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4. Chirurgischer Theil B (1884) Die physikalische Wirkung der Geschosse : (mit besonderer Beziehung auf die während des Krieges 1870/71 verwendeten Projektile) ; erläutert an den Präparaten der kriegs-chirurgischen Sammlung des medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Instituts zu Berlin ; nebst dem Katalog der Sammlung
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tCatalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.

Band IVI

XIII. A 33.

Amputation im oberen Drittel des rechten Unterschenkels

nach Schussverletzung des Fusses, welche ausgedehnte Karies

mit hochgradiger Osteoporose der unteren Tibia- und Fibula-

epiphyse sowie sämmtlicher Knochen des Fusses zur Folge ge-

»habt hat.

Anton Meyer vom Hohenzoll.Füs. Regt. No. 40, verwundetam 23. Dezember 1870 an der Hallue; amputirt am 27. Januar1871 in Amiens.

XIII. A 34.

Amputation des rechten Unterschenkels nach Zerschmette-rung des rechten Fussgelenks durch Gewehrschuss.

Die amputirten Fussgelenksenden von Tibia und Fibulazeigen Karies der Knorpelflächen und dicke Kallusauf-lagerungen.

Gemeiner Leopold Haitzl vom Oesterr. 4. Inf. Regt., ver-wundet am 3. Juli 1866; rezipirt mit Vereiterung des Fuss-gelenks im Lazareth Görlitz am 18. Juli; amputirt am 22. Juli;geheilt am 13. September 1866 nach Oderberg evakuirt.

[Oberstabsarzt Dr. Toussaint.]

XIII. A 35.

Schuss in das rechte Fussgelenk.

Das Präparat ist gewonnen nach Amput. femor. im unterenDrittel und besteht aus der unteren, etwa 11 cm oberhalb desFussgelenks nach der Amputation abgesägten Epiphyse derTibia und Fibula.

Weigand (? Regiment) wurde am 3. Juli 1866 bei Chlumverwundet. Die Gewehrkugel drang dicht oberhalb des innerenKnöchels ein, sprengte ein Stück ab und wurde nach etwa achtTagen am äusseren Knöchel herausgeschnitten. Am 14. Januar1867 wegen Vereiterung des rechten Kniegelenks Amput. femor.

Befund des Fussgelenks, unmittelbar nach der Amputationaufgenommen: Unteres Ende der Tibia und Fibula aufgetrieben,hinterer Rand der Tibia durch eine spongiöse, 2,5 cm breiteund 1 cm dicke Knochenbrücke mit dem Kalkaneus vereinigt,auch Astragalus und Tibia an einer Stelle durch Knochensub-stanz verwachsen. Das Fussgelenk bildet eine nach hinten ab-schüssige Ebene, an seinem äusseren Rande befinden sich einigenekrotische Knochensplitter, theils dem Astragalus, theils demMall. ext. angehörig.

[Oberstabsarzt Schwann.]

X1I1. A 36.

Amputation des linken Unterschenkels wegen Gewehrschussins Fussgelenk.

Das Präparat zeigt das untere Viertel der linken Tibia,deren Gelenkfiäche kariös ist.

Gefreiter Biyony Jibben vom 7. Pomm. Inf. Regt. No. 54wurde bei Mars la Tour am 16. August 1870 verwundet.Schusskanal zwischen Tibia und Astragalus verlaufend; letztererzerstört. Am 19. September 1870 Amputation des Unter-schenkels. Geheilt.

[Reservelazareth Kreuznach, Dr. Stobel.]

XIII. A 37.

Amputation des rechten Unterschenkels wegen Schussdurch das Fussgelenk.

Das Präparat besteht aus dem eine umfangreiche, aberoberflächliche Karies zeigenden Kalkaneus. Es stammt aus demFeldzuge 1870/71.

Andere Operationen.

XIII. A 38.

Extraktion von Bruchstücken nach Schussfraktur des Imetacarpi und der Phalanx prima der grossen Zehe rechtet!seits.

Das Präparat besteht aus den das Metatarso-phalangealJGelenk der grossen Zehe zusammensetzenden Knochenenden unileiner Anzahl kleiner Splitter.

Karl Noerenz vom 5. Brandenb. Inf. Regt. No. 48, yewundet am 16. August 1870; operirt am 2. September l!<;<|im Barackenlazareth Berlin. Ausgang: Heilung.

[B. L. d. T. F.] I

Stümpfe.Vacat.

Nekrosen und Sequester.

XIII. A 39.

Periphere Nekrose des Metatarsus hallucis sin. nebst einen IStück der nekrotisch abgestossenen Sehne des Ext. hall. longitf

Franz Rumpf vom Oesterr. 27. Inf. Regt., wurde3. Juli 1866 verwundet; die Kugel drang am Metatarso-phak-lgeal-Gelenk der linken grossen Zehe in die Weichtheile und estreckte sich diagonal über den Fussrücken gegen den Mall.kl

Nach Extraktion der nekrotisirten Theile erfolgte rascllvollkommene Heilung, so dass Patient bei seiner Entlassunaohne grosse Beschwerden gehen konnte.

B. Hiebverletzungen.

Vacat.

C. Anderweitige "Verletzungen und Krankheiten|

Verletzungen.

XIII. C 1.

Fraktur des Malleolus ext., des Talus, des Os navicul. iul|Os cuboideum der linken Seite.

Das Präparat ist gewonnen durch Amput. cruris 6 cm üta|dem Fussgelenk.

Bernhard Zeyer, Hülfsbremser bei der Eisenbahn aufoeilOkkupationsgebiet, wurde am 12. November 1870 von cnittlEisenbahnwagen überfahren. Amputirt am 13. November IN 1 '!in Remilly. Ausgang: Heilung.

[b. l. (i. t. n I

Krankheiten.Vacat.