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4. Chirurgischer Theil B (1884) Die physikalische Wirkung der Geschosse : (mit besonderer Beziehung auf die während des Krieges 1870/71 verwendeten Projektile) ; erläutert an den Präparaten der kriegs-chirurgischen Sammlung des medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Instituts zu Berlin ; nebst dem Katalog der Sammlung
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Vorwort zum vierten Bande.

Band IV.

Eine beträchtliche Anzahl der Präparate erscheint abgesehen von dem Werth, welcher denselben für dasStudium der Kriegsverletzungen überhaupt zugeschrieben werden muss, insofern sie für alle irgend häufiger vorkommendenKnochen-Läsionen durch Kriegswaffen prägnante Beispiele darbieten in hohem Grade geeignet, insbesondere diephysikalische Wirkung der modernen Geschosse anschaulich zu erläutern.

Dieser Umstand, in Verbindung mit der Thatsache, dass die gesammte Frage der physikalischen Geschoss-wirkung erst nach dem Kriege von 1870/71 bezw. durch denselben in Fluss gekommen ist, veranlasste die Militär-Medizinal-Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums, den im physikalischen Sinne vorzugsweise wichtigen Theilder Präparate der Sammlung noch in besonderem Hinblick auf diese Frage beschreiben und den gegenwärtig umGeltung ringenden Anschauungen entsprechend erläutern zu lassen.

Der Abtheilung liegt dabei die Absicht fern, in die zur Zeit noch lebhaft geführte Diskussion, bei welcher dieentgegengesetztesten Auffassungen vertheidigt werden, eingreifen zu wollen. Dieselbe glaubte jedoch bei Veröffent-lichung des in der Sammlung vorhandenen, gerade nach dieser Richtung hin reichhaltigen Materials sich um so wenigerauf die Mittheilung des Kataloges allein beschränken zu sollen, als einerseits die daselbst befindlichen Beschreibungennaturgemäss nicht immer mit spezieller Rücksicht gerade auf die physikalische Wirkung der Geschosse abgefasstsind, auch keine Abbildung die Betrachtung der Präparate selbst vollständig zu ersetzen vermag und andererseits täglichmehr die Ueberzeugung Platz greift, dass die Frage nach der Art, wie eine Verletzung zu Stande gekommen ist, eineeminent praktische Frage sei, von deren Beantwortung in vielen Fällen das Handeln des Kriegschirurgen abhänge.

Im ersten Kapitel des dritten Bandes dieses Berichtes sind die Anschauungen wiedergegeben, mit welchen beiAusbruch des Deutsch-Französischen Krieges die Aerzte dieser Frage gegenüberstanden und die Deutungen, welchein Folge dessen die während des Krieges beobachteten Thatsachen erfuhren. Im Nachstehenden konnte demgemäss voneiner eingehenderen Darstellung dieser Verhältnisse Abstand genommen werden; hingegen erschien es unerlässlich, derErläuterung der Präparate im Sinne der heutigen Auffassung eine resumirende Erörterung der wichtigsten, dabei inBetracht kommenden allgemein physikalischen Momente und der hauptsächlichsten, nach dem Kriege gewonnenenGesichtspunkte voranzuschicken. Da die physikalische Geschosswirkung zu nicht geringem Theile von der Form unddem Material des Geschosses selbst, sowie von der Art der "Waffe, aus welcher es geschleudert wird, abhängig ist,durfte auch eine kurze Aufzählung wenigstens der im Kriege 1870/71 vorzugsweise gebrauchten Feuerwaffen und ihrerProjektile nebst einer Zusammenstellung ihrer charakteristischen, für die physikalische GeschossWirkung bedeutungsvollenEigenschaften nicht fehlen.

VorwortDie pliysika

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