Druckschrift 
Die Mainzer Buchdruckerfamilie Schoeffer waehrend des 16. Jahrhunderts und deren Erzeugnisse zu Mainz, Worms, Strassburg und Venedig : enthaltend d. Drucke d. Johann Schoeffer 1503 - 1531, d. Peter Schoeffer d. Juengeren 1508 - 1542 u. d. Jvo Schoeffer 1531 - 1555
Entstehung
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tralblatt f. Bibl. VI (1889) S. 329 (nach Catalog Antiquariat Cohn 195erwähnt). Catalog Antiquariat Cohn-Berlin 195 n. 32. Preis einesvon demselben ausgebotenen Exemplars 500 Mark, Aufbewahrungsortdieses Exemplars jetzt unbekannt (Worms?).

8. Alle Prophe = | ten, nach Hebrai = | scher sprach ver = | teutscht. |0 Gotterlös die gfangnen . | M . D . XXVII . | Mit Titeleinfassung inHolbeins Manier, Säulen mit Engeln daran. Rückseite des Titels leer.

Blatt 2 Vorseite (Signatur Aij):Ordnung der Propheten" wie inder Folioausgabe. Auf der Rückseite dieses Blatts:Vorred . LudwigHätzer begert allen men = | sehen wäre erkantnuss des Vatters durch |Jesum Christum den sun ." | wie in der Folioausgabe. Diese Vorredeschliesst Blatt 4 (Signatur Aiiij) Vorseite mit dem Datum Worms 3 April1527 wie die Vorrede der Folioausgabe. Rückseite von Blatt 4 (Signa-tur Aiiij) leer. Mit der Blattzahl iij beginnt der Text auf den ge-zählten Blättern iij CCCXXiiij. Leider ist liier im ersten Bogendas Exemplar der Münchner Hofbibliothek falsch gebunden, so dasssich nichts Näheres feststellen lässt, ob dasselbe defect oder eine falscheFoliirung vorhanden. Auf der Rückseite des Blattes CCCXXiiij: Ge-truckt zu Worms bei Peter Schöffern- | vnd volendet am dreizehendentag | des Aprillen, im jar der geburt | Christi vnsers seligmachers . |M . D . XXVII . | Druckermarke Peter Schoeffers II, Wappenschild mitSchoeffers Wappen, rechts davon Dudelsackbläser und stehender Schäfer.

Die Type ist die kleinere Schwabacher P. Schoeffers für denText, während für die Noten unter den Capiteln eine nochmals kleinereSchwabacher sehr nette Type Verwendung fand.

Diese Ausgabe ist vom gleichen Jahrestage wie die Folioausgabeals erste Auflage der Taschenausgabe Worms und überhaupt die erstekleine Ausgabe der Uebersetzung der Propheten aus dem Hebräischen.Sie enthält den Text der Folioausgabe, ist aber kein sclavischer Nach-druck derselben, sondern weicht in der Rechtschreibung ab, was aufdie Setzer und den Corrector zurückgeht, sie enthält aber auch gra-phische Abweichungen hebräischer Worte und bietet somit eine Merk-würdigkeit dar, dass ein und das nämliche Buch vollendet am näm-lichen Tage hierin redactionelle Aenderungen erfuhr, da jedenfallsder Druck der kleineren Ausgabe langsamer als der der Folioausgabeanalog der Kleinheit der Typen voranschritt und vielleicht erst währenddes Drucks der Folioausgabe der Gedanke an eine handlichere AusgabeBoden gewann und dabei Verbesserungen Platz fanden.

haeretisch, die Schweizer Theologen beachteten und benutzten dieselbe nichtund wichen von derselben ab. In der Vorrede zu den Propheten der ZüricherBibelausgabe sagen die Herausgeber, dass Hätzer zwar an vielen Stellen fleissigund getreu nach dem hebräischen Texte übertragen, man sich aber nichtwundern solle, wenn diese Uebersetzung gemieden werde, da sie von Leutenherrühre, die als rechte Rädelsführer der Secten und Rotten sich ausgezeichnet,die in der Kirche mehr Unheil angerichtet als selbst das Papsttlnun. (Panzer,Entwurf S. 266.)

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