Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog S. 60 n. 109. 12. VOn den übertreff= | lichisten vn berümptisten fraw | en, zwölff iil der gemeynd, vnd zwölf? in sunderheyt ge = [ zeit, sampt jren rümlichen thatten, mit vii lobwirdigen | vnd schönen historien, von welchen Eusebius, Plutar= | chus vnnd andere etc. in jren historien gedechtnuss | thün, welchs büchlein bissher verdunckelt gehalten [ worden, Vnnd aber durch den hochachtbaren | Herren Johann Pfeiffel- maii Würtzburg* | ischen Secretario i"c. auss de Latein | in Teutsch transferiert, vnnd | fiirter durch Johaii Ha* | selberg, dem gemey I nen nütz zu | gut an das liecht bracht, | vnd inn Druck verordnet . | 1533 . | Cum gratia et priuilegio C . M . | Blatt 32 Vorseite die Schlussschrift: Getruckt zu Meyntz durch Juo | Schöffer, in kosten vnnd namen des er= | bern Johaii Haselberg von Rei= | chenow, im jar fünfftzehen = | hundert vnd drei vnd | dreissigsten. | 2 ) Kleinquarto, 32 n. gez. Blätter (A—H in Quaternen), auf dem vorletzten Blatt Holzschnitt (ob Druckermarke?). Wien k. k. Hofbibliothek, Leipzig Sammlung Klemm, AVernigerode fürstl. Stolbergische Bibl. Würdtwein, bibl. S. 165 naclt Exemplar im Frankfurter Dom. — Klemm, Catalog S. 59 n. 106. — Schaab I, 589 n. 216. 13. DEs allerdurchleuchtig = | sten grossmechtigste vn= | über- windtlichsten Key= | ser Karls des fünfi'ten: vnd des | heyligen Rö= mischen Reichs peinlich gerichts ord* | nung, auff den Reichsztagen zu Augspurgk | vnd Regenspurgk iil jaren dreissig, vii | zwey vnd 1) Grynaeus hatte zu Lorsch a. d. Bergstrasse die Bücher 41-45 des Livius gefunden und bei Froben in Basel 153n herausgegeben. Carbach übersetzte die Bücher 41 und 42, Jacob Micyllus in Frankfurt a. M. die Bücher 43 bis 45. Diese Uebersetzung ist obige Ausgabe, cf. Centralblatt f. Bibl. IV (1887) S. 220. 2) Mittheilung aus Wien. 186 — 187 — dreissig gehalten, auff = | gericht vnd beschlossen . j Holzschnitt in zwei Abteilungen, Kichtstätte und Verbrecher auf dem Gange zur Hinrichtung, wie öfter. | Cum gratia et priuilegio Imperiali. | Rückseite Druckprivileg Kaiser Karls V. Am Ende Vorseite von Blatt XLII: Gedruckt zu Meyntz bei Iuo | Schöffer, als man zalt nach der geburt | Christi vnsers herren, M . D . xxxiij . jar, | auff den sechtzehenden tag des | Augstmonats. j Druckermarke Johann Schoeffers. Rückseite leer. Folio, 6 n. gez. Blätter + XLII gez. Blätter. Mainz Stadtbibliothek (a 144 und nochmals). 14. Aymarus Rivallius Alobrog . Civilis historiae juris sive in XII tab. legum commentariorum libri V. Moguntiae apud Ivonem Schoeffer Mense Augusto 1533. Vierte Mainzer Auflage, zweite Ivo Schoeffers. Octavo. Quelle: Unbekannt. Panzer, annales XI, 467. — Marchand, histoire de l'imprimerie S. 50. — Schaab I, 590 n. 217. 1534. 15. Aesopi [ Phrygis et aliorvm | Fabulae . quarum interpretes atqz | autores in sequenti pagina | uidere licet . | Index omnes fabv = | las indicans . | Mogvntiae Anno | M . D . XXXIIII. | Am Ende: Mogvntiae apvd Ivo = | nem Schoeffer men = | se Martio, Anno | post natvm | Christvm | M . D . XXXIIII . | Rückseite dieses Blattes leer.') Octavo, 10 Blätter + 220 Seiten + 2 Blätter, auf der Vorseite des ersten die Schlussschrift, auf der Rückseite des letzten die Druckermarke. Berlin kön. Bibliothek (B Dz 2478). Würdtwein bibl. S. 167 nacli Exemplar der Dominicaner zu Frankfurt. — Panzer, annal. VII, 420 n. 99. — Schaab I, 590 n. 218. 16. Vndergerichts Ordnung | des Ertzstiffts Meyntz: | in welcher gantz fleissig angezeygt, wie vnd welch» | er gestalt an allen vnd jeden obgemelts Ertzstiffts | auch andern Vndevgerichten in recht gehandelt, | vnd procedirt werden soll vnd mag, Schul = | theyssen, Schöffen, Richtern, vil andern, | so an Gerichten zühandeln haben, | vast dienlich vn behilfflich, jetzt | newlich gemeynem nutz zu | gut gemacht, geor= | dent vnd auffgericht. M . D . XXXIIII. | Am Ende Rückseite des letzten Blatts: Gedruckt zu Meyntz durch | Iuonem Schöffer, als man zalt | nach der geburt Christi vnsers 1) Mittheilung aus Berlin. Titel und Schlussschrift theilweise wohl in Majuskeln. 187 — 188 — herren, | M . D . xxxiiii . jar, volendet | an dem drei vnd zwentzigsten | tag des Meyen . | Folio, 35 gez. Blätter mit leerem Schlussblatt (Signatur Aij—Jiij), mit prächtigem Initial W Blatt 2 Vorseite wie in den andern Ausgaben. Erste Auflage. Mainz Stadtbibliothek (ohne Titel, Sammlung der kurfürstlichen Verordnungen Band II), Gotha herzogliche Bibliothek, Leipzig Sammlung Klemm. Jacobs und Ukert, Beiträge I, 367. — Klemm, Catalog S. 61 n. 110. — Archiv für hessische Geschichte II, 495. — Der Text der Unter- gerichtsordnung abgedruckt in May, Kurfürst Albrecht II. v. Mainz II, 505. — Murr, memorabilia bibliothecarum Norimbergensium II, 256 n. 64. 17. Keyser Karls des fünften vnd des heiligen Römischen reichs peinlich gerichts Ordnung etc. Holzschnitt wie in frühern Auflagen. Cum gratia et privilegio Imperiali. Am Ende: Gedruckt zu Meyntz bey Ivo Schöffer.-------------M. D . xxxiiij jar . 18 tag des Brachmonats. Druckermarke. Folio, 5 n. gez. Blätter Vorrede und Register -f- xxxix gez. Blätter. Gotha herzogliche Bibliothek, Darmstadt Hofbibliothek. Jacobs und Ukert, Beiträge I, 368 n. 64. — Walther, neue Beiträge zur Kenntniss der Hofbibliothek zu Darmstadt S. 59 n. 203 (macht falscher Weise das Buch zur Halsgerichtsordnung). — Weigel 21917. 18. Lindenblättchen VALERII | MAXIMI FACTORVM DI* | CTORVMQVE MEMO = [ RABILIVM LIBRI | NOVEM. | Index rerum et uerborum insignium | in eundem copiosus . | Kleine lange Druckermarke. | MOGVNTIAE ANNO | M . D . XXXIIII. | Rückseite gedrucktes Leben des Valerius Maximus. Am Ende Seite 543: MOGVNTIAE APVD IVONEM | SCHOEF- FER MENSE SEPTEM | BRI. ANNO CHRISTI | M. D . XXXIIII . | Rückseite lange grosse Druckermarke Ivo Schoeffers. Octavo, 12 n. gez. Blätter + 543 Seiten Antiquacursiv. Mainz Stadtbibliothek (a 99 a und 1. 0. 772 b ). Würdtwein bibl. S. 167 nach Exemplar der Mainzer Carmeliter. — Panzer, ann. VII, 420 n. 100. — Schaab I, 590 n. 221. 19. Hoc in volvmine haec | continentvr . | Artificialis | Medicatio, constans Paraphra- | si in Galeni Librum de Artis Medicae Con- | sti- tutione, Autore Christophoro | Heyll. Medico . [ Methodi cognoscendorum tarn Particularium, | quam Vniuersalium morborum . &c . Autore | Ber- trutio Bononiensi . | l ) De Idoneo Anxiliorü usu, quaedam ex Joanne | 1) Der Bertrutius scheint einen Specialtitcl zu besitzen: Methodi co | gnoscendo = | rum morbo | nun autore | Bertrutio | Bononi | ensi. | Am Ende: Impressum Moguntiae apud | Ivouem Schoeffer an . | M . D . XXXIIII. | 2S8 gez. Seiten, dann 5 Blatt Index, wie oben. Mittheilung aus Wernigerode nach Exemplar der fürstl. Stolberg. Bibl. (M f. 15). 188 — 189 — de Sancto Amando . | Iudex in Mesuaei & Nicolai Antidotaria . | Mo- gvnt . an . M . D . ] XXXIIII . | Cum gratia & priuilegio Caesareo . | Rückseite leer. Am Ende: Impressvm Mogvntiae apvd | Ivonem SchOeffer an . | M . D . XXXIIII. | ') Quarte. 3 Blätter + 90 Seiten + 1 leeres Blatt + 288 Seiten (Seite 2 leer) + 5 Blätter + 1 Blatt (Vorseite leer, Rückseite Druckermarke). Berlin kön. Bibliothek. Würdtwein bibl. S. 166. — Panzer VII, 420 n. 101. — SckaabI, 590 n. 222. — Joecher, Gelehrtenlexicon s. v. — Roth, Geschichte von Wiesbaden S. 583 (Heyl war 1530 Professor zu Leipzig und stammte aus Wiesbaden). — Marchand, histoire de l'imprimerie S. 50. 1535. 20. Der Römischen | Keyser Historien: von dem abgang | des Augusti an: biss auff Titum j vnd Vespanianum, von jar zu jar, durch Corne= j lium Tacitum beschriben, In welchen nit | alleyn die ding, so sich zu Rom zu den selben zeit« | ten begeben, sondern auch vil anderer vnd | frembder Nation, sonderlich aber | der Teutschen geschieht, an s | gezogen vnd erzelet | werden. | Item das Büchlein von der alten Teut= | sehen brauch vnnd leben, auch durch den | selben Cornelium Tacitum | beschrieben . | Getruckt zu Meyntz bei luo Schönern mit Keyser * | licher freiheyt, Im jar M . D . XXXV . | Mit dem Specialtitel Blatt CCCCXXXVn: Das Buch P. | Cornelij Taci = | ti von den sitte | vnnd völekern | der alten Teut = | sehen. I Mit Titeleinfassung, deren vier Stöcke auch im deutscheu Livius vorkommen. Am Ende: Gedruckt iii der Löblichen vnd | Chfir Fürstlichen statt Meyntz, bei luo | Sehöffer, Vollendet am zehenden tag des | Monats Marcij, Als man zalt nach | der Geburt vnsers lieben Her= [ ren Jesu Christi . | M . D . XXXV . | Rückseite leer. Auf der Rückseite des folgenden sonst leeren Blatts Ivo Schoeffers Signet. Folio, der Tacitus I mit 12 n. gez. Blätter + 427 gez. Blätter, der Tacitus II mit 4 n. gez. Blätter + Blatt 428—452 einschliesslich, mit Numerirung -f- 2 n. gez. Blätter. Ohne Abbildungen aber mit mehreren Initialen. In der Heydelberg den 4 December 1534 datirten Vorrede nennt sich Jacobus Micyllus als Uebersetzer. Erste deutsche Ausgabe des Tacitus. Privatbesitz, Theil II in Mainz Stadtbibliothek (a 170), das Ganze in Sammlung Klemm Leipzig, Gotha herzogliche Bibliothek, Wernigerode fürstlich Stolbergische Bibliothek. Klemm, Catalog S. 61 — 62 n. 112. — Würdtwein bibl. S 170. I) Mittheilung aus Berlin in obiger Form, einzelne AVorte wohl Majuskeln. 189 — 190 — — Schaab I, 591, n. 224. — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 368 n. 65. — Goedeke, Grundriss I, 290. 21. Vndergerichts Ordnung des | Ertzstiffts Meyntz, inn welcher gantz fleissig an= | gezeygt, wie vnd welcher gestalt an allen vnd | jeden obgemelts Ertzstiffts auch andern Vndergerichten iii | reclit ge- liandelt, vnd procedirt werden soll vnd mag, | Schultheyszen, Schöffen, Richtern, vnd | andern so an Gerichten zuhandeln [ liaben, vast | dienlich vnnd be = | hülfflich, jetzt newlich | gemeynem nutz | zu gut ge"= | maclit, | geordent vnnd | auffgericht . | M.D. XXXV . | Cum gratia & Privilegio . | Mit Titelholzschnitt aus dem deutschen Livius. Mainz Ivo Schoeffer 1535. ') Am Ende: Gedruckt zu Meyntz durch Ivonem Schoeffer, als man zalt nach der gebnrt Christi unsers herren M.D. XXXV . Jar, vollendet an dem zehenden tag des Meyen. Drnckermarke. 2 ) Auf der Rückseite des vorletzten Blatts Holzschnitt aus dem deutschen Livius. Blatt 2 Vorseito Initial W. wie in der ersten Ausgabe. Die Druckermarke ist die Johann Schoeffers. Zweite Auflage. Folio. Leipzig Sammlung Klemm. Archiv für hessische Geschichte II, 495.— Klemm, Catalog S. 61 n. 111. — Würdtwein bibl. S. 169 nach Exemplar bei den Benedictinern von St. Jacob bei Mainz. 22. PLACENTINI IVRIS= | CONSVLTI VETVSTISSIMI, IN SVMMAM INSTITVTIO - | NVM SIVE ELEMENTORVM D. JVSTI- NIANI | SACRATISSIMI PRINCIPIS, NVNC PRI- | MVM IN LVCEM AEDITI. | LIBRI IUI . | EIVSDEM DE | VARIETATE ACTIONVM . | LIBRI VI . | Druckermarke | MOGVNTIAE ANNO XXXV . | Cum gratiii & priuilegio Imperiali . | Am Ende: IMPRESSVM MOGVNTIAE PER IVONEM | SCHOEFFER MENSE SEPTEMBRI . | ANNO XXXV . | Auf Rückseite des folgenden sonst leeren Blatts Druckermarke. ;l ) Folio, Titel + 6 n. gez. Blätter Widmung und Register + 1 leerem Blatt +1 — 158 gez. Seiten Text + 1 n. gez. Blatt m. Druckermarke. Leipzig k. Universitätsbibliothek. Würdtwein bibl. S. 168 nach Exemplar im Mainzer Dom. — Panzer VII, 421 n. 102. — Schaab I, 593 n. 229 (mit der Angabe 158 Blatt und der Bemerkung, dass die Druckermarke des Titels und letzten Blatts einerlei und das Buch grosse Initialen hat). — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 366 Note. 23. Novum | Testamentum ab Eras= | mo Roterod. nouiss. re- cognitum, & Scrip= | turae concordantiis in marginibus | accurate illu- 0 Nach Klemm S. 61. 2) Nach Würdtwein S. 169. 3) Mittlieilung aus Leipzig. 190 — 191 — Stratum . | Calendarium Ro. cum Calendis, | Nonis, atqz Idibus e regio = ne positis . | Moguntiae anno | M . D . XXXV . | Am Ende: Moguntiae excudo- | bat Ivo Schoeffer | mense Septem = | bri, anno a ehr | isto nato | M . D . XXXV . | Octavo, 798 gez. Seiten, i) Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibl. (Ha 1591). Panzer, Annales VII, 421 n. 103. — Masch, bibliotheca saera IV, 601. - SehaabI, 593 n. 231. 24. Eyn gesprech eynes alten | erfarnen kriegssmans vil | baw- meysters mit eynem | jungen hauptmann: welcher mas = | sen eyn vester bawe fürzune = | meii vnnd mit nütz des | Herren mög vollen = | fürt werden . | Gedruckt zfi Meyntz bei Iuo Schöffern | mit Keyserlicher vnd Königlicher Maiestät | freiheyt, nit nachzudrucken. | Am Ende: Gedruck in der löblichen vnd Churfiirstlichen statt | Meyntz, durch Juonem Schöffer. Vollen = | det am XXV. tag des mo- nats No = | uembris, als man zalt nach der | geboxt vnsers lieben Her= | reu Jesu Christi, | Anno M . D . XXXV . jar . | Folio, 28 Blatt (bis 25 paginirt). 2) * Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibliothek (U d 62). 1536. 