— 151 —
ganze Seite ein, die Tenorstimme bezeichnend. Auf der Rückseite desTitels beginnen die Lieder, deren erstes von Hulrich Brätel componirtbeginnt: Weil ich gross gunst, trag zu der kunst ic
Enthält Lieder von Hulrich Braetel, Ludwig Senfl, Sixt Dieterich,Paulus Wüst, Thomas Sporer, Cosmas Alderinus, Wolff Grefinger, Ma-thias Greiter, Balthasar Arthopius, Johannes Wannenmacher, ThomasStoltzer, P. Hoffhaimer, W. Grefinger, A. de Brück, B. Ducis, M. Eckel,Lazarus Spengler, Guilielm. Breytengraser, Stephan Mahu.
Am Ende: Nachuolgender zal lieder, seind mit fünff stimmen.1. 25. 53. 54. 55. | vnd folgend durch auss, aussgenummen, Lassalauften, finstu | den Discant, im Vagant. | Hierauf Druckermarke PeterSchoeffers II: Gloria in excelsis deo etc. Darunter: Argentorati, apudPetrum Schoeffer. | Et Matliiam Apiarium. | Rückseite dieses Blattes leer.
Quersexl, fünf Stimmbücher, Schwabacher Type, Musiktypendruckauf fünf Linien.
Tenorstimme mit obigem Titel und den Signaturen a ij — i jjjj sowiehäufig falscher Paginirung, da nicht alle Seiten paginirt, 54 Blätter.
Altstimme. Titel mit grossem A | Rückseite leer. Mit Signaturenaaij — ggiüj, 42 Blätter mit schlecht durchgeführter Seitenzählung.
Discantstimme. Titel mit grossem D. | Rückseite leer. Mit Signa-turen Aij — Giiij, 42 Blätter mit schlechter Seitenzählung.
Bassstimme. Titel mit grossem B. | Rückseite leer. Mit Signa-turen Aij — Ggiiii, 42 Blätter, deren letztes leer, mit ungenauer Be-zeichnung der Seiten.
Vagans. Titel mit grossem V. | Rückseite leer. Mit SignaturenAA ij — BB iii, 12 Blätter, deren letztes leer, mit schlechter Seitenzählung.
Alle Lieder sind bis auf eins weltlichen Inhalts, darunter aus-gezeichnet drei Bonenlieder (Bonenlied wider den päbstlichen Ablassvon Nicolaus Manuel Nr. VI, VII und XXXV), das Lied: Die brinleindie da fliessen Nr. XIH, ein Lied auf den schwäbischen Bund um1514 Nr. XIX und ein anderes auf König Franz vor der Schlacht beiPavia (1525) Nr. XLVIII.
Was die Datirung des Druckes betrifft, so setzte Wackernage]das Buch ins Jahr 1522, indem er an das Lied vor der Pavier Schlachtanknüpfte. Allein dieses Lied war auch nach der Schlacht bei Pavianoch volksthümlich, und zudem ist 1522 eine Jahreszahl, die sich mitdes Peter Schoeffer II und Mathias Apiarius Druckthätigkeit in Strass-burg nicht vereinigen lässt. Der Einwand Wackernagels, dass M. Grei-ters Name schwerlich nach 1522 in einem weltlichen Liederbucheauftrete, ist zu hinfällig, um nur einer eingehenden Würdigung unter-zogen zu werden. Der Eintrag in dem Berliner Exemplar: 20 De-cember 1536 beweist ebenfalls nur, dass das Buch um diese Zeit vor-handen und mit diesem handschriftlichen Eintrag versehen ward. Vonmehr Bedeutung ist der Umstand, dass das Lied Thomas Stoltzers(f 1526): „Entlaubet ist der Walde", welches sich in den fünf undsechzig deutschen Liedern vierstimmig vorfindet, bereits 1532 in Hans
151