Druckschrift 
4. Chirurgischer Theil B (1884) Die physikalische Wirkung der Geschosse : (mit besonderer Beziehung auf die während des Krieges 1870/71 verwendeten Projektile) ; erläutert an den Präparaten der kriegs-chirurgischen Sammlung des medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Instituts zu Berlin ; nebst dem Katalog der Sammlung
Entstehung
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.

Band;

Band IV.

I

Ol »

<'<r>

)U(k. i|

i ojv*-

0

fot

:u ;

III. Schulter.

(Schlüsselbein, Schulterblatt, Schultergelenk.)

A. Schussverletzungen.Primäre Verhältnisse.

Kontusionen, Absprengungen, partielle Frakturen.

III. A 1.

Linkes Schlüsselbein, dessen sternales Ende durch eineKugel büschelförmig auseinandergetrieben ist. Die Kugel stecktzwischen den in Zusammenhang gebliebenen Splittern und über-ragt sie mit der Basis, welche an der Gelenkfläche sichtbar ist.

Musketier Joh. Mueller vom 3. Bad. Inf. Regt. No. 111,verwundet am 15. Januar 1871 bei Montbeliard. Kugel nichtgefunden. Gestorben am 20. Januar 1871 an Tetanus imGarnisonlazaretk in Strassburg.

Sektion: Eitrige Infiltration in der Umgebung des Sterno-clavicular - Gelenks besonders nach hinten, der angrenzendeTheil des N. vagus, 2 cm lang, etwas geröthet; fettige De-generation der Nervenfasern; Lungenödem.

[Chefarzt Dr. Schweitzer in Strassburg.J

Koniplete Frakturen.

III. A 2.Taf. IX. Fig. 1.

Schulterblatt und Humeruskopf. Rinnenschuss im Caputhumeri, Proc. coracoideus an seiner Basis mit einem Theile desoberen Skapularrandes abgesprengt, Absprengung kleinererPartien von dem Gelenkfortsatze und vom vorderen Rande derSkapula.

Dänisoher Soldat Bruhn, verwundet am 30. Juni 1864;die Kugel war von hinten ins Schultergelenk eingedrungen undim Oberarmkopf sitzen geblieben.

Resektion am Tage nach der Verwundung, wobei das Caputhumeri entfernt wird; am 11. Juli pyämische Schüttelfröste.Tod am 19. Juli 1864 anPyämie.Die Skapula ist der Leicheentnommen.

[ Oberstabsarzt Dr. Abel.]

Resektionen.')

III. A 3.

Rechtes Schulterblatt, von dem der untere Theil der Cavitasglenoidalis abgesprengt ist.

Michael Timsries vom 33. Inf. Regt., verwundet am18. August 1870 bei Gravelotte. Eingangsöffnung an deräusseren Seite des Gelenks, Ausgangsöffnung fehlt. Res. capit.humeri: 20. Aug. 1870 zu Ars sur Moselle. Tod am 25. Aug. 1870.

Bei der Sektion findet sich die Kugel zwischen den Rücken-muskeln am Angulus scapulae.

[Oberstabsarzt Dr. Kratz.](Bei Gurlt S. 747, Fall No. 160, beschrieben.)

<r1 m

i) Hierzu vergl. 2.

Linkes S(glenoidal. gestiBshe des Akroidurch den Hui)Theodor !nrwundet amirackenlazareSektion: ISchultergelenkabszesse; Pleui

Sekundäre Verhältnisse.

Kontusionen, Absprengungen, partielle Frakturr(Hierzu vergl. II. A 4 und II. A 13.)

III. A 4.

Rechtes Schulterblatt, dessen unterer Winkel abgesehenist. Der Knochen in der Nähe der Frakturstelle mit tkspitzen, theils knolligen Kallusmassen besetzt. Dazu die neurechte Rippe, welche eine vollständig konsolidirte Fraktur zei

"Wehrmann Simon Golumbeck vom 59. Landw. Ea7. Komp., verwundet am 7. Oktober 1870 bei Metz duGewehrschuss am Rücken. Gestorben am 21. Dezember lfim Barackenlazareth des Tempelhofer Feldes.

Sektion: Metastat. Abszesse der Lungen, eitrige Pleuidoppelseitig, Leberabszesse, Milztumor.

[B. L. d. T. F

III. A 5.

Rechte Skapula und oberes Drittel des HumerusAkromialendes der Klavikula derselben Seite. Ein TheilProc. acromial. der Skapula ist abgesprengt, ein Splitter hkmit der Klavikula zusammen.

Unbekannter Mann, vor Paris verwundet durch cSchuss in die Schulter, welcher das Gelenk eröffnet kGestorben an Pyämie.

Sektion: Umgebung der Vena subclavia mit Eiter infiltrVenenwand missfarben.

[Assistenzarzt Dr. Hitzij

III. A 6.Taf. IX. Fig. 2.

Linkes Schulterblatt. Der Proc. coracoid. theilweise igesprengt und an seiner Basis bis in die Fossa supraspiigespalten, der Process. glenoidal. vollständig und der voriRand der Skapula theilweise abgesprengt. Von den Ahspigungsstellen mehrere Fissuren in den Körper der Skapulafortsetzend.

Dänischer Soldat Petersen (Feldzug 1864); die Klwar unter dem Akromialende der Klavikula eingedrui!und 3 cm nach aussen vom unteren Winkel der Skapula tgetreten. Starke Blutungen. Am 18. Tage nach der VerletztTod an Pyämie. [Oberstabsarzt Dr. Abel'

III. A 7.

Linkes Schulterblatt mit Klavikula; der Proc. cor«ist an seiner Basis von der Skapula abgesprengt, der Iglenoidal. abgesplittert bis tief in den äusseren Rand der Skap.

Unteroffizier J. Richter von der 10. Komp. 20. Inf.Berverwundet am 16. August 1870 durch Schuss in die lk ,Schulter. Tod am 3. September 1870 im Barackenlazar ^^^"T gldes Tempelhofer Feldes an Pyämie. R , ', ',,

Sektion: Jauchige Eiterung um das Schultergelenk her ,das Gelenk selbst frei. Pleuritis purulenta duplex; ineta; gHerde in beiden Lungen, Milztumor.

[B. L. d. T. fl

Rechtes Sc

Landwehr

Regt*. No. 19,

'spnoütischen

70 im Barac

Sektion: 1

geleuk gesund.

Organe ohne p;

keine plausible

Rechtes Scund Klavikuladurch Schussvoberen Rande cLoch, und einEinschmelzungdes Sehultergel

Französisc1870 bei St. Pi

Sektion: 1und infraspinat.befindlich. 1

Schuss ins

er Zertrüm

Spina scapulae

I Das Preus

hinten getroffei

Woche nach de

Linkes Sc

Vergl. a

M| HHIHHHMMMM