24 a. IN CODICIS DN . IVSTI= | NIANI SACBATISS1MI PRIN- CIPIS EX KEPETITA PRAE- I LECTIONE LIBROS IX. SVMMA A PLACENTINO | LBGVM INTERPRETE EXCELLENTISSIMÜ, | ANTE 400. FERME ANNOS CON- | SCRIPTA, ET NVNC PRI- | MVM IN LVCEM | AEDITA . | ACCESSIT PRAE - | TEREA INDEX GEMI- NVS, IN QVO OMNES | huius summae tituli, non tarn secundum | li- brorum, quam secundum alpha- | beti ordinem, pulcherrime | demon- strantur . | Grosse lange Druckermarke | MOGVNTIAE ANNO [ M. D . XXXVI . | Cum gratia & priuilegio Imperiali. | Rückseite leer. Am Ende Seite 454: MOGVNTIAE IN OFFICINA IVONIS SCHOEF- | FER. ANNO MILLESIMO QVINGEN- | tesimo tricesimo sexto, Mense Martio . | Hierauf leeres Blatt, auf dessen Rückseite die grosse lange Druckermarke wie auf dem Titel. Folio, 14 n. gez. Blätter, deren letztes leer, Blatt 2 Vorseite (aij) Widmung des Herausgebers, von Blatt 4 Rückseite an Index und notae diversarum lectionum, Blatt 14 leer, hierauf der Text auf 454 gez. Seiten mit den Signaturen A —Aiiij etc. Z - Ziiii, a — aiiij etc. p — piiij + 1 n. gez. Schlussblatt mit Druckermarke. 3 ) Strassburg Univ.-Bibl. 1) Mittlieilung aus Leipzig. 2) Mittlieilung aus Wernigerode. ;i) Mittheilung aus Strassburg. 191 — 192 — Würdtwein bibl. S. 171 nach Exemplar im Mainzer Dom. — Panzer VE, 421 n. 106. — Schaab I, 593—594 n. 233 (mit Angabe: 454 Seiten). 25. Ottonis Senonensis Summa de ordine judiciorum per Justinum Goblerum LL. Licentiatum nunc primum evulgata. Moguntiae excudcbat Ivo Schoeffer Mense Martio 1536. Octavo.') Strassburg Univ.-Bibl. (ohne Titel). Panzer, Annales VII, 422. — Schaab I, S. 594 n. 234. 26. Michaelis Verini Hispani Poetae ac iuuenis doctiss. Disticha de moribus. Moguntiae excudebat Iuo Schoeffer 1536 Mense Maio. Octavo. Quelle: Unbekannt. Archiv für hessische Geschichte III, 2, 10 nach Hirsehing, Versuch einer Beschreibung sehenswerther Bibliotheken Deutschlands IV, 158. Ein Exemplar angeblich in der Nürnberger Stadtbibliothek. 27. Lindenblättchen AESOPI | PHRYGIS ET ALIOBVM FA= | bulae, quarum interpretes atqz | autores in sequenti pagi- | na uideri licet. | His accesserunt, Abstemij Hecatomythion | secundum. Quaedam aliae incerto | interprete, unä cü selectis | Poggij facetijs. | Kleine lange Druckermarke | MOGVNTIAE EX OFFICINA | IVONIS SCHOEF- FER ANNO | M . D . XXXVI . | Am Ende Seite 339: MOGVNTIAE APVD IVONEM | SCHOEF- FER MENSE | MAII, ANNO | M . D . XXXVI . | Rückseite Druckermarke wie auf dem Titel. | Octavo, 16 + 170 Blätter, die beiden ersten Lagen a 2 —a 5 , b—b 5 enthalten Titel, Inhaltsverzeichniss, die Vita Aesopi und die Vorrede, dann folgt der Text auf 339 gez. Seiten mit den Signaturen A —A 5 etc. V — V 5 , die letzte Lage X — X 7 hat 10 Blätter. -2 ) Strassburg Univ.-Bibliothek. Würdtwein, bibliotheca S. 170 nach Exemplar im Kloster Amorbach. — Panzer, Annales VII, 422 n. 110. — Schaab I, 595 n. 237. 28. Latinissimae colloquiorum formulae. Ex Terentii Comoediis selectae ac in Germanicam Linguam versae. Moguntiae ex officina Ivonis Scheft'er mense Julio anno a Christo nato MDXXXVI. Octavo. Quelle: Unbekannt. Panzer IX, 540 nach Zapf, Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek. — Schaab 1, 594 n. 235. Ob Verwechslung mit der Ausgabe Juli 1537 (?). 1) Mittlieiluug aus Strassburg. 2) Desgleichen. 192 — 193 — 29. Lindenblättchen SVMMA OTHONIS Lindenblättchen | SE- NONENSIS DE 1NTERDICTIS, IVDICIISQVE POSSESSO | RES, ET EORVM LIBELLIS PER IVSTINVM | GOBLfiRVM LL. LICENTIA- TVM IAM | PRIMVM RESTITVTA, ET | EVVLGATA . | ACCESSIT PRAETEREA SVMMA CVIVSDAM AL- | terms Othonis de ordine Iudiciario nunc | denno recognita atqz ä mendis | repurgata. | Lange Druckermarke | MOGVNTIAE EXCVDEBAT IVO SCHOEFFER . | Cum gratia & priuilegio Imperiali. | Rückseite Verse des Herausgebers. Am Ende Seite 157: MOGVNTIAE EXCVDEBAT IVO SCHOEFFER | mense Augusto, anno ä Christo nato . | M . D . XXXVI . | Rückseite Sckoeffers lange Druckermarke. Folio, 4 n. gez. Blätter -f- 157 gez. Seiten. Dem Kurfürsten Johann von Trier gewidmet. Mainz Stadtbibliothek (a 165). Würdtwein, bibl. S. 171 nach Exemplar im Mainzer Dom. — Panzer, annal. VII, S. 422 n. 107. — Schaab I, 594 n. 236. 30. Friderici Nauseae In divam Catharinam Serenissimam Angliae Reginam funebris oratio. Moguntiae excudebat Ivo Schoefter MDXXXVI. Octavo, 35 Blätter. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. S. 170 nach Exemplar im Frankfurter Dom. — Panzer, ann. VII, 422 n. 109. — Schaab I, 595 n. 238. — Schunk, Beiträge zur Mainzer Geschichte III, 145 (aber zu 1535). 31. Novum Testamentum Erasmi Roterod. editio posterior cum calendario etc. Moguntiae Ivo Schoefter 1536. Octavo, mit Holzschnitten. Quelle: Unbekannt. Catalog Rosenthal-München XXVIII, S. 39 n. 683. Preis 6 Mark. Ebenda Cat. 70, 2, 205 n. 3024. Preis 18 Mk. 32. Bambergisch Halsgerichts ordenüg etc. Am Ende: Getruckt zu Meyntz bey Iuo Schöffer, im jar nach der geburt Christi vnsers Herrn fünffzehenhundert vnd sechs vnd dreyssigsten etc. Folio. Genauer Abdruck der Mainzer Auflage 1531. Erste Ausgabe Ivo Schoeffers. Ebert, allgem. bibliogr. Lexicon n. 9226. — Neues Archiv des Criminalrechts VII, 452. — Janitschek, Repertorium für Kunstwissenschaft IX, 174 (woselbst Literatur). 1537. 33. CATECHISMVS. | EVangelischer beri = | cht vnnd Christliche | vnderweisung, der für= | nemliclisten stück, des waren hey | ligen Christlichen glaubens allen | Christgläubigen, besonder den | eynfeltigen Läyen, sehr gut, | nütz, vfl zu wissen von nö = | ten, auffs aller kür* | 193 Beiheft 9. 13 - 194 — tzest inn schrifft | verfasst. | Durch D . Johan . Dietenberger. | Kleinere Druckermarke | Zu Meyntz bey Iuo Schäffer. | ANNO-M.D. XXXVII. | Rückseite leer. Blatt 167 Rückseite unten: Hie endet sich der Cateckisrmis I D. Johannis Dieten | bergers . | Getruckt zu Meyntz bey Iuo | Schaffe] - , im Jar | M . D . XXXVII . | Kleinoctavo, 167 n. gez. Blätter, Signaturen aii — xiiij. Holzschnitte finden sich Blatt 8 V , 23 r , 27 r , 29 v , 34 r , 36 v , 39 r , 41 r , 57 v , 69 r , 74 r , 78 v , 82 r , 86 v , 90 r , 97 v , 120 r , 126 r , 150 v , 162 r , im Ganzen 20, davon 57 v , 97 v und 126 r blattgross, die andern Jialbblattgross. Blatt 2 r (aij) Vorrede bis Blatt 5 V . 0. D. Blatt 6 r beginnt der Cate- chismus. Weimar grossh. Bibliothek, Mainz Seminarbibliothek (Titel und mehrere Blätter handschriftlich ergänzt). Wohl erste Ausgabe. Moufang, die Mainzer Katechismen. Mainz 1877. S. 24 und Nachträge. — Wedewer, Johann Dietenberger. Freiburg 1888. S. 480. — Neudruck in Moufang, Katholische Katechismen des XVI. Jahrhunderts. Mainz 1881. S. 1 — 105. 34. Catechismus . [ Evangelischer bericht und Christliche Unterweisung | der | fürnemlichsten stück des waren heyligen Christlichen glaubens, | allen Christgläubigen, besonder den eynfeltigen Layen | sehr gut nutz und zu wissen von nöten, | auffs aller kürtzest in schrifft verfasst | durch | D . Johann Dietenberger . | Zu Meyntz bey Ivo Schäffer . | ANNO M.D. XXXVII . | Am Ende: Getruckt zu Meyntz bey Ivo Schäffer, im Jar M.D. XXXVII . | Kleinoctavo, 167 Blatt, 20 Holzschnitte. Beide Ausgaben weichen in der Weise ab, dass Titel und Satz mit Ausnahme des letzten Bogens verschieden. In der zweiten Ausgabe finden sich die neun ersten Holzschnitte wie in der ersten, der Holzschnitt Blatt 69 1 ' (Prediger vor dem Volke) fehlt in der zweiten, die nun folgenden Holzschnitte finden sich in beiden Ausgaben, statt der Susanna vor dem Richter findet sich in der zweiten Ausgabe eine Gerichtsverhandlung, die andern Holzschnitte sind wieder einerlei, aber die Austheilung der h. Coni- munion kommt nochmals bei der Busse in der zweiten Auflage vor. Dadurch ist die Zahl der Holzschnitte in beiden Ausgaben gleich. ') München Hofbibliothek. Wedewer, Dietenberger S. 480. — Moufang, Katholische Katechismen S. 1, Note 2. 1) Nach Notizen, welche dem Mainzer Exemplar hinten eingeschrieben. — Eine niederdeutsche Ausgabe erschien Cüln 1539. Titel bei Wedewer, Dietenberger S. 480. c£ Moufang, Katholische Katechismen S. 106. Scheller, BUcherkunde der Sassisch-Niederdeutschen Sprache. Braunsehweig 1820. S. 220. Exemplar zu Wolfenbiittel. 194 — 195 — 35. Piacentini iurisconsulti vetustissimi de varietate actionum libri sex etc. Mainz Ivo Schoeffer 1537. Zweite Mainzer Ausgabe. folio. Gotha herzogliche Bibliothek. Jacobs und Ukert, Beiträge I, S. 366 Note. 36. Lindenblättchen NOVI TE« | STAMENTI D. ERAS. ROT. AEDI | tio posterior, scripturae concordantijs accurate illu= | strata: cum Calendario usitato et Romano, Calen * | dis, Nonis atqz Idibus e regione positis: adiuncto in | super (ut uocant) Cisioiano, ac indice Euangeliorum | et epistolarum, quae per anni cursum, tarn in die | bus Dominicis, quam festis memoriae Diuo | rum sacris, recitari consue- verunt. | His preterea accesserüt & disticha quaedam me | moralia, in totum nouum instrumentum, ad cu- j iuslibet capitis initium, ordinc alphabetico, con | tinentia summam capitis sequentis, uel sal- | tem sententiä prae alijs memorabilem. | Kleinere Druckermarke | MOGVN- TIAE ANNO | M . D . XXXVII . | Rückseite Holzschnitt. Vorseite des letzten Blatts unten: MOOVNTIAE excudebat Juo | Schoeffer mense Martio . Anno [ M . D . XXXVII . | Rückseite grosse lange Druckermarke. Octavo, 20 n. gez. Blätter + 612 gez. Seiten -f- 2 n. gez. Blätter. Mainz Stadtbibliothek (14 a 36). 37. EYn verantwort | tung Podagrae | vor dem Richter: vber | vilfaltige Klage der | armen Poda= | grischen roth. | Zu Meyntz bey Ino Schäffer | ANNO M . D . XXXVII . | ') Kleinquarto, 17 Blätter, mit drei hübschen Holzschnitten. Originalausgabe. Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog S. 62 n. 114. — Graesse, tresor V, 374 (giebt 16 Blatt an). — Krause, Helius Eobanus Hessus. Gotha 1879. II, 161. — Goedeke, Grundriss I, 282. 38. DEss aller Durchleuchtig- ) sten grossmechtigsten vn = | über- windtlichsten Keyser Karls | des fünfften, vnd des heyligen Römischen Reychs pein | lieh gerichts Ordnung, auft' den Reichtägen zu | Augs- purgk vnd Regenspurgk in jaren | dreissig vnd zvvey vnd dreissig ge = halten, auffgericht vnnd beschlossen. [ Zu Meyntz bei Iuo Schäffer. Mit Keyserlicher May . | freyheyt begabt, nit nachzudrucken . | Auf der Rückseite das Druckprivileg Kaisers Karl V. d. d. 31. Juli 1532. Blatt 2 Vorseite die Vorrede des Kaisers, am Ende derselben Holzschnitt: 1) Verfasser ist der Erfurter Carthäuserprior Jodocus Hessus, vgl. Motschmann, Erfordia litter. V, 2, 692. — Krause II, 159. Die Schrift galt vielfach für verloren. — In dem Schriftchen auch Gedichte in alten Versmassen: „Gesang wie eyn Saphicum Adonicuui" und: „Gesang wie das erst Carmen Horatij". — (Nach Goedeke.) 195 13* — 196 — Kaiser mit den Kurfürsten in der Sitzung, wie öfter. Hierauf 3'/-2 Blatt Register, Rückseite von Blatt 4 grosser Holzschnitt: jüngstes Gericht wie öfter, sodann die Ordnung. Am Ende: Gedruckt zu Meyntz bei Ivo Schoeffer, | als man zalt nach der Geburt Christi vnsers Her- | ren, M . D . XXXVII . jar am XXVI tag des Meyen vollendet. | Rückseite Druekermarke. Zweite Mainzer Ausgabe. Folio, 36 Blätter. Leipzig Sammlung Klemm. Schaab I, 595 — 596 n. 239. — Klemm, Catalog 63 n. 116. 39. LATINISSI | MAE COLLOQVIORVM | FORMVLAE . | Ex Terentij Comoedijs selectae, j ac in Germanicam Lin- | guam uersae. | Mainz Ivo Schoeffer 1537 mense Julio. Kleinfolio, mit Druckermarke auf dem Titel und einer grösseren auf der Rückseite des letzten Blatts. Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog S. 62 n. 113. 40. VNdergerichts Ordnung des Er« | tzstiffts Tarier, durch den Ilochwirdigsten inn Gott | vatter, Fürsten vnd herren, Herrn Johanseu Ertzbischouen zu Thrier, des Heyligen Römischen Reichs durch Gallien, vnd das Königreich Arelaten | Ertzcantzler vnd Chürfürsten 7 c~e . seiner Chürfürstlichen gnaden | Vnderthanen zu gutem auffgericht, vnd gegeben, | Im Jare, M . D . XXXVII . | Mit grossem roth colorirtem Titelholzschnitt: Trierer Wappen. Am Ende: Getruckt zu Meyntz bey Ivo Schoeffer, jm jar M . D.XXXVH . | Folio, LXVI gez. Blätter + 3 Blätter Register. Blatt 2 Rückseite Holzschnitt: Kläger vor Gericht, wie öfter. Leipzig Sammlung Klemm, Gotha herz. Bibliothek. Klemm, Catalog S. 62—63 n. 115. — Schaab I, 596 n. 240 (dessen Exemplar ebenfalls den roth colorirten Holzschnitt des Titels hatte), — Jacobs und Ukert, Beiträge I, 368 n. 66. 41. PODAGRAE LVDVS . | Holzschnitt: weibliche Figur mit Krone und Scepter, in den Händen ein fliegendes Blatt mit der Inschrift: Solvere nodosam nescit Medicina Podagram, vor ihr Jupiter, Neptun und Pluto. Auf der Rückseite dieses Vortitels ein zweites Bild : eine Anzahl Podagrakranke mit den Inschriften: Genufraga, Lecti- grada, Talorum Tortrix, Bocz ellentz willen etc. Blatt 2: LVDVS DE PO | DAGRA, IN QVO EIVS AF= | fec- tionis natura . coilioda iuxta ac in= | commoda recensentur, e uulgari Ger | manico in Latinum Carmen | coacta, per H. Eo | banum Hessum , AD LECTOREM . | (Hexastichon) | AD EVNDEM . | (Tetrastichon) Am Ende: MOGVNTIÄE | Excudebat Ivo | Schoeffer, Anno M . D . XXXVII . | 19ü — 197 — Quarto, 14 Blätter mit zwei blattgrossen Holzschnitten, Originalausgabe. Marburg Univ.