Nicht auslelhbap ULB DüsseIdorf +4014 970 01 • 3 ' -^ ..-.-^9 ~%9 mfjy^. & r-^,^__.-»ir^ 0 _ rkunfo entfach, tits ♦ *!£*♦ ftt #»ltt, mmitmtnftt»UJlt mttl lttw«*jwi[*fcm MM Px. 'gf. goetxes. 31Iit 4 flößiCöungen unb einem flnQcmge, eutfjnCtenb Jtndjridjteu aus fuifjmitteO attertidjen Autoren ü6er bie 3ttrdje 8t. (jereon. Perlag non p. fjanftcin in Bonn. Dnxd »cm p. pladincr in 2lrjriDeüer. X f B l-fr.f.tsi'*'*- 6ft m^®i}o 04 •feiner Sminenz dem Hochwürdigsten Herrn Cardinal und Erzbischof von Köln Werrn Dr. Philipp Krementz zur Feier des fünfzigjährigen Priester- und des fünfundzwanzigjährigen Bischofsjubiläums in tiefster Verehrung gewidmet. Tempora longaevo teneas felicia tractu, Et per te domini multiplicentur oves. (Ven. Fort, ad Carentinum.) Vorwort. Die Frage, ob es der Mühe wert war, dieses Urkundenbuch herauszugeben, niuss sein Inhalt beantworten: ich darf hoffen, dass diejenigen, welche sich mit rheinischer Provinzialgeschichte im allge- meinen, und besonders mit der Geschichte des religiösen, politischen und socialen Lebens soivie mit derjenigen der Sprache des Kölnischen Landes und seiner Nachbaren beschäftigen, das Buch nicht ohne Gewinn benutzen werden. Was die Form der Herausgabe der Urkunden in unserem Buche betrifft, so wird vielleicht getadelt werden, dass dieselbe nicht ganz mit der durch „die Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde" im J. 1883 aufgestellten Norm übereinstimmt. Hoffentlich aber wird man uns zugestehen, dass ivir dem Leser die Kenntnis der Urkunden nach Inhalt und Form, so weit diese für die Geschichte ivünschens- wert und ohne Autopsie möglich ist, ermöglicht haben. Mehr als sonst gebräuchlich, haben wir bei Auflösung von nichtsystematischen Abkürzungen ein Fragezeichen zugesetzt; es soll dieses indes in der Begel nur einen ganz leisen Zweifel ausdrücken. Manche Abkürzungen der Urkunden, tvelche jedem kundigen Leser verständlich sind, haben wir gelassen; jedoch findet man S. XVI. auch die Auflösung der hauptsächlichsten angegeben. Den Inhalt des Buches haben wir — abgesehen von etwa 30 gedruckten Büchern entnommenen Urkunden — geschöpft aus den Königlichen Staatsarchiven zu Düsseldorf und Coblenz, aus dem Archiv der Stadt Köln, aus dem Vatikanischen Archiv und aus dem Joerres, Urkundenbuch von S. Gereon. \ — II — Archive der jetzigen Pfarrkirche S. Gereon. Den Vorständen der genannten Archive, und zwar ganz besonders dem Herrn Geheimen Archivrath Dr. Harless zu Düsseldorf und meinem Freunde, dem Herrn H Schumacher, Pfarrer zu S. Gereon, welcher das Zustandekommen des Werkes in jeder Weise gefördert hat, statte ich meinen innigsten Dank ab für ihre bereitwillige Unterstützung. Leider sind bei der Correktur manche Druckfelder stehen geblieben; ichmuss deshalb bitten, auf die Verzeichnisse derselben S. 699 f. und S. 752 zu achten. Am ersteren Orte findet man auch eine Anzahl Zusätze und nachträgliche Bemerkungen. Ahrweiler, 20. Mai 1893. DB. P JOERRES. Das Archiv von S. Gereon in Köln. Dasselbe enthält abgesehen von einer Anzahl später minderwertiger Copien: 1. Etwa 250 Originalien, von denen vielleicht dreissig nichts mit der Kirche S. Gereon zu schaffen haben, und einige 20 nicht die Mühe der Veröffentlichung in diesem Buche zu lohnen schienen. Wiedergegeben sind 199, darunter 1 aus dem 11., 17 aus dem 13., 85 aus dem 14., 63 aus dem 15., 34 aus dem 16., 9 aus dem 17. und 2 aus dem 18. Jahrhundert. 2. Das Rote Buch oder „Liber Rubeus", wie es in einer etwa vor 200 Jahren eingetragenen Bemerkung genannt wird. Dasselbe ist im J. 1885 durch Frau Wwe Justizrat Claisen dem damaligen Kaplan (und jetzigen Pfarrer) von S. Gereon, Herrn H. Schumacher für diese Kirche geschenkt worden. Seinen Namen hat es von den starken, mit rotem Leder überzogenen Holzdeckeln, in welche dasselbe gegen das Jahr 1700 eingebunden worden ist. Es enthält 143 numerierte mit Urkundencopien beschriebene Pergamentblätter, welche 33 cm hoch und 25 cm breit sind, und oben und nach innen einen Rand von 3,5 cm Breite, unten einen solchen von 6—7 cm und nach aussen einen Rand von 3—4 cm haben. Die 143 Blätter zerfallen in 18 Hefte von je 8 Blättern, von welchen aber beim 3. und 17. Heft je ein Blatt fehlt, wohingegen vorne ein einzelnes Blatt zugefügt ist. Blatt 129—132 sind an verkehrter Stelle eingesetzt, so dass der von 128 nach 133 sich fortsetzende dortige Text durch jene 4 Blätter unterbrochen wird. Vorne sind beim Einbinden 4 mit einem alphabetischen Register versehene Blätter, und am Ende 26 dergleichen beigefügt, von welchen nur die 2 ersten mit einer „Specification deren zu eines freyedelen Stifts Sti Gereonis hoffs zu Junkersdorff gehörigen Ländereyen" im vorigen Jahrhundert beschrieben worden sind. Die ersten 260 Urkunden sind numeriert, — IV — dann folgen noch 16 nicht numerierte. Von dieson 276 Urkunden sind die 264 ersten nicht lange nach 1435, die Urkunde des Petrus Schalpipe (ÜB. n. 583) gegen 1440, die übrigen 11 vor dem Ende des 15. Jahrhunderts eingetragen worden. Mehrere Urkunden finden sich aber 2 oder 3 mal im R. B., so dass wir im Ganzen nur 255 von einander verschiedene gezählt haben. Von diesen Urkunden gehört 1 dem 9. Jh., 3 (2) gehören dem IL, 9 (3) dem 12., 65 (10) dem 13., 149 (61) dem 14. und 28 (8) dem 15. Jahrhundert an; die hier eingeklammerten Ziffern geben an, wieviele der betreffenden Urkunden meines Wissens noch im Original vorhanden sind. 3. Ein in weisses Leder gebundenes papierenes Chartular der Vikare von S. G., welches 28,5 cm hoch und 21 cm breit ist; der Rand hat unten und nach aussen eine Breite von 5 cm, nach innen von 3, und oben von 1—2 cm. Dasselbe ist im J. 1540 angelegt und auf den ersten 99 Blättern damals oder kurz nachher beschrieben worden. Weitere Eintragungen haben dann auf den Blättern 100—269 bis gegen das Ende des 17. Jahrhunderts stattgefunden. Das Chartular enthält 110 Urkundenabschriften, von welchen für uns aber nur 39 der Benutzung für unseren Zweck wert schienen. Von diesen 39 Urkunden gehören an: dem 14. Jh. 17, dem 15. Jh. 9, dem 16. Jh. 6, dem 17. Jh. 1. Nur von denen des 14. Jahrhunderts lagen mir 3 auch im Original vor. 4. Ein Band von gleichen äusseren Verhältnissen wie n. 3, der aber nur 108 Blätter enthält, welche sämmtlich beschrieben sind. Der Inhalt ist nach der Aufschrift: „Acta in causa DD Vi- cariorum ecclae D. Gereonis super restitutione libri presentiarum — C — DD Decanum et caplum eiusdem ecclae." Die Verhandlungen dauerten von 1421 bis 1430; aus derselben Zeit stammt auch das Manuscript. Die vorkommenden Stücke sind von uns zum teil aus Originalien, zum teil aus den vorgenannten Copien- büchern geschöpft worden; anderes mussten wir der Raumersparnis wegen übergehen. 5. 12 in einem Heft vereinigte Papierblätter in folio, welche Akten enthalten über einen Process, den die Vikare von 1449 und 1450 vor dem Kölnischen Official gegen DK. von S. G. darüber geführt haben, dass der Kellner des Kapitels sich die Verteilung gewisser Einkünfte unter die Kläger anmasse. 6. „Novum registrum reeeptorum pro officio magno con- — V — scriptam per Iohannom de Oytgenbach a. 1336", eine 22 X 15 cm grosse, mit Pergamentumschlag versehene Papierhandschrift, wclcho 48 Blätter enthält. Das Registrum ist unvollständig; es konnte hier nicht wiedergegeben werden. 7. „Liber descriptionis plurium curtium, agrorum et bonorum ecclae s. Gereonis ex anno 1558 — 67". Ein mit einem zerlumpten Pergamentumschlag versehener 20 X 15 cm grosser Band mit 194 beschriebenen Papierblättern. Die Aufschrift stammt, wie auch die in n. 6 citierte, aus neuerer Zeit, ist aber richtig, leider bezieht sich die Beschreibung nur auf „mehrere", nicht auf alle Güter der Kirche. Wir wollen wenigstens die angeführten Höfe und den „schall oder name der morgentzahl" hier wiedergeben. 1) Merhem, Vroinhoff; Hardgewandt 134 Morgen, Havergewandt 127 M., Braechgewandt 120 M. — 2) Merhem, Spilhoff; 149»/ 2 + 153 + 127 M. — 3) Merhem, Bruckerhoff; 82i/ 2 + 88V 8 + 122 M. — 4) Merhem, Land ohne Hof; 46 + 45 V 4 + 51 M. — 5) Merhem, Land ohne Hof; 5 + 23 + 13 M. — 6) Merhem, ebenso; 7i/ 2 + 7% + 9'/ 2 M. — 7) Merhem, 71 3 /* M. in den verschiedenen Gewanden. — 8) Merhem, Kämpe und Gartenland in vielen Stücken, 56 M. — 9) Neell 40 M. — 10) Mors- torfer Hof; 120 + 108 + 121 M. — 11) Gunterstorfer Hoff; Hardg. nach dem Sichenhauss 149, Haverg. nach Colin 152 1 / a , Brachg. nach d. Vorsterbusch 153 M. — 12) Stutger Hof; 102 (nach Linder gericht) + 100 (nach Deckstein) + 100 (nach Bell). — 13) Krioller Hoff undt Herlichkeidt; 67 + 64 + 69 M. und 7 M. Bend, Kamp und Hoffrecht. — 14) Kriell, Zehendtland c. 1050 M. — 15) Bickendorfer Hof; 83 + 81 + 82 M. — 16) Oppcndorffs Hoff; 83 + 82 + 80 M. — 17) Amels Hoff; 86 + 95 + 83 M. — 18) Odinckhofer Hoff; 387 M. (nicht nach Gewanden geschieden). — 19) Odinkhover Zehendt (Morgenzahl unklar). — 20) Synsteder Land; 210 M. — 21) Frankenbofer Hof; 115 M. — 22)Evekover (= Evinghover Hof); 278 M. — 23)Hep- pendorfer Hof; 91 + 65 + 90 M. — 24) Ameler Zehendt (Grenzen angegeben). — 25) Puiller Zehendt. — 26) Thorer Zehendt. 27) Kelzenberger Hof; 131 M. — 28) Eickhover Hof; c. 120 „Malderseidt" Acker, Wald, Wiesen. (Nota: 1 malderseidt = 1 7 / 10 fünfrödiger Morgen = 4 scheppelseidt = 16 fertelseidt = 96 beickerseidt). — 30) S. Gereonsweiler; 55 + 59V 2 "t- 44 M., 8!/ 2 M. Hof und Baumgarten. — 31) Kirchholzer Hof; 35 + 26 — VI - + 29V 2 M., 13 M. Benden, 32 M. Busch. — 32) Weissrenth, zu Nedertzier, Stammelen, Hoechem und Overtzier in „ferteln" und „nutgern" (1 Malter = 20 fertel = 80 nutger). — 33) Barrenstein; 30 M. — 34) Hemmerden; 49 M. — 35) Gunterstorfer Zehendt. — 36) Enss (= Ensen); 9 M. Weingarten und 133!/ 2 M. Ackerland. — 37) Monhemer Hoff; 113 M. — 38) Monhemer Zehendt. — 39) Lachemer Hoffslandt; 135 + 114 + 100 M. — 40) Giesenkirchen Hoffslandt; Gl 1 ^ M. — 41) Wissersheimer Hoff; 53 + 68 + 52 M.; ausserdem zu Erp 9i/ 4 M. — 42) Buderi- schen Vroenhoffs; 49 7 4 + 47 + 43 M. u. 9 M. Weide; Zehendt. — 43) Nederbachem; 697 2 M in 3 Gewanden, 3 M. Wiesen, 8V 2 M. Wingerte, Olichsmull, 62 M. Busch, Hof (5% M.), 1 M. Koil- gardt und viele Weinrenten. 8. Memorienbuch oder Liber praesentiae der Kirche S. G., Pergament in ebensolchem Umschlag, gross 19 X 14 cm, angelegt vor 1338, die Nachträge sind meist auch aus dem 14. Jh. Vorgebunden ist ein Kalender des 13. Jahrhunderts. Am Ende des Memorienbuches steht: „Anno dni MCCC tricesimo octavo. Summa tocius libri pncie maldra tritici CCCOCXXVII. Summa siliginis CCXLVI." Von viel späterer Hand (c. 1600?): „Summa totius anni Trit. 509 maldra, Silig. 405^2 maldra." Dann folgt unsere Urkunde n. 274, und hiernach in einem besonderen aus 6 Blättern bestehenden Hefte ein Bericht über gewisse Leistungen einiger Höfe, und die Verteilung jener Leistungen. Dasselbe ist wohl c. 1258 (vgl. ÜB. p. 27 u. 147) abgefasst, nur der letzte Satz (Ad ista etc.) und die Niederschrift des Ganzen in unserem Memorienbuch sind von c. 1340. Der Bericht lautet: Quandocunque aliquid est dividendum XI prebendis, tunc dabitur canonicis qui sunt infra scolis (!) et vicariis prelatorum cuilibet eorum quadragesima pars. Primo dicendum est de festis mobilibus. Dnica quando cantatur Esto michi dabuntur 84 simelle de granario dominorum de 2 maldris tritici ad duplicem preben- dam, unde habebunt duo sacerdotes et duo campanarii, cuilibet eorum unam; residue dividentur 40 prebendis. Eodem die datur ama vini de cellario dnorum, unde habebunt 2 sacerdotes et 2 campanarii cuilibet eorum dim. scophum, residuum dividetur 40 prebendis. Item dabuntur de Bagheym 30 pulli, et de Osenaue 7, et de qualibet curia quo servit per annum 7, preter de Virsene, unde habebunt 2 sacerdotes cuilibet eorum 1, residui dividentur 40 — VII — prebendis canonicis pntibus; et cuilibet famulo portanti pullos dabitur scophus 1 tm. Item dabitur de Merheym agnua vivus, de Ense 1, et de Crele 1; unde habebit prepositus dim., decanus et scolasticus V 4 , choriepus 1 j i , et sie descendendo inter priores tm; et est presencia tarn decano quam ceteris. Item Bagheim dabit pil- ^eum salis pistori. Quando ama vini datur 40 prebendis, tunc habebunt 2 sacerdotes cuil. dim. stophum, et 2 campanarii insimul dim., et pueri can[onici] et vicarii prelatorum stophum tm. Item quando pulli dividuntur, tune habebunt 4 officia, canonici scolares et vicarii prelatorum cuil. de XXY dim. Item quando denarii de vaccis dividuntur, tunc cellerarius habebit 2 sol. de una marca et 12 den. de 1 marca 1 ); residuum 40 preb. canonicis pntibus. — In die cinerum dabit Crele 16 den. pro 100 ovis, Langenache 8 pro 50, relique curie que solvunt magna ser- vicia dabunt 4 sol. pro 300 ovis, preter Wilre et Husen et que solvunt parva servicia dabunt 2 sol. pro 150 ovis. Ad istos de- narios dabuntur 4 maldri tritici de granario dnorum, qui dicuntur placentales. Et dividenda sunt in 67 partes; unde habebunt 4 officia, 2 sacerdotes, 2 campanarii, plebanus s. Cristofori, 16 hus- genosen, cocus et hostiarius dni prepi cuil. eorum 1 partem, residuum dividetur 40 canonicis pntibus et est pncia; tarnen detur hospitibus. — Dnica qua cantatur Invocavit dabitur panis et ama vini sicut in dnica Esto michi. — In festo pasche dabuntur 3 maldra tritici de Bagbeym, unde de 2 fiunt 40 cunei et 40 foce; de tercio fiunt 40 semelle dividende 40 canonicis; item datur ama vini de cellario dnorum. Item feria II datur ama de domo de Schinna; item feria III una et in octava una de cellario dnorum. De hijs singulis habebunt 2 sacerdotes cuil. dim. scophum, et 2 campanarii dim. insimul. Res. div. 40 can. pntibus. — In as- censione dni dabit Udenkoven 25 pullos et pilleum salis. — In die pentecostes dabit Lovenich 25 pullos. Et panis de Bagheym sicut in die pascha. — In die Margarete dabitur de Grisenwilre [== Grinesw.] amam vini bonam (!), et 5 sol. dividendi 40 canonicis pntibus tm; item 84 semelle de 2 maldris tr., unde habebunt 2 sacerdotes et 2 camparii cuil. 1, residue div. canonicis pntibus. — In divisione aplorum datur ama vini claustralis de domo ex op- posito cellarii dnorum quondam mgri Wilhelmi, unde habebunt 7 ! ) vielleicht ist vor 12 den. ein Wort ausgefallen. — vm — 7 sacerdotes, plebanus s. Cristofori, custos dormitorii et 2 camp, cuil. 1 stophum; residuum canonicis pntibus. — In die b. Marie Magdalene datur ama vini de altare (!) b. virginis Marie; div. tm 40 canonicis pntibus. — In die b. Iacobi apli dabit plebanus s. Cristofori 4 urnas vini et 40 den.; unde habebunt 7 sacerdotes et plebanus ptus cuil. eorum 1 stophum, et remanentes 40 stophi l ) 40 canonicis pntibus. Item idcm plebanus dabit 45 semellas de 6 sumbrinis tr., unde habebunt 2 sacerdotes cuil. 1, et plebanus ptus 2, et 2 campanarii tm 1, residue 40 can. pntibus. Item eodem die dabuntur de Grivenkoven 10 pillei salis qui faciunt 80 sumbrina, de quibus habebit pistor 16, canonici scolares et vi- carii prelatorum, si sunt pntes, cuil. 1 sumbr., res. div. dnis pntibus. — In assumptione b. Marie v. dabit Ginburne 25 pullos, item dabitur dim. marca pro dim. vacca et 3 sol. pro porco de Bo- derich. —In die b. Helene dabitur dim. marca pro dim. vacca, s(olvent) Munheym et Merheym. — In decollatione b. Iohannis dabit Virsene 50 pullos et pilleum salis pntibus. Item 1 marca pro 1 vacca de Virsene. — In nativitate b. Marie virg. dabit Gynburne pilleum salis pi- stori; item dabitur 1 marca pro vacca, solvunt Ense, Crele, Zwist, Langenache, quivis 3 sol. — In die s. Gereonis dabit Virsene 50 pullos; item Crele 25, et pilleum salis et sumbrinum pi- rorum; item dabuntur 2 marce pro 2 vaccis, 1 marca de Virsene, de Wissersheym 6 sol. et de Gunterstorp 6 sol. Item eodem die dabit custos 40 tabulas cere dividendas 40 can. pntibus, et est pntia; de 2 talentis fiunt 3 tabule. Item datur panis de Bag- heym sicut in pascha. — In f. Maurorum dabit Gunterstorp 12 pullos dividendos tm inter priores pntes. Item datur ama vini de domo Gumperti dividenda 40 can. pntibus. — In f. omnium sanc- torum datur marca pro vacca, Udinchoven 6 sol. et Bagheym 6 sol.; item datur panis de Bagheym sicut in die pascha. — In die b. Katherine virg. datur ama vini sicut in die divisionis aplo- rum de eadem domo. — In f. b. Andree apli dabit Merheym 50 sol., unde qualibet prebenda habebit 12 den., et decanus, scolasti- cus, 2 sacerdotes, custos dormitorii, vineator et hostiarius prepi cuil. habebit 12 den., 2 camp. cuil. 6 den., celerarius 2 sol. — In die Crisanti et Darie datur ama vini de cellario dnorum, de qua habebit cuil. socius sacerdos scophum et cuil. socius non sa- ! ) also 1 urna = 12 slophi (24 — Quart). — IX — cerdos dim. et custos dormitorii scophum. — In die b. Thome apli dabit Buderjch pilleum salis. — In Dativitate Dni dabit Bude- rich 25 pullos, item datur panis de Bacheym sicut in pascha; item dandi sunt denarii convivales, ad quos dabit Gysenkirchen 7 marcas, Buderieb 6 sol., Munbeym 6, Merheym 6, Enze 6, Crele 6, Zwist 6, Langenache 6, Wissersbeym 6, Gunterstorp 6, Udenkoven 6, Wirsen 6, Bacheym 6, Bale 20 sol,, summa 13 marce et 20 sol.; unde habebunt 2 sacerdotes cuil. 26 den., custos dorm. 14 den., duo campanarii cuil. 13 den., res. divid. 40 canonicis pntibus, et est pneia. Item pte curie qualibet earum dabit 4 sol. ad celerariam preter Gysenkirgen que nichil dabit; et Gunterstorp dabit 15 sol. et 3 den., et Crele 6 sol., cum qui- bus denariis supplebuntur 10 parva servicia. — In die s. Stephani dabit Merheym 25 pullos et pilleum salis. — In die b. Iohannis dabit Munheym 25 pullos et p. salis. — In f. Innocentum Use- naue 25 pullos et p. s., cuilibet famulo qui portat pullos datur stophus vini et semella. — In f. circumeisionis dabit Enze 25 pullos et p. s.; item dabuntur 3 maldra tr. de granario dnorum unde fiunt 86 eunei qui ponderat dimidiam marcam plus ceteris sine focis, unde habebunt 2 sacerdotes et pl. s. Cristofori cuil. 2, res 40 can. pntibus et est pneia. — In f. epiphanie dabit Zwist 25 pullos et p. s. pistori. — In f. purificacionis b. virg. Marie dabit Lovenich 25 pullos et Wissersheym p. s. — In f. s. Blasii dabit eccla 3 pernas [~ Speckseiten] bonas que dividende sunt in 49 partes, unde habebunt 4 officia, 2 sacerdotes, pueri, 2 campanarii, plebanus s. Cristofori cuil. eorum 1 partem; residuum div. dnis pntibus. — In nativitate b. Johannis Bapt. dabit Gunterstorp 25 pullos et p. s. — In die aplorum b. Petri et Pauli dabuntur de Udenkoven 2 madra tr. ad panem et 5 sol. pro 4 ovibus et ama boni vini. Ordo qualiter curie serviant. Dnica post Margarete serviet Buderieb, deinde Munheym et Merheym, Enze et Crele, Zwist et Langenache, Wissersheym, Gunterstorp, Udenkoven, Virsene. — Nota quod Enze et Crele serviunt tantum quater in anno, et hoc seeundum cursum anni Bacheym servit ter in anno; s. [= semel ?] dnica proxima ante Martini, item Exurge, tercio in die pentecoste. Wilre servit dnica post Martini, item in oetava pentecoste. Husen servit in ultima septimana Iunii. Singulis annis dabuntur 10 parva servicia, seil. [2] ultimis septimanis ante natale Dni; item 7 que — X — incipiunt Esto michi usque ad diem palmarum incluso ; ultimum sabbato proxima (!) ante nativitatem Iohannis B. Virsen dabit omni anno 12 marcas, Udenkoven 6 marcas pro serviciis de Gunters- torp; et Virsen serviet primo et postea Udenkoven cum pena, et deinceps Gunterstorp. Nota quod servicium septimanale extendit se ad summam 4 marcarum et 4 sol. de 30 prebendis; habent qualibet ex eis 17 denarios, 10 vero parve prebende qualibet earum 8 l j 2 ; unde habebit decanus S 1 ^ den., coriepus 1 d., camerarius 1 d., custos dormitorii 3'/ 2 d., vineator 2 d., scolasticus 1 d., 2 vi- carii beatorum Petri et Egidii 3 d. simul; 2 campanarii 2 1 j 2 d., cellerarius 3*^ d., et remanent 2 d. . Ad ista servicia septimanalia statutis tpribus requirendä tenetur prebenda Lamberti de Dollen- dorp denunciare in Buderich, in Munheim cocus, in Merheym custos dormitorii, in Enze caplum, in Crele carpentarius prebenda Winnari, in Zwist caplum, in Langenache carpentarius, in Wissersbeym pistor, in Gunterstorp Glasprovende 7 sacerdotes, in Udenkoven caplum, in Virsene huysgenose prebenda Bucstel, in Bacheym parvus Johannes. Die elfte Seite des Heftes ist frei, auf der zwölften steht von einer Hand des 14. Jhs: Curtis de Ambele solvit annuatim 187 maldra tr. et 21^2 m. sil., 9 marcas et dim. marcam pro mema Heriberti de Heyse. — Moirstorp solvit 153 maldra tr. et 9 sol. ad luminare capelle b. Cecilie. — Gysenkirgen solvit 120 m. ordei, 6 m. tr. et 18 m. sil., et 7 marcas circa f. nat. Christi. — Synsteyden solvit 26 -m. sil. — Mansus in Berghusen solvit 8 m. tr. — Ottinheym solvit 70 m. sil., 70 m. avene., et 1 marcam in inventione s. Stephani. — De curte dta Nueburg 1 ama vini claustralis annuatim. Ambele solvit ad pntiam 40'/2 maldra tr. et 5 m. sil. de festo b. Margarete usque ad crastinum b. Gereonis. — Moirstorp solvit 16 m. tr., et duo de Decsteyn ad predictum (??) diem. — Synsteyden solvit 8 m. sil. Nota quod universalis summa jurnalium solventium decimam in curtem de Ambele est 35 mansus et 35 jurnales. Summa agro- rum curtis ibidem est 5 mansus, de quibus solvitur decima ad diversa loca. 9. Ein Memorienbuch, aus 16 X 11 cm grossen Pergamentblättern mit pergamentenem Umschlag. Dasselbe ist eine nicht ganz wörtliche Abschrift des vorigen und mag c. 1340 angefertigt — XI — sein. Auch dieses hat einen Anhang, bestehend aus 8 Blättern, von denen aber nur die 4 ersten von alter Hand, wohl ebenfalls c. 1340, beschrieben sind. Zuerst steht eine undatierte Urkunde, in welcher der einstige Priesterkanoniker Godeschalk von S. Gr., jetzt „frater minor", erklärt, dass er der Kirche S. G. 40 Mark übergeben habe, um dadurch erstens eine feierlichere Regelung des Festes der hh. Dreifaltigkeit, und zweitens für sich und seine Eltern Olifer und Aleyde eine (gemeinschaftliche) Memorie zu stiften. — Hierauf folgt die (unvollständige Abschrift) einer Urkunde, in welcher Wilhelm von Schinnen, der Kämmerer Godefrid, der mag. Johannes als Treuhänder ihres Mitkanonikers Hartliv, sowie Heribert von Hey8e und Theoderich als Treuhänder ihres Mitkanonikers (an S. G.) Goizwin von Milne mit Einstimmung des Kapitels von S. G. (c. 1266) angeordnet haben „in laudem et honorem corporis dni nri Iesu Christi . . . quod festum ipsius eucharistie deineeps proxima quinta feria post oetavas pentecostes in nra eccla in per- petuum singulis annis . . . sollempniter . . . celebretur". Es wird näher angegeben, wie das Eest und die Octavtage zu begehen seien, und welche Presenzgelder dabei gezahlt werden sollen. U. a. heisst es: ante missam ipsa quinta feria sollempnis fiet pro- cessio cum cappis purpureis choralibus circa claustrum cum corpore Cristi deportato et capite sti martiris [Gereonis] et Corona ste Helene regine ... ad s. Cristophorum cum cantibus est eundum; proxima vero dnica cum pta sollempnitate . . . cum processione et reliquiarum deportacione circa claustrum, et ad s. Quintinum est eundum." Papst Urban habe „vere penitentibus et confessis", je nachdem sie sich an der Feier beteiligen, mehrere Ablässe von 100 und von 40 Tagen bewilligt. — Weiter steht da eine Notiz, dass für die Memorie des Dechanten Hermann von Yileke jedesmal eine Mark „de domo claustrali quinta" zu verteilen sei , und zur Erklärung wird notiert: „prima domus claustralis dicitur domus in exitu ambitus nri sita, annexa dormitorio versus oeeidentem; seeunda vero dicitur domus eidem domui contigua; et sie de aliis seeundum ordinem procedentem usque ad partem monasterii versus aquilonarem." — Endlich folgen eine Anzahl kleiner Notizen, in deren einer eine „domus lapidea dieta ad puellam supra plateam [s. Gereonis ?] in parochia s. Christofori" erwähnt wird ; eine andere sagt: „de molendino in Langenage dantur annuatim 2 maldra sil. ad luminaria novorum candelabrorum dni Razonis." — XII — 10. Ein Memorienbuch der Vikare von S. G., 29 X 23 cm grosse Pergamentblätter, Holzdeckel überzogen mit schwarzem Leder, welches durch Pressungen verziert ist. Das erste Blatt ist zum grössten Teile herausgeschnitten. Das Buch ist angelegt c. 1400 und bis in das 18. Jh. (aber wohl mit Auslassungen) ergänzt worden. Auf einem Vorblatt steht die Abschrift einer Urkunde der 7 und aller Vikare von S. G. de dato 1365, die Iovis, quinta mensis Iunii, nach welcher sie zum Dank für die 12 Mark jährlicher Einkünfte, welche ihnen der Kan. Heinrich von Oyre „ex bonis et domibus suis" zur Besserung ihrer Lage hinterlassen hat, für den Schenkgeber und dessen Eltern Heinrich und Bola monatlich je 1 Memorie halten werden. 11. „Liber Memoriarum servandarum in capella s. Iohannis in eccla s. Gereonis ad usum vicarii s. Petri," (ein zweiter Titel lautet ähnlich, schiebt aber noch ein „per fraternitates Septem, duodecim, et omnium vicariorum"); Papierhandschrift des 18. Jhs, gross 22 X 19 cm., gebunden in rotes Leder. Das Buch enthält vor und nach den Memorien manche andere die Einkünfte und sonstige Verhältnisse der Vikare betreffende Notizen. Wir heben einige aus. Bl. 2 steht: „a. 1758. 1 Schilling facit 6 obulos, 1 denarius medium obulum" (ob hier nicht obulus und denarius verwechselt sind?). Bl. 8: Prima julii eo anno quo Hungari hinc Aquisgranum proficiscuntur servantur vigiliae defunctorum legendo vesperas cum 3 nocturnis et laudibus in capella et sie deserviuntur per vicarios presentes memoriae totius menses Iulii, clauditurque capelle usque ad primam Augusti ad seeundas vesperas. A. 1762, quo Hungari hie fuorunt Kai. Iuliis nonnisi Miserere pro currente memoria dictum fuit, et iudicatum, quod quilibet privatim teneatur orare officium defunctorum per totum mensem multis contradicen- tibus, interim meo iudicio clausio capellae est corruptela et abusus, cuius emendationem pro exoneranda mea conscientia promovere, licet frustra eo anno et sequentibus conatus fui, memoriae namque fundatae sunt non pro singulari, sed communi recitatione officii in capella. — Anno 1776 ex mandato Aug. Reg. Apost. Mariae Theresiae Hungari emanserunt, nihilominus capella fuit clausa. — Bl. 11 f.: In eccla nra vicarii sunt in multiplici differentia; sunt enim qui quatuor vocantur per Simonem quondam ecclae prepum dotati et nunc ad ministeria altarium s. Andreae, Martini, Mauro- rum et Mauricii, sunt alii tres ad altaria s. Sebastiani, Petri et — XIII — Iohannis B. destinati, qui istis quatuor connumerantur et consti- tuunt... „septcm". Sunt preterea quinque, uti Quintini, DioDysii, Crucis, B. V. Mariae, Alcxii (alias Magdalenae), qui cum memo- ratis Septem faciunt et vocantur „duodeeim"; istis denique accesse- runt novem Caeciliae, Catharinae, Gereonis, Iohannis ev., Pauli, Nicolai, Victoris, Blasii, Iosephi et Helenae, qui vocantur cum predictis „omnes" . . . Praebendis 7 sacordotum olim annexa est praebenda laicalis, reparatio fenestrarum per ordinationem com- missariorum D. Henrici aepi . . . Vicariac Helenae, Pauli, Nicolai, Evangelistae, Catharinae, Collatoressuntscholastici. — Vicariae Caeciliae, Baptistae, Magdalenae, Gereonis (quae a. 1690 extineta est, et praesentiis chori applicata) sunt monocula [=simplicia?], Gereonis monoculum conferebatur olim ab inhabitante aedes, quas inhabitat D. Grammey [also abgeschrieben aus einer Urschrift von c. 1645], Baptistae pro tpre camerario, Caeciliae a D. Seniore, Magdalenae a D. prepo pro tpre; reliquae 12 vicariae conferuntur a D. Decano, si in mense capli vacent [hier fehlt wohl etwas], et sie de ceteris. Leider habe ich die genannten und auch sonst noch vorhandenen Memorienbücher von 8. G. für dieses Weik nicht benutzen können, da hierzu ein verhältnismässig allzu grosser Raum erforderlich gewesen wäre. 12. „Inventarium litterarum aliorumque iurium tarn in domo capitulari, quam archivio illustris ecclesiae ad s. Gereonem reper- torum erectum sub anno Dni 1645," ein Folioheft von c. 17 Papierblättern, mit Pergamentumschlag. — Einen näheren Bericht werden wir vielleicht an einer anderen Stelle erstatten. 13. „Catalogus listerarum originalium, quae in archivo su- periore illustris ecclesiae s. Gereonis asservantur, anno 1760 con- scriptus". Papierhandschrift in folio, Pergamenteinband. Die „pars prima et anterior" (S. 1—82) zählt die Aktenstücke auf, welche vorhanden waren und betrafen: Aldenrath, Arne), Arweiler, Bachern, Bickendorf, Boickum, Buderich, Burscheidt, [Kirch-] Daun, Deckstein, Dussel, Entz, Evinckhoven, Frankhoven, Gereonsweiler, Gysenkirchen, Gunterstorff, Hemmerden, Heppendorf, Holtzweiler, Kelzenberg, Kirchholtz et Selgersdorf, Kreel, Lachern, Langenach, Loevenich, Lommersum, Merrhem, Monheim, Morstorf, Oppendorf, Ottenheim, Rheincassel, Synsteden, Spiel, Thoor, Uding- hoven, TJpladen, Viersen, Zwist. Dann folgt „pars seeunda lite- rarum originalium, quorum multae ex archivo inferiore translatae — XIV — sunt", und zwar zuerst (S. 87) 5 Bullae, dann die Stücke, welche die 3 Praelaten betreffen; S. 91 ff. Privilegia, Iura et Statuta; 96 f. In- corporatio ecclesiarum; 98 ff., Vicarii; 103 ff. Privilegia Cleri; 107 Documenta Natalium; 108 f. Prebendarum collatio, 110 ff. Funda- tiones Memoriao. Im ganzen ergibt sich, dass wir die meisten und namentlich wichtigeren der damals vorhandenen Aktenstücke auch noch heute besitzen. Nur die 9, Bockum (bei Wittlaer) betreffenden Stücke sind mir unbekannt geblieben; das älteste von diesen ist „Ordinatio concernens hospitale Teutoburgense obligatum sub defensione curmedao 6 marcas Brabanticas solvere de anno 1436". Im allgemeinen sind die sämmtlichen Angaben inhaltlich von sehr geringer Bedeutung. Bemerkung über „huva" (s. S. 749). In n. 12 (S. XIII) wird das "Wort öfters mit „vitta" übersetzt; man bat also im 16. und 17. Jh. an die Haubenform des Gewölbes gedacht. Ferner ist nachzutragen, dass das S. 8, 74, 102, 315 und 347 vorkommende Luvenich, wie ich mich durch Bemerkungen in n. 12 (S. XIII) überzeugt habe, = Luvenich s. Erkelenz und nicht = L. bei Köln ist. Freilich besass 1523 und 1540 S. Gr. auch in „Loevenich prope Brauwieler" 1 Hufe Land = „60 jurnales in una petia". S. 568. Z. 10 lies „Kenienersguet zu "Woringen". Erklärung der Abkürzungen. Die Abkürzungen, welche ich manchmal angewandt habe, sind die auch in den Urkunden selbst gebräuchlichen und daher den Fachgenossen bekannt. Um jeden Zweifel zu heben, soll aber doch die Erklärung derselben hier folgen: aepus = archiepiscopus. ap. = aplus = apostolus; aplicus = apostolicus. arabische Ziffern (1, 2, 3) sind gewöhnlich angewandt, wenn in der Vorlage die Zahl in Worten ausgedrückt war; die römischen Ziffern sind meist auch als solche wiedergegeben, aucte aplica = auctoritate apostolica. caplum = capitulum. cancus = canonicus. conepus = conepiscopus. DK. = Dechant und Kapitel. dec. = decanus. den. : = denarius. dim. = dimidius. dnus, dni etc. = dominus, domini etc. eccla = ecclesia. epus K. = = episcopus. = Kirche. mema = memoria. monrium = monasterium. nr, nri etc. == noster, nostri etc. pns, pntis etc., pntia = presens, presentis etc., presentia. ptus, pti etc. = predictus, predicti etc. prepus = prepositus. sil. = siliginis. sol. — solidus. t. ar. = terra arabilis. tr. = tritici. tpris, tpri etc. == temporis, tempori etc. vr, vri etc. = vestor, vestri etc. 1.— 866, Jan. 15. Kg. Lothar IL bestätigt eine Verfügung Gunthar's, des Verwalters der Köln. Kirche, nach -welcher den einzelnen Klöstern der genannten Kirche bestimmte Güter zu ihrem Unterhalt zugewiesen worden waren. In nomine omnipotentis Dei et salvatoris nri Jesu Christi. Lotharius divina annuente dementia rex.....Igituf omnium fidelium sancte Dei eccle ac nrorum presentium videlicet et futurorum noverit industria, qnia Guntharius venerabilis Agrip- pinensis eccle gubernator et pius rector nris detulit obtutibus quandam conscriptionem — in qua continebatur, qualiter ipse clero s. Petri in memorata Agrippinensi civitate consistenti et reliquis s. eccle fidelibus laicis communi consensu parique voto l ) ordinaverit atque solemniter roborando statuerit, ut deinceps canonici in eadem s. matre eccla seu et in ceteris monasteriis tarn infra ipsam civitatem, quam que et extra, que ad eundem episcopatum et ecclam s. Petri pertinere nos- cuntur, id est monasterium martyris Christi Gereonis et sanc- torum sociorum eius, sed et s. Severini Christi confessoris, monasterium quoque s. Cuniberti, monasterium beatarum vir- ginum, monasterium ss. Cassii et Florentii martyrum, monasterium s. Victoris Christi martyris, necnon et eccla s. Panta- leonis, que ad thesaurum et luminaria eiusdem matris eccle pertinere dignoscuntur, sed et hospitale inibi ob pauperum receptionem constructum, deinceps absque alicuius sumptuüm indigentia perennibus temporibus consistere quivissent — deprecans nram pietatem, xit eandem conscriptionem per nram confirmare non dedignaremur pragmaticam. Verum nos eius ordinationem pie examinando ratam atque necessariam esse arbitrantes, ut celestis suflragii nobis copiosior adsit gratia, hos excellentie nre apices fieri statuimus, per quos precipientes 2 — 2 — iubemus, tit ecclas 2 ) predia villas 2 ) sive omnes res — quas iam prefattis vir venerandus Guntharius, tarn in eadem sancta matre eccla, quam que et in reliqnis Deo dicatis locis, que ad eam, ut supra prelibatum est, tarn infra ipsam civitatem Coloniensem, quam quo et extra pertinent, ob utilitatem cano- nicorum et stabilitatem oarundem ecclarum Christi, divino ductus fervore per sue delegationis ordinationem et nobilium virorum assensionem corroboravit — deinceps in iure et guber- natione presignatorum canonicorum potestate et ordinatione perseverent, nullusque eis aliquam contrarietatem aut dimi. nutionem in iisdem rebus inferre quoquo modo prosumat, sed hoc nro iuvamine preveniente liceat eis easdem res in suorum sumptuum utilitate et luminum preparatione quiete retinere et retinendo, prout pie statuerint, in omnibus ordinäre; qua- tenus delectet eos pro pii genitoris nri et genitricis anime salute et nra seu prolis nie stabilitate propensius exorare divinam misericordiam. Et ut hec nre corroborationis autho- ritas pleniorem in Dno obtineat vigorem, manu propria subter eam confirmavimus et annulo nro assignari precepimus. Signum Lotharii Serenissimi regis. Hervotmundus nota- rius ad vicem Grimaldi recognovi. Data XVIII Calendas Februarii a. Christo 3 ) propitio regni Lotharii gloriosi regis XI, indictione XV. Actum Aquisgrani palatio regio, in Dei nomine feliciter amen. Ego in Dei nomine Gnntarius firmavi. Signum Erimbaldi. Signum Liudberti. S. Wicfridi. S. Sige- hardi. S. Albolfi. S. Williberti. S. Alfwardi et Werimbaldi. Gedruckt nach einer jetzt unbekannten Vorlage bei "Würdtwein, Nova Subsidia, IV, 23 (zu 852); und nach Gellenii farragines 20, 683 bei Ennen und Eckertz, Quellen I, 447, 2 (zu 867). !) Entweder fehlt hier „petentibus" oder ein Wort von ähnlicher Bedeutung, oder aber es ist „cleri.. .. consistentis et reliquorum a. eccle fide- lium laicorura" zu lesen. — 2 ) Lies: eccle und ville. — 3 ) So, und nicht Christi, wie E. u. E. haben, ist zu lesen. Mühlbacher hat mit Recht die Urk. in 866 gesetzt, obschon die In- diktion um 1 zu hoch ist, was aber — wie M. bemerkt — 862 bis 866 in den Urkunden Lothar's wiederholt vorkommt. Ausschlaggebend ist für mich der Notar Hervotmund oder Hrodmund, der als solcher zuletzt 866, Jan. 17 amtiert; 867, Jan. 17 recognosciert Berlandus. — 5 — 2.— 873, Sept. 27., Köln. Erzb. Willibert bestätigt auf einer Synode in Uebereinstimmung mit den andern Synodalen die folgenden bereits von Erzb. Gunthar getroffenen Bestimmungen: 1) den, einzelnen Klöstern (Stiften) sind zu ihrem Unterhalte aus dem Gesamtvermögen der Köln. Kirche gewisse Güter übergeben worden; 2) die Klöster (Stifte) sollen frei in der Wahl der Prälaten sein; 3) der Propst eines jeden Stiftes hat dieses zu regieren und dessen Güter zu verwalten; 4) die Kanoniker können ihre eigenen Güter und namentlich ihre (Kanonikcds-) Wohnungen andern Mitkanonikern testamentarisch vermaclien. In nomine sanctae et individuae trinitatis. Willibertus divina praedestinantc dementia Co- loniensis civitatis archiepiscopus. Noverit omnium sanctae Dei ecclesiae fidelium praesentium scilicet et futuro- rum industria, qualiter Guntharius sedis nostrae venerabilis pastor, divino ductus amore, una cum consensu et voluntate suorum clericorum ac laicorum nostrae matricis ecclesiae rebus privatim singulis monasteriis ad hunc pertinentibus'), ac ca- nonice in eis commorantibus sumptuum suorum necessaria babonda delegavit atque contradidit: quatenus deinceps vide- licet eadem monasteria et iidem canonici futuris temporibus perpetualiter inde consistere quivissent, absque alicuius sumptus indigentia. Praeterea quidem et hoc quisque ecclesiae amator agnoscat, qualiter iam fatus vir pastoralis (sumptibus neces- sariis, ut praelibatum est in praesignatorum jus clericorum, ex donatione ordinabiliter atque regulariter delegatis atque distributis) illis concessit atque donavit, ultra licitum fore cum secura potestate et libero arbitrio inter se ordinäre et facere, tarn de sua electione, quam de omnibus suis rebus absque eius consultu et imperio. Similiter vero cunctis innotescat, quod idem supra memoratus pastor in futurum praecavens, ne praelati, ordine regiminis confuse utendo, aliquando inter se fortem defen- sionem [dissensionem?] inde incurrerent, ac ne ob hoc statutum clerici tandem instabiles denuo sicut prius, absque correctionis et increpationis timore huc illucque vagabundi liberius discurre- rent, docrevit, ut praeposito in sibi subjectis nullus nee prae- latione, nee potestate superponeretur, sed idem potius in am- bobus super omnes praestantissimus haberetur, ac insuper eorundem subjeetorum res communes interius exteriusque ipse — 4 — soius cum consilio prudentum benevolentiumque fratrum guber- nans diligcnterque providens, totum in suam assumeret reser- vandam custodiam, quidquid ox his debiti proveniret, et sie postea summa cura atquo diligentia id ipsum in illorum utili- tatem ministrando dispensaret. Nihilominus, scilicet ipse idem- que beatae et dignae memoriae vir, et divini consilii inspi- ratione admonitus, firma ac perpetua lege saneivit, ut nullus unquam pontifox sine illorum conscientia sive consensu, de ipsa substantia, minimam unquam praebendam alicui per poten- tiam tribueret, aut item in domibus, sive in aedifieiis in urbe, vel extorius circa urbem, sibi jam a quibuslibet in eleemosy- nam datis, seu deirieeps donandis, aut usquam alibi in caeteris universis illorum locis in Omnibus rebus, absque consensu, et communi eunetorum voluntate, quidquam eis per potentiam, sive per aliquam vim destrueret, illorum donationem seu tra- ditionem, quam inter se in claustro de qualibuseunque suis rebus, testibus adhibitis fecissent, hoc illis quasi in jus haere- ditarium firmiter concedens, quatenus quisque illorum sive nobilis, sive ignobilis esset, usque in sempiternum liberum haberet arbitrium, suam mansionem cum caeteris quibuseun- que rebus donare, seu etiam tradere euieunque suo confratri voluisset, post obitum suum possidendam, absque ullius epi- scopi consultu, sive contradictione. Hujus itaque ordinationis ac concessae electionis, atque memorialis decreti praesens conscriptum ob memoriam et eleemosynam nostri fierivolentes, jussimus illud in conspectu totius synodalis conventus publice recitari, quem simul nobiscum hodierno die collectum habui- mus ob nostrae ecclesiae dedicationem faciendam et ob plu- rima divina traetanda negotia, id est, coram Luitberto, saneto viro, Moguntiensis ecclesiae archiepiscopo, nee non Bertolpho, Trevirensis ecclesiae archiepiscopo, ac coram plurimis aliis episcopis tarn suis, quam nostris suffraganeis, nee non coram caeteris omnibus sacri ordinis viris praesto habitis, quatenus illorum communi examinatione probaretur, si esset a nobis reeipiendum, necne. Cunctis autem unanimiter dijudieantibus, non solum reeipiendum fore, verum etiam digne et juste seeun- dum regulam adimplendum, eo quod regulariter atque rationa- biliter in omnibus ordinatum haberetur, tarn nostra manu subtus id firmavimus, quam etiam propriis singulorum manibus — 5 — roborari fecimus. Unde juxta illorum judicii auctoritatem una cum ipsis proferre damnationis sententiam firmissime decre- vimus, quisquis quasi ecclesiastici ordinis violator ot contemp- tor hoc in perpotuum ausu temerario vel infringere, vel distur- bare aggrederetur. [Jetzt folgen Imprecationen; dann:] His ita rite peractis prostraverunt se in terram, adorantes Dominum atque laudantes dicebant: Benedictus Dominus, quod suae sanctae ecclesiae talem dignatus est conferre pastorem. [Erzb. Luitbert fügt dann noch in seinem und des Erzb. BeHolph Namen besondere Imprecationen gegen jetzige oder zukünftige Bischöfe hinzu, die etwa wagen würden, die obigen Bestimmungen zu verletzen.] Actum Coloniae in supra dicta civitate V kal. Oct. die, sub piissimo rege Ludewico, anno imperii illius XXXIII, anno dominicae incarnationis DCCCLXXIII. indict. VII. Ego Wilibertus praedictae civitatis Coloniensis archiepi- scopns, qui hoc praesens regularis electionis conscriptum fieri iussi, consentiens subscripsi. Ego Luitbertus Moguntiensis ecclesiae archiepiscopus, consentiens conscripsi 2 ). Ego Bertolphus Treverensis ecclesiae archiepiscopus, consentiens subscripsi. Ego Bernardus Virdunensis ecclesiae episcopus, similiter. Ego Alfridus Hildinisheimensis ecclesiae episcopus, similiter. Ego Theodoricus Mimidonensis ecclesiae episcopus, similiter. Ego Herolphus 3 ) Firdensis ecclesiae episcopus, similiter. Ego Luithardus Paderbornensis ecclesiae episcopus, similiter. Ego Hildigrimus Halverstadensis ecclesiae episcopus, similiter. Ego Hodolphus 4 ) Mimigernafurdensis ecclesiae episcopus, similiter. Ego Odilboldus Trajectensis ecclesiae episcopus, similiter. Ego Lubertus 5 ) Osnabrugensis ecclesiae episcopus, similiter. Lubertus presbyter, similiter. Sibaldus presbyter et praepositus similiter, Everhardu.s presbyter similiter, — 6 — Hundolphus presbyter similiter. Reginhardus presbyter similiter. Ego Adelwinus indignus diaconus ad vicem Adeloldi pres- byteri atque cancellarii subscripsi. [Et manu Wiliberti:] Miserere domine, miserere misero Williberto indigna agenti, et digna patienti, assidue peccanti, et tua flagella quotidie sustinenti. Memento mei deus in bono, dens ne deleas miserationes meas, quas feci in domo dei mei et in caeremoniis eius. Amen. Corroboratio gloriosissimorum archiepiscopornm domini Wiliberti Col. Lnitberti Moguntin. Bertolphi Trevirens. necnon et aliorum episcoporum ac suffraganeorum snorum cum cae- teris sacri ordinis viris quam plurimis, ac nobilibus laicis, de sumptibus canonicorum et de electione perpetualiter babenda ac regiminis regularis ordinatione, ut si qui eam infringere conentur, sicut G ) infra scriptum, teneantur summo anathemate, usque in perpetuum, nisi poenitendo resipiscant; extinguatur- que lucerna eorum in perpetuum. Amen 7 ). Weder das Original noch eine alte Abschrift obiger Urkunde ist bekannt. Die letztere ist zuerst gedruckt -worden bei J. Heinrich Heister, Suf- fraganei Colonienses, 16°, Köln 1641. p. 139 8qq. Heister entnahm dieselbe einer Handschrift des Hermann von Wesel, der nach Hartzheim's Bibl. Col. durch Kr. Friedrich III. zum Kanonicus von Aachen und von S. Severin in Köln ernannt wurde; die Handschrift fand Heister in der Bibliotheka Gele- niana (dio beiden Gelen waren Mutterbrüder HeisterV. Aus Heister's Büchlein hat dann Schannat-Hartzheim das Aktenstück abgedruckt in Concilia Germaniae II, 356—359. !) Nescio an restituendum sit: „e nostrae matrici ecclesiae rebus adhuc pertinentibus [de usu huius verbi cf. Lac. I, 81 1. 26] privatim singulis mo- nasteriis ac canonice etc." — 2 ) legen dum „subscripsi" ? — 3 ) Hartzheim hat irrtümlich: Gerolphus, aber p. 360 bei den Unterschriften der Fundatio Par- thenonis Assindiensis richtig: Herolphus. — 4 ) Lege: Bertolfus. — 5 ) Lege: Egibcrtus. — c ) Hartzheim: „si ut". — 7 ) Vorba „Corroboratio — Amen" olim in torgo chartae scripta fiiisse nemo est, qui non videat. 3.— 898(?), April IL (Frau) Wicheburg und deren Söhne Lantfrid, ßeginfrid, Cerho und L'mtfrid erklären, duss sie der Kirche des h. Märtyrers Gereon ; woselbst der ehrwürdic/e Erzb. Herimynn regiert, für das Refectorium der dortigen Brüder gewisse Güter zu Metlere (Methler b. Camen zw. Dortmund und Hamm) und zu Afal- drabechi (Apierbeck zw. Dortmund und Unna) in der Grafschaft Adalbert's geschenkt haben: zu Methler eine zum Hofe Difidis gehörige Hufe mit Wald, Wiesen, Weiden etc. und 3 Mancipien, von denen der erste, Erdac, soicie auch jeder, der nach ihm die Hufe inne haben wird, jährlich 5 sol. als Zins zu zahlen hat; bei Apierbeck ebenfalls eine Hufe mit einem Hofe, Wald, Wiesen, Weiden etc. und 6 Mancipien, von denen der erste, Waldric, sowie jeder, der nach ihm die Hufe inne haben wird, 6 sol. als jährlichen Zins zu zahlen hat. Die Bedingung der Schenkung war, dass die Kirche S. Gereon der Wichburg eine Pfründe mit Nahrung und Kleidung geben sollte, wie sie die Brüder zu erhalten pflegen. Später war der Wichburg auf ihre Bitten gestattet worden, dass sie anstatt der Pfründe den Hof und die Hufe zu Apierbeck in Nutzniessung haben sollte, und diese Nutz- niessung sollte nach dem Tode der W. der sie etwa überlebende Priester Ratbaldus haben. Jedoch musste von der Besitzung jährlich am Gründonnerstage ein Zins von 6 den. an S. Gereon gezahlt werden. Nach dem Tode der beiden genannten Nutzniesser sollte das Gut an S. Gereon fallen. — Verhandelt zu Köln „coram venerabili Herimanno archiepiscopo omnique clero ac populo anno ab ine. Dni DCCC Villi, indictione prima, III idus Aprilis, perfectumque Trutman- nia [Dortmund] ... II idus Maii coram Adelberto preposito de s. Gereone, Rattuario, Ratbodo, Landolfo presbyteris de eodem monasterio . . . anno deeimo regnante Arnulfo victoriosissimo rege feliciter." Unterzeichnet haben die Urkunde der Erzb. Heri- mann (von Köln), der Bischof Eigilbert, der Vicedominus Beginoldus und 14 andere. B. B. f. 117b — 118a. Gedruckt (nach einem in Düsseldorf befindlichen Chartular aus S. Gereon) Lac. IV, 760, 603. Das R. B. hat im Vergleiche mit Lac. folgende Varianten: Zu Lac. Zeile 2: muneris, offerentis; Z. 5: Herimannus; Z. 12 steht vor Waldric „supradictus" ; Z. 17 nach concesserunt: „sanetique ratione" jedoch sind diese 2 Worte von etwas späterer Hand eingetragen und enthalten einen Lesefehler: die hier undeutlich geschriebene Vorlage hatte jedenfalls „sub ea quidem ratione"; Z. IS steht fälschlich „visitantum" statt „iure tantum" ; Z. 23 findet sich vor temptaverit das notwendige „venire", und satt des unsinnigen „nostra" richtig „iram"; Z. 24 ist nach „sanetorum" keine Lücke, und nach „fratribus" steht noch „in- /erat"; Z. 27: „ac" statt „et"; Z. 29: „Rattario" statt „Battario"; Z. 33 steht nach s. Rudtgeri noch „s. Batmari" und hernach „Winc- muri"; Z. 34 endlich hat das R. B. „Vulverici" statt „Ulverici". NB. Die Jahreszahl, die Indiction und das Regierungsjahr Arnulfs stimmen nicht zusammen. Da die erste bei Lac. und im R. B. in Ziffern, die zweite aber in Buchstaben geschrieben ist, so scheint letztere (die ja auch allgemein bekannter war) richtig zu sein. Dann würde aber als Jahr 898 angenommen werden müssen, wobei freilieh das „decimo" in dem Regierungsjahr Arnulf s in „undecimo" zu verändern wäre. — Dass Arnulf noch König — er war seit 896 auch Kaiser — heisst, ist nicht von Bedeutung; bemerkenswert aber ist, dass nicht das Regierungsjnhr Zuentebold's, des Königs von Lothringen angegeben ist. — Der Bischof Bigilbert ist wohl derselbe, der als Notar 895 Juni 4. und Oct. 25., und als Kanzler „ad vicem Herimanni archicapellani" [et archiepi Ool.J von 896 Nov. 11. bis 897 Juli 26. Urkunden Kg. Zuentebold's recognosciert; wahrscheinlich war er nun in Köln Chorbischof (und Archidiakon?). Bin Bischof von Utrecht namens Egibold oder Egilbert starb 900 Sep. 29. (Garns) nach ganz kurzer Regierung: ist das wiedor dieselbe Person? 4.— 1033, Sei)t. 20. Pfalzgraf Hezel, der Bruder Ezzo's, schenkt, um die Not der Dürftigen zu mildern, der Kirche des h. Gereon, ■und zirar zum besten der Brüder, einen im Dorfe Luvenich (Löve- nich b. Köln) gelegenen Herrenhof mit allen dazu gehörigen Hufen, Wäldern, Feldern, Wiesen und sonstigem Zubehör, wobei er sich und seinen Erben die Vogtei über den Hof vorbehält. Jedoch setzt er hinsichtlich der Vogtei fest, dass dieselbe immer einem der Brüder von S. Gereon, der von dem Propste und den Brüdern zu bestimmen sei, zu Lehen übergeben iverden sollte, damit das Kloster nicht durch ge- ■iraltthätige Laienvögte zu leiden habe. — Unter den Zeugen: Hezel, Propst undMeginzo, Dechant von S. Gereon, Graf Everhart. — Actum Coloniae III kal. oct., die in memoria beati archangeli Michahelis in Basilica sti Gereonis, anno ine. verbi 1033, indictione prima, Heinrico (so!) augusto Romanis imperante, archiepiscopatus domni Pilegrimi XII. Original im St.-A. zu Düsseldorf. R. B. f. 120. Gedruckt bei Lac. 105, 169. In diesem Abdruck ist Z. 3. nach „fidurae" ein nicH im Original vorhandenes (und auch entbehrliches) „vitae" eingeschoben, und unter den Zeugen steht unrichtig Pippin statt Lippin. Vor und bezüglich nach der ersten Zeile stehen am Rande die Monogramm*. >R und ., icelohe Pax Cristi — in eva aufzulösen sind und mit jener Zeile zu einem Satze gehören. Pax Cristi omnihus jidelibus tarn futuris quam presentibus multiplketur in eva. Die Richtigkeit des Inhaltes dieser Urkunde zu bezweifeln, liegt kein Grund vor; die Urkunde selbst ist aber unecht. Dass hier die Dechanten der Domkirche und der Kirche S. Gereon mit ausdrücklicher Erwähnung der genannten Kirchen als Zeugen vorkommen, ist auffallend — da diese Sitte erst ca. 50 Jahre später in die Erscheinung tritt —, aber nicht beweisend für die Unechtheit. Diese folgt 1) aus dem falschen Kaisernamen „Heinrich" statt Conrad; 1033 war Conrad bereits 9 Jahre König und 6 Jahre Kaiser, also war ein solcher Irrtum damals nicht wohl möglich; ist aber die Urkunde nach 1080 angefertigt worden, so ist der Missgriff erklärlich, da damals bereits über 40 Jahre Heinrich der Name dos Königs war. 2) folgt die Unechtheit aus den "Worten, mit welchen sich der Pfalzgraf Hezel einführt: „egoHezol, nonmerito sed nomine palatinus comes dictus, domni Ezzonis palatini comitis frater uterinus." Im J. 1033 lebte der Pfalzgraf Ezzo noch, und es ist daher unbegreiflich, dass zugleich sein Bruder Hezel sich als Pfalzgrafen bezeichnet; man hat zwar darauf hingewiesen, dass Ezzo vielleicht damals altersschwach — er hatte in der That über 80 Jahre — und daher sein Bruder sein Stellvertreter gewesen wäre, man hat dieses selbst angedeutet gefunden in dem „non merito", welches zu dem Zwecke falsch mit „nicht dem Rechte nach" übersetzt wurde. Uns scheint sogar das „domni Ezzonis palatini comitis fr. ut." daraufhinzuweisen, dass Ezzo bei Ausstellung der Urkunde bereits gestorben wäre, dass er schon „selig" war („Domini et Domni sancti vulgo appollati" sagt Ducange), was aber, wie schon gesagt, nicht richtig ist; der genannte Zusatz war jedenfalls 1033 ganz unnötig, er ist aber ein erklärlicher Schnitzer, wenn zur Zeit der Abfassung der Urkunde Ezzo und Hezel längst todt waren. Aehnlicho Formeln wie „non merito sed nomine" werden überdies dem Charakter einer Person zugesetzt, wenn dieselbe den betreffenden Charakter wirklich voll und ganz, und nicht blos als Stellvertreter einer andern Person besitzt. Die genannte Formel selbst finde ich nur noch zweimal im 11. Jh. angewandt, und zwar in zwei Urkunden des Erzb. Sigewin vom 22. März 1080, welche auffallenderweise auch beide für S. Gereon gegeben sind, und daher weiter unten aufgeführt werden. In der einen sagt Sigewin von sich „ego non merito sed solo nomine epis- copus", in der andern: „ego non meis meritis sed solo nomine episcopus." Die dem Pfalzgrafen Hezel zugeschriebene Urkunde, welche wir hier besprechen, scheint daher nach jenen beiden abgefasst zu sein. Noch ist bemerkenswert, dass der Urkunde die Hälfte eines Bischofssiegels aufgedrückt ist, welche aber nur das Wort „archiepiscopi" darbietet; war etwa die andere Hälfte mit dem Namen des Erzbischofs nie auf dieser Urkunde vorhanden, und hat sich der Fälscher auch hierin verraten? — 10 — 5.— 1080, Maerz 22. Erzb. Sigewin schenkt den hh. Märtyrern Gottes Gereon und Genossen allen Rottzehnten für vorgenommene oder künftig vorzunehmende Rodungen auf allen irgendwo liegenden Gütern von S. Gereon. Zeugen: Lieniar, Erzbischof von Bremen, Benno Bischof von Osnabrück, Dompropst Berenger, Domdechant Wicmar, Abt Humbert von S. Pantaleon, Propst Hermann von Xanten, Propst Bertold von S. Andreas, Propst Dietrich von S. Georg, die Cctpläne Gerhard, Bero, Hermann und andere; dann Werinbold, Dechant, und die Kanoniker von S. Gereon, Graf Gerard, Vogt ders. Kirche, Graf Adulf Graf Lucio, Vogt Rater, Kämmerer Heinrich und Hermann. — Anno d. ine. 1080, indictione tertia, dato est hec confirma- tionis carta. Henrico regnante. Sigewino Coloniensi archie- piscopo anno episcopatus sui primo. XI kal. Aprilis. R. B. fol. 64 b. — Bei Lac. IV, 762, 606 gedruckt nach dem Char- tular B. des Stiftes. — Im R. B. finden sich folgende Abweichungen: statt „futuro" Z. 4 (Lac.) steht „futurum", statt „prenominate" Z. 13 steht „pre- memorate", und hinter „quovis" Z. 15 findet sich noch „modo". 6.— 1080, Maerz, 22. Erzb. Sigewin schenkt der Kirche S. Gereon auf Bitten von deren Propst Hartwich die Dekanie im Gilgau, und zwar soll der jedesmalige Propst von S. G. zugleich auch Dechant des genannten Gaues sein. Der Erzb. macht die Schenkung, um die Einkünfte der Brüder zu bessern, und damit dieselben jedes Jahr an seinem Sterbetag ein volles Mahl haben sollen. In nomine sanete et individue trinitatis. Sige- winus gratia dei Coloniensis archiepiscopus. Omnibus Christi||fidelibus tarn futuris quam presen- tibus. Qiunn in presenti vita quasi viatores a vera peregri- namur patria. oportet, ut tota mentis devotione per ista dona dei transito||ria nobis aliqua provideamus in futurum refri- geria., Unde ego non meis meritis sed solo nomine episcopus. recolens multitiidinem misericordie parcentis. et severitatem seeundum iustitiam iudicantis. decrevi sanetos dei martjrres. Gereonem et socios eius ex concessis mihi dono dei honorare. et locum eorum pro modulo meo glorificare. ut ipsos in illo — 11 — terribili et valde pertimescendo iudicio promerear intercessores habere. Decaniam itaque in pago. Gilegowe. donavi ecclesie s. Gereonis. postulante. Hartwico. eiusdem ecclesie preposito. ea conditione et iure, ut quicunque prepositus in eadem ecclesia fuerit. etiam decanus in predicto pago existat. ad raeliorandam scilicet. fratrutn predictis martyribus servientium prebendam. et singulis annis in anniversario die obitus mei. ipsis consolationem pleno convivio faciendam. Huius rei testes sunt. Liemarns Bremensis archiepiscopus. Benno Osenbru- gensis episcopus. Beringerus prepositus. et Wicmarus decanus de domo sancti Petri. Humbertus abbas sancti Pantaleonis. Ilerimannus prepositus de Sanctis. Bertolfus prepositus de sancto Andrea. Tiedericus prepositus de sancto Georgio. Gerhardus capellanus. Rubertus capellanus. Bero capellanus. et ceteri. Herimannus. Heinricus. Hezzel. Beringerus. We- rinboldus decanus. cum universis prememorate ecclesie canonici s. Si quis autem huius traditionis violator aut contemptor extiterit. abominationem eorundem sanctorum dei. quos inho- norare presumpserit. incurrat. et eterne damnationi cum Juda traditore subiaceat. Anno dominice incarnationis. dkC L XXX o. indictione. lila, data est hec confirmationis carta. Heinrico regnante. Sigewino Coloniensi archiepiscopo. anno episcopatus sui. I. XI. kal. aprilis. Nach dem Original im Archiv von S. Gereon. Das Kreuz im Anfange, sowie das M in der Jahreszahl sind dem Original nachgebildet. — Im K. B. fol. 95 b. — Gedruckt „aus dem Chartular B des Stiftes" bei Lac. IV, 763, 607 mit verschiedenen, zum teil auch im Copiar vorkommenden Lesefehlern. Der hauptsächlichste ist „Hiletzowe" statt „Gilegowe" ; Lacomblet sagt hierzu in einer Note: Lies „Giletzowe", und versteht darunter auffallender "Weise den Jülichgau. Gemeint ist der Gilgau (um den Gilbach), welcher mit dem Kölngau identisch oder aber verbunden war; das betreffende Dekanat hiess später (14. Jahrh.) „decanatus Bergemensis". In diesem Dekanate übte gemäss den „Consuetudines etc. capituli Berchemonsis, publ. a. 1472", welche Urchs in Niederrh. Ann. 28, 200 veröffentlicht hat, der Propst von S. Gereon noch in dem genannten Jahre wichtige Rechte in Bezug auf die Deehanten- wahl aus. Vgl. noch Giersborg p. XIV und die weiter unten regestierte Urkunde von 1181—85, nach welcher im 12. Jahrh. der Propst von S.Aposteln Dechant im Jülichgau (und der Propst von S. Severin Dechant vom Süchteiner Dekanat) war. — Das Siegel des Erzb., welches auf der Urkunde selbst befestigt war, ist leider verloren. — 12 — 7.— 1131 vor Od. 25. [Sterbetag des Erzb. Friedrich.] We- rinbold, Canonicus von S. Gereon, erklärt, dass er von seinem Gelde eine Mühle im Gügau, zwischen Trosdorf und Zdpp, von dem Ministerialen des Domes Amalrich gekauft, und den Brüdern an S. Gereon geschenkt hat, Die Uebergabe an die genannte Kirche ist geschehen in Gegenwart mehrerer namentlich angeführter Zeugen. In nomine sancte et individue trinitatis. Ego Werinbol- dns beati Gereonis humilis canonicus considerans presentis vite dies peccatis nostris exigentibus ut festinemus ad annbs eternos esse adbreviatos, eosdemque in ipsa brevitate sua ut somper simus parati incertos, cogitavi quomodo substanciolam quam fures furere et raptores dissipare possunt in sacculos qui non veterascunt et in loculos non pertrusos comportarem et deo apud quem substancia nostra est commendarem. Qua- propter molendinum unum in Gilgowe inter Trosthorp et Luppe J ) labore et expensa mea ab Amalrico 2 ) ministeriali beati Petri emi et ipsum ad usus fratrum deo in ecclesia beati Gereonis famulantium in perpetuum contradidi. Ne autem vel ipse Amalricus vel aliquis heres suus super hoc molendinum procla- mationem ammodo facere possit, consentientibus omnibus here- dibus suis, Petrissa videlicet uxore sua et filia sua, Hartwico patre uxoris sue et Adulfo et Hermanno fratribus uxoris sue et Uda sorore uxoris sue beato Gereoni et Werinboldo tra- didit anno incarnationis dominicae millesimo centesimo trice- simo primo. Gesta sunt hec sub piissimo Fridericho Coloniensi archiepiscopo, regnante Luthario secundo et coram hiis testibus : Theoderico cognomento Calff et ministerialibus beati Petri Cunrado advocato, Almaro, Johanne theloneario, Gunzelino, Folmaro de Cherzihe magno, Richewino, Wernero, Ludolpho. R. B. fol. 88 b. — !) Kirch-oder Klein-Trosdorf und Lipp bei Bedburg Kr. Bergheim. Man sieht, wie also auf diese Gegend ebenfalls die Bezeichnung „Gilgau" übertragen war; vgl. die Urk. Erzb. Sigewin's von 1080. — 2 ) "Wohl der „Amelrich de Curia", der auch 1139 unter den Ministerialen des Erzstiftes genannt wird (Lac. I, 225, 335), und 1138 unter denselben als Amelricus de Colonia erscheint (Lac. I, 219, 329). — 13 — 8.— 1136 im Sommer. Erzb. Bruno IL bestätigt einen Kauf, durch welchen der Propst Hugo, der Deckant Rubert und ihre Mit- brilder von S. Gereon von den 2 Freien Sigebodo von Hönniugen und Conrad oou Dossendorf /= Ossendörf?] gegen einen Zins von 54 söl. ein Allod mit einer angrenzenden Mühle, gelegen au der Erft, zu [„Rodhe" == Mühlrath, nu\ Hidchrath] unter Zustimmung des Schutzherrn des Allods, Gerhard's von Mulesvurt erworben haben. In nomine sancte et individue trinitatis. Principium et finis omnium dens cuius dono et gratia ego Bruno Coloniensis ecclesie archiepiscopus satagens ecclesüs eure mee commissis providere salubriter, curam gerere utiliter, emptionem allodii quod fratres ecclesie beati Gereonis secus Aralofam fluvium in loco qui dicitur Rodhe cum molendino adiacente emerunt banno et sigilli mei testimonio confirmavi, et ne posteros lateat, ne quis etiam ullam in hoc deineeps moliatur violen- tiam, presente carta volui rei geste seriem notari. Igitur ecclesie beati Gereonis Hugo prepositus, Rubertus decanus et ceteri confratres consilio et consensu unanimi memoratum allodium cum adiacente molendino sub denominato censu Coloniensis monete quinquaginta quatuor solidorum secus Aralefam fluvium in loco qui dicitur Rodhe a duobus liberis viris Sigebodone de Hoingen et Cunrado de Dossendorp eorum- que coniugibus, quibus idem allodium hereditario iure con- tingebat nullo contradicente in usum communem sibi et posteris suis emerunt et ipsi qui vendiderant in presentia fratrum ad altare saneti Gereonis ipsum allodium concedentes presente et annuente mundiburdo allodii Gerhardo de Mulesvurt cum coniugibus et liberis suis exfestucaverunt. Hoc igitur quieun- que deineeps fraude vel violentia infringere conatur reus anathematis et prostatus ab omni sancte christianitatis com- munione teneatur. Acta sunt hoc anno incarnationis dominice millesimo centesimo tricesimo [sexto l ) ], indictione deeima quarta, regnante Luthario Romanorum imperatore tertio, anno regni eius undeeimo sub hiis testibus quorum nomina sub- scripta sunt: Andreas Traiectensis episcopus, Warnerus Mo- nasteriensis episcopus, Arnoldus maioris ecclesie prepositus, Gerhardus Bunnensis prepositus, Theodericus ecclesie saneto- rum apostolorum prepositus, comes Otto de Rinekke, Henricus ducis Walerammi filius, comes Gerhardus de Iuliaco cum filio — 14 — suo Wilhelmo, comes Adolphus de Berghe, Cunradus cotnes Bunnensis, comes Arnoldus de Duze, comes Heinricus de Kesle, comes Adelbertus de Norvenich, Gerhardus de Ilochstaden, Theodericus de Hengebach. R. B. fol. 66 a. — ! ) Nach „tricesimo" hat das R. B. eine Lücke; -wegen der Indiction ist die Urk. aber zu setzen zwischen den 23. Sept. 1135 und den 24. Sept. J136, wegen des 11. Regierungsjahres Lothar's vor den 30. August 1136. Der vielen auswärtigen Zeugen halber ist daher anzunehmen, dass dieselbe im Sommer 1136 ausgestellt wurde. 9.— 1138 (April, 3. — 22.). „Solemnis decisio de primo loco inter Bonnensem et Xantensem prepositos" (et preposltum s. Gereonis). J. n. s. e. ind. tr. Arnoldus d. cl. favente Col. archiepus .... Erat nimirum inter fratres antiqua et interminata quaestio, eo quod prep. s. Gereonis adversus Bonnensem et Xanctensem prepositos de prioratu sui ordine et loco semper disceptaret, tanquam ipse superiorem eis locum in choro s. Petri et in publicis processionibus ac conventibus habere deberet — contra illis se superiorem habituros J ) locum viva 2 ) ratione affir- mantibus .... Dato igitur utrique parti prolocutore asseruerunt venerabiles fratres Gerardus Bonnensis et Hermannus Xanc- tensis 3 ) prepositi, ob hoc sibi locum superiorem deberi, quia ecclae nostrae archidiaconi essent et illis ecclis presiderent, quibus archidiaconatus a prima constitutione adiuncti essent, et quia in gen. synodo et ceteris conventibus publicis a latere nostro residerent, et ad tractanda sive invenienda seu pro- mulganda iudicia post reliquos archidiaconos nostros primi essent; econtra frater Bruno s. Gereonis prepositus dixit, quod ob hoc sibi locus superior deberetur, 4 ) quia sui predecessores eum eatenus habuissent, quod tarnen reliquus clerus non fate- batur, nam etsi ipse et sui predecessores aliquando superiorem locum occupassent, tarnen res semper in lite remansit. Deinde . . . . a venerabili fratre nostro Arnoldo maioris ecclae pre- posito indicium quaesivimus, quo inducias postulante .... ven. dnum Tietwinum s. Rufinae epum, qui tunc Coloniae fuit, ad hanc causam accivimus, et dnum Alberonem Leod. epum, — 15 - Andream Traject. eputn, Wernerum Monast. epum, Udonem Osnabr. eputn, Embriconem Wirzeburg. eputn et Nicolaum Ca- merac. epum, quibus rei geste ordinem dixitnus et quid eis de iudicio videretur, interrogavitnus. Hi . . . secundum iudicium et consuetudinem omnium ecclarum adiudicarunt archidiaconis superiorem ubique locum. Iudicium ergo datum hoc modo, et in nostra presentia a ven. epis et clero approbatum autho- ritate s. Petri ac nostra ven. Gerhardo Bonnensi praeposito, Hermanno Xanctensi preposito 5 ) et eorum successoribus et eorum ecclis in perpetuum confirmamus, etc. (Folgen viele Zeugen, darunter:) „de s. Gereone Ruberto decano." — Acta sunt Coloniae a. dorn. ine. 1138, ind. I, regnante Conrado se- eunde anno regni eius primo. Auszüglich nach dem Abdrucke (aus dem Original?) bei Günther I, 249. — Das Aktenstück steht auch in Hartzheim, Conc. Germ. III, 338. ') Bei Hartzheim „habiturus". — 2 ) H. vielleicht richtiger: „una" — 3) bei H. fehlt „et H. X.". — *) Bei H.: „deberet\ — 5 ) Bei H. fehlt: „H. X. pr. a . — Unsere Ueberschrift steht so bloss bei Hartzheim, wobei aber wieder unsor Klammerzusatz fehlt. "Wir haben die Urkunde gesetzt in die Zeit, zu welcher die genannten Zeugen auf dem ersten Hoftage des neuen Königs Conrad III nachweislich zu Köln gegenwärtig waren. Vgl. W. Bernhardi, Konrad III, 22 ff. 10.— 1150. Es wird kund gelhan, dass der verst. Propst Bruno v. S. Gereon der Kirche in Gisenkirchen einen Rottzehnten in demselben Dorfe für immer geschenkt hat, mit der Bedingung jedoch, dass die dortigen Pfarrgenossen einen etwa an dem Dache oder dem obern Teile des Kirchengebäudes eintretenden Schaden aus jenem Rottzehnten wieder gut zu machen haben, also ohne Beihilfe des Propstes oder des Pastors. Diese Schenkung, durch den bischöflichen Bann befestigt, ist jetzt nach dem Tode des Propstes durch Walter, den Dechant und Propsteiverir alter von S. Gereon, soicie durch Walter, den Domchorbischof und Pastor dsr genannten Pfarrei, erneuert und auf den Rat des Dompropstes Arnold, des Domdechanten Walter und der anderen Domprioren abermals mit dem bischöflichen Banne bekräftigt worden. — 16 — „Acta . . . MCL regnante Cunrado Romanorum rege au- gusto, presidente Colonie Arnoldo archiepiscopo, presentibus et annuentibus ecclesie s. Gereonis fratribus Waltero decano et prepositure procuratore, Hugone magistro, Alberto cellerario ceterisque omnibus, Reginero advocato ipsius ecclesie. R. B. fol. 89 a. Gedruckt Lac. I, 253, 369. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf; das in der linken Ecke aufgedrückte Siegel zeigt eine männliche Figur mit kurzem Leibrock, welche in der Linken eine Palme hält. Von der Umschrift ist nur zu lesen: .... ONDVX.......... 11.— (1151 Maerz 15. oder wenig später.) Kaiser Conrad III schreibt an den Papst Eugen III, dass er — nachdem der Bischof Ha - ribert von Utrecht gestorben sei — Gesandte in diene Stadt geschickt habe, um die bei einer solchen Gelegenheit leicht entstehenden Unruhen und Plünderungen von Kirchengütern zu verhüten. Zugleich habe er den Clerus, die Vornehmen und die Bürger der Stadt aufgefordert, allen Hader bei seite zu setzen und sich demütig und einträchtig zur Wahl vorzubereiten. Das hätten diese aber nicht gethan, und hätte dadurch die geistliche und weltliche Macht lange Zeit hin und her geschwankt. Endlich seien sie zur Vernunft gekommen und hätten der Dompropst, der Domdechant und der übrige Clerus, sowie auch alle Vornehmen einmütig den Propst Hermann von S. Gereon in Köln, einen Mann von tadellosem Leben und bewährtem Hufe, zum Bischof gewählt. Nun hätten aber einige Ministerialen einzelne Männer aus dem genannten Clerus gezwungen, eine andere Wahl vorzunehmen, und zwar hätten diese dann ihre Stimmen dem Propst Friedrich von S. Georg in Köln, der weder das hinreichende Älter, noch die erforderlichen Weihen habe, gegeben. Er, der Kaiser, habe darauf beide Pcuieien auf Mittfasten zu sich beschiedot,. Hermann sei auch mit seinen Wählern gekommen, die andere Partei aber sei ausgeblieben, nur der Graf A(dolf), der Vater des Friedrich, sei erscläeuen, und habe, obschon er keinen schriftlichen Auftrag gehabt, um Aufschub der Sache angestanden. Er (der Kaiser) habe daher gemäss dem Bäte der Bischöfe und der Fürsten den Hermann zu dem Bischofssitze befördert und bitte nun den Papst diese Beförderung zu bestätigen. — Ausserdem bittet der Kaiser seine Heiligkeit für seinen Verwandten, den Grafen Otto von Ära, gegen den ein Cleriker Jonathas vom Papste die — 17 — communication erschlichen habe; der Papst solle den Grafen durch den Bischof von Lüttich absolvieren lassen, damit darnach der Streit zwischen dem Cleriker und dem Grafen wegen einer gewissen Kirche auf einer Synode canonisch könne zum Austrag gebracht werden. Gedruckt bei Martene u. Durand, Ampi. Coli. III, 483—5; Harzheim Conc. III, 367; Jaffe, Bibl. R. G. I, 452. — Reg. bei Goerz I, 2111 u. sonst. Der genannte Propst Hermann stammte nach Ann. Egmund. 1150 (M. G. SS. 16, 456) aus der BurgHoorne; das Magnum Chron. Belg. (Pistorius- Struve 3, 189) nennt ihn Hermannus de Hoern (= Hoorn an der Zuydersee nördlich Tom Ei). Adolf war nach Ann. Egmund. 1. c. Graf „de Huevele" = von Berg. "W. Bernhardy, Konrad III. p. S55, welchem wir diese Citato zum teil entnehmen, hat den auf Otto von Are bezüglichen Teil des Briefes nicht berücksichtigt, was für uns ein Grund mehr war, auch diese Nachricht in unserm Regest mitzuteilen. 12.— 1155. Lndivig Graf von Lon bekundet, dass Walter, üechant von S. Gereon, und dessen Bruder HubeH „libertatis suae praedium, quod possidebant in Eicke, quae supra Mosam est, cum familia ad ipsum pertinente et omnibus appendiciis eius, tacti spiritu timoris Dei, ecclae Averbodensi legaverunt, obser- vata Salicae legis omni cautela." „Idem vero Walterus Af- nulfum de Diest, hominem liberum advocatum suum faciens, donationem praedii sui per ipsum ad me pertulit, ut sub defensione et introductione mea eccla illud usu caperet. In- troduxi itaque abbatem Andream in possessionem, et iuris- dictioni eius ex integro supposui." (Die Kirche Aoerb. hat dann den Grafen L. v. L. zu ihrem Adoolcaten erwählt.) Miraeus und Foppens, Opera dipl. I pag. 700. 13.— 1155 im Spätherbst. Erzb. Arnold II bestätigt der Kirche und den Brüdern von S. Gereon den Besitz zweier Mühlen, welche sie bei ihrem Hofe „Crele" = Kriel errichtet haben, und namentlich auch den Besitz des Grundes, auf welchem die obere Mühle liegt, den das Erzstift mit Gutheissung des betreffenden Meiers und Vogtes an S. Gereon gegen ein besseres Stück Land vertauscht hat. Auch die Pachtverträge bekräftigt der Erzb. Auf der oberen Mühle soll aller 3 — 18 — Weizen der Brüder ohne Entgelt gemahlen werden; alle sonstigen Einkünfte derselben bleiben dem Müller, welcher dagegen den Bach mit seinen Ufern oberhalb der Mulde und auch diese selbst in gutem Zustande hält: nur die Mühlsteine („molae") haben der Müller und die Brüder abwechselnd zu stellen; der Erbe des Müllers wird vom Propste investiert und lud dabei der Congregation nur einen anständigen Weintrunk zu stellen. Die untere Mühle ist an einen Giselbert verpachtet; derselbe und die Brüder haben den Bau und die Instandhaltung der Mühle zu gleichen Teilen zu tragen, ebenso werden auch die Einkünfte gleich geteilt, G. hat ausserdem jährlich zu S. Bemigius 18 den. zu zahlen für den durch die obere Mühle angerichteten Schaden, Der Erbe hat für die vom Propste zu erteilende Investitur ebenfalls 18 den. zu zahlen. Der Propst darf unterhalb der Mühle einen Fischteich anlegen, und ist berechtigt, wenn G. selbst einen solchen dort anlegt, denselben dem G. abzukaufen. Auch lud G. noch den Bach von der obern bis zur untern Mühle in stand zu halten. — Acta . . . MCLV indictione IUI, regnante Friderico Romanorum imperatore augusto, presidente Colonie Arnoldo II archiepiscopo, presentilms . . testibus . . quorum nomina hec sunt: Teobaldus Xanctensis prepositus, Godefridus s. Gereonis prep., Hermannus b. Severini prep., Arnoldus prep. s. Andree, Nicolaus abbas Sibergensis, Odolfus decanus s. Gereonis, Heri- mannus advocatus, Vogelo tbelonarius Herimannus filius Ra- zonis, Gerardus niger, Gerardus albus, Herimannus camerarius. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf. R. B. fol. 130 b. — Gedruckt bei Lac. I, 267, 385. — Z. 19 hat Lac. annuative, das R. B. richtig „annuatim", wie auch im Original steht; unter den Zeugen ist nach dem R. B. „Odolfus decanus s. G." ergänzt, was Lac. nicht ganz lesen konnte. Wegen dor 4. Indiction muss die Urkunde nach dem 23. Sept. ausgestellt sein. Das in der rechten Ecke aufgedrückte Siegel des Erzb. Arnold II ist schön erhalten. 14.— 1156 zwischen dem 5. Maerz u. dem 14. Mai. — Erzb. Arnold II bestätigt auf Ersuchen des Dompropstes Albert und des Propstes Hermann von der Kirche S. Maria in Knechtsteden und unter Zustimmung des Dechanten Gottfried und seiner Brüder von S. Gereon einen Vertrag, wonach zur Vermeidung von Misshelligkeiten die Knechtstedener K. von dem Hofe, den dieselbe in der Mark - 19 - S. Gereon's zu Rlieincassel besitzt, dem Pastor zu Rh. in Zukunft nur den Fruchtzehnten zu liefern hat, statt des Blutzehnten aber jährlich auf Maria Geburt 12 den. („nummi") denselben zalden soll. Zeugen: VValterus prep. ss. apostolornm, Arnoldus prep. s. An- dree, Fridericus prep. s. Georgii, Odolfus decanus s. Gereonis, Hugo magister eiusdem ecclesie. — Actum . . . MCLVI, indic- tione IUI, regnante glorioso imperatore Frederico, anno imperii eius primo, regni vero IUI. Friedrich war 1152 am 5. März zum deutschen Könige gewählt und am 18. Juni 1155 zum röm. Kaiser gekrönt worden, der Erzb. Arnold starb am 14. Mai 1151: hieraus ergibt sich unsere obige genauere Datierung. Nicht im Ii. B. — Gedruckt bei Lac. I, 267, 386. 15.— 1157. Es wird kund gethan, dass Wilhelm von Mon- heim, um sich ein Haus und einen Hof zu bauen, 7 1 / 2 Morgen Salland von S. Gereon eingetauscht hat. Er hat dafür gegeben 9 Morgen Land, ebenfalls bei Monheim gelegen; ausserdem muss er als Zehnten von jenem Salland jährlich auf Maria Geburt dem Kämmerer von S. Gereon l l i<> Malter Roggen liefern. Der Tausch ist geschehen durch den Propst Gottfried von S. Gereon mit Einstimmung der Brüder und durch den freien Vogt Graf Adolph, mit Einwilligung des Meiers und der Hofgenossen, ivelche auch beschworen haben, dass der Tausch zum Besten des Hofes sei, — Acta . . . MCLVII, regnante Fritherico Romanorum imperatore augusto, presidente Colonie archiepiscopo Fritherico II, Godefrido in ecclesia s. Gereonis preposito, Odolfo decano et . . . testibus . . . Alberto corepiscopo, Emechone camerario, Gerhardo, Hugone magistro scolarum, Heinrico custode, Sigefrido, Wolframo, Cunrado, Theoderico. R. B. fol. 55a-b. — Gedruckt Lac. I, 271, 391. Das Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf hat in der rechten Ecke aufgedrückt das schön erhaltene Siegel; das Bild stellt den h. Gereon in kurzem, durch einen Gürtel geschürtzten und mit Aermoln versehenen Gewände dar; die Umschrift ist: Gereon dux martir X P I. 16.— 1159. Es wird kund gethan, dass die Kirche S. Gereon durch ihre Vertreter („citratores") zu Morsdorf im Banne der Stadt — 20 — Köln ein Alloä gekauft habe, und zwar von ihrem „Custos" Heinrich und verschiedenen andern Personen zusammen 117 Morgen und 2 Vollhufen. Die Uebertragung („donatio"!) ist geschehen am Altare des h. Gereon nach höhlischem Rechte durch die kölnischen Richter in Gegenwart von Ratsherren und Bürgern. Angehängt wurde das Gemeindesiegel der Stadt. — Acta .... MCLVIIII, indictione VII, regnante Friderioo Romanorinn imperatore augusto, presidente Colonie archiepiscopo T ), in maiore ecclesia Adelhelmo pre- posito Philippo decano, in ecclesia b. Gereonis Godefrido preposito. Als Zeugen werden genannt: „Henricus urbis prefec- tus, Herimannus advocatus, Albero subcomes, Herimannus sub- advocatus, Vugelo telonearius et Karolus telonearius" und eine Reihe Senator es. Nicht im R. B. — Lac. I, 276, 399 nach dem Original im Kölner Stadtarchiv. 1 ) Der Name des Erzb. fehlt, die Bestimmung des Kanzlers Reinald war also in Köln noch nicht bekannt und seine "Wahl noch nicht vollzogen ; mithin muss die Urkunde vor dieser, also vor Ende März gefertigt sein. 17.— (1160.) Godefrid Propst von S. Gereon bekundet, dass Daniel und Bruno, die Söhne des Zöllners Werner, von den Pröpsten von S. Gereon ein zu JJiinwald gelegenes Wald- und Ackergut zinsfrei zu Erblehen besessen, und, um sich diesen Besitz noch besser zu sichern, zu gunsten der Kirche S. G. ein jährlich 6 Ahm Wein einbringendes Gut zu Remagen aus ihrem (der Brüder) Gelde gekauft haben. Jetzt hat aber mit Einwilligung des Ausstellers das Praemon- stratenserinnenkloster zu Dünwald von den 2 genannten Brüdern das Lehen gekauft, und soll dasselbe als Zinslehn der Kirche S. G. besitzen. Der jährliche Zins soll 7 l j 2 sol. betragen, und beim Tode eines jeden Propstes von Steinfeld — des Curators des Dünicalder Klosters — hat dieses an die Kirche- S. G. 18 Denare zu zahlen. In nomine sancte et individne trinitatis. Ego Godefridus dei gracia ecclesie beati Gereonis prepositus | notum esse volo omnibns in Christo fidelibns tarn futnris quam presen- — 21 — tibus, quod duo cives Colonienses filii Werneri|theolonarii Daniel et Bruno beneficium quoddam in silva et arabili terra in Dunwalt a me et ab antecessoribus nieis ab omni census reddicione hereditario iure [liberum] possiderunt, pro quo tarnen, ut securius illud possiderent, vineas in Remagen sex amas vini solventes ad usum ecclesie beati Gereonis de pro- pria pecunia comparaverunt. Ego autem, utilitati fratrum nostrorum de eodem beneflcio adhuc plura providere volens, communicato cum eisdem fratribus consilio concessi, ut ecclesia sororum in Dunwalt idem beneficium a supradictis fratribus de propria pecunia redimeret et ab ecclesia nostra illud cen- suale reciperet, hoc pacto, ut singulis annis in festo sancti Gereonis eidem ecclesie 7 solidos et 6 denarios Coloniensis monete ad usus fratrum solveret et hoc iure censualitatis per- petuo possideret, cum tarnen, ut iam ante dictum est, ab Ulis sine census reddicione teneretur; ut autem futuris temporibus in dubium non veniat, quin idem beneficium proprium predium sit ecclesie beati Gereonis, censuale autem beneficium ecclesie sancte Marie in Dunwalt, statutum est inter utramque ut in obitu cuiuslibet prepositi Steynveldensis, ad cuius curam pre- fata ecclesia in Dunwalt attinet, 18 nummi ecclesie beati Gereonis solvantur ab ecclesia sororum in Dunwalt. Hec igitur que a nobis utili consideracione sie ordinata sunt, ut in poste- rum rata et inconvulsa permaneant volumus scripto firmari et sigillo ecclesie sancti Gereonis signari, festes eciam subscribi in quorum presencia hec acta sunt, quorum nomina sunt hec: Godefridus prepus eccle s. Gereonis cum eiusdem eccle cano- nicis: Hugone mgro scholarum, Alberto choriepo, Heynrico custode, Emichone, Bertolfo; Johannes prepus s. Cuniberti, Bruno prepus s. Georgii; Udelricus prepus Steynveldensis; canonici eccle b. Petri: Radolphus mgr scholarum, Reumundus, Zacharias; de s. Andrea: Giffridus presbiter; de Gradibus: Wolfframus, Racholfus, Theodericus de Muro. — Acta sunt hec presente et consenciente comite Adolpho advocato curie nre in Osenewe et eccle sororum in Dunwalt, presente eciam et consenciente universa familia eiusdem curie, que siquid iuris prius se dicebat habere in supradicto beneflcio totum in nra et advocati presencia renunciavit et omnem querelam de hac re in posterum deposuit. Aderant etiam ministeriales eccle — 22 — nre: Theodericus, Fryraan et frater eius Wolframus, ministe- riales quoque pti comitis Adolphi Seath et Sijfridi [sie]. Aus dem Kartular des Kl. Dünwald im Kölner Stadtarchiv. Die obige Copie verdanke ich Herrn Archivar Dr. Kortli, der bereits in Ztschr. des Berg. Gschv. 20, 59 ein Regest der Urkunde mit den Zeugen veröffentlichte, und dabei wegen dieser Zeugen und des Zusammenhanges dieser Urkunde mit 2 andern 1. c. regostierten das Datum auf „c. 1160" bestimmte. 18.— 1166, August 2. — Erzb. Beinold thut kand, dass ein der Kirche Spiel gehöriger Zehnte von 9 Hufen und 10 Morgen, gelegen in Spiel und Titz, durch Verlehnung in Laienhände gekommen, jetzt aber durch die Bemühung des Propstes und der Brüder von S. Gereon unter Beistimmung des Erzb. zurückgekauft und der Kirche S. Gereon mit der Bedingung übergeben worden sei, dass jährlich das Anniversar des verstorbenen Propstes Bruno von S. Gereon feierlich gehalten werde. Noch wird bemerkt, dass das genannte Land ein Ällod von S. Gereon war. In nomine sanete et individue trinitatis. Reynoldus dei gratia s. Coloniensis ecclesie archiepiscopus omnibus christi- iidelibus tarn futuris quam presentibus. Licet iuxta apostoli exhortationem omnium ecclesiarum dei ammoneamur curam gerere, preeipue tarnen earum que nobis commisse sunt debe- mus sollicitudini invigilare et non solum eas nostris facul- tatibus ampliiieare verum etiam que eis rationabiliter collata sunt confirmare, confirmata cum omni integritate conservare. Unde deeimam quandam novem videlicet mansorums et decem iurnalium in Speie et Tyzene ad ecclesiam pertinentem Speie et ab ea in laicas manus beneficiali iure alienatam nunc autem digna recompensatione peeunie a possessoribus solutam et ecclesie b. Gereonis ad quam proprietas fundi pertinet, pre- dicte ecclesie prepositi et fratrum interventu et nostro con- sensu hac conditione et iure donatam ut singulis annis anni- versarius dies obitus domini Brunonis pie memorie prepositi inde plene celebretur, et ne in posterum ab aliquo temerario ausu infringatur banno nostro et presentis pagine inscriptione roboramus et sigilli nostri impressione communimus. Ne vero aliqua persona aliquid singularis iuris in Jiac deeima sibi ven- — 23 — dicare presumat ordinatio eins communi fratrum consilio fiat ut omne emolumentum cum integritate in usus eorum per- veniat. Testes huius rei sunt designati dominus Allexander Leodiensis et dominus Godefridus Traiectensis episcopi cum ceteris Coloniensis ecclesio suffraganiis qui presentes fuerunt, preterea Hermannus maior prepositus, Philippus decanus, Gerhardus Bunnensis et Sifridus Xanctensis prepositi et Symon b. Gereonis prepositis, Conradus s. Severini prepositus, Ar- noldus s. Andree prepositus, Hugo b. Marie ad gradus prepositus, Hugo ecclesie beati Gereonis decanus ac Theodericus de Iuliaco et fratrum conventus; Henricus dux de Limburgh et Gerhardus frater eius, comes Hermannus de Saffenbergh maioris ecclesie advocatus, Wilhelmus comes Iuliacensis ecclesie beati Gereonis advocatus, Albertus comes de Molbach, Gos- winus et Herimannus de Hengebach, Gerhardus Coloniensis advocatus, Henricus de Volmesteyne et Henricus de Alpheim, Hermannus de Alftere ministeriales ac preterea omnes fere priores Coloniensis ecclesie ac nobiliores terre. Datum Colo- nie IV non. Augusti anno dorn, incarn. MCLXVI, ind. XIIII, imperante domino Friderico Romanorum imperatore invictis- simo anno regni eius deeimo quarto imperii XII, pontificatus vero nostri primo. In dei nomine Amen. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf. Aufgedrückt ist das — gut erhaltene — Siegel des Erzb. Reinold in der Mitte. — R. B. fol. IIb, und noch einmal fol. 65 b. — Lacomblet hat die Urkunde in Ukb. 4, 786, Note 2 kurz erwähnt. 19.— 1176. Erzb. Philipp bekundet, dass Abt Heinrich von S. Pantcdeon 8 Morgen Land von dem Custos von S. Gereon in Erbpacht erhalten hat, und zwar gegen eitlen Jahrzins von 12 Denaren und eine jedesmal beim Tode eines Abtes zu entrichtende Kurmede von 12 Denaren. I. n. s. e. i. tr. Philippus d. gr. s. Col. eccle archiepus omnibus Christiiidelibus pacem et veritatem amantibus. Quo- niam ecclas nobis creditas paterno affectu diligere et earum negotia nostra reputare tenemur, quiequid earum facultatibus iusto titulo accesserit, certis munimentis stabilire decrevimus, - 24 — ut cum operariis qui ad mercedem vocati sunt, portionem habeamus in denario diurno. Universitati ergo fidelium pre- senti karactere notum facimus, qitod dilectus noster Heinricus abbas sti Pantaleonis octo iornales piscine sti Pantaleonis adiacentes a Gerharde- custode eccle sti Gereonis, consentiente Synione preposito et fratribus, iure censuali rationabiliter suseepit resignante eosdem octo iornales Godefrido Crispo de s. Columba, qui iure censuali illos et alios quosdam ab eccla sti Gereonis tenebat, in manus iam dicti Gerhardi, hac con- ventione admissa, ut annuam pensionem duodeeim denariorum eccla sti Pantaleonis custodi sti Gereonis persolvat, et mo- riente abbate nichilominus duodeeim denarios nomine cori- medis eccla sti Pantaleonis custodi sti Gereonis assignet et ab omni alio iure de ptis octo iornalibus libera permaneat. Ne autem huic veritati dolo vel fraude vel aliquo stricto iure in posterum aliquis mortalium se opponat sub horrendi anathe- matis vineulo districte interdieimus et hanc nostre confirma- tionis paginam sigilli nostri impressione et banni districtione communimus. Testes huius veritatis designati sunt Symon prep. s. Gereonis, Hugo decanus, Theodericus de Iuliaco, Retherus de Thikke, Wernerus, Heinricus, Gerhardus custos et maior pars fratrum, Heinricus abbas sti Pantaleonis, Albertus prior, Gerlacus custos, Reinmarus, Herlievus, Cunradus et conventus. Acta sunt hec anno incarnationis dominice MCLXXVIo ordinationis nostre anno VIII o regnante dno nostro Iesu Christo. Amen. Aus dem Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf. Das Siegel des Erzb. Philipp hängt an grünen, roten und gelben Seidenfäden wohlerhalten an. — Die Urkunde wurde auch veröffentlicht durch H. Hecker in der Zeitschrift des Berg. Geschichtsvereins 1884. 20.— 1178. Propst Simon von S. Gereon ordnet dieZehent- löse in den Villen Methler und Bickenhausen. I. n. s. e. i. tr. Simon Dei gratia eccle s. Gereonis in Col. prepus, omnibus tidelibus in perpetuum. Notum sit tarn pntium quam futurorum fidelium universitati, quod in quibusdam villis, seil. Meitlar, Bikenhusen, eccla b. Gereonis in Col. possidet — 25 — decimationem. Verum pro redemptione decimationis, quedam ab antiquo constitute fuerant quolibet anno solvende pensiones. Quidam autem homines Capenbergensis eccle in- supradictis villis manentes, freti auxilio Herimanni Capenbergensis prepi, a nobis et a nepotibus nris, Herimanno videl. et Theoderico, eccle nre canonicis, ad quorum officium earundem villarum decima pertinebat, impetravernnt, ut supradictorum locorum decimatio sibi hoc modo hereditario iure concederetur, qua- tinus omni anno in festo b. Iacobi et Christofori unusquisque eorum debite pensionis pro decimatione constitute suam per- solveret portionem. Volentes autem omnis controversie et contentionis occasionem de persolvendis pensionibus prorsus abscindere, summam earum in pnti pagina dignum duximus annotare. Est itaque in Meitlar domus, que solvit quolibet anno pto tpre 3 solidos Col. monete. In Bikenkhusen est domus una, que solvit 30 denarios; item in Bikenkhusen alia domus, qne solvit 11 denarios; item alia domus ibidem 11 denarios; adhuc alia domus ibidem 14 denarios. Ut autem ea que coram nobis et testibus idoneis facta sunt, rata semper et inconvulsa permaneant, pntis pagine testimonium sigilli nri impressione confirmamus. Quisquis autem contra hanc veri- tatem iniuste aliquid moliri presumpserit, indignationem Dei omnipotentis et bb. martirum Gereonis et sociorum eius in- currat. Amen. Acta sunt hec a. dnice incarnationis 1178, imperatore Romanorum Friderico, Philippo Coloniensium archi- epo, testibus idoneis, quorum hec sunt nomina: Bruno maior in Col. prepus, Hugo maior decanus, Lotharius Bunnensis prepus, Cunradus s. Severini prepus, Theodericus ss. Aposto- rum prepus, Wezelinus s. Andree prepus, Welterus s. Severini decanus, Herimannus ss. Apostolornm decanus, Iiffridus s. Ge- orgii decanus, Theodericus s. Gereonis canonicus, Retherus, mgr Piramus, mgr Godefridus. „Das mit dicken gelben Fäden angehängte Siegel ist elliptisch und zeigt die stehende Figur des h. Gereon. Es hat durch Druck sehr gelitten und die Umschrift ist grossenteils abgebrochen." Nach dem Abdruck in Erhard's Cod. Dipl. Westph. — Das Original befand sich 1851 im Archiv zu Kappenberg. (Das für ae stehende e ist geschwänzt.) — 26 — "31.— 1180. Erzb. Philipp errichtet das Kloster Mechtem, nachdem ihm 8. Gereon sein Eigentum an Grund und Boden dazu abgetreten hat. Die Brüder des neuen Klosters haben dafür an S. Gereon jährlich nur einen sol. zu zahlen. Der Erzb. ernennt Conrad aus dem Marbacher Kloster zum ersten Propst und schenkt an Mechtem noch 4 dort gelegene Hufen. In nomine sanete et individue trinitatis. Philippus dei gratia Coloniensium archiepiscopns in perpetuum. Salubriter a sapientibus inventum et statutum est ut quotiens in ecelesiis aliqua rationabiliter conferuntur, qualiter collata fuerint, scrip- ture adminiculo ad posterorum notitiam transmutantur; quati- nus, rei veritate cognita et sicut decet roborata, nemo reperire queat iuste contradictionis aut vexationis occasionem. Notum itaqtie sit tarn presentium quam futurorum fidelium univer- sitati, quod nos ex officii nostri debito servitii divini et reli- gionis cultum ampliare desiderantes in locum, qui dicitur ad martires, extra muros Colonie situm, beati Gereonis decolla- tione et sociorum eius martirio venerabilem, clericos reguläres in eodem loco seeundum b. Augustini regule institutionem deo deserviant, pro nostra otnniumque fidelium salute convoca- vimus et dominum Conradum, boni testimonii virum et tarn in regula quam in consuetudinibus Marbacensis cenobii unde nobis transmissus est ad primum instruetum, eorum constitui- mus esse prepositum. Quia vero locus idem ad ecclesiam b. Gereonis prius pertinebat, prepositus et canonici saneti Gereonis preeibus nostris commoniti proprietatem loci, in quo sita est ecclesia, libere in manus nostras resignaverunt, hac tarnen interposita conditione, ut videlicet aureum nummum sive duodeeim nummos Coloniensis monete argenteos supra- dicti cenobii fratres ecclesie beati Gereonis in natalitio ipsius quolibet anno persolvant in memoriam proprietatis antique et devotionem utriusque loci ad invicem magis roborandam; curam vero animarum parochie, que prius ad locum sepedic- tum pertinebat et adhuc pertinet, a preposito s. Gereonis fra- trum prelatus reeipiet nullam aliam preter censum supradic- tum ipse vel fratres eius preposito vel canonicis suis debens subiectionem. Cum autem necesse fuerit eis eligere prelatum ut de collegio suo aut aliunde idoneum rectorem sibi assu- mant, liberam concedimus fratribus electionem, electa vero — 27 — persona non a preposito s. Gereonis sed ab archiepiscopo Coloniensi fratrum suorum regimen ot loci recipiet investitu- ram. Si quis autem contra hanc nostram constitutionem ausu temerario aliquid machinari presumpserit, iram omnipotentis dei et s. Gereonis sociorumque eius et omnium sanctorum incurrat et anathema sit, nisi resipiscat. Acta sunt hec anno dorn. ine. MCLXXX, indictione XIII, presidente in ecclesia Romano summo et universali pontifice Alexandro III, regnante gloriosissimo Romanorum imperatore Frederico. Testes huius veritatis sunt: Bruno maioris ecclesie prepositus et Wyde- kindus eiusdem ecclesie decanus, Symon beati Gereonis prep. et Godefridus dec. eiusdem, Conradus saneti Severini prepositus et Walterus decanus eiusdem, Wezolinus s. Andree prep. et Siffridus') dec. eiusdem, Theödericus ss. apostolorum prep. et Herimannus dec. eorundem, Theödericus s. Marie in gra- dibus prep. et Wolframus dec. eiusdem, Rudolphus s. Cuni- berti prep. et Segefridus dec. eiusdem, Iffridus s. Georgii decanus, Ilenricus abbas s. Panthaleonis, Everhelmus abbas s. Martini, Theödericus abbas Tuitiensis, Theödericus abbas s. Nicolai 2 ), Hermannus prep. in Knechtsteden. — Sciat etiam omnium fidelium universitas quod priorum et totius Coloniensis ecclesie consensu in dotem et proprietatem ecclesie ad mar- tires quatuor mansos adiacentes contulimus, qui prius ad cur- tem, que in loco, ubi nunc ecclesia est, aliquando fuerat, per- tinebant et seleguet appellatur. R. B. fol. 138 b. — Gedruckt EE. Qu. I, 580 nach dem Original im Kölner Stadtarchiv. ' . !) Bei Ennen „Ensfridus". — 2 ) in Brauweiler. 22.— c. 1180. Lieferungen, welche die Kirche 8. Gereon von I ihren verschiedenen Höfen zu beziehen hat. Computatio tritici etsiliginis etpise et cere- visie. Nacheim et Buvenheim solvunt 100 maldra tritici; Bacheim et Zuist 100; Hudenhoven etMunheim 100; Gunterstorp 100; Bu- deriche 100; et hec erunt nre mensure, que dicitur „vrone", Mer- — 28 — heim 32; Crele 32; Grinswilere 30 et dnis ss. apostolorum duo et amam vini et 2 porcos; Blee 40 maldra, ex his ertint 30 ad panem cotidianum, 4 maldra ad placcntas, in capite ieiunii et in se- quenti dnica 4 maldra ad duplicem prebendam, ad serviendum baculo s. Petri dim. maldrum, ad mandatum snmberinum, in capite ieiunii snmberinum ad coquinam; Heppendorpt 60 maldra; Rumsheim30; Morstorp 74 et 16 ad panem ferie (?) eccle; Holzwilere 40 maldra et molandinum 12 ad panem domini- calem; insuper molandinum [!] 40 maldra ad panem qui dictus est „zubrode", et 14 maldra in anniversariis per annum. Ilec omnia erunt Col. mensure. In festo s. Margarete solvit Grinswilere 4 oves et amam vini et 2 maldra tritici. In festo Petri et Pauli docima in Anstele solvit 4 oves et amam vini et 2 maldra trit. Ukenchoven 30 maldra ad panem secunde ferie et 6 ad supplementum curtis in Udenchoven. De cuneis dandis. Dabuntur cunei in assumptione b. Marie, in dedicatione eccle, in nat. b. Marie, in festo s. Helene, in vigilia et festo s. Gereonis, in festis s. Michaelis, omnium sanctorum, ss. Mau- rorum, nativitatis Dni nri per 5 dies, circumcisionis, epiphanie, purificationis, in depositione carnium 2, in secunda die depo- sitionis 2, in dnica Letare 1, palmarum 1, ad mandatum 1, in feste resurrectionis 5, in maiori letania 1, per quatuor sequen- tes dies 4, in festo penthecostes 5, in festo s. Iohannis Bapt. 1. Computatio siliginis et pise et cervisie. Nacheim et Buvenheim 11 septimanas siliginis; Husen 1 sept. sil.; Bacheim 4 maldra pise et 4 cervisias et balnea- tori 10 maldra sil. et 10 avene et 2 pise; Ense 1 sept. sil. et 2 cervisias; Zuist 4 m. p. et 1 sept. sil. et 2 cervisias; summo coco 10m. sil. 10 avene et 2 pise; Langenache 4 m. p., 1 sept. sil., 4 cerv., carpentario 5 m. av. et 1. p.; Wizersheim 8 m. p., 5 sept. sil. et 3^ m. sil. ad supplementum et 8 cervisias, pistori 10 m. sil., 10 av. et 2 p.; Crele 4 m. p., 2 sept. sil. et 4 cerv., carpentario 5 m. sil., 5 av. et 1 p.; Gunterstorp 8 m. p., 6 sept. sil., 8 cerv., procuratori in fenestris (?) 10 m. sil., 10 av., 2 p.; Wilere 2 sept. sil. et 8 m. sil. et 8 av. ad distribuendum offlciariis de claustro; Udenchoven 8 m. p., 6 sept. sil., 8 cerv., carpentario 10 m. sil., 10 av., 2 p.; Vir- sene 43 cervisias, 6% m. av. ad supplementum, balneatori — 29 — 10 m. sil., 10 av., 2 p.; Buderiche 4 m. p., 6 sept. sil., 4cerv., balneatori 10 m. sil., 10 av., 2 p.; Bursceiht 24 cervisias; Munheim 4 m. p., 2 sept. sil., 4 cerv., coco prepi 10 m. sil., 10 av., 2 p.; Mer- heim 4 m. p., 3 sept. sil., 4 cervisias, datori cervisie 10 m. sil., 10 av., 2 p.; Rincassele 5 sept. sil., preposito 4 cervisias, 2 pro Ense et 2 pro Zuist. Duobis cocis minorilms et 2 pistoribus minoribus providebit pistor. Sciendmn est, quod omnis men- sura supradicta pise erit illa, que dicitur „vrone". Ordo qualiter curie serviant. Wizersheim, Gunterstorp, Udenchoven, Virsene, Buderiche, Munheim et Merheim, Ense et Crele, Zuist et Langen- ache. Hec curie tenent cursum anni. Et Bacheim servit 3 septimanas in anno, primam in die penthecoste, secundam dnica ante f. s. Martini, tertiam dnica ante depositionem car- nium; Wilere servit 2 sept. in anno, unam in octava penthecoste et secundam in prima dnica post f. s. Martini; Husen servit ultimam septimanam Iunii. Sciendum quod omnes su- pradicte curie cum Nacheim et Adendorp dant decimam came- rario de tota salica terra exceptis Buvenheim et Langenache et Wilere. De pullis dandis. In die s. Gereonis: Virsene 50, Crele 25 et prepus 25 de decima in hac villa. In die ss. Maurorum: Gunterstorp 12, qui dividendi sunt tantum inter priores. In nativitate Dni: Buderiche 25. In f. s. Stephani: Merheim 25. In f. s. lohannis: Munheim 25. In f. ss. Innocentium: Usenewe 25. In circum- cisione Dni: Ense 25. In f. epiphanie: Zuist 25. In puri- licatione b. Marie: Wizersheim 25. In depositione carnium: Bacheim 30 et quelibet curia, que servit per annum, quinque, preter Virsene. Similiter eodem die dabit Usenowe 5. In pascha Dni dabit Nacheim 50 et Buvenheim 25. In ascen- sione Dni: Udenchoven 25. In penthecoste: Wizersheim 25 et Braenselden 25. In f. s. lohannis Bapt.: Gunterstorp 25. In assumptione b. Marie: Ginburne 25. In dedicatione huius templi: Virsenne 50. In f. s. Helene dat prepus de prepo- situra 25. — Sciendum est, quando pulli dividuntur, quod de 25 pullis dantur dnis 20, cantori 2, decano dimidius, scolastico dim., coriepo dim., camerario dim., coco 1. — 30 — Que curie dent ova et quando. In die s. Gereonis Crele 100 et prepus caseos ad pla centas; in nativitate Dni Buderiche 100; in f. s. Stephani Merheim 50; in f. s. Johannis Munheim 50; in f. ss. Innocen tium Usenowe 100; insuper in ipsis diebus dabit Virsene 100 Udenchoven 100, Gunterstorp 100, Wizersheim 100, Bacheim 100 Zuist 50; Ense 50; in depositione carnium Buderiche 100, Vir sene 100, Udenchoven 100, Gunterstorp 100, Wizersheim 100 Munheim 50, Merheim 50, Bacheim 100, Ense 50, Zuist 50 Langenache 50; feria VI post pascha Nacheim 500; Buven heim in die s. Marci 100; in rogationibus Buderiche 100, Vir sene 100, Udenchoven 100, Gunterstorp 100, Wizersheim 100 Bacheim 100, Munheim 50, Zuist 50, Ense 50, in penthecoste Braenselden 100. Que curie dent salem. Grivenchoven pillium salis pistori, Virsene pillium salis, Ginburne p. s. pistori, Crele p. s. coco, Buderiche p. s., Merheim p. s., Munheim p. s., Usenewe p. s., Ense p. s., Zuist p. s. pistori, Wizersheim p. s. coco, Bacheim p. s. pistori, Udenchoven p. s. coco, Braenselden p. s., Gunterstorp p. s., Grivenchoven 10 pillia salis; ex istis recipiet prepus 4 maldra et quilibet fratrum dim. maldrum. Que curie dent pira et poma et qüando. In nocte s. Gereonis dabit prepus ad propinationem dim. amam vini et crateras et conventus dim. amam vini et dim. maldrum de piris; Gunterstorp sumbrinum de piris; Crele sum- brinum de piris; in die s. Gereonis prepus ad propinationem dim. amam vini; Wizersheim sumbrinum de pomis, Merheim sumbrinum, Bacheim uvas. Cocus scutellas. [Hier ist ein freier Raum gelassen doppelt so c/ross als der des vorstehenden Abschnittes „in nocte — scutellas".] Quando dande sunt placente et unde. Sciendum est, quod 8 viribus in anno dentur placente. Una vice in octava s. Gereonis et prepositus [dabit] caseos. In circumcisione domini 4 viribus et Braenselden dabit caseos. In epiphania semel et prepositus [dabit] caseos. In octava epiphanie semel et conventus dabit caseos. In deposicione carnium semel et Rimage dabit 19 d[enarios] ad caseos et celerario eodem die 30 d. ad ligna pro Usenowe. Ad has — 31 — placentas cellerarins dabit piper, tin. [sic! = unde?] Udenchoven dabit ei talentum piperis. Hec est waringa domin orum. De officio domini Reteri in festo s. Stephani 3 obuli. In conversione s. Pauli 2 d. de officio domini Werenboldi, 1 d. eodem die de molandino in Mihvilere. In purilic .tione 3 obuli de officio Werenboldi in Kruchte, in Bacheim 3 obuli de officio domini Philippi, de anniversario domini Ravengeri 3 d. ad waringam. In palmis de Dune 12 d. In octava pasche 15 d. de molendino in Rode. In festo Vitalis de officio Werenboldi 3 d. ad waringam in Rumsheim. In medio Maii 2 d. de officio Reteri, in Budorich 5 d., de officio Mulenheim 8 d. In vigilia Petri et Paidi de Heppendorp 17 d. In die Kyliani de Bracht 3 d. Ad vincla Petri 5 solidi de Meitlere. In festo s. Gere- onis de Rikerode 7 d. et ob . . De officio domini Werenboldi eodem . . . Vorstehende Notizen befinden sich auf zwei Pergamentblättern, welche dem im Kgl. St.-A. zu Düsseldorf beruhenden S. Gereonischen Chartular A. beigeheftet sind. Gemäss den Schriftzügen sind die Notizen wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 12. Jh. geschrieben worden. 23.— 1182. Propst Symon von S. Gereon thut kund, dass Hermann von Schütter (oder Schidlar) von Everwin von StaMberg und dessen Verwandter Everwin, welche beide Kanoniker von S. Gereon waren, die Verwaltung eines Hof gutes zu Dussel gegem eine jährliche Leistung von 20 Scheffel Hafer in Erbpacht erhalten hat, und verzeichnet die sonstigen Bedingungen des Pachtvertrages, namentlich einzelne Berechtigungen des Pächters und des Verpächters. In nomine sancte et individue trinitatis. Symon de gratia sancti Gereonis in Colonia prepositus. Notum sit omnibus christifidelibus quod Hermannus filius Helye et Engerae [= Engilrade ?] de Schonlare l ) cuiusdam curie nostre in Dus- sele 2 ) amministrationem a domino Everwino de Stalburch 3 ) et Everwino cognato suo ecclesie nostre canonicis per manus nos- tras suscepit tali videlicet annexa conditioneutsecundummensu- ram Gherichsheymensum XX modios avene ante pentecosten quolibet anno domino Everwino vel successori suo persolvat, — 32 — propria autem expensa eandem annonam in claustrum s. Ge- reonis Hermannns devehi faciet, et cum assignata et recepta füerit, hominibus qui eam advexerint cibaria tantum et non pabulum iumentis eorum dominus Everwinus amministra- bit. Iura autem que secundum antiquam consuetudinem in- stituta sunt, ad Hermannum spectabunt nee quitquam horum sibi vel posteris eius a domino Everwino vel eius successori- bus imminuetur. Sunt autem hec: De silva ad dietam curiam pertinente qualibet ebdomada carratam unam ad usus ignis aeeipiet, hoc tarnen observato ne ligna edifieiis congruentia hac occasione cedantur; si sepes vel edificia curie incendio vel alio casu corrupta fuerint sive destrueta propriis sumptibus Hermannus resarciet et reedificabit, tarnen quantum ad hoc opus expostulaverit necessitas de eadem silva licenter aeeipiet consulto duntaxat domino E. vel eius successore; et si fruc- tuum silvestrium supervenerit ubertas, pascet inde porcos suos non tarnen alienos. Qui vero de eadem curia inbeneficiati sunt et rustici servituti eius addicti uno anno tres solidos Her- manno persolvent, altero sexcentos munipulos straminis ad teeta curie resarcienda; quivis eorum uno die per quemlibet annum aratro suo in agro curie serviet, uno similiter die mes- sem congregare iuvabit; omnes autem simul pro redemptione quorundam aliorum operum tres solidos et sex denarios eidem Hermanno persolvent; deeimam quoque terre que vulgariter „sellant" appellatur in suos usus habebit; molendinum quod est in predieta curia cum ab illo qui nunc possidet, Hizone scilicet, liberum fuerit et ad dominum E. vel eius successores redierit nulli nisi Her. et eius successoribus in beneficio concedetur. Cum aliquis inbeneficiabitur et in suam confirmabitur here- ditatem secundum benevolentiam domini E. vel eius qui curie officiarius erit propter reverentiam amministrationis suae Hermannus aliquod emolumentum inde consequetur. Si vero dictus H. debitam annonam statuto tempore non solverit vel contra consuetudinarium ins curie aliquid egisse et deliquisse fuerit prolatus, X solidos pro emendatione domino E. recognoscet et persolvet secundum eius misericordiam. Hec autem constitutio ad uxorem Hermanni Mechtildem et omnes eius posteros iure hereditario per dominum E. et eius successores transibit et eorem iure gaudebunt quamdiu fideles inventi fuerint in officii — 33 — sui amministratione; dabit autem tres solidos domino E. pro beneficii recognitione. Cum aliquis ad curiam pertinentium obierit, nichil ab eo iuris IL requiret sed ad dominum E. huius- modi iura pertinebunt. Hoc quoque adiciendum quod dominum E. bis in anno IL in hospicio recipiet cum qnatuor equi- taturis. Acta sunt hec anno dominice incarnationis MCLXXXII, imperante Romanorum principe Friderico, presidente in ecclesia Coloniensi archiepiscopo Philippo, presentibus ecclesie nostre canonicis, quorum nomina hec sunt: Godefridus decanus, Pira- mus scolarum magister, Theodericus de Viler, Retherus, Arnol- dus, Theodericus de Merheym, Hezelinus, Renerus rex, Re- nerus iunior, Ulricus, Hartradus, frater eius Cristianus, Hen- ricus de Alzna, Hermannus, Theodericus, frater eius Philippus, Everhardus et reliqui. R. B. 9b— 10a. — Von einer viel spätem Hand ist die Bemerkung hinzugesetzt worden: „Nota bene. Haec eurtis vel canon emphyteuticus venditus est 700 imperialibus anno 1597 die 13. Julii." i) Schiiller b. Steffeln in der Eifel (950: sconlar, MU I, 252) oder Schüllar b. Berleburg, Kr. Wittgenstein. — 2 ) Dussel b. Wülfrath. — 3 ) Stahlberg b. Siegburg. 24.— 1183. Erzb. Philipp bekundet, dass die Edele Hildegunde, Stifterin des Klosters Meer, um einen dortigen Bach ableiten zu dürfen, die Kirche S. Gereon und 2 Privatleute, welche alle 3 auf jenem Bache Mühlen besassen, abgefunden hat. Die auf S. Gereon bezügliche Stelle lautet: „Et quia eccla s. Gereonis in Colonia in eodem .rivo molendinum habebat, nee absque eius detrimento idem rivus alias deduci poterat, ipsius eccle prepositum et conven- tum convenit, petens, ut eorum concessione rivum ad ptum cenobium sub complacita conditione convertere beeret; qui consulta eccle familia eius peticioni unanimiter annuerunt, aeeeptis ab ea [seil. Hildegunde] in concambio XVIII iuge- ribus et 2 marcis cum una potestate in silva Strempeche." Zeugen: Bruno Dompropst, Th. Domdechaat, Philipp Pr. von Xanten, Lothar Pr. von Bonn, Symou Pr. von S. Gereon, Conrad Pr. von 4 — 34 — 8. Severin, Godefrid Dechant von S. Gereon und die Kanoniker dieser Kirche: Bether cantor, Th., Everwin, Godefrid, nochmals Th. und sein Bruder Bnrchard, Herimann und sein Bruder Goswin; ferner die Laien: Th. Graf von Honstade und dessen Bruder Otto von Wikkerode, Heinrich Graf von Seina und dessen Bruder Everhurd, dann noch der Jülichsche Graf Wilhelm; endlich die Ministerialen von S. Peter: der Köln. Vogt Gerhard und 3 andere. Gedruckt Lac. I, 345, 490. 25.— Zwischen 1181 und 1185. Erzb. Philipp bekundet, class Propst Symon von 8. Gereon den, zur Kirche von Spiel gehörigen Zehnten im Dorfe Titz, welcher von des Propstes Vorgängern verpfändet worden war, mit ungefähr 40 mr. von dem Grafen von Molbach zurückgekauft und denselben mit Gutheissung des Erzb. PL, des jetzigen Archidiacons (Dompropst) Bruno — welcher damals Propst von S. Aposteln und als solcher Dechant in Spiel (bezüglich im Jülich,- gau) war — und Hermann's des Pastors von Spiel für gute Zwecke bestimmt hat. Zu eben solchen Zwecken hat Dietrich, der Pastor von Viersen, dem Propste S. bereitwillig mit Einwilligung des Erzb. Ph. und des Xantener Propstes Philipp, der damals Propst von S. Severin und als solcher Dechant in Viersen (bezüglich des Süchteiner Dekanats) ivar, 6 mr. jährlicher Einkünfte abgetreten. Jenen Zehnten und diese 6 mr. hat nun S. für 4 Priester bestimmt, welche au den 8 Altären der Kirche S. Gereon, die noch keine Messen haben, die Geheimnisse unseres Heiles darbringen sollen; solcher Messen sollen täglich zwei, eine für die Lebendigen und eine für die Abgestorbenen gelesen werden, und soll dabei im Canon immer des Stifters S. gedacht werden. Die 4 Priester sollen mit den Brüdern sich am Chorgesang und, von der Terz an, am Stundengebet soivie auch an den Proces- sionen beteiligen. Stirbt einer der 4 Priester, so soll der zeitige Dechant von S. Gereon einen Nachfolger einsetzen. Noch bestimmt der Erzb., dass die Kirchen in Spiel und Viersen immer nur an Ka- 'noniker von S. Gereon sollen vergeben werden. — Zeugen: B. maior prepositns, A. maior decanus, L. prep. Bunnensis, C. prep. s. Severini, T. prep. ss. apostolornm, G. prep. s. Andree, G. dec. s. Gereonis, R. precentor, T. de Merheim, Arnoldus, Ger- - 35 - ardus, P. magister scolarum, Philippus camerarius cum uni- verso eius ecclesie capitnlo, G. dec. s. Kuniberti, T. dec. de novo opere (= Neuwerk) et alii quam plures. R. B. fol. 0. - Gedruckt Lac. IV, 765, 637. In Z. Jl des Druckes fehlt hinter „Teoderico" das "Wort „pastori" des B. B.; in Z. 20 steht „mo- nasterii", wo das B. B. „omni" hat. 1) Des Inhaltes wegen muss die Urk. vor der folgenden, also spätestens auch 1185, angefertigt sein. Da ferner 1181 noch Sigefrid Dechant von S. Cunibert war, und der hier genannte Dechant G(ervasius) erst 1182 auftritt, so ist die Urk. frühestens 1181 ausgestellt. Lacomblet kommt ungefähr zu dems. Resultat, aber von falschen Praemissen aus, da er die Regierungszeit des Domdechanten Adolf unrichtig angibt. Ennen folgt Lacomblet. — 2) Die Verhandlung mit dem Gr. v. Molbach muss zw. 1159 und 1168 stattgefunden haben, weil 1159 noch Godefrid als Propst von Gereon genannt wird, und Bruno 1168 bereits Dompropst, also nicht mehr Propst von St. Aposteln war. — 3) Die Schenkung in Viersen hat zw. 1159 und 1166 stattgehabt: der erstere Zeitpunkt ergibt sich wie vorhin, der andere folgt daraus, dass Philipp nur zwischen 1158 und 1166 Propst von Severin gewesen sein kann, da 1158 als solcher noch Herimann, und 1166—95 Conrad genannt wird. Die Belege für diese Aufstellungen findet man bei Lac. I. 26.— 1185. Erzb. Philipp verordnet — weil gewisse Höfe, die der Verwaltimg des Propstes von S. Gereon unterstehen, wegen der Unfruchtbarkeit des Landes, wegen Bedrückung seitens der Vögte und wegen der Armut der Bebauer nicht die zur Unterhaltung der Brüder von S. Gereon nötige Pacht einbringen — dass die auf dem Grunde von S. Gereon belegene und dem Patronute des Propstes der Kirche S. G. unterstehende Kirche in Rheincassel von den 200 Malter Roggen, die sie — ausser dem kleinen Zehnten — jährlich an Zehnten zu beziehen hat, 100 Malter abgeben soll, und dass von diesen die 5 Höfe Niederbachem, Swist („Zeustheym"), Wissersheim, Langenacker bei Brühl und Monheim je 17 Malter erhalten, die noch übrigen 15 Malter aber den 4 Vicarien zukommen sollen, welche der genannte Propst für 4 Altäre jener Kirche l ) gegründet lud. Der Propst sowohl, als auch der Domdechant als Archidiakon (des Neusser Dekanates, zu welchem Rheincassel gehörte,) haben hierzu ihre Zustimmung gegeben. Noch wird bestimmt, dass nur ein Kanonikus von S. G. Pastor in s' — 36 — Rheincassel werden darf, und dass ein solcher jährlich die 100 Malter in die Fruchtscheuer von S. Gereon abzuliefern hat. — Zeugen: B. maior prepositus, A. maior decanus, L. prep. Bunnensis, C. s. Severini prep., T. ss. apostolorum prepositus, B. prep. s. Marie ad gra- dus, G. s. Gereonis dec, G. dec. s. Cuniberti, M. dec. ss. apostolorum, T. de gradibus dec. 2 ) et alii quam plures. — Acta . . . MCLXXXV, anno episcopatus nostri XVII 3 ), magistro Bernardo prefate ecclesie 4 ) pastoralem curam tenente, ita ut post eius mortem primo currere incipiat presens ordinatio. Nicht im R. B. — Lac. I, 35J, 499. l ) d. h. der Kirche S. Gereon, in welcher, wie die vorhergehende Ur- . künde zeigt, Propst Symon jene 4 Vicarien errichtete. Lacomblet meint, allerdings durch den Text verleitet, irrtümlich, es sei die Kirche von Rheincassel gemeint, in welcher jedoch nach dem „Liber valoris" (B. u. M. I, p. 205) nur eine Vicarie war. — 2 ) Die Abkürzungen der Namen stehen so im Text. — 3 J Erzb. Philipp rechnet seine Regierungsjahre meist vom Tage seiner Consecration ('29. Sept. 1168) nicht vom Tage seiner Wahl (Herbst 1167) an. Es ergibt sich aus der Angabe noch, dass die Urkunde vor dein 29. Sept. 1185 ausgestellt wurde. — 4 ) von Rheincassel nämlich. 27.— 1185. Erzb. Philipp bekundet, dass der Kanoniker Eoer- tvin von 8. Gereon, der die Obedienz in „Rumbensheim" (= Bommels- heim b. Binsfeld, Kr. Düren) inne hatte, die Voglei dieses Ortes von des Erzb. Bruder Gottfried von Heinsberg und von Meinerus, welcher dieselbe von G. als Lehen besass, gegen Zahlung von 10 l j 2 vir. in Pfand genommen hat, um der Bedrückung des Vogtes und des Untervogtes ein Ende zu machen; dass ferner nun er, der Erzb., und der Graf Engelbert von Berg zum Schutze der Kirche S. Gereon jene Vogtei übernommen haben. — Zeugen: Bruno prepositus maior, Adolfus decanus maior, Otto Leodicensis archidiaconus, Theo- dericus Leodiensis archid., Symon prep. s. Gereonis, Gode- fridus eiusdem ecclesie dec, Conradus prep. s. Severini, Theo- dericus prep. ss. apostolorum, Ileinricus dux de Limburch, Heinricus comes Seinensis et frater eius Heverardus, Wilhel- mus omnes Iuliacensis, Theodericus comes Arensis et frater eius Otto, Gerardus advocatus et Godefridus de Wolkenburch. — 37 — — Acta . . . MCLXXXV, Lucio papa tertio '), regnante domino Friderico Romanorum imperatore et filio eius Heinrico rege. Nicht im R. B. — Gedruckt Lac. I, 350, 498. (Original mit anhängendem Siegel in Düsseldorf.) r ) Lucius III starb im November 1185. 28.— 1185 oder 1186. Erzb. Philipp bekundet, dass er den Regularkanonikern in der Kirche der hh. thebaeischen Märtyrer ausser- ludb Köln's (Mechtern) zur Linderung von deren Not „unter andern'' auf seinem Allod oder „seiegut" 4 an jene Kirche grenzende Hufen, einen Hof mit Land zu Morsdorf und ein Allod zu Westhoven („ Westube") geschenkt hat; das letztere hat er von Heinrich Kint, der es von ihm zu Lehen trug, mit 50 mr. zurückgekauft; von demselben Allod und dem anstossenden Hofe des Klosters Brauweiler besitzen die Kanoniker auch den Zehnten, den sie selbst von dem Vogt Heinrich des genannten Dorfes für den Heinrich Kint (=. als ein Lehen für diesen ?) mit 15 mr. erworben haben. Ferner hat derselbe Erzb. der genannten Kirche von dem Allod des h. Petrus ( = des Erzstiftes) zu Bhense 25 Morgen Wald auf dem Hügel „zuskenplentere" zur Anlage von Weinpflanzungen geschenkt, und weil auf dem feisichten abschüssigen Hügel sich kein Kelterhaus anbringen Hess, hat er zu diesem Zwecke eine Wiese, dem Hügel gegenüber am Bache gelegen, hinzugefügt. Endlich haben der Erzb. und seine Schwester Salome l von ihrem väterlichen Erbe den Brüdern den Hof „Buzin" mit 100 Morgen zu Hürth geschenkt. Ausserdem hat Magister Gottfried, Kanoniker von S. Gereon und Pastor von S. Columba, einige Weingärten in Remagen gekauft und sie denselben Brüdern gegeben. Diese haben selbst mit 85 mr. ein Allod gekauft zu Alstätten (b. Hermülheim) von den Erbgenossen Hermann von Neuss, dem Sohne des verstorbenen Zöllners von Alstätten, Heinrich von Lohn und der Frau Heinrich's von Lunerslot aus Utrecht. — Die Schenkung ist geschehen durch die Hand des Erzb. in die Hand Wilhelm's, des ersten Priors ; des Klosters. Zeugen: Dompropst Bruno, Domdechant Adolf, die Pröpste Dietrich, Giselbert und Dietrich von S. Aposteln, S. Andreas und Mariengraden, Domscholaster Rudolf, Gr. Heinrich von Sayn, Herzog Heinrich von Limburg, Gr. Engelbert, Heim: v, Cuich, Vogt — 38 — Gerard, Zöllner Gerard, Marschalk Wilhelm, Constantin. „Acta sunt hec a. dorn. ine. mill. cent. LXXXmo Vto, presidente in ecclesia Roraana summo et universali pontiüce Urbano tertio ') regnante gloriosissimo Romanorum imperatore Friderico. Nicht im E. B. — Gedruckt nach dem Originalem Kölner Stadtarchiv) bei E. u. E. I, 590. 1) Papst Lucius III starb am 25. November 1185; sein am selben Tage einmütig gewählter Nachfolger Urban III starb 1187, am 19. October; die Ostervigil fiel 1186 auf den 12. April: mithin ist unsere Urkunde frühestens Mitte Dezember 1185 und spätestens am 11. April 1186 gefertigt worden — wenn anders hier an „Kölnische" Zeitrechnung zu denken ist; ist ein mit "Weihnachten schliessendes Jahr gemeint, so muss die Urkunde kurz vor "Weihnachten 1185 gefertigt sein. 29.— 1189. Erzb. Philipp bestätigt den Vertrag, welchen- das Stift S. Gereon mit seinen Zehntpflichtigen zu Derne, Methlere, Cur- lare und Hudinchuseji ivegen der Zehntlöse geschlossen hat. I. n. s. e. i. tr. Phylippus divina favente dementia Col. archiepus omnibus Christifidelibus tarn pntibus quam futuris in perpetuum. Ex iniuneto nobis a Deo presulatus officio tenemur ea, que ecelis vel populis nobis commissis necessaria nris aguntur tpribus, nra auete confirmare. Inde est quod notum esse volumus tarn pntibus quam posteris Christifidelibus, quod eccla b. Gereonis in Col. deeimas quasdam in Westfalia in decanatu Tremoniensi, in parrochiis Derne, Methlere, Cur- lare, et in bonis Cappenbergensis eccle, que infra parrochias Derne, Methlere sita sunt, et in 4 domibus apud Hudinchusen possidet, de quibus certa pensio eidem eccle in festo s. Iacobi pro manipulis ex antiquo tpre annuatim solvi solebat. Cum vero fratres pte eccle homines illos, qui has deeimas solve- bant, in collectione manipulorum gravare quandoque attemp- tarent, et illi rebelles resisterent, nos sollerti cura providere volentes, ne malum aliquod inde oriretur, partes nras ad sopien- dam hanc litem interposuimus, et nro ac prudentium virorum consilio ita inter eos transactum est, quod prefati homines pro emendo allodio ad usus eccle b. Gereonis 100 marcas contulerunt, ea ratione, quod eccla illa, exfestucata collectione — 39 — manipulorum, preter minutam decimain et quantlam summam ti-itici cum denariis ad idem pertinentibus, supradicta pensione, quam iam dicti homines pro redemptione manipulorum anti- quitus persolvebant, contenta erit, nee sepedictos homines vel eorum successores de cetero inde gravabit. Hoc etiam adiecto, quod, si quis de predieta pensione portionem suam in festo s. Iacobi non persolverit, ad 20 dies vel tripliciter componat, vel sine citaüone exeommunicetur. Ut autem hec rata et inconvulsa permaneant, pntem paginam in confirmationem huius facti conscribi et sigilli nri corroboratione signari feci- mus, ad maiorem cautelam sigillum eccle b. Gereonis et sigil- lum s. Marie ad gradus, in cuius iurisdictione deeime ille site sunt, apponi iussimus, statuentes et sub vineulo banni preci- pientes, ne quis hoc factum mutare vel infringere attemptet. Quod si quis fecerit, omnipotentis Dei et b. Petri offensam ineurrat, et nisi resipuerit, perpetuo anathemati se subiacere agnoscat. Huius rei testes sunt: Bruno maior in Colonia prepus, Adolfus maior decanus, Lotharius Bunnensis prepus, Conradus Xanctensis prepus, Godefridus prepus et totus con- ventus s. Gereonis, Theodericus prepus ss. Apostolorum, Bruno prepus s. Marie ad gradus, Theodericus ibidem decanus, Ulricus capellarius, Arnoldus de Elnere s. Gereonis canonicus, Theodericus de Mereheim, Everwinus de Stalburg, Gerardus pre- centor, Pyramus magister scolarum et universi eiusdem eccle canonici, Arnoldus decanus Tremoniensis, Heinricus comes de Arnesberg et füii sui Heinricus et Godefridus, Herman comes de Ravenisberg, Symon comes de Tiegneburg, Heinricus comes de Dale, Arnoldus comes de Altena, Fridericus comes de Altena, Engelbertus comes de Monte, Heinricus de Vure, Gerardus advocatus Col., Heinricus de Volmutsteyne, Gerardus frater suus, Gozwinus de Volmutsteyne, Hermannus scoltetus Sosa- tiensis, Brunsteyn Sosatiensis, Lodewicus de Waldorp, Lode- wicus de Derne, Herbordus de Suonesbule, Albertus comes Tremoniensis. — Acta sunt hec a. dnice ine. MCLXXXIX, ind. VII, regnante Friderico Romanorum imperatore augusto et fllio eius rege Heinrico. „Drei Siegel, welche mit roten und grünen Fäden angehängt waren, sind verloren gegangen." — Nach dem Abdruck in Erhard's Cod. Dipl. Westph. — Das Original befand sich 1851 im Archiv in Kappenberg. — 40 — 30.— 1193, Dez. 10., im Lateran. Papst Coelestin III beauftragt den Unterdechant der Domkirche, den Scholaster von Mariengraden und den Mag. Lambert von S. Aposteln, für die Ausführung des von dem Elect von S. Andreas, dem Scholaster P(yramus) von S. Gereon und dem Dechant G. von Cor neig münster in seinem (des Papstes) Auftrage gefällten Urteils, betreffend einer dem Kloster Deutz von Leiden in Bommerskirchen zustehenden Wachszinses, durch kirchliche Strafmittel Sorge zu tragen. Die zu Köln befindliche Urkunde ist veröffentlicht in Niederrh. Ann. 26, 337 durch H. Cardauns mit der Bemerkung: „Die auf ein kleines Per- gamentblättchen in feiner Minuskel geschriebene Urkunde stammt sicher nicht aus der päpstlichen Kanzlei, und scheint erst im 13. Jahrh. geschrieben zu sein. Die Bleibulle Coelestin's III ist mit einer sehr modernen Kordel angehängt." Es handelt sich also um eine (übrigens unverdächtige) Copie. 31.— 1193, Dez. 25., im Lateran. P. Coelestin III beauftragt den Propst von Walberberg, den Cantor G(erard) von S. Gereon und den Scholaster von Mariengraden, dafür zu sorgen, dass dem Kloster Deutz von den Bewohnern des Dorfes Winsa (= Vingst) ein gewisser Zehnte geleistet werde. Gedruckt bei v. Ledebur, Allg. Archiv J5, 285. 32.— 1194, Jan. 14., im Lateran. Der Cardinalpriester Soff red entscheidet einen den Zehnten von Bolshooen betreffenden Streit zwischen dem Kloster Deutz und der Kirche S. Urban, (d. i. der Pfarrkirche zu Deutz) unter dem Beirate des Pr. Hermann von Soest, des Electus Dietrich von S. Andreas, des Kanonikers Lutger von S. Gereon, des kaiserl. Schreibers Girard und des Kanonikers Johann von Strassburg „qui tunc temporis casu faciente presentes erant in curia." Original in Düsseldorf. — Unter demselben Datum -wurde die obige Entscheidung durch P. Coelestin III bestätigt. 33.— 1197. Erzb. Adolf bekundet, „qtiod fratres Campenses — a domno Hermanne» maioris eccle in Col, snbdecano et — 41 — germano eins Ludgero s. Gereonis canonico unanimiter con- sentientibus — intra prepositure et decanie s. Gereonis 1 ) ter- minos domum unam in Rodhe et aream cum silve communione et XXX iugera legitime possessioni illorum attinentia lege et iure censuali excolenda obtinuerunt, ea conditione, ut annuatim exinde V sol. inviolabiliter persolvant, et pro debito quod kurmeidhe dicitur — quod nonnisi defuncto vel succedente novo abbate provenire debuerat—-per singulos annos solidum unum ex consensu partium predictis V solidis superaddant. Ut autom fratres Campenses prefatos canonicos ad hoc pactum inducerent V marcas eisdem „ce vurehurih" contradiderunt. Zeugen: Ludwig Dompropst, IMo Domdechant, Theoderich Pr. von S. Gereon und Th. Pr. von 8. Aposteln. Gedruckt bei Lac. I, 387, 556. ! ) d. h. innerhalb des Bezirkes, in welchem der Propst von S. Gereon Dechant ist, also im Bergheimer oder Gilgauer Dekanat; der Ort Rodhe ist also, was Lac. aus anderen Gründen geschlossen hatte, in der That Itath, Pf. Auenheim, Kr. Bergheim. 34.— Notizen aus Kölner Schreinsbüchern aus der Zeit von c. 1160 bis c. 1230. 1. Notum sit . . . quod Theodericus Iudeus et uxor eius Mathildis emerunt erga canonicos s. Gereonis censum 6 soli- dorum, qui singulis annis eccle s. Gereonis de totali domo Ilenrici domo Henrici Zuivel persolvebantur. Super hec effes- tucaverunt decanus et conventus, ita quod eundem Th. et uxor eius Ma. optinebunt. Datum est testimonium. Aus dem Schrein von S. Laurenz 6, VIII, 2. 2. Salemann und Frau Rachel haben von Gerhard, Kan. an S. Gereon, „et erga fratrem scilicet advocatum suum Volme- rum" für 30 Mark ein Haus gegenüber dem Hause, in welchem die Bürger zusammenkommen, gekauft. Aus dem Schrein vonS.Laur. 1, IV, 3; ebenda 2, II, 7 steht dieselbe Sache nochmals, nur wird Volmerus hier als „clericus", nicht als advoctus bezeichnet. Bin Gerhard, custos eccle s. Gereonis, wird 1176 erwähnt. — 42 — 3. Gerhard, Sohn Gerhard's, und Frau Gertrud übertragen behufs einer Meinorienstiflung für Gerhard senior der Kirche S. Gereon ein Haus, gelegen „supra murum", welches Gerhard iunior von Ludwig und Erben gekauft hat. Gedruckt aus dem Schrein von Columba 2, V, 14 bei Hoeniger. 4. Loveradis gibt ihrem Manne Gottfried ihr Haus unter denselben Bedingungen, ivie sie es von ihrem Vater Arnold erhalten hat; namentlich ruht auf dem Hause ein Erbzins von 3 Schillingen zu gimsten der Herren von S. Gereon. Aus dem Schrein von S. Gereon 1, III, 18 u. 19. 5. Beterus can. s. Gereonis (derselbe kommt 1182 als Z. vor) kauft ein Grundstück sammt Gebäuden,, gelegen in der Friesenstrasse gegenüber Herimann von Bichellenchusen. Wiardus Frizo übergibt dems. Beter seineu Besitz an Gebäuden und Mobilien. Schrein von S. Gereon 2, III, 13 u. 14. Ebenda 2, V, 8 ist die Kirche S. Gereon Lehnsherr von gewissen Aeckern „iuxta Placgassen infra exterius Valium civitatis"; Vertreter der Kirche ist dabei Reter, Dechant von S. Gereon. 6. Bertradis setzt den Herren von S. Gereon ein Malter Weizen jährlich aus für die Seelenruhe ihres Sohnes. Dieselbe bestimmt denselben einen Zins von 4 Schillingen nach ihrem Tode für ihre Seelenruhe. Schrein von S. Gereon, 1, V, 11. 7. Die Kirche S. Gereon hat ein Haus mit Hof „ante portam Reinardi sitam" zum besten der 7 Priester von Heinrich und Frau Sibilia gekauft. Schrein von S. G. 3, I. 1. 8. Ingramiis can. eccle s. Gereonis emit domutn cum area situm in Pachoven contra Mathildim etc. (Ingram ist 1219 Z. — Schrein von S. G. 3, II, 6.) Obige Notizen sind zum teil gedruckt in Hoeniger's Kölner Schreinsurkunden I, zum teil verdanke ich dieselben der persönlichen freundlichen Mitteilung des genannten Gelehrten. 35.— 1198, nach dem 12. Juli. König Otto zeigt dem P. Inno- cenz seine Wahl und Krönung an, und dass er an den Papst den — 43 — Fürst-Abt G(erard) von Comelymünster, den Propst B(runo) von Bonn, den Scholaster Il(einrich) von S. Gereon, den Prior H. von Kaisers- teerth („ Werdinensem"), den Kaplan seines (Otto's) Onlcels, des Königs von England H. von Aquilecßa und seinen Getreuen M. de Villa aus Mailand als seine Gesandten abgeschickt habe, damit diese für ihn wegen der Vollendung seiner Würde (d. h. der Kaiserkrönung) mit Sr. Heiligkeit verhandeln sollten. Gedruckt bei Migne, Innocentii III Op. 3, 999. 36.— 1199, Mai 20., im Lateran. P. Innocenz III teilt dem Erzb. (Adolf) von Köln — und in besondern fast oder ganz gleichlautenden Schreiben andern geistl. und iveltl. Fürsten Deutschlands — mit, dass er den Abt G(erarcl) von Comelymünster, den Propst B(runo) von Bonn, den Prior H. von Werdt (= Kaiser swerth), den Scholaster II(enricus) von S. Gereon, den M. de Villa aus Mailand und andere Personen, loelche die deutschen Fürsten an. ihn abgesandt hatten, um ihn über die stattgehabte Wahl und Krönung des Königs Otto zu informieren und wegen dessen Krönung zum Kaiser mit ihm zu verhandeln, mit Freuden empfangen habe, und dass er für die Ehre und das Gedeihen des Königs Otto wirksam bedacht sein werde. Opera Innocentii ed. Migne III, 1006. 37.— 1200 (Februar oder März), im Lateran. P. Innocenz schreibt an den Domdechant, den Propst von S. Severin und den Scholaster von S. Gereon wegen der Publication der über einen Priester „Rosetensis ecclesiae" verhängten Excommunication; dieser Priester widersetzte sich der Verleihung einer Pfründe der envähnten Kirche an einen Subdiakon, namens Augustin. Theiner, Vet. mon. Slav. merid. I, 47, n. 6. 38.— 1199, Mai 20., im Lateran. P. Innocenz III bestätigt der Kirche S. Gereon ihre Besitzungen und Rechte. — 44 — Innocentius epus servus servorum dei. Dilectis filiis pre- posito et fratribus s. Gereonis in Colonia salutem et aposto- licam benedictionem. Cum a nobis petitur quod iustum est et honestum, tarn vigor eqnitatis quam ordo exigit rationis, ut id per sollicitudinem officii nostri ad debitum perducatur effectum. Eapropter dilecti in dno filii, vestris iustis postula- tionibus grato concurrentes assensu, possessiones et iura eccle vestre sicut ea iuste ac pacifi.ee possidetis, vobis et per vos eidem eccle autoritate apostolica confirmamus et presentis scripti patrocinio communimus. Nulli ergo hominum liceat hanc nostre paginam confirmationis infringere vel ei usu teme- rario contraire. Si quis autem hoc attemptare presumpserit, indignaüonem omnipotentis dei et bb. Petri et Pauli aposto- lorum eius se noverit ineursurum. Datum Laterani XIII kal. Iunii, pontificatus nostri anno seeundo. Original mit anhängendem Bleiaiegel im Staatsarchiv zu Düsseldorf. 39.— 1199, November 3., im Lateran. P. Innocenz III beauftragt auf das Ansuchen des Kanonichs T. von S. Gereon und des Priesters H. als der Procnratoren des Propstes T. von S. Aposteln, sowie des Domkanonichs G. und des Kanonichs E. von S. Severiu als der Procuratoren des Propstes E. von S. Georg — welche Pro- curatoren persönlich beim Papste erschienen waren wegen des Streites der genannten Pröpste um die Kölner Dompropstei — die Aebte von Laach, Himmenrod und Heisterbach, dass sie jenen Streit endgültig canonisch schlichten sollen. Gedruckt bei Migne, Innocentii III, opera J, 749. 40.— 1200, Febr. 6., im Lateran. P. Innocenz III ernennt den Abt (Erinfrid) von Steinfeld, den Propst (Hermann) von S. Severin und den Prior von Meer zu Untersuchungsrichtern in der Äbtissinnen- Doppelwahl zu Gerresheim. Gertrud ivar von 12 der Schwestern ge- wählt worden, Guda von 6 Brüdern (Kanonichen) und 5 (oder 7?) Schwestern, Beide hatten an den apost. Stuhl appelliert. Aber der - 45 — Vertreter der Guda erschlich ein apost. Schreiben an die Aebte von Altenberg und Kamp und den Propst von S. Gereon, welche die Sache entscheiden sollten. Nun kam der Vertreter der Gertrud von Born zurück und zeigte ein apost. Schreiben an die Dechanten vom Dom und von S. Gereon und den Scholaster vom Dom vor, in welchem das erste Schreiben, soireit es der Gertrud ungünstig lautete, als erschlichen widerrufen wurde. Die Folge war, dass die Partei der Guda das andere Schreiben anzweifelte. Aber die Richter gingen hierüber weg und setzten die Gertrud in den Besitz. Guda erlangt ein neues apost. Schreiben über die Sache an den Erzbischof (Arnold), den Propst von S. Georg und den Dechani von Xanten. Indess Gertrud protestierte aus verschiedenen Gründen gegen jeden dieser 3 neuen Richter. Die Adressaten des gegenwärtigen Schreibens sollen nun die beiderseitigen Aufstellungen untersuchen, und die Parteien zu einigen streben, oder, wenn das nicht gelinge, die Akten cm den apost. Stuhl schicken. Migne, Opera Innocentii III, I, 940. — Die Angelegenheit wurde durch P. Innocenz zu Gunsten der Gertrud entschieden 1202, Juni 26. Siehe Migne 1. c. 1044—48, wo aber in Colonne 1016 Z. 2 und 13 „s. Georgii" statt „s. Gereonis" zu lesen ist. 41.— 1203, April 9., im Lateran. P. Innocenz III an (Guido den Cardinal-) Bischof von Praeneste und Legat des ap. Stuhles, den Abt (Hermann) von Cappenberg und den Abt von „Scelde" (= Scheda) in den Bistümern Köln und Münster. Für die längst durch den Tod des Dompropstes Ludwig (1199, Mai 6.) erledigte Dompropstei zu Köln hatten 14 ältere und höhere Kanoniker dem Propst (Dietrich) von S. Aposteln, 24 jüngere aber dem Propst (Engelbert) von S. Georg die Stimmen gegeben. Born hatte den Aebten von Laach, Himmerode und Heisterbach die Schlichtung der Angelegenheit übertragen, aber da der Pr. von S. Georg erklärte, er werde sich an ihren Spruch nicht halten, so hatten die Commissionäre die Akten nach Rom gesandt und den Parteien Termin beim ap. Stuhl zuerst für den 29. Sept. (1200', später — auf den begründeten Antrag des Pr. von S. Aposteln — schon für den 13. Mai dess. J. bestimmt. Der Pr. von S. Aposteln erschien, nicht aber sein Gegner, welcher gemäss der Entschuldigung seitens des Kölner Erzb. (Adolf) um jene Zeit durch - 46 - Graf W. von Jülich gefangen gehalten wurde. Der Papst nies daher den Propst von S. Gereon und dessen Mitkanonich B. an, die beiden Gegner auf Ostern (1201) nach Rom zu eitleren, Obschon nun der Propst von 8. Georg weder zu Ostern, noch in den nächsten 8 Wochen erschien, und ihm „minor scientia, defectus aetatis, et quod in mino- ribus erat ordinibus coustitutus" vorgeworfen -wurde — wegen welcher Mängel er für die Dompropstei, mit der ein den Empfang der Diakonatsweihe innerhalb bestimmter Frist erforderndes Archidiakonat verbunden war, nicht geeignet war — so wurde der Propst von S. Georg doch nur zu den der Gegenpartei erwachsenen Kosten verurteilt, die Sache aber zur endgültigen Entscheidung den Pröpsten von S. Gereon und S. Severin und dem Dechanten von Bonn überwiesen. Die genannten Richter entschieden zu gunsten des Propstes von S. Aposteln, aber der Spruch wurde (1202) von dem Gegner persönlich in Rom angegriffen, iceil der eine Richter dem Propste von S. Aposteln ver- ivandt und ein anderer demselben enge befreundet sei. Wiewohl diese Gründe von der Gegenpartei zurückgewiesen wurden, so annulliert dennoch ivegen der Wichtigkeit der Sache und zur Vermeidung von Aergerniss der Papst die ganze Wahl, und trägt den Adressaten dieses Schreibens auf, das Domkapitel zu einer neuen canonischen Wahl zu veranlassen, oder aber, wenn diese nicht innerhalb eines Monates erfolge, mit apostolischer Vollmacht einen geeigneten Dompropst zu ernennen. Gedruckt bei Higne 1. o. 2, 36— 42, und in den Beilagen zu Eicker, Engelbert der Heilige, p. 303ff, — Engelbert wurde noch im J. 1203 wirklieb Dompropst, vgl. Günther C. Dipl. 2, 78 (oder Ennen Qu. 2, 14) und Miraeus Op. Dipl. 1, 567. 42.— 1203, April 12., im Lateran. P. Innocenz beauftragt den Bonner Scholaster G(erard) und Heinrich, Kanonikus von Mariengraden, mit der Untersuchung und Entscheidung der folgenden Sache, die ihm von den persönlich erschienenen Parteien, dem Subdekan des Kölner Domes (Hermann von Broich l )) und dem Kanonich A(rnold) von S. Gereon vorgelegt worden war. Der Subdekan war für die erledigte Pfarrstelle in Aldenhoven unter der Bedingung von dem Kölnischen Kapitel (conventus) präsentiert worden, dass er sofort verzichten werde, wenn sonst jemand auf das Putronatsrecht in Aid. Anspruch machen sollte. Einen solchen Anspruch erhob dann wirk- — 47 — lieh die Eddfrau H., indem sie zugleich den gen. Kleriker A. präsentierte. Gewählte Schiedsrichter sprachen dem letztem die Stelle zu, und dieser wurde auch investiert. Aber der Subdekan eilte nach Born, appellierte und erlangte die Ernennung neuer Richter durch den apost. Stuhl. Das betr. apost. Schreiben indess erklärte A. für nicht verbindlich, da in demselben gewisse Momente nicht berührt würden. Dennoch sprachen die ernannten Richter die Stelle nun dem Subdekan zu. Die bisherigen Angaben hatte der Kanonich A. dem apostolischen Stuhle gemacht. Der Subdekan replicierte. Da aber die Sache nicht hinlänglich klar ist, so überträgt der Papst den Adressaten die Entscheidung. Nach dem Druck der Urkunde bei L. Korth, Der älteste Kartular dea K. Domstifts p. 204. ! ) Der hier berührte Streit ist höchstwahrscheinlich derselbe, welcher in n. 108 besprochen wird. Allerdings wird dort die Pfarre „Vridenalden- hoven" (= Freialdenhoven) genannt. Es scheint aber, dass die beiden Orte damals nur eine einzige Pfarrei bildeten, welche ihre Kirche in Vr. hatte. Vgl. auch die Urk. von 1275, Oct. 28. — In n. 108 wird der Subdekan „Hermann de Brücke" genannt. 43.— 1204, Mai 3., im Lateran. P. Innocenz befiehlt dem, Propst (Dietrich) und, den Kanonichen von S. Gereon, dass sie dem päpstlichen Schreiber Riccardus gemäss früher an sie ergangenem apost. Mandat ein Kanonikat an ihrer Kirche verleihen sollen. Preposito et canonicis s. Gereonis in Colonia. Etsi rem grandem postulassemus a vobis, non credebamus sustinere repulsam, sed, ut videmus, ingratitudinis Vitium non vitatis, nee voluistis facere de necessitate virtutem, cum precum nrarum primitias, quas pro dilecto filio magistro Riccfardo] scriptore nro porreximus, repulistis. Ut autem preces et preeeptum nrum uteunque possetis eludere, imperatorum in- dulgentiam allegastis, in sugillationem ecclesiastice potestatis, cui si forsitan in hoc articulo deferretur, scandalizarentur de cetero ceteri, [et?] executionem mandati nri penitus impedi- rent; sieque melior esset status rebellium, quam conditio devo- torum. Sane, cum olim pro eodem scriptore nro scripta vobis aplica vobis misissemus, ut unam de tribus prebendis, que in eccla vra vacabant, ei pro reverentia b. Petri et nra libera- - 48 — liter conferretis, mandatum nrum snrdibus auribus transeuntes id efficere non curatis [curastis?]