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einstimmung mit dem unter Fig. 26 gegebenen Profil ins Auge. Die schlankenSäulenschäfte bestehen aus dem Kalksinter des Römerkanales, einem Material, dasdem Marmor gleich geachtet und nur an bevorzugten Stellen verwendet wurde.Auch sie bildeten unzweifelhaft Bestandtheile des früheren Baues und gehörendeshalb ebenso wie die Kapitelle dem 11. Jahrhundert an. 1 )
Die Wahrnehmung, in welch weitgehendem Maasse Wolbero bei der Kryptabestrebt gewesen ist, ältere Bautheile und Bauglieder in seinem Neubau zu erhalten,bietet auch einen weiteren Beleg für den oben gemachten Versuch, die Unregel-mässigkeiten, welche die Quirinuskirche aufweist, in ähnlicher Art zu begründenund zu erklären. Es muss unsere Bewunderung steigern, wenn wir die Schwierig-keiten erwägen, welche dem Baumeister aus der pietätvollen Rücksichtnahme aufältere Bautheile und deren Uebernahme in den Neubau erwuchsen.
*) Ueber den Sinter des Römerkanals siehe: Maassen „Die römische Staatsstrasse von Trier überBelgica bis Wesseling am Rhein und der Römerkanal am Vorgebirge". (Annalen des historischen Vereinsfür den Niederrhein, 37. Heft, 188^, Seite 43 ff.) — Ferner: Nöggerath .„Bausteine der Miinslerkirche zuBonn". (Niederrheinisches Jahrbuch von Lersch, Bonn 1843, Seite 214.)
Hiermit nehmen wir Abschied von der altehrwürdigen Quirinuskirche. Ein
volles Jahrtausend zog an ihr vorüber, aber noch immer steht sie da als eine
Perle unter den herrlichen Bauten, welche in dichter Reihe die Ufer des schönsten
der deutschen Ströme schmücken. Möge sie bald wieder erstrahlen in ihrer alten
Schönheit
dorch Gods Hilf ind Marien, der Maget fijn,
dorch Verdienst des hilgen Marschalks sent Quirijn.
(Wierstrant.)