-Bibliothek. Krause, Eobanus Hessus II, 161 Note. — Gotthold Schwertzeil, Ilelius Eobanus Hessus, ein biographischer Versuch. Marburg 1873. (Dissertation) Octavo. S. 109. — Archiv für hessische Geschichte II, 494 nach Catalog Dr. Kloss S. 138 n. 1914. — Catalog Rosenthal - München XLIX, n. 2440. Preis 18 M.') 41a. Die vier bücher Sexti Julij Frontini . . von den guten Räthen vnd Ritterlichen anschleg der guten hauptleut Onexander von den Kriegsshandlungen. Die leer: so dem Keysei' Maximilian inn seiner ersten jugent gemacht vnd durch eynen erfarnen trefflichen man seiner kriegsräth jm zugestellt ist. Mainz, Ivo Schoeffer 1537. Folio. Zweite (dritte) Ausgabe. Quelle: Unbekannt. Gocdeke, Grundriss I, 147. II. Aufl. I, 337. — Deutsches Museum 1779. I, S. 267 —288. — Ueber weitere Abdrücke der „Lehre" vgl. Goedeke, Grundriss I, 147, 290. 1538. 42. BAmbergische Halssgerichts | vnd rechtlich Ordnung, inn peinlichen Sachen zu volnfarn | allen Stetten, Communen, Regimcnten, Ampt- leüten, Vögten, Verwesern, | Schultheyssen, Schöffen, vnd Richtern, dienstlich, forderlich vnd | behülfflich, darnach zu handeln vnnd rechtsprechen, gantz | gleichförmig gemeynen geschriben Rechten :c. Da= | rauss auch diss biichlein gezogen vnd fleyssig ge= | meynem nutz zu gutt, gesamelt vnd | verordnet ist. | Holzschnitt: Richtwerkzeuge, zweiter Stock: der Verbrecher auf dem Gange zum Richtplatz, wie öfter. Am Ende: Getruckt zu Meyntz bey Iuo Schöffer, im jar | nach der geburt Christi vnsers Herrn, Fünfftzehenhun = | dert vnnd acht vnd dreyssigsten, vnd volendet auff | den Sechsten tag Januarij. | Folio, Register -4- XLIIII gez. Blätter mit Signatur A—Jiij = 49 Blätter. Mit mehreren Holzschnitten aus der Liviusausgabe 1523 auf Blatt XIIII, XLII, XLIIII und anderer Orthographie als in der Ausgabe Mainz 1508. Achte Ausgabe und siebente Mainzer. Quelle: Unbekannt. Archiv für hessische Geschichte III, 2, 11.— Clemeut, bibliotheque curieuse II, 393. — Janitschek, Repertorium für Kunstwissenschaft IX, 174— 175. — Archiv des Criminalrechts VII, 452. — Bauer, catalogus librorum rariorum I, 47. 1) Uebersetzuiig von Nr. 87 dieser Bibliographie durch Eobauus Hessus. Die Ausgabe Erfurt 1534 bei Panzer, annales IX, 4(i0 existirt nicht. Jedenfalls folgte der Druck der lateinischen Ausgabe der deutschen nach. 197 — 198 — 43. Titi Liuij dess aller redtsprechsten vii hochberiimpsten ge- scliichtschreibers Komische Historien jetzundt mit gantzem fleiss besichtigt, gebessert vn gernert. Welche allen Rittermessigen, gewaltigen, regierern der landt vnd statt, so sich in tugent, maüheit oder Bitterlichen thaten vnderstehn zu üben, nit alleyn zu lesen lustig, sonder jne, auch eynem jeden menschen gemeynen Stands vast nützlich vi! zu wissen noth seindt. Mit Titel einfassung 1 ) (römischer Krieger). Vorseite des letzten Blatts: Gedruckt in der löblichen vn chur- fürstlichen statt Meyntz, durch Iuonem Schöffer. Vollendet am achten tag des Monadts Januarij, als man zalt nach der geburt unsers lieben Herrn Jesu Christi, M.D.X.X.X.V.I.I.I. | Druckermarke | Bückseite leer. Folio, 558 Blätter, zweites Blatt leer, es fehlt die Widmung an Kaiser Max I. Fünfte Mainzer Auflage. Quelle: Unbekannt. Prosper Marchand, histoire de rimprimerie Supplement par Mer- cier S. 30. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, 12 und II, 495. — Ebert, allgemeines bibliogr. Lexicon I, 1003. — Goedeke, Grund- rissl, 289. 44. VALEBII | MAXIMI FACTOEVM DI. | CTOEVMQVE MEMO - | BABILIVM LIBBI | NOVEM . | Index rerum et uerborum iu- signium | in eundem copiosus . | Kleinere Druckermarke | MOGVNTIAE ANNO | M . D . XXXVIII . | Bückseite gedrucktes Leben des Valerius Maximus. Seite 543 unten: MOGVNTIAE APVD IVONEM | SCHOEFFEE MENSE MAB= | TIO . ANNO CIIBISTI | M . D . XXXVIII . | Rückseite grosse lange Druckermarke. Octavo, 12 n. gez. Blätter + 543 gez. Seiten, Antiquacursiv. Mainz Stadtbibliothek (1. 0. 774). Archiv für hessische Geschichte HI, 2, 12 nach Hirsch, millena- rius I, 67 n. 767. 45. Lindenblättchen AEITHME | TICAE SPECVLATIVAE Libri duo Ioannis de Muris ab in- | numeris erroribus quibus hacte- nus corrupti, & uetustate fer | me perierant diligen - | ter emendati. PVLCHEBEIMIS QVOQVE | exemplis, Formisqz nouis declarati et in usum studiosae iuuentutis Mogun= | tinae iam recens ex = | cusi . | Kleinere Druckermarke | MOGVNTIAE EXCVDEBAT | IVO SCOEFFER2) ANNO . | M . D . XXXVIII . | Rückseite leer. Rückseite des zweitletzten Blatts: MOGVNTIAE EXCVDEBAT | IVO SCHEFFER ANNO. | M. D. XXXVIII . | Kleine Querdruckermarke. Duodez, 88 gez. Seiten -f- 2 n. gez. Blätter. Auf der Vorseite des letzten Blatts lange grosse Druckermarke. 1) Wohl Holzschnitt zwischen den Zeilen zu verstehen. 2) So der Druck. 198 — 199 — Mainz Stadtbibliothek (a 6 und noch zwei weitere Exemplare). Archiv für hessische Geschichte III, 2, 10 —11 nach Freytag, analecta de libris rarioribus 8. 620. — Marchand, histoire de l'imprimerie, Supplement Mercier S. 30. — Biographie universelle XXX, S. 447. 46. Martialis epigrammata. Moguntiae Iuo Schoeffer 1538. Octavo. Quelle: Unbekannt. Archiv für hessische Geschichte III, 2,11 nach Mensel, hist. litter. bibliogr. Magazin VIII, S. 167 ohne Formatangabe. 47. De chyromantia libri tres authoris cujusdam vetustissimi per .Tohannem Dryandrum restituti Marpurgi anno 1538. Judicio singula expendito lector, priusquam temere pronuncias; quae hie enim traduntur, plane sunt philosophica, ex op'timis optimorum authorum libris de- prompta, niliilqne commune cum vulgo jaetatis chyromanticis illis prae- posteris habeant. Legat Medicus, legat astronomus uterque, quae oblec- tent atqne commodent, videbit. Moguntiae exeudebat Ivo Schoeffer Anno 1538 mense Septembri.') Octavo, 138 Seiten mit 4 Abbildungen. Verfasser ist Tibertus Antiochus. Erste Mainzer Ausgabe. Quelle: Unbekannt. Freytag, analecta de libris rarioribus S. 994 — 996. — De Bure, catalogue de la bibliotheqne du M. le duc de la Valliere I, 531 n. 1832 und III, S. 16. — Archiv für hessische Geschichteil, 495 —496. — Graesse, tresor VI, 2, 156. — Catalog Rosenthal-München LVIII, n. 627 (talschlich zu 1528) 24 M. 1539. 48. IOANNIS DE BLA= | NASCO BVRGVNDI, IVRECON- SVLTI VETVSTIS= | simi commentaria super Titulum de Actionibus in Institutis . Omnibus | in foro & praxi iudiciali uersantibus propter omnium Actionü formulas, | Cautelas, Exceptiones, Doctrinas, multasqz Decisiones, necessaria | & utilissima . Nunc primum ä JVSTINO GO- BLERO | Jureconsulto, Illnstriss. prineipis ERICI ducis | Brunsuicensis & Lunenburgensis Augspurg, Philipp Ulhart, | 0. Jahr. (1548). Quarto, 34 Blätter, 218 — 219 — 106. DEr Römischen | K eiser liehen Maiestat | Erklärung, wie es der Reli = | gion halben, imm Heyligen | Reich, biss zu Ausstieg dess | gemeynen Concilij gehalten | werden soll, vff dem Reicbss = | tag zu Augspurg, den XV . Maij, im M . D . XLV1II . | Jar publiciert vnnd eröffnet, vnnd von ge = | meynen Stenden angenommen . | Christo Auspice | PLVS VLTRA. | Holzschnitt wie oben | Cum Gratia et Pri- uilegio Imperiali . | Rückseite leer. Blatt 36 die Schlussschrift wie oben. Folio, 36 gez. Blätter. Zweite Ausgabe. Mainz Stadtbibliothek (a 157). Schaab I, 611 n. 293. 107. FORMVLA RE= | FORMATIONIS PER CAE- | SAREAM MAIESTATEM | Statibus Ecclesiasticis in Comitijs Augustanis ad de- | liberandum proposita, et ab eisdem, ut paci pub- | licae consulerent, et per eam Eeclesiarum, ac | Cleri sui utilitati commodius prouide - | rent, probata et recepta . | Lindenblättchen | Christo Auspice | PLVS VLTRA . | Holzschnitt: Kaiser zwischen zwei Säulen, wie öfter | Cum Gratia et Priuilegio Imperiali. | MOGVNTIAE, | Excudebat 1VO SCHOEFFER . | Rückseite leer. Folio, 2 n. gez. Blätter + 22 gez. Blätter. Am Ende (22 Vorseite) der Reichsadler zwischen Säulen wie öfter, Rückseite leer. 0. J (1548). Blatt 21 Vorseite grosse Querdruckermarke.') 1) Davon erschien eine amtliche provisorische Ausgabe: Formula re- formationis per Caesaream Majestatem statibus ecclesiasticis in comitiis Augustanis ad deliberaudum proposita et ab eisdem recepta. 0. 0. u. J. u. F. (Augsburg P. Ulhard 154b.) Im Zusammenhange mit obiger Augsburger Ausgabe der Declaratio zusammen (19 n. gez. Blätter folio. Mit Druckermarko. Ueber diese und Schoeffers Ausgabe folgende Einzelnheiten. Am 15. Mai 1548 wurde das Interim abgegeben, am 4. Juni 1548 übergab der Kaiser den geistlichen Reichsständen die Formula reformationis zur Einsicht, am 23. Juni reichten diese Stände ihr Gutachten ein, worauf der Kaiser den Abschied des Augsburger Reichstags, wozu auch die formula reformationis gehörte, durch den Druck zu veröffentlichen beschloss und demselben eine hierauf bezügliche Einleitung gab. Diese provisorischen Ausgaben sind die in den Noten zu Nr. 104, 105 und 107 bezeichneten Augsburger Drucke. Am Samstag nach Ulrici 1548 schrieb Weihbischof Heiding von Mainz von Augsburg aus an den Mainzer Kurfürsten, das Exemplar der Reformation, welches nach Mainz an den Hof abging, enthalte die Abänderungen und die oben erwähnte Einleitung des Kaisers nicht, und solle derselbe solches nicht eher drucken lassen, bis dessen Fassung abgeändert. (A.vanRecum, Einzelne Betrachtungen aus der Geschichte von Deutschland. Mainz 1790. 8 U . S. 181.) Auf Wunsch der geistlichen Stände waren noch einzelne Stellen in der formula reformationis geändert worden, die das an den Erzkanzler zum Drucke bestimmte jedenfalls handschriftliche Exemplar nicht besass und damit nicht die endgültige amtliche Fassung darbot. Am 10. Juli 1548 versprach Heiding dem Kurfürsten von Mainz ein gedrucktes Exemplar mit des Kaisers Einleitung senden zu wollen (v. Recum a. a. 0. S. 182). Man hatte demnach unterdessen die Drucklegung in Augsburg beschlossen. Am Tage vigilia Jacobi apostoli (24. Juli) 1548 sandte Heiding von Augsburg aus au den Kurfürsten zwei 219 — 220 — Mainz Stadtbibliothek (* W 9 b ). Wflrdtwein, bibl. S. 184 nacli Exemplar in der Frankfurter Dorn- bibliothek. — Schaab I, 612 n. 296. — Moufang, Mainzer Katechismen S. 63. — Catalog Rosenthal-München 70, 3, n. 4554. 108. Römischer Keyser= | licher Maiestat, | vnd dess heyligen Reichs Landtfriden, | auff dem Reichsstag zu Augspurg declariert, er= neüwert, auffgericlit, vnnd beschlossen | Anno Domini M . D . | XL VIII . Christo Auspice, | PLVS VLTRA . | Holzsclinitt: Kaiser zwischen zwei Säulen, wie öfter | Cum Gratia et Priuilegio Imperiali. | Gedruckt inn der Chürfürstlichen Stadt | Meyntz, durch Iuonem Schöffer, | Anno M . D . XL VIII . | Rückseite leer. Am Ende: Gedruckt inn der Chürfürstlichen Stadt | Meyntz, durch Iuonem Schöner, ini | Jare, M . D . XLVIII . | Rückseite leer. Folio, Titel + 23 gez. Blätter. Mainz Stadtbibliothek (a 157). Schaab I, 612 n. 295. 109. Römischer Keyser« | licher Maiestat, | vnd dess heyligen Reychs Landtfriden, auff | dem Reichsstag zu Augspurg declariert, er= neüwert, auffgericht, vnnd beschlossen, | Anno Domini M . D . | XLVIII. Christo Auspice | PLVS VLTRA . | Holzschnitt wie in voriger Nummer Cum Gratia et Priuilegio, etc. | Gedruckt inn der Chürfürstlichen Stadt | Meyntz, durch Iuonem Schöffer, | Anno M . D . XLVIII. | Rückseite leer. Vorseite von Blatt 23 die Schlussschrift wie oben, Rückseite leer. Folio, Titel und 23 gez. Blätter. Mainz Stadtbibliothek (* W 9 b ). Eine dieser beiden Ausgaben erwähnt Wflrdtwein, bibl. S. 184 nach Exemplar zu Amorbach. 110. DEr Römischen [ Kay. Mai. vnd | gemeyner Stend dess | heyligen Reichs ange = | nommene vnd bewilligte Cammergerichts Ordnung, | zu befürderung gemeynes nutzes, auss allen alten Cam = | mer- gerichts Ordnungen vnd Abschieden, jetzt vff dem I Reichsstag zu gedruckte Exemplare der Reformation ein (v. Recum a. a. 0. S. 182) und schrieb am Donnerstag nach Jacobi 1548 von Mainz aus wegen des Drucks des Augsburger Abschieds an den Kurfürsten von Mainz (v. Recum a. a. 0. S. 183—185). Am 3. August 1548 sandte Kaiser Karl V. dem Mainzer Kurfürsten die Reformation, wie er solche hier (mithin zu Augsburg) habe gedruckt ausgehen lassen und ersuchte denselben, solche dem Reichstagsab- schied beim Drucke einzuverleiben (van Recum, a. a. 0. S. 187). Der Druck der Hauptauf läge erfolgte nun vom Reichskanzleramt angeregt bei Ivo Schoeffer 1548 und zwar jedenfalls noch im August d. ,T. Eine weitere Ausgabe der declaratio S. C. Maj. quomodo in negotii) lieligionis per Imperium usque ad definitionem concilii generalis vivendum sit, in comitiis Augustanis anno 1548 proposita und der Reformatio in decla- ratione promissa, erschien hiQuarto auf 56 Blättern Coloniae Gennepaeus 1548. 