. Venerabilis qtioque fratris nri G(uidonis), Prenestini epi, aplice sedis legati, cui per hoc commisimus vices nras, et Iris aplicis dedimus in mandatis, ut vos ad id monere attentius et inducere procuraret, preces et monita penitus obaudistis. Qui, cum post diligentem commo- nitionem apud vos in nullo proficeret, quia tandem vos in elusionem mandati nri ad electionem procedere velle cognovit, nam propter hoc conveneratis frequenter, sed nondum vota vra concurrebant in unum, vobis ex parte nra districte prohi- buit, ne presumeretis electionem aliquam facere de prebendis, quarum ad nos erat donatio devoluta, nisi magistrum ipsum in una trium illarum prebendarum, quam malletis, in canonicum reciperetis et fratrem; sed et idem magister, ne quid fieret in suum preiudicium, et contemptum mandati nri, sedem aposto- licam appellavit. Vos autem, dicentes quod ius electionis ab imperatoribus haberetis, nee deberetis super hoc per aliquem impediri vel cogi, et negantes nobis ius aliquod in eccla vra de longa prebendarum vacatione deberi, mandato nro, prohi- bitione legati, et appellatione ipsius magistri contemptis, 2 pueros in duabus prebendarum illarum, et in tertia quem- dam extraneum elegistis, quibus, post iteratam appellationem eiusdem magistri, tu fili preposite donum panis, et tu fili decane stallum chori et locum capli contulistis. Quare predictus legatus, rebellionem vram expertus in opere, ac grave ferens se pre- sentem fuisse contemptum, venerabili fratre nro . . (Adolfo) aepo et universo fere clero Coloniensibus congregatis in unum eundem magistrum de prebenda, que diutius in eccla ipsa vaeaverat, auete aplica investivit. Licet autem quod a vobis presumptum fuerat multis de clero plurimum displiceret, tarnen H(enricus) scolasticus et Everardus canonicus vri, semper con- tumaciter restiterunt, et ei cum quibusdam suis fautoribus minabantur. Unde dictus magister eo quod propter metum illorum ad ecclam illam accedere non valebat, nominatim eosdem scolasticum et Everardum, qui preeipue rebellantium caput erant, ad sedem aplicam appellavit, festum b. Ioannis Bapt. proximo preteritum sue terminum appellationi prefigens, ad quem nee venerunt nee pro se curaverunt mittere respon- salem. Volentes igitur adhuc, utrum aliqua in vobis obedientie — 49 — scintilla remanserit, experiri, universitati vre per aplica scripta mandamus et districte precipimus, quatenus ducti consilio san- iori eundem scriptorem nrum saltem hac vice pro reverentia b. Petri et nra, intuitu quoque ipsius, qui vobis et eccle vre in multis potest existere fructuosus, recipiatis in canonicum et fratrem, et prebendam a pto epo eidem aucte nra collatam, amoto ab eadem quolibet illicito detentore, ipsi vel procu- ratori eius nomine suo, sublato cuiuslibet contradictionis excu- sationis et appellationis obstaculo } assignetis et faciatis paci- fi.ce possidere, et vos, preposite et decane, donum panis, stallum in choro et locum in caplo ei, prout est eccle vre con- suetudinis, conferatis. Alioqnin, quia quod de ipso incoepimus, relinquere nolumus imperfectum, et, que in contemptum nrum temere attentantur, clausis non possumus, sicut nee debemus, oculis pertransire, electionem a vobis faetam post prohibi- tionem pti legati et appellationem ad nos interpositam, de prebendis, que vaeaverunt ultra tempus in Lateranensi con- cilio diffinitum, aplica aucte cassatam, et vos a collatione prebendarum noveritis esse suspensos, quia Privilegium mere- tur amittere, qui concessa sibi abutitur potestate. Ceterum, ne facilitas venie incentivum pariat delinquendi, cum ferro abscindenda sint vulnera, que fomentorum non sentiunt me- dicinam, volumus et preeipiendo mandamus, ut tu fili preposite, cum predictis scolastico et Everardo concanonicis tuis usque ad festum b. Luce proximo venturum, satisfacturus de contemptu nostro te conspectui representes. Quodsi nee sie vexatio vobis dederit intellectum, noveritis contradictores et rebelles ex tunc exeommunicationis vineulo innodatos et ecclam vram suppositam interdicto. Nos enim dilectis filiis . . [Theo- derico] preposito s. Andree et . . [Brunoni] Bunnensi et . . [Yvoni] ss. Apostolorum decano*), Coloniensibus, nris damus Iris in mandatis, ut, vobis in executione mandati nri cessan- tibus, tarn suspensionibus [lies: —onis] quam exeommunicationis et interdicti sententias non differant publicare ac pti mgri procuratorem in stallum chori et locum capli corpora- liter inducentes, per districtiones iam dietas aucte nra, sublato appellationis obstaculo, tueantur induetum. Prioribus quoque Coloniensibus preeipiendo mandamus, ut cum delegati nri sententias, a nobis in vos et ecclam vram latas, duxerint publi- 5 — 50 — candas, et ipsi eas studeant sine refragatione servare ac faciant a clero Col. aucte nra firmitor observari. Datum Latorani, V Nonas Maii. Abgedruckt aus Migne, Innocentii III Op. 2, 348 sqq. — Auch die Briefe an den Propst von S.Andreas und Genossen, sowie an die Kölnischen Prioren wurden ausgefertigt. !) "Wahrscheinlich ist „decanis" zu lesen, und ist dann der zweite Beauftragte nicht der Bonner Propst Bruno, sondern der Bonner Dechant Cristian. 44.— 1205, Maerz 13., zu Rom bei S. Peter, beauftragt P. Innocenz III den Erzb. (Siegfried) von Mainz, den Bischof (Johann) von Gambray und den Scholaster (Heinrich) von S. Gereon, die Excommunication des Köln. Erzb. Adolf an Sonn- und Festtagen feierlich zu verkündigen und in edlen Köln. Kirchen bekannt machen zu lassen. Die Suffragane und edle geistl. und loeltl. Vasallen der Köln. Kirche sollen dabei als vom Gehorsam gegen Adolf entbunden erklärt werden. Im Falle Adolf nicht innerhalb eines Monats nach ihm gewordener Mitteilung dieser Bidle sich dem Gerichte des ap. Stuhles stellen wird, sollen die Adressaten ihn des erzbischöflichen Amtes entsetzen und die Berechtigten mit apostolischer Vollmacht zur Wahl eines neuen Oberhirten auffordern. Original in Berlin. Gedruckt MG. SS. 21, 232, und Migne 1. c. 3, 1119. ■— Am selben Tage und Orte teilt P. Innocenz den Prioren, dem ganzen Clerus und allem Volke der Köln. Diöcese den Inhalt der vorstehenden Bulle mit. Original in Berlin. Migne 1. c. 3, 1121. — In einer dritten gleiehzei- zeitigen Bulle gestattet P. Innocenz den oben genannten Beauftragten, den Erzb. Adolf von der Excommunication loszusprechen, falls er in der bestimmten Zeit zur Treue gegen König Otto zurückkehre und für die Zukunft Bürgschaft leiste. Migne 3, 1122. 45.— 1205, Sept. 22., zu Rom bei S. Peter. P. Innocenz III beauftragt den Domdechant (Conrad) und die Pröpste von S. Aposteln und S. Gereon (Gerard und Dietrich), dass sie den Bruno von (Bensheim [Potthast]), der als Secretär („clericus") des ehemaligen Köln. Erzb. Adolf diesen zum Verrat an König Otto verleitet und für diese - 51 - That von (Philipp) dem Herzoge von Schtcaben Geldeslohn anzunehmen sich nicht gescheut habe, aller seiner Beneficien auf immer entsetzen sollen. Original in Berlin. Gedruckt bei Migne 1. c. 3, 1125. 46.— 1205, Sept. 22., zu Rom bei S. Peter. P. Innocenz beauftragt dieselben, dass sie den Kleriker Sibodo, der von dem König Otto ein Beneßcium angenommen und demselben Treue geschworen, hatte, dann aber dem Herzog (Philipp) von Schwaben Treue ge- schicoren und von diesem dasselbe Beneßcium angenommen hatte, auch als Gesandter des Herzogs in die Diöcese Cambray gegangen war und auf die Güter des dortigen Bischofs seine Hand gelegt hatte, jedes Officiurns und Beneficiums entsetzen sollen. Migne 1. e. 3, 1125. 47.— 1205, Sept. 23., zu S. Peter. P. Innocenz dankt den Köln. Prioren und (Dom-) Kaplänen, dass sie dem Könige Otto bisher treu geblieben und ermahnt sie, aller Drohungen seitens der Gegenpartei ungeachtet, in dieser Treue zu verharren. Indem er noch ihr Verhalten in der Angelegenheit des abgesetzten Erzb. A[dolf) belobt, verheisst er, auf die Ehre und das Gedeihen der Köln. Kirche und Stadt wirksam Bedacht zu haben. Original in Berlin. Gedruckt bei Migne 1. c. 3, 1123. Zwei ähnliche Schreiben des Papstes ergingen an die Köln. Plebane und an die Schöffen und das Yolk von Köln. 48.— 1205, Dez. 24., zu Born bei S. Peter. P. Innocenz beauftragt den Scholaster (Heinrich) von S. Gereon und die Plebane \von S. Laurenz und S. Brigida, den Dompropst Engelbert, der die Domcurien zum Nachteile der anderen Domkanoniker beraube, zu suspendieren und zu excommunicieren, falls er nicht innerhalb - 52 - eines Monats nach ihm gewordener Mahnimg sich bessere und sein Unrecht wieder gut mache. Original in Berlin. Gedruckt bei Ennen, Quellen II, 20, (mit unrichtigem Datum, wie Potthast moniert). 49.— 1206, Febr. 17., zu Rom bei S. Peter. P. Innocenz beauftragt den Erzb. Bruno, den Domdechant und den Scholaster von S. Gereon Mag. H(einrich), den B. Otto [von Münster) — und zwar nötigenfalls mit kirchl. Strafen — zu vermögen, dem Könige Otto die Treue zu bewahren. Migne 1. c. 3, 1131. 50.— 1206, März 15., zu Rom bei 8. Peter. P. Innocenz III beauftragt den Scholaster von S. Gereon und die Plebane von S. Laurenz und S. Brigida (zu Köln), gegen die Verächter des früher an dieselben ergangenen apostolischen Mandates — vermöge dessen die Beauftragten die Grafen von Jülich, Hostaden, Berg, Altena, und Geldern, soivie deren Genossen in der Köln. Diöcese, ivelche das Domkapitel gewisser Einkünfte und Güter beraubt hatten, durch Excom- munikation der betreffenden Personen und Interdikt über deren Gebiete zum Ersatz des Geraubten zwingen sollten — mit den nötigen Strafen vorzugehen. Original in Berlin. Gedruckt bei Ennen, Quellen 2, 22. 51.— 1207, März 13., im Lateran. P. Innocenz tröstet den Domdechant, die Prioren und den übrigen Kölnischen Clerus bezüglich der schwierigen Lage, in welcher sie sich befinden. „Licet Col. eccla in favorem suum super negotio imperiinos induxerit, non nos ipsam, ac ideo plus nos ei quam ipsa nobis de ipso negotio imputare possimus; quia tarnen postmodum fidelem eam invenimus et devotam, hoc ipsum, quod in suo proposito constantiam conservavit, ita gratura gessimus et acceptum, acsi sequentia non de suo, sed de nro potius initio provenis- — 53 — sent. Utinam nunquam natus homo ille l ) fuisset, qui ecclam ot civitatem vram turpitudinum suarum contagione foedavit, oamque perniciosissimis factis suis in multiplicem difficultatem induxit! Vere filins Belial, quandoquidem ipse lubricus ot versutus fuit, ipse versipellis et perfidus, callida semper arte decipiens, bonis nris initia fraudulenter suggessit, ut tanto demum facilius malignari posset in ipsis, quanto de opüre quasi suo confidentes in eo familiaris peius offenderet inimicus, illius imitando versutiam qui frequenter allicit nonnullos ad bonum, ut gravius malum eliciat ex eodem. Quia vero post- quam draco ille proiectus est, per quem Satan cribrandos vos quasi triticum expetivit, nullatenus vra fides defecit etc." Migne, Innocentii III Op. 2, 1116. ') Gemeint ist der abgesetzte Kölnische Erzb. Adolf, an den derselbe Papst (Migne 1. c. 911) 1206, Juni 23. schreibt: „Quotiens to monitis et con- siliis . . . inducere curaverimus, ne . . . sine causa nobis illuderes, quos ad favendum illustri regi Ottoni per litteras et nuntios indu- xisti, . . . nondum ... es oblitus." Vgl. noch den undatierten, aber wohl im J. 1203 geschriebenen Brief des Papstes an den schwankenden Erzb. von Köln bei Migne, 1. c. 3, 1056, und den Brief dess. an dens. vom 5. April (1203?) bei Migne 1. c. 3, 1074; im letzteren steht der Satz: „(Ottoni) quem ad regnum post Dominum precipue tu vocasti." Vgl. auch Migne 1. c. 3, 1085, 1105 und 1116. 52.— 1208, Mai 13., im Lateran. P. Innocem beauftragt die üechanten {Conrad und Heinrich) vom Dome und von S. Gereon, sowie den Propst (Theoderich) von S. Aposteln, dass sie für die strenge Durchführung der päpstlichen Befehle hinsichtlich des abgesetzten, jetzt von der ExcommunicaUon losgesprochenen Erzb. Adolf sorgen sollen. Letzterer soll gewisse Güter behalten, aber dem Erzb. Bruno in Ausübung der erzb. Jurisdiction nicht hinderlich sein. Erzb. Adolf hatte sich beim Papste beklagt, der Erzb. von Mainz, der Bischof von Gambray und Mag. Heinrich, Scholaster von S. Gereon, seien in ungerechter Weise bei seiner (Adolfs) Absetzung vorgegangen, indem sie einerseits den Auftrag des Papstes überschritten und an-' (ihrerseits die Vorschriften des Rechts nicht eingehalten hätten. Der — 54 — Papst anwortet hierauf vorläufig, — im folgenden Herbste sollen die Beschwerden noch näher untersucht werden — dass er jedenfalls das Hecht gehabt hätte, ihn (Adolf) in ordentlicher Form zu entsetzen. Migne, Innocentii Op. 2, 1405. — Aehnliohe Schreiben ergingen an die übrigen Prioren und den ganzen Clerus von Köln. 53.— 1208, Dez. 4., im Lateran. P. Innocenz schreibt an König Otto: „Licet per dilectum filium mag. Henricum, s. Ge- reonis scolasticum, generales ad omnes principes et speciales ad multos iam dudum 1 ) lras direxerimus, quales tue promo- tioni novimus expedire .. . quosdam per iterata scripta fuimus exhortati, videl. Aquilegiensem patriarcham, Magdebnrgensem archiepiscopum, Adolfum quondam Coloniensem, regem Bo- hemie, Austrie ac Zaringie dnces et quosdam alios, ut tibi potenter foveant et patenter etc." Migne, 1. c. 3, 1157. ') Aber doch frühestens im Juli 1208, nachdem die Ermordung Philipp's in Rom bekannt geworden; gemeint sind die Briefe bei Migne, 1. c. 1148. 54.— 1208, Dez. 5., im Lateran. P. Innocenz schreibt: „Mag. Henrico scolastico s. Gereonis. Recepimus lras plenas exsul- tationis et gaudii, per quas de promotione, quinimmo de con- firmatione promotionis carissimi in Cristo filii nri illustris regis Ottonis in Romanorum imperatorem electi non solum desi- derata nobis, verum etiam insperata sunt gaudia nuntiata. Sperantes igitur, quod gratie nre non ingratus existas, quam circa te sinceram existere multis experimentis cognoscere potuisti, et quod prefatum regem inter precipuos honoris sui fautores habere te deceat principalem, fraternitatem tuam monemus attentius et hortamur, per aplica tibi scripta man- dantes quatenus circa latus eius studio sedule recordationis et exhortationis insistas, ut in legem Dni suam dirigens voluntatem ac in ea nocte dieque meditans, cultui divino — 55 — se sedulum, aplice sedi devotum, et respicientium se quieti gerore procuret intentum; ita quod sollicitudo tua clareat in effectu, et nos cam dignis in Dno valearans laudibus commen- dare. Datum Latcrani, Non. Decembris, pontificatus nri anno undeeimo." Migno, 1. c. 3, 1159. — Ganz ähnliche päpstlicho Schreibon ergingen am selben Tage an den Bischof von Cambray und den Erzbischof von Magdeburg. 55.— 1209, Ende August. Der auf der Bomfahrt — zur Kaiserhrönung — begriffene Kg Otto schreibt, nachdem er so eben den Po überschritten, an den P. Innocenz, dass er dessen Gesandte, den päpstl. Kleriker und Subdiakon Andreas und den Hospitaliter Thurand, empfangen, deren Aufträge entgegengenommen und mit seinen Fürsten und Getreuen beraten habe, und dass er „nuntios nros, honestos et solemnes latores pntium, dilectos fideles nros, videlicet. Conradum Spirensem epum et regalis anle nre can- cellarium, Cunradum Brixinensem epum, Joannem Cameracen- sem epum, et Henricum Mantuanum epum, et mag. Henricum scolasticum s. Gereonis in Colonia, Gunzelinum senescalcum nrum, Cunonem camerarium nrum, H. de Finabuche, viros utique providos et honestos" an Se. Heiligkeit als die Ueberbringer seines Wortes abgesandt habe. Migne, 1. c. 3, 1170. 56.— 1209. Der Abt (Bidgerus) und der Convent von Kloster- rath erklären, dass sie auf den Tierzehnten von dem in ihrer Pfarre Lommersum liegenden Ällodialhofe Ottenheim, welcher den Brüdern von Petersthal (— Heisterbach) geschenkt worden ist, verzichten, nachdem letztere Urnen als Entschädigung 2 Morgen Ackerland abgetreten haben. [Rutgerus] l ) dei gratia abbas in Rodhe totusque eiusdem loci conventus abbati et fratribus in valle s. Petri. In per- petuum nosse volumus universos, quod cum allodium in Ottenheim-) monasterio et fratribus s. Petri collatum fuisset, nos profectui eorum congratulantes, ad eliminandum inter nos — 56 — omnem discordiam et [in?] perpetuum fraterne caritatis et pacis compendium pro decimis nutrimentoriim curtis sue tarn in altilitms quam in quadrupedibus qne nobis ratione parochie de Lomuntsheim debebantur duos iornales terre arabilis in recompensationem accepimus et ita quantum ad hoc ab omni eorum vexatione cessandum statuimus. Acta sunt hec tempore abbatis eorum Gerardi 3 ), firmata autem et stabilita nostro et fratrum nostrorum consensu et litteris presentibus nostroque et ecclesie nostre sigillo roborata et munita anno dominice incarnationis millesimo ducentesimo nono. Nullus itaque pre- sumat hanc nostram ordinationem violare vel irritare vel quacunque arte infringere, quod quicunque attemptaverit nisi resipiscat intereat. R. B. 124 b. !) Den fehlenden Namen haben wir aus den Ann. llodenses u. Fran- quinet's Oorkonden, welche übrigens beide unsere Urkunde nicht erwähnen, ergänzt. — 2 J Die Mühle bei dem Hofe (auch der Hof selbst?) ist bereits im 13. Jh. im Besitze von S. Gereon, woraus sich auch das Dasein der Urk. in unserm Uopiar erklärt. — 3 ) Wohl zu lesen „Gevehard", der im J. 1200 in 2 Urkunden (Lac. I) als Abt von Heisterbach genannt ist. 57.— 1213, Mai, im Lateran zu Born. Der Propst Th(eode- derich), Heinrich von Dick, Hermann und Wilhelm, edle 4 Kanoniker von S. Gereon, verbürgen sich für eine Summe von 625 Mark, die Mark zu 13 Schillinge und 4 Sterlinge gerechnet, welche Summe Erzb. Theoderich von edeln römischen Bürgern und Kaufleiden geliehen hat. „Actum Laterani mense Maii, pontificatus domini Innocentii III pape sexto deeimo." Nicht im R. B. — Gedruckt nach dem Original im Köln. Stadtarchiv bei E. u. E. Quellen II, 45. 58.— 1213. Erzb. Adolph I bestätigt einen Beschluss der Kirche S. Gereon, nach welchem der zu dürftigen Propstei der Kirche die Kirchen Viersen, Giesenkirchen, Bheincassel und Spiel, über welche — 57 — der Propst das Patronat hatte, incorporiert werden sollten. Hinsioht- lich der 3 ersten, jetzt vacanten, soll die Incorporation sofort durchgeführt werden, für die vierte aber, sobald auch sie frei werden wird. I. n. s. e. i. tr. Adolphus dei gratia s. Coloniensis ecclesie archiepiscopus Omnibus christifidelitms in perpetuum. Iustnm est et rationi consentaneum, tit instis et piis petentium desi- deriis facilem prebeamus assensum. Inde est quod petitionem ecclesie s. Gereonis in Colonia circa quandam ordinationem suam quam infra dictabimus sine difficultate duximus admit- tendam. Fuit itaque talis ordinatio: cum eiusdem ecclesie prepositura tenuis esset et redditus illius tante dignitati non snfficerent, prehabita deliberatione provida placuit toti capi- tulo quod quatuor ecclesie scilicet Virsene, Gisenkirchen, Rin- cassele, et Spole quarum patronatus ad eandem preposituram pertinet, quandocunque eas vacare contingeret, dicte prepo- siture in perpetuum essent annexe, ut quicunque pro tempore esset prepositus eas haberet et stipendia fratribus prout iustum esset amministraret, salvo in omnibus iure nostro et successo- rum nostrorum et archidiaconi qui esset pro tempore ! ). Fratres quoque supradicti capituli tarn illi qui easdem ecclesias tene- bant quam alii hanc ordinationem iuramento firmarunt pro- mittentes quod, quantum in eis esset, eam observarent et ad affectum producerent. Procedente vero tempore cum tres ex predictis ecclesiis vacarent, scilicet Virsene, Gisenkirchen et Rincassele, dicti fratres a nobis postularunt, ut secundum hanc ordinationem ecclesie consulere vellemus. Nos igitur necessi- tate ecclesie pensata de dictis tribus ecclesiis vacantibus ita statuimns, quod illi prepositure sicut supradictum est in perpetuum sint annexe. De quarta quoque scilicet Speie cum vacaverit hoc ipsumvolumus observari, socipientes 2 ) sub pena anathematis ut nullus facto nostro et voluntati contraire pre- sumat. Et quia ea quae rite facta sunt longinquitate tem- porum a labili mortalium memoria solent aboleri, idcirco pre- sentem paginam conscribi et sigilli nostri impressione muniri fecimus. Acta sunt hec anno incarnationis dominice millesimo ducentesimo tredecimo presentibus Engelberto maiore pre- posito et archidiacono, Gerardo ss. apostolorum prep., The- derico maioris ecclesie custode, Cuinrado de Bobardia, Heriberto de Lynepe, Arnoldo, Hermanno de Seieheim s. Petri in Colonia — 58 — canonicis, Henrico de Essendia ss. apostolorum canonico, Pile- grino s. Androe canonico, ex laicis vero presentibus Adolpho et Friderico comitibus de Althena, Henrico de Volmutsteyne, Hermanno de Altena et aliis quam pluribus tarn laicis quam clericis. R. ß. fol. 71a, und stückweise mit „Honrious arch." 46 a. 1 ) Zweite Copie noch: „et decani." — 2 J Lies: „precipientes." 59.— 1213, Mai 26., im Lateran. P. Innoeenz bestellt 3 Richter zur Entscheidung der Streitsache zwischen dem abgesetzten Erzb. Adolf und dem Fiebern von S. Christoph. Innocentius episcopus servus servorum dei dilectis filiis G. et C. s. Gereonis et W. sanetarum virginum canonicis Col. sab et ap. benedictionem. Conquerente plebano occle s. Christofori nobis innotuit, quod venerabilis frater nr Adolfus quondam Col. archiepus, asserens se per venerabilem fratrem nostrum Maguntinum archiepum ap. sedis legatiun ad regimen Col. eccle restitutnm, ipsura post appellationem ad nos legitime interpositam exeommunicatum faciens nunciari, ecclam suam alii pro sue voluntatis arbitrio assignavit, ideoque discre- tioni vestre per apostolica scripta mandamus quantum parti- bus convocatis audiatis causam et appellatione remota fine debito terminetis, facientes quod statueritis per censuram ecclesiasticam firmiter observari, et reducatis in statum debi- tum quiequid post appellationem ad nos legitime interpositam illicito inveneritis attemptatum, nullius litteris veritati et iustitio preiudicantibus a sede apostolica impetratis. Quod si non omnes hiis exequendis interesse potueritis, duo vestrum e.t nichilominus exequantur. Datum Laterani VII. kal. Iunii, ponti- ficatus nostri anno sexto deeimo. Gleichzeitige Copie auf Pergament im Stadtarchiv zu Köln. 60.— 1214, zweite Hälfte. Die (in voriger Urk. bestellten) päpstl. Richter berichten über den Process zwischen dem abgesetzten Erzb. Adolf und Vogelo, dem Pleban von 8. Christoph, — 59 — Cristianus, Gerlacus canonici s. Gereonis et Willelmus canonicus sanctarum virginum iudices a dno papa delegati super causam decidendam, que ventilabatur inter dnm Adulfum quondam episcopum et Vogelonem plebanum s. Christofori, citaverunt iam dictum dnum A. ex officio sibi iniuncto, sed dnus A. tertia die post susceptam citationem excommunicavit Vogelonem, scribens caplo s. Gereonis, ut V. tanquam excom- municatum vitarent. V. vero convocatis iudicibus suis con- querendo intimavit excommunicationem a dno A. sibi illatam. Iudices autem recognoscentes eum minus iuste fore excom- municatum, ipsum ex consilio prudentum virorum absolverunt, scribendo prioribu's, plebanis ac clero Colonie, quod V. scirent et tenerent absolutum, quem tarnen 5 canonici A. de Boene [lies: Borne], L., V,, EL, I., et L. vicarius s. Gereonis in nocte dominica inceptis vesperis de choro contumeliose cum verbis probrosis non solum in contemptum iudicum, verum etiam pape, eiecerunt. Preterea seped. V. conquostus est iudicibus suis in eccla b. Marie de vallo super verbis et factis sibi contumeliose illatis. Quibus studiose perauditis iudices responde- runt interlocutorie, eorum iurisdictionis non esse ut aliquid inde facerent, nisi ipse prius eis quod conquestus fuerat [faceret] constare. Cumque interrogatum fuisset a iudicibus, si vellet super hoc habere inducias deliberandi vel incontinenti festes proferre, ipse egressus et accepto consilio reversus iuravit, cum quo et Teodericus sacerdos et Teodericus diaconus iura- verunt, facientes quod conquestum fuerat iudicibus constare. Iudices siquidem viso attentico dni pape super hoc consulue- runt prudentes, quorum consilio usi prelibatos canonicos et vicarium excommunicaverunt et excommunicdtionem sequenti die denunciaverunt prioribus et clero Col. Qui spreto facto iudicum deinde pluribus diebus presumptuose divina celebra- verunt et psalmos cantaverunt. Postea Lutgerus adversarius Vogelonis intimavit iudicibus suis Susatiensibus, quod iudices Vogelonis iniustam sententiam excommunicationis in ipsos dedissent. Uli iudices non cognoscente x ) de mera veritate scripserunt iudicibus istis, quod factum suum revocarent quia priores ex mandato dni pape extiterant, quibus ipsi rescripse- runt, nichil ad eos pertinere de controversia Lutgeri et Vogelonis, quorum iurisdictio est cognoscere causam existentem — 60 — inter dnum Adiüfum et Vogelonem. Deinde Uli indices scrip- | sorunt preposito apostolorum et decano s. Georgii ut eos absolverent quod et fecerunt. Iudices quoniam isti moniti a decano s. Gereonis convenerunt in statutum locum quatinus illi absolverentur. Quibus dictum est: Si vultis iurare stare mandato? Parati sumus. Illi responderunt: Nolumus stare man- dato sed iuri, et sie non est processum. Elapso brevi tem-f pore Hingeramus recognoscens errorem suum iuravit stare mandato et absolutus est. Preterea Heremannus iuravit idi- psum quod Hingeramus iuraverat et absolutus est. Hiis duo- jj bus itaque ab 2 ) Gleichzeitige Copie auf Pergament im Stadtarchiv zu Köln. ------------------------- j J ) Lies : cognoseentes. — 2 J Hier bricht die vorhandene Copie ab; der übrige Teil ist abgeschnitten. 61.— 1214, Juni 16. Papst Innocenz III bestätigt zu Viterbo eine neue Ordnung, welche das Capitel von S. Gereon in bezug auf die von den Obedientiariern einzuliefernden Erträge getroffen hat. Innocentius episcopus servus servorum dei. Dilectis filiis capitulo s. Gereonis Coloniensis salutem et apostolicam bene- dictionem. Iustis petentium desideriis dignum est nos facilem prebere consensum et vota que a rationis tramite non discor- dant effectu prosequente complere. Eapropter, dilecti in do- mino filii, vestris iustis postulationibus grato coneurrentes assensu ordinationem quam pro eliminanda discordia et cari- tatis vineulo conservando super eunetis redditibus ab obedien- tiariis vestris suo vobis termino persolvendis communi con- sensu et unanimi voluntate fecistis sicut provida et utili de]i- beratione facta est, auetoritate apostolica confinnamus et presentis scripti patrocinio communimus. Nulli ergo omnino hominum liceat hanc paginam nostre confirmationis infringere vel ei ausu temerario contraire. Si quis autem hoc attemp- tare presumpserit indignationem omnipotentis dei et beatorum Petri et Pauli apostolorum eius se noverit ineursurum. Datum Viterbii XVI kal. Iulii pontificatus nostri anno septimo deeimo. R. B. fol. 104 a. - ei - 62.— 1215, April 22. P. Innocenz III ernennt 3 Kanoniker von S. Gereon zu Appellationsrichtern in dem Streite zwischen zwei genannten Bewerbern hinsichtlich der Kirche S. Christoph [zu Köln]. Innocentius episcopus servus servorum dei dilectis filiis precentori et A. et W. canonicis s. Gereonis in Col. sal. et ap. bened. W. canonicus s. virginum sua nobis insinuatione mon- stravit quod — cum inter ipsum et A. de Burne Col. dioc. super eccla s. Christofori et rebus aliis coram preposito Fri- singeni et coniudicibus suis auctoritate nostra questio verte- retur — iidem iudices perperam procedentes in causa post appellationem ad nos legitime interpositam in eum excommu- nicationis sententiam promulgarunt. Ideoque discretioni vestre per apostolica scripta mandamus, quatinus — si dictam ex- communicationis sententiam post appellationem ad nos legitime interpositam inveneritis esse latam — denunciantes eam auctoritate nostra penitus nullam esse in causa ipsa iuxta prioris mandati nostri tenorem appellationo remota ratione previa procedatis. Alioquin partes ad priorum iudicum remittatis examen. Quod si non omnes hiis exequendis potueritis inter- esse, duo vestrum ea nichilominus exequantnr. Datum Laterani X. kal. Maii, pontificatus nostri anno XVIII. Gleichzeitige Copie im Stadtarchiv zu Köln. 63.— 1214. Der Dompropst und Archidiacon Engelbert bekundet die schiedsrichterliche Schlichtung des Streites zwischen dem Domkanoniker Gerlach als dem Inhaber der Kirche von Hermühlheim und dem Kloster, Propst und Brüdern zu Mechtern wegen des kleinen Zehnten des den letztern gehörigen Hof es Altstätten: Das Kloster soll nicht mehr zu dem Zehnten verpflichtet sein, aber dafür der Kapelle („capelle", vorher hiess es „ecclesie") zu Hermühlheim jährlich 12 Denare zahlen. „Acta sunt hec a. dorn. ine. mill. duc. quarto- deeimo." Zeugen: die Dechanten Cuonrad vom Dom, Hermann von S. Gereon, Gerard von S. Severin, Hermann von S. Kunibert, Lambert von S. Aposteln, Lupert von Mariengraden und Vortlif von S. Georg. Nicht im E. B. — Gedruckt nach dem Original im Kölner Stadtarchiv hei EE. Quellen II, 52. Von den angehängten Siegeln ist nur das des Dom- capitels erhalten, dasjenige Engelbert's ist verloren. — 62 — 64.— 1216. Propst Arnold von 8. Gereon bekundet dasselbe, ■wie der Dompropst Engelbert in der vorher registrierten Urkunde, und zwar auffallender weise genau mit denselben Worten: nur der Eingang ist entsprechend geändert und ebenso die vom Siegel handelnde Stelle. „Acta sunt hec a. ine. dorn. mill. duc. XVI. Zeugen: Domdechaut Cuonrad, Propst Theoderich von S. Andreas, Pr. Gerard von S. Aposteln, Dechant Herimann von S. Gereon, Dechant Gerard von S. Severin, Dechant Herimann von S. Kunibert,- Dechant Lupert von Mariengraden, Dechant Lambert von S. Aposteln, Scholaster Heinrich von S. Gereon und die Kanoniker Ingramm, Symon und Gustos Lutger von derselben Kirche. Nicht im R. B. — Gedruckt KU. Quellen II, 62 nach dem Original im Kölner Stadtarchiv. Das angehängte Siegel Arnold's ist erhalten. 65-— 1216, nach dem 17. Juni. Propst Arnold und das ganze Capitel von S. Gereon erklären, dass sie die Immunität des neuen Klosters Mechtern von aller Bezehntung befreit haben. I. n. s. e. i. tr. Ego Arnoldus dei gratia prepositus ecclesie s. Gereonis in Colonia, Hermannus decanus, Henricus scholasticus totumque eiusdem ecclesie capitulum presentibus et futuris. Quia pium et salubre est sacram religionem plantare et plantatam omnibus modis fovere et ampliare, inde est quod nos, attendentes novillam plantationem ecclesie qne dicitur ad martires et religionem fratrum in eodem loco deo servientium, eandem ecclesiam a prestatione omni deeimatio- num infra predicte ecclesie immunitatem provenientinm com- mimi voluntate et consensu exemimus, eam libertatem prefato loco concedentes, ut nnlli homini deineeps aliquam deeimam grossam vel minutam de fructibus vel de fetibus vel de qua- eunque re infra terminum immunitatis liceat exigere vel ipsa ecclesia solvere cogatur. Ut igitur hec libertas et hoc ius ecclesie concessum firmum, illibatum et inconvulsum in per- petuum conservetur et nulli successorum nostrorum quaeunque occasione infringere liceat vel revocare, hanc paginam pro futuri temporis testimonio impressione sigilli ecclesie nostre et nostri decrevimus communiro. Acta sunt hec anno incar- - 63 - nationis domini millesirao ducentesimo sextodccimo, presidente Romano cathedre papa llonorio tertio, anno eiusdem primo, regnante rege Froderico, anno domini Engolberti electi primo. Testes huius rei designati sunt: Conradus maior decanus, Theodericus s. Andree prepositus, Gerardus ss. apostolorum prep., Gerardus s. Severini dec, Hermannus s. Cuniberti dec, Lupertus s. Marie ad gradus dec, Lambertus ss. apostolorum dec. et alii quam plures tarn clerici quam laici. Feliciter amen. B. B. fol. i40b. — Wegen des „ersten" Begierungsjahres des Papstes Honorius III, der am 17. Juni 1216 erhoben wurde, ist die Urkunde nach diesem Datum ausgefertigt -worden. — Gedruckt ist die Urkunde bei EE. Quellen II, 61 nach dem Original im Kölner Stadtarchiv; die beiden Siegel hängen noch unverletzt an. (56.— 1216. Es wird kund geihan, dass Ritter Bruno, der von der K. S. Gereon 60 Morgen und eine Hofstatt bei Etgendorf in Erbpacht hatte, das Gut mit Genehmigung der Eigentümerin an die Reichensteiner K. verkauft hat; letztere hat dafür, wie früher Bruno, jährlich 4 2 / 3 sol., 4 Hühner undl l \ % Malter Hafer an S.Gereon zu entrichten, und als Curmede — beim Tode des Reichensteiner Bruders, auf dessen Namen das Gid eingeschrieben wird, — und sondige Gerechtigkeit 12 sol. I. n. s. e. i. tr. Notum sit omnibus tarn presentibus quam futuris, quod Bruno miles qui cognominatur puns spere [?] sexaginta iornales arabilis terre, quos apud Etkendorp de ecclesia s. Gereonis censuali iure tenebat, et aream unam mediante assensu ecclesie s. Gereonis Riquinsteinensi ecclesie vendidit, rationabiliter resignavit et heredum suorum ubicun- que debuit presentia et assensu effestucavit, ita quodRiquin- steinensis eandem terram ab ecclesia s. Gereonis legitime suscepit per manum tarnen cuiusdam unici fratris Godescali de Riqninstein hoc modo: annuatim debet Riquinsteinensis ecclesia pro eadem terra ecclesie s. Gereonis pristinum cen- sum videlicet quinque solidos Colonienses quatuor denarios minus et quatuor pullos maldrumque et dimidium avene, et hec omnia quolibet anno persolvenda sunt proximo die post — 64 — festum s. Andree. Preterea in obitu memorati fratris Gode- scali, qui ad eandem terram suscipiendam solus destinattis est, persolvet Riquinsteinensis ecclesia s. Gereonis ecclesie pro funestali quod curmeda appellatur et pro alio iure omnimodo duodecim solidos Coloniensis monete, et ita de singulis qui ammodo post decessum prefati fratris God. eandem terram successive susceperint. Sed qtiia labilis est humana memoria, nisi beneficio scripture fulciatur, hunc contractum ordinationis dignum duximus scripto commendare et appensione sigilli Riquinsteinensis ecclesie roborare. Acta sunt hec Colonie anno dominice incarnationis millesimo ducentesimo decimo sexto bonorum testimonio qui affuerunt quorum hec sunt nomina: affuit decanus ecclesie s. Gereonis Hermannus, Arnoldus pre- positus, magister Henricus scholasticus, Herimannus chorepi- scopus, Herimannus camerarius, Lutgerus custos, Gerlacus de Seine, Ingramus et Albertus sacerdotes, Theodericus bonus, Simon sacerdos et alii quam plures. R. B. fol. 117 b. 67.— 1217, Od. 31., im Lateran. P. Honorius III schreibt „scolastico, precentori et A(lberto) canonico s. Gereonis Coloniensis" : W. canonicus Monasteriensis l ) sua nobis insinuatione monstravit, quod, cum decem in Monasteriensi eccla sint canonici non habentes prepositum, qui spiritualiter et temporaliter eis presit ac excessus corrigat eorundem, . . abbatissa loci eiusdem, fructus prepositure percipiens, institui prepositum in eadem eccla non consentit, ipsa, licet nee sufficiat nee sue conveniat honestati, canonicorum curam gerere presumente. Unde petebat idem W., auetoritatem eligendi prepositum a sede aplica eisdem canonicis indulgeri. Quia vero nobis non constitit de premissis, discretioni vestre per aplica scripta mandamus, quatinus inquisita super hiis diligentius veritate, quod canonicum fuerit, appellatione postposita decernatis, facientes quod decreveritis per censuram ecclesiasticam firmi- ter observari. Testes autem etc. Quodsi non omnes, duo - 68 - vestrum etc. Datum Laterani II kal. Novembris, pont. nri ä; secundo. Aus Reg. Vat. t. IX f. 172, n. 717. — Regestiert bei Pressutti, J. Re- gesti del Pont. Onorio III. — Herr Dr. iuris P. M. Baumgarten, Caineriere di Sua Santitä, hatte die Freundlichkeit, mir eine Abschrift der vorstehenden und mehrerer noch folgenden Papsturkunden zu besorgen. (Bei Pressutti wird der zweite Beauftragte irrtümlich als „preceptor" — statt „preeentor" — bezeichnet.) !) Unter diesem „monasterium" kann weder Münster in "Westphalen, noch Cornelymünster, noch endlich Münstermaifeld verstanden sein. Vielleicht ist das Kölner „monasterium sanctarum Virginum" (S. Ursula) gemeint, bei welchem es ja — wie auch bei vieleu andern Nonnenklöstern — für den Gottesdienst Kanoniker (und, wie obige Urk. 62 zeigt, gar einen Kanoniker W.) gab. 68.— 1217, Dez. 18., im Lateran. P. Honorins bevollmächtigt das Kapitel von 8. Severin, welches den Papst — an den das Hecht, die lange vakant gewesene Propststelle der genannten Kirche zu vergeben, devolviert war — gebeten hatte, für diese Stelle ihren Mit- kanonich Heinrich zu ernennen, selbst sich den gen. Heinrich innerhalb 14 Tagen zum Propste zu wählen. Erfolgt diese Wahl nicht, so sollen der Dechant von Mariengraden, der Preeentor und der Kanonich Gerhard von Seine — beide letztem an S. Gereon — eine geeignete Person der Kirche S. Severin eds Propst vorsetzen. Reg. Vat. t. IX, f. 183, n. 763. — Unvollständig regestiert bei Pressutti. — Eine Abschrift der vorstehenden Urkunde verdanke ich Herrn Dr. Baumgarten. 69.— 1218, April 24., im Lateran. Pupst Honorius III schreibt dem Erzb. (Engelbert) von Köln, dass er für ihn durch den Propst G. von Mariengraden und den Mag. R(iccardus) päpstl. Schreiber und Kanonich von S. Gereon, an den Erzb. (Theoderich) von Trier das Pallium „insigne videlicet pontificalis officii" sende, damit dieser mit dem genannten Schreiber in Gegenwart des gen. Propstes dasselbe dem Adressaten überreiche. Das Schreiben wurde veröffentlicht durch H. Rump in Nrh. Ann. 9, 249. Ebenda das Parallelschreiben an den Erzb. (Theoderich) von Trier. - 66 - 70.— 1218, Mai 29., im Lateran. P. Honorius schreibt dem Erzb., dem Domdechanten und dem ganzen Clerus von Köln über den trefflichen Scholaster von S. G., Mag. Heinrich; die Adressaten sollen demselben möglichst bald eine Propststelle besorgen. . . Archiepo, . . decano maiori et universo clero Col. . . . Cum igitur dilectus filius, mag. Henricus scholasticus s. Ge- reonis, quem talentum scientie et vite honestas decorat et decorat l ) ita se proprie probitatis meritis nris beneplacitis coaptarit, ut reputaremus indignum, eura relinqui nre provi- sionis expertem, cnius probitatem sumus experti, preposituram s. Georgii Col. dari mandaveramns eidem; sed propter indul- gentiam, quam dilectus filius nr P(etrus) titulo Pudentiaue presbyter cardinalis tunc aplice sedis legatus tibi, frater aepe, fecerat super beneficiis que prius habueris usque ad receptio- nem pallii rotinendis, quia prepositura ipsa cuidam consan- guineo dicebatur collata fuisse, mandatum nrum non permisi- mus ad effectum, volentes in hoc tibi deferre, ut rem huiusm. relinqueremus potius indiscussam, quam eam curaverimus sententialiter terminare, maxime quia nolebamus pto magistro dare materiam litigandi. Unde cum non unam benedictionem 2 ) tantummodo habeamus . . . discretioni vre, frater aepe et decane, per aplica scripta firmissime precipiendo mandamus, quatenus si qua prepositura in civitate Col. vacat ad presens, eam pto magistro, salva scholastria quam obtinet, aucte nra sub af. ob. 3 ) conferatis, alioquin primam vacaturam nre dona- tioni servamus persone idonee conferendam, decernentes irri- tum et inane si quid contra mandatum nostrum de ipsa fuerit attentatum. Datum Laterani IUI kal. lunii [pont. nri] a secundo. E cod. Vatic. fol. 276. — Nach dem durch H. Rump in Nrh. Ann. 9, 252 aus einer Oopie bewirkten Abdruck. *) Sollte wohl, wie auch Rump meint, „honoraf heissen. — 2 ) Cf. 2 Mos. 27, 38. — 8 ) = sub affectata (cf. Ducange) obedientia ? - 67 - 71.— 1219, Febr. 1., im Lateran. P. Honorius bestätigt den Arnold, von Born als Propst von S. Gereon. A. de Borna, preposito Sancti Gereonis Coloniensi .... Iustis petentium .... Sane cum olim felicis memorie I. papa predecessor noster T. quondam ecclesie s. Gereonis Coloniensis preposito super preposittira eiusdem ecclesie, te tunc ad ipsara electo, perpetuum duxerit silentium imponendum, ac eandem canonice te proponas adeptum, Nos, quod super hoc fecit idem predecessor noster ratum habentes, preposituram ipsam, sicut eam iuste possides et quiete, auctoritate tibi apostolica confirmamus et presentis scripti patrocinio communimus. Nulli ergo etc. nostre confirmationis infringere. Si quis autem etc. Dat. Laterani kl. Februarii, pontificatus nostri anno tertio. Aus Reg. Vat. Honorii III anni III vol. X fol. 55 r. epist. 264. — Regestiert bei Pressutti. 72.— 1219, Febr. 1., im Lateran. P. Honorius befiehlt dem Dechanten von Mariengraden und 2 Domkanonkhen dafür zu sorgen, dass dem kanonisch erwählten Propst Arnold von S. Gereon wegen seiner Propstwürde keine Schwierigkeiten bereitet werden. . . Decano Sancte Marie ad gradus Col., C. et G. cano- nicis Coloniensibus .... Dilectus filius A. de Borna preposi- tus ecclesie s. Gereonis Col. in nostra proposuit presentia constitutus, quod — cum felicis memorie I. papa predecessor noster T. quondam eiusdem ecclesie preposito super preposi- tura ipsius ecclesie, eodem A. tunc ad ipsam electo, perpetuum duxerit silentium imponendum — idem T. postmodum contra ipsum super eadem prepositura, quam canonice se proposuit adeptum, quasdam ad . . prepositum s. Cuniberti et eius coniudices in simplici forma, nulla de predicto eiusdem predecessoris nostri processu mentione habita, litteras impe- travit. Propter quod idem A. ne ipsum per tales litteras vexari contingat, cum instantia sibi petiit provideri. Quocirca discre- üoni vestre per apostolica scripta mandamus, quatinus predictis preposito s. Cuniberti et eius coniudicibus ne procedant per huiusmodi litteras auctoritate nostra inhibere curetis, si quid - 68 - per eas in ipsins A. preiudicium factum esse constiterit, irri- tum decernentes. Qnod si non omnes etc. Dat. Lateran, ka- lendis februarii [pontificatus nostri] anno tertio. Aus Reg. Vat. Honorii III anni III vol. 10 fol. 55 r. epist. 265. — Regestiert bei Pressutti. — Herr Dr. Baumgarten vermittelte mir Abschriften dieser und der vorhergehenden Urkunde. 73.— 121d, im Sommer. Der Propst Arnold und das Kapitel von S. Gereon bescliliessen, ihre den Einsturz drohende Kirche aus erledigten Pfründen und aus bestimmten, den besetzten Pfründen aufgelegten Beiträgen wieder herzustellen. A(rnoldus) dei gratia prepositus, H(erimannns) decanus totumque capitulum s. Gereonis in Colonia omnibus, ad quos presens scriptum pervenerit, salutem in vero salutari. Ad universitatis vestre volumus pervenire noticiam, quod — cum edificia nostre ecclesie ex longa vetustate dispaeta') iam ruinam minarentur et eorum restauratio dilationem nullam pateretur — unanimi omnium nostrum consensu decretum est, ut, quod communis necessitas deposcebat, communi consilio communibus expensis ageretur, et in hoc omnium nostrum vota convenerunt, ut quorundam de fratribus nostris hoc sollicitu- dini committeremus eorundem arbitrio nos data flde submit- tentes, ut quiequid ad huiusmodi expensas faciendas de communi omnium nostrum facultate duxissent statuendum, omnes tarn absentes quam presentes hanc eorum Ordinationen! ratam deberemus habere et aeeeptam. Ipsorum autem ordinatio talis fuit, ut queeunque prebende nunc vacantes sint vel quaseun- que infra triennium huius institutionis vacare vel quibuseunque personis preter sacerdotes conferri contigerit, cedere debeant ad fabricam ecclesie post annum defuneti ad biennium, et quieunque frater habuerit prebendam cum mensa, dare debeat de ea marcam. Quieunque vero prebendam habuerit sine mensa, dabit de ea VI solidos. Si quis autem prebendam habuerit in puerum 2 ) locandam vel locatam, et fruetum de ea pereeperit, sive sit cum mensa vel sine mensa, de ea dabit — 69 — sicut premissum est. Prepositus autem et decanus et omnes quocunque loco constituti sive capellani sive quacunque occa- sione a choro exempti, ne huiusmodi indulgentia eis imputetur in culpam, eo quod ecclesia per eos debito fraudetur obsequio, preter pecuniam, quam de prebenda dare tenentur, superaddent marcam unam. Si qui autem. in ecclesia nostra ex hiis vicarios habuerint, de waringa eorum recipientur VI solidi. Capellanus vero prepositi, licet debitum faciat in choro, tarnen, quia alias exemptus est, pro hac indulgentia dabit VI solidos. Precentor autem et custos et camerarius de officiis suis dabunt preter debitum prebende quilibet VI solidos. Quicunque vero celle- rarius vel pincerna instituatur et institutus de anno in annum in eodem officio permanserit, annuatim de officio suo dabit marcam, scholasticus vero preter debitum prebende de scho- lastria dabit marcam. Si cui vero voluntas fuerit Studium adeundi vel in Romana curia existendi, si mensam 3 ) cum prebenda habuerit, pro licentia unius anni dabit in fabricam ecclesie IUI marcas et residuum prebende in usus suos convertit, vel si magis voluerit, ab ecclesia recipiet V marcas et prebendam suam ecclesie totaliter assignabit. Si vero prebendam sine mensa habuerit et in simili voto fuerit, optionem habebit pro licentia unius anni duas marcas ecclesie conferendi vel ab ecclesia tres marcas recipiendi. Et ne aliqua occasione huius licentie insolentia emergat, statuerunt claustralem disciplinam in omnibus observari, ita ut, si infra terminum a decano in- stitutum ad scholas non iverit vel, infra annum licentie rever- sus, ad ecclesiam non redierit, pro pena prebenda sua cedet ad fabricam ecclesie, non restituenda, nisi restitutis quinque vel tribus marcis, quas ab ecclesia recepit, hoc etiam adicien- tes, ut a festo b. Petri ad vincula proximo venturo infra annum stupa balnearis 4 ) ecclesie restituatur. Predicte vero pecunie solutio incipiet currere a festo s. Gereonis proximo venturo de waringa cuiuslibet, quousque ad plenum fuerit persoluta. Ne autem huius edificii procuratio sine provisione relinquatur, eiusdem executionem michi decano et A. de Suelme sacer- doti duxerunt per triennium ab hac institutione commendandam. Hec autem eorum ordinatio a festo b. Petri ad vincula stabit ad triennium ab omnibus inviolabiliter observanda, quam etiam nos in memoriam huius facti decrevimus in scriptum redigen- — 70 — dam et sigilli nostri impressione roborandam. Acta sunt hec a. dorn. ine. mill. duc. deeimo nono. R. B. fol. Ib—IIa. — Gedruckt nach dem Chartular im Düsseldorfer Staatsarchiv b. B. Quellen II, 77. !) Pangere ist = befestigen, einschlagen; mithin dispingere das Gregenteil. Daraus erklärt sich gewiss auch das bei Duoange citierte „dispecti lapides" in Agrimensores pag. 277 (öoesius ed. 1674); die neuere Ausgabe dieser Schriften von Blume, Lachmann und Rudorff (Berlin 1848) habe ich nicht zur Hand. — 2 ) E.: puoror. — 3 ) EE.: mensas. — 4 ) EE.: balnearum. Die oben von uns gegebenen Losarten stehen sicher so im R. B. und sind auch offenbar die richtigen. 74.— 1219. Propst Arnold, Dechant Herimann und das ganze Kapitel von S. Gereon bekunden, dass zwischen ihnen und dem Consent Weiher („de jnscina") ein Vertrag geschlossen wurde, wonach der Convent von l l \ % Hufen des der Kirche S. Gereon gehörigen Hofes Kriel jährlich 9 Schillinge, l l j 2 Malter Hafer, 5 Hühner und 15 Eier zu leisten hat; ferner hat der Convent einen oder eine aus seiner Mitte zu wählen, nach dessen oder deren Tode derselbe Convent 18 Schillinge als „curmede" zahlen und eine iceitere solche Person innerhalb 30 Tagen benennen muss. Hält der Convent diese Bedingungen ein, so soll er von andern Lasten, namentlich von der Hof- Gerichtsbarkeit, frei sein. — Derselbe Convent hat auch eine Hufe inne, von welcher er jährlich an den Custos von S. Gereon 5 Schillinge und 2 Malter Hafer zu liefern hat: den üeberbringer und dessen Knecht hat der Custos jedes med zu speisen; mit der Curmede wird es gehalten, wie in dem obigen Falle, sie beträgt aber hier nur 12 Schillinge. — Die ganze Hof statte, worauf das Kloster Weiher erbaut ist, gehört zum Bezirk („terminus") von S. Christophorus, dieselbe soll aber ganz frei sein, nur sind für das Begräbnisrecht jährlich am Feste des h. Gereon dem Pfarrer („sacerdos") von S. Chr. 12 Denare zu zahlen. Demselben Pastor hat der Convent anstatt des Zehnten von 12 Morgen am Friesenthor 3 Schillinge, und von Hofstätten am Schafenthor („schaporcin") 7 Denare und einen Obid jährlich zu entrichten. Statt des Zehnten, den der Convent dem genannten Pfarrer von 5 neben dem Kl. Weiher gelegenen Morgen noch zu zahlen hatte, soll er demselben den Zehnten vm 5 andern Morgen bei — 71 — S. Gereon zahlen. „Anno ab ine. dorn. MCCXV1II. Testes sunt: Herimannus choriepiscopus, Theodericus bonus, Lutgerus custos, OttodeErperode, Hermannus camerarius, Simon de Büdersche 1 ), Ingrammus, Wilhelmus, Reinerus, Egidius et alii quam plures." Nicht im R. B. — Gedruckt aus dem Chartular des Kl. Weiher bei EE. Quellen II, 79. !) Es soll wohl „Buderiche" heissen. 75.— 1221, März 28., im Lateran. P. Honorius III bestätigt Otto als Propst der Aachener Kirche, die Ansprüche des Heinrich von Pick, Kanonikers von S. Gereon, zurückweisend. Ottoni Aquensi preposito .... In nostra proposuisti pre- sentia constitutum, quod — cum preposituram Aquensem per karissimum in Christo filium nostrum F. Romanorum impera- torem illustrem semper Augustum, ad quem pertinet eius collatio, canonice fueris assecutus — H. de Dica canonicus s. Gereonis Coloniensis te super ea temere inquietans, ad . . prepositum de Martiribus et suos coniudices nostras super hoc contra te litteras impetravit. Sane cum tu ad sollempni- tatem coronationis ipsius imperatoris, cui ratione dicte prepo- siture interesse teneris, accessisses sicut habuisti necesse, metuens ne dicti iudices super prepositura ipsa et fructibus ejus aliquid in tuum preiudicium interim attemptarent, tibi super hoc a nobis provideri humiliter petiisti. Philippus autem procurator prenominati H. pro Aquensi preposito se gerentis proposuit ex adverso, quod tu necesse non habuisti ad eandem sollempnitatem accedere, ad quam etiam ratione ipsius prepositure non imponebatur tibi necessitas veniendi, cum ad hoc Aquensis prepositus nee de iure nee de consuetu- dine teneatur, nee tu fores prepositus, set nee pro preposito gerere te deberes, mota et pendente super hoc per litteras apostolicas questione, quare si ad coronationem accessisti prefatam, voluntarius non coactus, procurator ipse dicebat, te non debere in provisione quam postulaveras exaudiri. Quia igitur occasione imperialis obsequii non detrimentum ineurrere, set gratiam debebas potius promereri, nos quiequid — 72 — per prefatos indices, postquam iter veniendi arripuisti ad sollempnitatem eandem, sive super prepositura ipsa et eins proventibus sive circa preposituram eandem, data forte parti alteri vera ipsins possessione cum lis contestata non fuerit, vel causa etiam custodie factum fuit, in irritum revocavimus et vacuum decrevimus et inane. Postmodum vero coram dilecto filio nostro E. Sanctorum Cosme et Damiani diacono cardinali, quem tibi et procuratori predicto concessimus audi- torem, lite legitime contestata, cum tarn tu quam dictus pro- curator, qui plenum non solum ad litigandum set transigendum et componendum mandatum habebat, in manu nostra totum posuissetis negotium, nostro vos in omnibus beneplacito com- mittentes, nos omisso prudenter rigore iudicü, pro eo quod multa credebatur contingere inde scandalorum materia cui per nostram conveniebat sollicitudinem obviari, ex sola circum- spectionis apostolice moderatione pro scandalo tollendo provi- dimus, ut dimissis eidem H. proventibus quos hactenus de prepositura ipsa percepit, tu, fili preposite, preposituram eandem obtineas, super qua a predicto H., cuius nobis provi- sionem reservamus, nequaquam de cetero molesteris. Nos igitur, quod a nobis est ex hujusmodi causa provisum, aucto- ritate apostolica confirmamus et presentis scripti patrocinio communimus. Nulli ergo etc. nostre confirmationis infringere. Siquis autem etc. Dat. Laterani V kal. Aprilis pontificatus nostri anno quinto. Aus Reg. Vat. t. XI f. 98 n. 489. — Regestiert bei Pressutti. — Auch diese Urkunde sandte mir Herr Dr. Baumgarten ein. 76.— 1223, Mai, zu Köln. Der Chorbischof Hermann, der Kämmerer Hermann und der Kanonich Albert, alle 3 von S. Gereon, entscheiden als vom Erzb. Engelbert delegierte Richter einen Streit zwischen dem Kölner Domkapitel und dem Herrn Otto von Wikkerode über die Mühle, das Gericht und den Wald des Hofes in Dale (= Dahlem), sowie über 40 Mcdter Hafer, welche Otto jedes Jahr den Leuten des (Dom-)Hofes abgepresst hatte. Bei der ersten Verhandlung (zu Dahlem) erschienen ein Vertreter des Domes und Otto selbst, aber als der erstere die Zeugen will vernehmen lassen, stösst Otto — 73 — gegen diese schwere Drohungen aus und verlässt die Sitzung. Der gen. Vertreter verzichtet nun auf die Zeugen und begnügt sich mit den schriftlichen Beweisen. Dem Otto wird dann ein erster, zweiter und dritter neuer Termin angesagt, aber bei keinem erscheint er. Endlich wird in Allem zu gunsten des Domes entschieden, und Otto werden nur eine Holzgewalt und Weide für 30 Schweine und einen Eber zugesprochen. 1223, Juni, zu Köln, bestätigt Erzb. Engelbert den obigen Spruch. Beide Urkunden sind gedruckt bei L. Korth, Der älteste Kartular des IC. Domstifts, p. 211 u. 212. 77.— 1223, August Id., zu Segni. P. Honorius III bestätigt die (einzeln aufgezählten) Besitzungen — Kirchen und Güter — sowie die Privilegien der Kirche S. Gereon, und nimmt die Kirche und ihre Kanoniker in seinen besondern Schutz. Honorius episcopus servus servorum dei. Dilectis filiis preposito et fratribus ecclesie s. Gereonis tarn presentibus quam futuris in perpetuum. Sicut iniusta poscentibus nullus est tribuendus effectus, ita legitima desiderantium non est petitio differenda. Dignuni naraque est ut qui ad animarum regimen assumpti sumus, eas et a pravorum hominum nequitia tueamur et sub apostolice gremio sedis familiariter confovere curemus. Eapropter, dilecti in domino filii, vestris iustis postu- lationibus clementer annuimus et ecclesiam s. Gereonis Colo- niensis, in qua divino estis obsequio maneipati, sub b. Petri et nostra protectione suseipimus et presentis scripti privilegio communimus, stabilientes ut, quaseunque possessiones queeun- que bona eadem ecclesia impresentiarum iuste ac canonice possidet aut in futurum concessione pontificum, largitione regum vel prineipum, oblatione fidelium seu aliis iustis modis prestante domino poterit adipisci, firma vobis vestrisque suc- cessoribus et illibata permaneant. In quibus hec propriis duxi- mus exprimenda vocabulis, locum ipsum in quo prefata ecclesia sita est cum Omnibus pertinentiis suis, curtes et ecclesias quas habetis in Nachem, Buvenhem, Bachern, Dünen, Scuyst J ), Hep- pindorp, Guntirstorp, Crele, Merehem, Holzwylre, Udinchoven, — 74 — Diederichwylre, Buderiche, Versene, Munhem, Gyaenkirchen, Wylre, Lovenich, Husen, Enerese [Ense?]; curtes quas habetis in Dollendorp, Winchem, Langenach, Usinhowe, Gymburne, Gry- nynhoven, Braselden; ecclesias in Upladin, Nuwenkirgen, Da- berinchusen, Salechindorp, s. Christofori et Muchesten cum pratis, vineis, nemoribus, terris, molendinis et omnibus aliis libertatibus et immunitatibus suis. Honores quoque et digni- tates quas ab antiquo usque ad hec tempora eadem ecclesia in ecclesia Coloniensi rationabiliter obtinuisse dinoscitur, pre- sertim autem prerogativam prioratus ipsius loci in conven- tibus et publicis stationibus, vobis et per vos eidem ecclesie nichilominus confirmamus. Decimas preterea et possessiones ad ius ecclesiarum vestrarum spectantes que a laicis detinen- tur redimendi et legitime liberandi de manibus eorum et ad ecclesias, ad quas pertinent, revocandi libera vobis sit de auc- toritatc nostra facultas. Preterea quod communi consensu capituli vel presentis consilii sanioris in ecclesia vestra cano- nice ac provide fuerit institutum, ratutn et firmum volumus permanere. Libertates quoque et immunitates antiquas et rationabiles consuetudines ecclesie vestre concessas et hacte- nus observatas ratas habemus et eas perpetuis temporibus illibatas permanere sancimus. Obeunte vero te nunc ipsius loci preposito vel tuorum quolibet successorum nullus ibi qua- libet subreptionis astutia seu violentia preponatur, nisi quem fratres communi consensu vel fratrum pars consilii sanioris secundum dei timorem previderint [prov.?] eligendum, dummodo consuetudo eiusdem loci non obsistat. Paci quoque et tranquilli- tati vestre paterna in posterum sollicitudine providere volentes auctoritate apostolica prohibemus, ut infra emunitates ecclesiarum vestrarum nullus rapinam seu furtum facere, ignem appo- nere, sanguinem fundere, hominem temere capere vel inter- ficere seu violentiam audeat exercere. Decernimus ergo ut nulli omnino hominum liceat prefatam ecclesiam temere per- turbare aut eius possessiones auferre vel ablatas retinere, minuere seu quibuslibet vexationibus fatigare, sed omnia integre conserventur eorum, pro quorum gubernatione ac susten- tatione concessa sunt, usibus omnimodis profutura, salva sedis apostolice auctoritate et diocesani episcopi canonica iustitia. Si qua igitur in futurum ecclesiastica secularisve persona hanc — 75 — nostro constitutionis paginam sciens contra eam temere venire temptaverit, secundo tertiove commonita, nisi reatum suum congrua satisfactione correxerit, potestatis (?) honorisque sui dignitate careat reamque se divino iudicio existere de perpe- trata iniquitate cognoscat et a sacratissimo corpore ac san- guine dei et domini redemptoris nostri Iesu Christi aliena hat atque in extremo examine districte subiaceat ultioni. Cunctis autem eidem loco sua iura servantibus sit pax domini nostri Iesu Christi, quatenus et hie fruetum bone actionis pereipiant et apud distrietnm iudicempremia eterne pacis inveniant. Amen. Ego Honorius catholice ecclesie episcopus. Ego Guala s. Martini presb. card. tit. Equitii. Ego Stephanus basilice XII apostolorum presb. card. Ego Gregorius tit. s. Anastasie presb. card. Ego Thomas tit. s. Sabine presb. card. Ego Pelagius Albanus episc. Ego Nicolaus Tusculanus episc. Ego Octavius (?) ss. Sergii et Bacchi diac. card. Ego Gregorius s. Theodori diac. card. Ego Stephe 2 ) s. Andriani diac. card. 3 ) Datum Signie per manus magistri Guidonis domini pape capellani XIIII kal. Septembres, indictione XI, incarnationis dominice anno MCCXXIIII 4 ) pontificatus vero domini Honorii pape tertii anno oetavo. R. B. fol. 130 a. 1) = Schwist — 2 ) Soll wohl „Stephanus" heissen. — 3 ) In der Copie — und so war es auch wohl im Original — stehen die 2 Bischöfe in der Mitte, die 4 Cardinalpriester (heraldisch) rechts, die 3 Cardinaldiaconen links. — 4 ) Wegen der Indiction und des 8. Regierungsjahres des Papstes ist anzunehmen, dass die Jahreszahl falsch copirt ist, und dass 1223 (nicht 24) zu lesen war. In der That war P. Honerius nach Potthast's Regesten am 18. August 1223 in Segni, am 17. und am 25. August 1824 aber im Lateran. Die Ortsnamen sind in obiger Urkunde zum teil corrumpiert, namentlich ist zu lesen: Zuist, Ense, Gryvynchoven; "Wmchem ist wohl Wizersheim und Muchesten wahrscheinlich Merkesten oder Murkesten. 78.— 1225, Mai 16., zu Tivoli. P. Honorius überträgt dem Kan. an S. Gereon, H. von Dick, ein Archidialconat zu Lüttich. H, de Dicka canonico Sancti Gereonis Colonien. Quei — 76 — pro varietate causarum ex nostro interdum officio providemus, firma debent, sicut ea quo a nobis finaliter statuuntur, et illi- bata consistere et, ut maiorem habeant fortitudinem, sedis apostolice munimine roborari. Olim siquidem causam, quam super prepositura ecclesie, Aquensis habueras, spontaneus, prout de nostro fuit beneplacito, in nostris manibus posuisti, super ipsa nostre te gratie submittendo; propter quod, tua nobis provisione servata, venerabili fratri nostro . . episcopo et capitulo Leodien, direximus scripta nostra, ut personatum aliquem tibi congruentem, si quis in ecclesia vel civitate seu diocesi Leodien, vacaret vel quantocius occurreret oportunitas, pro reverentia nostra liberaliter tibi conferrent, non obstante quod alia ecclesiastica beneficia obtinebas, . . preposito Bun- nensi et collegis ipsius super hoc executoribus deputatis. Cum- que prepositura Sancti Bartholomei et postmodum archidia- conatus, quem habuerat Henricus de Iacia et quem solus con- fert episcopus, vacavissent, alii prepositura concessa, idem archidiaconatus extitit, eisdem executoribus, sicut accepimus ex ipsorum litteris, inhibentibus, Iohatmi clerico eiusdem epi- scopi propinquo collatus; postmodum idem episcopus, litteris a nobis ad . . custodem de Brachis et eius collegas obtentis, te fecit earum auctoritate citari. Dictus etiam Iohannes super eodem archidiaconatu confirmationis et ad . . scolasticum Leodien, et suos coniudices quasdam alias commissiones in forma communi litteras impetravit. Demum vero super con- ferendo tibi archidiaconatu predicto et ab eo prefato clerico removendo ad . . propositum de Capella et collegas ipsius sub certa forma rescriptum apostolicum noscitur emanasse; quibus . . abbas Seffiensis et coniudices eius, ad quos super ipso archidiaconatu idem Iohannes apostolicas litteras obtinu- erat, pro suo inhibuerunt arbitrio, ne pro te procederent, in quem, ut dicebatur, excommunicationis sententiam, promul- garant, ab eisdem preterea executoribus idem Iohannes voce ad nos appellationis emissa obtinuisse a nobis dicitur . . abbati Floreffensi et collegis ipsius alias litteras destinari. Sed exe- quentibus illis scripta inhibitione ac appellatione huiusmodi factum sibi mandatum, pars adversa — proposito coram eis de consuetudine fore Leodien, ecclesie, vallata quidem iure iurando et per sedem apostolicam confirmata, quod nullus nisi - 11 - canonicus eiusdem ecclesie in Leodien, archidiaconum admit- tatur et quod autenticum rescripti apostolici ei exhibitum non fuisset — pro hiis et aliis causis vocem ad nos appellationis eraisit. Porro dilectus filius Iacobus, qui coram nobis nuper comparuit ad impetrandum et contradicendum dumtaxat pro parte altera procurator, inter alia, que dixerunt esse proces- sum, executorum ipsorum proposuit, dictum Iohannem ex donatione ipsius episcopi archidiaconatum eundem canonice assecu- tum et personatum huiusmodi per predictam consuetudinem nulli debere nisi canonico ecclesie memorati conferri, te uero in archidiaconatum eundem, quem ex premissis et aliis causis habere non vales, oculos extendisse licet plures antea per- sonatus vacassent, in quorum aliquo tibi posset sine scandalo providori. Nos vero non tantum eorundem executorum pro- cessibus quantum gratie innitentes, per quam ad providendum tibi processimus — cum et tu ipse totus gratie innitaris — eidem respicientes insuper compassionis oculo super multis, quibus idem Iohannes occasione facte sibi concessionis de archidiaconatu predicto fatigatus dicitur laboribus et expensis de fratrum nostrorum consilio ex officio nostro providimus, ut ne prenominati episcopus et capitulum, qui recepto super hoc mandato et plene intellecto mandantis affectu nos in mülo voluerunt licet plures personatus vacaverint exaudire videan- tur de inobedientia triumphasse: tu, litteris contra te obtentis a parte adversa et omni earum processu cum suspensionis et excommunicationis sententiis, si quas proferri contigit per easdem irritis penitus nunciatis, archidiaconatum habeas supra- dictum cum Omnibus iuribus et pertinentibus ad eundem; quantocius vero se facultas obtulerit ab episcopo et capitulo prefato Iohanni personatus sibi congruens conferatur, a quibus etiam tantum interim [ei ?] in redditibus, quantum valent ipsius archidiaconatus redditus, assignetur, dum tarnen te idem Iohannes super eodem archidiaconatu per se vel per alios non molestet, set te archidiaconatum eundem cum omnibus iuribus suis et pertinentiis habere pacifice ac possidere permittat. Nolumus enim occasione provisionis alterius te aliquatenus impediri, quin plenam et pacificam possessionem archidiaconatus eiusdem sublato cuiuslibet difficultatis obstaculo conse- quaris. Eapropter, dilecte in domino fili, tuis iustis suppli- L - 78 - cationibus inclinati, archidiaconatum eundem auctoritate tibi apostolica conferimus et presentis scripti patrocinio commu- nimus. Nulli ergo confirmationis etc. Si quis etc. Dat. Tibur. XVII kl. Iunii anno nono. Aus Keg. Vat. Honor. III an. IX fol. 49, ep. .325. -- Auch diese und die folgenden den Kanonikus H. von Dick betreffenden Urkunden verdanke ich der Gefälligkeit des Herrn Dr. P. M. Baumgarten. 79.— 1225, Mai 16., zu Tivoli. P. Honorlus teilt dem Propst von 8. Cunibert, dem Dechant von S. Aposteln und dem Domkanonich G. den Inhalt der vorstehenden Urkunde (fast wörtlich) mit, und beauftragt die Genannten mit der Sorge für die Ausführung jener Urkunde: „Cum igitur ipsius I. provisionem per alios perduci mandaverimus ad effectum, discretioni vestre per aplica scripta firmiter precipiendo mandamus, quatinus, quod a nobis super hoc provisum, et circa canonici memorati personaturn per cen- suram ecclesiasticam faciatis appellatione remota inconcusse servari; amoventes ab eodem archidiaconatu dictum I. et quemlibet alium detentorem, et prefatum H. in corporalem et plenam possessionem ipsius aucte aplica inducentes et defen- dentes inductum, ac nuntiantes quicquid presumptum est in preiudicium ipsius et partis sue per lras a parte altera impe- tratas sive ad suspensionis sive ad excommunicationis senten- tias, vel ad aliud etc., contradictores etc. Nullis Iris obstan- tibus super huiusm. negotio hactenus impetratis vel earum tenore tacito decreto impetrandis. Quod si non omnos etc." Datum icie in der vorher gellenden Urkunde. Nach Reg. Vat. Honorii III a. IX, fol. 60, n. 326. 80.— 1225, Mai 16., zu Tivoli. P. Honorius III befiehlt dsm Bischöfe und dem Domkapitel zu Lüttich den Kau. von S. Gereon, Heinrich von Dick, als Archidiakon anzustellen und einzuführen. .. Episcopo et capitulo Leodiensi. Cum bonum obedientie victimis preferatur, et valde detestabile sit eius contrarium, per quod celum diabolus, homo vero perdidit paradisum r super - 79 - provisione dilecti filii H. de Dicka, canonici sancti Gereonis Col. apostolico mandato recepto utiquo dobuistis non ad re- lnctandiim inniti, set nobis plenaric obedire, cum preter id, quod genns ariolandi est non acquiescere, ac crimen ydolatrie obedire non velle, durum sit vobis contra stimulum calcitrare, nee tutum sit cuiquam, si supra se, ut condescendere nesciat, per superbiam erigatur, quia per hoc in preeipitio stare videtur, qui locum in humilitatis imo tenendo in tuto esse valebat. Denique cum olim, eidem canonico specialem gratiam facere intendentes, vobis per nostras litteras iniunxerimus, ut pro nostra reverentia ipsi liberaliter conferatis personatum sibi aliquem congruentem, si quis in ecclosia vcl civitate sen diocesi Leodien, vacaret, vel quantocius se ad id facultas offerret, cum postmodum plures personatus vaeaverint, in nullo eorum nos super hoc exaudire curastis, concesso I. clerico consanguineo tuo, frater episcope, archidiaconatu, quem habuerat Henricus de Iacia et quem tu solus confers, etiam tunc vacante, quam- vis hoc executores inhibuerint prenominato canonico deputati. Verum licet acriter tantam ulcisci potuerimus inobedientiam et contemptum, benigne tarnen vobiscum volentes agere in hac parte, innitendo non tantum executorum processibus, quantum gratie, per quam ad providendum processimus canonico memorato, cum et ipse totus gratie innitatur eidem respiciendo quoque compassionis oculo super multis, quibus idem I. occasione facte sibi concessionis de archidiaconatu predicto fatigatus dicitur laboribus et expensis, de consilio fratrum nostrorum providimus, ut ne vos qui, recepto super hoc mandato et plene intellecto mandantis affectu, in nullo, licet plures personatus vaeaverint, nos audistis de inobedi- entia videamini triumphasse etc. {wie in dem Breve an H. von Dick bis „consequatur" mutatis mutandis.) Cum igitur per litteras nostras mandemus amoveri ab eodem archidiaconatu dictum I. et quemlibet alium detentorem et prefatum H. in corporalem et plenam possessionem eius induci et induetum in ipsa defendi, per apostolica vobis scripta districte preeipi- mus, quatinus preteritam inobedientiam per subsequentem obedientiam redimentes provisioni nostre humiliter et effica- citer pareatis, nulluni impedimentum, nullam difücultatem per vos aut alios adhibendo, quominus prenominatus canonicus — 80 — archidiaconatum eundem cum oranibus iuribus et pertinentiis suis obtineat et plena possessione ipsius gaudeat et quieta, cum quicquid per vos vel per alios presumptum est in preiu- dicium eiusdem cononici et partis sue, sive ad suspensionis, sive ad excommunicationis sententias vel ad aliud quoquo- modo processum esse noscatur, decernamus penitus non tenere. Datum -wie bei den vorigen Urkunden in derselben Sache. Aus Reg. Vatic. Honorii III, a. 9, vol. 13, fol. 60, epist. 327. 81.— 1225, Dez. 8., zu Beate. F. Honorius trägt den De- chanten des Domes und der Kirche S. Simphorian und dem Domkanonich H. zu Bheims auf, dafür Sorge zu tragen, dass der Lüt- ticher Kan. J., welcher dem H. von Dick die Archidiakonatswürde hat abtreten müssen, anderweitig entschädigt iverde. . . Maioris ecclesie et . . Sancti Simphoriani decanis et magistro II. canonico Remensibus. Cum olim inter H. de Dica canonicum sancti Gereonis Colonien. et I. canonicum Leodien, questio fuisset coram iudicibus delegatis et demum coram nobis diutius agitata super archidiaconatu Leodien., qui auc- toritate nostra prefato H. et per venerabilem fratrem nostrum . . Leodien, episcopum dicto I. fuerat assignatus, tandem de consilio fratrum nostrorum ex officio nostro providimus, quod dictus H. archidiaconatum obtineret eundem, et prefato I. ab episcopo et capitulo Leodiensi, quam cito se facultas offerret, personatus congruus conferretur, ac interim tantum ab eis annuatim assignaretur eidem, quantum valent archidiaconatus redditus antedicti, certis super hoc executoribus deputatis. Cum ergo prefatus H. sicut accepimus archidiaconatum obtineat antedictum, prefatus vero I. nulluni adhuc iuxta provi- sionem nostram personatum fuerit assecutus, volentes quod etiam circa ipsum eadem provisio sortiatur effectum, per apostolica vobis scripta precipiendo mandamus, quatinus in maiori vel Sancti Martini aut Sancti Iohannis vel Sancti Dio- riisii aut Sancti Bartholomei Leodien, ecclesiis personatum dicto I. congruentem, si vacat in aliqua ipsarum ecclesiarum ad presens, alioquin quam cito se facultas obtulerit, auctoritate nostra sublato cuiuslibet appellationis obstaculo conferatis et — 8i — faciatis ipsum eius pacifica possessione gaudere, provisun nichilominus, ut a Leodiensi episcopo ad valentiam proven- tmim archidiaconatus predicti iuxta taxationem vestram interim provideatur eidem indulgentia, si quam habet episcopus, ne providere teneatur alicui non obstante. Contradictores quos- libet aut rebelies monitione premissa per censuram ecclesia- sticam appellatione postposita compescendo, mandatnm nostrum ita sollicite impleturi, quod idem I. ad nos defectu vestro recurrere non cogatur, quia id grave nobis existeret ac mo- lestum. Quod si non omnes. Dat. Reat. II. id. Decembris [anno decimo]. Aus Heg. Vat. Honor. III ann. X fol. 99 epist, 124. 82.'— 1225. Gewisse freie Dienstleute haben sich vor Zeiten an S. Gereon wachszitispflichtig gemacht- der darüber aufgenommene AM ist ihnen durch Brand verloren gegangen. JJeber die Nachkommen derselben haben sich nun diejenigen, welche die Castodie der hh. Mauren von S. Gereon zu Lehen haben, das Schutzrecht ange- masst: das Capitel von S. G. weist diese Anmassung zurück und bestimmt auf's neue das Recht und die Verpflichtungen jener Wachs- zinsleide. I. n. s. e. i. tr. Arnoldus dei gratia prepositus, Heriman- nus decanus totumque capitulum s. Gereonis in Colonia. Omnibus christifidelibus in perpetuum. Sicut ad nostre fraternitatis collegium venientes gratanter et fraterne suscipere, sie etiam süseeptos paterna tenemur sollicitudine confovere. Quocirca noverint presentes et sciant posteri, quod olim quidam homines qui vulgariter „vriehigeisch" id est libera familia dicebantur, pro eo quod a suis progenitoribus tali vocabulo liberam duxisse probarentur originem, ecclesie nostre, specialiter autem ad altare s. Gereonis se cum omni posteritate sua cerocensuales in salutem animarum suarum obtulerunt; quorum posteri, licet conditione differrent, deineeps tarnen eodem vocabulo appellari consueverunt, debitam in omnibus ecclesie nostre per longa tempora fidelitatem servantes et obedientiam. Processu vero temporis quidam, qui custodiam a nobis cerocensualium san- ctorum Maurorum tenebant in feodo pensionem annuam de 7 — 82 — ea solventes, sub pretextu talis hominii custodiam eorundem hominum sibi deberi fallaciter asserebant, sub eiusdem falsi- tatis colore simplicitatem eorum corrumpere et conditionem immutare molientes. Homines autem momorati gravaminis indebiti molestiam dissimulare non valentes et ofi'ensam sui creatoris metuentes, si per ipsos in periculum animarnni suarum instituta suorum predecessorum divelli vel per incuriam snam ius sue conditionis permitterent immutari, ad presentiam nos- tram accedentes iniuriam sibi irrogatam coram nobis propo- nebant, ab ipsorum indebito gravamine per nos petentes ab- solvi et in iure suo confirmari, inter cetera nobis ostendentes Privilegium iuris sui, quod ab ecclesia nostra tenebant, incendio cuiusdam domus exustum, petentes a nobis idem ad eviden- tiam sue conditionis rursus innovari, tenorem eiusdem viva voce plene nobis et fideliter exponentes. Nos vero, ne circa dubia nimis creduli iudicaremur, prudentum usi consilio per eosdem homines et alios quam plures omni exceptione maiores sufficientia super premissis audivimus et admittenda duximus veritatis testimonia. Volentes igitur tarn eos, quam omnes quocunque iure quacunque conditione nobis obnoxios, indem- pnes et illesos sub nostra protectione conservare et eorum in omnibus utilitati providere, iustis eorum postulationibus grato concurrentes assensu statuimus auctoritate presentium decer- nentes, eos in posterum paciflce suo iure gaudere et ab omnibus id eis inviolabiliter observari, nullam deinceps sepedictis ipsorum molestatoribus supradicte custodie vel cuiuscunque iuris super eos warandiam concedentes. Cum tantum sicut premissum est pro sola custodia cerocensualium sanctorum Maurorum hominio nobis sint astricti, consonum etiam ratione videtur, ut, sicut predictos homines in iure suo tueri studemus, sie etiam ius nostrum non negligamus. Unde statuimus, quod custos ecclesie nostre, qui pro tempore fuerit institutus, pote- statem habeat census eorundem et emergentia personaliter reeipiendi vel auetoritatem ad hoc exequendum alii commit- tendi, hiis adicientes ut dictus custos quatuor sacerdotibus vicariis ecclesie nostre in festo b. Gereonis annuatim septem solidos Colonienses persolvat. Ut igitur omnia finem debitum sortiantur et ne cicatrix obdueta vulnus in antiquum renovetur, ad auferendum etiam cuiuslibet dubietätis scrupulum et rei — 83 - veritatem declarandam, sicut a nobis homines iam dicti postu- larunt, Privilegium ipsorum innovandum et ipsius tenore seriem conditionis eorundem duximus exprimendam. Cuius forma talis est, ut de cognatione predictorum hominum quilibet utriusque sexus, cum ad annos nubiles pervenerint, pro licentia contrahendi septem denarios persolvat, sex custodi et unnm ei qui per eum ad colligendos eorundem census i'uerit depu- tatus; cum autem ad coniugalem copulam accesserint, quilibet item duos denarios annuatim persolvat; in morte vero cuius- libet assignabitur custodi vestis optima, qua vel vir vel mulier vivens indui solebat, faciente fidem eo custodi, qui ad colligendos census i'uerit institutus, super omnium emergentiüm estimatione vel valore. Ut igitur hoc factum robur firmitatis obtineat, presens scriptum sigilli nostri fecimus impressione communiri. Acta sunt hec anno dominice incarnationis mille- simo ducentesimo vicesimo quinto. Nach dem Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf; das Herzogssiogel von S. Gereon ist schön erhalten. Eine zweite Ausfertigung (wohl der Entwurf?) mit dem Datum 1224 ist auch erhalten; in dieser steht „vrieheigs" statt „vriehigeisch" (= vrie hiwische, freie Dienstleute). — R. B. fol. G'3a —b, und fol. 95 a—b. — Gedruckt nach dem Chartular in Düsseldorf bei E, Quellen II, 96. 83.— 1225, Nov. 8. (1226, Mai.) Abt und Convent von Brau- ireiler bekunden, dass sie von dem Kloster Mechtern Güter in West- hocen eingetauscht haben gegen solche zu, „Aspith" (= Asperschlag b. Bergheini ?); sie versprechen, das Kloster im Besitze dieser Güter zu schützen und, falls dies unmöglich ist, schadlos zu halten. I. n. s. e. i. tr. Universis christifidelibus, ad quos iste littere pervenerint, G(odefridus) dei gratia abbas et conventus b. Nycolai in Brunwilre salutem in domino. Noverit universitas vestra, quod nos pro bonis in Wistubbe constitutis, que ecclesia sanctorum Martyrum ibidem possidebat et recipiebat, bona ecclesie nostre apud Aspith, videlicet tres mansus, quorum quilibet continet sexaginta iurnales, communi voluntate et assensu permutavimus, considerata tarn nostra quam predicte ecclesie utilitate, accedente etiam auctoritate bone memorie E(ngelberti) archiepiscopi Coloniensis, istürn contractum per- - 84 — mutationis nos et prediGta ecclesia sollempniter celebravimus. Promisimus insuper et per presentes litteras nos obligamus, quod — si dominus Henricus de Lovenich ant dominus Walt- mannus de Dorne, milites, aut si quis alius ecclesiam sancto- rum Martyrum super predictis bonis in causam traxerit apud iudicem — ipsam defendemus, ita quod, si dicta bona in toto vel in parte fuerint evicta per sententiam, tenemur eam sem- per et per omnia conservare indempnem ac omne dampnum et interesse suum resarcire. Preterea predicta bona non erunt onerata iure advocati, ita videlicet quod de bonis Ulis advo- catus nee hospicium nee petitionem nee aliquam exaetionem poterit exigere nee homines ecclesie trahere ad iudicium, quod vulgo dicitur „denc inde renc", nee aliquod ratione bonorum illorum gravamen inferre, ita quod nee gravabit nee vexabit predictus advocatus ecclesiam de Martyribus in iudicando, sed iudicabit de maleficiis ibi perpetratis, scilicet de furtis et sanguinis effusione circa seculares personas prout iustum fuerit. Ad ista igitur firmiter observanda obligamus nos et ecclesiam nostram. Ne ergo iste contractus permutationis et obligatio predicta alicui in posterum possint evenire in dubium, hec littere sunt Scripte et sigillis nostris communite. Aus E. Quellen II, 99, wo die Urkunde gedruckt ist nach dem Original im Kölner Stadtarchiv. Irrtümlich ist aber dort die Urkunde in die Zeit 1216—1225 gesetzt und dem Abt Godismann zugeschrieben. Brzb. Engelbert wird in derselben als verstorben bezeichnet, dieser wurde ermordet am 7. Nov. 1225; der Abt Qodesmann von Brauweilor starb nach dem Chronicon Brun- wylrense (Niederrh. Ann. 17, 164) 1225 am 30. September, und sein Nachfolger Gottfried 1232, 1. Januar: mithin ist die Urkunde gefertigt nach dem 7. Nov. 1225 unter dem Abte Gottfried. Sie ist aber wegen des drittfolgenden Regests spätestens im Mai 1226 gemacht worden. 84.— 1226, Febr. 5. („1225, ind. 13., /er. 5 post s. Marie purißcaMonem") bekundet Arnold, Propst von S. Gereon in Köln und von Liebfrauen in Maestricht, dass er zusammen mit seinem Neffen Gosivin der lelztgen. Kirche 6 Mausen Ackerland, gelegen zu Neer- beck, gegeben hat. Gedruckt in Franquinet, Beredeneerde inventaris der oorkonden . . . van 0. L. Yrouwe Kerk te Maestricht, 16. — 85 — (1232, Mai, tritt derselbe an das Kap. uon U. L. Frau die „obedientia" In Wuyst-Herck ab, welche der Propstel gehörte. — 1233, Sept., schenkt derselbe demselben wieder eine solche Obedlcnz. Fran- quinet l. c. 1.9 und 20.) 85.— 1226, spätestens im Mai. Propst G. und Canonlcus Magister H. von S. Aposteln, ferner Wilhelm und Heinrich, kölnische Bürger, endlich Engelbert und Bertolf mit dem Zunamen Dechant bekunden, dass sie von dem Abt G(ottfrled) und dem Convent von Brauweiler einerseits und dem Propst L. und dem Convent von MechUrn andererseits zu Schiedsrichtern erwählt sind in einem Streite, der wegen der Durchführung eines (Im Regest n. 83 behandelten) Gütertausches zwischen den 2 Partelen entstanden war. Der oben erwähnte Heinrich hatte nämlich von den zu „Aspth" gehörigen und an Mechtern durch den Tausch übergegangenen Gütern 3 Morgen und 7 Morgen innegehabt. Die Sache wird so erledigt, dass Heinrich die 3 Morgen und die 7 Morgen an Mechtern abgibt, dass er aber die Hälfte der auf den 3 Morgen in dem laufenden Jahre ivachsenden Frucht erhält, und für die Rodung der 7 Morgen, für Anlage eines Grabens und für den Verlust der Frucht von Mechtern entschädigt uird, wohingegen Brauweiler an Mechtern bis nächste Mariae Himmelfahrt 4 mr. zu zahlen hat. Ohne Datum. 1226 im Mai erklären der Domkanonlcus Magister C, der Pleban von S. Laurenz Magister Th., und der Pleban C(onradus) von S. Peter als vom (päpstlichen) Legaten bestellte Richter, dass vor ihnen die Entscheidung des vorigen Regests von den Partelen feierlich angenommen worden ist, und dass die letzteren versprochen haben, unter einer Strafe von 50 mr. sich an den Schiedsspruch zu halten. Gedruckt E, Quellen II, 100 u. 107. 86.— 1227, April 9. Der Dechant Hferlmann], der Chorb. Hferi- mann] und der Kanonikus Ifngr am ?] von S. G. verurteilen als vom Papste bestellte Richter Lysa, die Witwe des Burggrafen von Wolkenburch zu der Verpflichtung, von 2 zum Hofe (Königs-)Winter gehörigen — 86 — Besitzungen an das Kapitel von s. Aposteln jährlich als Dienste 1 Huhn, 7 1 / 2 den., 3 Sester Hafer, 60 Scheite („petie") Holz und 5 Eier zu zahlen, und ausserdem mit dem Gesinde zu dem betreffenden Hofgedinge zu gehen. Ausserdem muss Lysa, weil die genannte Pflicht seit mehr als 24 Jahren nicht erfüllt worden ist, an das Kapitel #/ 4 Mark und endlich für die Kosten des Verfahrens 9 Schillinge zahlen, beides vor dem nächsten Feste Assumptio b. Marie. Bei Nichterfüllung einer dieser Verpflichtungen verfällt Lysa der Excom- munication. „Actum Colonie in capitulo s. Gereonis, a. D. MCC XXVI. V. idns aprilis." Gedruckt Lac. II, 71 mit der Bemerkung: „Nachzahlung des Rückstandes, Processkosten und Excommunioation . . . wurden in einer zweiten Urkunde erlassen gegen das Vorsprechen künftiger Leistung der bezeichneten Gefälle und Dienste." Da die Ostervigil 1226 auf den 18. April, und 1227 auf den 10. April fiel, so haben wir die Urkunde in unser Jahr 1227 gesetzt. 87.— 1227. Propst Arnold von S. Gereon bekundet, dass das Kloster Weiher und Heinrich Auge gewisse Güter, luelche dieselben von S. Gereon (in Erbpacht) haben, unter einander vertauscht haben. Weiher hat an Heinrich abgetreten: 8 l l 2 Morgen beim „Blendebuchil" zu beiden Seiten des Weges, 7 Morgen zu beiden Seiten der breiten Strasse vom Friesenthor nach Mechtern, Z 1 /* Morgen neben dem Acker des Ludolf Vetscholder, 2 Morgen neben dem breiten Weg vom Gereonsthor nach „Sibbewilre", 7 i j i Morgen neben dem grünen Weg von der Stadt nach Ossendorf, 4 Morgen „prope stipitem", 5 Morgen neben Ph. Cleingedanc und Gottfried dem weissen, endlich 6 Morgen in „Sconemare". Dagegen hat Heinrich an das Kloster abgetreten: 12 Morgen zwischen „Sibbewilre" und der Stadt bei dem S. Andreas gehörigen „Vroinakker", 8Morgen zwischen „Damersdorp" und Mechtern, wo das Kloster auch schon ebensoviel hatte, 13 l j 2 Morgen, genannt „milingrete", bei „Sibbewilre", am Wege. von der Stadt nach Ossendorf, 6 l ( 2 Morgen am Wege vom Hahnenthor nach Melaten („de porta Hanonis ad leprosos"), endlich 3 Morgen zwischen den 60 Morgen des Klosters neben dem Lehmgraben. S. Gereon hat diesen Tausch bestätigt. Acta sunt hec anno gratie MCCXXVI1. E. Quellen II, 114 nach dem Chartular des Kl. Weiher. — 87 — 88.— 1227, Dezember 9, Graf Wilhelm von Jülich sichert dem (der Kirche S. Gereon gehörigen) Hofe Wissersheim Dienst- und Schatzfreiheit zu, nur soll sein Vogt dort dreimal jährlich dem Ding Vorsitzen und der Hof an den Grafen eine mr., die Hof genossen aber 4 mr. jährlich zu s. Remigius entrichten. — Acta sunt Colonie apud s. Gereonem . . . MCCXXVII V. idus Decembris. De consilio Silmanni tunc dapiferi.....et de beneplacito Ar(noldi) prepositi et conventus s. Gereonis .... Zeugen: Henricus prepositns s. Georgii Col., Adolfus frater eius, Her- mannus advoc. Miacensis, Winegoz de Hotdorp, Christianus pincerna, Henricus Buffe, Winricus de Kenzwilre, Arnoldus de Bensveit. — Angehäugt ivurden die Siegel des Grafen und der Pröpste von S. Gereon und S. Georg. R. B. fol. 93 a. — Lac. IV, 796, 653. Das R. B. hat einige Lesefehler, z. B. Gensveit statt Bensveit. 89.— 1228. Es wird („universis sacrosancte matris eccle nliis") bekundet, dass die Freie Heilewig und ihre 4 Töchter Mar- gareta, Gertrud, Gunegund und Elisabeth sich dem Altare des h. Gereon zu Köln mit all' ihrer Nachkommenschaft wachszinspflichtig gemacht haben unter der Bedingung, dass eine jede Person von ihnen oder ihren Nachkommen, die zu einem heiratsfähigen Alter gekommen ist, jährlich am Feste des h. Gereon am genannten Altar je 2 Denare opfere; für die Erlaubnis zur Heirat sind 7 Denare zu zahlen; beim Tode eines Mannes oder einer Frau ist bezüglich entweder das beste wollene oder das beste leinene Gewand zu opfern. — Angehängt ist das Herzogssiegel von S. Gereon in grünem Wachs. Nach dem Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf. 90.— 1229, Jidi 12. Propst Arnold, Dechant H und das ganze Capitel von S. Gereon bekunden, dass sie dem Heinrich, Sohn des Kölner Bürgers Gozelin, und dessen Frau Elisabeth den Hof der K. S. Gereon zu Merheim in Erbpacht gegeben haben. Der Pächter hat alle Lasten zu tragen, die bisher auf dem Hofe ruhten; ferner — 88 — muss er die Gebäude in ordentlichem Zustande halten, und den Dünger von der Viehstreu auf die Aecker des Hof es verwenden; ivül er jedoch die Ernte von seinem Eigengut auf den Hof der Kirche bringen, so muss er den ganzen Dünger (auch den seines Eigengutes) im ersten Jahre dem Lande der Kirche zuwenden, im zweiten Jahre darf er demelben für seine Aecker gebrauchen. Die Herren haben dem Hofe noch eine Hufe Wald hinzugefügt, welche Heinrich roden und in Ackerland verwandeln darf, ivobei jedoch die Kirche S. G. den Neu- bruchzehnten erhalt. Dem H. werden weiter 14 Morgen Wcdd überwiesen; dagegen darf er den dann noch übrigen Wald nicht benutzen. Zeugen: Godefr. Hardevüst, Herrn. Sconewedir, Rudolfus lana- r'.us, Reinbodo piscator, Willems frater eius, Theodericüs cocus, Herimannus ipsius gener, Christianus de Merheim, Hermannus rufus, aliaque familia curtis et Henricus oculus. — Die Siegel der Kirche und des Propstes wurden angehängt. Original ohne Siegel (oder wohl richtiger: der Entwurf der Urkunde) im Staatsarchiv zu Düsseldorf. 91.— 1231. Pr. Arnold von S. Gereon bekundet, dass vor ihm wegen 2 beim Kloster Weiher gelegenen Morgen Landes zwischen diesem Kl. und Bruno, dem Sohne des Gerard von S. Alban, ein Streit geführt worden ist, der wie folgt entschieden wurde: Das Kl. behält die 2 Morgen, hat aber jährlich an den Kellner von S. G. 4 Denare zu zahlen; dagegen hat Bruno in Zukunft 4 Denare iveniger an den Kellner zu entrichten. Zeugen: Widekindus cellerarius eccle nostre, magister Simon, Egidius, magisterHartlivus, concanonici nostri; Ludolfus Vetscoldere, Ludewicus de Mulingazin, Theod. filius eius, Theod. fr. eius, Hildegerus rufus, Henricus de Zudindorp, Henricus Oculus et alii quam plures. Nach dem Original im Kgl. Staatsarchiv zu Düsseldorf. Das Siegel des Propstes ist nur teilweise erhalten. 92.— 1232 (== 1233 ?) im April. Das Marienstift zu Aachen vergleicht sich mit der Pfarrgemeinde Traben unter Einwilligung von — 89 — deren Pastor Arnold, dem Propst von S. Gereon, wegen des Meinen Zehnten zu Traben in der Art, dass dieser der Gemeinde für immer erlassen sein soll, dass dafür aber das Stift jährlich nur mehr 12 Ohm Wein — statt der bisherigen 20 — an die Kirche zu Tr. für deren Wiederherstellung, Instandhaltung und sonstige Bedürfnisse abzugeben hat, und dass der Pastor, welcher von dem Stifte bisher 1 Drittel des gen. Zehnten erhielt, in Zukunft 3 von den 15 Ohm Kurwein (vinum primo preaccipiendum) haben soll, welche das Stift jährlich in der gen. Pfarrei zu beziehen hat. Der hierüber ausgestellte Cyrograph wurde an beiden Enden mit den Siegeln des Aachener Kapitels und Dechanten, sowie des Pastors und Propstes Arnold versehen. „1232 mense Aprili feliciter. Amen." Gedruckt bei Quix, Cod. Aquensis I, 108, und MU. III, 356. [Hier muss in Z. 4 v. u. das Komma vor (nicht nach) „eidem" stehen.] 93.— 1233, Oct. 6., zu Anagni, P. Gregor IX „aepo Col. mandat, provideat Ph(ilippo) canonico s. Marie de urbe de canonicatu s. Gereonis Col. vacante per transitum Iohannis presbyteri, capellani s. titnli s. Marie Transtiberim presbyteri cardinalis, ad ordinem regulärem." Regest der Bulla „Ecclesiarum utilitati" in Reg. Vat. t. 17, f. 100, n. 351. — Auch dieses Regest sandte mir Herr Dr. P. H. Baumgarten ein. 94.— 1233, Od. 26., Anagnie, (P. Gregorius IX) abbati et priori de Rumestorp et Lifardo sancti Gereonis canonico committit, ut causam inter Girardum clericum et Sibodonem clericum, spurium ex adulterio et incesto genitum, de praebenda sancti Severini Colonien. ad sedem apostolicam remittant. . . abbati et priori de Rumestorp Treueren, diocesis et Lifardo canonico sancti Gereonis Coloniensis. Girardus cle- ricus in nostra proposuit presentia constitutus, quod — cum venerabilis frater noster archiepiscopus Colonien. Sibodonem clericum, quem pater eius sacerdos de quadam muliere coniugata commatre sua per adulterium genuit et incestum, — 90 — prebenda, quam in ecclesia sancti Severini Colonien. cum mul- torum scandalo detinebat, iustitia exigente privasset eam ipsi G. canonice conferendo — idem spurius ad persequendum ipsum aspirans eum super eadem prebenda coram . . preposito ecclesie sancti Petri Padeburnen. eiusque collegis per quas- dam litteras, que ante collationem huiusmodi fuerant impetrate, item patrem eius coram eisdem iudicibus et matrem eius coram H. et R. canonicis Monasterien. per alias litteras super diversis ut dicebatur articulis malitiose traxit in causam; et — ut mul- tiplicatis persecutoribus eo magis ipsum confunderet, quomi- nus posset ab omnibus se tueri — per quosdam amicos suos videlicet per . . scolasticum sancti Georgii coram . . thesau- rario sancti Severini eiusque coniudicibus, item per Th. dictum Firleben canonicum sancti Severini Colonien. coram . . decano Padeburnen. eiusque collegis, et per quosdam alios nichil ut credit quomodovis [?] habentes per goneralem clausulam quan- dam alio simul fecit eundem clericum infra breve tempus ad remota et diversa loca citari et assignari sibi terminos, in quibus propter locorum distantiam et temporis brevitatem non posset, presertim cum sibi loca tuta non essent, aliquatenus comparere. linde clericus ipse coram prefatis thesaurario eiusque collegis in quorum presentia potuit comparere pro- ponens, quod simul non poterat coram ipsis et aliis litigare et offerens, quod paratus erat in eorum presentia super Omnibus, de quibus predicti adversarii contra ipsum, patrem et matrem eius questionem movebant, iustitiam exhibere, dum- modo prefati adversarii acceptarent: quoniam ad hoc non fuit admissus, sedem apostolicam appellavit. Set quidam de pre- dictis iudicibus in ipsum patrem et matrem eius tamquam in contumaces excommunicationis sententiam protulerunt. Quare dictus clericus nobis humiliter supplicavit, ut super gravamini- bus et fraude huiusmodi providere sibi paterna sollicitudine dignaremur. Cum igitur non sit malitiis hominum indulgendum, mandamus, quatinus, si est ita, ab eodem clerico et patre ac matre ipsius de stando iuri coram vobis super hiis, pro quibus excommunicati habentur, sufficienti ad cautelam cautione re- cepta iuxta formam ecclesie dictam excommunicationis sententiam relaxetis, et facientes vobis universas commissiones pre- dictas et processus, si qui per eas sunt habiti, exhiberi, — 91 — pretor illas, quarum auctoritate de consensu partium est pro- cessum, tarn super eo quod idem spurius super iam dicta prebenda clericum ipsitm, ut dicitur, contra iustitiam molestare presumit, quam super aliis supradictis audiatis causam. Et si de partium voluntate processerit, eam fine debito terminetis, facientes etc. Alioquin eandem ad nos remittatis etc. Testes autem etc. Quod si non omnes etc. Dat. Anagn. VII Kl. No- vembr. anno septimo. Reg. Vat. Gregorii IX, tom. 17, fol. 7, No. 341. — Die vorstellende Urkunde verdanke ich wieder der Güte des Herrn Dr. Baumsarton. 95.— 1234, Februar, 25. Die „7 Priester von S. Gereon" erwerben käuflich 45 zum Hofe von Kriel gehörige Morgen Landes und vererbpachten dieselben gegen eine jährliche Pacht von 18 Schillingen und die vom Pächter an den Krieler Hof zu entrichtenden Gebühren. In nomine domini amen. Notum sit omnibus tarn presen- tibus quam futuris, quod Septem sacerdotes ad altaria ecclesiae s. Gereonis ministrantes emerunt ad emendationom proben- darum suarum et suorum successorum erga Henricnm dictum Oculum unum len de xxx iurnalibus agri quod quandoque fuerat Vogelonis hmioris, et emerunt erga eundem H. XV iurnalcs agri iacentes ante portam Frisonicam, quos agros omnes eidem Henrico et suis successoribus concesserunt idem sacerdotes iure hereditario pro annua pensione, scilicet pro XVIII sol. Colon, ad certos terminos, videlicet in festo b. Iacobi apostoli Villi solidis et in purificatione b. virginis aliis Villi solidis singulis annis persolvendis, ita quod a singulo termino infra mensem proximum sequentem terminum iam dictus Hen- ricus vel qui post eum eosdem agros possidebit dictam pen- sionem sine omni captione persolvet eisdem sacerdotibus. Item de omni iure, quod de eisdem agris debetur curti in Crele a qua ipsi agri dependent plenarie satisfaciet possessor eorundem agrorum. Item nee guando (?) l ) nee exercitus neque ullus casus fortuitus possessoretn dictorum agrorum excusabit, quin ad solutionem dicte pensionis ad memoratos terminos teneatur. Item quum morietur Godefridus, unus ex dictis sacerdotibus qui nunc a sculteto curtis de Crele coram familia — 92 — eiusdem curtis dictos agros nomine omnium sacerdotum me- moratorum suscepit, possessor eorundem agrornm suis expensis elaborabit, ut uni ex dictis sacordotibus, quem ipse possessor ad hoc elegerit, iam dicti agri a sculteto et coram familia curtis de Crele porrigantur nomine omnium sacerdotum memo- ratorum. Idem fiet quotiescunque sacerdos, qui eosdem agros a dicto sculteto nomine prefatorum sacerdotum susceperat, mo- rietur. Si vero sepedictus Henricus vel quivis post eum eorundem agrorum possessor prefatam pensionem memoratis terminis vel infra mensem proximum singulum terminum se- quentem dictis sacerdotibus non persolverit vel de omni iure, quod de eisdem agris curti in Crele debetur, non satisfecerit, vel cum dictus Godefridus sacerdos aut quicunque alius, qui eosdem agros nomine prefatorum sacerdotum susceperat, mor- tuus fuerit, possessor propriis expensis non elaboraverit, ut alteri sacerdoti, quem ipse possessor ad hoc elegerit, a sculteto in Crele dicti agri porrigantur, pro pena cadet possessor aiure omni, quod habet in ipsis agris et ipsi agri revertentur ad iam dictos sacerdotes pleno iure, salvo iure curtis in Crele per omnia. Acta sunt haec a. ine. d. MCCXXXIII V kal. Martii, presen- tibus H. camerario, Widekindo, Hartlivo, canonicis s. Gereonis et familia curtis in Crele et aliis quam pluribus. Ne quis vero hoc factum ausu temerario presumat infringere, impres- sione sigilli ecclesiae s. Gereonis confirmatum est. Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Das schön erhaltene Siegel ist an roten seidenen Fäden angehängt. — Nicht im E. B. i) = Gant, öffentliche Versteigerung? Oder steht guando irrtümlich statt „guerra" ? 96.— 1234. Der Convent von S. Ursula übergibt den „7 Priestern an S. Gereon" 5 Morgen Landes, gelegen an der Sandkaul, gegen einen jährlichen Zins von 1 Denar. In nomine domini amen. F. 1 ) dei gratia abbatissa saneta- rum virginum in Colonia. Omnibus hoc scriptum inspecturis salutem in domino. Noverint universi, quod nos quinque iugera terre, qui iacent iuxta Sant eulen concessimus in perpetuum — 93 — septem sacerdotibus deo servientibus in ecclesia b. Gereonis, cum ipsi eadem iugera ab Adolfo emerint, qui illa cum aliis bonis, duobus scilicet mansis, qui iacent iuxta Ossendorp, a nobis iure tenebat bereditario. Idem autem sacerdotes de iugeribus prefatis singulis annis unum denarium solvent pro censu in bona Adolfi supradicta in festo b. Martini, et sie erit per omnia prospectum, nee aliquid ab ipsis amplius requiretur. Acta sunt hec anno domini MCCXXXIIIIto presentibus et ad hoc vocatis testibus magistro Symone scolastico Xanctense, Arnoldo canonico ecclesie nostre, Petro et Gerardo sacerdotibus, Melacho et Henrico dicto Oculo, civibus Coloniensibus et Brunono de Crelo. In testimonium etiam huius rei nostrum et conventus nostri sigilla litteris presentibus sunt appensa. Nach dem Original im Archiv von S. Gereon. — Die beiden Siegel hängen noch ziemlich unverletzt mit Pergamentstreifen an der Urkunde. — Nicht im K. B. *) Gemäss dem Siegel „Friderun" jedoch sind nur die 4 ersten Buchstaben klar zu lesen. 97.— 1234. Der Propst, der Dechcmt und das Capitel von S. Gereon thun kund, dass sie eine Commission von 6 ihrer Kanoniker ernannt haben, welche die Vollmacht haben sollte, verschiedene Verbesserungsmassregeln zu treffen. Dieselbe hat u. a. bestimmt, dass die Kirchen Nackenheim (b. Oppenheim) und Bubenheim mit den dortigen Höfen vereinigt werden sollen. Dieser Beschluss, zu welchem der _ Erzb. von Mainz als Diöcesan seine Einirilligung gegeben, ist von dem Capitel angenommen ivorden. Arnoldus dei gratia prepositus, Hermannus decanus totum- que capitulum s. Gereonis in Colonia universis presens scriptum inspecturis salutem in domino. Noverint universi, quod — cum Hermanno decano, Henrico scholastico, Theoderico pre- posito Traiectensi, Hermanno camerario, Widekindo et Egidio canonicis nostris plenam potestatem ordinandi, statuendi et reformandi ea que ecclesie nostre viderent et crederent expe- dire, contulissemus, et ego Arnoldus prepositus pro me, Hermannus decanus pro se et capitulo promisissemus fide data, quod — 94 — ordinationes, reformationes et statuta que predicti facerent, modis omnibus et inviolabiter observare deberemus, — dicti inter alias eorum ordinationes de ecclesiis in Nacheym et Bunenheym [lies: Buvenheym] auctoritate domini Maguntini archiepiscopi, in cuius dyocesi dicte ecclesie site sunt, et ipsius consensu interveniente statuerunt, quod ecclesia de Nacheym curti quem [sie!] ibidem habemus esset in posterum annexa et ecclesia de Bunenheym esset annexa curti quam in Bunenheym habemus, cum alias fratribus ecclesie nostre seeundum quod ab antiquo fuit statutum alimenta prestari non possent de curtibus memoratis. Hec autem ordinatio est a nobis aeeeptata. Volentes x ) quod si quis de ecclesia nostra contra eam venire presumpserit, omni beneficio, quod habet in ecclesia nostra, ipso facto de iure sit privatus. Acta anno domini mille- simo ducentesimo tricesimo quarto. R. B. fol. 95 b. ] ) Vor „volentes" scheint etwas zu fehlen. 08.— 1234, August 17. Philipp von Iiohenvels, dem der Wein- zehnle und zum teil auch der Fruchtzehnte zu Nierstein gehört, bekundet, dass seine Berechtigung nach Nackenheim zu nur bis zum „Marken- burne" gehe, wogegen der Zehnte zu Nackenheim zu 2 Drittel der Kirche S. Gereon in Köln und zu einem Drittel der Kirche in Nackenheim selbst zustehe. Gedruckt bei Guden, 0. D. I, 531. 99.— 1234, Sept. 8. Erzb. Sifrid von Mainz gestattet dem Kapitel von 8. Gereon die Incorporierung der Kirchen zu Nackenheim und Bubenheim unter der Bedingung, dass den betreffenden zeitigen Pfarrern eine hinreichende Pfründe zugewiesen werde. Sifridus d. gr. s. Mogimtine sedis archiepus. . . . Sane supplicantibus nobis dilectis in Christo, preposito, dec. et caplo — 95 — s. Gereonis in Colonia, quod — cum de curtibus quas habent in Nacheim et in Buvonheim, iuxta constitutionem ab antiquo ordinatam prebenda ipsornm nondum possit ipsis plenarie mi- nistrari — nos ipsis de speciali dignaremur indulgere, ut redditus ecclarnm in villis pred. in snpplementum defectus prebendarum suarum eis liceret fratrum usibus applicare: quüdrca . . . desideriis eorundem paterne annuendum duximus in hac parte; liberaliter permittentes, ut ipsi, prebenda com- petenti assignata sacerdotibus deservientibus pro tempore in ecclis memoratis, residumn reddituum earundem, salvo per omnia iure archiepi et archidiaconi, supplemento prebendarum suarum de nostra auctoritate et consensu licenter applicent et assignent. (Folgt Vermerk über die Siegelung und Angabe von 4 Zeugen.) Datum Maguntie a. d. MCCXXXXIIII J ), VI idus Septembris. Aus Guden C. D. I, 532. Registriert bei "Wurdtwein Dioc, Mog. I, 418. ! ) Hier liegt jedenfalls ein Druckfehler vor, ein X. ist zu viel. In der Ueberschrift steht 1234, womit auch die Stellung der Urkunde unter andern vom selben Jahre übereinstimmt. Auch Wurdtwein hat 1234. 100.— 1235. Der Propst Arnold von 8. Gereon stiftet einen Priester, der täglich in der Kirche S. Gereon an dem im Chore befindlichen Altäre der h. Jungfrau die Messe lesen und nach dem Tode des Propstes dessen Anniversar halten soll. In nomine domini, amen. Capitulum s. Gereonis in Colonia omnibus in perpetuum. Noverint universi, quod cum ius deeime de novalibus curtis nostre in Merheim ad venerabilem dominum nostrum Henricum archiepiscopum Coloniensem fuerit devolutum, idem archiepiscopus piis preeibus domini Arnoldi nostri prepositi inclinatus eandem deeimam pro tempore pre- senti et futuro contulit ad opus et ad prebendam sacerdotis qui deo et b. dei genitrici Marie ad altare suum in choro ad honorem eius construeto in celebratione missarum in ecclesia nostra deserviat, cottidie missam de domina nostra celebrando, quam ineipiet statim cum ad chorum pulsatur, qui etiam taliter ad missam preparare se debet, ne ex mora ipsius vel propter ~ 96 - ipsnm impedimentum aliquod domini sentiant vel habere vide- antur. Prenominatus etiam prepositns noster dedit tres man- siones domus quam habet in platea que appellatnr Siken- gasse prope vineam nostram, similiter et unam carratam vini singulis annis, quamdiu ipse vixerit, ad opus et prebendam sacerdotis memorati. Set vineam suam in Ense liberaliter et integram donatione facta inter vivos contulit eidem sacerdoti post mortem ipsius possidendam. Ad idem etiam contulit sepedictus prepositus de concessu totius capituli nostri quinque solidos Colonienses et maldrum tritici singulis annis de ecclesia de Oplade percipienda, que pro iure quod dicitur warandia de eadem ecclesia annis singulis persolvuntur. Hec omnia supra- dicta et si quid adhuc per gratiam dei forte fuerit adiectum, erunt prebenda sacerdotis ad altare b. Virginis sicut superius expressum est celebrantis. Idem etiam sacerdos sicut alii sacerdotes in ecclesia nostra ad altaria servientes decano nostro erit obediens et chorum nobiscum frequentabit. Prebendam etiam istam conferet prepositus presens et cum vacaverit quicunque sui pro tempore [erunt] successores. Sacerdos etiam ibidem celebrans prepositi Arnoldi nominatim in canone memo- riam habebit et anniversarium suum cum vigiliis, missa et com- mendatione in perpetuum observabit. Cunctorum (?) etiam prepositorum pro tempore in missa faciet memoriam. In testi- monium autem et firmitatem huius rei sigillum ecclesie nostre presenti pagine fecimus appendi. Ego etiam Arnoldus prepositus s. Gereonis in Colonia omnia predicta sie acta foro profiteor et per omnia processisse protestor, sicut premissa sunt superius et expressa, sigillum meum in maiorem firmitatem et robur facti huius cum sigillo ecclesie litteris presen- tibus appendendo. Acta sunt autem hec anno domini millesimo ducentesimo tricesimo quinto presentibus Hermanno decano, Henrico scholastico, Henrico de Dicka archidiaconi Leodiensis et canonico nostro, Hermanno camerario, Wedekindo choriepi- scopo, Godefrido de Erperode, Alexandro custode, magistro Symone scholastico Xanctensi, Hartlivo canonicis s. Gereonis et aliis quam pluribus. R. B. fol. 93 b. - 9?; - 101.— ^535, September 20. Erzb. Heinrich schenkt den ihm verfallenen Neubruchzehnten des S. Gereonischen Hofes zu Merheim zu gunsten des durch den Propst Arnold von S. G. für den Altar der h. Jungfrau in der Kirche S. G. gestifteten Priesters. H[enricus] d. gr. s. Col. eccle archiepiscopus. Universis pre- sens scriptum inspecturis salutemin dno. Cum pium sit et rationi consentaneum ecclis et personis ecclesiasticis in hiis, que ad divinum et cotidianum spectant officium, auxilium impertiri et favorem, nos considerantes piam et bonam intentionem dilecti nostri A. prepositi s. Gereonis in Colonia, quam exhibet ad divinum servitium in honore b. virginis Marie in eccla s. Gereonis in Col. in perpetuo exhibendum, ut sacerdos, qui idem officium adimplebit melius possit sustentari, concedimus ut decimas novalium curtis in Merlieim ad preposituram s. Gereonis spectantis que ad nos sunt devolute idem percipiat et ex donatione nostra ipsi assignentur ad meliorationem prebende sue que deputata fuerit ad sustentationem ipsius sacerdotis ibidim deo et b. virgini famulantis. Ut igitur hec donatio nostra firma et pei-petuo maneat inconcussa . . . presentes litteras conscribi fecimus et sigillo nostro communiri. Datum Colonie a. d. MCCXXXV mense Septembri, in vigilia Mathei ap. et ev. Nach dem Original im Kgl. Staatsarchiv zu Düsseldorf. Das Siegel ist ziemlich erhalten. 102.— 1235, Oct. 2. Propst Arnold, Dechanl Hermann und das ganze Kapitel von S. Gereon bekunden, dass sie zur Abstellung gewisser Missstände eine Commission erwählt haben, bestellend aus dem Pr. Arnold, dem Dechanl Hermann, den Kanonikern Mag. Sgmon und Hartliv von S. Gereon, und dem Mag. Hermann, Kanonikus von 8. Aposteln, und dass diese Commission dann nach erlangter Bevollmächtigung seitens des Erzb. Heinrich Bestimmungen getroffen hat über die Tischberechtigungen der Kanoniker, über die mit den einzelnen Dignitäten verbundenen Kirchen, über die Besetzung der einzelnen Aemter und über die Pflichten und Einkünfte, welche mit den verschiedenen Aemtern verbunden sein sollen. 8 — 98 — Arnoldus dei gratia propositus, Hermannus decanus totuni- que capitulum s. Gereonis in Colonia. Omnibus presentes pa- ginas inspecturis salutem in domino. Noverint universi qnod Arnoldus prepositus noster, Hermannus decanus, magister Symon etllartlivus concanonici nostri et magister Hermannus canonicus ss. apostolontm in Colonia, unanimiter a nobis electi ut de omnibus hiis ordinarent que ecclesie nostre expedientia cederent et utilia. Litteras domini nostri archiepiscopi Colo- niensis sub hac forma receperunt: H(enricus) dei gratia sancte Coloniensis ecclesie archiepiscopus dilectis in Christo prepo- sito, decano, magistro S(ymoni) et H(artlivo) s. Gereonis et magistro H(ermanno) ss. apostolorum canonicis Coloniensibns salutem in domino. Quia pacem et promotionem ecclesie b. Gereonis desideramus, vobis damus auctoritatem tractandi et ordinandi super hiis, que specialiter ad nostram pertinent auctoritatem, ea que secundum deum prefate ecclesie creditis expedire, nichilominus volentes, ut ea que per vos ordinata fuerint ad nos referantur, ut eis de consilio prudentum firmi- tatem debitam imponamus. Datum Coloniae anno domini MCCXXXV in crastino Lamberti." Ordinatores ergo predicti auctoritate venerabilis domini nostri H. Coloniensis archiepiscopi et de communi consensu totius nostri capituli de mensis in ecclesia nostra, de prebendis levatis et de ecclesiis digni- tatibus, curtibus et officiis annectendis et annexis secundum quod in litteris ipsorum continetur, que sequuntur, realiter ordinaverunt: Arnoldus dei gratia prepositus, Hermannus decanus, magister Symon, Hartlivus sancti Gereonis, et magister H. ss. apostolorum canonici Colonienses omnibus presentes litteras inspecturis salutem in domino. Noverint universi, quod nos auctoritate venerabilis domini nostri Henrici archiepiscopi Coloniensis et de communi consensu capituli s. Gereonis in Colonia de mensis in eadem ecclesia statuimus ut omnes mense in ecclesia nullo conl'erente secundum ordinem introitus cedant, exceptis quinque mensis sacerdotum qui simul mensas cum prebendis recipient. Similiter si aliquis emancipatus electus fuerit in canonicum et in fratrem, scolaribus tempore sue elec- tionis in scholis et sub virgis existentibus, licet postmodum etiam ad vacantem mensam emancipentur, in mensa perci- pienda preferetur. Item prepositura, decania et scholastria si — 99 -= vacaverint cum mensis, electus in dignitatem habebit et mensam, sed si prius habuit mensam, illam 1 ) retinebit et alia mensa secundum ordinem introitus cedet sicut superius est expressum, quia simul duas mensas non habebit. Si vero predictarum dignitatum aliqua vacaverit sine mensa, electus in dignitatem non habens mensam proximo vacantem exspectabit, nisi sit mensa sacerdotis. Si vero aliquis neque prebendam huius- modi neque mensam, utpote qui non sit de gremio ecclesie, in aliquam earundem eligatur dignitatum, proximam vacantem prebendam et mensam, si nulla sit vacans, expectabit. Si vero aliqua vacans invenitur, illam habebit exceptis solis mensis et prebendis sacerdotum, quos omnibus in hac parte volumus preferri, cum mensas prebendis eorum esse velimus annexas. Item levatas prebendas volumus ut habeat ecclesia cum onere suo, ut videlicet canonicos Hildesemenses Bavenbergensis et Remenses, qui sunt confratres ipsius ecclesie, de illis pro- curet, sicut consuetum fuit hactenus et servatum, et si quid suporerit, in utilitatem eiusdem ecclesie convertatur. Item de ecclesiis sie ordinamus: ecclesiam s. Christophori custodie saneti Gereonis, et Nuwinkirche ad officium choriepiscopatus annectimus; item ecclesiam de Uplade curti de Enze et Witzeide ad officium quod dicitur werboldi 2 ) annectentes; reliquas ecclesias — salvo per omnia iure dyocesani, archidiaconi et decani loci — dignitatibus, curtibus et offieiis relinquimus annexas, antiquam de illis ordinationem servare volentes et statutum. Ea taliter ordinavimus, ut defectus qualiscumque in prebendis et servitiis de curtibus, qui hactenus habitus fuit, in posterum suppleatur. Actum anno domini millesimo ducentesimo trecesimo quinto in crastino Remigii. — Nichilo- minus de aliis articulis subnotatis ad petitionem et instantiam et de communi consensu totius capituli nostri, secundum quod in subsequentibus est expressum et in litteris ipsorum con- tinetur, statuerunt: Arnoldus dei gratia prepositus, Hermannus decanus, magister Symon et Hartlivus s. Gereonis et magister Herimannus ss. apostolorum canonici Colonienses. Omnibus hanc paginam inspecturis salutem in domino. Noverint universi, quod in conferendis offieiis cellerarie et pincerne ecclesie b. Gereonis volumus et statuimus, ut singulis annis proxima sexta feria ante festum b. Margarete canonici tunc presentes — 100 — in capitulo suo conveniant, — nee vocandi erunt absentes, quia ista diei prefixio loco vocationis erit — et tunc soli illi, qni presentes erunt in capitulo, sie procedent. Tres tunc ma- iores de capitulo fidem reeipient a singulis, quod ad dieta officia illos nominabunt, quos magis credunt ecelesie ad ea expedire et hoc propter odium vel favorem vel aliam aliquam causam non dimittent. Si vero aliquos eque credunt ydoneos, quem tunc temporis preferre velit inter illos, in cuiuslibet hoc credentis maneat optione. Tres etiam dicti maiores fidem dabunt in manus sacerdotum tunc presentium in capitulo, quod sine omni publicatione votorum, quae re vera publicari non debent, illum preficient in officio, ad quod denominatus fuerit, quem maior pars numero nominaverit, et quod ipsi similiter, antequam alios examinare ineipiant, illos nominabunt, quos magis ad officia huiusmodi credunt expedire seeundum quod iam est premissum, qui etiam si aliquos credunt eque ydoneos inter eosdem preferre potuerunt 3 ) quem volunt. Si quis vero fidem dare noluerit de examinatoribus sive examinandis, vocem ea vice non habebit in nominatione nee ea vice ad dieta officia preficietur. Querent etiam examinatores predicti de singulis sub fide data, utrum eos aliquis sollicitaverit, et qui- eunque inventus fuerit duos ad minus sollicitasse pro predictis offieiis obtinendis ea vice nullo modo ipsa habebit, sed pre- feretur qui non sollicitaverit, etiamsi a paucioribus fuerit nomi- natus. Si vero due persone vel plures nominate fuerint et habebunt partes equales numero, examinatores sub fide quam dederunt, illum de nominatis preficient, quem credunt magis expedire; qui si eos eque expedire ydoneos credant vel aliquos ex eis, si plures quam duo nominentur, in optione ipso- rum sit, quem de nominatis, quos eque credunt ydoneos, pre- ferant, et hoc duo faciant si omnes tres concordare non possunt. Item prepositus nee instituet nee porriget eadem officia, sed dicti tres maiores vel duo, si omnes non concordant. Item prepositus, decanus, choriepiscopus, camerarius et custos officia predieta non habebunt. Item cellerarius et pincerna dabunt fidem, quum instituentur, quod fideliter se in offieiis suis habebunt et ecclesiam servabunt indempnem pro posse et nosse. Item pincerna sub debito fidei prestite famulum pre- sentabit capitulo, quem credat honestum et ad officium cellarii — 101 — ydoneum, octo diebus ante festum b. Remigii, qui statim in suo serviens incipiat officio, klem ecclesie famulus corporale prestabit capitnlo sacramentum, quod fidelis in suo erit officio, vina fidoliter distribnet et conservabit, plenam mensuram dabit, nee commiscebit, nee uni vintim melius dabit quam alteri, eodem vase currente, nee vinum vendet in cellario sicut vendi solet in tabula, nee aliquod vas inchoabit nisi duobus canonicis prosentibus ad hoc a decano vel eius vices gerente deputatis, quorum consilio hoc fiat. Eidem et famulo dabit pincerna marcam unam in natali domini ut ecclesia duas marcas Colo- nienses pro victu et vestitu quousque prebenda carpentariorum vacet que annexa erit officio fatnuli, non persone, quia famulus non erit nisi (?) annualis, nisi forte capitulo placeat et pin- cerne ipsum in eodem officio diutius remanere; qui iterato iurabit in introitu cuiuslibet anni sicut superius est expressum; postquam autem prebenda officio fuerit annexa, ecclesia a solutione dietarum duarum marcarum erit liberata, sed pincerna nichilominus suam marcam solvet eo modo quo dictum est. Item capitulum habebit respectum (?) ad pincernam de vino suo, postquam sibi vel famulo cellarii fuerit assignatum et in vasis integris in loco dobito in cellario repositum et repletum, et eligendum est sicut moris est electionis. Item de iure suo pincerna vinum melius vel deterius non habebit sed medioere. Illud autem estimabunt duo canonici a decano vel eius vices gerente ad hoc deputati, si vinum suum in integro vase reeipere voluerit; sed si hoc sibi non placuerit, de quolibet vase suam reeipiet portionem. Item volumus, ut pincerna in pascha de cetero non det claretum sed pro clareto det unam amam vini melioris de cellario et aliam amam me- lioris quod venditur ad tabernam eodem die quo dare deberet claretum, et habebit nichilominus omnia iura clareti, mel scilicet et piper ad usus suos. Item licet cellerarius eligatur et pincerna proxima sexta feria ante festum b. Margarete, sicut superius est expressum, tarnen non nisi in festo nativi- tatis b. virginis sequenti in suo officio, similiter et pincerna in suo ,nisi in festo b. Remigii sequenti servire tenetur. Item de officio granarii et de custodia cum vaeaverint, die ad electio- nem competenti prefixa et vocatis qui fuerint vocandi, canonici ad eundem diem presentes ordinabunt sicut de cellerario et — 102 — pincerna qnantum ad electionem et formam in electione su- perius [est] expressum, eo excepto quod officia ista erunt perpe- tua, et tarn custodiam quam officium granarii conferet prepositus sine contradictione preterquam persone ad ipsa electe a capi- tulo fuerint presentate. Item custos granarii et custos ecclesie fide data promittent in manus decani, quod fideliter se habe- bnnt in officiis suis. Item prepositus tractatibus cellerarii et pincerne non intererit neque electioni ipsorum, quia nee ipse nee antecessores sui interfuerunt; aliis autem tractatibus solum intererit, quum vocatus a capitulo fuorit, cum antecessores sui non nisi vocati interesse consueverint. Item probende indi- vise non remittentur nisi de eiusdem (?) consensu capituli fiat remissio. Item silva que dicitur Aspt erit ecclesie tarn in fundo quam in lignis et capitulum ordinabit de illa, quod fra- tribus et ecclesie utilius credit et magis expedire; sed in recompensationem iuris, si quod prepositus in eadem silva videbatur habere, silva in Merheim annexa erit prepositure cum terra ad eulturam redaeta pleno iure et nulla alienatione obstante, ad combustionem nunc prepositi et suorum pro tempore successorum. Item ntdlus canonicus trahot suum con- canonicum ad aliud iudicium super hiis que speetant ad iura dictorum decani et capituli, nisi prius coram decano vol eius vices gerente eum (?) conveniat et ibi sibi iustitia deficiat. Item statuimus, ut obedientia de Eppendorp curti de Zuist et obedientia de Dusele curti de Langeneke et obedientia de Loveniche curti de Witersheim 4 ) sint annexe,.singule singulis curtibus. Volumus etiam, ut ecclesie, Virschene videlicet, Gisenkirche, Rinkassele et Speyle prepositure, similiter Diede- richswilre, Grinswilre, Husen, Udenchoven, Dabracinshusen, Munheym et Bacheim, Nacheim et Bovenheim curtibus ibidem seeundum ordinationem alias faetam sint annexe, ut sie defectus in prebendis fratrum et servitiis curtium, sicut superius est expressum, in posterum suppleatur. Similiter Holzwilre cu- stodie cum onere suo et Merkesteyn scholastrie cum suo et Burscheide granario sint annexe. Item prepositus ecclesias curtibus annexas, officia et obedientias, sive curtibus sint annexe sive non, quas confert sine electione canonica, excepto officio camerarii, si placet poterit sibi reservare, vel, si con- ferre voluerit, canonicis ecclesie conferet ita quod singulas — 103 — obedientias, officia sive ecclesias singulis conferat emancipatis taliter sibi providons, ut ecclesia conservetur indempnis, et pena contra obedientiarios a capitulo statuta, si in solutione sui cano- nis cessaverint, secundum quod alias est ordinatum, semper currat. Item ad decanatum erit annexa vinea s. Quintini et officium de Mulinheym iuxta Coloniam et officium de Speyle cum illud vacare contigerit. Ad officium autem choriepisco- patus loco eiusdem vinee que prius ad ipsum spectabat, ecclesia Nukirke cum vacaverit pertinebit, medio autem tempore choriepiscopus vineam habebit, donec eadem ecclesia vacaverit. Item officium de Metlere annexum erit officio came- rarie, et camerarius pro tempore et post mortem nunc came- rarii Hermann! f(ilii?) de Altena vel resignationem factam ab ipso dabit duos de officio eodem Colonienses denarios, sed pro tempore intermedio solvet eosdem Colonienses cellerarius quolibet anno sue amministrationis quicunque pro tempore ad officium cellerarie institutus fuerit et electus. Item propter vitandam omnem conspirationem que turbare solet ecclesias et a fratribus in eadem ecclesia sepius provenire, statuimus: de cetero in ecclesia b. Gereonis duo fratres carnales non eligantur in canonicos et in fratres. Item de prebendis officia- torum, cum eas vacare contigerit, taliter ordinamus: Prebenda reparationis fenestrarum erit annexa cum onere suo prebendis Septem sacerdotum, et duo ex eis, sicut consuetum est, mini- strabunt ad altare in solempnitatibus stationum et in proces- sionibus ibunt circa patronum cum deportatur cum baculo, pres- suras prohibendo, et hoc facient primi duo secundum introitum primo anno et sie singulariter duo singulis annis successive secundum introitum servient, nisi ipsi sacerdotes aliquos ex se ad hoc orclinaverint qui hoc exequentur. Item de quatuor prebendis feminarum, quas custos confert, una remanebit lotrici ad pannos ecclesie lavandos, alie tres in unam pre- bendam convertentur, quam habebit clericus cum onere suo, qui faciet purpuras reparari et chorum nichilominus fre- quentabit. Dnas vero prebendas campanariorum poterunt habere laici vel clerici infra ordinem subdiaconatus constituti, et quicunque eas habebit, saltim tonsuram feret dermalem et in ecclesia in veste linea camisiali ministrabit. Item omnes prebende, quas confert camerariu, scum omni onere suo excepta — 104 — prebenda dormitorii, conferentur clericis ita quod singule sin- gulis. Item una prebenda carpentariorum et prebenda eius qui dare tenetur cervisiam, similiter et omnos probende bal- neatorum excepta illa, que officio dormitorii est, annexa conferentur cleiicis cum onere suo, ita quod singule singufis, sed illud onus per se vel per alium poterunt explere. In Omnibus autem predictis prebendis clericorum clerici eas habentos quan- tum ad chorum obedientes erunt decano et chorum sicut alii frequontabunt; quantum ad alia onera prebendarum suis colla- toribus parebunt, et conferent eas illi qui prius contulerunt, quilibet suas infra XV. diem a tempore vacationis, et scient, quod, si ultra tempus negligentes inventi fuerint, conferet eas decanus; sed si quis collatorum extra provinciam fuerit, com- mittet alicui qui hoc faciat pro eo infra idom tempus, alio- quin conferet eas decanus; sed si decanus, cum potestas ad cum fuerit devoluta, sive per negligentiam collatoris sive eius cui commissum fuerit, infra octo dies eas non contulerit, potestas conferondi ex tunc ad capitulum devolvetur et capi- tulum eliget seeundum formam in cellerarii et pincerne elec- tiono expressam die competenti ad hoc prefixa. Item statui- mus, ut prepositus presens, et quieunque pro tempore post electionem de ipso faetam, fidem det in manus decani corain capitulo, quod in omnibus fidelis erit ecclesie, eam pro posse et nosse promovendo, et quod prefatas ordinationes et etiam libertates ecclesie observabit. Canonici etiam (?) post electionem, si tales sunt etate vel quando sunt emaneipandi, dabunt fidem in manus decani coram capitulo, quod ordinationes pre- dietas et libertates ecclesie observabunt et quod fideles erunt ecclesie, sicut tenentur et consuetum est, sine omni dolo, et hoc facient canonici quieunque fuerint pro tempore electi. Verum cum persone litterate sicut sublimes seeundum statuta concilii generalis merito debeant honorari, litteratos sicut et nobiles, quum capitulum decreverit, in canonicos et in fratres decernimus eli- gendos, [quanquam] alias tantum nobiles vocari debent, excepto scholastico et sacerdotibus canonicis. Actum anno domini millesimo ducentesimo tricesimo quinto in crastino Remigii. Ilanc igitur ordinationem seeundum quamlibet sui partem sicut est premissa, et pronunciationem de ipsa faetam ratam habe- mus et sacramento corporaliter a nobis prestito promisimus — 105 — eaminviolabiliter observare, nisi de communi consensu capituli aliqua de predictis placuerit immutare. Gustos autom, chori- episcopns, cellerarius et pincerna, camerarius et custos gra- narü secundnm ordinationem eorundem ordinatorura ius suum integrum habel)tint, presentes et quieunque fuerint pro tempore; et queeunque ipsi de offieiis suis facere tenentur pre- posito vel capitulo, plene facient et expedite, sicut ab antiquo; et ad hoc faciendum decanus vel vices decani gerens sine omni ammonitione vel etiam monitus ipsos per sententiam capituli compellet, si negligentes fuerint et defectus aliquis in eis habeatur. Item pactum vini et annone debitis terminis et ab antiquo statutis in granarium et cellarium dominorum per- solventur. Item onus candelarum solvendarum in pascha et in nativitate domini in memoriam prepositi Arnoldi annexum erit custodie et solventur de custodia ad terminos eosdem post mortem vel resignationem Allexandri nunc custodis; medio tempore solventur de prebendis levatis in terminis sepedictis. Item ad prebendas levatas colligendas statuentur aliqui per capitulum, qui singulis annis de collectis et reeeptis reddant rationem. Item de annona de Luppe et de Enze et de Bacheim de novo comparata et adhuc comparanda in initio cuiuslibet mensis dabitur dimidium maldrum cuilibet canonico non suspenso a capitulo, presenti personaliter, non obstante licentia aliqua, successive quamdiu duraverit, et erit annona talis qualis in locis crescit eisdem Coloniensis mensure, et si exereverit annona seeundum hoc fiet distributio proportionabiliter ad terminos eosdem sicut dictum est, sed vinum de novo emptum, sicut hactenus distributum est, in posterum distribuetur. Item pena statuta a capitulo contra obedientiarios, et in alio instru- mento conscripta, currat contra eosdem, si in solutione sui canonis cessaverint. Item ordinatio prebendarum maioris coci et maioris pistoris apud capitulum remanebit. Idem erit de prebendis minorum cocorum et minorum pistorum. Item duo de clericis, qui habebunt prebendas officiatorum, singulis septimanis singuli pro [per?] se secundnm ordinem dormient in monasterio pro thesauro ipsius ecclesie et ecclosia custo- dienda. De tribus autem prebendis, que in unam coniunete [sunt], quam clericus a custode habebit, statim quum primum una vaeaverit illam conferet custos clerico et alias duas quous- — 106 — que singule vacent expectabit. Item capellani imperatoris, archiepiscopi et prepositi residentiam facient in ecclesia et ad ea, que iuris eoruni sunt, tenebuntur, nisi sint ad latus domi- norum suorum vel in negotüs ipsorum vel ecclesie. Item sub choro b. Virginis prepositus Arnoldus et decanus et eoruni successores prepositi et decani solummodo, si eis placuerit, sepelientur, alii vero canonici in porticu sub capella s. Egidii et in ambitu solummodo cum suis familiaribus sepelientur. Item propter vitandum periculum, quod habetur de curis ani- marum, in ecclesiis curtibus, officiis vel obedientiis annexis, quantum est in capitulo, ordinabuntur pastores pro tempore personaliter in eis deservientes et ad prebendam, que nunc dicitur vicarii, addi debet portio de redditibus ecclesiarum compotens, ut de illa cum prebenda nunc vicarii pastor ibidem competenter sustentetur et dyocesano, archidiacono et decano loci de iuribus suis plene satisfaciat; apud prepositum autem ius patronatus ecclesiarum salvum per omnia remanebit. — Hec omnia que premissa sunt per prefatos ordinatores de con- sensu unanimi capituli nostri profitemur ordinata et nos ea rata habere et a nobis acceptata. Accessit etiam ad instan- tiam et petitionem nostram auctoritas et consensus maioris ecclesie Coloniensis ad omnes articulos superius expressos, cuius sigillum ad robur omnium predictorum presentibus litteris est appensum cum sigillis ecclesie nostre et ordinatorum superius nominatorum, maioris decani et archidiaconi et quorun- dam priorum Coloniensium. Actum anno domini millesimo ducentesimo tricesimo quinto in crastino Remigii. B. B. fol. 48a-50b. i) nämlich, die mit der Dignität verbundene. — 2 ) = Schutzmann? („■waron" ahd. = servare und „balt" = kühn); Lexer und Lübben haben das "Wort nicht. Vielleicht ist der Name auch herzuleiten von dem Namen eines Kanonikers Werbold oder Werembold, der das betreffende Amt — die The- saurario? — dereinst inne hatte. — 3 ) Lies: poterunt. — 4 ) Lies: Wizers- heim ; oder sagte man niederdeutsch auch "Witersheim? — 107 — 103.— 1235, Oct. 7. Erzb. Heinrich thut kund, dass die Kirchen Viersen, Giesenkirchen, Bheinkassel u. Spiel, in welchen die Propstei von S. Gereon das Patronat hat, dieser durch seinen Vorgänger Engelbert incorporiert ivorden sind, und dass er selbst diese Incorporation bestätigt. Der Propst Arnoldus hat bereits die 3 ersten Pfarreien bei eingetretener Vacatur erhalten: da jetzt auch die vierte vacant ist, hat der Erzbischof ihn auch mit dieser investiert. H(enricus) dei gratia sanctae Coloniensis ecclesie archiepis- copus universis presens scriptum inspecturis Salutem in domino. Cum quatuor ecclesie, seil. Versehene, Gysenkirgen, Rhynkasle et Spile, quarum ins patronatus speetare dinoscitur ad preposi- turamsanctiCoreonis in Colonia, auetoritate felicis recordationis Engilberti prodecossoris nostri [predicte prepositnre] deberent annecti seeundnm Ordinationen! snper eis faetam et a nobis com- probatam sient in litteris ipsius et nostris super hoc confectis plenius continetur, et tres ex ipsis ecclesiis vacantes dilectus noster Arnoldus prepositus saneti Gereonis annexas reeepisset, idem prepositus ecclesiam de Spile vacantem, quae una fuerat de quatuor, a nobis prepositure sue annexam postmodum rece- pit, qua etiam ipsum investivimus. Ita quod tarn idem prepositus quam successores sui dietas quatuor ecclesias prepositure saneti Gereonis annexas in perpetuum paeifice possi- debunt. In cuius rei testimonium et firmitatem presentes litteras conscribi feeimus et sigillo nostro communiri. Datum Colonie anno Dni MCCXXXV mense Octobri prima Dominica ante festnm Gereonis. K. B. fol. 3 a. 104.— 1235. DasKlosterWeiher („conv. s. Marie de piscina") überlässt Heinrich dem Jüngern, Herzog von Brabant, nach dem Tode von dessen Gemahlin, einer Tochter des Königs Philip ein Haus gegenüber dem Palast des Erzb., welches früher die Wohnung des Kölnischen Zöllners Gerhard war, sammt dein anstossenden Hofe; dem Kloster ist dafür zu Ostern und am Feste des h. Gereon je ein Zins von 3 Schillingen zu zahlen.. Sollte der Convent einmal wegen Brand oder Kriegsgefahr sein Kloster verlassen müssen, so hat er das Becht, in dem — 108 — gedachten Hause ohne Vergütung so lange zu wohnen, bis er wieder in sein Kloster zurückkehren kann. „Actum a. d. MCCXXXV." E. Quellen II, 155. Im J. 1237 erkennt Herzog Heinrich das Rech des Kl. "Weiher an dem Hause gelegentlich an. Siehe 1. c. 170. 105,— 1236, Juni 24. Propst Arnold von. S. Gereon bekundet, dass er die Hofstätte am alten Ehrenthor („vetus erea porta") — welche früher Dietrich der Bote, Sohn Hermann's des Roten, gegen einen an das Hospital von S. Gereon zu entrichtenden Jahrzins von 18 Denaren inne hatte — jetzt, iceil das auf der Stätte erbaute Haus verbraunt ist, dem Hedenrich Bischof und dessen Frau Hildegund gegen einen an das Hospital zu zahlenden Jahrzins von 15 Denaren in Erbpacht gegeben hat, mit der Bedingung jedoch, dass die Pächter das Haus wieder aufbauen. Von einem andern Hause, toelches Hed. und seine Schwester Berta von ihrem Vater Gerard her inne haben, zahlen diese je 6 Denare jährlich. „Datum Colonie anno domini MCCXXX sexto, in die nativitatis Iohannis Baptiste." Gedruckt in Brewer's vaterl. Chronik II, 388 und hieraus in E. Quellen II, 124, wo aber als Datum irrtümlich 1230 angegeben wird. — Das Original (mit gut erhaltenem SiegelJ befindet sich im Kgl. Staatsarchiv zu Düsseldorf, 106.— 1236. Die Capitel von S. Gereon, von Bonn und von Xanten verbrüdern sich zu gegenseitigem Schutze. In nomine domini amen. Capitula s. Gereonis in Colonia, Bunnense et Xantense omnibus in perpetuum. Licet secundum apostolum oinnes nnius corporis in Christo membra simus, alter alterius onera portare debentes, illis tarnen ad subsidium et compassionem mutuam magis tenemur, qui nobis firmiori et magis indissolubili vere caritatis et fraternitatis vinculo sunt asstricti. Cum itaque unam et eandem ecclesie nostre habue- rint fundatricem, beatam videlicet Helen am reginam gloriosam, inter patronos etiam ecclesiarum nostrarum una et vera fuerit societas, una et vera fraternitas, que nullis adversis, nullis — 109 — maloriim incursibus poterat violari, congrunni est et rationi consonum, tit filii ecclesiarum vere fraternitatis ac dilectionis nodo specialius ad invicem colligati per consilia et auxilia ac mutuas compassiones tamquam veri fratres sibi consulant et se iuvent ut sint sicut murus fortis et civitas firma contra ascendentes ex adverso, quia secundum dictum sapientis frater adiuvans fratrem firma est civitas et munita. Volentes igitur vicissim nobis spiritualiter primo providere, nichilominus et in temporalibns secundum deum pro possibilitate nostra con- sulere, de communi consensu omnium capitulorum nostrorum inter nos sie convenit, ut quotienseunque canonicus de aliqua ecclesiarum nostrarum viam carnis universe fuerit ingressus l ), per manufideles suos vel etiam ab ecclesia, in qua idem canonicus extitit, si manufideles non habeat, significetur absque omni mora aliis duabus ecclesiis de morte fratris, ut eius memo- riam agant primo die si possunt vel sequenti quo pereipiunt, similiter septimo et tricesimo tamquam unius fratris de ipsorum collegio mortui in vigilia, missa et commendatione, et de bonis defuneti incontinenti decem solidos [fes:solidi] Colonienses pro consolatione fratrum, ita quod quinque solidi utrique ecclesie, transmittantur. Si vero canonicus fuerit in pluribns de istis ecclesiis, istud idem facient eo modo, quo dictum est, manufideles vel ecclesia, in qua primo vocatus fuerat in canonicum et electus , nisi in alia ecclesia, ad quam videlicet seeundo vocatus fuerat, moriatur. Item quolibet anno proxima sexta feria ante Letare volumus, ut in singulis ecclesiis commemo- ratio solempnis flat in vigilia, missa et commendatione fratrum omnium defunetorum. Item si discordia talis et tanta, quod absit, in aliqua ecclesiarum nostrarum fuerit suborta, quae turbare totum capitulum valeat vel eius partem ma- iorem, si capitulum, quod intra se habet discordiam, pro pre- latis sive sapientioribus aliarum ecclesiarum miserit, ut ve- niant ad discordiam si possunt eandem sopiendam, statim cum vocati fuerint cum expensis proprie ecclesie venire debent sine contradictione nisi aliquo canonico detineantur impedi- mento, sed in loco ad quem vocati fuerint exsistentes/s«;// pro- videbit ipsis in expensis ecclesia, que ipsos duxerit evocandos. Item si aliqua de ecclesiis nostris in tantum lesa fuerit vel gravata, ita quod ipsam contingat coram domino archiepiscopo - 110 - Vel prioribus Coloniensibus suam deponere querimoniam, prelati aliarum ecclesiarum, si vocati fuerint ab ecclesia lesa, similiter et capitula, si necesse fuerit et vocentur, cum ecclesia conquerente intra Coloniam in expensis propriis comparebunt et pro iustitia similiter et compassione pariter instabimt ob- tinenda. Si vero dominum archiepiscopum extra Coloniam infra diocesem tarnen Coloniensem queri contingat, venire de- bent quicunque de ecclesiis fuerint vocati cum expensis illins ecclesie, que ipsos voluit evocare. Item si aliqua de ecclesiis nostris lesa fuerit vel iniuriis tantis affecta, ita quod merito ipsi fuerit compassio facienda et ab aliis ecclesiis eadem requiratur, boc ordine in ipsa compassione procedatur: primo simul omnes tres ecclesie suas facient imprecationes eo modo, quo fieri consueverunt contra eum, qui violentiam vel iniuriam irrogavit; sed si per hunc modum nullus profectus habeatur, ita quod ad humiliationem crucis et reliquiarum procedi contingat, ecclesia lesa prius per mensem suam crucem et reliquias humiliabit; quod etiam alie postmodum facere tenentur ecclesie, si nulla adliuc correctio vel emenda exhibita fuerit vel secuta. Si vero tandem ad divinorum suspensionem propter facti atro- citatem vel iniuriam inferentis incorrigibilem perseverantiam vel aliam rationabilem causam fuerit procedendum, ecclesia lesa prius per mensem divina suspendet, postmodum autem alie ecclesie, si fortasse expedire credetur, rogate idem facient consequenter; ante omnia tarnen tarn ecclesia lesa quam non lese cum suis pr'elatis, dummodo fuerint requisiti simul insta- bunt apud dominum archiepiscopum et priores pro compassione debita ab aliis ecclesiis Coloniensibus obtinenda, quam licet non obtineant vel etiam obtinere non possint, nichilominus compassionem sibi mutuam exhibebunt eo modo et ordine, quo superius est premissum. Item nuntii capitulorum quandocun- que placuerit ac ecclesiarum utilitas exposcit, ad emendationem status et reformationem carundem convenient sua concilia comportantes, et tarn ecclesie quam prelati defensionibus mutuis et conciliis ponent se sicut murum fortem contra adversarios suos et impetus omnium ascendentium ex adverso. Hec omnia premissa a nobis ordinata sunt communiter et statuta sine preiudicio ordinarie potestatis. Acta sunt hec anno do- mini MCCXXXVI. Et ut nulli postmodum veni mt in dubium - 111 - et a nobis firmius observentur presenti pagina conscribi et sigillis ecclesiarum nostrarum ea fecimus roborari. R. B. fol. 116 a—b. — Gedruckt in E. Quellen II, 25 „aus dem Char- tular von S. Gereon" mit der falschen Jahreszahl 1206. !) Sowohl im lt. B., als bei Ennen lauten die folgenden Worte: „ecclesia, in qua idem canonicus extitit, per m. s. v. e. ab eccl., si m. n. h., ein Text, der offenbar, wie oben geschehen, richtig zu stellen ist. 107.