Druckschrift 
Die Mainzer Buchdruckerfamilie Schoeffer waehrend des 16. Jahrhunderts und deren Erzeugnisse zu Mainz, Worms, Strassburg und Venedig : enthaltend d. Drucke d. Johann Schoeffer 1503 - 1531, d. Peter Schoeffer d. Juengeren 1508 - 1542 u. d. Jvo Schoeffer 1531 - 1555
Entstehung
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des Briefes handelte es sich um eine Schrift Ulrichs von Hütten gegenden Cardinal von St. Sixtus. Ob aber die Intimatio Erphurdiana eineArbeit Huttens ist, bleibt unerwiesen und selbst wenig wahrscheinlich,und ebenso ist mir bei der Unbekanntheit mit deren Wortlaut nichtmöglich, festzustellen, ob dieselbe solche persönliche Angriffe enthältoder nicht. Vorläufig glaube ich jedoch, dass diese Schrift die Ursachedes Vorgehens gegen Johann Schoeffer nicht war.

Als die Reformation überall die Geister beschäftigte und diebezügliche Literatur mit ihren Nachdrucken die Märkte überschwemmteund beherrschte, mag es für Johann Schoeffer ein ähnliches Verhältnissgewesen sein wie bei Froben in Basel und demselben schwer gefallensein, seinen Verlag, ohne diese sicheren Gewinn bringende Waare derReformationsliteratur zu beschäftigen, fortzuführen und seine Bücher-vorräthe zu verwerthen. Doch hatte Schoeffer immerhin einigen An-theil an dem geistigen Wirken der Reformatoren durch Verlag derSchriften des Melanchthon, Oecolampadius und mancher geistigen Er-zeugnisse des Erasmus von Rotterdam.

Bedeutende Verlagsartikel bildeten die liturgischen Drucke JohannSchoeffers für die Erzdiöcese Mainz, die Diöcesen Osnabrück undMinden. Die Menge der nothwendigen Missales, Breviere und andererliturgischer Bücher der Erzdiöcese Mainz war durch die Ausgabendes XV. Jahrhunderts noch nicht gedeckt, Manches bereits verbraucht,auch verlangte die verbesserte Einrichtung dieser Bücher, die Herab-setzung der grösseren Formate zu kleineren bei den Brevieren undDiurnale's bei fortwährendem Verluste durch Gebrauch und andereUnfälle, stets neue Ausgaben. Es steht nun fest, dass der Druck derLiturgica bei der doppelspaltigen Satzart in mehreren Typenarten, derRoth- und Schwarzdruck, sowie die Kleinheit der Typen bei denBrevieren grosse Schwierigkeiten verursacht und genaues Arbeitenerfordert, aber auch hierin trug Schoeffers Werkstätte den AnforderungenRechnung. Seine Brevierdrucke sind Nachahmungen der damals alsunerreicht dastehenden Venetianer Ausgaben und bieten in Schnitt derTypen, Correctheit des Satzes, Register des Roth- und Schwarzdrucksbei handlichem Format und doch nicht zu grosser Gedrängtheit derZeilen in den Enchiridien oder Brevierausgaben 1509 und 1513 solcheMusterleistungen, dass Schoeffer auch ein Brevier für Erfurt, fürOsnabrück und für Minden zu liefern den Auftrag erhielt. JohannSchoeffer schuf zwei Missaleausgaben, die mit den berühmten DruckenDrachs in Speier den Vergleich aushalten. Auf der andern Seite stehtseine Psalteriumausgabe 1516 typographisch wie der Ausstattung nachweit hinter den Auflagen von 1459 und 1490 zurück und deutet einSinken der Kunst in Bezug auf Satz und Illustration an.

Trotz der rastlosen Thätigkeit der Pressen in Nürnberg, Strass-burg, Augsburg, Basel, Cöln und Leipzig, blieb Johann Schoeffer einerder hervorragendsten Vertreter des Buchverlags und Buchdrucks inSüddeutschland, wenn auch die Zahl seiner Verlagsartikel gegen andere

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