220 — 221 — Augspurg, Anno Domini | M . D . XL VIII . von newem zü = | sammen gezogen, gemehrt vnd | gebessert . :c . | Christo Auspice | PLVS VL- TRA . | Holzschnitt: Kaiser zwischen Säulen, wie öfter | Cum Gratia & Priuilegio Imperiali, &c . | Gedruckt inn der Chürfürstlichen Stadt Meyntz, | durch Iuonem Schöffer . Anno | M . D . XLVIII . | Rückseite leer. Folio, 11 n. gez. Blätter + 1 leerem Blatt + 180 gez. Blätter, die Errata am Ende in kleinerer Schwabacher Type als der Text. Mainz Stadtbibliothek (* W 9 b ). 111. Dasselbe, andere Ausgabe, abweichend im Satze, 176 gez. Blätter, ohne Errataverzeichniss am Ende. Mainz Stadtbibliothek (a 157 defect im Inhaltsverzeichniss). 112. AVREA BVLLA | CAROLI QVARTI ROMANO -- | RVM IMPERATORIS, | & Regis Bohemiae, &c . | Omnipotens aeterne Deus spes unica mundi, Qui coeli fabricator ades, qui conditor orbis, Tu populi memor esto tui, sie mittis ab alto etc. (14 Verse). Cum Gratia & Priuilegio Imperiali, &c . | MOGVNTIAE EXCV- DEBAT ! IVO Schoeffer, Anno Domini | M . D . XLVIII . | Rückseite leer. Blatt 1 grosser Initial J. Polio, 2 n. gez. Blätter -f- 26 gez. Blätter, grosse Antiquatype. Blatt 26: Errata, Rückseite von 26 leer. Mainz Stadtbibliothek (5 f 390). Catalog Antiquariat Rosenthal-München 70, 3, 4554. 113. Römischer kaiserlicher Maiestat vnd des heiligen Reichs sondere Constitutiones auff etlichen hieuor gehaltenen Reichsstagen vfl'gericht vnd beschlossen etc. Mainz Ivo Schoeffer 1548. Polio. QueUe: Unbekannt. Handschriftlicher Zusatz in Bodmanns Handexemplar von Wttrdt- wein, bibl. Moguntina von dessen Hand. Die Ausgabe selbst ist auch nach 102 und 103 vorauszusetzen. 114. DEr Römi= | sehen Key= j serlichen Maiestat | Ordnung vnd Reforma= | tion, guter Pollicey, zu | befürderung dess gemey- | nen nutz, vff dem Reiehsstag zu Augspurg, | Anno Domini M . D . XLVHI. vffgericht. | Christo Auspice | PLVS VLTRA . | Holzschnitt: Kaiser zwischen Säulen, wie öfter | Cum Gratia et Priuilegio Imperiali . | Gedruckt inn der Churfürstlichen Stadt Meyntz, | durch Iuonem Schöffer, im Jare | M . D . XLVIII . | Rückseite leer. Auf dem vorletzten Blatt Vorseite Holzschnitt: Reichsadler | und 221 — 222 — die Schlussschrift: Gedruckt inn der Churfürstlichen Stadt | Meyntz, durch Iuonem Schöffer, im | Jare, M . D . XL VIII . | Rückseite leer. Folio, Titel + 34 gez. Blätter -f- 1 n. gez. leeren Blatt, jedes Blatt mit der Ueberscluift: Pollicey 1548 . zu | andere Seite: Augs- purg vft'gericht . | Mainz Stadtbibliothek (a 157). Schaab I, S. 610 n. 292. 115. ACTA ET DE = | CRETA SYNODI DIOECESA- [ nae Mogunt . praesidente Reuerendissimo in Christo Pa - | tre, et Ampliss. Principe, Domino D. Sobastiano, Ar- | chiepiscopo Moguntino, Sacri Rom . Imperij per Ger- | maniam Archicancellario, et Principe Electo- | re, etc . celebratae decima nona dieNoueni- | bris, Anno M.D.XLVII1. | Holzschnitt: Alliancewappen Mainz - v. Heusenstamm, oben darin die Zahl 1548 j Cum Gratia & Priuilegio, &c . | MOGVNTIAE, Excudebat Iuo Schoeft'er, | Anno M . D . XL VIII . | Rückseite leer. Folio, Titel +11 gez. Blätter, Rückseite des letzten leer. Blatt 11 Vorseite steht: Actum & Conclusum Moguntiae apud Ecclesiam | Metropolitanam in Amplissimo Synodi Consessu, & | mox in eiusdem Ecclesiae Choro publicatum, nulla inte= ] rim Mysticorum Sacrorum & Ceremoniarum more atqz | instituto Maiorum consueta Solennitate prae- termissa, | Anno Domini M . D . XLVIII . die vicesima quar- | ta No- uembris . | Rückseite leer. Grössere Antiquatype. Mainz Stadtbibliothek (a 148 und a 154), Darmstadt Hofbibliothek, an Handschrift Nr. 200 angebunden, mit colorirtem Titelholzschnitt. Würdtwein, bibl. S. 185 nach Exemplar im Frankfurter Dom. — Moufang, Mainzer Katechismen S. 64. — Schaab I, S. 609 n. 290. 1549. 116. SACRAE CAESA= | REAE MAIESTATIS DECLA- | RATIO , QVOMODO IN NE - | gocio Religionis per Imperium usqz ad definitionem | Concilij generalis uiuendum sit, in Comitiis Au- | gusta- nis XV . Maij, Anno M . D . | XLVIII . proposita, et publi - | cata, et ab omnibus Imperij | ordinibus recepta . | Lindenblättchen | Christo Auspice | PLVS VLTRA . | Druckermarke | Cum Gratia et Priuilegio Imperiali. | MOGVNTIAE, | Excudebat IVO SCHOEFFER, | Anno M . D . XLIX . | Grossquarto, 1—27 gez. Seiten, letzte Seite leer. 1 ) Leipzig Univ.-Bibl. v. Recum, Einzelne Betrachtungen aus der Geschichte Deutschlands, S. 104 Note (vollständiger Titel). — Würdtwein, bibl. S. 188. — Catalog Rosenthal - München 70, 1, 43 n. 675. 1) Mittheilung aus Leipzig. 222 — 223 — 117 DEr Komischen | Kaiserlichen Maiestat | Erklärung, wie es der Reli= | gion halben, imm Heyligen | Reich, biss zu Ausstrag dess | gemeynen Concilij gehalten | werden soll, vff dem Reiches* | tag zu Angspurg, den XV. Maij, im M . D . XL VIII . | Jar publiciert vnnd eröffnet, vnnd von ge= | meynen Stenden angenommen . | Christo Auspice | PLVS VLTRA . | Holzschnitt: Kaiser zwischen Säulen, wie öfter | Cum Gratia & Priuilegio Imperiali . | Am Ende: Gedruckt inn der Chürfürstlichen Stadt | Meyntz, durch Iuonem Schöffer, iili | Jare, M . D . XLIX. | Grossquarto, 36 Blätter mit den Signaturen A — J.') München k. Hof- und Staatsbibliothek. Würdtwein, bibl. S. 190 ohne Angabe des Druckers nach Exemplar der Mainzer Seminarbibliothek. — v. Recum, Einzelne Betrachtungen S. 104 Note (vollständiger Titel), — Schaab I, S. 614, n. 307. 118. Formula reformationis per Caesaream Majestatem statibus Ecclesiasticis in Comitiis Augustanis ad deliberandum proposita etc. Moguntiae exeudebat Ivo Schoeffer. 0. J. (1549). Quarto. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. S. 189. 119. Römischer Keyser= | lieber Maiestat, | vnd dess Heyligen Reichs Landtfriden, | auff dem Reichsstag zu Augspurg declariert, er = neüwert, auffgericht, vnd beschlossen, | Anno Domini M. D . XLVIII Christo Auspice | PLVS VLTRA. | Holzschnitt: Kaiser zwischen Säulen wie öfter | Cum Gratia & Priuilegio Imperiali . | Gedruckt inn der Chürfürstlichen Stadt Meyntz, | durch Iuonem Schöffer, im Jare, | M. D . XLIX . | Blatt 23: Gedruckt inn der etc. wie auf dem Titel. Quarto, Titel + Blatt 1 — 23 (Bogen A —F).2) München k. Hof- und Staatsbibliothek. Würdtwein, bibl. S. 190 ohne Angabe des Druckers nach Exemplar der Carmeliter in Frankfurt. — Schaab I, S. 614, n 306. 120. DEr Römischen | Kay . Mai . vnd | gemeyner Stend dess | hoyligen Reichs ange= | nommene vnd bewilligte Cammergerichts Ordnung, | zu befürderung gemeynes nutzes, auss allen alten Cam= | mer- gerichts Ordnungen vnd Abschieden, jetzt vff dem | Reichsstag zu Augspurg, Anno Domini | M . D . XLVIII . von newem zu = | sammen gezogen, gemehrt vnd | gebessert . etc . | Christo Auspice, | PLVS VLTRA . | Holzschnitt: Kaiser zwischen Säulen, wie öfter | Cum Gratia & Priuilegio Imperiali, &c . | Gedruckt inn der Chürfürstlichen Stadt Meyntz, | durch Iuonem Schöffer. Anno | M . D . XLIX . | 1) Mittheilung aus München. 2) Desgleichen. 223 — 224 — Die Schlussworte der Ordnung lauten: Geben vnd gesche = | hen in vnser vnd dess heyligen Reichsstatt Augspurg, | auff den letsten tag dess Monats Junij, nach Christi | vnsers lieben Herrn Geburt im fünff- zelienhundert | vnd acht vnd viertzigsten | .. . vnd vnserer Reich im drei | vnd dreissigsten Jaren . | Quarto, 11 n. gez. Blätter + 1 n - E ez - weissem Blatt + 178 gez. Blätter (Bogen A — Z, a - z, aa) und noch zwei Blätter. 1 ) München k. Hof- und Staatsbibliothek, germanisches Museum in Nürnberg. Würdtwein, bibl. S. 187—188 nach Exemplar der Gräflich Ostein'- schen Bibliothek. — Schaab I, S. 614 n. 304. 121. AVREA BVLLA | CAROLI QVARTI ROMANO- | RVM 1MPERATORIS, | & Regis Bohemiae, &c . | Omnipotens aeterne Deus spes imica mundi etc. (14 Verse, wie in voriger Ausgabe). Cum Gratia & Priuilegio Imperiali, &c . | MOGVNTIAE EXCV- DEBAT | IVO Schoeffer, Anno Domini | M . D . XLIX . | Rückseite leer. Folio, 2 n. gez. Blätter -4- 25 gez. Blätter -f- 1 leeren Blatt. Mainz Stadtbibliothek (a 157), Leipzig Sammlung Klemm. Würdtwein, bibl. S. 189 (als Quarto). — Klemm, Catalog S. 65 n. 126. — Schaab I, S. 615, n. 309. 122. Römischer Keyserli= | eher Maiestat, und | dess heyligen Reichs sondere Con = | stitutiones, vff ertlichen, hiouor, gehal = | tenen Reichsstagen vö'gericht | vnd beschlossen, je | Mainz Ivo Schoeffer 1549. Folio, 26 Blätter. Leipzig Sammlung Klemm. Würdtwein, bibl. S. 189. — Klemm, Catalog S. 65 n. 127. — Schaab I, 614 n. 305. — Catalog Antiquariat Rosenthal-München 70, 3, 4554. 123. Der Rom. Kays. M. Ordnung und reformation guter Polli- cey etc. Mayntz Ivo Schoeffer 1549. Folio. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. S. 189 nach Exemplar in der Abtei Arnsburg, aber dem Johann Schoeffer zugeschrieben. 124. Johann Dietenberger, Catechismus. Evangel. Bericht und ohrist. Unterweisung des fünemlichsten Stück des christl. Glaubens. Meyntz Iuo Schoeffer 1549. Duodez. Mit vielen Holzschnitten. Sechste Mainzer Ausgabe. Quelle: Unbekannt. I) Mittheilung aus München. 224 — 225 — Wedewer, Dietenberger S. 480. — Catalog Antiquariat Rosenthal- München XXXVII, 51 n. 1034. Preis 18 M. 125. EROTEMATA | TRIVII . | HOC EST, | GRAMMATICAE, | DIALECTICAE, | RHETORICAE, | Quaestiones, Ex doctissimorum no- stri seculi uiro = | rum libris, in puerorum usum congestae, Per | JOAN. SPANGENBERG . | Herdesianum, apud Northusia» | nos Verbi Dei mi = | nistrum . | Kleinste Druckermarke | Excusum Anno M. D. XLIX. | Roth - und Schwarzdruck.*) Kleinoctavo, 3 n. gez. Blätter + 175 gez. Blätter -f- 13 n. gez. Blätter Register, Text Cursivantiqua, Vorwort Antiqua. Mit einem Holzschnitt Blatt 79 Rückseite. Mainz Stadtbibliothek (a 21). 2) 126. STATVTA CON* | SISTORIALIA IVDICIORVM SPI= | ritualium Inclitae Cinitatis & Dioecesis Moguntin . per | Reuerendissi- mum in Christo Patrem, atqz amplissimum | Principem & Dominum, Dominum Sebastianum diui- | na gratia Archiepiscopum Moguntin . Sacri Romani | Imperij per Germaniam Archicancellarium, Principem | Electorem, iam recens reformata, & in iustum or- | dinem redacta: Adiunctis in Judicio proce- | dendi modo, atqz omnium processuum | taxis, Necnon plaerisqz alijs quae | in veteribus Statutis de- | sideran- tur . | Holzschnitt: Wappen Mainz-v. Heusenstamm wie in den Statuten 1548 aber ohne die Jahrzahl 1548 oben | MOGVNTIAE, | Excudebat Iuo Schoeffer, Anno | M . D . XLIX . | Rückseite leer. Folio, Titel + 28 gez. Blätter + 1 n. gez. Blatt Errata, Rückseite des letzten Blatts leer. Mainz Stadtbibliothek (dreifach vorhanden, wovon ich a 147 und a 157 benützte). Würdtwein, bibl. S. 188. — Schaab I, S. 614 n. 308. 127. Brevis iustitutio ad Christianam Pietatem, secundum doc- trinam catholicam, continens: explicationem Symboli Apostolici, Ora- tionis Dominicae, Salutationis Angelicae, Decem Praeceptorum, Septem Sacramentorum. Ad usum puerorum nobilium, qui in Aula reverendiss. in Christo patris et amplissimi principis et Domini, Domini Sebastiani archiepiscopi Moguntin. et principis electoris etc. erudiuntur. Per R. in Christo patrem ac D. D. Michaelem Episcopum Sidoniensem et suffra- ganeum Mogunt. Moguntiae excudebat Ivo Schoeffer Anno MDXLIX. Roth- und Schwarzdruck. Am Ende: Moguntiae excudebat Ivo Schoeffer An. MDXLIX. Grosse lange Druckermarke. 1) Eine weitere Auflage erschien nach dem Index librorum prohibi- torum 1551, ob aber zu Mainz, ist nicht erwähnt. Reuscli, indices S. 111. 2) Johann Spangenberg (f 1550) ist der Musiker dieses Namens, seine Questiones musicae in usum scholarum Northusianae erschienen Wittenberg o. J. (1536). F6tis, biographie VIII, 75. vgl. Goedeke, Grundriss I, 180. 225 Beiheft 9. 15 — 226 — Octavo, 78 gez. Blätter, mit 23 Holzschnitten. Catechisnras Michael Heldings für den Unterricht der Edelknaben am Mainzer Hofe, von dessen grossem lateinischen Catechismus verschieden. Erste Mainzer Ausgabe.') Quelle: Unbekannt. Moufang, Mainzer Katechismen S. 69 Note 1 (dessen Titel hier wiederholt). — Würdtwein bibl. S. 189 nach Exemplar im Frankfurter Dom. — Schaab I, S. 615, n. 312. — Catalog Antiquariat Rosenthal- München XXXVI, n. 962- Preis 27 M. — Moufang, Katholische Katechismen S. 365 Note. — Marchand, histoire de l'imprimerie Supplement Mercier S. 30. 128. DIALECTICA | IOANNIS | CAESAR1I, PO- | STREMO IAM AB IPSO AV= | tore diligentior recognita, atqz locuple= | tior quam anteä reddita . | Cui adiecimus Joannis Murmellij 2 ) Isagogen in decem | Aristotelis Praedicamenta . | PRAETEREA ACCESSIT | Trac- tatus de decem Praedicamentis, ex Diui Seuerini Boe= | thij de TRI- NITATE libro, per Joan- | nem Caesarium in compendium contractus, | et scholijs illustratus. j Kleinste Druckermarke | MOGVNTIAE, | ANNO M . D . XLIX . | Rückseite leer. Dem Wilhelm von Rift'ensteyn wie die vorigen Auflagen gewidmet. Zweite Mainzer Auflage. 