— 1238, April 2. Schatzmeister 67. und G. von Ore, beide Kanoniker von Osnabrück, beauftragen, cds vom Papste bestellte Richter, abermals 3 Kanoniker von 8. Gereon: Wilhelm „de Salmis", Conrad von (Nieder- od. Ober-)Zier [„Cime" nicht „Girrte"!] und Herbert von Heijse, einen gewissen Conrad als Sacristan in 8. Ursida einzuführen. Denselben Auftrag hatten die 2 Richter den 3 Kanonikern schon am 8. März gegeben, die letztem hatten indess geantwortet, sie dürften den Auftrag nicht ausführen, weil der Erzb. gedroht hätte, in diesem. Falle den Conrad zu blenden. Die 2 Richter schreiben nun, sie könnten, wenn auch die Drohimg geschehen wäre, an die Ausführung derselben nicht glauben, und bestehen demnach auf der Durchführung des Auftrages. „Datum Osonburg, a. d. MCCXXXVIII, IV nonas Aprilis." E. Quellen II, 176 nach dem Original. 108.— 1220 bis 50. Arnold Propst von 8. Gereon erklärt, dass die Herren von Frenz dem Kölner Dome das Pcdronatsrecht in Frei- aldenhoven gegeben haben. Ego Arnoldus prepositus s. Gereonis in Colonia presen- tibus profiteor, quod vacante eccla in Vridenaldenhoven dnns de Vrenze et dna tunc tpris et filius eius, qui nunc est dnus de Vrenze, scilicet Harpernus, dixerunt, se habere ius patro- natus in eccla illa et contnlerunt eam michi. Caplum vero Coloniense dixit, se habere ius patronatus, contulit dietam ecclam subdecano dno Herimanno de Brücke. Nobis autem super dieta eccla longo tpre litigantibus et super eadem eccla appellatione emissa, ivimus Romam et optinuimus communes iudices et tandem post multos labores et expensas compro- — 112 - missum est in arbitros, in dnum Adolfutn bone memorie aepum Col., in Henricum ducem antiquum de Liraburg et in mag. Rodolfum scolasticum Col., qni tandem sie arbitrati sunt, ad- iudicantes dietam ecclam mihi, ut servirem eccle Col. de pre- fata eccla, sicut antecessores mei facere solebant, et satis- factum fuit predictis, scilicet dno et filio eius qui nunc est de Vrenze, scilicet Ilarpernus, de expensis. Accedentes ambo ad altare s. Petri obtulerunt ecclam s. Petro et quiequid iuris in dieta eccla habere videbantur et ius patronatus cum viridi cespite, qui cum cultello habenti album manubrium incisus fuerat, sicut dictus dux de Limburg dixit esse consuetudinis offerendum [vielleicht zu lesen: „consuetudinem offerendi"] ius patronatus vel allodium eccle, et utrique scilicet dno et filio eius qui nunc est dnus ex parte eccle s. Petri fuit datus de- narius, et ista est veritas. Tunc tpris dnus Udo fuit decanus Col. et isti interfuerunt: dnus Goizwinus de Milne et dnus de Brule canonici Colonienses. Abgedruckt aus L. Korth. Der älteste Kartular des K. Domstifts p. 210. Daselbst ist auch (E. 55) die llegiorungszeit des Propstes Arnold richtig bestimmt: 1216 — 1250; der Zweifel aber, ob nicht in jener Zeit 2 Pröpste von S. Gr. desselben Namens auf einander gefolgt wären, hat in unsern Urkunden keine Stütze: die Art, wie Arnold in unserer n. 134 von Th. v. H. spricht, zeigt auch wohl, dass dieser sein unmittelbarer Vorgänger gewesen ist. Da der Erzb. Adolph als „bone memorie" bezeichnet wird und 1220, April 15. gestorben ist, so ist die Urkunde nach diesem Zeitpunkte angefertigt worden. — Die Bemerkung des letzten Satzes „tunc temporis dominus Udo fuit decanus Col." gibt uns einen neuen Beleg dafür, dass hier von derselben Pfarre die Rede ist, wie oben n. 42, a. 1203: im J. 1204 war Udo nach Lac. II, 9, 13 bereitB tot, oder wenigstens nicht mehr Domdechant. Vgl. übrigens unsere Note zu der citierten n. 42. 109.— 1238, Juli. Das Kapitel von 8. Gereon bestimmt, dass nach Erledigung eines Kanonikats das Einkommen der Stelle während der nächsten 3 Jahre teils dem Kirchenbau, teils den allgemeinen Bedürfnissen des Stiftes zu gute kommen solle, dass also der neue Inhaber der Stelle während der 3 ersten Jahre auf Einkommen und Tisch zu verzichten habe. Das erste Med war dies der Fall für Everhard von Cuich. Arnoldus dei gratia prepositus, Herimannus decanus to- tumque capitulum s. Gereonis in Colonia. Omnibus preseus — 113 — scriptum inspecturis salutem in vero salutari. Notum sit uni- versis presentibus et futuris, quod nos utilitate ecclesie nostre considerata communi consensu provida deliberatione in capi- tulo nostro ordinavimus, quod fructus prebendarum, que in ecclesia nostra vacaverint, ad communem utilitatem conver- tentur ita scilicet: si canonicus qui obierit in vita sua dedit vel dederit fructus prebende sue cum mensa per unum annum ad fabricam ecclesie nostre, per duos annos post mortem suam fructus prebende sue cum mensa recipiet secundum consti- tutionem antiquam, et tertius annus ad communem utilitatem ecclesie nostre convertetur. Si vero in vita sua fructus prebende sue non dederit, post obitum suum per communem annum qui annus defuncti dicitur sicut moris est recipiet, et duo anni sequentes ad communem utilitatem convertentur, et qui- cunque electus fuerit ad prebendam in ecclesia nostra, per tres annos continue fructus prebende sue expectabit et revo- lutis tribus annis fructus prebende sue cum mensa, si mensam habuerit, recipiet sine contradictione. Post istam ordinationem electus fuit Everhardus de Kuke, qui fructus prebende sue per tres annos exspectabit. Acta sunt hec anno domini mille- simo ducentesimo tricesimo octavo, mense Iulio. B. B. fol. JOOb. 110.— 1240, Mai. Der Propst Arnold von S. Gereon schenkt einen Teil des zum Hofe Heppendorf gehörigen Zehnten den Pfründen der „7 Priester" der genannten Kirche. Arnoldus dei gratia prepositus s. Gereonis in Colonia. Omnibus ad quos presens scriptum pervenerit, salutem in vero salutari. Notum sit omnibus veritatem diligentibus, quod Theodericus laicus partem decime, quam a curte de Heppen- dorp, que ad nostram spectat donationem, tenebat in feodum, in manus nostras et Godefridi de Erperode concanonici nostri, qui predictam curtem pro tempore regebat, libere et absolute reportavit; et nos ad petitionem ipsius Theoderici de consensu et voluntate capituli s. Gereonis et Godefridi de Erperode prebendis Septem sacerdotum, qui in memorata ecclesia 9 - 114 - deserviunt, predictam decittiam adiunximus, ut ipsi sacer- dotes et eorum successores in perpotuiun eam teneant libere et quiete sine aliqua reclaniatione; ita tarnen quod in ecclesia de Heppindorp unum lumen nocturnale amministrent. In huius rei testimonium presens carta sigillo capituli s. Gereonis et nostro et Godefridi de Herperode in perpetuam memoriam est roborata. Acta sunt hec a. d. MCC quadragesimo, mense Maio. Nach dem Original im Archiv von S. Gereon. Die gut erhaltenen 3 Siegel hängen noch mit roten seidenen Schnüren an der Urkunde. — Nicht im R. B. 111.— 1241, März zu Köln. Agnes Aebtissin von S. Maria im Kapitol bekundet, dass ihr und dem Dompropst abivecliselnd das Praesentationsrecht für die Kirche zu Almuntshem x ) zustehe, und dass sie neulich für die vakant gewordene Kirche ihren Bruder Conrad, Kan. an S. Gereon, dem Dompropst (als dem Archidiakon) praesen- tiert Jiabe. Nach dem Druck der Urk. bei L. Korth, Der älteste Kartular des Domstifts p. 218. !) Im „Liber Valoris" steht als zur Decania Bergemensis gehörig unmittelbar hinter Norvenieh ein Pfarrort Olmesheim, •welcher auch im vorigen Jahrhundert unter dem Namen Ollesheim in demselben Dekanate aufgeführt wird (bei Dumont, Descriptio etc.). Jetzt ist Ollesheim ein sehr kleines Dorf ohne Kirche und Kapelle in der Pf. Nörvenich. Ist dieser Ort etwa das oben genannte Almuntshem? Bei Giersberg, Dekanat Grevenbroich, S. 65, wird als "Wohlthäterin der Kirche in Elfgen auch eine Familie „von Olmyssen" genannt. 112.— 1241, October 28. Die „7 Priester" von S. Gereon ver- erbpachten eine am „alten Wall" gelegene Hofstatt gegen eine jährliche Pacht von 2 Schillingen und 2 Hühnern. In nomine domini amen. Nos VII sacerdotes b. Gereonis omnibus Christi fidelibus in perpetuum. Notum esse volumus hanc paginam intuentibus, quod Henricus et Kunegundis uxor sua aream quandam prope vallum antiquum sitam a nobis - 115 - receperunt iure hereditario possidendam, hac videlicet cort- ditione interposita, ut quolibet anno in die apostolorum Sy- monis et Iudae duos sol. et duos pullos nobis persolvant. Appositum est etiam, nt, si predicti Henricus et Kunegundis vel eorum successores predicto die dictos II sol. et II pullos solvere neglexerint, tantundem in penam recognoscent, et sepem inter nos et ipsos sitam suis expensis in perpetuum procurabunt. Insuper omne honus iuris civilis et exactionis undecunque provenientis in ipsos et in eos, quibus ipsi legare voluerint, redundabit. Item cumcunque in manus alienas pre- dicta area mutata fuerit, nobiscum II sol. et II pullos com- ponent, quia tunc bona conferemus, quibus predicti H. et K. vel eorum successores voluerint. Ne vero aliquis deinceps contra ordinationem nostram venire attemptaverit, placuit pre- sentem conscribi paginam et sigillo nostro communiri. Testes autem (?) Leo diaconus, Godescalcus, Arnoldus, Theodericus et alii quam plures. Acta sunt haec a. d. MCCXL primo in die Symonis et lüde. Aus dem Original des Archivs von S. Gereon. — Das Siegel der 7 Priester ist mit einem Pergamentstreifen angehängt; es zeigt 7 Menschenköpfe und oben einen Vogel, der einen halbringförmigen Gegenstand im Sehnabel trägt: also wohl eine Hinweisung auf den h. Geist mit seinen 7 Gaben und zugleich auf die Siebenzahl der Aussteller. 113.— 1243, Dezember 16. Zwischen dem Propst und dem Convent von Mechtern einerseits und dem köln. Bürger Heinrich Auge, der nach seiner Angabe von dem Couvente eine Hufe in Pacht auf Lebenszeit erhalten hatte, andererseits war ein Zwist .entstanden über die Bedingungen des Vertrages; die Sache wurde Schiedsrichtern übertragen, und zwar haben der Propst und der Convent als solche bestimmt den Scholaster von S. Gereon und den köln. Bürger Bruno Cranz, Heinrich aber den Scholaster Magister Ar. von Markngraden und den Priester Gottfried von S. Gereon: diese sollten mit dem Propst Arnold von S. Gereon als Mittelsmann die Sache entscheiden, und sollte jede Partei unter einer Strafe von 20 mr. und dem Verluste des Processes an die Entscheidung gebunden sein. Diese lautet dahin, da-ss Heinrich an den Convent die Hufe, wie sie durch geeig- - 116 - nete ehrbare Männer bezeichnet wird, zurückgeben, der Convent aber auf allen Zins und Erstattung von Kosten verzichten soll. Das Gebäude, welches Heinrich auf der Hufe errichtet hat, soll abgeschätzt werden, und wird dann H. die Wahl haben, entweder das Gebäude zu behalten, oder dasselbe abzugeben und den Taxpreis zu nehmen. Noch sind die Parteien übereingekommen, dass Hildeger und Johannes, welche von den durch den Papst delegierteil Richtern, dein Dechanten und dem Custos Magister Herimann von S. Aposteln zu Richtern sub- delegiert sind, das Recht haben sotten, sie, die Parteien, zur Beobachtung des Schiedsspruches zu zwingen. „Acta sunt hec a. d. MCCXLIII, quarta feria quatuortem- porum ante festum Thome apostoli." Gedruckt E. Quellen II, 235 nach dem Original im Kölner Stadtarchiv. (Die 2 dort gemachten Noten sind beide falsch: ,foma* heisst für sich allein die Pacht, und ist also nicht etwa „possessio" zu ergänzen; statt „aperte, qui" ist nicht zu lesen „aperte ab eo qui", sondern „a parte que".) 114.— 1244, März 23. Es wird kund gethan, dass der Kanoniker von S. Gereon Gottfried von Erprath der Kirche eine jährlich unter die Kanoniker zu verteilende Rente von 1 mr. auf ein Haus angewiesen hat. Jene Rente ist gekauft worden zu einer Memorien- stiftung für den verstorbenen Dechant Hermann von Vilich und aus dessen Hinterlassenschaft bezahlt worden. Omnibus ad quos hec littere pervenerint capitulum s. Ge- reonis in Colonia salutem in domino. Noverint universi, quod constitutus coram nobis Godefridus de Erperode canonicus noster assignavit nobis marcam unam recipiendam in domo et area sua claustrali annuatim in die beati Remigii ad me- moriam bone memorie Herimanni de Vileke decani faciendam, que marca bonis eiusdem decani est "comparata. Dividenda autem erit inter fratres presentes dum caput martiris portatur, ita videlicet quod, si dicta marca infra octo dies post diem pre- dictam non fuerit persoluta, ex tunc quinque marce cum pre- dicta marca ecclesie nostre persolventur; et si easdem sex marcas infra annum post terminum pretaxatum non solvent dominus G. memoratus vel quicunque predicte domus et aree fuerit pro tempore possessor, domus prenominata cum area — 117 — cedet ecclesie nostre sine omni contradictione. In cuius rei testimonium presentem pagin am sigillis ecclesie et dicti G. dnximus roborandam. Actum et datum anno domini millesimo ducenlesimo quadragesimo tertio') feria quarta ante annun- ciationem b. virginis. R. B. fol. 113 b. ') Da das Jahr 1243 kölnischer Rechnung mit der Ostervigil schloss und diese auf den 2. April fiel, so ist das Datum unserer Urkunde in 1244, und zwar auf den 23. März zu setzen, indem dieser Tag der Mittwoch vor Annuntiatio war. 115.— 1244, Mai. Erzb. Conrad gewährt ein zweites Gnadenjahr den Kanonikern von S. G., weil diese ihm für 1244 ein Zehntel, und für 1245 ein Zwanzigstel ihrer Einkünfte freiwillig geschenkt haben. Conradus, divina favente gratia sancte Coloniensis ecclesie archiepiscopus sacri imperii per Italiam archicancellarius. Di- lectis in Christo preposito, decano totique capitulo s. Gereonis in Colonia salutem in vero salutari. Cum vos nostris com- patiendo necessitatibus et dampnis de mera vestra liberalitate et voluntate spontanea decimam fructuum prebendarum vestra- rum presentis anni, etiam vicesimam sequentis anni in nostrum subsidium donare decreveritis, nos vestre benevolentie gra- tatn cupientes vicissitudinem rependere vobis indulgemus, ut preter annum gratie, quem bactenus consuevistis habere, annum unum gratie singuli vestrum, sive moriamini in claustro vestro in eo statu in quo nunc estis sive religionem intraveritis, a tempore istius nostre concessionis tarn vos quam successoris vestri in perpetuum obtineatis. Ita quod, quidquid de fructibus prebende vestre per lapsum annum gratie sive per vos sive per manufideles vestros fuerit ordinatum, ratum et firmum per- maneat, et precipimus predictam nostram concessionem sive indulgentiam sub pena excommunicationis iam late inviolabili- ter in perpetuum observari. Datum Colonie a. d. millesimo ducentesimo quadragesimo quarto, mense Maii. R. B. fol. 93 a. — 118 — 116.— 1244, Dez. 22. zu Lyon. P. Innocenz IV gewahrt dem Erzb. (Siegfried III) von Mainz die Vergünstigung, dass dessen Neffe Conrad, Kanoniker von S. Gereon, ausser den Pfründen, die er bereits besitzt, noch eine weitere annehmen darf. „. . . . Arch. Maguntino. Etsi clericis qiü —. Eine est, quod —■ cum dilectus filins Conradus canonicus s. Gereonis Col. nepos tuus de benefieiis, qne obtinet, nequeat, ut asserit, iuxta nobilitatem suam et terrae consuetudinem congrue sus- tentari — committimus, ut cum ipso, quod unicum aliud bene- ficinm, etiamsi curam habeat animarum annexam, vel per- sonatus existat, si sibi canonice offeratur, licite reeipere valeat et cum obtentis libere retinere .... dispenses. Datum Lugduni XI kalendas ianuarii, anno seeundo. Regisfcrum P. Honorii, t. 21, f. 125, n. 55. — Gedruckt bei Berger „Les registres d'Innocent IV n. 802. 117.— 1244, September 22. Propst Älbero und der ganze Consent von Mechtern bekunden, dass sie aus Not eine in Morsdorp gelegene Hufe an den Propst Arnold von S. Gereon für 50 Kölnische Mark verkauft haben, dass dieser aber ihnen (den Verkäufern) die Hufe geschenkt hat, sich selbst nur den Niessbrauch auf Lebenszeit vorbehaltend. Beide genannten Pröpste haben ihre —■ noch vorhandenen — Siegel angehängt. Original im Kgl. Staatsarchiv zu Düsseldorf. 118.— 1244. Propst Arnold von S.Gereon bekundet, dassGode- frid Sohn Winand's, genannt Scotte, von S. Gereon ein Allod, bestehend aus 1 Hofstatt und 30 Morgen Ackerland, gelegen zu Uppindorph (— Oppen- dorf bei Lipp, Kr. Bergheim), in Erbpacht gehabt und dann das Allod mit Bewilligung des Pr. an die Kirche der Schwestern von Richwinsteine verkauft hat, dass G. aber sofort wieder das Allod für sich und seine Erben vom Kl. Bichw. zurückerhalten gegen einejährl. Pacht von 4 Malter Weizen, 8 Malter Boggen und 30 Denaren. Beim jedesmaligen Tode des Pächters hat der Kellner von Bichw. an S. Gereon die doppelte Pacht — 119 — zu zahlen, welche Summe ihm dann aber wieder vom Nachfolger des verst.Pächters zurückgezahlt werden muss. Zeugen: Arnoldus prep., Witkint choriepiscopus, Embrico, Godefridus canonici, Simon capellanus, Wilhelmns prior, Lambertus cellerarius de Rich- winstein und 4 Laien. Nach dem Original im Kgl. Staatsarchiv zu Düsseldorf. Angehängt ist das ziemlich gut erhaltene Siegel von Richwinstein (Madonna das Jesukind auf dem linken Arme tragend, in der linken Hand das Lilienscepter haltend). 119.— 1245, März. Propst G(odefricl) von Bonn sendet dem Scholaster Heribert, dem Godefr. von Erper ode und dem Mag. Johannes, Kanonikern von S. Gereon, seinen Gruss und bestimmt als Kölnischer Archidiacon, dass — nachdem die vom verst. Kölner Erzb. Heinrich und von den Praelaten und dem Capitel von S. Gereon erwählten Schiedsrichter angeordnet haben, dass die Kirche von (Nieder-) Bachern der Propstei von S. G. soll incorporiert und durch einen Vicar soll bedient werden — diese Anordnung insoweit solle geändert werden, als man entsprechend den canonischen Bestimmungen einen Pastor anstellen und also auch für einen solchen die nötigen Einkünfte auswerfen solle. Original mit schön erhaltenem Siegel im Kgl. Staatsarchiv zu Düsseldorf. 120.— 1245. Erzb. Conrad nimmt das durch den Propst Arnold von S. Gereon bei dieser Kirche zur Aufnahme von Armen und Schwachen erbaute und dotierte Hospital zu h. Maria Magdalena in seinen besondern Schute, Nach Ennen, Gesch. der Stadt Köln 1, 703, wo noch bemerkt wird, dass das Spital gegen 1240 erbaut worden sei. 121.— 1245, Juli. Dechant und Kapitel von S. Gereon bekunden, dass ihr Mitkanoniker Magister Johannes als Vorsteher des Lichteramtes der Kirche ihrem andern Mitkanoniker HarÜif und — 120 — dessen Nachfolgern eine im „Äcker" von S. Gereon gelegene Hofstätte übergeben hat mit der Bedingung, dass H. oder dessen Nachfolger jedes Jahr an das Lichteramt 3 Schillinge bezahle. Das Kapitel bestätigt diese Uebertragung und fügt die Rechte und Gebäude hinzu, welche es durch das Vermächtnis des verstorbenen Mitkanonikers Burcgard in der genannten Hofstätte erlangt hat, dieses unter der Bedingung, dass H oder dessen Nachfolger der Kirche jedes Jahr 5 Schillinge zahle. Derjenige, der nach dein Tode des letzten In- habers die Hofstätte erhält, soll sie nehmen aus der Hand des Vorstehers des Lichteralntes und hat dafür (als Kurmede) nur 3 Schillinge zu entrichten, wie das auch gewöhnlich ist bei den angrenzenden Hofstätten. „Acta sunt hec in capitnlo nostro de consensu et volun- tate domini Arnoldi prepositi, Heriraanni decani, Henrici scola- stici, Widekind choriepiscopi, Alexandri custodis, Godefridi camerarii, Egidii, Godefridi de Herperode, Conradi de Cyrne, Philippi, Herberti, Conradi de Blankenheim, Ottonis, Lamberti, Henrici de Huckenswagen, Giselberti, Hermanni, magistri Iohan- nis, Henrici, Rorici, Embriconis, Engelberti et aliorum con- canonicorum nostrorum, a. d. MCCXL quinto, mense Mio." Gedruckt E. Quellen II, 245 nach dem Original im Düsseldorfer Staatsarchiv. 122.— 1246, März. Der Propst und das Kapitel von S. Gereon erlassen den 2 Brüdern Cleingedank den Zehnten von 12 in der Flur von S. G. gelegenen Morgen Landes; anstatt dessen sollen die Brüder in Zukunft jährlich Pj 2 Ohm Wein und 12 den. zahlen. Zeigt sich aber jenes Land ungeeignet, um Wein auf demselben zu ziehen, dann tritt das frühere Verhältnis wieder ein. Arnoldus dei gratia prepositus, Hermannus decanus totum- que capitulum s. Gereonis in Colonia. Omnibus tarn presen- tibus quam futuris presentem paginam inspecturis salutem in domino. Ut omnis ambiguitas tollatur in posterum tenore pre- sentium duximus declarandum universis, quod nos nostram et ecclesie nostre attendentes utilitatem decimam nostram, que nobis de duodecim iurnalibus terre Gerrardi et Apollini fra- trum dictorum Cleingedanc sitis in campo s. Gereonis solvi consuevit, eisdem ac eorum heredibus concessimus iure here- — 121 — ditario possidendam, ita tarnen, quod nobis singulis annis in crastino penthecostes amam vini et dimidiam melioris vini prout venditnr ad quatuor denarios, et duodecim denarios Coloniensos ratione dicte decime persolvant, cuius pensionis capitulum nostrmn amam et prepositus qui pro tempore fuerit dimidiam amam cum predictis duodecim denariis recipere debobit; et sie predicti duodecim iurnales ab omni deeimatione liberi manebunt perpetuo et absoluti. Si vero dicti fratres vel eorum heredes infra quindenam post terminum statutum dietam pensionem solvere neglexerint, ex tunc pensionem vini predicti dupliciter persolvent; quod si adhuc et alios quin- deeim dies supersederint predietas tres amas non solvendo, exinde sex amas solvere tenebuntur. Si adhuc autem infra quindeeim dies dietas sex amas non solverint, cadent a iure pensionis predicte et deeimam debitam vini de predictis duodecim iornalibus nobis persolvere debebunt. Quum autem predicti fratres in prefatis iurnalibus vineas plantare propo- nunt et excolere, inter nos et ipsos taliter convenit, quod, si forte propter terre sterilitatem et duritiem vinee in sepedictis iurnalibus plantate et exculte perierint et incrementum facere nequiverint, terramque ipsam contingat iterato arari et semi- nari, liberi permanebunt a prestatione dicte pensionis, ita tarnen quod deeimam annone sue inde persolvant, sicut ab antiquo consueverunt. In cuius rei testimonium et firmitatem perpetuam dominus noster Conradus Coloniensis archiepiscopus a nobis et a dictis fratribus rogatus sigillum suum cum sigillis nostris et capituli nostri presenti pagine fecit appendi. Actum a. d. millesimo ducentosimo quadragesimo quinto : ), mense Marcio. B. B. fol. J22b. — Gedruckt (mit einer Auslassung von 3 "Wörtern) bei B. Quellen II, 249 nach dem Chartular. x ) Aus später — bei der Urkunde des Xantener Propstes vom selben Jahre — angegebenen Gründen ist auch hier als Ausstellungsjahr 1246 anzunehmen. 123.— 1246, März. Der Xantener Propst und Archidialcon erklärt, dass zwar früher von erivälüten Schiedsrichtern beschlossen — 122 — worden sei, dass die der Propstei von S. Gereon annectierte Kirche von Viersen hinsichtlich der Pastoration von einem Vicarius zu versehen sei; da dies jedoch den canonischen Vorschriften nicht entspreche, befiehlt er hinreichende Einkünfte anzuweisen für einen dort anzustellenden Pastor. H(enricus) dei gratia prepositus Xanctensis et archiadia- conus Coloniensis. A^iris discretis scholastico Heriberte», Gode- frido de Erprode et magistro Iohanni, canonicis s. Gereonis in Colonia salutem in domino. Cum anetoritate venerabilis patris ac domini bone memorie H(enrici) Coloniensis archi- episcopi a preposito, decano et capitiüo s. Gereonis in Colonia, Hermannus decanus, magister Simon, Hartlivus s. Gereonis et magister Hermannus ss. apostolorum canonici Colonienses, arbitri electi inter alia pronunciaverunt ecclesiam de Virschene prepositure s. Gereonis in Colonia a die pronunciationis eorum in posterum annexam esse debere, ut plenius fratribus stipen- dia ministrarentur et dieta ecclesia officietur per vicarium, c.inonibus vero magis congruat curas pastorales per pastores officiari, vobis mandamus, ut tales redditus eure pastoralis assignetis, quibus pastor, qui pro tempore fuerit, possit honeste sustentari et valeat dyocesano, arebidiacono [et] decano de iuribus suis plenius respondere, residuum ad preposituram seu ad curtem taliter annectentes vel annexa declarantes ut stipendia fratribus seeundum declarationem et ordinationem nostram amministrentur, super premissis vobis consensum et auetoritatem concedentes. Datum anno domini millesimo du- centesimo quadragesimo quinto J ), mense Martio. R. B. fol. 33 b. !) Da Ostern im J. 1245 auf den 16. April, und 1246 auf den 8. April fiel, so ist die Urkunde in den März 1246 unserer heutigen Zeitrechnung zu setzen. 124.— 1246, Mai 6. H(ermann) Dechant und d. Kapitel von S. Gereon thun kund, dass sie von dem Gelde, welches dem (verstorbenen) Th(eoderich) von Banderath, Chorbischof der Domkirche und auch Kanoniker von S. Gereon, gehörte, 60 Kölnische mr. erhalten — 123 — und für die Bedürfnisse ihrer Kirche verwandt haben, und zwar unter der Bedingung, dass sie zu einer ewigen Memorie des genannten Chorbischofs von ihren bereiten Gütern in Bickendorf jährlich 5 Kölnische mr. in der Kirche S. Gereon (an die Kanoniker) verteilen ■werden, zu der Zeit und Stunde, wie es der Domdechant G(oswin), Bruder des Tli., und die andern Testamentsvollstrecker bestimmen. — Angehängt wurde das Siegel von S. Gereon. H(erimann) dei gratia decanits et capitulum sti Geroonis in Colonia. Omnibus ad quos presentes littere pervenerint salutem in vero salutari. Noverint omnes veritatem diligentes, quod nos de peeunia, que fuit Th(eoderici) de Randenrode choriepiscopi maioris ecclesie in Colonia nostri concanonici, reeepimns LX marcas legalium Coloniensium et eas in neces- sarios usus ecclesie nostre convertimus, tali conditione et pacto, quod annuatim quinque marcas Colonienses dabimus de promptioribus bonis nostris in Bickendorp distribuendas in ecclesia nostra in perpetuam memoriam ipsius choriepiscopi certis temporibus et horis, seeundum quod G. maior decanus frater suus et alii manufideles predicti chorepiscopi ordinave- rint et statuerint in presenti. Ut autem hoc ratum et firmum permaneat in perpetuum, presens scriptum sigillo ecclesie nostre feeimus communiri. Acta sunt hec anno domini MCCXL sexto mense Maio. Nach dem Original im Archiv von S. Gereon. Da8 Siegel ist nur noch zur Hälfte vorhanden. — R. B. fol. 123 a; in diesem ist bei der (hier ausgeschriebenen) Jahreszahl das „ducentesimo" irrtümlich weggelassen. Bei dem Original liegt eine französische Uebersetzung, gefertigt von „Kramer, tra- dueteur iure pres le tribunal de premiere instance de l'arrondissement de Co- logne, departement de la Roer", datiert: „Cologne ce 26. Mars 1807"; die Unterschrift ist beglaubigt durch „Begasse, vieepresident" am 2. April 1807, und mit dem Siegel des Tribunals versehen. 125 __ 1246, Juli. Der Propst und das Capitel von S. Gereon tliwn kund, dass sie in Heppendorf eine Hofstatt und 18 Morgen Landes gekauft und ihrem Hofe in Heppendorf zugewiesen haben. Der betreffende Obedientiar hat von diesem Erwerb ausser 18 auf demselben lastenden Denaren jährlich 6 Malter Weizen an S. Gereon su liefern. — 124 — Arnoldus dei gratia prepositus, H(ermannus) decanus totumque capitulum s. Goreonis in Colonia. Universis christi- fidelibus presens scriptum inspecttiris cognoscere veritatem. Noverint tarn presentes quam Muri, quod nos XVIII iurnalia terre arabilis cum aroa site in Heppendorp, que ad nos a Theodorico ot eins uxore et eorum heredibus per titulum emptionis devenerunt et ipsi The. et uxor eius cum heredibus coram schabinis et hominibus curtis nostre in Heppendorp secundum quod moris est effestucaverunt, ipsi curti nostre in Heppendorp de communi nostro consensu annectimus in per- petuum cum annuo censu qui ipsi curti de dictis iurnalibus solvi consuevit, scilicet XVIII denariis Coloniensibus, qui vul- gariter „kirmessepennige" appellari consuevorunt, ita quod obedientiarius, qui pro tempore dictam obedientiam tenuerit, ultra antiquam pensionem, que nobis de ipsa curte solvi consuevit, singulis annis solvet nobis ratione dictorum XVIII iur- nalium sex maldra tritici ad eandem solutionem que nobis de antiqua pensione fieri consuevit; adiecto tarnen quod ista sex maldra singulis annis nulla causa obstante primo persolventur. Ut autem hec ordinatio rata permaneat, nos prepositus et ca- pitulum presens scriptum sigillorum nostrorum munimine feci- mus roborari. Actum a. d. millesimo ducentesimo quadra- gesimo sexto, mense Mio. K. B. fol. 36 a. 126.— 1246, Sept. Drei Kanoniker von S. Gereon thun kund, dass sie einen Brief erhalten haben von dem Erzb. Conrad, ivonach dieser die zwischen dem Propst und dem Capitel entstandene Streitfrage, wie weit der Pr. wegen der seiner Stelle (im J. 1235) incor- porierten Pfarreien die Einkünfte des Capitels zu ergänzen, habe, gerichtlich zu entscheiden verheisst, zugleich aber befiehlt, dass jene Pfarreien in Zukunft nicht mehr durch Vicare, sondern den kirchl. Bestimmungen gemäss durch Pfarrer zu versehen seien, und die Kirche S. G. denselben demnach die nötigen Einkünfte anweisen solle. Denselben Befehl erlassen die betreffenden Archidiakonen für die einzelnen Kirchen und zivar: der Dompropst für Heppendorf, Oeckhoven, Giesen- kirchen und Spiel, der Domdechant für Büderich, Monheim, Rhein- — 125 — kassel und Dussel, der Propst von Xanten für Viersen, endlich der Bonner Propst für Niederbachem. Die 3 Kanoniker erklären weiter, dccss und wie sie jene Befehle für Heppendorf, Monheim, Viersen, Bheinkassel, Spiel, Oeckhoven und Giesenkirchen ausgeführt haben. Scholasticus Heribertus, Godefridus de Erperode et maxister Iohannes, canonici s. Gereonis in Colonia. Omnibus pre- sens scriptum inspecturis notum esse volumus, quod nos litte- ram venerabilis patris ac domini Coloniensis archiepiscopi recepimus in hunc modum: Conradus dei gratia s. Coloniensis ecclesie archiepiscopus et Italie archicancellarius dilectis in Christo scholastico Heriberto, Godefrido de Erperode et ma- gistro lohanni, canonicis s. Gereonis in Colonia, salutem in domino. Suborta questione inter decanum et capitulum ecclesie vestre ex una parte et prepositum vestrum ex altera super amministrationem*) prebendarum, decano et capitulo asseren- tibus prebendas eorum ipsis cum omni integritate amministrari debere nee aliquem casum ipsum excusare posse, pro causa ponentes: ecclesias quasdam et obedientias — per Hermannum decanum, magistrum Symonem, Hartlivum s. Gereonis et ma- gistrum Hermannum ss. apostolorum canonicos ordinatores seu arbitros ab ipsis et dicto preposito assumptos, auetoritate nichilominus accedente bone memorie venerabilis patris et domini Henrici Coloniensi archiepiscopi, — prepositure curtibus tali modo [esse] annexas, ut defectus qualiscunque in prebendis et servitiis de curtibus, qui ante habitus fuit, in posterum supple- atur, prout hoc in pronunciato dictorum arbitrorum continetur; preposito vero in contrarium asserente, se sie ad eam amministrationem non teneri: nos de consensu prefatorum prepositi, decani et capituli vobis committimus declarationem seu speci- ficationem dicti pronunciati et ordinationis super eo et super aliis prout videritis ecclesie et prepositure plenius expedire. Et quod, prout superius est expressum, per dictos ordinatores quedam ecclesie parochiales curam animarum habentes sunt annexe prepositure et curtibus et officiantur per vicarios, cano- nibus vero magis congruat curas pastorales per pastores officiari, vobis mandamus, ut tales redditus curis pastoralibus assignetis,quibus pastores, qui pro tempore fuerint,possint hone- ste sustentari et valeant dyocesiano [sie!], archidiacono, decano de iuribus eorum plenius rindere 2 ), residuum ad preposituram — 126 — seu ad curtes taliter annectentes vel annexa declarantes, ut stipendia secundum ordinationem et declarationem nostram fratribus aniministrentur, super premissis vobis plenam poste- statem et auctoritatem concedentes. In cuius rei tostimonium presens littera sigilli nostri impressione est consignata. Datum anno domini millesimo ducentesimo quadragesimo quinto mense Martio 3 ). — Item recepimus litteras archidiaconorum in hec verba: Henricus dei gratia maior in Colonia prepositus et archi- diaconus viris disertis S., H., G. et magistro Iohanni canonicis s. Gereonis in Colonia salutem in domino. Cum auctoritate venerabilis patris ac domini bone memorie Henrici Coloniensis archiepiscopi a preposito, decano et capitulo s. Gereonis in Colonia H. decanus, magister Symon, Hartlivus s. Gereonis et magister H. ss. apostolorum canonici Colonienses arbitri electi inter alia pronunciaverint, ecclesias scilicet de Heppen- dorpe, de Udinchoven, de Gisenkercken et de Speie prepo- siture s. Gereonis in Colonia a die pronunciationis eorum in posterum annexas esse debere, ut plenius fratribus stipendia amministrentur, et dicte ecclesie officientur per vicarios, cano- nibus vero etc. [Das Folgende stimmt wörtlich mit der zweiten Hälfte der vorher eingeschalteten Urkunde, nur toird 1246 ohne Monat als Alisstellungszeit angegeben.] G. dei gratia maior decanus in Colonia et archidiaconus viris discretis S. H., G. et magistro Iohanni canonicis s. Gereonis Coloniensis salutem in domino. Cum II. decanus, magister Symon, Hartlivus s. Gereonis et magister H. ss. apostolorum canonici Colonienses ab Ar. preposito, decano et capitulo s. Gereonis Coloniensis arbitri electi auctoritate venerabilis patris ac domini H. bone memorie Coloniensis archiepiscopi accedente ipsius quoque (?) capituli Coloniensis assensu inter alia pronunciaverint, ecclesias de Buderiche, Munheim, Rinkasle et de Dusle prepositure s. Gereonis Coloniensis a die pronunciationis eorum in posterum annexas esse debere, ut fratribus sua stipendia plenius ministrentur, prout in eorun- dem pronunciato expressius continetur, vobis mandamus, ut, cum dicte ecclesie nobis sint iure archidiaconali ac decanali subiecte et nunc regantur per vicarios, quod canonibus non congruit, tales redditus secundum pronunciatum pre- — 127 — dictum curis pastoralibus earnndem assignetis, qnibtis pastores in eis pro tempore deservituri honeste sustentari valeant et diocesiano de suis ac nobis de nostris iuribus respondere, residuum proventuum earundem ad preposituram seu ad curtes taliter annectentes seu annexum esse declarantes, ut stipendia fratribus secundum ordinationem et declarationem nostram amministrentur, super premissis etc. (wie vorhin, Datum: 1246 „in vigilia resurrectionis domini" 4 ).) [Folgt die vorher besonders gedruckte Urkunde des Xantener Propstes Hermann über denselben Gegenstand.] [Folgt eine mit der Xantener Urkunde fast wörtlich übereinstimmende Urkunde' 1 ) des „G(odcfridus) d. gr. pre - 177 — Lovenich, Dabrechtinchusen, Burscheyt, Opladen, Withselde, Dusele, Munheym necnon Omnibus aliis ecclesiis, beneficiis seu prebendis, que ad ipsos prepositum, decanum et capitulum communiter vel divisim spectant vel spectare poterunt in futurum, exceptis tantummodo illis ecclesiis et prebendis, que specialiter ipsi preposito et prepositure superius sunt attribute et designate. Item prepositus pro tempore negotia ecclesie sue predicte in omnibus fideliter promovebit et eidem assistet potenter et patenter contra detentores reddituum et immina- tores (?) ! ) eorundem quoscunque consilio et auxilio et favore, cum super hoc ab ipso capitulo fuerit requisitus. Item ordi- natum est et statutum quod, quicunque de cetero ex nobis aliquam dictarum curtium, prediorum seu bonorum ad nos decanum et capitulum spectantium in pensionem recipere vo- luerit, ea recipiet sub pena Bunnensi 2 ) sibi nullatenus remit- tenda. Item ordinatum est et concordatum, quod quicunque fuerit electus vel quacunque auctoritate promotus in prepositum, decanum, scholasticum seu canonicum ecclesie predicte, antequam possessionem prepositure, decanatus, scho- lastrie vel canonicatus adipiscatur et priusquam a capitulo ad premissa admittatur, fide prestita corporali tactis sacrosantis promittat, ordinationem huiusmodi in omni sui forma, prout est superius expressa, se inviolabiliter observare nee contra eam venire quoquo modo. Nos etiam Wernerus prepositus pre- dictus pro nobis et nostris successoribus in dieta prepositura, decanus et capitulum predicti premissa omnia et singula vera esse recognoscentes et nos ad observationem omnium et sin- gulorum premissorum, omni dolo et fraude penitus exclusis, firmiter obligantes, fide super hoc prestita corporali, sigilla nostra presentibus in testimonium perpetue firmitatis duximus apponenda. Et nos Sifridus dei gratia s. Coloniensis ecclesie archiepiscopus id quod per predictos prepositum, decanum et capitulum factum est in hac parte de consilio nobis in Christo dilectorum Theoderici decani maioris et archidyaconi, Iohannis prepositi s. Andree, Wicboldi scholastici et Iohannis de Rennin- berg eiusdem maioris canonicorum ecclesiarum Coloniensium predictorum ratum habentes et gratum, et eidem consensum et auetoritatem aecomodantes, illud ex certa nostra scientia auctoritate presentium confirmamus sigillum nostrum in testi- 13 — 178 — monium consensus, auctoritatis et confirmationis nostre ex certa scientia nostra facte presentibus apponi facientes et premissam ordinationem in omni sui forma prout superius est expressum sub interminatione anathematis precipimus inviolabiliter observari. Et nos capitnlum Coloniense in testimonium nostri consensus, nos quoque Theoderictis maior decanus et archidiaconus, Io- hannes prep. s. Andree, Wicboldus scholasticus et Iohannis de Renninberg maioris canonicus ecclesiarum Coloniensium pre- dicti protestantes predictam ordinationem factam esse de nostro concilio et ex certa nostra scientia ad petitionem pre- positi, decani et capituli ecclesie s. Gereonis predictorum si- gilla nostra presentibus duximns apponenda. • Ordinatum et actum a. d. mill. duc. octuag. secundo, mense Martio. R. B. fol. 2la-23a. *) Yielleicht = „imminuatores" ; vgl. imminuare = minuere bei Ducange, — 2 ) "Was ist eine „pena Bunnensis" ? 178.— 1285, März 5. Heinrich Gr. von Kessel gen. „de Bruche" bekundet, dass Hermann von Vennincheym und 3 Töchter, welche zu seinem Gerichtsbezirh Alderode und seinen dortigen Hofgenossen gehören, den 7 Priestervicaren von S. Gereon und dem Pleban von S. Christoph für 15 Köln. Mark 20 Morgen Ackerland verkauft haben. Das Land ist, frei von jeder Steuer und von der Verpflichtung zu „ringe vel dinge"; nur ist der Kirche S. Cecilia zu Köln ein Jahrzins von 20 Denaren von demselben zu entrichten. Zwölf jener Morgen liegen zusammen zu beiden Seiten des Weges von Alderode nach Hoystaden, 7 liegen bei Aid. in der Herrschaft Betbur, der zwanzigste liegt zwischen Odinchoven und Alderode. Die Uebertragung ist geschehen zu Aid. vor dem Grafen und den Hausgenosse?^ wobei jeder der letzteren von den 7 Priestern der Sitte gemäss 1 Denar erhalten hat. — Die Verkäufer haben dann von den Käufern jene 20 Morgen in Erbpacht erhalten gegen einen Jahrzins von 6 Malter guten Weizen (Köln. Maass). Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf. Das Siegel des Grafen (rechts- springender Hisrch) hängt noch ziemlich gut erhalten an. — 179 — 179-— 1285, April 1., erklären die Aebtissin Beatrix und der ganze Convent von 8. Cecilia, dass sie von den 20 Morgen der vorigen Urkunde nur jährlich 20 Denare zu verlangen haben, und weiter nichts, also namentlich keine Kurmede. Das der Siegel beraubte Original befindet sich im Staatsarchiv zu Düsseldorf. 180.— 1285, März 15., bekunden Bitter Hermann Schnapphans („raptor") und Frau Lysa, dass sie den 7 Priester vicaren von S. G. und dem Pleban von S. Christoph zu Köln für 17 l l% köln. Mark 25 Morgen Ackerland — reines Allod — verkauft haben. Das Land lag grösstenteils in der Flur von „Overkenne" nach Betbur zu, kleinere Stücke lagen nach Waddenberg und nach Nothusen zu. Die Uebertragung ist geschehen in Gegenwart des Erzb. Sifrid und des Gr. Heinrich von Kessel, des Herrn von „Bruche". — Die Verkäufer haben dann von den Käufern die 25 Morgen in Erbpacht erhalten gegen einen Jahrzins von 7 Malter guten Weizen. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf. Die Siegel des Erzb. S. und des Gr. von K. hängen ziemlich gut erhalten an. 181.— 1285, 10. Juni. Der Abt Godescalk und der ganze Convent 'von Knechtsteden bekunden, dass sie mit Zustimmung der Erzb. Sifrid zur Abtragung ihrer in schwerer Zeit contrahierten Schulden dem Kölner Domkapitel verkauft haben „curtem nram in Idenchoven sitam in parrochia de Hoingin Col. dyocesis et 8 mansos t. ar. ad eandem curtem spectantes ad iustam mensuram et 6 usus silve, qui vulg. dicuntur holtzgewelde, sitos in communitate de Hoingin, cum omnibus pratis, pascuis, nemoribus, censibus, videl. 20 solidorum Col. den. et unius maldri sil., (und allen sonstigen Pertinentien) pro 400 marcis Col. den. . . . nobis ab eisdem (dem Domkapitel) . . . traditis ... Et est adiectum, quod ipsi (das Domkapitel) . . . dictos mansos facient mensurari, et si ultra numerum dictorum mansorum aliquid inventum fuerit, pro quolibet iurnali 10 sol. Col. den. nobis solvent; si vero minus, pro quolibet iurnali deficiente eisdem defalcabimus 10 sol. monete memorate. Insuper actum est et conventum, quod iidem (das Domkapitel) solvent singulis annis decano et caplo — 180 — eccle s. Gereonis Col. in curtem ipsorum in Udinchoven 11 sol. Col. den. et 1 raaldrum tr. de 2 bonis, quorum quodlibet dicitur unum leyn, in dictam curtem eorundem spectantibus, advocato eciam ipsius curtis in Udinchoven 18 den. singulis annis solvent..... Nach dem vollständigen Abdruck der Urk. bei L. Korth, Der älteste Kartular des Domstifts. Eine Abschrift der Urk. aus etwa dem 17. Jh. befindet sich auch bei den Akten von S. G. im Düsseldorfer Staatsarchiv. 182.— 1286, Januar 16. zu Born. Drei Erzbischöfe und 14 Bischöfe verleihen der Kirche S. Gereott in Köln je einen Ablass von 40 Tagen; diese Ablässe gewinnt jeder, der nach reumütiger Beicht an gewissen Festen die genannte Kirche andächtig besucht. Universis Christi fidelibus, ad quos littere pervenerint presentes, Iohannes miseratione divina Rygensis, Phylippus Salernitanns et Marcus Furrentinus archiepiscopi, Bernardus Vizentinus, Fredericus Senogalie, Romanus Alyfanus, Romanus Crohensis, Marcus sancti Marci, Iacobus Fuscanus, Waldebrunus Avellonensis et Glavinicensis, Leo Chalamonensis, Angelus Melfictensis, Iohannes Strogolensis, Raymundus Marsiliensis, Petrus Salmantinus, Tholomaeus Sardanensis et Petrus Diaga- nariensis episcopi salutem in domino sempiternam. Licet is de cuius munere venit, ut sibi a suis fidelibus digne ac lau- dabiliter serviatur, de habundantia pietatis sue merita suppli- cum excedens et vota, bene servientibus multa maiora tribuat ) quam valeant promereri, desiderantes tarnen reddere domino populum acceptabilem, fideles Christi ad complacendum et quasi quibusdam allectivis muneribus, indulgentiis videlicet et remissionibus, invitamus, ut exinde reddantur divine gratie aptiores. Cupientes igitur, ut ecclesia beati Gereonis martyris ac sociorum eius in Colonia congruis honoribus veneretur, et a cunctis Christi fidelibus iugiter frequentetur, omnibus vere penitentibus et confessis, qui ad ipsam ecclesiam in festis subscriptis, videlicet in singulis festivitatibus b. Marie virginis, in anniversario die dedicationis ipsius ecclesie, in festo b. Michaelis archangeli, b. Iohannis Baptiste, b. Gereonis martyris sociorumque eius, Helene regine, sanctorum Maurorum, b. Cri- — 181 — sogoni martyris, atque per octavas sollempnitatum omnium predictarum, necnon et in die parasceves, causa devotionis accesserint altissimi beneficia petituri, sive prefati Gereonis ecclesie predicte patroni festa sollempniter celebraverint et devote, nos de dei misericordia et beatorum Petri et Pauli apostolorum eius auctoritate confisi singuli singulas quadra- genas de iniunctis eis penitentiis, dummodo loci dyocesanus consenserit, misericorditer in domino relaxamus. In cuius rei testimonium sigilla nostra presentibus duximus appendenda. Datum Rome XVII kal. Februarii, a. d. mill. duc. octuag. sexto pontiflcatus domini Honorii pape quarti anno primo, indictione XIIII. Nach dem herrlich ausgeführten Original im Archiv von S. Gereon. Von den 17 Siegeln, welche an die Urkunde gehangen wurden, ist nur nooh die Hälfte desjenigen des Bischofs "Waldebrun vorhanden, ausserdem sind noch die rotseidenen Schnüre für 2 andere erhalten. Auf der Rückseite des Pergaments befindet sich der Vermerk: „Thesauraria No. 3." — Man vergleiche die von G. Eckertz in Niederrh. Ann. 11, 234f. nach einer Copie veröffentlichte ähnliche Ablassurkunde von 1286, April 1. für die Abtei Gladbach, welche zum teil von denselben Bischöfen ausgestellt, wie die oben gedruckte. (Eckertz bemerkt dabei, „dass man durch viele Stellen belegen könne", dass „monasterium" die Kirche bedeute. Uns ist für das Mittelalter keine solche Stelle bekannt. Monasterium bezeichnet den ganzen Gebäude- complex, den die Mönche einer Abtei, oder die Kanoniker eines Stiftes in Benutzung haben ; die betreffende Kirche ist ein Teil davon.) 183. — 1287, April 17. zu Metz. Der apostolische Legat und Bischof von Tusculum, Johannes, bestätigt die von dem Propste, dem Dechanten und dem Kapitel von S. Gereon getroffene Anordnung, wonach der Propstei bestimmte Einkünfte zugewiesen wurden, wohingegen die Vemoaltung der übrigen Einkünfte und Güter in Zukunft nicht mehr dem Propste, sondern nur dem Kapitel obliegen sollte. Iohannes miseratione divina Tusculanus episcopus, apo- stolice sedis legatus discretis viris dilectis nobis in Christo decano et ecclesie s. Gereonis Coloniensis salutem in domino. Cum a nobis petitur quod iustum est et honestum, tarn vigor equitatis quam ordo exigit rationis, ut id per sollicitudinem officii nostri ad debitum perducamus effectum. Sane petitio vestra nobis exhibita continebat, quod — cum olim admini- — 182 — stratio reddituum (et) fructuum prebendarum canonicorum ecclesie vestre s. Gereonis ad prepositos ipsius ecclesie, qui fuerant in ea pro tempore, pertineret, et occasiono admini- strationis huiusmodi inter vos ex parte una et dictos prepositos ex altera sepius discordiarum et dissensionum materie orirentur — tandem vos et Wornerus prepositus dicte ecclesie, cupientes dissensiones et discordias huiusmodi removere, de consensu venerabilis in Christo patris Sifridi archiepiscopi necnon decani et capituli Coloniensis quandam inter vos super hoc Ordinationen! providam edidistis, per quam inter alia certos redditus de bonis et possessionibus communibus dicte ecclesie vestre prepositure ipsius ecclesie perpetuo deputastis, ita quod idem prepositus vel successores sui de aliis bonis, redditibus et proventibus memorate ecclesie vestre se nullatenus intro- mittat, et administratio predictorum reddituum et fructuum dictarum prebendarum ad vos de cetero pertineat, et ipsos redditus et fructns administrare libere valeatis, prout in paten- tibus litteris inde confectis plenius dicitur contineri. Nos igitur vestris supplicationibus inclinati ordinationem huiusmodi, sicut provide facta est et ab utraque parte spont'e recepta, ratam et firmam habentes, eam auctoritate, qua fungimur, confirma- mus et presentis scripti patrocinio communimus. Nulli ergo omnino hominum liceat hanc paginam nostre ratificationis et confirmationis infringere vel ei ausu temerario contraire. Si quis autem hoc attemptare presumpserit, indignationem omni- potentis dei et beatorum Petri et Pauli apostolorum eius se noverit incursurum. Datum Metis XV kal. Maii, apostolica sede vacante post mortem 1 ) sancte memorie domini Honorii pape quarti. R. ß. fol. 125 a—b. ! ) Der am 3. April zu Rom erfolgte Tod des Papstes Honorius war demnach am 17. April bereits zu Metz bekannt. 184.— 1287, April 17. zu Metz. Der Bischof ron Tuscuhmi und apostolische Legat Johannes trägt dem Official von Cambrey auf, Sorge zu tragen für die Aufrechthaltung der von der Kirche — 183 — 8. Gereon getroffenen Anordnung, wonach dem Probst dieser Kirche gewisse Güter dauernd zugewiesen wurden, wohingegen derselbe an der Verwaltung der übrigen Güter nicht mehr teilnehmen sollte. Iohannes miseratione divina Tusculanus episcopus, apo- stolice sedis legatus discreto viro officiali Cameracensi salu- tem in domino. Petitio discretorum virorum dilectorum nobis in Christo decani et capituli ecclesie s. Gereonis Coloniensis nobis exhibita continebat, quod — cum olim administratio redditum et fructmmi prebendarum canonicorum dicte ecclesie [ad] prepositos prefate ecclesie, qui pro tempore fuerunt, per- tineret et occasione administrationis huinsmodi inter eosdem decanum et capitulum ex parte una et prefatos prepositos ex altera sepius discordiarum et dissensionnm materie orirentur — tandem dicti decanus et capitulum et Wernerus prepositus dicte ecclesie, cnpientes dissensiones et discordias huiusmodi rernovere, de consensu venerabilis in Christo patris Sifridi archiepiscopi necnon decani et capituli Coloniensis quandam inter se super hoc ordinationem providam ediderunt, per quam ipsi inter alia certos redditus de bonis et possessionibus com- munibus dicte ecclesie s. Gereonis prepositure ipsius ecclesie perpetuo deputarunt, itaque idem prepositus vel successores sui de aliis bonis, redditibus et proventibus memorate ecclesie se mullatenus intermittat, et administratio predictorum reddi- tuum et fructuum dictarum prebendarum ad ipsos decanum et capitulum de cetero pertineat, eosque dicti decanus et capitulum libere administrent, prout in patentibus litteris inde confectis plenius dicitur contineri. Cum autem nos dictorum decani et capituli supplicationibus inclinati ordinationem huiusmodi, sicut provide facta est et ab utraque parte sponte recepta, ratam et firmam habentes eam auctoritate, qua fungimur, duximus conflrmandam, discretioni tue eadem auctoritate man- damus, quatenus ordinationem predictam facias auctoritate nostra lirmiter observari, contradictores per censuram eccle- siasticam compescendo. Datum Metis XV kal. Maii, apostolica sede vacante post mortem sancte memorie domini Honorii pape quarti. B. B. fol. 62 b—63 a. — 184 — 185.— 1287, Mai 18. Die Of/icialen der Curie von S. Gereon bekunden, dass die 2 Gebrüder von Uekinghoven vor ihnen den Verkauf des Zehnten von 50 Morgen der Pfarrei Oeckhoven an das Kapitel von S. Gereon erklärt haben und dass sie den Probst von S. G., von dem sie einen Teil jener Zehnten zu Lehen trugen, entschädigt haben. Officiales curie Coloniensis. Constituti propter hoc in nostra presentia Rabelo dictus Gabbart de Ukkinchoven et Henricus frater eius laici recognoverunt sponte non coacti et confessi sunt, [se] decimam de quinquaginta iornalibus sitis in parochia Udinchoven in campis Ukkinchoven, quorum quadra- ginta iornales seu decimam de eisdem in feodo tenebat idem Rabelo a venerabili viro preposito ecclesie s. Gereonis Coloniensis, vendidisse de consensu domini Werneri eiusdem ecclesie prepositi dilectis in Christo decano et capitulo ecclesie s. Gereonis pro duodecim marcis et sex solidis Col. den. ipsis fratribus numeratis, traditis et assignatis ex parte decani et capituli predictornm; et, ut idem prepositus huiusmodi ven- ditioni consentiret et huiusmodi decimam liberam remitteret a feodo decano et capitulo eisdem, iidem fratres coram nobis et coram eodem preposito in presentia fidelium suorum infra- scriptorum in recompensationem huiusmodi feodi quinde- cim iornales allodii sui, quorum duodecim siti sunt retro villam Ukkinchoven versus villam Widinshoven attingentes ex una parte agros curtis dominorum maioris ecclesie Coloniensis apud Ydinchoven et ex altera parte agros Ludowici de Berge militis, tres alii iornales siti sunt inter villas Odin- choven et Sinsteyden, qui quondam fuerunt Hermanni de Malstorp filii Berte, supportaverunt resignaverunt, supportant et resignant ad manus prepositi memorati tenendos perpetuo in feodo a dicto preposito et successoribus eiusdem, quos qui- dem quindecim iornales idem Henricus de consensu dicti fratris sui a prefato domino preposito, prestito super hoc iuramento fidelitatis et homagii, nomine feodi rerepit et confessus est se recepisse et recipiendos ac relevandos fore perpetuo, et a dicto domino preposito per suos in ipsis quindecim iurnalibus successores decima de dictis quinquaginta iornalibus libera absque omni feodo in perpetuum apud eosdem decanum et capitulum de expresso consensu eiusdem domini Werneri pre- — 185 — positi remanente. In cuius rei testimonium et perpetuam firmi- tatera ad petitionem dictorum fratrum necnon domini prepositi memorati sigillum nostrum maius presentibus duximus appo- nendum. Nos etiam Wernerus prepositus supradictns, pro- fitentes premissa omnia et singula vera esse, recompensatione sufficienti ut dictum est nobis et successoribus nostris facta, decimam olim nostrum feodum ipsis decano et capitulo nostro liberam ab omni feodo tradimns et concedimus per presentes, quibus sigillum nostrum apponi fecimus in testimonium et perpetuam firmitatem. Datum et actum feria quarta post ascen- sionem domini, anno eiusdem null. duc. octog. septimo, presentibus coram nobis Wernero preposito predicto, Henrico de Vorst et Iohanne dicto Scherffgin militibus, Gisone clerico et Henrico de Sudorich fidelibus nostris et aliis quam pluribus clericis et laicis in curia nostra apud s. Gereonem, quorum aliquorum sigillo presentibus sunt appensa. R. B. fol. 54 a. 186.— 1287. Erzb. Sifrid verleiht mit Einwilligung des Dom- probstes Conrad als des Archidiakons, der Pröbste Engelbert von S. Cnnibert und Arnold von 8. Aposteln als Landdechanten der Pfarreien Bourscheid (decanatus Tuitiensis) und Derichsweiler (Didderigswilre, decanatus Iuliacensis), in icelchen das Kapitel von 8. Gereon das Patronat hatte — dem genannten Kapitel, dessen Einkünfte durch Kriege, Räubereien, Brände und verschiedene durch den h. Stuhl oder' dessen Legaten ausgeschriebene Steuern allzu gering geworden waren, die reichen Einkünfte der erwähnten Pfarreien B. und D., 'wobei jedoch den betreffenden Kirchenrectoren ein hinreichender Teil jener Einkünfte gewahrt bleibt, damit dieselben im stände seien, die Gastfreundschaft zu üben, dem Archidiakon sowie den De- chanten ihre Gebühren zu zahlen, und die sonstigen notwendigen Ausgaben zu machen. Zu Rectoren iverden geeignete Personen von dem Dechanten und dem Kapitel von S. G. dem Archidiakon präsentiert, letzerer hat sie anzustellen; die Rectoren müssen zugleich Priester sein und sind zur Personalresidenz in ihren Pfarreien verpflichtet. Der Kirchenrector von Burscheid soll haben 38 Morgen Ackerland bei „Lorhoven", den Zehnten von einer Hufe und 20 Morgen in der — 186 — Flur „Jnervelt" zwischen Lützenkirchen und Neukirchen, den Zehnten von 9 Malter Samen erfordernden Ländereien bei Bourscheid, den Zehnten vom Hof Blecher, jährlich ein Malter Hafer von dem Gute des Everard von Withse (Lac. hat „Währe"), eine Wiese für ein Fuder Heu, zehn Schillinge jährlich von der Kapelle zu Grünscheid (b. Burscheid), den kleinen Zehnten in der ganzen Pfarre, Haus und Hof, welche zusammen 2'/ 2 Morgen gross sind, Opfer und Pastorssend und endlich 16 Malter Hafer vom grossen Zehnten. Der Bector zu Derichsweiler erhält ausser den Einkünften der dortigen Vicarie den kleinen Zehnten in der ganzen Pfarrei und einen Zins cm Boggen und Weizen, den die Pfarrgenossen bisher an die Kirche S. Gereon geliefert haben. „Datum et actum a. d. mill. (lue. octog. aeptimo." Nach dem R. B. fol. 107 b —108 a. — Mit unbedeutenden Varianten und Auslassungen gedruckt bei Lac. IV, 809, 675. — Bei B. & M. Erzdiözese Köln, 1, 181 steht: „Anno 1224 ecclesia parochialis in villa Theodorici in- corporata capitulo s. Goreonis in Colonia. Dipl. med." Dieses „diploma ine- ditum" ist mir nicht bekannt geworden. Möglich ist es, dass schon 1224 eine Incorporation der Kirche zu Derichsweiler stattgefunden hat, und dass damals aus dem Kirchengut nur Einkünfte für einen Vikar ausgeworfen wurden. Später erkannte man dann, dass dieses Verfahren den kanonischen Bestimmungen entgegen war, und in Folge davon wurde die Incorporation im J. 1287 von neuem ausgesprochen und hinreichende Einkünfte für einen eigentlichen Pfarrer bestimmt. 187.— 1288, März, wird kundgethan, dass durch den Tod des Heydenrich Bischof, seiner Frau Hildeguncl und ihres Sohnes Winrich an den andern Sohn derselben, den Priester und Canonicus Hermann von S. Gereon gefallen sind 1 Wohnung (welche das „ansidel" Hey- denrich's ivar) in der Breitestrasse, und 8 Wohnungen ausserhalb der „alten Mauer" hinter und in der Nähe von S. Gereon (eine neben dem „Pütz" und eine nach S. Aper hin). Der Canonicus Hermann hat die erste Wohnung zu einem Beghinencotivent bestimmt, welcher auch die übrigen Wohnungen haben soll; der Convent soll zu Provisoren haben 2 Amtmänner (officiati) von S. Columba, dieselben können als dritten den Guardian der Minderbrüder hinzunehmen. „Actum a. d. MCCLXXXVII, in mense Martis." Gedruckt E. Qu. III, 251 aus dem Schreinsbuche „Columbae latae plateae" im Archiv des Landgerichts. — 187 — 188.— 1288, April 27., Hefbord Gebour und seine Frau Eva von Allrath („Älderode") thun kund, dass sie -wegen der für den verstorbenen Heinrich Graf von Kessel und Herrn von Grevenbroich („Brücke") eingegangenen Bürgschaft in grosse Schulden geraten sind, und deshalb an das Kapitel von S. Gereon für 30 mr. 60 in der Pfarrei Allrath gelegene Morgen Ackerland verkauft haben; diese Morgen hat Walram, Propst von Münster (von welchem?) und jetzt, als Nachfolger seines Bruders Heinrich, auch Herr von Grevenbroich für jenen Verkauf aus dem Lehensverband entlassen, so dass dieselben also nun Ällodialland sind. „Quorum quinquaginta sex iornales siti sunt sub uno sulco retro curiam nostram, via qua itur versus Barensteyde, ad sinistram raanum contingentes versus Barensteyden agros Gerardi de Moirse et ex altera parte agros Godeschalci dicti Krach et contingentes versus Bruche agros Alberti de Ambele; item quatuor iornales iacent super semitam qua itur de Älderode versus Nuenhusen retro Vronhoven iuxta agros pastoris ibidem et inclusi ab alia parte ab agris qui vocantur Iohannis de Älderode." Auch versprechen die Verkäufer Bürgschaft (für die Freiheit des Gutes) und entäussern sich („effestuare") sich des Besitzes in Gegenwart des genannten Walram, in dessen Gerichtsbarkeit das Gift liegt, vor dem weltlichen Gerichte und der Hofgenossenschaft von Allrath und vor dem Official der Kölnischen Curie. Als Bürgen stellen sie die 2 Ritter Nicolaus von Grevenbroich und den Vogt Gottfried von Neuenhausen, sowie Lupert von Laach („Laghe") und Hermann von Ven- uichegm". Quibus rite actis nos pro nobis et nostris successo- ribuslmiusmodi sexaginta iornales in presentia et sub testimonio predictorum dominorum ac coram iustitia seculari ac familia apud Älderode ab eisdem dominis emptoribus recepimus et recipimus sub annua pensione decem et octo maldrorum si- liginis Coloniensis mensure melioris prope ad unum denarium ipsis dominis singulis in festo s. Remigii solvendorum. . . . Coloniam super granarium ipsorum sub nostris . . . ex- pensis." Wenn sie 14 Tage nach dem Termin den Roggen nicht geleistet haben, sollen die Güter an S. Gereon verfallen sein. Auch die Bedingung nehmen die Pächter noch auf sich, dass das Gut immer nur ungeteilt an einen Erben übergehen soll. Endlich heisst es: „sub- icientes nos et successores nostres quoad observationem omnium premissorum iurisdictioni ecclesiastice eiusdem domini - 188 — officialis Coloniensis, eligentes sponte pro nobis et successori- bus nostris per presentes, quod, si contra ea . . . . venimus, ipse dominus officialis pro huiusmodi censura ecclesiastica nos percellat." Dann folgen die nötigen Erklärungen seitens Walram's, des Offiäals and der Worthalter, dass sie nämlich mit dem Inhalt der Urkunde zufrieden sind. Doch setzt einer der letztern hinzu: „Ita tarnen quod ego Nicholaus predictus, cum monitus fuero ut est dictum, si Coloniam secure intrare non potero, pro me mittam famulum cum dextrario ad iacendum ibidem 1 ) — Actum et datum V kal. Mai a. d. mill. duc. octuag. octavo. E. B. 86b-87b. ] J Vom Einlager ist nun thataächlich in der Urkunde vorher nicht die Rede; das verstand sich demnach gegebenenfalls von selbst. 189.— 1289, Januar. Gisenold von Sevenich bekundet, dass er dem Kapitel von S. Gereon den Zehnten von 30 in der Flur von Sevenich, Pf. Spiel, gelegenen Morgen für 9 Mr. verkauft, und dass er dem Probst Werner, von welchem er jenen Zehnten zu Lehen hatte, und welcher nun denselben Zehnten freigegeben hat, ein Mio- dialgut von 10 Morgen als Entgelt zu Lehen aufgetragen hat. Universis presentes litteras visuris seu audituris nos Gise- noldus de Sevenich, uxor sua legitima ac liberi eorundem, notum esse cupimus et profitemur, nos de consensu venera- bilis viri domini Werneri prepositi ecclesie s. Gereonis in Co- lonia, cuius fidelis ego Gisenoldus predictus existo, vendi- disse honorabilibus viris dominis decano et capitulo eiusdem ecclesie s. Gereonis pro novem marcis Col. den. nobis ab eisdem dominis numeratis, traditis et assignatis ac in usus nostros per nos conversis decimam de triginta iornalibus sitis in campis Sevenich in parrochia de Speie, quam ego prefatus G. olim iure feodi tenui a domino preposito ecclesie s. Gereonis prefate; et ut idem dominus prepositus huiusmodi ven- ditioni nostre consentiret et huiusmodi decimam liberam a feodo remitteret dominis decano et capitulo memoratis, ego G. prefatus de consensu et voluntate uxoris mee et liberorum — 189 — meorutn predictorum coram eodem domino preposito in pre- sentia domini Iohannis dicti Scerfkin militis et Gisonis clerici fidelium suorum, necnon Gerardi s. Cristofori Coloniensis et Werandi de Speie plebanorum, decem iornales puri allodii nostri iacentes sub uno sulco ex opposito Septem iornalium ecclesie de Speie sitorum in loco qui dicitnr Merse in campis Sevenich in recompensationem huiusmodi feodi supportavi et resignavi, supporto et resigno per presentes ad manus domini prepositi memorati tenendos perpetno iure feodi a dicto preposito et successoribus eiusdem, ac eosdem decem iornales prestito super hoc iuramento fidelitatis et homagii nomine feodi recepi et recipio ac confiteor recipiendos ac relevandos fore perpetuo a dicto domino preposito per meos in ipsis decem iornalibus successores, decima de dictis triginta iorna- libus libera' absque omni feodo in perpetuum apud eosdem dominum decanum et capitulum de expresso consensu eiusdem domini Werneri prepositi remanente; preterea eandem deci- mam resignavimus et effestucavimus ad opus dictorum domi- norum decani et capituli, necnon predictos decem iornales supportavimus in perpetuum feodum domino preposito ecclesie s. Gereonis predicte coram iustitia seculari apud Sevenich, presentibus Iacheleto sculteto, Engelberto de Ambele, Rabo- done et Ludowico braxatore scabinis, presbitero de Hassilt, presbitero de Speie predicto, Egidio et Hemerico de Sevenich et aliis quamplurimis fidedignis, et per presentes etiam eandem decimam resignamus et effestucamus ac prefatos decem iornales supportamus ad opus predictorum, ut est dictum. In cuius igitur rei testimonium et perpetuam firmitatem presentes litteras impetravimus communiri sigillis honestorum virorum domini Godescalci dicti de Selincheym militis dapiferi Iulia- censis ac plebanorum de Hassilt et de Speie predictorum. Et nos Godescalcus dapifer, de Hassilt et de Speie plebani pre- fati fatemur nos — ad petitionem dictorum coniugum ac libero- rum suorum, premissa omnia et singula coram nobis recog- noscentium esse vera — sigilla nostra presentibus appendisse. Nos etiam Wernerus prepositus supradictus, profitentes premissa omnia et singula vera esse, recompensatione sufficienti ut dictum est nobis et successoribus nostris facta, decimam, olim nostrum feodum, ipsis decano et capitulo nostro liberam — 190 — ab omni feodo tradimus et concedimus per presentes, quibus sigillum nostrum nna cum sigillo Iohannis de Scerfkin militis, fidelis nostri predicti, apponi fecimus in testimonium et per- petuam firmitatem. Datum et actum mense lanuario, a. d. millesimo ducentesimo octogesimo octavo. R. B. fol. 47 a—b und fol. 110 a—b. 190.— 1289, März 1. zu 'Rom, schreiben 3 Erzbischöfe und 12 Bischöfe Ablässe zu je 40 Tagen für solche „vere penitentes et confessi" aus, die für das Cistercienserinnenkloster zu MecMern, welches jetzt erbaut wird, einen Beitrag leisten. Ennen Qu. 3, 287. 191.— 1290, Juni 9. Der Abt und der Convent von Kloster- rath verkaufen, um ihre Schulden, die sich auf 1400 Mr. belaufen, (teilweise) abtragen zu können, der Kirche von S. Gereon Besitzungen bei Amel, Pfarre Spiel, gegen eine Summe von 280 mr. Universis et singulis presentes litteras inspecturis Cuno permissione divina abbas totusque conventus canonicorum regularium monasterii Rodensis Leodiensis dyocesis salutem et notitiam veritatis. Ad universitatis vestre notitiam volu- mus pervenire, quod propter varias discordias et dissentiones (!) dominorum terre ubi degimus, tanquam in medio prave nationis iam annis pluribus constituti, tanta sustinuimus dampna et in- cidimus onera debitorum currentium ad usuras et impigno- rationes prediorum nostrorum usque ad summam mille et qua- dringentarum marcarum, quod, nisi per distractionem et alie- nationem aliquantorum bonorum monasterii nostri immobilium huiusmodi debita absque mora dispendio persolvantur, in brevi perpetuam incurremus impotentiam ab huiusmodi debitis resur- gendi. Unde intimato reverendo patri nostro ac domino Iohanni episcopo Leodiensi huiusmodi statu monasterii nostri peri- culoso ac diligenti ab eodem domino episcopo inquisitione super hoc premissa et ita esse invento, petita et obtenta ab eodem per supplicationes obnixas licentia et consensu ad sol- — 191 — vendum et quitandum huiusmodi debita modo dicto [demum etiam habito in capitulo nostro inter fratres nostros ad hoc communiter convocatos tractatu et consensu unanirai, delibe- rato animo] alienare decrevimus partem aliqnam bonorum nostrorum immobilium, cum nulla bona mobilia habeamus de quibus ab huiusmodi oneribus debitorum possimus commode relevari. Reservatis igitur nobis et monasterio nostro maio- ribus et utilioribus prediis nostris, curtem, agros, nemora cen- sus et quecunque nos et monasterium nostrum haetenus habui- mus vel habemus apud villam Ambele in parrochia de Speie Coloniensis diocesis cum Omnibus iuribus et pertinentiis suis, prout iacent, et frugibus nos ibidem contingentibus, que omnia sunt et fuerunt purum allodium monasterii nostri, vendidimus et vendimus [pro puro et vero allodio] venerabilibus viris decano et capitulo ecclesie s. Gereonis ementibus et recipien- tibus eadem bona erga nos pro ducentis et octoginta marcis Col. [den. bonorum et legalium] nobis ex parte eorundem solutis, nuineratis, traditis [et assignatis et per nos in Solutionen! dictorum debitorum nostrorum conversis; propter quod predictos curtem, agros, nemora, census cum omnibus iuribus et pertinentiis suis ac frugibus transtulimus, et ex nunc in antea per presentes transferimus in decanum et capitulum memoratos, constituentes nos et monasterium nostrum huiusmodi bona nomine eorundem decani et capituli possidere, donec ipsorum bonorum possessionem pacificam nacti fuerint corporalem, et promittentes per stipulationem legittimam om- nem iustam impetitionem super huiusmodi bonis deponere et eadem bona ab omni nomine iuste ea impetente eisdem decano et capitulo disbrigare et debitam ac legittimam prestare wa- randiam usque ad annum et diem ac omnia et singula facere eisdem debitoribus et complere, que ad dictam venditionem de iure et consuetudine fuerint facienda usque ad tempus pre- dictum. Preterea ut prefatis emptoribus per omnia caveatur, bona fide et iuramento interposito corporali a nobis ad hoc nos et monasterium nostrum ac successores nostros per stipulationem sollempnem sub pena ducentarum marcarum Col. den. bonorum et legalium et sub pena suspensionis et excommu- nicationis flrmiter obligamus, quod contra venditionem et emp- tionem huiusmodi nullo unquam tempore per nos aut succes- — 192 — sores nostros aut alios veniemus, aut contractum huiusmodi ob quamcunque causam rescindemus seu rescindere tempta- bimus aut procurabimus rescindi, sed inviolabiliter tenebiraur observare; alioquin eo ipso eligimus sententias suspensionis et excommunicationis nos abbatem et singulas personas mo- nasterii nostri qui pro tempore fuerint incurrisse, et nichilo- minus commisimus et committimus penam ducentarum mar- carum predictam eisdem decano et capitulo per nos succes- sores nostros et nostrum monasterium solvendarum et recu- perandarum per ipsos in universis et singulis bonis monasterii nostri ubicunque in dyocesi Coloniensi sitis, que etiam bona ipsis emptoribus pro huiusmodi pena solvenda obligamus et per presentes esse volumus obligata; nolentes tarnen per hoc magistro Theoderico canonico ecclesie s. Marie ad gradus Co- loniensis in iure suo, quod habet in curte et bonis nostris apud Arwilre, preiudicium aliquod generare. Renunciamus insuper expresse exceptionibus non numerate, non solute, non tradite pecunie, doli mali et solempnitatibus iuris non servatis et beneficio restitutionis in integrum ac omnibus aliis exceptionibus et defensionibus generalibus et specialibus tarn iuris canonici et civilis, quam etiam legibus et consuetudinibus patrie, que contra presens instrumentum sive cirographum possent obici vel opponi]. In cuius rei testimonium et perpe- tuam firmitatem presentes litteras conscribi et sigillo eiusdem reverendi patris domini episcopi Leodiensis predicti una cum sigillis nostris videlicet abbatis et conventus predictorum ac officialium curie Coloniensis impetravimus et fecimus commu- niri. [Et nos Iohannes dei gratia episcopus Leodiensis, inqui- sita et comperta prefata monasterii eiusdem Rodensis oppres- sione et necessitate urgente, utilitati eiusdem monasterii con- sulentes propter causas superius expressas, quas ad hoc depu- tamus et decernimus legittimas sufficientes et veras, vendi- tioni predicte in omni sua forma sub conditionibus et penis tarn ecclesiasticis quam pecuniariis eidem adiectis consensum et auctoritatem nostram adhibemus, ipsas per omnia ratas habendo et presentis scripti sigilli nostri signati appensione testimonio confirmando. Nos etiam officiales curie Coloniensis protestamur quod sigillum officialis (?) curie Coloniensis ad preces dictorum abbatis et conventus monasterii Rodensis una — 193 -- cum sigillo ad causas decani et capitiüi ecclesie s. Gereonis predicte recognoscentium premissa omnia et singula vera esse in testimonium et notitiam futurorum presentibus duximus apponendum.] Datum et actum a. d. mill. duc. nonagesimo, quinto ydus Iunii. R. B. fol. 45a-4Ga. — Bei Lac. II, 529, 889 ist eine Urkunde vom selben Tage über dieselbe Sache auszüglich gedruckt; dieselbe stimmt vielfach und dann meist wörtlich mit der obigen überein; was letztere besonderes hat, haben wir in eckige Klammern eingeschlossen. 192.— 1291, Juli 12. Johann Kesseünck verkauf t den Zehnten zu Lind (bei Itriel) und einen Jahrzins von 3 3 / 4 Schillingen, welche beide Lehen der Äbtissin von S. Caecilia waren, mit Einwilligung dieser an das Capitel von S. Gereon für 37 mr. Universis presentes litteras inspecturis ego Iohannes dictus Kesselinck, Gertrudis uxor mea ac liberi nostri notum esse volu- mus,quod nos decimamtam maioremquam minorem, tarn frugum quam aliarum rerum apud Lynda in parochia Crele et census trium solidorum et trium quadrantium de quibusdam domibus sitis in civitate Coloniensi in parochia s. Petri Coloniensis, qui decima et census movent et descendunt a domina abba- tissa et ecclesia s. Cecilie Coloniensis et nomine feodi et homagii consueverunt teneri, quam et quos ab eadem abbatissa titulo feodi et homagii relevavimus et tenemus, vendidimus et vendimus, accedente ad hoc consensu eiusdem domine abba- tisse, venerabilibus viris decano et capitulo ecclesie s. Gereonis Coloniensis pro triginta et septem marcis Col. den. bonorum et legalium nobis ab eisdem dominis numeratis, tra- ditis et assignatis et in utilitatem nostram conversis, propter quod in presentia eiusdem abbatisse et suorum fidelium con- stituti eosdem decimam et census et ius percipiendi eosdem effestucavimus et effestucamus, supraportavimus et suprapor- tamus et libere resignavimus per presentes in manus domine altbatisse ecclesie s. Cecilie predicte ad opus dominorum decani et capitiüi s. Gereonis predictorum, eisdem dominis per ean- dem dominam abbatissam concedendos; et omne ins, quod hac- tenus habuimus seu habemus in predictis decima et censibus, 14 — 194 — transferimus in dominos memoratos (Folgt der gewöhnliche Verzicht auf Evceptionen, dann:) Promiltimus etiara ipsis dominis omnem iustam impetitionem super dictis decima et censibus deponere et omnes facere effestucare qui vel que de iure tenentur. In cuius rei testimonium presentes litteras prefate domine abbatisse necnon honorabilium et honestoruui virorum domini Godefridi decani ecclesie s. Georgii Coloniensis, domini Gerardi nobilis advocati Coloniensis, Gerardi dicti Overstolz, Theoderici dicti Rayce et Mathie dicti de speculo schabinorum Coloniensium petivimus communiri et easdem ipsis dominis dedimus communitas. Datum a. d. mill. duc. nonag. primo in vigilia b. Margarete. R. B. fol. 62b. — Gedruckt nach dem Original im Düsseldorfer Staatsarchiv bei B. Quellen III, 317. 193.— 1292, Dezember 3. Der Probst und das Capitel von S. Gereon erklären, dass sie, um die von der Abtei Klosterrath gekauften Güter bei Ahrweiler zu bezahlen, dem Canonicns Adolf von Mariengraden und dem (Bruder desselben ?) Winrich von Bodenkirchen einen jährlichen Zins von 10 mr. verkauft und hierfür eine Summe von 115 mr. erhalten haben. Nach dem Tode der 2 genannten soll für ein Jahrgedächlniss eines jeden je eine Mark verwandt werden. Nos . . prepositus, . . decanus et capitulum ecclesie s. Gereonis Coloniensis notum facimus universis presentes litteras inspecturis, recognoscimus et profitemur, quod ad sol- vendum debita nostra, in quibus tenemur . . abbati et con- ventui monasterii de Rode, Leodiensis diocesis, de bonis et prediis quo apud Arwilre emimus erga ipsos, vendidimus dilectis in Christo Adolpho, canonico ecclesie s. Marie ad gradus Coloniensis et Winrico de Rodenkirchen laico et cuilibet eorum in solidum annuam et perpetuam pensionem, videlicet decem marcarum denariorum Coloniensum, legalium et usualium, duodecim solidis pro marca qualibet computandis, pro centum et quindecim marcis denariorum Col. bonorum et legalium nobis ab eisdem traditis et assignatis et per nos in usus nostros predictos conversis, renunciantes exceptioni pe- — 195 — cunie non numerate; quam quidem pensionem Adolpho et Winrico predictis in quocunque statu existentibus, quamdiu ipsi vel eorum alter vixerint vel vixerit, singulis anuis in festo b. Andree ap. dare et solvere promittimus ac in domos suas Colonie existentes fideliter presentare, alioquin ex tunc singulis mensibus quamdiu huiusmodi pensionem in toto non sol- verimus, cademus in penam unius marce Col-, Adolpho et Winrico predictis per nos solvende et assignande cum detenta pensione, prout est premissum; si vero per annum integrum eandem pensionem, videlicet decem marcas cum penis com- rnissis solvere distulerimus, ex tunc Adolphus et Winricus antedicti vel eorum alter eandem pensionem vondere, donaro vel relinquere poterunt vel poterit cuicunque et ad eam, cum vendita donata vel relicta fuerit, perpetuo solvendam nos et occlesiam nostram cum penis superius expressis per presentes litteras obligamus. Postquam vero unus ex predictis Adolpho et Winrico decedere contigerit, anniversarium premortui cum una marca, distribuenda inter nos pro presentibus, singulis annis consueto modo in vigiliis, missa pro defunctis et com- mendatione sollempniter peragemus, residuas autem novem marcas superstiti quamdiu vixerit solvemns et presentabimus, prout est premissum. Insuper post mortem amborum memo- riam eorundem Adolphi et Winrici duabus vicibus in anno cum duabus marcis distribuendis, ut dictum est, in divino officio fideliter faciemus; et scribentur premissa omnia in cathalogo fratrum nostrorum defunctorum. A dicta quidem pensione et huiusmodi penis et conditionibus non adimplendis nee sterilitas terre, nee casus fortuiti per deum vel hominem contingentes, nee prohibitio maioris euiuseunque vel minoris nos poterunt excusare, sed fide super hoc per nos prestita corporali sepedictis Adolpho et Winrico tenebimur et nos ac ecclesiam nostram obligamus in hiis scriptis ad observationem omnium premissorum, renunciantes beneficio restitutionis in integrum, doli mali ac Omnibus defensionibus et exceptionibus iuris, que nobis circa premissa possent aliqualiter suffragari, salvis Adolpho canonico predicto fructibus ac proventibus, videlicet dimidie prebende maioris in ecclesia nostra et decem et octo maldris tritici, que ipse alias a nobis specialiter compa- ravit. In quorum omnium testimonium et munimen damus — 196 — presentes litteras Adolpho et Winrico prelibatis nostro et . . officialis curie Coloniensis sigillis commuhitas. Et nos offi- cialis curie Col. predictus ad petitionem et expressam requi- sitionem venerabilium virorum prepositi, decani et capituli s. Geroonis Col. predictorum sigillum nostrum presentil)us litteris duximus apponenduni in testimönium premissorum. Datum anno domini mill. duc. nonag. secundo III o nonas De- cembris. Nach dem Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel des Kapitels hängt noch zur Hälfte an, von dem Siegel des Officials sind nur mehr die Schnüre vorhanden. Von einer Hand des 19. Jahrh. steht auf der AuBsen- seite der Urkunde der Vermerk: „Hypothoka sunt bona in Arwilre, in iudicio iam (?) vendita et a domino Heinen empta." 194.— 1292, Dezeinher 19. Der Abt und der Conoent von Klosterruth verkaufen cm die Kirche S. Gereon 19 l j 2 Morgen Win- gerten bei Ahrweiler, 2 Mühlen ebenda, und einen Jahrzins von 4 Ahm Wein und 12 Mltr. Hafer, dies alles für c. 567 inr. dabei wird dem Canonicus Theoderich von Mariengraden, der von Kloster- raih einen Jahrzins von 6 Fuder Wein erworben hat, der Bezuy dieses Zinses auch für die Folge gesichert. Universis presentes litteras visuris et audituris Cuno per- missione divina abbas totusque conventus monastorii Rodensis ordinis s. Augustini Leodiensis dyocesis salutem et notitiam veritatis. Notuni esse volumus, quod —■ cum bone memorie olim abbas monasterii nostri propter guerrarum discrimina, multitudinem debitorum ad usuras currentium, debitorum im- portunitatem et alias causas inevitabiles Reynardo dicto Cheva- bay civi Leodiensi et quibusdam aliis civibus Leodiensibus necessitate compulsus vendiderit pensionem decem carratarum vini Bunnensis mensure melioris incrementi de vineis nostris apud Arwilre, ipsis civibus annis singulis Leodium sub damp- nis, periculis et expensis nostri monasterii vehendarum et assignandarum in ipsorum ibidem cellarium, nosque propter maximam sterilitatem preeipue anni proximo preteriti solutio- nem pensionis dicti vini non potuerimus adimplere, prefatis civibus huiusmodi carratas vini ob hoc sibi per nos occasione — 197 — premissa debitas estirriantibus et taxantibus ad summam tante pecunie, prout meliora vina Ulis annis ad tabernas Leodii ven- debantur, ac ideo [in] gravia debitorum onera inciderinms et gra- viora, yramo gravissima in proximo formidemus, nisi ab huius- modi pensione vini liberamur omnino et debitis memoratis — propter quod — cum non essent nee sint in ecclesia nostra aliqua bona mobilia comode pro huiusmodi distrahenda — habito super hoc deliberatione previa inter nos traetatu dili- genti et communicato prudentum consilio, magis visum est nobis et nostro monasterio expedire, ut partem etiam predic- torum nostrorum bonorum apud Arwilre, de quibus huiusmodi solvitur pensio, ad reemendam et revocandam a dictis civibus pensionem eandem et detentam solvendam distrahamus et vendamus, quam tandem omnia l)ona nostra ibidem occasione premissa novis de tempore in tempus dampnis ac computatis degrassentur omnino et deperdantur — propter quod, consi- deratis necessitatibus predictis et conventione de certo pretio cum dictis civibus super huiusmodi revocatione et reemptione pensionis et solutione debitorum inita eisdem absque pro- tractione qualibet persolvenda, vendidimus et vendimus hono- rabilibus viris preposito, decano et capitulo ecclesie s. Gere- onis Coloniensis decem et novem et dimidium iornales vine- arum iacentium apud Arwilre et in confinio ibidem qui exeo- luntur per certos colonos hereditarios et partiarios, quod vul- gariter ibidem dicitur „vri-delinge u , videlicet quemlibet ior- nalem vinee pro tredeeim') marcis Col. den., quorum summa cum pretio pullorum et anserum ascendit ad centum et quin- quaginta novem marcas et tres solidos. Item vendidimus et vendimus eisdem duo molendina nostra stantia et molentia in ripa 2 ) transeunte dictum oppidum Arwilre, que nobis singulis annis nomine annue pensionis solvere consueverunt triginta sex maldra siliginis et quinque maldra tritici, pro centum et viginti sex marcis Col. den. Item vendidimus et vendimus eisdem perpetuam et annuam pensionem quatuor amarum vini et duodeeim maldrorum avene pro viginti octo marcis Col. den., que pensiones ibidem de certis bonis nobis annis singulis solvi consuerunt a possessoribus eorundem, qui dieta bona tenent sub dictis pensionibus et censibus. Item quia prefati prepositus, decanus et capitulum annuatim de cetero tene- — 198 — buntur hominibus suis, olim nostris, apud Arwilre favere et solvere propinationem singulis annis in crastino b. Martini, nos in recompensationem hniusmodi expensarum deputavimus et deputamus eisdem apud Arwilre annuam et perpetuam pen- sionem dimidie ame et trium sextariorum vini, quam et que Godestu beggina et relicta Cristiani dicti Steghyn nobis de domibus et areis suis et vineis quibusdam apud Arwilre annu- atim et perpetuo solvere consueverunt. Que omnia et sin- gula bona, pensiones et censns predictos pro liberis et allo- dialibus boiiis ipsis emptoribus vendidimus, excepto uno de molendinis predictis, de quo solvit possessor rnolendini singulis annis in festo b. Martini hyemalis domino de Blanckyn- heym sedecim solidos et quatuor capones, et prefati preposi- tus, decanus et capitulum tribus vicibus in anno tempore pla- citi observandi in curia dicti domini de Blanckinheym apud Arwilre, sex denarios pro qualibet vice, quos decem et octo denarios ipsis emptoribus restauravimus et demonstravimns recipiendos de certis bonis nostris apud Arwilre. Cuius ven- ditionis pecunie summa in universo computata et collecta ascendit ad quingentas et soxaginta sex marcas et novem solidos, quam pecuniam nobis et monasterio nostro ab ipsis preposito, decano et capilulo totaliter nomine pretii solutam, numeratam, traditam et assignatam ac in revocationem et reemptionem pensionis dictarum carratarum vini et solutionem predictorum debitorum conversam protestamnr, propter quod omnia et singula bona, redditus, pensiones et census predictos a nobis, ut dictum est, vendita ad manus et utilitatem ipsorum prepositi, decani et capituli et ecclesie sue supraportamus et effestucamus et eisdem renunciamus pure, simpliciter et absolute, ab eisdem preposito, decano et capitulo ex nunc in antea habenda, tenenda et possidenda cum omnibus iuribus et per- tinentiis eorundem, prout ad nos hactenus pertinere consueverunt, ac possessionem eorundem premissorum bonorum et ceterorum predictorum in ipsos prepositum, decanum et capitulum et ecclesiam eorum per presentes transferimus, consti- tuentes, nos ex nunc dicta bona omnia premissa et singula sicut dictum est vendita ipsorum et ecclesie sue nomine possi- dere, ipsosque et procuratores ipsorum nomine eorundem in presentia schabinorum et hominum censualium olim nostrorum — 199 — et [coram] iustitia seculari ibidem apnd Arwilre indnximus in corporalem possessionem bonorum omnium premissorum, dan- tes nichilominus ipsis et procuratoribus eorum potestatem plenariam capiendi et ingrediendi per se et per alios sua auc- toritate possessionem omnium premissorum, necnon exigendi, requirendi et recipiendi census, redditus et proventus pre- dictos a debitoribus ipsorum cum suis iuribus, pertinontiis et emergentiis quibuscunque, salvo tarnen per omnia magistro Theoderico canonico b. Marie ad gradus Coloniensis iure pig- noris, quod ipse magister habet a nobis in dicto censu annuo duodecim marcarum et in dictis molendinis et quadraginta uno maldro siliginis et tritici, que de dictis molendinis solvun- tur, que omnia cum suis iuribus et pertinentiis ipsi magistro pro pensione annua sex carratarum vini ad dies vite ipsius per nos pro certo pretio venditarum certo termino et de certis incrementis solvendarum a nobis sunt obligata, salv T is etiam eidem magistro pactis conventionibus et penis super hiis appo- sitis et omni iure suo quocunque eidem magistro contra nos et bona nostra apud Arwilre competenti, prout in instrumento exinde confecto sigillis quondam domini Iohannis episcopi Lcodiensis et predecessoris nostri Anselmi abbatis ac mona- sterii nostri sigillato plenius continotur, quod instrumentum sie ineipit: „Universis presentes litteras visuris et audituris nos Anseimus dei gratia abbas totusque conventus ecclesie Rodensis etc. Noverit universitas vestra quod cum ecclesie nostre predicte irrecuperabilia dampna immineant occasione debitorum, que nos abbas et conventus predicti et ecclesia nostra ab antiquo sustinuimus etc." et sie flnit: „Et nos Iohan- nes dei gratia episcopus Leodiensis premissis omnibus videlicet alienationi [et] venditioni pensionis predicte, obligationi bonorum ipsius ecclesie et aliis presenti instrumento insertis, eo quod nobis constat dictum abbatem et conventum per huius- modi contractum ecclesie sue fecisse conditionem meliorem, auetoritatem et consensum premissis omnibus adhibemus et sigillum nostrum presentibus in testimonium duximus appo- nendum. Actum et datum a. d. mill. duc. octog. seeundo, feria quinta post dominicam qua cantatur Oculi." Item pro- mittimus dictis preposito, decano et capitulo plenam et iustam warandiam prestare de bonis predictis, ut dictum est, ven- — 200 — cutis iuxta consuehidinem terre, ubi huiusmodi bona vendita sita sunt, super boc observatam, et eadem bona omnia et sin- gula disbrigare ab omni homine, sicubi per nos fuerint obli- gata, et libera facere et tradere eisdem. Item promittimus eosdem prepositum, decanum et capitulum de una marca redditus annui, quam solvimus et solvere consuevimus nobili viro comiti de Nuwenare et eius predecessoribus occasione curtis et bonorum nostrorum apud Arwilre et in confinio con- sistentium et ab omni alio censu, pensione seu precaria, si quam vel si quas eadem curtis et bona nostra dicto comiti aut alii cuicunque seu quibuscunque de iure vel facto hactenus solvere consueverunt, relevare et indempnes conservare. Item quia prepositus, decanus et capitulum se pro nobis erga pre- dictum magistrum Theodericum super solutione dictarum carra- tarum vini annue pensionis, quas eidem ad [dies] vite sue ven- didimus, ut est dictum, sub pactis conventionibus, penis et terminis, quibus eidem magistro tenemur, obligaverunt et per presentos obligant, promittimus, quod ipsos servabimus indempnes super hiis et solutione dictarum carratarum vini, quarum tres debent esse de vino quod dicitur „profferwin" et alie tres de vino quod dicitur „stickewin", prout in dicto Instrumente continetur; et quia tres carrate vini quod dicitur „profferwin", quas singulis annis ad dies vite ipsius magistri ipsi vel cui hoc commiserit una cum tribus aliis carratis vini, quod dicitur „stickewin", ipsi prepositus, decanus et capitulum, si non solverimus, solvere promiserunt, communiter plus valent et valere consueverunt, quam vinum quod dicitur „stickewin", in recompensationem huiusmodi nos abbas et conventus solvere promittimus eisdem preposito, decano et capitulo apud Arwilre singulis annis, quamdiu idem magister The. vixerit, duas marcas nomine annui redditus in festo b. Martini hiemalis et sex carratas vini quod dicitur „stickewin" melioris incre- menti nostri de vineis, quas apud Arwilre obtinemus. Item promittimus eisdem preposito, decano et capitulo quod, quam primum contigerit haberi episcopum Leodiensem, procura- bimus et efticiemus nostris laboribus et expensis, quod ipse infra novem menses, quo [!] dyocesim Leodiensem ingressus fuerit, vel eius copia haberi poterit, alienationi et venditioni huiusmodi et omnibus obligationibus suprascriptis suam auc- — 201 — toritatem et expressum consensum adhibebit per suas patentes litteras sigillo ipsius sigillatas, quas ipsis emptoribus procu- rabimus et assignabimus infra terminum memoratnm, omni fraude et dolo penitus exclusis. Item ad maiorem secüritatem omnium premissorum et observationis et impletionis eorun- dem eisdem preposito, decano et capitulo curtem nostram apud Arwilre et dnodecim iornales vinearum, quas propriis sump- tilms ibidem excolimus, necnon triginta iornales terre arabilis ac tres iornales pratorum et cetera bona mobilia et immobilia que adhuc apud Arwilre et [in] eius confinio obtinemus, salvo tarnen iure predicti magistri, quod haltet in bonis huiusmodi ratione dictarnm sex carratarum vini eidem, tit dictum est, solvendarum, titulo pignoris et ypothece obligamus, ita quod, si negligentes vel in defectu fuerimus in observatione et iinpletione omnium seu aliquo premissorum, ipsi prepositus, decanus et capitulum de dictis curte, vineis, terris arabilibus, pratis ac alüs bonis nostris predictis apud Arwilre et in confinio se sua auctoritate absque nostra offensa intromittent, redditus et proventus exinde provenientes percipiendo et levando tamdiu, quousque premissa omnia et singula ipsis per nos fuerint integraliter adimpleta, ita quod levata et percepta medio tempore de dictis bonis nostris ipsis preposito, decano et capitulo cedant in hierum et in penam, salvo iure dicti magistri, ut est dictum. Preterea ad habundantem cautelam et secüritatem omnium premissorum et observationom et im- pletionem eorundem Reynardus de Vrizdorp miles, Godefridus dictus Rumeschuttele et Reymbodo frater eius, Udo de Wey- densheym, Cristianus de Bullencsheym 3 ) et Godefridus de Kessenich se pro nobis una cum abbate monasterii nostri nunc vel pro tempore existenti erga eosdem prepositum, decanum et capitulum et eorum ecclesiam et unusquisque eorum in solidum — ita quod unus sine altero non possit liberari nee se a iacendo propter absentiam vel mortem alterius excusare — fide- iussoris nomine obligaverunt, promittentes fide prestita corporali, quod, si nos in premissis seu aliquo premissorum negligentes vel in defectu fuerimus, ipsi fideiussores, ex parte eorundem pre- positi, decani et capituli moniti, Colonie vel Bunne pariter honestum hospitium intrabunt personaliter si audebunt et potu- unt 4 ), alioquin, corporali fide prestita de huiusmodi impotentia — 202 — vel non attsu 5 ) nuncio ipsorum prepositi, decatii et capituli, abLas nimm de suis canonicis, ceteri vero quilibet unum bone nationis famulmn cum equo ad dictos locum et hospitium pro se mittet ad iacendum ad comestus honestos more bonorum fideiussorum, nee ab huiusmodi cessabunt iacentia nee rece- dent, donec omnia et singula premissa ipsis preposito, decano et capitulo fnerint cum omni integritate adimpleta, omni dolo et fraude exelusis. Similiter etiam si aliquem eorundem fideiussorum ante consummationom omnium premissorum mori contigerit et nos, postquam ex tunc super hoc moniti infra mensem eque ydoneum fideiussorem qui ad premissa se obli- get non substituerimus, fideiussores superstites iacebunt et iacere vel pro so mittere tenebuntur, nt supra continetur, donec in locum defuneti vel defunetorum eque ydoneus vel ydonei subrogetur vel subrogentur. (Jetzt folgt der gewöhnliche Verzicht auf alle eticaigen Exzeptionen gegen die Erfüllimg der Bedingungen, dann heisst es weiter:) In quorum omnium et singu- lorum fidem robur et testimonium nos abbas et conventus predicti sigilla nostra ex certa nostra scientia una cum sigillo honesti viri domini Brunonis plebani de Arwilre presentibus duximus apponendum. Nos etiam fideiussores predicti pro- testamur, nos ut dictum est in solidum super promissis et sin- gulis erga eosdem prepositum, decanum et capitiüum obligasse, renunciantes expresse omnibus exceptionibus et defensionibus iuris et facti, que nobis contra premissa possent prodesse. Nos, qui propria habuimus sigilla nostra, ceteri vero sigillum domini Schevardi de Rode militis presentibus apposuimus et impetravimus apponi et content! sumus etiam pro nobis sigillis abbatis et conventus predictorum. Nos etiam prepositus, deca- nus et capitulum ecclesie s. Gereonis predicte nomine nostro et ecclesie nostre omnia et singula premissa vera esse profi- tentes et ad solutionem sex carratarum vini eidem magistro [Theoderico] seu cui hoc commiserit sub penis pactis conditio- nibus et conventionibus ac terminis super hoc prefinitis ad dies vite ipsius magistri faciendam nos et ecclesiam nostram iuxta tenorem instrumenti predicti inter ipsos abbatem et conven- tum et ipsum magistrum exinde confecti, ut dictum est, fide super hoc prestita obligamus per presentes, nolentes per huiusmodi contractum inter nos ex una parte et dictum abbatem — 203 — et conventum ex altera, ut dictum est, initum et conventiones inter nos habitas ipsi magistro seu cui hoc commiserit in iure suo quod habet in pensiono sex carratarum vini predicti, et suo instrumcnto cum suis conditionibus et penis insertis super hoc ut dictum est confecto et sigillis quondam opiscopi Leo- diensis necnon et abbatis et conventus Rodensis sigillato pre- iudicium aliquod generari, protestantes, quod, dicto magistro Theoderico viam universe carnis ingresso, prefati abbas et conventus Rodensis omnino liberi sunt et erunt ex tunc in antea a solutione pensionis dictarum marcarum et sex carratarum vini, quas nobis a dicto magistro Theoderico solvere consuevonmt et eo ipso eadom possessio marcarum et vini ad ipsos abbatem et conventum libere devolventur et sunt roversa. In cuius rei testimonium et firmitatem sigillum eccle- sie nostre presentibus duximus apponendum. Actum et datum a. d. mill. duc. nonag. secundo, feria sexta ante festum s. Thome apostoli. R. B. fol. 51 a-53 a. ] ) Lies „octo", wie sich aus der hernach angegebenen Totalsumme ergibt und auch schon eine alte Hand am Rande der Copie eingetragen hat; der Copist hat VIII für XIII verlesen. — 2 ) Hier also == niederd. „Deich" in der abgeleiteten Bedeutung „Canal" ; Ducange hat diese Bedeutung von „ripa" nicht. — 3 ) So ist jedenfalls zu lesen statt des in der Copie stehendon „Bullenaheym" ; gemeint ist Büllesheim. — 4 ) Lies: „audient et poterunt." — 5 ) Lies: „auso", was dann wieder für „audito" steht, wie vorher „aude- bunt" für „audient". 195.— 1300, Mai 8., erklären der Abt Heinrich und der Coiwent von Prüm, dass sie an den durch das Kapitel von S. Gereon von der Abtei Klosterrath gekauften Gütern zu Ahrweiler keinerlei Rechte haben. Universis presentes litteras visuris Henricus permissione divina abbas totusque conventus monasterii Prumiensis ordinis s. Benedicti, Treverensis dyocesis, notitiam in perpetuum veritatis. Notum esse volumus, quod nos in vineis, molendinis et ceteris bonis, que abbas et conventus Rodensis, Leodiensis dyocesis, in opido Arwilre et in confinio venerabilibus viris decano et — 204 — capitulo ecclesie s. Gereonis in Colonia pro puro allodio ven- diderunt nichil iuris nobis et monasterio nostro vel dominii competore recognoscimus per presentes, sigillis nostris in robnr et testimonium sigillatas. Datum a. d. rnill. trecentesimo, dominica qua cantatur Cantate. Original im Kgl. Staatsarchiv zu Düsseldorf; die beiden Siegel — des Abts und des Convents — hängen wenig verletzt an, ersteres in grünem, letzteres in weissgelbem Wachs. — R. B. fol. 65 a. — Die Urkunde wurde bereits hier eingerückt, weil sie ihrem Inhalte nach zu n. 194 gehört. 190.— 1292, Dez. 20. Die AebUssin Hedwig von S. Maria im Kapital präsentiert dem Archidiakon W. den Domkanonich Heinrich von Wickerode für die durch die freiwillige Resignation des Propstes W. von S. Gereon vakante Pfarrstelle zu Korschenhrokh. Honorabili viro . . W(icboldo) Dei gracia maiori in Colonia decano et archidiaco (!) seil eius vices gerenti Hadewigis per- missione divina abbatissa eccle s. Marie in capitolio Col. reverenciam in Omnibus ac honorem. Ad ecclam de Kirsmich vacantem ex libera resignacione venerabilis viri . . W(erneri) prepi eccle s. Gereonis in Colonia, cuius presentacio ad nos dinoscitur pertinere, Henricum de Wickerode canonicum maioris eccle Col. vobis testimonio presentium presentamus, rogantes quatenus ipsum ad eandem admittere dignemini ac investire de eadem cum sollempnitatibus debitis et consuetis. Datum a. d. MCC nonagesimo secundo in vigilia b. Thome apostoli. Original mit Siegel (in weissem Wachs) in S. Gereon. 197.— 1294, April 26. Der Dechaut und das Kapitel von S. Gereon fügen der kleinen unzureichenden Pfründe, welche der Priester-Vicar Guntram für einen Altaristen der Krypta gestiftet hat, zur Verbesserung noch eine Baderpfründe bei. In nomine domini amen. Universis pr. 1. v. s. aud. deca- nus totumque capitulum ecclesie s. Gereonis Coloniensis in perpetuum notitiam veritatis. Cum dilectus in Christo Gun- — 205 — tramus, presbiter vicarius in ecclesia nostra, zelo domus dei affectus quandam prebendulam sacerdotalem ad duo altaria, in medio cripte ecclesie nostre constructa, initiaverit et sacer- doti in eisdem altaribus domino servituro stipendia susten- tationis et competentiam debitam ex suis non potnerit ad ple- num facultätibus procurare, et tarnen in hiis fecerit posse suum, et nichilominus ad emendationein dicte prebendule annum gratie et cetera bona sua mobilia, qne in morte sua debitis suis solutis et familie, que sibi servivit, satisfacto — su- perinventa et relicta ab eodem fuerint, deputanda duxerit et leganda — nos pio desiderio dicti Guntrami succurrere cupientes, ut sacordos dicta duo altaria officiaturus possit comodius sustentari et nobiscum Omnibus tarn diurnis quam nocturnis horis et divinis offlciis, prima tarnen et officio defunctorum exceptis, quo tempore missam in altero suorum altarium cele- braliit, intersit et teneatur ex nunc in antea interesse, pre- bendam olim balneatoris vacantem ex libera resignatione Florekini plebani de Erple obtinentis eandem eidem prebende initiate et dictis duobus altaribus perpetuo et indissolubiliter cum suo onere duximus annectendam et annectimus de com- tnuni cpnsensu nostrorum omnium et cellerarii nostri per pre- sentes, ita quod huiusmodi prebendule sacerdos in choro et correctione nostro subsit decano, in aliis vero cellerario nostro pro tempore existenti pareat, et omnia facere teneatur ad que dicta prebenda et cetere consimiles prebende dicte „huschenoissen" sunt obligate et hactenus facere consueve- runt, collatione tarnen dicte prebende apud decanum ecclesie nostre residente. Et ut hec perpetuo rata permaneant ecclesie nostre ac domini Godefridi de Wivelchoven, decani nostri, sigillis presens instrumentum fecimus communiri. Datum a. d. mill. duc. nonag. quarto, feria secunda post dominicam Quasi- modogeniti. R. B. fol. 100a—b. — Eine Hand des vorigen Jh. hat zugeschrieben: „Fundatio vicariae S. Crueis." 198.— 1295 April 18. Der Official der kölnischen Curie bekundet, dass vor ihm Hermann, der Sohn Ditmar's von Lachern, — 206 — erklärt hat, dass er die von dem Grafen von Geldern lehenrührige Vogtei Büderich dem Kapitel von S. Gereon verkauft hat. Universis presentes litteras inspecturis Officialis curie Coloniensis salutem et cognoscere veritatem. Noveritis, quod constitutus coram nobis Hermannus filius Dytmari de Laichem confitebatur publice et recognovit se vendidisse legittime titulo venditionis pro certo pretio, de quo sibi confitebatur esse satisfactum, advocatiam de Büderich cum omnibus suis iuribus et attinentiis, que habebat in eadem quoquo modo, honora- bilibus viris decano et capitulo ecclesie s. Gereonis in Colonia, renuntians omni iuri ad opus eorundem decani et capituli, quod sibi competere poterat in advocatia predicta ex nunc in antea, omni fraude et dolo penitus exclusis, promittens so- lempni stipulatione interveniente eisdem decano et capitulo (et) eorum procuratori, quod dictam advocatiam cum suis per- tinentiis, quam asseruit moveri a nobili viro domino comite Gelrensi, eisdem decano et capitulo coram eodem comite prout moris est resignabit, quandocunque ex parte dictorum decani et capituli super eodem idem Hermannus fuerit requisitus. In cuius rei testimonium presentibus litteris ad petitionem ipsius hoc sigillum officialitatis curie Coloniensis duximus apponen- dum. Actum a. d. mill. duc. nonag. quinto in crastino domi- nice Misericordia Domini presentibus magistro Hermanno sigilli- fero nostro, magistro Wernero, Henrico de Ysenburg, Henrico de Gelria et Iohanne de gladio advocatis et clericis curie nostre. R. B. fol. 90 a. 199.— 1295, Oktober 31. Die Äbtissin Blitildis und der ganze Convent des Cistercienserinnen-Klosters „s. Marie de pratis" (Ben- den bei Brühl) melden den Offieiälen von S. Gereon, dass sie den Kölnischen Bürgern Everard Gyr und seiner Frau einen jährlichen Zins von 14 Schillingen und 8 Denaren verkauft haben; der Zins lastete auf einem Hause des Johann van der Baden und 4 anstossenden Häusern, gelegen zwischen der alten und der neuen „Erenporz" in der Parochie und Jurisdiction der genannten Öfficialen; diese werden gebeten, die genannten Eheleute nach dem Rechtsbrauch neben jenen — 207 — Zins zu schreiben. Die Urkunde wurde, versehen mit den 2 Siegeln des Klosters und des Abtes von Altenberg als des Vorgesetzen der Schwestern, den erwähnten Schöffen 1 ) und Officialen übergeben. Original im Archiv von S.'Gereon; beide Siegel sind abgerissen. ! ) Oben war aber nur „offioiales" gesagt; hier steht auch „scabini". 200.- 1296, Febr. 9. im Vatikan. - P. Bonifaz VIII. „Licentia percipiendi fructus in absentia. Dilccto filio Ilenrico de Virnelmrgh canonico ecclesie s. Gereonis Col., consan- guineo et capellano carissimi in Christo filii Adolphi regis Romanorum illustris." „Quanto maioris.....Possit, precibus regis Romanorum, suorum beneficiorum omnes redditus, eiusdem regis insistens obsequiis, percipere nee ad residentiam teneatur. Datum Romae apud s. Petrum, V idus februarii, anno seeundo. kus Fron „Les registres de Boniface YIII", n. 1203. 201.— 1296, Mai 18., im Vatikan. P. Bonifaz VIII an Heinrich von Virnebnrgh. „Eximie devotionis." — Ei reservatur canonicatus cum prebenda vacans aut proximo vacaturus in eccla cathedrali Treverensi seu quavis alia ecclarum civitatis vel diocesis Treverensis, non obstantibus canonicatibus, quos in s. Gereonis Col. et s. Florini in Confluentia, s. Severi Mo- nasteriensis in Menevelt et de Castro Monasteriensi in Eyliia (sie!) ecelis, Trev. et Col. diocesium, ac ecelis, quas in Bel- miche et in Portiche noscitur obtinere, salvo quod omnino dimittat oandem ecclam in Portiche. — Datum Rome apud S. Petrum XV. kal. iunii, anno seeundo. Aus Prou „Les registres de Boniface VIII", n. 1201. — 208 — 202.— 1296, September 28., bekundet der Bischof Hugo von Lattich, dass mit Einwilligung seines Vorgängers Johannes der. Abt Cono und der Conoent von Klosterratli, um ihre drückende Schuldenlast erleichtern zu können, der Kirche S. Gereon und gewissen anderen Personen 140 Mark jährlicher Einkünfte von Gütern („usque ad centum et qnadragintamarchatasterre reddituumannuorum L ) verkauft haben, und dass er, Hugo, auf den Rat des die Verhältnisse kennenden. Abtes von S. Jacob in Lüttich, hierzu seine Zustimmung gegeben habe. „Datum a. d. MCC nonagesimo sexto, in vigilia b. Michaelis archangeli." R. B. fol. 89 b. — Gedruckt nach dem Original bei Franquinet, Oor- konden van Klooaterrade 50, 42. 203.— 1296, October 22. Die durch das Kapitel von S. Gereon und den Ritter Ecerharcl von Hoingen erwählten Schiedsrichter Heinrich Kanonich von S. G. und Gerard Pastor von S. Christoph weisen die Forderungen, welche E. als früherer Meier des dem Kapitel gehörigen Hofes zu Monheim cm dieses gestellt hatte, grösstenteils zurück, bestimmen jedoch, dass das Kapitel an E. aus Erkenntlichkeil und zur vollen Schadloshaltung 20 mr. zahlen solle. Universis preseates litteras visnris et audituris Henricus de Virneburg canonicus ecclesie s. Gereonis et Gerardus ple- banus s. Christoibri in Colonia cognoscere veritatem. Notum esse volumus, quod — cum inter venerabiles viros decanum et capitulum ecclesie s. Gereonis predicte ex una parte et Everhardum dictum de Hoingen militem ex altera super eo, quod idem E. miles olim villicus ecclesie prefate apud Mun- heym asserit, de Septem potestatibus secandi ligna in communi nemore spectante ad homines curtis ecclesie predicte apud Munheym quinque huiusmodi potestatum ad se hactenus per- tinuisse et se et suos in possessione huiusmodi quinque potestatum fuisse, item quod sexaginta iornales vel circa terre arabilis qui olim dicebantur „mistlant" seu „heydakker" siti in campis de Munheym ad ipsum et suos heredes occasione cuiusdam privilegii sigillis prepositi et ecclesie s. Gereonis prefate sigillati debeant pertinere, item quod domum quandam infra aream curtis ecclesie s. Gereonis apud Munheym per — 209 — . ipsum E. et suos edificatam sub annuo censu ipsi curti ex conventione super hoc facta annuatim solvendo ipse E. et sui successores de iure debeant obtinere, item quod decimam curtis de Boimberg sitam infra limites parrochie de Munheym spectantis ad monasterium abbatis et conventus s. Cornelii fndensis, quam curtem cum agris sibi attinentibus asserit a solutione decime curti ecclesie s. Gereonis predicte prestande liberam et immunem ad se et suos successores ratione dicti monasterii pertinere, ipsique decanus et capitulum e converso protestantes [quinque potestates ligna] secandi, sexaginta ior- nales, decimam de Boimberg et domum prefatas ad se et ecclesiam suam hactenus pertinuisse et de iure pertinere asse- verent, suborta esset materia questionis — tandein in nos tan- quam arbitros arbitratores seu amicabiles compositores sub pena ducentarum marcarum parti nostram pronunciationem servanti a parte non servante solvendarum et sub periculo cause compromiserunt et compromittunt simpliciter et de piano, ita quod, quiccunque [!] nos ambo vel alter nostrum, habens ab altero potestatem super hoc, super premissis ordinaverimus seu ordinaverit, pronunciaverimus seu pronunciaverit, per viam iuris vel pacis, die feriato vel non feriato, stando seu sedendo, in scriptis vel sine scriptis, iuris ordine servato vel non servato, ipse partes hincinde inviolabiliter observabunt, alioquin pars con- traveniens causam amittet et committet penam predictam parti non contravenienti solvendam. Nos igitur huiusmodi compro- misso in nos recepto super articulis predictis omnibus et sin- gulis, inquisita et examinata veritate diligenter, in nomine domini ordinamus et pronunciamus prefatos sexaginta iornales olim dictos „mistlant" seu „heidakker" necnon Septem potestates predictas ad prefatos decanum et capitulum et eorum curtem apud Munheim pertinere et de iure pertinere debere, et ipsum Everhardum debere restituere ligna seu valorem eorum, que in dictis potestatibus seu aliqua eorundum secuit a tempore, quo desiit esse villicus ecclesie memorate, ad gra- tiam tarnen Werneri de Virneburg canonici dicte ecclesie s. Gereonis officiati curtis de Munheym predicte. Item ordinamus et pronuntiamus, quod curtis de Boimberg de se et agris suis sitis infra limites parrochie de Munheim decimam curti ecclesie s. Gereonis apud Munheim solvere teneatur et lo — 210 — debet, donec abbas et conventus monasterii s. Cornelii pre- dicti doceant et probent, prodictos curtem et agros suos ab huiusmodi liberos et immunes. Ilem ordinamus et pronun- ciamus domum edificatam in area curtis ecclesie s. Gereonis sitam apud Munheym, de qua fit mensio (!) supra, ad ipsos decanum et capitulum et curtem eorum apud Munheym per- tinere et de iure pertinere debere, ipsi Everhardo et suis heredibus super hoc silentium imponentes, ita tarnen quod ratione structure circa eam facte eandem domum tribus annis continue sequentibus nomine dicti curtis de Munheim teneat et possideat sub censu quolibet anno duodecim Coloniensium denariorum et ex tunc dicto Wernero officiato ipsam domum assignet liberam, vacuam et solutam, nisi idem Wernerus oam sibi ad annos locare voluerit ampliores. Item ordinamus et pronunciamus, quod domini decanus et capitulum s. Gereonis predicti ex gratia pro obsequiis ipsis ab eodem Everhardo impensis et impcndendis et in recompensationem expensarum, si quas fecit circa emendationem dictorum sexaginta iorna- lium, dent ipsi E. infra festum b. Andree proximum viginti marcas Col. den., et quod ipsi Everhardus et sui heredes coram iuratis et hyemannis et in curia Munheim et alias, ubi fuerint requisiti, iuri, si quod habuerunt vel habent in dictis sexaginta iornalibus, et omnibus aliis supradictis per nostram pronunciationem ei et suis heredibus abiudicatis et ipsis decano et capitulo adiudicatis, renuncient et effestucent infra festum b. Martini instantis, et restituant infra eundem terminum s. Martini eisdem decano et capitulo litteras et instrumenta, quas et que habent super sexaginta iornalibus memoratis. Et premissa omnia et singula sub penis predictis precipimus a partibus hincinde inviolabiliter observari. Qua pronunciatione facta tarn nos decanos et capitulum pro nobis ex una parte, quam nos Everhardus predictus pro nobis et successoribus nostris ex altera, confitentes nos hincinde in dominum Ilenricum et pres- biterum predictos sub penis et conditionibus prefatis prout supra continetur, voluntarie consensisse et consentire et supra- scriptas ipsorum ordinationem et pronunciationem ratas habere, tarn nos Henricus et plebanus s. Christofori arbitri predicti, quam nos decanus et capitulum quam etiam nos Everardus prefati sigilla nostra in testimonium presentibus duximus — 211 — apponenda. Ordinatum, pronunciatum et datum XI kal. No- vembris, a. d. mill. duc. nonag. sexto. R. B. fol. 106 a-107 a. 204.— 1297, März 26. Rutger von Brenipt und Sohn Rabodo verkaufen dem Domkapitel für 90 Brabanter Mark vor den Schöffen zu Krüchten 4 Mark 30 Den. (1 M = 12 Sek), 5 Mltr. Hafer und 10 Hühner jährlicher Einkünfte von Gütern zu Krüchten, Bracht, Born und anderwärts. Für die hinsichtlich dieser Einkünfte in Jahr und Tag zu leistende Gewähr haften die Verkäufer selbst, Herr Arnold von Barne, Kan. von S. G., Rutger's Sohn Dietrich, Rutger's Brudersohn Johann von Oirsbecke und Wilhelm Drinzil, welche sich edle verpflichten — sofern die Gewähr nicht voll geleistet wird — Eiii- lager zu halten in einer ehrbaren Herberge zu Elint. Die Urk. ist gedruckt bei L. Korth, Der älteste Kartular des Kölner Doinstifts, p. 264. 205.— 1297, April 22. Die Pröpste, Dechanten und Kapitel vom Dom, von Kanten, von S. Gereon, S. Kunibert, S. Andreas, S. Aposteln, Mariengraden, S. Georg, von Rees und von Soest, sowie die Aebte und Convente der Klöster S. Pantaleon und S. Martin zu Köln, S. Heribert zu Deutz, S. Nicolaus zu Brauweiler und S. Nicolaus zu Siegburg bekunden, dass sie — weil zu ihren Tagen die kirchlichen Personen und Güter überall und besonders in der Stadt Köln unerträglichen Ungerechtigkeiten und Bedrückungen ausgesetzt sind und Niemand da ist, der ihnen Schutz bietet — unter gegenseitig geleisteten Eidschivüren zu Ehren Gottes der h. Jungfrau Maria, des h. Petrus und der andern Apostel, der hh. 3 Magier und ihrer Patrone sowie aller Heiligen einen Liebesbund geschlossen haben, um vereint die Rechte und Freiheilen ihrer Kirchen zu wahren; hierbei wollen sie durchaus nicht die Autorität des Erzb. verletzen, hoffen im Gegenteil, dass dieser ihren Bund aufrecht halten werde. Jeder, der in Zukunft in ein Stift oder ein Kloster des Bundes aufgenommen werden icill, soll zuerst diesen Bund beschworen müssen, und kein — 212 — Cleriker, mag er nun Vogt sein oder nicht, solle ein Beneßcium in ihren Kirchen haben, wenn er sich dem Bunde widersetzt. Zu Vorstehern des Bundes bestimmen sie den Dompropst Conrad von Berg, den Domdechunt Wickebold, den Afterdechant, den Chorbischof, den Scholaster und die Diaconen der Domkirche, bezüglich deren Nachfolger, ferner die vorgenannten Aebte, und je zwei Mitglieder der genannten Kapitel, welche diese jedesmal auf ein Jahr wählen sollen. „Datum a. d. millesimo ducentesimo nonagesimo septimo, in vigüia b. Georgii." Angehängt wurde das „sigillum unionis cleri Coloniensis." Gedruckt aus dem R. 13. dos Apostelstiftes im Kölner Stadtarohiv boi E. Quellen III, 426—430. — Im Archiv von S. Gereon befindet sich eine officielle Copie vom IG. April 1310 mit folgendem Eingange: „Noverint universi presens scriptum visuri et audituri, quod hec est copia unionis honorabilium virorum dominorum prelatorum, priorum et totius cleri eccleBiarum et mona- steriorum civitatis et dyocesis Coloniensis. In nomine Domini etc." Am Schlüsse steht: „In quorum omnium testimonium sigillum unionis prodicto presentibus litteris est appensum. Actum, transsumptum et copiatum feria quinta que est in cena domini, anno nativitatis eiusdem null. trec. nono." Das Siegel ist fast ganz abgerissen. — Gemäss dieser Copie sind im Druck namentlich folgende Fehler zu verbessern: p. 428 1. 16 lies: potorit, 1. 20 lies: „et in comp. on. laboruin et expensarum", p. 430 1. 15 lies: ex nunc, 1. 18 lies: „C. d. M. prep., Wickeb. dec. archidyaconos", 1. 23 lies: „duxe- rimus". Ueber den Vorrang des Domkapitels heben wir noch folgende Stelle wörtlich aus: „salvis in . . . omnibus . . . absque diminutione . . qualibet ven. viris prep., dec. et capitulo maioris ecclesie Col. . . . iuribus ... et consuetudinibus super reverentia et recursu ab aliis et in aliis ecclesiis uni- versis civitatis et dyocesis Col. ac a personis earundem ecclesiarum omnibus et singulis ab antiquo . . . observatis; . . . salvis similiter iuribus consuetudinibus ... et privilegiis nobis . . . supradiotis ab ipso capitulo maioris ecclesie caritative observatis temporibus retroactis." Die Urkunde ist auch gedruckt bei Kessel, Antiquitates eccle s. Martini mai. Col. p. 282—3. „ex antiquo apographo." 206.— 1297, September 22. Theoderich, Herr von Volmen- stein verlauscht in seinem, seiner lebenden Frau Cunegundis und seiner Kinder erster und zweiter Ehe Interesse an den Propst, den Dechant und das Kapitel von S. Gereon ein Ällod, nämlich seinen Hof bei Carweiler mit dem zugehörigen Weinland („terra vineata"), nämlich 12 Morgen bei Carweiler, 8 / 4 Morgen bei Wadenheim und l j i Morgen am — 213 — Thore der Stadt Ahrweiler, ivelche Weingärten an gewisse Bauern für die Hälfte des Ertrages verpachtet sind; auch gehören zu dem Allod einige Zinsen an Wein, Getreide und Geld. Dahingegen erhält Th. von S. Gereon einen Hof mit den zugehörigen Gütern zu „Braseklen" in der Pfarrei Schwelm, wie das in einer besondern Urkunde ausführlicher gesagt wurde; der Meier zu Braseklen, der noch von S. Gereon angestellt ist, soll in seinem Amte und in seinen Einkünften verbleihen, so lange er lebt. Da Heinrich, der älteste Sohn des Th., in der Fremde ist, so hat er nicht mit seiner Mutter und seinen Geschwistern seine Einwilligung zu dem Tausch geben können; dass dies nachträglich geschehe, dafür wird Th. sorgen. Ferner (nos Tlieodericus) „promisimus ipsa bona (apud Carwilre) ipsis dominis disbrigare et eosdem ab omni impetitione cniuslibet relevare infra annum et diem, ac insuper eos warandizare, quod predicta bona sint libera et allodialia, tanto tempore, quo hoc fieri est debitum et consue- tum; adhibitis hiis omnibus testimonio et solempnitate iudicis et hominum terre, familie et hominum dicte curtis de Carwilre et aliorum fidedignorum ad hoc rogatorum ac vocatorum prout hoc in alienatione liberi allodii conservari consuevit." Weiter heisst es: „Super quibus omnibus et singulis . . . adimplendis constituimus eisdem dominis nos Theodericum tarn principalem quam fideiussorem, necnon nobiles viros Theodericum dominum de Bruke, Adolphum canonicum Coloniensem et Walramum rectorem ecclesie de Molinheym fratres ipsius domini de Bruke necnon Bernhardum de Steynhus et Theodericum dictum Molych, castrensem de Volmutzsteyne, milites, ac Winema- rum dictum Husman in solidum fideiussores, obligantes se (u. s. w. wie gewöhnlich; erforderlichen falls sollen die Worthalter Einlager leisten zu Monheim; ist einer von ihnen daran durch Not verhindert, so soll er sich vertreten lassen durch einen Standesgenossen, also z. B. ein Ritter durch einen Ritter. Die verpflichteten Personen haben ihre Siegel angehängt, bezüglich; insofern sie kein Siegel führten, den Grafen Everhard von der Mark gebeten, das seinige für sie anzuhängen.) Datum et actum incarnationis dominice a. null. duc. nonag. septimo, decimo kal. Octobris. Nach dem R. B. fol. 103b—J04 a. — Bei Laoomblet II, 575, 976 ist die Urkunde im Auszuge gedruckt; die dort nicht mitgeteilten Stellen haben wir zum teil oben dem "Wortlaut nach ausgehoben. — 214 — 207 __ 1298, September. Engelbert Mageretli und seine Frau verkaufen an das Kapitel von S. Gereon ein Allod von 20 Morgen Ackerland, gelegen in der Flur Barrenstein (bei Oeckhoven), für 52 mr. Die Verkäufer haben dann das Gut in Erbpacht zurückerhallen gegen einen jährlichen Zins von 8 Malter Weizen. I. n. d. a. Univ. pr. litt. vis. et audituris Engelbertus dictns Magereth et Berta eius uxor legittima, parrochiani in Udin- choven, in perpetuam notitiam veritatis. Notum esse volumus, quod nos viginti iornales terre arabilis puri allodii nostri sitos in campis Barensteyde eiusdem parrochie, quorum iurnalium tres siti sunt sub uno sulco inter nemus de Udinchoven et agros Hermanni cellerarii; item quatuor contingunt in nno ordine viam, qua itur de curte dicta Vornuvere (?) versus Barensteyde; item duo et dimidius iacent inter agros domi- celli de Brughe iuxta vicum qui ducit versus Sulburgh; item octo iornales cum dimidio iacent iuxta nemus quod dicitur Heyde; item unus iacet retro istos octo iurnales versus Wolf- kulen et unus iacet apud dictum nemus, iusto venditionis et omptionis titulo intorveniente vendidimus et vendimus vene- rabilibus viris dominis decano et capitulo ecclesie s. Goreonis Coloniensis ac Iohanni dicto de Staylburg eorum concanonico pro • quinquaginta duabus marcis Col. den. nobis ab eisdem numeratis traditis et solutis, effestucantes et supraportantes et transferentes allodiatos, prout moris est patrie, in strata publica oosdem ad manus ipsorum einentium in presentia domicelli de Bruke, comitis de Kessele et eius schabinornm apud Barensteyden infrascriptorum, et constituentes eosdem veros dominos et possessores eorundem bonorum. Quibus sie actis eidem domini et Iohannes eosdem iornales exposuerunt et locaverunt nobis et heredibus nostris coram dictis domicello et schabinis et nos ipsos reeepimus ab eisdem in emphiteosi seu annua et perpetua pensione octo maldrorum tritici Col. meusure melioris prope ad unum den. Col. assignandorum eisdem super granarium ecclesie predicte annis singulis infra festum s. Remigii nostris et heredum nostrorum laboribus, peri- culis et expensis, nullo casu fortuito per deum aut hominem contingente nos et heredes nostros valente ab huiusmodi solu- tione pensionis excusare, sub hac conditione et pena: quod si huiusmodi solutio per nos et nostros heredes usque ad — 215 — festum omnium sanctorum protracta fuerit, ex tunc statim eo ipso prefati viginti iornales ad ipsos dominos et Iohannem ljbere revertuntur et sunt reversi, et poterunt ipsi omptoros de eisdera tamquam de bonis propriis ipsorum se intromittere et auctoritato propria possessionem eorundem agrornm capere efingredi et suam de eisdem facere et disponere voluntatem, alicuius contradictione non obstanto. Condictum est otiam, quod nee nos nee heredes nostri huiusmodi viginti iornales, quamdiu ipsos snb nobis aut se habnerimus aut habnerint, poterimns nee poterunt in plures heredes distringere vel divi- dere, sod apud unum remanebunt heredem, Promisimus etiara super premisso contractu prefatis emptoribus dobitam et con- suetam prestare et facere warandiam et ab omni iusta impe- ütione relevare eosdem et disbrigare. Acta sunt hec coram ipso domino comite et Kunomanno l ), Gobelino, Gerlaco, Hen- rico filio dicte Rumissuino l ), et Lamberto schabinis ipsius ac universitate hominum ville Barensteyde. In quorum omnium testimonium et perpotuam firmitatem impetravimus et obtinui- rmis presontos ipsius domini comitis et officialis curie Colo- niensis sigillis communiri, obligantes nos et heredes nostros ad premissorum observantiam cogi si opus fuerit ecclesiasticam per censuram. Et nos comes recognoscentes premissa coram nobis acta esse, et nos officialis ad petitionem eorundem con- iugtun sigilla nostra presentibus duximus apponenda. Datum a. d. mill. duc. nonag. oetavo, mense Septembri. R. B. fol. 68b-69 a. !) Vielleicht ist Kimcm. und Rim. zu lesen; auch sind die Buchstaben K und R nicht ganz sicher zu unterscheiden. 208__ 1299, September 26. Ritter Schevard von (Herzogenoder Me- ?) Rode, Beamter des Herzogs von Brabant bekundet, dass Wilhelm Pule von den zu dem S. Gereonischen Hofe Langenache gehörigen, in seinem Besitze befindlichen Gütern den Herren 3 Morgen gegen einen Zins von 8 Schillingen frei überlassen hat, und dass er ausserdem von jenen Gütern an Johann von Stalburg, Canoniker von — 216 — S. Gereon ungefähr 16 Morgen für 30 Mark und 10 Schillinge verkauft hat. Universis presentes litteras visuris seu audituris. Schevar- dus de Rode miles officiatus domini ducis Brabantie notitiara veritatis. Notum esse volumus, quod — cum Wilhelmus dictus Pule et Leyfmodis eins uxor legitima una cum Bela sorore ipsius Wilhelmi pensionarii et censuales essent dominorum decani et capituli ecclesie s. Gereonis Coloniensis ratione bonorum immobilium, que tenuerunt et tenent de curte ipsorum dominorum sita apud Langenaggin — divisione et partitione super huiusmodi inter ipsos coniugos ex una parte et dictam Belam ex altera in presentia nostra et hyemannorum et familio dicte curtis de consensu ipsarum partium rite factis, ipsi con- iuges de parte huiusmodi bonorum sibi remanente dederunt et remiserunt libere ipsis dominis pro octo solidis Col. den., quos annuo et perpetuo ipsi domini in memoriam olim magistri Theoderici de gradibus solvendos emerant erga ipsos, tres iornales terre arabilis sitos iuxta agros Iohannis de Kalden- berg et prope sedecim iornales dominorum ipsorum; cunique iidem coniuges oppressi foront onere debitorum, vendiderunt de prefatis bonis sibi remanentibus, accedente precedente et subsequente ad hoc consensu ipsorum dominorum et domini Hugonis de Bure obedientiarii dicte curtis, et effestucatione legittima dictorum coniugum liberorum et heredum ipsorum, lohanni dicto de Stalburg canonico ipsius ecclesie pro triginta marcis et decem solidis Col. den. ipsis coniugibus numeratis traditis et solutis quindecim iornales tria quartana et novem virgas terre arabilis; quorum iornalium duo vel circa iacent iuxta Septem iornales ipsorum dominorum et dimidius iuxta agros eorundem apud Langenaggin, item duo vel circa prope iornales Iohannis de Kaldenberg, duo iornales cum dimidio vel circa prope agros filiorum Helene, unus cum dimidio vel circa iuxta agros Sophie domicelle, duo cum dimidio prope areas de Langenaggin, unus vel circa prope agros Gerlaci de Langenaggin, unus vel circa iuxta Mayre, unus vel circa inter agros dicte Sophie et duo vel circa prope unum iornalem Franconis fratris dicti Moyrkin, de quibus quindecim iornalibus tribus quartariis et novem virgis solventur dominis predictis annuo [!] quatuor maldra et tria sumberina minus uno quartali — 217 — partim tritici et partim siliginis nomine annue pensionis defal- cande annuatim et perpetuo de summa pensionis quindecim maldrorum similis bladi, quam iidem coniuges et Bola predicta de prefatis bonis integris existentibus solvere consuerunt. Item condictum est et conventum inter partes, quod ipsi coniuges et eorum heredes et successores in curte et bonis, que adhuc tenent apud Langenaggin ab ipsis dominis, solvent et facient omnia et singula iura et servitia et curmedas, que de ipsis bonis integris existentibus fieri consueverunt et solvi, et ibunt pro ipsis dominis et Iohanne et eius successoribus ad „ringe et dinge" et in hiis et aliis supplebunt vices eorum, prefato Iohanne et eius successoribus ab Omnibus huiusmodi iuribus et servitiis omnino liberis et exemptis. Promiserunt insuper et obligaverunt ipsi coniuges se et eorum successores in curte et huiusmodi bonis, quod si ullo unquam tempore aliquis verus coheres ipsorum coniugum in huiusmodi bonis venerit vel comparaverit') et ipsos dominos et Iohannem in promissis impetierit, ipsi coniuges efficient suis laboribus et expensis, quod huiusmodi impetitio conquiescet omnino; alioquin ipsi domini et Johannes seu quibus commiserint se intromittent auctoritate propria de curte et omnibus bonis, que iidem coniuges vel eorum successores tenent de curte et dominis me- moratis. Quibus actis predictus lohannes prefatos quindecim iornales cum mensuris excrescentibus concessit obedientiario dicte curtis sub annua et perpetua pensione quinque maldrorum et unius sumberini tritici Coloniensis mensure melioris prope ad unum denarium ipsi Iohanni vel cui commiserit Colo- niam, nullo obstante casu fortuito, super granarium ubi volu- erit ante festum s. Remigii perpetuo annis singulis assignanda; alioquin ipsi quindecim iornales cum predictis mensuris ad ipsum Iohannem, vel cui commiserit, libere sunt reversi, et de eis suam faciet voluntatem, salva pensione predicta debita de eisdem dominis et curti predictis; et nichilominus ipse obedientiarius tenebitur satisfacere ipsi Iohanni vel cui commiserit de pensione ipsis detenta, prout hec omnia et singula coram nobis et hyemannis et familia curtis predicte solemp- niter et rite sunt acta. In cuius rei testimonium et perpetuam firmitatem sigillum nostrum presentibus duximus apponendum una cum sigillis domini Hugonis predicti necnon plebani de — 218 — Carpena a. d. mill. duc. nonag. nono in vigilia beatorum Cosme et Damiani. R. B. fol. 110b-lila. ') Es ist wohl „oomparuerit" zu lesen. 209.— 1300, Januar, tkiin Heinrich von Hör rem und seine Frau Sophia kund, elass von ihnen das Kapitel von S. Gereon und die Testamentsvollstrecker des verstorbenen Albert von Dollendorf, behufs einer Stiftung für die Seelenruhe des letztern, gekauft haben den Hof „zum Pütz" in Golzheim nebst 49 l l 2 Morgen Ackerland und einer Holzberechtigung. In nomine domini amen. TTniversis ad quos presentes littero porvenerint Ilenricus de Horheym, natus olim Wolberti de Horheym militis, Sophia eius uxor legitima ac eorum liberi et heredes in perpotuum notitiam veritas (!). Notum esse volumus, qnod, iusto emptionis et venditionis titulo interveniere, venerabilis viri . . decanus et capitulum ecclesie s. Gereonis Coloniensis ac manufideles olim Alberti de Dollin- dorp in remedium anime ipsius emerunt erga nos curtem nostram cum area et edifieiis -suis dietam ad puteum, sitam in villa Godelsheym iuxta puteum ibidem, cum potestate et imu- nitate, quam habuimus in nemus dictum Burgene, neenon qua- draginta novem et dimidium iornales quemlibet mensure quin- que virgarum terre arabilis dicte Mulre, iacentes in parrochia Godelsheym iuxta villulam sive curtes nominatas ITuppilling- heym sitos quasi sub uno sulco, ex una parte versus Godelsheym prope agros conventus de Weynowe et cuiusdam femine Alveradis nomine, ex altera parte versus Eschwilre iuxta agros Theoderici apud monticulum dictum Mulre, ad percus- sionem iaculi de balista. Quam curtem et iornales cum eorum attinentiis insimul ipsis emptoribus pro puro allodio et a pre- statione deeimarum quarumeunque et ab omni onere et ser- vitio libera et exempta, preter duo sumberina avene annuatim de huiusmodi communitate nemoris debita, vendidimus et ven- dimus pro centum et septuaginta tribus rnarcis et tribus solidis — 219 — Col. den. nobis integraliter ex parte ipsorum emptorum nume- ratis traditis et solutis et per nos in usus nostros conversis. Preterea huiusmodi bona sie vendita ipsis emptoribus allo- diabimus more solito et consueto, quod „versolin" dicitur in strata piüdica apud Godelsheym coram iudice loci et scabinis de Hoynkirgin et iustitia seculari sub qua huiusmodi bona comprehenduntar, ipsaquo supraportavimus et supraportamus effestueavimus eteffestucamuset transferimus in eosdem. Quibus etiam ab ipso iudice mandatus est bannus et pax super bonis predictis. Insuper promisimus et promittimus eisdem omnera iustam impetitionem deponcre in huiusmodi bonis usque ad tempus super bonis allodialibus seeundum morem patrie de- bitum et consuetum, certis super hoc fideiussoribus ipsis positis et statutis. Preterea obligamus nos et liberos ac hcredes nostros ex nunc in futurum, quod si ullo unquam tempore compertum fuerit, curtem aut iornales predictos aut deeimam eorundem non esse purum allodium aut alicui aliquo iure vel servitio obligatos, nos, liberi nostri et heredes nostri in solidum ipsis emptoribus obligationem hniusmodi nostris deponemus exponsis et rosarciemus et tenebimur deponere et resarcire; ad quod nos, liberos et heredes nostros per efflcialem curie Coloniensis arbitramur et eligimus cogi censura ecclesiastica et compelli. Renunciantes exceptioni non numerate peeunie, non tradite, non sohlte, sollempnitati iuris et consuetudinibus patrie in premissis forte non per omnia observatis et omnibus aliis exceptionibus et defensionibus utriusque iuris que nobis liberis et heredibus nostris in posterum prodesse contra pre- missa vel aliquod eorundem valerent. In cuius rei robur et testimonium et perpetuam firmitatem sigilla . . Officialis Coloniensis, . . scabinorum predictorum neenon Theoderici Flecconis nlilitis, patris mei Sophie predicte apponi impetravimus ad presentes. Nos vero officialis predictus ad petitionem dictorum coniugum nomine liberorum et heredum eorum sigillum curie Coloniensis duximus presentibus apponendum. Nos etiam scabini predicti protestantes premissa omnia et singula coram iudice et iustitia predictis et nobis acta fore, prout superius continetur. Et nos Theodericus Flecco miles predictus ad expressum consensum et petitionem eorundem coniugum, liberorum et heredum eorundem sigillis nostris presentes duximus — 220 — roborandas. Actum et datum mense lanuario, a. d. mill. duc. nonag. nono. Nach dem Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel des Th. Flekke hängt noch an, es zeigt auf dem dreieckigen Schilde 8 an dem Rande Gehende Nagelköpfe: am obern Rande zählt man 3, an beiden Seitenrändern 4' dieümschrift lautet: S.TH.FLECR0NS(?)EL(?)0LEY MILIT ; ist etwa zu lesen: „Th. Flecron.de Tholey?" Sicher steht da „Flecro" und nicht „Flecco". - Die beiden andern Siegel sind abgerissen. — R. B. fol. 20b —21a. 210.