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14:57, Dezember 20., verkaufen Daym van Vischnich, Sohn desverst. Ritters Contzo, und Frau Ailheyt zur Verhütung grösserenSchadens mit Einwilligung des Brauweiler Abtes Arnold Qwaid alsdes Lehnherren eines Teiles des nachbenannten Erbes dem Oelrichvan Vischenich, gen. van Belle, und s. Frau Bielgijn den Hof sammlGut zom Stuytge mit 304 l l>, Morgen Ackerland und anderm Zu-behör; davon sind 80 Morgen, 70 Morgen und 60 Morgen, welchje an einem Stücke in der Nähe des Hofes liegen „mansguet" desAbtes von Brauweiler; ausserdem liegen von dem Gide je in einemStücke 20 Morgen, Pj 2 M., 15 M., 5 M., 50 M., 20 M., 6 M,7 M., 5 M., und P\ % M. mit einer Hofstatt zu Lynde, welchStücke im Linder Feld, an der Frechener Strasse, bei Aldenrath undsonst in der Nähe des Hofes zerstreut liegen. Auch gehörten zumGide der „Vreweden Busch" und noch 6 Morgen Busch bei Alden-rath. Dieses Gut hat D. v. V. von seinen verst, Eltern in derTeilung mit s. Bruder Johann geerbt. Auf dem Gute lasten ausserdem Zehnten verschiedene Renten, von denen die bedeutendsten sindeine solche von 36 Mltr Weizen, die der gleichnamige zu Bell wohnendeNeffe des Verkäufers zu beziehen hat, und eine von 4 oberländ.Gulden, welche die Hospitäler „vur sent Revilien ind vur s. Ca-tharinen" zu beanspruchen haben. Die Verkäufer quittieren überden — nicht angegebenen — Kaufpreis. Dieselben haben die Be-lehnung der Käufer mit den oben genannten 3 Stücken erwirkt, undsind dann persönlich gegangen zu dem Schultheiss (Rolant Schymmel-penninck) und den 2 Scheffen des Gerichtes zu S. Gereon, ferner zuFrechen auf die Strasse an das Gericht der Herrlichkeit daselbst vordie „lantmanne", endlich vor den Schultheiss und die Geschworenendes Hofes zu Gluwel, und haben an diesen Stätten, soiveit es jede,„dinchnail" betruf, das verkaufte Gut an die Käufer übertragen undsind „des alda mit munde hande ind mit halme, as der ge-richte vurss. reicht ind gewonde is, uyssgegangen". Auf allemöglichen, weitläufig aufgezählten Ausflüchte wird Verzicht geleistet,namentlich auch auf die, die Verkäufer seien um mehr als die Hälftedes Wertes des Gutes betrogen worden. — Ihre Siegel haben ange-hängt der gen. Abt, Daym v. V. selbst, der gen. Joh. v. V., die 3Personen des Gerichtes S. Gereon, Werner von Palant und Willivon Hoesteden für die „Landmanne" von Frechen, endlich der Schult-heiss von Gluwel. (Das 3., 6. und 8. Siegel sind verloren, die übrigenhängen mehr oder weniger verletzt an.)