1) Heldings grosser Katechismus erschien mit folgendem Titel: CON- STITV | TIONES I CONCILII PROVINCIALIS | MOGVNTINI, I Sub Reue- rendiss. in CHRISTO Patre | & Ampliss. Principe & Domino, Dn. SE | BASTIAN 0 Archiepiscopo Mogun | tino, Sacri Roma. Imperij per Germani - | am Archicancellario & Principe Electo- | re &c. sexta Maij, Anno Domini | M.D. XLIX . celebrati . | His accessit | INSTITVTIO AD | pietateni Christianam, seeudum Doctri- | nam catholicam, complectens Explica- | tionem Symboli Apostolici, Orationis | Dominicae, Angelicae Salutationis, De - | calogi, & Septem Sacramentorum . [ Moguntiae, M . D . XLIX . | Mit Titeleinfassung. Auf der Rückseite des Titels das Druckprivileg, worin unten das Mainz - v. Brendel Wappen in Holzschnitt. Folio, 8 n. gez. Blätter + CCLXVII gez. Blätter + t n. gez. Blatt, dessen Vorseite leer, auf der Rückseite die Pelicandruckmarke Bekems. Auf der Rückseite des vorletzten Blatts: MOGVNTIAE | APVD D. VICTOREM, ADMODVM I diligenter exeudebat Franciscus Behem Typogra- phus . | Mense Septembri, Anno | M . D . XLIX. | Laus & gratiarum actio Deo Opt. Max. | Mainz Stadtbibliothek. Würdtwein, bibliotheca Moguntina S. 185. — Widmann, Franz Behem S. 84 n. 10. — Catalog Antiquariat Rosenthal-München 72, 125 n. 1899. Preis 15 Mark, vgl. Moufang, Mainzer Katechismen S. 65. — Joannis, rerum Mogunt. III, S. 3'2. — Ueber Wigands Angriffe auf diesen Katechismus vgl. Adaini, vitae theologorum. Frankfurt 1756. Folio. S. 288, der (S. 294) ausdrücklich diesen den Mainzer Concilstatuten angehängten Katechismus als Ursache der Angriffe Wigands bezeichnet. 2) Ueber Johann Murmelius vgl. Goedeke, Grundriss IL Aufl. I, 422. — D. Reichling, Johannes Murmelius. Sein Leben und seine Werke. Freiburg-Baden 1880. — Zeitschrift für Geschichte und Alterthumskuude West- phalens. 1840. 3, 113. 226 — 227 — Kleinoctavo. Zweierlei Antiquaeursiv. Mainz Stadtbibliothek (3. m. 186 cl , das Exemplar hat 8 n. gez. Blätter, bricht aber mit der gez. Seite 342 des Textes defect ab). 1550. 129- Hofmeisterus Jo. l ) Loci communes remm theologicarum, quae hodie in controversia agitantur, ad regulam et consensum catholicae ecclesiae e S. Patrum sententiis confecti. Moguntiae Excudit Ivo Schoeffer. 1550. Am Ende: 1549. Octavo. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. S. 190. — Schaab I, S. 617 n. 321. — Andere Ausgaben sind 0. 0. 1547, Ingolstatt 1550 (Mainz Seminarbibliolhek) und Ingolstatt 1555. 130. BREVIS | INSTITVTIO AD CHRISTIA* | nam Pietatem, secundum Doctrinam | Catholicam continens. | SSymboli Apostolici, Orationis Dominicae, Salutationis Angelicae, » Decem Praeceptorum, Septem Sacramentorum. AD VSVM PVERORVM NO= | bilium, qui in Aula Reuerendiss. in Christo | Patris, et amplissimi Principis et Domini, | Domini SE- BASTIANI Archiepiscopi | Moguntin. et Principis Electoris, &c. | eru- diuntur, conscripta . | Per R. in Christo patrem ac D. D. | Michaelem Episcopum Sidonien = | sem, et Suffraganeum | Mogunt . | MOGVNTIAE, | Excudebat Iuo Schoeffer, Anno 1550 . | Auf der Rückseite Holzschnitt: Alliancewappen Mainz - v. Heusenstamm. Blatt 2 Vorseite (Ajj) Holzschnitt. Kleinoctavo, Titel -+- 78 gez. Blätter, grosse Antiquatype, + 1 n. gez. Schlussblatt, auf dessen Rückseite die grosse lange Druckermarke. Blatt 78 Rückseite: MOGVNTIAE, | Excudebat Iuo Schoeffer, | Anno M . D . L . | Mit zahlreichen Holzschnitten. Zweite Auflage des Mainzer Edelknabencatechismus Heidings. Mainz Stadtbibliothek (a 17). Moufang, Mainzer Katechismen S. 69 Note 1. — Archiv für hessische Geschichte III, 2,19 nach Weisslinger, catalogus (Strassburg) S. 190. 131. Erasmi Roterdami Opus de conscribendis epistolis. Joannis Ludou. Viuis Valentini Libellus vere aureus. Conradi Celtis Metho- 1) Lieber den Augustiner Johann Hoffmeister vgl. Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins. Neue Folge VI, 172 f. — v. Druffel, Der Elsässer Augustinermönch Jon. Hoffmeister und seine Correspondenz mit dem Ordensgeneral liier. Seripaudo. München (Abhandlungen der Academie) 1878. 227 15* — 228 — dus . Clmstophori Hegendorphini Epifhome je . Moguntiae Ivo Schoef- fer 1550.1) Quelle: Unbekannt. Kleinoctavo, Titel und Vorwort 2 Blätter + 574 gez. Seiten + leerem Blatt und weiterem leeren Blatt, auf dessen Rückseite die grössere Druckermarke, Cursivantiqua. Leipzig Sammlung Klemm, Darmstadt Hofbibliothek (C/2869). Klemm, Catalog S. 433 n. 912. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, 18 nach Hirsching, Versuch IV, 164, wonach ein Exemplar in der Nürnberger Stadtbibliothek — Murr, memorabilia bibliothecarum Norimbergensium II, S. 299 n. 139. 132. Novum Testamentum latinum Erasmi Rot. editio postrema cum concordantiis, c. calendario Romano etc. Moguntiae Ivo Schoef- fer 1550. Octavo, 24 n. gez. Blätter + 820 gez. Blätter -f- 2 n. gez. Blätter. Mit drei Druckermarken und vielen Holzschnitten. Quelle: Unbekannt. Catalog Antiquariat Rosenthal - München 70, 2, 207 n. 3054. Preis 18 M. Fehlt bei Masch, bibl. sacra HI, 601. 133. Caesarii Dialectica recognita et locupletata etc. Moguntiae Ivo Schoeffer 1550. Octavo. Dritte Mainzer Auflage. Quelle: Unbekannt. Archiv für hessische Geschichte III, 2, 18 nach Weisslinger, Ca- talogus (Strassburg) S. 37. — Catalogue de van de Velde I, 372 n. 4345. 134. IOANNIS | MVRMELLII RV- | REMVNDENSIS, VIRI DO= | ctissimi, PAPPA puerorum, unä cum certissi= | mis Syntaxeos praeceptionibus: Libellus pla = | ne aureus, iam recens recognitus, atqz | aliquot uocabulorum Chilia = | dibus, Adagijs, uerbo = | rumqz Copia au* | ctus . | Kleine lange Druckermarke | MOGVNTIAE | APVD IVO- NEM SCHOEFFER, | Anno M . D . L . | Rückseite leer. Herausgeber ist Gervasius Sopherus aus Breisach. Zweite Mainzer Ausgabe dieser Schrift. Kleinoctavo, 8 n. gez. Blätter + 222 gez. Seiten + leerem Blatt, Antiqua, die Ueberschriften in Schwabacher "Type. Seite 222: MOGVNTIAE, | EX OFFICINA IVONIS | Schoeffer, Anno ä | Christo nato, | M . D . L . | Mainz Stadtbibliothek (1. z b 1320"). 1) Eine andere Auflage erschien Mainz 1556. 8°. Institutio epistolanim scribendarum cum Erasmo, Vive et Celte. Ob Ivo Sckoeffers Erzeugniss? Scüunk, Beiträge III, S. -117. 228 — 229 — 1551. 135. ALgerus von der | Warheyt, des aller heylig = | sten Leibs vnd Bluts, vnsers Herren Jhe = | su Christi, verdeutscht durch Nico- laum | Hug Laudenburger . | II . Esdre . III . | Die Warheyt vberwindt alle dieng. | Holzschnitt | Gedruckt zu Meyntz, bei Iuo Schöffern, | Jm Jare | M . D . LI. | Am Ende: Anno 1550. | Quarto, CCXXI gez. Blätter. Dem Grafen Werner von Zimbern gewidmet.') Uebersetzung der Schrift Algers von Lüttich: De veritate corporis et sanguinis domini nostri Jesu Christi in sacramento Eucha- ristiae cum refutationibus diversis circa hoc haereseon. Ex recogn. Des. Erasmi Kot. Friburgi Brisg. Emmeus Juliac. 1530. (8 Blätter + 103 gez. Blätter Octavo). Mainz Stadtbibliothek (11. ii. 526), Mainz Seminarbibliothek, Darmstadt Hofbibliothek. Würdtwein, bibl. S. 193 nach Exemplar der Frankfurter Dombibliothek. — SchaabI, 619 n. 340. 136. KEyser Karl des fünff» | ten Newe Müntz Ordnung, | Sampt Valuierung der | Guldin vnd Silberin Müntzen, Vnd | darauff eruolgtem Keyserlichen Edict, | zu Augspurg, alles im Jar | M . D . LI . auff= | gericht vnd auss = | gangen. | Christo Auspice | PLVS VLTRA. | Holzschnitt : Reichsadler zwischen bekrönten Säulen, wie öfter | Cum Gratia & Priuilegio Imperiali. | Getruckt zu Meyntz, durch Iuonem SchöflFer. | Rückseite leer. Folio, Titel + 31 gez. Blätter, mit Münzabbildungen. 2 ) Mainz Stadtbibliothek (* Y 72). v. Zahn und Jaensch - Dresden, Versteigerungscatalog Sammlung Klemm S. 63 n. 966. — Periodische Blätter der Geschichts- und Alter - thumsvereine zu Cassel, Darmstadt, Frankfurt a. M., Mainz und Wiesbaden 1855 n. 4. S. 110 —111. 1) Wernher Graf von Zimbern ist Verfasser einer Chroniksammlung betreffend das Erzstift Mainz und die demselben untergebenen Bisthlüner bis 1555, vgl. Centralblatt für Bibl. V (1888) S. 311 über dessen Mainzer Chronik, wovon Exemplare in Weimar (Originalhs.), Pommersfelden, Mainz (zwei Abschriften), Wolfenbüttel, München (HabelsNachlass, ehedem Bodmann gehörig). Wernhers Wormser Bisehofschronik in deutscher Sprache befindet sich in der fürstlich von Fürstenbergischen Bibliothek zu Donaueschingen, vgl. Kapp, Geschickte des deutschen Buchhandels, I, 812 Note 32. 2) Eine amtliche provisorische Ausgabe ist: Kaiser Karl des fünfften | Newe Müntzordnung, | Sampt Valuierung der | Gulden vnd Silberin Müntzen, Vnd | darauf!' eruolgtem Kaiserlichen Edict, | zu Augspurg, alles im Jar | M . D . LI. auf ■- | gericht vnd auss | gangen . | Holzschnitt: Reichsadler zwischen zwei bekrönten Säulen, an deren Mitte Spruchbänder, links: PLVS, rechts: VLTRA | von jedoch anderem Schnitt als in den Drucken Ivo Schoeffers | Cum Gratia & Priuilegio Imperiali. | Getruckt zu Augspurg, durch | Philipp Vlhart. | Rückseite leer. Blatt 2 (Ajj) beginnt die Ordnung. Folio, 30 n. gez. Blätter, mit Münzabbildungen auf der Rückseite von Blatt 29. Mainz Stadtbibliothek (a 176). 220 — 230 — 137. DIALECTICA | CHASPA = | RI RHODOLPHI | NATIONE SVEVI, APVD ] nobile Marpurgum eam artem profiten = | tis, ab Autliore diligenter reco= | gnita, et locupletata . | ADCESSERVNT DE PRAE = | DICAB1LIBV8, PRAEDICA* | mentis, Finitionibus, et Diuisionibus, Propositionibus, | Argumentationibus, Locis tarn Sopliisticis quam Dia | lecticis Tabulae dilucidae: Vsus praeterea ac uia paran | dae Copiae: ex locis Dialecticis: In fine de Ra= | tione disputandi Ludouici Viuis Libellua non inutilis. | Kleinste Druckermarke | MOGVNTIAE ANNO M . D . LI . | Dem Professor August Sebastian Nutzaenus in Marburg gewidmet Marburg VIII idus Julias 1534. Sedez, mit einer Doppeltabelle, Antiquacursiv. Mainz Stadtbibliothek (a 5, defect, nur 59 n. gez. Blätter bis Signatur H 3 ). 138. Johann Dietenberger, Catechismus. Evangel. Bericht und christliche Unterweisung der fürnemlichsten Stück des christlichen Glaubens. Meyntz Ivo Schoeffer 1551. Duodez, mit Holzschnitten. Siebente Mainzer Auflage. Quelle: Unbekannt. Moufang, Mainzer Katechismen S. 34. — Wedewer, Dietenberger S. 480. — Catalog Antiquariat Rosenthal - Mönchen XXXVII, 51 n. 1035. Preis 6 M. 139. ABschiedt Der | Rom. Keys. Majest. vnd ge= | meiner Stend, vff dem Reichsstag zu Aug= | spurg vffgericht, Anno Domini | M . D . LI . | Holzschnitt: Reichsadler zwischen zwei Säulen | Gedruckt inn der Chürfürstlichen Stadt Meyntz, durch Iuonem Schöffer, im | Jare, M . D . LI . | Cum Gratia et Priuilegio Imperiali. | Rückseite leer. Folio, 2 n. gez. Blätter + 37 gez. Blätter + 1 leeren Blatt. Mainz Stadtbibliothek (a 157, * W 10 und * W 10»), Leipzig Sammlung Klemm, Wernigerode fürstlich Stolbergische Bibliothek. Würdtwein, bibl. S. 193. — Klemm, Catalog S. 65 n. 128. — Schaab I, 619 n. 339. 140. Titi Liuij dess | aller Redsprechsten vnd Hochbe= | rümpsten Geschichtschreibers, Römische Historien, | jetzundt mit gantzem fleiss besichtigt, gebessert vnnd gemehret . | Welche allen Rittermessigen, Gewaltigen, Regierern der Landt vnd | Stett, so sich inn Tugent, Mannheyt, oder Ritterlichen thatten | vnderstehn zu üben, nit alleyn zu lesen lüstig, sonder jnen, auch | eynem jeden menschen gemeynes standts, vast nütz= | lieh, vnnd zu wissen noth seindt 7c~e. | Holzschnitt aus vier Stöcken bestehend | Getruckt inn der Chürfürstlichen Statt | Meyntz, durch Iuonem Schöffer, | im Jare | M . D . LI. | Rückseite leer. Mit dem Specialtitel nach Blatt CCCCL: Das vierdt theyl | der Römischen historien, | auss fünff büchern Titi Liuij im la = | tein newlich 230 — 231 — erfunden, vnd verteilt = | sehet, zwey durch Nicolaum Car = | bachium, die ander drey | durch Jacobum | Micyl = | lum . | Lindenblättchen | Mit Einfassung. Rückseite leer. Folio, 11 n. gez. Blätter + 1 n. gez. Blatt Holzschnitt + CCCCL gez. Blätter. Der vierte Theil hat -Titel + XCIII Blätter mit neuer Foliirung. Die Widmung an Kaiser Max I. ist vorhanden. Achte Mainzer Auflage. Mainz Stadtbibliothek (1. 0. 355), Leipzig Sammlung Klemm. Würdtwein, bibl. S. 193. — Klemm, Catalog S. 483 n. 913. — Schaab I, 619 n. 341. — Goedeke, Grundriss I, 289. 141. P. Ouidij Nasonis dess aller Sin= | reichsten Poeten Meta- morphosis, Das | ist von der wunderbarlicher Verenderung der Gestalten der Menschen, | Thier, vnd anderer Creaturen . zc . Jederman lüstlich, besonder aber allen Malern, | Bildthauwern, vnnd der gleichen allen Künstnern nützlich, Von wegen | der ertigen Inuention vnnd Tichtung. Etwan durch den | Wolgelerten M. Albrechten von Halberstatt in Reime | weiss verteutscht, Jetz erstlich gebessert vnd mit Fi = | guren der Fabeln gezirt, durch Georg | Wickram zu Colmar zc . | Epimy- thium | Das ist | Der Lustigen Fabeln des obgemeltes buchs Ausslegung, jeder | man kurtzweilig, vornemlich aber allen Liebhabern der | Edeln Poesi stadtlich zu lesen, Gerhardi | Lorichij Hadamarij . | Getruckt zu Meyntz bei Iuo Schöffer mit Keyserlicher Ma= | iestat Gnad vnd frei- heyt nit nach zu Trucken . je . j Anno . M . D . LI . | ! ) Mit Titelholzschnitt. Folio, 10 n. gez. Blätter + 155 gez. Blätter. Zweite Auflage, mit 48 Holzschnitten und vielen Zierleisten. Wernigerode fürstlich Stolbergische Bibliothek (Pe 311), Leipzig Sammlung Klemm, Berlin kön. Bibl. Ebert, allgem. bibliogr. Lexicon II, S. 281 n. 15555. — Klemm, Catalog S. 66 n. 129. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, 19 f. — Ebenda II, 498. — Degen, Literatur der Uebersetzungen der Römer II, 156 —158. — Goedeke, Grundriss I, 87. — Catalog Antiquariat Rosenthal-München XL1I, 117 n. 840. Preis 60 M.— Weitere Auf lagen erschienen Frankfurt 1581 (Goedeke II, 462) und Frankfurt J. Sauer 1609 in Quarto, beide mit Holzschnitten des Virgil Solis. 142. Erasmi Roterodami novum testamentum. Moguntiae 1551. Octavo. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. S. 194 nach Exemplar im Mainzer Seminar (nicht mehr vorhanden). 1552. 143. Des heyligen Römischen Reichs Ordnungen. Die gülden bulla, sampt aller gehaltner Reichstag abschieden, besonderlich auch 1) Mittheilung aus Wernigerode. 231 — 232 — die artickel und Ordnungen, so je zu zeiten uffgericht, das kayserlich Regiment, Chammer gericht und den landfrieden belangend etc. jetzt auffs new (nach dem rechten waren original mit höchstem fleiss colla- tionirt und conferirt) alle zusammen getruckt und an tag geben, damit die meniglich bekundigt und gemeyn werden mögen etc. — Erklärung des landfriedens, so zu Nürnberg im Jahr 1522. uffgericht. Sampt Römischer kayserlicher Majestät missive an alle Fürsten und oberkeyten eyns jeglichen kreyss was sie daruff zwischen iren des kreyss mit verwandten fürnemen und handeln sollen. Vormals im truck nie aussgangen, jetzundt hierzu gethon. Sampt einem gnugsam anzeyglichen register, alles inhalts hierinn begriffen. Am Ende: Inn der löblichen und churfürstlichen Statt Meyntz truckts Ivo Schöffer. Vollendet am zwentzigsten tag Januarii als mann zalet nach der geburt unsers lieben herrn Jesu Christi . M . D . LH. | Folio. Dritte Mainzer Auflage. Wernigerode fürstlich Stolbergische Bibl. Würdtwein, bibl. S. 195 nach Exemplar zu Ilbenstatt. 144. Brevis Institutio ad pietatem christianam secundum doctrinam catholicam. Explicatio Symboli Apostolici, Orationis Dominicae etc. Accedit defensio autoris adversus calumnias cujusdam Matthiae Illyrici. •) Moguntiae J. Schoeffer 1552. Octavo, mit vielen Holzschnitten. Dritte Mainzer Auflage des Edelknabenkatechismus Heidings. Moufang, Mainzer Katechismen S. 69 Note 3. — Catalog Antiquariat Rosenthal - München XXXI, 71 n. 1442 b . Preis 20 M. 1555. 145. DEss aller Durch = [ leuchtigsten, Gross = I mechtigsten, Vn- überwindt= | liebsten Keyser Karls des fünfften, vnd dess Heyligen | Römischen Reichs peinlich Gerichts Ordnung, auff den | Reichsstägen zu Augspurgk vnd Regenspurg, in | Jaren dreissig vnd zwey vnd dreissig ge = | halten auffgericht vnd | beschlossen. | Christo auspice | PLVS VLTRA . | Holzschnitt: Kaiser zwischen Säulen, wie öfter | Cum GRATIA & Priuilegio | Getruckt in der Churfürstlichen Statt Meyntz, | durch Iuonem Schöffer, im Jar | M . D . LV . | Blatt 2 Rückseite Holzschnitt: Kaiser mit den Kurfürsten, wie öfter. Blatt 6 Rückseite: Holzschnitt: Christus im jüngsten Gericht, wie öfter. 1) Der Anhang bildet Heidings Antwort auf des Flacius lllyricus Angriffe 1549 —1550 auf dessen lateinischen Catechismus. Flacius antwortete wiederum mit der Schrift: Kurtze Antwort Flacii auf des Larven-Bischoffs von Sydon hohlhipperey, damit er seinen Antichristlichen Catechisinuin ver- theidigen will. vgl. Moufang, Mainzer Katechismen S. 60 Note 3. Köcher, Catechetische Geschichte der päpstlichen Kirche. Jena 1753. S. 27. — Hohl- hipperei ist Stichelei, Spötterei, cf. L. Frisch, deutsch - latein. Wörterbuch I, 462, 455. 232 — 233 — Am Ende: Ende des peinlichen ITalssgericlits . | Gedruckt zu Meyntz bey Iuo Schöffer, | als man zalt nach der geburt Christi vnsers | Herrn, M . D . L . V . | Rückseite grosse lange Druckermarke. Folio, 6 n. gez. Blätter + 36 gez. Blätter.') Neunte Mainzer Auflage. Privatbesitz, Sammlung Klemm Leipzig. Catalog Klemm S. 66 n. 130. Ivo Schoeffers Erben. 1556. 146. Testamentum novum concordantiis illustratum (Erasmus Rotere! .) Moguntiae Wagner 1556. Am Ende: Moguntiae apud haeredes J. Schoeffer Anno 1556. Octavo, mit Holzschnitten. Quelle: Unbekannt. Catalog Rosenthal-München 70, 2, 208 n. 3070. Preis 15 M. 1557. 147. Titi Liuij dess | aller Redsprechsten vnd Hochbe | rhümptesten Geschiclitschreibers Römische Historien, jetzundt mit gantzem Flciss besichtigt, gebessert vnd gemehret. Welche allen Rittermässigen, Gewaltigen, Regierern der Landt vnd Stett, so sich in Tugend, Mannheyt oder Ritterliche Thaten vnderstehn zu üben, nicht allein zu lesen lustig, Sonder jhnen, auch einem jeden Menschen gerneynes Standts, vast nützlich, vnd zu wissen not seind. Getruckt in der Churfürstlichen Statt Meyntz durch Iuonis Schöffers selige Erben M . U . LVII. | Rothund Schwarzdruck, mit Titelholzschnitt, einen Krieger darstellend. Mit Specialtiteln zu den Theilen II und III. Am Ende: Gedruckt in der löblichen vnd Churfürstlichen Statt Meyntz, durch Iuonis Schöffers seligen Erben, vollendet am neundten tag des Mertzen, Als man zalt nach der Geburt vnsers lieben Herrn Jesu Christi MDL VII . | Rückseite lange Druckermarke. Blatt 2 AVid- mung an Kaiser Max I. Wernigerode fürstlich Stolbergische Bibl., Leipzig Sammlung Klemm. Folio, 558 Blätter, der Ausgabe 1541 ähnlich. Neunte Mainzer Auflage. 1) Eine spätere Auflage ist: Des aller durch | leuchtigsten, ... Keyser Karls des Fünfften, vnd des heyligen Rö = | mischen Reichs peinlich Gerichts Ordnung, auff den Reichsstägen zu Aug = | spurg vnd Regenspurg, in jaren dreissig vnd zwey vnd dreissig | ... beschlossen . | Mit Holzschnitt: Kaiser Karls V. Bild mit Umschrift. Am Ende: Getruckt zu Franckfurt am | Main, Durch Johann Raschen, | zum Bock . Anno M . D LIX. I Folio, mit Holzschnitten. Mainz Stadtbibliothek (a. 161). 233 — 234 — Heibig im Archiv für hessische Geschichte II, 499 nach dessen Exemplar. — Schaab I, 619 Note 4, I, S. 620 sowie III, S. 464. — Klemm, Catalog S. 403 n. 912. — Ebert, allg. bibliogr. Lexicon I, 1003. — Würdtwein, bibl. S. 193. — v. Zahn und Jaensch - Dresden Ver- steigerungscatalog Sammlung Klemm n. 870. — Goedeke, Grundrissl, 289. 1559. 148. Titi Liuij dess | aller Redsprechsten vnd Hochbe | rhümp- testen Geschichtschreibers, Rhömische Historien | ... . Gedruckt in der Churfürstlichen Statt Meyntz, | durch Iuonis Schöffers seligen Erben . | im Jare | M . D . LVII. | Am Ende: Gedruckt in der löblichen vnd | Churfürstlichen Statt Meyntz, durch Georgium | Wagner. Vollendet am neündten tag dess Jenners, | Als mann zalt nach der geburt vnsers lieben | Herren Jesu Christi M . D . LIX . | Folio, zehnte Mainzer Auflage, wohl nur Auf läge von 1557, der man ein neues Schlussblatt beifügte mit der Zahl 1559. Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog S. 67 n. 131. •) II. Druckwerke ohne Firma. 1537. 1. Newe zeitung vnd Kriegs handlung. DEs allerdurchleuch- leuehtigsten Grossmechtigsten Vnüberwindtlichsten Römischen Keyscrs . Karol des Fünfften ac . Was sich in disem siben vnnd dreissigsten jar, Key . Mai . Krieg halber, auff Wasser vnd Landt zutragen, inn Italia zu Neapolis in Bickardia, im Land zu Vngern vnd Kernten, Sampt der Victoria des sighafften Andre Dorea, Key . Mai . öbrister Guber- nator des Meres. Am Ende: Durch Johann Haselberg von Reychenow Costantzer Bischtums in truck verordnet. 1537. 0. 0. u. F. (Mainz Ivo Schoef- fer 1537.) Quarto, 8 Blätter mit Titelholzschnitt. Nürnberg, Besitz des Herrn v. Seheurl. Weller, deutsche Zeitungen n. 107. 1) Würdtwein, bibl. S. 207 erwähnt als in der Frankfurter Dombibliothek vorhanden gewesen: Citationes tres, una cum inhibitionibus insertis. Una Caroli V. Irnperatoris . Altera Pauli papae III. contra archiepiscopum Colo- niensem et ejus adhaerentes, Clero & universitati in causa religionis concessae. Tertia archiepiseopi Rossanensis Nuntii Apostolici contra Decanum et certos quosdam Canonicos summi templi Coloniensis. folio, 11 Blatt. Moguntiae exeudebat Ivo Schoeffer. Ohne Jahr (1545 —1546). 234 — 235 — 1540. 2. Der heiligen Messen | brauch, wie er in der alten Kyr = | clien vor tausend jaren | gewesen . | Aus S. Joan. Chrysostomo | verdeutscht, Mainz 1540. 0. F. (Ivo Schoeffer). Kleinquarto. Herausgeber ist Georg Wicelius. Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog S. 64 n. 119. 3. Compendio de las catorce decadas de Tito Livio por Luc. Floro, traducido en Castellano. Moguncia 1540. 0. F. (Ivo Schoeffer). Octavo. Quelle: Unbekannt. Ebert, allgem. bibliogr. Lexicon I, 611 n. 7696. — Archiv für hessische Geschichte III, 2, 12. 4. TYPVS ECCLE= | SIAE PRIO = | RIS. | Anzeigung, wie die heilig Kyrche | Gottes, inwendig siben vnd mehr hun = | dert jaren, nach vnsers Her« | ren Auffart, gestalt | gewesen sey . | Lindenblättchen | etc. | M . D . XL. | Rückseite leer. Am Ende: Hand Gedruckt Anno 1540. | Rückseite leer. Quarto, 4 n. gez. Blätter + XXXIX Blätter. 0. 0. u. F. (den Typen nach Ivo Schoeffer). Dem Erwählten von Fulda gewidmet von Georg Wicelius. Mainz Stadtbibliothek, Leipzig Sammlung Klemm. Klemm, Catalog S. 63 n. 118. — Kampschulte, de Georgii Wi- celii scriptis S. 19. Andere Ausgaben 1541, 1546 (Theilll), 1552, 1556 und 1558 Mainz, s. Kampschulte S. 19. 1545. 5. Prorogation vnnd | Erstreckunge dess | Reichsstags im Jar M . D . XLV . | in Wormbs gehalten, belangend die sach = | en vnnd Handlungen so daselbst erledigt | werden solten, Vnd auff den nechstkünff= | tigen Reichsstag gehn Regen = | spurgk Verschoben j sein zc. | Christo Auspice | PLVS VLTRA . | Holzschnitt: Kaiser zwischen Säulen, wie öfter | Cum GRATIA et Priuilegio Imperiali . ] Rückseite leer. Folio, Titel + 8 n. gez. Blätter, letzte Seite leer. 0. 0. u. J. und F. (Mainz Ivo Schoeffer 1545). Mainz Stadtbibliothek (a 157). Catalog Antiquariat Rosenthal - München 70, 3, n. 4554 (8 Blätter). . 1547. 6. Ein Schön New | gemacht Lied, von Gott | aufgesetzter Obrigkeit . | 1547 . | Im thon, Mag ich vnglück | nit widerston . | Kleeblättchen | Holzschnitt, Reichsadler zwischen Säulen. 235 — 236 — Octavo, 3 Blätter, zweite Seite leer. 0. 0. it. J. u. F. (Mainz Ivo Sclioeffer 1547). Göttingen Univ. -Bibl. (liist. eccles. rit. 56 b ). P. Waokernagel, Bibliographie des evangel. Kirchenlieds S. 219 n. DXXXV. III. Zweifelhafte Drucke. 1543. 1. Authore atqz auspice Christo . | Lindenblättchen IN CHRI- | STOPIIORVM QVENDAM | Buceriastrum, falsissimas Bucero | laudes affingentem, | Epigramma . | Dum mali laudantur, ad malitiam boni in- citantur , | MOGVNTIAE ANNO M . D . XLIII. | Rückseite leer. Quarto, 4 n. gez. Blätter. 0. F. Die Cursivantiqua ähnelt der Schoeffers, hat aber aucli viel Aehnlichkeit mit der Franz Behems in Mainz, so dass die Entscheidung, welchem derselben der Druck angehört, sehr schwer. Mainz Stadtbibliothek (a 82 und a 94). Catalog Antiquariat Rosenthal-München XLI, 109 n. 1812. 6 M. 2. Apologia | Alberti Pighii Cam | pensis aduersus Martini Buceri ca- | lumnias, quas & solidis argu | mentis, & clarissimis ra | tionibus con | futat. | Moguntiae, | Anno M . D . XLIII . Mense Martio . | Quarto. 0. F. Antiquatype, auch hier schwankt die Entscheidung zwischen Ivo Schoeffer und Franz Behem als Drucker. Mainz Stadtbibliothek (a 117). Würdtwein, bibl. S. 177 nach Exemplar im Frankfurter Dom. — Widmann, Franz Behem S. 104. Eine andere Ausgabe erschien 1543 Paris Viv. Gaultherot Duodez, 76 Blätter, mit Druckermarke. 3. DE MORI= | BVS VETERVM HAE= | reticorum: & quibus cum | illi hac aetate affinita* | tem habeant. | AVTHORE GE0RG10 | VVICELIO . | Paulus ait. | Oportet haereses esse inter vos, | vt qui probati sunt, mani = | festi fiant inter vos . [ Aüo . M . D . XXXVII . | Rückseite leer. l ) Octavo. 0. 0. u. F. Die Type hat Aehnlichkeit mit der Schoeffers, wesshalb Widmann, Behem S. 104 n. l a den Druck ohne weiteres Ivo Schoeft'er zuschreiben zu müssen glaubte. Mainz Stadtbibliothek (13. 0. 922). I) Eine andere Ausgabe ist: LIBELLVS | DE MORIBVS VETERVM | Ilaeruticorum, niuic denuo | ab authorereco« I gnitus | GEÜRGI1 VVICELI1. | I'AVLVSait: | OPORTET HAERESES ESSE | inter uos, ut qui probati sunt. | manifesti fiant inter uos . | L1PSIAE, | Nicolaus Vuolrab . | M . D . XXXVII . | Cum GRATIA & Priuilegio. | Rückseite leer. Duodez, mit den Signaturen Aij—Jv. Mainz Scminarbibliothek. 23U — 237 — 4. Gabrielis Biel historia Dominicae passionis . Moguntiae 1539. Quarto. Quelle: Unbekannt. Würdtwein, bibl. S. 172 ohne Angabe des Druckers. Schaab I, 597 n. 243. Unauffindbar für 1539. Diese Ausgabe dürfte Verwechslung mit der gleichen Schrift Mainz F. Heumann 1509 sein, welche ebenfalls Quarto ist. Würdtwein, bibl. S. 143. Exemplar Mainz Stadtbibliothek. 