— 13U0, Februar. Ritter Heinrich von „Immühusen" (Immenhausen hei Meschede ?) nebst Frau und Kinder, sowie seine Schwester Elisabeth, Wittwe des Gotlschalk von „Birsmich" 1 ) nebst Kindern bekunden, dass sie ihr Erbe zu Jüchen, ein Allod von 153 Morgen dem Kapitel oon S. Gereon zu 3 mr. für den Morgen verkauft haben. In nomine domini amen. TIniversis presentes litteras vi- snris et audituris Ilenricus de Immilhnsen miles, Uda eius uxor legitima, Iohannes, Gerhardus, Henricus, Methildis, Demudis, Guda et Cilia eorum liberi et heredes, neenon Elisabeth relicta olim Godescalci de Birsmich militis, soror predicti Henrici, eiusqne Elis. liberi et heredes videlicet Arnoldus, Gerardus, Methildis, Eydelindis, et Cnnegundis in perpetuum notitiam veritatis. Notum esse volumus, quod cum nos Henricus et Elysabeth predicti haboremus apud Kelsenbergh in parrochia de Ingginde aream et circa centum et quinquaginta tres ior- nales terre arabilis relictos nobis a parentibus nostris, quorum iornalium octoginta sex et dimidius iacent sub uno sulco iuxta villam Kelsenbergh, ineipientes ab area ipsius Henrici retro versus lugginde, item circa quatuordeeim iornales iacent secus viam, que ducit Gladebagh, inter agros conventus s. Cläre Nussiensis, item unus inter agros Cunradi de pasculo et agros Gobelini scabini de lugginde, item dimidius apud ipsum Cun- radum, item circa quatuor iornales inter villam dietam Schane et agros s. Cläre predicte et Erbertum de Schane, item circa quatuor iornales inter viam que ducit lugginde et relictam Reynardi de Kelsenbergh, item circa quinque iornales cum dimidio inter agros Iohannis de Niderhove, item dimidius ior- nalis inter agros filii Galli et pratum, item circa sex iornales et dimidium a prato ultra viam et inter Henricum de puteo, — 221 — item circa quatuor iornales et dimidium inter agros domini Cunradi de Hoven et H. de puteo predictum et fratres de Hane, item circa decem et novem iornales inter prefatum H. de puteo et loh. de Kelsenbergh et puellas de Genadendale, item pratum et agri attinentes continent circa sex iornales divi- sione et partitione huiusmodi bonorum per communes (?) nostros consanguineos et amicos inter nos facta. Nos Henricus, Uda et liberi nostri predicti centum et tres iornales connumerata dicta area nobis cedentes et nos Elysabeth ac eius liberi pre- nominati quinquaginta iornales nobis ex huiusmodi partitione cedentes pro puro et vero allodio iusto venditionis et emptio- nis tytulo interveniere vendidimus videlicet quomlibot iorna- lem pro tribus marcis Coloniensibus denariorum usualium in pagamento argenteo venerabilibus viris dominis decano et capitulo ecclesie s. Gereonis Coloniensis, de quorum denariorum summa in pagamento predicto nobis hincinde cuilibet parti nostrum pro portione sua confitemur in parata et nume- rata pecunia esse plenarie per ipsos dominos satisfactum, propter quod in strata publica coram iustitia seculari et sca- binis apud Iugginde prefatos iornales et bona, prout moris ipsis dominis allodiavimus supraportavimus et ad opus eorum efl'estucavimus et libere transtulimus et ex nunc in antea trans- ferimus cum omnis iuris plenitudine in eosdem, protestantes nichil iuris nobis hincinde aut nostris successoribus competere vel remanere de cetero in ipsis bonis. Item promittimus eisdem emptoribus de prefatis bonis quod sint purum allodium tanto tempore prestare et facere warandiam, quantum secundum morem patrie de bonis allodialibus fieri warandia consuevit, et nichilominus omnes iustas impetitiones deponere et debitam ac consuetam effestucationem omni-) qui tenentur procurare fieri infra annum et diem. Item si aliquis consanguineorum nostrorum hincinde se potiorem ad huiusmodi bona emenda vel reemenda aut repetenda a dictis emptoribus Opponent vel offerret, nos hincinde, videlicet quelibet pars pro portione sua, Oppositionen! huiusmodi ipsis dominis, nostris laboribus et ex- pensis, deponemus, ipsos in hoc omnimodo indempnes conser- vando. Preterea nos Henricus specialiter ipsis dominis promittimus et ad hoc nos obligamus, quod quamprimum a pere- grinatione, quam sine protractione facere nos oportet, domino — 222 — coticedente redierimns prefatam effestucationem dictorum bonorum innovabimus et faciemus ad opus ipsorum ementium ubi et quotiens ex parte ipsorum fuerimus requisiti. Item tarn nos Henricus et eius uxor, quam ego Elysabeth pro- mittimus et ad hoc nos obligamus pro liberis nostris hincinde minoribus, qui adhuc ad etatem legittimam minime pervene- runt, quod quamprimum iidem minores legittimam etatem attigerint, prefatas venditiones et translationes huiusmodi bonorum dominis factas gratas habebunt et ratas et effestucabunt de novo nee contra huiusmodi contractum venient ullo unquam tempore, ingenio sive causa. Super quibus Omnibus et sin- gulis fldeliter adimplondis et obsorvandis nos Henricus, eius uxor ac nostri liberi predicti pro hobis discretos viros Gerhar- dum de Nyvenheym, Iohannem de Kelsenbergh, Hennannum Wrode, Hennannum de Lyvendale, Henricum de Gevenich, Iohannem de Molendino, Wilhelmum de Caminata et Reynar- dum Harst et ego Elysabeth ac eius liberi prefati Gervasium de Iloenstade, Zilmannum de Nuerade et Reynardum de Reels- hoven pro nobis ipsis dominis in solidum constituimus fide- iussores; qui fide super hoc prestita corporali se obligaverunt et obligant tali conditione, quod — si premissa omnia et singula ipsis dominis non fuerint adimpleta et observata aut aliqua super huiusmodi bonis impetitio vel oppositio eis mota — fide- iussores nostri partium seu partis premissa non observantium nee adimplentium, non observantis seu non adimplentis, aut occasione quarum aut cuius huiusmodi impetitio seu oppositio mota fuerit, moniti ex parte ipsorum dominorum intraljunt Coloniam ad iacendum more bonorum fideiussorum in uno honesto hospitio ipsis per ipsos dominos demonstrato non exituri ab eiusmodi iacentia, donec super quo moniti fuerint ipsis dominis satisfiat. Similiter aliquo dictorum fideiussorum mortuo fideiussores superstites moniti iacebunt ut supra, donec eque ydoneus seu ydonei subrogentur. Condictum est tarnen quod, si aliquis dictorum fideiussorum personaliter propter evidentem necessitatem Colonie iacere non poterit, alium bone nationis famulum cum dextrario pro se mittere poterit ad iacendum. Renunciantes hincinde expresse omnibus exce- ptionibus et defensionibus iuris et facti tarn canonici quam civilis, et specialiter exceptioni peeunie non numerate, non — 223 — tradite, non sohlte et aliis quibuscunque, que nobis possent prodesse et dictis dominis in premissis obesse. In omni autem premissorum et testium et perpetuam firmitatem nos Henricus, Uda eius uxor ac eorum liberi prenotati pro nobis sigillum nostrum, ego voro Elysabeth et eius liberi prefati, nos quoque Gerhardus de Nyvenheym, Iohannes de Kelsenbergh etc. wie oben fideiussores prenominati premissa omnia et singula vera esse rccognoscentes et nos ad ea et eorum qnodlibet apud dictos dominos pro dictis partibus hincinde ut dictum est in solidum obligasse et esse obligatos ac nichilominus renuntiasse pro nobis hincinde omnibus oxcoptionibus et defensionibus utriusque iuris quo nobis contra dictos dominos in premissis possent aliqualiter suffragari. Sigillo dominorum Wilhelmi dicti Rost et Godei'ridi de Nivenheym militum una cum communi sigillo scabinorum de Iugginde pro nobis apposuimus et apponi impetravimus ad presentes. Nos vero scabini de Iugginde premissa omnia et singula vera et coram nobis acta esse recognoscentes sigillo nostro communi, nos quoque Wilhelmus et Godefridus milites predicti sigillis nostris presentes litteras tarn ad rogatum et petitionem dictarum partium quam ipso- rum fideiussorum hincinde propria sigilla non habentium in testimonium premissorum duximus roborandas. Actum et datum mense Februario, a. d. mill. duc. nonag. nono. R. B. fol. I3a-b. ') lag bei "Wevelinghovon; vgl. Lac. III, 839, 953, wo auch ein Ritter Avuolt von Birsmich vorkommt, der mit dem Erstgeborenen Gottschalk's identisch sein kann. — -) Hier scheint etwas zu fehlen, vielleicht: „loco et ab omnibus". 211.— 1301, Januar 13., erklären der Richter und die Schöffen von Jüchen, dass Elisabeth, Wittice des Bitters Gottschalk von Birsmich dem Kapitel von S. Gereon ihren Hof und ihr Land zu Kelzen- berg (bei Jüchen), im Ganzen 50 Morgen (vgl. vorige Urkunde) verkauft und übertragen hat, sowie dass Gerhard von Nievenheim und die andern, welche zur Zeit des Ferkaufs das betreffende Gut gerichtlich mit Beschlag hatten legen lassen, auf ihren Einspruch verzichtet haben. Das Siegel der Schöffen wurde angehängt. „Datum a. d. MCCCmo, crastino octavarum (!) epiphanie domini. Original im Düsseldorfer Staatsarohiv. Siegel abgerissen. — R. B. 14 a. — 224 — 212.— 1300, April 9. Ritter Heinrich von Immelhausen und seine Frau und Kinder verkaufen an das Kapitel von S. Gereon 1 Allodial-Hufe und 7 Morgen (im Ganzen 60 Morgen) bei Holzweiler (Kr. Erkelenz) nebst einem Jahrzins von 4 Malter Roggen für 200 mr. Auf der Hufe lastete ein Jahrzins von 1 Malter Hafer. In nomine domini amen. Universis presentes litteras visuris et audituris Henricus de Immelhusen miles, Uda uxor eins legittima, Iohannes, Gerardus, Henricus, Methildis, Demu- dis, Guda et Cilia eorum liberi et heredes in perpetuum noti- tiam veritatis. Notum esse volumus, quod nos aream et unum mansum et circa Septem iornales terre arabilis — quorum quatuor iurnalos iaccnt sub uno sulco inter aream predictam et agros Beatricis vidue de Holtzwilre in campis ville Lutzel- rode in parrochia Holtzwilre, item duodecim iacent similiter inter agros Hermanni de Heppendorp et predicte vidue, item decem inter agros predicti Hermanni et plebani de Holtzwilre, item quatuor inter Gobelinum de Holtzwilre et moniales de Dusilt, item sex inter prefatas moniales et inter moniales de Novo opere, item unus inter ipsas moniales Novi operis et Gobelinum de Rade, item decem iornales inter predictum Hermannum de Heppindorp et dictas moniales de Dusilt secus viam, que ducit de Emuntrode Kircheym, item quinque inter prefatas moniales de Dusilt et de Novo opere apud villam dictam Keyenbruch, item quatuor apud dictam villam Keyen- bruch inter terram predictarum monialium de Dusilt, item tres inter prefatum IL de Heppendorp et dictas dominas de Dusilt, per quos transit via de Emuntrode Kircheym, item unus inter dictas dominas de novo opere et Iuttam begginam — item quatuor maldra siliginis pagabilis mensure de Holtzwilre annue et perpetue pensionis solvenda de duodecim iornalibus sitis in uno sulco in parrochia de Gartzwilre et nemore dicto Keis- korff inter agros Gobelini de Rade predicti et Harperni de Holtzwilre, quorum duodecim iurnalium Hermannus dictus Bush de Emuntrode habet sex et inde solvit duo maldra siliginis, item Iohannes dictus de Godinchrode duos et inde solvit quatuor sumbrina, item filia Iohannis Butlere duos pro quatuor sumbrinis, item Yda vidua duos pro quatuor sumbrinis singulis annis in festo b. Remigii — prefatos, videlicet aream, mansum et circa septem iornales pro puro allodio, eo solum excepto, — 225 — quod de ipsis omnibus unum maldrura avene solvitur in loco, ubi ipsi agri siti sunt, singulis annis domino Zyzoni de Kerreke seu eius heredibus, et nichil aliud alicui nee pro relevatione nee de occasu, nee etiam tenentur relevari a quoquam — iusto venditionis et emptionis titulo interveniente vendidimus pro dneentis marcis Col. usualium den. minus decem et octo solidis venerabilibus viris dominis decano et capitulo eeclesie s. Ge- reonis Coloniensis, de quorum denariorum summa in paga- mento predicto nobis confitemur in parata et numerata pecu- nia esse plenarie per ipsos dominos satisfactum, propter quod in strata publica coram iustitia seculari et schabinis apud Holtzwilrc profatos iurnales et bona prout moris est ipsis dominis allodiavimus supraportavimus et ad opus eorum effestuca- vimus et libere transtulimus et ex nunc in antea transferimus cum omnis iuris plenitudine in eosdem, protestantes nichil iuris nobis aut nostris successoribus competere vel remanere de cetero in ipsis bonis. Item promittimus eisdem emptoribus de prefatis bonis quod sunt purum allodium, eo excepto quod inde unum maldrum avene solvitur ut est dictum, tanto tempore prestare et facere warandiam, quanto seeundum morem patrie de bonis allodialibus fieri warandia consuevit, et nichil- ominus omnem iustam impetitionem deponere et debitam ac consuetameffestucationem omnium,qui tenentur, procurare fieri infra annum et diem. Item si aliquis consanguineorum nostro- rum se potiorem ad huiusmodi bona emenda vel reemenda vel repetenda a dictis emptoribus opponeret vel offerret, nos oppositionem huiusmodi ipsis dominis nostris laboribus et ex- pensis deponemus, ipsos in hoc omni modo indempnes conser- vando. Preterea ipsis dominis ad hoc nos obligamus, quod, quamprimum nos Henr. pred. a peregrinatione, quam sine pro- tractione facere nos oportet, domino concedente redierimus, vel si forte huiusmodi peregrinationem revocari contingat, prefatam effestucationem dictorum bonorum innovabimus et faciemus ad opus ipsorum ementium, ubi et quotiens ex parte ipsorum fuerimus requisiti. Item promittimus et ad hoc nos obligamus pro liberis nostris iunioribus, qui adhuc ad etatem legittimam minime pervenerunt, quod, quamprimum iidem iunio- res legittimam etatem attigerint, prefatam venditionem et translationem bonorum ipsis dominis faetam ratam habebunt — 226 — et gratam et effestucabunt de novo, nee contra huiusmodi contractum venient nllo unquam tempore, ingenio sive causa. Super quibus omnibus et singulis fideliter adimplendis et obser- vandis viros discretos Zobbonera de Iggendorp, Iacobum de Hugilhoven, Stephanuni de Wennicheim et Gobelinum dictum Mulstro de Vritzheym nostros ipsis dominis in solidum eon- stituimus fideiussores. (Jetzt folgt fast wörtlich und dem Sinne nach ganz dasselbe wie in n. 210 von „qui fi.de super hoc prestita" bis „et dictis dominis in premissis obesse.") In omnium autem premissorum testimonium et perpetuam firmitatem sigillum nostrum nos qnoqtie Zobbo, Iacobus, Stephanus et Gobelinus fideiussores prenominati, premissa omnia et singula vera osse recognoscentes et nos ad ea et eorum quodlibet apud dictos dominos pro eisdem Henrico milito eius uxore ac eorum liberis, ut dictum est, in solidum obligasse et esse obligatos ac nichil- ominus remmeiasse pro nobis omnibus exceptionibus (etc. wie gewöhnlich), sigilla nobilis viri Gerardi domini de Dicka et scha- binorum de Holtzwüre, ego autem Iacobus de Hugilhoven pre- dictus meum apposuimus et apponi impetravimus ad presentes. (Folgt die Erklärung des Gerard von Dick und der Schöffen von Holzweiler, dass die Verhandlung in ihrer Gegenwart geschehen sei, und dass sie ihre Siegel angehängt haben.) Actum et dalum a. d. millesimo trecentesimo in vigilia Pasche. Original im Staatsarchiv zu Düssoldorf; die Siegel des Jacob von Hüchel- hoven und der Schöffen von Holzweiler hängen ziemlich erhalten an, die beiden andern sind abgerissen. — R. B. 92a —93a. 213.— 1300, Aug. 10. („in die b. Laurentii."). Der Official der Köln. Curie bekundet, dass Gervasius von Hochstaden vor ihm erklärt hat, namens des Bitters Heinrich v. Immelhusen und dessen Schwester Elisabeth von dem Dechant und Kapitel von S. Gereon 400 Köln. Mark zur Abtragung der 459 Mark erhalten zu haben, für welche das Kapitel von H. v. I. 153 Morgen Ackerland bei' Kelzenberg gekauft hat. Original im Staatsarchiv zu Düssoldorf: Siegel (mit Rücksiegel J hängt ziemlich erhalten an. — 227 — 214.— 1300, August. Jordanus deVolderode und Frau Beatrix, Pfarreingesessene von Alderode bekennen, dass sie den 7 Priestervikaren von S. Gereon für erhaltene 52 Köln. Mark ein Allod von 16 Morgen Ackerland verkauft haben; 10 dieser Morgen liegen in 1 Stück in der Flur Alderode „apud foveam capellani de Brughe", die anderen 6 liegen zusammen in der Flur Steymburle neben dem „Vroynacker". „Effestucantes ... et transferentes allodiatos prout moris est patrie in strata publica eosdem 16 iornales ad manus . . . ementium in pntia domicelli Walrami de Brughe comitis de Kessele et eius scabinorum apud Alderode ac . . [!] parrochianorum ibidem." Für die auf Jahr und Tag zu leistende Garantie der Allodialeigenschaft des Landes setzt er zu Bürgen sich, den Pleban Wilhelm von Alderode und noch 3 Eingesessene dieser Pfarrei, welche alle 5 sich verpflichten, eventuell in einem Gasthaus der Pfarrei S. Christoph (zu Köln) Einlager zu halten. ■ — Dann aber haben die Verkäufer die genannten 16 Morgen von den Käufern in Gegenwart der obengenannten Zeugen (Gr. von Kessel etc.) in Erbpacht erhalten gegen einen zu S. Remigius — oder jedenfalls vor Allerheiligen — zu entrichtenden Jahrzins von 8 Malter Roggen. Ifeinerlei Umstände entschuldigen die Nichterfüllung der Bedingungen, diese zieht nach sich den Heimfall des Pachtgutes. — Der Graf von Kessel und der Official der Köln. Curie haben ihr Siegel angehängt. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf; das Siegel des Grafen hängt, das des Offloials ist abgerissen. 215.— 1301. Regnard, Propst von Bonn und Archidiakon incorporiert dem Capitel von S. Gereon die Pfarre Niederbachem. Universis ad quos presentes littere pervenerint Reynar- dus d. gr. prep. Bunnensis et archid. Col. salutem in domino sempiternam. Hiis que ecclesiarum utilitatem respiciunt liben- ter adicimus robur perpetue firmitatis. Sane petitio dilecto- rum in Christo decani et capituli ecclesie s. Gereonis in Co- lonia nobis exhibita continebat, quod redditus et proventus ecclesie sue pred. propter guerrarum discrimina, rapinas, in- cendia et hostiles incursus et diversas subventiones et procu- rationes eis annis preteritis impositas adeo sunt facti hiis tem- — 228 — poribus tenues et exiles, quod persone ibidem ad serviendum domino institute exinde in perpetuum, prout decet honestatem personarum earundem et prout ab olim consuetura fuerat, non poterunt commode sustentari. Quare ipsi nobis humiliter sup- plicarunt, quatenus propter deum et causas suprad. redditus et proventus ecclesie in Bagheym nostri archidiaconatus, in qua ipsi ius patronatus optinere dinoscuntur, ad sustentationera fratrum, reservata congrua portione rectori ecclesie predicte pro tempore, assignare et deputare dignaremur. Nos igitur inquisita super hiis diligenti [!] veritate, quia dictas causas veras esse invenimus, ipsas quoad premissa sufficientes esse et canonicas reputamus ac ideo eorundem decani et capituli iustis precibus inclinati facimus, ordinamus et statuimus, ac de nostra voluntate procedit, ut ipsi redditus et proventus ecclesie in Bagheym pred. ex nunc in antea ad sustentationem fratrum et canonicorum dicte ecclesie s. Gereonis in suos usus et ecclesie sue predicte convertant, habeant et percipiant, salva et assignata portione competenti et sufficienti de redditibus eius- dem ecclesie rectori ipsius, ita quod idem rector exinde possit commode hospitalitates servare et iura archidiaconorum et decanorum et cetera onera ipsi et ecclesie sue nunc et in posterum imminentia convenienter valeat sustinere, que etiam omnia ex nunc in antea faciet et sustinebit et ad eadem tene- bitur. Ecclesia vero pred. vacante iidem decanus et capitulum personam ydoneam nobis seu successori nostro ad eandem presentabunt instituendam que in officio et ordine sacerdotali in dicta ecclesia facere tenebitur residentiam personalem et providebit in luminaribus ecclesiis in Bagheym et Bergheym expensis suis. Insuper portiones reddituum et proventuum, quibus rector eiusdem pro tempore in perpetuum erit con- tentus, quas ipsi accedente ad hoc consensu et voluntate ex- pressa dictorum decani et capituli determinamus, quas etiam portiones inquisita super hoc diligentius veritate sufficientes et canonicas reputamus, tales sunt: Decima totius bladi ville et agrorum de Girmirstorp necnon decima minuta ibidem; item apud Bagheym unus et dimidius iornalis terre vineatc et decima eiusdem terre; item ibidem unus et dimidius iornalis nemoris; item oblationes et synodi ecclesiarum de Bagheym et Bergheym; item cerocensuales ad easdem ecclesias — 229 — spectantes; item una carrata decimalis vini, que annis singulis solvetur et assignabitur ipsi rectori de torculari apud Bagheym decani et capituli predictorum. In cuius rei testimonium sigil- him nostrum presentibus duximus apponendum. Datum et actum a. d. MCCC primo. R. B. fol. 12 b. 216.— 1301, Mai 7. Der Ofßcial der Köln. Curie bekundet, dass Ritter Conrad von Hoven vor ihm erklärt hat, ein Allod von 7 Morgen und ein Lehn von 30 Morgen — von welchem ein Jahrzins von 5 Schillingen an die Xantener Kirche zu zahlen ist — an den Vikar von S. Gereon und dessen Nachfolger in der Vikarie gegen erhaltene 46 Köln. Mark verkauft zu haben; Ritter C. hat dabei versprochen, dass er, seine Gemahlin und seine Erben vor dem Bevollmächtigten des Xantener Stiftes das „Lehen" übertragen („effestucare" etc.) werden; auch werden dieselben sowohl das Lehen als das Allod auf erhaltene Aufforderung übertragen. Als Bürgen der Garantie werden ausser Conrad selbst aufgestellt Gervasius von Scephoven und Heinrich, Sohn Ritter Heinrich's von Eggenrode, welche sich verpflichten, vorkommen- denfalls zu Köln Einlager zu leisten. Angehängt wurde das Siegel des Officialats. Original mit erhaltenem Siegel im Staatsarchiv zu Düsseldorf. (Nach einer alten Aufschrift handelt es sioh in der Urkunde um die S. Gereonische Vikarie S. Crucis.J 217.— 1301, Mai 18. („in oetava ascensionis Dni"). Der Dechant und das Kapitel von Xanten bekunden, dass sie das in der Flur Barensteyden gelegene aus ehoa 30 Morgen Ackerland, einer Hofstatt und Zubehör bestehende „Leyn", welches zuletzt Ritter Conrad von Hoven gegen einen Jahrzins von 5 Schillingen in Pacht gehabt hatte, nun mit Einwilligung des Ritters Conrad gegen denselben Jahrzins dem Johann von Heyse, Vikar an S. Gereon, und dessen Nachfolgern in der Vikarie auf ewig überlassen haben; tritt ein neuer — 230 — Vikar das „Leyn" an, so hat er für die Uebertragung desselben den doppelten Zins zu zahlen. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf; das Siegel (der Xantener Kirche) ist abgerissen. 218.— 1301, Mai 10. Johann Herzog von Brabant beauftragt seinen Getreuen, den Bitter Schevard von Bode, des Herzogs Streit mit dem Kapitel von S. Gereon über eine Mühle bei Ottenheim zu beendigen. Iohannes d. gr. dux Lothringie, Brabantie et Limburgensis domino Schevardo de Rode militi suo fideli salutem et omne bonum. Causam calumpnie que vertitur inter vos ex parte nostra et venerabilis viros decanum et capitulum ecclesie s. Gereonis Col., ut puto super certis redditibus cuiusdam molendini siti apud curtem de Ottenem dictorum decani et capituli, quod quidem molendinum ad nostrum asserimus feo- dum pertinere, vestre discretionis discussioni committimus in- quirendam fideliter et ex parte nostra terminandam, volentes ut super ea rationabiliter discutiatis et faciatis ex parte nostra, vocatis super hoc evocandis, quicquid videritis de iure facien- dum. Raturn enim habemus atque gratum id quod feceritis ex parte nostra super eo. Datum Traiecti in vigilia ascen- sionis domini anno eiusdem millesimo trecentesimo primo. R. B. fol. 122 b. 219.— 1301, Mai 25. (in die b. Urbani mart.) Bitter Gottfried von Nieeenheim und Frau Gertrud verkaufen mit Einwilligimg ihrer 10 genannten Kinder (unter denen als der erste der Priester Conrad, Pleban zu Löoenich erwähnt wird) der Detdschordenscom- mende zu Coblenz u. a. alle ihre zu Orken, Pf. Elsen, gelegenen Güter, welche sie bisher von dem Kapitel von S. Gereon gegen einen Jahrzins von 5 Schillingen weniger 5 Denaren und einem Malter Hafer zu Lehen gehabt haben. Gedruckt Lac. III, 9. (In der Ueberschrift ist das Datum unrichtig angegeben, und statt „Köln" war „Coblenz" zu setzen." — 231 — 220.— 1301, Odober 29. Der Burggraf und 3 Schöffen von Kerpen bekunden, dass die 7 Priester vicarien von S. Gereon 4 Morgen Ackerland mit 12 inr. gekauft und gegen einen Jahrzins von 2 M.Hr. Roggen vererbpachtet haben. Universis . . . Nos lohannes de Scheyvart dnus de Rade burggravius de Carpena, Nosque Hermannus dictus Gose, Her- mannus dictus klusencr, lohannes filins Leveradis, Everwinns filius . . dicti Rnggenbroyt et Gerardus dictus Bonus scabini Carpinenses notum facimus et testamur, quod constituti propter hoc coram nobis Winricus rufus conscabinus noster, Paza eius uxor et Arnoldus d. Scotte ac eorum liberi et heredes con- fessi sunt et recognoverunt se vendidisse et vendiderunt Septem Sacerdotibus perpetuis vicariis eccle s. Gereonis Col. ementibus erga ipsos 4 iornales t. ar., qui sunt purum allo- dium ipsorum, iacentes supra villam Brügge, vergentes ex utraque parte super agros quondam Hermanni d. Grin in par- rochia Carpen. pro 12 marcis Col. usu. den. ipsis numeratis, traditis et assignatis, et eosdem 4 iornales et omne ius suum, quod in eis habuerunt vel visi sunt habuisse, in eosdem sacer- dotes transtulerunt effestucarunt et supraportaverunt in strata publica, ut est moris patrie, simpliciter et de piano, promit- tentes eisdem emptoribus facere et prestare warandiam et omnera iustam impetitionem deponere et disbrigare ab omni nomine, et constituentes ipsis sacerdotibus Godescalcum scul- tetum dnorum s. Gereonis apud Langenagge et Arnoldum Scotte pred. fideiussores in solidum, qui flde prestita promiserunt, quod — si ipsis sacerdotibus super dictis iornalibus aliqua iusta questio seu impetitio mota fuerit et pred. venditores huiusm. non deposuerint eis — dicti fideiussores moniti ex parte dicto- rum sacerdotum intrabunt Coloniam in hospitium ipsos demonstrandum ad iacendum, donec huiusm. impetitio ipsis fuerit deposita, nullatenus exituri. Quibus rite peractis Godescalcus scultetus de Langenagge pred., procurator dictorum sacerdotum, habens ab ipsis super hoc speciale mandatum et pote- statem, huiusm. 4 iornales locavit et concessit nomine ipsorum presbiterorum et ad opus eorundem in presentia nostra Til- manno d. de Brügge, Hille eius uxori et eorum heredibus recipientibus ipsos ab eodem nomine dictorum sacerdotum in emphitheosi seu annua et perpetua pensione 2 maldrorum — 232 — siliginis pagabilis mensure Col. melioris prope ad unutn den. CoL, et elegerunt coram nobis prefati Tilmannus, Hilla et eorum heredes et sponte arbitrati sunt, quod nee prohibitio euiuseunque maioris vel minoris, nee sterilitas, incendium, commune bellum, hostilitas et breviter nullus casus euiuseunque infortunü per deum, hominem aut homines contingentis ipsos a solntione dictorum 2 maldrorum siliginis aliquatenus excusare poterit vel debebit, quin singulis annis in perpetuiitn in festo b. Remigii aut infra 2 septimanas proximo sequentes huiusm. 2 maldra siliginis pred. sacerdotibus Coloniam infra parrochiam s. Christofori super eorum granarium, quo volue- rint, assignabunt suis laboribus, periculis et expensis; sub tali conditione et pena, quod, si hoc non fecerint infra dictum ter- mintim, ex tunc statim ex ipsa omissione solvendi dicti 4 ior- nales, prout tunc iacebunt, ad ipsos sacerdotes libere rever- tuntur et sunt reversi, et ipsi presbiteri de ipsis suam facient voluntatem, alieuius contradictione non obstante, et nichilomi- nus pred. Tilmannus ac Hilla et eorum heredes prefatis sacerdotibus de huiusm. pensione detenta satisfacere tenebuntur. In omnium premissorum testim. et perp. firmitatem haben auf Bitten des Winrich etc. als auch des Tilmann etc. Johann v. Rode sein und die gen. Schöffen ihr gemeins. Schöffensiegel angehängt. „A. d. mill. trec. primo, crastino sanetorum Symonis et lüde." Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Die beiden Siegel sind wohl erhalten. Das ovale „S. Iohis Schefart de Rode" zeigt auf dem dreieckigen Schilde 4 verticale Balken. Das dreieckige „S. iudicis et scabino- rum de Carpena" zeigt in dem untern Drittel seines ebenfalls dreieckigen Schildes die 4 verticalen Balken des vorgenannten Siegels, der übrige obere Teil ist durch eine verticale Linie in 2 Hälften geteilt, von welchen jede einen nach rechts springenden Leoparden zeigt, der nur mit dem linken Hinterfusse den Boden berührt; der linke Leopard trägt eine dreizackige Krone- und einen zwei-gespaltenen Schweif, der vordere hat einen einfachen Schweif und keine Krone (Limburgisches "Wappen?). 221.— 1302, Februar 5., bekunden die 7 Priestervikare von S. Gereon, dass Friedrich und Bruno, die Söhne Friedrichs von Stessa und von dessen Frau Hadeivig, von ihnen bisher eine Hof statte nebst Haus auf dem alten Walle gegenüber der Kirche Maria Äblass gegen — 233 — einen Jahrsins von 2 Schillingen und 2 Hühnern gehabt haben; dass dieselben jetzt den Hof mit ihrer Einwilligung an den Weber Hermann, den Beggarden, gegen einen Jahrzins von 18 Schillingen und dem genannten an die Vikare zu zahlenden Zins vererbpachtet haben; dass Hermann den Zaun zwischen dem Hofe und dem benachbarten, ebenfalls den 7 Priestern gehörigen Hofe zu unterhalten hat; dass endlich jeder neue Besitzer sich den Hof durch die Vikare übertragen lassen muss, wobei letztere jedesmal wieder (ausser dem Jahrzins) 2 Schillinge und 2 Hühner als Receptionsgebühr zu beanspruchen haben, „A. d. MCCC primo feria secunda proxima post puri- ficationem b. Marie virginis." Nach dem Original im Arohiv von S. Gereon. JDas Gemeinsiegel der 7 Priester ist nur noch teilweise erhalten. 222-— 1302, April 13. Das Kapitel von S. Gereon bekundet, dass G. v. Lachern eine Schenkung gemacht hat zu Gunsten der von Gun- tram gestifteten Vicarie (zum h. Kreuz). Universis presentes litteras inspecturis decanus et capi- tulnm ecclesie s. Gereonis Col. notitiam veritatis. Notum esse volumus, quod Gerardus dictus de Lacheym habens preben- dam vineatoris in ecclesia nostra confessus est et recognovit, se pro remedio anime sue et parentum suorum sextam partem bonorum in Walde et Dursdaile, quam propriis suis denariis comparavit, donatione inter vivos dedisse et obtulisse, dare et offerre perpetuo ad emendationem stipendii et prebende initiate olim per Guntramum vicarium dicte ecclesie s. Gereonis, reservato tarnen ipsi Gerardo in dicta sexta parte bonorum usufructu ... In cuius rei testimonium sigillum capituli ecclesie nostre, quo utimur ad causas, presentibus duximus apponendum. Datum a. d. mill. tric. primo, feria sexta post dominicam qua cantatur Iudica. Original im Düsseldorfer Staatsarchiv; Siegel verletzt. — R. B. 113 a. 223.— 1302, Dezember 11. Tilmann von Barrenstein erhält von der Vicarie Guntram's (in S. Gereon) c. 37 Morgen bei Barr. — 234 — in Erbpacht; für jeden Morgen beträgt der jährliche Zins i l 2 Mltr. Roggen. Nos Tilmannus de Barensteyden et Hildegundis uxor eins legittima notum facimns universis, qnod — cum in campis ville de Barensteyden parrochie de Udenchoven sita sint tria „leyn" terre arabilis, quotlibet [!] iacens pro triginta iornalibus, minus tarnen ut creditur continent, unum ab ecclesia Xanctensi, secundum ab ecclesia_s. Cecilio Col., tertinm vero a_ capella domini de Bruche dependens et spectans, habentes l ) simul communem curtem cum ediliciis suis sitam in eadem villa de Barensteyden, et consueta coli et teneri ab uno cultore et possessore et adhuc penitus indistincta — nos nnum de pre- dictis „leyn" cum parte aree sibi compotentis, movens a dicta ecclesia Xanctensi et concessum ab eadem iure hereditario vicario et vicarie que dicitur Guntrami in ecclesia s. Gereonis Col., ab eodem vicario in emphitheosi seu perpetua pensione quatuordecim maldrorum siliginis melioris prope ad unum de- narium Col. recepimus et recipimus pro nobis et nostris succes- soribus tali conditioni: si compertum fuerit, dictum leyn plus quam viginti octo iornales continere, quod de quolibet ultra- iornali solvemus dimidium maldrum siliginis eidem vicario et huiusmodi pensionem eidem assignabimus singulis annis nostris et successorum nostrorum laboribus periculis et expensis, in die b. Remigii in curtem ecclesie s. Gereonis Col. apud Udenchoven sub mensura ibidem usuali et consueta et cum qua dicta curtis recipit suas pensiones, nullo casu fortuito per deum aut hominem contingente nos vel successores nostros excusare valente. Item pro nobis et dictis successoribus recepimus et recipimus ab eodem vicario in emphitheosi septem iornales puri allodii ipsius vicarie sitos in eisdem campis, quorum tres iornales penes agros Wilhelmi militis dicti Rost, quos transit via que ducit de Barensteyden Bruche, quinque quartalia penes agros Tilmanni de Herkenbusch, tria quartalia que tan- gunt viam que ducit Barensteyden Alderoyde iuxta tria quartalia Irmendrudis de Alderoyde, unus iurnalis penes iurnalem Tilmanni monachi, quem transit via que ducit Sulburg, et unus iurnalis penes villam Barensteyden apud terras Everardi de Ambele continentur, de quorum quolibet iornali dimidium maldrum siliginis . . , tenebimur assignare (Bedingungen ivie oben) — 235 — tali pacto et pena adiectis, quod, si predictas pensiones .... conditionibus predictis non assignaverimus seu nostri succes- sores non assignaverint, statim eo ipso cecidimus et cadimus, cediderunt et cadunt ab omni iure ... in omnibns . . bonis predictis ex tunc in antea mox ad ipsam vicariam . . libere devolutis, et nichilominus tenobimur ad pensionem detentam . . .; quo omnia et singula elegimus et eligimus et confitemur coram nostro domino Walramo de Kessele doraino de Bruche necnon coram officiali curie CoL, nt ipse dominus noster de Bruche et eius successores per appositionem brachii secularis in res et personas nostras et officialis predictus per censuram ecclesiasticam nos et successores nostros ad observationem premissorem compellant, quorum sigilla ad presentes nostras quia propria non habemus, in robur et testimonium presen- tibus [sunt] appensa. (Folgen die entsprechenden Erklärungen desW. Herrn von Grevenbroich und des Offickds der köln. Curie.) Datum et actum a. d. mill. troc. secundo, tertio ydus Decembris presen- tibus magistro Petro de Estate et Theodorico de Burna milite. R. B. fol. 65 a. ] ) Lies: habontia. 224.— 1303, Februar 2. („in f. purificationis b. Marie virg. a. d. 1302") bekunden die Kölnischen Bürger Gobelin Scillinc und Frau Hadewig, dass sie mit Einstimmung der 7 Priestervicare von S. Gereon der Jungfer Mechtildis gen. von Bergerhusen und deren Erben auf 13 Jahre verpachtet haben ein Haus mit Hof, gelegen in der „ Vresingassen versus Vresinporzen". Mechtilde hat dafür namens des G. Sc. an die 7 Priester jährlich eine Pacht von 5 Köln. Schillingen zu zahlen und zwar an zwei angegebenen Terminen jedesmal die Hälfte; 4 Wochen darf ein Termin ohne Strafe überschritten werden. Den genannten Jahrzins von 5 Schillingen werden die 7 Priester abrechnen von den 9 x / 2 Schillingen, die sie jährlich wegen 2 Häuser von G. Sc. zu beziehen haben. Ist Mechtildis in der Zahlung des Zinses säumig, so fällt das Haus (mit der ZahlungspMcht) an G. Sc. zurück. Ist G. Sc. in der Zahlimg seines (noch übrigen) Zinses säu- — 236 — mig, so fällt das Haus nach den 13 Jahren an die 7 Priester zurück, — Angehängt wurde das Siegel der 7 Priester. Nach dem Original in S. Gereon. Siegel abgerissen. 225.— 1304, Juni 23. Heinrich oon Schauenburg, Propst von S. G., bekundet, dass die Stadt Goblenz ihm eine Jahrrente von 20 Mark zugesichert hat, und dass er dafür Coblenzer Bürger geworden ist, und namentlich versprochen hat, der Stadt nötigenfalls bei einer Fehde mit 10 wohl ausgerüsteten Reitern zu Hilfe zu kommen. Universis . . . nos Henricus de Schowenburg prepus eccle s. Gereonis in Colonia notum esse cupimus . . . quod nos — in- tendentes ad opidum Confluentie et viros honestos ibidem opidanos nos civiliter in perpetuum connodari, ad quod ipsorum merita probitatis nos indueunt— ipsis omnibus et singulis — quia causa coneivilitatis nobis et post mortem nostram seniori heredi nro masculino redditus 20 marcarum den. ibidem usualium annuis singulis in festo Nat. Dni deputaverunt fore assignan- dos — promittimus tamquam verus et certus opidanus fideliter assistere consilio auxilio et favore . . ., promittentes etiam, cum necesse habuerint in opido pred., et cum requisiti fuerimus ab eisdem, ipsis cum 10 viris, armis et dextrariis bene munitis, in auxilium venire et usque ad determinationem seu finem litis non recedere, ita quod septimanatim, discordia durante, nobis 5 marcas den. pred. ad expensas ministrabunt; promittimus nichilominus ipsos opidanos iuvare fideliter, ac ipsos si necesse fuerit contra suos inimicos in nris munitionibus intrando et exeundo manutenere et defendere sub ipsorum sumptibus et expensis. Poterunt etiam iidem opidani cum 200 marcis den. pred. a dictis redditibus se absolvere penitus et quitare; quibus persolutis nos vel nr heres ipsas in consimiles redditus in dicto opido vel confinibus eiusdem convertemus seu con- vertetur ab ipsis, et in perpetuum erimus ibidem opidani cum conditionibus supradictis. In quorum omnium testimonium et perpetuam firmitatem sigillum nrum duximus presentibus appo- nendum. Actum et datum in vigilia b. Iohannis Bapt. a. D. MCCC quarto. Aus dem Original im Coblenzer Staatsarchiv. Siegel abgeschnitten, — 237 — 226.— 1304, Dezember 22. Die Edelfrau Wice Luthardis von Vernich und ihre Kinder erklären, dass sie von dem Vernicher Wald bei Swist jährlich einen Zins von 3 l j 3 Mltr. l ) Weizen an das Kapitel von 8. Gereon zu zahlen haben. Universis presentis litteras visuris nos Luthardis nobilis matrona relicta quondam Hermanni domini de Vernich et eius liberi notum esse volumus et testamur, quod antecessores nostri domini de Vernich et nos tenebantur et tenemur sol- vere et assignare honorabilibus viris dominis decano et capi- tulo ecclesie s. Gereonis in Colonia singulis annis nomine annue pensionis quartum dimidium maldrum tritici pagabilis de ne- more de Zuist, quod vocatur nemus de Vernich, et huiusmodi pensionem promittimus nos et nostros successores de cetero soluturos eisdem dominis singulis annis in festo b. Remigii. In cuius rei testimonium sigillum honorabilis viri domini Her- mani de Rennemberg subdecani Coloniensis presentibus impe- travimus apponi. (Folgt die betreffende Erklärung des H. de R.) Actum et datum a. d. mill. tric. quarto, crastino b. Thome apostoli. E. B. fol. 84 a. ! ) Das heisst doch wohl „quartum dimidium?" Wörtlich soll es gewiss sein = .viertehalb 0 . 227.— 1305, Mai 9. Der Ofßcial der köln. Curie erklärt, dass Tilmann der Sohn des verst. Schultheissen von Deutz vor ihm gerichtlich anerkannt hat, dass er dem Kapitel von S. Gereon von 2 Hufen eine jährl. Pacht von 1 Mark zu zahlen habe, und dass er die noch schuldige Pacht (12 mr.) in 2 bestimmten Terminen nachzahlen müsse. Officialis capituli Coloniensis. Constitutis propter hoc in nostra presentia et in figura iudicii Tilmanno nato et seniori nunc filio quondam schulteti Tuitiensis, Hermanno de Keldenich etHenrico de Kucheim, commorantibus et parrochianis inTuitio, prefatus Tilmannus sponte recognovit et publice protestatio est, progenitores suos et se hactenus habuisse habere et tenere a venerabilibus viris decano et capitulo ecclesie s. Gereonis — 238 — Col. circa duos mansos terre tam arabilis quam paludinose sitos prope Hachusen et Brughe solventes annuatirn ipsi ecclesie s. Gereonis nomine annui et perpetui census unam marcam Col. den. in festo b. Martini et nichilominus de morte posses- soris ipsorum duorum mansorum curmedam viventem et ins receptionis consuetum, quem censum confessus est progeni- tores predictos et se tanto tempore detinuisse et subtraxisse, quod ratione huiusmodi census subtracti ipsis decano et capi- tulo et manet debitor in duodecim marcis Col. den., quas ipsis stipulatione legittima interposita solvere pro una medietate infra festum b. Bartholomaei ap. proximum et pro altera infra festum penthecostes anni proximi sequentis, lide in manus nostras prestita promisit et promittit, constituens eisdem super huiusmodi solutione modo dicto facienda prefatos Hermannum et Henricum secum principali et fideiussore in solidum con- fideiussores, tali conditione quod, si ipse Tilmannus aliquo dic- torum terminorum in solutione predicta facienda defecerit vel cessaverit, ipsi tam Tilmannus quam Hermannus et Henricus super hoc ex parte dicte ecclesiae moniti intrabunt pariter hospitium Ulrici dicti Wolff in Tuitio ad iacendum ibi ad ho- nestos comestus more bonorum fideiussorum, tamdiu iacondo et comedendo ibidem donec, super quo moniti fuerint, ipsi ecclesie fuerit integraliter satisfactum. (Hermann und Heinrich haben auch diese Verpflichtung anerkannt), que omnia et singula precipimus ipsis recognitoribus et confessis sub pena excom- municationis et fide prestita inviolabiliter observare. Acta pre- sentibus Iohanne dicto de Stailburg canonico, Ludowico dicto Vul- prume, vicario ecclesie predicte, magistro Henrico de Ysenburg advocato et pluribus aliis notariis curie Col. a. d. mill. trec. quinto crastino dominice Iubilate. R. B. fol. 125 b. 228.— 1305, Juli 28. (V kl. Augusti), compromitlieren der Edelmann Gerard Herr von Blankenheim, seine Frau Ir. und deren Kinder einerseits, sowie der Dechant und das Kapitel der Kirche S. Gereon andererseits „simpliciter et de piano, de alto et de basso" auf Heinrich von Kerpen Propst von S. Gereon und W. Herr — 239 — von Manderscheid, so dass diese den wegen einer oder mehrerer zu Ahrweiler gelegenen Mulden zwischen den 2 Parteien schwebenden Streit, der durch (in den Mühlen?) entstandenen Brand verwickelter geworden war, endgültig schlichten sollten. Nimmt eine Partei die Entscheidung nicht an, so hat sie an die andere, icelche sich zufrieden (jibt, eine Strafe von 300 Köln. Mark zu zahlen. Angehängt wurden das Siegel Gerard's, dasjenige seiner Frau und das Siegel „ad causas" von S. Gereon. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf. Die zwei ersten Siegel sind sehr verletzt, das dritte ist gänzlich verschwunden. 229.— 1305, Octoher 18. Anthonius von TJekinghoven erklärt, dass er gegen eine Summe Geldes zurückgetreten ist von dem Proteste gegen den durch seine Mutter und seine Geschwister geschehenen Verkauf eines Zehnten, wonach dieser Zehnte an S. Gereon übergegangen war. Ego Anthonius de Uckinhoven armiger notnm facio et protestor universis, quod — cum venerabiles viri domini de- canns et capitulum ecclesie s. Gereonis Col. erga fratres et matrem meam deeimam de quinquaginta iurnalibus sitis in parrochia de Udenchoven in campis Uckenhoven moventibus et relevandis longe pro maiöri parte in feodo a preposito s. Gereonis pred. de consensu eiusdem prepositi iam dudum emerunt, et ego semper contradixerim tamquam heres legitimus atque verus et super hoc iam dudum ipsis moverim questionem coram iudicio seculari ubi huiusmodi iurnales et deeima continentur — tandem reeepta propter hoc ab ipsis decano et capitulo certa summa peeunie cessi et cedo eisdem dominis, trado et dono omne ius, prout totum de iure portionis hereditatis mee michi competit, dominis memoratis, promittens eosdem defendere et warandiam prestare contra fratres, sorores et ceteros consanguineos meos, quos ex nunc in antea prefa- tam deeimam impetere contigerit, seu ipsis dominis super hoc questionem movere, et per testes fidedignos probare huiusmodi deeimam ad me iure portionis hereditatis mee perti- nuisse et ad ipsos dominos transtulisse. Quod etiam coram — 240 — religioso viro domino abbate monasterii Kneysteden iuramento raeo declaravi verum esse. Item protnisi et promitto ipsis dominis deponere arrestationem bonorum suorum in parrochia de Udinchoven occasione huiusmodi per iudicium seculare factam et omnem iudicis ibidem hac causa requisitionem et emendam faciendam. Item protestor et promitto quod, si do- mini predicti iudicem predictum secularem in causam traxe- rint vel contra eum procedi procuraverint pro eo, quod pre- fatis dominis propter premissa dampna intulit apud Uden- choven et alibi, ego de hoc me non intromittam nee ipsos dominos eulpare potero de aliqua compositione super pre- missis inter nos facta per ipsos violata vel fraeta. In cuius rei testimonium, quia sigillum proprium non habeo petivi et procuravi presentes litteras sigillo domini abbatis Knej'ste- densis sigillari. (Folgt die betreffende Erklärung des Abtes.) Datum a. d. mill. tric. quinto in die b. Luce evangeliste. R. B. fol. 90 a. — Original (mit Siegel) zu Düsseldorf. 230.— 1306, Januar 30. Ritter Scheyvart von (Herzogen-) Rath bekundet, dass er den Streit zwischen dem Herzog Joh. von Brabant und dem Kapitel von S. Gereon darüber, ob die letztem gehörige Mühle zu Ottenheim ein Lehen des erstem sei, zu Gunsten von 8. Gereon entschieden habe, dass aber das Kapitel für den Herzog und seine Vorfahren und Nachkommen ein feiert. Jdhrgedächtniss zu halten habe. In nomine domini amen. Universis ad quos presentes pervenerint Iohannes dictus Scheyvart miles dictus de Royde, officiatus ülustris viri domini Iohannis ducis Brabantie in per- petuum notitiam veritatis. Notum esse volumus, quod — cum exorta questione et causa super quodam molendino de Ottin- heym in parrochia de Lomenzheym inter dictum dominum nostrum ex una parte asserente ipsum molendinum ad se et suos predecessores nomine feodi pertinere, et honorabiles viros decanum et capitulum ecclesie s. Gereonis Col. ex altera asserentes huiusmodi molendinum longis retro temporibus a predecessoribus domini ducis in dominio de Lomenzheym ipsis — 241 — dominis libertatum ! ) et eosdera in possessione eiusdem molen- dini pacifica et quieta annis pluribus extitisse, prefatus noster dominus dux nulli volens iniuriam irrigari 2 ) nobis commiserit huiusmodi causam, vocatis ad hoc evocandis, inquirendam fi.de- liter et ex parte ipsius terminandam, prout de iure fuerit faciendum — nos super huiusmodi causa et questione convo- catis pluribus domini nostri pred. vasallis et schabinis et ho- minibus de Lomenzheym diligenti inquisitione premissa, quia ex relatione fidedigna et fama communi ibidem comperimus prefatum molendinum ipsis dominis ut supra asseritur libertatum, tandem de consilio dictorum vasallorum et schabinorum determinavimus et determinamus, ipsis dominis in porpetuum huiusmodi molendinum remanere et conservari libertatum; ita tarnen, quod ipsi decanus et capitulum in recompensationem obsequii corporalis, quod olim ducibus Brabantie de eodem molendino fieri tenebatur, spirituale et divinum rependant ministerium: scilicet annis singulis in perpetuum certo die in ecclesia sua b. Gereonis pro animabus ipsorum ducum tarn preteritorum quam futurorum et ipsius domini Iohannis ducis cum decesserit celebrando cum vigiliis missa et commenda- tione solempne officium defunctorum, et eosdem inter bene- factores sue ecclesie colligendo; ad que omnia et singula ipsi domini sponsione se gratuita obtulerunt. In cuius rei testi- monium sigillum nostrum presentibus duximus apponendum, Datum et actum a. d. mill. trec. quinto, III kal. Februarii. Original (mit erhaltenem Siegel) im Staatsarchiv zu Düsseldorf. — ß. B. 37 a. 1 ) libertäre = manumittere, aus dem Lehensverhältniss entlassen. — 2 J Lies: irrogari. Vgl. Cicero, Dom. 42: privilegia tyrannica irrogare alicui. 231.— 1307, Jan. 16. Der Ofßcial der Köln. Curie bekundet, dass die Min. Bürger Anton gen. „de vico cracherarum (od. crath. ?)" u. Frau Wendelmudis von den 7 Priestervicaren von S. Gereon 2 unter 1 Dache befindlichen Häuser, gelegen in der Plankgasse in Erbpacht haben gegen einen Jahrzins von 18 Denaren. Datum a. d. MCCC sexto, feria secunda post octavam epyphanie domini." Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel ist abgerissen. -------------■------------ 17 — 242 — 232.— 1307, Juni 12., m Frankfurt. Kg Albert bekundet, dass auf seine Bemühung hin das Domkapitel von Mainz und Hein- rieh von Westerburg, Kanoniker zu S. Gereon, in ihrem, Streite um die Kirche zu Nauheim den Mainzer Erzb. Petrus zum Schiedsrichter erwählt und sich unter einer Strafe von 100 Mark Silber und den Verlustes des Processes zur Annahme des Schiedsspruches verpflichtet haben. Der Kg hat zur Bekräftigung sein Siegel („typarium") aufdrücken lassen. — „Datum Frankenford, a. d. MCCCVII pridie idus Iunii, regni vero nostri anno nono." Am selben Tage und Orte entscheidet Erzb. Petrus den Streit zu gunsten des Kapitels. Beide Urkunden sind gedruckt bei de Gudenus C. Dipl. III, 38 aq. 233.— 1307, Sept. 28. (in vig. b. Mychaelis arch.) bekundet der Edelmann Gerlach Herr von Dollindorp, dass er und seine Erben keinerlei Recht hätten an der Hofstatt und Wohnung des verst. Vikars von S. Gereon Gerard von Xanten, gelegen bei dem Kirchofe der Pfarrk. S. Christoph zwischen dem Hause des verst. Dechanten von S. G., Gottfried von Wievelkoven und dem Hause Stroynberg; allerdings habe Gerlach's Bruder Adolph, jetzt Prior „de Mari", als ders. noch Canonicus von S. Gereon war, das betreffende Hans von den Treuhändern Gerhard's gekauft, und Gerlach und seinen andern (verst.) Bruder Heinrich, zur Zeit Kämmerer von S. Gereon, in demselben zeitweise wohnen lassen, aber daraus folge kein Recht; auch sei es nicht wahr, dass Adolph ein solches Recht ihm (G.) abgekauft habe durch die Hingabe eines Pferdes oder eines anderen Kleinodes. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf. Siegel: ein links schauender Adler. 234.— 1307, November 28. Der Notar Everhard macht einen Akt, nach welchem der Canonicus Joh. von Staylburg von S. Gereon und der Priester Jacob von Ehren die alte Vicarie S. Caecilia in der Kirche S. Gereon mit Einkünften neu ausgestattet haben. In nomine domini amen. Anno nativitatis eiusdem mill. trec. septimo, indictione sexta, vicesima oetava die mensis -* 543 — Novembris, constituti propter hoc in presentia mei notarii publici infrascripti ot testium subscriptorum discreti viri dominus Iohannes de Staylburg, canonicus ccclesie s. Gereonis et Iacobus dictns de Eren presbiter celebrans in capolla b. Nicolai aput Rulanswerde protestati sunt, quod iam diu esset, quod ad augmentandum cultum divinum in ecclesia b. Gereonis pre- dicta — ut, tibi multorum sanctorum corpora martirum requies- cerent, etiam habundaret sacrorum numerus ministrorum — prebendam vicarii sacerdotalem instituere et ordinäre decrevis- senl, instituissent et ordinassent, [et] ipsi ex nunc stipendia ad huiusmodi prebendam instituerent et ordinarent in certis locis ot redditibus deputando, videlicot ipso dominus Iohannes redditus et proventus quos habet in molendino de Otten- heym, item de curte et terris arabilibus quos pro duabus partibus et capitulum ecclesie s. Gereonis Coloniensis pro tertia parte emerunt in agris apud Ottenheym in parrochia de Lomenzheym erga Arnuldum dictum de Huswilre, nichilominus redditus quos emit et habet apud Wissersheym in bonis olim dicti Hailere, ipse vero Iacobus omnes et singulas particulas suas vinearum et terre vineate cum edificiis suis quas hactenus habuit et habet apud Rulanswerde in parrochia de Melenheym cum suis attinentiis et onere incumbente eisdem, videlicet unum iurnalem et dimidium terre vineate moventes a Lucharde de Bergheym solventes ei et heredibus suis amam vini annua- tim, in qua vinea est domus mansionis et domus alia in qua est torcular cum doleis suis, item unum iurnalem vinee et agrorum solventium annuatim conventui Veteris Montis dimi- diam amam vini, item unum quartale vinee solvens : ) Lud- wico de Staden et eius heredibus quinque sextaria et quar- tam vini et unum denarium cum quo etiam denuo et non ampliori huiusmodi vinea recipietur, item unum quartale vinee solvens domino de Vlamersheym et eius heredibus unum sex- tarium vini et unum denarium cum quo etiam et non ampliori recipietur, item tertium quartale solvens conventui de Rulanswerde tria sextaria et dimidium vini et nichil plus pro receptione; volentes et ordinantes huiusmodi redditus ad oifi- ciandum capellam b. Cecilie in ecclesia b. Gereonis predicta cum redditibus modicis ab antiquo eidem deputatis; adicientes quod collatio huiusmodi prebendule seu vicarie spectet libere - 244 - ex nunc in antea ad collationem antiquioris secundum ingres- sum de quinque sacerdotibus canonicis ecclesie s. Gereonis predicte, et prefatus vicarius subsit correctioni decani dicti loci et chorum ibidem more ceterorum vicariorum frequentet et divinis interesse officiis teneatnr. Qui antiquior sacerdos canonicus si huiusmodi prebendam seu vicariam infra quin- denam postquam vacaverit non contulerit sacerdoti aut alteri ydoneo etatis legitime, qui se infra annum in ordinem sacer- dotii faciat promoveri, ex tunc pro illo tempore ipsa collatio ad decanum ecclesie s. Gereonis predicte devolvatur. Petentes a me huiusmodi ordinationem in formam publicam redigi et signo moo consueto signari una cum sigillis prefati domini Iohannis et quorundam testium subscriptorum, prefato Iacobo sigillum non habente, presentibus honestis viris dominis Hen- rico de Bure thesaurario, Luthero de Mathlare preposito Re- sensi, Harperno de Burna, magistro Wilhelmo, Wirico, magistro Henrico de Arwilre, canonicis, Henrico dicto de Eycb, Ludo- wico dicto Vulprume, Gobelino dicto de s. Cecilia, vicariis ecclesie s. Gereonis predicte ac aliis quam pluribus ad pre- missa vocatis specialiter et rogatis, item presente Arnoldo de Wevelkoven, canonico ecclesie s. Gereonis. Et ego Everhardus dictus de s. Gereone, clericus Col., imperiali auctoritate notarius, premissis omnibus et singulis presens una cum dictis testibus infui (!), vidi et audivi et fide- liter conscripsi et in hanc publicam formam redegi, meoque signo consueto signavi, ad hoc vocatus specialiter et rogatus. R. B. fol. 20 a—b. !) Lücke in der Copie und wohl auch im Original, ■wahrscheinlich für die Reverenzpunkte. 235.— 1308, Jan. 22. (in die b. Vincentii m.) Friedrich von Manderscheyt, Kanoniker an S. Gereon bekundet das Folgende. Der Propst von S. Gereon Heinrich von Kerpen, der Dechant von Xanten Friedrich und Fr. von M. selbst hatten gemeinschaftlich das einst dem Dechant Alex, von Manderscheyt gehörige Klosterhaus gekauft. H. v. K., nachdem er Propst geworden, hat seinen Teil an das Ka- — 245 — pitel abgegeben, und ist dieser nun an die 2 übrigen Besitzer des Hauses für 40 Brabant. Mark verkauft worden. Da Friedrich v. M. aber seine 20 Br. Mark nicht aufbringen konnte, so hat er dem Kapitel für 18 Br. Mark 9 Seh. eine Rente von 5 Köln. Maltern Weizen verkauft; diese Beute darf er für dens. Preis „redimiere et reemere", wenn das Kapitel das Geld braucht zum Ankauf von liegenden Gütern. Luther von Mathlar, Propst von Rees und ebenfalls Kan. von S. G. sowie Fr. von M. haben ihr Siegel angehängt. Original im Düsseldorfer Staatsarchive. Nur vom zweiten Siegel ist ein ansehnlicher Best vorhanden. 236.— 1308, Februar 7. Der Propst und das Kapitel von S. Gereon bekunden, dass zur Verbesserung der täglichen Spenden an die Kanoniker der Pleban Gerhard von S. Christoph ihnen den Zehnten von 110 Morgen und einen Jahrzins von 1 mr geschenkt hat, dass der gen. Pleban auf Lebenszeit hierüber das Verfügungsrecht haben, soll, und dass hernach die Verteilung zu seinem Gedächtniss geschehen soll. Henricus prepositus, Conradus decanus, totumque capi- tulum ecclesie s. Gereonis Coloniensis universis, ad quos pre- sentes littere pervenerint, notitiam veritatis. Decet ut nos benefactoribus ecclesie nostre gratam vicissitudinem repen- damus. Cum igitur dilectus in Christo Gerardus de Speyle, plebanus ecclesie s. Christofori Col., ad emendationem cotti- dianarum distributionum ecclesie nostre, quas nos et succes- sores nostri, sive presentes sive absentes simus, equaliter cum canonicis eiusdem ecclesie presentibus pereipimus et parti- cipamus, deeimam frugum de centum et decem iurnalibus terre arabilis vel circa, sitis in campis ville de Merheym, et redditus unius marce vel circa et octo pullorum censualium speetantium et dependentium titulo feodi a prepositura ecclesie nostre com- paraverit et emerit nobis et ecclesie nostre a Bela filia et herede unica olim Amplonii civis Col. — nos beneficio dicti plebani respondere volentes, huiusmodi deeimas et redditus ad preces ipsius plebani concessimus et concedimus Theo- derico dicto de Gore et Gertrudi beggine eius consanguinee tenendos et pereipiendos ad dies vite cuiuslibet ipsorum Theo- — .246 — derici et Gertrudis, ita qttod singulis annis . . preposito ecclesie nostre pro tempore existenti in festo b. Martini hyemalis octo pullos censuales et bonos persolvant et assignent; post mortem ipsorum amborum huiusmodi decimarum et unius marce redditus ad cottidianam distributionein pro memoria ipsius plebani in nostra ecclesia presentibus canonicis convertantur et distribuantur moro debito et consueto, pensione dictorura octo pullorum apud . . prepositum ecclesie nostre specialiter et perpetuo remanonto. Diebus vite etiam ipsius plebani or- dinatio et dispensatio huius decime et pecunie apud ipsum .. plebanum romanebit et disponet de eis pro sue libitu volun- tatis, quamvis desierit esse plebanus ecclesie s. Christofori predicte. Conventum est etiam et condictum et ita volumus observari, quod huiusmodi decima singulis annis et perpetuo in parvam curtem nostram apud Merheym ab habente eam et colono ipsius deducatur et stramina eius ibidem pabulentur committenda in fimum doducendum in agros dicte parve curtis ad meliorendum et impinguandam (!) eosdem, et bladum de dicta decima trituratum per colonum aut habentem curtem predictam suis laboribus et expensis Coloniam, ubi dicto ple- bano placuerit, presentandum. In cuius rei testimonium sigilla nostra presentibus appensa. Datum anno domini millesimo CCCmo septimo, feria quinta post festum purificationis b. Marie virginis. Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Die Siegel des Convents und des Propstes hängen noch an, sind aber verletzt; ein drittes (des De- chanten?) ist weggenommen. — R. B. fol. 43 b— 44 a. 237.— 1308. Das Kapitel von S. Gereon thut kund, chss Allexander von Hüsgen, der 2 Hufen des S. Gereonischen Hofes Elisen inne hat, von diesen einen bei Westhoven gelegenen Morgen zu einer Hofstätte mit Bewilligung des Kapitels gegen einen Jahrzins von 6 Denaren weiter vergeben hat. Universis ad quos presentes littere pervenerint decanus et capitulum ecclesie s. Gereonis Coloniensis notitiam veri- tatis. Notum esse volumus, quod Allexander dictus de Husgin miles — de duobus mansis terre sitis apud Westhoven in par- — 247 — rochia Neyderzudendorp spectantibus in curtem nostram ma- iorem et villicationem nostram apud Ense et solventibus in candem census, obventiones, iura minnta necnon iura advocatie et nobis et eeclesie nostre specialiter annuatim nomine annue pensionis decem et Septem maldra siliginis — unum iurnalem de predictis mansis situm prope aream olim dicte curtis nostre maioris versus Renum inter areas Hermanni molendinarii ac Wilhelmi ac Hermanni de Eiberg concessit et locavit Tilmanno dicto Wise de Colmnba civi Col. et eius heredibus nomine annui census sex denariorum Col. ipsi Allexandro et eius heredibus aut illi vel illis, quem vel quos prefatos mansos contigerit obtincro porsolvendorum. Et promisit idem Th. nomine suo et heredum suorum in eodem iurnali propter cer- tiorationem dicti census sex denariorum domum edificare et incollapsam a se et suis successoribus conservari. Cui loca- tioni consensimus in hunc modum: quod, si prefati mansi ad nos et nostram ecclesiam ex defectu pensionis nobis debite aut alias quoquomodo reverterentur, similiter census de pre- fato iurnali ex tunc eeclesie nostre cedet; et si predictis mansis ad nos reversis census sex denariorum de dieta area per annum detineretur, ex tunc dictus Th. aut si quis dietam aream pro tempore possederit, nobis ad penam captionis teneatur que vulgariter „wedde" dicitur, sicut apud hyeman- nos de bonis dicte curtis iudicari communiter est consue- tum, ita tarnen, si ipsam wedde seu penam, prout superius exprimitur, ex tunc per annum detineretur et non solve- retur, ex tunc dieta area sive iurnalis cum suis ediflciis ad nos et ecclesiam nostram libere revertuntur et sunt devoluti, contradictione qualibet non obstante. In cuius rei testimonium, reservata nobis simili littera, sigillum eeclesie nostre ad causas presentibus duximus apponendum. Datum et actum a. d, MCCC oetavo. Original (mit sehr verletztem Siegel) im Staatsarchiv m Düsseldorf. - R. B. fol. 4 b. 238.— 1308, Juni 1., thun der Edle Gerhard, kölnischer Vogt und die Schöffen von S. Gereon kund, dass Heinrich, einst Bäcker — 248 — von S. Gereon, jetzt von der Domkirche, und Leieradis seine Frau ihr steinernes Hans, welches diese neu (od. von neuem) gebaut haben, und welches liegt an der Ecke l ) nach dem Weinberg von S. Christoph hin in der Pfarrei Maria Ablass, mit allem Zubehör an Dietrich von Schinnen, Kanoniker von S. Gereon verkauft haben, und dass die Uebertragung vor ihnen — dem Vogt und den Schöffen — geschehen sei. Es bleibt dabei den 7 Priester- Vicaren von S. Gereon der ihnen zustehende auf dem Hause lastende Zins von 1 mr gewöhnlicher Kölnischer Denare gewahrt. Noch ist festgesetzt, dass wenn die 7 Vica- rien für 30 oder mehr mr Kölnisch jährliche Zinse kaufen sollten, so ist Th. v. Seh. oder sein Nachfolger in dem Hause gehalten, den oben genannten Zins von 1 mr mit 17 mr. abzulösen. — Vogt und Schöffen haben ihr Siegel angehängt. — 1308 „in vigilia penthe- costes". R. B. fol. 4 a. ] ) „in oono sive in ordotto' 1 . „Ordo" von dem deutschen „ord"! Cf. Urk. Tom 12. Mai 1321. 239.— 1308, September 16. Das Kapitel von S. Caecilia bekundet, dass ein von ihm herrühriges „leyn", gelegen bei „Barrenstein" durch den bisherigen Besitzer an den Vikar von S. Gereon Heinrich von Hegse verkauft und übertragen worden ist. Universis, ad quos presentes Ire pervenerint, decana et caplutn eccle s. Cecilie Co}, in p. not. ver. Notum esse volu- mus, quod Henricus de Mailstorp, canonicus monasterii s. Marie in capitolio Col., tenens et habens a nobis unum „leyn" con- tinens iurnales terre arabilis cum area dieta ad Rubum spec- tans et dependens ab officio camerarie ecclesie nostre situm in campis ville de Barensteyden in parrochia Udenkoven in locis et petiis, prout inferius continetur, de quo nobis annuatim in festo b. Andree quinque solidi Col. den. usualium solvuntur et con- suevit persolvi, dictum leyn cum area ad Rubum vendidit et con- fessus est se vendidisse Iohanni de Heyse perpetuo vicario ecclesie s. Gereonis Col. pro nonaginta septem marcis et sex solidis Col. den. usu. sibi a dicto vicario numeratorum et tradi- torum; ipsum leyn supraportavit et effestueavit tarn coram — 249 — nobis quam iustitiariis et schabinis de Barensteden sive de Bruche, prout inferius continetur ad opus ipsitis lohannis et omiie ius, quod habuerit in dicto leyn et area, transtulit et nos transferimus in Iohannem memoratum et nos' concedimus eidem sub annua pensione predicta. Prefata vero bona sita sunt sie: novem iurnales et viginti sex virge, qne „Mefroden" dieuntur, qui attingunt ex uno latere septem iurnales Tilmanni de Barensteyden et ex alio latere agros Henrici de Kessele, quos etiam in uno fine transit via que ducit de Barensteyden Uckenchoven; item tres iurnales et quinquaginta virge, que ex uno latere in longitudine attingunt agros dicti Casei ex alio latere in longitudine Iacobi dicti nigri; item quatnor iurnales et dimidius minus sedeeim virgis iuxta viam que ducit Bar. Alderode, quos in longitudine unins lateris attingunt agri lohannis filii Monachi; item IH/ 2 iurnales et XL quinque virge, quos in longitudine unius lateris attingunt versus Udenkoven agri Gobelini et agri dicti Heylini ex alio latere; item duo iurnales minus duabus virgis qui attingunt agros Katherine filie dicti Monachi et agros Henrici carpentarii; item octo iurnales et quadraginta due virge qui attingunt agros dictos ad Birkam et tendunt supra viam que dicitur „Dwerwech" et sunt penes dietam viam Dwerwech non multum late. In cuius rei testi- monium sigillum ecclesie nostre ad causas presentibus duxi- mus apponendum. (Folgt die ausdrückliche Erklärung seitens des H. de M. über den Verkauf, und das Versprechen „warandiam pre- stare" ; dann erklären die Schöffen „de Barensteden et de Broke", dass sie zur Bekräftigung der vor ihnen geschehener Uebertragung des Gutes ihr Siegel an den Akt gehängt haben, Actum et datum a. d. mill. tric. oetavo, in vigilia b. Lamberti episcopi. Original im Staatsarohiv zu Düsseldorf. Alle 3 Siegel hängen. — R. B. fol. 72a-b. ____ 240.— 1309, Juli 13. Th. v. Cleve, Graf von Hülchrath, spricht seine Einwilligung dazu aus, dciss eine Hofstätte zu Frankenhoven, welche ein von ihm herrühriges Lehen ivar und an S. Gereon verkauft ist, gegen entsprechende Vergütung aus dem Lehensverhältniss entlassen ivorden ist. — 250 — Nos Theodericus de Cleve, comes de Hilkerode presen- tibus protestamur, quod de nostro est beneplacito et consensu, quod vir strenuus Stephanus de Alshoven miles aream et do- mum sitas apud Frankinchoven, quas a nobis in feodo tenet et quas Gerardus dictus de Franckinchoven hon. viris decano et capitulo ecclesie s. Gereonis Col. vendidit, ipsis libertavit a censibns et iuribus nobis et dicto militi hucusque compe- tentibus a domo et area supradictis, ita quod in recompen- sationem libertatis aree et domus predictarum nos et dictus miles censum et iura nobis usque in hodiernum diem de domo et area pred. competentia de alia domo et area, ad dictum Gerardum hucusque iure allodiali competentibus, dictis domo et aree vicinis et conterminis, percipiemus et tollemus. In cuius rei testimonium sigillum nostrum una cum sigillo dicti domini Stephani militis presentibus est appensum. Actum et datum apud Rumerskirchen coram iudice et hominibus nostris iudicialibus ibidem, die b. Margarete virginis a. d. mill. tric. nono. Original im Staatsarohiv zu Düsseldorf; das schöne Reitersiegel dos Th. v. Cl. hängt ziemlich erhalten. — B. B. fol. 91. 211.— 1310, Januar. Gerard, Graf von Jülich, bekundet, dass das Kapitel von S. Gereon den Erben des Bitters Bitalf von Titz 24 Morgen Busch bei Titz gegen einen Jahrzins von 12 Mltr. Boggen vererbpachtet hat, und dass die Pächter noch iveiter 6 Morgen Busch als Pfand der Zinszahlung gesetzt haben. I.n. d. a. Nos Gerardus comes Iuliacensis et nemoris aduni- versorum tarn presentium quam futurorum notitiam volumus in perpetuum pervenire, quod honorabiles viri decanus et capi- tulum ecclesie s. Gereonis Col. olim Ritalfo de Titze militi nostro, liberis et heredibus eiusdem locaverunt et concesserunt locant et concedunt iure hereditario sub pensionibus, condi- tionibus infrascriptis vigintiquatuor iugera nemoris de nemore ipsorum decani et capituli dicto Spysbusch sito in parrocia Titze situata in fine dicti nemoris eorum versus Munt, vide- — 251 — licet pro perpetua et annua pensione duodecim maldrorum siliginis quolibet raaldro ') melioris prope ad unum denarium Col. eisdem . . . decano et capitulo perpetuo singulis annis infra festum s. Remigii Coloniam super eorum granarium assig- nandis') ab ipsis liberis et heredibus seil qui iugera habuerint seu colnerint memorata, ipsorum habentium seu colentium laboribus periculis et expensis, nullo casu fortuito in hoc casu eis prodesse et ipsis . . . decano et capitulo nocere valente, et ad maiorem securitatem ipsi liberi et heredes annexuerunt (!) et univerunt pred. vigintiquatuor iugeribus sex iurnales nemoris sui allodii sitos in eodem nemore Spysbusch, qui fuerunt olim Philipp! dicti Carpen et adhuc vocantur Karpengewalt, qui siti sunt ex una parte iuxta dictum nenms . . decani et capituli versus Battenhusen, ex alia parte iuxta sul- cum nemoris Kunonis filii Ritalfi dicti de Titze, ex altera iuxta nemus Rutgeri de Mere, in reliqua parte iuxta nemus puero- rum de Eynbush, reobligantes et sub (!) in pignore constituen- tes eisdem . . . decano et capitulo prefatos vigintiquatuor et sex iurnales seu iugera insimul pro prefata pensione sub tali conditione et pena, quod, si aliquo annorum ex nunc in antea prefati liberi et heredes seu successores in dictis triginta iur- nalibus seu iugeribus prefatam pensionem detinuerint et inte- graliter infra festum b. Andree ap. non solverint nee assigna- verint ut est dictum, eo ipso ab omni iure et proprietate, quam habent seu habere poterant in dictis triginta iurnalibus, ceci- derunt et cadunt et ipsi triginta iurnales seu iugera cedent, sunt et erunt ecclesie s. Gereonis predicte, et poterunt ipse . . decanus et capitulum se de eisdem absque alieuius contra- dictione intromittere et suam de eis facere voluntatem, prout hec omnia et singula premissa ipse Ritalfus dum viveret et postmodum eius liberi et heredes pro se et suis successoribus in huiusmodi triginta iurnalibus elegerunt coram nobis et sca- binis de Titze et recognoverunt vera et ita acta esse, petentes ut in robur et testimonium premissorum presens instrumentum et contractum huiusmodi dignaremur sigilli nostri appensione communire. Nos itaque ad petitionem et consensum dictorum liberorum heredum et successorum in presentia dictorum sca- binorum super hoc, prout consuetum est requisitorum et pro- testantium prefatos sex iurnales esse allodiales dictorum libe» - 252 — rorum et heredum, sigillum nostrum presentibus duximus apponendum. Datum et actum mense Ianuario a. d. MCCC nono. Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel ist abgerissen. — R. B. fol. 81b. 1 ) „maldro" und „assignandis" sollten mit „maldrorum" übereinstimmen ; es ist aber nach dem Sinne construiert worden. 242.— 1310, Februar. Christiaa von Alshoven verkauft von der Hufe, die er bis dahin vom Kapitel S. Gereon als Zinsland erb- lieh besessen hat, 34 Morgen demselben Kapitel für 141 x, ri mr; der dem Christian verbleibende Teil der Hufe soll aber denselben Zins und dieselben Dienste dem Kapitel leisten, die bisher von der ganzen Hufe geleistet wurden. Cristianus de Alshoven, frater domini Stephani militis nunc dapiferi de Hilkerode, Druda eins uxor legitima ac eorum liberi et heredes nniversis in perpetuum notitiam veritatis. Notum esse volumus, quod de uno manso vel area terre arabilis, quem cum domo et area sitis in parrochia Odinchoven hactenus tenuimus a viris venerabilibus dominis decano et capitulo ecclesie s. Gereonis Coloniensis sub hereditario et perpetuo censu decem solidorum Col. den., curmedis et aliis servitiis et iuribus in curtem ipsorum apud Odinchoven de ipsis bonis solvendis et prestandis, vendidimus iusto vendi- tionis et emptionis titulo interveniente triginta quatuor iurnales terre predicte cum fructibus universis iam seminatis et pullu- lantibus in eisdem ipsis dominis integraliter remanendis et tollen- dis ab eisdem pro centum et quadraginta una marcis et quatuor solidis Col. den. nobis integraliter numeratis, traditis et solutis et in utilitatem nostram conversis, et convenit inter nos et dictos dominos expresse, quod nos et nostri liberi et heredes et successores in residuis agris nobis de dicto manso ultra dictos triginta quatuor iornales et curte et area remanentibus solvemus prefatis dominis in curte eorum Odinchoven annuo et perpetuo prefatum censum decem solidorum, curmedas et servitia et alia iura tarn parva quam magna, que dictus mansus, curtis et area in prefatam curtem de Odinchoven solvere et facere consueverunt, prefatis triginta quatuor iurnalibus ab — 253 - huiusmodi solutione et factione liberis remanentibus ipsis do- minis ex nunc semper. Acta sunt hec sub testimonio schabi- norum et hominum curtis de Odinchoven supradicte. Prefati vero triginta quatuor iurnales sie sunt siti: duodeeim videlicet prope villam Vranchinkoven versus Barensteyde, inter quos iacent quidam agri cuiusdam dicti Crusen; item sex agri siti sunt a predictis ad duos ictus balistarum iuxta agros dominorum s. Gereonis quos emerunt erga Gerardum de Vranchinkoven; item dimidius iurnales circa viam tnolendinariain prope agros de Udinchoven, item Septem iurnales et amplius attingentes viam de Odinchoven versus Wroner iuxta dimidium iurnalem pastoris de Odinchoven; item octo iurnales et quartale circa eundem locum ita quod dictus Crusen habet quinque iurnales inter dictos septem et octo; item tria quartaria et amplius apud Odinchoven iuxta particulam terre campanarii ibidem. In quorum omnium testimonium dedimus ipsis dominis pre- sentes litteras sigillis dicti fratris nostri et domini Iacobi de Uchilhoven consanguinei mei Cristiani militum ad preces nostras sigillatas et communitas. Datum a. d. mill. trec. nono, mense Februario. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf; das Siegel des J. de Uch. hängt ziemlich erhalten. — R. B. fol. 68. 243.— 1310, Mai. Th. nobilis dnus de Bruka miles, Wal- ramus eius frater nobilis pastor in Mulenheym super Ruram, Ludolphus de Winckelhusen miles" melden „decano, prepo, thesaurario totique conventui eccle s. Gereonis in Col.", dass die Wwe des Ritters Adolph von Cohusen als Inhaberin des (Gereonischen) Hofes in Renbruggen x ) mit ihren übrigen Kindern ihrer Tochter Mathilde bei deren Eintritt in das Nonnenkloster zu Same 10 Morgen Land von jenem Hofe als Mitgift überwiesen hat. Dadurch soll aber der Zins für den Hof nicht verringert iverden, „Acta sunt hec in Hukinen". Zeugen: Dechant von Werden, dessen Mitkan. Hedenrich, Ritter Henr. von Lynepe, Henr. u. Th. v. Rynheym .... Hermann Schultheiss von Bucheym „et alii etc.". Original mit den Siegeln der 3 Aussteller im Staatsarehiv zu Düsseldorf. *) Dieser Hof gehörte nach einer alten Aufschrift in den (Haupt-) Hof zu Büderich. - 254 - 244.— 1310, Juli 2., („feria V post Octavam ap. Petri et Pauli") erhält Cristian dictus Kumpan de Wilrezwist die villi- catio des Kapitels von S. Gereon zu Zuist nebst zugehörigen Rechten und Gefällen (ausg. decima de Gleyne und census in lleppen- dorp) „ad pensionem seu firraam" für das laufende Jahr a dno Willi, de Aldenhoven can. et obedientiario dicte curtis". Cristian verpflichtet sich dabei, für den gen. Obed. die geivohnten Lieferungen au die Kirche von 8. G. 8 Tage vor S. Remigius zu leisten und, ausserdem dem Obed. selbst zu Martini 24 Malter Weizen zu liefern. Cr. darf keine zur Meierei gehörige Güter veräussern, auch etwa oacante Güter nur mit Einwilligung des W. verleihen, wohei Cr. jedoch die Gebühr erhält. W. darf, so oft er will, auf dem Hofe für seine Kirche die placita iudicialia halten. Bei Nichteinhaltung einer Bedingung ist Cr. zum Einlager innerhalb der Freiheit von S. Gereon verpflichtet; 4 andere müssen eventuell Einlager in einem Gasthaus der Pfarre 8. Christoph leisten. Original im Düsseldorfer Staatsarchive. 245.— 1310, Od. 17. Die Kölnischen Stifte, Klöster und Kirchen appellieren zum zweiten Male an den apost. Stuhl gegen die geistl. Strafen, welche der im Kriege mit der Stadt Köln befindliche Erzbischof über sie ausgesprochen hatte, weil sie das von ihm über die Stadt (und die Diöcese ?) verhängte Interdikt nicht beachtet hatten. Von dieser Beachtung habe „metus iustus cadens in virum con- stantem" entschädigt. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf. 246.— 1311, Februar 5., beschliessen der Propst und das Kapitel von S. Gereon, dass in Zukunft keine fremden Personen (die bisher andern Kirchen angehörten) mehr Pfründen der Kirche S. Gereon sollen erlangen können. I. n. d. a. Ad perpetuam rei memoriam nos Heinricus de Harpena prepositus et capitulum ecclesie s. Gereonis Col. notum esse volumus universis, quod — cum retroactis tempo- — 255 — ribns rara rarior ymmo rarissima apnd nos fuerit translatio seu permutatio personarum et beneficiorum, et experimento didicerimus huiusmodi translationes et permutationes, que in Coloniensi dyocesi ac maxime in nostra ecclesia absque pa- tronorum consensu crebrius attemptantur et sunt attemptate, nobis et ecclesie nostre tarn in personis quam in rebus grave intulisse dampnum dispendium et iacturam, utpote qui per huiusmodi permutationes absque nostro consensu factas per- sonas statum et honestas consuetudimes ecclesie nostre penitus ignorantes et alias inhabiles indifferenter recepimus, fructus prebendarum nostrarum eisdem incontinenti ministrando qui ad fabricam et sublevamen fabrice ecclesie nostre personis novis succedentibus cedere et ad certos annos consue- verant converti — quapropter novissime in capitulo nostro communiter evocati super hoc et congregati, prehabito diligenti tractatu et discusso sollerter huiusmodi negotio, nos precipue ad honorem dei et b. Gereonis patroni nostri, cuius ecclesiam non solum a divis imperatoribus verum a b. Helena augusta imperatrice et monarcha totius orbis constat esse fundatam et dotatam, et (ut) per hoc personis in ipsa ecclesia deo ser- vientibus pax et utilitas procuretur, duximus unanimi consensu, sicut hoc tarn ex iure communi quam ex gratia sedis aposto- lice possumus, speciali fide corporali interposita inviolabiliter statuendum et statuimus in hiis scriptis, ad hoc nos universos et singulos tarn presentes quam futuros nostros concanonicos iureiurando asstringentes et obligantes: quod de cetero et ex nunc in antea aliquas seu aliquam personas seu personam, cuiuscunque status seu conditionis existant seu existat, in prelaturas, dignitates, canonicatus, beneficia curata seu sim- plicia ad collationes seu presentationes nostras et ecclesie nostre communiter pertinentes seu pertinentia non permitte- mus nee patiemur per viam permutationis ingredi preter ex- pressum consensum capituli nostri omnium et singulorum nostrorum communibus et expensis ! ). Constituimus etiam quod, quotiens permutationes, translationes seu cessiones de aliquibus seu aliqua de prebendis nostre ecclesie etiam de consensu capituli nostri quoeunque modo fieri contigerit, fructus duorum primorum annorum huiusm. prebende seu prebendarum nobis et ecclesie nostre cedent tarn pro memoria permutantis seu — 256 — translati vel decedentis quam ad fabrice nostre opus, et in hiis viriliter et perseveranter procurandis, expediendis et observan- dis nee consanguinitas aut amicitie nee preces nee mine nee dona nos aut aliquem nostrum excusare poterunt vel movere; et qui- eunque hoc fecerit, violationem fidei et notam periurii se noverit ineurrisse. Preterea nos capitulum predictum consti- tuimus et predicto iureiurando et prestatione fidei nos et suc- cessores nostros asstringimus per presentes, quod etiam contra permutationes et translationes quoeunque modo fieri contigerit circa beneficia tarn curata quam simplicia ad nostras colla- tiones seu presentationes, in quibus collationibus seu presen- tationibus prepositus noster nichil iuris dinoscitur obtinere nobiscum communiter seu divisim, defendemus nos ut supra nostris laboribus et expensis, prefato preposito in benefieiis ad eius presentationem seu collationem speetantibus ius suum suis expensis propriis si voluerit defensuro. Que omnia et singula nos pro nobis et nostris successoribus recognoseimus vera et ita acta esse et sub prefato iuramento obligamus nos ad observationem et defensionem premissorum. Anno dorn, mill. tric. undeeimo presentibus nobis preposito predicto, Hugone de Bure, Henrico de Erperode, Henrico de Bucstel, Hermanno choriepiscopo, Engilberto camerario, Theoderico de Schinne, Wilhelmo de Aldenhoven, Frederico de Manderscheit, Arnoldo de Burna, Henrico de Bure thesaurario, Theoderico de Novo Castro, Iohanne de Staylburg, Goswino de Bucstel, Harperno de Burna, magistro Wilhelmo, Luthero preposito Resensi, Wirico, Theoderico de Oytgenbach, Goswino de Schinne, Gobelino de Bilstein, Theoderico de Karpena, magistro Henrico de Arwilre, Gerardo de Solmeze, Syfrido de Renninberg, Hermanno de Gore, Gerardo de Ham in die b. Agate. In cuius rei testimonium sigilla nostra presentibus duximus ap- ponendum (!) Datum ut supra. R. B. fol. 77 a—b. J ) Die 3 letzten Worte sind s o unverständlich; wahrscheinlich ist etwas ausgefallen. — 257 — 247.— 1311, Juli 28. Dechant und Kapitel von S. G. bescheinigen, dass sie von dem Edelherrn Gerard von Blankenheim 100 Köln. Mark, welche derselbe ihnen schuldete, erhalten haben. Nos . . decanus totumque caplum eccle s. Gereonis Col. notum facimus universis . . . quod vir nobilis dnus Gerardus dnus de Blanckenheym 100 marcas pag. Col., in quibus ra- tione cuiusdam compositionis inter nos et ipsum facte tene- batur, in numerata pecunia nobis bene solvit . . . Renuntiamus etiam omnibus actis litteris sive instrumentis ratione pred. a nobis contra eos (seil, fautores et fideiussores Gerardi) et no- minatira contra dnum Henricum monachum dicti nobilis viri capollani [— nura?] habitis et obtentis. Preterea renuntiamus omni fraudi etc. (Angehängt wurde das Kapitelsiegel „ad causas". A. D. 1311 in die Panthaleonis mart. Aus dem defecten Original im St. Archiv zu Coblenz. Siegel fehlt, 248.— 1311, Juli 31., erteilt Erzb. Heinrich (III) dem Kapitel von S. Gereon die Vollmacht, mit erzb. Autorität die Gefälle in Karweiler einzutreiben. Das Domkapitel gibt hierzu seine Zustimmung. Henricus dei gratia s. Col. eccle archiepus sacri imperii per Ytaliam archicancellarius dilectis in Christo decano et capi- tulo ecclesie s. Gereonis Col. salutem in domino sempiternam. Animadvertentes vos et ecclesiam vestram occasione permutatio- nis seu commutationis bonorum vestrorum de Braselden ad bona domini de Volmunsteyne consistentia apud Karwilre iam aliquot annis dampna et defectus amministrationis prebendarum vestra- rum sustinuisse, prout nobis sepissime conquesti estis, misericor- diamoti decrevimus in hiis paternavobisbenevolentia suecurren- dum, volentes consentientes et ratum habentes, quod ex nunc in antea vos de prefatis bonis in Karwilre cum eorum atti- nentiis auetoritate nostra intromittatis vestris ea usibus appli- cando, tollendo et pereipiendo, quousque vel bona vestra de Braselden rehabeatis et possideatis in pace, vel super huiusm. bonis tarn de Braselden quam Karwilre iustitia pax vel com- positio inter partes quas tangit negotium ordinetur. Manda- mus igitur sub obtentu gratie nostre dapifero et officiatis 18 — 258 — hostris ubi dicta bona de Kanvilre consistunt, ne vos prefatos decanum et capitulum seu nuntios vestros in collectione seu percepüone dictorum bonorum apnd Kanvilro impedire seu perturbare presumant, sed proraoveant in premissis. In cuius rei testimonium sigillum nostrum presentibus duximus appo- nendum. Datum in vigilia b. Petri ad vincula a. d. mill. trec. undecimo. Nos decanus et capitulum ecclesie Col. notum esse vo- lumus universis, quod nos contentis in litteris reverendi patris domini Henrici archiepiscopi nostri, quibus presens cedula sigillo nostro sigillata affixa est, nostrum per omnia consensum adhibuimus et adhibemus ea rata liabendo. Datum et actum a. d. mill. trec. undecimo in vig. b. Petri ad vincula. R. B. fol. 92 a., und 62 a—b; an letzter Stelle fehlt aber der Zettel dos Domkapitels. Die Originalien (mit erhaltenen Siegeln) im Staatsarchiv zu Düsseldorf. 249.— 1311, August 2., beglaubigt der Official der köln. Curie die vorstehende Urkunde des Erzb. Heinrich. Officialis curie Col. Litteras reverendi patris ac domini nostri domini Henrici s. Col. eccl. archiepiscopi non cancellatas non abolitas, nee in aliqua sua parte vitiatas sub vero sigillo vidimus in hec verba: (Nun folgt der vorstehende Text; dann) In cuius rei testimonium maius sigillum officialitatis curie nostre presenti transsumpto duximus apponendum. Datum in cra- stino b. Petri ad vincula a. d. mill. tric. undecimo. Original (mit Siegel) zu Düsseldorf, — K. B. fol. 121a. 250.- 1311, Aug. 17. (feria V. p. f. b. Laurentii m.). Die in dem Streite zwischen den Treuhändern des verst. Kan. von S. Gereon Th. de Schinna und dem Bruder des letztem Engelbert de Seh., Kan. und Kämmerer an S. G. erwählten Schiedsrichter Butger Herr von Beyde und Bh. vom Spiegel entscheiden, dass der Inhaber des Hauses, welches dereinst W. von Schinna, Dechant an S. G., und dann Th. — 259 — i). Seh. besessen und bewohnt hat, den (diesem Hause von alters aufgelegten) Zins von 12 Maltern Weizen und einer Ahm Wein an das Kapitel von S. G. jährlich liefern soll, dass aber Eng. von Seh., oder wer nach ihm das dereinst dem Hermann de s. Apro gehörige Haus bewohnen wird, dem Bewohner des erstgen. Hauses jährlich einen Zins von ß Maltern Weizen zu liefern hat. Original im Staatscarchiv zu Düsseldorf, 251.— 1311, September 15. Beguald, Graf von Geldern, ent- lässt die Vogtei des dem Kapitel von S. Gereon zugehörigen Hofes zu Bäderich, welche zuletzt Heinrich von Lachern von dem Grafen zu Lehen getragen und nun dem genannten Kapitel verkauft hed, aus dem Lehensverbande mit der Bedingung, dass deren Gefälle — sofern sie nicht 10 Brabanter Marie übersteigen — jährlich zur Feier des Dreifcdtigkeäsfestes und eines Anniversars für ihn, seine Gemahlin, seine Vorfahren und Nachfolger verwendet werden. Betragen die Gefälle mehr als 10 mr., so überlässl er es dem Gewissen des Kapitels, ihm oder seinen Nachfolgern den Ueberscltuss auszuzahlen. Etwaige Streitigkeiten wegen dieser Vogtei sollen vor sein Gericht gebracht werden. R. B. fol. Ob. - Gedruckt Lac. III. 80, III. — Original zu Düsseldorf; Siegel abgerissen. 252.— 1811, Maerz 2. Werner von Gustorf und 2 andere verpflichten sich, die 54 Malter Boggen, welche der verst. Bitter Bitalf von Titz dem Kapitel von S. Gereon schuldig geblieben ist, in 9 jährlichen Baten an das Kapitel abzuliefern. Universis ad quos littere presentes pervenerint Wernerus de Goystorp miles, Godefridus natus einsdem, ac Gerardus dictus Cavil de Titze, „mamburni" tutores et curatores libe- rorum olim Ritalfi de Titze militis, salutem et notitiam veri- tatis. Notum esse volumus, quod — cum prefatus Ritalftis vigintiquatuor iornales nemoris dicti „Spisluisch" apud Titze teneret a ven. dominis . . decano et capitnlo ecclesie s. Ge- — 260 — reonis Col. stib annua et perpetua pensione duodecim mal- drorura siliginis, et magnam summam huitis pensionis pluribus annis detinuisset et adhuc de hac summa desint eisdem do- minis quinquaginta et quatuor maldra siliginis — nos huiusm. detentum et defectum in nos recipientes et tanquam princi- pales in solidum pro huiusm. obligantes promittimus bona fide, quod ex nunc infra novem annos proximo se sequentes videlicet quolibet dictorum novem annorum sex maldra siliginis sicce et pagabilis ante festum s. Remigii ipsis dominis super granarium eorum persolvemus et assignabimus nostris laboribus, periculis et expensis; alioquin tarn nos quam viri discreti Egidius de Venle et Andreas de Munc. plebani, quos eisdem . . decano et capitulo constituimus in solidum fideius- sores super quolibet termino defectus predicti, moniti intra- bimus et intrabunt personaliter vel quilibet pro se mit- tendo famulum bone nationis cum dextrario Coloniam ad iacendum ibidem in domo Henrici dicti Kawertin parrochiani s. Christofori ad honestos comestus more bonorum fideiussorum (nun folgen die gewöhnlichen näheren Bestimmungen. Auf die Bitte „mamburnorum," die kein eigenes Siegel führen hat Ritter Werner „de Gustene" für sie sein Siegel angehängt). Nos etiam Egidius et Andreas plebani predicti recognocentes nos super premissis fore nomine fideiussorio in solidum obligatos et re- nunciantes una cum nobis (!) dictis mamburnis epistole divi Adriani et omni defensioni et utriusque iuris auxilio, que nobis contra premissa prodesse valerent, sigilla nostra presentibus duximus apponenda. Datum a. d. MCCC undecimo feria tertia post dominicam Invocavit. Aus dem Original im Arohiv von S. Gereon. Das dreieckige Siegel des Ritters Werner von Gasten ist ziemlich erhalten; dasselbe hat auf einem Querbalken 3 Sterne, oberhalb des Balkens sind 4 Flammen (?J, und unterhalb sind deren 3+2-j-l. Das runde zu 2 Drittel erhaltene Siegel des Ple- bans von ,, Venle" (Venlo? "Wanlo?) ist geviertelt, in jeder Ecke ist eine herzförmige Verzierung. Das Siegel des Plebans von Müntz zeigt einen Heiligen. 253.— 1311, October 15., macht Gerhard von Spiel, Plekni an S. Christoph in Köln, sein Testament. — 261 — I. n. d. a. Ego Gerardus de Speie plebanus s. Christo- fori Col., sanus mente licet debilis corpore, de salute anime salubriter cogitans hoc presens facio et ordino testamentum et eligo hon. virum dnum Henricum de Erperode choriepis- copum, et discretos viros magistros Hejiricum et Theodericum de Dusburgh, Philippuin de porta Martis vicarios eccle s. Ge- reonis Col., necnon Thilmanum de Gore filium. fratris mei meos manulideles, committens ipsis in animas eorum, ut presens testamentum seu ultimam voluntatem meam in omni sua forma, prout noverint anime mee expedire, perficiant et ex- equantnr, quorum manufidelium meorum cuilibet lego 5 marcas Col. den. usualium. In primis volo, quod omnia debita mea per- solvantur, item omnia que alias legavi seu ordinavi, que in scriniis officiatorum s. Columbe et s. Kuniberti parrochiarum conscripta sunt, ratifico et rata habeo per presentes; item habeo dimidiam marcam Col. den. usu. perpetuorum reddituum de quadam domo sita super antiquum fossatum, et 6 domos seu mansiones, quarum una sita est in platea Frisonum, due in platea unctorum sub uno tecto, una super antiquum fossatum et due retro antiquum fossatum, quam et quas lego plebano s. Christofori et 7 sacerdotibus vicariis eccle s. Gereonis pred. perpetuo possidendam et possidendas, et de proventibus ipsius et ipsarum memoriam meam singulis annis faciant in ecclesia s. Christofori cum vigiliis, missis animarum et commendatione, et distribuant ipsos proventus presentibus solito more, ita tarnen, quod plebanus anted. duplam partem habeat distribu- tionis et campanario dentur 6 denarii de pulsatione, tali con- ditione adiecta quod ipsi . . ! ) plebani et vicarii dent et assi- gnent dabunt et assignabunt 5 puellis filiabus olim Sifridi de Nussia ad dies vite ipsarum de dictis domibus et dimidia marca sex marcas Col. den. usu. singulis annis ... ita videl., quod, quotiens aliquam dictarum puellarum mori oontigerit, morietur et pars dictarum 6 marcarum ipsam con- tigens; quod si non fecerint ... ex tunc dicte puelle se de dictis domibus et dimidia marca intromittent sine qualibet prohibitione et habebunt ipsas et ipsam ad omnes dies vite sue et post mortem omnium puellarum earundem dicte domus et dimidia marca cedent domui s. spiritus in Colonia perpetuo habende et possidende. Item lego domum meam sitam ex — 262 — opposito s. Apri 5 puellis suprad. ad dies vite ipsarum omnium habendain et possidendam, el post mortem omnium ipsarum cedet hospitali in platea honoris. Item lego 3 mansiones sub uno tocto sitas in platea Placgassen cccle s. Christofori ad luminaria, salva dimidia marca Gertrudi de Polheym, quam in ipsis habet ad dies vite sue tantum, et de ipsis etiam dabun- tur 2 solidi pag. Col. eccle ss. virginum. Item quicquid alias ordinavi de decima mea et una marca, 2 iurnalibus t. ar. et pullis apud Merheym ratifico et ratum habeo per presentes. Item lego 17 iurnales cum dimidio t. ar. sitos in campis ville Thedinhoven parrochie Worinc abbatisse et conventui s. Marie orli in Golonia perpetuo habendos et possidendos, de quibus agant et agent perpetuo singulis annis anniversarium meum cum vigiliis missis animarum et commendalione, tali condi- tione quod ipsi abbat, et conv. assignent . . . singulis annis ... 6 maldra siliginis pagabilis 2 puellis Gertrudi ülie sororis mee et Drune filie Danielis super domos ipsarum in Colonia. . . . Item lego 15 iornales t. ar. sitos in campis Worinc et 21 solides denariorum censuum perpetuorum, quos habeo in villa Worinc de quibusdam domibus, Tilmanno de Gore suprad., Grete et Bele sororibus suis ... ad dies vite sue . . .; cum omnes dicte 3 persone mortue fuerint, dicti agri et census ad . . ') decanum et caplum eccle Col. libere devolventur . . . et de ipsis agant memoriam meam sing. ann. perp. cum vig. m. et comm. Item lego reverendo patri dno meo dno Ilen- rico archiepo Col. 50 marcas Col. pag., quod ipse manufideles meos in executione testamenti mei promoveat et defendat. Item lego Drude, Gertrudi et Christine puellis 50 marcas si- milis pag.; item lego Thelmanno de Gore cognato meo pred. 40 marcas sim. pag. et nigrum equum meum; item lego Hen- rico de Rile et Aleydi uxori sue 40 marcas eiusdem pag.; item lego 5 puellis filiabus olim Sifridi suprad. 20 marcas eiusdem p ig.; item lego 3 filiis ipsius Sifridi 15 marcas eiusdem pag. . Ausserdem vermacht er 2 verwandten Nonnen 10 Mark, seinem Kaplan Hugo 10 Mark und 1 Paar Kleider, den Klöstern in Burbach, Frauenthal, Schweinheim und Zissendorf je 1 Mark, seiner Magd Mechtild 1 Mark und 1 Paar Kleider, der Kunigunä von Merheim und dem Johann „Grecus" je 1 Mark und je 1 Tunica, der Aebtissiii und dem Convent von S. Ursula, wo er Canonikus war. — 263 — zu einer Anniversar Stiftung — welche die dortigen Canonissinen Eymagina von Waldeck und Lukardiz von Vuren einrichten sollen — alles was ihm aus den Gnadenjahren nach seinem Tode an der genannten Kirche zusteht; endlich vermacht er 2 Verwandten die Hälfte seiner Utensilien, sowohl an Silbergeschirr als an Betten und allen andern „comperris" 2 ), für die andere Hälfte mögen sie eine entsprechende Summe zahlen, die für seine Seelenruhe zu verwenden ist. Angehängt wurden die Siegel des Testators, der Treuhänder und von S. Gereon (ad catisas). „D. et a. a. d. 1311 in die Maurorum." Nach dem Original im Archiv von S. Gereon. Von den Siegeln sind noch vorhanden das des Pleban, das des Th. de Gore (mit einem Adler) und teilweise das von S. Gereon ad causas. J ) Diese (Reverenz-) Punkte stehen im Original. — 2 ) Wer kann das Wort erklären? Es scheint synonym mit „utensüia" zu sein. An „comper- nes" — Bildsäulen mit geschlossenen Füssen ist hier jedenfalls nicht zu denken. Anfangs November 1319 verkauft Bela, die Tochter Syfrid's, den Zins von 14 Schillingen und 5 Denaren, den ihr Mutterbruder, der verst. Pleban von S. Christoph, ihr vermacht hatte, den 7 Priestervicaren, welche die Häuser besassen, auf denen jener Zins lastete. Ganz dasselbe — auch dieselbe Summe ist genannt — thun Mitte Mai 1320 und Nov. 1322, Agnes, Druda und Sophia, die anderen Töchter Syfrids. — Alle 4 Originalbriefe, welche mit dem Siegel des Officialats des Kölner (Dom-) Propstes und Archidiacons bekräftigt sind, finden sich im Archiv von S, Gereon. 254.— 1312, Januar 28. („feria sexta ante purificationem b. Virginis") bekundet Gumpert, Ritter von Gersdorf, dass er das einst dem Priester Leo gehörige Haus, gegenüber dem Wingert von S. Quintin, in der Gasse, die vom Hospital S. Gereon zur „Leivenporzen" geht, von den 7 Priestervicaren von S. Gereon hat in Erbpacht erhalten gegen einen Jahrzins von 21 Schillingen. Uebrigens sollen dieselben Bedingungen und Strafen — bei nicht pünktlicher Zinszahlung — gellen, unter welchen früher Gumperfs Verwandter, der verstorbene Pastor von Andernach Sifrid, dasselbe Haus gehabt hat. Original im Archiv von S. Gereon. Das noch hängende Siegel des Ritters G. von Gersdorf zeigt nur einen horizontalen Balken und rechts im obern Felde einen Stern. — 264 — 255.— 1312, April 14., incorporieren der Domdechant Ernst, der trierische Archidiakon (und Stellvertreter des köln. Dompropstes) Gerhard von Vimeburg, der Propst Werner von Mariengraden und der Chorbischof Albert, als Generalvicare „in spiritualibus" des in der Ferne (auf dem Concil von Vienne) iveilenden Erzb. Heinrich's II, dem Kapitel von S. Gereon, welches aus seinen durch Kriege, Räubereien, Brände und feindliche Ueberfälle geschmälerten Einkünften seine edelen und freien Mitglieder nicht mehr ihrem Stande gemäss unterhalten kann, die durch die freie Resignation des Pastors Cum von Molinark vacant gewordene Pfarrei Selgersdorf, über welche das Kapitel das Patronatsrecht hatte. Dabei -werden dem zeitigen „rector eeclesie" in Selgersdorf („Salgindorp"), damit er bequem die Gastfreundschaft, die Cathedraisteuer, die Gebühren des Archidiacons und des Dechanten und die sonstigen ihm und seiner Kirche obliegenden Ausgaben bestreiten könne, mit Zustimmung des genannten Gerhard als des Stellvertreters des Dompropstes und zuständigen Archidiakons, des Propstes von S. Aposteln als Dechanten (des Jülicher Decanates) und des Kapitels von S. Gereon folgende Einkünfte zugewiesen: der Zehnte von 90 Morgen Ackerland bei Ob- bendorf von 28 Morgen bei „Berge", von 20 Morgen bei Kirchberg („Kirbergh") und von 4 Morgen („pro missalibus suis") bei Selgersdorf, ferner 3 Malter Gerste und (ebensoviel ?) Hafer von den dortigen Mühlen, neun Schillinge und 11 Hühner als Zinse, der Meine Zehnte von der ganzen Pfarrei, das Opfer von etwa 6 mr. und endlich das Pfarrhaus im Orte; ausserdem hat noch das Kapitel von S. G. dem Pastor jährlich zu Martini 6 alte Brabanter Mark zu zahlen. — Bei jeder Vacatur hat das Kapitel dem zuständigen Archidiakon eine geeignete Person zu präsentiren, und ist der eingesetzte Pfarrer gehalten, seine Obliegenlieiten persönlich zu erfüllen. „Datum et actum Colonie a. d. MCCC duodecimo, in die ss. Tiburtii et Valeriani." Gedruckt Lac. III, 82, 114. — Original im St.-A. zu Düsseldorf. 256. 1312, Mai 25. (in crast. ascensionis Dni), bekundet Kuno de Mulenarken, Sohn des verst. gleichnam. Ritters, dass er auf Lebenszeit von dem Dechanten und dem Kapitel von S. G. gepachtet hat deren zur Kirche von Salgindorf gehörige Einkünfte, sowohl die — 265 — vom Hofe von Kirchholtz als die von dem Wittum (dos) der Kirche herrührende Pacht: 20 Brab. Mark, zahlbar zu Martini. Diese Erklärimg wurde abgegeben vor dem Official der Köln. Curie als Richter. Original im Sfc.-A zu Düsseldorf. Siegel abgerissen. 257.— 1312, Mai 6., thun die 7 Priester und vicarii per- petui von S. Gereon, Heinrich von Duysburg, Philipp de porta martis, Heinrich von Eych, Everhard von Bonn, Th. de Duysburg, Egidius der Franzose („gallicus") und Adolf de Wer da kund, dass der ehrenfeste edle Herr Gerhard, Vogt von Köln und Testamentsvollstrecker weiland des Dietrich von Schinnen, Kanonikers von S. Gereon erklärt hat, dass das steinerne Haus, gelegen gegenüber dem Weinberg von 8. Christoph in der Pfarrei Maria Ablass zu Köln, welches Dietrich einst gekauft hatte vo>i Heinrich, dem einstigen Bäcker der K. S. Gereon und von dessen Frau Leieradis, an den Bruder Dietrich's, Engelbert von Schirmen nach dem Erbrechte verfallen sei. Auf Anstehen nun des Gerhard und seiner Mitexecutoren, sowie des genannten Engelbert, übertragen dem letztern die 7 Vicare, welche hierzu berechtigt sind, das erwähnte Haus mit Zubehör, wobei jedoch die Rechte, die irgend Jemand an dem Hause haben mag, gewahrt werden. Zeugen: der genannte Vogt, Gottfried von Bilstein, Gerhard von Haijm, Johann der Kellner und der schwarze Albert von Duysburg, welcher letztere als „tabellio pnblicus" zugezogen war. „Datum sabbato post ascensionem dni anno einsdem MCCCXII." Original im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. fol. 3 a. 258.— 1312, Mai 25. Der Amtmann des Propstes von S. Gereon bekundet, dass die sieben Priester-Vicare an 2 aus ihnen ihr Haus „zum Schild" gegen einen Jahrzins von 6 mr. verpachtet haben. Officialis prepositi ecclesie s. Gereonis Col. universis, ad quos presentes pervenerint, salutem et cognoscere veritatem. Noveritis, quod propter hoc in nostra presentia constituti Septem sacerdotes vicarii ecclesie s. Gereonis Col. predicte con- cesserunt et locaverunt domum ipsorum dictam ad clypeum, — 266 — sitam in platea s. Gereonis in parröchia b. Marie indulgentiaruni, cum omnibus suis attinentiis, protit iacet, discretis viris Egidio de Malmundario et Gobelino dicto Stap suis convicariis divisim, ita quod ipse Egidius medietatem versam ad civitatom et ipse Gobelinus reliquam medietatem versam ad s. Gereonem habe- bunt cum area hincinde competente, pro sex marcis solvendis ipsis sacerdotibus ad hoc pertinentibus, singulis annis quoad vixerint terminis int'rascriptis, videlicet tribus marcis Col. pa- gamenti in festo purificationis b. Virginis et reliquis tribus eiusdem pag. in festo b. Iacobi ap., ita quod quilibet eorun- dem stiam partem servabit incollapsam et meliorabit suis ex- pensis et inhabitabit in propria persona nee vendet nee locabit alteri vel alienabit, et si contigerit aliquem ipsorum locum mutare seu beneficium suum dimittere, pars ipsius ad prefatos sacerdotes, quorum est, libere devolvetur contradictione qua- libet quiescente. Item sacerdotes ipsi habebunt in una illarum partium, in qua voluerint, unum sollarium in supremo sub tecto versus ortum sine censn, in quo reponent bladum suum singulis annis sine contradictione inhabitantis illam mansionem. Preterea si aliquis dictorum Egidii et Gobelini memoratum censum terminis supradictis non solvent, vel infra quindenam post quemlibet eorundem terminorum, et contra premissa vel aliquid premissorum venire presumpserit, cadet ab ipsa man- sione seu parte sua ... et ipsa mansio seu pars ad pref. sacerdotes libere revertetur, et nichilominus censum detentum solvere tenebitur. . . . Que omnia et singula prefati Egidius et Gobelinus vera esse coram nobis sunt confessi, et se ad ea . . . sub conditionibus . . snprad. . . . coram nobis obliga- runt. In cuius rei testimonium sigillum officialitatis nostre duximus presentibus apponendum. Actum crastino ascensionis domini, anno eiusdem MCCC tertio deeimo. Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Das kleine runde Siegel zeigt dasselbe Bild wie das gewöhnliche Propstsiegel von S. Gereon; die Umschrift ist fast ganz zerstört. Als Bücksiegel ist ein nach rechts schauender Adler vorhanden. — Nicht im B. B. Auf der Bückseite der Urkunde steht: Notandum est quod a. d. MOCCLX sexto circa festum purificationis b. Marie virg. litigabant duodeeim, qui tarnen non sunt nisi quinque nobiscum 2 ), contra nos Septem de duabus domibus que mineupantur ad clipeum, et voluerunt quod domus exaltarentur in censibus, et ego Io, de Stoitzheym unus de Septem seoundum nostras litteras — 267 - non admisi, quod in arbitrio nostro fuit sie concordatum coram capitulo et coinraissum duobus dorainis sc. domino Borico de Novo (?) Castro et domino Henrico de Bergheim, quod quandoeunque ab ista vice domus exaltarentur quod (?) 7 (?) vicarii (P) 1 ) presentiam de pred. domibus deberent habere una nobiscum. — Eine Hand des vor. Jh. schrieb hinzu: Hac duae dimidiae domus, ut ex aliis diversis literis collegi, sitae sunt proxime apud domum dietam „zum Breidcnstein", et nunc habitantur a patre monialium in Schelcn- convent, vulgo nunc Nazareth dicto. Vgl. die n. 260 Urkunde und die Notiz unter derselben. 1 ) Die letzten 3 "Wörter sind, weil über und in einander geschrieben, schwer zu enträtseln. — 2 J d. h. die J2 bestanden aus den 7 und noch 5 andern, und nur die letztern stritten gegen die 7. 259.— 1312, Nov. L, gibt Graf Gerhard VII von Jülich der Stadt Köln Anweisung, den fälligen Betrag seiner Bürgerrente an seinen Arzt und Schreiber Mag. Heinrich ooit Arweiler, Kan. zu S. G., auszuzahlen. Original im Kölner Stadtarchiv; ebenda finden sich solcho Anweisungen desselben Grafen zu gunston des Mag. H. v. A. aus jedem der Jahre 1313 bis 1322, ferner Anweisungen des Gr. Gerhard VIII von Jülich für denselben von 1323 bis 1324: sämmtlich sind dieselben ausgestellt im Herbste oder anfangs Winter. Im J. 1309 wird dem Arzt und Schreiber Damarus, im J. 1326 dem Arzte \V. von Düren das Bürgergeld durch den betreuenden Grafen von Jülich zugewiesen. Vgl. Mitteilungen aus dem K. St.-A. V, 15 ff. und 78. 260.— 1313, August 18. Ludolph von Gapellen, Rechtsgelehrter und Scholaster an Mariengraden, beantwortet eine Frage über die Auslegung einer Stelle in einem Testamente. Nos . . Ludolphus de Capella, doctor legum, scolasticus ecclesie b. Marie ad Gradus in Colonia, consulti super pactum, quod est tale: Quidam in testamento sno legavit quibusdam proprietatem cuiusdam domus, usufruetum eiusdem domus legavit cuidam certe persone ad dies vite sue, ita quod sol- veret de inhabitatione eiusdem domus quendam certum censum proprietariis pro sui memoria pagenda, deinde ille cui legatus est usufruetus ad dies vite sue vendidit huiusm. usufruetum cuidam alii qui hm. usufruetu empto accessit ad proprietarios — 268 — rogans, quod ipsi proprietarii concederent ipsi et. cuperent (?) hm. usufructum ad dies vite sue, quod fecerunt proprietarii predicti. Deinde iste secnndus vendidit dictum usufructum alii tertio, non accedente proprietariorum consensu quod ipsum ad dies vite sue habere posset, quamquam hm. consensum a dictis proprietariis rogavisset. Nunc medius qui emerat usufructum a primo usufructuario moritur: modo dicunt proprietarii usufructum ad se reversum esse, tertio et ultimo dicente apud se remanere debere usufructum predictum, quamdiu primus usufructuarius viveret. Queritur ergo utrum reversus sit usu- fructus ad proprietarios vel apud istum ultimum remanere dcbcat ex quo primus usufructuarius adhuc vivat; in ipso testamento autem dicitur: ipsum usufructum legavit primo usufructuario quamdiu vivet, per quod videtur vero dicere voluisse remanere ius usufructus apud legatarium, licet com- modum usufructus alienare potuerit. Respondemus quod — non obstantibus talibus allegationibus, nisi aliud in testamento testatoris inveniatur expressum, videlicet quod expresse pro- hibuit ipse testator primo usufructuario alienationem usufructus — usufructum per mortem medii emptoris revolutum esse ad ipsos proprietarios. Datum sabbato post assumptionem b. Virginis a. d. MCCC tertiodecimo. Aus dem Original im Arohiv von S. Gereon. Das Siegel des Ludolphus hängt noch an: es zeigt einen in einem Chorstuhl knieenden und aus einem Buche betenden Canonikus, und anscheinend auch dessen Schatten. Das Original ist in einer schwer leserlichen Ourrentschrift abgefasst, und können wir daher nicht dafür bürgen, dass wir überall richtig gelesen haben ; der Sinn des Ganzen ist aber sicher genau wiedergegeben. — Von aussen hat eine nicht alte Hand auf das dünne Pergamentblatt geschrieben: „de domo ad clypeum". 261.— 1313, August 9. Arnoläus, Canonicus in Wedding- hausen, zeigt den Amptleuten von S. Christoph an, dass er auf sein neben der Propstei von 8. Gereon gelegenes Erbe zu Gunsten seines Bruders Joh. von Köln verzichtet hat. Viris prudentibus et discretis . . . officiatis parrochie s. Christofori Col. frater Arnoldus canonicus monasterii de We- dinchusen iuxta Arnesberg ordinis Premonstratensis cognos- — 269 — cere veritatem. Noveritis quod renunciavi et renuncio per presentes super ea pueri parte que michi de morte quondam Gerhardt de Colonia et Wirekinis uxoris sue, civium Susa- tiensium, parentum meorum cessit in hereditate quondam Wil- helmi Isereil et Drude sororis sue sita in parrochia vestra iuxtä curiam domini . . prepositi ecclesie s. Gereonis Col. ad manus Iohannis dicti de Colonia fratris mei, civis Susatiensis, ita quod iure optinebit et convertere potest in quamcunque manum sibi videbitur expedire. Et hec vobis et omnibus, qnorum interest, sub sigillo domini mei . . . prepositi mona- sterii mei predicti ad preces meas presentibus appenso duxi significandum. Datum in vigilia b. Laurentii a. d. MCCC tredecimo. Nach dem Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel ist abgerissen. 2ß2.— 1315, Juni SO., stiften die Treuhänder des verst. Domherrn Ludung von Bucstel aus der Hinterlassenschaft desselben in der Kirche S. Gereon zwei Vicarien für die Altäre S. Paul uud S. Katharina etc. I. n. d. a. Universis, ad quos presentes littere pervene- rint, decanus et capitulum ecclesie s. Gereonis Col. veritatis no- titiam cum salute. Quoniam domum domini decet in seculum seculi sanctitudo, decet ut illius decorem, precipue, qui in aug- mentatione ministrorum ecclesie nostre consistit, specialiter diligamus. Sane cum viri discreti manufideles olim domini Ludowici de Bucstel, canonici Col., medietatem fructuum et redituum curtis site apud Wenzenrode in parrochia de Emundrode olim ipsius Ludevici pro salute anime eius, ac dilectus nobis Adolfus subcustos et canonicus ipsius ecclesie Col. predia et bona infrascripta, videlicet curtem de Mulsvort cum centum et duodecim iurnalibus et ceteris iuribus eidem attinentibus sitis in parrochia ecclesie de Gerode erga Kunonem de Druve militem necnon decem iurnales et quartam partem iurnalis terre allodialis et liberos ab omni decima erga Gozstu relic- tam quondam Goswini de Guderode sitos in parrochia de Gerode iuxta arborem que dicitur „Hoyldeneych" in via que — 270 — dicitur „Paffenwech" necnon tredecim iurnales cum quartali et dimidio sitos ibidem iuxta agros capituli Co], ex una parte versus Bruche et iuxta agros conventus de Sarne ex altera erga Gozstu relictam antedictam, necnon etiam domum lapi- deam et afeam cum suis iuribus et pertinentiis sitam apud ecclesiam s. Gereonis, in loco qui dicitur „up deme ackere" in parrochia ecclesie s. Christofori Col. erga Johannem dictum de gladio, canonicum ecclesie s. Andree Col. et suos legit- timos heredes ipsius Adolphi propria pecunia comparatas et comparata pro anime sue remedio ad sustentationem dnorum sa- cerdotum seu stipendia duorum vicariorum seu vicariarum perpetuarum deo in ecclesia nostra servitorum (!) liberaliter donaverint, tradiderint et deputaverint, ita quod unus eorum in altari s. Pauli foris in monasterio nostro et alter in cripta in altari sanctarum virginum Katherine, Agnetis et Barbare et s. Quirini martiris nondum adhuc specialiter dotatis missas celebrent, frequentando chorum et decano obediendo ibidem secundum consuetudinem ceterorum vicariorum — nos ad honorem dei et patronorum nostrorum ac petitione predictorum huiusm. altaria dotantium prefatas duas vicarias sie dotatas in ecclesia nostra perpetuo duximus admittendas, reeipientes nichilominus clericos in vicarios ecclesie nostre perpetuos, quibus easdem vicai'ias canonice conferri contigerit, prout in- ferius continetur. Verum quia Adolphus prefatus ad huiusm. vicarias uberiora stipendia contradidit ac alias ecclesie nostre beneficus extitit, nos de consensu ipsorum manufidelium eidem annuimus et tenore presentium concedimus potestatem vicarias easdem nunc et diebus vite sue cum vaeaverint per mortem resignationem seu ammotionem (!) eas habentium con- ferendi. Propter quod etiam, cum ipse Adolphus dietas vicarias unam Franconi de Husen dyacono in altari s. Pauli et alteram Lamberto fratri ipsius Franconis clerico in altari ss. virginum pred. celebraturis contulerit, concedimus eidem, ut fruetus earundum vicariarum tollat eosdem clericos sustentando de eisdem, donec ad etatem legittimam pervenerint, qua possint in sacerdotes ordinari. Post mortem vero dicti Adulphi collatio huiusm. altarium videlicet s. Pauli ad scholasticum et ss. virginum ad cantorem nostre ecclesie') pertinebit, ita quod, quibus collata fuerint, si non sunt, se faciant infra annum a — 271 — tempore vacationis in presbiteros promoveri; alioquin huiusm. beneficia ipso facto vacent, aliis personis ydoneis eavice per decanum nostrinn conferenda. Si vero decanatus, scholastria seu cantoria huiusm. vacent vel in Ute fuerint, collatio huiusm. beneficiorum tunc vacantium ad superiorem dyaconum nostri capituli ea vice devolvetur. Insuper rogamus ac in domino obsecramus prefatos collatores ad quos vel quem tempore vacationis huiusm. beneficiorum collatio spectabit, ut, si quem de consanguineis ipsius Adolphi bone conversationis et vite ac scientie competentis compererint, ipsis vel ipsi de huiusm. beneficiis studeant providere propter deum. Et quia omnia premissa et singula de nostro et dictorum manufidelium con- sensu processerunt et procedunt, ea appensione nostri maioris et manufidelium pred. sigillis sint communita. Et nos Adol- phus maioris, Henricus de Bucstel thesaurarius et Iohannes de Staylburch s. Gereonis ecclesiarum Col. canonici pred., manufideles domini Ludewici antedicti, recognoscentes quod premissa omnia et singula, prout narrantur, de nostro scitu et voluntate speciali processerunt, nostra in eorundem testi- monium duximus apponenda. Actum et datum a. d. mill. trec. quintodecimo II kal. Iulii. Das fein ausgeführte Original im St.-A. zu D., Siegel erhalten. — R. B. fol. 33b—34b und nochmals 34b—35a. Die Urkunde ist nach einem zweiten im Kölner Stadtarchive befindlichen Originale gedruckt bei Ennen Qu. IV, 25. ') Gemäss einer beigeschriebenen Bomerkung (15. oder 16. Jh.) hat später der Scholastor beide Vicarien vergeben. 263.— Juli 5. Drei Kanoniker von S. Gereon entscheiden als Schiedsrichter einen Streit zwischen ihrem Mitcanonihus Joh. von Gohr und den Glöcknern von S. Gereon hinsichtlich des Zehnten von 4 Hufen (bei Junkersdorf) zu Gunsten der Glöckner. Universis presentes litteras visuris et audituris Henricus de Bucsteylle thesaurarius, Engelbertus de Schinna camerarius Theodericus de Novo Castro et Iohannes de Staylburg, canonici ecclesie s. Gereonis Col. notitiam veritatis. Noveritis, quod — cum inter Hermannum de Gore nostrum in dicta — 272 — ecclesia concanonicum ex una parte et campanarios eiusdem ecclesie ex altera super decimus sive distinctione decimarum, quas dicte partes hincinde habent in parrochia de Gunterstorp et quibusdam aliis causis, quas adinvicem hactenus habuerunt, mota et exorta fuisset materia questionis — tandem predicte partes paci et concordie intendentes in nos tanquam in arbi- tros arbitratores seu amicabiles compositores communiter non coacti sed spontanea voluntate compromiserunt et compromit- tunt per presentes sub pena decem marcarurn Brab. den. a parte nostram pronunciationem non observante solvenda ad structuram nove sacristie ecclesie nostre pred., sicut ipse partos in capitulo dicte ecclesie s. Gereonis solempni stipu- latione interposita se ad hoc sub pena pred. asstrinxerunt, ita quod, quicquid nos per viam pacis aut iuris super preraissis ordinaverimus aut pronunciaverimus, hoc dicte partes ratum et firmum habebunt et inviolabiliter observabunt. Nos itaque huiusm. compromisso in nos suscepto, habitis consideratione et inquisitione diligentibus, mediante ven. viro doraino Arnoldo decano ecclesie pred., super premissis ordinamus et pronun- ciamus in hunc modum: Quod dicti campanarii in campis Guntersdorp habeant decimas de quatuor mansis undecim iurnalibus minus, quorum quatuor mansorum minus undecim iurnalibus deputamus eis tres mansos Henrici de Bruche, re- siduum vero in manso quondam Iohannis de Seyndorp (11 Morgen von dieser Hufe, nämlich 6 am Wege nach „Vugelkeym" und 5 in „Linderhegge"', sehnten nicht) .....et hiis perpetuo (campanarii) sint contenti. Item pronunciamus, quod idem Herrn, de Gore ipsis campanariis statim . . . solvat et det duo maldra tritici ratione gelimarum triticearum ablatarum eisdem. Item pronuntiamus . . . quod Hermannus pred. bona fide efficiat . . ., quod dominus Butzschandus miles iudex loci Goblinum dictum de s. Cecilia sacerdotem, ratione arrestatio- num ibidem . . . factarum impetitum, quitum dimittat, maxirae quia huiusm. factum ortum habeat propter acceptionem gelimarum pred. ab ipso Hermanno factam. Item pronunciamus, quod, quia pref. Gohlinus negat se aliquas decimas ipsius Hermanni alicui in pensionem dedisse nee nomine suo fore sublatas, quod ipse Hermannus ipsi Goblino imponit, pref. Hermannus illum pensionarium conveniat et impetat super eo et — 273 — dictum Goblinum in pace dimittat, donec et nisi in veritate compertum fuerit, quod ipse pensionarius de voluntate et mandato ipsius Gobelini huiusm. dampnum fecerit Hermanno pred. in decimis competentibus sibi de iure.....In cuius rei . . . testimonium et perpetuam firmitatem sigilla nostra una cum sigillo ven domini Arnoldi decani pred. presentibus duximus apponenda. (Folgt Bestätigung des Dechanten Arnold.) Datum a. d. MCCC quintodecimo sabbato post octavam nativi- tatis b. Iohannis ßaptiste. Original im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. fol. 24a. 264.— 1315, Juli 31. Der Unterdechant H. v. Rennenberg teilt dem Kapitel von S. Gereon mit, dass dasselbe eine Beute von 6 Schillingen für ein Jahrgedächtniss des verst. Chorbischofs Joh. v. Rennenberg durch den Domkämmerer zu beziehen hat. Notum sit vobis in Christo dilectis dominis decano et capitulo ecclesie s. Gereonis Col. per nos Hermannum de Rennenberch, subdecanum Col., manuMelem bone memorie quondam domini Iohannis de Rennenberg choriepiscopi Col., quod idem choriepiscopus legavit vobis annuatim sex solidos pro memoria sua apud vos habenda in vigilia b. Severini sin- gulis annis perpetuo et ipsos sex solidos requiret a camerario capituli Col. pro tempore existenti, sicut in eiusdem capituli nostri libro est conscriptum et hec sub sigillo nostro hiis appenso protestamur per presentes. Datum a. d. mill. tric. quintodecimo in vigilia ad vincula b. Petri ap. . Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel hängt ziemlieh erhalten an. — R. B. fol. 100b. 265— 1315, October 11. Dechant und Kapitel von S. Gereon setzen fest, nach welcher Ordnung künftig die Pfründen, Pfarreien und Obedientiarieen der Kirche in Zukunft vergeben werden sollen. I. n. d. a. Universis presentia visuris decanus et capi- tulum ecclesie s. Gereonis Col. perpetue notitiam veritatis. Ex preteritorum experientia temporum frequenter persensimus, 19 - 214 - qnod, vacantibus in ecclesia nostra quantuliscunque modicis beneficiis, nos tarn per nobilium et potentium quam tnaiorum armatas preces et instantias importunas, unde deberemus i'a- vores et amicitias consequi, offensas potius et odia incurrimus, adeo etiam ut sepe coacti simus providere indignis, ideoqne deum et pacem habentes pro oculis — quoniam alias de beneficiis et officüs ecclesie nostre, que prepositus noster pro tempore existens conferre seu ad ea debeat presentare, inter ipsum et nos statutum et ordinatio intervenit, prout in litteris super hoc coni'ectis plenius continetur — quapropter proficuum nobis et utile ac commodum estimamus, ut beneficia, que de- canus noster pro tempore existens solus sine nobis valeat et debeat et nos sine ipso valeamus et debeamus conferre, in ecclesia nostra presentibus declarentur. Ilec autem sunt beneficia per- tinentia ad collationem decani nostri pro tempore existentis, videl. due vicarie primorum vicariorum perpetuorum, item quatuor vicarie sacerdotum habentium decimas apud Titze, item vicaria altaris b. Virginis, item vicaria altaris beatorum Dionisii et sociorum eius, item vicaria altaris s. Iacobi 1 ) in cripta versus aquilonem, item vicaria capelle s. Quintini, item omnes vicarie non perpetue vacantes ex assumptione cano- nicorum nostrorum in prelatos seu priores Col. . Super Omnibus vero aliis beneficiis curatis et non curatis ac prebendulis clericorum et unius probende laycalis videlicet olim carpenta- rii nunc autem sequentis crucem ante processionem cum ba- culo, que ad nos decanum et capitulum seu cellerarium no- strum ab antiquo pertinuerunt seu competere poterunt in futurum, solum capitulum absque decano de cetero ordinabit et disponet in hunc modum, videl. quod propter vitandas causas odiorum et öffensarum predictas, vacante ex nunc in antea in ecclesia nostra aliquo beneficiorum huiusm. ecclesiasticorum seu laicali, sive sit magnum sive sit parvum, maior sive prior secundum eius ingressum ad prebendam de collegio nostro, sive sit sacerdos sive diaconus sive alterius ordinis gradus aut simplex canonicus, dummodo emancipatus existat, illud conferat seu presentet ad illud nomine capituli nostri, super quo nos decanus et capitulum sub sigillo nostro ad causas litteras promittimus conferre nostro nomine presentando. Simi- liter etiam scholasticus qui pro tempore fuerit, servabit in — 2?5 — huiusm. presentationibus seu collationibns ordinem ingressus sui ad prebendam. Si vero aliquis canonicorum nostrorum aut scholasticus collationis sue aut presentationis tempore, quod curret a tempore vacationis, ad quatuor menses neglexerit, ad aliud beneficium ordinandum non admittetur, nisi forte auctoritate domini pape aut legatorum eius preventus fuerit vel exclusus, in quibus casibus sequens vacans beneficium, quod comode (!) conferre poterit, conferet modo predicto seu presentabit ad illud. Inter cetera etiam est ordinatum et statutum, quod, si cui ex collegio nostro collatio seu presen- tatio huiusm. competiverit, ut est dictum, sisuspensus, inobediens aut excommunicatus tunc fuerit, procuret infra spatium huiusm. quatuor mensium ab huiusm. suspensione, inobedientia et ex- communicatione se absolvi, ut abilis (!) reddatur ad huiusm. col- lationem seu presentationem; alioquin ipso facto ins suum in premissis amittat et ad proximum maiorem secundum ingres- sum ad prebendam huiusm. sit collatio seu presentatio devo- luta. Item est ordinatum et statutum, quod, si aliquis de collegio nostro in priorem Col. assumptus huiusm. honori cesserit, faciens nobiscum residentiam, si postmodum non vacet aliquod beneficiorum huiusm. ad ipsius collationem seu presentationem secundum ordinationem ingressus sui ad prebendam competens, careat omni iure et commodo huiusm. collationis et presentationis, nisi forte tamdiu vivat, quod iterato ad eum huiusm. collatio seu presentatio devolvatur. Quod si aliquis prelatorum seu canonicorum nostrorum, quem ordo conferendi beneficium seu presentandi ad illud secundum ordinem sui ingressus tangit, a tempore vacationis huiusmodi non contu- lerit infra quatuor menses, ex tunc eo ipso huiusm. collatio ad proximum post eum maiorem de capitulo secundum ingressum devolvetur, qui ita provideat sibi, quod infra tempus a iure statutum post huiusm. primam vacationem provideat de eodem; alioquin uterque eorum suo iure careat et sit privatus. Item ordinatum est, quod, si ex nunc in antea de consensu capituli aliquas novas prebendulas seu vicarias in ecclesia nostra in- stitui contigerit, nisi institutores seu institutor collationem eius seu earum expresse preposito, decano, scholastico, thesaurario, cantori, camerario aut alicui certe persone de nostris canonicis commisserint seu commiserit, collatio huiusm. beneficiorum — 276 — aut vicariarnm ad solnm capitulum pertinebit conferendorum seu conferendarnm, prout suporius continetur. Collatio etiam parrochialium ecclesiarum seil vicariarnm perpetnarum de Greynswilre et de Dussele et presentatio ad easdem, prout ab olim spectavit, ita in futurum spectal)it ad obedientiarios dictorum locorum pro tempore existentes, dispositio autem et collatio dictarum et reliquarum omnium obedientiarum et curtium ecclesie nostre ad capitulum nostrum communiter et generaliter pertinebit, ita quod nullus prelatorum seu canoni- corum nostrorum propter ordinem et ordinationes pred. sibi aliquam specialem potestatem conferendi huiusm. obedientias sive curtes valeat vendicare. Ut autem sciatur ordo et incho- atio huiusm. negotii, sciendum, quod Henricus de Erperoyde cantor et Henricus de Bucstel thesaurarius novissime functi sunt vice et prensentationis sue ac collationis et maior secun- dum ingressum ad prebendam post eos erit ex nunc primus et ceteri per ordinem, prout superius continetur. Hec autem omnia et singula, prius super hoc nostris concanonicis omnibus et singulis evocatis et convocatis et concordantibus, tarn nos decanus quam nos omnes et singuli canonici pred., super hoc fide prestita corporali, promisimus et promittimus perpetuo inviolabiliter observare. In cuius robur et testimonium sigil- lum ecclesie nostre presentibus duximus apponendum. Actum statutum et datum in generali capitulo nostro crastino b. Ge- reonis a. d. mill. trec. quintodecimo. K. B. fol. 113 b—114 a. !) Eine Hand des 15. oder IC. Jh. hat liier beigeschriebon: „nunc dicti ,ci'ucis'. u 266.— 1315, Maerz. Die 2 Brüder Kesselink stellen den Hof zu Kriel, welchen ihre Eltern und sie 24 Jahre lang vom Kapitel S. Gereon in Pacht gehabt haben, den Eigenthümern zurück. Nos Iohannes et Conradus dicti Kesselinc fratres notum esse volumus, quod — quia omnes anni, videl. vigintiquatuor, quibus olim Iohannes dictus Kesselinc et Gertrudis eius uxor legittima, parentes nostri, a ven. dominis decano et capitulo -#= 277 — ecclesie s. Gereonis Col. curtem ipsorum dominorum apud Krele cum terris arabilibus, decimis tarn antiquis quam com- paratis, censibus, villicatione et emergentiis et aliis quibus- cunque ad eandem curtem spectantibus ad certam firmam et pensionem receperant et possederant et nos post mortem eorum tamquam heredes legittimi usque nunc possederimus, sint elapsi et expiraverint .... — nolentes, quod ipsi domini de cetero ad nos aliquem respectum habeant super huiusm. pensione, nos ipsis dominis huiusm. curtem cum Omnibus suis attinentiis tenore presentium restituimus et libere resignamus tarn coram testibus infrascriptis quam coram hyemannis et censitis spectantibus ad eandem, recognoscentes nichil iuris nobis ammodo (!) competere in eisdem, verum cum compu- tatione inter ipsos et nos novissime facta et ante omnia satis- facto nobis per ipsos ad plenum de universis dampnis, ex- pensis, exactionibus et aliis quibuscunque occasione ipsorum dominorum, ut asseruimus, nobis et parentibus nostris pred. illatis, ita quod in totum super premissis ipsos dominos qui- tamus et quitos in hiis scriptis clamamus — tarnen super hec omnia adhuc inventi fuimus ipsis dominis in pluribus debitores, propter quod de consilio amicorum nostrorum in solutione huiusm. debitorum dedimus et damus .... eisdem dominis fruges et bladum de circa vigintiquinque iornalibus seminatis semine hyemali apud Crele in agris eorundem nobis in exitu nostro tamquam partiariis competentibus in hoc casu; ipsi quoque domini e converso omnibus debitis et causis, que et quas contra nos usque in hodiernum diem habent seu habere poterant, simpliciter effestucaverunt. Recognoscimus etiam et proütemur, quod parentes nostri pred. decimas, maiores et minutas, quas olim tenebant titulo feodo a dominabus abba- tissa et conventu ecclesie s. Cecilie Col., competentes ipsis in quibusdam terris arabilibus apud Linde in parrochia de Crele, cum aliis quibusdam censibus in Colonia in idem feodum spectantibus convincta manu sicut hoc de iure et patrie con- suetudine facere poterant, prefatis dominis iam dudum vendi- derunt pro certa pecunie quantitate ipsis parentibus nostris soluta numerata et assignata, quam venditionem tamquam legittime factam ratam habemus nee contra illam veniemus unquam ullo tempore, ingenio sive causa; promittentes etiam — 278 — super hoc fide prestita corporali, quod super premissis Omnibus et singulis ipsis dominis, prout supra tactum est, fate- bimur et warandiam prestabimus coram quibuscunque tam in iudicio quam extra. In cuius rei testimoninm et rirmitatem sigilla nostra propria presentibus sunt appensa. Testes autem huiusm. compositionis (?) sunt Wilhelmus dictus Mozart e^ Hildegerus Keselinc, avunculus noster, cives Col., qui sigilla sua ad preces nostras eisdem presentibus appenderunt. Et nos cives prefati profitemur sigilla nostra ad petitionem dictorum fratrum hiis litteris appendisse. Actum et datum mense Martio a. d. mill. tric. quintodecimo. R. B. fol. 119 a b. 267.— 1315, Maerz 3., ind. 13. Der öffentliche Notar und Köln. Cleriker Albert von Dui/sbergh fertigt ein öffentliches Instrument, nach welchem Gerhard von Lachern legiert „septem sacerdotibus, offl- cianti hospitale ac capellano capellae s. Quintini, necnon offi- ciantibus altaria b. Virginis, s. Dionysii, s. Victoris, s. Cae- ciliae, Vicarie quam instituit dnus Guntramus, duabus vicariis quas instituit dnus de Heyse et vicarie quam instituit Aleydis de Bunna, vicariis eccle s. Gereonis Col. 3 mansiones sitas in lata platea iuxta cnriam d. Alshoven versus campum solventes annuatim 6 marcas cum dimidia et 2 sol., de quibus eidem Gerhardo fient memoriae, videl. quolibet mense una memoria, et de huiusm. pecunia distribuentur inter prefatos vicarios pntes in vig. et in sequenti die missam celebrantes dimidia marca . . .; item 17 sol. cum dimidio Col. den. in quadam domo et area sitis in vico qui dicitur Cederwalt . . ., unde anniversarius eius peragetur; item domum sitam in plackgassen prope puteum habentem 5 mansiones, quae solvunt annuatim 28 sol., de quibus dantur 8 sol. cuidam dicto Grance, de resi- duis 28 sol. fient ipsius Gerhardi septimus et trecesimus . ..; item legavit eisdem vicariis medietatem unius Lehen apud Horheym, de quo dantur 12 den. in officium magnum ecclae s. Gereonis, et medietatem 6 iurnalium t. ar., de quibus seil. 3 iurnalibus dantur 3 den. in curtem Merteshoven. Item con- fessus et protestatus fuit idem Gerardus, se praefatis vicariis dedisse ... 75 marcas in parata et numerata pecunia ad com- — 279 — parandum cum eisdem reditus perpetuos. Von edlen diesen Legaten behält er sich and seinem Sohne Wilhelm und seiner Tochter Bela die Nutzniessung vor. Gethätigt wurde der Akt in der Wohnung „discreti viri dni Adolphi de Werda, pntibus viris discretis dnis Arnoldo de Wevelkoven, Gerhardo canonicis eccle s. Ge- reonis, Conrade de Bure canonico ecclae in Beicheim [= Bachheim] Gerhardo de custodia, Henrico famulo mgri Henrici de Arwilre laico et pluribus vicariis ecclae s. Gereonis." Nach dem Copiarium Vioariorum fol. 161. 268.— 1315, October 3. Die Schößen von S. Gereon bekunden die Schenkung zweier Häuser an die Priestervicare der genannten Kirche. Nos . . scabini s. Gereonis Col. notum esse volumus . . ., quod consituta propter hoc in nostra presentia Richmudis puella nata olim Reymari d. de Belle pro remedio anime sue et parentum suorum donationem inter vivos contulit . . . 7 . . sacerdotibus et 3 aliis . . sacerdotibus, videl. altaris b. Dyo- nisii, s. Quintini in vineis, neenon hospitalis, perpetuis vicariis eccle s. Gereonis Col., domum suam quam inhabitat cum domo alia eidem domui a latere meridionali contigua, que domus site sunt in parrochia s. Christophori Col. iuxta portam leonis et ex opposito monasterii s. Cläre cum area etc. . .; tali tarnen adieeta conditione, quod pref. Richmudis pro diebus vite sue usufruetum obtineat ... in domibus memoratis. Preterea notum sit, quod pref. sacerdotibus solvuntur et solvi consue- verunt singulis annis de pred. . . . domibus 7 solidi Col. den. usu. ratione fundi nomine annui . . . census . . . videl in festo omnium sanetorum pro media parte et in festo b. Walburgis pro alia media parte. In cuius rei testimonium . . sigillum scabinorum nostrum commune . . . duximus apponendum. Datum a. d. mill. CCC quintodeeimo, feria sexta post festum h. Mychaelis archangeli. Original im Arohiv von S. Gereon. Das (verletzte) Siegel zeigt eine mit einem Panzerhemde und darüber mit einer Tunica bekleidete Figur» welche in der Rechten eine Fahne hoch hält, und in der gesenkten Linken einen Schild trägt, auf dem 3 sich kreuzende Doppelspiesse zu sehen sind. — 280 — 269.— 1316, Januar 2., wird, bekundet, dass die Vikare von S. Gereon mit lü^mr. einen Jahrzins von 6 Schillingen, lastend auf einem Haus im Cederwald. gekauft haben. I. n. d. a. Universis . . . Officialis curie eccle maioris, magistra et conventus monasterii ss. Machabeorum in Col. or- dinis s. Benedicti, ac . . Theod. de Schiderich natus olim dis- creti viri . . Theod. de Drancgassen militis, ac Plenricus filius quondam dicti Berwalt, officiati domus rusticorum in Nederich Col .....propter hoc coram nobis constituti Albertus Vogo- lonis notarius eccle Col. et Leveradis coniuges .... vendi- derunt . . . manu convincta (?)... perpetuis vicariis eccle s. Gereonis Col. pro tempore existentibus, videl. 7 sacerdoti- bus, provisori hospitalis s. Gereonis, item vicariis, quos insti- tuerunt quondam dnus Alexander decanus, item dni Hupertus, Thomas, Guntramnus, Hermannus de s. Apro, Wilh. de Ak}in- hove, duabns vicariis institutis a dno Heriberto de Hese et vicario s. Cecilie . . . pensionem annuam 6 solidorum Col. pag. usu., videl. 3 hallensibus antiquis pro 2 denariis et 18 hal- lensibus pro solido quolibet computatis solvendis nomine ipso- sum vicariorum ot assignandis vicario qui pro tempore fuerit in capella b. Elene in eccla s. Gereonis ... in perpetuura . . . a dictis coniugibus et eorum successoribus singulis annis ... de domo lapidea et mansione dictorum coniugum sita in vico d. Cederwalt ex opposito dormitorii dnorum eccle s. An- dree . . ., iuxta domum „wichus" sita, quadam tarnen area ipsius Alberti interiacente alia, in parrochia s. Pauli Col., cum celario ipsi domui attinente . . . que domus ratione fundi ad nos magistram et conv. pred. spectant, pro 11 marcis et 6 so- lidis dicti pag. . . .; sie videl. quod vicarius habens altare s. Elene, quieunque pro tempore fuerit, pred. pensionem . . . 6 solidorum . . . reeipiat et aliis . . . vicariis prenominatis distribuat. Halten die Inhaber des Hauses die Zahlung des Zinses nicht pünktlich bei, so fällt das Haus an die genannten Vicare. Zur Beglaubigung haben die 4 eingangs genannten Personen ihre Siegel angehängt. „Datum crastino circumcisiönis a. eiusdem MCCC sextodeeimo." Original im Arohiv von S. Gereon. Die 4 Siegel sind mehr oder weniger verletzt. Eine alte Aufschrift der Urkunde lautet: „littera de domibus in smirstrasen." — 281 — 270.— 1316, Januar 13. Der Priestervikar Adolf von S. Gereon und die Beggine Mechtild, Schwester des Nicolaus von Heppen- dorf, eines Mönches von Altenberg, welche 2 benachbarte Häuser gegenüber dem Porticus von S. Gereon bewohnen, bekunden einen Vertrag, nach welchem die Besitzer der beiden Häuser die gemeinschaftliche (Abtritts-) Cloake, wenn dieselbe voll ist, abivechselnd reinigen sollen; dass derjenige, der sie jedesmal reinigt, den Hünger auf seinen Hof schaffen soll; dass endlich der jeweilige Besitzer des Hauses der Mechtild nach Belieben den über der Cloake erbauten Abzugsschornstein („instrumentum . . . quod super dictam cloacham pro va- poribus ascendendis et emittendis edificatum est in modum pyropi 1 )") beibehalten oder niederreissen darf. Zur Bekräftigung haben der Ofßcicd Philipp des Propstes von S. Gereon und der Pleban Conrad von 8. Christoph ihr Siegel angehängt. Datum a. dni MCCCXVI in octava epyphanie eiusdem. Original im Archiv von S. Gereon. Vom Siegel des Offlcials ist die Vorderseite fast ganz zerstört, die Rückseite zeigt einen rechts schauenden Adler. Das Siegel des Plebans zeigt einen Vogel (Storch oder Pelikan ?), der auf dem Bande eines Nestes stehend seine Jungen füttert. ] ) Nach Ducange mit Berufung auf AA. SS. Boll. Juni IV, 350.= ca- cumen fastigii vel tecti in pyri formam desinens. Oben unterliegt natürlich die Bedeutung des selten vorkommenden "Wortes keinem Zweifel. 271.— 1316, Mai 19. Das Domkapitel bekundet, dass sein Untercustos Adolf eine Hofstätte zu Trevensdorf gekauft hat, welche jährlich einen Zins von 6 Schillingen einbringt, und dass er dieselbe an 2 Vicare von S. Gereon testamentarisch vermacht hat. Universis presentis litteras inspecturis nos decanus et capitulum Col. notum facimus et presentibus profitemur, quod Kunegundis et Lambertus filius eius de Treventorp constituti propter hoc specialiter in presentia nostra recognoverunt ac confessi sunt, quod ipsi aream suam cum domo et arboribus et omnibus suis attinentiis, prout sita sunt in villa apud Tre- vendorp iuxta aream quondam Henrici ligatoris vasorum versus ecclesiam, item ex alia parte iuxta aream Lamberti versus silvam unanimi consensu et voluntate tamquam suum allodium — 282 — vendiderunt dilecto in Christo domino Adolpho subcustodi et concanonico nostro et predicta bona ad manus et utilitatem ipsius supraportaverunt coram iudice seculari et schabinis dicti loci pro certa pecunie summa quam se recepisse et in usus suos necessarios convertisse fatebatur. Item recognoverunt quod huiusm. venditioni et supraportationi interfuerunt testes infrascripti, videl. Hermannus dictus Ruwe, Nicholaus fratres, VVinricus de Lunreke, Gobelinus de Ay, Winricus filius Wol- berti et alii quam plures. Insuper prefatus subcustos et con- canonicus noster recognovit et confessus est coram nobis, quod ipse prefata bona Knnegundi et Lamberto filio suo pred. et eorum heredibus dedit et concessit ad annuam pensionem, ut ipsi videl. singulis annis in festo b. Martini vel infra quin- denam sine captione eidem concanonico nostro sex solidos Col. monete legalis persolvant et presentet Coloniam suis la- boribus et expensis; alioquin ex tunc nichil iuris in eisdera bonis sibi poterunt vendicare, sed quod idem concanonicus noster et omnes sibi succedentes in ipsis bonis habeant et percipiant fructus et proventus tamquam de suo allodio pro tempore emergentes. Preterea pred. concanonicus noster, vo- lens in casu presenti suum condere testamentum, ordinavit et statuit, quod post mortem suam Franco et Lambertus fratres, rectores altarium videl. s. Paiüi superius (!) et sanctarum virginum Katherine, Agnetis, Barbare et aliarum in cripta ecclesie s. Gereonis ac eorum successores in perpetuum habeant et percipiant fructus et proventus de antedictis bonis percipiendos, prout est premissum. Nos igitur ad petitionem partium pred. sigillum nostrum ad causas presentibus litteris apponimus in testimonium omnium premissorum. Actum et datum in ecclesia nostra a. d. mill. CCC sextodecimo in vigilia ascensionis domini. Original im St.-A. zu Düsseldorf in dreifacher Ausfertigung. — K. B. fol. 42 a—b, und (ungenauer) 94 a. 272.