Druckschrift 
Die Mainzer Buchdruckerfamilie Schoeffer waehrend des 16. Jahrhunderts und deren Erzeugnisse zu Mainz, Worms, Strassburg und Venedig : enthaltend d. Drucke d. Johann Schoeffer 1503 - 1531, d. Peter Schoeffer d. Juengeren 1508 - 1542 u. d. Jvo Schoeffer 1531 - 1555
Entstehung
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In musikalischer Beziehung ist beachtenswerth, dass bei dem Liede:Nach lust hab ich mir ausserwelt" Nr. 62, die notirte Oberstimme inder Chiavette steht und eine Terz höher transponirt werden muss,wenn dieses Lied in unsere heutige Tonlage umschrieben wird. DieNoten sind in dem nach der Quarte transponirten .achten Ton f g ab c d e f notirt und müssen in a h eis d e fis gis a gesungen werden,was unserer heutigen A - dur - Tonart sowohl durch die Tonlage als dieZahl der vorgesetzten (drei) Kreuze entspricht. Für den Notentypen-druck ist ferner von Belang, dass Schoeffer gegen den Gebrauch derZeit, in dea Stimmen die Tactabtheilungsstriche als überflüssig weg-zulassen und gegen den von Viidung in dessen Musica getutscht Basel1511 eingehaltenen Gebrauch der Tactstriche, zwar nicht diese, aberdafür einen bezeichnenden Zwischenraum im Drucke hat. Wie wenigeingehend die Technik des 16. Jahrhunderts in Wiedergabe der Musikwar, geht ferner daraus hervor, dass der Druck nur für die Orgel-stücke, nicht auch die Lautenstücke, die Vorzeichnung der Kreuze undB als Erhöhung und Erniedrigung der Töne vorzeichnet, somit demmusikalischen Geschmack oder Gehör der ausübenden Musiker es über-liess, das Richtige zu treffen, was von mehr Leistungsfähigkeit derMusiker als der Musikdrucker zeugen dürfte.

1513.

4. Quinquagena Carminum . TENOR . Ad Lectorem . has quin-quaglta musici cöcentus Harmonicas delicatis auribus placituras quis-quis es fidenter eme . Sunt enim a primariis musices magistris edite:Sunt dulces et electe Sunt iucüdi caracteris: Süt demum ad vngrvcm ')castigate.

Auf der Vorseite des letzten Blattes: Impressum Moguntiac perPetrum Schöffer 7 Februarii Anno 1513. Hierauf schwarz abgezogeneDruckermarke.

Halbquarto, 35 Blätter Schwabacher (gothische) Type mit Signa-turen, Initialen und arabischer Blattbezeichnung.

Quelle: Unbekannt.

Gras, Verzeichniss typographischer Denkmäler zu Neustift in Tirol.(Brixen 1789.) S. 206. Archiv für hessische Geschichte III, 2, S. 7

5. Liederbuch als Sammlung vierstimmiger Lieder. Vier Hefte.Heft 1. DISCANTVS . | grosse gothische Typen, ringsum eine

Einfassung in Holzschnitt. Oberes Feld: Katze stiehlt eine Wurst,ein Mann schlägt nach der Katze mit dem Kochlöffel. Unteres Feld:Eule von kleineren Vögeln umschwärmt und verfolgt. Mit der In-schrift: Ich bin eyn keü- | tzlin wolgem | uet, rechts: wie wo es |andern voge I ein tliut. Rechts Holzschnitt: Ofen und llolzsehuhe mit

1) So der Druck.

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