5. Notariatsbuch. Mentz im Jar M . D . XXXV. Würdtwein, bibl. S. 170 nach Exemplar im Liebfrauenstift ad gradus in Mainz ohne Druckerangabe. Schaab I, 593 n. 232. Unauffindbar und wohl Verwechslung mit Folgendem: Notariatbüch, Wes einem | Notarien oder Schreiber, aller seiner Prac | tic, in ieden Sachen, Contracten vnd ver | brieffungen, zu wissen, zu betrachten, zu uersehen, vnd fürzune- | men sei. Mit erklerung aller derselbigen Art vnd Eygen | schafften, Auch ieder Contracten vnnd Instru- | ment angehendsten Rechtlichen Cautelen | Doctrinen, Instruction, bestendig = | sten Formulen vn Exempeln . iz . | Cantzleibüch, Aller = | hand Missiuen vnd Schrifften | Formlich zu stellen . | Mit Keyserlichen Gnaden vnd Priuilegio, | Getruckt zu Franckenfurt am Meyn, Bei Christian Egen- olffen. | Am Ende: M : D . XXXV. Im Brachmonat . | Folio, 4 n. gez. Blätter + CV gez. Blätter. Mit Holzschnitten von H. S. Beham. Mainz Stadtbibliothek (n. 118 b ), welche auch Auflagen Frankfurt 1538 und 1546 besitzt. 6. Ruperti Abbatis Tuitiensis opera . Mogunt . 1531. Würdtwein, bibl. 162 ohne Format- und Druckerangabe nach Exemplar der Augustiner zu Mainz. Wohl Verwechslung mit der Ausgabe Mainz 1631 folio. Eine Ausgabe der Werke Ruperts v. Deutz 1531 ist unmöglich, da 1524—1529 zu Cöln noch Sonderausgaben erschienen. Klemm, Catalog S. 188 n. 388. — Rocholl, Rupert v. Deutz. Gütersloh 1886 S. 324. 237 Register der Druckwerke Ivo Schoeffers. I. Druckwerke mit Ort, Jahr und Firmaangabe. Abschiedt des Beiclistags zu Eegensburg. 1532- Nr. 7- S. 183- „ „ „ 1541. Nr. 64. S. 204. 1541. Nr. 65. S. 204. „ Speier. 1542. Nr. 70. S. 205. 1542. Nr. 71. S. 206. „ „ „ „ Nürnberg. 1542. Nr. 72. S. 206- „ Speier. 1544. Nr. 82. S. 210. „.„:»"„ Augsburg. 1548. Nr. 102. S. 216. , » „ » 1548. Nr. 103- S. 217. 1551. Nr. 139. S. 230. Acta et decreta synodi dioecesani Mogunt. 1548. Nr. 115. S. 222. Aesopi fabulae. 1534. Nr. 15. S. 187. 1536. Nr. 27. S. 192. Algerus von der warheyt des Leibs und Bluts Christi. 1551. Nr. 135. S. 229. Aurea bulla. 1549. Nr. 121. S. 224. ,. 1548. Nr. 112. S. 221. Joannis de Blanasco super titulum de actionibus. 1539. Nr. 48. S. 199- Caesaris Historien. 1532. Nr. 6. S. 182. Dialectica Joann. Caesarii. 1543- Nr. 75. S. 207. „ „ „ 1549. Nr. 128. S. 226. 1550- Nr. 133. S. 228. Cammergerichtsordnung. 1548. Nr. 110- S. 220. 1548. Nr. 111. S. 221. 1549. Nr. 120. S. 223- Campanus, de ingratitudine fugienda. 1532. Nr. 5. S. 182. Catechismus. I. Ausgabe. 1537. Nr. 33. S. 193. IL „ 1537. Nr. 34. S. 194. 1539. Nr. 52. S. 200. 1542. Nr. 68. S. 205. 1546. Nr. 92. S. 213- 1549. Nr. 124. S. 224. 1551. Nr. 138. S. 230. Catechisticum examen christiani pueri. 1540. Nr. 57. S. 202. , „ 1541. Nr. 62. S. 203. 238 — 239 — Celsus von beiderlei Medicine. 1541. Nr. 59. S. 202. 1547. Nr. 94. S. 214. De chyromantia libri tres. 1538. Nr. 47. S. 199. „ 1541. Nr. 60. S. 202. Römischer kaiserlicher Maiestat sondere Constitutiones. 1548- Nr. 113. S. 221. 1549. Nr. 122. S. 224. Declaratio sacrae Caesareae maiestatis. 1548. Nr. 104. S. 218- 1549. Nr. 116. S. 222. Erasmi Roterodami opus de conscribendis epistolis. 1550. Nr. 131. S. 227. Erklärung Römischer kaiserlicher Maiestät. 1548. Nr. 105. S. 218. „ , 1548. Nr. 106. S. 219. 1549. Nr. 117. S. 223. Flori de gestis Romanorum libri quatuor. 1540. Nr. 56. S. 201. , „ „ „ n „ 1547. Nr. 97. S. 215. Formnla reformationis. 1548. Nr. 107. S. 219- „ „ 1549- Nr. 118. 8.223- Latinissimorum colloquiorum formulae. 1536- Nr. 28. S. 192. 1537. Nr. 39. S. 196. 1542. Nr. 69. 8. 205. Von den übertrefflichsten frawen. 1533. Nr. 12. S. 186. Vier bücher Sexti Julii Frontini von den guten Ruthen. 1532. Nr. 4. S. 181. ii ii H r. i! » ii i) 'i 1537. INr. 41' . S. 197. In Galeni librum de artis medicae constitutione autore Hey 11. 1534. Nr. 19. S. 188. Peinliche Gerichtsordnung Kaiser Karls V. 1533. Nr. 9- S. 184. „ „ „ 1533. Nr. 13. S. 186. „ „ 1534. Nr. 17. 8.188. „ „ 1537. Nr. 38. 8. 195. „ „ 1542. Nr. 66. S. 204. „ „ 1543. Nr. 78. S. 208. „ „ 1545. Nr. 86. 8. 211. „ „ 1548. Nr. 101. S. 216 „ „ 1555. Nr. 145. S. 232. Ein gesprech eines erfarnen kriegsmanns. 1535- Nr. 24. S. 191. Bambergische Halsgerichtsordnung. 1536- Nr. 32. S. 193. 1538- Nr. 42. S. 197. „ „ 1543. Nr. 77. S. 208. Heiding, brevis institutio. 1549- Nr. 127. S. 225. „ 1550. Nr. 130. S. 227. „ , „ 1552. Nr. 144. S. 232. 239 — 240 — Hofgerichtsordnung des Erzstifts Mainz. 1544. Nr. 80. S. 209. Hofmeister, loci communes. 1550. Nr. 129. S. 227. Isingius quaestiones. 1547. Nr. 98. 8. 215. Landfriden auf dem Reichstag zu Augsburg declarirt. 1548. Nr. 108. S. 220. » „ « » 1548. Nr. 109. S. 220. 1549. Nr. 119. S. 223. Die Lehenrecht verteutscht. 1531. Nr. 2. S. 180- Liturgia S. Basilii. 1546. Nr. 89- S. 212. Livius deutsch. 1533- Nr. 10- S. 185. 1538- Nr. 43. S. 198. 1541. Nr. 63- S. 203- 1546. Nr. 90. S. 213. „ „ 1551. Nr. 140. S. 230. 1557. Nr. 147. 8. 233. 1559. Nr. 148. S. 234- Martialis epigrammata. 1538. Nr. 46. 8. 199. Kaiser Karls V. neue Münzordnung. 1551. Nr. 136- 8. 229. Joannis de Muris arithmeticae speculativae libri duo. 1538. Nr. 45. S. 198. Joannis Murmellii dialectica. 1548. Nr. 99. S. 215- „ B pappa puerorum. 1540. Nr. 55. S. 201- 1550. Nr. 134. S. 228. Nausea de terrae motu responsum. 1531. Nr. 3- S. 181. „ in divam Catharinam funebris oratio. 1536. Nr. 30. S. 193. Ordnung und Reformation guter Policei. 1548. Nr. 114- S. 221. „ „ „ „ „ 1549. Nr. 123. S. 224. Des heiligen Reichs Ordnungen, wie es der Religion halben gehalten werden soll. 1533- Nr. 11. S. 186- „ „ Reichs Ordnungen :c. 1543. Nr. 76. S. 207. „ „ 2C. 1545- Nr. 85. S. 210. 2C. 1552. Nr. 143. S. 231. Ottonis Senonensis summa de ordine iudiciorum. 1536. Nr. 25. S. 192. Summa Othonis de interdictis ic. 1536. Nr 29. S. 193. Ovidii Nasonis metamorphoses. 1545- Nr. 88. S. 212. „ „ „ 1551. Nr. 141. S. 231. Piacentini in summam institutionum libri HH. 1535. Nr. 22. S. 190. „ de varietate actionum libri sex. 1537. Nr. 35. 8. 195. In codicis Justiniani summa Piacentini. 1536. Nr. 24". S. 191. Ein Verantwortung Podagrae. 1537. Nr. 37. S. 195. 240 — 241 — Podagrae ludus. 1537. Nr. 41. S. 196. Von den Welschen purppeln. 1533. Nr. 8". S. 184. Aymarus Rivallius civilis historiae iuris libri V. 1532. Nr. 8. S. 183. » ■> 1533. Nr. 14. S. 187. , „ „ 1539. Nr. 51. S. 200. Rodolphi dialectica. 1551. Nr. 137. S. 230. Scipio Luciani carmine elegiaco redolitus. 1544. Nr. 83. S. 210- Spangenberg, erotemata trivii. 1549. Nr. 125. S. 225. Statuta consistorialia. 1549. Nr. 126. S. 225. Susenbrotus epitome troporum. 1547. Nr. 95. S. 214. Progymnasmatum in artem oratoriam Francisci Sylvii. 1540. Nr. 54. S. 201. Tacitus deutsch. 1535. Nr. 20. S. 189- Novum Testamentum. 1535- Nr. 23. S. 190. 1536. Nr. 31. S. 193. 1537. Nr. 36. S. 195. 1539. Nr. 49. S. 200. 1541. Nr. 58. S. 202. „ 1542. Nr. 67. S. 205. „ 1543. Nr. 73. S. 206. „ „ 1543. Nr. 74. S. 207- ., „ 1545. Nr. 89. S. 212. „ „ 1548. Nr. 100. S. 215. „ „ 1551. Nr. 142. S. 231. „ 1556. Nr. 146. 8. 233. rotemata. 1545. Nr. 84. S. 210. Untergerichtsordnung des Erzstifts Mainz. 1534. Nr. 16. S. 187. „ „ „. „ 1535. Nr. 21. S. 190. „ „ „ „ 1539. Nr. 53. S. 200. 1543. Nr. 79. S. 209. „ „ „ Trier. 1537. Nr. 40. S. 196. 1539. Nr. 50. 8. 200. Valerii Maximi factornm libri novem. 1534. Nr. 18. S. 188. 1538. Nr. 44. S. 198. „ „ „ „ „ 1544. Nr. 81. S. 209- „ „ „ „ 1546. Nr. 93. S. 214. Michaelis Verini disticha de moribus. 1536. Nr. 26. 8. 192. Vitalis de Furno pro conservanda sanitate je. 1531. Nr. 1. S. 180. Vomelius, liber sylvarum. 1547. Nr. 96. S. 214. Wesalius de veneratione, invocatione et reliquiis sanctorum. 1541. Nr. 61. 8. 203. Wicelins laus Mariae Virginia. 1546- Nr. 91. S. 213. 241 Beiheft 9. lü » Trivii er — 242 — II. Druckwerke ohne Firmaangabe. Ein schön new gemacht Lied. 1547. Nr. 6. S. 235. Livius compendio de los catorce decadas. 1540. Nr. 3. 8. 235. Der heiligen Messen brauch. 1540. Nr. 2. S. 235. Newe Zeitung. 1537. Nr. 1. S. 234. Prorogation und Erstreckunge des Reichstags zu Wormbs. 1545. Nr. 5. S. 235. Typus ecclesiae prioris. 1540. Nr. 4. S. 235. 242 Verbesserungen und Nachträge. Nach Einlieferung des druckfertigen Manuscripts im Juli 1891 und nochmaliger Durchsicht der Aushängebogen ergaben sich nachstehende Verbesserungen und Nachträge. •) Zu S. 15 n. 1 ergänze als Literatur: Hesseis, Gutenberg S. 69. Zu S. 16 n. 2 ergänze als Literatur: Hesseis, Gutenberg S. 69—70. Zu S. 19 n. 6 ergänze als Literatur: Weller, annalen II, 314. Zu S. 22 n. 10. Auch in Jena Univ.-Bibl. Zu S. 22 n. 12. Desgleichen. Zu S. 23 n. 13 ergänze: Eine Baseler Ausgabe des manuale cu- ratorum predicandi prebens modum ist im Serapeum XXII 8. 13 angezeigt. 8 Blätter + 127 gez. Blätter. Basel, Furter, 1508. Exemplar zu Basel, woselbst auch die Baseler Ausgaben 1503 und 1514 vorhanden. Zu S. 24—26 ergänze als Literatur über eine der beiden Enchi- ridionausgaben: Ilessels, Gutenberg S. 70 und: Merkel, Verzeichniss höchst seltener Incunabeln und alter Drucke S. 17. Zu S. 26 n. 17. Auch in Jena Univ.-Bibl. Als Literatur ergänze: Ebert, allgemeines bibliogr. Lexicon n. 1509. Zu S. 30 n. 27 lies Zeile 2 des Titels: Maguntin . | statt Ma- guntin | (ohne Punct). Zu S. 31 n. 28 und 30 ergänze als Literatur: Weller, Annalen II, S. 317. Zu S. 31 n. 29. Auch in Jena Univ.-Bibl. Zu S. 33 n. 33. Desgleichen. Zu S. 34—35 n. 34. Desgleichen. Als Literatur ergänze: Hesseis, Gutenberg S. 70. Zu S. 37 n. 41. Auch in Jena Univ.-Bibl. Zu S. 41 n. 45 schalte nach Vincetia ein: uxor und lies civem Moguntin statt: Moguntinü. 1) Bemerkt sei, dass die Laute ä, ö und ü nicht als a, o und u mit darüberstehendem kleinen e, sondern wegen Mangels einer conibinirten Type in der Druckerei in moderner Form als ii, ö und ü wiedergegeben werden mussten. •243 — 244 — Zu S. 41—44 ergänze als Literatur zu einer der beiden Livius- ausgaben: Ilessels, Gutenberg 8. 71. — Nach dem Serapeum VI S. 287 besass ein Exemplar eines dieser Drucke den handschriftlichen Eintrag: Constat quindeeim albis anno 1536. Eine der beiden Ausgaben des Livius befindet sich in der fürstlich Stolbergischen Bibliothek zu Wernigerode nach Mittheilung des Herrn Archivraths Dr. Jacobs zu Wernigerode. Des Johann Camertes annotationes in L. Florum erschienen in Quarto bei Alantsee zu Wien 1511, gedruckt von H. Vietor und Sin- griener. Eine andere Ausgabe des neuen Liviusfundes ist: Titi Livii decades noviter impresse. Venetiis per Joannem et Bernardum Ver- cellenses. 1516. Kleinfolio. Zu S. 44 n. 48. Auch in Jena Univ. -Bibl. Zu S. 46 n. 53. Desgleichen. Die Schrift kam auf den Index, vgl. Reusch, indices S. 414: Johannis Huttichii opera omnia, was jedenfalls aus reiner Vermuthung geschah ohne Kenntniss vom Inhalt der Schrift. Zu S. 47 n. 54. Auch in Jena Univ.-Bibl. Zu S. 48 n. 57 ergänze als Literatur: In der Sache des Erasmus gegen Leus erschien ausserdem: Recriminatio adversus Edoardum Leum Anglum, qui ausus est Erasmum luto aspergere, Epigramma Ilermanni Buschii in eundem Leum. Basileae, Cratander, 1520. Verfasser ist Johannes Gertophius. Quarto, 14 Blätter, mit Titeleinfassung nach Holbein. Fehlt in Panzer, annales. Zu S. 49 n. 61. Auch in Jena Univ.-Bibl. Zu S. 51 n. 65 lies: reco - | gniti = | one. | Zu S. 52 n. 68. Andere Ausgabe: eckiger PunctERASMI eckiger Punct | ROTERODAMI PA= | rabolarum, siue Simili= | um Liber . | drei Lindenblättchen. | Mit Titeleinfassung. Rückseite des Titels: ERASMVS ROTERODAMVS | Petro Aegidio Celebratissimae ciuitatis | Antuuerpiensis a libellis. S. D. | Blatt aiiij: PARABOLAE, SIVE SIMILIA | Erasmi Roterodami, ex Plutarchi | moralibus. | Strassburg, Schurer, MDXXI. Octavo. Mainz, Stadtbibliothek. Zu S. 52 n. 69. Auch in Mainz Stadtbibl. vgl. Zuwachsverzeich- niss d. Mainzer Stadtbibl. 1891 S. 113. Zu S. 53 n. 72 ergänze: Titelrückseite: Lindenblättchen ERASMVS | ROTERODAMVS | Petro Vite | rio, liberalium diseiplinarum pro- fessori | eximio, S. D. | Seite 5: DE RATIONE INSTITV | endi diseipulos. | Seite 31: CONCIO DE PVERO IESV | ic. Seite 57: EXPOSTVLATIO . | ic. Zu S. 53 n. 73. Auch in Jena Univ.