— 1316, Mai 26., verkauft Vogt Arnold von Nierendorf 117 Morgen Ackerland, etwa 5 Morgen Wingerte, 48 Morgen Busch — 283 — und gewisse Zinsen an das Kapitel von S. Gereon für 1042 mr. und 11 Schillinge. Universis presentes litteras visuris et audituris Arnoldus advocatus de Nevendorp, armiger Col. diocesis, in perpetuum rei geste cognoscere veritatem. Noveritis, quod ego, urgente necessitate, evidenti habito super hoc amicorum meorum con- silio et deliberatione diligenti, vendidi et vendo per presentes honorabilibus viris dominis decano et capitulo ecclesie s. Ge- reonis Coloniensis ementibus erga me, iusto emptionis et ven- ditionis titulo interveniente, predia et bona mea sita inter li- mites villarum Nerendorp, Berendorp, Lymersdorp et Hey- mersheym et ex opposito ville Unkele consistentia tarn in agris arabilibus, vineis, pratis, pascuis, nemoribus, piscariis quam in censibus denariorum et pullorum ac anserum et mo- lendino ac aliis quibuscunque rebus et proventibus, iuribus, cmergentiis et servitiis presentibus expressis et non expressis et cum monte dicto Aldenberch, exceptis undecim iurnalibus terre arabilis sitis in campis ville de Nerendorp, quos teneo in feodo a nobili viro domino comite de Nuenare, et excepta advocatia de Nerendorp, quam teneo in homagio a nobili j viro domino comite Iuliacensi, et exceptis bonis meis, que bona de Brysge appellantur ubicunque sita sunt, et reservans michi dictos iurnales, advocatiam et bona de Brysge predicta ad faciendum cum eisdem quod michi videbitur expedire. Summa vero bonorum per me venditorum dominis predictis ascendit in agris ad centum et decem et septem iornales terre arabilis vel circa; summa vero vinearum ad quatuor iurnales terre vineate vel circa in diversis petiis iuxta Nerendorp et quedam alia vinea in loco que dicitur Unkelsteyn, prout ibi iacet, item ad tria quartalia terre vineate in loco que dicitur Gere; item summa nemorum ascendit ad quadra- ginta et octo iurnales; prata vero sunt cum terra arabili nu- merata; item due piscine; summa vero censuum ascendit, ad triginta et octo solidos vel circa, summa pullorum, anserum et caponum ad quinquaginta ascendit, sicut dicta bona in suis locis sita sunt et demonstrata, que quidem bona predictis dominis vendidi pro mille et quadraginta duabus marcis et undecim solidis denariorum Col. usu., de quibus ipsi domini emptores michi nomine iusti pretii pro dictis bonis in parata — 284 — pecunia et numerata plenarie satisfecerunt..... Et recog- noscens rae predicta bona possidere nomine eorundem bonorum, donec ipsi bonorum eorundem possessionem nanciscantur pacificam et quietam; promittens per presentes eisdem do- minis facere warandiam debitam et resignationem et effestu- cationem ac supraportationem eorundem bonorum, et deponere omnem iustam impetitionem in omnibus locis, iudiciis ... ex nunc infra annum et diem. Item relevabo eosdem dominos ab impetitione quarte partis molendini et montis ac censuum ex parte avunculi mei. Item procurabo, quod prepositus de Remago recognoscet se et monasterium suum in dictis bonis nichil plus iuris habere preterquam nudum censum triginta denariorum nee ipsi domini teneantur ire ad iudicia que „ringe et gedinge" vulg. appidlantur. Item procurabo, quod dorn. Ger. de Landiscronen . . . recognoscet, quod nichil iuris ha- bebit . . . nisi unum denarium nomine census et propter hoc ipsa bona ab omni precaria et onere eundi ad . . . „ringe et gedinge" [libera erunt]. Item area sita in villa Nerendorp speetans ad bona predicta in mensuratione dictorum bonorum est inclusa et connumerata. Item . . . est conditionatum, quod pred. domini dec. et cap. possunt in curte eorum aput Nerendorp ponere opiliones et habere greges ovium, prout ipsis expedire videbitur, "et si aecusati fuerint super eo, ego Ar- noldus pred. et successores mei advocati . . . exinde nichil iuris habebo vel habebunt, nee iudicare habebunt in curte, quam domini ibidem habuerint, nisi forte de homieidiis. . . . Item conditionatum est, quod, si animalia aliquorum hominum in pratis dictorum dominorum inventa fuerint, illa deduci po- terunt in curtem ipsorum in Nerendorp pro satisfactione dampni sine querimonia seu iudicio alterius euiuseunque. Item procurabo etc. (dass die Nichten des Arn., welche einen Jahrzins von 15 mr. aus dem Gute zu beziehen haben, den Herren gestatten diesen bis S. Andreas mit 150 mr. loszukaufen; dann ist das- Chit frei, mit Ausnahme jedoch der Güter „de Brysge", welches er noch nicht hat „disbrigare" können). Als Worthalter stellt Am.: die Bitter Bütger Balg und Hermann von Odenhausen, ferner Engelb. von Bheindorf und dessen Bruder Wilhelm, Sobbo von Ingendorf und Sohn Beynard, Heinrich von Niederich, Tilmann Vogt von „ Tiden- choven" (Oedekoven oder Oedingen ?) s. Bruder, Äbelo Vogt von Muffen- — 285 — dorf, Teilkin von Palmersheim, Lambert Sohn Lamberts von Rheindorf, endlich Hermann Neve von Meldern. Diese 12 verpflichten sich alle eventuell zum Einlagcr, wer von ihnen dies nicht halten kann, hat einen berittenen Stellvertreter zu stellen. Dann entsagt Arn. jeder Ausflucht, ferner „actioni, infectioni ac constitutioni de duobus reis, debend (!) ! ) epistole divi Adriani" etc. Einige der genannten haben ihr Siegel angehängt, für die andern haben dies ge- than Rutger Burggraf von Drachenfels, Ritter Heinrich von Hüchel- hoven und Ritter Emund von Gimnich. „Datum a. d. mill. trec. sextodecimo crastino b. Urbani. E. ß. fol. 87 b—88 b. i) sollte vielleicht „defensioni" heissen. 273.— 1316, Mai 26., gibt Ritter Gerard, Herr von Lande- crone, mit seiner Frau Paza die in voriger Urkunde erwähnte Erklärung ab über die Güter des Arnold von Nierendorf bei „Neren- dorp, Limersdorp, Berinsdorp et Heymersbeym et Unkelsteyne, curtialia olim et pertinentia in curtem nostram in Nerendorp." Datum wie in dsr vorigen Urkunde. R. B. fol. 90 b. 274.— 1316, Juni 22., trifft eine von D. K. von S. G. gewählte Commission Bestimmungen über die Leistungen der Obedieu- tiare in solchen Jahren, in welchen die Ernte durch Hagel, Brand oder Krieg bedeutend geschädigt worden ist. I. n. D. a. Nos Arnoldus de Börne d. gr. decanns, Hein- ricus de Erperode choriepus, Heinr. de Bucstel thesaurarius, loh. de Staylburg et Harpernus pbri, Wilh. de Aldenhoven et Th. de Oytginbach subdiaconus, canonici eccle s. Gereonis Col. notum esse volumus . . . quod — cum dilecti in Christo caplum et collegium eccle pred. de consensu nro decani pred. in nos compromittendum duxerint et compromiserint, ut circa casus fortuitos, videl. grandinis, exercitus et incendij, lesiones et alia dampna et incommoda circa sterilitates vini et bladi - 286 — canonicis nris pensionarijs in communibus bonis eorum et nris contingentes et contingencia necnon super arrestacionibus et pignoracionibus in curtibus et bonis capli nri seu colonorum earundem curtium, quid fieri et perpetuo observari debeat, ordinemus et declaremus circa huiusm., que fuerint declaranda — nos diversis collacionibus et tractatibus super hoc habitis ordinamus et declaramus, quod, si tempestas grandinis evenerit nris obedienciarijs, qui alias pensiones vel census non habent in agriculturis, vineis seu in decimis, tunc illo anno caplum sustinebit medietatem dampni sie facti et probati per juratos curie si sunt, alioquin per fidedignos parrochianos, et aliam medietatem ipsius dampni sustinebit obedienciarius; si autem obedienciarius alias pensiones vel census habuerit in eandem obedientiam exspeetantes (lies: speetantes), tunc pensionarius illo anno dampni, quota pars de pensione obediencie sue ut- pote seeunda tercia aut alia a caplo ei remissa fuerit racione grandinis, totam et similem numero partem eodem anno re- stituet caplo de alijs redditibus eiusdem obediencie, quos grando ledere non potuit; si autem pensionarius hoc sustinere noluerit, dimittet illo anno caplo bona sua, sed peeudes et pecora sua ipse sine dampno capli sui et absque dolo et fraude ibidem pascet et propterea habebit et retinebit Stramin a, paleas et emergencias, et ideo nichilominus acquiret et requiret isti caplo illo anno census suos et pensiones pro viribus suis bona fide suis laboribus et expensis. Item volumus et ordinamus quod, si hostile incendium collecta vastaverit, dummodo pensionarius non sit in culpa, si de pensione debita caplo satisfacere non poterit, tunc deduetis expensis neces- sariis, residuum fide data det caplo, et si obedienciam re- tinere voluerit, solvat partem mediam expensarum circa edi- ficia construenda. Item volumus et ordinamus, quod, si clades bellica rapuerit violenter bona et res eccle, quod observetur in eo casu seeundum quod servatur in diffinitione articuli de grandine. Item volumus et ordinamus, quod, si post f. s. Re- migii contingant hi casus hostile incendium et clades bellica, caplo nichil depereat de pensione bladi; et si de bonis per- cipiendis alia servicia solvere pensionarius non potest, remit- tatur ei ad suam conscienciam. Item volumus et ordinamus, quod, si obedienciarius solummodo nudas pensiones vini vel — 287 — bladi habuerit et nimia sterilitas acciderit, quod solventes istas pensiones nnllo modo, solvere valeant, pensionarius ha- bebit inducias usque ad anntim futurum, et tunc satisfaciat, nisi similis vel maior redeat sterilitas, et tunc dabit fidem, quod nichil sibi de dicta obediencia obtinebit deductis ex- pensis, nisi primo caplo satisfecerit de debitis, in quibus sie tenetur. Item ordinamus et dieimus, quod de cetero nri con- canonici intrantes ambitum pro pena Bunnensi a crastino 1). Gereonis iaceant usque sexto idus Novembris, et nisi Interim satisfecerint, ex tunc vacet iacentis officium, pro quo iacet, sed caplum et presentes canonici in civitate poterunt induciare in- traturum et non iaeentem, si videbitur equum et honestum. Item volumus et ordinamus, quod nullus canonicorum nrorum sandicem seminabit nee seminare permittet in agris eccle nre, et si secus fecerit, dabit caplo de quolibet jurnali unam marcam, alioquin super hoc monitus ex parte capli intrabit ambitum, donec satisfecerit, seeundum penam ad hoc statutam. Item volumus et ordinamus, quod, si sterilitas maxima eve- nerit, decanus et seeundum introitus seniores sacerdos dyaco. nus et subdyaconus more capli vocati poterunt concordare cum pensionario vel maior pars eorum super huiusm. dampna; sed si unus istorum vel aliqui fuerint illo anno pensionarii, ita quod eos tangat negocium, tunc cedet vel cedent a trac- tatu, et alius eiusdem ordinis superior intrabit illa vice locum cedentis ad traetandum; et si concordare non poterunt, tunc talis pensionarius dimittet illo anno obedienciam, sicut in casu grandinis superius est expressum. Item volumus et ordinamus, quod, si aliquis pensionarius nr fuerit pignoratus super ecclam nram vel e converso, et pignorans voluerit reeipere cum effectu iusticiam coram judice nro competente, tunc caplum relevabit pensionarium a dampnis et e converso pensionarius caplum in consimili (?) casu. Sed si pignorans iusticiam non reeeperit pred. modo, tunc quelibet pars defendet se et pro rebus suis recuperandis, prout melius poterit, laborabit. Item volumus et ordinamus, quod, si ante tempus solucionis cen- suum vel pensionum prohibicio vel arrestacio alieuius dni terre pensionarium impediat nomine eccle detur sibi per 4 superius nominatos tantum tempus seeundum distanciam lo- corum et temperiem aeris, quod commode possit ducere bla- — 288 — dum suum. Item volumus et ordinamus, quod obedienciarii nri efficient, quod pensionarii vel coloni de cetero ab eis restituendi [instituendi?] intrabunt et assecurabunt, se nichil petituros nee de iure posse petere a caplo nro racione alieuius iniurie, si que eis fieret propter ecclam nram aut aliquem canonicorum nro- rum. Item volumus et ordinamus, quod, si immensa ventorum coneussio venerit in segetibus, tunc pensionarius stabit dicto predictorum 4, ut superius est predictum, sed propter hoc obedienciam dimittere non valebit. Item volumus et ordinamus, quod, si aliquem canonicorum nrorum propter aliquem casum predictorum obedienciam dimittere contingit, ipse fi.de data adiuvabit et promovebit ecclam et caplum nrum pro posse et nosse in omnibus factis suis. Item volumus et ordinamus, quod quieunque canonicorum nrorum reeeperit obedienciam a caplo nro, servabit eam ad minus per 3 annos, et si postea eam dimittere voluerit, hec faciot infra festa s. Martini hiemalis et Natalis Dni, nisi forte aliqua causa nimium urgente ad secus faciendum cogetur; tunc omni tempore potent resignare. Item sciendum est, quod prelati nri, seil, prepus, decanus et scolasticus non habebunt aliquas obediencias nras, et si qui canonicorum nrorum prelati effleiantur, ita quod prebenda eorum per vicarium deserviatur, ex tunc obediencie quas a nobis habuerunt statim habita confirmacione eo tempore vacabunt, et caplum nrum de eis faciet et ordinabit, prout videbitur expedire. Ceteros vero articulos in prefata ordinacione et pena Bunnensi contentos volumus in suo ro- bore permanere et observari eandem penam contra transgre- dientes et non observantes huiusm. ordinacionem nram. Et quia non sine magno labore et discussione prefatas ordinaciones collegimus, volumus et ordinamus, quod, si quid dubii vel ambiguitatis circa premissa forsitan emerserit in futurum, nre declaracioni et interpretacioni, quam nobis et cuilibet nrum qui vixerimus reservamus, stetur et obediatur. Preterea volumus et ordinamus, quod prefate nre ordinaciones redigantur ex nomine decani et totius capli nri in publicum instrumentum et sigillo maiori eiusdem nre eccle sigilletur et roboretur tanquam perpetuo duraturum. In cuius ordinacionis et pro- nunciacionis nre testimonium et firmitatem nos ordinatores predicti sigilla nra pntibus duximus apponenda. Datum actum — 289 — et pronunciatum feria secnnda ante f. Nativitatis b. Iohannis Baptiste a. D. MCCC sexto decimo. Nach einer auf den letzten Blättern eines „Liber presencie" (im Archiv von S. Gereon) niedergeschriebenen Copie. — Auf der nach jener Copie folgenden Seite stehen zuerst 2 Bemerkungen, die mit vorstellender Urkunde keinen Zusammenhang haben; dann folgt: „Si quis autem canonicorum nro- rum ita temerarius et fame sue prodigus extiterit, ut pred. statuta sive ordi- nacionem non servaverit, sod süperbe contempsorit, sit periurus et prebende sue et omnibus aliis benenoiis, que ab eccla nra tenet, privatus et penitus a consorcio capli alienus. — Istud continetur in pena." Vielleicht gehört dieser Zusatz in die obige Ordination, oder aber in die vom Capitel über dieselbe aufgenommene Urkunde. 275.— 1316, Juli 2. (in festo bb. Processi et Martiniani mm.), bekundet der Schildträger Bernekin von Udenkirchen, dass er für das laufende Jahr von D. K. von S. G. in Pacht („firma seu pensio") erhalten hat deren Hof, Aecker, Zehnten, Zinsen, Meierei mit Zubehör zu Giesenkirchen; dafür hat er dem Kapitel am nächsten Feste des h. Gereon 100 Malter guter und reiner Gerste nach Neuss, die Zinsen aber, die Vogteirechte, Beden und sonstige Leistungen zu S. Andreas nach Köln zu liefern. Sich selbst und 2 andere stellt er als Bürgen, die eventuell zum Einlag er in Köln verpflichtet sein sollen. Original im St.-A. zu D., die 3 Siegel sind abgerissen. 276,— 1316 bekundet, „Th. de Cleyve nob. vir comes de Hilkerode et dnus de Kervenbeym", dass der Hof Balcheym, Pf. Nivenheym, mit seinen Gebäidichkeiten, 70 l j 2 Morgen Ackerland, 5 Morgen Wiesen und einer Holzgeivalt im Miilenburg, gelegen in der Grafschaft Hilk. immer ein rechtes Ällod gewesen und deswegen von Bede, Diensten, der Pflicht „eundi ad ringe et zu dinge" frei sei; so hat er gehört von den Schöffen und seinen Leuten in Nieven- heym „qui lantlnde dicuntur". Original (mit ziemlich gut erhaltenem Siegel) zu Düsseldorf. 20 — 290 — 277.— 1317, Febr. 19. (sabbato ante dnicam qua cantatur Esto michi) bekundet der Officio! der Köln. Curie, dass die Gebrüder Friedrich und Wilhelm von Balcheym vor ihm erklärt haben, ihren Hof etc. (siehe voriges Regest) den Priestervikaren von S. Gereon für erhaltene 427 Köln. Mark und 5 Seit, verkauft zu haben. Original im St.-A. zu Düsseldorf. 278.— 1317, Sept. 4. (dnica die ante f. Nativitatis b. Marie virg.), bekennen die Gebräder Friedrich und Wilhelm von Balkheym, sowie ihre Frauen Methildis und Odilia, dass sie von den Priestervikaren von S. Gereon, welche von ihnen Güter gekauft, aber den Preis nicht zur bestimmten Zeit gezahlt hatten, für diesen Verzug und die aus demselben entstandenen Nachteile durch Zahlung von 18 Köln,. Mark entschädigt worden sind, und dass sie sich hiermit zufrieden gegeben haben. Die Zahlung geschah vor dem weltlichen Gerichte zu Nyvenheym. Es wurden angehängt die Siegel „nobilis viri dni Ilen- rici de Riverscheidt tenentis et habentis iurisdictionem apud Nyvenheym et in confinio, necnon Brunonis de Rymverden msticiarii ex parte dicti dni Henrici, ac dni Henrici pastoris de Nyvenheym." Cop. Vic. fol. 93. 279.— 1317, Januar 14. („in crastino octavarum epiphanie dni"), erklärt der Steinmetz Hermann von Muffindorp in Gegenirari der Schöffen von S. Gereon und unter deren gemeinem (jetzt fast ganz zerstörtem) Siegel, dass er den 7 Priestervikaren von S. Gereon den Niessbrauch des von ihm bewohnten, in der Pfarrei S. Christoph an der „Lewenporze", gegenüber dem Kl. S. Clara und südlich des Hauses der Richmudis von Bolle (oder: Belle ?) gelegenen Hauses für eine ihm haar ausgezahlte Summe verkauft hat, und dass ihm von dem Hause eben nur der Niessbrauch gehört habe. Original im Archiv von S. Gereon. 1321 in der Octav von SS. Peter und Paul macht die Jungfer Kune- gund von „'Weyterge'' (= "Wichterich, vgl. n. 233) eine inhaltlich gleiche Erklärung vor den Schöffen des Gerichtes S.Gereon; dabei ist nooh angegeben, dass das Haus den 7 Priestern gehörte. Das Siegel hängt noch an dem im Archiv von S. Gereon befindlichen Original. — 291 — 1347, Maerz 9., stellt Thomas de Treni „dietus de Cypho, elericus pu- blicus imperiali auctoritate et civitatis Col. notarius iuratus" einen notariellen Akt aus, nach welchem Johann de Werda (?) und Frau Druda, Tochter des verst. Arnold Lynenpelzer, sowie der Priester Nicholaus, Bruder des gen. Arnold, vor ihm zu gunsten Johann's von Bacheyni, Yikars von S. G-ereon, ore manu et calamo" verzichtet haben auf alle ihre Rechte, die sio an den 3 Wohnungen (dem Hause, von welchem in den vorher angeführten Urkunden die Bede war) besitzen, welche sie von den 7 Priestervikaren von S, Gereon in Pacht haben. „Acta sunt hec in aula Col. presentibus . . . Henrico de Tul- peto presbytero, Adolpho de Z(?)uheym notario civitatis Col., Georgio Textore et Cristiano layco testibus . ." Das Notariatszeichen besteht aus einem mit Zipfel versehenen Doppelquadrat, über welches ein zweites ebensolches so gelegt ist, dass die Seiten dieses die des erstem unter 135° schneiden; in dem so entstehenden innern Achteck ist oin gothiBchcr Kelch gezeichnet. 1347, Maerz 14. (feria quarta post dominicam Letare), bekundet Cri- stian von Nuttarden, Domvicar, dass Bela, die Tochter des Arnold Lynen- peltzer [in einer alten Aufschrift ist dieser Name mit „textor" übersetzt], welchem die 7 Priestervikare von S. Gereon gegen einen Jahrzins von 3 Mark gewisse Häuser — die in den vorigen Urkunden erwähnten — in Erbpacht gegeben hatten, dass also Bela und ihr Mann Tilmann ihm mit Einwilligung der 7 Priester ihr Recht an den genannten Häusern verkauft und übertragen nahen. Bela und Druda — vgl. das vorige Regest — werden dabei als die „veri et legitimi liberi" des Arn. L. bezeichnet. 1348, Maerz 24. (in vig. annunc. b. Marie virg.), bekunden die 7 Priester von S. Gereon, dass sie dem Domvikar Cristian und seinen 3 Schwestern Cristina, Elysabeth und Gertrud bis zum Tode des Längstlebenden die 3 (vorgenannten) Häuser gegen einen Jahrzins von 4 Köln. Mark verpachtet haben. Die Pächter dürfen auch untervermieten. 1354, Jnni 4., wird unter die Zahl der vorher genannten Pächter noch Cristianus Vois aufgenommen, und der Jahrzins auf 3 Köln. Mark herabgesetzt. (Die Mark ist hier ;= 16 solidi.) 280.— 1317, Maerz, 4. (feria 6. p. dnicam Reminisere), bekundet der Official des Propstes von S. Gereon, dass der Cleriker Thümann, Sohn des Gobelin Kneyart, vor ihn allem Beeilte entsagt hat (effestucavit), ivelches er etwa hatte an 10 in der Pfarre Weyvel- koven gelegenen Morgen Ackerland, tvelche die Priestervikare von S. Gereon von Thümann dem Sohne des verst. Johann Kneyart von Wevelkoven gekauft haben. Der Offinal hat sein Siegel angehängt. Copiarium Vicariorum f. 34. - 292 - 281.— 1317, November 10., besehliessen die Prioren, die Pre- laten und der ganze Clerus der Kölnischen (Collegiat-) Kirchen und Klöster, dass, um den bösen Schein zu meiden und iveil nach dem Rechte kein Clerikus ein Schenkwirt sein soll, in Zukunft keiner ihrer Angehörigen mehr — wie es bisher geschehen ist — innerhalb der Emunitäten der genannten Kirchen seinen Wein am Zapfen („ad broccam sive ducibulum") verkaufen soll. Jedenfalls soll Keiner dieses thun unter Geschrei oder Aufstellung von (kleinen) Trinkge- fassen („manipula"), auch soll er Niemanden vor oder in seinem Hause zum Zwecke des Trinkens sitzen lassen, dagegen darf er den Wein mit Staufen (zu 2 Quart) verkaufen, wie das von alters erlaubt gewesen ist. Zuwiderhandelnde hat der Dechant oder Abt mit Gefängnis von 6 Wochen zu strafen, und — ivenn nötig —■ soll die Strafe noch erhöht iverden. Ist der Zuividerhandelnde von seinem Beneficium suspendirt, und hört er nicht auf die Abmahnung seinen Vorgesetzten, so soll er von jeder Liebesgemeinschaft ausgeschlossen werden, und später, bei seiner etwaigen Wiederzidassung zu seiner Pfründe, die Haft von 6 Wochen nachträglich zu erdulden haben. „Et nos maioris, s. Gereonis et singularum ecclesiarum et mo- nasteriorum Col. abbates, decani et capitula ad observandum premissa nos et successores nostros asstringimus .... sigilla ecclesiarum et monasteriorum nostrorum ad causas presenti pagine duximus appendenda. Datum et ordinatum in vigilia b. Martini epi a. d. mill. trec. septimo decimo. Gedruckt Lac. III, 132, 164. — Im R. B. in einer von dem Capitel S. Gereon am 24. Juni 1321 beglaubigten Abschrift: fol. 71b. 282.— 1317, November 30., bekundet Dechant Arnold von S. Gereon, dass Druda, Wittwe des verst. Kölner Bürgers Heinr. von Niederich, und deren Tochter Eliana, Nonne in Frauenthal, vor ihm mit Mund, Hand und Halm verzichtet haben auf alles Hecht, welches dieselben hatten auf 24 zwischen Köln und dem Kloster Mechtern gelegene Morgen Ackerland, die von S. Gereon herrührende Lehen sind. (Folgt nähere Angabe der Lage; u. a. gehörte zu einem Teil derselben der Graben „Leymkule", ein anderer Teil lag nach dem Eigelsteinthor zu neben dem Land „Provers" [wohl = dem Propstland]). Der genannte Verzieht ist erfolgt zu Gunsten der Kölner Bürger — 293 — Hermann vom Neumarkt und dessen Frau Druda. Letztere haben dann vor dem Dechaut Arn. und dessen Hof geschworenen („iurati hyemanni") jene 24 Morgen gegen eine Summe Geldes mit Mund, Hand und Halm übertragen an den Kölner Vicegrafen Gottfried Hardemist und Frau Hadivig, die dann wieder den genannten Hermann und Druda die 24 Morgen gegen einen Jahrzins von 12 mr., in Erbpacht gegeben haben. (Am Schlüsse sind die anwesenden 6 Hof- geschworenen — worunter ein Priester — namentlich angeführt.) Actum . . . . a. d. mill. trec. septimo decirao in die b. Andree ap. Gedruckt E. Qu. IV. 43 nach dem Original im Kölner Stadtarchiv. — Nicht im K. B. 283.— 1318, Februar 14., bekundet Kunegund von Wichterich eine Verwandte des Plebaus Conrad von S. Christoph, dass sie von den 7 Priestervikaren von S. Gereon ein in der Pfarrei S. Christoph nahe dem Löwenthor, gegenüber dem Kloster S. Clara gelegenes und südlich an die Wohnung der Richmud von Bell stossendes Haus, /reiches früher durch Hermann von Muffendorf bewohnt war, für die Zeit ihres Lebens und die Zeit des Lebens irgend einer durch sie den Eigenthilmern zu benennenden Person gepachtet hat, und dass dafür als Jahrzins 10 Schillinge, und zwar zur Hälfte zu Maria Lichtmess und zur Hälfte zu S. Jacob zu entrichten sind. Zur Bekräftigung dieses ist auf ihre Bitten das Siegel des Officialats des Propstes von S. Gereon an den Brief angehängt worden. Datum a. d. mill. CCC decimo octavo, in die b. Valentini martiris. Original im Archiv von S. Gereon. Das noch vorhandene Siegel zeigt einen h. Mönch (oder Propst?), der in der Rechten die Siegespalme und in der Linken ein geschlossenes Buch hält. 284.— 1318, October 20., entlässt Dietrich Luyf von Cleve, Graf von Hülchrath 2 Hofstätten, welche Heinrich von Hüchelhoven zu Evinglioven gekauft hat, aus dem Lehensverbande. Universis presentibus visuris nos Theodericus Luyf de Cleve, comes de Hilkerode notum facimus publice protestando, — 294 — quod ob gratuita obsequia, qne stremtus vir noster dilectus amictis dominus Henricus de Hugilhoven miles nobis impendit et impendere poterit in futurum, aream que fuerat puerorum dicti Lauwerenis, [et] aream que fuerat Hille baggino sororis Re- nardi Magni de Evenkoven, inter aream, que fuerat Henrici de Rozedorp et aream Wilhelmi cellerarii de Evenkoven, quas idem dominus Henricus ab eisdem comparavit, modianto con- ditione in contractu venditionis castri et comitatus Hilkerode inter reverendum in Christo patrem ac dominum nostrum dominum Ilenricum s. Coloniensis ecclesie archiepiscopum et ecclesiam suam ex una parte et nos ex altera, ex consensu eiusdem domini archiepiscopi ab omnibus angariis et peran- gariis et quod vulgariter dicitur „sen gedinge sen geringe" ab aliisque petitionibus et exactionibus iustis vel iniustis eartindem eximimus hereditarie et in perpetuum libertamus, dolo et fraude in hiis penitus exceptis et exclusis. In cuius rei testimonium sigillum nostrum una cum sigillo domini Henrici archiepiscopi pred. presentibus est appensum. Et nos Henricus d. gr. s. Col. ecclesie archiepiscopus pref. recognos- centes omnia et singula premissa vera esse etc. sigillum nostrum opponentes in testimonium premissorum. Datum in vigilia undecimmillium virginum a. d. null. tric. decimooctavo. Original (mit verletzten Siegeln) zu Düsseldorf. — K. B. fol. 119b. 285.— 1319, August 16., bekundet Gerhard Graf von Jülich die unverletzte Existenz der Urk. des Erzb. Reinalcl vom 2. August 1166. Universis presentes litteras infrascriptis visuris et audi- turis nos Gerhardus comes Iuliacensis salutem et cognoscere veritatem. Noveritis nos litteras reverendi patris et domini domini Reynoldi bone memorie s. Col. ecclesie archiepi vero sigillo ipsius non cancellatas non abolitas nee aliqua sui parte vitiatas infra sigillatas, ut prima facie apparebant, vidissc in hec verba ac quarum tenor talis est. (Folgt die oben gedruckte Urkunde vom 2. August 1166). Et quia nos comes pred. dietas litteras iussirnus et feeimus ausscultari de verbo ad verbum, nichil additum vel subtractum, ideo sigillum nostrum presen- — 295 — tibus lilieris duximus de nostra certa scientia apponendum in testimonium premissorum. Datum sigillatum et ausscultatum in crastino assumptionis b. Marie virginis a. d. mill. trec. decimo nono. R. B. fol. üb und fol. J8b. 28(>.— 1319, September 20., stiftet Joh. von Stolberg, Priester- canoniker von S. Gereon, eine Vikarie für die neue Sacristie der genannten Kirche. In nomine domini amen. Anno nativitatis eiusdem mil- lesimo CCC decimo nono, indictione secunda, vicesima die mensis Septembris, hora diei sexta vel quasi immediate post suinmam missam in ecclesia s. Gereonis Col. in sedibus infe- rioribus a latere dextra eiusdem ecclesie constitutus propter hoc personaliter honestus vir dominus Iohannes dictus de Stayl- burg, presbiter canonicus ecclesie s. Gereonis Col. pred., in presentia hon. virorum dominorum Arnoldi decani, Henrici de Erperode cantoris et Henrici de Bustel canonici eiusdem ecclesie s. Gereonis meique notarii publici infrascripti et testium subscriptorum quandam cedulam sive cartam, quam in manibus tenebat, tenorem protestationis seu collationis infrascripte con- tinentem per me notarium publ. infrascr. in presentia dicto- rum dominorum et testium infrascriptorum legi mandavit, et que de mandato, voluntate et ratihabitione eiusdem domini lohannis ibidem presentis legi et protestatus fui in hec verba: Domini nostri reverendi, domine decane et capitulum ecclesie s. Gereonis Col., ego Iohannes dictus de Staylburgh, vester concanonicus, ne obiciatur michi, quod aliqua non possim de meis dare et retinere, ego habens apud Werzenrode in par- rochia de Emunsrode decimas de quatuor mansis terre arabilis et circa dimidium mansum, domum, orreum et mansionem, que annuatim solvunt domine de Ulpich et eius liberis nomine annui census duos denarios pag. Col. in festo b. Servatii et tantun- dem pro concessione et receptione dictorum bonorum, item habeo ibidem circa dimidium mansum et octo iurnales allo- diales terre arabilis; huiusm. bona omnia et singula cum suis attinentiis ex nunc in antea confero et libere do b. Gereoni — 296 — Jet] ecclesie sue ad Stipendium nove sacristie in ecclesia vestra, ita quod in festo nativitatis Iohannis Baptiste proximo Iohannes de Emunsrode presbiter, cui idem Stipendium confero, et eius- dem collationem, quamdiu vixerim'), reservo, veniat deser- viturus idem Stipendium in sacrista pred. et subsit decano; adiciens quod — cum capellam b. Nicholai ibidem, que non est specialiter dotata, dotare intendam de vineis et aliis bonis meis — per nie sit dotatus una cum dotato in sacristia, [ita iit] redeli- tus dictarum dotationum equaliter percipiant et colligant pari- bus expensis. Interim vero pref. Iohannes de Emunsrode vel eius successor, si eum premori contigerit, percipiat fructus de Werzenrode supradictos, donec prefata s. Nicholai capella fuerit predotata. Dictus etiam Iohannes vel eius successor in sacristia predicta poterit iuvaro sacerdotes canonicos in dicta ecclesia in divino officio sicut habentes altare s. Blasii facere consueverunt. Collationem vero altaris in sacristia deputo domino decano, qui pro tempore fuerit, et beneficii altaris s. Nicholai per me statuendi scholastico, qui pro tempore fuerit, ubi etiam meam eligo sepiüturam. Qua cedula seu protestatione leeta idem dominus Iohannes de Staylburg ean- dem protestationem seu collationem approbavit, ut est dictum, testimonium presentium personarum super hoc invocando. Actum presentibus hon. viris dominis decano, cantore et Hen- rico de Büstel supradictis, neenon Adolpho do Werda, magistro Theoderico de Dusburg, Iohanne de Heyse, Iohanne de gladio et Iohanne de Emunsrode antedicto vicariis eiusdem ecclesie s. Gereonis ac quampluribus aliis canonicis et vicariis dicte ecclesie ad premissa vocatis et rogatis, sub anno, indictione, die, mense, loco et hora predictis. Et ego Walterus dictus de Eyke, clericus Col., publicus imporiali auetoritate notarius, premissis omnibus et singulis una cum testibus supradictis presens interfui et dietam cedulam seu cartam de mandato dicti domini Iohannis de Staylburg legi ot in hanc publicam formam redegi et hoc presens publicum instrumentum exinde confeci meoque signo consueto signavi rogatus. R. B. fol. 41 b-42a. ] ) Lies: rixerit. — 297 — 287.— 1319, Sept. 30., oererbpachtet das Kapitel von 8. Andreas ein in der Nähe von S. Gereon gelegenes baufälliges Haus „Melzhof" für einen Jahrzins von 5 Mark. Universis .... decanns et cap. ecclesie s. Andree Col. . . . Noveritis, quod cum domns dieta „Melzhof, sita in par- rochia s. Christofori Col. apud ecclesiam s. Gereonis, speetans ad rectorem altaris b. Katherine ecclesie nostre pred., ruinani patiatur, nos de consensu .... Philippi rectoris dicti altaris . . . ipsam domum . . . locavimus . . . per presentes Wilhelmo pistori ecclesie nostre et Helewigi uxori sne legittime suisqne heredibus ... pro censu quinque marcarum Col. den. ... rectori solvendorum sing, annis, medietate in ... festo pasche et residua medietate in f. b. Remigii vel infra quatuor septimanas . . . subseqnentes (sonst fällt das Hans ohne weiteres an 8. Andreas zurück) . . Concedimus, quod, si redditus duarum marcarum de dieta summa quinque marcarum .... voluerint redimere pro triginta duabus marcis . . . ., hoc sit eis salvum et liceat infra tres annos a dato presentium currentes. ... In cuius rei testim. sigillum ecclesie nostre ad causas duximus pres. litteris apponendum. Datum in vigilia b. Remigii a. d. MCCC deeimo nono. Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Das noch anhängende Siegel „ad causas" zeigt den h. Andreas als bärtigen Mann mit der Casel bekleidet; in der Rechten hält er das Kreuz, in der Linken ein mit Schlies- sen versehenes Buch. 288.— 1320, October \3., geloben der Bonner Propst undArchi- diacon Heinrich und die Kölnischen Pröpste Ropert Graf von Virne- burg, Conrad Herr von Tomberg, Johannes von Kerpen und Everard von Tomberg, dass sie den für eine bestimmte Zeit durch den Grafen von Jülich angekündeten Landfrieden halten und schützen loollen. Gedruckt bei E. Qu. IV, 77 nach dem Original im Kölner Stadtarchiv 289.— 1321, Mai 12., verzichtet Engelbert von Schinnen, Kämmerer von S. Gereon, auf alles Becht, welches er etwa haben könnte an einem von seinem verst. Bruder Dietrich behufs einer Memorien- stiftung gekauften Hause. (Vgl. die folgende Nummer.) — 298 — Universis.....Engelbertus de Schinna can. et. . *) came- rarius ecclesie s. Gereonis Col. sal. et. not. voritatis. Noveri- tis, quod ego, provida deliberatione mea prehabita, intuitu dei et pro romedio anime quondam Theoderici fratris mei felicis memorie, legitima stipulatione interveniente renunciavj et effestiicavj et per presentes renuncio et effestuco ad usus ven. virorum dominorinn . . J ) decani et capituli ecclesie s. Gereonis pred. super omnj iure et possessione, quod et que michi competebant seu competere poterant ex commissione manufidelium predicti Th. fratris mej, sive ex hereditaria suc- cessione per mortem ipsius Th. aut alio quocunque modo, in domo lapidea sita in cono sive in ordone ex opposito vinoc s. Christofori Col., que domus fuit quondam Henrici pistoris dicte ecclesie et Leverardis coniugum et quam pref. Theode- ricus frater meus, eiusdem ecclesie quondam can., erga pred. coniuges pro certa pecunie summa emptionis titulo compara- vit; tali adiecta conditione, quod memoria sive anniversarium prenominati Th. fratris mei per eosdem dominos . . decanum et capitulum pro tempore existentes singulis annis in dicta ecclesia porpetuis temporibus more solito peragatur, promit- tens bona fide renunciationem et effestucationem predictas ratas et firmas nie perpetuo inviolabiliter servaturum. In cuius rei testimonium, robur atque fidem sigillum meum duxj pre- sentibus litteris apponendum, et nichilominus rogavi et impe- travj easdem litteras sigillo strennuj virj dominj Rutgerj, no- bilis advocati Col. militis mei consanguinej in premissorum testimonium roborarj. Et nos Rutgerus nobilis advocatus Col. pred. sigillum nostrum ad preces domini Engelberti de Schinna nostri consanguinei pred. presentibus apponendum duximus et apposuimus in testimonium veritatis. Anno domini MCCC vicesimo primo feria tertia post dominicam Iubilate. Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Da diese Urkunde die älteste uns vorliegende ist, in welcher der willkürliche Gebrauch des j am Ende eines Wortes statt des i sich hin und wieder zeigt, so haben wir diesen Gebrauch hier ausnahmsweise wiedergegeben. — Die Siegel sind beide abgerissen. ! ) Die Punkte vor cam. und dec. stehen so im Original, dieselben weisen auch hier jedenfalls nicht auf einen ausgefallenen Namen hin. — 299 — 290.— 1321, Mai 12., erklären die 7 Priester -Vikare von S. Gereon, dass Engelbert von Schinnen in ihre Hände verzichtet hat auf alles Recht, welches er durch TJebertragung (ex commissione) seitens der Testamentsvollstrecker seines verst. Bruders Theoderich oder durch Erbschaft hatte auf ein im Besitz der Kirche S. Gereon ■und deren Vikare gegen einen jährl. Zins befindliches steinernes Haus, gelegen in der Gereonsstr. gegenüber dem „Melzhqff" und auf der Ecke („super ordonem") gegen den Weinberg von S. Christoph. Dabei verlangte Engelbert, dass die Vikare das Haus an den Dechant und das Kapitel von S. Gereon übertrügen zu einer Memorienstiftung für Th. von Schinnen. Auch hat Bela von Stumbele (= Stommeln), als Schwester des Th. verzichtet auf ihr etwaiges Becht in Bezug auf das genannte Haus, und sich auch sonst dem Verlangen des Eng. angeschlossen. Diese TJebertragung hat stattgefunden unter Wahrung der den Vikaren zustehenden Berechtigung^) in Gegenwart der Schöffen der Pfarrei S. Christoph. Die Vikare und die Schöffen haben ihr Siegel angehängt. ■ — „In vigilia sti Servatii." R. B. fol. 3 a—b. ') dei - Berechtigung nämlich, das Haus gegen den bisherigen Zins zu behalten. 291.— 1321, September 30., verzichtet der Abt Adolf von Knechtsteden mit dem dortigen Prior Hermann auf ein dem letztem zugefallenes Haus in der S. Christophspfarrei zu Köln zu Gunsten eines Bruders Hermann's. . . Adolphus dei patientia . . abbas ecclesie Knechtste- densis ordinis Premonstratorum, Col. dyocesis, viris discretis et honestis . . offleiatis parrochie s. Christofori Col. salutem et notitiam veritatis. Noveritis, quod nos una cum Hermanno . . priore ecclesie nostre pred. super portione, ipsi Hermanno ex morte quondam Hermanni et Sophie conhigum parentum suorum in hereditate, sita inter portam Leonis et capellam s. Apri Col. in parrochia s. Christofori pred., ex iusta divi- sione cedente et competente, effestucamus et rennnciamus pure et simpliciter per presentes ad manus et ad usus Iohan- nis fratris . . prioris supradicti, ita quod Iohannes de prefata — 300 — portione suam possit facere et disponere liberam voluntatem, sigillura nostrum in premissorum testimonium presentibus appo- nentes. Datum a. d. MCCC vicesimo primo, crastina b. My. chaelis archangali. Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel ist abgerissen. 292.— 1321, Odober 13., verkauft eine Familie von Rammers- Jcirchen an 2 Vikarien von S. Gereon eine erbliche Jahrrente von 3 Malter Weizen für einen Preis von 34 mr. Universis tarn presentibus etc. Mathias dictus Eysel de Rumerskirgen et Greta eius uxor, Iohannes, Hermannus et Bela eorum liberi et heredes in perpetuum notitiam veritatis. Notum esse volumus, quod nos urgente necessitate evidenü, communi consensu et convincta manu ac iusto emptionis et venditionis titulo interveniente, vendidimus et per presentes vendimus duabus vicariis et earundem vicariarum vicariis, videl. altarium b. Marie virginis et s. Cecilie in ecclesia s. Ge- reonis Col. ementibus erga nos annuam et perpetuam pensio- nein trium maldrorum tritici, mensure Col., boni et pagabilis ad electionem dicte ecclesie pistoris pro triginta et quatuor marcis Col. pag., nobis ab eisdem vicariis numeratis traditis et integraliter solutis et in usus nostros necessarios conversis. Quam quidem pensionem eisdem vicariis singulis annis in festo b. Remigii vel infra octo dies continue et immediate subse- quentes sine captione solvemus et Coloniam ad ecclesiam s. Gereonis predictam videl. vicario altaris b. Virginis duo maldra et vicario altaris s. Cecilie unum maldrum assigna- bimus nos et nostri heredes et successores, nostris et heredum nostrorum laboribus, periculis et expensis, nullo casu fortuito per deum aut per hominem contingente valente nos a solu- tione dicte pensionis aliquatenus excusare. Ad maiorem autem premissorum securitatem duodecim iurnales terre arabilis, quos habere et possidere dinoscimur — quorum quinque iurnales iacent inter villam de Rumerskirgen et curtem dictam Goyrg- heym, spectantes ad ecclesiam b. Marie in capitolio Col. et solventes dicte ecclesie singulis annis nomine annui census — 301 — quinque den. corto termino pagam. suprad.; item tres iurnales siti sunt prope villam Synzsteyden, spectantes ad ecclesiam de Knechtsteyden et solventes cellerario eiusdem ecclesie singulis annis decem et octo den. dicti pag. in festo b. Andree ap.; item quatuor iurnales iacent in loco qui dicitur „up deme o-udenberge" nichil solventes sed tamquam purum allodium liberi et exempti — ad manus eorundem vicariorum suprapor- tavimus et ipsos iurnales prefatis vicariis et earum vicariis per solempnem stipulationem interpositam titulo veri pignoris quod vulgariter „underpant" dicitur, obligavimus et per pre- sentes firmitor obligamus tali conditione et pacto interpositis et adiecüs, quod, si nos aut nostri heredes vel in predictis bonis successores in aliquo annorum in solutione et assigna- tione dicte pensionis defecerimus aut negligentes fuerimus vel remissi in parte vel in toto, ex tunc pref. bona videl. duo- decim iurnales terre arabilis predicti sine alicuius contradictione ad predictas vicarias et earum vicarios devolventur libere et solute, ita quod dicti vicarii pro tempore existentes de dictis iurnalibus se libere intromittere poterunt et de eis suam facere et disponere liberam voluntatem etc. (Folgen der gewöhnliche Verzicht auf Ausflüchte und die Wahrung der Rechte der obengenannten Kirchen. Besiegelt wurde der Akt von der Kirche Maria im Capitol und dem Abte A. von Knechtsteden.) Datum anno MCCC vicesimo primo feria tertia post festum b. Gereonis. R. B. fol. 19a-b. 293.— 1322, Juni 11., verkaufen Willi. Graf von Neuenahr und seine Söhne an das Kapitel von S. Gereon 18 Morgen Ackerland, gelegen zu 'Nierendorf, für HO 1 ^ mr. Universis etc. nos Wilhelmus comes (de) Nuwenare, Wilhelmus miles et Crafto canonicus ecclesie Col., eiusdem comitis filii et heredes salutem et in perpetuum notitiam veritatis. Ne ea que geruntur in tempore propter vite humane brevitatem et memorie labilitatem futuris temporibus probationum comodo careant et effectu, provida hominum cau- tela consulto consilio, adinvenit : ) sie gesta scripturarum testi- monia perhennare, hinc est, quod nos ad notitiam tarn presen- — 302 — tium quam futurorum cupimus pervenire, quod Thilmannus advocatus de Udenchoven et Gertrudis eius uxor legittima pro se suisque heredibus et de consensu eorundem coram nobis et nostris vasallis, videl. Winemaro de Lantershoven et Win- rico Lusco (?) de Nerendorp armigeris, necnon Gerlaco de Wydde milite, Hermanno dicto Zobe de Ungendorp, Florino de Dune et Wilhelmo dicto Kumpayn de Wernich ac aliis quampluribus üdedignis ad hoc legittime convocatis, compa- rentes bona sua, videl. tredecim iornales terre arabilis, sitos in campis ville Nerendorp predicte prope superiorem piscinam dominorum decani et capituli ecclesie s. Gereonis Col., quos a nobis in feudum tenebant, nobis et ad manus nostras con- vincta manu pure sponte et libere ac deliberato consilio et cum solempnitatibus ad hoc debitis et consuetis resignaverunt supraportaverunt et effestucaverunt, renunciantes expresse, omnimodo iure et forma quibus melius poterant, iuri cuicun- que, quod ipsis vel suis heredibus competeret in prefatis bonis vel competere posset quomodolibet (?) in futurum, et promit- tentes nichilominus fide prestita corporali, se et suos heredes dicta bona nullis unquam temporibus repetituros vel quicquid iuris in eis vendicaturos vel se intromissuros modo et ingenio aliquo de eisdem. Unde nos Wilhelmus comes de Nuwenare resignationem huiusm. et alia suprascripta rata et grata haben- tes ac ea expresse acceptantes dictaque bona nostra libera propria et allodialia nobis et ad manus nostras reassumentes .... eadem bona ven. viris dominis decano et capitulo ecclesie s. Gereonis pred. tanquam bona nostra propria libera et allodialia pro centum et decem marcis cum dimidia pag. Colonie usualis nobis per eosdem dominos decanum et capi- tulum numeratis traditis et integraliter assignatis ac in usus nostros conversis pro nobis et nostris heredibus suprad. et ipsi nobiscum ac de consensu eorundem pure sponte et libere ac omni modo et iure, quibus melius fieri poterit et potest, vendidimus et vendimus per presentes, transferentes in ipsos dominos decanum et capitulum omne ius dominii et possessionis dictorum bonorum, quod habuimus et habere potuimus in eisdem, ad habendum tenendum et possidendiun eadem bona perpetuo ac omnem eorum voluntatem cum eisdem bonis faciendam. Et nichilominus dicta bona in iurisdictione et loco. — 303 — tibi sita sunt, presentitms Arnoldo dicto Blume iudice, Arnoldo dicto Dufhorn, lohanne de Nerendorp, Iohanne dicto Vliege et Petro dicto Ricke parrochianis ac aliis, qui de iure vel de consuetudine interesse debebant, adhibitisque circa hoc so- lempnitatibus debitis et consuetis, eisdem dominis decano et capitulo et ad manus et ad usus eorundem rosignavimus supra- portavimus et effestucavimus, ipsis dominis decano et capitulo assignavimus et possessionem perpetuam tradidimus, resigna- mus supraportamus effestucamus et tradimus per presentes, renunciantes ex nunc pro nobis Wilhelmo et Craftone nostris filiis et heredibus suprad. et ipsi nobiscum omni iuri nobis in dictis bonis compotonti vel quod nobis posset competere in futurum. Insuper nos Wilhelmus comes, Wilhelmus et Crafto eius filii pred. promittimus pro nobis et nostris heredibus in perpetuum et quilibet nostrum in solidum, eisdem dominis decano et capitulo et eorum successoribus de dictis bonis de- bitam facere warandiam, prout de bonis propriis et allodiali- bus iuris est et fieri est consuetum. Renunciamus insuper nos W. c. W. et Cr. e. f. pred. et renunciamus pro nostris heredibus per presentes exceptioni non numerate pecunie, doli mali, actioni in factum (?), constitutioni de duobus reis, de- bendi 2 ) epistole divi Adriani et beneficio rescindende venditio- nis ac omnibus exceptionibus et defensionibus utriusque iuris, consuetudinis et facti, quibus contra premissa vel aliquod pre- missorum facere vel venire possemus aliquo ingenio sive causa, vel que nobis contra ea possent quomodolibet suffragari, omni dolo et fraude semotis in hiis penitus exclusis. In quorum omnium testimonium et robur firmitatis perpetuum nos W. c. W. et Cr. e. f. e. her. supradicti sigilla nostra ex certa nostra scientia duximus presentibus litteris apponenda. Actum et darum apud Nerendorp a. d. mill. trec. vicesimo secundo feria sexta post octavas penthecostes. R. B. fol. 90b-91a. ') Hier sollte vielleicht adjuvante und hernach testimonio stehen, ob- schon die Construction von adiuvare mit dem Infinitiv ungewöhnlich ist. — 2 J Vielleicht sollte hier „defensioni" stehen. — 304 — 294.— 1320, Febr. 1. (in vig. purificationis b. Marie v.) erhalten Gobiin Kneyart und Frau Guda von dem Dechanl und dem Kapitel von S. G. ein Allod von 10 Morgen, genannt Bodelant und gelegen in der Flur Weyvelkoven nahe bei der „lieyda", in Erbpacht. Der jährl. Pachtzins beträgt 3 Malter Roggen. Original zu Düsseldorf. Angehängt sind das Siegel des Junkers Friedrich Herrn zu Wevelinghoven und dasjenige der Schöffen von (Greven-)Bruehge. 295.— 1322, Januar, pacldet Cristina Wwe. Johann's von Bischmuolen auf 4 Jahre von dem Deehant und dem Kapitel von S. G. deren Hof, Land und Gtter zu Buderich nebst den zugehörigen Zehnten, Zinsen und der Hofvogtei, ausgenommen den Zehnten des Kämmerers von S. G. Dafür hat Cr. den Verpächtern jährlich zu liefern 76 MItr Weizen, 87 Mltr Boggen, 22 Mltr Hafer, immer nach Köln. Maass und auf einen Denar nach vom besten Getreide, beim Hafer jedoch mir auf einen Obol nach; endlich noch 4 Mltr Erbsen „mensure que dicitur vrone". Dann soll sie ausserdem leisten sex servicia septimanalia, 40 solidos Col. den. pro 2 libris denariorura, 10 marcas pro advocatia, 10 sol. pro celleraria et convivalibus, 9 solidos pro vacca, 6 sol. pro hospicio vel herberga, 300 ova, 32 pullos, maldrum pomornra et pilleum salis. Item assignabo prebende balneatoris 10 maldra sil., 10 maldra avene et 2 maldra pise, decimam camerarii eccle s. Gereonis et omnia alia iura tarn advocatis nunciis curie, quam aliis quibuscunque de dicta curte debita et consueta persolvam. Original zu Düsseldorf. Von den ursprünglich angehängten 7 Siegeln sind namentlich noch die der Plebane van Calicheym, Witlar und Herde, sowie das des Capellenrectors von Oysterrode vorhanden. 296.— 1322, September 23., behenden 4 Schöffen von S. Gereon, dass der Priestervikar von S. G. Adolph von Werth eine Mauer oder „Geynel" eines zerfallenen Hauses neben seinem Hause gekauft hat. Nos Iohannes d. Grin de Bergerhusen, Hermanus de Novo Foro, Petrus de Tolhus et Hermannus Egberti, . . sca- — 305 — bini iudicii apud s. Gereonem in Colonia, notum facimns . . . ., quod constituti propter hoc in nostra presentia Agnes filia quondam dicti Grich et liberi et heredes sue videl. Dürechin et Druda urgente eas necessitate . . . accepta quadam pe- cunie summa a dno Adolpho de Werda sacerdote perp. vi- cario . . . s. Gereonis . . . supraportaverunt ... ad manus et ad usus ipsius sacerdotis et suorum in domo, quam ipse nunc inhabitat et que quondam fuit magistri Henrici de Dus- borg, successorum omne ius et possessionem, quod et quam hactenus habuerunt ... in muro et pariete qui vulgariter dicitur „Geynel", sitis in area et cellario domus collapse ex opposito porticus eccle s. Gereonis ... et domum pred. dni Adolphi supradomini (?) alatere aquilonari contingente; . . . . ita quod dictus sacerdos supra pred. mumm usque ad murum domus sue . . . a fundamento ipsius muri et sursum in sublime . . . edificare valeat et erigere murum et parietem qui, ut dictum est, „Geynel" appellatur. ... In cuius rei testi- monium sigilla nostra ad petitionem Agnetis etc. presentibus duxims apponenda. Datum crastino b. Mauritii martiris, a. d. MCCC vicesimo secunde. Original im Arohiv von S. Gereon. Die Siegel hängen noch ziemlich unverletzt an. Das des Joh. örin von B. zeigt 2-f-l Köpfe mit dreizackiger Krone ; das des Hermann von Neumarkt zeigt ein Hirschgeweih, auf welchem von unten links bis oben rechts ein Stab befestigt erscheint; das Siegel des P. vom Zollhaus hat oben einen horizontalen dünnen Stab, von welchem an den Enden und in der Mitte 3 kleinere Stäbe herabhängen, ausserdem liegt von u. 1. bis o. r. ein breiter Stab auf, welcher mit 3 Nägeln befestigt oder verziert ist; das Siegel endlich des Herrn. Egberts zerfällt in ein oberes leeres Feld und in ein unteres Feld, welches 4 verticale Balken zeigt. 297.— 1323, Januar 19., bekundet der Official der Köln. Curie, dass Agnes, Tochter des verst. Johannes Kreyg, und deren Töchter Durgina ut Druda, gemäss vor ihm gemachter Erklärung bisher von den 7 Priestervikaren an S. Gereon, von dem Provisor des Hospitals und dem Inhaber der durch den verst. Canonikus von S. G. Hupert in der genannten Kirche gestifteten Vikarie gegen einen Jahrzins von 1 Mark in Erbpacht geliabt haben ein Haus mit Hof, gelegen nahe bei 8. Gereon, neben dem Hause „zu deine Juden" auf der Ecke („in 21 — 306 — cono sive in ordone"), dass sie ferner dieses jetzt verfallene Haus, welches sie wegen ihrer Dürftigkeit nicht wieder aufbauen können, jetzt dem Adolf von „ Werda", einem der 7 Priestervikare gegen eine erhaltene Summe Geldes übertragen haben, dass sie endlich dem Ad. auch die ihnen von den Eigentümern ausgestellte Urkunde übergeben habe, und dass eine jede andere Urkunde, welche später etwa vorgezeigt werden sollte, als unecht und ohne Wert sein solle. Angehängt wurde das Siegel des Officialats. Datum et actum presentibus Rutgero plebano eccle parr. s. Brigide Col. et Woltero de Eyke notario curie nostre feria quarta ante festum b. Agnetis vir- ginis a. d. MCCC vicesimo tertio. Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel ist nur zum Teil erhalten, 298.— 1323, Februar 3., bekundet das Kapitel von S. Gereon, dass sein Scholaster Butger den Zins von 9 Malter Weizen, den er wegen seiner Klosterwohnung zu zahlen hat, mit 81 mr. ablösen kann; diese Summe soll zur Deckung des an den Erzb. zu zahlenden Zehnten verwandt iverden. Universis .... Heinricus de Erperode vicedecanus totum- que capitulum ecclesie s. Gereonis Col. salutem et rei geste cognoscere veritatem. . Noverint . . . ., quod — cum de con- suetudine in ecclesia nostra sit hactenus pacifice observatum, ut, cum capitulum nostrum pred. aliqua bona seu possessiones ad usus ecclesie nostre comparat sive emit, quilibet canoni- corum nostrorum tenens domum ecclesie nostre claustralem sub annua tritici vel siliginis pensione pro memoria alicuius de- functi nostri canonici peragenda, dictam pensionem cum parata pecunia redimere poterit l ) in emptionem bonorum huiusra. convertenda, quodlibet videl. maldrum tritici pro tribus 2 ) marcis Col. den. bon. legalium seu valore eorundem, et tunc memoria seu memorie de dicte domus pensione antea peracte de bonis sie emptis de cetero statutis ad hoc temporibus peragentur — unde nos, ad presens tarn pro deeimis a domino nostro Col. archiepiscopo impositis persolvendis quam aliis ecclesie nostre oneribus ineumbentibus supportandis magna pecunia necessario indigentes nee eam commode invenire valentes etiam ad usuras, deliberatione diligenti super hoc in capitulo — 307 — nostro prehabita et matura, ad relevandnm ecclesiam nostram ab omnibus prelibatis a magistro Rutgero de Aldendorpe scbo- lastico ecclesie nostre, qui domum nostram claustralem sitam ex opposito cellarii nostri sub novem maldris tritici et duarum amarum vini ab ecclesia nostra tenuit pensione, pro dictis novem maldris tritici octuaginta unam marcas Col. pag. rece- pimus et levavimus nobis per ipsum traditas et solutas ac in usus ecclesie nostre conversas, ipsumque et dictam domum a dicta pensione tritici, non tarnen vini absolvimus et quitamus, promittentes bona fide, quod, quandocunque possessiones ecclesie nostre aptas invenerimus ad emendum, dictam pecuniam, etiamsi eam ad usuras acquirere debeamus, exponemus pro possessionibus huiusm. comparandis, de quibus memoria quon- dam magistri Wilhelmi de vico s. Marcelli sicut de pensione dicte domus consuevit fieri, peragetur. In cuius rei testimo- nium litteris presentibus sigillum ecclesie nostre ad causas duximus apponendum. Datum a. d. mill. tric. vicesimo tertio, feria quinta post 2 ) Blasii episcopi. B. B. fol. 93 b-94 a. ! ) Lies: posset. — 2 J Wohl zu lesen: in festo b. Bl., welches damals auf einen Donnerstag fiel. — 3 ) Wahrscheinlich ist „novem" statt „tribus" zu setzen, denn 1) passt nur dann die spätere Schlussfolge, dass der Jahrzins von 9 Maltern mit 81 Mark abgelöst werden musste, und 2) stimmt die Zahl 9 auch hinreichend zur Urkunde von 1321, Oct. 13., wo eine Jahrrente von 3 Mltr W. für 34 Mark gekauft wird. 299.— 1323, Juli 6., bekunden die 7 Priestervikare von S. Gereon, dass die Eheleute und Köln. Bürger Friedrich von Stessen und Druda, welche von ihnen eine Hof statte, gelegen auf dem alten Walle gegenüber der Kirche Maria Ablass, hatten, diese Hof statte mit dem auf derselben erbauten Hause an der genannten Eheleute Tochter Sophia und den Mann letzterer (Heinrich) übertragen haben. Die 7 Priester geben dies zu unter den alten Bedingungen: Jahrzins 2 Schillinge und 2 Hühner, zahlbar zu Simon und Juda, Curmede ebensoviel, Instandhaltung des Hauses und des Zaunes, welcher die Hofstätte von der benachbarten trennt, Zahlung der Steuer und ahn- — 308 — licher Kosten seitens der Erbpächter. Angehängt wurde das — noch ziemlich erhaltene — Gemeinsiegel der 7 Priester. 1823 in festo octavarum beatorum Petri et Pauli apostolorum. Original im Archiv von S. Gereon. 300.— 1324, Januar 23. Arnold, Diener des Kanoniken von S. G. Harpem von Born, pachtet von den 7 Priestervikaren von S. G. 3 zusammenhängende Häuser, gelegen zu Köln in der Sycken- gasse, gegen einen jährlichen Pachtzins von 8 Schillingen. Universis . . . Ego Arnoldus famulus dni Harperni de Burna canonici eccle s. Gereonis in Colonia notum facio nie recepisse a .... 7 sacerdotibus perp. vicariis eccle predicte michi . . . locantibus 3 mansiones sitas sub 1 tecto cum suis areis et attinentiis universis in parrochia s. Christofori Col. in platea dicta Syckengassen contiguas a latere versus portam d. Eygelsteyne mansionibus, que fuerunt quondam Gerlaci d. de Dollindorp carapanarii eiusdem eccle, ad dies vite mee et unius alterius persone, quam . . . ipsis sacerdotibus infra 3 annos .... nominare voluero, tenendas . . . quamdiu ego et pred. persona . . . vixerimus pro annuo censu 8 solidorum den. Col. usu .... solvendorum . . . singulis annis pro media parte in f. Nat. b. loh. Bapt. et pro alia media parte in f. Nat. dni vel infra quindenam . . . sine captione. Jedoch ist er, bezüglich die andere Person verpflichtet, die Wohnungen in gutem Zustande zu erhalten, „quod vulgariter „buwelich" dicitur;" wird der Jahrzins nicht zur Zeit gezahlt, so fallen die 3 Wohnungen an die Eigenthümer sofort zurück. Zur Bekräftigung wurde das Siegel des Officialats des Propstes von S. Gereon angehängt. Datum cra- stino b. Agnetis v. et m. a. d. MCCC vicesimo quarto. Original im Archiv von S. Gereon. Das noch anhängende wenig verletzte Siegel zeigt das halbe Brustbild des Propstes (?); die freien Teile der Kreisfläche sind mit Blütenzweigen verziert. 301.— 1324 verpachten die 7 Priestervikare von S. Gereon dem Jacob von Orcheym auf dessen Ijebenszeit ein Allod von 25 Mar- — 309 — gen Ackerland, gelegen bei Ehen, gegen einen Jahrzins von 7 Köln. Mltr Weizen vom besten, bis auf 1 Denar. Angehängt wurde (und, ist) das Schöffensiegel von Grevenbroich. Original im St.-A. zu Düsseldorf. 302.— 1324, Juni 25 — 30. (infra octavam Nat. b. Iohannis Bapt), pachten Ritter Adolph von Huckenswach und Frau Ida vom D. K. von 8. G. auf ewig den Zehnten eines bei Vischenich gelegenen Jttods, welcher zu den 7 Glöcknerpfründen in S. Gereon gehört; von diesen hat der Rector der Kapellen 8. Michael und 8. Johann B. eine, von den 2 Glöcknern hat jeder eine, „tres dicuntur pelle- provende uni actu clerico insimul deputate, ultimam vero mulier lotrix sacrarum vestium dicte eccle obtinebit." Der Jahrzins beträgt 5 Mltr Roggen und 5 Mltr Hafer. Angehängt wurden (und sind) die Siegel des Köln. Officials, des Ritters Adolph de Bungarde od. de Pomerio und des Ad. von Huckenswach. Original im St.-A. zu Düsseldorf. 303.— 1324, October 11., beschliesst das Kapitel von S. Gereon dass, wer eine Vikarie fundiert, die Vergebung derselben an ein bestimmtes Mitglied des Kapitels übertragen kann. Die Vikarie S. Cae- cilia ivird durch den ältesten Priestercanonicus vergeben. Universis .... decanus et capitulum s. Gereonis Col. salutem cum notitia veritatis. Ut divinus cultus et persona- rum in ecclesia nostra ministrantium cumulus eo uberius aug- mentetur, et ad fundandum nova altaria seu vicarias in nostra ecclesia fidelium devotio ardentius provocetur in honorem ss. martirum ibidem requiescentium, in capitulo ad hoc, ut moris est, in ipsa nostra ecclesia specialiter assignato statu- endum duximus et irrefragabiliter ordinandum, quod — qui- cunque altaria iam in nostra ecclesia consistentia non dotata, ad cuiuscunque etiam gubernationem, provisionem, commissi- onem seu quamvis aliam dispositionem pertineat, in morte vel in vita dotare voluerit vel in nova altaria, in locis tarnen ad hoc congruis absque deordinatione ecclesie per capitulum - 310 — designandis seil vicarias de novo in ipsa ecclesia cum dote competenti erigere et fundare decreverit, postquam premissa adimpleverit cum effectu iuspatronatus et collationis ipsorum — cuicunque dignitati vel officio infra capitulum nostrum vel ad aliquam doraura nostram claustralem, ut obtinens eandem ut premittitur sit patronus, libere et absque contradictione qualibet poterit deputare, suaque ordinatio in hoc rata et illibata perpetua permanebit. Premissis etiam adicimus, quod capella s. Cecilie ad collationem antiquioris in gradu canonici nostri sacerdotalom prebendam obtinentis, prout dotantes ipsam ordinaverant, perpetuo permanebit. In cuius rei testi- monium sigillum ecclesie nostre presentibus duximus appo- nendum. Datum a. d. mill. tric. vicesimo quarto in crastino s. Gereonis et sociorum eius. K. B. fol. 118 a. 304.— 1324, October 11. Bas Kapitel von S. G. wandelt die Verpflichtung seines Scholasters, seinen Mitlcanonichen jährlich zweimal ein Fisehessen zu liefern, in die Verpflichtung zur jährlichen Zahlung von 3 Turonensischen Groschen um. Dec. et caplum eccle s. Gereonis Col. universis . . . sa- lutem cum notitia veritatis. Quoniam inter ceteras ecclarum utilitates non modica pacis affluentia procuratur, si id, de quo in caplo dissensionis scrupulus nasci potest, certo diffinitionis modulo enodatur, hinc est, quod — cum ab olim in nostra eccla fuerit observatum, quod scolasticus eccle qui pro tempore fuerat preposito eccle nostre in absentia (?) et cuilibet canonicorum nostrorum tunc presenti non suspenso, ac hospi- tium et expensas x ) in domo aliqua eccle nostre claustrali et canonicis nostris assignari consueta et duobus vicariis seil- sacerdotibus, qui septimum versum cantare debent in matu- .tinis, singulis annis duabus vieibus in anno, seil, in die cinerura et feria seeunda proxima post dominicam qua cantatur Invo- cabit, scutellam piscium de lucio salso videl. et salmone recente (?) in quantitate certa ministrare et ad domum suam mittere tenebatur, vel pro hoc, si de beneplacito capli procedebat, certe peeunie inter ipsas partes tunc convente solvere quan- — 311 — titatem, verum quia quandoque pisces huiusm. illis diebus Co- lonie in foro venales commode nequeunt inveniri, et si quandoque pro eis pisces alii solvebantur, ex eo necnon super valore scutellarum pred. questio et murmuratio inter fratres sepius est exorta et posse in posterum amplius suscitari verisimiliter formidatur — nos ad tollendum dubietatis huiusm. scrupulum in caplo nostro ad hoc specialiter prefixo presentialiter con- stituti, accedente etiam ad hoc magistri Rutgeri de Aldendorpe doctoris decretorum dicte nostre eccle tunc scolastici nomine scolastrie sue pred. expresso consensu, tractatu solempni et diligenti deliberatione prehabitis, concorditer in perpetuum ordinandum duximus et statuendum, quod de cetero scolasti- cus eccle nostro, qui pro tempore fuerit, preposito, canonicis et 2 vicariis pred., quibus ut premittitur scutelle huism. fue- runt ministrande, pro qualibet scutellarum huiusm. quolibet dierum pred., quibus ministrari solent, tres grossos Turonenses regales solvere teneretur, et per hoc erit idem scolasticus a solutione piscium huiusm. absolutus; et si, quod absit, pecu- niam huiusm. non solveret in terminis prenotatis, extunc pre- benda sua caplo in penam curret, quando caplo hoc placebit, quousque solvent pecuniam prelibatam; scolastria vero va- cante, in redditibus prebende scolastici vel scolastrie pred. pecuniam caplum percipiet temporibus prenotatis. In cuius rei testimonium eccle nostre pred. necnon Rutgeri scolastici nostri sigilla presentibus duximus apponenda. Datum a. d. mill. tric. vicesimo quarto, in crastino s. Gereonis et socio- rum eius. Aus einer im R. B. fol. 141 a enthaltenen Abschrift, welche ebenda beglaubigt ist durch Everhard Hollant von "Wisschell „clericus Col. dyoc. sacra imperiali auctoriate et ven. curie Col. causarum notarius." (Bin Bitter Ey. von Wischel wird im 14. Jh. wiederholt genannt: Lac. III n. 451, 457 und 976.) ') Hier fehlt etwa „habenti" oder „facienti". 305.— 1324, October 29., bevollmächtigt der Subprior des Predigerhauses einen „Bruder" ein Haus „am Juden", gelegen in der — 312 — Pfarrei 8. Christoph an Richmudis, Wwe von H. Birklin zu übertragen. Nos frater Iohannes dictus de Monasterio supprior domus fratrum predicatorum in Colonia gerens vices . .') prioris et conventus domus predicte . . x ) viris prudentibus et honestis magistris ceterisque officiatis domus parrochialis s. Christofori in Colonia orationes in Christo devotas. Noveritis, qudd nos pensata in hoc utilitate nostra et totius conventus domus pred., damus et conferimus fratri Iohanni dicto Hyrmelin plenam ac liberam auctoritatem per presentes renunciandi et effestucandi pro nobis et ex parte nostra super una domo et area vocata ad Iudeum, sita ex opposito platee dicte „Placgassen" super lata platea et super omne ius, quod dinoscimur in eadem habere, tamquam in manus Richmudis relicte quondam Hen- rici dicti Birclin civis Col., pure simpliciter et de piano trans- ferendo, ita quod prefata Richmudis eandem domum iure opti- nebit et divertere poterit, in quamcunque manum voluerit, nulla nostra con-tradictione resistente, salvo unicuique suo iure in domo pred. . Super hiis in testimonium atque fidem sigillum nostri conventus presentibus est appensum. Datum in crastino beatorum Symonis et lüde app. a. d. MCCC vice- simo quarto. Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Das nur halb erhaltene Siegel zeigt eine Kreuzigungsgruppe. !) Die Punkte stehen im Original. 306.— 1S24, Nov. 15., zu Avignon. P. Johann XXII beauftragt den Dechant von 8. G., der Abtei Prüm die ihr (durch auf ewig oder auf zu lange Zeit ausgestellte Pachtverträge) verloren gegangenen Güter wieder zu verschaffen. Iohannes epus servus servorum Dei. Dilecto filio . . dc- cano eccle s. Gereonis Col. salutem et apost. ben. Ad audien- tiam nram pervenit, quod tarn dilecti filii . . abbas et conventus monasterii s. Salvatoris Prumiensis ordinis s. Benedict! Trev. dioc, quam predecessores eorum decimas certas domos possessiones vineas molendina stangna (!) prata pascua nemora — 313 — redditus iura iurisdictiones et quedam alia bona ipsius mona- sterii — datis super hoc litteris, confectis exinde publicis in- strumentis, interpositis iuramentis, factis renuntiationibus et penis adiectis — in gravem ipsius monasterii lesionem non- nullis clericis et laicis aliquibus eorum ad yitam, quibusdam vero ad non modicum tempus et aliis perpetuo ad firmam vel sub censu annuo concesserunt, quorum aliqui dicuntur super hijs confirmationis litteras in coramuni forma a sede apost. impetrasse. Quia vero nra interest super hec de oportuno remedio providere, discretioni tue per apost. scripta manda- mus, quatinus ea, que de bonis ipsius monasterii per conces- siones huiusm. alienata inveneris illicite vel distracta, non obstantibus litteris ... et confirtriationibus supradictis ad ius et proprietatem eiusdem monasterii legitime revocare pro-, eures, contradictores per censuram ecclesiasticam appellatione postposita compescendo. Testes autem qui fuerint nominati, si se gratia odio vel timore subtraxerint censura simili appellatione cessante compellas veritati testimonium perhibere. Datum Avinione XVII. kl. Decembris pontificatus nri anno oetavo. Original im St.-Archiv zu Coblenz. Bleisiegel hängt. 307.— 1324, Dezember 24. Erzb. Heinrich II bestätigt der Kirche S. Gereon die Incorporierung der Pfarrkirchen Opladen, Neukirchen, Rheinkassel, Oeckhoven, Giesenkirchen, Viersen, Spiel, Büde- rich, Dussel, Niederbachem, Holzweiler, Heppendorf, Monheim, De- richsweiler, Burscheid, Merkstein, Selgersdorf, Gereonsweiler, Löve- nich, Dabringhausen, Witzhelden, Merheim, Junkersdorf, Schivist, Kriel und S. Christoph in Köln. Die den betreffenden „Rectores eccle- siarum" zustehenden Einkünfte icerden gerichtlich festgestellt. Henricus d. gr. s. Col. eccle archiep. s. imp. p. Yt. archic. universis .... Quoniam in subditorum quiete quieseimus et eorum concordia in pacis affluentia confovemur, ipsorum con- troversiis etiam pro futuris temporibus suspicatis non imme- rito oecurrimus et medemur. Hinc est, quod — cum dilecti in Chr. dec. et cap. eccle s. Gereonis Col. nobis sua petitione duxerint intimandum, quod infrascripte parrochiales ecclesie nosre dyoc. tarn per sedem apost. quam per predecesores — 314 — nostros ab olim eorum eccle dignitatibus et officiis ut infra describitur incorporate fuerant seu annexe .... — ne tarnen prernissa in scrupulose dnbietatis ambiguum propter temporis diuturnitatem et memorie labilitatem ac litterarum tarn aposto- licarum quam predecessorum nrorum super premissis eis con- cessarum . . . vetustatem et consnmptionem in posterum verti possent, nobis humiliter supplicarunt, nt . . . dictas incorpo- rationes .... ac reddituum . . . inter ipsos ac dictarum eccla- rum rectores divisiones ... ab olim statutas necnon litteras ipsis super eis concessas . . . examinare ... et servandas fore pronunciare . . . auctoritate nostra ordinaria dignaremur. Nos igitur .... attendentes . . . quod dicta eccla s. Gereonis — propter merita sanctorum ibidem corporaliter requiescentium ipsamque ecclam et locum pretioso suo sanguine consecran- tium ac pro eo, quod ipsa eccla a tempore, cuius non extat memoria, sie fundata extitit, ut ibidem persone nobiles domino deservirent et adhuc prerogativa hac coruscat — stipendiis ube- rioribus ac honoribus altioribus, ut loci et personarum statui et dignitati congrue correspondeant, est merito extollenda, dilecto nobis in Christo mag. Godeschalco de Susato, schola- stico eccle b. Marie ad gradus Col., ac deinde, propter absen- tiam dicti scholastici, mag. Petro de Dusburch advocato curie Col. examinationem premissorum et aliorum statum et refor- mationem eiusdem eccle tangentium, que coram eis dicti de- canus et capitulum proponerent, duximus committenda (!). Dictus vero scholasticus reeepta huiusm. commissione . . . processit in hunc modum. Primo enim coram se vocari fecit rectores . . . ecclesiarum incorporatarum .... sibique per eosdem decanum et capitulum exhiberi mandavit litteras ipsis . . . super incorporationibus . . . concessis . . . Iidem produxerunt Privilegium . . . domini Honorii pape tertii .... sub veris fllo et stilo ac bulla plumbea bullatum, necnon . . . predecessorum nrorum dnorum quondam Hynrici, Conradi, Sifridique archiepiscoporum Col. . . . eisdem decano et capitulo eomm- que eccle [concessis] . . . super incorporationibus infrascrip- tarum ecclarum, seil, in Upiaden, in Nuwenkirgen, in Ryn- cassele, in Odynchoven, in Gisenkirgen, Versene, Speyle, Bo- derig, Dussele, Baigheym, Holswilre, Heppyndorpe, Münheym, Pederigswilre, Burscheyt, Merkensteyn, Salichendorpe, Greyns- — 315 — wilre, Lovenich, Daberteshusen, Witsselde, Merheym, Gunters- torp, Suist, et Kreyllo nostre dyocesis ac s. Christofori in Colonia, ipsis . . . factis, necnon super distinctionibus fructuum . . inter rectores et prefatos decanum et capitulnm, sie quod ipsi rectores de sua portione deeimas papales et episcopales, prout infra describitur et adhuc servatur inter eos, solvere et alia ecclesiarum onera sustinere deberent; ac etiam [produ- xerunt] litteras confinnationum Rom. pontifleum . . . Innocentii tertii et quarti eisdem . . concessas, per que dicte incorpo- rationes et fructuum . . divisiones plene et sufficienter in forma que sequitur comparabantur. Deinde . . . idem scho- lasticus . . . rectores earundem ecclannn in verbo sacerdotii et veritatis ac sub iuramentis per eos ecelis suis prestitis ... super dictis incorporationibus et reddituum divisionibus . . ., vocato ad hoc presente Henrico de Slusis publico imperiali auetoritate et curie Col. notario, in forma que sequitur requi- sivit et interrogavit, responsaque eorum idem notarius de man- dato eiusdem scholastici fideliter conscripsit. Primo Wernerus rector eccle in Burscheyt . . . respondit, suam ecclam incorporatam . . esse eccle dec. et capitulo s. Ge- reonis Col., et quod ipse rector pro sua sustentatione et pro sol- vendis deeimis tarn papalibus quam episcopalibus quando impo- nuntur ac aliis ipsius eccle oneribus, sustinendis habeat de dieta eccla 38 iornales terre arabilis sitos prope Lorehoven, item deeimam inter Lotselkirgen et Nuwenkirgen de uno manso et de 22 iurnalibus in campo dicto Henrevelt, item et prope villam dietam Burscheyt deeimam de agris capientibus in semine circa 9 maldra et deeimam de curte Blechere et annuatim 1 maldrum avene de bonis Everhardi de Wicke et pratum ad valorem unius plaustri feni, item 10 solidos . . annuatim de capella Grunescheit et etiam deeimam minutam de tota parrochia, item dotem eccle, oblationes, sinodum et 16 maldra avene de deeima maiore, alia vero bona eccle et deeimam maiorem habeat eccle dec. et capitum s. Gereonis Col. virtute incorporationis . . . ., quodque sie servatum sit a 50 annis, prout verius intellexit, et diebus suis. Item Ilerimannus rector eccle in Boderigh . . . respondit, ecclam suam incorporatam . . esse eccle dec. et cap. s. Gereonis Col., quodque ipse pro sustentatione sua et oneribus — 316 — ipsius eccle sustinendis . . . habeat 40 iornales terre arabilis, item in silva unum „hoilszgewelt" et decimam de 90 iorna- libus t. ar. ; 3 piülos de 3 domibus, oblationes et sinodum, qnodque alia decima et minuta ac bona alia ipsius eccle sint eccle dec. et caplo s. Gereonis . . quodque premissa . . . sint servata . . a quinquaginta annis et amplius . . . Item Conradus rector eccle in Dussele .... respondit, ecclesiam suam incorporatam . . esse eccle dec. et caplo s. Ger. pred., quodque pro sua sustentatione et decimis ut premittitur solvendis ac aliis oneribus . . . sustinendis . . . habeat dotem eccle, decimam maiorem et minutam de 7 cur- tibus sitis in parrochia sua, oblationes, sinodum, 2 plaustra feni de pratis ad ecclam spectantibus; reliqua vero decima maior et minuta aut alia ipsius ecclesie bona sunt eccle dec. et capli pred., quodque premissa . .. sint servata a 50 annis ... Item Rigwinus rector eccle in Munheym . . . respondit, ecclam suam incorporatam etc., quodque pro sua sustentatione etc. habeat dotem eccle, oblationes, 6 maldra siliginis de curte dictorum dec. et capli ibidem, item 6 maldra siliginis a Hein- rico de Keilberg et aliis hominibus habitantibus ibidem pro officiatione capelle ibidem siti, censum 26 domorum, denarios missales sinodum et legata sibi facta, item 30 iornales t. ar. de dote eccle et in silva unum „holtzgewelt", et quod decima maior et minor et residua bona eccle spectant ad ecclam dec. et caplum s. Gereonis . . quodque premissa . . . sint servata . . a 50 annis citra . . . Item Philippus rector eccle in Nuvenkirgen . . . respondit ecclam suam incorporatam etc. et pertinere ad officium cho- riepiscopatus eccle (s. Gereonis), quodque ipse . . . pro sustentatione etc. habeat ibidem 33 iornales t. ar. de dote sua, item domum unam, oblationes et pensionem annuam 28 solidorum; decima vero maior et minor pertinet ad ecclam et officium choriepiscopatus pred., quodque premissa servata sint . . . a tempore cuius non extat memoria . . . Item Bertolphus rector eccle in Merheym . . . respondit, ecclam suam incorporatam etc., quodque pro sua sustentatione etc. habeat domum dotis, 30 iornales t. ar., oblationes, sinodum, 4 maldra siliginis, et quod decima maior et minor et alia bona ipsius eccle spectant ad dictos ecclam . . . s. Ge- - 317 - reonis, quodque premissa servata sint . . . a tempore cuius non extat memoria . . . Item Tihnannus rector in Gisenkirgen . . . respondit, ecclam suam incorporatam etc., quodque pro sua sustentatione etc. habeat domum dotis et 27 iurnales terre, quorum 8 sunt arahiles et alii pascua, denarios anniversariorum, oblationes, denarios qui vocantur „Mertynspennynge", decimam pullorum et porcorum pro tota parrochia, item 30 maldra bladi diversi generis annuatim; et quod decima maior et minor pertineat ad ecclam dec. et caplum predictos, quodque predicta servata sint . . . a tempore cuius non extat memoria . . . Item Lutterus rector eccle in Odinchoven .... respondit, suam ecclam incorporatam etc., quodque pro sua sustentatione etc. habeat domum dotis, 44 iornales t. ar. et 2 maldra sili- ginis et tritici que dicuntur „seylgereydde", et 12 denarios; item decimam de 11 mansis, oblationes, sinodum et 4 pullos; item decimam minutam de 19 areis vel citra — et quod decima maior et alia bona ipsius eccle pertineant ad dictos ecclam dec. et caplum s. Gereonis, quodque predicta servata sint . . . a tempore cuius memoria non extat .... Item Egidius rector in Greynsvilre .... respondit, ecclam suam incorporatam etc. quodque pro sua sustentatione etc. habeat domum dotis, 24 iornales t. ar. et decimam de 110 iornalibus seminatis cum siligine et triticis (!) et de 110 seminatis cum avena, et de hominibus dictos agros seminan- tibus decimam minutam, item pro memoriis defunctorum 30 den. Col. pag., sinodum, oblationes — et quod decima maior et minuta ac alia bona eccle pertineant ad ecclam dec. et caplum s. Gereonis . . . quodque predicta servata sint . . . a tempore cuius memoria non existit . . , Item rector eccle in Daberteshusen videl. Iohannes . . . respondit . . suam ecclam incorporatam etc. quodque pro sua sustentatione etc. habeat oblationes, sinodum, legata rectori et non eccle facta, item ratione dotis tot agros t. ar. quod in eis seminari possint 12 maldra avene, item 40 iornales silve seu nemoris et pensionem 3 solidorum Col. pag. de decima maiori, ac decimam minutam agnorum et pullorum — et quod decima mayor et minor ultra predictam proveniens pertineat ad dictos ecclam dec et caplum, pro quibus 3 marce solvuntur eisdem — 318 — cum dimidia, quodque predicta . . . servata sint ... a 50 annis citra .... Item Christianus rector eccle in Wisseide . . . respondit, suam ecclam incorporatam etc., quodque parrochiani pro Omnibus decimis maioribus et minutis solvant 6 marcas Col. pag., de quibus ipsi eccla dec. et caplum habent 30 solidos et ipse rector residuum pro sua sustentatione etc., item quod habeat domum dotis et agros circa 6 iurnales t. ar., item censum 6 solidorum cum dimidio et decimam de quibusdam agris ad dotem spectantibus et de aliis agris ad culturam locatis, que ascendit ad 2 maldra vel circa, item oblationes, sinodum et legata sibi facta, quodque predicta servata sint . . . a tempore cuius memoria non existit . . . Item Henricus rector eccle in Dederigswilre . . . respondit, sibi nichil constare de incorporatione eccle sue pred., sed quod ipse habeat ibidem pro sua sustentatione etc. annuatim 22 maldra bladi partim tritici et partim siliginis de quibusdam campis sitis ibidem, et 12 maldra diversi bladi de quibusdam aliis agris ibidem, item oblationes, minutam decimam per totam parrochiam, sinodum et censum 7 solidorum et quod solvat decimas papales et episcopales licet compulsus, quodque maiorem decimam et minutam ibidem perceperint et per- cipiant dicti eccla dec. et caplum s. Goreonis. Item Iohannes rector eccle in Gunterstorp . . . respondit, ecclam suam incorporatam etc., quodque pro sua sustentatione etc. habeat domum dotis et 20 iurnales t. ar., obtationes, item 4 maldra siliginis de alterodimidio manso vel circa, item 10 maldra siliginis et 12 maldra avene — et quod decima maior et minor spectent ad dictos ecclam dec. et caplum s. Gereonis, quodque predicta . . . a tempore cuius memoria non existat observata sint . . . Item Gerardus rector eccle in Zuist . . . respondit, ecclam suam incorporatam etc., quodque pro sua sustentatione etc. habeat 4 maldra siliginis et 4 maldra avene, item decimam de 70 iornalibus t. ar. ac oblationes, item pro anniversariis defunctorum 3 solidos cum dimidio, et quod dec. et caplum eccle pred. solvant tarn decimas papales quam episcopales et alia onera eccle debeant sustinere — et quod omnia alia bona sint ipsius eccle s. Gereonis, decano et caplo contrarium asserentibus quoad — 319 — decimas solvendas et onera supportanda, unde in hiis servari precipimus, sicut hactenus servari et consuetum. Dicit etiam idem rector, quod dicte incorporatio et fructuum divisio sint servate . . . a tempore cuius memoria non existit . . . Item Everhardus rector eccle in Eppindorpe . . . respon- dit, ecclam suum incorporatam etc., quodque pro sua susten- tione etc. habeat domum dotis, 26 iornales terre, oblationes, item decimam maiorem et minutam que dicitur decima (?) Woilvishovin, que ibidem situatur, et pro parte apud villam Turre et apud Wedendorpe et pro parte apud molendinum de Esch et apud villam Gruven, ita quod agri de quibus dic- tam decimam percipit ad 5 mansos ascendant t. ar. et amplius, et quod habeat ratione sinodi, 4 maldra avene a parrochianis suis et emendas ab accusatis in sinodo, item denarios missales et denarios qui dicuntur „kirmissenpennynge", item censum 7 solidorum et 2 iornales in pratis et 2 iornales nemoris — et quod decima maior et minor et alia bona eccle spectant ad dictos ecclam dec. et caplum s. Gereonis, quodque pre- dicta servata sint a tempore cuius memoria hominum non existit . . . Item Ilenricus rector eccle in Lovenich . . . respondit, ecclam suam spectare ad collationem et presentationem ven. virorum dnorum dec. et capli maioris eccle pro una vicissi- tudine, ac decani et capli s. Gereonis pro alia ... et quod ipse dictam ecclam habeat a prefatis dec. et caplo maioris eccle Col. pro eorum vicissitudine, et quod prefata eccla sua iisdem maioris (!) et s. Gereonis ecclis et caplis Col. sit incor- porata, quodque ipse pro sustentatione sua etc. habeat dotem eccle, item 38 iornales t. ar. et 9 iornales nemoris, item census et anniversaria que estimat in universo ad 30 marcas Col. pag., item oblationes et sinodum, excepto quarto anno pro quo habet pensionem unius marce pag., item quod habeat decimam dictam „kirchenseynde" que communiter impensionari potest pro 80 maldris bladi partim siliginis et partim avene, item decimam minutam que ascendit ad 50 pullos, 10 agnellos et 8 porcellos; et dicit quod, ubi recipit maiorem decimam, ibi recipit minutam; item dicit quod habeat hyemannos 5 vel 6 iuratos eccle sue hereditarie et 4 curmedas; dicit etiam quod dicti decani et capla maiores et s. Gereonis Col. habe- — 320 — ant ibidem reliquas decimas maiorem et minutam ex incor- poratione prefata, quodque prefata sint... a tempore etc..... Item Everhardus rector eccle in Merkensteyn . . . respon- dit, ecclam suam incorporatam esse . . . scholastrie eccle s. Gereonis Col. et spectare ad eius presentationem, quodque pro sua sustentatione ac pro decimis pred. que et prout hac- tenus ibi solvi consueverunt et non ultra et aliis etc. habeat dotem eccle, item 40 iornales t. ar. et census c. 2 marcas, item oblationes ac partem decime maioris site prope Rincberg . . ., item decimam minutam in Rincberg de domo dicta „zechuren et in Grimelsbruchen et in una domo ville Myrken- steyn, que est heredurn Wilbelmi dicti Glegast, item panes dictos „kyrgebroit" — reliquas vero decimas tarn maiores quam minutas habeat ibi scholasticus pred. per totam parro- chiam, quodque predicta servata sint a tempore cuius memoria non existit . . ., dicit etiam quod habeat sinodum in sua eccla pro 3 annis. Item Hermannus rector eccle in Upiaden . . . respondit ecclam suam incorporatam esse eccle dec. et caplo s. Gereonis pred. et quod dicti eccla dec. et caplum pro sua portione habeant ibidem totam decimam tarn maiorem quam minutam ab ista parte Wippere versus Coloniam, ipse vero pro sua sustentatione etc. habeat dotem eccle et agros ad dotem suam spectantes, oblationes, sinodum et legata ac decimam tarn maiorem quam minutam per parrochiam suam ab alia parte Wippere et alia bona que ad presens nescit nominare, et quod predicta servata sint . . . a tempore cuius memoria non extat . . . Item rector eccle in Hoilswilre . . . respondit ecclam suam incorporatam esse prelibate eccle s. Gereonis, quodque rector ipsius eccle pro sustentatione sua etc. habeat dotem eccle et c. 16 iornales t. ar. et decimam de 24 iurnalibus t. ar., item c. 5 sumbrinos siliginis in pensionibus, item oblationes, sinodum et legata, quodque ad ecclam suam habeat officiare 2 capellas seil. Vetelhoven et Esch et quod predicta servata sint . . . a tempore cuius memoria non existit . . . Item Arnuldus rector eccle in Saylgendorpe . . . respondit ecclam suam incorporatam etc. quodque pro sua sustentatione etc. habeat decimam frugum de 90 iurnalibus t. ar. sitis apud — 321 — Ablindorp et 2 maldra siliginis ibidem, item decimam de 28 iornalibus t. ar. apud Berge, item apud Kirberg decimam de 30 iornalibus et decimam minutam per totam parrochiam, item 4 iornales t. ar. pro missalibus sitis apud Sailgindorp, item 3 maldra tarn brasii quam avene de molendinis ibidem, item in censibus c. 35 solidos et 11 pullos, item oblationes, sinodum et domum dotis, et quod caplum s. Gereonis solvat sibi 6 marcas Brabantinorum — deeima vero maior et minor et reliqua bona eccle pertinent ad dictos ecclam dec. et caplum, quodque predieta servata sint . . . a longe retroactis temporibus . . . Item Arnuldus rector eccle in Virsene . . . respondit, ecclam suam incorporatam etc., quodque deeima maior ibidem et alia bona, quos (!) ad presens nescit nominare, pertineant ad ipsos ecclam dec. et caplum, ipse vero pro sua sustenta- tione . . . habeat dotem eccle, oblationes, sinodum et legata et alia bona que similiter nescit nominare, recognoscens fruetus et redditus ipsius eccle inter dictos rectorem (et) ecclam dec. et caplum pred. ab olim divisos fuisse et esse, sicut eos hac- tenus possederunt, quodque dieta servata sint a tempore cuius memoria non existit, et quod placeat sibi, quod servetur sicut hactenus est servatum. Item rector eccle in Speylle in nostra presentia personaliter constitutus recognovit, ecclam suam incorporatam esse etc., fruetusque ipsius eccle inter dictos (rectorem et) dec. et caplum ac eorum ecclam divisos ab olim fuisse et esse sicut inter eos hactenus est servatum . . . a tempore cuius etc. Item Arnuldus rector eccle in Rynkassele . . . respondit, ecclam suam incorporatam etc. quodque pro sua sustentatione etc. habeat dotem eccle, oblationes, sinodum et legata, item 1 mansum t. ar. ac 12 maldra siliginis ac 6 maldra avene de deeima maiori decani et capli pred., item decimam 4 manso- rum et minutam decimam porcorum, pullorum et anserum — deeima vero maior et reliqua minuta deeima et alia bona eccle pertinent ad dictos ecclam dec. et caplum . . . quodque predieta servata sint a tempore cuius etc. Item rector eccle in Kreylle . . . respondit, ecclam suam incorporatam etc. quodque pro sua sustentatione habeat 4 iornales t. ar. et decimam maiorem de 40 iornalibus t. ar., item 22 — 322 — oblationes et legata — quodque decima maior et minuta et alia bona eccle pertineant ad ecclam dec. et caplum pred., et quod predicta servata sint a tempore cuius etc. Item Conradus rector eccle s. Christofori in Colonia___ respondit, ecclam suam incorpofatam esse prepositure eccle s. Gereonis Col. pred., quodque pro sua snstentatione habeat ibidem oblationes et legata item 15 maldra siliginis et 5 mal- dra tritici et 20 maldra avene de granario dnorum dec. et capli eccle s. Gereonis pred., quodque ipse viceversa ipsis dec. et caplo in festo b. Iacobi ap. 6 modios tritici, 20 sex- taria vini et 2 libras cere, et camerario eiusdem eccle simi- liter 2 libras cere solvat, item quod habeat in Baigheym iuxta Coloniam 1 maldrum tritici et in parrochia sua c. 30 pullos, item redditus 6 solidorum et c. 18 solidos de presentia cum vicariis in eccla s. Gereonis — decima vero maior et minor pertineat ad prepositum eccle s. Gereonis pred., quodque predicta servata sint a tempore cuius etc. Item Theodericus rector eccle in Baigheym . . . respondit ecclam suam incorporatam esse etc. a tempore cuius non extat memoria . . . quodque fructus eiusdem eccle ad pred. dec. et caplum ac rectores eiusdem eccle sie divisi fuerant prirnitus, quod 2 partes deeimarum ibidem tarn vini quam bladi ad eosdem dec. et caplum, tertia vero pars ipsarum ad rectorem eiusdem eccle pertinere deberent, postmodum vero tempore dni Sifridi archiepi Col. super eisdem fructibus ordi- natum extitit, quod rectores eiusdem eccle pro sua sustenta- tione et deeimis pred. solvendis ac omnibus ipsius eccle ac capellarum eidem annexarum sustinendis habere deberent 1 carratam vini in torculari de decima dnorum dec. et capli eccle s. Gereonis ibidem, item l 1 ,^ iornalem t. vineate, item IV2 iornalem t. nemoris, item oblationes, sinodum et legata ac domum dotis, item deeimam maiorem et minutam bladi et non vini in inferiori Baigheym, item 1 maldrum siliginis de 4 iornalibus t. ar. — decima vero mayor et minor tarn bladi quam vini ibidem, exceptis premissis et excepta decima quam habet camerarius eccle s. Gereonis ibidem, pertinere debent ad ecclam dec. et caplum s. Gereonis pred., quodque predicta servata sint a longe retroactis temporibus et adhuc ser- vantur. — 323 — Quibus factis pref. magister Petrus et scholasticus nostri. in hac parte commissa.rii testium et alias probationes pro parte dictorum decani et capli coram eis super premissis productas in forma iuris ad maiorem certitudinem receperunt, dictis etiam Iohanne in Speylle, Everhardo in Heppindorp et Henrico in Dederigswilre ecclarum rectoribus duntaxat exceptis qui se velle coram nobis premissis personaliter interesse asserebant, ecclarum rectores omnes et singuli Reynardum Tilmannum de Ymmendorp presbiterum suum verum et legittimum procura- torem constituerunt, prout ex mandato sufficienti coram nobis per eum exhibito apparebat ad recognoscenda premissa denuo coram nobis necnon ad audiendum nostram super premissis pronunciationem declarationem et ordinationem in omni modo et forma quibus melius fieri posset et nobis videretur expedire ac ad consentiendum eisdem, dummodo ecclarum suarum et ipsorum redditus quos hactenus habue- runt non minuantur nee ibidem ex hoc eis seu eorum ecelis graviora onera imponantur prout hec omnia et singula supe- rius enarrantur, hoc adiecto quod dicti rectores recognoverunt se deeimas antedietas solvere et ecclarum suarum onera susti- nere debere que et prout rectores ibidem hactenus subire consueverunt et non ultra, quodque in eccla Holszwilre the- saurarius eccle s. Gereonis sinodum, minutam deeimam et de portione decani et capli 25 marcas habere deberet dictique scholasticus et mag. Petrus nostri in hac parte commissarii ac notarius pred. presentibus partibus hinc et inde in scriptis et vive vocis oraculo retulerunt, verum quanquam (?) dictis partibus communi placuit concordia ad elueidandum ins utriusque partis in premissis simpliciter et de piano ac sine strepitu et figura iudicii in forma presentibus litteris contenta negotium huiusm. terminari, Nos tarnen ne quiequam de contingentibus circa premissa omittere videremur, prefatos rectores qui premissis personaliter se interesse velle dicebant ac Reynardum omnium aliorum rectorum pred. procuratorem pred. ad crastinum b. Thome ap. hora vesperarum Godesberg coram nobis peremp- torie citari feeimus ad videndum fieri relationem et examina- tionem premissorum et ulterius procedendum in ipso negotio, prout de iure foret procedendum, necnon ad audiendum si comode (!) fieri posset nostram pronunt. dec'lar. et ordina- — 324 — tionem super ipsis, quibtis die et hora ac loco ven vir. mag. Rutgerns de Aldindorpe doctor decretorum scholasticus et procurator eiusdem eccle s. Gereönis pro se et eccla sua ac dec. et caplo ibidem ex una parte, necnon Reynardus dic- torum rectorum procurator pred. pro dnis suis pred. cum man- datis premissis sufficientibus ac prefati Iohannes in Speylle, Everhardus in Heppyndorp et Henricus in Dederigswilre eccla- rura rectores pro se et ecclis suis comparuerunt coram nobis factisque ibidem allegationibns a partibus hinc et inde et rela- tionibus sive instructionibus commissariorum nostrorum pred. in causis et negotiis memoratis. Nos super premissis plenius deliberare volentes eisdem partibus de ipsarum consensu feriam secundam proximam immediate sequentem hora prime pro termino peremptorio prefiximtis, ut dictis die et hora coram nobis Bunne comparerent ad audiendum super premissis no- stram pronunt. declar. et ordinationem. Quibus sie actis prefati in Speylle, in Heppindorp et in Dederigswilre ecclarum rectores deliberationibus prehabitis eundem Reynardum ad premissa omni iure et modo quibus melius poterant et in forma, qua alii rectores superius fecisse narrantur, suum coram nobis ibidem constituerunt et fecerunt procuratorem. Dicta vero seeunda feria adveniente prefati scholasticus et Reynardus procurator rectorum eorundem coram nobis in Bunna in domo decani ibidem hora prima comparentes nostram pron. decl. et ordinationem ferri a nobis cum instantia postularunt. Nos igitur visis et examinatis diligenter omnibus et singulis pred. habitaque matura deliberatione nobiscum et cum iuris- peritis super ipsis pro tribunali sedentes et solum deum pre oculis habentes ac paci et quieti salubrique statui dietarum ecclarum hincinde consulte providere volentes ex officio nostro omnique iure modo et forma, quibus melius possumus ad per- petuam rei memoriam Christi nomine invocato in hiis scriptis pronunciamus et declaramus, dietas ecclas eisdem eccle dec. et caplo s. Gereönis ac dignitatibus et offieiis ibidem ut supe- ribus describitur per bone memorie Henricum et Conradum archiepiscopos Col. predecessores nostros in supplementum prebendarum suarum ab olim incorporatas seu annexas fruc- tusque et redditus ipsarum ecclarum inter ecclam dec. et caplum dignitates et officia predictos ac earundem ecclarum - 325 — rectores in omni modo ot forma ut superius enarratur divisos, necnon incorporationes et divisiones huiusm. per felicis recor- dationis Innocentium tertium et quartum Romanos pontifices cum narratione facti confirmatas fuisse et esse ac a tempore dictarum confirmationum eosdem ecclam dec. capknn prelatos ot officiatos dictas ecclas pro sihi itt premittitur incorporatis seit annexis necnon fructus et redditus pred. ipsis ex divi- sione pred. de eisdem ecclis deputatos, prout legittime pro- batum est coram nobis, tanto tempore bona fide et pacifice continue possedisse, quod prescriptio in premissis per ipsos dec. et caphim legittime est completa, sicqne servari debere et observari precipimns inter partes predictas sie tarnen, quod ipsi rectores deeimas tarn papales quam episcopales solvant et ecclarum suarum onera subeant, prout per rectores ibidem hactenus fieri est consuetum et non ultra, rectoribus earun- dem ecclarum ac aliis contradictoribus et rebellibus quibus- eunque super premissis perpetuum silentium imponentes, ecclam vero in Baigheym ab olim dictis eccle dec. et caplo incorpo- ratam et pro incorporata ab ipsis possessam bona flde et pre- scriptis fuisse et esse in hiis scriptis pronunciamus et de- claramus ipsamque eisdem incorporatam esse et fructus seu redditus inter easdem ecclas divisos ex nunc, prout ex tunc, esse volumus et mandamus sicut tempore bone memorie dni Sifridi archiepi Col. predecessoris nostri extitit ordinatum et superius enarratur, rectoribus eiusdem eccle et aliis contradictoribus et rebellibus quibuseunque super premissis perpetuum silentium imponentes. In quorum omnium testimonium et roboris firmitatem litteris presentibus sigillum nostrum maius duximus apponendum. Datum a. d. mill. trec. vicesimo quarto, feria seennda post festum b. Thome ap. predieta. Original (mit wenig verletztem Siegel) im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. 25 a—29 a. Aus letzterm ist die Giesenkirchen betreffende Stelle („Irem Tilmannus rector in Gisenkirgen etc.") abgedruckt bei Norr enberg > Dekanat Gladbach, p. 276. 308.— '1325, Nov. 25., teilt Erzb. Heinrich dem Dechant und Kapitel von S. Gereon mit, dass er von dem P. Johann (XXII.) — 326 — einen Brief erhalten hat, der so anfängt: „P. Iohannes epus ser- vus servonim Dei ven. fratri Heinrico archiepo Col. salutem et ap. bened. Personam tuam nobis et ap. sedi devotam sin- cera benevolentia persequentes, illam tibi libenter gratiam impertimus per quam te reddere valeas aliis gratiosum. Hinc est quod nos tuis supplicationibus inclinati. fraternitati tue faciendi recipi ex nunc auctoritate apost. per te, alium seu alios in singulis collegiatis ecclis tuarum civitatis et diocesis in quibus non sit certus canonicorum numerus, licet in eis prebendarum distinctio habeatur, singulas personas ydoneas, quas ad hoc duxeris eligendas in canonicos et in fratres, stalla eis in choro et loca in choro cum plenitudine iuris canonici assignans, ac reservandi pro singulis personis singulas prebendas nulli alii de iure debitas si in dictis ecclis vacant ad presens vel cum vacaverint, ac inhibendi dilectis filiis ca- pitulis ipsarum ecclarum et cet. — und so schliesst: . . . Datum Avinione III Nonas Martii pontificatus nri anno nono." Diesen Brief hat der Erzb. dem Domkapitel, nachdem auch dazu die Prioren und die Kapitel der vorerwähnten Kirchen gerufen worden waren, veröffentlicht, und gebietet jetzt auf Grund desselben dem Kapitel von 8. Gereon den Cleriker Gerard Sohn des edlen Mannes Wilhelm von Manderscheit innerhalb der nächsten 6 Tage als Kanoniker aufzunehmen, und demselben jetzt ein Pfründe, oder wenn jetzt keine solche frei ist, sobald eine frei wird, zu verleihen. „Datum Gudens- berg a. D. 1325, in vigilia b. Andree ap. Original im Staatsarohiv zu Coblenz. Siegel fehlt. 309.— 1326, Januar 26., verkaufen die Söhne des Herrn, vom Zollhaus, köln. Bürger, den „7 Priestervikaren von S. Gereon" 3 Morgen Wiese, gelegen zwischen Horrem und Hof Frenz. Universis . . . Petrus Rutgerus et Iohannes fratres, filii olim dni Hermanni d. de Tolhus, cives Col., .... Notum esse volumus, quod nos et nostri heredes . . . vendidimus . . . viris discretis . . 7 . . sacerdotibus perp. vicariis s. Gereonis Col. ... 3 iornales pratorum, iacentes in una petia apud Hor- heym prope locmn qui dicitur Nova piscina, prata dni Th. d. Gyrh de Koynolshoven tangentes ex una parte, iuxta prata — 327 — Wilhelmi de Emle, inter villam Ilorheym et curiam d. Vreynze, pro certa pecunie summa . . ., effestncantes pure et simpli- citer per sollempnem stipulationem interpositam super dictis bonis, supraportantes et transferentes ipsa bona, prout (est) moris patrie, in ipsos . . sacerdotes et ad manus eorundem ementium, in presentia iustitiarii et hyemannorum sive iura- torum dicti loci .... Promisimus insuper . . . emptoribus . . . super pred. bonis debitam et consuetam prestare et facere warandiam et ab omni iusta allocutione sive impetitione rele- vare, et ipsa bona si necesse fuerit, disbrigare; salvo insuper dno sive dnis terre in eisdem bonis iure suo, videl. de quo- libet de 3 iurnalium censu 7 denariorum ... In cuius rei testimonium . . . rogavimus una cum iustitiario et hyemannis sive iuratis pred., et impetravimus presentes litteras sigillo strenui et honesti viri dni Werneri dni van nie Rode et de Ileymersbach militis . . . communiri ... Et nos Wernerus etc. ad petitionem Petri, R. et I. fr. pred. necnon iustitiarii et iuratorum eorundem sigillum n. pres. dux. app. Datum a. d. MCCC vicesimo sexto, in crast. conversionis s. Pauli ap. Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel „Werneri militis do- mini de (!) Meroyde" ist gut erhalten: auf seinem Schilde sind 5 verticale Balken, um den Schild sind 2 aus je 6 nach aussen convexen Bogen bestehende Verzierungen angebracht, welche einander durchkreuzen. 310.— 1327, April 17., erklärt Hildeger Pryns mit seinen Verwandten Gobelin Hardevust und Johann Joklde vor dem Kapitel von S. Gereon, dass er verzichtet auf allen Angriff gegen den Hof in Lachern und den Zehnten in Rheinkassel und überhaupt auf edlen Zwist, den er bisher gegen das Kapitel geführt hat. Dabei wahrt er sich jedoch das Recht, gegen jeden einzelnen Kanoniker des Kapitels wegen irgend welcher Sache in gewohnter und erlaubter Weise vorzugehen. 1327 feria 6. p. Pascha. Original im St.-A. zu Düssoldorf; die 3 Siegel sind -wenig verletzt. — R. B. fol. 118 b-119 a. 311.— 1327, Mai 15., teilt Wilhelm der Erstgeborene Gerard's des Grafen von Jülich, Herr von „Bruche" (Grevenbroich) seinem — 328 — Truchsess in Bruche mit, dass er die Güter der Vikarien der Kirche S. Gereon, welche bei „Dursdale" (Dürselen bei Hochneulärchen) und „ Walde" (= ?) liegen, gnädig aus dem Lehensverbarde entlassen hat, und dass der Truchsess die Vikare in dem genannten Besitz schätzen soll, 1327 feria 7. post festum Servatii. R. B. fol. 20 b. 312.— 1327, Juni 27., bekundet der Notar Hermann, dccss Jungfer Aleidis van den Spitzen den „7 Priestervikarien" an S. Gereon 2 Häuser geschenkt hat zur Stiftung eines Jahrgedächtnisses. Noverint nniversi . . . quod a. d. MCCC vicesimo septimo, indictione 10., mensis Innii die 27., hora post vesperas imme- diate, constituti propter hoc personaliter in presentia mei notarii publ. infrascripti et testium subscr., ad hoc personaliter vocatorum et rogatorum, discretus vir dnus Winandus, unus de 7 presbiteris beneficiatis in eccla s. Gereonis Col, pro se et dictis . . compresbiteris ex una parte, et discreta pnella Aleidis van den Spitzen pro se ex altera — dicta Aleidis, pietate mota, sponte et non per errorem inducta, saluti anime sue prospicere volens, d. 7 presbiteris pro . . . memoria eius et parentum snorum perpetuo peragenda per . . presbiteros snprad. dedit et supraportavit donatione perfecta inter vivos irrevocabiliter . . . pure simpliciter et propter deum domum suam sitam infra portam Leonis et domum lapideam d. Poil- heim ex opposito platee Frisoniim post mortem suam perpetuo possidendam . . . Quam quidem donationem et supra- portationem ipse dnus Winandus pro ipsis suis . . compresbiteris gratanter acceptavit et recepit de manibus Aleidis suprad. . . Acta sunt hec in domo Aleidis quam inhabitabat dicta Spitze presentibus viris discretis Hermanno plebano in Witseldin, Henrico de Tulpeto presbitero capellano capelle s. Apri Col. et Iohanne celerario quondam dni advocati Col. et aliis quibusdam testibus fidedignis ad premissa voca- tis et rogatis. Et ego Hermannus d. Nerze (?) de Colonia publicus im- periali auctoritate notarius premissis donationi supraportationi et acceptationi dicte domus et aliis supradictis una cum testibus prescriptis presens interfui, hoc publicum instrumentum — 329 — exinde confeci et in hanc publicam formam redegi, meoque signo consueto signavi, a suprad. dno Winando et Aleide vo- catus et rogatus, quod est tale. Neben dieser Erklärung steht als Notariatszeichen — es ist das erste, welches in unseren Urkunden vorkommt — eine Schachbrettfigur von 5X5 Quadraten: das erste, dritte, fünfte, siebente u. s. w. sind schwarz gemacht die übrigen sind derart geschwärzt, das immer in der Mitte ein Vierblatt weiss geblieben ist; dieses selbe Vierblatt ist auch noch in 2 vorkommenden Initialen der Urkunde mehrmals angebracht. Original im Archiv von S. Gereon. 313.— 1327, September 20., bekundet „Duregin", Wittwe des verst. kölnischen Bürgers „van nie Hünen", dass sie an Gerlach und Engelradis, Eheleute und kölnische Bürger, ein Haus mit Hof, gelegen zu Köln neben dem alten Graben gegenüber Maria Äblass, mit Bewilligung der 7 Priestervikare von S. Gereon — von denen, als den Eigenthümem, sie selbst das Haus in Erbpacht hat — in Aftererbpacht gegeben hat. Die Eheleide, bezüglich deren Nachfolger, haben dafür an die Verpächterin oder deren Erben jährlich (in 2 Terminen: zu Weihnachten und zu S. Johann B.) 16 köln. Schillinge zu zahlen; ist 4 Wochen nach einem Termin die betreffende Hälfte des Zinses nicht bezahlt, so fällt das Haus an die Verpächterin oder deren Erben zurück. Ferner haben die Pächter an die 7 Priester jedes Jahr zu Allerheiligen einen Zins von 2 köln. Schillingen und 2 Hühnern (oder 3 Denaren statt der 2 Hühner) zu zahlen; ebenso viel ist an dieselben zu leisten, so oft (z. B. durch Tod) eine m neue Person das Haus übernimmt; icird der Jahrzins nicht an dem genannten Feste gezahlt, so hat der Pächter ausserdem noch den gleichen Betrag als Strafe zu zahlen; sind Zins und Strafe 14 Tage nach dem Feste noch nicht entrichtet, dann fällt das Haus an die 7 Priester zurück. Endlich sind die Pächter gehalten, das Haies in gutem Zustande zu erhalten, und Schatz und Steuer, die des Hauses wegen etwa aufgelegt werden, zu tragen. Die 7 Priester haben auf Bitten ihr Gemeinsiegel angehängt. Datum a. d. mill. trec. vicesimo septimo. In vigilia b. Mathei apostoli. Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel (mit den 7 Köpfen) im ganzen gut erhalten. — 330 — 314.— 1328, Jan. 19. (crastino b. Prisce v.), bekunden D. K, von S. Gereon, dass Joh. Overstoilz Kan. von S. Cunibert — zur Stiftung einer Memorie für sich, seine Eltern und seinen Onkel Con- stantin von Aducht Kan. von S. Cunibert — der Kirche S. G. 36 Köln. Mark gegeben hat, damit dieselben entweder zum Ankauf einer Beute von 24 Schillingen oder für die Bedürfnisse der Kirche verwandt werden sollten. Da mm das Letztere geschehen, so haben D. K 24 Seh. von dem zum Grossamt gehörigen Zehnten zwischen Kriel und Melaten („domus leprosorum") für die genannte Memorie bestimmt. So lange der Stifter lebt, soll die Memorie bestehen in einer feierl. Messe „in hon. b. Marie virg.", und soll ihn dann jedesmal ebensoviel übersandt werden, als jeder der anwesenden Kanoniker erhält; nach s. Tode werden D. K. sein Anniversar und die Memorie der andern Genannten (die dabei namentlich anzuführen sind) halten „in vigiliis missis commendationibus cum pulsatione campa- narum ... et subpositione 4 candelarum", und sollen dann jedesmal dem Kellner von S. Cunibert 6 Denare übersandt werden. Zeigen sich D. K. von S. G. einmal lässig, so dass das Anniversar nicht zur bestimmten Zeit gehalten wird, so haben dieselben 12 Schillinge an die Kirche S. Cunibert zu geben, damit in dieser dann das Anniversar gehalten werde. D. K. sowie auch der Official der Köln. Curie haben ihre (nur noch in Besten vorhandene) Siegel angehängt. Original im St.-A. zu Düsseldorf. 315.— 1328, Februar 23., beschliessen der Propst, der Dechant und das Kapitel von S. Gereon, dass sie in Zukunft ihre Kirche nur aus solchen Gründen mit Verpflichtungen belasten wollen, welche die ganze Kirche betreffen. Nos prep. dec. et caplum eccle s. Gereonis Col. Notum faeimus tarn presentibus quam futuris, quod nos utilitatem et profectum eccle nostre pred. attendentes de communi nostro consensu .... concordavimus unanimiter in hunc modum, quod de.cetero ad instantiam, preces, requisitionem aut aliam causam quameunque ecclam nostram pred. aut litteras eiusdem pro quibuseunque personis eccle nostre pred. etiam in digni- tatibus constitutis, nisi pro sola necessitate et debitis prefate — 331 — nostre eccle s. Gereonis ipsam generaliter tangentibus, (non) obligabimus, quoquo modo omni dolo et frande in premissis penitus exclusis. In cuius rei testimonium nostrum prepositi pro nobis, et nostrum decani pro nobis, ac nostrum capli ad ausas pro nobis sigilla presentibus duximus apponenda. Actum et datum a. d. 1328, feria tertia post dominicam qua cantatur Invocavit me. Original im St.-A. zu Düsseldorf. - R. B. fol. 78 b. c 316.— 1328, Dezember 24., bekundet der köln. Bürger Arnold der Weber, Sohn des verst. Thümann von Orsburg, dass ihm von den 7 Priestervikaren an S. Gereon verpachtet -worden sind 3 Wohnhäuser gegenüber dem Kl. S. Clara, von welchen früher Bichmudis von Bell 2 und der Steinmetz Hermann von Muffendorf eines gehabt hat. Arnold hat die Häuser jetzt erhalten für sich und seine sowie seiner verst. Frau Bela Kinder Drude, Bele und Joliann auf Lebenszeit, d. h. (kr letztlebende soll sie noch bis zu seinem Tode haben. Die jährliche Pacht soll betragen 3 Mark, 3 Heller = 2 Denare gerechnet. Ausserdetn hat der Pächter die Verpflichtung innerhalb des nächsten Jahres 20 Mark, und in den dann folgenden 2 Jahren nochmals 20 Mark zur Wiederherstellung und Verbesserimg der 3 Häuser zu verwenden. Folgen Strafbestimmungen für Nichteinhaltung des Vertrages. Auf Bitten des Pächters hat der Dechant Arnold von S. Gereon sein Siegel zur Bekräftigung angehängt. Datum in vigilia nativitatis dni a. eiusd. 1328. Original im Archiv von S. Gereon. Das schöne Siegel „Arnoldi de B(urne decani eccle s. Gereonis) ist leider nicht unverletzt. An beiden Seiten steht je ein aus 4 Stockwerken, dem Holme und einem Schlusskreuz bestehender schmaler Turm, jedes Stockwerk hat eine Nische; zwisohen den 2 Türmen sind 2 durch einen Mittelpfeiler an einanderstossende, in der ver- ticalen Richtung sehr verlängerte Sechsecke angebracht, die also oben und unten in Spitzen endigen. Das Sechseck links zeigt die h. Helena, auf der Linken die Kirche S. Gereon tragend, und in der Rechten eine Lanze (?) lialtend; das rechte Sechseck enthält eine Figur (S. Gereon?), die in der Rechten eine Fahne zu halten scheint. Zwischen den beiden oberen Spitzen sieht man die h. Jungfrau, das Jesukind auf dem linken Arme; was zwischen den 2 untern Spitzen war, ist nicht mehr zu erkennen. — 332 — 317. — 1329, Maerz 12., erbrachten Joh. v. Balchem und Frau von dem Bitte)' Herrn, von Belle und Frau und Sohn etwa 35 Morgen Ackerland bei Nievenheim gegen einen Jahrzins von 6 l j 2 Mb Boggen. Universis . . . Ego Iohannes de Balchem et Ailheiilis coniuges legitimi notum esse volumus . . ., quod nos pro nobis et pro nostris heredibus recepimus et recipimus a dno Hennanno de Belle milite et Mechtilde uxore ipsius et Ottone eorum filio qnandam hereditatem t. ar. cum area nna in par- rochia de Nyvenhem situatam, que sorte dno Hermanno ibidem cecidit et ad eum est devoluta, . . . videl. in campo dicto Heynveit 9 iurnales cum dimidio minus 11 virgulis; item re- tro curtem quondam dicti Kynt dim. iurnalem minus 7 virgis supra viam; item retro curtem Hermanni d. Wys 5 iurnales minus 28 virgulis; item iurnalem cum dimidio iuxta terram Reynardi; item in Helynrode 8 iurnales, quartale et 2 virgas sitas contra terram plebani de Nievenhem; item in Eppimviden iurnalis cum dimidio et 17 virgis; item 5 quartalia et 11 virgae iuxta terram que fnit Brunonis; item iurnalis cum dim. minus 4 virgis iuxta terram que etiam fuit Brunonis de Ymen- dorp; item quartale cum dim. et 7 virgis iuxta terram quondam dni H. de Kyrbergh; item 2 iurnales minus 17 virgis iuxta terram puelle Beatricis de Halle: quam quidem hereditatem recepimus . . . pro hereditaria et annuata pensione (nämlich von 6 l / 2 Mltr. Boggen „melioris cremend prope 1 den. prout in folo Col. exponitur ad vendendum", lieferbar nach Köln zu S. Bemigii oder in den ersten 8 Tagen darnach „sine captione". Zu Bfand setzen die Erbpächter 4 in der Flur von Nievenheim und Balchem neben dem „Hadewig pat" gelegene Morgen Landes, welch — im Falle die Fächter ihre Bedingungen nicht einhalten — den Verpächtern zugleich mit dem Pachtgut selbst verfallen sein sollen. Kann einmal wegen Misswachs, Hagelschlag oder „discordia dno- rum" der Pachtzins nicht geliefert werden, so ist derselbe im folgenden Jahre doppelt zu liefern, und sind hierfür dann sofort Bürgen zu stellen.) Acta sunt hec in pntia scabinorum videl. Conradi de Meyginsale, Ilenrici Kege de Dedelrade, Anthonii de Huc- kinckhove, Hermanni Wys, Conradi fabri Haygsteyn, dni Hen- rici pastoris de Nievenheim et puelle Alheidis . . . Nos Her-J mannus de Belle miles et Mechtildis ... et ego Otto . — 333 — omnia premissa protestamur esse vera, renunciantes ex utra- que parte pure et expresse omnibus exceptionibus et defen- sionibus iuris et facti tarn canonici quam civilis et epistole divi Adriani et quibuscunque existentibus quibus contra pre- inissa facere vel venire possemus . . . quoquo modo. (Für die Anpüchter siegelt der genannte Pastor H. v. N.) Actum et datum a. D. MCCC vicesimo nono, feria quinta ante dnicam Invocavit. in Cop. Yic. f. 43. (Der Akt steht hier, weil das betreffende Gut später das Eigentum der Vikare — in ihren Hof zu Balchem überging. 318.— 1329, Juni 2., erklärt Erzb. Heinrich, dass der S. Gereon gehörige Hof „Aldenrode" — Ähren Pf. Giesenkirchen, über icel- clien das Erzstift, als Herr von Liedberg die Vogtei hatte, als Vogtei- gebiilir jährlich nur 15 Schillinge zu zahlen habe, und von allen sonstigen Lasten frei sein solle. Henricus de gratia s. Col. eccle archiep., s. imp. p. Yt. archic. Universis . . . Pastoralis officii sollicitudo ad hoc non immerito nos instigat, ut circa ecclarum libertates et iura earum conservanda, maxime circa ea que dubietatis ambiguum possent in posterum (et) erroris materiam generare, per certe determinationis (?) iudicium salubrius intendamus. Hinc est, quod nos recognoscimus et tenore presentium publice profi- temur, quod curtis in Aldenrode cum universis bonis et per- tinentiis suis, in quibuscunque rebus consistunt, sita in par- rochia Gisenkirgen nobis et eccle nostre 15 solidos pag. usu. ibidem currentis annuatim, 10 videl. in festo s. Remigii et 5 in Maio ratione advocatie, quam nos et eccla nostra pred. nomine et titulo dominii in Letberg habemus, ibidem solvere duntaxat consuevit a tempore cuius in contrarium memoria »non existit, nee nos nee eccla nostra pred. in eisdem bonis seu ab hominibus ea colentibus de iure vel de consuetudine quiequam ultra petere possumus aut debemus, verum quia officiati nostri metas huiusm. excedere et alia servitia eidem curti imponere de novo prout intelleximus ineeperunt, unde nos, ne hoc in consequentiam pertrahatur et premissa in obli- vionis diffugium veniant vel per erroris devium quomodolibet — 334 — infrangantnr, pred. curtim cum omni honore, districtu et iuris- dictione ac aliis iuribus et pertinentiis quibuscunque, que ■ibidem secundum iudicium et sententiam schabinorum dec. et caplum eccle s. Gereonis Col. habere consueverunt, solutis duntaxat 15 solidis pred. annuatim ab omni precaria vel ex- actione, angariis vel perangariis aut cuiuscunque alterius oneris vel servitii impositione, quocunque nomine censeatur, tenore presentitim quitamus ac quitam et liberam a tempore pred. fuisse et esse, penitus proclamamus; dantes dictis decano et caplo has nostras litteras nostri sigilli munimine roboratas in testimoninm super eo. Datum Godesberg a. d. 1329 in crastino ascensionis dni. R. B. fol. 50 b. Hieraus wurde die Urkunde bereits abgedruckt bei Norrenberg, Dekanat Gladbach, p. 279. 319.— 1329, Juni 2., bekundet Erzb. Heinrich, dass er den Abt von S. Martin (in Köln) beauftragt hat, gerichtlich festzustellen, dass in S. Gereon, abgesehen von dem Scholaster und 5 Priester- canonikern, nur Adelige Prelaten oder Kanoniker werden können. Henricus d. gr. s. Col. eccle archiep. s. imp. p. Yt. archic. Universis etc. Noveritis, quod constitutus propter hoc in nostra presentia Everh. de Rikelinchusen clericus, procurator dilec- torum in Christo dec. et capli eccle s. Gereonis Col., petitio- nem nobis in scriptis obtulit in hec verba: „Coram vobis re- verendo in Christo patre et dno dno Heinrico s. Col. eccle archiep. etc. dicit et proponit Everh. de Rikelinchusen clericus procurator dnorum dec. et capli eccle s. Gereonis Col,, quod — cum eorum eccla s. Gereonis per fundatores ipsius a primevo sue fundationis exordio sie fundata fuerit et dotata et canonici in ea creati fuerint ex tenore et modo adiectis, videl. quod nullus in ea ab ipsius fundationis tempore nee deineeps in perpetuum, scholastico et 5 sacerdotibus canonicis sacerdotales ibidem prebendas obtinentibus duntaxat exceptis, prelatus aut canonicus nee in prelatum aut canonicum eligi seu reeipi deberet, quin esset persona nobilis et illustris ex utroque parente, qui vulgariter liberi nobiles nuneupantur, ipsique dec. et caplum ab ipsius fundationis tempore in huiusm- - 335 - privilegii possessione fuerint et adhuc sint inconcusse, quia tarnen ipsius eccle antiqua privilegia tarn Romane eccle quam alia, in quibus hec et plura alia privilegia continebantur, partim vetustate propter diuturnitatem temporis, partim negligentia, et partim incendio ac aliis fortuitis casibus sunt perdita et consumpta, ita quod super hiis (per) testes et in- strumento, si necesse esset, plena fides ut formidant, nequa- quam fieri poterit seu haberi, huius vero previlegii usus et observationis, seil, quod ita observatum sit inconcusse titulo et nomine fundationis pred., ut snpradictum est, a tempore et per tempora cuius contrarii memoria hominum non existit, probatio ex eo, quod hiis diebus testes ad hoc probandum ydoniores (!) supersint, facilior iam oecurrat, quos quidem testes si vita decedere seu alias abesse aut quoeunque modo vel causa impediri contingeret, talis probatio eis magis diffi- cilis, ymmo forsan processu temporis impossibilis fieret et totaliter deperiret — petebant, ut ipsis et eccle sue pred. super hoc, ne huiusm. solempne suis temporibus evanesceret Privilegium et fundatorum ipsius eccle pie voluntatis institutio deperiret, providere in forma iuris, prout melius fieri poterit et debebit, testesque et alias probationes, quas super premissis inducere intendunt, reeipere in forma iuris et eis reeeptis pronun- ciare et declarare, prout et in quantum hoc de iure melius fieri posset et deberet, eos et eorum ecclam sicut premittitur funda- tam fuisse et dotatam, predicto quoque privilegio seu eius effectu usu et observatione hactenus gavisos et gavisam fuisse et adhuc gaudere titulo et nomine, quo supra, inconcusse et in antea in perpetuum gaudere et ut premittitur observari debere ad perpetuam memoriam auetoritate ordinaria dignemini cum effectu." Hec dicit et petit ad presens salvo sibi et dnis suis iuris beneficio per omnia protestans, quod non asstringit se ad probandum omnia et singula, sed quod probata sibi prosint ac si plura non dixisset. Et nos reeepta petitione huiusm., dilecto nobis in Christo abbati s. Martini Col. nostris litteris dedimus in mandatis, ut ipse testes, litteras, antiquas scripturas ac alias probationes, quos super premissis et ea contingentibus predicti dec. et caplum producere vellent re- ciperet et, qui se gratia odio vel timore subtraheret, per censuram ecclesiasticam compelleret perhibere testimonium — 336 — veritati, ipsisque productis et examinatis dicta eorum et alias probationes in scriptis redacta ac sigillo suo conclusa nobis fideliter retnitteret vel referret, et nichilominus dilectis in Christo s. Christofori ac s. Marie indulgentiarum ecclarum Col. rectoribus nostris litteris dedimus in mandatis, ut ipsi seu alter ipsorum in raaiori et in ipsa s. Gereonis ecclis ci- tarent publice et peremtorie, semel et pluries, simul et suc- cessive, et quotiens ex parte dicti abbatis requirerentur, omnes et singulos, qui sna crederent interesse, ut coram eodem ab- bate comparerent ad videndum iurare testes ad diem seu dies competentem seu competentes, simul vel successive, quem seu quos ipsi dec. et caplum seu eorum nuntius ducerent seu duceret exprimendum seu exprimendos, et ad opponendum se et procedendum, si vellent et sua interesset, in forma iuris in hoc negotio coram eodem abbate et coram nobis, cum intimatione, quod, si non venirent, nos et dictus abbas nichilominus in eodem negotio procederemus, in quantum de iure possemus, eorum absentia non obstante. In cuius rei testi- monium sigillum nostrum duximus presentibus apponendum. Datum et actum a. d. 1329 in crastino ascensionis dni. R. B. fol. 116 b—117 b. 320.— 1329, Juni 2., zu Godesberg, erteil^ Erzb. Heinrich dem Abt von S. Martin den in der vorigen Urkunde erwähnten Auftrag, und wiederholt dabei die Behauptungen und Anordnungen, die sich in der letztern finden, fast mit denselben Worten. Datum Godens- berach a. d. 1329 etc. wie vorher. R. B. fol. 123 b—124 a. 321.— 1329, Juni 4., melden die Plebane Richkolf von Maria Ablass und Mathias von S. Christoph dem Abte Arnold von S. Martin, dass sie die in den beiden vorhergehenden Urkunden erwählte Verkündigung in der Kirche S. Gereon und in der Domkirche vorgenommen haben. Reverendo in Christo patri ac dno dno Henrico s. Col. — 337 — eccle archiep. etc. ac ven. viro dno Arnoldo abbati monasterii s. Martini Col. Rychkolphus s. Marie indulgentiarum ac Mathias s. Christofori ecclarum civitatis Col. plebani cum debita subiectione, reverentia in omnibus et honore. Noverit vestra paternitas reverenda, quod ego plebanus s. Christofori pred. primo mandatuni vestrum, cui presens est transfixa, in eccla s. Gereonis Col. et postmodum nos ambo in eccla Col. die dominica proxima ante festum penthecostes, dum processio solempniter fierit, ibidem coram cleri et multitudine copiosa de verbo ad verbum, prout nobis iniunctum fuerat, publica- vimus solempniter et fuimus executi, citantes nichilominus peremptorie et expresse ibidem omnes et singulos volentes se opponere contentis in mandato vestro pred., ut feria sexta proxima post octavas penthecostes coram vobis dno abbate pred. in domo vestra apud monast. s. Martini pred. compa- reant in dicto negotio in forma iuris legittime processuri, cum intimatione quod, sive venient sive non, vos dni archiepe et abbas pred. in eodem negotio, quantum de iure possetis pro- cedere intenderetis, eorum absentia et contumacia non obstante. In cuius rei testimonium nostra sigilla duximus presentibus apponenda. Datum et actum a. d. 1329 die dominica predicta. R. B. fol. 104 a—b. 322.— 1329, Juni 30. Zeugenverhör über die in n. 319 durch Erzb. Heinrich angeordnete gerichtliche Verhandlung. (Nur die Aussagen des ersten Zeugen teilen wir ausführlich mit, von den anderen Zeugen, die nichts 'wesentlich Verschiedenes bekunden, geben wir die Namen.) Erster Zeuge: Theodericus de novo Castro . . canonicus ecclesie s. Gereonis Col. testis primus receptus et iuratus in forma iuris testium recipiendorum feria sexta proxima post festum nati- vitatis beati Iohannis baptiste anno d. 1329 et requisitus super primo articulo qui sie ineipit.. „In primis itaque probare in- tendit, quod s. Gereon etc." dicit, quodita habeatur in legendis ipsius ecclesie que in festivitatibus dictorum sanetorum de ipsorum gestis passione et morte in divino officio leguntnr et 23 — 338 — quod reliqueas (!) eorum tamquam ibidem iacentes homines ibidom visitant et venerantur et quod hoc a maioribus et an- tiquioribns suis canonicis ecclesie s. Gereonis et aliis diversis personis de quorum nominibus non recolit dici audiverit et quod ita reputatum sit a tempore cuius memoria non existit, prout a suis maioribus et antiquioribus canonicis intellexerit qui ante eum in dicta canonici fuerunt per 50 annos et am- plius et quod ipse hec viderit fieri et loca, ubi dicuntur dicti sancti requiescere, iam 40 annis et amplius vidit in ecclesia predicta venerari . . Item requisitus de fama dicit quod tem- poribus suis de hoc fuerit fama, prout in articulo continetur, et intellexerit a maioribus et antiquioribus suis sie famam fuisse a tempore cuius memoria non existit . . Item requisitus super seeundo articulo qui sie ineipit . . „Item quod s. Gre- gorius fuit prineeps Maurorum etc.", dicit tit in articulo proximo precedente . . Item requisitus super tertio articulo qui sie ineipit . . „Item quod postea sub Constantino imperatore primo s. Elena mater ipsius Constantini in honorem s. Gereonis etc.", dicit se ita intellexisse a maioribus suis et antiquioribus . . canonicis, quod ita s. Elena dietam ecclesiam fundaverit et donaverit in honorem dictorum nobilium et martirum scilicet, quod ibidem nobiles et illustres ex utroque parente persone in canonicos institui et locari tantummodo deberent . . sco- lastico et quinque sacerdotibus dumtaxat exceptis qui nobiles et non nobiles esse possent, prout in dicto articulo continetur et quod diebus suis eo nomine et titulo fundacionis pre- dicte ita sit observatum et viderit observari et a suis antiquioribus canonicis et aliis intellexerit et audiverit observatum fuisse a tempore cuius memoria non existit et a tempore fundacionis ecclesie predicte . . Item requisitus a quibus vel a quo hec audiverit, dicit quod a Godefrido de Wevelinchoven quondam decano et Heriberto de Hese thesaurario et Iohanne de Stalborg, Henrico de Erpperoyde et Henrico de Bucstele canonicis dicte ecclesie s. Gereonis Col. qui valde diu canonici fuerunt in dicta ecclesia et valde antiqui fuerunt et a diversis aliis personis in dicta ecclesia et extra et communiter ab Omnibus diebus suis sie dici audivit et intellexit . . Item requisitus de fama dicit, quod communis opinio omnium et fama sit ista et quod per totam patriam omnes reputent ita esse — 339 — et debere esse sicut in articnlo continetur et aliter nescit se de dicto articulo expedire hoc adiecto, quod bene intellexit a maioribus suis et antiquioribus canonicis quod dicta ecclesia quondam ad aureos martires vocabatur . . Item super quarto articulo requisitus qui sie ineipit. . „Item quod ipse locus ubi nunc est ecclesia s. Gereonis etc." Dicit se aliter de hoc non posse expedire nisi quod ita esse intellexerit a maioribus et antiquioribus suis et communis diebus suis de hoc fuit fama et adhuc sie ita fuisse communiter reputetur . . Item super quinto articulo requisitus qui sie ineipit . . „Item quod Attila quidam rex Hunorum etc." Dicit se ita intellexisse a suis maioribus et antiquioribus canonicis prout in ipso articulo continetur qui eciam dicebant se hoc a suis senioribus canonicis et vicariis ecclesie s. Gereonis predicte audivisse, qui eciam con- querebantur quod multa bona privilegia essent perdita et destrueta et quod dicta ecclesia quondam ad aureos martires vocabatur . . Item requisitus de fama dicit de hoc esse famam publicam in dicta ecclesia s. Gereonis et locis vicinis prout in dicto articulo continetur nee de hoc aliter seit se expedire . . Item super sexto articulo requisitus qui sie ineipit . . „Item quod ipsi decanus et capitulum ac eorum ecclesia a tempore cuius in contrarium memoria non existit etc." Dicit se credere ita esse prout in ipso articulo continetur causam dicti sui reddens quia ita diebus vidit observari inconeusse in dicta ecclesia nomine et titulo fundacionis predicte, et ab antiquioribus suis canonicis dicte ecclesie et aliis personis diversis in ipsa ecclesia intellexit quod ita ibidem diebus eorum nomine et titulo fundacionis predicte ita observatum fuerit et quod ita reeepissent a maioribus et senioribus suis predictis quod a tempore fundacionis ipsius ecclesie observatum fuerit et debeat observari et quod persona que ex utroque parente non esset talis nacionis et nobilitatis prout in dicto articulo continetur . . canonicus esse non posset in ecclesia predieta . . scolastico et quinque sacerdotibus dumtaxat exceptis prout in dicto articulo continetur qui possunt esse nobiles et non- nobiles prout antiquitus institutum est ibidem propter officia que ineumbunt eisdem ; requisitus de fama dicit ita famam esse in ecclesia predieta et locis vicinis prout in dicto articulo continetur nee se aliter seit de dicto articulo expedire diligen- — 340 — ter requisitus . . Item super septimo articulo requisitus qui sie ineipit.. „Item quod propter predictum privilegium et prero- gativam ipsius ecclesie etc.", dicit ita se vidisse diebus suis et quod ita intellexerit a suis maioribus et antiquioribus cano- nicis prout in dicto articulo continetur et quod credat quod maximum scandalum sussitaretur (!) inter nobiles et prineipes et alios seculares si predictum privilegium et tarn antiqua observancia a quocumque inmutaretur et dicit requisitus quod nee prece nee precio odio amore gracia vel amore deponat sed pro sola veritate. Henricus de Vyrnich cantor ecclesie s. Gereonis Col. pre- dicte testis soeundus . . . magister Theodericus de Duseborg canonicus ecclesie s. Gereonis pred. testis tertius . . . Adolphus de Werda canonicus ecclesie s. Gereonis Col. pred. testis quartus Iohannes Parvus vicarius in ecclesia s. Gereonis pred. testis quintus Iohannes de Aqueductu decanus eccl. s. Severini Col. testis sextus .... Wynricus de Troystdorppe cantor eccl. s. Severini Col. testis septimus .... Reynardus de Hukelhoven thesaurarius eccl. s. Severini Col. pred. testis oetavus . . . Henricus de A^ytinchoven canonicus eccl. s. Severini Col. pred. testis nonus . . . Henricus de Kervenheym canonicus eccl. s. Severini Col. testis deeimus .... Henricus de Gummersberg decanus eccl. s. Kuniberti Col. testis undeeimus .... Henricus dictus Vulpes thezaurarius eccle s. Kuniberti Col. pred. testis duodeeimus . . . Iohannes dictus Averstoltz canonicus eccl. s. Kuniberti pred. testis tredeeimus . . . Theodericus abbas monasterii s. Panthaleonis Col. testis quartus deeimus . . . Das Dokument ist beschrieben in: Höhlbaum, Mittheilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, H. VII, p. 107: „Durch ein Geschenk des Herrn Landtagsabgeordneten W, Schoben in Köln ist ein interessantes Dokument — 341 — des 14. Jahrhunderts neuerdings in das Eigentum das Stadtarchivs übergegangen. Es ist gegenwärtig noch 1,89 cm lang, 0,49 cm breit und besteht aus 3 mit grüner Seide an einander gehefteten Pergamentblättern; ein viertes, auf welohem der Schluss des Textes stand, ist verloren gegangen 1- .... 323.— 1829, Sept. 4., zu Bonn in S. Cassius, fällt Erzb. Heinrich das Urteil, dass im Stifte S. Gereon, abgesehen von dem Scho- laster und 5 Priesterkanonichen, alle Kanonichen „freie Edelleute" sein müssten. Henricus D. gr. s. Gol. eccle . . archiepus, s. imp. p. Yt. archic. . . Universis ad quos pntes littere pervenerint salutem in Dno sempiternatn. . . Etsi ad omnium ecclarum nobis sub- iectarum relevationem et succursum prompto assurgamus affectu, prout ex pastoralis officii debito obligamur, circa tarnen maiores ecclas et earum periculosa et mora peritura negocia acriori sollicitudine non immerito excitamur. . . Hinc est quod, cum alias ex parte dilectorum in Christo . . decani et capli eccle s. Gereonis Col. exhibita nobis in scriptis pe- titio declarasset, quod cum eccla eorum s. Gereonis per fun- datores ipsius a primevo sue fundationis exordio sie fundata extiterit et dotata et . . canonici in ea creati fuerint eo te- nore et modo adiectis, videl. quod nullus in ea ab eiusdem fundationis tpre deineeps in perpetuum, .. scolastico et 5 sacer- dotibus . . canonicis prebendas sacerdotales optinentibus dumtaxat exceptis, . . prelatus aut . . canonicus, nee in pre- latum seu canonicum eligi seu reeipi deberet, quin esset persona nobilis et illustris ex utroque parente qui vulg. liberi nobiles nuneupantur . . ipsique decanus et caplum ab ipsius fundationis tpre in huiusm. privilegii possessione fuissent et adhnc sint inconeusse . . Quia tarnen ipsius eccle antiqua previlegia tarn eccle Romane quam alia, in quibus hec et plura alia privilegia continebantur partim vetustate propter diuturnitatem tpris, partim negligentia et partim incendio ac aliis casibus fortuitis sunt perdita et consumpta, ita quod super hiis per littcras et instrumenta, si necesse esset, plena fides ut formidant nequaquam fieri poterit seu haberi, huius vero privilegii usus et observationes, seil, quod ita observa- — 342 — tum sit inconcusso titulo et nomine fundationis predicte, ut supradictum est, a tpre et per tempus cuius contrarii memoria hominum non existit, probacio ex eo, quod hijs diebus testes ac hoc probandum ydoniores (!) supersunt, facilior iam occur- rat, quos quidem testes si vita decedere seu alias abesse aut quocumque modo vel casu impediri contingeret, talis probatio eis magis difficilis, immo forsan processu tpris impossibilis fieret et totaliter deperiret; unde petebant, ut ipsis et eccle sue pte super hoc, ne huiusm. sollempne suis tpribus evanes- ceret Privilegium, et fundatorum ipsius eccle pie voluntatis institucio deperiret, providere testesque et alias probationes, quos super hoc producere intendebant, recipere in forma iuris, et eis receptis pronunciare et declarare, prout et in quantum hoc de iure melius fieri posset et deberet, eos et eorum ecclam sie ut premittitur fundatam fuisse et dotatam, pto quoque privilegio seu eius effectu usu et observacione hac- tenus gavisos et gavisam fuisse et adhuc gaudere titulo et nomine quo supra inconeusse, et in antea in perpetuum gaudere et ut premittitur observari debere, ad perp. memoriam auete ordinaria dignaremur. Nos itaque . . . no . . prineipes et dni tprales a fundacionibus dotacionibus et conservacio- nibus ecclarum, si eorum inpositio non servetur, hoc pretextu retrahantur, sed potius ad premissa fervore fidei accendantur, . . dilecto in Christo . . abbati s. Martini Col. nris litteris de- dimus in mandatis, ut ipse testes litteras, antiquas scripturas et alias probationes, quos super premissis . . . pti . . decanus et caplum producere vellent, vice et auete nra reeiperet et, qui se gracia odio vel timore subtraherent, per cen- suram ecclesiasticam compelleret perhibere testimonium veri- tati, ipsisque produetis et examinatis in forma iuris, dieta eorum et alias probationes in scriptis redaeta et sigillo suo conclusa nobis fideliter remitteret vel referret, et nichilominus dilectis in Christo s. Christophori et s. Marie indulgenciarura ecclarum Col. rectoribus nris litteris dedimus in mandatis, ut ipsi seu alter ipsorum in maiori ac in ipsa s. Gereonis ecelis citarent seu citaret publice et permptorie semel et pluries simul et successive, et quociens ex parte dicti . . abbate re- quirerentur, omnes et singulos qui sua crederent interesse, ut coram . . abbate comparerent ad videndum iurare testes ad — 343 — dietn seu dies competentem seu competentes ... et opponen- dum se et procedendum, si vellent et sua interesset, in forma iuris in hoc negocio coram eodem . . abbate et coram nobis, cum intimatione quod, si non venirent, Nos et dictus abbas nichilominus in eodem negocio procederemus in quantum de iure possemus, eorum absencia non obstante. (Die genannten Rektoren haben dann ivirMich den erhaltenen Auftrag am Sonntage vor Pfingsten in den ertvähnten Kirchen „dum processio sollemp- niter fieret ibidem" ausgeführt, und etwaige Oppositionslustige auf den Freitag nach der Pfingstoctav vor den gen. Abt in dessen Klosterwohnung citiert.) Idem vero . . abbas presentatis sibi per Ever- hardum de Rekelinchusen clericum procuratorem dtorum . . decani et capli s. Gereonis litteris commissionis et citationis huiusm. assumptoque sibi negocio quemadmodum a nobis habuit in mandatis, dieque et termino pte citationis adveniente ac dicto Everhardo de R: . . . — pnte Bartholomeo de Buchorst aucte imperiali et curie Col. notario, cui idem . . abbas man- davit, ut in catisa seu negocio notarius esset totumque suum processum . . . conscriberet et in publicam formam redigeret — cum mandato sufficienti dicto die et hora vesperarum coram eo nomine procuratorio pro dnis suis ptis in loco pto con- parente et quantum debuit expectante, absenciumque contumaciam accusante, et demum nemine in contrarium conpa- rente absentes iudicavit contumaces. (Der Procurator gibt dann die Artikel an, über welche er das Zeugenverhör, wünscht; der Abt bestimmt, um die Sache erwägen zu können, die „hora prime" des nächsten Freitags, damit der Procurator dann seine Zeugen und sonstigen Beweismittel vorführe; am letztgenannten Termin, an welchem ■wieder kein Opponent erscheint, Hess der Abt in Gegenwart des gen. Notars auf Ansuchen des Procurators „nonnullos testes ad certos dies et loca" citieren und befragt darauf die in Folge dessen erschienenen, nachdem dieselben vorher auf die hh. Evangelien Gottes den Zeugeneid abgelegt, über die erwähnten Artikel; auch las der Abt verschiedene ihm vorgelegte Schriften und alte Bücher durch und sandte dann den ganzen von dem erwähnten Notar niedergeschriebenen Process samrnt den genannten anderen Beweismitteln durch den Notar dem Erzbischofe zu.) linde nos . . . citari fecimus publice in eccla s. Gereonis pta omnes et singulos, qui sua crederent interesse et se vellent opponere, ut feria secunda proxima post festum — 344 — b. Iacobi ap. proximo subsequentis hora vesperarum coram nobis in Gudensberg conparerent ad videndnm fieri dictarum attestationum publicationem et recipiendum si vellent copiam earundum et ulterius in forma iuris procedendum. (Am genannten Tage und Orte erschien toieder kein Opponent, der Erzb. befahl dem erwähnten Notar, dem erschienenen Prokurator, wie dieser verlangte, eine notarielle Abschrift des Processes anzufertigen, und hiess den Abt die Sache weiter zu führen, icobei der Erzb. jedoch das Schlussurteil sich selbst vorbehielt; als weiterer Gerichtstermin wurde in der Kirche S. Gereon die Stunde der Prim der Vigil des S. Laurentiusfestes publiciert, und da an diesem Termine toieder kein Opponent erschien, setzte der Abt als fernem Termin des Processes die Vesperstunde des nächstfolgenden Freitags fest; in diesem Termin ivurde dann der darauffolgende Montag als Schlusstermin angesagt, und in diesem endlich, da wieder kein Opponent erschienen war, gemäss dem Antrage des Procurators durch den Abt entschieden;) dictus- que . . abbas . . . nobis eandem causam instructam et nego- cium ptum totumque suum processum remisit per notarium supradictum, ut super ipsis diffinitivam sentenciam in forma iuris et secundum iusticiam proferremus. Unde nos . . . pre- fiximus feriam secundam proximam post festum b. Egidii con- fessoris proxime subsequentem hora vesperarum ad audien- dum super causa seu negocio huiusm. in eccla b. Cassii Bun- nensi nram sentenciam diffinitivam, facientes nichilominus per s. Cristofori ac s. Marie indulgenciarum ecclarnm Col. . . rec- tores ptos in maiori et dicti s. Gereonis ecclis Col. publice et peremptorie citari omnes et singulos, qui sua crederent et dicerent interesse, ad audiendum in causa seu negocio ptis nram diffinitivam sentenciam in loco et termino supradictis . . Quo termino dictus procurator ... in eccla Bunnensi pta . . . coram nobis comparuit et diffinitivam sentenciam per nos ferri cum instancia petiit in causa seu negocio supradictis. Unde nos visis et diligenter inspectis et examinatis omnibus processibus . . abbatis pti, ac probationibus, instrumentis, actis, litteris, antiquis scripturis et munimentis in causa seu negocio huiusm. coram eodem . . abbate pro parte dictorum . . decani et capli eccle s. Gereonis pte per procuratorem ptum exhi- bitis et productis, eisque diligenter recensitis, auditis eciam plenius et intellectis informacionibus et allegacionibus coram — 345 — nobis factis super eis, ac deinde prefixo per nos termino peremptorio conpetenti ad hanc diem in eccla b. Cassii Bun- nensi pta ad huiusm. nram diffinitivam sentenciam audiendam, prefatoque procuratore coram nobis ibidem constituto . . . communicato super hijs sapientum consilio ac cum eis et intra nos deliberatione prehabita, propositisque sanctis scripturis coram nobis: Quia invenimus ptum . . abbatem in causa seu negocio huiusm. et suis processibus iuris formam et nre com- missionis seriem exacta diligencia per omnia observasse, . . Cristi nomine invocato, pro tribunali sedentes et pre oculis habentes solum Deum, per ea que vidimus et cognovimus . . . in his scriptis, pronunciamus, declaramus et sententialiter diffi- nimus, prefatam ecclam s. Gereonis in primevo sue fundationis exordio per b. Helenam reginam ipsius eccle fundatricem in honorem b. Gereonis . . ducis ac Gregorii . . principis Mau- rorum sociorumque eorum martirum ibidem interemptorum et corporaliter requiescentium sie fundatam et dotatam fuisse et esse, canonicosque in ea constitutos et creatos eo tenore et modo in ipsa fundatione adiectis, quod nullus in ea ab eius- dem fundationis tpre in perpetuum . . canonicus esse, nee in prelatum aut canonicum eligi seu reeipi posset vel deberet, quin esset persona nobilis et illustris ex utroque parente, ea nobilitate, qua ipsi vulg. liberi nobiles hoc est vrye edellüde nuneupantur, scolastico et 5 sacerdotibus prefatis dumtaxat exceptis, dietamque institutionem et ordinationem a tpre et per tempus cuius memoria hominum non existit sicut premit- titur absque interruptione aliqua titulo et nomine fundationis pte ac privilegiorum superius narratorum in ipsa eccla s. Gereonis et per decanum et caplum eiusdem inconeusse obser- vatum fuisse et adhuc observari, nee aliquem, qui non fuerit vel sit generis et nobilitatis pte, in . . canonicum eiusdem eccle reeipi seu admitti nee canonicum ipsius eccle esse 1 ) potuisse nee adhuc posse prefatis personis exceptis, sie quod seeundum fundationem, institutionem et Observationen! ptas, ut superius est premissum, in perp. observari debere [zu ergänzen: „necesse sit"?] integre et complete. In cuius rei testi- monium pntem nram sentenciam per Bartholomeum de Buchorst p. imp. auete ac curie Col. notarium ad perp. rei memoriam in publicam ac auetenticam formam redigi mandavimus et — 346 — sigilli nri appensione mnniri. Acta sunt hec in eccla s. Cassii Bunnensis sub anno nativitatis Dni 1329, ind. 12, mensis sep- tembris die quarta, hora vesperarum, pntibus venerabilibus et discretis viris fratre Everhardo de Vyrneborg . . commen- datore in Romersdorppe, Gerardo de Vyrneborg . . scolastico Col., Iohanne de Vyrneborg preposito Xanctensi, Everhardo de Toneborg . . preposito monasterii Eyflie, Iohanne . . de- cano Bunnensi, Henrico de Ryferscheyde canonico Col., Hen- rico de Bentheym, Iohanne . . officiali Bunnensi, Constantino de Colonia, Tylemanno de Unna, Gerardo de Meckincheym, et Lodewico dicto Mule canonicis Bunn., ac Daniele, Henrico dicto Busche, Iohanne de Aquis, Lamberto dicto Dusewalt, Iohanne Tylkini, Tylemanno de Hymmesberg, Hermanno de s. Gangolfo et Andrea de Nuscia vicariis Bunnens. ecclarum, necnon Cunone . . marscalco de Alfter, Henrico de Dollen- dorpe, Henrico de Ilukelhaven et Arnoldo de Bagheym dapi- fero in Ledeberg militibus et quam pluribus aliis fidedingnis (!) hominibus testibus ad premissa vocatis specialiter et rogatis. Folgt die notarielle Bestätigung der Urkunde durch den öffenti. Notar Bath. de Buchorst, der auch sein „singnum" heigeselzt hat. Original in S. Gereon. Das Siegel des Erzbischofs samnit den Schnüren sind entfernt. J ) Es steht da „esse eccle"; aber der Schreiber hat selbst über „esse" ein b und über „eccle" ein a gesetzt. 