-Bibl. 244 — 245 — Zu S. 54 n. 75. Desgleichen sowie zu Ulm Stadtbibliothek, vgl. Serapeum XVIII (1857) Intelligenzblatt S. 66. Zu S. 58 n. 84 lies: Blatt 2 Vorseite. Zu S. 58 n. 86. Andere Ausgaben sind: Dialogus mytbologicus Bartolo | mei Coloniensis dulcibus iocis, iucundis salibus, | concinnisqz sententiis refertus, atqz diligeter | elaboratus | M. G. Konitz distichon | Hinc fugiat rigidi qui laudat uerba Catonis | Hie iocus & risus, nil nisi laeta patent | Quorundam uocabulorum difficilium explanatio | nem in calce libelli inuenies. | Am Ende: Tubingae in aedibus Thome Anshelmi Baden | sis. Anno M . D . XII . Mense octobri Sub | illustri principe Vdalrico Vir- tenbergensi . | Druckermarke. Quarto, 26 Blätter, mit den Signaturen A — E. Zürich Stadtbibliothek. Serapeum XXII (1861) S. 123 — 124. Andere Ausgaben: Phorcae Anshelmus Badensis 1509. Quarto, Lyptzk Thanner 1507. Quarto, Hagenau 1515 und 1516. Zu S. 61 n. 96 Hess statt: Octovo: Octavo. Zu S. 62 n. 99. Auch in Jena Univ. - Bibl. sowie in der Pfarr- bibliothek zu Bingen a. Eh. Zu S. 63 n. 102 ist zu lesen in der Schlussschrift: im fünfftzehen hundersten. Zu S. 64 n. 104. Die Schrift kam auf den Index, vgl. Reusch, indices S. 395, 407. Eine andere Ausgabe ist: GVLIELMI | BVDAEI PARISIEN- | sis, Secretarij Regij, Breuia- | rium de Asse & parti- | bus eius . | Mit Randeinfassung. Rückseite des Titels: SVPPVTATIO GALLICORVM | nummorum ad Cruciatos Germanicos . | Blatt 2 Vorseite (Signatur a.,): Lindenblättchen GVLIELMI BV= | DAEI PARISIENSIS, SE | cretarij Regij, Breuiarium | de Asse. | Blatt 5 Rückseite unten: BREVIARII BVDAICI DE | ASSE FINIS. | Blatt 6 Vorseite: SVPPVTATIO ASSIS ET PARTIVM EIVS | AD MONETAM BASILIENSEM . | unten die Namen zwölf deutscher Münzen der Schweiz. Rückseite leer. Quarto, 6 n. n. Blatt, Signaturen a., — a 4 . O. 0. u. J. u. F. (Basel J. Frobenius um 1520.) Erste Ausgabe. Ehedem in meinem Besitz (jetzt St. Paulusmuseum zu Worms). Zu S. 64 n. 105. Auch in Worms St. Paulusmuseum, vgl. Luther- Bibliothek des Paulus-Museums der Stadt Worms. Gesammelt und zur 400jährigen Jubelfeier gestiftet von Rittmeister Hey]. 0. 0. (1883). S. 59 n. 33. Zu S. 66 n. 110. Auch in Jena Univ.-Bibl. Zu S. 67 n. 112. Auch in Mainz Stadtbibliothek, vgl. Zuwachs- Verzeichniss der Stadtbibliothek zu Mainz in den Jahren 1886 —1890. 245 — 246 — Mainz . 1891. Octavo. S. 90. Es ist dieses das Klemm'sche Exemplar, vgl. Catalogue d'une importante collection je (Versteigerung der Sammlung Klemm) von v. Zahn und Jaensch Dresden S. 1 n. 12. Ein weiteres Exemplar ohne Titel und vornen mehrfach defect in der Pfarrbibliothek zu Geisenheim (Rheingau). Desgleichen ein Exemplar in Jena Univ.-Bibliothek. Zu S. 68 n. 113 ergänze als Literatur: Merkel, Verzeichniss höchst seltener Incunabeln und alter Drucke zu Aschaffenburg S. 17. Die Schrift ist neu abgedruckt in Phil. Hedderich elementa juris canonici quatuor in partes divisa ad statum ecclesiasticum Germaniae praeeipue ecclesiae Coloniensis adeommodata. Pars I. Bonnae. 1791. Octavo. S. 1 —191. Die Schrift kam auf den Index, vgl. Reusch, indices S. 148, 178. Zu S. 68 Note 2 ergänze als Literatur: Panzer, annales IX, 163 n. 3. — Clement bibliotheque VIII, 240 (als Cölner Druck zu 1521 bezeichnet). Zu S. 77 n. 133. Der Titel lautet nach Panzer, annales IX, 151 n. 444 vollständiger: Aymari Kivallii Allobrogis iurisconsulti civilis historiae iuris seu in XII. tabnlarum leges commontariorum libri V. iam demio diligenter recogniti. Historiae item iuris pontificii über sin- gularis. 1530. Octavo. 0. 0. u. F. von der Haardt III, 198. Zu S. 82 n. 146—148 ergänze als weitere Ausgabe: ROmischer Keyserlicher | Maiestat Ordenung vnnd | Reformation guter Pol= | licei im Heyligen Rö = | mischen Reich . | Anno . M . D . xxx . | zu Augs- purgk | vffgericht . | ohne Randeinfassung | Cum gratia zc. | Mit zwei Wappen auf der letzten Seite. und: Reformation des Key | serlichen Cammergerichts durch Römischer Keyserlicher Maiestatt:.....zu | Speier im eyn vnd | dreissig- steii jar | auffgericht. | Cum gratia zc. Diese beiden Stücke sind in dem Exemplare der Jenaer Universitätsbibliothek, welches auch n. 145 dieser Bibliographie enthält, beigebunden, alle drei besonders signirt, aber von gleichem Drucker. Folio. Univ.-Bibl. zu Jena. (Mittheilung daher.) Ueber eine der drei Ausgaben n. 146 - 148 vgl. Schaab I, n. 197. Zu S. 83 n. 150 ergänze als Literatur: Neues Repertorium von seltenen Büchern S. 77. Zu S. 84 — 85 n. 3. Auch in Würzburg (Kreisarchiv nach Weller repert. Supplement II Nachträge S. 25 n. 3699) sowie in Jena Univ.-Bibl. Zu S. 87 n. 4. Ueber Johann Pfefferkorn vgl. L. Geiger, Johann Pfefferkorn in Zeitschrift für jüdische Wissenschaft VII, 293 — 297. — Serapeum 1868 S. 192 — 197. — Cremans, Hochstrati vita S. 17 f. — Böcking, opera Hutteni III, 434. Zu S. 91 — 92 n. 16. Auch in Jena Univ.-Bibl. 246 — 247 — Zu S. 96 n. 27. Am Samstag nach Maria Himmelfahrt 1520 stellte Jacob Kamerlander aus Mainz Urpfehde aus, dass er sich „der lutherischen Sekt" ergeben und den römischen Papst geschmäht habe, was an den Papst gelangt sei, der den Kurfürsten davon benachrichtigt habe, worauf Kammerlander in Haft genommen worden, dann aber nach abgelegter Strafe entlassen worden, nachdem er einen Eid abgelegt, sich künftig aller Schmähschriften und Reden zu enthalten, auch sich der lutherischen Sect und Lehre zu entäussern und nichts weiter von diesem Handel besonders seiner Gefangenschaft mittheilen wolle, worauf er auf Bitten seines Vaters aus der Haft entlassen ward. (Ehemaliges Kurmainzer Archiv.) May, Kurfürst Albrecht von Mainz. I, S. 626. Es ist möglicherweise Kammerlander, der später in Strassburg druckte und dort eine ausgesprochene antikirchliche Richtung verfolgte, jener Mainzer Buchdrucker, der auf Antrag des Papstes von Kurfürst Albrecht bestraft ward und nicht Johann Schoeft'er. Von einer Druck - thätigkeit Kammerlanders in Mainz ist um diese Zeit nichts bekannt, wie auch das Actenstück solche keineswegs nennt. Bis auf weitere Funde bleibt die Bestrafung Schoeffers 1520 noch zweifelhaft. Zu S. 97 n. 32. Auch in Jena Univ.-Bibl. Als Literatur ergänze : Schaab I, n. 145. Zu S. 97 Note 2. Die Bemerkung, dass der Druck von 1521 bei Weller repert. fehle, ist eine falsche, er steht daselbst Supplement II, S. 11 n. 475 nach der bibliotheca Haeberliniana angegeben. Zu S. 98 n. 34. Möglicherweise ist auch die Ausgabe dieser Schrift bei Well er, repert. Supplement II, S. 11 n. 1749 ein Erzeugniss Johann Schoeffers. Zu S. 101 n. 42. Der Titel lautet nach May, Kurfürst Albrecht von Mainz I, S. 706: Fr. Nauseae Blancicampiani divinarum komilia- rumque LL. doctoris consultiss. tres Evangelicae veritatis homiliarum centuriae. 0.0. Anno 1530. Mit Titelholzschnitt, vgl. auch II, 143 Note. Zu S. 101. Senator Culemann in Hannover besass in seiner Sammlung einen Ordinarius divinorum monachorum ord. S. Benedicti de observancia Bursfeldensi, Druck aus der Druckerei der Kogelherren zu Marienthal im Rheingau 0. J. Quarto, welcher nachstehenden handschriftlichen Eintrag hatte: „ 1530 . Iterum fuerunt Moguntiae typis pulcherrimis conjunetim excusa in folio, quarto martyrologium, regula, caerimoniae ac Ordinarius divinorum. Qui codex etiam habetur in Camera domini abbatis in Marien munster." Diese Drucke könnten Johann Schöeffer angehören, sind aber bis jetzt noch nicht zum Vorschein gekommen. Hesseis, Gutenberg S. 139 Note. Zu S. 102 n. 1. Möglicherweise ist auch Hans Schäfer von Urach gemeint, vgl. Centralbl. f. B. III (1886) S. 475 Note. Zu S. 119 Zeile 7 des Texts von unten lies 1530 statt 1529. Zu S. 120 § 5. Dr. Schneider sagt in den Gedenkblättern zur Gutenbergfeier 1887. Quarto. XV S. 6: „Peter Schöeffer der Jüngere 247 — 248 — war nicht nur gleich seinem Bruder als Drucker viel bewandert, sondern auch im Schriftgiessen sehr geschickt und verkaufte häufig seine Gusserzeugnisse an andere Drucker." Für diese Behauptung fehlt leider jeder Beweis. Zu S. 123 n. 2. Schlicks Spiegel der Orgelmacher besitzt nacli brieflicher Mittheilung des Redacteurs der Monatshefte für Musikgeschichte K. Eitner in Templin jetzt Professor Wagner in Marburg. Zu S. 127 n. 5. Ein Tonsatz aus diesem Drucke in Meister, katholisches Kirchenlied abgedruckt. Zu S. 129 n. 9. vgl. Hesseis, Gutenberg S. 130—131. Zu S. 131 n. 2. Eucharius Rösslin der Aeltere, Stadtarzt zu Worms und Doctor der Medicin, erhielt 1512 ein Privileg des Kaisers gegen Nachdruck. Erste Ausgabe wohl Strassburg, Flach 1513 beendet am Sonntage Laetare d. J. gewidmet Wurms 20 Febuar 1513. Nachdrücke 0. 0. u. J. u. F. (Gran in Hagenau 1513 zwei Ausgaben, Weller rep. n. 797 und 798) und wohl auch Worms 1513. Die Zeit vom Sonntag Laetare bis Schluss 1513 reichte für dieses nicht umfangreiche Buch zum Nachdruck hin. Nicht Eucharius Rösslin, welcher 1526 starb, sondern dessen gleichnamiger Sohn war Licentiat und Stadtarzt zu Frankfurt a. Main. Er ist der bei Pallmann, Sigmund Feyerabend S. 2 genannte Schriftsteller. Zu S. 139 n. 13 lies im Titel: Testainets | Teutsch. | und Zeile 7 von oben: zu gut, im Anhange Auslegung: worter der | Biblen zc. | Ergänze als Literatur: Deschamps, geographie col. 1367. Zu S. 140 n. 13 ergänze als Literatur: Lutherbibl. des Paulusmuseums zu Worms. S. 2 n. 6. —- Nagler Monogrammisten I, S. 661 n. 1485. — Panzer, Bibelausgaben s. v. — Zeltner, von der alten und höchst raren teutschen Wormser Bibel. Altdorf 1734. — Giese, historische Nachrichten von der Wormser Bibel. 1785. Zu S. 143 n. 3. Diese Schrift ist eine Uebersetzung der lateinischen Schrift L. Hätzers: Judicium dei & sponsi nostri, quid cum imaginibus, seu simulachris agendum sit, ex canonicis scripturis. MDXXIV. 0. 0. u. F. (Augsburg S. Otmar). Quarto, 10 Blätter, mit Titeleinfassung. Panzer, annales IX, 138 n. 297. Zu S. 145 n. 4. Verfasser ist Johann Calvin. Ergänze als Literatur: Klemm, Catalog S. 158. vgl. Reusch, indices S. 252. Zu S. 147 n. 8. Am Ende: Data est Epistola: Argentorati XXII . Cal . Mai . M . D . XXX . Petrus Schoeffer et Johan . Apronianus com- munibus expensis excudebant . Errata. Panzer, annales IX, 375 n. 824. Zu S. 147 ergänze als weiteren Druck: Magnificat . Strassburg 1535. Rathschulbibl. zu Zwickau, München Hofbibl. (fehlt von den 4 Stimmbüchern der Bassus). Mittheilung von E. Eitner. Zu S. 150 n. 2. Nacli Mittheilung ebendaher. 248 — 249 — Zu S. 150 n. 3 lies: Anlage III. Zu S. 179 § 5. Ein einziges Mal kommt auch die alte Drucker- marke Fust - Schoeffers, die Wappenschilde am Aste, in dem Campanus 1532 vor. Zu S. 181 n. 4. vgl. Serapeum XXII (1861) S. 190. Zu S. 182 n. 5. Nachträglich fand sich ein Exemplar in der Mainzer Stadtbibl. (aus der Klemm'schen Versteigerung erkauft). Zu S. 183 n. 6. Auch in Göttingen Univ. -Bibl. vgl. Goedeke, Grundriss II. Auflage I, 446. Zu S. 192 n. 26. Ergänze als Literatur: Murr, memorabilia II, 294 n. 90. Zu S. 198 ergänze: Drei Ausgaben der Gerichtsordnung Karls V. 1538 Mainz im Serapeum XXII S.284. Zu S. 199: Untergerichtsordnung des Erzstifts Mainz. 1538. 23. März. vgl. Murr, memorabilia II, 256. Zu S. 200 n. 49. Wernigerode fürstl. Stolbergische Bibl. Zu S. 212 n. 88. Auch in Berlin kön. Bibl. (Wi 4910). Die im Mainzer Exemplare defecte Stelle am Ende des Titels lautet: nit nach zu Trucken . zc . | Anno M . D . XLV . | Mittheilung aus Berlin. Zu S. 215 ist zu ergänzen: DE CON = | SCRIBENDIS | EPIS- TOLIS | DES. ERASMI | ROTERODAMI OPVS . | IOANNIS LVDO- VICI VIVIS | VALENTINI LIBEL* | lus uere aureus . | CONRADI CELTIS | METHODVS . | CHRISTOPHORI HE = | GENDORPHINI | Epitome . | Omnia nunc demum in studiosorum gratiam et | utilitatem uno libello comprehensa, et | longe quam anteä emenda - | tius excusa. MOGVNTIAE, | Excudebat IVO SCHOEFFER, | ANNO M. D . XLVII. Rückseite leer. | Blatt 2 Vorseite (mit Signatur a 2 ): ERASMVS RO- TERODAMVS NICO - j LAO BERALDO | S. P. D. | Blatt 3 Vorseite (Signatur a,) D. ERAS= | MVS ROTERO- | DAMVS, DE RATIONE | CONSCRIBENDI | EPISTOLAS . | Am Ende Seite 562: MOGVNTIAE, | excudebat | IVO SCHOEFFER, | ANNO | M . D . XLVII. | Die Vorseite des folgenden Blatts leer, die Rückseite deckt die grosse lange Druckermarke Ivo Schoeffers. Erste Mainzer Auflage dieses Briefstellers. Octavo, 2 n. gez. Blätter -f- 562 gez. Seiten -)- l n. gez. Blatt, Antiquacursiv. In meinem Besitze nnd Pfarrbibliothek zu Geisenheim (Rheingau), dem das letzte Blatt mit der Druckermarke fehlt. Zu S. 231 n. 141. Auch in Zürich und Freiburg (Baden) vorhanden, vgl. Weller, Annalen II, 378. Zu S. 233: Vor kurzem erwarb ich: DE CON | SCRIBENDIS | EPISTOLIS | DES . ERASMI RO | TERODAMI OPVS . | IOANNIS LVDOVICI VIVIS | VALENTINI LIBELLVS | uere aureus . | CONRADI CELTIS | METHODVS . | CHRISTOPHORI HEGEN» | DOR- 249 Beiheft q. 17 — 250 — PHINI . | Epitbome . | Omnia nunc demum in Studiosorum gratiam et tui | litatem uno libello comprehensa, et lon= | ge quam antea emen- adtius excusa | MOGVNTIAE EX | CVDEBAT GEORGIVS WAG= | NERVS ANNO M . D . LVI . | Zeile 1, 2, 4, 9, 10 und die drei letzten Rothdruck. Rückseite des Titels leer. Vorseite des vorletzten bedruckten Blatts: MOGVNTIAE, | excu- debat | GEORGIVS WAGNERVS | ANNO | M . D . LVI. I Rückseite dieses und Vorseite des letzten Blatts leer, Rückseite des letzten Blatts die grosse lange Druckermarke Ivo Sehoeffers. Kleinoctavo, 291 gez. Blätter + Scblussblatt mit Druckermarke. In meinem Besitz. 250 *3 *%. H^H^HB^HB^^HHM STADT80CH»rNOW, w DUSSELDORF IKlllP ''v ;;:-;'::;^;:-; ; :;:j:JS:?|:!:|:j;' lil«§lt ': ' ■ : $S:$;i'$ : ii'