324.— 1329, Juli 27. J ) Beynard, der Provisor von Melaten, zeigt den Amtleuten von S. Christoph an, dass er 4 Häuser, gelegen an der alten Mauer, 2 Köln. Eheleuten zu Lehen gegeben hat. Viris prudentibus et honestis, universis officiatis domus parrochialis s. Christophori Col. Reynardus provisor domus leprosorum ac universi infirmi domus pred. — subscriptorum cognoscere veritatem. Noveritis, quod nos tradidimus et supraportavimus et per presentes damus et supraportamus honestis personis . . Hildegero d. Clenegedanch et . . Hade- wigi uxori sue, civibus Col., 4 domos cum areis, sitas ex opposito domus appellate „Eventure" prope antiquum murum, ante et retro etc.; renunciantes super pred. 4 domibus . . ., — 347 — tanquam in manus . . Hildegeri Cl. et . . Had. coniugum pred. plane simpliciter et de piano transferendo, ... In cuius rei testimonium et firmitatem sigillum domus nostre pred., quo communiter utimur, presentibus litteris est appensum. Datum in vigilia b. . . Pantaleonis martiris, a. d. millesimo CCC vice- sirao nono. Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel fehlt. ! ) Das Pest s. Pantaleon wurde in S. Gereon (und überhaupt in Köln ?j am 28. Juli gefeiert, nicht am 27., wie das im römischen Officium der Fall ist. 325.— 1330, Maerz 31., erklären Allexander von dem halben, Haus („de dimidia domo") und seine Frau Nesa, kölnische Bürger, dass sie mit Einwilligung ihrer Söhne Johann und Heinrich und ihrer Tochter Anna, welche Nonne war im Kloster „tzo den wiggere" ausserhalb der Mauern Köln's, ein Allodialgut oder „Vryengid", bestehend aus einer in Junkersdorf („Gunter stdorp") beim Kirchhofe gelegenen Hofstatt und 80 v j2 Morgen 10 Ruthen Ackerland, an das Capitel von S. Gereon für 700 baar bezahlte mr. verkauft haben. Dabei wird noch bemerkt, dass auf der Hofstatt ein jährlicher Zins von 4 Hühnern und 12 Denaren ruhte. Für die Ällodialeigenschaft des Gutes leisten die Verkäufer die landesübliche Garantie („waran- dia"). Angehängt wurden die Siegel des genannten Allexander und des Dietrich von Hirz („de cervo"). „Datum a. d. MCCCXXX in ipsa vigilia palmarum." R. B. fol. 14a—b. Original im St.-A. zu Düsseldorf: die Siegel sind fast ganz verloren. Am selben Tage stellen dieselben über den gleichen Gegenstand eine zweite Urkunde aus, nach welchem die einzelnen Teile der 80 l j 2 Morgen neben dem „vronenhof", an der „wassercule", an dem „vorsterwegh," gegenüber dem Hofe „tzo den vorste", an der „lasterbalgescule", an und auf der „rupes lapidea", neben Aeckern der Nonnen von S. Mauritius in Köln, am grünen "Weg auf „Osterpe" zu, zwischen Lövenich und der Königsdorfer Strasse, an dem Acker „tzo deme hanen", „bi der utzermaren", „ad patibu- lum", an der „hellecule", beim Morsdorfer Hofe, und hinter dem „sterenhof" liegen. Pur die richtige Durchführung der Bedingungen verbürgen sich die Kölner Bürger Heinrich „de Roma" und Gottfried „de Rore". — Auch das Original dieser Urk. befindet sich, mit 3 fast ganz zerstörten Siegeln, im St-A. zu Düsseldorf. — 348 — 326.— 1330, Maerz 31. Ferdinand von Manderscheit und Tlieod. von Neuenahr, Kanoniker an S. G., übernehmen von ihrem Stifte als Obedientiarü und Pächter den Hof bei Niederbachem. Universis .. Fred, de Manderscheit et Theod. de Nuenare, cani eccle s. Gereonis Col. . . Noveritis, quod nos a ven. viris dnis . . dec. et caplo eccle nre pred. curtem eorum apud Bacheym cum universis agris, decimis, iuribus, villicatione et emergentiis ad eandem spectantibus tanquam veri obedientiarü et pensionarii communi consensu et pari sorte sub pena Bunnensi in caplo nro plenius expressa recepimus tenendam et habendam (unter dens. Bedingungen, wie der verlebte Thesaurar von 8. G. Th. von Oytginbach jenen Hof gehabt hat. Erstens nämlich liefern die Pächter 61\l 2 Mltr Weizen, dann 4 Mltr Erbsen „mensure que dicitur vronemaze", und 22 Mltr Hafer; ferner jährlich 26 Mltr Roggen von dem Getreidezehnten, der früher zum Pastorat in Bachern gehörte; edles dies ist zu liefern in die Scheune der Herren von S. G. gemäss der Wahl des Bäckers der gen. Kirche. Auch haben die Pächter zu leisten 3 Wochendienste, den ersten am Sonntag vor S. Martini, den andern am Sonntag Exurge und den dritten am Tage vor Pfingsten: jedesmal sind für den Dienst zu zahlen 4 mr, 3 s. 6 d. Ferner 6 Seh. für eine Kuh, 10 Seh. an die Kellnerei, 4 Seh. [davor steht ein unles. Wort und „et"] für 300 Eier, 30 Hühner, 1 „pilleum" Salz jährlich an den Bäcker. Dies alles werden die Pächter leisten nur auf Requisition, das Getreide jedoch der Sitte gemäss ohne Aufforderung. Die Pächter werden auch dem Vogt und anderen Berechtigten ihre Gebühren zahlen. Die Herren erhalten Pfähle von den Weiden des Hofes für ihre Weinberge; diese Pfähle, soivie 2 Drittel des auf dem Hofe producierten Düngers müssen die Pächter an die Weinberge schaffen; das dritte Drittel des Düngers soll zur Besserung der Aecker den Pächtern bleiben. Die Pächter haben ferner die leeren Fässer jährlich vom Rheine an das Kelterhaus der Herreu und allen Wein derselben an den Rhein fahren zu lassen, wobei jedoch die Herren den Fuhrknechten den Lohn und den Pferden das Futter zu liefern haben. Die Pächter müssen endlich die Hofgebäude instand halten. Dieselben haben beide ihre — jetzt fast ganz zerstörten — Siegel angehängt.) „Datum a. D. 1330 in vig. palmarum." Original im St.-A. zu Düsseldorf. — 349 — 327.— 1330, October 10. Noverint universi per presentes, quod nos Aleydis monialis in Wrowondale, Suonol et Agnes sorores sanctimoniales in Wosnich cupimus fore notum, quod renunciamus et effestucamus per presentes ore et calamo super unum mansuin, quod vulgariter dicitur „hoyve", arabilis terre, que sita est in Mutlindorp, de qua hereditate pred. habuimus singulis annis in redditibus 18 maldra siliginis; et nos con- ventus in Wrowendale et conventus in Wosnich una cum pre- fatis raonialibus nostris effestucamus super prefatum heredi- tatera. Angehängt wurden die Siegel der beiden Convente. Actum et datum a. d. 1330 in die Gereonis et sociorum eius. K. B. fol. 84 a. 328.— 1330, Nov. 25., verkaufen Joh. de Bailcheym und Frau Aleyd nebst 9 Kindern an die Gebrüder und Köln. Bürger Emund und Tihnann „de Kusino in Viltzegraven", ihr Haus zu Nyvenheym nebst 14 v l2 Morgen Ackerland für eine baar gezahlte Summe. Die Verkäufer erhalten das Gut aber wieder zurück in Erbpacht gegen einen Jahrzins von 5 Mltr Roggen Köln. Maass. Der „puella" Alheydis de Nievenhem und ihren Erben icird dabei ein' Jahrzins von 34 Neusser Denaren und 4 Hühnern vorbehalten „quia ad ipsam et suos heredes spectat concessio huius curtis." Angehängt wurden die (jetzt grossenteils zerstörsten) Siegel des edeln Junkers Heinrich von Rifferscheit, der in Nyvenheym die Gerichtsbarkeit hatte, und des dortigen Pastors Heinrich. Datum in Nyvenheym in die b. Caterine mart. a. D. 1330. Original im St.-A. zu Düsseldorf. 329.— 1331, Januar 26., erklären Peter von Bacherach und 3 Angehörige, dass sie das „Lewynhuys" von den 7 Priestern in Erbpacht erhalten haben gegen einen Jahrzins von 21 Schillingen. Universis .... Petrus d. de Bageraco, Katherina eius uxor, Iohannes eorum gener et Aleydis eius uxor. Notum facimus . . . quod nos domum ... 7 sacerdotum perp. vica- — 350 — riorum eccle s. Gereonis Col. cum curia eiusdem, appellatam vulgariter „herrin Lewynhuys" que fuerat stronui militis dni Rutgeri nobilis advocati Col. et dne Alveradis eins legitime, sitam ex opposito vinee s. Quintini Col. in vico qui tendit ab hospitali s. Gereonis usque Lewenporze, . . . ab eisdem . sacerdotibus recepimus, facta prius debita et consueta resig- natione per dictos dnum Rutg. et dnam Alv. etc. . . . coram eisdem . . sacerdotibus, et fatemur nos per presentes ad pro- curationem dictorum dni advocati et sue legitime nos rece- pisse in nunc modum, videl. quod nos eisdem . . sacerdotibus . . . pro annuo censu et hereditario 21 solidos Col. den. usu. et pro tempore in Colonia currentium . . . cum Omnibus aliis iuribus et oneribus, prout ipsa domus solvere tenetur, infra exitum mensis Martii dabimus . . . Strafe bei Nichteinhaltung der Bedingungen: Heimfall des Hauses. Auch wird den 7 Priestern das Recht gewahrt, quando domum vacare contigerit et quotiens, quod „guerf" dicitur. Zur Bekräftigung haben Petrus und Johann ihre Siegel angehängt, und die beiden Frauen erklären, dass diese Siegel auch für sie dienen sollen. Datum a. d. mill. trec. trece- simo primo crastino conversionis s. Pauli. Original im Archiv von S. Gereon. — Die beiden Siegel hängen noch gut erhalten an. 330.— 1331, Februar 6., bekundet das Kapitel von S. Gereon, dass der Dechant, Arnold zu einer Memorienstiftung der Dechantei sein Klosterhaus und Wohnhäuser zu Spiel, Bickendorf und Bachern geschenkt hat. Nos caplum eccle s. Gereonis Col. notum facimus . . . quod in hoc honestate utilitate et profectu nostre eccle pensata convenimus et concordavimus cum viro ven. dno Arnoldo de Burna eiusdem eccle nostre decano pie facere volenti in hunc modum, quod ipse ob sue et parentum suorum animarum salutem domum sive mansionem suam claustralem, quam ad presens inhabitat, necnon in Speile in Bickendorp et in Bacheym mansiones sive edificia, per eundem suis propriis denariis edificates, cum suis omnibus pertinentiis et oneribus, prout site sunt, sponte libere et voluntarie dedit donavit — 351 — supraportavit annexit et annectit decanatui eccle nostre pred. modo infrascripto; propter quod promisimus et per presentes eidem promittimus, cum nos aliqua bona hereditaria sive ali- quam hereditatem prefate eccle nostre emere sive comparare contigerit, quod ex tunc ipse aut alius noster decanus, suus successor tunc temporis existens, pensionem dicte domus claustralis, videl. 10 maldrorum tritici, quam nobis singulis annis solvero tenetur, erga nos pro 100 marcis pag. Col. nobis assignandis reemere absolvere quitare ac ipsam domum de huiusm. pensione liberare poterit, cum sibi visum fuerit ex- pedire. Si vero prefatum decanum aut aliquem suorum suc- cessorum pro pred. 100 marcis aliquas pensiones annnas sive usufruetus aliquibus personis ad dies vite earum, euiuseunque status vite aut conditionis extiterint, vendere contigerit, Ulis pro huiusm. pensione annua sive usufruetu dabimus . . . lit- teras nostras obligatorias sigillo eccle nostre ad causas sigil- latas . . . ., dummodo ipse decanus tunc existens prefatas domos sive mansiones ac prebendam suam pro eo nobis ti- tnlo pignoris pro pensione vendita huiusm. obligaverit, quod ipse eandem pensionem solvat et personis ipsam ementibus singulis annis satisfacere debeat de eadem. Est etiam adiec- turn premissis, cum persone ille, quibus huiusm. pensio sive usufruetus vendita fuerit, decesserint . . ., quod ex tunc decanus eo tempore existens infra 3 annos a die obitus dieta- rum personarum computandos, videl. quolibet anno de 20 so- lidis grossorum Turonensium regalium bonorum et antiquorum nobis satisfaciet et sie deineeps quilibet ipsius dni decani successor . . . tempore sue creationis ante ingressum . . . dicte domus claustralis (ac) bonorum predictorum et posses- sionem eorundem, caplo nostro bona fide promittet, quod huiusm. domos et bona cum eorum pertinentiis tempore, quo ipse vixerit, tenebit in bonis edifieiis et strueturis et incollap- sas sine dolo, et nichilominus nobis 60 solidos grossorum Tur. pred. pro possessione et usufruetu bonorum predictorum as- signabit aut nos de valore eorundem in prebenda sua et ser- vitiis suis, que in dieta nostra tunc habet eccla, certificabit quod nobis satisfacere debeat omni amoto dubio infra 3 annos continuos videl. quolibet anno de 20 solidis . . . Promisimus etiam et . . . promittimus, quotiens pred. 60 solidi — 352 — . . . nobis fuerint persoluti sive cesserint, quod ex tunc to- tiens tiniversis et singulis vicariis ecclesie nostre pred. . . . assignabimus sine aliqua protractione 12 solidos gros- sorum Tur. pred. absque dolo, ita tarnen, quod nulla ex- cusatio sive causa iuris vel facti decanum tunc existentem excusare valeat, nee per nos vel quemeunque alium remissio vel ulterior dilatio dari possit, quin nobis et vicariis pred. peeuniam ut dictum est solvere teneatur. Predicta vero pe- eunia totiens, quotiens nobis et vicariis pred. assignata fuerit, in redditus annuos convertetur perpetuos et in deposito iaceat, nee ad aliquos usus convertetur, quousque hoc commode valeat expedire; citius tarnen, quando commode fieri poterit, bona et perpetui redditus pro eadem peeunia emi debent, et hoc de consilio et ordinatione tunc decani eccle nostre et 2 seniorum canonicorum fiet, dicti dni Arnoldi nunc nostri decani et suorum parentum memoria, singulis annis tot vieibus, qui- bus fieri poterit, perpetue fideliter [est] peragenda. Volumus insuper omnes et singulos decanos . . ., qui prefatos domos et bona notabiliter in strueturis sive edifieiis melioraverint, fore partieipes memoriarum pred. Et quia premissa . . ., prout superius de verbo ad verbum narrata sunt, de nostra generali voluntate processerunt, promittimus „tatuimus et or- dinamus, ea sub penis statutorum capli nostri inviolabiltier observare et presentem ordinationem statutorum nostrorum vim et efficaciam volumus obtinere, dolo et fraude penitus in premissis Omnibus et singulis exclusis. In cuius rei testi- monium . . . sigillum eccle nostre ad causas presentibus duximus apponendum. Datum a. d. 1331 crastino b. Agathe martiris. R. B. fol. IIb—12b und auch 29b—30a. 331.— 1331, Maerz 30., bekundet Reinald Propst von 8. Gereon, dass Benkjna, Wive des Heinrich von Kissen („de Cusino"), und ihr Sohn Bruno auf ihrem in der Pfarrei 8. Christoph gelegenen Grundstücke, auf tvelchem eine Verstreuung des Leibes des Herrn stattgefunden hatte, mit seiner — des Propstes, als des Patrons der Pfarrei — und des Plebans Mathias Einwilligung eine Kapelle — 353 — („Oratorium") errichtet und dotirt haben, welche durch den Bischof Johann von Scopia, den Weihbischof („vicarius in pontificalibus") des Erzb. Heinrich consecriert worden ist; dass er (d. Propst) dess- halb der Benig na, dem Bruno und dessen Erben das Recht verliehen habe bei eintretender Vacatur der Capellenstelle für dieselbe 2 geeignete Priester dem zeitigen Pleban von S. Christoph zu präsentieren, der dann einen der beiden auswählen und unter den üblichen Feierlichkeiten in den Dienst der Kapelle einführen soll. Benigna und Bruno haben der Kirche von S. Christoph als der Mutterkirche einen Jahrzins von 6 Schillingen zugewiesen, loelche der Rektor der Kapelle bekommen soll; auch soll dieser alles während der h. Messe an den 4 Ilauptfesten — Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Maria Himmelfahrt — dargebrachte Opfer haben. Der Propst verzichtet für sich und seine Nachkommen auf alle Rechte, die er an den Einkünften der Kapelle haben könnte, zu Gunsten der Kapelle. Der Propst R. und der Pleban M. haben ihr Siegel angehängt. Actum et datum 1331, in vigilia festi pasche. ■ Gedruckt bei E. Qu. IV, 184 sq. nach einem notariellen Transsumpt vom 17. Dez. 1404 im Kölner Stadtarchiv. 332.— 1331, Jidi 12., beschliessen Dechaut und Kap. von S. Gereon, die Weinberge, die bisher im Gesammtbesitz waren, unter die einzelnen Pfründen zu verteilen. Universis . . . Nos dec. et caplum eccle s. Gereonis Col. notum facimus . . ., quod nos propter hoc die et hora pre- fixa in caplo congregati ac matura deliberatione et pleno tractatu prehabitis unanimiter concordavimus, quod eccle nostre et nobis expediret, vineas nostras inter canonicos nostros dividere secundum numerum prebendarum, ita quod quilibet canonicus prebendatus portionem süam ex vineis ipsis obti- neat secundum divisionem faciendam, fructusque earum per- cipiat et onera subeat expensarum. Ad quod ordinandum inter ceteras causas ibidem tactas specialiter nos induxit, quod im- minente cultura vinearum de expensis ibidem faciendis fuimus communiter improvisi et pecuniam pro pred. expensis faciendis sub usuris nos ut plurimum recipere oportobat, ex quo multa dampna maxime propter retardationem solutionis, et 24 — 354 — nichilorainns (quia) vinee nostre por cultöres earura notns absentibus et ignorantibus minus utiliter colebantur, incurrimus; unde pleno consensu hon. viris dno Theoderico de Arscheit et Henrico de Oir nostris concanonicis plenam et liberam dedi- mus potestatem, pred. nostras vineas inter nos tarn prelatos quam canonicos, prout eis videbitur, dividendi, et de cultura earum, et quomodo se invicem regant et habeant que ad ali- quam portionem insimul dividentur in cultura et perceptione fructuum libere ordinandi et disponendi, ac alia omnia et sin- gula faciendi, que circa premissa fuerint necessaria et oppor- tuna, promittentes bona fide nos ratum et firmum habituros quicquid ipsi circa premissa ac eorum quotlibet (!) duxerint ordinanda. In cuius rei testimonium sigillum eccle nostre ad causas presentibus est appensum. Datum feria sexta ante (festum) Margarethe virginis a. d. 1331. Original mit Siegel im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. fol. 55 a. 333.— 1331, Jidi 28, (crastino b. Pantaleonis m.), bekunden die „perpetui vicarii s. Gereonis Col.", dass sie von Gerard von der Marspforten („porta Martis") und dessen Frau Geld erhalten haben, um eine Rente von 2 Mltr Brod zu kaufen. Jedes Jahr soll sowohl für G. als für dessen Frau je eine Memorie von den Herren von S. Gereon und den gen. Vikarien gehalten trerden, und soll dann jedes Mal 1 Mltr Brod unter die anwesenden Vikare verteilt werden. Original mit verletztem Siegel (der 7 Priester) im St.-A. zu Düsseldorf, 334.— 1331, Aug. 30. Heinrich, Erzb. von Mainz und Pr. von S. Aposteln, bekundet, dass das genannte Stift gewisse zu seinem Hofe bei Kapellen gehörige Güter an „alle" Priestervikare von S. Q. und deren Nachfolger verliehen hat. Henricus Dei gratia sancte Moguntinensis sedis archiepi- scopus, sacri imperii per Germaniam archicancellarius ac pre- pus eccle ss. Apostolorum Col. universis pntes lras visuris et audituris salutem et cognoscere veritatem. Noveritis, quod — 355 — accedens ad nram (pntiam?) discretus vir Iohannes sacerdos dictus de Heysse, perpetuus vicarius in eccla s. Gereonis Col. supraportavit et resignavit pure et simpliciter ad manus nras quedam bona curtialia ad nos et in curtem eccle nre bb. Apo- stolorum pte spectantia, apud villam Capellin sitam, videl. tertiara partem unius leyn, 9 iurnales vel circa t. ar. continen- tem, in campis ville de Wevelkhoven iacentes, ac medietatem unius aree cum medietate horti adiacentis, sitas in villa Wevelkhoven versus Brugghe, quormn quidem iurnalium siti sunt 3 super crucem, item 3 infra crucem, item 2invalle que Duvelsdaill vulgariter nuncupatur, item 1 iurnalis cum dim. est situs an dem Hyrtzenberghe. Et petivit idem Iohannes a nobis humiliter, quatenus prefata bona Engelberto sacerdoti, dicto de Aldenhoven, perpetuo vicario in iam dicta eccla s. Gereonis nomine et ad usus omnium sacerdotum nunc in dicta eccla perpetuorum vicariorum existentium et eorum suc- cessoribus (—nun?) concedere et porrigere dignaremur. (Dies hat dann der Erzb. und Propst auch gethun „salvo nobis et eccle nre ss. Apostolorum in eisdem bonis iure nro.") Acta sunt pntibus viris ac discretis Engelberto de Wynderoyde, Alberto de Capellin pastore, et Hermanno dicto Heydolff de Wevelkoven, iuratis curtis apud Capellin supradicte. In cuius rei testimonium et robur firmitatis pntes lras sigillo archiepi- scopatus nri minori prenominato Engelberto sacerdoti tradi- dimus firmiter communitas. Actum et datum a. D. MCCCXXXI in crastino delcollationis s. Iohannis Baptiste. Das Original (mit Siegel) im St.-A. zu Düsseldorf. — Abschrift auch im Cop. Vic. f. 34. Eine Hand des 17. Jh. bemerkt am Rande: De his agris modo nihil in nra possessione invenitm - , sed forte pars aree vel horti, cuius fit mentio, est ea, unde nobis modo 2 marce rotate solvuntur. 335.— 1333, Maerz 23. (feria tertia ante palmas) bekundet der Official der Köln. Curie, dass Hermann Heydolff von Wevelkoven vor ihm erklärt hat, die in der vorstehenden Urlmnde genannten Güter von den Vikaren von 8. G. in Erbpacht erhalten zu haben. Der Jahrzins, welcher jedesmal zwischen S. Bartholomaei und S. Remigii zu — 356 — zahlen ist, beträgt 2 Köln. Mark, wobei statt 2 Denare auch 3 gute Heller können gezahlt werden. Alle Gebühren, Steuern etc. hat der Pächter zu tragen, nur die Cunnede — wenn dieselbe fällig ist, leisten die Vikare. Der Pächter entsagt allen möglichen Exceptionen, namentlich auch „exceptione, que dicit generalem exceptionem non valere". Angehängt wurde das grössere Siegel des Officialats. Cop. Yic. fol. 53. 336.— 1382, Februar 13., überweisen Dechant und Kapitel von S. Gereon der Scholastrie l j 2 Morgen Weinberg am ünkelstein, wofür der Scholaster jährlich eine Ahm Wein zu liefern hat für die Memorie zweier Kanoniker, die jenen Weinberg geschenkt haben. Universis . . . Nos dec. et caplum eccle s. Gereonis Col. cupimus fore notum . . ., qnod — cum olim bone memorie dnus Henricus de Buren thesaurarius, dnus lohannes de Stail- burgh canonicus eccle s. Gereonis eidem eccle nostre dimi- dium iurnalem vinearum in monte d. Unkelsteyn sitarum lega- verint, ut inde ama vini solveretur pro suarum remedio ani- marum, et quia desiderabant, quod in octava s. Iohannis ev. festum 9 lectionum teneretur, etiam certo die earum memoria in nostra eccla ageretur pro ama vini supradicta — nos, qnia pred. ama vini per aliquos annos minime est soluta, ea de causa, quia certe persone non fuit huiusm. vinee custodia deputata, de consensu manufidelium dictorum nostrorum cano- nicorum et mag. Rutgeri de Aldendorpe eccle nostre scholastici eandem vineam scholastrie eccle nostre prelibate perpetuo duximus annectendam, ita qnod scholasticus, qui pro tempore fuerit, unam amam vini claustralem competentem, prout hac- tenus solvi consuevit, rationabiliter in crastino b. Blasii mar- tiris, in qua (!) dictorum nostrorum canonicorum simul memoria peragetur et nichilominus festum 9 lectionum in dicta octava s. Iohannis ev. tenebitur, solvat de vinea suprad., et cum hoc dictam vineam in statu debito et cultura bona custodiat et conservet. In cuius rei testimonium sigillum eccle nostre pred. ad causas presentibus litteris duximus apponendum. Datum a. d. 1332, in vigilia b. Valentini martiris. R. B. fol. 70 b-71a. — 357 — 33?.— 1332, Febr. 24. Die Grafen Reynold von Geldern, Dietrich von Cleve und Adolf von Berg sowie Godefrid von Jülich, Herr von Bergheim bitten P. Johann (XX1L), dass er die alte Einrichtung bestätigen ivolle, nach welcher in S. G. ausser für die 5 Prie- sterpraebenden mir Adelige zu Kanonikern gewählt werden dürften. Sanctissimo in Christo patri ac dno dno Iohanni sacro- sancte Romane ac universalis eccle summo pontifici Reynoldus Gelrie, Theod. de Clevis et Ad. de Monte . . comites, ac Gode- fridus de Iuliaco dnus de Bergheym eius devoti cum sui humili recommandatione devota pedum oscula beatorum (?). Gesta memorabilium operum eo sincerius iuvet vris, alme pater, sensibus ingeri, quo apud pium et almum vre sanctitatis tri- bunal nre supplicacionis oracula devocius deposcimus exau- diri. Sane ab olim s. memorie Helena regina . . eccle s. Ge- reonis Col. suis et multorum ibidem interemptorum et recon- ditorum martirum militum tarn honore quam meritis sola et unica ex divina inspiracione fundatrix, de ipsius eccle notabili et preclara institucione disponens, ut pro eius insigni memoria coleretur d. eccla cultura nobilium, et in felicis exempli cupi- dinem suum foveretur a nobilibus institutum, ita instituit, quod scolastico et 5 . . presbiteris dumtaxat exceptis, nulli alii reci- perentur in eccle pred. canonicos nisi ex utroque parente nobilium latere sint illustres. Et quia voto semper consuevistis et opere humiles Dei domos erigere altius et ministris dignio- ribus exaltare, insuper ad augenda nee minuenda, quod absit, multorum devotorum corda magnatum Alamanie parcium, qui ad prefatam ecclam tarn devotione quam genere favorabiliter attrahuntur, Privilegium institucionis huiusm. expedit obser- vari, si placet, nee aliquatenus minui vel infringi quantum reverenter et humiliter possumus vre beatitudini supplicamus ut sie laudabile dicte sanete propositum, tarn pro statu ipsius eccle, quam pro devocionis augmento predictorum eius omni devotorum, auetoritatis vre presidio confoventes, Privilegium ipsum iuxta peticionis formam cuius pagina mittitur coniuneta presentibus dignemini premisse consideracionis intuitu confir- mare. Datum a. D. 1332 in vig. b. Mathie ap. Nach dem Original im St.-A. zu Düsseldorf; das Siegel des Th. von Cleve fehlt, die dor 3 anderen Bittsteller hängen verletzt an. — R. B. fol. 32 a. — 358 — Der Urkunde transsumiert ist die folgende: Significant s. v. devotis- simi et fidelisaimi vestri Reynaldus Gelrie, Theodericus de Clevis et Adol- phus de Monte comites, quod olim per fundatores ecolesie 8. Gereonis Oo- loniensis in eiusdem fundatione inter alia extitit constitutum, ut nullus in prelatum ad dignitates seu in canonicum ad prebendas eiusdem ecclesie posset eligi vel admitti, seholastria et quinque prebendis sacerdotalibus con- stitutis in ea duntaxat exceptis, nisi nobiles et illustres ex utroque parente qui vulgariter liberi nobiles nuncupantur, quodque a tempore fundationis et constitutionis huiusmodi observatum extitit et nunc etiam observatur, quod nullus nisi ut prenotatur nobilis in prelatum seu canonicum eiusdem ecclesie fuit assumptus, preterquam ad scholastriam et sacerdotales prebendas eiusdem 2 ), et quod decanus et capitulum ipsius ecclesie pro eo, quod antiqua previlegia eiusdem ecclesie tarn apostolica quam alia in quibus hec et plura alia notabantur partim votustato propter diuturnitatem temporis et partim negligentia partimque incendio et aliis casibus fortuitis sunt perdita et cou- sumpta, dubitantes ne propter hec in futurum de fundatione, constitutione et observatione huiusmodi eis probatio deperiret, et essent quidam testes senes et valetudinarii et alii qui constitutionis et observationis huiusmodi plenam notitiam obtinebant, a revorendo patre domino Henrico Coloniensi archi- episcopo cum instantia postularunt, ut testes et probationes eorum supercon- stitutione et observatione predictis iuxta formam iuris recipi faceret et in publicam formam ad perpetuam rei memoriam redigi ae iuxta probationem huiusmodi declararet, iuxta premissum modutn fuisse in fundatione predicta de recipiendis tantum nobilibus constitutum et extunc id usque ad hec tem- pora observatum. Idemque archiopiscopus abbati monasterii s. Martini Colo- niensis ordinaria auctoritate commisit, ut testes et probationes iuxta formam iuris super premissis reciperet et examinaret ac probationes huiusmodi sibi sub sigillo suo remittere procuraret. Et quod per processum dicti abbatis super hec iuxta iuris formam habitum et archiepiscopo predictum remissum idem archiepiscopus reperit, fuisse per fundatores predictos in fundatione ipsius ecclesie taliter constitutum et extunc usque ad hec tempora in- concusse servatum, quod nullus nisi nobilis, preterquam ad scholastriam et quinque sacerdotales predendas predictas, ad dignitates et prebendas in dicta ecclesia deberet admitti, ut superius est expressum, prefatus archiepiscopus, vocatis omnibus qui sua interesso credebant, pronuntiavit et declaravit ac finaliter diffinivit: prefatam ecclesiams. Gereonis in primerio sue fundationis exordio per b. Helenam reginam ipsius eoclesie fundatricem in honorem b. Gereonis ducis et sociorum suorum martirum ibi requiescentium, ad numerum sexcentorum et quinquaginta, qui omnes nobiles, utpote comites, duces, ba- rones, nobiles et milites extiterunt et martirium ibidem pro Christi nomine subierunt, consideratione dictorum sanctorum nobilium per dictam sanctam Elenam fundatam et dotatam fuisse et esse, canonicosque in ea institutos et creatos eo tenore et modo in ipsa fundatione, adiectis quod nullus in ea ab eiusdem fundationis tempore in perpetuum canonicus esse nee in prelatum ac canonicum eligi seu recipi posset vel deberet, quin esset persona nobilis et illustris ex utroque parente ut premittitur, scholastico et quinque sacer- dotibus prebendatis exceptis, dietamque institutionem et ordinationem a tem- — 359 — pore predicte fundationis et cuius contrarii memoria non existit, titulo et nomine fundationis predicte ac privilegiorum superius narratorum in ipsa eoclesia inconousse observatas fuisse et adhuc servari et in perpetuum servari debere iuxta constitutionem predictam nee aliquem posse vel debere in posterum nisi ut premittitur nobilis in prelatum seu canonicum dicte ecclesie, preterquam ad scholastriam et sacerdotales prebendas superius expressatas, prout in instrumento publico inde confecto eiusdem archiepiscopi sigillo mu- nito plenius continetur. Quare humiliter supplicant, quantum statum eiusdem ecclesie nobilem et honorabilem conservantes ac etiam augmentantes, que super hiis ab eodem archiepiscopo facta sunt rata et grata habentes, illa dignemini auetoritate apostolica ex certa scientia confirmare quaeun- que constitutione contraria non obstante, tenorem instrumenti predicti de verbo ad verbum in confirmationis vestre litteris inseri facientes. (Jetzt folgt die oben gedruckte Urkunde Erzb. Heinrich's über denselben Gegenstand.) B. B. fol. 32b-33a. 338.— 1332, Maerz 16., verkaufen der Komihur und die Brüder des Johannlterhauses Kirringen (Kr. Jülich) dem Dechant von S. Gereon einen Morgen Ackerland in der Pfarrei Spiel. Universis . . . Nos Everhardns commendator et fratres domus in Keyringen ordinis hospitalis s. Iohannis Iherosolo- mitani Col. diocesis salutem et ... . notitiam veritatis. Notum esse volumus, quod nos utilitate nostre eccle et fratrum in hoc diligentius prepensata . . . vendidimus . . . ven. viro dno Georgio de Ayrscheit decano eccle s. Gereonis Col. . . . unutn iurnalem t. ar. terre nostre, situm ex uno latere prope locum appellatum vulgariter „Seylenpoyl" et ex alia latere prope iurnales religiosarnm dnarum monialium sanetorum Macha- beorum intermedium in parrochia de Speie, pro certa summa peeunie . . . nobis . . . persoluta . . ., tanquam purum et verum allodium et ab omni onere exaetionis et angarie liberum et exemptum . . ., ipsumque iurnalem ad manus et ad usus eiusdem dni decani iuxta consnetudinem patrie et loci, in quibus dictus iurnalis consistit et prout moris est in bonis allodialibus supraportavimus et per presentes supraportamus effestucamus et renunciamus super eodem iurnali et super omni iure, quod in ipso hactenus habuimus et possedimus, pure simpliciter et de piano, constituentes prefatum dnum decanum ex nunc in antea huiusm. iurnalis verum legalem et bone Mei possessorem; et nichilominus promittentes eundern emptorem super dicto iornali warandisare et ab omni homine — 360 — si necesse fiierit, ipsum iurnalem disbrigare et prestare et facere iustam et debitam warandiain, Omnibus exceptionibus et defensionibus iuris et facti tarn canonici quam civilis amotis et exclusis et cessantibus penitus in premissis. Bekräftigt wurde der Akt „sigillo ecclesie nostre". Ä. et datum a. d. 1332 crastino dominice qua cantatur Reminiscere miserationum. Original mit erhaltenem Siegel im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. fol. 69 a—b. 339.— 1332, Aug. 9. (in vig. b. Laurency mai't.), bekunden Johann, Canonicus an Mariengraden und Gerlach Bitter von Oytgin- bach, dass ihr verst. Bruder Theoderich, einst Thesäurar von S. Gereon, sein Kloster-Haus vermacht hat cm den Kanoniker von S. G. Gerlach, den Sohn des Mitausstellers Gerlach, und dass derselbe mit diesem Hause auf eivig verbunden hat alle Güter, die er in Nieder- bachem teils von S. G. teils von Rolandstvert zu Lehen hatte, nebst 2 Morgen Wiesen bei Heppendorf; dass ferner dafür der Inhaber des Hauses in jedem Jahre 24 Schillinge turonensischer Groschen zu geben haben solle, die bei den monatlich in der Kirche von S. G. für Th. von 0. zu haltenden Memorien zur Verteilung kommen sollten, dass ausserdem der Kanoniker Gerlach während der Nacht stets ein Licht in der vor dem Dormitorium hängenden Lampe zu unterhalten habe; endlich dass sie, erkennend, die genannten Lasten seien im Vergleich zum Ertrage jener Güter zu gross, jene 24 Schillinge auf 12 herabgemindert haben und zwar im Einverständniss mit dem De- chanten und dem Kapitel von S. Gereon. Dem Dechanten und dem Kap. bleiben daneben vorbehalten die 2 Mltr Weizen, welche von dem gedachten Hause jährlich für die Memorie des Heinrich von Büren zu zahlen sind. Auch genehmigen Dechant und Kap. den Tausch, ■welchen Th. von 0. hinsichtlich geivisser der K. von S. G. gehörigen Güter mit der Kirche von Rolandswerth gemacht hat, zumal die Treuhänder des Th. mit eigenem Gelde eine an das Kap. von S. G. jährlich zu leistende Rente von 2 Ahm Wein gekauft haben, um so dem Kapitel den aus jenem Tausch erwachsenen Verlust an Zehntwein zu ersetzen. Original im St.-A. zu Düsseldorf. — Das Siegel des Can. Johann hängt, dasjenige des Ritters Gerlach ist verloren. — 361 — 340.— 1333, August 19., erklärt Cesarius von (Kirch-)Daun, dass er von dem Kapitel in S. Gereon ein Kelterhaus zu Dann in 'Erbpacht erhalten hat gegen einen Jahrzins von 12 Denaren. Im Herbste kann das Kapitel das Kelterhaus frei benutzen. Universis . . . Nos Cesarius dnus heris') filius quondam Arnuldi de Duna ac Elisabeth uxor eius legittima notum faci- mus . . . nos recepisse ab hon. viris dnis decano et caplo eccle s. Gereonis Col. domum eorum torculatoriam vulgariter dictam Kelterhuys cum suis attinentiis, que sita est in villa Dune, prout ibidem infra curiam nostre inhabitationis sita est perpetue et hereditarie . . . possidendam pro annuo censu 12 denariorum pag. Col. ... in festo b. Martini ep. Colonie as- signando . . ., promittentes eisdem, quod singulis annis per totam vindemiam sive per totum autumpnum iidem dec. et caplum omnem eorum voluntatem et utilitatem in dicta domo facere poterunt . . .; ea conditione adiecta, quod dicti dec. et caplum viam tarn de via superiori quam etiam inferiori per prefatam nostram curiam transeuntem ad dictam domum torcularem liberam et non occupatam aliquo modo perpetue tenebunt . . . quia ipsam ad eandem domum pertinere recog- noscimns . . . Insuper promittimus dictam domum in bono edificio et incollapsam observare. Werden die Bedingungen, nicht erfüllt, so fällt das Haus an das Kapitel zurück. In cuius rei testim. sigillum strenui militis dni Gerardi dni de Lantz- kronen una cum sigillo discreti viri dni Iohannis plebani nostri in Dune presentibus ad preces nostras . . . impetravi- mus apponi. Folgt die betreffende Erklärung der 2 genannten G. und J. . Datum a. d. 1833 feria quinta post assumptionem b. Marie virginis. K. B. fol. 30 b. Original (mit erhaltenen Siegeln) im St.-A. zu Düsseldorf. !) = heres? 341.— 1333, Sept. 20., verbürgen sich der Kan. von 8. Gereon Roricus de Novo Castro und der Kan. von Nivelles („eccle Neve- lonensis") Arnoldus de Ayrschyt für die von Elisabeth von Poder- bach der Stadt Köln geschivorene Urfehde. Ennen, Quellen 3, 202. — 362 — 342.— 1333, October 2., urkundet Erzb. Walram. Die kölnischen Prioren haben, nachdem sie sich bei altern und glaubwürdigen Personen erkundigt haben, in ihrer regelmässigen Versammlung („in eoruni consueta congregatione") es als eine alte und löbliche Gewohnheit erklärt, dass ein Prior, also etwa ein Propst oder ein De- chant, der seine Würde niedergelegt hat, um wieder gewöhnlicher Kanoniker zu sein, frei sein soll von der kapitularischen Disciplin und der Verpflichtung zum Chordienst, ohne deswegen die Einkünfte seiner Pfründe, die Praesenzgelder und die sonstigen Nidzungen zu verlieren — so dass man also mit Unrecht mit Friedrich von Harn- merstein, der von seiner Propstei in S. Andreas frekvillig zurückgetreten war, gegen die erwähnte Geivohnheit hat verfahren wollen. Diese Erklärung der Prioren bestätigte auf deren Bitten der Erzb. Walram um so lieber, als gewöhnlich ein Prior den erwähnten Schritt nur thue ivegen Altersschwäche, oder wegen einer sich verschlimmernden Krankheit, oder um sich einem beschaulichen Leben zu widmen, oder endlich aus sonstigen ehrbaren Gründen; auch sei es ja durchaus unpassend, dass derjenige, der in einer Kirche Meister war, hernach wieder Jünger sein solle. E. Qu. IV, 203 aus Gelenii farr. t. XVI, n. 35. 343.— 1335, November 16., bekunden Gerard ülenbusch, seine Frau und seine Erben, dass sie „coniuncta manu" verkauft haben dem Dechant und dein Kapitel von 8. Gereon für erhaltene 240 Mark pag. Col. 30 Morgen Land reines Ällods „quod vulgariter vrij eigen dicitur", gelegen in mehreren Stücken bei Frankenhoven; dabei verpMchtet sich Gerard auf Jahr und Tag jeden gerechten Angriff auf die Allodialeigenschaft des Landes abzuwehren. Für die Einhaltung der Bedingungen iverden als Bürgen gestellt l($Ji) Ritter Wilhelnv genannt ^Mönch, dessen Bruder Robelo von Malsdorj /yi , i genannt Akils und Gottfried von Frixheim („ Vritzheim"): diese und ^cdd der Hauptverpflichtete Gerhard werden, tvenn einer Bedingung nicht ' M l , Genüge geschieht, auf die Mahnung der Ankäufer mit je 1 Pferd zu ' Hülchrath Einlag er halten bis zur Erfüllung der Bedingung; doch kann dabei ein jeder der 4 genannten sich durch einen Untergebenen, der von guter Herkunft ist, vertreten lassen. Gerard und Ritter — 363 — Wilhelm haben für sich und die 2 anderen Bürgert zur Bekräftigung ihr Siegel angehängt. Datum a. d. 1335, feria quinta post festum b. Martini epi. Original (mit erhaltenen Siegeln) im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. fol. 91b. 344.— 1336, Maerz 12. (ipsa die b. Gregorü pape), bekundet Henr. von Bergheym, Kanoniker an S. Gereon, dass er von De- chcmt und Kap. an S. G. deren „curtis sive obedientia" in Bicken- dorf „cum pena que dicitur in caplo nro Bunnensis" erhalten hat. Dafür muss er den Herrn jährlich „terminis in libro pre- sentie nre contentis" 9 Köln Mark zahlen, und 30 Malter Roggen — in den 2 nächstfolgenden jedoch nur 24 — liefern. Auch hat H die Rechte, Zinsen und Pachte, icelche die Obedienz irgend Jemanden zu leisten hat, zu entrichten. Innerhalb 2 Jahre muss er eine gute Scheune herrichten, und Haus, Hof und Acker in gutem Znstande erhalten. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Das Siegel ist abgerissen. 345.— 1336, Maerz 26., verkaufen die Herren zu Bürresheim ihre Vogtei zu Hausen (bei Magen) an das Kapitel von S. Gereon. Wijr Friderig ind Philips riddere, Heinrig ind Henne broider, Ernst ind Reter broider, herren zo Burensheim doyn kunt allen den genen dye desen brieff ane syent off horent lesen, dat wijr myt goiden wilrraideeyndreglichenindsament- lichen verkouffen ind verkoufft hayn yn deisme intgaynwoir- dighen breife den irsomen herren deyme deggene ind deyme kapittele van sent Gereone zu Collen erffligen ind eweligen, fredeligen ind vrij zo halden ind zo besitzene, sy ind yr na- komelinge zo allen irren willen, unse vadye zo Husen myt allem reygthe ind geweynden ays wijr sy bys heer behalden ind besessen hayn wie dye gelegen ys myt namen zwey malder roggen, dru malder even, eyn halfs malder weys, eyn eymer wijnys, zwene eymer beirss, eyn verken, zweyhundert eyer, zwa schoilderyn van eyme baggyn, zwey hoynre, zwey — 364 — penwert broits, zwey penwert specks, eyn verdunck peffers, eyn veyrdunck kojmis, eyn wurane >) royg, eyne hantfol wey^senre kerzen, herbergen inde all unse vaitreyt umb zwey hundert wunfenzwenzig marck kolss pagaments, de sy uns zo al unsen willen wayl bezalt ind geantwert ind gereigt haynt, ind wijr van yrren Aveghen gantz ind gayr intfangen hayn. Ind drayn yn up denselven vurgesproichen herren van sent Gereone yn yrme hoffe zo Hnsen vur den gesworren des- selven hoiffs nnse vurgesproiggen vadye van Husen myt halme inde myt munde, inde verzyen dar up luterligen ind gentzligen erffligen ind eweligen vur uns ind vur unse erven yn deysme intgaynwordigme brieve, nummer sy dae ane zo hynderne noch zo kroeden myt worden noch myt werken nog geynre leye recht da ane zo behaldon sunder alre leye argelist. Voirt vertzien wijr ouch vur uns ind unse erven alreleye reichts inde werwarde geistlichs ind werrekligs (!), da wijr mede uns behelpen moigten weder dese vurgeschre- ven stucke myt reychte woirden off myt werken, dye uns nutze mochten syn ind den vurgeschreven herren van sent Gereone scheidelich weyder deissen brieff, sunder eyncher- hande argelist. Zo oirkunde ind stedigeyde aller deser vur- gesproggen stukke, so hayn wijr unse ingesegel ayn desen breiff gehangen ind hayn gebeden eynen edelen heyrren greven Ropreitte van Virnenburgh dat he syn inges. her ayn gehangen hait vur uns zo eyme Urkunde ind stedigeide alre deser vurgeschreven stucke. Jnd wijr Ropreit greve zo Vyr- nenburg geyn des dat wijr unse Jnges. ayn desen breiff gehangen hayn zo beden der vurgesproggen heirren van Bu- renszheym. Vortme wijr heyrren van Burenszheim, de hey vur gescreven steym, behalden unse zynse, de wijr hayn ayn leynluden des hoffs zo Husen, yn wes hand dat dat lant kommet dat uns de zynse gilt; ind ensoilen de heirren van sent Gereone dar umb neyt anspreggen noch kroiden, sy en hayn dan dat lant dat uns de zynse gilt, so solen sy uns zynse gelden van dem lande. Dyt y^s gescheyt vur irsomen luden Heynrigo dem heymburgere van Husen yn dem hoyfe zo Husen, inde Ciamanne dem heymburgere van Etterig, hern Ernste van Meygene eyme preistere, Johanne van Kuttenheim, Jacobbe Schoymholt van Kuttenheim, ind Johanne Greven van - 365 - Etterig, gesworen des vurgesproggen hoiffs zu Husen, ind hern Hermanne van Munreayn, ind hern Hermanne van Bu- renszheym deine scholaster van sent Postolen zu Collen, hern Peter Fix dem kirchherren van Husen, Hunschwyne van Layn- steyn, Hermanne dem walen van Belle ind anderin vele beirver irsomer luden, na godes geburde dat man scrift dusent iair druhundert iair yn deine seissendrissigtme iaire des dinstages na palmen. R. B. fol. 7 a—b. !) = eine föbrene (flohtene) Raufe? koym ist wohl = Kümmel; ver- dunek, veyrdunck = ferto, 1 Viertel (einer Mark oder eines halben Pfundes). 346.— 1336, April 6., entlässt Wilhelm Graf von Jülich eine Hufe bei Evenkoven, welche jetzt Ritter Rabuldo der Burggraf von Odenkirchen hat und früher Ritter Heinrich von Hüchelhoven hatte, aus dem Lehensverhältnisse, nachdem Rabuldo ihm eine gleichwertige Hufe zu Sasserath (bei Odenkirchen) zu Lehen aufgetragen hat, D. a. d. 1336, sabbato post pascha. Original (mit sehr verletztem Siegel) im St.-A. zu Düsseldorf. — K. B. fol. 94a-b. 347. — 1336, April 24., verkauft Ritter Paul von Hüchelhoven an das Kapitel von S. Gereon 5 Mausen für 2431 Köln. Mark. Universis . . . Paulus de Hugilhoyven miles et Greta uxor eius legitima salutem et cognoscere veritatem. Nove- ritis quod nos coniuncta manu ... 5 mansos t. ar. cum Omnibus attinentiis suis videl. feodalibus, qui vulgariter „leenlude" appellantur . . ., de quibus mansis 4 mansi continent 8 „leyn" quorum 7 dependent de curte appellata Udynchoven dnorum eccle s. Gereonis Col. et octavum leyn dependet de curte Wevilkoven dnorum eccle Kerpensis tanquam bona curtialia, et quintus mansus est purum allodium quod vulgariter „vrij eigengut" appellatur situs iuxta villam appellatam Eevenkoyven, qui mansi in parrochiis Udynchoven et Hoyngen in diversis pe- tüs . . . sunt situati, ven. viris dnis decano et c.iplo s. Ge- — 366 — reonis Col. . . . pro 2431 marcis pag. Col. usualis nobis per eosdem dnos . . . numeratis traditis et integraliter assignatis . . . vendidimtis ... et vendimus per presentes, transferentes in ipsos dnos dec. et caplum dictos mansos . . ., renunciantes et effestucantes ore et calamo super bona predicta . . ., pro- mittentes pro nobis nostrisqtie heredibus eisdem dnis decano et caplo de dictis bonis ex nunc infra annum et diem debitam warandiam facere ac oinnem iustam deponere impetitionem in quibusvis locis et iudiciis ubicunque fuerit, prout de bonis curtialibus et allodialibus iuris est et secundum morem patrie fieri et consuetum. (Als Treuhänder werden gestellt: Stephan von Ailshoven, Canonicus in S. Cunibert, Heinrich Moyng, Hermann Sobbe von Jngenolorp, Andreas van nie Roitgyne, Johann von Syn- steyden und Philipp von Poilheym, welche sich mit Paulus von H. verpflichten, sobald sie durch die Herren von S. Gereon über einen Fehler der Warandie benachrichtigt werden, persönlich oder durch je einen berittenen Knecht für jeden Treuhänder zu Köln in einer zu Köln durch die Herren von S. Gereon anzuweisenden ehrbaren Herberge Einlager zu halten, bis der Fehler gehoben ist. Stirbt ein Treuhänder, so muss statt seiner innerhalb eines Monates ein neuer gestellt werden.) Insuper promisimus . . . nos nostrosque heredes dicta bona nullis unquam temporibus repetituros vel quicquam iuris in eis vendicutaros . . .; renunciantes insuper pro nobis et nostris heredibus exceptioni non numerate pecunie, doli mali, metus, actioni in factum, beneficio rescindende venditionis ac omnibus exceptionibus et defensionibus ... (P. v. H. und die Treuhänder haben ihre Siegel angehängt.) Datum a. D. 1366 in crastino b. Georgii m. Original in Düsseldorf. Das 1., 3. u. 4. Siegel sind erhalten. — ß. B. 46b-47a. 348.— 1336, Mai 21., gibt Erzb. Walram in Bezug auf den S. Gereon gehörigen Hof Aldenrode ivörtlich dieselbe Erklärung ab, icelche sein Vorgänger Heinrich 1329, Juni 2., gegeben hatte (siehe Seite 333). „Datum Colonie a. d. 1336, feria tertia post festum penthecostes." Original (mit zerbrochenem Siegel) im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. fol. 54 b. - 367 - 349.— 1336, Oct. 23. Die Schöffen von Zons bekunden, dass Joh. von Hachusen auf ein Lehen, welches er von den Vikaren von S. G. in Pacht hatte, verzichtet hat. Universis . . . Nos universi scabini in Zoynze . . . No- veritis, quod in nra constitntus presencia loh. de Hachusen filius quondam Wilhelrai de Horheym . . . recognovit, quod — cum ipse aliqu. annis tenuerit . . . pro certa pensione annua a . . . vicarijs eccle s. Gereonis Col. 1 feodum quod vulgariter dicitur leyn vel circa dependens ab eccla s. Gereonis pred., de quo feodo dno terre pro . . . herftzbeyde ... 8 denarii assignabuntur Col. pag., et 6 jurnales t. ar. depen- dentes a curte appollata Mertynshoyven et solvunt 6 den. Col. in eandem, que bona sunt, olim empta per ven. hominem quondam dnum Iohannem de Stailburg can. eccle s. G. et Gerardum d. de Lagheym erga quondam W. de Horheym patrem dicti Io- hannis ad usus (zur Hälfte der Vikare von 8. Blasius und S. Ni- cholaus, und zur Hälfte der 17 Vikare von 8. G.) Cum igitur pred. Iohannes prenom. bona propter pensionem detentam . . . amplius . . . nee habere velit neque . . . possit, licet eciam prius racione detente pensionis . . . fuerint devoluta ad vicarios suprad. — seped. Iohannes coram nobis scabinis pre- dieta bona ad manus dictorum vicariorum libere et solute resig- navit et ore et calamo super eadem effestueavit, nulluni jus amplius sibi nee suis successioribus recognoscens esse in eis acquisitum. (Auf Bitten beider Parteien haben die Schöffen ihre Siegel angehängt. Die gegenwärtigen 7 Schöffen und der anwesende geschworene Bote werden genannt.) Datum a. D. 1336 in die b. Severini epi. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Das Siegel ist abgerissen. 350.— 1337, Jan. 14. (in crastino oetavarum epiphanie), bekunden die „universi scabini iudicii secularis in Heymersbach, neenon universi iurati sive hyemanni curtis in Gotzenkirchen, dass Werner von Heymersbach, Priestervikar von S. Gereon, vor ihnen seinen sämmtlichen Mitvikaren von S. G. #/2 Morgen Wiesen, genannt „dey kauwe" und S'/ 2 Morgen Wiesen, genannt „der vorst", alle gelegen in der Pfarre Gotzenkirchen, für eine baar ausgezahlte — 368 — Summe verkauft hat, und dass er „renuncians et effestucans ore et calamo secundum morem patrie supra prata antedicta" dieselben den Ankäufern übertragen hat, zugleich versprechend „pre- dictis vicariis de dictis pratis ex nunc infra annum et diem debitam facere warandiam ac omnem iustam deponere impe- titionem in quibuscunque locis et iudiciis, ubicunque fuerit oportunum. Den Ausstellern der Urk. ist bekannt, dass an den 4 l, l% Morgen kein Verwandter des Verkäufers ein Hecht hat; an den 2 1 l 2 Morgen ist zwar der in der Fremde sich aufhaltende Bruder Werner's, Wilhelm, Mitbesitzer, aber Werner hat versprochen, dass er seinen Bruder bei dessen Rückkehr vermögen werde, auch seine Hälfte den Käufern zu übertragen. Auf alle möglichen Exceptionen hat Werner verzichtet. Für die Aussteller hat sein Siegel angehängt Scheijffard de Rogde, der auch der Vogt des Hofes in Golzenkirchen ist; ausserdem hat Werner seht eigenes Siegel beigefügt. Cop. Vic. fol. 10. 351.— 1337, Dezember 20., bestimmt Th. von Ole Probst von Meschede als Commissar des kölnischen Officials das Zehntrecht des Kapitels S. Gereon in der Pfarre Opladen gegenüber (dem Pleban ?) Wilhelm. . . . Unde nos secundum ea, que vidiraus audivimus et cog- novimus, in nomine dni ius dicendo, decimas maiores infra parrochiam dicte eccle de Upiaden citra flumen Wippere versus Coloniam ac minutas ibidem (et?) trans idem flumen versus ipsam ecclam de Upiaden in quibusdam certis in actis nominatis locis sitas ac ius decimandi et percipiendi easdem ad prefatos dnos decanum et caplum et ipsorum ecclam per- tinuisse et pertinere debere, ipsosque ad possessionem vel quasi decimarum huiusm. et iuris percipiendi easdem resti- tuendos fore ac ipsum Wilhelmum in eisdem decimis spolium commisisse et propter hoc secundum statuta provincialia super hiis edita contra eum fore procedendum et procedi debere in hiis scriptis sententialiter declaramus, prefatum Wilhelmum in 60 maldris siliginis maldris mensure Col. nomine fructmtm perceptorum taxatione nostra syndicique predicti iuramento in animas dnorum suorum prestito precedentibus et in — 369 — expensis litis, quarum taxationem nobis reservamus, dictis actoribus per eandem nostram diffinitivam sentenciam condemp- nantes, fsdecernendo prefatum Wilhelmuni, ut de cetero ab occupatione decimarum huiusm. et impedimento, quominus iidem dni dec. et caplum possessione vel quasi earundem paciflce gaudere valeant, desistat, censura qua convenit corii- pellendum./ Mandantes hanc nostram sententiam per Conra- dum de Westerhem notarium publicum in formam publicam redigi et conscribi signoque suo consueto signari ac sigillo officialitatis curie Col. ad rei evidentiam et memoriam futu- rorum sigillari, quo utimur in premissis. Actum pronunciatum et sentenciatum sub a. d. 1337, indictione 6., mensis decembris die 20., hora vesperarum in aula episcopali Col., presentibus discretis viris mag. Iohanne de Belle advocato curie Col., Gerardo de curia, Petro de Nuwenhusen, Iohanne de Carpena, Iohanne de Arwilre notariis curie Col. et Hermanno de Unna clerico Col. diocesis testibus ad premissa vocatis specialiter et rogatis. Et nos officialis curie Col. sigillum officialitatis nostre pred. sentencie per mag. Theodericum commissarium nostrum pred. late duximus apponendum in testimonium om- nium premissorum. Das Original befindet sich zusammen mit mehreren anderen Urkunden, die sich auf denselben Zehnten beziehen, im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. fol. a-b. 352.— 1338, Maerz 24., bekunden die Schöffen des S. Gereon's Hofes in Derichsweiler, dass 2 Geschtvister dem Kapitel von S. G. einen Jahrzins von 3 Mark verkauft haben. Universis . . . Martinus quondam Werneri, Hermannus braxator, Philippus, Gobelinus de Koyzsendorp, Gerardus Scha- vart necnon Henricus Schaffart, schabini curtis ven. virorum dnorum dec. et capli eccle s. Gereonis Col., site in villa Dey- derigswilre . . . Noveritis, quod honeste persone Iohannes et Mynka nati quondam Cononis schabini, dum vixit ibidem, in nostra presentia constituti recognoverunt se vendidisse et ven- diderunt redditus 3 marcarum Col. pag., tarn de curia sua sita apud dictam villam Deyderigswilre, quam de 11 iurnalibus t. 25 — 370 — ar. ad eandem curiam spectantibus (et) a dicta curle dnorum dec. ot capli pred. dependentil)ns, ipsis dnis anno quolibet ia f. b. Romigii vol in f. oimiium sanctorum proximo post sine captione persolvendos. Et ad horum maioi'em securitatem prefati Iohannes et Mynka dictam curiam et 11 iurnales pred. obligaverunt dictis dnis dec. et caplo nomine ypothece; ita quod si aliquo annornm huiusm. 3 marcarum redditus termino non solvantur, extunc eadem curia cum dictis 11 iurnalibus nomine pene ad pref. dnos iure perpetuo devolvetur. . . In cuius rei testimonium, quia proprio sigillo caremus, ad rogatum nostrum sigillum iudicis et schabinorum in Düren presentibus est appen- snm. Et nos iudex etc. Datum a. d. 1338 in vig. annuncia- tionis b. virginis gloriose. R. B. fol. 78 b und, inserirt in eine Urkunde von 1399, fol. 72b. 353.— 1338, Mai 19., bekunden Lufredus de Troya und seine Frau Bela, köln. Bürger, dass sie dem Tilmann „Moilre modiatori" und dessen Frau Maria, Min. Bürgern, vererbpachtet haben ein Haus mit Hof und Zubehör, gelegen zu Bickendorf, gegen einen Jahrzins von 3 Mark köln. Pag. und 2 Hühnern. Das Haus toar früher im Besitz des Brauers Gerhard von Bickendorf und seiner Frau Nella. Die Strafbestimmungen bei Nichteinhaltung der Bedingungen sind die gewöhnlichen. Ihr Siegel haben angehängt 1) Im- fred für sich und seine Frau, 2) Hilger Gryn von Bergerhausen, 3) dessen Schwestermann Hubert von der Trankgasse; die beiden letztern waren Schöffen des weltlichen Gerichts bei S. Gereon. ,Datum feria tertia post dominicam Vocem iocunditatis, a. d. mill. CCC tricesimo octavo." Original im Archiv von S. Gereon. — Die Siegel sind alle 3 abgerissen. — Yor jedem Eigennamen steht je 1 Paar Reverenzpunkte. 354.— 1338, verkaufen Johannes und Druda, die Erben der verst. Sophia de Quaitrode, den sämmtlichen Vikaren der Kirche S. Gereon 1 Hofstätte und 12 zu derselben gehörige Morgen Ackerland; von diesen liegen 3 in „dem haive", jf'/a -^- oberhalb dieser — 371 — Stelle, V2 M- ebenda, 1 M. in der „Slegden", 1 M. an dem „Steynbusche", 2 „apud domum piscatoris", 5 in 2 Stücken in „der langer hey- gen", alle aber in der Pfarre Quaitroide. Das Gut ist lehnrührig und kurmeden- und zinspflichtig nach der Kirche 8. Gereon, und gehört in deren Grossamt. Die Verkäufer erklären die Kaufsumme empfangen zu haben, sagen das Gut ab „ore et calamo secundum morem patrie ad manus dictorum vicariorum" und versprechen hinsichtlich des verkauften Gutes „infra annum et diem debitam facere warandiam ac omnem iniustam deponere impetitionem"; endlich verzichten sie auf alle Exceptionen und Defensionen. Auf Anstehen der Verkäufer werden die Siegel angehängt „discreti viri ßrunonis de Halle armigeri ac Iohannis de Oitgenbach, fa- muli quondam dni Theoderici de Oitgenbach thesaurarii eccle s. Gereonis pte, collectoris reddituum maioris officii eccle me- morate". Dies geschah in pntia discretorum viroruni Everdini 1 ) de Slenderhane, Tilmani de A, armigerorum. Gerhardi dicti Krakaw et dicti Haller, hyemanorum sive hominum, qui vulg. appellantur landtlude". Schliesslich überträgt (concedit) der gen. Joh. v. 0. dem Jacob, Rektor des Hospitals von S. Gereon, als dem Vertreter der Vikare „more debito et consueto" das von diesen gekaufte Gut „salvo iure eccle s. Gereonis". Cop. Vio. f. 35. — Eine Hand des 17. Jh. bemerkt am Bande: „Sed cattus devoravit haec1" ') Soll wohl heissen „Everwini". 355.— 1339, Febr. 16. (feria 3. post Invocavit), überträgt (concedit) Constantin, Propst von Mariengraden in Köln, als Lehensherr der in n. 350 genannten Wiesen, diese auf Anstehen der Verkäufer Werner und Wilhelm den sämmtlichen Vikaren von S. Gereon, in Gegenwart „Iohannis de Hugelshoven nostri sculteti, dni Go- belini rectoris eccle parrochialis in Gotzenkirchen" und dreier genannter Geschworenen des Hofes von Gotzenkirchen, „iure nostro ac curtis pte per omnia salvo". Cop. Yic. fol. 8. — 372 — 356.— 1339, April 19., bekundet Heinrich von Oir, Kanoniker von S. Gereon und Pfarrer von, Dussel, dass ihm das Kapitel von S. G. gewisse Einkünfte geschenkt hat zur Bestreitung der Lasten seiner Kirche. Ego Henricus de Oir, canonicus eccle s. Gereonis Col. ac investitus parrochialis eccle in Dussele, qtiod census pensiones et obventiones, que ultra maiorem decimam ad ven. viros dnos meos dec. et caplum iam dicte eccle in mea parrochia spec- tare noscuntur necnon minutam decimam michi per eosdem in sublevamen onerum einsdem eccle gratiose fore concessa, meque alias tanquam rectorem in eisdem nichil penitus iuris habere ; presentibus recognosco, dans hanc litteram (!) prefatis meis dnis meo sigillo sigillatam in testimonium super eo. Datum a. d. mill. trec. tricesimo nono in crastino dominice Iubilate. B. B. fol. 115 a. 357.— 1339, Juli 4., bekunden die (Aebtissin) ! ) und der Con- vent des Cistercienserinnenklosters zu Mechtern, dass sie zu gimsten des Bitters und Min. Schöffen Hermann Scherfgin verzichtet haben auf eine Jahrrente von 3 köln. Schillingen, welche ihnen zustand von der Hälfte des zwischen der alten und neuen Ehrenpforte gelegenen Hauses „Bayle". Angehängt wurde das gemeine Siegel des Convents. Datum a. d. mill. trec. tricesimo nono, dominico die proximo post f. beatorum Petri et Pauli apostolorum eius. Original im Archiv von S. Gereon. — Das Siegel ist abgerissen. — Vor Hermann stehen die 2 Reverenzpunkte. ') Das Wort ist herausgerissen. 358.— 1339, Septbr. 28: (in vigilia beati Michaelis archan- geli), verzichtet die Aebtissin Druda von Mariengarten in Köln zugleich mit der Nonne Duregine, Tochter des Hilger Cleingedanc und seiner Frau Bela, auf das Kindsteil der letzteren: einen Hof im Gericht Kriel (Crele), der ihr nach dem Tode der Mutter zugefallen ist; doch unter Vorbehalt einer Leibrente von 12 Mark. Original im St.-A. zu Düsseldorf, Siegel des Conventes ab. — 373 — 359.— 1339, Dez. 23., ind. 8, erklärt der öffenü. Notar Gerhard de Curia, dass in seiner Gegenwart Johann Klein („Parvus"), Priestervikar von 8. Gereon, seinem Mitvikar Florekin von Erpell als dem Vertreter der sämmtlichen Vikare von S. G. alle seine (Klein's) zu Balchem befindlichen Güter und Rechte durch eine „donatio inter vivos" „irrevocabiliter sine omni spe revocandi" „ore, manu et calamo" übertragen hat. Von den Einkünften soll für den Donator und dessen Eltern ein ewiges Jahrgedächtnis durch die Vikare von S. G. gehalten werden. Die Handlung geschah in der Wohnung des gen. Joh. Kl. „sita iuxta portam civitatis Col. ap- pellata porta s. Gereonis infra parrochiam s. Christophori, pntibus . . . dnis Gerlaco de Oitgenbach canonico eccle s. Gereonis, Iacobo rectore altaris siti in hospitali s. Gereonis, et Lamberto pastore eccle in Gluele Col. dioc." Original im St.-A. zu Düsseldorf. — Cop. Vic. fol. 86. 360.— 1340, Novbr. 17. Dietrich Graf von Cleve gibt dem Probst Otto von S. G. und Andern die Torfvenne zwischen Geve und Kreyevenne in Erbpacht. Nos Theodericus comes Clevensis notum facimus universis presentes litteras visuris et audituris, quod nos paludem nostram dictam Torfvenne sitam infra Geve et Kreyevenne contulimus et per presentes conferimus domino Ottoni preposito Sti Gereonis Coloniensis, domino Rulando Haghedorn, domino Alberto de Eyle, domino Wichero de Moniment, domino Gotfriedo de Boitzeler, domino Iohanni de Boitbergh, domino Iohanni de Ossenbruke, conventui Vorsebergensi, conventui in Hagebosch, capitulo Monrebergensi, Henrico de Gruithüis, Brunoni de Gogh, eorum sociis ac ipsorum horedibus legitimis ad censum here- ditarhim, ita quod nullus inde possit exhereditari, et quod nobis et nostris heredibus de quolibet manso singulis annis in festo beati Martini hiemalis sex solidos novorum sterlingo- nim persolvent et per hoc erunt liberi ab omni onere vexa- cionis et exactionis. Sed filiis et flliabus nostris conjugatis vel cinctis gladiis militaribus seu nostrorum successorum peti- cionem dabunt, quam nobis dare poterunt cum honore. Ceterum decimam frugum, feni, sespitum et aliarum rerum grossam et — 374 — minutam cum decimo denario, quem receperint de pascendis pecoribus alienis, ita tarnen, quod de qualibet pecia, que vul- gariter appellatur hunt torfs, unum denarium pro decima nobis dabunt. Sed poterit unusquisque quemlibet agrum per fossa- tum trium pedum cum dimidio propter meliorationem ipsius, dummodo ager quilibet trium virgarum latitudinem obtineat, et inter ipsum et vicinum suum per fossatum Septem pedum distinguere, nobis et heredibus nostris nichil persolvendo. De sespitibus quos ipso.s fodere contigerit de fossatis supradictis, volumus etiam et consentimus per presentes, quod sespites per ipsos fossos foditos seu fodendos in dicta palude vendere poterunt et debebunt, ubicumque et quotionscumquo voluerint ad eorum libitum voluntatis, promittentes ipsis pro nobis et nostris heredibus seu successoribus, quod contra huiusmodi vendiciones, assignaciones et conventiones non veniemus nee veniri procurabimus per nos, alium seu alios aliqua occasione, racione vel causa quomodolibet in futurum. Praeterea ven- dens dimidiam marcam et emens dimidiam marcam dabunt novorum sterlingorum, marca qualibet pro duodeeim solidis computata de quolibet manso vendito. Insuper quidquid juris eorum vicini habent in nostris nemoribus, hoc concedimus eisdem. Et etiam quod diftinitores dictos hemereden et judicem de suis fossatis discernendis et ordinandis eligere poterunt, quos nos decreverimus approbare. Item condictum est, quod quemlibet mansum vendendum retinere poterimus, pro quo alteri vendi posset. Et hoc omnia absque omni dolo et fraude ipsis et eorum heredibus promittimus observare, prout supe- rius sunt expressa. In cujus rei testimonium sigillum nostrurn presentibus est appensum. Datum anno MCCC quadragesimo, feria sexta post Martini. Moderne Abschrift nach dem Orig., welches im Besitz des verst. Pastors Mooren in Wachtendonk war. Siegel ab. 361.—■ 1342, Dezember 19., bescheinigt Lambert von Alfter („Alfetere), dass er gegen einen in 2 Terminen, zu Weihnachten und zu S. Jacob, zu zahlenden Jahrzins von 17 Schillingen von den 7 — 375 — PriesterVikaren von S. Gereon für seine Lebenszeit ein Haus gepachtet hat, welches lag in der „Sockingasse" und mit dem zugehörigen Hofe und Garten an das Kelterhaus des Weinberges von S. Christoph grenzte am Wege zur Stadtmauer. Von den 17 Schillingen sind jedesmal 10 an Bela, die Tochter des verst. Gerard von Lagheim zu zahlen, so lange nämlich, als diese leben wird. l ) — Lambert hat zur Bekräftigung sein Siegel angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. Das unverletzte kreisrunde Siegel „Lauiberti de Alftre" zeigt auf dem dreieckigen Schilde einen rechts springenden Löwen mit gedoppeltem Schwänze. — Lambert wird in einer gleichzeitigen Aufschrift als „campanarius" bezeichnet. ') Da diese 10 Schillinge als „usufruetus" des Hauses der Bela zustehen, so war dasselbe wohl bis dahin für diesen Betrag verpachtet gewesen. 362.— 1343, Juni 30., verkauft der Cistercienseriunen-Con- vent zu Gevelsberg ein Haus in Köln an das Stift S. Gereon. Nos Mechtildis d. gr. abbat, totusque conventus monia- lium monasterii in Gevelsberghe, Col. dyoc, ordinis Cist,. . . faeimus manifestum, quod — cum monasterium nrum anted. indigeat variisque necessitatibus ad presens sit depressum — ad huiusm. relevandum necessitates vendidimus ac per presentes vendimus iure perpetuo in perpetuum venerabilibus viris dnis dec. et caplo eccle s. Gereonis Col. *), qui nobis . . . annis singulis in f. nativitatis b. Iohannis Bapt. de domo appellata „zo me heyden" in platea s. Marelli infra parochiam eccle s. Pauli Col. sita, quam dnus Arnoldus de Vlasvort dictus de s. Huperto can. eccle ss. apostolorum Col. inhabitat, solvi a prefatis dnis dec. et caplo consueverunt, pro pretio 24 mar- charum den. dicti pagamenti nobis . . . integraliter persoluto et in usus monasterii nri converso, exceptioni non dati non soluti et non numerati pretii ac quovis alio (!) iuris subsidio omnino renunciantes, promittentes . . . pref. dnis dec. et caplo ... de dictis redditibus venditis aut ipsorum parte litem vel controversiam ullo tempore non inferre nee inferenti con- sentire , , , In cuius rei testimonium (wurden die Siegel der — 376 — Aebtissin und des Convents angehängt). Datum a. d. 1343, crastino festivitatis bb. Petri et Pauli apostolorum. R. B. ti2a. ') Hier hat der Copist den Betrag des Jahrzinses irrtümlich ausgelassen. 363.— 1344, Januar 8., bekundet Rabodo von Brembt, dass er an das Kapitel von S. Gereon verkauft hat W/2 Morgen Land, gelegen bei Giesenkirchen. In godis namen amen. Kunt sij den dey diesen broiff seynt off hoyrent, dat ich Raibodo van Breymt ind Guyda myn wyff hain verkoifft seymelich ersamen heren deyme dey- gene ind deyme capittele van sent Gereone zu Coeln gereyc- lieh ind gereydelich vunfzeyndenhalven morgen eygens lantz, dat dey slade is genoymt, umb eyne sicher summe genoymtz geltz uns van yn wale bezailt ind gekiert zu unseme nutze, des lantz uyssgegangen in der heren hant ind yn versiegen ind upgedragen mit willen unser kinder ind unser miterven eyveldenclich ayn wederreide voir dem richter ind den schef- fenen ind andern geloichsemen luden, as recht was ind ge- woende in deme kirspele van Gisenkirchen, da dat lant is gelegen, ind zu merre Sicherheit ind stedicheit, rechter wer- schaff ind aynsprachen, as eygens recht is, die heren zu wey- ren, voirsetzen ind verbinden den heren ander unse erve so waid gelegen is in deme kirspele zu Gisenkirgen hie voir ge- schreven, sunderlingen voir unsen eydem, de genant is Huy- kinck, ind syn wyff Nesen zu verzygen gelycher wys as vur deme gerichte verzyen is van unss ind unsen erven, mit alsulche vuyrwerden off des neit en geschey ind die heren des in eyngen schade quemen, dat sy mögen ind solen ain alle unse wyderreyde sich underwinden ander uns erves, also as id hey voyr geschreven is ind dat behalden zu eyrme nutze as lange bis sy van alme cruyde schaden ind ansprai- chen synt los ind leydich ind dat voyrgenoymde lant vryde- lich besitzent, alreleye argelist unser ind unser erven af ge- scheiden. In Urkunde ind gezuich alle dyser dynge ich Rabodo voirgenant hain disen breyff in urgicht der wareide mit — 377 — myme sigele voir mich myn wyff ind unse erven den voir- geschrijven heren gesigelt gegeyven. Ind wir scheffenen van Gisenkirgen also genant: Herman van Mesche, Roylkan van Gisenkirchen ; Koyrnekin van Gisenkirgen, Gerard Reymsteyn inde Bruyn van den Betmer geyn ind bekennen alle dyse voirss. voirwerden voir uns sym gescheyt ind der Urkunde haven untfangen; ind umbedat wir egeyne ingesigel inhain, bidden wir eynen ersamen man heren Gerarde unsen pastor van Gisenkirchen voir unss zu sigeln in Urkunde mit syme sygele. Ind ich Gerart pastoir voirgenant, zu beiden Raboden sins wyffs yre erven ind der scheffenen hain myn sygel an dysen breyff gehangen. Dis breiff is gegeven na den jairen unss heren dusent druhundert in deme vierindvierzichsten jaire de dunrisdagis na druzeyndage. Original im St.-A. zu Düsseldorf; beide Siegel ab. — R. B. 102 b. 364:.— 1344, April 12., bekundet das Kapitel von S. Gereon, dass die Testamentsvollstrecker seines verstorbenen Kanonikers R. von Wickerath dessen Klosterhaus an einen andern Kanoniker vergeben haben mit der Bedingung, dass von dem Hause ein Jahrzins von 6 sol. für ein Anniversar des Verstorbenen gezahlt werde. Nos dec. et caplum eccle s. Gereonis Col. . Universis . . . facimus manifestum, quod — cum ven. viri dnus Wilhelmus de Waldechen can. eccle Col. et Iohannes dictus de Oytgen- bach necnon Rutgerus de Wese famulus quondam dni Rutgeri de Wickerade canonici dum vixit prebendati eccle s. Gereonis predicte, manufideles et executores testamenti sive ultime vohmtatis quondam dni Rutgeri facere in hac parte volentes, curiam sive domum claustralem, quam idem dnus Rutgerus inhabitare consuevit et quam tamquam suam tenuit et posse- dit, discreto viro magistro Everhardo de Ryckelinkusen cano- nico eccle nostre supraportaverunt, donaverunt et assigna- verunt in hunc modum, quod ipse et sui in hac parte succes- sores perpetuis futuris temporibus eandem curiam uni seu pluribus de nris concanonicis prebendatis vendere poterit seu poterunt, ipseque seu ipsi emptor seu emptores de pred. curia nobis et nro caplo singulis annis in perpetuum dabit seu da- — 378 — bunt 6 maldra tritici mensure Col., quorum 2 in anniversario, 2 in septimo et reliqua 2 in tricesimo ipsius anniversarii, quon- dam dni Rutgeri pred. in vigiliis, missis et commendationibus ac aliis orationibus, prout hoc fieri est consuetum, canonicis dicte eccle s. Gereonis, presentibus duntaxat in ipsis divinis officiis, proportionabiliter distribuenda; hac etiam apposita conditione, quod nee ipse emptor seu emptores si quis fuerit seu fuerint possessores ipsius curie sive domus predietam pensionem 6 maldrorum tritici nee in parte nee in toto absol- vere alienare seu redimere poterit vel poterunt quovis ad hoc quesito colore, neque memoriam novam eidem superaddere aut etiam in aliquo ulterius aggravare, sed ipsam memoriam 6 maldrorum tritici perpetuis futuris temporibus solvere ut premittitur teneantur inviolabiliter de eadem; et nichilominus ipse possesssor seu ipsi possessores, qui pro tempore fuerit seu fuerint, ipsam curiam in edifieiis et struetura debitis con- servabit seu conservabunt et incollapsam; salvo etiam 7 sacer- dotibus vicariis eccle nostre 8 solidorum et 7 denariorum pag. Col. pro tempore currentis de eadem curia eisdem singulis annis in f. b. Remigii solvi debitorum — Nos ordinationem pred. et ultimam testatoris voluntatem, nostrum in hac parte consensum adhibere volentes, perpetuis futuris temporibus pro nobis et nostris successoribus promittimus, quantum in nobis est, inviolabiliter bona fide observare ... In cuius rei memoriam sigillum eccle nre ad causas presentibus litteris duximus apponendum. Datum et actum crastino oetavarum pasche a. d. 1344. Original im Sfc.-A.. zu Düsseldorf. Siegel ab. — B. B. 120 a. 365.— 1344, Juli 9., („ipso die b. Agilolfi ep. et m. a ) bekundet der Priester Johann gen. vom Schwert („de gladio"), einer der 7 Priestervikare von S. Gereon, dass er den Köln. Bürgern Gerlach Berenleiser und Frau Engüradis in Erbpacht gegeben hat eine Hofstätte mit zweien durch ein gemeinsames Dach verbundenen Häusern, bisher im Besitz der Elieleute Heinrich Goiltsleiger und Sophia und gelegen auf dem alten Graben, der Kirche Maria Ablast gegenüber, neben dem Hause des Schreibers Tiiilmann auf S, Gereon — 379 — zu. Die Verpachtung ist geschehen mit Einwilligung der 7 genannten Vikare als der Obereigenthümer des Pachtgutes. Die jährliche Pacht beträgt 4 Köln. Mark, ivelche in 2 Terminen — zu Weihnachten und zu Johanni — an den Verpächter Johann und dessen Nachfolger zu zahlen sind. Ausserdem haben die Inhaber des Hauses jährlich zu Symon und Juda an die 7 Priester 2 Schillinge und 2 Hühner, oder statt letzterer 12 Denare, zu zahlen. Bei Nichteinhaltung der Bedingungen erfolgt Heimfall des Gutes. Alle auf dieses fallende Lasten des bürgert. Rechtes und sonstige Steuern haben die Inhaber zu tragen, welche auch die Häuser in gutem Zustande halten müssen. Beim Wechsel der Inhaber erhalten die 7 Priester für die jedesmalige neue Uebertragung 2 Schillinge. Auf Bitten der 2 Parteien (Johann's und der Pächter) wurde das Siegel der 7 Priester angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. Siegel abgerissen. 1348, Juli 9., bekundet Johann, Pastor von Maria Ablass, dass ein gleichlautender Akt vor ihm gemacht worden sei. Original im Archiv von S. Gereon. ;JG6.— 1344, October 13., (feria quarta post festum beati Gereonis et sociorura sius) vereinigt sich Bela, die Frau des Ritters Godefridus Knoyp, in Abwesenheit des letzteren mit dem Gereonstift wegen des Hofes in Büderich dahin, dass sie auf alle Ansprüche an dem Hofe verzichtet und verspricht, ihren Gatten nach seiner Bückkehr auch zum Verzicht zu veranlassen. — Zeugen: „Iohannes de Clevis decanus et archidiaconus ecclesie Coloniensis et Albertus de Linne cantor eiusdem ecclesie", welche auch zusammen mit „Goytscalcus cantor ecclesie Werdensis" siegeln. Original in Düsseldorf. Von den 3 Siegeln nur das des Gottschalk erhalten, aber beschädigt. 1345, Juli 15. (in die divisionis apostolorum) gibt Ritter Godfried gen. Knoyp seine Zustimmung zu dem Vertrage. (Der Cantor Gottschalk ist sein Mutterbruder.) Godefried selbst siegelt. — R. B. 111b. 367.— 1345, April 12., entlässt der Schildträger Lutter von Wickerath mit Einstimmung seiner Frau Thole und seiner Söhne Nicolaus und Lutter 4 bei Brüggen „in der Pfarrei Heeiuersbach" gelegene Morgen Ackerland, welche von aeinen Gütern — wegen — 380 — deren Wilhelm von Boisdorp und Johann Junghe seine Getreuen sind — abgetrennt „quod vulgariter dicitur gesplissen" sind, und welche die 7 Priestervikare von S. Gereon von Winrich Roth, Schößen in Kerjpen, dessen Frau Paitza und Arnold Schotte gekauft haben, „ore, manu, calamo deiecto" aus seinem Obereigenlum. Die 7 Priester haben dafür sein %md seiner Frau Anniversar in der Kirche S. Gereon jährlich zu halten, und ihrer beider Namen in ihr (der 7 Priester) Vigilienhuch einzutragen. Angehängt icurden die beiden — noch erhaltenen — Siegel des L. von W. und des Johann's des Plebans von Hemmersbach. Original im Archiv von S. Gereon. 368.— 1345, Mai 30., verwirft der päpstliche Richter Commissar „Franziscus de Tuderto canonicus Tudertimus domini pape capellanus eiusque sacri palatii cardinalis auditor" die Berufung des Johann Herrn von „Vianna" (Vianden), Canonicus des Gereonstiftes, in der gegen denselben seitens des Capitels von Gereon bewirkten Excommunication. Notariatsinstrument des Massarius Vinc. Original in Düseeidorf. Siegel ab. 369.— 1345, October 5., (feria quarta post Remigii confes- soris) machen die Eheleute Gottfried gen. „de Weritzenrade" und Walburg mit dem Gereonsstift einen Tausch, indem sie mit Consens der Schwester des Gottfried, Agnes, 5 Morgen Land zu Holzweiler an das Stift überlassen und dafür 5 andere Morgen eben da erhalten. Original in Düsseldorf. Siegel der Schöffen von Holzweiler rings am Rande beschädigt. 370,-— 1346, April 8., („in vigilia palmamm") bekunden Gerard, Johann, Heinrich, Dietrich, Johann und Johann, Altar- rektoren in der Kirche der 11000 Jungfrauen zu Köln von bezüglich den Altären S. Johann B. und S. Agnes im Chore der Frauen („dna- rum"), S. Cordida, S. Ulrich, S. Maria und S. Crucis, dass sie und ihre Nachfolger unter der Strafe der Suspension und der Excommunication vopflichtet sind, für die Seelenruhe der verstorbenen Lisa von Westerburg und Elisabeth von Vimeburg, nach — 381 — einander Äbtissinnen der gen. Kirche, wegen gewisser von diesen erhaltenen Güter jährlich am Tage nach Palmsonntag 3 Malter lioggen- brod zu verteilen und zwar an die Hospitäler Allerheiligen auf dem Bikhel („in monticulo"), S. Gereon, S. Andreas, S. Martin, S. Pantaleon, S. Maria in Cap., 8. Agnes auf dem Neumarkt, in der Ehrenstrasse, in Deutz und in Melaten („ad leprosos") je einen Summer, an das Haus aber com h. Geiste auf dem Domhofe („su- pra curiam Col.") 1 l 2 Malter. R. B. 23 b. Das Original befindet sich nach „Stein, Pf. z. h. Ursula" p. 183 im Archiv dieser Kirche; es soll dort die Jahreszahl 1342 haben. — Lisa von "W. wird als Äbtissin genannt 1280 und 1287; El. von V. war ihre unmittelbare Nachfolgerin: sie regierte bis 1312 oder 1313 (Stein 1. c). 371.— 1346, Oct. 31., sühnen sich Graf Ruprecht III. von Virneburg und dessen Sohn der Domkanonich Gerhard — zugleich handelnd namens zweier anderer Söhne des erstem, Johann und Adolf, welche beide Kanoniche an S. G. waren — mit der Stadt Köln hinsichtlich des Zwistes über das Gut Keldenich ans. Köln, Stadt-Archiv („Mitteilungen etc." YI, 58). 372.— 1347, Januar 13., (ipso die octavarum epiphanie domini) verzichtet Arnold von Byrsmich, Bitter, auf alle Ansprüche die er an dem dem Stift S. Gereon gehörigen Hofe, genannt Kelzen- berg, hatte. — Es siegeln ausser Arnold noch „Werner de Gu- stene, Gotschalcus et Mathias fratres de Stummele milites. Original in Düsseldorf. Von den 4 Siegeln das des Mathias ab, die anderen drei nur wenig beschädigt. 373.— 1347, März 7. „OffiCialis curie Coloniensis in Sug- telen et in Straten christianitatum decanis, in Vyrsen, in Sug- telen, in Wancheym, in Heinzberch, in Greveroyde, in Geseren, in Gelren, in Dulkin et in Kempen ecclesiarum plebanis ac universis et singulis ecclesiarum et capellarum rectoribus eorum- que vices gerentibus, presbyteris, clericis et tabellionibus singulis et universis per civitatem et diocesim Coloniensem con- — 382 — stitutis ad quos seu quem presentes littere pervenerint, salu- tem in domino sempiternam. Conquerentibus nobis venera- bilibus viris et dominis decano et capitulo ecclesie sancti Ge- reonis Coloniensis suo et dicte sue ecclesie nomine," befehlt er den obengenannten Pfarrern, den Arnold von Spee als Amtmann des Herzogs Reinold von Geldern und dessen Unterbeamten Johann gen. Hon- seier und Heinrich gen. der Lange von Krickenbeck, tvelche in die Gerichtsbarkeit cfes Frohnhofes zu Viersen eingegriffen hätten und die Berufung von demselben statt nach Guntersdorf nach Buremond anführen wollen, zu excommunicieren. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Das Siegel des Official ist ab. Gedruckt bei Fahne, U. B. des Geschlechtes Spee n. 19. 374.— 1347, August 25., macht Rutger von Altendorf, Scho- laster der Kirche S. Gereon, sein Testament. I. n. d. a. Universis . . . ego Rothgerus de Aldendorpe scolasticus eccle s. Gereonis Col. et can. eiusdem eccle cupio fore notum . . . quod ego advertens quod secundum aposto- lum statutum est hominibus semel mori et hoc non poterit preteriri, quanquam incerta sit cuilibet hora mortis regulariter, et ideo tutissimam esse cautelam cuilibet homini de ultime sue voluntatis eulogio in tempore prospicere, et quod de rebus suis post mortem suam fieri velit declarare et de anime sue salute salubriter ordinäre: hinc est quod ego Rothgerus de Aldendorpe scol. et can. pred. compos mentis et sanus corpore protestor ante omnia, quod me et infrascriptam ordina- tionem meam ad testamentorum sollempnitatem et observan- tiam non astringo sed quod infrascripta mee ultime voluntatis ordinatio valeat tamquam simplex ultima voluntas et dispo- sitio omni iure et modo quibus melius valere potest; qua qui- dem protestatione in omnibus et per omnia michi salva in primis meos manufideles ... in bonis que in civitate et dio- cesi Col. post mortem meam me relinquere contingerit (!) facio et ordino per presentes ven. viros dnum Georgium de Orschet dec. eccle s. Gereonis Col. ac dnos Hinricum de Berchem et Hinricum de Ore canonicos eccle s. Gereonis pred. consan- guineos meos, ut ipsi de bonis meis relictis . . ., de quibus - 383 — in vita non disposui, ordinent et disponant in locis et per- sonis eis deputatis secundum denra et bonam conscientiam, prout saluti anime mee credidorint expedire; rogans dictos manufideles meos fideique eorum committens, quod ante omnia de bonis meis quibuscunque debita mea persolvant et iniusta si qua habuisse inventus fuero, ubicunque eis de hoc veri- similiter, licet non ad plenum constare poterit, solvant ac satis- faciant de eisdem, et premissa ante omnia de bonis meis solvi volo. In primis domum meam claustralem cum area sua apud ecclam s. Gereonis Col. relinquo eccle s. Gereonis pred. sub modo infrascripto, videl. quod caplum dictam domum pro prima vice post mortem meam dno Hoinrico de Berchem si voluerit, et eo ipsam acceptare nolente sub forma infrascripta dno Hinrico de Ore, consanguineis meis, pro 40 solidis gros- sorum Turonensium regalium antiquorum ad dies vite sue dum- taxat possidendam conferat et assignet, neutro vero eorum nolente (!) vel eis defunctis dictaque domus x ) alteri canonico eccle s. Gereonis pro 40 solidis gr. tur. ut premittitur ad dies vite sue dumtaxat conferat et assignet caplum suprad., et sie in perpetuum observetur, ut defuneto canonico, qui eam ad dies vite sue obtinuit, sub forma premissa 2 ) ad dies suos ut premittitur concedatur; sie tarnen quod ipsi omnes et singuli, antequam eis dieta domus assignetur, ydonee caveant quod ipsam domum et aream in statu integro et incollapsam con- servent, vel saltem securitatem faciant de hoc caplo fide prestita corporaliter, et nichilominus 2 amas vini claustrales ab antiquo solvi consuetas . . caplo de ipsa domo persolvant temporibus ad hoc statutis; de peeunia vero, de dieta domo ut premittitur sie in perpetuum successive obtinenda, redditus comparentur et in mei memoriam et dictam domum emendan- tium convertantur et sie in perpetuum deineeps observetur; et redditus sie successive comparati in quadragesima et aliis mensibus et diebus, in quibus nulla alia memoria peragitur, distribuantur inter canonicos pro memoria mea et dictam domum emendantium, ita quod 2 maldra tritici presentibus tunc in vigiliis missis et commendatione canonicis ministren- tur, et sie semper observetur de novis redditibus, ex peeunia assignatione dicte domus de novo facta obventionibus 8 ) com- parandis 4 ), mei et aliorum dictam domum emendantium me- — 384 — moriam peragendam. Insuper vineam meam in monte Unkelsteine, quam mea pecunia comparavi, relinquo . . caplo eccle s. Gereonis suprad. hoc modo, ut de fructibus inde obvenien- tibus 2 festa cum 9 lectionibus et officio proprio seil, festum Crispini et Crispiniani martirum et b. Gertrudis virg. in eorum festivitatibus sollempniter peragantur. Item silvam meam in Trevestorp ex mea propria pecunia comparatam pro ramis relinquo vicariis eccle s. Gereonis pred., ut ipsi fruetus inde obvenientes inter se sub hoc modo distribuant ut cuilibet per- sone sacerdoti, qui vigiliis per eos pro me, ut solent pro suis devotis, privatim legendis observare 5 ) personaliter interfuerit et commendationi pro mea memoria poragonda, et missam pro defunetis pro anima meä legerit, detur quarta pars unius grossi Tur. tunc currentis ... et sie singulis mensibus die compe- tente per eos prefigendo ut premittitur tempore et modo suo consuetis memoriam meam agant, donec redditus illo anno ex huiusm. silva provenientes sint consumpti et hoc in perpe- tuum observetur. De aliis vero bonis meis per me in civitate et dioc. Col. derelictis si que fuerint, ipsi manufideles mei antedicti disponant, prout saluti anime mee viderint expedire. In quibus dispositionibus conscientias eorum volo onerare. Et protestor sicut prius, si hec dispositio vel ultima mea vo- luntas non valeat per modum testamenti, quod saltem valeat per modum codicilli. Acta fuerunt hec in domo mea sita infra urbem Monasterii 6 ) presentibus hon. viris et dnis Ma- chario de Lynnebeke, Everhardo de Altena, Engelberto Franzos et Gerhardo de Horst canonicis eccle Monasterii 6 ) et aliis plu- ribus fidedignis. In testimonium premissorum sigillum meum proprium presentibus est appensum. Datum a. d. 1345 in cra- stino Bartholomei apostoli. Aus dem Original im Archiv von S. Giereon. Das unverletzt anhängende Siegel zeigt eine auf einem Lehnstuhl mit niedriger Kückenlehne sitzende Person, welche in einem links neben ihr auf einem Ständer liegenden Buche liest. Unter diesem Bilde ist das nicht ganz deutliche (Familien- ?J Wappenschild angebracht. — R. B. 96 b. !) Lies: dietam domum. — 2 ) Ergänze: alii canonico. — 3 ) Es soll wohl: obveniente heissen. — 4 ) Ergänze: in. — 5 ) Setze .observare" nach „devotis". -- 6 ) Münster in Westfalen? — 385 — 375.— 1848, Februar 22. (beati Petri ad cathedram), verpachten die, „sacerdotes necnon rectores altarium beate Marie virginis, sanctorum Dyonisi, Quintini, hospitalis et novorum altarium in cripta perpetui vicarii in ecclesia Sti. Gereonis Coloniensis" dem Ritter Admn von der Baien und seiner Frau Goda 42 Morgen Ackerland zu Allrath, „quoruin 10 jurnales jacent sub uno sulco in campis Alderoyde apud foveam capellani de Broighe siti quasi in medio inter Alderoyde, Barenstede, Herkenbusch et Miricam, alii vero 6 jurnales jacent continui aliis agris nostris sitis in campis Steinbmie iuxta agros dictos vroynacker versus villam Alderoyde; item 13 jornales jacent sub uno sulco infra curtem decani Bungarth et villam Alderoyde inter agros domini castri de Broiche et Nicolai dicti de Broiche et Godefridi advocati de Nuwenhusen militum; item 8 jurnales siti sunt sub uno sulco apud forestum contingentes hincinde agros fratrum domus Theutonice in Ioderoide, agros Nicolai militis predicti et agros domine de Betbure; item 5 jurnales juxta villam Alderode siti inter agros Herbordi dicti Gebur ex una parte et agros Luxardis beegine dicte de Barenstede ex altera; item deeimam 60 jurnalium terre arabilis pertinen- tes ad nos Septem sacerdotes et rectorem hospitalis prodictos sitam in campis Udenkoven, que quidem deeima erat quondam Robelonis de Synsteden nati quondam Deytmari militis eius- dem ville", auf 25 Jahre „pro annua pensione viginti maldro- rum siliginis." Orig. im St.-A. zu Düsseldorf; das Siegel der 7 Priester hängt wenig beschädigt an. 376.— 1348, März 3., bestätigt Gerard von Einenberg, Herr zu Landscron, Ritter, die von seinem Ahnherrn Gerhard Herrn zu Landscron gemachte Erklärung von 1316, Mai 16. (Siehe oben n. 273.) Copie im Düsseldorfer Msc. B. 63i/ 2 f°l- 37. 377.— 1348, Mai 17., trifft das Kapitel von 8. Gereon Vorkehrungen für den Fall, dass es durch die Zeitverhältnisse gezwungen würde, Köln zu verlassen. 26 — 386 — I. n. d. a. Universis . . . Nos Georgius de Arscheyt de. canus, Gobelinus de Büsten, Theödericus de Arscheyt thesau- rarius, Roricus de Novo Castro, Lutterus de Mattlar, Gerlacus de Oytchenbach, Theödericus de Nuenar, Nevelungus de Har- denbergh choriepiscopns, Theödericus de Erperode, Godfridus de Nuenar, Henricus de Ore, Gerardus de Manderscheyt, Hen- ricus de Berchem, lohannes de Dollendorp, Conradus de Sleyda, Reynerus de Nussya, Robinus de Ysenborgh, Theödericus de Oytchenbach, Arnoldus de Gore, Conradus de Karpena, et Gerardus de Molenarchen, canonici eccle s. Gereonis Col., cupimus fore notum, quod — cum a primevo ternporis exordio clerus civitatis Col. per consules et cives civitatis eiusdem pie de- fendi consueverit et tueri (!), et nunc hiis temporibus, patre discrirninum zyzaniam discordie seminante, inter dictos clerum et laycos civitatis Col. pred. cause et rationes emerserint aliquales, propter quas ipsi consules et cives pred. prefatum clerum in ipsa civitate Col. negaverint ut hactenus defensare — nos . . . malum in quantum possumus prevenire cupientes, ipsorumque timorem populärem exspectare nolentes, matura deliberatione prehabita et caplo propter hoc a nobis specia- liter deputato et observato, nostrumque et eccle nostre co- modum et utilitatem prospicientes, presentibus litteris statui- mus et ordinamus. I. In primis videl. si contingeret, quod nos . . dec. et . . caplum eccle s. Gereonis Col. recederemus de loco Col. tunc prima congregatio capitularis debet esse feria sexta ante f. b. Margarete et obedientiarii, officiati ac magister granarii solvent dicta sexta feria servitia septimanalia ac alia iura debita a tempore licentie recedendi a Colonia usque ad dictam sextam feriam sub pena Bunnensi hactenus in eccla s. Gereonis observata. II. Item in illo caplo ordinabimus caplum futurum in dicto loco vel alio ubi magis convenit et pred. obedientiarii, officiati ac magister granarii sive alii de- bitores congregabunt pensiones, servitia septimanalia ac alia iura medio tempore ibidem dominis solvenda sub pena pred.. III. Item si contingeret aliquem ob aliquam causam secundum penam Bunnensem intrare vel suspendi, ipse observabit penara vel suspencionem (!) in dicto loco ubi caplum tunc ternporis congregatum est secundum morem et consuetudinem ipsius eccle s. Gereonis ac capli declarationem ibidem vel alias, ubi — 387 — sibi hoc a caplo fuerit deputatum. IV. Item si contingeret aliquem incurrere suspensionem pro aliquo delicto vel debito et desideraret recipi ad prebendam sicut moris est congre- gabit 4 dyaconos ad presentiam ipsius . . decani, et idem . . decanus cum pred. 4 dyaconis recipient eum ad obedientiam secundum consuetudinem eccle, vel, si eidera placuerit, ex- spectabit futurum caplum ibidem secundum consuetudinem eccle recepturus. V. Item pensionarii solvent pensiones eorum debitis temporibus hactenus observatis secundum consuetudinem eccle et mensuram Col. ac electionem magistri granarii et modiatoris dnorum s. Gereonis, videl. Holzwilre, Nerendorp, Duna, Arwilre, Bachern, Dollendorp, Zwist, Otten- hem, Wissershem et Enze solvent pensionem in Bunna; alie omnes curtes pensiones curtium ac alia iura, quocunque nomine censeantur, persolventur Nussye, simili modo et forma superius expressis. VI. Item pensionarii, qui tenentur solvere pecu- niam sive de curtibus, domibus vel aliis causis, illam pecu- niam observabit obedientiarius usque ad futurum caplum con- corditer per nos . . dnos ordinatum, tunc ibidem persolvendo sub penis debitis et premissis. VII. Item simili modo fiet de pensionibus domorum sive de vino, blado, pullis, sale ac aliis similibus minutis quibuscunque. VIII. Item si aliqua sterilitas vel alius casus fortuitus evenerit, quod absit, tunc pensiona- rius alicuius curie resignabit illam curiam simpliciter illo anno secundum consuetudinem eccle in manus dni . . decani ac aliorum canonicorum duoruni, vel retinebit eam simpliciter secundum consuetudinem eccle sive capli; quod si forte dnus . . decanus abesset vel ex causis rationabilibus et legitimis, puta quia degens in remotis vel infirmitate detentus vel mor- tuus haberi non posset, ex tunc idem obedientiarius queret et recipiet 1 dyaconum, 1 subdyaconum et 1 presbiterum canonicos eccle s. Gereonis pred., faciens coram ipsis 3, quod coram decano et 2 canonicis ut superius est expressum facere debuisset, fraude et dolo a partibus hinc inde penitus exclusis. IX. Item unusquisque canonicorum observabit 4 capla in anno, videl. feria VI ante f. b. Margarete virg., in crastino bb. Gereonis et Victoris, in die b. Felicis in Pyncis et in crastino bb. Phylippi et Iacobi apostolorum, vel plura. vel pauciora secundum quod caplo videbitur expedire, quorum in ultimo — 388 — caplo observato [proximum ?] constituendi secundum locum et tempus potestatem habebunt; et per hoc deserviet fructus, pro- ventus et obventiones prebende sue acomnia aliaiurabeneficii sui. Et si forte contingeret, quod aliquis canonicorum non veniret, ille legitime deberet se excusare per litteram suam, se esse aggravatnm tarn valida infirmitate, quod non posset illo tempore visitare caplum prefixum per suum sacramentum in littera expressum; vel si forte caperetur vel detineretur, dummodo non esset in culpa, similiter optinebit fructus, proventus et obventiones prebende sue ac omnia alia iura beneficii sui, prout superius est expressum. X. Item presentes in caplo disponent ordinent et potestatem habeant, ac si essent in loco capitulari eccle s. Gereonis, de omnibus necessariis que per- tinent ad ecclam suprad. . XI. Item si aliquod dubium eve- nerit in premissis vel circa premissa, quod tunc caplum et presentes in caplo habeant auctoritatem et potestatem decla- randi discutiendi mutandi et ordinandi secundum quod eis visum fuerit expedire, alicuius contradictione non obstante. XII. Item statuimus et ordinamus, quod, quando nobis . . decano et . . caplo placuerit, presentem nostram ordinationem possimus revocare et ipsa nullius roboris habeat firmitatem. In quorum. omnium testimonium et roboris firmitatem sigillum nostrum et capli nostri eccle s. Gereonis pred. ad causas presentibus litteris duximus apponendum. Actum et ordinatum a. d. 1348 sabbato post dominicam qua cantatur Iubilate post pascha. Aus dem Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel ist abgerissen. Im Düsseldorfer St.-A. befindet sich ein 2. gleichlautendes Original. Die Nummern I—XII habe ich zugesetzt. 378.— 1349, April 5., wird bekundet, dass der Dechant und das Kapitel von S. Gereon von der Gemeinde Lipp eine Rente zurückgekauft haben. Wir Henrich van Luppe eyn patroyn ind eyn leynhere der kirchen zu Luppe, ind her Lambrecht eyn pastoir zu Luppe, ind Ulrich van Luppe, Herman Nase, Iacob Kopgyn van Luppe, Wilhelm van Uppendorp, Herman Buze, Herman Balke, Her- — 389 — man Doyrnich, lantlude zu Luppe ind gemeynde des kirspels ind des gerichs zu Luppe, doin kunt . . ., dat wir mit guden vurraide umbe nutz der kirgen zu Luppe hain reydlichen ind beschedelichen verkoigt den eirsemen hiren dem deghen ind deym capittel der kirchen sent Gereons zu Collen rente ind gulde anderhalffs puntz ways de de heiren jayrlichs plagen ind schuldich waren zu geven van eynre gassen wegen, de durch eyren hoff su Uppendorp genck, de da gelegen is in deine kirspel zu Luppe, in die kirche zu Luppe zu dem ge- luygte, umbe zeyn mark penninche, de uns van de vurspro- chen herren weghen ganz ind gar ind wail sint bezailt, ind wir dey heyrren vurgenant van deser rentte ind gelde ind van alre ansproiche, de wir zu yn ind zu irme hoyfe hatten ind hain as van der vursprochene gassen weghen, quijt hain gelaissen vur deyme gerichte zu Luppe ind laissen sij quijt in deysme ingeynginwordighen breyfe ind bekennen, dat die vursproichen heyrren van sent Gereoyne die vurspr. gasse vur vrij ind eigen ind erve behalden ind bezichen solen gerast ind geroyt nu in allewege. Vortme hain wir geloift ind geloyven in deysme breyve dat dat gelt, dat unss de vur- genante herren hant gegeven vur die rentte ind gulde de wasis solen keren ind wenden in ander gulde ind renthe zu nutze ind zu gelugte de vursprochen kirchen zu Luppe. . . . In Urkunde ind zu gezuge ind stedicheit alre deyser vursprochen dinghe . . . hain wir Heynrich van Luppe eyn pa- troyn ind leynherre der kirchen van Luppe und H. Lambrecht pastoir zu Luppe . . . manlich vur sich unse ingesegel an deysen breyff gehangen. Ind wir lantlude ind gemeynde van Luppe . . . hain gebeden zweyn eyrsam man heren Henrich van Harve riddere ind Reynarde van Middelindorp kirspels- lude van Luppe, dat si ir ingesegel vur unss ... an desen breyff haynt gehangen. (Folgt die betr. Erklärung dieser 2 Herren.) Deis breyff ist gegeven in dem jair na goitz geboirt do man schreyff dusent dru hundert ind nuynindvierzich des vunf- ten dags des mayntz aprils, dat doy was der palmdag. Original mit den erhaltenen 4 Siegeln im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. 115 a. — 390 — 379.— 1349, April 5., bekundet Ritter Cone gen. Kirskorf van Emme, Sohn des verst. Rumbel van Emme, und Frau Neyse, dass siedeln Lechant und Kapitel von S. Gereon verkauft haben für erhaltene 28 gute goldene Schilde eine Jahrrente von 7 Summer Hafer und 7 Pfennig „af me af myn", welche Cone von seinem Vater geerbt und welche die Herren von S. Gereon ihm bisher zu zahlen hatten wegen einer Hufe Landes, die sie von Heinrich Woeste von Middelen- dorp gekauft hatten, und auch wegen ihres Hofes zu Oppendorf. Diese Rente haben die Verkäufer den Herren von 8. Gereon „upgeleissen ind upgedragen mit hende mit munde und mit halme und hain darup verzegen vur deme lantmanne und deme gerichte, as da des gerichs recht is, Urkunde des voytz Olrichs van Luppe, des schultissen und der lantlude" (Folgen die 6 Namen des Anfangs der vor. Urk. von Herrn, Nase an, dann:) „ind Reinards van Middelendorp eyns wapenturs und veil anderer berver lüde", so dass nun die Herren von S. Gereon die Rente besitzen sollen „gerast und geroyt nu und allewege". Ihr Siegel haben angehäugt: Cone für sich und seine Frau (die dabei erklärt, sie habe „vulbort geven al dieser stucke"), Cone's „maghe" die Ritter Basilis van Hoitorp und Henrich van Harve, endlich für die kein eigenes Siegel führenden „lantlude" Lambrecht der Pastor von Luppe. Original mit Siegeln — nur das des B. von Hoitorp ist ab — im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. 115 b. 380.— 1349, Mai 30., ivird durch 4 Vermittler ein Streit zwischen mehreren Kanonikern von S. Gereon wegen des Hauses Man- derscheit geschlichtet. I. n. d. a. Noverint universi . . . quod inter hon. dnos Fredericum et Gerardum fratres de Manderscheit ex una parte et Henricum de üre ex altera, canonicos eccle s. Gereonis Col., medianibus nobis interventoribus seu tractatoribus, videl. dnis Robino de Ysenburgh choriepiscopo et archidiacono eccle Treverensis, Thyderico Lof de Glatbach milite, Henrico de Berchem et Reynero de Nussia canonicis eccle s. Gereonis pred. taliter est conventum, quod dnus Henricus pred. eins- — 391 — que successores tenetmnt et habebunt illam partem domus de Manderscheyt infra emunitatem eccle pred. site, que vocatur celarium desertum et que versus orientem plateam, qua itur per lapideam portam, versus occidentem domum et curiam nunc dictam Manderscheit, et versus septentrionem curiam domus dicte de lapidea porta contingit, ipsi domui dicte de lapidea porta in perpetuura attinentem. Ita quod dnus Hen- ricus pred. eiusque successores de ipso celario sive loco pred. secundum omnem suam voluntatem facient et disponent. Item prefatus dnus Henricus partem capelle domus in Manderscheit in curiam de lapidea porta extra murum domus in Manderscheit pendentem deponet et murum reparando complanabit. Insuper illas 2 fenestras subtus et supra ex domo de Manderscheit in curiam de lapidea porta pred. respicientes idem dnus Henricus obstrui faciet et reclaudi, sie tarnen quod ipse fenestre penitus aere et luce non priventur. Preterea ipse dnus Henricus caminum suum ad posteriorem partem domus in Manderscheit edificabit et ipsum domicilio dicte domus quod vulgariter dicitur gevel, sie tarnen quod murus per hoc non infirmetur, appendet. Fient autem hec omnia secundum quod dictis traetatoribus seu mediatoribus examinantibus et viden- tibus licite fieri videbuntur, ita quod per ipsorum declaratio- nem omnis contradictionis, dissensionis et dubitationis materia penitus tollatur. Pro quibus omnibus predictis prefatus dnus Henricus super se eiusque successores et domum suam de lapidea porta reeepit et reeipit per presentes pensionum illa- rum que ex domo et curia de Manderscheit pred. dnis dec. et caplo eccle s. Gereonis pred. singulis annis temporibus suis debitis solvi consueverunt, 5 maldra tritici et non plus ipsis dnis dec. et caplo singulis annis, videl. VII ydus Augusti 2 maldra, item pridie kal. Decembris 1 maldrum, item XIII kal. Ianuarii 2 maldra tritici ex domo sua de lapidea porta et eius attinentiis per se et suos in ipsa domo successores secundum ius et consuetudinem capli et eccle persolvenda; residuum vero, quod super hec 5 maldra tritici et ex domo et curia in Manderscheit pred. ipsis dnis dec. et caplo fuerit solvendum sive in libro presentiarum sive extra contineatur de curia et domo in Manderscheit pred. exolvetur. (Zur Bekräftigung haben beide streitenden Parteien, soivie der Dechant und das Kapitel von — 392 S. Gereon ihr Siegel und dasjenige der Kirche ad causas angehängt.) Datum a. d. 1349 in vigilia festi penthecostes. Original im St,-A. zu Düsseldorf; nur das Siegel des H. von Ore ist erhalten. — B. B. 105 b. 381.— 1349, Sept. 25., bekundet Zeres von (Kircli-)Daun, dem die Herren von S. Gereon von ihm für die Kirche zu Holzweiler gekauft haben eine Jahrrente von 2 Mark, welche Z. auf 2 X \ % zu Holzweiler gelegene Morgen Land anweist. I. n. D. a. Id sie kunt allen den die deij diesen inth- genwurdichen brieff an seynt aiff hurent leysen, dat ich Zeres von Duyne bekennen in diesme inthgenwurdichgen breyfe, (dat ich) bewijst hain und belacht wail overmitz dat gemeyne kirspil van Huylzwilre zwa marck gelts, ais ghenge ind geyfe is zu Kollen, zu der kirchen zu Huyltzwilre die die heren van sente Gereoin wer mich gegulten hatten, die zwa marck geldz bevisen ich up zweyne morgen und eynen halfen morgen art- lantz, dey ich gegulten in bynnen dem kirspel zu Huyltzwilre und gelegen synt bie der kirchen und geltend den vurge- nanten heren van sent Gereoin eynen seyster kornz up sent Remezs dach erffüchen. Und wir kirspils luede spreichgen gemeynlichgen zu Huyltzwilre myt unsme eyde, dat die zwa marck geltz wail bewijst sint und belacht, und hain dat be- griifen mit unsme eyde vur eyme edelmanne juncherren Crafte van Nuenar, und hain yem gebeden gemeynlich, Zeris vur und wir na, dat hie desen breyff vur uns segilt, want wir geyn segel neit in hain. Und ich Craft han myn segil . . . Dies breyff wart gegeven na der geburt unss herren dat man schrei! dusent drnhundert und nuyne und veirzich iair des frijdais na sent Mauritius daghe. Orig. mit beschädigtem Siegel im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B, 70a. 382,— 1350, September 3. (feria VI p. f. decollationis s. Io. hannis B.), bekunden der Dechant und das Kapitel von S. Gereon, dass sie gemäss einem einmütigen in einer vorher angekündigten Ka- — 393 — pitelssitzuug gefassten Beschlüsse ihrem Mitcanoniker Johann „de Castro" das auf der Gereonstrasse gegenüber dem Weinberg von S. Christoph an der Ecke der Plankgasse gelegene Haus, welches der Vikar von S. Gereon Johann von Schwert zu seinen Lebzeiten bewohnt hat, für eine bestimmte ihnen ausgezahlte Summe auf ewig verkauft haben, der Art wie auch die andern Klosterwohnungen der Kanoniker in ewigem Besitze sind. Das betreffende Haus darf jedoch tveder bei noch nach Lebzeiten des Joh. de C. Jemanden, der nicht Kanoniker von S. Gereon ist, verkauft werden; auch darf das Haus nur in der Weise mit Zinsen und Memorien belastet werden, dass das Kapitel von S. Gereon über dieselben gemeinsam zu verfügen hat. Ist das Haus ein Jahr nach dem Tode des Johann de C. noch nicht verkauft, so hat das Kapitel das Becht, dasselbe an den meistbietenden Canonicus zu verkaufen, und muss dann den Kaufpreis an die Testamentsvollstrecker des Johann aushändigen. R. B. 5 a. 383.— 1351, Maerz 1., erklären die Kölnischen Bürger Johannes Scherffgin gn Molengassen, Schöffe, und seine Frau Yda, dass sie dem Kanoniker von S. Gereon Regnardus de Nusia verkauft haben 1) ihr Haus und Hofstatt Wolkenburgh gelegen bei S. Gereon „up me dregsse", 2) zioei an ersteres grenzende und nach dem Hofe des Vogtes hin liegende Häuser mit getrennten Dächern, 3) zwei Häuser, welche dem Hospital von S. Gereon gegenüber liegen. Sie haben dem Reynardus die genannten 5 Häuser und Hofstätten in den Büchern der Beamten von S. Christoph überschreiben lassen und von dem Käufer den Preis erhalten. — Angehängt wurde das Siegel des Joh. Scherfgiu. Lateinisch. — R. B. fol. 4 a u. b. 384.— 1351, August 16. (in crastino assumptionis b. Marie virg.), bekunden Herrn. Kanee, Sohn des verst. Herrn. Bruyse, und seine Frau Jutta, geb. Koyls, dass sie „a 7 ac universis sacer- dotibus et presbiteris perpetuis vicariis in s. Gereon", gemäss einer von diesen ausgestellten (und wörtlich aufgenommenen) Urkunde, — 394 — deren Haus bei S. Aper — welches früher besessen haben Heinrich von Cassel, Beneflciat in S. Gereon, und dessen Genossin an dem Hause Bela von Spiegel — auf ihre (der Pächter) Lebenszeit in Pacht erhalten haben. Die Pacht beträgt 10 Köln. Mark, wovon jedesmal 5 zu Allerheiligen und 5 zu S. Philippus und Jacobus zu entrichten sind. Ausserdem müssen die Pächter innerhalb der nächsten 2 Jahre auf den Bau des (zerfallenen) Hauses verwenden und dasselbe darnach in gutem Stande erhalten. Auf Bitten der Pächter haben die Schöffen Tb Grgn und Joh. van nie Tolhuys unter der Linde bei S. Gereon ihr Siegel angehängt. Original in S. Gereon. Die Siegel hängen noch beide an. 385.— 1351, verkaufen Heuricus clictus Bleveneyt und Johannes dictus Bystervelt und Frau Bela an die Vikare von Gereon „sex jornales terre arabilis minus septem virgis cum dimidia . . . liberos et exemptos sitos et inclusos inter agros dominorum de Kneygsteden in Parochiä de Zunze." Die Verkäufer übertragen das Allod den Vikaren „effestucantes ore et calamo . . . prout moris est patrie in strata publica ... in pntia scabino- rum apud Zünze." Verheissung der Warandie und Verzicht auf Exceptionen, icie gewöhnlich. Die Schöffen von Zons hängen ihr Siegel an. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Das Siegel ab, liegt aber gut erhalten bei. 386.— 1352, Februar 22. (in cathedra s. Petri), bekundet der Köln. Bürger Ludwig von Poylheym, dass er von den 7 Priestervikaren an S. Gereon eine (wörtlich wiedergegebene) Urkunde erhalten hat des folgenden Inhaltes: Die 7 Priestervikare und namentlich auch der zu ihnen gehörende Rector der Kapelle S. Helena haben das zur Hälfte ihrer Gemeinschaft und zur Hälfte dem genannten Rector gehörige Haus neben dem Pütz in der Gereonsstrasse, ivelches östlich an die Curie Lohof und ivestlich an das Haus „tzo me hunen" grenzt, an L. von P. auf dessen Lebenszeit gegen einen Jahrzins von 8 Mark 2 Seh. Kölnisch verpachtet. Die Pacht ist zur Hälfte zu — 395 — S. Egidius und zur Hälfte zu Petri Stuhlfeier zu entrichten. Der Pächter hqt das Haus in gutem Zustande zu erhalten und alle auf dasselbe fallende Lasten, zu tragen; nur einen Zins von 2 Seh. haben die Priester selbst an die Herren von Altenberg zu zahlen. — Für L.v.P. hat der Dechant von S.Gereon, Georg, sein (noch erhaltenes) Siegel angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. — Nach, einer alten Notiz auf der Aussenseite wurde daa Haus 1428 den Nonnen im Schelenconvent gegen einen Jahrzins von 8 Mark in Erbpacht gegeben. 387.— 13$2, April 13. (feria VI p. f. pasche), bekunden Gerhardus, der Erstgeborene von Jülich und Graf von Berg und von Bavensberg, sowie seine Frau Margareta, geborene von Ravensberg, dass Johann Moyr van der Sultz, gen. van Bruyke, von dem Dechant und dem Kapitel von S. Gereon bisher jährlich bezogen hat 17 Malter Roggen, 2 Malter Hafer und 10 Köln. Schillinge als Neubruchzehnten, welche gemeiniglich „gerait zienden" genannt werden, und herrühren oon den früher „des Mogrs zienden" genannten und zum S. Gereonischen Hofe zu Munheym gehörigen Zehnten. Die genannten Einkünfte haben die Erben des Ritters Heinrich von Einer und von ihnen dann Johann Moyr durch den Grafen G. von Berg als Bergisches Lehen erhalten. Jetzt aber hat Joh. Moyr diese Einkünfte an den Dechant und das Kapitel von S. Gereon verkauft, und der Graf Gerhard entlässt nun auf Anstehen des Ritters Dietrich von Einer, als des Bruders des gen. Heinrich v. E. und „mumburnus" der Söhne Heinrichs, sowie auf Anstehen des Joh. Moyr, dessen Vaters und Erben die Einkünfte aus seinem Lehensverbande. In die Urkunde eingefügt sind die betreffenden Erklärungen und die gewöhnlichen Garantie- oersprechen seitens des Th. v. E. und des Joh. M. Letzterer stellt als seine Treuhänder die 2 Ritter Conrad von Einer und Th. von Einer, sowie die Waffenträger Conrad von Einer und Joh. von Nesselroyde, welche sich zugleich mit J. M. selbst den Herren von S. Gereon gegenüber zum auf eigene Kosten in Köln zu leistenden Einlager verpflichten, wenn die Bedingungen des Vertrags durch J. M. nicht eingehalten werden sollen. Ihre Siegel haben angehängt Graf Gerhard und Frau Margareta, Joh. Moyr und die 4 Treuhänder. - 396 - Original im St.-A. zu Düsseldorf; nur das Siegel der Gräfin Margareta ist erhalten. — R. B. 9 a—b. 1352, April 17. (feria III p. dominioam Quasimodogeniti post paseha) bekunden der Waffenträger Jon. Moyr senior gen. von Broyche und Bela seine Frau, ihre Zustimmung zu dem in der (vorher regestierten) Haupt- Urkunde bezeugten Verkaufe gewisser Einkünfte durch ihren Sohn Johann an S. Gereon. Der Kaufpreis war 666 Kölnische Mark. Die Uebergabe geschieht „ore, manu et calamo". Die 3 genannten Johann, Bela und Johann haben ihre Siegel angehängt. 388.— 1352, Juli 25. Es wird notariell bestätigt, dass 2 Kanoniker von S. G. die zu ihrem Hofe Grevinkhof (b. Soest) gehörige Zehntlöse ohne Widerrede eingenommen haben. I. n. d. a. Per presens instrumentum publicum pateat omnibus evidenter, quod sub anno nativitatis eiusdem 1352, ind. 5., mensis Iulii die 25., que fuit festum s. Iacobi ap., inter horas primam et nonam vel quasi in ambitu eccle s. Patrocli Susatiensis, apud vulgus dicto „in der passe", Col. dioc, tan- quam in loco ad hoc deputato solito et consueto, hon. viri dni Godefr. de Bijlstene et Henr. de Berchem canonici eccle s. Gereonis Col. suo et eccle sue pred. nomine sustulerunt et apprehenderunt pacifice et sine contradictione cuiuscunque persone Tentlosam pertinentem ad curtem suam dictam Gre- vinckhoff sitam prope opidum Susatiense eiusdem Col. dioc. fere ab omnibus illis ad quos solutio seu amministratio ipsius Tentlose pertinet ipsis solventibus benivole et sine contradictione tanquam dnis veris et possessoribus curtis et Tentlose prelibate. Super quibus prefati G. et H. suo et eccle sue nomine predicte requisiverunt per me notarium subscriptum sibi confici publ. instrumentum. Angehängt wurde das Siegel ad causas der Soester Propstei. Zeugen waren: Engelbert Vlege und Gottfried von „Sivedinchusen", beide Vikare der Soester Kirche, Herrn, von Vorstenberch, Hermann Neckel, Joh. von Alen und Johann Wagenberg, alle 4 Clerlker der Kölner Dioecese; endlich bezeugt ehr Soester Vicepropst seine Anwesenheit und die Anhängimg seines Siegels. Et ego Arnoldus de Roden cler. Col. dioc. publ. imp. auetoritate notarius etc. B. B. 112 a. — 397 — 389.— 1352, Sept. 20:,, thun Dechant u. Kapitel von S. Gereon kund, dass zu ihnen gekommen sind Heylka, Wittwe von Gerh. von Halle, mit Marsilius ihrem Sohne, Kölnische Bürger, einerseits — anderseits Robinus von Ysenburch, ihr Mitkanoniker und Chorbischof von Trier. Erstere sagten, sie hätten seit unvordenklicher Zeit einen Zins von 1 mr. guten Köln. Geldes besessen aas dem Hause und Hofe „zum Schwerte" gelegen in der Freiheit von S. Gereon, grenzend nach vorne an die Boterichzgasse und nach der andern Seite an den Hof „Acher", wie dies zu ersehen sei aus dem Schreine von S. Christoph. Genanntes Haus mit dem Hofe ist jetzt im Besitze des erwähnten Robinus, und wird bewohnt von dem Kanoniker von S. G., Th. von Erproede. lieber jenen Zins ist nun ivegen der fortwährenden Veränderung der Münzen in Köln zwischen den 2 Parteien viel Streit gewesen, und ist zur Beilegung desselben jetzt unter ihnen abgemacht, dass in Zukunft jedes Jahr anstatt einer mr 1\! 9 guter, schwerer, /deiner Goldgulden und 18 alte königliche Turonensische Groschen zu zahlen seien, oder aber deren Wert in anderer Münze. In dem alten Vertrag war auch festgesetzt, dass, wenn die Mark nicht zu Martini bezahlt wäre, die Hälfte des Hofes (als Pfand ?) an die Zinsberechtigten verfallen sein sollten: diese Bedingung soll jetzt fortfallen; dafür wird, wenn der neue Zins nicht um die erwähnte Zeit bezahlt ist, das Kapitel sofort denselben aus der Pfründe des den Hof bewohnenden Canonikus einbehalten und für die Bezahlung Sorge tragen. — Angehängt wurden die Siegel des Kapitels und des Marsilius. — 1352 „in vigilia festi beati Mathei apostoli evangelistae." R. B. 3 b u. 4a. 390. 1353, März 11. (Crastino dominice Iudica), befiehlt der kölner Official „in Merheym, in Neyl, in Myrkenich, in Quaetroyde . . capellanis et altarium rectoribus", die Eheleute Rarpernus de Halle armiger und Frau, ivelche den Gereonshof in Merheim in Erbpacht haben, aber seit zwei Jahren den Kanon nicht abgeführt haben, anzuhalten, bei Strafe der Excommunication innerhalb 7 Tagen nach der Mahnung zu zahlen. Dazu als Transfixe Schreiben des „Rector eapelle ste Marie in Paseulo" des „Rector ecclesie paroch. in Merheim" und des „Rector eccles. paroch. in Quaytroyde" vom Jahre 1359 (nur das erste mit der Tagesangabe = xi — 398 — die mensis Iulii), -worin sie dem Official die Publikation vorstehender Verfügung kund tun. 1359, August 31. (sabatto post festum decollationis beati Iohannis baptiste) erlässt der kölner Official den Bxcommunikationsbefehl gegen Herpernus van Hall, seine Frau und deren „complices et fautores". Alle 4 Originalien mit sehr beschädigten Siegeln im St.-A. zu Düb- s eldorf. 391.— 1353, August 4., erklärt der Kaiserl. Notar und Cle- riker der Köln. Dioecese Johann „dictus caput de Ryclenchusen" amtlich, dass vor ihm erschienen sind Heinrich von Oyre gen. von der steinernen Pforte, Kanoniker der Kirche 8. Gereon und Pastor der Pfarrkirche zu Dussel, dessen Bruder der Waffenträger Joh. von Dussel und des letztem Frau, Gertrud von Garderoyde, und dass dabei die 2 letztgenannten zu einer Memorienstiftung für sich und ihre Angehörige dem Pastor H. und dessen Kirche gegeben haben ein dreieckiges Stück Driescldand („terre aride"), gelegen in Dussel neben dem Pfarrwittum, grenzend mit einer Seite an den Teich des Wittums und mit den 2 andern Seiten an 2 rechts und links in die Felder führende Wege. Die Schenkung geschah mit der ausdrücklichen Bedingung, dass aus dem Land ebenfalls ein Teich (piscina seu sta- gimm aquarum) für das Pfarrwittum auf etvige Zeiten gemacht werde. Die Handlung erfolgte auf dem Hofe Dussel in der Wohnung der Schenkgeber in Gegenivart der 3 Genannten, sowie des Kanonikers von S. Gereon Johann de Castro, des Sektors der Düsseier Kirche Gobelin, Sohnes von Tilmann Immendorpe, des Waffenträgers Philipp von Altroide des Th. Snubbe und des Friedrich Schilt. Instrument des Notars in duplo im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. IIa. 392.— 1353, Nov. 13., bekundet der Köln. Cl&riker und kaiserl. Notar Johann „caput de Rykelinchusen", dass vor ihm der Priester Heinrich von Bagheim, Vikar an S. Gereon, „allen" Priestervikaren von S. Gereon geschenkt hat eine Jahrrente von 1 Mark, welche zu, S. Martini unter die der Gewohnheit gemäss bei den Vigilien anwesenden Vikare zu verteilen ist. Von jener Mark sind 8 Schillinge zu beziehen von einem Viertel Wingert im Bendeacker und vier von einem — 399 — im Oberthal (in superiori dele) gelegenen Viertel Wingert. Die Priester vikare müssen dafür die Namen des Stifters, seiner Eltern und seiner zu benennenden Freunde in ihr Memorienbuch für einen bestimmten Tag aufzeichnen und das Jahrgedächtniss der genannten halten. Gefertigt wurde diese Urkunde in der Wohnung Heinrich's v. B. im Hause Hintaco's (?) auf der Gereonstr. in der Pf. Maria- ablass in Gegenwart des Joh. von Mehlem, Bruders des Antoniter- ordens, des Kanonikers von 8. Gereon Johann de Gastro und des Waffenträgers Arnold von Brachtbeke. Original im Archiv von S. Gereon. 393.— 1353, Dez. 5. (vig. Nycol.), vererbpachtet Jacob Schoin- weijder einen in der Pf. S. Christoph gelegenen Hof an Sivard von Kestenych vor dem weltl. Gericht 8. Gereon. Der Grundzins wird den Herren von S. Gereon vorbehalten. Original im Kölner Stadtarchiv. (Mitteilungen aus dem K. Stadtarchiv IX.) 394.— 1353, Jan. 22. (in crastino b. Agnetis virg.), pachten die Kölner Bürger und Eheleute „Hermannus dtus van nie Drey- sche ortulanus ac Gertrudis" von den 7 Priestern zu S. Gereon l 1 /* borgen „minus quartali" Gartenland, gelegen innerhalb der Mauern Köln's hinter dem Garten des von den Pächtern bewohnten Hauses „zom Dreysche" in der Pf. S. Christoph, auf die Zeit des längsüebenden der Pächter, gegen einen in 2 Terminen (Maria Licht- mess und s. Jacobi) zu zahlenden Pachtzins von rfl/a Köln. Mark. Der Pleban Gerard von S. Christoph hat sein (noch vorhandenes) Siegel angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. 395.— 1353, Juni 15. (die Viti et Modesti mm.), bekunden die Kölner Bürger Hermann Volke und Frau Äleydis, sowie Gobelin Hertwich und Frau Druda, dass sie von den 7 Priestervicaren von S. Gereon 2 in der Schmierstrasse zu Köln unter einem Dache ge- — 400 — legene Häuser in Erbpacht erhalten haben. Die Pächter sind verpflichtet, die 2 Häuser vor dem Verfalle zu schützen und an die Verpächter jährlich zu Weihnachten 20 Köln. Schillinge und zu Johannü ebensoviel zu zahlen. Ist ein Zins 14 Tage nach dem Verfalle nicht entrichtet, so fallen die Häuser an die Verpächter zurück und be- halten diese dabei ihr Recht auf jenen nicht geleisteten Zins. Ausserdem haben die Pächter jährlich zu Weihnachten von den 2 Häusern einen Hofzins von 13 x \ % den. an den Convent in Dünnivald zu entrichten. Wollen die Pächter die 2 Häuser einmal verkaufen oder verpfänden, so 'müssen sie dieselben den 7 Priestervikaren zu einem billigeren Preise geben als anderen Personen. — Der Dechant Georg von S. Gereon hat anstatt der Pächter sein Siegel angehängt. Original in S. Gereon. — Siegel abgerissen. 1399, Juni 26., verkaufen die Eheleute Hermann Valke und Ailheid den 7 Priestervikaren an dem untern der beiden obengenannten Häusern — das obere gehörte damals Johann van "Wijs und Erben — einen Jahrzins von 6 Köln. Mark, zahlbar halb zu „kirmissen" = Weihnachten und halb zu Jo- hannis. Sie bestätigen dabei ihre Verpflichtung, dem Kloster von Dünewald jährlich einen Hofzins von 13 pennyngen und 1 hellinck zu entrichten. Das Haus lag in der Pfarrei S. Paul und gegenüber dem „Nyperwald". Die Urkunde wurde besiegelt durch Johann van der Burch, Kanoniker an S. Gereon und durch Matthias Hase, Pastor zu Opladen. — Das deutsehe Original, welches noch beide Siegel hat, in S. Gereon. 1397, Juli 10., bekundet Johann von Anroyde — vielleicht derselbe mit dem vorgenannten Johann von Wijs — dass er das andere der beiden Häuser gegen einen Jahrzins von 6 Mark von den 7 Priestervikaren geerbpachtet hat. Besiegelt durch Johann v. Anroyde und Pastor Matthias Hase von Opladen. — Lat. Original in S. Gereon. 396.— 1354, Februar 21., schreiben der Dekan und das Kapitel von S. Gereon an die „ven. matrona dna Bela de Swalmen", Herrin in Tornig, Wwe des Bitters Arnold von Bacheim, dass sie gemäss dem beigefügten (uns nicht erhaltenen) Transfix den Verkauf gutgeheissen haben, gemässs welchem der Kanoniker Johann de Castro sein (oben 1350, Sept. 3., erwähntes) Haus ihr übertragen hat. R. B. 5a. 397.— 1354, März 3. (crastino dominica qua cantatur In- vocavit), bekunden Joh. Boysenboym und seine Frau Jutta, welche — 401 — in der Friesenstrasse wohnen, dass sie gegen einen Jahrzins von 4 Mark von den 7 Priester oikaren an S. Gereon in Pacht erhalten haben ein Stück Gartenland, gelegen in der Flur unweit der Stadt diu Wege nach Melaten und nach der andern, nördlichen Seite grenzend an einen Acker des Franco Griju vom Friesenthor. Der Plehan Gerard von S. Christoph hat sein (noch erhaltenes) Siegel angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. 398.— 1354, Maerz 19. (feria IV p. dorn. Oculi), bekunden Herginbreycht und Frau, dass sie für sich und ihre Knaben auf Lebenszeit von den 7 Priestervikaren an S. Gereon gegen einen Jahrzins von 1 Mark gepachtet haben eine „hogfslat", gelegen in der Pf. S. Christoph vor den Mauern von S. Clara. Dabei verpflichten sich die Pächter vor Ablauf der nächsten 4 Jahre 20 Mark zu verwenden zur Erbauimg eines Hauses auf der genannten Hofstatt, und darnach Haus und HoJ in gutem Zustande zu erhalten. — Der Pleban Gerard von S. Christoph bekräftigte die Urkunde durch sein (jetzt verlorenes) Siegel. Original im Archiv von S. Gereon, 399.— 1354, Juni 19., bekunden Bürgermeister etc. von Ahrweiler, dass sie oon S. Gereon einen Weinberg gepachtet haben, um denselben zu einer Steinkaule zu verwenden. Wir Burgermeister, Schei'fenen, der Rait ind die stat ge- meynlichen zo Arwilre doin kunt allen luden, die disen breiff ane seynt ind horent lesen, ind bekennen sementligen in disme breyve, dat wir eirbern heren heren Georgius deine dechenne van Arscheit ind deine gemeynderne Capittele zo sente Gereone zo Colline soelen geyn alle jair zo herfste dirtehalve aym wyn pachtz gelich bedewyne as wir yn unserne heren van Collinne geyn, ayve as sulich gelt dar vur, so wey dye beyde zo Arwilre geschat werdent, ayn argelist, as van drite- mehalven veirdel wingartz ayve um die maisse, ayn Dranen- dal geleigen, die sij unss zo eynre steynkulen hant geluen ind die da geynt up die straisse ayn Kuytz kinde van Walperz- 27 — 402 — oven ayn eynre sijden ind sint ncli bij Pile ') geleichen ind vort den berch in boven Pile'), so we den Eymchin, die vait was, batte zo halfscheyde, de da rorinde is ayn Philiptz Koirfrocken kinder wingart von Gerinzoven up eyne siten ind np der ander siten ayn Prusen wyfs wingart van Walperzoven; mit as sulchen vtirwoirden, ayvo it sache were, dat unss die win- garde zo nutze ind zo urbere eynre steynkulen neyt yn beve- len, so mochen wir den eirsten pacht geyn ind sollen voirt die bruebte richten up sache uirs scholtissen ind uirre hofluide zo Arwilre, so wie sij dat vindent, ind damide loes in quijt syn; vort were it sache, dat wir eynchen schaden deden ayn deme wingarde mit namen Piltz vurnant, dar vur soelen wir uch richten eynen zidigen pacht na Sachen uirs scholtissen ind uire hoiflude zo Arwilre; me were it sache, dat wir uch dise wingarde as goit machten ind sij van unss zo halfscheyde beleynt wurden, also dat uiren scholtissen ind uire gesworene zo Arwilre duchte, dat uch genoieh geschiet were, so soelen wir dis vurnanten pachtz ayn argelist van uch sementlichen los ind quijt werden gescholden; vort, were it dat ir steyne bedoirfft, die mocht ir doin brechen ind voiren up uire kost. Ind dit is geschiet vur beirvern luden Peter Dunewalde uirme scholtissen, Iohanne Bacherache vade in der zijt zo Arwilre, Iohanno Roilffs Bacherachen sun M r as, Iohannne Zidelere van Gerinczoven, Telen Slachwien van Gesinhoven, Gobelen Hoschen van Walperzoven ind Hermanne Telen Nesen sune van Gesinhoven, uire geswornen hoil'fluden. In Urkunde al diser vurwarden, dye vaste ind stede zo halden, so hain wir unser steide segel van Arwilre an diesen brieff gehangen, de gege- ven ind geschreven wart in dem jaire unss heren, do man schreif dusent druhundert in deme veirindvunftzichzme jaere, up ayntdach des heiligen sacramentz. R. B. 84 b. *) "Weinbergsname. 400.— 1354, August 2. (in crast. b. Petri ad vinc), bekundet Borich de Novo Castro, Canonici® von S. Gereon, dass er von den 7 Priestervikaren an 8. Gereon auf seine Lebenszeit gepachtet hat deren in der Botrygsgasse gelegene Häuser nebst Höfen, Gärten - 403 — und Ackerland, letzteres l j 2 Morgen, 17 Ruthen und 2 Fuss gross; die Häuser stossen einerseits an Erben Hardevoust, andererseits an den Weg, der von Erben Selvenbergh zu der genannten Gasse führt. Der Jahrzins beträgt 11 Mark, und ist zu gleichen Teilen zu Maria Licht- mess und zu Jacobi zu zahlen. Die sonstigen Festsetzungen wie ge- wöhnlich. Porich selbst und auch der Pleban Gerard von S. Christoph haben ihr Siegel angehängt. Original in S. Gereon. Beide Siegel hängen. 401.— 1354, Aug. 25. (crastino b. Bartholomai ap.), bekunden die Priestervikare von S. Gereon und der Pleban von S. Chri- stoph, class sie dem Kanonich von S. Gereon, Gerlach von Oitgenbach, auf dessen Lebenszeit 1 Viertel (Morgen) Ackerland, ivelches bei dem Erbe Selvenbergh lag und „fuit quondam antiqui dicti Bunte", ijegen einen Jahrzins von 6 Köln. Schillingen verpachtet haben. Angehängt wurden das Gemeinsiegel der 7 J J riester und des Pleban Gerhard von S. Christoph. Cop. Vic. fol. 39. Ebenda der betr. Reversalbrief des Pächters. 402.— 1355, Maerz 7. Das Domkapitel und das Kapitel oon S. Gereon kommen überein, sich wegen streitiger Einkünfte friedlich abfinden zu ivollen, und stellen diese Abfindung im einzeln fest. Ad perpetuam rei memoriam. Noverint universi, quod — cum inter nos . . decanum totumque . . caplum maioris ex una, et . . dec. totumque . . caplum s. Gereonis, Col. ecclarum, ex altera parte super quibusdam reditibus, censibus et aliis iuribus infrascriptis singulis annis per nos . . dec. et . . caplum eccle maioris ipsis . . dec. et . . caplo eccle s. Gereonis ad magnüm officium eccle sue pertinentibus solvendis iamdudum et a multis annis retroactis materia verteretur dissensionis — nos . . . bonorum infrascriptorum ab eccla ad ecclam permu- tationem seu commutationem faciemus et ordinabimus, dum tarnen ad hoc auctoritas et consensus reverendi patris et dni nri Wilhelmi archiepi Col. accesserit infra annum. Scilicet nos . . dec. et . . caplum eccle maioris pred. dabimus et assignabimus ipsis . . dec. et . . caplo eccle s. Gereonis pref. — 404 — decimas vinearum infrascriptarum, sitarum infra parrochiam Inferioris Baychetn Col. dioc, que hactenus ad nos et. ecclam nostram pertinebant et pertinent, videl. decimam 3 iurnalium quondam dicti Sobbe, item iurnalis cum dimidio Goswini de Neslincberghe, item unius quartalis cum dimidio plebani in Baychem pred., item unius quartalis cum dimidio dicti Harner, item dimidii iurnalis Hermanni, filii Engelberti, item unius iurnalis, quem tenent partitim Matheus de Leyshem, Iohannes de Leyshem dictus Kuker, Ludowicus filius Mettildis et liberi quondam Rutgheri, sitorum in loco dicto Giidesloy, et 3 quar- talium Henckijn dicti Hoyft sitorum apud sulcum vinearum in Alkerscheit, singulis annis tollendas percipiendas et in perpe- tuum possidendas. Et renunciabimus expresse et in scriptis super ipsis decimis et omnibus iuribus proprietatibus actionibus seu vendicationibus nobis et . . eccle nostre competentibus seu competere debentibus in ipsis et in qualibet earundum: pro reditibus pensionibus seu censibus annuis, seil. 11 soli- dorum, maldri tritici et 2 pullorum cum 2 curmedis vivis cum ceciderint de bonis nostris in Ydinchoven, item 5 solidorem 2 maldrorum avene et 4 pullorum cum 2 curmedis vivis cum ceciderint de bonis nostris in Lubrechtroide, item 8 solidorum 2 maldrorum avene et 4 pullorum cum 2 curmedis vivis cum ceciderint de bonis nris in Berghen iuxta Worinc, ipsis dec. et . . caplo eccle s. Gereonis pred. singulis annis per nos . . in et ad officium magnum eccle seu pertinentibus solvendis. Super quibus redditibus . . . nos . . dec. et . . caplum s. Gereonis pred. similiter renunciabimus expresse et effestucabimus in scriptis, ac etiam super omnibus iuribus . . . nobis competentibus ... in ipsis, ... et specialiter super 16 maldris avene 7 marcis 4 solidis 32 pullis ac 2 curmedis vivis de bonis in Berghe; item super 2 maldris avene 20 solidis 16 pullis et 2 curmedis vivis de bonis in Lubrechtroide; item super 4 maldris tritici 3 marcis 8 solidis 8 pullis et 2 curmedis vivis de bonis in Ydinchoven, predictis. In quibus omnibus ipsi dni . . dec. et . . caplum eccle maioris seu dictorum bonorum obedientiarii aut pensionarii nobis . . seu dno Henrico de Oyre alias de lapidea porta, concanonico nostro tanquam obedien- tiario magni officii eccle nostre predicti, ratione ipsius magni officii et ad et in magnum officium debentibus et iamdudum — 405 — non solutis, tenebantur. In quorum omnitim testimonium . . . sigilla . • caplorum nostrorum et ecclarum nrarutn hincinde ad causas presentibus litteris sunt appensa. Acta sunt hec in caplis nris singulis et divisim presentibus consentientibus rati- iicantibus et laudantibus dnis Wilhelmo de Sleyda, bonorum nrorum in Ydinchoven et in Berghen pred. pro nunc obedien- tiario et eccle nostre maioris pred. preposito, et Henrico de Oyre alias de lapidea porta, magni officii eccle nostre s. Ge- reonis pref. pro nunc obedientiario, aliisque interesse volen- tibus et vocandis, caplis a nobis hincinde tempore et locis debitis propter hoc observatis» Datum a. d. 1355, die septima Martii, que est Perpetue virginis et martiris. Original im Archiv von S. Gereon. Das (her.) rechts hängende Siegel des Domkapitels ist sehr verletzt. Ziemlich gut erhalten ist dasjenige des Kapitels von S. Gereon: der h. Gereon trägt in der Linken die Fahne und in der Rechten den noch nicht halbmannsgrossen Schild, links neben ihm ist ein Stern. — R. B. 31a. 403.— 1355, Maerz 13., bekundet Greta Wive von Arnold Creuwel, dass sie von de>t 7 Priestervikaren an S. Gereon fachtet 1) die 2 Häuser in der Suckergasse neben der Stadtmauer in der Pf. S. Christoph, wie sie dieselben früher mit ihrem Manne Arnold gepachtet hatte, 2) einen Wingert, gelegen hinter dem neuen Sause, welches Arnold und sie auf ihrem Eigentum zwischen den erstgenannten 2 Häusern erbaut haben; den Weinberg hatten die 2 Eheleute an die 7 Priester geschenkt. Die Pacht beträgt 28 Schillinge zu Weihnachten und ebensoviel zu Johanni. Die Pachtzeit dauert bis zum Ablauf eines Jahres nach dem Tode der Greta. — Der Pastor Gerard hat sein (noch erhaltenes) Siegel angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. 404,— 1356, Od. 2. (crast. b. Remigii conf.), verpachten die 7 Priestervikare an S. Gereon der Wwe Alheidis von Ordinghen und deren Sohne Gosioin auf die Zeit bis diese beide gestorben sind ihre Häuschen bei S. Clara (prope Claras) vor dem Lewenthor — 406 — Der Pachtzins beträgt 30 Schillinge zu Ostern und 30 Seh. zu S. Re- migius. Die Verpächter haben ihr (gut erhaltenes) Siegel angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. 405.— 1357, Febr. 7. (feria III. p. f. purif. b. Marie virg.), 'pachten Herrn. Prysgin, Gärtner zu, Köln, und seine Frau Leveradis erblich „manu eoniuneta" von den 7 Priestervikaren an S. Gereon 2 unter einem Dache in der Friesengasse gelegene Häuser nebst Zubehör gegen einen Jahrzins von 5 Schillingen. Ausserdem pachten sie van denselben auf Lebenszeit der Almradis (!) l ! z Morgen Acker- land, gelegen ausserhalb der Mauern in der Lgntgasse, gegen einen Jahrzins von 3 Schillingen. — Der Pleban Gerard hat sein Siegel angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. 40(>,— 1358, Febr. 14. Tilmauu und Johann Bucheruch pachten von Arnold von Blanken heim, Custos von S. G., den Zehnten der Pfarre Holzweiler (bei Ahrweiler) auf neun Jahre. Kunt si allen luden . . . dat ich Tilman Bacherach preye- ster in Iohann mijn brueder burger zu Arwilre bekennen . . . dat wir samentligen . . . van eydelen manne heren Arnold van Blankinheym Custos und Canungh zu sent Gereoyn zu Ceullen sinen zeenden groys und cleyne in deime kirspel zu Holzwilre geleygen, so wy de zu de Custorien gehorich is zu ieerlichen pacht van sint Iohannis dage neest körnende nae datum dies bryefs nuyn iaer eyn nae deyme anderen ze zellen ye eyns iaers vur veerzich malder weys Benscher maesen as pechters recht is . . . Voert so sollen wir yme geyven dese eerste seys iaer dri und vunfzich mark und vyer Schillinge penninge paymens van Ceullen ye eyns iaers, wilge summe gelts wir dese vurschr. seys iaer inne halden solen 0 und aveslaen van den hundert und zwenzich gülden Schilden zu gueder rechgeninge dye waren guet van golde und swaer van gewichte mit alle der vurwarten as dye bryeve halden, de he uns gegeyven haet; und as dye vurg. seys iaer uys sint, — 407 — so solen wir dye dri leste iaer imsen here deyme custor vurg. ye eyns iaers bezaelen vunfzich mark pagamentz as vur- schreven is. (Noch haben die Pächter an den Dechanten und das Kapitel von Münstereifel in jedem der 9 Jahre zu liefern 2 Mltr Weizen, 2 Mltr Hafer, ein Fuder Roggenstroh, 1 Fuder Weizenstroh und 2 Hühner. Den Schaden, den der Pächter etwa einmal durch Ungewüter an dem Zehnten hat, soll ihm der Verpächter „heren und richten . . ■ also den kirspels luden dat zijtlich dunck 'und des lands gewunde is." Zu Bärgen setzen die Pächter Johann den Sohn des oerst. Peter von Hoyngen Schafen zu Ahrweiler, ausserdem .2 andere Bürger dieser Stadt; dieselben verpflichten sich bei Nichteinhaltung einer der Bedingungen zum Einlager in Ahrweiler. Tilmann und die Schöffen von Ahrweiler haben ihr Siegel angehängt.) Gegeyven . . . 1358 op sint Valentinusdage. Original im St.-Archiv zu Coblenz. Siegel verloren. MI. — 1358, Nov. 30., bestimmt Erzb. Wilhelm, dass — viele angegebene Tage ausgenommen — der Gottesdienst in S. Gereon durch die Vikare abgehalten werden darf. Wylhelmus d. gr. s. Col. eccle archiepus sacri imp. per Italiam archicancellarius. Sancta mater universalis eccla suas per orbem filias sie in sponsi sui eterni regis landein et honorem sub quadam varietate parturiens instituit et decore induit, ut quanto nobilioribus virtute fulgentibus administratoribus committerentur, tanto plus ipse sponsus sibi in Ulis compla- ceret et eidem devotius et frequentius prestaretur in eisdem in ordine, quo singula sub polo creata fruuntur laudum pre- coniis, debitus in divinis famulatus. Sane quidem verita (!) fidedignorum relatione cognovimus, quod eccla s. Gereonis Col., cecle nre secundaria et inter ceteras nobis subieetas solempnior et nobilitate prepollens, tarn ob ipsius canonicorum nonnullornm continuatam absentiam quam exilem numerum residentium et deservientium eandem divinis plerumque obse- quiis presertim in debitis et provisionibus chori notabiliter in divini eultus diminutionem, qui in tarn solempni collegio potius adaugeri deberet, negligatur, ne continuata mora maius peri- culum generet, celeriter obviare et, ne dieta s. Gereonis eccla — 408 — divinum obsequium sie quasi in totum depereat, adhibere tali defectui remedium oportunum [duximus], ut videlicet debita chori canonicorum ipsius eccle tarn presentium quam absen- tium, presertim missarum ewangeliorum et epistolarum neenon eiusdem chori provisiones per vicarios seu alias eiusdem eccle personas ad id habiles digno, quotiens opus fuerit, suppleri licite valeant, preterquam in festivitatibus que sequuntur: na- tivitatis Christi, ss. Stephani prothom., Iohannis ev., Innocen- tium, circumeisionis, epiphanie, conversionis s. Pauli, in sin- gulis 1). Marie virg. et apostolorum, pasche, penthecostes, ascen- sionis dni, Iohannis Bapt, Marie Magdalene, Laurentii, inven- tionis s. Stephani, Helene, dedicationibus, crucis, Michaelis, Gereonis, Maurorum, XI m. Virginnm, omnium sanetorum, Martini, Crisogoni, Katherine, Nicholai et sacramenti festivitatibus, quotiensque dicte eccle decanum in eadem personaliter celebrare contigerit, neenon in exequiis concanonicorum et singulis dominicis diehus per totum annum, quibus quidem festivitatibus eelebrationi (!) et exequiis dieta debita per ipsos duntaxat canonicos adimpleri volumus, indulsimus et tenore presentium nostrum adhibendo consensum indulgemus, quous- que, si status ipsius eccle per id presertim in divinorum obse- quiis refectus non fuerit, duxerimus revocandum. Datum Le- chenich ipso die b. Andree ap. a. d. 1358. R. B. 43a-b. 408.— 1358, Dez. 20. Dechant Georg von Ayrscheit und die Kanoniker Lutter von Mattlar und Heinrich von Bergheim, alle 3 von S. Gereon, sind von dem eigens dazu versammelten Kapitel dieser Kirche am 10. Dezember ernannt und ermächtigt worden, die m einer Reformation des (durch die Abwesenheit einzelner Kanoniker und die geringe Zahl der an der Kirche residierenden) verfallenen Gottesdienstes geeigneten Bestimmungen zu treffen. Die 3 genannten he- schliessen also, dass an aUen Sonn- und (aufgezählten) Festtagen — darunter sind das Fest der Weihe der Kirche und das Fest der Weihe der Crypta, auch das Fest des h. Chrgsogonus —, an welchen Tagen der Dechant persönlich das Hochamt hält, die Kanoniker ebenfalls die Messe feiern, Evangelium und Epistel singen und für den — 409 — Chordienst sorgen sollen. Für die übrigen Tage sollen die 2 Vikare der Altäre zur h. Jungfrau und zum h. Victor den 5 Priester- ^Kanonikern als Coadjutoreu beigegeben werden, so dass von genannten 7 abwechselnd immer je einer die Messen in einer Woche zu, halten hat. Die 2 Vikare der Altäre zum h. Paulus und zum h. Nicolaus sollen an den Wochentagen statt der Diakon-Kanoniker das Evangelium singen. Ferner sollen (die?) 2 „socii praebendati habentes praebendas balneatorum dictorum buysgenoysen", welche ihre Einkünfte con Büderich und Viersen beziehen, an den Wochentagen statt der Subdiakon-Kanoniker die Epistel singen. Endlich sollen die zwei erstgenannten Vikare auch den Chordienst an den Wochentagen mitbesorgen. — Zur Besoldung dieser besonderen Dienste sollen die Vikare und socii jährlich von jeder Pfründe („tarn mortuorum quam vivoruin") 3 mr Kölnisch haben. Dieses Geld soll der Red- dituarins immer zu st. Remigius „ex tribus corporibus praebenda- rum" nehmen und den genannten auszahlen. — Auch sollen die Canonici licentiali, welche zu den Schulen gehen oder in die Fremde reisen zu ihrem Dienst in der Kirche verpflichtet bleiben. Ist irgend Jemand verhindert seinen Dienst zu leisten, so sollen Dechant und Kapitel für die Vertretung sorgen. — Angehängt waren das Siegel der Kirche „ad causas" und die Siegel der 3 Commissare. R. B. fol. la u. b. 409.— 1359, Mai 1.3., bekundet der Köln. Cleriker und kaiserl. Notar Everhard, Sohn Hermann's von Hörn amtlich, dass am selben Tage zur Zeit der Prim im Kapitelssaale von S. Gereon vor ihm erschienen sind die 2 Vikare an S. Gereon, Florekin von Erpel und Christian der frühere Kaplan Johann''s des Bischofs von Scopia, sowie die 2 Laien Gerhard von „Burenheim" und Arnold von Bra- debeke, und dass diese 4 auf Befragen einstimmig erklärt haben, dass, soweit sie zurückdenken können, der Platz vor dem Umgange („am- bitus", auf dem Rande steht „area ante porticum") von S. Gereon bis zur Kirche S. Christoph immer als zur Freiheit (emunitas) von S. Gereon gehörig betrachtet worden sei, namentlich sei jene Stelle, als sie einmal durch Blutvergiessen befleckt gewesen, durch den verstorbenen Bischof J. von Scopia als den Weihbischof des verstorbenen Bischofs Walram reconciliirt worden. Zeugen waren bei dieser Er- — 410 — Märung der Dechant von S. G. Georg von Arscheit, der Scholaster von S. G. Heinrich von Soest und der Magister und Ductor decre- torum Heinrich aus dem. Cistercienserkloster Luclca in der Diöcese Minden. R. B. 84a-b. 410.— 1359, Juni 17. (in erastino octavarum penthecostes), bekunden „priorissa totusque conventus monialium monasterii s. Gertrudis in Colonia", dass zwei an einander stossende Häuser in der „smgrstraisse", welche früher Helena de Puteo de Dugsbergh von dem Kloster in Erbpacht hatte, jetzt in „hereditatem et dominium" der sämmtlichen Priestervikare von S. Gereon übergegangen sind, und dass diese an das Kloster den bisherigen Zins weiter zu suhlen haben, nämlich in Nativ. Christi und in Nativ. b. loh. Bap. jedesmal 13 v l2 Schilling und 2 „fertones" oder „dimidium talen- tum" Pfeffer. Die Priorin lud ihr Siegel angehängt, ebenso der Consent das seinige. Cop. Vic. fol. 43. 411.— 1359, Juli 13., bekunden die 2 Gerichtsschefen von S. Gereon, dass der Dechant G. von Airscheit eine Rente von 11 Schillingen gekauft hat. Wir Deyderich Gryn ind Iohan vamme Tolhuys, scheffene des weyrentlichen gerichtz zu sente Gereone ind bürgere in Coelne, doyn kunt ind zughen overmitz desen breyf, dat vur uns comen synt . . Henrich van Mestorp ind Stina syne elichge husframve, bürgere zu Bunna, ind haynt eigeyt ind bekant, dat sy dem wirdichgen personen heren Joeris van Airscheit, Dechgen zu sente Gereone in Coelne verkoycht havent sulchge eylff Schillinge erflichs geltz ind allit dat recht, da sy hatten an eyme stucke lantz, so wie dat geleegen is, des sy me af min dan dru veirdil, intuschen den wynckgarden der seven preister van sente Gereone in der Sockengassen binnen dem kirspel van sente Cristoffers in Coelne, ind haynt des dese vurg. eelude in Urkunde unsserverzegenupgedragenfmit] munde hande ind mit halme luterliche ind zumal zu henden des wirdichgen heren des dechgens vurg., also dat sy noch neyinantz — 411 — van vren weegen hernaraaylt eynghe vorderuncge of recht me haven solen an den vorg. eylff Schillinge erflichs geltz, hie is usgeschieden alle quayde argelist. Dis zu mere stedich- geit ind eyme gezughe der wayreit so hayn wir unsse inge- segille van beeden weegen Henrichs ind Stinen vurg. an desen breyf gehancgen. Gegeven in den jayren uns heren dusent druhundert nuyn ind vunftziich up sente Margraten dach. Original im Archiv von S. Gereon. —Die beiden Siegel hängen noch an. 412.— 1359, Juli 20., bekunden die 7 Priestervikare an S. Gereon, dass ihr „Confrater" Beynarä von Hugilhoveii, der von ihnen die Hälfte des Hauses zum Schild auf der Gereonsstrasse (jenen einen unter die 12 Priestervikare an S. Gereon zu verteilenden Jahrzins oon 9 Mark in Pacht hat, für die^ Wiederherstellung des Hauses viele Auslagen gemacht hat, und dass sie daher „qnod dicti census sol- vendi nimietas eundem Reynardum aut aggravans in bursa aut retrahens in animo dispendinm nobis generare timetur" demselben, auf seine Lebenszeit und so lange er jenes Hans behalten werde, eine Rente von 1 Mark aus den gemeinsamen Einkünften schenken. Angehängt wurde (und ist) das gemeinsame Siegel der 7 Priester. Datum in capella s. Iohannis infra ecclam s. Ge- reonis predictatn, ubi tractatus solemus habere communes. Original im Archiv von S. Gereon. 413.— 1359, Juli 22. (ipso die b. Marie Magdalene), bekundet Heinrich von Oyre, auch gen. von der steinernen Pforte, Kanoniker und Obedientiar des Grossen Officiums in S. Gereon, dass gemäss seinen Erkundigungen die Güter „van den husen" in der Pf. Walde, welche jetzt die Eheleute Tegle und Kidherina inne haben, bei einer neuen Uebertragung (anstatt der Curmede) nur die doppelte Pacht (für das erste Jahr) zu leisten haben. R. B. 73 a. 414.— 1359, September 2. (crastino beati Egidii confes- soris), befiehlt der Kölner Official „in Susato, in Tremonia in — 412 — Werle, in Camen, in Hammone, in Oistune, in Westune, in Oystinchusen, in Berstrate, in Wellinehusen et in Beckinchusen dyocesis, s. Marie in Pasculo, s. Marie indulgentiarura, s. Lupi, s. Martini et s. Iohannis in curia Coloniensis civitatis ac uni- versis ecclesiarum, capellarum et altarium rectoribus, pres- byteris clericis et tabellionibus" den Ritter Hunoldus von Platin- bracht, der den Hof Grevinch (bei Soest) vom Gereonsstift in Erbpacht hat, aber schon 'aber 2 Jahre die Pacht schuldet, innerhalb 7 Taljen nach Verkündigung dieses Schreibens zur Zahlung anzuhalten, widrigenfalls er excommuniäert wird. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Siegel ab. 415.— 1359, Nov. 12., einigen sich, die Abtei Knechtisteden und das Stift S. Gereon über die Weise, wie erstere an letzteres gewisse Curmeden zu leisten hat. . . Nos . . abbas Knechstedensis Premonstr. ordinis Col. dyoc, . . dec. et caplum eccle s. Gereonis Col. totusque conv. . . monasterii pred. . . . cupimus fore notum, quot (!) — cum exorta fuerit questionis . . . materia inter nos super quibus- dam curmedis viventibus ... et aliis iuribus a nobis . . abbate . . . ipsis dnis dec. et caplo magistro seu obedientiario magni officii in eccla sua ipsorum nomine temporibus debitis et casi- bus se offerentibus solvendis — nos . . . concordavimus in hunc modum, quot nos abbas . . . faciemus 8 canonicos monasterii nostri pred. nominatos, 2 seil, in curte Balchem maiori, 2 in curte Balchem minori, 2 in curte Hörnern et reliquos 2 in curte Strabuch nostris, qui bini bini bini et bini a magistro seu obedientiario dicti magni officii in eccla s. Gereonis . . . et a suis successoribus . . . impheodari debent more solito tanquam fideles ... eccle s. Gereonis; sie tarnen, quod quando- eunque unum ex 8 canonicis . . . mori contigerit, . . . infra unius mensis spatium . . . solvemus magistro seu obedientiario ... 7 marcas Colonie ... nomine curmede ... et magister seu obedientiarius officii predicti alium canonicum monasterii nri pred. sibi infra dictum mensem per nos presentandum inpheo- dabit loco illius defuneti . . . (Werden die 7 Mark nicht zur bestimmten Zeit gezahlt, so kann das Stift S. G. sich beliebige Mo- — 413 — bilien aus dem betreffenden Hofe nehmen und sich daraus selbst bezahlt machen. Wird innerhalb des Monats kein neuer Kanoniker präsen- tirt, so ist die Abtei in eine Strafe von 7 Mark verfallen: wird diese nicht innerhalb 1 Jahres entrichtet, so kann sich S. G. wie vorhin selbst bezahlt machen; wird dann nach dem Jahre innerhalb eines Jahres noch nicht präsentiert, so beträgt die Strafe wieder 7 Mark und so fort.) Pensionem vero sive censum annuum seil. 3 mal- drorum tritici 8 maldrorum avene mensure et 25 solidorum pag. Col. neenon 20 pullorum nos abbas . . . singulis annis in f. b. Martini . . . decano et . . . predictis de et ex curia nostra Vronhof infra cepta (!) monasterii nostri sita ... in doinum magistri seu obedientiarii predicti presentabimus. [Geschieht das nicht, so kann das Kapitel von S. G. den Abt und die Kanoniker von Kn. mahnen und „auetoritate ordinaria seu alia quaeunque" mit kirchlichen Strafen anhalten lassen. Zur Bekräftigung wurden die Siegel der Abtei und des Stiftes angehängt.) Actum concordatum et datura a. d. 1359, crastino b. Martini epi. Original im Arohiv von S. Gereon. Das Siegel von Kn. ist abgerissen, das von S. G. (ad causas) hängt gut erhalten an. — R. B. 114 a—115 a. 416.— 1359, Oct. 15., wird ein zwischen den 7 Priestern und den übrigen 14 Vikaren an S. Gereon schwebender Streit hinsichtlich der Präsensgelder durch 2 Schiedsrichter geschlichtet. Dni reverendissimi dni . . decane et caplum eccle s. Ge- reonis Col. Noveritis per presentes, quod in questione seu dubitatione, quam coram vobis inter se habent in eccla vestra s. Gereonis pred. XXI vicarii, videl. appellati communiter 7 sacerdotes, habentes inter se universitatem sigillum et archam communem, constitutiones ordinationes et observantias speciales, parte ex una — et XIIII vicarii parte ex altera, de qnadam scriptura contenta sive scripta in libro presentiarum seu distributionum cottidianarum, videl. in hunc modum: „nos Septem habemus vel habebimus," alioquin sie : „nos XII habemus," alioquin sie: „nos XIIII habemus," aliquando sie: „nos XVII habemus," aliquando vero sie: „omnes habent tantum," aliquando scriptum est ita: „nos habemus" (folgen noch mehrere — 414 — ähnliche Ausdrücke wie der letztere), an tanlum 7 sacerdotes ad distributiones pereipiendas scriptas indeterminate „nus habe- mus vel . . .", quamvis in huiusm. scriptura indefinita dun- taxat 7 sacerdotes, aliis exclusis, soli ipsas distributiones sie scriptas hueusque a longis retroactis temporibus reeeperint, modo tarnen dubitatur in huiusm. scriptura indefinita . . ., an omnes XXI vicarii vel saltem 7 sacerdotes duntaxat ad huiusm. distributiones . . . pereipiendas vonient. Nos vero lohannes et Mathias in isto facto per prefatos dnos vicarios XXI vestre eccle pref. ad dicendum quid iuris fuerit electi visis facto pred. et cum magna maturitate examinato, iuribus allegationi- bus rationibus hincinde deduetis neenon Omnibus aliis recen- sitis, que nos ad huiusm. dubium deeidendum merito movere poterant et debebant, dieimus diffinimus et pronunciamus de iure quod, ubi huiusm. scriptura reperitur indeterminata et indefinita: „nos habemus etc.", [quod] illas distributiones sie scriptas, solum et duntaxat ac in solidum atque soli 7 sacerdotes pred. habentes sigillum et archam communem et c. habebunt, omnibus aliis vicariis XIIII exclusis .... In quorum evidens testimonium nos Iobannes de Grifone et Mathias de Kyrberch pred. sigilla nostra presentibus duximus appendenda. Datum a. d. MCCC quinquagesimo nono die XV. Octobris. Original im Archiv von S. Gereon. Die Siegel hängen beide an. 417.— 1360, Febr. 13., bekundet der Ofßcial der Köln. Curie, dass er die (in der vorhergehenden Urkunde enthaltene) Entscheidung des Canonicus und nunmehrigen Dechunten von Mariengraden Johann „de Gryfone" und des Canonikus von S. Georg Mathias von Kyrberch, zweier Rechtsgelehrten und Advocaten der Köln. Curie, mit seiner (des Officials) Autorität gefestigt und zu seiner eigenen Entscheidung gemacht hat. I. de Gr. und M. de K. waren von beiden Parteien unter Zustimmung des Deohanten und des Kapitels von S. G. als Schiedsrichter gewählt worden; ihre Entscheidung wurde von den „14 Vikaren" nicht angenommen; die „7 Priester" wenden sich daher an den Official, der zunächst die Untersuchung dem Pleban von S. Christoph überträgt. Bei den Verhandlungen ist Johann „Caput de Rekelinchusen", einer der 7, auch der Vertreter dieser; die 14 sind vertreten durch 2 ihrer Mitglieder Leo de Monasterio und Jac. — 415 — de Nussiu; als zu den 14 gehörig sind noch genannt: Christian, .Toh. von üaster, Johann von Soller, Heinr. von Wände, Lamb. von Soest und Mathias von Düren. Zeugen in dem Urteil des Officials sind: „magistri Henr. de Swaynbule, Henr. de Rufus, Job. de Hillisheyni, advocati, Rutg. de Hillis- heym, Herrn, de Enzene, iurati notarii. Ausgefertigt ist die Urkunde von dem Cleriker und kaiserl. Notar Gerard de Curia. — Original in S. Gereon. 1360, Febr. 4. (in crast. b. Blasii), sehreibt der Offioial der Köln. Curie an deu Pleban von S. Christoph, dass die 7 Priestervikare von S. Gereon ihn ersucht hätten, die von dem Dechant von Mariengradon Joh von Grijfo und dem Kanonich von S. Georg Mathias von Kirberch als Schiedsrichtern in dem Streite der sieben mit den „14 oder allen Vikaren" über das Anrecht der 14 an gewissen im Presenzbuch der 7 verzeichneten täglichen Gefällen getroffene Entscheidung mit seiner Autorität zu bekräftigen. Der Pleban soll daher zu der nächsten Samstag 1 Uhr stattfindenden Verhandlung die 14, namentlich Christian, Floirkin, Johann, Lambert, Johann, Heinrich, Ja- cobu8, Franco, Hermann, Giso, Apollonius, Mathias und Leo, und alle anderen Interessenten in der Kirche S. Gereon vorladen. Dechant und Kapitel von S.Gereon haben hierzu ihre Zustimmung gegeben. Unterzeichnet: Joh. de Monte. — Das Schreiben des Plebans, dass er den Auftrag ausgeführt, liegt hei. — Original mit erhaltenem Siegel in S. Gereon. 418.-- 1360, April 25. (ipso die s. Marci evangeliste), bekunden Engelbert Propst, Cunigund Priorin und der Convent des Klosters S. Walburgis vor den Mauern Soesfs, dass Elisabeth von Honrade Nonne des gen. Klosters vor ihnen erklärt hat, sie habe durch die Gnade des Dechanten 'und des Kapitels von S. Gereon auf Lebenszeit eine Rente von 1 j 2 Mltr Boggen und V2 Mttr Gerste von dem Hofe Grevinchoff zu beziehen. Diese Rente soll indess keine Erbrente sein und mit dem Tode der gen. E. 0. H. aufhören. R. B. 102 a. 419. 1360, December 28., bekundet der Cleriker und kaiserl. Notar Tilmann, Sohn Johann's „up der Hoenburg de Attendern", dass am selben Tage in seiner und der Kanoniker von S. Gereon Lutter von Matlar, Gerlach von Oilgenbach, Heinr. von Bergheim und Joh. de Castro Gegenwart erschienen sind Christian Groeve (Groene ?), Jacob Schaffluttzel, Hegno und Teylo, die Söhne des verst. Sifrid Kaversyn von Evenkoven und unter Anerbietung eines Eides erklärt — 416 — haben, dass die 30 Morgen Land, welche zu dem in Odinkoven gelegenen Hofe des Kapitels S. Gereon gehören und im Besitze gewisser genannter Personen sind, immer frei von Steuern (exactiones) waren. Die Verhandlung geschah „in ambitu eccle s. Gereonis sub ca- pella b. Egidii". Gegenwärtig waren noch der Vikar Mathias von Düren und der Beneficial Arnold von Neuss, beide von 8. Gereon. K. B. 97 b. 420.— 1361, Jan. 14., bekunden „Georgius de Ayrscheit decanus, Heinricus de Suderlant scholasticus, Gobelinus de Bilstein, Roricus de Novo Castro, Lutterns de Matlar, Gerlacus de Oytgenbach, Th. de Nuvenare, Nevelnngus de Hardenbergh, Gerardus de Manderscheit, Henr. de Oyr, Henr. de Bercheym, Reynerus de Nussia, Iohannes de Castro, Syfridus de Ysen- burg et Wilhelmus de Venna, canonici" von S. Gereon, dass sie in ihrem gewöhnlichen und nach gewohnter Weise am Feste des h. Felis in Pincis gehaltenen Generalkapitel einstimmig beschlossen haben, ihre Mitkanoniker — welche Höfe, Obedienzien, Amministrationen, Aemier oder sonst Güter von der Kirche S. Gereon gegen bestimmte bisher vollständig am Tage nach dem Feste des h. Gereon (also am 11. Od.) abzuliefernde Maasse von Getreide in Pacht haben, aber manchmal aus verschiedenen Gründen nicht im stände sind, den genannten Termin einzuhalten — insofern zu erleichtern, dass dieselben an diesem Termin nur die Hälfte ihrer Verpflichtungen zu erfüllen brauchen, die andere Hälfte aber bis zum nächsten Feste des h. Andreas (30. Nov.) erfüllen müssen. Derjenige Kanoniker jedoch, welcher von der angegebenen Vergünstigung Gebrauch machen will, müsse dies erstens vor dem IL Oktober jedesmal mit Angabe zureichender Gründe dem Kapitel anzeigen, und zweitens muss er für die Leistimg der zweiten Hälfte seiner Schuld zwei geeignete Bürgen stellen. — Angehängt wurde das Siegel der Kirche „ad causas". R. B. 63 b-64 b. 421.— 1361, Dez. 2. Der Official des Kölnischen Pr< und Archidiakons setzt fest, dass das Kapitel von S. Gereon von der neu herzustellenden Kirche zu Oeckhoven nur die Dachfirste machen lassen müsse. — 417 — Officialis prepi et archidiaconi Col. . Constituti coram nobis viri discreti dnus Gerardus dictus Kavel investitus seu rector eccle parrochialis in Odinchoven nri archidiaconatus in quantum sua intererat pro se, et Mathias dictus der herre, Iohannes de Odinchoven et Iohannes de Barenstede carpen- tarins parrochiani parrochialis eccle in Odinchoven pred., ma- gistri seu provisores fabrice et structure eccle prefate a com- munibus parrochianis et universitate eiusdem parrochie com- muniter et concorditer ad infrascripta ut dicebant assumpti, electi et deputati . . . recognoverunt . . ., quod — licet eccla in Odinchoven pred. et turris eius casibus fortuitis et impro- visis tantum corruerint et perierint in structuris, quod repa- ratione necessaria indigeant manifeste, et propter hoc concordi consensu communi parrochianorum ibidem statuta sit et ordi- nata quedam specialis et certa exactio, tallia seu contributio, vulgariter „buyrschetzinge" appellata, de et ex omnibus et singulis bonis mansis et agris infra limites dicte parrochie situatis ... ad eandem turris et eccle pred. structuram seu reparationem integre persolvenda — tarnen, cum verum sit et notorium, quod ven. dni decanus et caplum eccle s. Ge- reonis Col. sint veri dni proprietatis et domini curtis princi- palis . . . dicte „des vronhoves" in Odinchoven a qua curte ratione bonorum antiquorum fundamentalium et principalium dictorum „saistaidzgut" in et ad ipsam curtem pertinentium iuspatronatus dicte eccle et dominii totius ville Odinchoven dependet et propter hoc prefati decanus et caplum ad huiusm. structuram seu reparationem turris et eccle pred. seu ad aliud quodcunque commune in dicta parrochia sive pro nunc sive pro quocunque tempore faciendum prefatam exactionem . . . de et ex bonis mansis et agris antiquis principalibus et fun- damentalibus in et ad ipsam curtem principalem . . . pertinen- tibus solvere non teneantur nee debeant de consuetudine vel de iure; sed quod prefati dni decanus et caplum tenentur et in perpetuum tenebuntur ratione deeime maioris, quam iidem ■ . . tollunt et reeipiunt infra limites parrochie pred., corpus dicte eccle medium quod dicitur „boydich" quum tegulatum fuerit et paratum cum ipsorum dnorum petris clavis magistris et expensis usque prope turrim seu locum turris ad spatium longitudinis 2 1 / 2 pedum facere tegi et tectum amplius incol- 28 - 418 — lapsum conservare . . . (Sonst haben sie für die Gemeinde Nichts zu leisten); et quod, licet prefati dni dec. et caplura ad Dei laudis honorem et ipsorum animarum salutem ... in sub- sidium reparationis et structnre turris et eccle pred. ista vice dederint . . . dno Gerardo et . . . provisoribus supradietis 50 marcas, . . . dnus Gerardus et . . . provisores fabrice nole- bant neque volunt pred. dnos decanum et caplum ad aliqua consequentia ... in futurum obligari sive trahi. (Die handelnden Personen haben ihr Siegel angehängt.) Actum et daturn pntibus hon. viris dnis Gobelino de Büsten, Th. de Nuwenar et Reynero de Nussia canonicis eccle s. Gereonis Col. pred. et dno Iohanne de Rekelinchusen sigillifero nro 2. Dec. 1361. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel ab. — R. B. 97a—98b. Gedruckt bei Lac. IV, 813 mit Auslassung der Zeugen. Statt „saistaidzgut" vermutet Lacomblet „salstaidzgut". 422.— 1350—61, Oct. 18., erklärt Erzb. Wilhelm, dass er von dem S. Gereonischen Hofe Ähren nur jährlich 15 Schillinge wegen der Liedberger Vogtei zu fordern habe. Wilhelmus d. gr. s. Col. eccle archiepus, sacri imperii per Ytaliam archicancellarius . . . Tenore presentium publice profitemur, quod curtis in Aldenrode cum universis pertinen- tiis suis . . . sita in parrochia Gisenkirgen nobis et eccle nostre 15 solidos pagamenti usualis ibidem currentis annuatim, 10 videl. in f. b. Remigii et 5 in Maio ratione advocacie, quam nos et eccla nra pred. nomine et titulo dominii in Lietberg habemus, ibidem solvere duntaxat consuevit . . .; verum quia officiati nri metas huiusm.. excedere et alia servitia eidem curti imponere de novo . . . inceperunt, nos . . . predictam curtem cum omni onere districtu et iurisdictione ac aliis suis iuribus . . . que ibidem secundum iudicium et sententiam scha- binorum decanus et caplum s. Gereonis Col. habere consue- verunt solutis duntaxat 15 solidis pred. annuatim, ab omni precaria vel exactione, angariis vel preangariis (!)... qui- tamus et quitam . . . proclamamus. (Dieser Brief wurde mit dem erzb. Siegel versehen dem Kapitel von S. G. übergeben.) Datum Colonie XVIII die mensis Octobris. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel ab. — R. B. 54b. — 419 — 423.— 1362, Apr. 30. (sabbato ante Misericordia Dni), bekunden Lambert Schenker und 2 Söhne, dass sie „coniuncta manu" auf ihre Lebenszeit von den 7 Priestervikaren an S. Gereon in Pacht erhalten haben 1 / 2 Morgen Gartenland, gelegen in der Flur „Plac- gassen" hinter Pusenberg, gegen einen Jahrzins von 3 Köln. Mark und 2 jungen Hühnern, zahlbar halb zu Jacobi und halb zu Maria Lichtmess oder — wie gewöhnlich — innerhalb der ersten 14 Tage nach dem jedesmaligen Termin „sine captione". Ausserdem verpflichten sich die Pächter, das Land in gutem Zustande zu erhalten, und 1 halbes Viertel desselben mit gutem Wein zu bepflanzen. Strafbestimmungen wie sonst. Gerard der „Pector" der Kirche S. Christoph hat sein Siegel angehängt. Original in S. Gereon. Siegel hängt. 424.— 1362, Nov. 30., bekundet Cono von Titz, däss er dem Kapitel von S. Gereon eine Holzgewalt zu Waldorf (bei Gästen) für 60 Goldgidden verkauft hat. Ich Coeno van Tytze wilne Coenen sun van Titze was seelichger gedacht ind Gerdruit myne eelichge husvrauwe doyn kunt allen luden ind bekennen . . . dat wijr myt rayde unser vrunde ind mage myt gesamender hant verkoicht hayn ind verkouffen erfflichen ind ummerme ind zu ewighen dagen eydelen vrijen luden ind herren in deme capittel der kirghen sent Gereonis zu Collen eyne rechte gewalt hoeltz up Wal- dorper bussche geleigen bij Gusten myt alle yrme zubehoere neyt uysgescheiden, so wie wijr dey besessen hain vur vrij eigen, und myr Coenen vurgenant van mynen alderen blyven ys, um seyszich gülden penninge van Florencien guyt van goilde ind swair van gewichte, wilcher summen geltz uns die vurss. eidele herren . . . wale gereichent gehantreickt gege- ven geleivert ind waile bezalt haint wilcher bezalonge uns wale genuicht ind quijt scheiden. Ind up dat dye vurss. herren . . . wale bewairt sijn, ... so hain ich Coeno van Titze vurg. ind Gerdruit myne husvrauwe seymeclichen . . . uns zu Wal- dorp vor den gemeynen scheffen ind richtern van Waldorp unterfft, synt dye vurg. gewalt hoeltz dar hoert ind an sij rorende ys, in dye vurg. herren des capittels sent Gereonis geerfft as erfs recht ys. (Cono setzt dann zu Bürgen, um „wer- — 420 — schaff" zu thun, Goedart von Titz seinen Bruder, Preys von Gersdorf und Everhard Friese, welche sich verpflichten, im Falle die Verkäufer sich säumig in der „ Werschaf" zeigen, einen Knecht mit einem Pferd nach Jülich in eine Herberge zum Einlager zu senden und dort zu lassen, bis dem Kapitel Genüge geschehen ist. Cono und die 3 Bürgen haben ihr Siegel angehängt. Dann heisst es noch:) Wertsache dat eynich sigel off sigele an disme brieve gebreiche off nyt angehangen enwurde off gekrocht off gebroechen wurde off van alder äff veyle off ouch dys brieff an geschrichte off an permunde gelästert, off geviciert wurde ... off van eine selver loche- rechtich wurde, darumb en solen dys brieffs vurwerden nyt de mynre gehalden werden ind sijn, as sigel ind sigele brieve vurwerden ind geschrichte dys brieffs alle wale gantz ind gar bewart weiren. Gegeven ijn den Yaren uns herren dusent druhundert yn deym zwey ind seystzichstem Jaire zu sent Andreys missen des heiligen apostolen. R. B. 7b-8a. 1362, Nov. 30., also gleichzeitig mit der vorigen Urkunde stellt Godart van Titze nebst Frau Ellenberch eine jener inhaltlich ganz und der Form nach fast gleiche Urkunde aus. Die Bürgen sind die 2 Brüder Godart's Reinart von „Geirstorp" und Cono von Titz. — R. B. 124b—125 a. 425.— 1363, Jan. 14. „Statutum capituli super domibus eccle." I. n. D. a. Georgius de Ayrscheit decanus, Roricus de Novo Castro, Lutterus de Matlar, Gerlacus de Oytgenbach, Th. de Nuenar, Nevelungus de Hardenberg, Heynricus de Oyr, Gerhardus de Manderscheit, Heynricus de Bercheym, Reyne- rus de Nussia, Robinus de Ysenbergh, Sifridus de Ysenbergh et Wilhelmus de Venna, canonici eccle s. Gereonis Col. propter infrascripta et alia eccle nre et nra negotia in generalis capli observacione consueta congregati et caplum in loco caplari nre eccle solito facientes universis . . . salutem in Dno sem- piternam. Ut nrum et eccle nre periculis, que non tarnen verisimiliter oritura seu futura timemus, sed etiam ab ante preteritis temporibus efficax rerum experiencia nos docuit pervenisse, caucius quo possumus providere valeamus, pro- vida deliberatione duximus statuendum omniumque nrum sin- — 421 — gulari consensu et assonsu ordinamus et statuimus in hijs scriptis: Quod ex nunc in antea omnis et quilibet presens vel futurus concanonicus nr in eccla s. Gereonis pred. domtini vel curiam eccle nre claustralem, sive infra sive extra eniu- nitatem ipsius eccle nre situatam, sive per emptionem sive donationem legationem sive permutationem seu alio quo- vis adipiscitur modo tanquam suam, quod talis canonicus huiusm. domum et curiam, antequam ipsam domum et curiam possideat vel occupet per se vel per alium quovismodo, per dnos decanum et caplum nostrum secundum consuetudinem capli sibi manutradendam in concessum recipiat reverenter. Item quod talis concanonicus nr tales domum et curiam sie ut premittitur reeeptas tenens et habens eas simul vel divisim nulli euiuseunque conditionis homini et presertim laico preter- quam illi, qui fuerit revera de eccle nre gremio et alias bone fame, vendat obliget locet ad vitam vel ad tempus vel quo- modolibet ad habitandum concedat nulla fraudis vel doli specie perquisita, nisi ad hoc capli nri petitus consensus accesserit specialis. Et si quis canonicorum nrorum contrarium fecerit quoeunque colore quesito, quod — dum uni vel pluribus ex concanonicis nris constiterit, aut alias notorie et manifeste verum fuerit — volumus etiam et statuimus, quod si veritatis inquirende necessitas exegerit, talis canonicus de quo contrarium fecisse presumitur vel apparet, cor am decano et caplo nro vocetur ut est moris et ipse sub prestito per eum alias Melitatis et obedientie ac nunc propter hoc specialiter pre- stando veritatis dicende iuramento huiusm. venditionis obli- gationis locationis seu concessionis facte veritatem dicere requiratur, quam ipse requisitus obedienter exprimere non obmittet et si ex ipsius canonici sie requisiti confessione vel aliis modis constandi supradictum inventum fuerit quod verum, ex tunc talis canonicus propter hec secundum consuetudinem capli sententialiter suspendatur a prebenda et suspensus con- tinue teneatur, donec huiusm. factum revocet et contra faciat cum effectu ac alias de huiusm. statuti transgressione ad decre- tum decani et capli satisfaciat oportune; et si infra mensem continuum post eius suspensionem ut dictum est huiusm. factum revocare noluorit induratus, aut, sive per caplum ad abes- sendum licentiatus fuerit sive non et per caplum more solito — 422 — propter hoc factum vocatus, contnmaciter venire non voluerit, quod ex tunc domus et curia ipsins, non obstantibus quibus- libet vendicione obligacione locacione vel concessione per eum factis cuicunque preterqnam suprapremisse persone, ad ipsum caplum eccle nre sint et esse debeant ipso facto libere devolute pro ipsins capli omnimoda voluntate disponende. Item statuimus et ordinamus, quod si ex nunc in antea domum et curiam eccle nre claustralem seu emunitalem quamcunque per quemcunque canonicum nrum dnum domus et curie talis sive per donationem liberam inter vivos sive mortis ex causa sive per legationem ex testamento quibuscunque pensionibus pecuniarum vini vel bladorum amplioribus et aliis quam solvit de presenti quomodolibet contigerit aggravari, quod de huiusm. pensione nova quelibet marca pro 9 marcis pagamenti Colonie pro tempore legalis et dativi et quelibet ama vini sive fuerit claustralis sive bona pro novem amis consimilis bonitatis vini aut cum pecuniis pro tunc huiusm. novem amis communiter equivalentibus et quodl. maldrum cuiuscunque generis bladi cum 9 maldris bladi consimilis aut cum pecuniis etc. (wie vorhin) redimi possit, cum ipsum caplum hereditates redditus aut bona emerit . . . Item statuimus et ordinamus, quod nullus canonicorum eccle nre domum et curiam suas claustrales . . nulli alteri quam canonico dicte eccle nre . . . vendat donet vel leget via quavis superiori etiam clausula de hac materia clarius expressa in sui sensus et effectus robore permansura. (Auch soll kein Kanoniker von seinem Klosterhause Jemand anders etwas geben, verpfänden, verkaufen oder vermachen können, als nur dem eigenen Kapitel.) Et si quicquam per quempiam in horum contrarium fuerit attemptatum, nullum omnino sortiatur effec- tum. Datum sub sigillo eccle nre ad causas a. D. 1363 ipso die b. Felicis in Pincis confessoris. E. B. 57b-58b. 426.— 1363, Jan. 18., bekunden die Eheleute Tilmann „de Trisco" und Aleyd, deren Söhne Johann und Gerard, und Töchter Greta, Bela und Metza, dass sie von den 7 Priestervikaren an S. Gereon auf ihre Lebenszeit gepachtet haben ein Allod von 4 Morgen Acker- — 423 — lund, gelegen beim Hofe Brügge)), in der Pf. Kerpen, gegen einen zu S. Bemigii zu entrichtenden Jahrzins „2 maldrorum siliginis bone et pagabilis, mensure Col. melioris videl. quolibet raaldro prope 1 denarium Col. pagamenti." Der Boggen ist zu liefern nach Köln in die Scheune der Verpächter. Eventuelle Strafbestimmung wie gewöhnlich. Für die Pächter hat Engelbert Pastor der Kirche in „Gogtzenkirgen" sein Kirchensiegel angehängt. Datum a. D. 1363 ipso die Prisce virg. et mart. Original in S. Gereon. Siegel hängt. 427.— 1363, Nov. 29., toird ein Streit zwischen S. Gereon und der Pfarrgemeinde Rheinkassel wegen der Wiederherstellung der Kirche Bh. von dem Officio! des Domdechanten und Archidiakons (des Neusser Dekanats) gütlich beigelegt. I. n. D. a. Universis . . . pateat, quod 1363, indictione 2., 29. Nov. hora prime . . . constituti in presencia hon. et discreti viri mgri Nicholai de Bomel, officialis decani et archidiaconi et advocati in curia Col., meique notarii subscripti ac testium infrascriptorum . . . ven. et honesti viri dni Roricus dictus van der Nuerborch et Reynardus de Nussia, canonici eccle s. Gereonis Col. pro se et pro decano et caplo dicte eccle s. G. et tanquam sindici procurantes et nuncii speciales eorun- dera dnorum dec. et capli ... ex una parte, et Gerardus pastor eccle parrochialis in Rijnkassel, Constantinus de Mir- kenich, Sibertus de Langel, Michael de Vailen, Hildebrandus de Rijnkassel, quorum in numero (?) fuerunt tanti ut apparuit et pro omnibus parrochianis ibidem rei pro se partibus ex altera, ipsisque parrochianis omnibus et singulis ad instantiam dnorum decani et capli pred. citatis ad dictos diem et horam. Quibus partibus sie comparentibus in figura iudicii pred. dni officialis . . ., pred. Roricus et Reynardus . . . proposuerunt viva voce contra eosdem parrochianos ... in Rijnkassel suam petitionem et dixerunt, quod ipsi parrochiani et universitas de iure et antiqua consuetudine . . . tenebantur et consue- verunt ecclam parrochialem in Rinkassel lignis edificialiter et incollapsam et struetabiliter et non ruinosam observare et tenere ac edificare suis laboribus, sumptibus et expensis, et — 424 — deinde hoc observato ot facto antedicti dni decanus et caplum tectum eiusdem eccle petris seu lapidibus consuetis tegere et ipsum tectum preparare et facere deberent; tarnen ipsi parro- chiani in hoc negligentes . . . eandem ecclam et tectum prop- ter lignorum defectum ruinosam et collapsam et nichilam (!) fieri permiserunt et neglexerunt. lpsisque parrochianis hoc confitentibus et premissa vera esse recognoscentibus se exci- piendo proposuerunt et dixerunt, quod tum per ipsos non stetit nee culpa in ipsis parrochianis fuisset, sed per negli- gentiam ipsorum dnorum factum esset et omissum. Tandem inter cetera pred. dnus officialis de consensu et ratihibitione ac iussu scitu et voluntate partium hincinde pred. pronun- ciavit statuit in amicicia, non pro iure, et dixit, quod pred. dni dec. e_t caplum ex gratia et benignitate pred. ecclam inRijn- kassel reformare reedificare et tegere deberent ex nunc semel, et deinde ulterius, dum et quando opus ... esset, ex tunc ipsi parrochiani seeundum antiquam consuetudinem suam eandem ecclam et tectum ut supra edificialiter et incollapsam tenere et edificare lignis, et ipsi dni huiusm. tectum petris tegere deberent, quodque pred. partes hincinde laudaverunt ... et ratifieaverunt . . . Acta sunt hec in domo habitationis pred. mgri Nicholai de Bomel officialis decani et archid. Col. in civitate Col. in platea s. iohannis . . . presentibus viris discre- tis et honestis dno Wilhelmo rectore eccle ad martires extra muros Col., mgro Tilemanno de Attendarn rectore scholarum eccle s. Gereonis et Arnoldo de Nussia clerico testibus Col. dioc. et pluribus aliis fidedignis ad premissa vocatis specia- liter et rogatis. (Folgt die Erklärung des kaiserl. Notars Heydenrich Hageboche, Klerikers der Köln. Diöcese, dass er die Verhandlung gehört und niedergeschrieben und sein Zeichen zugefügt habe.) R. B. 107 a. 428.— 1364, Mai 7. (crastino b. Iohannis a. p. 1.), bekunden Georg von Ayrscheyt, Propst von S. Gereon, und Gerard von Kempen, Rektor der Pfarrkirche S. Christoph, dass das auf dem Gereonshofe neben dem Hause des verstorbenen Glöckners Gerlach — 425 — von Sollendorf gelegene Haus, genannt Convent der Frau Alstradis, und die Bestimmung desselben für Beghinen ihnen rechtlich zusteht, ■und dass sie, weil das Haus durch die Sorglosigkeit und Armut der dasselbe bewohnenden Frauen zerfallen ist, es nun dieseri entzogen, und es den Geschwistern Wilhelm, Greta und Meiza, welche schon viel für die Wiederherstellung ausgelegt haben und noch auslegen wollen, auf Lebenszeit überlassen haben. Nach dem Tode dieser drei soll das Haus an das Kapitel von S. Gereon fallen, wenn nicht der gen. Propst in seinem Testamente anders verfügen wird. Original mit beschädigten Siegeln imSt.-A. zu Düsseldorf. — R. B. 68 b. 429.— 1364, Od. 11. (crastino Gereonis et Victoris mm.), bekunden Heinrich von Oyre, auch gen. von der steinernen Pforte, Canonicus von S. Gereon und Rektor der Kirche zu Dussel, und der Schildträger Heinrich von Vitinchoven, dass sie — ersterer handelnd in seinem und im Namen der Kirchen S. G. und Dussel, letzterer für sich und seine Frau Luchardis — mit 2 Personen, die ihnen nach dem „ius litonicum seu servitutis" gehören, einen Tausch gemacht haben. H. von Ogr gibt dem H. v. Vit. den Rutger, den Sohl des Winand von Vetorecht, und erhält die Katharina, die Tochter Leo's eines Bruders des gen. Winand. K. B. 10 a. 430.— 1365, Jan. 27., verzeiht der Kölner Rat den Gebrüdern von Junkerath: Johann Kan. vom Dom, Walram Kan. von S. G. und Friedrich auf Fürbitte ihres Mutterbruders Johann, Herrn von Schieiden, die bei Köln gegen den Ritter Richard Meynevelder verübte Gewaltthat. Bnnen, Quellen 3, 485. 431.— 1365, Febr. 3., verpachten der Dechant und das Kapitel von S. Gereon dem Schildträger Joh. de Revele einen unbebauten Hof auf dem Gereonsdriesch. — 426 — Nos decamis et caplum eccle s. Gereonis Col. notum fa- cimus tmiversis, quod . . . concessimus et concedimus per presentes hon. viro Iohanni de Revele armigero et Deydrudi eins uxori legittime aream sive mansionem nram .... sitam infra limites parrochie . . . s. Christofori Col. supra aridara prope s. Gereonem inter domnm ipsius Iohannis olim appella- tam „zo der duven" ex una parte, et domum nram . . . quam ad presens inhabitat reverendus in Christo pater et dnus Ru- dolphus Constantiensis epus ex altera, pro ipsis Iohanne et Dreydrade suisque successoribus et heredibus in perpetuum possidendam . . . pro annuo censu 2 maldrorum siliginis pen- sionalis mensure Col. nobis . . . solvendo singulis annis in f. b. Remigii epi vel infra mensem . . . immediate sequentem sine captione, talibus conditionibus adiectis, quod idem Iohan- nes ad presens super ipsa area in quodam angulo versus plagam australem puteum unum de novo fodi seu fieri faciet, qui . . . deserviat aquas ministrando tarn domui ipsius Iohannis ad columbam, quam domui nre quam dnus epus memoratus inhabitat, quam etiam mansioni super ipsa area construende. Ipse etiam Iohannes super eadem area nullum unquam edi- ficium faciet . . . versus plagam occidentalem ultra seu supra murum antiquum seu eiusdem muri vestigium, qui quidem murus est vel fuit inter eandem aream et domum nram, quam pred. dnus epus inhabitat, quod unquam edificium domum nram eandem lumine suo privet vel eidem domui lucem dimi- nuat quam a latere versus orientem habet. (Wird der Jahrzins einmal nicht zur bestimmten Zeit bezahlt, so fällt der Hof mit den Gebäulichkeiten und dem Brunnen sofort an S. Gereon. Das Siegel der Kirche „ad causas" wurde angehängt.) Datum in loco caplari eccle nre consueto nobis ibidem more solito congre- gatis et caplum facientibus super istis a. D. 1365 ipso die b. Blasii epi.' R. B. 121b. Die Urkunde ist dort inserirt in die die Pachtung bestätigende Urkunde des Joh. de ReTele und seiner Frau. Letztere Urkunde erhielt die Siegel des J. de R, und des „strenuus vir Gumpertus advocatus Col. dnus in Alpem". — 427 - 432.— 1365, Jan. 21. Erzb. Engelbert verurteilt als Schiedsrichter den Engelbert von Oirsbeck, dem Stifte S. G. 2080 Mark und 200 Malter Hafer zu übergeben als Schadenersatz für dem Stifte zugefügte Benachteiligungen, indem er das in seinem Auftrage vorher durch den Kölnischen Official gefällte Urteil nach einer nochmaligen Untersuchung einfach bestätigt. Engelbertus dei gratia sancte Coloniensis ecclesie archi- episcopus sacri imperii per Italiatn archicancellarius arbiter arbitrator inter partes infrascriptas per easdem in hac parte concorditer electus in causa seu causis, que vertuntur inter dilectos nobis decanum et capitulum ecclesie sancti Gereonis Coloniensis actores ex una parte et Engelbertum de Oirsbeck laycum nostre dyocesis reum ex altera de et super diffida- tione, dampnis, injuriis et violentiis infrascriptis, .... nostram sententiam arbitralem tamquam superior arbiter iuxta formam compromissi predicti in nos suscepti presentibus ferimus in bunc moduin qui sequitur: In nomine domini amen. In causa arbitrali pendente coram nobis inter dilectos nobis decanum et capitulum ecclesie sancti Gereonis Coloniensis actores et una parte et Engelbertum de Oyrsbec laycum nostre diocesis reum ex altera ius dicendo per hanc nostram sententiam arbitralem in hiis scriptis pronunciamus, dicimus et arbitramur, ac decernimus et declaramus, omnes et singulas injurias vio- lencias et dampna prefatis decano et capitulo eccle s. G. pre- dicte per memoratum Engelbertum et suos in hac parte com- plices illatas et illata fuisse et esse injuriosas et iniquas, injuriosa et iniqua, necnon declarationem statutorum contra eosdem Engelbertum et suos complices factam et promul- gatam legitime ac debite factam fuisse et esse ipsaque statuta contra eosdem Engelbertum et suos complices observanda fuisse et esse, necnon penas et sentencias eorundem statutorum contra ipsos usque ad emendam condignam et satisfac- tionem fuisse gravandas atque gravari debere, pronunciamus eciam decernimus et declaramus ipsum Engelbertum predictis decano et capitulo dicte eccl. s. G. Colon, refundere debere duo milia et octuaginta marcas Coloniensis pagamenti nee non ducenta maldra avene mensure Coloniensis ratione dampno- rum, injuriarum, rapinarum et interesse per eundem Engelbertum ipsis decano et capitulo, prout eorum continebat et _ 428 — continet peticio, illatorum ipsumque Engelbertum sepedictis decano et capitulo in dictis duobus milibus et octuaginta marcis necnon ducentis maldris aveni pagamenti et mensure predicte sententialiter in hiis scriptis condempnantes. In cuius rei testimonium sigillum nostrum presentibus est appositum. Actum, datnm et sententiatum Anno domini millesimo trecen- tesimo sexagesimo quinto, mensis Ianuarii die vicesima prima- Commissum per dominum Coloniensem Borchardo notario- Original mit beschädigtem Siegel im St.-A. zu Düsseldorf. 433.— 1365, Juni 5., bekundet „Officialis prepi et archi diaconi Col. K , dass Heinrich von Oyre oder von der steinernen Pf ortef) Kanonich an S. Gereon den sämmtlichen Priestervikaren „2 domnnculas suas novas habitabiles duntaxat, per eum no- viter edificatas, sub uno tecto contentas, sitas infra parrochiam eccle parrochialis s. Christophori Col. in vico Sockergasse prope domum torcularis (lies: —rem) prepi s. Gereonis ex una parte versus austrum, et prope domum quam dictus Erkenbracht ad presens inhabitat ex altera parte versus Aquilonem . . . iure hereditario et veri dominii in perpetuum possidendas" geschenkt hat. Dafür sollen die Vikare jeden Monat für den Geber, dessen Eltern Heinrich und Bela und seine Freunde eine Memorie halten „cum vigiliis et orationibus in capella s. Iohannis per eos fieri consuetis." Unter diejenigen Vikare, welche einer solchen Vigil wenigstens vom 2. Psalm bis zur letzten Collecte „sine dis- cursu" beiwohnen, sollen jedesmal (aus den Einkünften jener zwei Häuser) 8 Köln. Schillinge verteilt werden, und unter die Vikare, welche am folgenden Tage „infra septa eccle s. Gereonis" für den Stifter etc. die Messe lesen iverden, soll der „distributor presen- tiarum" jedesmal 4 Köln. Schillinge verteilen: wer aber die eine oder die andere Verpflichtung nicht erfüllt, soll — wenn er auch rechtmässig entschuldigt wäre, an den 8 oder 4 Schillingen keinen Anteil haben, wie dies ja auch sonst bei den Vikaren so gehalten wird. Der gen. Official hat sein grösseres Amtssiegel angehängt, und auch der Stifter hat sein Siegel beigegeben. Datum et actum pntibus honorabilibus dnis Iohanne sigillifero nro, Iohanne de Rekelinkhusen, Iohanne s.jMtU* /zn^#, ~ , Pf«*********** — 429 — de monte Walpurgis, notariis curie Col. et nre iuratis, Iohanne de Stotzhem et Iohanne de Solren presbyteris vicariis in eccla s. Gereonis, a. D. 1365, die Iovis, 5. Iuni. Cop. Vic fol. 78. 434.— 1365, Sept. 23., bekunden Georg von Ayrscheit, Propst von S. Gereon und Johannes Haupt („caput") von Rekelenchusen, class die Neusser Eheleute Joh. Hex und Haza vor ihnen erklärt haben, für sich und ihre Kinder Johann und Greta ein Haus in Pacht erhalten zu haben gemäss einem öffentlichen Akte, der wörtlich mitgeteilt wird. Nach diesem am selben Tage gefertigten Akte haben, die Genannten für ihre Lebenszeit von Reiner von Neuss, Canonicus in S. Gereon, sowie von Wilhelm, Greta und Mettildis, Geschwistern des gen. Reiner das zu Neuss in der „nederstrassen" zwischen dem Hause des Neusser Schöffen Johann Koninch und dem Hause des Mag. Tilmann gelegene Haus, genannt „Wilhelms Regnoltz Haus" mit Zubehör gegen einen Jahrzins von 45 Köln. Mark in Pacht erhalten. Per Zins ist halb zu Ostern und halb zu S. Remigii zu zahlen oder jedesmal innerhalb des folgenden Monates. Pie Pächter sind verpflichtet, das Haus nebst Zubehör in gutem Zustande zu erhalten. Strafe bei Nichterfüllung einer der Bedingungen: Heimfall des Hauses und Zahlung von 200 Köln. Mark. Pieser Pachtvertrag wurde angefertigt von dem kaiserl. Notar Hermann Ripe von Reckelinghausen in dem Hause des gen. Canonicus Reinard innerhalb der Emunität von S. Gereon vor den Zeugen: Johann von Soller, Vicar in S. Gereon, Arnold von Neuss, Beneflciat in S. Gereon, und 2 genannten Kölnischen Clerikern. R. B. 44 a—45 a. — Unmittelbar darnach steht die hier folgende Urkunde : 1368, Mai 9., bekundet das Kapitel von S. Gereon, dass der Kanoniker Eeinard Reinolt nebst Geschwistern "Wilhelm und Mettild in Gegenwart des Kapitels, des kaiserl. Notars und Kölnischen Clerikers Jacob Goswin von Nimwegen (Noviomagus), des Johann von Reckelinghausen, Siegelbewahrers der Köln. (Dom-)Propstei, und zweier anderen Personen dem Kapitel und der Kirche S. Gereon „donatione perfecta inter vivos" ihr (in vorstehender Urkunde beschriebene; Haus zu Neuss unter gewissen in einem öffentlichen Akt enthaltenen Bedingungen geschenkt haben, unbeschadet der Rechte des Hermann Hex und Genossen, welche das Haus auf Lebenszeit gegen einen — 430 — Jahrzins von 22 J / 3 Brabanter Mark in Pacht erhalten haben. Dieser Akt ist gemacht worden „in porticu anteriori eccle s. Gereonis" in Gegenwart dreier Köln. Bürger, unter denen Heinrieh von Gleuel, Bäcker von S. Gereon. _ Der in der obigen Urkunde erwähnte Mag. Tilmann von Neuss wird hier noch näher bezeichnet als „procuranB in Romana curia". 435.— 1365, Oct. 20., wird der vorher erwähnte Schenkungsaid betreffend des dem Kanoniker Reinard gehörigen Neusser Hauses gemacht. I. n. D. a. Noverint universi . . ., quod . . . 1365, ind. 4., Oct. 20., hora vesperarum vel quasi, in ven. virorum dnorum Georgii prepi, Rorici de Novo Castro, Lutteri de Matlar, Gir- laci de Oitgenbach, Nevelungi de Hardenberg, choriepi Hein- rici de Bacheym, Robini de Ysenburg, Gerardi de Manderscheit et Iohannis de Castro, canonicorum eccle s. Gereonis Col. meique notarii publici et testium infrascriptorum . . . presentia constituti hon. et discreti viri dnus Reynardus Reynolt de Nussia, can. eccle s. Gereonis Col. pred., Wilhelmns eius frater et Mettildis soror eorundem, idem dnus Reynardus ... de consensu . . . pred. Wilhelmi et Mettildis dixit viva voce . .. quod quedam domus sita in opido Nussiensi . . . cum omnibus attinentiis et pertinentiis et egressibus tarn novis quam anti- quis ante et retro subtus et supra ad ipsos dnum R. etc. iure domini vel quasi . . . pertineret, quam quidem domum . . . 4 personis, videl. Hermanno Hecks, Hase eius uxori, Iohanni et Grete eius liberis . . . pro annua pensione 22 1 / 2 marcarum Brab. den. exposuissent eo modo et forma, quod post eorum decessum ipsa domus ad pref. dnum R. etc. devolveretur . . ., quam quidem domum . . . dudum desiderassent ... ad pref. ecclam s. Gereonis et ipsius decanum et caplum in salutem ani- marum committere et eandem ipsis . . . donare; [quod] idcirco pref. dnus R. etc. comparerent et dictam donationem . . . adimplere vellent . . ., si prefati dec. et caplum ipsam accep- tare vellent . . . sub tali forma et conditione, quod ipsi dnus R. etc. quamdiu vixerint aut alter eorum vixerit de pref. annua pensione percipere debeant et levare ab ipsis dnis et caplo 20 marcas dicti pag. et quod residue 2'/ 2 marce prefate eccle etc. statim cedere debeant. (Hier scheint etwas ausgefallen - 431 - zu sein!) Que etiam pensio dicte domus, postquam ad ipsos ecclatn dec. et caplum prelibatos devolvantur, debet recondi ad unum locum certum et in ipso cumulari quousque summa ... ad tantum se extenderit, quod de ipsa ipsis eccle decano et caplo comparari comode possit singulis mensibus perpetuis temporibus sex marcas (!) l ) Col. pagamenti. Quibus per pref. dnum Reynardum prolatis, pref. dni prepus et canonici nomine etc. prehabita aliquali deliberatione dixerunt, quod ipsam do- nationem modo ut premissum est . . . acceptare vellent, et sie pref. dni R. W. et M. matura deliberatione prehabita non vi non metu nee aliqua calliditate sedueti aut circumventi bonaque voluntate et ex certa scientia pro salute animarum suarum in remissionem peccatorum suorum et suorum proge- nitorum et benefactorum animarum saltitem pure libere et irrevocabiliter donatione perfecta inter vivos donaverunt de- derunt et obtulerunt ipsis dnis prepo et canonicis prefatis nomine dnorum decani et capli eccle pred. prefatam domum cum omnibus etc. Et nichilominus ad maiorem securitatem dicti dnus R. W. et M. super dieta domo ore manu et calamo resignaverunt et supraportaverunt in manus dnorum prepi et canonicorum nomine etc., ins et dominium seu proprietatem quod dictis R. W. et M. competit in dieta domo transferendo . . . Eo etiam modo et forma quod ipsi dni decanus et caplum singulis mensibus perpetuis temporibus memoriam eorundem et suorum progenitorum solempniter peragi (lies: peragere) debeant in eccla dieta. (B. W. und M. verflichten sich, so lange Einer von ihnen lebt, für die Instandhaltung des Hauses zu sorgen, wird dasselbe einmal durch einen Unglücksfall zerstört, so dass es keine 20 Mark mehr einbringt, so werden sie auch Verhältnismäsig weniger von 8. Gereon beanspruchen.) Ceterum ordinatum est ..., quod ipsi dni dnus dec. et caplum dietam domum seu aliquam par- tem eiusdem a dieta eccla alienare . . . non debeant. Et si contrarium facient . . . quod extunc medietas dicte domus ad ecclam Col. et residua medietas ad monasterium s. Quirini Nussiensis devolvantur eo facto. . . (Die Zeugen wurden schon bei der vorigen Urkunde aufgezählt.) R. B. 80a-b. J ) Lies: „census sex marcarum" oder ähnlich. — 432 — 436.— 1365, Od. 1., bekundet Brudekinis von Bernsau, dass er von den 7 Priestervikaren an S. Gereon die nach der Würfelpforte hin gelegene Hälfte des Hauses „zum Schild", unter denselben Bedingungen, wie vorher Regnard von Steghe, auf seine Lebenszeit gepachtet hat. Jahrzins: 9 Köln. Mark, halb zu Ostern und halb zu S. Bemigius zahlbar. Ber Bastor Johann von Maria Äblass hat sein Siegel angehängt. Original in S. Gereon. Siegel erhalten. 437.— 1366, September 24., bekunden „7 Priestervikare" von S. Gereon, dass sie für sich und die 5 arideren Vikare von S. Gereon, die mit ihnen zusammen die „12 Briester" heissen, gemäss dem Bäte der 4 Kanoniker der gen. Kirche: des Bropstes Georg von Ayrscheit, des (Bechanten ?) Lutter von Matlair, des Vicedechanten Gerlach von Oytgenbach und des Heinrich von Berghem — die westliche Hälfte ihres auf der Gereonsstrasse gelegenen Hauses „zum Schild", welche zuletzt von Arnold von Braichbeke bewohnt geioesen, der Frau Blitza, Witttoe des Kölner Bürgers Conrad von Brandenburg auf ihre Lebenszeit, und zugleich dem Arnold von Münstereifel, einem der „Sieben", den Blitza zu ihrem Miteinwohner erwählt hat, auf dessen Lebenszeit gegen einen Jahrzins von 3 Mark verpachtet haben. Ferner hat dabei Blitza dem Johann von Stotzhem und dem Thomas von Unna, zweien von den genannten Sieben, gegenüber sich verpflichtet, in Jahresfiist wenigstens 150 Mark zur Wiederherstellung der sehr verfallenen Wohnung zu verwenden. Endlich hat Blitza zur Verbesserung der für die 12 Briester gemachten Memorienstiftungen eine Jahrrente von 2 Mark geschenkt. Angehängt wurden (und sind noch jetzt) die Siegel des Bropstes und der 7 Briester vikare von S. Gereon. Ber Akt wurde gemacht in der Bropstei von S. Gereon in Gegen- ivart der genannten Bersonen und des Johann von Brebach, der ebenfalls Vicar in der betr. Kirche war, a. d. 1366, die Iovis, que fuit vicesima quarta mensis Septembris. Gedruckt E. Qu. IY, 519—21 nach dem Original im Stadtarchiv zu Köln. — 433 — 4:38.— 1366, Oct. 30., Avignon. P. Urban V beauftragt den Propst von S. Gereon, diejenigen (unbekannten) Personen, welche bewegliche und unbewegliche Gilter der Gladbacher Benediktiner-Abtei mit Unrecht in Besitz haben, zur Bückgabe jener Güter zu ermahnen oder ermahnen zu lassen, und, falls die Uebelthäter keine Folge leisten, im allgemeinen über dieselben die Excommunication auszusprechen, und diese feierlich an edlen passenden Stellen verkündigen zu lassen. Datum Avinione III kal. Novembris pontificatus nostri anno quarto. Gedruckt nach dem Original im Düsseldorfer Staatsarchiv bei P. Ro- j,ertz, Quellen und Beiträge zur Geschichte der Abtei Gladbaoh, p, 277 „Mit päpstlicher Bleibulle und Kanzleiunterschrift: Sy. de Bourdone." 439.— 1366 bekunden die Gebrüder Johann Wunnerghin und Gerard, dass sie von den 7 Priestervikaren an S. Gereon für ihre Lebenszeit und noch 2 Jahre länger gegen einen in 2 Terminen zu zahlenden Jahrzins von 29 Köln. Mark und 7 guten Zinshühnern gepaclitet haben drei Stücke Ackerland: dass eine ist „seeundum vir- gam Col. usualem" 11 Viertel gross und liegt neben „der Junckheren kirghof"; das andere ist 1 / 2 Morgen und liegt am Scheideweg (anscheinend nahe beim ersten Stücke); das dritte Stück liegt „iuxta vineam tangen- tem" und ist 11 Viertel gross. (Es sind jedesmal die Grenznachbarn angegeben.) Strafbestimmung im Falle Nichteinhaltung der Termine wie gewöhnlich. Gerard, Rektor der Kirche S. Christoph hat sein Siegel angehängt. Original in S. Gereon. Siegel erhalten. 440.— 1367, Juli 30., verkaufen Mettildis, Wittire des Bruno von Halle, und Kinder dem Kapitel von S. Gereon für 1200 Köln. Mark eine Jahrrente von 20 Malter Boggen. Universis . . . Nos Mettildis relicta quondam Brunonis de Halle, frater Gotfridus ordinis b. Iohannis hospitalis Iheroso- limitani commendator domns eiusdem ordinis in Kyringhen extra muros opidi Inliacensis Col. dioc. de volnntate et licentia speciali superioris mei, Harpernus et Bruno fratres liberi et heredes Mettildis et quondam Brunonis coniugum pred., nec- 29 — 434 — lion Titzela Harperni et Metza Brunonis pred. coniuges legitime — notum facimus . . . quod notabili et manifesta necessitate nos urgente, cum aliam nobis utiliorem et qua facilius iuvemur viam invenire non possimus, de pleno consilio et deliberato animo . . . manu coniuncta . . . vendidimus ac presentibus vendimus ven. personis dnis caplo eccle s. Gereonis Col. . .. ementibus et recipientibus a nobis pro 1200 marcis pag. Col. . . . inter nos hincinde concorditer conventis et nobis . . . integre solutis . . . redditus hereditarios et perpetuos 20 mal- drorum siliginis mensure Col. tempore solutionis in foro com- muni Colonie venalis prope duos denarios melioris, quos qui- dem 20 maldrorum siliginis redditus . . . promisimus el . . . promittimus . . . dnis caplo et eccle pred. nostris vecturis labore timore periculis et expensis . . . deliberare super ipso- rum et eccle sue profate granarium et coram ipsorum sum- brino ... infra civitatem Col. libere et absolute singulis annis ... in f. b. Remigii conf. vel infra mensem continuum post ipsum fest.um immediate sequentem sine captione . . . A quorum etiam 20 maldrorum siliginis reddituum solutione . . . eligimus, ne nos excusent . . . communis patrie sterilitas, bladorum generalis decrescentia, grando, frigus, incendium, düuvhim, guerra generalis, aeris intemperies, fames, clades, exercitus, vis dnorum, rapina, turbatio, arrestatio seu quecunque prohi- bitio dni terre etc. etc. Et ut prefati dni . . . super huiusm. redditibus perpetuis certiores existant, . . . pro nobis et nostris heredibus coniunctim curiam nostram appellatam olim „der Troierhoff" sitam in Merheim cum . . . attinentiis universis, presertim cum I68V2 iurnalibus t. ar. situatis ibidem . . . cum censu perpetuo 50 pullorum 8 marcarum et 2 solidorum Col. pag., qui nobis singulis annis in dictam curiam solvitur. Quorum iurnalium t. ar. seil. 50 pro prima eultura vulgariter dieta „gewande" situati sunt 11 super Burchacker ... 4 tendunt ad viridem viam . . ., 1 ibidem . . ., 4 ante domum braxiture infra rubetum . . ., 6 ibidem iuxta viam Nussiensem . . . > 6 sub monte Hedelberch, 3 quartalia in eodem loco . . ., 1 per quem transit via versus Neyle ... 3 super viam molendino- rum versus Neyle . . ., 3 tendentes . . . super piscinam . . •, 3 super viam Neylensem, pars clippealis prope etc., 6 super viam Neylensem . . ., 2 ibidem versus Coloniam, 2 super via — 435 — versus Lunrike .... Proterea 65 V 2 iurnalium pro secunda cultura situati sunt 11 iurnales in „der kaldelachin" prope agros s. Gereonis pertinentes in den „spilhoff", 14 bij den crummerhecgen . . ., 5 ibidem . . ., '/2 ibidem . . ., 3 ten- dentes super viam Nussiensem . . ., 2 tendentes super spinam dictam „dat haynkin" . . ., 1 versus Lachern . . ., 6 tendentes super quercum . . ., 4 iuxta burkulen . . ., 2 ibidem . . ., 5 ibidem . . ., 1 versus Lunrike . . ., 5 prope nunnenkulen . . . et 6 ibidem in 3 particulis .... Deinde 50 iurnalium pro tertia cultura situati sunt 6 iurnales prope creusum (?)..., 2 . . ., 5 iuxta nunnenkulen . . ., 5 prope kaldelaichen . . ., 6 prope Tetzerkamp . . ., J / 2 . . ., 1 super via Nussiensi . . ., 3 super santkulen . . ., 3 sub Hedelbergh . . ., 6 super via Nussiensi . . ., iy 2 • • •> 5 iuxta quercum . . ., 2 1 J i prope haynkin ... et 3 prope rubrum Ossendorp .... (Folgt Angabe der „Zinsen"). Cuius quidem parve curie terre arabilis et iura pertinent ad magnam curiam in Merhem situatam, quam ego Harpernus pro nunc in emphiteosi teneo . . . a ven. dnis decano et caplo eccle s. Gereonis, et ab ipsa magna curia dependent in feudo; et solvit ipsa parva curia cum suis terris arabilibus ... in et ad magnam curiam . . . singulis annis . . . feria quinta proxima ante festum palmarum 2 maldra et 3 sum- brina avene mensure pred., Q l j 2 sol., 6 pullos, 20 ova, et ad arandum 4 iugera que faciunt ö 1 ^ iurnales; item 2 iuratos et 2 curmedas . . .; insuper solvit annuatim . . . conventui dni Huperti siti (!) prope sanctam Mariam ad ortum Colonie 1 mal- drum sil. et 2 pullos. . . (Harpernus verpflichtet sich und seine Erben den Kleinen Hof nicht iveiter zu belasten und nie zu zerstückeln bei Strafe des Heimfalles desselben an 8. Gereon.) Quam etiam curiam cum suis terris arabilibus censibus et pertinentiis me- moratis nos prefatis dnis caplo et eccle s. Gereonis . . . pro redditibus 20 maldrorum sil. obligamus subpignoramus et supra- portamus hereditarie et in perpetuum, et ea pro nobis et nris successoribus et heredibus recepimus et recipimus ab eisdem dnis caplo et eccla ... in emphiteosim ... in presentia hon. et discretorum virorum dni Reynardi de Spitza canonici eccle s. Cuniberti Col., Heinrici de Cassel, Iohannis de Bercheim, Iacobi de Merheim et Iohannis filii eius ac Gobelini Eyfflers necnon aliorum iuratorum magne curtis in Merhem predicte, — 436 — et speciali voluntate et consensu mei Harperni tamquam scul- teti curtis eiusdem ex parte et auctoritate dnorum decani et capli eccle s. Gereonis ... (Wird eine Bedingung von Harpernus und Genossen nicht eingehalten, so fällt der ganze Kleine Hof mit einziger Ausnahme der Geräte und der lebenden Tiere an 8. Gereon, Dabei tverden jedoch dem Grossen Hof die ihm von dem Kleinen Hof zustehenden Zinsen und Rechte gewahrt. Bann folgt der Verzicht auf edle möglichen Exeptionen und Privilegien, darunter auch auf die „exceptio deeeptionis ultra medium iusti pretii et quod res nunc plus valet pretio aut in futurum valebif. — Mettildis, Gotfridus, Harpernus und Bruno haben ihre Siegel angehängt, die 2 letzteren zugleich für ihre Frauen; ausserdem haben ihre Sieyel zugefügt Bitter Johann von Looenbergh, der Bruder, und der Schildträger Harpernus von Alstorp, der Neffe der Mettildis; die Geschworenen des Grossen Hofes, die kein eigenes Siegel haben, bekennen sich gebunden durch das Siegel ihres Schidtheissen.) Acta sunt hec in figura iudicii in porticu eccle s. Gereonis pred. sub huva 1 ), pre- sentibus ibidem ven. Georgio prepo, Rorico, Luttero, Gerlaco et Nevelungo, Henrico, Gerhardo et Reynero canonicis eiusdem eccle . . . a. D. 1367 die veneris penultima mensis Iulii que fuit Abdon et Sennen martirum beatorum. R. B. 16 a—18 b. (1367, nach dem 30. Juli) bekundet der Official der Propstei und des Archidiakonats von Köln, dass vor seinem Gerichte Johann Haupt von Recke- linghausen, der Reddituar des Kapitels von S. Gereon, erschienen ist, und eine unverletzte und durchaus unverdächtige Urkunde vorgezeigt hat. „Quam quidem litteram idem Iohannes transcribi petiit et in formam publicam redigi nostra auctoritate ordinaria et decreto, ne ipsius copia casu fortuitu (!) amit- tatur. Nos itaque visa et inspeeta diligenter eadem littera et ipsam veram absque aliqua suspicione reputantes et eiusdem dni Iohannis petitioni utpote rationabili annuentes prefatam litteram scribi et publicari mandavimus per disoretum virum Hermannum dictum Rype de Rekelinchusen clericum Col. dioc. publicum imperiali auctoritate et in curia Col. notarium iuratum, vo- lentes tenore presentium de cetero, quod transeripto sive transsumpto huiusm. deineeps in omnibus et per omnia plena fldes tarn in iudicio quam extra sicut orginali littere antedicte adhibeatur, ipsumque transsumptum fldem faciat in agendis. Quibus autem omnibus et singulis nram auetoritatom interponimus et decretum. Tenor vero ipsius littere contractus de qua supra fit mentio de verbo ad verbura sequitur et est talis:" (.Folgt die vorstehende Urkunde der Mettildis etc.). — R. B. 18 b. *) huva ist wohl verschrieben für „luva" = nind. „love" ;= Laube. — 437 — 441.— 1368, Jan. 8., bekunden Ritter Aylf van Ophoven und Frau, dass sie mit Unrecht Anspruch gemacht haben auf einen Zins von 2 Malter Roggen von dem 8. Gereon zustehenden Zehnten zu Opladen. Wijr Aylf van Ophoven ritter ind vrou Gndghin syn eylich huysfrou bekennen .... alleyne ich Aylf vor mich myne vrotrwe vorgen. ind onse erven die werdiche heren dat capittel van sent Gereon zu Collen ayngesprochen hatte as umb zwei malder roggen gelds erflich gülden, die sie mir erffüchen gelden soelden uyss irme tzeinden zo Opladen, Avant ich doch overmitz aide kuntschaph ind myne vrunt underwyst ind beriecht byn, dat ich noch myn erven an der ansprachen noch an der erfgulden geheyn recht en hatten noch en haven. So bin ich vor my ind myn erven der aynsprachen vorderingen coeste schaden arbeits in aller Sachen biss tip disen dach datum dis brieffs mit den vorsprachen heren ind capittel ganz. ind zemaile gesaist ind vruntlichen gesuint, ind hain verzegen ind verzijen overmitz dissen brieff vor mich myn huyssfrou ind alle onse erven op ainsprache ind vorderinge dez erf- guylden etc. (Auf seihst sowie der Ritter Johann von Esselroide und die Knappen Johann van Revele und Diderich van den Voerste haben ihr Siegel angehängt.) Dit is geschiet ind gedeydingt binnen Collen zo sent Kuniberts in heren Henrichs hove des kerls, (!) da over ind ayn waren ersam berve lüde Iohann Moir van Broike, Pelgrim van der hoven, Frederich ind Albert van Vilkerode, Sobbe van der Heyden, Henrich van Dattinvelt ind vort vil guder knapen in den jairen onss heren Christi 1368 up eyn satersdaich die was der eicht daich des mands die heist Ianuarius. R. B. 119 a, 442.— 1368, Februar 14. (ipso die beati Valentini quo est XIIII ma mensis Februarii), verschreibt das Kapitel von S. Gereon dem „Concanonicus Henricus de Berghem", der ihm 100 Mark zum Ankauf gewisser Ländereien „agris curtis nostre in Langen- ach conflnes" geliehen hat, eine Rente von 3 Malter Roggen-, — 438 — Original im St.-A. zu Düsseldorf. Siegel des Stifts stark beschädigt. — 1369, März 16. (ipso die b. Heriberti epi et oonf.), verschreibt dasselbe demselben eine Leibrente von 2 Malter Weizen gegen ein Darlehn von 600 Mark, mit denen das Kapitel „quosdam agros agris curtis nre in Heppen- dorp confines, qui olim spectabant ad Brunonem de Halle" ankaufen will. Original mit Siegel ebenda. 443.— 136S, Juli 14., entscheiden D. K. von S. Gereon Streitigkeiten zwischen den Sieben und den übrigen Priestervikaren der genannten Kirche. Nos Hugo dec. et caplnm eccle s. Gereonis Col. tenore pntium notum facimns universis . . ., quod orta materia dissen- sionis inter discretos viros dnos Florentium de Erpell s. Io- hannis ev., lohannem de Castro s. Crucis, Apollonium de Duyss- bergh, s. Nicolai, lohannem de Reckelinckhusen s. Cecilie, Manefredum s. Victoris, Matthiarn de Düren s. Pauli, Tilman- num de Lechenich s. Marie virg., Gerlacum de Solre s. Dio- nysii, Iacobum de Nussia s. Blasii altarium in dicta nra eccla sitorum, Christianum de foro piscium capelle s. Quintini Col, Walramum de Cis capelle site in curia dni Arnoldi de Arscheit canci nri infra emunitatem dicte nre eccle, et Lambertum dictum Ursus hospitalis prope ipsam nram ecclam rectores, ac lohannem de Breydenbach vicarium in eadem nra eccla, actores ex una parte — necnon Wilhelmum de Schoblendorp s. Mauritii, lohannem de Stotzhem s. Andree, Thomam de Unna ss. Maurorum, Tilmannum de Düren s. Petri, Arnoldum de Mollenheim Eyfflie s. Iohannis Bapt., Iordanum de Clivis s. Martini, ac Nicolaum de Berka s. Sebastiani altarium in nra eccla sitorum etiam rectores, reos ex altera parte, de et super 2 domibus sitis inter curiam prepositure eiusdem eccle et eiusdem eccle curiam claustralem appellatam Vielle, necnon medietate domus site in platea civitatis Col. appellata platea s. Gereonis infra parrochiam eccle s. Marie indulgen- tiarum Col., contigue curie appelate Loehoff, et earnn- dem domorum ac medietatis domus possessione ac disposi- tione . . . censuumque ... ex eis provenientium perceptione, quas et quos prefati actores ad se et ptos reos communiter, - 439 — ipsi vero rei ad se duntaxat solos et in solidum . . . spectare hincinde dicebant; et super eo, quod nontuüle Ire et privi- legia tam ad actores quam ad reos . . . spectantes et per- tinentia fuerant et erant in quodam scrinio conclusa et serata (!), cuius scrinii clavem seu claves prefati rei soli . . . tenebant . . .; necnon super eo, quod prefati rei ratione suorum bene- ficiorum de consuetudine antiqua eligere consueverant atque solebant unum communem temporarium cellerarium sive recep- torem omnium . . . vicariorum nre eccle pte, de quo pti actores conquerebantur, quod cellerarius huiusm. pro tpre ipsis actoribus de suorum beneficiorum fructibus, quos ipse cellerarius exigere recipere et ministrare ex ofücii sui debito tene- retur, diversis vicibus respondere et satisfacere neglexisset: Nos aucte nra ordinaria tanquam iudices in hac causa dicta- rum partium competentes . . . recepta per nos informatione sufücienti et auditis probationibus, quas quelibet partium . . . producere intendebat . . ., per hanc nram diffinitivam senten- tiam inter memoratas partes ordinandum et pronunciandum duximus . . . (Der nun folgende Schiedsspruch lautet ganz im Sinne der Kläger; die Urkunden sollen offen gelegt, und soweit sie nur eine der 2 Parteien betreffen, dieser Partei ausgeliefert iverden; soweit sie aber beide betreffen, sollen sie in einem Schranke verivahrt toerden, zu welchem jede Partei einen Schlüssel haben soll. Hinsichtlich des ersten und dritten Punktes sollen die bisherigen Ungerechtigkeiten und Unregelmässigkeiten vergessen sein. Thut der Kellner in Zukunft seine Pflicht nicht, so kann die benachteiligte Partei bei dem Kapitel ihr Recht suchen.) Actum pronunciatum et dictum in domo caplari dicte nre eccle in pntia partium antedictarum, in cra- stino festi b. Margarethe, videl. feria sexta, que fuit 14. dies mensis Iulii, mane hora caplari a. Nat. üni 1368. Cop. Yic. fol. 21 sqq. 444.— 1368, Oct. 16. (up sente Gallen dach), bekundet der Schidtheiss des Linner Landes die Verpflichtung der Herren von S. Gereon Itinsichtlich des Kirchenbaues zu Büderich. Allen luden doe ic Henrich ingen Hain, eyn scholteit in den lande van Lynne nu zerzyt, kont ind kenlich, dat vor . _ 440 — my syn komen die geraeyne kirspels lüde van Buderich, die men darbij verbaden kont, ind hebben vor mij ergiet ind be- kant, offt sake wcir dat die heren van sent Gereoin van Coelen den bodicke van der kirchen van Buderich weder deden maken als wael noit is, oft dat voirschreven kirspel dar yet an weir schuldich toe maken, dat sij dat den vurss. heren weder richten soelen so wat oen des van rechte gebuerit toe richten so wanner sij die vurss. heren dar umme duen manen. (Der Schulthelss hat sein Siegel an den Brief „gedrueckt".) Gegeven etc. E. B. 92 a. 445.— 1368, Dez. 22., bekunden Gencin, Rektor, sowie Dide- rich von Ayzbeke, Herbord von Nederenberg und Henrich Lucius (= Hecht) von Grunschotel, Kirchmeister der Pfarrkirche zu Volmestene, Köln. Dioc, dass sie von dem Kanoniker cm S. Gereon, Heinrich von Bereitem, 12 Mark in zu Dortmund gebräuchlicher Währung erhalten und mit denselben von dem Schildträger Diderich von Ennede eine Jahrrente von 1 Mark der genannten Währung, lastend auf den Giltern des D. zu Ennede, gekauft haben; von dieser Mark sollen die jedesmaligen Kirchmeister von Volm. an die Pfarrkirche immer 6 Schillinge für Lichter und 5 Schill. 4 Den. dem zeitigen Sektor, sowie 8 Denare dem Glöckner der gen. Kirche geben, wogegen der Rektor zum Gedächtniss des Stifters H. v. B. sonne der Vorfahren und Freunde desselben an 4 bestimmten Tagen die Vigil und die Messe für die Verstorbenen zu halten hat, wobei vor dem Altar eine brennende Kerze stehen soll. Wird eine der Bedingungen nicht eingehalten, so fällt die Rente sofort an S. Gereon zu Köln. — Für die Aussteller der Urkunde hat Engelbert Graf von der Mark, Patron der Pfarrk. V., sein Siegel angehängt. Original in S. Gereon; das Siegel hängt gut erhalten. — K. B. 97. 446.— 1369, Febr. 1., erhalten der Schöffe Heinrich von Cusin im Filzeng reiben und Frau von den Provisoren des Spitals zu S. G. 2 hölzerne Häuser, gelegen bei S. Apern, in Erbleihe. Original zu Köln. St.-A. („Mitteilungen" VII, 49.) — 441 — 447.— 1369, Febr. '■)., bekunden der Dechant und das Kapitel von S. Gereon, dass sie, wegen des Ankaufs der Heppendorfer Güter des Schildträgers Bruno von Halle und seiner Ehefrau Mettildis für 1506 l l 2 Köln. Mark, in Geldnot geraten seien, und daher in einem am gewöhnlichen Orte unter den gewöhnlichen Formen abgehcdtenen Kapitel mit Einstimmigkeit dem Canonicus an Mariengraden Johann Raupt von Reckelinghausen und der Bela von Eimich, Tochter des Köln. Bürgers Johann von Eimich, für 300 erhaltene Kölnische Mark eine Jahrrente von 5 Mltr Köln. Maass guten Weizens verkauft haben. Stirbt einer von den Zinsberechtigten, so braucht S. Gereon dem Ueber- lebenden nur mehr 3 Malter jährlich zu liefern; nach dem Tode beider hört die Verpflichtung ganz auf. Dafür und überhaupt aus Dankbarkeit für die vielen Dienste, tvelche J. H. v. B. der Kirche S. G. geleistet, soll jedesmal am Todestage des Genannten und am siebenten Tage nach demselben je ein Mltr Boggen zu seinem, seiner Eltern und Freunde und aller Verstorbenen Seelenheil an die gegenwärtigen Kanoniker von S. G. verteilt werden. Strafe bei Nichtein- lieferung der Rente während ziveier Jahre nach einander: Die Rente wird eine ewige. Das Kirchensiegel „ad causas" wurde angehängt. „Datum et actum in loco caplari eccle nre pred. pntibus dnis Hugone de Burs decano, Henrico de Suderlant scolastico, Ro- rico de Noco castro, Luttero de Matlar, Gerlaco de Oytgen- baich thesaurario, Nevelungo de Hardenbergh choriepo, Gerardo de Manderscheit, Henrico de Berchem, Reynero de Nussia, Iohanne de Castro, Syfrido de Isenburgh et Iohanne de Heil- den canonicis caplum facientibus in loco et hora debitis. A.D. 1369 die veneris nona mensis Februarii." Original in S. Gereon. Siegel abgerissen. — R. B. 67. 448.— 1369, April 24., veröffentlicht der Ofßcial des Dompropstes einen Akt, gemäss ivelchem Brun, Sohn Brun's van Halle, Haus, Hof und Zubehör — über zwei Hufen Ackerland — gelegen zu Heppendorf gegen löOö 1 ^ Mark an das Kapitel von S. G. verkauft hat. I. n. D. a. Nos officialis prepi et archidiaconi Col. notum facimus . . . quod constituti in iudicio coram nobis hon. vir dnus loh. Caput canonicus in eccla b. Marie ad gradus Col., — 442 — sindicus et procurator ut asseruit ven. virorum dnorum decani et capli eccle s. Gereonis Col., exhibuit presentavit et ostendit publice coram nobis unam litteram patentem theutonico ydio- mate scriptam cum 4 sigillis veris illorum quibus ascribuntur et 4 pressulis de pergameno impendentibus sigillatam non cancellatam non abolitam nee abrasam nee in aliqua sua parte suspeetam sed prorsus omni vitio et suspicione carentem ut prima facie apparebat, quam quidem litteram idem dnus Iohan- nes sindicus et procurator pred. transscribi petiit et in publi- cam formam redigi nra auetoritate ordinaria et decreto, cum ipsa littera originalis propter viarum discrimina et alia . . . pericula de loco in locum deferri secure non valeat et etiam ne propter litteram caducam perire videatur. Nos itaque ... eiusdem dni Iohannis petitioni . . . annuentes prefatam litteram scribi transsumi et publicari mandavimus per discretum virum Hermannum dictum Rype de Rekelinchusen clericum Col. dioc. publicum imperiali auetoritate et in curia Col. notarium et per Ambrosium de Rekelinchusen notarium in eadem curia eollationem eiusdem transsumpti cum ipsa littera originali fieri diligentem, volentesque . . . quod transscripto . . . plena fides adhibeatur tarn in iudicio quam extra sicut originali littere antedicte . . . quibus omnibus et singulis nram aueto- ritatem interposuimus et decretum. Tenor vero ipsius littere de qua supra fit mentio de verbo ad verbum sequitur et est talis: Wiir Brun soen die wilne was Bruns van Halle ind Mettil syn euch huysfrouw don kunt . . . dat wir vor uns ind alle unse erven . . . verkoufft haven ind vereoffen . . . den ersa- men heren dechene ind capittel der kirchen sent Gereons in Collin ind yrre kirchen unse huyss schüren ind hoiff zo Heppen- dorp gelegen, dat man heist Bruns gut van Halle mit alle synre zubehoringen ind gemeynden so wie ind wair die gelegen synt in dorpe und in velde zo Heppendorp, mit namen tzwa hoven vuynff morgen ind eynen halven ind seisthalven roeden artlantz up gemessen ummer eynen morgen vur zwelff marc Cols payments zo disser zijt genge ind geve dat is vor vunffzenhundert seis mark vunff Schillinge ind seis penninege payments vurss., wielch gelt die selve heren unss wal bezalt ind vorriecht haven . . . vort so hain wir den vorgenant heren — 443 — ind irre kirchen gelovet ind geloven overmitz diesen brieff der vorspr. koiffs ind guds ze halden ind zo doine stete ind rechte werscap iair ind dach as in derae lande recht ind gewontlich is ind all rechte ansprake ave zo legen. Ind haint dar vor den selven heren ind yrre kirchen gesatzt ind setzen in diesem brieve zu bürgen die ersam lüde Harper van Halle myns Bruns broder ind Godart van Wedendorp geheissen Mulstroy die sich mit unss ind wir mit un verbindent in desem brieve vor die selve werschaff; also wert dat den heren ind irme godshuyss bynnen jars ind dage eynich krot hinder off anspracke an deme koyffe ind gude weder vore den wir zo yrre heyschingen nyet äff en rechten, so solen ich Brun, Harper myn broder, Godart vorgenant as dan gemant in varen zo Coelne in eyn herberge, die man uns dar wiset, manlich selven off eyn knecht mit eme perde vor manlichem legen leisten, niet uyss ze varen wir en haven den crut ave gedaen ind den schaden den die heren des hetten wail gerecht sunder argelist. Vort um dat diese vorspr. herren ind er knechte dit vurss. guyt ind lant erfflichen ind ewlichen ze besitzen ind ze behalden siecherer ind gewisser syn, so hain wir Brun ind Mettil myn huyssfrou vorgen. lyfflichen ersehenen hude in dem vullen gerichte zer Loo zo Turre vor Conen Koif van Stertzhem amptman zu Berchem, Schurpe van Bolenhem voyde ind Reynere dem boyden ind dem lantmanne van dem selven gerichte (folgen 14 Namen, worunter Joh. Hucke van Berendorp und Teyle der offerman van Heppendorp), ind hain alda ... so wie man unss wisede mit richte des guyds uyssgegangen uns enterfft in die heren ind ir kirchen geerfft mit vuller moghe ind maicht so we wir van rechte solden. (Der gen. Amtmann sowie Brun haben ihre Siegel angehängt, letzterer für sich und seine Frau.) Ind ich Mettil Bruns hnysfrou bekennen, dat ich dissen verkouff ind diesse verzichnisse vor den gerichte ind den luden vorgen. willentlichen gedain haven, den stede ind fast zu halden ind darumb eynen güldenen verzichpen- nynck entfangen haven. (Auch Harper und Godart „Borgen vurgen." haben ihre Siegel angehängt.) Dit is geschiet up der stat vurgen. na gods geburt . . . 1369 up den sunnendach in der vasten as man sinegt „Iudica" die do was der XVIII dach des Mertz mands. — 444 — In cuius rei testimonium presens transscriptum per Her- mannum notarium supräscriptum exinde fleri et in formam publici instruraenti redigi mandavimus et sigillo nro officiali- tatis maioris fecimus appensione communiri. Acta sunt hec in arabitu eccle Col. in loco solito nri iudicii . . . a. D. 1369, ind. 7., mensis Aprilis 24., hora prime vel quasi, pontificatus sanctissimi in Christo patris et dni nri dni Urbani digna Dei Providentia pape quinti anno 7., presentibus . . . mgro Adolpho Medemen advocato, Petro de Bostwilre, Brunone de Lanch, Hermanno de Nussia et Gerardo de Boslar notariis in curia Col. iuratis ac aliis etc. (Folgt die notarielle Bestätigung des vorstehenden durch den gen. Hermann Bipe von B., sowie die Erklärung des Ambrosius von B. über die vorgenommene Collation.) R. B. J04a—105 b. — Das Transsumpfc allein steht auch R. B. 108. 449.— 1369, Maerz 22. Das Kapitel von S. G. verkauft seinem Scholaster H. von Suderland gegen 212 Gulden eine Erbrente von 10 Malter Weizen. Universis . . . Hugo de Bours decanus, Roricus de Novo Castro, Gerlacus de Oytghenbach, Luterus de Matlar, Robinus de Ysenburch, Nevelnngus de Hardenberg, Henricus de Bergheim, Syfridus de Ysenburg, Iohannes de Castro, Hermannus de Ryghenstein et Iohannes de Heylden canonici facientes caplum s. Gereonis Col. . . . Noveritis, quod —■ quia ven. vir dnus Henr. de Suderlande, scolasticus dicte eccle nre, in sub- sidium solutionis pretii curtis in Heppendorp cum suis bonis . . . per nos a Brunone de Halle nunc de novo empte de suis propriis pecunüs nobis et eccle nre pred. contribuit ... 212 florenos de Florentia hac conditione, quod nos eidem dno Henrico scol. . . . annis singulis quoad vixerit in f. b. Remigii vel infra quindenam immediate sequentem sine captione 10 maldra tritici melioris cremend eccle nre solvere tenea- mur, et quod ipse dnus Henricus scol. sive inter vivos sive in ultima voluntate sua quacunque etiam minus solempni aut nudis verbis de 10 maldris sil. de curte et bonis pred. post ipsius Henrici obitum tollendis et percipiendis sive pro me- — 445 — moria sua canonicis dicte eccle nre duntaxat distribuendis sive ad fabricam vel ornatum eccle nre pred. per nos singulis annis perpetuo erogandis et convertendis disponere et ordinäre valeat modis et formis quibus et prout sibi videbitnr expedire — nos eiusdem dni Henrici laudabile propositum confoventes ... ad capitulandum congregati . . . attendentes quod idem dnus Henricus circa emptionem dicte curtis eccle nre evidentem utilitatem procuravit . . . aliaqtie plurima eccle nre obse- quia utilia impendit et impendere poterit . . . sibi in caplo presenti promisimus et promittimus (die bedungene Jahrrente regelmässig zu verabfolgen; kein Unfall soll davon entschuldigen können. Handelt das Kapitel gegen die Festsetzung, so ivird die Rente sofort eine erbliche und ewige. Angehängt wurde das Kirchensiegel „ad causas".) Datum et actum in loco caplari eccle nre pred. presentibus hon. et discretis viris dnis Iohanne dicto caput de Reclinchusen canonico s. Marie ad gradus Col. et Iohanne de Stotzheim vicario in dicta nra eccla ac Lamberto dicto Ursus de Susato rectore capelle seu altaris hospitalis prope ipsam ecclam nram presbiteris testibus . . . a nativitatis Dni 1369, die tovis XXII da mensis Marcii. Original in S. Gereon. Siegel verletzt. 150.— 1370, April 4., stellen 4 Kanoniker von S. Gereon im Auftrage ihres Kapitels ein Inventar auf, worüber der Notar Hermami von Amergen einen öffentlichen Akt aufnimmt. I. n. D. a. Per hoc presens publicum instrumentum cunctis (?) pateat evidenter quod anno a nativitate eiusdem 1370, ind. 8., April 4., hora diei nona vel circa in presentia mei notarii publici et testium subscriptorum ad hoc vocatorum et rogatorum personaliter constituti ven. viri dni Gerlacus de Üytkenbach, Nevelungus de Hardenberch, nobiles, Reynerus de Nussia et Iohannes de Helden, canonici eccle s. Gereonis Col. asserentes, quod ex commissione speciali et mandato capli eiusdem eccle . . . ipsis factis . . . vellent facere quan- dam descriptionem . . . librorum ornamentorum preciosorum quorumcunque in eadem eccla existentium et pertinentium ad eandem. In primis ostenderunt in choro dni prepi eccle — 446 — prenotate in stallis superioribus a capite incipiendo hos libros subscriptos, videl. (1) memoriarum qui incipit in primo folio: „notum sit omnibus" ... et terminatur in ultimo folio „pia mente;" (2) super pulptu (!)... psalterium novum, quod incipit in primo folio „exaudi Dne" et terminatur in ultimo folio „libera nos Dne amen"; (3) in eodem pulptu breviarium mag- num cum notis et incipit in primo folio cum rubro de s. Gereone ad vesperas ... et terminatur in ultimo „benedicamus Dno, Deo gratias"; (4) parvum psalterium cum coreo albo ...; (5) ordinarium cum vigiliis per notas . . .; (6) collectarium anni cum ymagine et vignetis x ) et aliis asscriptis . . .; (7) psalterium rubeo coreo cooportum et incipit in primo folio in rubro „Ianuarius habet XXXI dies et terminatur in eodem „Romani (?) abbatis" incipit in ultimo „virginis proles" et terminatur in eodem „omni iugiter evo amen"; (8) breviarium parvum . . .; (9) psalterium parvum cum rubeo coreo in cuius primo folio sie habebatur scriptum inferius: „hoc psalterium positum est hie pro memoria dni Iohannis de Munheym vi- carii huius eccle"; (10) antiquum psalterium parvum modici valoris; (11) ibidem in inferioribus stallis in pulptu superiori graduale . . .; (12) in inferiori pulptu psalterium pallido coreo coopertum . . .; (13) antiphonarium magnum noviter cum coreo albo coopertum . . .; (14) in choro dni decani in superioribus stallis a capite incipiendo librum memoriarum . . .; (15) in pulptu antiphonarium . . .; (16) in eodem pulptu librum que- stionum b. Augustini de eo quid est Deiis . . .; (17) in eodem psalterium antiquum . . .; (18) super stallis graduale parvum . . .; (19) librum sapientialem glosatum super quo superius in coopertario scriptum erat: „nunc librum sapientialem dedit mgr Rutgerus de Aldendorp scholasticus huius eccle in sui memoriam . . .; (20) psalterium glosatum . . .; (21) librum roralem (?) rubeo coreo coopertum habens kalendarium novum annexum . . .; (22) psalterium antiquum rubeo coreo coopertum habens kalendarium novum annexum . . .; (23) in pulptu inferiori breviarium novum sine notis albo coreo coopertum . . .; (24) super stallis collectarium . . .; (25) ordinarium anni cum vignetis annexis . . .; (26) psalterium cum ympnis (?) et communi sanetorum cum notis . . .; (27) psalterium magnum rubeo coreo coopertum . . .; (28) psalterium . . .; (29) psal- _ 441 - terium parvum habens in fine quedam cantualia . . .; (30) breviarium satis antiquum cum notis sine lineis . . .; (31) in inferiori pulptu superius graduale . . .; (32) antiphonarium magnum et novum novo coreo coopertum . . .; (33) psalte- rium cum ympnis et commendatione defunctorum . . .; (34) in medio chori in pulptu collectarium . . ., et omnes isti libri servantur (?) cathenis alligati excepto collectario medio chori- (35) in armario in quadam fenestra librum missalem cum notis, albo licet maculatc; coreo coopertum . . .; (36) aliud librum missalem cum notis rubeo coreo coopertum . . .; (37) martilogium (!) cum regulis Ysidori de vita clericali albo coreo coopertum . . .; (38) evangeliarium rubeo coreo coopertum . . .; (39) psalterium portabile . . .; (40) epistolarium nigro coreo coopertum . . .; (41) librum vigiliarum cum notis ha- bentem commendationes agendam benedictionem ignis cerei fontis et inunctionis . . .; (42) parvum libellum parvo coreo coopertum continentem varias historias per notas et psalmos aliquos speciales asscriptos . . .; (43) psalterium parvum mo- dici valoris . . .; (44) librum vigiliarum commendationum 7 psalmorum, albo licet maculato coreo coopertum . . .; (45) librum continentem diversa cantanda diversis temporibus anni . . .; (46) tabulam cantualem oblongam cum notis et in- cipit in primo folio . . .; (47) = (45); (48) in quodam pulptu libros infrascriptos cathenis alligatos seil.: (a) statuta eccle Col. que ineipiunt in primo folio „licet de clericis" et termi. nantur in eodem „quispiam incitetur" et ineipit in antepen- ultimo „calceos etiam" et terminatur in eodem „et singulorum testimonium"; (b) librum pulchrum appellatum catholicon coreo rubeo et cupro coopertum qui ineipit in primo folio „pro- sodya quedam pars grammatice" ... et terminatur in ultimo folio „explicit liber catholicon amen"; (c) alium librum albo coreo coopertum supra quam ab extra scriptum erat „nunc librum epistolarum Pauli dedit mgr Rutgerus de Aldendorp scholasticus in sui memoriam" . . .; (49) in parte monasterii versus plagam septentrionalem super testudine prima 12 Volumina librorum magna et preciosa videl. (a) librum intitulatum „supra moralia Gregorii in lob" . . .; (b) librum in eadem moralia qui ineipit in primo folio liber duodeeimus . . .; (c) librum in eadem moralia . . .; (d) librum omeliarum a f. — 448 — pasche usque ad adventnm . . .; (e) über omeliarum ab ad- ventu usque ad pascha . . .; (f) librum intitulatum passionale ab adventu usque ad pascha qui incipit in postprimo folio „passio s. Andree" . . .; (g) librum intitulatum pars passiona- lis secunda qui incipit . . . „incipit vita b. Ambrosii epi" . . .; (h) librum intit. tertia pars passionalis a Septembre usque ad f. b. Andree qui incipit . . . „Incipit conversio s. Iustine vir- ginis" . . .; (i) librum continentem primam partem biblie qui incipit in primo folio „epistola b. Ieronimi" et terminatur in eodem „pharisei stupent" et incipit in ultimo „Si quomodo (?)" et terminatur in eodem „suos compresserunt"; (k) liber intitulatum secundus liber bibliotece (!) qui incipit in primo folio „propterea quia essent" et terminatur in eodem „nichil ad- versus et incipit in ultimo „fenum qui (?)" et terminatur in eodem „anathema sit"; (1) librum intit. tertia pars biblie que incipit in primo „cogor per singulos" 2 ) et terminatur in eodem „Caldei fecerunt" et incipit in ultimo „ab eo" et terminatur in eodem „omnibus amen" 3 ); (m) librum omeliarum de sanctis a f. pasche usque ad adventum Dni, qui incipit in primo folio „in natali apostolorum" et terminatur in eodem „non Christo" et incipit in ultimo „in nativitate" et terminatur in eodem „anathema sit amen"; (50) librum officiatorum in choro continentem psalterium et cantum antiphonarii . . .; (51) antipho- narium novum albo coreo coopertum . . .; (52) librum officiatorum chori continentem cantum gradualis . . .; (53) antipho- narium antiquum rubeo coreo coopertum . . . cum notis . . .; (54) librum epistolarum anni antiquum . . .; (55) librum anti- quissimum continentem multas regulas decreti et sanctorum patrum canonum . . .; (56) psalterium glosatum . . .; (57) librum concordantiarum ewangeliorum qui incipit in primo folio cum aureis litteris „canon primus in quo quatuor"; (58) quas- dam petias antiquorum voluminum illegibilium numero sex; (59) in altari inferiori quod dicitur primum altare pixidem argenteam deauratam cum ymaginibus 12 apostolorum 8 angelorum et Christi superius in maiestate sedentis ut esti- mabatur habentem in pondere 6 marcas argenti; (60) mon- strantiam unam videl. crucifixi supra pedem argenteum ver- miculatum habentem in brachiis 8 angelos aureos cum lapidibus preciosis unam crucem parvam bis crucifixam et ex alia parte — 449 — ornamentum quadrangulare cum quibusdam reliquiis et cruce supraposita et supra caput crucis parvulam cum 10 lapidibus in qua dicitur esse de ligno crucis Dni et in pede cor argen- teum — habentem in pondere 8 marcas argenti, ut dicebatur; (61) monstrantiam habentem pedem argenteum deauratum de cristallis in modum crucis depositam in qua erant ut apparuit reliquie; (62) vas sacri oloi ad modum turrium supra pedem argenteum ad modum pilarii habens in pondere 6 marcas ut dicebatur; (63) ymaginem b. Virginis baiulantem natum in brachiis de alabastro super pede nigro marmoreo; (64) cru- cifixum de lapide agetto [!] nigro super pede marmoreo nigro; (65) quandam monstranciam ligneam formatam ad modum eccle argento circumductam; (66) pixidem eburneam in qua conservabantur diverse particule reliquiarum; (67) crucifixum de cupro super pede cupreo deauratum in quo dicebantur (esse) reliquie multe; (68) scrinium parvum eburneum in quo videbantur relique sanctorum; (69) crucifixum eburneum ligno subnigro affixum; (70) supra pedem ligneum deauratum tabu- lam quadratam in qua erat rotunda de alabastro albo, in qua rotunda continebatur figura capitis nigri Mauri cum multis lapidibus politis in quibus simul scripta erant recondita ossa et alie reliquie multe sanctorum; (71) libros 4 quorum (a) umus ex parte anteriori erat copulatus tabula eburnea in cuius me- dio erat ymago Virginis gloriose cum filio et ex altera parte dextra Petrus Paulus et angelus unus et a sinistra parte Io- hannes Andreas et angelus, et in angulis 4 evangeliste, qui incipit in primo folio „incipiunt capla ewangelistarum" et ter- minatur in eodem „sunt in celis" et incipit in penultimo „Sy- mon Petrus" et terminatur in eodem „ewangelium secundum Iohannem; (b) librum habentem in anteriori parte tabulam eburneam in qua Christus pendens in cruce Maria et Iohannes infra et supra 2 prophete et videbatur massa argentea in circum- ferentia vermiculata et ex altera parte tabulam eburneam in medio, in qua angelus Dni nuncians mulieribus resurrectionem superius et inferius 2 viri stantes supra quasi castellum, et incipit in folio primo „in Christi nomine" et terminatur in eodem „Iohannem et Paulum" et incipit iu ultimo „et anime" et terminatur in eodem „sentiat" ; (c) librum habentem in prima parte tabulam eburneam in medio in qua Deus in yride et sub eo 2 an- 30 — 450 — geli ministrantes ei et in circumferentiis 4 angulorum prophete sculpti et in mediis 4 angeli thuribulantes apparebant cum tabula argentea vermiculata, et ex altera parte tabulam ebur- neam cum ymagine cuiusdam predicantis populo, et incipit in primo folio „carnem immaculatam" et terminatur in eodem „et voces" et incipit in ultimo „in Chr. Iesu" et terminatur „seculorum amen", qui über videbatur apocalipsis Iohannis; (d) librum concordantiarum ewangeliorum . . .; (72) in medio tabernaculorum altaris eiusdem capsam pretiosam lapidibus ymaginibus et tabulis argenteis deauratam et vermiculatam que dicitur capsa s. Gereonis; (73) in dextro tabernaculorum quoddam caput lignoum deauratum; (74) in sinistro quoddam aliud caput martiris ligneum deauratum; (75) ante idem altare pendens velum quadragesimale vermiculatum depictum pre- ciosum; (76) in armario in quadam cista quendam calicem cum patena deaurata habentia [!] ut dicebatur 12 marcas argenti in pondere; (77) 7 calices cum patenis deauratis habentes in pondere ut dicebatur simul 24 marcas argenti; (78) 7 fibulas argenteas deauratas ante cappas habentes in pondere 5 marcas argenti ut dicebatur; (79) 4 ampullas argenteas habentes in pondere ut dicebatur 2 marcas argenti; (80) urnam et ampho- ram argenteas habentes 8 marcas arg. in p. ut die.; (81) 3 thu- ribula argentea quorum 1 fuit ex toto deauratum et altera in parte, et 2 pixides pro thure, que premissa dicebantur habere in p. 12 marcas arg.; (82) 2 pixides pro hostiis non conse- cratis conservandis habentes in p. ut die. marcam cum dimi- dia; (83) 2 lances et 1 magnum coclear de argento que dicebantur habere in p. 16 marcas argenti; (84) librum ewangeliorum seeundum anni circulum habentem in prima parte tabulam argenteam circumquaque vermiculatam in cuius medio sedebat Christus in sede totaliter deauratus et in 4 angulis 4 ewangeliste et in medio (alterius partis?) Petrus et Paulus deaurati ...; (85) in quadam perula rotundam circumduetam cir- culo deaurato in cuius medio stabat iaspis [habens ?] schulptam ymaginem Christi mediam, valoris 100 llorenorum aureorum ut dicebatur; (86) in alia parvula perula rotundum berillum cir- cumduetum circulo argenteo deaurato valentem 20 florenos aureos ut dicebatur; (87) globum cupreum ab extra deauratum ab intra habentem lapidem calefactum; (88) scrinium in quo — 451 — erant lapides politi diversi coloris prout rubei albi virides glaucei et sie de ceteris in mnltitudine copiosa cum 3 glandi- bus argenteis deauratis et subtiliter figuratis; (89) marmterium sericium virgulatum ex transverso virgulis diversi coloris '. (90) campanulam lineam desnper reti sericio deauratam; (91) in alio scrinio 3 amieta snpra collum ponenda tabulis serieiis cum ymaginibus et floribus de margaritis contextis et ornatis va- lentia ut dicebatur 12 florenos vel circa; (92) 2 cappas cho-^ rales seil, de flngelo blavio et syndone rubeo quarum una habuit fibulam argenteam cum corpore aqnile deauratam, et aliam similem fibulam; (93) aliam cappam sericiam de arbo- ribus cum rubro et draconibus deauratis contextam habentem listam inferius de ymaginibus apostolorum in auro contextam, que omnes tres tintinnabula habebant argentea; (94) 2 pannos serieeos eiusdem manerei ornatos et factos cum arboribus rubeis grifonibus et draconibus deauratis valentes ut dicebatur 60 florenos; (95) 3 alios pannos eiusdem manerei de campo rubeo cum animalibus distinetis deauratis valoris ut dicebatur 100 florenorum; (96) 2 pannos de rubeo flugelo ut dicebatur valentes 80 florenos; (97) 2 de flugelo blavio valentes 70 florenos ut dicebatur; (98) in alia cista 3 cappas chorales, 2 eiusdem manerei seil, texture viridis et grifonum deauratorum cum covellario viridi, unam aliam quasi eiusdem manerei cum co- vellario rubeo habentem fibulam de ymagine s. lohannis ev. deauratam, et tintinabula argentea habebant omnes tres; (99) ornamentum integrum cum ordine quasi blavii coloris de serico cum pavonibus insertis de auro et rubeo covellario sufferratum; (100) in quadam cista cussinos 3 pro sede ordinis, unum seil, de serico precioso et 2 de textura lanea cum 4 clipeis albis habentibus virgulam nigram per medium exten- sam; (101) in alia cista unam cappam choralem blavii coloris de serico, 3 cappas de serico rubei coloris, 5 petias panni sericii parvas diversi coloris, 4 pannos sericios integros subru- bei coloris, 3 coloris violacei, 2 pannos sericos coloris blavii figuratis (lies: —os) cum capitibus aprinis deauratis, 2 viridis coloris, ornamentum cum ordine nigrum de serico, casulam unam de serico violacei coloris cum syndone rubea, ornamentum cum ordine de panno aureo, ornamentum ordinis de panno sericio viridi, ornamentum ordinis de panno sericio cum grifo- — 452 — nibtJs magnis deauratis, ornamentum ordinis de panno sericio floribus aureis ornato ot arboribus magnis, casulam 1 soricianj rubei coloris, G albas perperatas |?]; (102) in mensa 2 albas cum amictis suis, 2 casulas rubeas covellario viridi sul'farratas, unam casiüam superius et inferius rnbeam, ornamentum ordinis blavii coloris, 3 nigras casulas; (103) in quadam fenestra unara cappam choralem et ornamentum ordinis rubei coloris, ornamentum ordinis sericium albi coloris, ornamentum ordinis seri- ciis texturis cum diversis figuris aureis simul contextum, 2 cappas chorales virgulatas, 3 cappas violacei coloris quarum una habuit fibulam in qua Christus matrem coronat et aliam übulam ad modum rose deauratam, ornamentum ordinis sub- rubeum, 8 albas cum suis amictis, diversas pallas altariutn cum diversis stolis et manipiüis; (104) in altari superiori et eins tabernacuk) capsam preciosam magnam appellatam sanctorum Maurorum habentem in anteriori parte Christum crucifixum Mariam et Iohannem infra stantes et circumquaque lapides politos diversorum colorum inter quos erat unus saphirus mag- nus sub pede crucifixi estimationis 100 florenorum habentem in medio sui unam tabulam argenteam deauratam cum yraa- ginibus unius apostoli et unius prophete ut dicebatur valentem plus quam 100 marcas; (105) inferius super idem altare 2 pixi- des eburneas argenteas (lies: —is) conclavibus convinctas, [?con- iunctas?] in quibus creduntur esse reliquie sanctorum; cristallum longum habentem 2 capita argentea cum 4 pedibus argenteis in qua erant recondita et descripta multa sanctorum ossa; pixidem cristallinam argento deaurato circumfabricatam in qua erant multe sanctorum reliquie litteris descripte; parvam pixidem cristallinam super tripede stantem, habentem inferius parvam cristallum pendentem in quibus erant reliquie certis litteris descripte; tabulam deauratam interius et exterius continentem multas sanctorum reliquias et ymagines crucifixi et 3 magorum; brachium argenteum deauratum quod dicitur Sixti et Agapiti; brachium argenteum deauratum habens in manu crucem parvam quod dicitur Helene; monstrantiam preciosam in qua dicitur inclusa Corona s. Helene; scrineum deauratum ligneura in quo continentur reliquie sanctorum; caput in pectore argenteum deauratum habens coronam preciosam, quod dicitur caput martiris; monstrantiam pulchram super pede auricalco polito - 453 -£ lidel. duorum angelorum argentoorum deauratorum tenentium in tnanibus quandam cyboream pulchram argenteam deaura- tam habentem in medio inter cristallos diversas sanctorum leliquias descriptas valentem ut dicebatur 150 florenos; (106) librum . . . intitulatum „canonem de 4 evangeliis" haben- iinum & v tem in prima parte in medio tabulam eburneam in qua Christus pendens in cruce habuit infra se Mariam et Iohannem et supra se corpora solis et lune et in 4 angulis ymagines ebur- neas et 4 evangelistas et tabulam argenteam deauratam in qua fuerunt schulpte resurreccio et ascensio Dni et ymagines sanctorum et incipit in primo folio litteris argenteis „canon primns in quo 4" et incipit in ultimo „feria tertia secundum Marcum" et terminatur in eodem „usque salutare Dei"; alium intitulatum concordantiam ewangeliorum habentem in prima parte tabulam eburneam in qua Christus stans in cruce supra draconem magnum habens sub se Mariam et Iohannem et supra so solem et hin am et in 4 angulis in tabulis eburneis 4 evangelistas et laminam argenteam deauratam vermiculatam et incipit...; alium intitulatum librum missalem habentem in prima parte laminam deauratam cum 4 berillis magnis et in medio tabulam eburneam in qua sedet Dens in maiestate sua et in 4 angulis in tabulis eburneis 4 ewangeliste et incipit . . .; alium intitulatum „ewangelium secundum Matheum" habentem in prima parte laminam argenteam deauratam vermiculatam cum 6 quadratis et in modio tabulam parvam in qua sub quodam perspicuo apparet Christus pendens in cruce, Iohannes et Maria et incipit in primo folio „beatissimo pape Damaso" . . .; alium parvum librum dictum „epistolai-um et ewangeliorum anni" habentem in prima parte laminam argenteam vermiculatam in cuius medio sedet virgo Maria habens füium in gremio et in 4 angulis 4 virtutes coronate et in altera parte laminam argenteam in qua stant 4 martires cum palmis et incipit . . .; alium qui intitulatur „concordantia 4 ewangelistarum" habentem in prima parte laminam argenteam deauratam vermicalatam cum diversis lapidibus politis ornatam habentem in medio tabulam eburneam in qua habetur Christus sedens in solio coronans Gereonem et Victorem martires et incipit . . .; (107) in qua- dam fenestra versus plagam septentrionalem ymaginem b. Marie virginis sedentis in sede et tenentis filium in gremio argen- — 454 — teatn estimationis 150 florenorum; quandam crucem ligneam latam laminis argenteis deauratis vermiculatis circumquaque copulatara habentem 5 cristallos perspicuos et alios lapides politos quamplures estimationis 20 florenorum. — Super quibus omnibus et singulis prenarratis predicti viri venerabiles et dni petiverunt a me notario publico subscripto unura fleri publicum instrumentum nomine quo supra. Acta fuerunt hec pre- missa infra monasterium seu ecclam s. Gereonis pred. ante maius seu principalius altare ibidem presentibus ven. et dis- cretis viris dnis Iohanne dicto Caput de Reclinghusen canonico eccle s. Marie ad gradus Col., Iohanne de Breitbach vicario eccle s. Gereonis, preassignate Arnoldo de Nussia dicte eccle beneficiato testibus fidedignis . . . (Folgt noch die amtliche Erklärung des Notars Hermann von Amergen, Priesters der Utrechter Dioecese, dass er das oben Gesagte selbst gesehen und gehört, den Akt eigenhändig geschrieben und denselben sein gewöhnliches Zeichen zugefügt habe.) R. B. 73a—77a. — Die im obigen Abdruck mehrfach gesetzten Punkte deuten hier meistens die in der Urkunde immer angeführten Anfänge und Schlüsse des ersten und letzten Blattes des jedesmal beschriebenen Buchos an. !) So sind -wahrscheinlich die sehr abgekürzten 3 letzten "Wörter zu lesen. — -) Dies ist der Anfang derPraefatio des h. Hieronymus zum Buche Joe, in welchem auch I, 17 die "Worte „Chaldaei fecerunt" sich finden. — 3 ) Dies erinnert an den Schluss der Apocalypso und an denjenigen mehrerer Briefe des h. Paulus. 451.— 1371, Sept. 15., verkaufen 2 Eheleide von Ahrweiler den Herren von 8. Gereon eine Jahrrente von 3 Marh. Ich Iohan genannt Walrave wanetich zo Gesenhoven ind Katherina myn elige huysfrouwe burger zo Arwilre doin kirnt . . ., dat wir semetlichen . . . umb unser kenlicher node willen und mit gudeme vurraide verkoift hain ind verkoifen as be- scheidens koiffs recht is den erbern heren deme deegenne ind dem capittele gemeynentlichen zo sent Gereoin in Coelne erfflichen ind ewelichen drij marck jerlicher pennynck gülden Coeltz pagementz um eyne summe geltz as wir eyndrechtich syn worden de unss die vurnannte erbern heren . . . bezailt haint, ind scheiden sij danne äff loes ind quijt in dieseme — 455 — brieve; ind geloven in goden truwen den vurnanten heren off behelder dis breyfs mit irre wist ind wyllen die vurnante drij marck pennyng gülden van nu voirt alle jairs up sent Andreiss dach des heiligen Aposteln zo Coelne in bynnen irre muntate up unse off unss erven cost angxt schaden ind verluys zo ant- werdenne ind zo leverenne. (Zu Unterpfand setzen die Verkäufer:) unse huys ind hoiff so Avie die hinden ind vur mit irme hörende, da wir ynne wanetich syn, alreneist bij deme püitze inde intgeyn dere capellen zo Gesenhoven is, ind gilt unse hoeverechte vurss. zosamen den erbern heren deme decgenne in deme capittele zo sent Gereone zu Coelne in iren hoff zo Arwilre alle jairs zo herffste eyn verdeil wintz ind einen hel- linck zyns up sente Mertyns daghe ind mit deme hellinge sal man die hoverechte wynnen ind werven as det noit is; ind hain unser vurnanten hoverechten semetlichen uyssgegangen vur Iohanne Bullishoven zer zijt scholtissen der erbern heren vurss. ind vur yrren gesworenen hoiffluden, ind dar zo vur den ersamen luden den scheffenen zo Arwilre mit alle deme rechte as wir dat schuldich waren zo doin, ind mit alle deme rechte as dat recht was; mit as sulgen vurwarden, äff it sache were dat wir off unse erven an bezalungen der vurnanter 3 mark ... off an deme veirdele ind deme hellinge zins eynichs jairs . . . sumich wurden vunden ... so sal unse vurnante hoverechte, da wir ynne wanende syn ... an die erbern heren . . . zo Gereone . . . erwallen syn . . . (Die Schöffen von Ahrweiler haben ihr Siegel angehängt.) Datum a. D. 1371 crast. exaltationis s. crucis. R. B. 85. 452.— 1371, Sept. 24., einigt sich das Kapitel von S. Gereon mit Harpern von Halle, welcher von ersterm dessen grössern Hof zu Merheim in Erbpacht hatte und 3 Jahre hindurch den Pachtzins schuldig geblieben war: Das Kapitel schenkt dem H. die Schuld, und dieser muss den Hof dem Kap. abtreten. Universis . . . innotescat, quod — cum dudum inter ven. dnos decanum et caplum s. Gereonis Col. ex una parte, nos- que Harpernum de Halle armigerum et Titzelam eius uxorem — 456 — legitiniam ex altera, moto fuerint et Jiabite dissensiones . . . et lites de et super curte maiore in Merhem prope Coloniam, quam nos II. et T. a dnis et ab eccla pred. tenuimus ... in emphiteosim, pro et ex eo quod nos canonem seu pensionem ex dicta curia debitam singulis annis exinde solvendam ipsis dnis et eccle pred. per 3 annos continuos immediate prece- dentes non solviraus et quod propter hoc ipsam curiam cum suis iuribus et attinentiis universis ceciderit in commissum et ad dnos et ecclam profatos sit et fuerit tarn ex pacto singu- lari quam etiam iure communi devoluta — nos igitur . . . ami- corum nrorum fratrumque et heredum consilio et auxilio sanis [!] et expresso consensu ex nostrumque deliberacione matura nullis impressione vi vel metu coacti nee dolo indueti ... de et super dissensionibus ... et litibus premissis cum dnis et eccla prefatis compositi ... et complanati sumus . . . isto modo seil., quod ipsi dni . . . nobis remiserunt et remittunt plenarie canonem seu pensionem trium annorum preteritorum detentum seu detentam valentem ad estimationem communem . . . 2840 marcas Col. pag. . . ., item dimiserunt et dimittunt nobis pro usibus nris tollendos . . . fruetus integros bladorum quorumeunque hoc anno duntaxat per nos in agris in et ad curtem pred. speetantibus seminatorum et de messibus presen- tibus colligendos. Et nos coniuges pred. pro nobis nris liberis et heredibus . . . renunciavimus et renunciamus in hiis scriptis dicte curti maiori in Merhem ac omnibus iuribus proprietatibus domineo seu actionibus et meliorationibus ipsius . . . ipsamque curiam cum eius attinentiis evacuabimus ... et prefatis dnis . . . liberam trademus ... et assignamus realiter et effectua- liter per presentes; ipsamque renunciationem . . . faciemus et faeimus coram ven. viro officiali curie Col. ac iuratis in Merhem et in omnibus locis ubi utile fuerit et necesse . . . Preterea actionem seu causam, si quas lohannes advocatus in Merhem habet vel creditur habiturus contra dnos et ecclam predictos ratione seu occasione iurium suorum advocacie sue pred. ab antepreteritis temporibus usque in diem hodiernura, ego Harpernus pred. in me et ad me reeipiam et reeepi, ipsosque dnos et ecclam ab illis et a conventis inter pref. dnos et Iohannem conditionibus nunc saltem articulum con- cernentibus liberos et solutos habebo penitus , . , (Ihre Siegel — 457 — haben angehängt: Harpernus für sich und, seilte Frau, ferner seine 2 Brüder Gottfried, Comthur des Hauses der Hospitaliter zu Köln, und Schildträger Bruno von Halle, endlich der Ofßcial der Köln. Curie Mag. Bernard von Bern, Ritter Johann von Setterich, Ritter Cuno von Gysendorp, Ritter Constantin von Hörn und der Köln. Vicegraf Constantin von Lysenki reiten, welche alle gegenwärtig waren.) Actum et datum Colonie presentibus ven. et hon. et discretis viris magistris et dnis Gerhardo Foet (?) decano eccle s. Salvatoris Traiectensis, Iohanne de Hildensem s. Georgii, [decano?] advo- catis Iacobo de Novimagio procuratore curie Col. sindico dno- rum decani et capli s. Gereonis eccle pred., Iohanne Caput de Rekelinchusen b. Marie ad Gradus ecclarum Col. canonicis, Gobelino de Tijtz rectore eccle parochialis in Merhem et Hart- manno clerico et notario dni officialis pred., a. D. 1371, die Mercurii 24. Sept. — Scriptum per me Herrn. Ripe de Rekelinchusen publicum imperiali auetoritate et in curia Col. no- tarium. Original im St.-A. zu Düsseldorf; die Siegel Harpern's von H. und Cuno's von Gr. sind erhalten, die übrigen zerstört. — R. B. 15 b —16 a. 453.— 1372, Mai 30., weist das Kapitel von S. Gereon 2 Altäre seiner Kirche zweien Vikaren zu, welche bisher keine Altäre hatten. Universis christifidelibus Hugo de Bours decanus, Hen- ricus de Suderlande scolasticus, Roricus de Novo Castro ca- merarius, Lutterus de Matlar choriepus, Gerlacus de Oytgin- bach thesaurarius, Gerardus de Manderscheit, Henricus de Berchem, Reynerus de Nussia, Iohannes de Castro, Herman- nus de Rijchenstein, Walramus de Glatbach, Iohannes de Heil- den et Iacobus de Nussia, canonici eccle s. Gereonis Col., cum veritatis noticia sinceram in Dno caritatem. Congregatis nobis hodie hora debita in loco capitulari eccle nre consueto per pulsum campane more solito, capitulantibusque nobis . . . discreti viri dni Florkinus de Erpel et Henricus de Wände presbiteri, vicarii perpetui in eccla nra pred., quorum vicarie seu beneficia ad collationem dni . . scolastici eccle nre per- tinent pleno iure, coram nobis astantes proponebant, quod — licet ipsorum et cuiuslibet eorum vicaria seu beneficium in — 458 — eccla nra . . . titulum beneflcii ecclesiastici perpetui seu vica- rie perpetue a tempore cuius apud homines inicii memoria non habetur habuissent et habeant, tarnen altare debitum et appropriatum in quo ipsi vel eorum successores divina mis- sarum ministeria libere celebrare valeant non haberent, propter quod ipsos quandoque ab officio misse quamvis invitos con- tingere posset abstinere. Petebant igitur . . . vicarie sue altare proprium applicari .... Nos vero . . . considerantes, quod vix unus uni debite servire sufficit altari, de pleno consensu ... discr. virorum Iohannis de Geyen et Iohannis de Caster vica- riorum perpetuorum ... habentium quilibet pro vicarie sue titulo 2 altaria, seil. Iohannes de Geyen ss. Maurorum et loh. ev., et Iohannes de Caster sanetarum crucis et Katherine virg. in cripta eccle nre sita, ipsos dnos Iohannem et Iohannera a dictorum altarium partim servitiis et offieiis eximentes . . . altare s. loh. ev. dno Florkino et eius vicarie ... et aliud seil, s. Katherine dno Henrico et eius vicarie in perpetuum pro titulo . . . realiter applicamus . . . (Folgen die Zustimmungserklärungen des Joh. d. G. und des Joli. de C; diese beiden, und vor ihnen das Kapitel von S. G., haben ihre Siegel angehängt. Als Zeitgen werden genannt die 2 Priestervikare von S. Gereon: Wilh. de Sc(t ?)obbendorp und Johann de Stolzhem.) Datum . . . a. D. 1372 die lune post oetavas Penthecostes que fuit 30. Maij. Original in S. Gereon. Von den 3 Siegeln hängen nur Reste an. — R. B. 129 b. 454.-— 1372, August 26. zu Köln, verleiht Erzb. Friedrich III den Süßen, Kirchen und Clerikern seiner Stadt und Dioecese Köln geioisse Privilegien. 1374, Sept. 29. zu Köln, erweitert derselbe den vorigen Erlass und trifft gewisse nähere Bestimmungen. 1417, Febr. 19., transsumirt der Erzb. Dietrich die beiden vorigen Erlasse und bestätigt dieselben. Theodericus D. gr. s. Col. eccle archiepus sacri imperii per Italiam archicancellarius, Westfalie et Angarie dux, etc. notum faeimus . . ., quod constituti in nra presentia venera- biles Iohannes de Lynepe s. Gereonis et Walramus de Ker- — 459 — pen b. Mario ad gradus prepi illustres et dilecti consilarii nri necrion maioris ac Th. de Kempen s. Andree et Godfridus de llammerode s. Severini Col. ecclarum canonici quedam privilegia a hone memorie dno Friderico predecessore nro prioribus prelatis et clero civitatis et dyocesis nrarum con- cessa et eius vero sigillo impendente ut prima facie apparuit sigillata nobis exhibuerunt et realiter ostenderunt, supplicantes humiliter nomine dicti cleri quatenus huiusm. privilegia inno- vare approbare ratificare et conflrmare dignaremur. Quorum quidem privilegiorum tenores de verbo ad verbum dinoscuntur esse tales: „Fridericus D. gr. s. Col. (eccle) archiepus sacri imp. per Italiam archicancellarius dilectis nobis in Christo prioribus prelatis ac universo clero civitatis et dyocesis nrarum Col. salutem in eo qui est omnium vera salus. Instantibus peten- tium desideriis dignum est nos promptum facilemque prebere auditum et vota petentium que a rationis tramite non discor- dant affectu prosequente complere. Eapropter petitiones ve- stras nobis nuper oblates benigno prosequente affectu gratiose vobis omnibus et singulis omnem rancorem si quem contra vos vel aliquem vestrum . . . unquam concepimus ex puro corde omnino remittimus et medullitus indulgemus vobisque omnia privilegia omnes immunitates libertates et gratias a predecessoribus nris vobis concessas ac ecclarum consuetu- dines licitas et honestas confirmamus et presentis pagine scripto innovamus vobisque nichilominus infrascriptas libertates et privilegia ad amicitie mutue et subventionis reciproce compaginem indissolubili conglutino connectendam liberaliter concedentes. (1) In primis quod omnes et singuli officiati nri qui nunc sunt et qui in posterum per nos creabuntur, inter alia in iuramento ipsoram contenta coram nobis et nobis nomine cleri civitatis et dyocesis nrarum Col. iuramentum huiusm. recipientibus iurabunt specialiter et expresse, quod personas res et bona ecclesiastica tempore amministratione sue pro posse suo defendant nullasque tallias et exactiones ab eis recipiant collectasve imponant, nee libertates eorum impediant vel perturbent; et si contrarium . . . per eos ipsorumve sub- ditos vel familiäres actum fuerit, nisi infra unius mensis spa- cium requisiti ex parte ipsorum qui passi sunt iniuriam, de — 460 — premissis condignam prestent omendam, extunc denunciatione nohis facta ipsos a suis officiis et amministrationibus depo- nemus, et nichilominus contra eos ne quovismodo trän- seant impuniti per statuta eccle nre Col. secundum ipsorum seriem procedatur. (2) Item volumus et presentibus indul- geraus, quod bona ecclarum et ecclesiasticarum personarum, que negotiacionis causa minime deducuntur, per loca, ubi ex parte nra theolonium [!] recipitur seu vectigal, transeuncia sine protractione per theolonarios nros transire expedite et libere permittantur, ita tarnen quod ipsis theolonariis fides fiat per litteras capitulorum Col. quorum bona deducuntur sub sigillis ipsorum insertam [—is?] eisdem litteris, quot carrato vini vel quantitates bonorum aliorum ex parte ipsorum et nomine deducantur, et nichilominus per inramentum deducentis bona huiusm. comprobentur dictarum personarum ea bona esse, nullis aliis vinis vel bonis intermixtis, quorum nomine defe- runtur. Dicti etiam theolonarii nri, qui nunc sunt et qui in posterum per nos creabuntur, iurabunt in caplo Col. vel super iuramento alibi prestito de premissis observandis dabunt litteras apertas, depositionis et statutorum penas subituri si contra- rium fecerint, ut in articulo proximo est expressum. (3) Ad- iungentes premissis, quod quilibet prelatus et clericus nrarum civitatis et dyocesis Col. pred. coram 2 vel 3 fidedignis suum testamentum vel ultimam suam voluntatem de bonis suis qui- buscunque libere valeant ordinäre, habeantque testamenta et voluntates huiusm. et ipsorum executiones absque cuiuscunque impedimento vel obstaculo roboris plenitudinem efficacem. (4) Et ut clerus civitatis nre Col. peculiari munificentie nre gaudeat prerogativa, ipsis si nos eos visitare contigerit abhinc ad sexennium procnrationes remittimus per presentes. (5) In- super ut statui prelatorum et cleri nrarum civit. et dyoc. Col. pred. per nos uberius, quod summe appetimus, consulatur iugique memoria perhennetur idem status, presentibus decla- ramus prelatos priores civitatis et dioc. Col. pred. auctoritate ordinaria non posse aliter conveniri nisi coram nobismetipsis et secundum eorum consuetudinem hactenus observatam. (6) Quodque canonici ecclarum collegiatarum civitatis Col. ab officiali nro et aliis ordinariis iudicibus ad decanos suos pro quibuslibet causis conventi remitti debeant hoc potentes nee — 461 — aliter auctoritate ordinaria iudicari valeant nisi in defectu iustitie per decanos et capla expedite reddende secundum eorum consuetudinem hactenus observatam. (7) Et quia proch dolor novis machinationibus laici clericis de die in diem am- plius sunt infesti, contra novos morbos nova medicamenta cogimur preparare, idcirca ad eximendum clerura nrum in premissis et libertandum enndem statuta nrorum predecesso- rum volumus recenseri corrigi et emendari addendo et sub- trahendo et etiam acuendo penas in eis contentas, prout cleri utilitas hoc suadebit, officialem nrum qui pro tempore fuerit executorem dictorum statutorum efficaciter et fideliter depu- taturi nee per nos nee per dictum officialem seu quemeunquo alium huism. executionem revocaturi vel etiam relaxaturi simpliciter vel ad tempus, nisi leso secundum eorundem statutorum tenorem fuerit satisfactum. (8) Insuper etiam vobis omnibus et singulis bona fide promittimus per presentes quod vos singulos et universos tarn in personis quam rebus reddi- tibusque proventibus et obventionibus vestris quibuseunque omnibus modis quibus poterimus defensabimus et tuebimur et conservare studebimus effective et quod contra lesores et iniuriatores vros ac libertatum et immunitatum vrarum turba- tores euiuseunque status et pertinentie existant; et presertim contra eos qui de bonis vris, que per loca queeunque nego- ciacionis causa minime deferuntur, theolonia pedagia extor- quent seu vectigal duriori qua poterimus acrimonia braebii nri secidaris potencia procedemus, dum super hijs per aliquem vrum in premissis lesum fuerimus requisiti. (9) Et quia ex conquestionibus vris nuper aeeepimus, quod eccle, monasteria, persone ecclesiastice nre iurisdictionis in suis curtibus per dnos temporales ac interdum per nros officiatos in vecturis et aliis oneribus quamplurimum pregravantur, igitur sinceritatibus vris presentibus bona fide promittimus quod super hijs per- penso consilio vias et modos exeogitabimus, ut vos eccle- que vre et monasteria pred. huiusm. oneribus indebite et ex- cessive non graventur. (10) Etiam vobis omnibus et singulis benigna provisione prospiciemus, quod clerici et persone ecclesiastice queeunque, dum ut interdum evenit relaxationes inter- dictorum ecclesiasticorum in ecclesias suas vel loca autoritate nra aut statutorum eccle nre latorum impetrare coguntur per - 462 - sigilliferum curie nre pro tempore existentem indebite non aggraventur oxactionibus importunis. (11) Ceterum vobis Omnibus et singulis pred. bona fide presentibus promittimus quod vobis omnes immnnitates libertates privilegia et gratias vobis per nos concessas et concessa effectualiter et firmiter observa- bimus et per nostros offlciatos quoscunque inviolabiliter manda- bimus et faciemus observari. (12) Promittimus instiper, quod, quandocunque a collegiis et clericis nre iurisdictioni subiectis decimam seu decimas recipere non contingit, quod decimas ipsas pro ipsis collegiis ipsorumque dignitatibus et officiis ac ecclis parrochialibus et capellis ipsis unitis et annexis ulterio- rem solutionem decimarum non exigemus aut exigi faciemus, nisi prout ipsa collegia hactenus decimas solvere consueve- runt. (13) Premissis etiam ad benevolencie vre exuberanciam pleniorem [consequendam] graciose duximus annectendum, quod nee nos nee officiati nri in comitatu de Hilkerode vel aliis territoriis nobis subiectis a nobis deputati vel etiam deputandi de bonis seu terris ecclarum decimas nunc solvencium exae- tiones seu tallias aliquas non extorquebimus nee etiam extor- quebunt. (14) Et nichilominus coloni ecclarum et monasteriorum in comitatu de Hilkerode pro pena que vulgariter dicitur „wedde" 7 solidos et 6 denarios tantum solvent nee ad aliam penam iudiciorum que „wedde" dicitur ratione possessionura terrarum seu bonorum ecclarum et monasteriorum pred. tene- buntur nisi pena sanguinis sint plectendi vel penam que „howedde" dicitur ineurrerint quas luent, sicut in aliis territoriis observatur. (15) Item si contingeret nos decimas infra 6 annos impetrare a sede apostolica, nos illas defalcabimus de deeimis nobis nuper per vos concessis; insuper si contingeret vos vel ecclas vras bonis vris spoliari, nos decimas nobis per vos concessas moderabimus sie ut ipsarum solutio vobis non existat nimium onerosa. (16) Si vero dnus nr sum- mus pontifex decimas sibi dari vellet nos ad evadendum, seu mitigandum ipsarum solutionem vobis consilio et auxilio assi- stemus quantum absque sedis apostolice iniuria possumus et offensa. — In quorum omnium robur et testimonium sigillum nrum maius presentibus duximus apponendum. Datum Colonie a. D. 1372, 26. Augusti." „Fredericus D. gr. s. Col. eccle archiepus et sacri imp. — 463 — per It. archicanc. nniversis . . . salutem et sinceram in Deo caritatem. Etsi pastoralis sollieitudinis nostris licet insnfficien- tibus humeris impositum exposcat officium, ut universos nre eure commissos opportunis favoribus prosequaraur, ad illorum tarnen honores et commoda procurandos nre mentis aciem dirigere tenemur attencins qnorum quamplures nre sibi partita eure pastorales supportantes onera in vinea Dni Sabaoth fide- liter elaborant universique in sortem Dei electi divinis inde- sinenter landibus insistentes nedum pro nobis nrisque subditis sed et pro universo grege Dnico Deum suis orationibus inter- pellant. Eapropter dilectorum nobis priorum prelatorum et caplorum maioris et aliarum ecclarum ac cleri nrarum civitatis et dyoc. Col. preeibus utpute rationabilibus inclinati sal- vis in omnibus et per omnia iuribus et consuetudinibus privi- legiis et gratiis antiquis de iure communi aut a nobis et a nris predecessoribus ipsis concessis quibuseunque, in quibus hec et eorum similia continentur expressata, eisdem commu- niter et divisim habundancius concedimus et promittimus infra- scripta: (1) In primo quod clerum universalem tarn regulärem quam secularem utriusque sexus et ecclas universales nrarum civit. et dyoc. Col. in eorum et cuiuslibet eorundem personis rebus et bonis universis ab omnibus iniuriis oppressionibus et mvasionibus violentis et iniquis diligenter et fideliter defen- sabimus pro toto nro posse. (2) Item quod clerus secularis pred. et singulares eiusdem cleri secularis persone, euiuseunque dignitatis preeminencie vel Status existant, testamenta seu ultimas voluntates sua condere et ordinäre eisque conditis et ordinatis executores earundem libere uti et ea exequi valeant, ita quod nullius clerici defuneti res aut bona queeunque ad ipsum qualitercunque pertinentia relicta per nos, officialem aut alium commissarium nrum quemeunque quomodolibet arrestari seu manutangi seu executores in executionibus im- pediri debeant nisi executoribus ipsis si qui fuerint in genere vel in specie et aliis quorum interest vocatis officialis nr Col. pro tempore in casu a iure permisso arrestacionem ipsam bonorum defuneti decreverit faciendam. (3) Item quod clerici prefati tarn reguläres quam seculares 1 ) utriusque sexus et ecclarum predietarum singulariumque personarum eorundem vina blada res et bona queeunque, negotiationis tarnen causa non — 464 — deducta, coram omnibus et singulis theolonüs antiquis vel novis tarn in terris quam in aquis ad nos et ad ecclam nram Col. pertinentibus sive liberis sive obligatis aut in posterum quibuslibet obligandis expedite libere penitus et absque theo- lonii pecunie et alterius cuiuscunque rei receptione pertran- sibunt, ita tarnen quod per litteras et sigilla caplornm civitatis Col. et pro ipsis et eornm personis pro aliis vero ecclis mo- nasteriis et conventibus ac personis ecclesiasticis pred. per nras litteras et sigillum que petentibus ipsis dabimus et dari volumus graciose et per nuncios litteras ipsas presentantes seu ipsa bona deferentes theolonariis nris fiat fides iuratoria quod ea que ducuntur sub quantitate in litteiis expriraenda ad eos quibus ascribuntur absque aliorum bonorum intermix- tione pertineant sine dolo. (4) Item quod nos et officiati nri quicunque et ubicunque super curtibus seu curiis, grangijs, decimis, bonis et rebus, pecoribus et pecudibus, colonis par- tiarijs seu pensionariis quibuscunque ipsorum cleri et ecclarum singiüariumque personarum eorundem exactiones, tallias, vec- turas et servicia aut alia gravamina quecunque insolitas et [non] consueta non imponemus nee reeipiemus ullo modo. (5) Item quod in decimis seu subsidiis quibuscunque nobis per ecclas et clerum antedictos datis et in antea dandis prelati ecclarum monasteriorum et oi'ficia quecunque tenentes capla et conventus nee non vicarii et beneficiati in ecelijs quibuscunque et eccle parrochiales et capelle, que seu quarum de- eime alijs ecelijs, dignitatibus vel offieijs incorporate vel annexe consistunt, Solutionen! huiusm. subvencionis concesse solvent sie et quemadmodum hactenus vel ab antiquo consueverunt. (6) Et si super huiusm. solutione subventionis facienda vel eius quota seu quantitate aut monete qualitate questio vel dubium oriatur, in hoc causa stabitur iuramento decisorio pro- curatoris capli prelati aut officium tenentis si in eccla colle- giata hoc dubium oecurrerit, vel prelati et conventus religio- sorum cum eos res contingunt, et nichilominus rectores vel vicarii perpetui parrochialium ecclarum vel capellarum in quibus eccle vel capelle aut deeime earum incorporate existunt vel annexe. (7) Forma vero iuramenti prestandi hec erit: Iurabunt tactis ewangelijs solutionem et contribucionem huiusm. subvencionis de qua questio est exorta, viderunt et audierunt, — 465 — suis temporibus quoticns subvoncio ot deciraa concessa facta fuerit sie taliter et non aliter — prout ipsi asserunt et dieunt — faetam fuisse ab antiquo et ita solucionem et contribucio- nem faetam fuisse a suis predecessoribus, et ab aliis dici audi- verunt, sieque obtentum observatum et usitatum fuisse hacte- nus inconeusse. (8) Item quod in ecelis, in quibus sunt simul canonici et canonice status vel ordinis euinseunque, ab ipsis divisim deeime vel subsidia non petantur sed simul una solu- tione consueta et quantitate concessa transibunt absoluti. (9) Item quod in solucione seu prestacione deeimarum seu subsidii presencium per totam Westfaliam et per partes inferiores ab oppido nro Nussiensi deorsum mauriculus seu niger Turonensis unus pro uno denario computetur. (10) Item quod pauperum ecclarum, monasteriorum, conventuum, rectorum eccla- rum parrochialium, capellarum et aliorum quorumeunque excu- saciones legittime super impotentia solvendi prestande [—da?] ab officiali nro Col. seu alio a nobis ad hoc commissario depu- tando reeipiantur expedite. (11) Item quod quorumeunque de doeimis seu subsidiis in preterito datis vel dandis in futuro solucio facta in registro reeeptorum invenitur vel invenietur aut que per litteras vel alias legittime prout officiali nro Col. videbitur probari poterit pro soluto sine personarum vel ecclarum ulteriori vexatione teneri debeat et haberi. (12) Item quod interdieta ecclesiastica auetoritate statutorum eccle Col. occasione forefacti euiuseunque observata vel observanda, in quo forefacto cum expertum fuerit et inventum, quod rector eccle vel parrochianorum communitas eulpam vel causam non habuerint, gratis relaxentur et benigne. (13) Item quod interdieta similia rite et legittime lata observata ferenda et observanda sine expressa voluntate et consensu partis seu lesi nullatenus relaxentur. — In quorum omnium testimonium et robur presentes litteras nri sigilli appensione dedimus communitas. Datum Colonie a. D. 1374, ipso die 1). Michaelis archangeli." Nos vero huiusm. privilegiis per nos visis et inspectis ac per fideles commissarios nros a nobis ad hoc specialiter depu- tatos diligenter examinatis, quia omnia et singula in eis con- tenta iusta et racionabilia fuisse et esse comperimus, ideirco supplicationi pred. benivole annuentes de consilio ot consensu 31 — 466 - capÜ nri Col. memorata privilegia in omnibus et singulis eorum tenoribus et punctis tenore presentium innovamus approbamus ratificamns et auctoritate nra ordinaria confirmamus eademque sub premissis suis tenoribus de novo concedimus. In quorum omnium robur et testimonium sigillum nrum maius presentibus duximus apponendum. Datum Colonie a. D. 1417, die 19 mensis Februarii. Original (mit verletztem Siegel) im St.-A. zu Düsseldorf. — K. B. 39b bis 41b. — Die zweite Urkunde des Erzb. Friedrich steht auch R. B. 37 aber mit: „Datum in Castro nro Brule a. D. 1373 die b. Michaelis arch.," wie auch das in Düsseldorf befindliche Original (Siegel ab!) hat. !) Entweder fehlt hier etwas, oder statt der Nominative sollten Genitive gesetzt werden. 455.— 1372, Oct. 14. zu Köln verbünden sich eidlich die Pre- laten und Kapitel der Collegiatkirchen des Domes, der hh. Gereon, Severin, Cunibert, Andreas, Aposteln, Maria ad gradus und Georg sowie der Klöster S. Pantaleon und S. Martin zu Köln, endlich des Klosters S. Heribert zu Deutz, um sich im Verein mit dem Erzbischof von Köln der seitens des übel beratenen Papstes für dieses Jahr beabsichtigten Bezehntung des Kölnischen und anderer Länder Deutschlands zu erwehren. Sie sind nicht im stände diese Auflage zu ertragen wegen ihrer vollständigen Verarmung, welche eingetreten ist in Folge von Pest, grossem Sterben der Bauern, Unfruchtbarkeit des zum teil nicht einmal bebauten Landes, Kriegen, Münzverschlechterung und päpstlicher und kaiserlicher Besteuerung. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf; alle 11 Siegel ab. Abgedruckt Lac. III, 627—629 mit folgender Anmerkung: „In einer zweiten und dritten gleichlautenden Urkunde vom 22. October 1372 traten die Kapitel von Bonn, Xanten und Soest bei. — Eben dieses Bündniss wiederholten die sämmt- lichen Collegiatkirchen der Erzdiöcese dem Papste Urban VI gegenüber in einer wörtlich gleichlautenden Urkunde von 1386, 22. October, welche sich in dreifacher, von allen Kapitelskirchen besiegelter Ausfertigung im erzbischöflichen Archive vorfindet." — 467 — 456.— 1373, Februar 24. (ipso die b. Mathie ap.), bekundet Franco, Rector der Pfarrkirche in Bursclieit, dass die Herren von S. Gereon ihm zur Aufbesserung seiner Pfarrstelle eine Jahrrente von 16 Mltr Hafer auf Wiederruf verliehen haben. Die betreffende Urkunde des Kapitels von S. Gereon wird wörtlich mitgeteilt und lautet: 1373, Jan. 14. Nos decanus et caplum eccle s. Gereonis Col. universis . . . volumus esse notutn, qnod — quia discre- tus vir dnus Franco rector eccle parrochialis in Burscheit Col. dyoc. coram nobis caplariter congregatis requestam propostiit paucitatem seu tenuitatem eccle sue reddituum et proventuum pretendendo, qualiter ipse de cetero super et in redditibus prefate sue eccle propter terrarum precipue pericula, agrorum discrescentiam seu sterilitatem populique inopiam et difficul- tatem ac earum alias circumstancias manifestas non posset in statu sacerdotali honorifice sustentari nisi de remedio con- gruenti sibi providere dignaremur. Hinc est quod nos dec. et caplum prefati, cum collatio seu presentatio de solo veri ] ) patronatus noscatur ad ecclam nram duntaxat pertinere, tracta- tibus prehabitis opportunis ac dicti dni Franconis precibus inclinati et propter favorem quem ad personam ipsius gerimus specialem sibi in augmentum reddituum eccle sue pred. de decima nra ibidem 16 maldra avene mensure nre ibidem con- suete de speciali gratia addendo adiungimus per presentes ipsi dno Franconi aut suis in eadem eccla successoribus annua- tim una cum 16 maldris avene hactenus persolutis consueto termino persolvenda, donec eandem solutionem ex certis causis ad nos duxerimus revocandam. In quorum testimonium sigillum capli nri ad causas presentibus est appensum. Datum a. D. 1373 ipso die Felicis in Pincis martiris. R. B. 10 b und nochmals 118 a. !) So steht sicher in beiden Copien; vielleicht steht „veri" irrtümlich statt .iure". 457.— 1373, Septbr. 12. (feria secunda post nativitatem beate Marie virginis), bekunden „Sybertus canonicus regularis monasterii Knechstedensis ordinis Premonstratensis, Conradus presbyter et Hermanus laicus nati quondam Godefridi dicti — 468 — Mule de Ghele legitimi fratres", dass sie mit Einwilligung des Abts Hermann von Knechtsteden dem Vikar Johannes de Breidbach zu S. Gereon verkauft haben „undecim jurnales terre arabilis in campis et parochia de Nyvenheim in duabus petiis ante cur- tem Balchom nuncupatam et infra agros eiusdam situatos, quorum quatuor in una petia purum et merum allodium sunt et semper fuerunt, reliqui vero Septem, qni siti sunt ex uno latere ex opposito curtis dnorum vicariorum ecclesie sti Ge- reonis et ex alio latere attingunt agros dominorinn de Knech- steden monasterii predicti, quamvis ad iura domini terre hac- tenns pertinuerint, prout cosdem xi jurnales iure patrimoniali et successione hereditaria habuimus et possidemus, tarnen eos cum quatuor jurnalibus aliis supradictis tamquam bona libera propria et inonerata omniumque impeticione, aggravatione exactionibus, serviciis, excessibus et interesse de iure et de facto contingentibus . . . prorsus carentia promittimus perpetue permanere." Die Verkäufer bekennen den Preis für das Land, nämlich 121 Köln. Mark baar erhalten zu haben. Dieselben ver- heissen den Ankäufer „in eisdem bonis debito modo iuxta con- suetudinem terre alte et basse warandizare." „Acta fuerunt hec in publica platea ville de Nyvenheym coram (8 genannte) scabinis in ilücheroide." — Es siegeln: Sibertus, Gonradus, Adolf genannt Roever von Wevelkoven, Bitter, und Johannn von Nievenhem, Knappe. ., Original im St.-A. zu Düsseldorf. Von den A Siegeln nur das des Conrad gut erhalten, die andern zur Hälfte ab. 458.— 7.97.9, Juni 3., erhält Gerard von Anrath von „allen" Vicaren von S. Gereon deren in der Schmierstrasse („in vico unguento- rum") nahe beim Hofe Yperwald gelegenes Haus in Erbpacht. Dafür hat Gerard an Pacht zu zahlen jährlich 4 Mark an die Herren oder deren „Celerarius"; ferner hat er an den Convent S. Gertrud einen Jahrzins von 27 Schillingen zu entrichten; und endlich ist er verpflichtet, innerhalb der nächsten 4 Jahre 100 Mark zur Wiederherstellung des Hauses zu verwenden. — Angehängt wurde (und ist) das Siegel des Pastors Heinrich von S. Paul. Gedruckt E. Qu. V, 17 nach dem Original im K. Stadtarchiv. — 469 — 459.— 1374, Januar 14., tauschen Dechant and Kapitel von & Gereon von Johann von Zülpich ein Lehngut oon 33 Morgen Ackerland zu Bickendorf ein, wofür sie dem J. v. Z. 40 Morgen freies Erbgut zu Bessenich abtreten. Wir dechin ind capittel der kirchen zo sent Gereone in Coelne up eyn syde ind wir Iohan genant des vayts sun van Tzhulpge ind Yda syne eliche huysvrauwe up die ander syde doin sementlichen kunt ind offenbair allen luden die desen brieff solen seyn off hueren leysen, dat — want wir dechin ind cap. vurss. gehatt hain ind haven 40 morgen art- lantz vrieys erfs zo Bessenich bij Tzulpge, ind wir elude vur- genant hain 33 morgen artlantz ind tzwa hofsteyde zo Bickendorp bij Coelne, die leengut synt unser vurss. heren van sent Gereone in eren hoff zo Bickendorp ind geldent yn alle iair 5 vierdel even, 33 penynge ind eyne levende curmede as die volt, ind want unss beyden partijen vurss. dese tzwey vur- genant erve ungeliegen synt zo nutze — so hain wir . . . mit gehencnisse ind goitduncken unser overster vrunde ind maighe beyder partijen vurss. . . . damit eynen erffkut ind weysel underenander gedain ind doin overmitz desen brieff rechligen in bescheidelichen mit all deme rechte solempniteten ind ge-- woynden, die darzo geburden na gesetze ind herkomen beyder steyde da die vurss. goit gelyegen synt, ind hain den erffkut ind weysel purlichen ind sleicht durch layssen ghain zo ewigen daghen unwederroyflich zo halden, als dat wir dechin ind cap. . . . der 40 morgen lantz zo Bessenich der sij myn off me wye sij geleygen synt uysgegangen ind verzegen hain ind die upgedraghen ind bracht hain mit alir eigenschafft vrijheet herlicheit ind besesse, die wir bisher da an gehatt ind besessen hain, zu henden in gewalt der vurss. elude . . . ind irre erven, ind hayn unss selver ind unss goitzhus da an enterft ind ent- weldget ind die vurss. elude ind irre erven da an geerft ind göweldget . . .; des selven gelichs hain wir elude Iohan ind Yda vurss. vur unss ind unse erven den vurss. heren deeben ind cap. wederumb gedain mit unseme gode zu Bickendorp ind hain ouch der 33 morgen lantz mit den tzwen hoffsteyden so wie sij da geliegen synt verzeghen ind uissgegangen vur deine hove ind den geswornen zo Bickendorp ind hain die upgedraghen ind bracht mit all der eygenschafft, erfzalen, — 470 — nutze ind besesse, die wir bisher da an behalden ind gehatt hain, zo henden ind in gewalt der vurgenant heren . . ., ind setzen unser eichlich den andern dis vurss. erffs in sin lijflich besess ind geloven in goden trirwen van beyden partijen vurss. mallich dem anderme rechte Averschaff zo doin as ge- wonlich is oven ind neden in me lande sonder alre kunne argelist. (Beide Parteien haben ihre Siegel angehängt.) Gegeven in dem jaer unss heren 1374 des vierden dais in deine harde- maynde. Original mit stark beschädigten Siegeln im St.-A zu Düsseldorf. — K. B. 69 b-70 a. 460.— 1375, Januar 29. (in crastino octavarum beate Agnetis virginis), nimmt der Canonicus Henricus de Bercheym den Hof des GereonsUftes in „Saelgendorp" für jährliche 22 Malter Roggen und 12 Mark in Obedienz. Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf. — Siegel des Heinrich ab. 461-— 1375, Juni 6., compromittieren Emnnd von Enze und der Köln. Bürger Hermann Scherffgün — wegen Schlichtung ihres Streites über 19 beim Kloster „ad martires" gelegene und zum S. Gereonischen Hofe zu Kriel gehörige Morgen Ackerland genannt „van der dannen", -welche wegen Nichtbezahlung des Zinses „in com- missuni" verfallen sind — auf 4 Schiedsrichter; der erstgenannte hat für sich gewählt den Ritter Hildeger van der Stessen und Heinrich von Stave, Kölnische Bürger, der andere hat ernannt Heinrich von Heimersheim, Kanoniker von S. Aposteln, und den Köln. Bürger Richolph von Wichterich. Sie verpflichten sich die Entscheidung, welche die 4 Schiedsrichter „sedendo stando iuris ordine in totum vel in parte servato vel non servato die feriata vel tion feriata" bis zum nächsten Pfingstmontag (11. Juni) einträchtig treffen iverden, anzunehmen („observare et emologare"), und zwar unter einer Strafe von 400 schwerer Goldgidden, icelche halb dem annehmenden Teile und halb den Schiedsrichtern sollen zu gute kommen. Wird die Entscheidung bis zum 11, Juni nicht getroffen, so sollen das Kapitel von — 471 — S. Gereon nach Anhörung beider Parteien bis zum nächsten Feste des h. Jacobus (25. Juli) den Streit schlichten; vor diesem Termine müssen die Streitetiden dem Kapitel ihre Berichte einsenden. Endlich ver- pfllcliten sich die Parteien die Entscheidung des Kapitels willig anzunehmen, und versprechen „extensis digitis", dass keine von ihnen wegen der Entscheidung dem Kapitel oder einem seiner Angehörigen aufsässig sein wird: immer wieder unter der Strafe von 400 Goldgulden. Jede Partei hat ihr Siegel angehängt. 1375, 6. Juni. R. B. 5. 462.— 1376, April 16., pachten die Eheleide „Arnold Bobelts sun van Anker ind Katherina" von den sieben Vikaren des Gereonsstiftes 20 Morgen Ackerland „geleigen in Beidbure velde an dryen solchen" gegen eine jährliche Abgabe von 6 Malter Weizen. — Es siegeln, weil Aussteller kein eigenes Siegel hat, die Schöffen von Eil. Original im St.-A. zu Düsseldorf. — Von dem Siegel nur ein Fragment übrig. 463.— 1376, Febr. 20., stiftet sich der Propst von S. G., Gerlach von Oitgenbach, eine von allen Vikaren von S. Gereon zu haltende Memorie. I. n. D. a. Noverint universi . . ., quod nos Gerlacus de Oitgenbach prepus eccle s. Gereonis Col. divini ministerii cul- tum ampliare, nostrique, parentum et amicorum nrorum ac omnium fidelium defunctornm animarum in Dno salutem ope- rari cupientes, damus ac donamus per pntes donatione legitima, causa mortis et post mortem nram — quam etiam donationem necessitate cogente vel utilitate suadente non revocabimus . . . — omnibus . . . perpetuis vicariis in eccla s. Gereonis pres- byteris 3 quartalia secundum virgam seu funem distributionis in Colonia consuetas t. ar. seu hortulane, que nostri sunt fun- dus et proprium ... et situata sunt infra parrochiam eccle s. Christofori apud muros Col. prope locum qui dicitur Selven- bergh, a capite versus occidentem ad maceriam prope anticam et in fine ad limites vinearum dictarum der Acker et in latere versus meridiem in confinibus terarum dictarum Selvenbergh ac in latere versus septentrionem in conünibus vinearum dictarum - 472 — Busschofswyngarde; ipsamque terram . . . discretis viris dno Tilmanno de Duyren nomine Septem, necnon Iohanni de Breitbach et Iohanni de Reckelinckhusen nomine . . . omnhim vica- riorum presbyterorum in eccla s. Gereonis pta recipientium et acceptantium donatione prefata . . . assignavimus et assigna- mns . . ., iniungentes eisdem vicariis omnibus . . . pntibus et fnturis, ut ipsi post mortem nram nostri parentnmque et ami- corum nrorum . . . memorias in suis eorum cuiuslibet missis et orationibus continuis et specialiter in vigiliis in capella s. Iohannis infra eandem ecclam more consueto faciant speciales, et inter ibidem in vigiliis pntes fructus seu valor reddi- tuum de pta terra provenientinm . . . dividantur. (Er hat dann den öffentl. Notar und Kleriker der Paderborner Dioecese Conrad de Boclon de Buren ersucht, hierüber einen öffentlichen Akt aufzunehmen. Dies ist geschehen 1376, ind. 14, 20. Februar, die Mer- curii, iuxta maceriam et anticam terre supradicte in Gegenwart zweier genannter Zeugen. Ber Propst hat sein grösseres Siegel angehängt und der Notar sein Zeichen beigefügt.) Cop. Vic. fol. 38. 464.— 1376, Mai 4. (Sonntags), im Kapitelsale des Kölner Bornes verbänden sich die Kapitel des Bornes, der hh. Gereon, Severiib Cunibert, Andreas, Aposteln, Maria ad gradus und Georg eidlich zum Widerstand gegen den dem Vernehmen nach in Aussicht stehenden Befehl des Erzb. Friedrich, die Stadt Köln zu verlassen. Um den Widerstand gut durchzuführen, sollen 9 dazu gewählte Personen: & vom Born und je eine aus jedem der andern Kapitel, wenn sie berufen werden, sicli im Kapitelsale des Bornes zu Rat und That versammeln; ihre Mühen und Kosten sollen ihnen vergütet werdenj dieselben sollen auch die andern Saecular- und Regularpersonen beiderlei Geschlechtes, welche den Stiften, Pfarren und Klöstern der Stadt und Bioecese Köln angehören, auf deren Wunsch aufnehmen können. Als Gründe für den Widerstand werden genannt: der Schaden und die ' Schmach, die mit einem solchen Auszuge verbunden sind, der Schmerz, ihre Kirchen und die Stadt, in welchen und für ivelche sie dem Dienste Gottes obgelegen haben, verlassen zu müssen, die bittern Erfahrungen, welche bei einem solchen Auszuge unter dem Administrator Cono vor wenigen Jahren gemacht ivurden, endlich das allgemeine hiteresse, sich — 473 — die von Gott, dem geschriebenen Beeide und dem apostolischen Stuhle verliehene Freiheit sich nicht durch solche jähe erzbischöflichen Befehle verkümmern zu lassen. R. B. 79. Gedruckt ("nach dem im St.-A. zu Düsseldorf zweimal vorhandenen Original) bei Lac. III, 681. In dem Drucke finden sich eine Reihe Fehler, namentlich ist zu lesen Zeile 2: aliquorum nrum, Z. 5: exitium, Z. 13: recuperabilia, Z. 14: patitur, Z. 30: equis et equalitms. (1376, Juni 29.) Es wird eine Appellationsschrift des Magister Her- man von Entze von vorstehendem Datum gegen den Beschluss des Kölner Erzbischofs, dass sämmtliche Stifter die Stadt Köln räumen sollen, transsu- mirt. Das im St.-A. zu Düsseldorf befindliche Transsumpt ist ohne Datum, die Urkunde ein Fragment, an dem der untere und linke Rand fehlt. 405.— 1377, Jan. 14. („ipso die Felicis in Pincis"), thun der Dechant und das Kapitel von S. Gereon kund, dass viele bedeutende („solempnes") Kirchen durch den Mangel an wissenschaftlich gebildeten und zur Verteidigung befähigten Männern von der Schaar wütender Feinde vieler Bechte beraubt worden sind. Damit dies nicht auch der Kirche S. Gereon widerfahre, ist im Kapitel einstimmig beschlossen worden, decss in Zukunft kein Kanoniker, der in der Schule studiert, frei gesprochen („emaneipare") werden solle, bis er in der Grammatik so tüchtig ist, dass er zum „Studium generale" zugelassen werden kann. Ueber diese Tüchtigkeit soll der Scholasticus der K. befinden, und sich eidlich erklären. Der frei gesprochene soll dann nach 6 Wochen zum „Studium generale" übergehen, und trenn er dann nach dem ersten Jahre seines Studiums ein Zeugnis seines Lehrers vorlegt, sollen ihm die Einkünfte seiner Pfründe ausgezahlt werden; ebenso unter derselben Bedingung nach dem zweiten Jahre. — Auch wird noch beschlossen, dass in Zukunft, wie das auch in längst vergangenen Zeiten in S. Gereon üblich ivar, und in andern Kirchen noch üblich ist, nur den wirklich am Stundengebet teilnehmenden die Praesenzgelder ausgezahlt werden sollen, und auch nur zur festgesetzten Zeit und am festgesetzten Orte. R. B. 2 a u. b. 466.— 1377, Februar 22. (up sente Peters dach den man schrift Cathedra), empfangen Johann Scheyfart von Aitorp und seine — 474 — Frau Eyna von Heinrich von Bercheym, Canonicus des Gereonsstifk „den hoff zu Saelgendorp in nie kyrcholtze genant" auf 12 Jahre in Pacht für die jährliche Abgabe von 42 Malter Roggen, 12 Mark an den Rentmeister von Gereon und, „deine heren Henrich eynen vir- sinck in sine cuchen of vunf marck colsch paymentz." — Es siegeln: Werner van dem Poyle burger zu Colne, Brun van der Eich und Hilger Busschoff. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Die drei Siegel ab. 467.— 1377, Mai 14., verkauft Sveinoldis, Tochter des Ritters Gotschalk von Stumbel, weil sie die Last ihrer Schulden „sine ex- hereditatione" nicht abzuivälzen vermag, den omnibus vicariis perpetuis im Gereonsstift „cum solemnitatibus ad hoc specialiter et generaliter requisitis quedam bona allodialia in campo Aspelslo in parochia de Boestorp situata, videlicet duodeeim jurnales terre arabilis . . . per divisionem proprie portionis in tribus petiis ibidem jacentes, videlicet quatuor jurnales in una petia super Gruvenrot iuxta viam, que ducit de Boystorp versus Nederoyshem, item quatuor jurnales prope curtem quondam patris mei [Sveinoldis] in Aspelslo de undeeim jur- nalibus sumendi in anteriori parte versus curtem supradietam, residui quatuor jurnales supra foveam jacentes versus Over- oysheim de novem jurnalibus sumendi in parte proxima versus villam Aspelslo supradietam." Sie überträgt den Käufern „re- ceptis denariis effestucalibus competentibus et consuetis" das Gut in der gewohnlichen Form und verheisst, die Käufer „in eisdem agris . . . iuxta consuetudinem terre alte et basse warandi- zare." Das Land hat sie dann tuieder in Erbpacht zurückerhalten gegen einen Jahrzins von 4 Köln. Maltern Weizen, von dessen Entrichtung keinerlei Unfall entschuldigen soll. „Acta sunt hec in platea publica ville de Boistorff coram Gibelone Gerardo Pyn, Wilhelmo de Yre et Genone de Reyde" Schöffen in Busdorf. — „Reynardus dominus in Ryferscheit et in Bedebure, sub cuius dominio dicti agri situati sunt .... Mathias miles et Iohannes de Stumbel fratres mei" siegeln mit den Schöffen. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Die 4 Siegel hängen wenig beschädigt an. — 475 — 468.— 1377, Aug. 6. (in die beatorum Sixti et sociorum eius), bekundet Friedrich Burggraf von Nürnberg dem Stift S. Gereon, welches den „Nobilis Johannes de Swartzburg junior", der durch Tausch mit Günther van Schartzburg ein Kanonikat mit Praebende erlangt hatte, nicht ohne Nachweis seiner edlen Abstammung aufnehmen wollte, „quod dicti Iohannis pater comes de Swartzburg ex nobili Gunthero comite de Swartzburg et ex matre filia Hen- rici comitis de Stuzzelberg, mater vero Iohannis junioris pre- dicti ex Boppone comite de Hennenberg, patre, ex matre vero filia comitis de Wertheim rite traxerint darum ortum." Original im St.-A. zu Düsseldorf. Siegel Friedrich's Fragment. 469.— 1377, Nov. 29. (in vig. b. Andree), bekunden Wynant, Pastor von S. Christoph, sowie Otter Keiser von Wedersdorp und Friedrich von Sunrestorp, Kirchmeister von der gen. Kirche, dass Heinr. Moirsberch zu seinem Seelenheile der Kirche S. Christop>h einen auf einem Hause lastenden Jahrzins von einer Köln. Mark zur Beleuchtung des h. Sakraments geschenkt hat, wogegen die Kirche verzichtet auf die früher von demselben zu demselben Zwecke geschenkten gleichen Zins, welcher ruhte auf einem andern jetzt der Witüve des Willi, von Kentenich gehörigen Hause. Die beiden Häuser lagen zusammen an der alten Ehrenpforte neben dem Hause „Krauwhusin" feldtvärts; das zweite der beiden Häuser wurde das „eudilste huys" genannt. An die Urkunde hingen ihre Siegel an der gen. Pastor Wynant und der Propst von S. Gereon Geirlach van Oitginbach. Original in S. Gereon. Nur vom ersteren Siegel ist ein ansehnlicher Rest vorhanden. 470.— 1378, Od. 27. (in vig. bb. Symonis et lüde app.), verkaufen die Kölner Bürger Bruyn Buntoige und Frau Sophia dem Matthias von Düren, Vikar des „Geslichts" S. Gereon, als dem Treuhänder seines verst. Mitvikars Johann von Solre, für eine in „gerey- dem gelde" erhaltene Summe einen erblichen Jahrzins von 16 Köln. Schillingen, welcher lastet auf dem Haus „gelegen uff den alden graven intghain der kirchen zu send Marien afilais". Von diesem Zins — 476 — werden die sämmüichen Vikare an S. G. jährlich die Memoria des genannten Vikars J. v. S. halten. Der Zins ist jedesmal „up den hilligen paischdach off bynnen den neigsten vier wecken daimha wägende under penen und vare des ervelnysse des huys" zu entrichten. Die Schöffen des weltl. Gerichts s. Gereons (Johann Gebiujr und Coyne van Koevelshoven) haben „zu einem ewigen Urkunde kuntschaft und gezuge alre dynge mrss." ihre Siegel angehängt. Cop. Vio. fol. 20. •±71.— 1379, April 2., wird vor Simon de Solmptze Dedutnt, Gerardus de Pittingen Thesauren; Johannes de Hüne, Gerardvs de Somerefj, Rulgerus de Maelsacker, Johannes de Botis, Arnoldm de Aldendorp Kanoniker von S. G. durch den Dechanteu Tilmannm de Cirto (?Oirto?), kraft der ihm von Erzbischof Friedrich d.d. 1378 crastino coneeptionis beate Marie virg. erteilten und hier wörtlich eingerückten Commission, ein Streit zwischen dein Stift S.Gereon und seinem Propste Gerlacus de Oytgenbach dahin geschlichtet, dem der Propst auf die Canonicalpräbende beim Domstift, als nicht vereinbar mit seiner Stellung als Propst, verzichtet. Zeugen: „Henricus de Suderlande scholasticus, Gerardus de Manderscheit chor- episcopus, Hermannus de Richestein thesaurarius et Johannes de Heiklen canonici ecclesie sti Gereonis." Notariatsinstrument des Tilmannus de Auoa im St.-A. zu Düsseldorf. Siegel des Notars ab. 472.— 1379, Sept. 30., verkaufen Dietrich Vlecke und Frau dem Melis von Geroth ihren Hof zu Allrath nebst zugehöriger Hufe, welcher Besitz den Herren von S. Gereon zinsbar ist. Ich Dederich Vlecke van der Baien ind Bela myn elige wyff doin kunt ind kenlich allen luden die desin breiff solen seyn off hoeren lesen, dat wir mit gesamender hant . . . liain gegeven ind geven overmitz desen offenen brieff . . . erfflich ummerme ind zu ewigen daghen Melis genant derae Werade van Gerode ind synen Erven unsen hoff zu Alderode, sowie die da in leneden in breyden in nassen ind druychden mit alle — 477 — syme rechte ind begrijffe geleghen is . . . myt eynre hoyve artlantz die dar zu gehörende is, da die heren des capittels van sent Gereoin in Coolne alle jaer geldens ayn haynt eicht- zein maldre roggen, wilch vurss. hoff ind die hoyve lantz vurss. die man van deme capittel van sent Gereone vurss. hal- dende is . . . ., syn sali ummerme . . . des selven Melis . . . Voirt so syn wir Did. VI. ind B. vurss. komen up alle die stede dar wir mit rechte komen solden ind syn des vurss. hoiffs ind hoyven lantz die darzu gehoirt uyssgegangen, ind hain die Melis vurss. ind syne erven gemacht ind daran geerfft ind unss ind unse erven interfft, ind hain darup verzogen ind verzien mit halme ind mit munde luterlich. Ind ich Did. VI. (hain) geloyfft ind geloven in guden truwen vuv mich ind myn erven Alelis vurss. ind sine erven jair ind dach warschafft zo doin des vurss. hoiffs etc. as erffs recht is; voirt is gevunvart, offtsache were dat yeman bynnen deser vurss, wer- schaff as bynnen jaire ind dage queme die eynche gulde,renthe ind zyns off pacht off eyncher kunne recht an deme vurss. hove etc. zu Alderode vorderende ind zusprechende were Melis etc. boven die 18 nialder roggen vurss. jairs geldens, dan äff sali ich Did. VI. etc. Melis etc. äff intheven ind schadeloys halden, ind haen yn des zu mere Sicherheit zu underpande gesät ind setzen overmitz desen offenen brieff unsen hoff zu Gerode mit drissich morgen lantz darzu gehörende ... Vort were dat sache, dat deys breyff in eyncher clausulen oh worde gebrech hette, off eynich ritz off loch darin queme mit versumenisse, off eynige sieget zubrochen off gequat woerde, daromb en sali dis brieff nyet zu myne macht hain. Alle argelist - ind nue- vunde in allen desen vurss. punten utzgescheiden. (Ihr Siegel haben angehängt Did. VI., Gerat van Nyvenheym und Heinr. Holtzappel van Buntenbroich, welche letzteren „hie over ind ain gewest hain".) Datum a. D. 1379 feria sexta post f. Michaelis archang. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Das Siegel des G. von N. ist ab; die beiden andern bangen. — R. B. 85b. 473.— 1380, Januar 17., (ipso die beati Antonii abbatis), bekundet das Gereonstift resp. für dieses dessen Kanoniker Hermann von Richenstein und Vikar Johann von Gegen, dass der Convent zum — 478 — Weilier zu Köln freiivillig 110 Mark zum Wiederaufbau der Kirche in Kriel hergegeben und dafür auf hundert Jahre das Recht erworben habe, 150 Schafe auf dem Beide der „communitas theutonice dicta die Gebuyrschaff" zu iveiden. In derselbeu Weise bekunden obiges in besonderen Urkunden S. Cae- cilia, S. Gertrudis und Zum "Weiher. Alle 4 Urkunden befinden sich mit beschädigten Siegeln im St.-A. zu Düsseldorf. 474.— 1380, April 25. (up sente Georgins dage des hey- ligen mertelers), bekundet Erzbischof Friedrich von Köln, „dat Schaffrid van Lyningen, Canonich zu me dorne zu Wormez, sun des edeln uns lieven oymen Greve Emmichens van Lyningen eyn reicht vrye greve ind edel man is van allen synen vier anchen van Lyningen, van Salinen, van Kybtirg und van Fry- burg." Original mit beschädigtem Siegel des Erzb. Pr. im St.-A. zu Düsseldorf. 475.— 1380, April 1., bekunden „Aleydis abbatissa et con- ventus monasterii Nussiensis ordinis s. Benedicti", dass mit ihrer Einwilligung Wilhelm und Metza, die Kinder des verst. Neusser Bürgers Wilhelm Reynart, den Jahrzins von 3 Köln. Mark, welch diese von einem auf dem Neusser Kirchhofe und Grundstücke des Klosters erbauten kleinen Kaufhause, einem „gadem" zu beziehen hatten, cm das Kapitel von S. Gereon zur Abtragung einer Schuld mittels einer „donatio inter vivos causa mortis" „ore manibus et ca- lamo" erblich übertragen haben, und dass sie (die Aebtissin etc.) mit der Uebertragung einverstanden sind, und verpflichtet sind, den genannten Zins jedes Jahr zu S. Remigius oder in den ersten nächstfolgenden 14 Tagen an S. Gereon zu bezahlen. Geschieht dies nicht, so ist ipso facto das Haus an S. Gereon erfallen. Die Aebtissin etc. verzichten (wie gewöhnlich) auf alle möglichen Defensionen und Excep- tionen, speäell auf das „ius dicens generalem renunciacionera non valere nisi precessit specialis." Die Aebtissin und der Con- vent haben ihre Siegel angehängt. R. B. 83. — 479 — 476.— 1380, Juli 26. (in crastino b. Iacobi apostoli), bekunden Elisabeth, Aeblissin des Cistercienserinnenklosters zu Roermond Lütticlier Dioces, Ritter Reynard van der Hüllen und der Schildträger Conrad von Horst („Hurste") als Erben der (verst.) ehrwürdigen Matrone Bela, Wwe des weiland Ritters Arnold von Türnich, dass die Erblasserin bestimmt hat, dass ihr bei S. Gereon auf der Ecke („ordo") der Plankgasse gelegenes Haus im ersten Jahre nach ihrem Tode durch ihre Testamentsvollstreclcer oder ihre Erben einem Kanoniker oder dem Kapitel von S. Gereon gemäss dem Rechte und der Gewohnheit dieser Kirche für eine bestimmte Summe Geld überlassen werden solle, dass dieser Verkauf gegen einen den Erben ausgezahlten Preis von 550 Köln. Mark nun innerhalb der bestimmten Zeit erfolgt ist, und dass sie das genannte Haus demgemäss den Herren von 8. Gereon übertragen haben. Sie verzichten auf alle möglichen De- fensionen und Exceptionen, speciell auf das „ius dicens generalem renunciacionem non valere nisi precessit specialis". Für die Aebtissin El,, die ihr Siegel nicht zur Hand hat, hat der Propst Johann de Grifone von Mariengraden sein Siegel angehängt; ihre eigene Siegel haben hinzugefügt die Erben Reynard und Conrad, sowie die Testamentsvollstrecker Heinrich von Hyen und Wilhelm von Vrelen- berg, beide Kanoniker von S. Aposteln. R. B. 122. 477.— 1381, Maerz 12., verkauft Johann, Vogt in Merheim, Köln. Bürger, dem Kapitel von S. Gereon eine ihm als Vögten zustehende Rente von jährlich 6 Malter Weizen für einen Kaufpreis von 408 Köln. Mark. I. n. D. a. Ego Iohannes advocatus in Merheim civis Col. universis . . . facio manifestum, quod bona deliberatione . . . ad evitandum dampna et pericula debitorum urgentium, quibus aggravor, de presenti vendidi ... et in receptionem tradidi . . . cum omnibus solempnitatibus ad hoc specialiter et gene- raliter oportunis ven. viris dnis dec. et caplo s. Gereonis Col. et eorum eccle erga me solum — cum uxorem et liberos non habeam — ... ementibus et sibi redimentibus 6 maldrorum tritici boni pensionalis mensure Col. annuam pensionem . . . que michi prefati dni ... ex curte eorum in Merheym sin- — 480 — gtüis annis perpetuo ratione advocacie pred. solverunt et sol- vere consueverunt, prout eandem pensionem 6 maldrornm tr. iure dominii vel quasi ac successione hereditaria una cum prefata advocacia mea, quam ab hon. viro dno prepo eccle s. Gereonis pred. in feodum seu emphiteosim teneo, hactemis habui, ipsamque . . . pensionem cum omni ipsius dominio . .. prefatis dnis emptoribus perpetuo et hereditarie melioribus et efficacioribus iure via modo et forma quibus possum, oisdem ad manus dictorum dnorum renunciando et effestucando, süpra- porto realiter pure libere et simpliciter cum effectu, receptis per me hincinde denariis offestucalibus competentibus debitis et consuetis, meque metipsum successores etc. de ... . pen- sione pred. exheredando, ipsosque dnos emptores . . . adhere- dando . . .; oranes insuper litteras cartas et privilegia si quas vel que habui vel habeo super solucione obligatione seu debito pensionis pred. 6 maldrorum tr. seu eorum domino ipsis dnis assignabo et tradam absque dilatione aliqua et dolo. Et wa- randiam bonam . . . iuxta consuetudinem patrie super ven- ditione pred. facere et prestare pred. dnis promitto loco iura- menti sub fide prestita corporali. Salvo tarnen prefatis dnis et eorum eccle, quod ego et successores mei in advocacia mea pred. omnia officia et onera quecunque ipsius advocacie requisita propter prefatam venditionem, per quam redditus mei sunt attenuati, eo minus non exercebo nee exercebunt ullo unquam tempore in futurum, sed ea specialiter iuxta decretum iuratorum curtis in Merheym pred. et antiquam consuetudinem studebimus adimplere sicut prius non obstante vendicione supradieta, interveniente siquidem in huiusm. em- tionis et venditionis contractu certa et nominata peeunie summa . . . videl. 408 marcis pag. Col. michi per dictos emptores nomine precii dictorum 6 maldrorum tr. pensionis ... in prompta numerata peeunia plene . . . persolutis. ... Et quia pensio 6 maldrorum tr. prelibata . . . a feodo meo pred., quod a dno meo prepo eccle s. Gereonis pred. teneo, videl. advocacia in Merheym predieta venditione detrahitur et ipsius feudum mi- noratur, hec omnia premissa de consensu . . . ac licencia spe- ciali neenon in presencia ven. virorum dnorum Gerlaci de Oytgenbach prepi moderni tamquam dni feudi, Lutteri de Matlar camerarii et Hermanni de Richesteyn thesaurarii eccle me- ' — 481 — morate fidelium ipsius dni prepi ac etiam coram discretis viris dno Iacobo de Nussia, canonico ibidem, scnlteto, Iohanne bra- xatore, Henrico Printz de Cassel et Danieli filio Congundis de Merheym, iuratis curtis in Merheym prelibate, qui singuli singulos denarios testimoniales hincinde receperunt com- petentes in testimonium super eo. (Folgt der gewöhnliche Verzicht auf Exceptionen und Defensionen, u. a. „non sie geste rei, non sie celebrati contractus. aliter fuisse dictum quam scriptum, benefleio restitutionis in integrum". Der Vogt Johann, der Propst und die genannten Kanoniker von S. Gereon, endlich die Köln. Bürger Mathias von dem Spiegel, ein Verwandter des Vogtes und Werner van deine Poyle haben ihre Siegel angehängt.) Datum a. D. 1381, 12. Maerz. Original mit den gut erhaltenen 7 Siegeln im St.-A. zu Düsseldorf. — B. B. 59b-60b. 478.— 1381, April 11., bekunden Johanna „wanne wijff ivas Melis des Wintz von Gerode dem got genedich sij" und deren vier „Ekynder" Thonis etc., dass sie für die „hoyve lantz bunegart garde ind widenivas in die vurss. hoyve gehörende zo Alderode an deine dnrpe" den Herren von S. Gereon nicht die diesen zustehende Jahr- rente von 18 Malter Roggen jährlichs bezahlt haben, dass daher die genannte Besitzung an die Herren von S. Gereon los und ledig erfüllen ist, und sie (Johanna etc.) keinerlei Recht mehr an dem Besitze haben, dass sie daher diesen mit Halm und Mund an den Stätten „as recht is" dem „Bruder" Peter von Glaidbach, Pastor der Kirche zu Alderode aufgetragen haben. „Alle argelist, firpel, nuwe vunde ind aide vunde, quade behendecheit geistüchs off ivereltlichs zamail uyssgescheiden." Für die Verzichtleister hat der gen. Thonis und haben mit ihm die Scheffen van des greven broche ihr Siegel angehängt. Original im St.-A. zu Düsseldorf; das Siegel des Th. ab, das der Sohöifen wenig verletzt. — R. B. 86. 479.— 1381, April 11. (die cene Dni), bekunden „Philips und Herman Scherffgyn gebroedere scheffene zu Colne und 32 — 482 — provisoeren des conventz genant zom Scherffgin, gelegen uff senct Gereoinsstraissen zu Colne," dass sie „mit wist, willen und stedehaldingen der junckfrauwen gemeynlichen des selven conventz erfflichen uyssgedain haint und . . . uyssdoin . . . den vicarisen gemeynlichen des gestichtz senct Gereoins . . . eyn huys myt synre hoeffstat dem vurgenante convente zuge- hoerende, gelegen intgain senct Quentyns wyngarde, neist der vicarise vurss. hoeve zu senct Geroin wert, und daenhu her Johan van Gheyen, irer geselle, van irent wegen inne woent, soe wie et gelegen is mit allen synen zubehoeren . . . hal- dondo yn breiden zwensich voesse, und soe wie dat mit zweyn steynen zu s. Gereoin wert van dem vurss. hoeve getzeychent is und gepeilt, dat selve huys . . . overmitz die vicarise . . . zu haven . . . gerast und gerouwt ... zu ewigen daighen . . . umb eynen jairlichen erfflichen zynss mit namen vier marck pennynge Colsch pagamentz," zahlbar halb „uff unser vrauwen dagh as man die wüsche wyhet" und halb „uff unser vrauwen dagh, as man die kersen Avyhet" oder jedesmal 14 Tage nachher. Die Erbpächter müssen das Haus „deickgich, buwelich und untzoevellich halden, mit sulchen peinen, vurwarden und vryen wylkoere," dass das Haus bei Nichteinhaltung einer Bedingung, namentlich der Termine, an das Hospital zurückfällt, und dass dann auch noch jährlich von den Vikaren an das Hospital eine Mark gezahlt wird, welche auf dem erwähnten Hofe der Vikare lasten soll; jedoch können die Vikare diesen Strafzins mit 25 Mark ablösen. Ph. und H. Seh. haben ihre Siegel angehängt. Cop. Vic. fol. 79 seqq. 480.— 1381, Mai 16. Prudentibus et honestis viris dnis officiatis domus officiatorum s. Cristofori Col. Nicolaus pastor eccle parrochialis s. Petri Argentinensis salutem in Duo. No- veritis, quod in mea constituta presentia Druda de Vulture mea parrochiana Dno nro Iesu Christo diebus quibus ipsa vixerit se famulaturam promisit. Quod honestati vre sub sigillo meo ad preces dicte Drude presentibus appenso duxi significandum. Datum a. D. 1381 mense Maij die XVIta. Original in S. Gereon. Das noch hängende Siegel ist ein wenig verletzt. — 483 — 481.— 1381, Sepibr. 29. (feria tertia post festum Symonis et lüde apostolorum), bekundet Johann Herr zu Eeifferscheit, dass er von Johann, Vogt zu Merheim 104 Gulden empfangen habe ,,als van alsulger brantschetzungen wegen, als ich der heren hoff van sent Gereon geleigen zu Merheym gebrantschatzt hadde in dem kriege, den ich nu np data dis briefs gehaende hain." Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel ab. 1383, August 14. (in vigilia beati Marie assumptionis), bekundet derselbe „dat yoh alder veetschaff ind alder tzychte [= mhd. zic, Klage] mit engeynen oanonichen noch mit engeynen paffen zu sente Gereone yn Coelne zu schaffen noch gaende en haen noch en tzyen [= mhd. zihen, nhd. zeihen], dan alleyne her Hermau van Rychensteyne dechen ind Arnolde van Ayr- scheit canonich zu sente Gereone," und will er das Kapitel nur so lange befehden und schädigen, bis ihm das Unrecht, das ihm jene zwei getan haben „gebessert wirf,— Original mit besch. Siegel im St.-A. zu Düsseldorf. 482.— 1382, Maerz 15., bekundet der Ofßcial der Köln. Curie, dass Johann van der Hurne, Gobelin uff dem Berghe und Tylo de Tippelkoven, Schöffen der Villa Nievenhem für sich und ihre Mitschöffen anerkannt haben, dass sie den Vikaren von 8. Gereon 2 l l 2 Goldgulden schuldig sind, weil sie der Vikare Hof und Güter in Balchem mit Unrecht geschätzt haben: am nächsten Feste des h. Andreas werden sie diese Schidd „salvis expensis de iure competentibus" abtragen. Zugleich erklären die Schöffen, dass der genannte Hof mit seinen Gütern bisher immer von jeder Schätzung frei gewesen sei und auch künftig frei sein solle. Datum et actum pntibus Iohanne de Breyd- bach et Chonrado de Roydheym notariis in dicta curia Col. sub a nat. Dni 1382 mensis Martii die 15. Notatum per me Conradum de Roydheym notarium communem quia interfui. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Siegel des Officialats beschädigt. 483.— 1382, Juli 12., nehmen Eobinus de Isenburg und Petrus de Aldenawe, Canonici von St. Gereon, von diesem Stifte den Hof in „Heppendorp" auf Lebenszeit in Pacht, den alten Hof daselbst zu den alten Gefällen, den neuen zu 20 Malter Weizen. Original im St.-A. zu Düsseldorf; beide Siegel ab. — 484 — 484.— 1382, August 2., bekundet Wilhelm von Safenberch, Kanoniker an S. Gereon, dass er das durch ihn von dem Kapitel gekaufte Haus bei Aufgabe des Canonicats an das Kapitel zurückgeben, das Haus in gutem Zustande erhalten, und für dasselbe an das Kapitel einen Jahrzins von 2 Malter Roggen zahlen muss. Ego Wilhelmus de Saffenberch canonicus eccle s. Gereonis Col. cognosco publice per presentes, quod — licet ego alias curam sive dommn claustralem, quam nunc inhabito et quon- dam ven. bone memorie dnus Hugo decanus inhabitare con- suevit, erga ven. dnos meos decanum et caplum eccle s. Gereonis pred. michi comparaverim pro certa pecunie summa ipsis hincinde bene soluta — tarnen in eisdem domo et curia cum suis attinentiis nichil plus habebo quam nudum usufructum meum, ea seil, ratione, quod — si quandoeunque in vita mea prebendam meam, quam apud s. Gereonem teneo, permuta- vero dimisero seu quoeunque alio modo resignavero aut pre- laturam prepositure in eadem eccla adeptus fuero — extunc prefata domus mea cum omnibus pertinentiis suis prefatis dnis meis libere vacabit, nullum michi ius in ea remansurum, ipsaru- que domum circa omnia edificia sua omnibus diebus meis, quibus eam possedero, in debita struetura incollapsam ex- pensis meis propriis conservabo et singulis annis dnis meis prefatis 2 maldra sil. ad eorum presentiam in f. b. Remigii vel infra quindenam statim post sub penis consuetis persolvam, omni fraude et dolo exceptis in premissis. In cuius rei testi- monium sigillum meum ex certa scientia duxi presentibus appendendum. Datum a. D. 1382, 2. Ang. K. B. 124 b. 485.— 1382, ind. 1 (!) Aug. 31., nimmt der Köln. Cleriker und kaiserliche Notar Heinrich von Alen einen Akt auf, gemäss welchem vor den in ihrem Kapitelsaale „ad hoc" capitidierenden Kanonikern von S. Gereon und vor ihm (dem Notar) der Edelmann Conrad von Nuivenar, Kanoniker von S. Gereon, seinen Klosterhof (Haus etc.), gelegen auf der andern Seite der Buttergasse, den ihm (G.) sein Mutterbruder, der Junker Johann von Bijferscheit, früher ebenfalls Kanoniker von 8. Gereon, übertragen hatte, dem gen. Ka- — 485 — pilel vermittels einer „donatio inter viros", oder wenn diese nicht gültig sein sollte, einer „donatio quecunque" geschenkt und mit Rand und Hahn übertragen hat. Der genannte Junker J. v. R. schliesst sich dieser Uebertragung an für den Fall, dass er an dem Hofe noch ein Recht haben sollte. Zeugen: Winand von Zwickele, Pastor von S. Christoph, die zwei Vikare von 8. Gereon Joh. von Stoitz- heim und Tilmann von Anta, endlich der Beneficiat von S. Gereon, Arnold von Neuss. R. B. 126 a. 486.— 1382, Sept. 1., bekundet „Conrait van Nuwenar cano- inch zo sent Gereone", dass das Kapitel von S. G. oon ihm seinen Klosterhof „bynnen der matayten van sent Gereone", den früher C.'s Ohm, der Edle Joh. von Rijferscheit — als dieser noch Cano- nicns in S. G. war, besessen hatte, gekauft hat, und dass er C. den bedungenen Kaufpreis, nämlich 26 Goldgulden, von den Herren von S. Gereon „gehaven ind upgeburt" hat. Da C. kein eigenes Siegel hat, so hat der genannte Joh. von R. sein Siegel angehängt. R. B. 126 b. 487.— 1382, Sept. 17., macht der kaiserl. Notar Heinrich von Alen das Testament Lutter's von Matlar, Kanonikers von S. Gereon. I. n. D. a. Anno nativitatis eiusdem 1382, ind. 5., Sept. 17., hora inter vesperas et completorium vel quasi pontificatu sanctissimi patris in Christo patris et dni nri dni Urbani div. prov. pape sexti anno 5. in mei notarii publici et testium infrascriptorum . . . propter hoc personaliter constitutus nobilis et hon. vir dnus Lutterus de Matlar, canonicus et camerarius eccle s. Gereonis Col., corpore licet aliquanttilum debilis, mentis tarnen et rationis sui compos ut apparuit existens, de anime sue salute cogitans et attendens prout asserebat etiam, nil esse morte cercius et incercius eius hora, quia fragiles et dubii sunt vita hominis et eventus, considerans etiam quod is, qui ultimam suam in alterius et aliorum dispositione relin- quit voluntatem, decedere non videtur intestatus, . . . ne — 486 — inter consanguineos et proximiores etiam in posterum sub- oriatur dissencio . . . testamentum seu ultimam suam volun- tatem in modtim qui sequitnr condidit et ordinavit: (1) (Alk früheren Testamente sind widerrufen.) (2) Elegit ... et ore proprio nominavit hon. et discretos viros dnos Th. de Puteo ss. apostolomm, Franonem de Ubach s. Cuniberti ecclarum Col. decanos, Winandum de Twickle pastorem eccle s. Christo- fori, Mathiara de Düren vicarium eccle s. Gereonis pred., necnon fratrem Heinricum de Nuyssia ordinis fratrum heremitarum s. Augustini Col. manufideles et executores testamenti . . , (3) Preterea elegit sepulturam suam in amhitu eccle s. Gereonis in tumulo parentum suorum. (4) Item legavit . . . dno nro archiepo Col. 3 florenos aureos ponderosos et legales. (5) Item legavit . . . eccle s. Gereonis 2 maldra tr. danda et recipienda singulis annis post obitum dicti testatoris de curia sua claustrali . . . pro perpetua ipsius memoria peragenda. (6) Item legavit . . . cuilibet executorum pred. fiolam et coclear argenteum (oder: argentea ?) (7) (überlässt er es seinen Testamentsvollstreckern, sein nach Bezahlung seiner Schulden noch übriges Vermögen zu guten Zwecken zu verwenden, wobei aber seine etwaigen früheren Bestimmungen über einzelne Legate zuerst sollen berücksichtigt werden.) — Vult igitur et desiderat testator, ut hoc suum testamentum valeat iure testamenti seu eo iure quo potest et debet, et si non valet iure testamenti, valeat saltem iure codicillorum vel ratione cuiuslibet ultime voluntatis. . . . Acta sunt hec in quadam camera superiori qua pred. testator pro tunc recubuit domus inhabitationis sue infra emunitatem eccle s. Gereonis . . . presentibus discretis et honestis dnis Hermanno de Erenstein, Coinrado de Guydisberch beneficiatis in eccla s. Gereonis, Heinrico de Kempen, Gobelino de Tul- peto familiaribus dni Franonis de Ubach decani eccle s. Cuniberti Col., necnon Wilhelmo de Loerkijn clericis ... Et ego Heinricus de Alen etc. R. B. 109. 488.— 1382, Sept. 17. (uff senct Lambertz tagh des hilligen byschoffs und martelers), bekennen „Wilhelm und Wem- her van Bergerhusen gebroeder, dat — want unse moder — 487 — selige, der Godt genade, yn vurleden zyden su Gluwell mit cumber des gerichtz ergangen und erfolgt hatte up all sulchen erve und guth, als wilne Goddart van der Lynden unse swa- ger, da Godt die siele äff have, na synem dode gelaissen hadde, und da er dynckpflichtich was dusent marck paga- mentz, as doe geng und geve was, die sie dem selven G. vurmails zu einem hylichspennyngh mit irer dochter die unse suster was gegeven hatte, und want wir nhu deme cumber als rechte erve nahe gevolget syn, und haint das behalden mit ordell der geswoeren und des gerichts van Gluwell vurschr., dat man uns an deme erve und guede vurg. halden solde as vur die dusent marck vurschr., und want wir des selven erves erfordert und vunden haint eyn hove artlandtz an den erbaren luden den priester vicarissen zu s. Gereoin yn Coelne, welche hove artlandtz an sie kommen ys van henden wylne Henrichs des pistors zu s. Gereoin vurschr. und die hie vergolden haitt weder Aelheyd van Erkersheym elige suster des vurschr. Goddartz und lange zytt besessen hatte, so syn wir des under- wyset mit ordel der gesworen zu Gluwel vurss., dat unss van der vurg. hoeven landtz vur ire antzaile durch recht geboeren sali an betzalonge der summen vurg. drittehalff hundert marck Colsch pagamentz, die uns die vurg. vikarisse van betwange des gerichtes vurss. gegeven . . . und wall betzaelt haint . . ., und beloven uns guder betzalongen, und geloven voret yn guden truwen . . . den vurschr. heren und iren nakomlyngen der hoven lantz vurss. noch gheyem irem gude . . . nummer zuzusprechen dieser vurg. saichen und so wat dar yn gefallen is mit worden offt mit wercken .... Ihre Siegel haben angehängt die 2 Aussteller, dann Wilhelm van Rundorp Schultheiss, endlich Daniell von Aldenrode und Wynant van Gluwell gen. van Wurme, Geschworne des Gerichts von Gluwell. Original mit erhaltenen Siegeln — nur das des Daniel ist ab — im St.-A. zu Düsseldorf. — Cop. Vic. fol. 20. 489.— 1382, Nov. 22. (up sent Cecilien dach der heiligen jungfr.) bekundet „Iohan va}'t vanMerhem burger in Coelne", dass er den Herren von 8, Gereon „vercougt" hat all sein „erve — 488 — ind goit, vaydyo, heirlicheit, recht ind eigenschafft zo Merhem in dorpe ind in velde", und dass er nun gelobt, den genannten Herren „dan äff rechte verschaff zo doin as oven ind neden in me lande gewoynlich ind recht is zo done van vercougten erve ind sunderlingen van hoeffs gode ind manlene, yn alle rechte anspraiche äff zo doin binnen iar ind dage." Dafür setzt er als Bürgen seine Neffen Mathias van me Spiegel und Johann Bruiver van Merhem, „die sich darzo vestlichen verbunden hant . . . mit sulcher vurwerden, offt sache were . . . dat ich Iohan vayt vurss. in eynchen pnnten deser vurss. werschaff sumelich off bruchlich vunden wurde . . ., so solen myne vurss. bürgen ind ich mit yn as balde as wir darumb gemant "werden zo huys off zo hove mit boden off mit brieven van der vurss. heren wieghen, unser eyn des andern neit zo war- den off sich mit deme anderme zo beschudden, unser eiclich mit eyme perde, off eynen irbern cneicht mit eyme perde vur sich zu senden, inkomen leisten bynnen Coelne in eyne irsam herberge, die men uns da wysen sali, da inne zo bliven ind zo leisten na burgers wijsen up uns selves pende ind cost as gode gehorsam bürgen ind gisel pende ind pert, as dicke as die eyne verleist weren andere weder yn zo setzen, num- mer dan us zo komen noch van der leistungen up zo hueren noch unser gheyn mit sinre anzalen los off quijt zo syn, den vurss. heren ind irre kirchen en sy genoich geschiet ind vol- dayn van alle deme bruche . . . ind darzo van alme schaden crode coste ind hindernisse, die sy darumb hedten off leden zo eren sympelen worden. Vort wert sache dat mynre bürgen eynich bynnen de zijt deser werschaff zo done afflivich off uslendich wurde (so muss Johann dafür einen neuen setzen „bynnen vierzenachten"). Welcher ouch van desen vurss. burgen ungehorsam were an der leistungen vurss. . . ., de is dan zerstunt sachwalde worden ind principal alre punte ind gebrechs deser werschaff vurss. . . . (Folgen die eigenen Zustimmungserklärungen der 2 Bürgen. Johann der Vogt, M. vanme Spiegel und — für Johann Brutver — Werner van dem Pole, Bürger zu Köln, haben je ihr Siegel angehängt.) Original mit gut erhalt. Siegeln imSt.-A. zu Düsseldorf. — R. B. 60 b—61a. — 489 — 4-90.— 1382, Nov. 20., verkauft Johannes, Vogt in Merhem und Köln. Bürger, dem Kapitel von S. Gereon die Vogtei und seine sämmtlichen in vnd bei Merheim gelegenen Güter. I. n. D. a. Universis . . . Ego Iohannes advocatus in Merhem civis Col. notum facio . . . quod . . . vendidi . . . cum omnibus solempnitatibus ad hoc specialiter et generaliter opor- tunis ven. viris dnis decano et caplo eccle s. Gereonis Col. [et eorum eccle . . . omnia bona mea hereditaria in Merhem tarn infra villam quam extra situata, videl. aream ubi curtis mea stare consuevit, una cum area que quondam fuit Sanderi Korngins infra suos sepes et limites prout iacent, ac 3 mansos integros ac 16 x / 4 iornales t. ar. a curte magna dictorum dno- rutn in Merhem iure pheodali dependentes, de quibus singula iura pheodalia ipsis dnis ad eandem curtem sicut de ceteris bonis pheodalibus annuatim una cum dimidio maldro sil. pre- libato J ) ibidem perpetue exsolvuntur. De quibus etiam 125 iur- nales sunt ab omni iure decimandi liberi et exempti nee sol- vunt deeimas aliquales, ceteri vero solvunt deeimas cum iure decimandi consuetas in campis et parrochia de Merhem in locis infrascriptis sub diversis petiis situatis: videl. supra Gynster in uno agro 60 jornales, item supra foveam Woulff- kule iuxta agris (!) monasterii ss. Machabeorum 10 jornales, item ibi prope apud terram de Speilhoff 1 jornalem, item apud agros curtis de s. Martino l 1 ^ jorn., item versus agrum mag- num dnorum predictorum 7 jorn., item inter agros curtium Speilhoven et s. Martini 5 quartalia, item prope agros Harperi de Halle 7 jorn., item prope Crumbehecge inter agros Harperi pred. et braxatoris 5 jorn., item apud Raventrute 2 jorn., item supra Roidgesacker 2 jurn., item supra Stennutze (?) 7 jorn., item apud semitam de Nyele 6 jurn., item prope Sant- kulen ante domum braxatoriam 7 jorn., item supra Buxbarden 7 jurn., item supra viam de Nyle apud agros monasterii ss. Machabeorum 7 jurn., item supra viam Nussiensem juxta agros de Speilhoven 4 jurn., ibidem \ l ! 2 jurn., item apud salices dnorum s. Gereonis 3 jurn., item . . . prope Doynen [oder: Doyven?] 3 jurn., item prope 100 jurnales dnorum de s. Io- hanne 12 jurn., supra Bilienacker iy 2 jurn., in Bremenacker S 1 ^ jurn., supra Burkule 3 iurn., l ] / 2 jurn., supra Ginster 4 jurn., apud terram pastoris de Merheym 2 jurn., apud Album — 490 — Lapidem 2^2) retro curtem Bele van der Hecgen 3, supra stratam Nussiensem 10 jurnales; ac decimam meam de 134 jurnalibus terre ar., qui michi decimas solvunt reales perpetue cum omni iure decimandi, quos de presenti tenent . . . infra- scripti in campis ville de Merheym videl. dicti Poltzkynt 60 jurn., Harperus de Halle 14 iuxta „der Krumberhecgen", curtis Speilhoff 12 ibidem 15 supra viam Nussiensem 12 in vallibus, curtis ss. Machabeorum 12 supra Drenken, curtis s. Georgii 5 apud Dorngin, mag. Thomas 2, Harperus de H, 2Va jurnales; advocaciam quoque meam, quam a ven. viro dno meo dno Gerlaco de Oytgenbach prepo occlo s. Gereonis in feudum sive in emphiteosim teneo cum omni iure dominio et honore ac universis appendiciis . . . una cum 6 maldris avene synodalis que annuatim solvuntur de curtibus et domibus infra- scriptis, videl. de magna curte dnorum s. Gereonis 1 / 2 m., de curte Harperi 1 sumberinum, etc. (anscheinend zahlt eine gewöhnliche „curtis" je 1 snmh. und ein Haus oder eine Hofstätk ! / 2 sumb.) (Alle Urkunden, die er über die verkauften Besitzungen besitzt, verspricht er den Käufern auszuliefern; sollten sich deren später noch in seinem Besitze oder sonstwo finden, so sollen nur die Ankäufer aus denselben Nidzen ziehen können. Ferner verheisst er die übliche „warandia" eidlich, und bescheinigt, den bedungenen Kaufpreis, nämlich — [leider sieht hier nur ,,etc. u ] baar erhalten zu haben.) Hec omnia premissa de consensu . . . necnon in pre- sencia ven. virorum dnorum Gerlaci de Oytgenbach prepi moderni tamquam dni feudi, Robini de Ysenbergh thesaurarii et Theoderici de Oytgenbach camerarii eccle memorate Me- lium ipsius dni prepi ac eciam coram discretis viris dno Iacobo de Nussia canonico d. eccle sculteto, Iohanne braxatore, mgro Thoma, fabro Daniele et Gerardo Clutberech iuratis curtis in Merheym pred., qui singuli singulos denarios testimoniales ... receperunt . . . (Folgt der Verzicht auf die verschiedenen Excep- tionen und Defensionen u. a.) exceptioni non sie geste rei, non sie celebrati contractus et aliter fuisse dictum quam scriptum, beneficio restitutionis in integrum . . . exceptioni non nume- rate ... et in usum proprium non converse peeunie . . . . (Ihr Siegel haben angehängt der Vogt Johann selbst, der Propst, die genannten 3 Kanoniker von S. Gereon, endlich die Verwandten des Vogtes Mathias von me Spiegel und Gerhard Overstolz; die Hof — 491 — geschworenen erklären, sich zufrieden mit der Anhängung des Siegels des gen. Schiütheissen.) Datum a. D. 1382 feria quinta proxima post octavam Martini epi. Original im St.-A. zu Düsseldorf; nur das Siegel des Propstes ist ziemlich gut erhalten. — R. B. 55 b—57 b. !) Nur so vermag ich das „plbo", welches mit einem durch 1 und b gehenden w agerechten Abkürzungsstrich versehen ist, aufzulösen. Aber was heisst dies hier? 491.— 1383, Juni 10., nimmt Conrad von Roydeheym, Cleriker der Diocese Trier und kaiserl. Notar an der Köln. Curie einen Akt auf, nach welchem der Propst von S. Gereon Gerlach von Oytgen- bach, gemäss eigener Erklärung seit mehr als 34 Jahren in Pacht gehabt hat von den 7 Priestervikaren an S. Gereon ein Viertel Ackerland, gelegen im Acker bei Selvenberch innerhalb der Köln. Mauern, der Propst hat auf dem Stücke eine Weinpflanzung angelegt und den 7 Priestern jährlich eine Pacht von 18 Schillingen gezahlt. Der Propst tritt nun das wertvoller gewordene Stück mit Mund und Halm an die 7 Priester ab, wogegen diese seine Memorie zu halten haben. Der Akt wurde gemacht in dem Weingarten im Sommerhause der genannten Propstei. Zeugen waren die Beneßciatpriester Tilmann von Anca und Hermann von Erenstein, sowie Heinrich, der Bäcker der Kirche von S. Gereon. — Beigefügt ist das Zeichen des Notars und das Siegel des Propstes. Original in S. Gereon. 49 2.— 1283, October 11. (crastino sancti Gereonis), ernennt Wilhelm Abt von Camp in Ansehung der Höfe Loe in der Parochie Willeke im Clevischen, und Haien im Mörsischen, welche zum Hofe des Gereonstiftes Neyl im Kirchspiel Heert kurmedpflichtig sind, Nicolaus de Goch und Jacob von Kempen für Loe, und Johannes de Buttenbroech und Fridericus Beyart für Haien, bei deren Ableben die Kurmede erfallen soll. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel wenig beschädigt. — 492 — 493.— 1384, Mai 8., bekunden Bischof Wikbold von Culm, der Köln. Weihbischof Eocrhard und der Offickd Joh. de Cervo das günstige Ergebnis einer von ihnen angestellten Untersuchung über gewisse Reliquien, die in Folge einer der Marg. von Xanten gewordenen Offenbarung in einer Kapelle von S. Gereon gefunden worden waren. Wicboldus d. gr. Culmensis et Everhardus eadem gr, Sebastensis ecclarum epi ac Iohannes de Cervo legum doctor officialis curie Coli universis . . . notitia veritatis. Sacrosancta militans eccla, ut Dntim in sanctis eius possetenus laudet preconiis, sanctorum reliquias altis constituit honoribus veno- rari, quo piis eorum intercessionibus et meritis stabili fide consistere misericordiamqne divinam plebs valeat invenire fidelium et ad vitam proficere sempiternara. Sane pro parte nobilium ac venerabilium virorum dnorura Gerlaci prepi cano- nicorum et capli eccle s. Gereonis Col. ipsius decanatu va- cante nobis officiali predicto devota fuit insinuatione monstra- tum, quod nonnulle preciose ac antique sanctorum reliquie, quas a tempore et per tempus, cuius inicii memoria non existit, ymmo maiorem earum partem a tempore fundationis ipsius eccle per b. Helenam dive recordationis Constantini imp. ma- trem fundate, apud ipsam ecclam digno presumunt ijdem . . prepus et . . canonici fuisse honore reportatas, pluribus annis incognite et oblivioni tradite, et, quod valde dolenter refere- bant, absque honore congruo et cultu debito in quadam ca- pella ipsius eccle eidem contigua et parum frequentata, fuerunt hijs diebus per revelationem cuiusdam devote matrone nomine Margareta de Xanctis habitatricis Col. sibi ut asserebat factam divinitus pate facte fuitque nobis . . officiali curie Col. predicto pro parte dnorum . . prepi et . . canonicorum pred. humiliter supplicatum, quatenus huius rei dignaremur inquirere veritatem. Nos igitur . . officialis pred. una cum reverendis patribus dnis Culm. et Sebast. ecclarum prescriptis epis, ad humilem d. dnorum . . . supplicationem . . . accer- sitis, ad ecclam s. Gereonis accessimus supradictam, ac pre- nominatam matronam aliosque fidedignos, quorum testimonia videbantur in hoc negotio opportuna, vocari fecimus coram nobis, qui nobis requirentibus iuraverunt tactis ewangeliis sacrosanctis de premissis omnibus et singulis et ea quoquo — 493 — nodo tangentibus plenam et raeram quam scirent dicere ve- ritatem; ipsaque matrona . . . constanter dicebat venerande habitudinis senem albis indutum lapso anno et 6 mensibus \tq\ circiter quadam die circa meridiem sibi in domo sua se- denti et aliquali debilitate corporis ei subrepente et in extasi posite apparuisse sibique revelasse, quod in quadam capella eccle s. Gereonis pred. quoddam scrinium esset repositum et quod in illo forent aliud scrinium et quoddam aliud vasculum inclusa, in quibus plurime ac tot adeoque preciose ac gloriose sanctorum reliquie, quod videntibus pre ammiratione Stupor et terror proventurus esset, haberentur incluse presertim eorum sanctorum qui fuissent et essent basis et fundamentum eccle primitive et quod sancti ipsi, quorum etiam nomina eisdem reliquiis dicebat asscripta, eas ad honorem Dei et in salutem Christifldelium cultu vellent et honoribus venerari congruis ac eciam sollenniter populo exhiberi, quam revela- tionem ipsa tunc de consilio sui confessoris ut asseruit pro illa vice distulit publicare; dicebat insuper d. matrona se di- versas postmodum successive divinas ut sperat visiones et revelationes habuisse, quas eundem effectum portendere as- serebat eciam cum comminacione severa, quod culpabilibus in negligendo premissa divina foret ulcio proculdubio formi- danda. Quibus revelationibus ei taliter iteratis ipsa nuper eas protulit ad nonnullas personas eccle memorate. Persona- rum eciam egregiarum d. eccle iuratarum videl. dni Iacobi de Nussia canonici et sacriste ipsius eccle aliorumque presbi- terorum qui reperture interfuerunt huiusm. testimonio didici- mus reliquias quasdam inferius designatas in capella s. Egidii d. eccle s. Gereonis contigua in scriniis vasculoque prescriptis ibidem sub altare ipsius capelle reportatas cum valde antiqua asscriptione nominum sanctorum, quorum creduntur fore reliquie, crastino die qua cantatur Iubilate proxime preterite mensis Maij presentis die pecunda inventas fore in omni modo et disposicione non absque stupore gaudioque videntium prout matrona retulerat supradicta, et quod insuper ipsa matrona ex devotionis anxia sollicitudine tunc superveniens et cum ingenti mentis exultatione audiens d. reliquias fore inventas quesivit nonne ibi alique essent reliquie b. Marie virg. matris Christi, presbiteris autem qui perfunctorie scrutati fuerant — 494 — ipsas reliquias respondentibus: quod non, ipsa matrona tristi vultu et voce respondit, quod sie revelationes ei facto ple- narie non fuissent. Quapropter ipsi presbiteri statim d. vas- culi et scriniorum contenta rimantes curiosius repererunt de b. Maria virg. reliquias infrascriptas. Testimonio quoque ho- norabilium presbiterorum qui ipsius matrone ut dicebant fuerant confessores et aliarum honestarum personarum ipsius matrone noticiam habentium iuratarum fuimus sufficienter edocti, quod dieta Margareta pluribus annis fuit et adhuc est bone opinio- nis et clare fame ac bona honesta et devota matrona et in pauperes Christi munifica ac reliquiis sanetorum venerandis intenta communiter et publice reputata. — Verum quia honores debitos fideles impendere nequeunt sanetorum reliquiis quas ignorant, eapropter reliquias, quas ut prescribitur inventas comperimus, inferius describi nominatim feeimus et sunt iste: In primis de ligno Dni, ut creditur, crux lignea, item de la- pide sepulchri Dni, item de sepulchro Dni, de crinibus b. Marie v., de vestimento b. Marie v., de panno b. Marie v., de b. Pe- tro ap., de b. Paulo ap., de eodem, dens eiusdem, de s. Andrea ap., de s. Iacobo maiore ap., de s. Philippo ap., de eodem de s. Iacobo minore ap., de s. Thoma, de eodem, de eodem, de s. Simone ap., de s. Bartholomeo ap., de eodem, de s. Matheo ap., de s. Mathia ap., de s. Laurentio m., de eodem, de eodem, de s. Vincentio m., de s. Sebastiano m., de scapula eiusdem, de s. Fabiano m., de s. Quirino m., de s. Policarpo m., de s. Blasio m., de s. Georgio m., de s. Apollinari m., de s. Agacio m., de s. Victore m., de s. Achilleo m., d. s. Vitali m., de s. Albino m., de s. Innocentio m., de s. Severino confessore, de s. Paulo heremita, de s. Antonio conf., de s. Alexi conf., de eodem, de s. Leonardo conf., de s. Servacio conf., de s. Egidio conf., de s. Ambrosio confessore, de s. Iheronimo presbitero, de s. Benedicto abbate, de eodem, s. de Martino conf. de s. Leonardo conf., de s. Maria Magdalena, de s. Cecilia v., de s. Petronilla v., de s. Agnete v., de eadem, de eadem, de s. Agatha v., de eadem, de s. Iohanna v., de s. Lucia v., de s. Ursula regina, de s. Pinnosa, de s- Florina cognata s. Ursule, de s. Walburge v., de s. Margareta v., de s. Apollonia v., de s. Balbina v., de s. Thecla v. ; de s. Scolastica v., de eadem, de s. Euphenia v., de s. Dorothea v., de s. Prisca v., de s. Barbara v., de _ 495 - eadem, de eadem, de vestimento purpureo s. Helene regine, de veste eiusdem, dens sancte Elisabeth. — Et nos Wicboldus Cul- mensis et Everhardus Sebastensis vicarius in pontifalibus re- verendi patris et dni nri dni Frederici archiepi Col., epi supra- nominati, qui antescripte inquisitioni personaliter interfuimus ac omnia fieri vidimus et audivimus, nra sigilla, nosque pre- fatus Iohannes officialis qui eandem inquisitionem fecimus, ut prefertur, sigillum officialitatis nre presentibus litteris apponi mandavimtis et fecimus in testimonium premissorum. Actum et datum a. D. 1884, die Dnica quo fuit 8. Maij, hora vesperarum in capella s. Johannis bapt. continue [contigue?] sepedicte eccle s. Gereonis, presentibus ibidem honestis et discretis viris dnis Cristiano viceplebano ss. Apostolorum et Conrado vamme Irregange capellano rectoris eccle s. Christofori Col. ecclarum, necnon fratre lohanne de Summeren ordinis predicatorum capellano dni Sebastensis pred. presbiteris, ac dno Ilermanno de Lippia canonico eccle s. Severini Col., lohanne de Roden- brucge et Michaele de Düren clericis notariis iuratis in curia Col. predicta, testibus fidedignis ad premissa. Original in S. Gereon. Die 3 Siegel hängen noch an, sind jedoch stark verletzt. 494.— 1384, Juli 8. (feria sexta ante f. b. Margarete virg.), bekunden Heinrich von Suderland Scholaster, Gerard von Mander- scheit Chorbischof, Bobin von Ysenburch Kämmerer, Walram von Gladebach, Jacob von Neuss, Johann de Castro und Peter von Ade- nouwe Kanoniker von S. Gereon, dass sie ihre Mitkanoniker, welche wollten, konnten und mussten berufen werden, unter den gewöhnlichen Formen zu einem Kapitel in den Kapitelsaal berufen haben, und dass das Kapitel beschlossen *) hat, die alte in Vergessenheit geratene Gewohnheit, wonach an allen Sonntagen „canonicis nre eccle presentibus ante summam missam in aspersione aque benedicte in processione circueundo et ad chorum reduntibus, manendo inibi tamdiu quousque antiphona que incipit, Salvator mundi esset cantata, bona presentia" gegeben wurde, zu erneuern. Dabei wird die Bedingung beigefügt, dass die betreffenden Kanoniker auch den ehva stattfindenden „Stationes" beiwohnen müssten. Als Presenz — 496 — werden für jeden bestimmt 2 Köln. Schillinge „de pecunia statio- num, sin autem 2 ), de bonis curtis nre in Boderich, prout eciam antiqnitus fuerat cousuetum." Angehängt mirde das Siegel „ad causas". Original in S. Gereon ; Siegel abgerissen. — B. B. 53 a. J ) Einstimmigkeit wird nicht erwähnt. — 2 ) wohl wenn keine Stationen statt hatten. 495.— 1384, Juli 25. (ipso die b. Iacobi ap.), bekundet Derich van Bercheim, dass er sich versöhnt hat mit den ehrwürdigen Herren von S. Gereon und den „truhenden" [=manufideles] seines verst. Ohms Heinr. van Bercheim, Kanonikers an S. Gereon, wegen der Hinterlassenschaft des letzteren, u. a. wegen des Hofes „den myn Ome vurss. bynnen vriet und munetaten der kirchen van sent Gereon gelosen hatte. — Derich und auch sein Ohm Everhart Bischof von „sint Sebasteyne" haben ihre Siegel angehängt. R. B. 66 a. 496.— 1385, October 10. (up sente Gereons dach), pachten die Eheleute Heinrich Schalle von Horbelle und Guytgyn, von den Priestervikaren an S. Gereon, erblich „vierzhien morgen artlantz irs erfs in Belre velde an desin stucken herna beschreven steint: In dem ersten seven morgen an eyme stucke zhiende vry up der bach mit graven ind Avyden . . . dan äff man iaers ertlich gilt . . Lodewige Clucinge van Vrechin ind sinen erven vierzhien gense zu sent Iacobs missen . . . ind sint vort vry eygen ind geldent neymant neyt dan die gense, die ander seven morgen ligent an vier pletzen, as dry morgen tusschen Vorste ind Belle, vort anderhalf morgen up der bach vursc. mit den wyden und graven as sie da geliegen sint; vort vunf vierdel zo Morsdorp wert und die ander vunf vierdel hinder Belre hoeve ... so wie die wilne Hinrich der pister ind sine vur- varen besessen hadden und rorende sint zo leenrechte van deme vroenhove zo Gunterstorp der irwirdiger herren vant sent Gereon in Colne, dan äff man iaers gilt in denselven — 497 — hoff seys Schillingen myn tzuen penningen colsch pagmentz zu zinse ind eine curmede as die velt, . . . und dar zo seys morgen busch in der Velen geleigen, dan äff man iaers gilt Iohanne Keselingc ind sinen ervon tzwey hoenro ind dry Schillingen colsch" um eine jährliche Pacht von 4 Matter Roggen. Von der Lieferung dieses Pachtzinses (zu sent Remeyssmissen off vier- thien nachten dairnar) sollen keinerlei Umstände „oversene off unversene" entschuldigen. Dafür setzen sie 2 Morgen Ackerland „nnss vryen erffs, geleigen in Belre velde . . . ind scheysent up dey straesse die van Colne zu Gluel gheit und horent in den hoff zo Koninxtorp des irwirdigen hern des Abts van sent Panthaleon zu Colne zu leynrechte" zu Unterpfand, „mit willen ind geheucknisse des schultissen in 1 der gesworen des selven hoeffs." — Zeugen: Johann von Bell, Heinrichs Bruder, Hilger Abt zu sent Pantcdeon, Gerlach Pastor zu Bachern Schidteiss zu Guntersdorf, Ludw. Cluckinck, Winand und Goddert Gcschioorene von Gluel. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel des Heinr. erhalten, des Abtes üb, des Winand ab, des Godert und Johann Bell erhalten. 497.— 1386, Februar 10. (des zeynden daes in dem spur- kelmandp), verkaufen die Eheleute Johann Vreisgen und Margarethe an Mathias von Düren, Vikar des Gereonstiftes eine Rente von zwei Maller Roggen aus ihrem Hofe in Niewenheim. Zeugen: Teilen van Megesel und Gobelen Ywans Sohn Schafen zu Niewenheim. Original mit gut erhaltenem Schöffensiegel im St.-A. zu Düsseldorf. Dazu Transfix von: 1386, Februar 15., quittieren die Eheleute Johann und Grete Vriesgen dem Mathias von Düren über 100 Mark für eine Erb- rente von 2 Maltern Roggen. J385, Jan. 3., hatte Reyner Eysel dem Henkin Vriesen von Nievenheim alle seine Rechte an dem gen. Hofe verkauft. — Original ebenda; Siegeldes Ausstellers ab. 1386, Februar 19. (feria seeunda proxima ante festum beati Mathye apostoli), verkaufen Liesbeth, "Withve des Heinrich Juden, und ihre Söhne Heinrich und Johann, Köln. Bürger, dem Henkin Friesen von Niovenheim 1» Morgen Ackerland, von denen „tzien morgen geleigen tuschen Ockeroide und Nyvenheym zu eynre syden des pastores lando van Nyvenheym und zur anderen syden Henkens Vriesen lande, vort tzweno morgen geleigon as man geit vanne Sultzhoyve zu Nüsse alrenest fielen van Meyensal, vort tzwen 33 — 498 — morgen an dem vordersten haedorno gelegen, vort eynen morgen geleigen by eyme morgen dos pastors in deym velde van Balcheym" — für 27 gute schwere Gulden. — Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel der Elis., des Heinr. und des Joh. gut erhalten. 498.— 1386, Med 25. (ipso die beati Ürbani pape et mar- tiris), verkaufen Lysbeth, WHtwe des Heinrich Jueden und ihre Söhne Heinrich und Johann dem JSLathias von Düren, Vikaren zu S. Gereon, in Gegenwart von Tclen von Meyensal und Gobelin Iwan- soeu, Schöffen zu Hilkerode, 24 Morgen Land im Nieveuheimer Felde, nämlich „nun morgen und eyn halfte np deme cleynen have beneven Reynartz Eysels lande, vort hinder Gobel Ysvogels hoeve vunf morgen by deme Colre wiege, vort eicht morgen an deme deyfen daele bi deme Colre wiege, beneven Hencken Vreysgins lande, vort anderhalf morgen zo Oyckeroide wert by Henken Vreysgins lande vurg., und darzu eyn diel eynre hoefstat zo Oykeroide geliegen in der heren hove van Knech- steden" für 100 Mark. Original im St.-A. zu Düsseldorf; die Siegel der Elisabeth und des Johann gut erhalten, das des Heinrich beschädigt. 499.— 1386, Decbr. 3., packtet der Canonicum und Kämmerer von S. Gereon, Roben von Isenburg, von dem Stifte auf Lebenszeit den „cloisterhoii", dar vurmaels hern Iohan von Heelden zu wonen plach", gegen 6 Malter Weizen. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel des Roben ab. 500.— 1387, Maerz 4., bekunden die Köln. Bürger Eheleute Coyngin und Metlel van Royde, dass sie den Herren Johann van Gegen und Otten von Wederstorp, Provisoren der Bruderschaft „unser vrouwen van hymelriche bynnen der kirchen zo sent Gereon" eine Jahrrente von 2 Malter Weizen Köln. Maass „bij tzwen pen- nyngen nae des besten den man in der tzijt der bezalingo viel kan vinden zo Colne up deme gemeynen marte", lief erben- — 499 — zu Köln an die Scheune der Bruderschaft jedes Jahr „zo sent Remeys missen of bynnen vierzenachtcn darna neyst volgende nnbevangen," verkauft haben. Als Unterpfand setzen die Verkäufer 7 Morgen Ackerland, gelegen zwischen Rummelsheim und Royde an der Strasse in einem Stück, welche sie zu Lehen haben von den Herren von S. Gereon, und die zu deren Rummesheimer Hofe gehören, in welchen jeder der 7 M. jährüchs 1 I 2 Viertel Weizen und den Zehnten schuldet. Wird die Rente nicht regelmässig gezahlt, so fällt das Lehngut an die Bruderschaft. Der Akt ist gemacht im Einverständnisse mit den Lehnherren. Auf alle mögliclien „werweve, exceptien, behulpnisse" wird verzichtet. Die Herren von S. Gereon haben ihr Siegel angehängt, unter welchem auch die geschworenen Lehnleute des Rummesheymer Hofes Tilkin van Stockhem, Gobel Stegne und Gelgs van Geylishem für sich und ihre Genossen den Inhalt der Urkunde bezeugen. Original in S. Gereon. Das Siegel hängt verstümmelt an. 501.— 7387, Juli 31., beauftragt P. ürban VI den Bischof (Arnold) von Lüttich, dafür Sorge zu tragen, dass das durch P. Alexander III genehmigte Kölner Synodalstatut, gemäss welchem keine Person innerhalb eines „claustrum" (—Emünüät, tvie die Aufschrift der Urkunde sagt) eine Weinschenke halten soll, befolgt werde. Ennen, Quellen 5, 554. 502.— 1387, August 31., bekunden der Dechaut und das Kapitel von S. Gereon, dass ihr verst. Mitkanoniker Heinrieh von Berchegm sich eine Jahrrente von 10 Malter Weizen gekauft hatte, die von dem Speicher S. Gereon''s ihm. zu liefern waren; er hatte augeordnet, dass anstatt dessen nach seinem Tode zu seiner Memorie eine jährt. Rente von 10 Malter Roggen aus demselben Speicher durch das Kapitel von S. Gereon und seine Treidiänder Johann von Breidbach und Johann von Stoitzheym zu guten Zwecken bestimmt würde. Die Genannten treffen nun diese Bestimmung, ivie folgt: 5 Malter soll der Rector »capelle s. Cecilie in cripta" unter der Kirche S. Gereon haben, aber nur wenn er Residenz hält, wovon ihn selbst eine Erlaubnis — 500 — seitens des Deckenden nicht entschädigen soll; hält der Rector die Residenz nicht, so fallen die 5 Malter an das Kapitel zum Besten der Ausschmückung der Kirche; 3 Malter sollen zu den im Presenz- bnche angegebenen Zeiten für die Memorie des Stifters unter die Kanoniker verteilt werden; die letzten 2 Malter endlich erhält der Sa- cristan von S. Gereon für die Ausschmückung und Beleuchtung der Kirche. Angehängt wurde das Kapitelssiegel. „Datum et actum concorditer a. D. 1387, ultima die mensis Angusti." R. B. 30 b. 503.— 1387, Sept. 16. (die lune proxima p. exaltatiouem s. crucis), teilen Nicolaus von Münster, Viceguardian, und der Con- vent der Minoraten zu Köln den Amtleuten von S. Christoph mit, dass sie ihrem Mitbruder Constantin Panthaleon, dem jungem, das Recht zugesprochen haben, über sein Erbe, insbesondere ein Ackerland innerhalb der Jurisdiktion von S. Gereon, ausserhalb Kölns, frei zu verfügen. Angehängt wurde das Guardiansiegel. Original in S. Gereon. Siegel abgerissen. 504.— 1387, October 1., wird durch die Schöffen von Nierendorf bekundet, dass P. Susgen von S. Gereon erneu Driesch zur Anlage eines Wingerts geerbpachtet lied gegen Abgabe des dritten Traubens. Wijr Wilhelm Hun scholtis, Iohatin Kilart, Peter Schacht ind Heinrich von Westerberch, scheffene zu Nerendorp, doen kunt . . . dat vur unss komen is ind liffiichen ergeyt ind be- kant hait Peter Susgen, dat he vur sich ind syn erven unt- fangen hait van den ersamen wysen heren des gemeynen capittels van sent Geregone zu Colne erfflichen ind ummerme eynen dreysch up der Romanygen alreneyst heren Geirhart van Eynenberch mit tzwen huschender, is eyn gelegen anbulc ~= an Bule?] neist Geirhart vurss. ind der andere up Hey-mel- rode neist Wilhem Hunnen vurss. ind Peter vurss. hait geloft . . . den vurss. dreysch bynnen zwen jairen zu setzen neist zu körnende, ind voirt dar na alle jaere dairaff den dritten druven zu gevin den vurss. heirren . . .; voirt hait hie geloifft vur sich ind syn erven dat vurss. erff. buwlicb, zu halden glich — 501 — syns solfs erff. (Zum Unterpfand hat P. gesetzt 1 Viertel Weingarten „an deyn berghe titschen P. VI. ind P. B.", welcher der „paffen- broderschaffl' ') einen Jahrzins von 20 Pfennige zahlt. Werden die obigen Bedingungen nicht eingehalten, so sind das „erfj" und das Unterpfand an die Herren von S. Gereon verfallen, können jedoch mit 4 Goldgulden wieder gelöst werden, was alles „Peter vUrss. ver- wilhert ind erkoren halt". Für die kein eigenes Siegel führenden Schidtlieiss und Schöffen hat sein Siegel angehängt der „eirsame wyse heir Beinbold von Seylbach pastoir zu [Kirch-]Dune".) Datum a. D. 1387 in die Remigii conf. K. B. 98 b. 1 ) eine Bruderschaft der Geistlichkeit des Ahrgauea. 505.— 1387, Dez. 16., schreiben die Pröpste und Dechanten der Kölner Kirchen an den Papst, es sei eine Verlüuindung, wenn man sage, dass sie in ihren Häusern Wein schenkten. Ennen, Quellen 5, 562. 506.— 1388, Jan. 20., bekunden Hadewig von Bundorp, Aebtissin und der ganze Convent des Klosters S. Clara vom Orden des h. Franziskus, dass sie von den „Septem vicarii principales in eccla s. Gereonis Col." eine Hof statte und 3 Häuser, welche hinter und zwischen den Häusern des Kl. nach der Flur zu liegen, gegen einen in 2 Baten — Ostern und S. Bemigius — zu zahlenden .Jahrzins von 10 Köln. Mark in Erbpacht erhalten haben mit der Verpflichtung, die Häuser in gutem Zustande zu halten und zu verbessern. Wird eine Vertragsbedingung nicht erfüllt, so gehen die genannten Besitzungen sofort wieder an die Eigentümer zurück „ca- dendo in commissum", wobei das Kloster doch, noch verpflichtet bleibt, das Versäumte nachzuholen. Folgt der Verzicht auf Defen- sionen und Exceptionen, darunter auch auf „privilegia quecunque nobis ratione ordinis nre [!] indultis" . . . „Sigillum nri con- ventus commune ex certa scientia pntilms est appensum." Datum wie oben. Original in S. Gereon. Das schöne Siegel — S. Franziskus mit dem Kreuz und S. Clara mit der Monstranz — hängt ziemlich erhalten an. — 502 — 507.— 1388, Febr. 15. (des vunfzheynden daess in deine Spnrkelmaende), erbpachten Johann Vrysgen und s. Frau Mar- garethe, zu Nievenheim wohnhaft, von Matthys van Dueren, Priestervikar von S. Gereon, 40 Morgen Land im Kirchspiel Nievenheim „in desin stucken: in dem ersten nuen morgen und eyn halft up dem cleynen have beneven Eyselslande, vort hinder Gobel Ysvoegels hove vunff by dem Colre weghe, vort an dem deifen dael by dem Colre weghe eicht morgen, vort anderhalf morgen zu Ukeroede wert, myt eyme deile der hoefstatt zu Ukeroede geleigen, vort tzhiendehalf morgen tusschen Ukeroede und Nyvenheym an eyme stucke, vort tzuen morgen by dem hagdorne, eynen tzuen morgen an dem weghe zu Sulzehoeve zu Nüsse wert, ind ein morgen zu Balchem wert by des pastoirs lande," für 4 Malter Roggen. Die Erbpächter setzen 6 Morgen Uwes eigenen Erbes zu Unterpfand. Für die Pächter und zwei als Zeugen gegenwärtige Schafen von Hilkeroede siegelt Hermann von Neuss, Pastor zu Nievenhem. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Siegel fast ab. 508.— 1388, Febr. 28., übergibt Winaud von Twickele, Pastor von 8. Christoph, als Treidiäncler des verst. Canonicus Lutter von Matlar des Letztgenannten Haus und Brevier dem Kapitel von S. Gereon. I. n. D. a. Universis . . . pateat evidenter, quod ego Winandus de Twicklo rector eccle parrochialis s. Christofori Col. non vi . . . sed sponte ... in veritate comperi et reco- gnosco publice per presentes, qualiter alias ven. quondam dnus Lutterus de Mattlair can. eccle s. Gereonis Col. dum vixit, cuius testamenti ego W. executor et ultime sue volun- tatis conscius fui ... et existo, longe ante suam mortem in mente sua proposuit curiam suam claustralem cum suis atti- nentiis infra emunitatem d. eccle situatam cum universis fructibus sibi ultimo anno sue vite de curtibus quas a caplo suo tenebat competentibus una cum suo breviario eccle s. Gereonis pred. irrevocabiliter remanere ac michi W. pred. tanquam manufideli oadem sepe oretenus commisit fideliter adimplere. Et quia premissa in testamento ipsius quondam dni Lutteri expressa non fucrunt . . , tarnen ultimam voluntatem prefati — 503 ~ testatoris in hoc casu supplere teneor pro toto posse. Idcirco ego W. executor pred., cum . . . auctoritatem coram ven. dno officiali curie Ool. obtinuerim de prefatis rebus disponendi, prefatam curiam claustralem una cum fructibus et breviario prenominatis virtute testamenti michi in hac parte commissi secundum distinctionem ultime voluntatis prefati testatoris. . . pro remedio et salute anime sue prefatis duis dec. et caplo eccle s. Gereonis ac ipsi eccle melioribus iure modo et forma trado in perpetuum et efficaciter assigno per presontes; ea tarnen conditione, quod ipsi dni de curia prefata memoriam 2 maldrorum tr. per modum presentie ipsi dno Luttero defuncto perpetue facient et assignent tempore quo ipsis videbitur ex- pedire; promittens notario publico infrascripto stipulanti et recipienti me ratum gratum atque firmum perpetuo habiturum totum . . . per me in pnti instrumenta . . . declaratum, sub obligatione bonorum meorum pntium et futurorum. (Er hat daher diesen Akt durch den nachgenannten Notar schreiben und durch Anhängung seines Siegels bekräftigen lassen.) Acta fuerunt hec coram ven. dnis vicedecano et caplo eccle s. Gereonis pred. et in loco caplari eorum consueto hora caplari ibidem debita et consueta, sub anno nativitatis Dni 1388, ind. IL, mensis Februarii die penultima, pontificatus sanctissimi in Christo patris et dni nri Urbani divina Providentia sexti anno 10., pntibus ibidem honestis et discretis viris dnis Hermanno de Erenstein, Mathia de Düren et Tilmanno de Anta vicariis in eccla suprad. testibus fidedignis ad premissa vocatis et spe- cialiter rogatis. (Folgt die Erklärung des Joh. von Oysheym, Köln. Clerikers und kaiserl. Notars, dass er bei der Verhandlung zugegen gewesen, den Akt — weil selbst durch andere Geschäfte verhindert — von einem andern habe schreiben lassen, und mit seinem gewöhnlichen Zeichen versehen habe.) R. B. 109b- 110a. 509.— 138H, Maerz 3., bestätigt „Gerart van Eijnenberch, here zu Lantzkrone, ritler, 1 ' die Vergünstigung seines „antherren" Gerart Herrn zu Landskron vom 26. Mai 1316 (Siehe oben unter diesem Datum) in Bezug auf die S. Gereon gehörigen Güter zu Nierendorf, Leimersdorf, Birresdorf etc. Die lat. Urkunde von 1316 — 504 — ist liier in deutscher Vebersetzung mitgeteilt, („amicabilis compo- sitio" ist mit „vruntliche moitsoene" gegeben). — Gerhard v. E. hat sein Siegel angehängt. 11. B. 24 b. 510.— 1388, April 18., schlichten Kathies van nie Spegel, Bürger zu Cöln, und Heinrich Corff van Wickeroide einen Streit zwischen dem Gereonstift und dessen Bäcker (pistor) Heinrich van Begen und Frau Patze dahin, dass beide Parteien allen zugefügten Schaden auf sich beruhen lassen. — Zeugen: Heinrich Hardevmt Ritter und Schöße, Ludwig Jueden Bürger und Batsmann in Cöln. — Es siegeln: Spegel, Corff, Hardevust, Juede und der Bäcker. Original im St.-A. zu Düsseldorf; alle 5 Siegel ab. 511.— 1389, Febr. 12., bekundet Heinrich, Sohn des Köln. Zimmermanns Hermann Volke, dass er von den 7 Priestervikaren von S. Gereon in Erbpacht erhalten hat ein Haus mit Keller und sonstigem Zubehör, gelegen zu Köln in der Schmierstrasse neben dem Hause, welches seine Eltern von denselben in Pacht haben. Heinrich hat dafür jährlich in 2 Reden 6 Köln. Mark an Pacht zu zahlen, und ■muss ausserdem in den ersten 4 Jahren 20 schwere Goldgulden nach dem Rate der Eigentumer an dem Hause verbauen. Für letzteres verbürgen sich auch die Eltern des Pächters; übrigens ist die bedungene Strafe bei Nichterfüllung der Bedingungen Heimfall des Pachtgutes. Will der Pächter oder einer seiner Nachfolger sein Recht an dem Hause verkaufen, so muss er es den Eigentümern zu einem billigern Preise anbieten als einem andern. Gerlach der Pastor von S. Paul in Köln lud sein Siegel angehängt. Original in S. Gereon. Siegel — S. Paul mit dem Schwerte — verstümmelt. 512.— 1389, Juli 10. (die sabbati proximo p. f. s. Agilol- phi epi), melden Johanna „de dimidia domo" Meisterin und der Convent der Augustinerinnen zum Weiher ausserhalb Köln den Amtleuten von S, Christoph, dass sie mit ihrer Schwester Floretta, Tochter — 505 — des verst. Johann de cornu, auf das Erbe der letztem, bestellend in 3 Morgen Ackerland, welche ausserhalb des Friesenthors auf der Ecke zwischen dem nach Mechtern fuhrenden und dem über den Junkern- hirchhqf (ciraiterium domicellorum) gehendenWege liegen, zu Gunsten des Schafen Werner von Aducht verzichtet haben. Original in S. Gereon. Das Siegel des Klosters — Maria mit dorn Jesukinde — hängt verstümmelt an. 51;}.— 1.389, Juli IS. (ipso die b. Margarete virg.), bekunden „Teilmann van Oessendorp woenetich zu Bickendorp ind Iladewich syn euch wijff, Johan ind Henrich yre eliche soene", dass sie dem Dechant und dem Kapitel von S. Gereon für eine gewisse ihnen ausgezahlte Summe Geldes verkauft haben ihren „hoff huys schüre gehuchte ind hoeverichte" zu Bickendorf, gelegen „tuschen hoeffsteden der vurss. heren die her Mathijs van Düren van yn haldende is ind der hoefstaet de wilne was Telis vanme Steyne", und dass sie dann erschienen sind „vur den eirsamen mannen richtere ind scheffenen herna beschreven des werentlichen gerichtz zu sent Gereone vurss., da enbyn- nen dat dit vurss. erffne lijcht ind zu riinege ind zu gedinege geburt, ind haen alda eygentlich mallich vur sich ind syne erffnen zu henden der vurss. heren dechgens ind capittels up alle dat egenannt erffne ind goit . . . mit munde hande ind mit halme purlichen, bitterlichen clackloes l ) ind zu mail verzogen ... in alle der besten macht voygen ind formen, dat wir ... van rechtes schuldig zu doen waren, unss alle des vurss. erffs ind goitz zu entweldigen ind zu interffnen, ind die vurss. heren ... da an zu weidigen ind zu erffnen as erffs recht is hoeven ind beneden" . . . Auf ihre (der Verkäufer) Bitten haben Gerart, Overstoiltz der Schidtheiss, sowie Incbrant Cleyngedanck und Hermann Birclin die Schafen des genannten Gerichtes ihre Siegel an den Brief gehangen. Original mit erhaltenen Siegeln imSt.-A. zu Düsseldorf. — R. B.36a—37 a. ') = klagelos. — 5Ü6 — 514.— 1389, Sept. 4., bekundet „Styna Bimtougen eyne cluseners zo sent Apren bynnen Coelne", dass sie der Ida, Wittwe von Franco vanme Hörne verkauft hat eine Erbrente von 3 Köln. Mark, lastend auf einem Hause in der Sporgasse bei Mariengreden, und dass sie den Erbkämmerer Werner von Bachern, von welchem- jene Beute lehnrührig ist, gebeten hat, die Ida und ihre Erben mit per Rente zu belehnen. Dies thut der genannte W. in demselben Briefe und hängt dann auf Bitten der Styna sein Siegel an. Original in S. Gereon. Das Siegel „"Werneri de Bachim militis" hängt gut erhalten an. 515.— 1389, Nov. 9., dispensiert P. Bonifaz IX die Lehrer und Lernenden der Kölner Universität, welche ein Kanonikat oder eine sonstige Pfründe besitzen von der Pesidenzpjiicht. Ist aber Seelsorge mit der Pfründe verbunden, so müssen sie für einen geeigneten Stellvertreter sorgen. Ennen, Quellen 5, 602. Ebenda 5, 576 steht die Bulle, in welcher P. Urban, 1388 Mai 21, auf Anstehen des Kölner Rates anordnet, dass in Köln eine Universität nach dem Muster der Pariser gegründet werden soll. 1394, Sept. 16., bestimmt P. Bonifaz, dass die Kölner Universität für ihre Doeenten in der Domkirche, in der Kirche S. Gereon und in allen andern (nicht besonders genannten) Kölnischen Kirchen je ein Priesterkanonikat haben soll. — Ennen, Quellen 6, 282. 516.— 1390, Febr. 2. (in f. purificationis b. Marie virg.), verpachten die 7 Priestervikare von S. Gereon „Cristiano filio Mathic vanme Dreysche carboniste". soivie der Frau und 2 Schwestern des Cr. auf Lebenszeit 3 Viertel Gartenland, gelegen in der Flur neben dem halben Morgen, den Ger. Fredeberg von den 7 Priestern hat, auf den Eygelsteyn zu, nahe dem, Kreuzweg. Der Jahrzins beträgt 3^2 Köln. Mark; die sonstigen Bedingungen sind die gewöhnlichen. Die 7 Priester haben ihr Siegel angehängt. Original in S.Gereon. Von dem Siegel sind nur noch Reste vorhanden. — 507 — 517.— 1390, Maerz 12., bekundet der Propst von S. Gereon, Baugraf Cuno, dass Reynart van Midlendorp und Verwandte dem Kapitel von S. Gereon eine Jahrrente von 8 Malter Roggen für 120 Goldgulden verkauft haben. Wijr Cuno Rugreve van goitz genaden proestz der kirchen zu sent Gereone in Colne doen ktint . . . dat vur uns ind unsen mannen die herna geschreven steynt . . . ersehenen synt Reynart van Midlendorp unse lieve getruwe, Henrich syn broeder, Reynart Keuten [od. Renten?] ind Iohan Soete syn swager ind haint alda myt Urkunde sementlichen ind sunderlinghen orgheyt ind lijflichen bekant, dat sy myt raede irre vrunde umb irs besten willen ind sunderlingen umb groesser schulde wille, damit die vurss. Reynart v. M. besweirt was . . . verkoufft haint . . . ind vercoufent in dieseme brieve \ . . den irwerdigen heren dechin ind capittel unser kirchen zu sent Gereone vurss., off behelder dis brioffs myt vren willen, ... in all der wijs formen ind manyren ind ouch myt allen solempniteten as men erve zu gelden ind zu vercouffen pleit na rechte ind gewoinden des lantz, eicht malder roeghen erff- licher korengulden colscher maissen des besten gewais bij tzwen pennyngen na dat men in der zijt der bezalingen veil kan vinden zu Coelne up dem gemeynen marte, die der vurss. Reynart syne geidlinge off ir erven den vurss. heren ind irre kirchen off behelder dis brieffs myt yren willen alle jaire zu ewigen daghen bezalen ind leveren soelen bynnen Coelne up ihr kornhuys vur ir sunberen los ledich ind cumerlois zo sent Remeiss missen off bynner viertzeyn nachten darna neist vol- gende unbevangen, up ir cost anxst ind arbeyt, also dat sy dan äff gheyne sache gotlich noch werentlich, it sij miswas hailslaicht rouff off brant herskraicht herren verbot kummer off beslaich eyncher lüde dye syn cleyn off grois noch geyn- releye pechter recht off ander Sachen, so wat kunne die wieren, die in der zijt vallen moghen, vurseyn off unverseyn in gheyme jaire quiten noch entschuldigen en mach, sy en soelen ind moessen den vurss. jerlichen erfflichen pacht bezalen ind leveren in alle der wijs as vur ercleirt -is. Ind dar vur meirro sicherheyt so haint die vurss. R. v. M. ind syne geidlinge vur uns ind unser mannen herna geschr. ind myd unsme oirloff, willen ind consente den vurss. herren ind irre — 508 — kirchen . . . gesatt ind verbunden, setzint ind verbindent, in diesme brieve vur sich ind ir erven in der bester wijs formen ind maneyren, dat sij dat doen moechten, alsulchen manleyne as die vurss. Reynart van uns hait ind unser proestztien, drijs- sich morgen artlantz mit der hoefstat geliegen zu Uppendorp in deme kirspol van Lyppe an diesen stücken: 1) 17 morgen an deme Molebrinken, tuschen lander der vurss. herren van sent Gereone ind. der nunnen van Rychensteyn, 2) 6 morgen in der oeverlyn ever tuschen lande der herren ind nunnen vurss, 3) 5 morgen vur deme hoeve zu Uppendorp, 4) die hoefstat helt tzwen morgen des sij myn off me, so we dat gelegen is ind zu unsme vrijen manleyne gehoerende is, neymam versatt verbunden noch verseilt en is dan vur unser proestzigen recht vurss., zu eyme underpande, mit all sulchen vurwerden ind verbünde, offt sache were, da got vur sij, dat dye vurss. Reynart unse man, syne geidlinge off ir erven in liezalingen ind leverongen des vurss erffl. paichtz in eynchme jaire . . . sumelich off bruchlich vunden wurden eyn deyl off zu mail, dat as dan zerstunt dat vurss. erve ind underpant los ind ledich ervallen sali syn ind is mit all syme besserien ind geleichenheit den vurss. herren ind irre kirchen off be- helder dis brieffs myt irren willen zu ewigen dagen as vur ir wijslich eygen erve, damit wir dan aynen irre canoinchen off einen anderen guden man geloeven in guden truwen vur uns ind unse nacomelingen zu beleynen ind da an zu halden ind zu schirmen as unser man na all unser maicht van deme gude in urber der kirchen vurss. . . . Hie an ind oever synt geweist die tzwene irwerdige man her Robin van Ysenburg, uns kemerer, ind Iohan van der Burch canoniche der kirchen zu sent Gereone vurss., unse lieve getruwen, ind haint des Urkunde genoymen as recht was, alle argeliste quaide vunde . . . ussgescheiden. (Folgt die Erklärung des Propstes und der 2 Kanoniker, dass sie ihr Siegel an den Brief gelbangen; dann verbürgen sich die 4 Verkäufer dafür, dass ihr Bruder Johann, der ausländig ist, bei seiner Heimkehr durch ein Transfix seine Einwilligung zu dem Handel nachträglich beurkunden werde, und verpflichten sich — falls dies nicht einen Monat nach dessen Heimkehr geschehen sei — persönlich mit einem Pferde zu Köln in einer ehrbaren ihnen angewiesenen Herberge auf ihre Kosten Einlager zu leisten; endlich quit- — 509 — ihren sie über den Empfang von 120 schweren Goldgulden, die sie als Preis für die Beute erhalten haben. Die Verkäufer Itaben jeder sein eigenes Siegel angehängt, nur für Johann Sote, der kein eigenes besitzt, hat Simon van der Schuren gesiegelt.) R. B. 38a-39a. i) = Verwandten. 518.— 1390, Mai 13. (up sent Servais dach des heiligen Busschofls), bekundet „Johan euch siin wilne Helprichs van Ryle" dass er in Erbpacht erhalten hat von Mathias van Düren, Vikar an S. Gereon, 20 Morgen Ackerland „syns vrijen erffs ind zijnde vrij gehörende in ir [der Kirche S. Gereon] grois ampt zo leenrechte". Das Land liegt im Bieter Felde: 3 Morgen an der „Steinrutschen" zwischen Content- Voyer und Jungfer Gertrud von Bijle, 5 Viertel zwischen dems. Convent und Leebartz, 7 Viertel in der „anweyu" [od. auweyn ?] zwischen Sivartz und Winantz „roed-en", 1 Morgen genannt „der kulings morgen' 1 zw. Jungfer Gertrud und Leebartz, 2 Morgen „up me sande in dem eygel kampe zu Biß wart", 3 Morgen „up nie sande" zw. Winantz Boeden und Jungfer Gertrud. Die jährliche Pacht beträgt 2 i ! i Köln. Malter Boggen „bij tzwen penningen na des besten gewais dat man in der zijt der bezalingen peil kan vinden zu Coelne up dem gemeynen marte", welche dem Verpächter oder s. Nachfolger jedesmal zu S. Bemigius zu Köln „up syn kornhuys ind vur syn sumberen" zu liefern sind, und zwar unter allen Umständen. Ferner liegt es den Pächtern und seinen Erben ob, zu bezahlen „alle dat reicht zu kirchen ind zu strais- sen ind up allen steden dat dat vurss. erve zu gelden pleit, ind sunderlingen alle jair up sent Mertins dach in das grois ampt vurss. vunftzien pennynge ind zwey hoinre zu leveren ind darumb sali ein mynsche, die dat brengt, mit essen zu sulchem rechte as da gewöhnlich is; vort so sullen wir alle jair van dem vurss. erve eynen morgen overmisten mit gudeme zijdigen miste up uns cost. Wird eine Vertragsbedingung nicht erfüllt, so fallen die 20 Morgen an den Verpächter zurück „behelt- nisse doch mynre liever moder Katherinen an desme vurss. erve irre lyft'tzucht na allen vurwarden . . . dis brieffs sunder alrekunne argeliste. — Für den Anpächter hat der Junker Con- slantin van Lijskirehen, Schultheis zu Biet, sein Siegel angehängt. R. B. 82. - 510 - 519.— 1391, November 4., bekunden die Eheleute Henrich der Molenei- van Emmelgove und Jutte, dass sie von dem Stift S. Gereon die „mole up dem dyche beneden der Stat zu Anvilre gelegen" auf 12 Jahre gepachtet haben. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel der Schöffen von Ahrweiler nur Fragment. 520.— 1392, Aug. 9. (vigilia b. Laurentii mark), bekunden Gerart van Anroyde der bouwer" und s. Frau Druda, dass sie von den „7 priesteren zo seilt Gereone" in Erbpacht erhalten haben ein Haus in der Schmierstrasse, beim Ipperwald gelegen, gegen einen Jahrzins von 4 Köln. Mark, die an „der heren keilener" halb zu „kirsnacht" und halb zu „sent Johans missen" zu zahlen sind, und von 27 Köln. Schillingen und einem Pfund Pfeffer, welche die Jungfern von S. Gertrud erhalten sollen. Die Pächter haben dann die Hälfte des durch einen Unterschlag geteilten Hauses, welche „zome doijmewert bij dem convente" liegt, verkauft für eine geivisse Summe Geldes der Flijtzgin — auch „Flitza" und „Blitza" wird sie genannt — van Bunne und deren Erben, ivelche letztem die Hälfte des obengenannten Erbzinses zu zahlen haben. Strafe bei Nichtbezahlung des Zinses: Heimfall des Hauses an die 7 Priester. Heinrich Hardevuyst und Her mann Scherfgin, Schöffen zu Köln, haben für die Erbpächter ihre Siegel angehäugt. Original in S. Gereon. Beide Siegel hängen ziemlich gut erhalten an. 521.— ^39.5, Januar 21., bekunden Tilgin Neve van Kirsmich (=z Corschenbroich) und Tochter Neysgin, dass sie von dem Kapitel zu S. Gereon belehnt worden sind mit dessen Hof und zugehörigen 30 Morgen Ackerland zu Kirsmich. Wijr Tilgin Neve van Kirsmich ind Neysgin sine eliche dochter bekennen overmitz desin brieff, dat also ass wir erve ind goit zo Kirsmich in deme kirspel geleigen mit namen unsen hoff mit drissich morgen artlantz haven ind besitzende sin, rorende zo leynrechte van den irwirdigen heren dechin ind capittel zo sent Gereone in Colne, ind eyn dinclich hoff is ind eyne solstat der vurg. herren also dat ander yr leyn- lude da zo gedinge ind zo geringe zo ghayn pleynt, dat wir - 511 - schuldig sin allwege tzueyhendich zo entfangen ass der gesuo- renen ind leynluden da wael kundich is. Ind want id unss also geleigen is umb sache wille dat wir deine hove in deme gedinge vnrss. neit gevolgen en kunnen zo allen tzijden ass unss vnrss. goits recht is, so geloven wir, vader ind dochter vurg., mit samender hand ind mallich van uns vur sich selver ass eyne entfangen hant in goden truwen vur uns ind unse erven, dat wir altzijt den vurg. herren ind deme hoeve, off werae sijt l ) beveylent, van unsme vurss. erve ind gode doyn solen all recht ind unsme leyven ind na unsme dode gelicher wijs, off wirt 2 ) vur deme hoeve ind gesuoren vurss. entfangen hedten, sunder alrekunne argelist. (Tilgin Negve hat sein Siegel für sich und seine Tochter angehängt.) Gegeven in deme iaer uns heren 1393 up sent Agneten dach der heiliger juncfrouwen. Original in S. Gereon. Das Siegel ist nur mehr zur Hälfte erhalten. ') = sij dat. — 2 ) = wir dat. 522 — 1393, März 10., bekundet Johann Herr von Rheydt, dass er den Zehnten in Kelsenberg im Kirclispiel Neukirchen, welchen Micliael von Boilenhegm von ihm zu Lehn trug, frei lässt, gegen Auftragung von dessen Haus und Hof in „Boilenhegm". Zeugen: Alart van Papeler Ritter, und Bernkyn van Zoppenbroich „knape van wapen". Original im St.-A. zu Düsseldorf. Siegel des Johann ab, des Alart fast ab, des Bernkyn wenig beschädigt. 1393, März 23., bekundet in einem Instrumente der Notar Hermannus Hermanni de Kuyk, dass an demselben Tage laut transsumirter Urkunde Michael von Boelenheim, Johann Maileirbe sein Sohn und Hermann Zuckelgen von Godelshem sein Eidam und Mann der Metze, Michael's Tochter, den Zehnten in Kelsenberg — wie der in der ebenfalls übernommenen Urkunde von 1393, März 10., genannt ist — je zu einem Drittel an das Hospital von S. Gereon, an die beiden Vikare Heinr. von Bacharach und Mathys van Düren, und an alle Priester-Vikare von S. Gereon für 1475 Köln. Mark verkauft haben. Zu dem Zehntlande gehören: „der hoff zum hoeve 60 Morgen, der Nunnenhoff van Suysteren 30 M., der hoff van Kamphusen, die zu Mylen- donck gehört, 30 M., der herenhoff von S. Gereon 28 M., Herrn. Hundt van van Hemerden 48 M., der Clarenhoff van Nuysse zo Keltzenbergh 20 M." und noch 70-|-40-|-30+30+8+2H-3+l 3 /4- r -3 1 /2- r -l 3 / 4 Morgen. Dazu kommen von „den smalen tzehnten 4—{—1—f—1—[—1-^-1— ^— 1—(—5—t—1—f—4—}-l—J—1 = 21 von einzelnen genannten Personen oder Höfen zu liefernde Hühner. — Zeugen der - 512 — Urkunde des Michael und Genossen: Werner von Kellenbach, llector der Kirche in Neuenkirchen. — Zeugen des Notares, „Alardus, Reynardus do Kamphusen fratres, Reinardus de Schertfhusen, Gobelinus deNGladbaich, (und 5 andere genannte) parochiani ecclesie in Nuwenkirchen, necnon Johannes Lurkin de Gisenkerchen, Hoynkin de Suychtelen et Petrus de Oushem laioi Coloniensis diocesis". — Original im St.-A. zu Düsseldorf; die 4 Siegel ab. 523.— 1393, Juni 26., bekunden Gerard von Munderscheit Dechant, Robin von Isenburg Kämmerer, Walram von Gladbach, Jacob von Neuss, Peter von Adenau und Heinrich von Ysheim (== Issum ?) Kanoniker von S. Gereon, dass sie in einem dazu in gewohnter Weise versammelten Kapitel den Klosterhof, gegenüber dein Keller der Kirche nach Norden zu, mit Einwilligung des ihn jetzt besitzenden Scholasters Heinrich von Suderland auf immer mit der Scholastrie verbunden haben, so jedoch, dass der zeitige Scholaster den Hoj selbst bewohnen und in gutem Zustande halten muss; bewohnt nach dem Tode des jetzigen Scholasters einer seiner Nachfolger den Ho/ während 3 Monate nicht, ohne eine von der Kirche angenommene Entschuldigung zu haben, so kann der älteste Kanoniker, der dann noch kein Klosterhaus hat, mit Einwilligung des Kapitels oder zweier älterer Kanoniker, nämlich eines Diakons und eines Priesters, welche ihre Einwilligung im Kapitel anzeigen müssen, die gen. Curie sich aneignen, — vorausgesetzt, dass das Kapitel in Gegenwart des Scholasters und des betreffenden andern Kanonikers nicht anders verfügt. Ebenso kann und muss das Kapitel, oder zwei seiner Kanoniker (wie oben), das Haus, wenn es durch den zeitigen Scholaster nicht in gutem Zustande erhalten wird, für die Zeit wo dieser Scholaster ist, einem andern Kanoniker oder auch einem Vikar von S. Gereon überweisen; dem nachfolgenden Scholaster, wenn er die für die Herstellung des Hauses gemachten Kosten übernehmen will, muss über das Haus icieder zur Verfügung gestellt werden. Zweifel über dieses Statut werden vom Kapitel gelöst. „In quortim omnium et singu- lorum testimonium pntes litteras nras seu publicum instru- mentum per Michaelem de Düren publ. not. subscriptum sub- scribi et publicari mandavimus sigillique maioris eccle nre fecimus appensione communiri. Datum et actum in domo capitulari eccle nre sub a. D. 1393, ind. 1., m. Iunii 26., hora — 513 — primarum vel quasi, pontificatus ss. i. Chr. p. et dni nri dni dni Bonifacii div. prov. pape noni anno 4., pntibus hon. et discr. viris dnis Matthia de Düren et Mathia de monte s. Wal- burgis pbris vicariis in eccla s. Gereonis suprad. fidedignis testibus ad premissa." Folgt die bestätigende Erklärung des Notars „Michael Michaelis de Ellen alias de Düren", Köln. Clerikers, der mich sein Zeicfien zugefügt hat. R. B. 96a-97b. 524.— 1394, Mai 23., zu Rom bei S. Peter bestätigt P. Bo- nifaz IX das eingerückte Privileg des Erzb. Friedrich d. d. Poppels- dürf, Dez. 7., durch welches den Domkanonikern erlaubt wird, gleichzeitig auch in & Gereon und andern Stiftern Pfründen zu gemessen. Nach dem Regest bei L. Korth, Das älteste Kartular des Kölner Domstifts. 525.— 1394, Juli 21., verkaufen die Ahrweiler Bürger Godart M'altz und Frau dem Kapitel von S. Gereon eine .Jahrrente oon 4 Köln. Mark. Kunt si allen luden . . ., dat ich Godert Waltz ind Hille rayne elige huyssfrauwe burger zo Arwilre bekennen offen- beirlichen overmitz desen brieff, dat wir mit gesamender haut vur unss ind unse erven omb onser kenliger node willen die unss darzo gedrongen hant . . . verkoufft hain ind verkoufen erfflichen ind ewelichen, as bescheidenen ewighen erffkouffs recht is, den edeln herren dem deichen ind gemeynen capittel der kirchen zo sent Gereone in Coelne veir marck Coultz pagementz eirffliger gülden umb eyne bescheidene summe geltz, as wir eyndrechtig syn worden, die sij unss zo unsme nutz ind urbar gentzlichen ind zo mail wal betzailt hant . . ., ind geloven . . . den vurss. herren die vurss. 4 marck . . . alle iair . . . zo bezalen in iren hoff zo Arwilre gelegen, up sent Andress dach . . . Ind up dat die vurss. herren . . . der vurss. 4 marck geltz . . . des die sicher syn alle iair up den dach as vurss. steit, so hain wir yn dar vur zo underpande gesät . . . unse hoifriechte da wir nu zerzijt inne wainhaftich 34 gyn, so wie die gelegen is an eyme siten bij huse der möynch van Steynvelt ind an der ander sijten bij huse Else Randolfs, ind gilt alle iairs den edeln herren van sente Gereone vurss. 4 pennyncge zijnss up sente Alertis dach ind eyne curmede as die vollich wirt, ind is ouch dincgmennich in yren hoff zo Arwilre vurss.; ind hain der vurss. hofrechten uyssgegangen vur Johanne Bullessem scholtissen zer zijt der vurss. herren, vur Goderde dem vade, Hermanne van dem Rodenhuyss, scheffenen zo Arwilre, Johanne van Vleirtzheym ind Hermanne Widenbach hoifeluden des vurss. hoiffs, die des ire Urkunde hant untfangen mit alle dem recht as dat recht is; vort eynen unsen garden up me greynde entgeyne der Ar- portzen bij garden Johans Snitz van Kempnick ind gilt alle iairs juncher Cointzen van Visschennich eynen hellynck zijns up sente Meirtis dach, ind hain des vurss. gardes uyssgegangen vur juncher Cointze vurss. ind die vurss. herren ingegangen ind untfangen mit all dem recht as dat recht is; mit alsulchen vurwarden (dass wenn die Verkäufer oder ihre Erben in der Bezahlung irgendwie säumig sein würden, die Unterpfänder an die Herren v. S. G. sollen erfüllen sein,) also dat sij dem vade, scholtisse ind scheffenen des gerechtz zer zijt zo Arwilre yre recht gelt solen geven ind laissen yn alle gewalt avedoin, ind doin sich in dat vurss. goit ind underpende weidigen ind darin setzen as des rechts recht is . . . beheltenisse in allen vurss. Sachen den leenheren yrs rechts . . . (Auf Bitten der Verkäufer und der genannten Lehnherren haben die Schöffen zu Ahrweiler ihr gemeines Schöff'ensiegel angehängt. Original mit beschädigtem Siegel im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. 80b—81a. 526.— 1396, Juni 23., pachtet Alverad von Alpen, Frau von Neuenahr, von dem Kapitel zu S. Gereon ein Haus zu Köln auf ihre Lebenszeit gegen eine jährliche Pacht von 2 rheinischen Goldgulden. Ich Alverhait van Alphem vranwe van Nuenair bekennen in desme brieve, dat ich entfangen ind genomen hain van den edeln herren dechen ind gemeyn capittel der kirchen van sente Gereoyn in Coelne yr huys gelegen up sent Ge- royns straissen, da man heyn geyt zu uns Herrenlichem up — 515 — der Blackgassen, arde mit ahne syme zogebuyr binden ind vur so wa id gelegen is, myne liiffdaghe ind neyt langer, ind sali yn alle iairs gheven zweyn Rinsche gülden goyt van golde ind swair van gewichte zo sente iohans myssen, den man schafft Baptista. Ind ich sali onch dat selve huys mit sime zogehoyr yn goden buwe halden sonder aller kunne ar- gelist. Ind so wan ich en bin ind got over mich gebuyt dat ich doit byn, as dann sali dat selve yr huys mit alre synre gelegenheit zogebuyr ind besserheid an dat capittol vurss. ervallen syn . . . sunder eynger . . . widorspraicho adir hin- dernysse myns sons mynre erffen ind alre der gheyn die dat antreffen mach . . . Dis zo Urkunde der wairheit ind merer Sicherheit hain ich Alverhait vurss. myn segel unden an desen brieff gehangen, ind hain voirt gebeden mynen lieven ge- mynden son Gumprecht van Nuenair dat he sjm segel an desen brieff gehangen hait. Ind ich Gumprecht etc. Gegeven in den jairen uns herren 1396 up sent Iohans avent Baptisten. E. B. 78 a. b 527.— 1397, August 4. Wir Borgermester Rait ind andere Burgere zu Colne doyn kond dat wir gentzligen verstanden hain ind des ussgegangen syn an dem Capittele van deme doyme zu Colne, dat der edele ind erber her Cuno Rugreve van Beyinburgh provest zo sent Gereone ind koirbusschof in der kirchen zo Triere, in deme doyme zo Colne gayn doym- profst noch doymhere en ist ind ouch geyn leyn da hait, ind sprechen bi unser beschedenheit dat wir ouch anders niet wissen, ind hain des zo orkunde unser stede van Colne Segel ad causas in dessen breeff don drucken, der gegeven ist up den satersdach na sent Peters dage ad vineula anno CXVII. l ) Aus den Kölnischen Copienbüchern III, 41b. *) So statt XCVII, wobei die Jahrhunderte ausgelassen sind; vergl. Dr. Korth in den „Mitteilungen aus dem Kölner Stadtarchiv" 4, 66. — 516 — 528.— 1H97, Oct. 1., bekundet Erzb. Friedrich, dass das Kapitel von S. Gereon keine Schuld gehübt habe an dem Zuge, den er gegen Raubgesindel vor einigen Jahren nach Lonunersmu unternommen hatte. Wijr Friderich van goitz gnaden der heilighen kirchen zu Colne ertzobusschoff, des heylighen Roymschen rijchs in Ytalien ertzecanceller, hertzouge yn Westphalen ind zo Enger begern kunt zo sijn allen luden . . ., dat wir yn den tzijden des etzliche jaire geleden sijnt qtiamen rijden zo Lomertzheym ind soichten alda unse vyande ind dye ghene dye dat ducke ind manichwerff unse straissen land ind lüde pilgrijm ind kouffman gerouvet ind gebrant angegriffen ind geschediget hatten, der wijr ouch eynsdeyls vynghen van in [-■ ind] rijchten; ind yn deine gescheit'te ind wat zo der tzijt tzo Lomertzheym geschach des waren wijr unsselfs heufftherre und gheynen andern heufftherren en hatten und en daden dat umb nye- mans willen dan umb unsselfs willen ind umb der vurg. mys- dediger sachen willen, ind as wijr vernomen hain dat dye er- beren lieven andechtighen dat capittel van sent Gereone myt den sachen betzegen syn, der' saichen sagen wijr sij gentzlichen unschuldich myt diesme brieve. Ind dijs zo oir- kunde hain wijr unse ingesiegel an dessen brieff doin hanghen. Gegeven zo Bonne na goits geboirt in den jairen unss herren do man schreiff 1397 jair des ersten daghs yn dem Maynde zo latine genant October. B. B. 6. 529.— 1398, Febr. 5., bekennen die Eheleute Gottschalk, Drude Dechens Sohn, Bürger zu Neuss, und Hille, Hetterichs Tochter, dass sie von Mathias von Düren, Vikar zu S. Gereon, in Erbpacht erhalten haben 20 Morgen Ackerland gelegen im Bieter Felde, „die yem ervallen synt vur alsulchen pacht as yem da van versessen is na formen des principalbrieffs die darnp gemacht ind besegelt is", gegen eine jährliche Pacht von 2 1 j 2 Köln. Malter Roggen, 2 Hühnern und 15 Köln. Pfennigen, welche Pacht abzuliefern jährlich zu Remigius oder in den nächsten 14 „dagen unbevangen". Zum Unterpfand setzen sie ihr Haus mit Hofstatt (zu Riet), und noch _ 517 - eine zweite Hofstatt zu Biet, welche früher ihrem verst. „swegerherren" und Vater Helperich gehörte. — Mais oan Nyele und Johan Liehart, Geschworene des Hofes zu Biet, haben ihre Siegel angehängt. R. B. 82 b. (Die Urk. gehörte zum „magnum officium.") 1398, Jan. 2!}., bekennt derselbe Gottsckalk, dass seine Frau Hilla das ihr anerstorbene, im Gerichte zu Kiel gelegene Gut in die „vurss." 20 Morgen in der Au zwischen Riel undNiehl verbinden mag, und dass er die von den 20 Morgen „versessene Pacht" nachbezahlen will, indem er jährlich während 10 Jahre ein halbes Malter Roggen liefern wird. — Hermann Blyoff, Schöffe zu Neuss, hat sein Schöffensiegel angehängt. — Original in S. Gereon. Siegel hängt unverletzt. — Die für sich unverständliche Urkunde bezieht sich nach alter Aufschrift auf den in der vorhergehenden Urkunde erwähnten Zins. — B. B. 83 b. 580.'— 1398, August 8., bekennen Scheyfart van Merogde und Frau, dass sie dem Kapitel von S. Gereon eine Jahrrente von 4 Mutter Stockweizen schulden wegen eines Busches von 100 Morgen. Ich Scheyfart van Meroyde ind Kuna myn elijge htvys- frattwe bekennen . . . dat wir gelden deyme erbern herren dem dechen ind deym gemeyne capittel van sent Gereoin bynuen Coelne 4 malder stockweys alle iair erfflich in ewelich van 100 Morgen bussch geleghen up der Vylen, die wanne waren myns aynchen Reynartz Grijns dem got gnade, die myn vader seliger her Walraven van Meroyde ritter ind vrauwe Geyrt myn moder besessen hant, en van eren wegen an mich komen synt, die zo Tzwist in den hoff gehoricht synt, die man intphangen sali also as der gesworen wijst as dat recht is, as dicke as des noit geburt. . . .; ind duse vurss. 4 malder weys stillen wir leveren . . . zo Tzwist an den stocke up sent Mertyns dach also as der scheffen wijst as dat recht is. (Scheyfart selbst, sein Oheim Conrad Herr zu Tomburg und sein Bruder Conrad van Merode haben ihr Siegel angehängt.) Datum a. D. 1398 ipso die Ciriaci et sociorum eius martirum. R. B. 67 b. 531.— 1398, Aug. 8., bekundet Conrat van Merode die Jahrzinsen, die er wegen verschiedener Güter an S. Gereon zu zahlen hat. Ich Conrait vammerode eyn knappe van wapen doen — 518 — kunt . . . dat ich erfflichen ind ewelichen gelden ind bezalen sali den irbern herren dechin ind capittel der kirchen zo sent Gereone in Coelne tzien malder hoeffsweyss eyns vierdejds myn, as van alle deme gude, dat zu Rudelsheggen in mynen hoff behorich is, ind darorab so is ind sali syn all dat vurss. guyt tziende vrij; ind dit vurss. guyt gilt voirt den vurss. herren vunff kurmeden die zu geven as der vurrs. herren scheuen alda wijsent, ind 26 Schillinge; ind man sali dat guyt entfangen van den vurrs. herren na ahne rechte as die vurss. scheffen wijssent, ind dat as dicke ind mannichwerff zo doin as recht is . . .; ind sali ouch den vurss. herren 5 scheffen setzin van deme gude vurss.; voirt solen ich ind myne erven alle jaire den vurss. herren gelden 4 malder stockweys van deme busche, die in den vurg. mynen hoff gehoerende is; ind vort soelen ich ind myne erven ouch all jaire den vurg. herren ind irre kirchen jairs gelden 2 malder stockweys van deine busche, die was wilne Winantz van Muckenhusen myns oemen . . .; ind diese vurss. zijnse ind pechte solen ich ind myne erven alle jare leveren ind bezalen zu Szwist up sent Mertyns dach an den stock in alle der wijso as dat reicht is. (Siegel und Datum ivie in voriger Urkunde.) R. B. 81b. 532.— 1399, Juni 9., bestätigt P. Bonifaz IX. den Hermann von Pütz aus Neuss (H. de Puteo de Nussia) als Kan. von S. Gereon, die Ansprüche des Gerhard Badinck von Groningen zurückweisend. Nach „Mitteilungen aus dem Kölner Stadtarchiv" XII. Ebenda XIII, 7. Nota hat Dr. Korth interessante Nachrichten über den G. Radinke veröffentlicht. 1399, Dez. 17. (.f. 4. p. diem b. Lucie v.}, bekennt die Stadt Köln, dass die Streitigkeiten „von der provenden weygen zo sent Gereone" zwischen Meister Hermann van dem Putze und Meister Gerard van Groneyngen freundlich beigelegt sind, und dass sie (die Stadt) dem Meister Hermann wegen —.vergangener Dinge nichts anhaben will. — Stadtkölnisches Brief buch IV, 65 b 533.— 1399, Sept. 2., bekunden „dechen ind capittel van senct Gereone in Colne", dass Conrad van Weren und dessen — 519 — Frau Bele ihnen ihr Erbe, und/ Maus genannt „zom Scharfe", gelegen auf der Gereonsstrasse in dem Kirchspiel S. Christoplt, vermacht haben, damit von den Einkünften des Hauses jährlich eine Memorie für die Geber, deren Freunde und Mage gehalten werde. Auf dem Hause sollen eine Jahrrente von 18 Köln. Schillingen zu gunsteti sämmtlicher Vikare von S. Gereon lasten, damit auch die letzteren jährlich eine Memorie für die Stifter halten. Cop. Vic. f. 98. 534.— 1399, Nov. 18. (A. nat. D. 1399, ind. 8. „secundum stilum et consuetndinem civitatis et dyoc. Col., 18. Nov. etc.), transsumirt der Köln. Cleriker und kaiserl. Notar Hermannus Her- manni de Kuyck auf Anstehen des im Namen seines Kapitels handelnden Kanonikers von S. Gereon, Johann de Castro die obige Urkunde vom 24. Maerz 1338. Bei der Oollation war mitthätig Heinrich Breidstrais x ), geschworener Notar an der Köln. Curie; ausserdem waren gegenwärtig Dietrich von Ubaich, Ganonkus an Mariengraden und Johann von Nederich, geschw. Notar an der Köln. Curie. „Acta sunt hec in aula archiepiscopali Col. ubi iura redduntur mane hora causarum." B. B. 72 b. ! ) So nennt Br. sich selbst; (der Niederländer) van Kuyck nennt ihn „Breidstraite", 535.— 1400, Jan. 8., bekennen „Mathijs Hase prester, Henrich van Heynsberch, Nicholaus vanVirssen, Jacob wilne Jacobs Eschwilre son, Heinrich Johans son vanKovelentz indThijsgin van Düren, cleyrke stoylbrodere in der kirchen zu sent Gereone" für sich und ihre Mitstuhlbrüder, dass sie „upgebort entfangen" haben von dem Kapitel von S. Gereon 65 Köln. Malter Roggen, die das Kapitel ihnen aus früheren Jahren schuldig geblieben war von Renten und Zehnten, welche dasselbe von seinen Höfen zu Ottenheym und zu Oedsnkoven den Stuhlbrüdeni zu zahlen hat. — Zur Beglaubigung hat Cuno Rugreve, „proefst" der Kirche S. Gereon, sein Siegel angehängt. B. B. 79 b. — 520 — 5S6.— 1400, Januar 12. Lyse von Gohr verzichtet auf die 3 Häuser an S. Clara, die sie von den 7 Priestern für 4 Mark Jahrzins in Pacht hat, zu gunsten der Eigentümer gegen eine Leibrente von 8 Mark. Ich . . Lyse van Gore doin kunt . . . dat ich . . . weder gedaen ind gelaessen (hain), laessen ind doen, Urkunde dis entgaenwordigen briefs den irbern wisen heren, de seven preistere vikerise bynnen dem gestichte van sent Gereone in Colne yr dru htiyser, gelegen an der lewenportzen entgaen den Ciaren oever bynnen dem kirspel van sent Cristofels, de gehörende sint zo yrre vikerien, wilche dru huyser ych Lyse haven ind besitzen plach ind myn leefdage haven ind besitzen soulde vur eynen sicheren jeirlichen zynss as vor veyr marck Coelsch pagamentz . . . doch hain wir verdragen up beyden syden, dat sy dee vurg. dru huyser .. . mit yrme zobehoere besitzen ind haben solen . . . as yr gewyslich erve mit sulcher vurwerden . . ., dat mir dee vurg. heren all jair, as lange as ich leven . . . betzalen solen echtz marck Coelsch . . . zo tzwen terminen, . . . dat is veyr marck . . . zo sent Johans missen Baptisten, dee ander veyr marck zo kirmissen ... off na eielichme termine bynnen veirzheynachten . . . un- bewangen. Ind were sache, dat myr dee vurg. heren, ir nacomelinge off yr keiner dee zer zijt yss, sumelich off bruchlich vunden wurden in bezalungen des vurg. . . . zynss in eichme jaire . . ., so mach ich den vurg. heren zosprechen vur yrme dechen, ind da solen sij myr antwerden . . . bynnen veirzhenachten. Ind off mir dat neit genoieh en geschege, so mach ich sij manen mit breven des officiails van Colne vur versessenen zyns, as dat gewenlich is . . . Dis zo eyme ge- zuge der wairheit so hain ich Lyse . . . gebeden den Eidelen Eirsamen man heren Cono Rugreve proest der egenoemder kirchen dat hee sin segel vur mich an desin hangen wille. (Folgt die entsprechende Erklärung des Propstes.) Datum a. d. 1400 die XII mensis Ianuarii. Original im Archiv von 8. Gereon. Das Siegel des Propstes ist unverletzt. — 521 — 537.— 1400, Mai 3., bekundet Burchart Stecke, gewesener Ca- nonicus von S. Gereon, dass er sei>ie>i Klosterhof dem Kapitel von S. G- für 50 Rheinische Gulden verkauft hat. Ich Burchart Stecke bekennen in disme offenen breve vur mich myn wijff ind myn erven . . ., dat ich alsulchen erffcloesterhoff mit all syme zogehore, die gelegen is entgaen sent Gereoins portze, den man noempt zer velen, den ich haute ind myn vader mir gegolden hadte na gewoenden des capittels van sent Gereone de wilo dat ich da canonich was, verkouft hain ind verkouffen moest erfflich ind ewelich der stunt darna do ich gheyn canonch me en was den erbern edeln herren dechen ind capittel des gestichts vurss. vur 50 Rinsche gülden, wilcher gülden (sij) mir zo sent Geroins missen neist körnende 25 geven ind bezalen soolen, ind die ander 25 gülden van sent Gereoins missen over oyn jair na data dis brieffs hantricken ind leveren soelen. (Ihre Siegel haben angehängt R. St. selbst und sein Neffe l ) Amolt Stecke, Propst zu „Oesenbrugge".) R. B. 102 a. ') Soll vielleicht heissen Oheim, da auch A. St. den B. „myn neve„ nennt, es kann indes auch neve = Verwandter (allgemein) sein. 538.— 1400, ?, ?, bekunden Reynart von Tiiz und Frau, dass sie unter Zustimmung des Kapitels von S. Gereon mit Werner von Laach (nördlich von Heppendorf) und dessen Verwandten einen Vertrag gemacht haben, wonach die Zehntscheuer des Kapitels beim Hofe Laach soll abgebrochen und eine neue bei Thorr soll erbaut icerdeti. Wir Reynart van Tijtze ind Stina sine eliche huysvrauwe doin kunt . . ., dat also as tusschen Werner van Laich, Die- derich syme swager ind Stinen siner suyster (ind) yren erven up eyner sijde, ind unss ind unsen erven up die ander sijde overmitz unser beyder vrunt geraympt ind gedadingt is mit willen ind gevolchnisse der edelre herren dechins ind capittels der kirchen zo sent Gereone in Coelne . . ., alsulche schüre as zo Laich vur dem hoeve zo stayn plach, da sij alle jaire yren zyenden, die yn da geveile, yn plaghen zo voeren ind — ^522 — zo leghen, äff zo brechen, ind zo Turre up myn erve los ind vrij in alle der wijse, so we sij zo Laich vur [vurss.?] zo stain plach, weder zo setzen ind zo buwen; so hain wir die vurss. herren yre kirche ind naekomelinge zo Turre in unsen hoff bynnen den bungart, da man over die brugge veirt, hinder die ander schure die nu da steyt zo veldewart gewijst ind wijsen over- mitz diesen brieff unss vrijenlantz ind erffs as vill, dar sij alsiüche schure as vurss. steyt up machen, zunen setzin ind buwen soelen up ir cost . . ., ind hain ouch vort des vurss. lantz ind erffs verzegen ind usgegangen up allen steden dae sich van rechte geburde zo doin . . ., ind geloven yn in guden truwen da van weirschaff zo doin ast [= as dat] Oven ind neden ymme lande gewoinlich is; also dat sij dat erve mit der schüren as wijt ind lanck die schure is ind neit nie van nu vortme zo ewighen daghen haven behalden ind mit rechte besitzen soelen in alle der wijs so we sij vur die schure zo Laich plaghen zo haven ind zo besitzen, dat is zo wissen, dat sij alle iaire yren vurss. zienden in die schure vrij voeren sullen zo zijden as dat geburt, ind sij die schure ouch vort buwelich halden soelen . . .; ind die vurss. herren soelen alle iaire zo ewigen daghen yr körn von deine zienden uyss doin dresschen ind unss ind unsen erven alsulche kave ind stroe, as da van alle iaire velt, unverderfft laissen as gewoinlich is, da mit wir dan voirt alle unse beste doin moghen; vort so geloven wir elude vurss. . . . den vurss. herren ind yren naekome- lingen alle iaire erfflichen ind ewelichen, as man den zienden yn voert, eynen vrijen voirwech hynden oever dat velt in die schure zo laissen ind zo offenen, also dat yre kneichte id si naychtz off dages wil zijt sij koment mit zienden vrij ind umbekroet van unss . . . yn ind uyss varen soelen ind moeghen . . .; alle argelist firpel nuwe vunde quaid behen- dicheit drugen behulpnisse geistlichs ind werentlichs rechts ind alle die dinck, die man weder punte diss brieffs vynden off erdencken maich uyssgescheiden. (Reynart selbst und mit ihm Herman Reüver vamme Spegel und Johan Bunge van Aylstorp haben ihre Siegel angehängt.) R. B. f. 70. — 523 — 539.— 1401, Febr. 12., bekunden die Priorisse und der ganze Gonvent von S. Gertrud in Köln, dass sie einen Mansus Ackerland, gelegen bei dem Weiher von S. Pantaleon, der zum „magnum officium" der Kirche S. Gereon gehört und den sie von dieser Kirche seit langer Zeit in Pacht gehabt haben — jetzt von neuem von derselben in Erbpacht erhalten haben. Die Pächter haben dafür jährlichs dem Kapitel von S. Gereon, oder dem Inhaber des Grossamts dieser Kirche, zu S. Martini 1 Köln. Malter Weizen, 5 Köln. Schillinge und 2 Hühner :n liefern; ausserdem ernennen sie als Trägerin der Pachtung jetzt ihre Mitschwestsr Drude, Tochter Heinrich's van dem Birboem, und werden innerhalb 7 Tage nach deren Tode eine andere Schwester und so immer weiter der Kirche S. Gereon zur Belehnung mit dem Mansus praesentiren, ivobei die Kirche S. Gereon jedesmal eine Kur- mede von 2 Köln. Mark erhält. Besondere Bestimmungen über den Heimfall des Gutes enthält die Urkunde nicht; der Verzicht auf Ausflüchte ist nur ausgedrückt durch die Worte: „Omnibus exceptionibus ot defensionibus utriusque iuris tarn canonici quam civilis exclusis et cessantibus in premissis. — Das Siegel des Convents wurde angehängt. Original mit noch hängendem Siegel in S. Gereon. — K. B. 71 b. 540.— 1401, Aug. 31. (fer. IV p. f. decollationis b. loh. B.), erklärt Daym van Kirbergh auch gen. van Moerenhoeven, dass er „umb alsulchen tzwist ind tzweiunge", die er mit den Herren von S. Gereon hatte, jetzt „gesoent gesatt ind gesaist" ist, durch die Vermittlung des „Emmerich van Droete zerzijt droysseten ind Willam vamme Haynen vaydt zo Guyige". Die beiden Vermittler haben ihre (noch ziemlich erhaltenen) Siegel angehängt. Original im St.-A. zu Düsseldorf. 541.— 1.401, Od. 28., bekunden die Lehensleute von S. Gereon zu Rommersheim, dass einer von ihnen an die Liebfrauenbruderschaft der Kirche S. Gereon eine Jahrrente von 3 Malter Weizen verkauft und, dabei sein Lehen als Pfand gesetzt hat. — 524 — Wir . . Coyngin Hermans son scholtisse (und 5 genannte) gesworen leynlude van Rummesheym der edelre herren dechens ind capittels der kirchen zo sent Gereone in Coelne, doen kunt . . . ind bekennen vur uns ind unse mitgesworen leenlude . . ., dat vur uns komen ... synt Coyngin van Step- penroide ind Mettil syn elich wyff (für sich und ihre 2 ehelichen Kinder) ind haint . . . mit Urkunde semetlichen ind sunder- lingen orgeit . . ., dat sij ... sunderlingen umb groisscr schulde willen, da mit sij beswert synt, die zo belegen, vor- coufft haint . . . den . . broederen zerzijt unser liewer vrauwen broederschaff in der vurg. kirchen zo s. G. ind allen yren nacoemlingen ... 3 malder weys erfnichen koeren gülden Coelscher maissen des besten gewais by tzwen pennyngen na (gemäss dem Marktpreis zu Köln), die dee vurg. elude ind yre crven der vurg. broederschaff alle jaire . . . leveren soelen bynnen Coelne up ir kornhuys vur ir sumberen . . . zo sent Remeis missen off bynnen 14 dagen darna neist volgende unbevangen. . . . (Von dieser Lieferungspflicht soll durchaus Nichts entschuldigen.) Ind dar vur zo meyrre Sicherheit guder beza- linge so haent die vurg. elude vur uns mit oirloff ind consente unser liever herren dechens ind capittels zo s. G. vurss. der vurg. broederschaff . . . zo underpande gesatt . . . alsulchen 2 stucke lantz as sy van unsen vurss. herren zo leen haent. (Das eine Stück liegt „in deme baynswinkel in Stepperoider velde", ist 6 l j 2 Morgen gross, grenzt an 2 genannte Private und ist zehntfrei, das andere liegt am Wege Steprath-Binsfeld, ist S x l A Morgen gross, und grenzt an Friedrich von Steprath und Bitter Heinrich von Büllesheim; auf beiden ruht nur die eine Last, dass von jedem Morgen jährlich auf s. Stephan's — für 2 Morgen auf s. Marcus' — Tag 1 I 2 Viertel Weizen als Pachtzins an die Herren von S. 0. zu zahlen ist. Sind die Verkäufer säumig in der Lieferung, so fällt das Unterpfand an die Brüder, und die Herren von S. G. mögen dann einen von diesen oder sonst einen „guten Mann" damit belehnen. Da die Aussteller der Urkunde und auch die Verkäufer kein eigenes Siegel besitzen, so haben auf ihr Ersuchen die Herren von S. G., der Ritter „Lodwich van Auwe" und der Bitter „Heymich Mide van BynsveÜ" ihre Siegel angehängt.) 1401 up sent Symon ind luden daich der heyigen apostolen. Original in S. Gereon. — Die 3 Siegel sind verloren, — 525 — 542.— 1402, Nov. 6., bekundet Johann up ter Bnreh von Virssen, dass er von dein D. K. oon S. Gereon deren sämiutliche Güter, Einkünfte und Zehnten zu. Viersen uuf 12 Jahre gepachtet hat. Der Pachtzins beträgt 500 Köln. Mark, 120 Mttr Roggen, 260 Mltr Huf er; ausserdem noch 48 Ellen leinenes Tuch, 82 Mark 1 Seh., und ein „pilleum" Salz für die „iura minnla"; endlich 400 Hühner. — Die Schöffen von Viersen haben ihr (jetzt abgerissenes) Siegel angehängt. Original im St.-A. zu Düsseldorf. 543.— 1403, Maerz 3., legt Erzb. Friedrich III mit Einwilligung des Domkapitels, der Prioren und der Praelaten sowie des Clerus der Stadt Köln allen Stiftern, Klöstern und Kirchen- oder Kapellenrektoren der Stadt und Diocese Köln ein „caritativum sub- sidiuin generale" oon 20 Zehnten, wie sie gewöhnlich geleistet werden auf, behufs Tilgung der gemachten Schulden und Deckung notwendiger Auslagen. Am nächsten Feste des h. Remigius sollen 8 Zehnten bebezahlt werden, am zweitfolgenden 7 und am drittfolgenden 5 — alles unter Androhung geistlicher Streifen. Zu Generaleinnehmern sind bestimmt der Domscholaster Hermann von Rennenberg, der erzb. Siegler und Dechant von S. Cunibert Christian von Erpel und der Canonicns von S. Aposteln Dietrich von Uebach. Gedruckt Lac. IV, 18. 544.— 1403, Jidi 2., „Clausule desumpte ex testamento quondam dai Matthie de Dviyren vicarü dum vixit in eccla s. Gereonis Dol." . . . Item, legavit ad fabricam eccle Col. 2 florenos; item dno aepo 1 florenum; item ad capsam ss. Maurorum in eccla s. Gereonis 3 florenos Rhenenses; item 5 ordinibus Mendi- cantium infra civitatem Col., cnilibet 2 11. Rh ...; item legavit cuilibet hospitalium 1 marcam . . .; item legavit idem testator ven. dnis decano et caplo eccle s. Gereonis Col. annis sin- gulis perpetue et hereditarie 2 maldra sil. cum dim., que . . . habet singulis annis in Ryle prope Coloniam de et ex 20 iur- — 526 — nalibus t. ar. ibidem iacentibus; nccnon legavit eisdem dnis . .. 2 maldra sil. perpetue et hereditarie, que ... habet singulis annis de bonis in Middendorp [Midlendorp?] pro memoria sua singulis annis 3 vicibus peragenda, videl. in data die obitus, in septimo et similiter in tricesimo suis; item voluit quod manufideles sui comparabnnt 1 maldrnm sil. de promptioribns bonis suis abba- tisse et conventui s. Cläre Col., prout etiam idem testator asseruit se eisdem emisse 1 maldrum sil., et sie illa 2 maldra sil. singulis annis in die anniversarii sui habebunt in refectorio . . . Item ptus testator dedit . . . rectori altari s. Pauli in pta eccla s. G. pro tpre existenti 3 maldra sil. mensure Col. perpetue et hereditarie, que . . . habet de et ex certis terris arabilibus in Wetzenrode . . ., hac conditione tarnen adieeta, quod, si et in quantum rector eiusdem altaris pro tpre nou faceret personalem residentiam in eccla memorata dictum altare personaliter deserviendo, prout iuris et moris i'uerit, idem rector . . . nihil iuris in dictis 3 maldris sil. . . . habebit quovismodo, et tunc, eo sie absente, omnes vicarii in dieta eccla s. Gereonis pta 3 maldra sil. . . . pereipere et equaliter inter se dividere debent singulis annis, quamdiu rector dicti altaris absens fuerit, pro memoria dicti testatoris et suorum parentum in vigiliis legendis, prout hoc fuit et est de memoria quondam dni Henrici de Oyre fieri consuetum, etiam non obstante, quod si idem rector pro tpre licentiam abessendi . . . a decano et caplo aut scholastico pte eccle s. G. im- petraret. . . . Item dedit . . . perpetue et hereditarie sextam partem deeime sue, quam habuit de deeima situata in Keltzen- bergh pauperibus sive degentibus in hospitali s. Gereonis Col. . . . eo modo, quod eorum provisor pro tpre existens ipsis pauperibus de huiusm. parte deeime emere et comparare debet cerevisiam et eisdem de die in diem equaliter ministrare, prout melius et salubrius fieri poterit, adieeta tali conditione quod dictus provisor ... ex pta sexta parte deeime singulis annis ... in festo s. Remigii . . . rectori eccle b. Marie Indul- gentiarum Col. pro tpre existenti . . . tradere debeat dim. maldrum sil. mensure Col. aut eius valorem . . . pro memoria quondam Ailheidis de Solre, exinde singulis annis peragenda . . . dnica proxima post festum s. Gereonis in vigiliis et missis prout mpris est, et . . . pastor dicte eccle dabit tunc capel- — 527 — lano suo 4 sol., campanario vero 2 sol. . Ttem dedit Grete de Sechtem ol'un pistrici eccle I». Marie in Capitoliö Col. ad dies vite sue . . . 6 maldra sil. mensure Col. ... in certis redditibus ... ex agris situatis in Nyvenheym . . ., et voluit idem testator, quod, quam cito ipsam Gretam ab hoc seculo raigrare contigerit, ex tunc pti redditus 6 maldrorum sil. ad Omries vicarios in eccla s. Gereonis pta existentes et residentes . . . cedere debeant perpettie et hereditarie pro memoria sua et parentum suoruin singulis annis de eisdem pera- genda modo infrascripto, videl. 1 sumbrinum in vigiliis legendis ac aliud sumbrinum presertim Ulis vicariis sequenti die missas celebrantibus in eccla s. Gereonis ministrari et dividi debeat, prout [in Iris?] de memoria quondam dni Henrici de Oyre continetur. Addit tarnen dictus testator et voluit, quod in casu quo 17 vicarii in eccla s. Gereonis pta omnes et singulas suas presentias . . . cum ceteris aliis suis convicariis tunc de cetero singulis annis et diebus imperpetuum dividere velint et eis condistribuere, pta sua ordinatio quoad vicarios supra- dictos maneat in suo robore et firmitate; et in casu, quo ipsi 17 vicarii in pta conditione non contentarentur, extunc pta pensio 6 maldrorum sil. cum terris arabilibus statim post mortem Grete supradicte devolvetur perpetue et hereditarie ad rectorem altaris s. Pauli pti pro tpre existentem omni modo et forma, quo supra ordinatum est de 3 maldris sil. etiam sibi legatis . . ., nulluni ius ipsis vicariis supradictis in eadein pensione remanendo. Cop. Yic. fol. 96 seqq. 545.— 1404, Nov. 24. (in vig. b. Katherine virg. et m.), bekundet „Strenolt van Harne, vadynne (= advocata) zu Coelne, vrouire zu Alphem", dass — da „van alters alle weghe van mans gedenken" die Vögte zu Köln einer nach dem andern von dem Kapitel der Kirche S. Gereon gegen einen Jahrzins von 2 X \^ Mark Kölnisch „dat groiss steynen huys gelegen up sent Gereons straessen entuschen den husern Mertzenich ind Hemersbach" genannt „zo den junferen" inne gehabt haben, ihr Ehemann Oumprecht, Vogt zu I£öln und Herr zu Alphem, aber seit einer „zijt van — 528 — jaron" jenen Zins nicht bezahlt hat, und daher Gumprecht dem Beeide gemäss „vur syme scholtissen ind scheffen syns gerichtz zu sent Gereone in Coelne, da enbynnen dat vurrs. huys gelegen is, dem vurss. dechen ind capittel dat vurss. huys upgesacht ind weder in yr hant as vur ir vrij erve ind goet gesät ind erlaissen" hat — von dem genannten Kapitel auf Bitten des erwähnten Vogts nun sie (Swenolt), nachdem sie die „versessene ind enthaldene zijnse" bezahlt hat, mit dem Hanse erblich belehnt worden ist. Sie — bezüglich ihre Nachfolger — ist dagegen verpflichtet, den Zins von S 1 ^ Mark jährlich auf S. Michaels Tag oder innerhalb der vier Wochen nach demselben an das Kapitel zu zahlen, und das Haus „dechich ind buwich" zu halten, widrigenfalls; Heimfall des Hauses. — Ihre Siegel haben angehäugt Swenolt und Gumprecht, ferner „Werner van dem Poile zer zijt seholtisse, Heinrich Baldenberg ind Johann Gisse, scheffen des gerichtz zu sent Gereone", die zugleich in bezug auf alles vorerwähnte bezeugen, dass sie ihre „urkonde dan äff entfangen hain". Original (mit erhaltenen Siegeln; im St.-A. zu Düsseldorf: ebenda auch die betr. (deutsche) Urkunde des DK. — R. B. 77b-78a. 1417, Sept. 22. (des naesten Guydestaghs na sent Matheus daghe des heiligen aposteln), bekennt Swenolt etc., dass sie dem Kapitel von S. Gereon den Zins für das von ihr gepachtete Haus in der Gereonsstr. mehrere Jahre hindurch „versessen" hat, dass daher das Haus an das Kapitel „ervallen is", dass aber das Kapitol ihr nochmals das Haus auf ihre Lebenszeit „verleynt" hat gegen den bisherigen Zins von 2^ Köln. Mark. Swenolt hat ihr Siegel angehängt. — R. B. 85 a. 546.— 1404, Dez. 13., quittirt Heinrich von Merhem, Kern, von S. Gereon über 135 Mark für 1.5 auf dem Hofe Kippickhusen bei Bensberg verkaufte Hölzer. „Mitteilungen aus dem Kölner Stadtarchiv" XIV. 547.— 1404, Dez. 17., bekunden Hintze van Volkroede und Frau Aleit die Beendigung ihres Zivistes mit dem Kapitel von S. Gereon, betreffend gewisse Forderungen, die H an das Kapitel stellte. Wir Hintze van Volkroede ind Aleit syn eligewijff doen kunt . . ., dat \\ r ant tzwist ind tzweyunge gewest is tuschen — 529 — den edeln ind eirbern hirren dem dechin ind gemeynen ca- pittel sente Gereonen ind Coelne up die eyne sijde ind mir Hintzen vurss. up die ander sijde, so wie sich die Sachen ergangen haint off uperstanden synt bis up desen dach datum dis brieffs, dat sij von deme hoeve zu Udichoeven off ander sachen da an neit ussgescheiden gentzlichen ind . . . vrunt- lichen gescheiden syn ind verslicht . . ., also dat ich myne erven noch nyemant van mynre weghen geynreleye vorde- ringe tzicht noch anspraiche me en hain ... an den gemeynen hirren ind irme capittel s. G. in C, ind vertzijn dar up bitterlichen myt myme vrijen moitwillen; doch beheltnisse mir Hintzen vurss. ind mynen erven alsulcher 100 Rijnsche gülden, as mir her Jacob van Sumbreff schuldich is, darumb mir capittelrecht ind gewonde wedervaren sali, off ich des gesynne; ind ouch beheltnisse mir, off eynich der hirren van sente Gereone wero, die mir schuldich were dat deme gemeynen capittel neit an enghinge, dat ich mit rechte an deine selven hirren manen mach ind an dem capittel neit; ind ouch beheltnisse mir der dirdehalffhundert Rijnsche gülden, die mir dat gemeyne capittel schuldich is, die ich manen sali ind mach na inhalt des briefs darup gemacht, as in dem gescheide ind dadinge geluyt hait, alle argeliste hie ynne ussgescheiden. Ind want wij Johan hirre zu Rifferscheit zu Beedbur ind zer Dik dese vurss. punten sachen gedadyngt hain, ind da over ind an gewest syn, ind wir Rutger van Brcmpt, Die- derich Moelner ind Wilhelm van Setterich genannt Koutijn as dadingslude mede dit gedadingt hain, so hain wir umb beden willen beyder partijen ind in eyn getzuch der warheit unse segele an desen brieff gehangen, under wilchen segelen wir Hintze ind Aleit vurss. bekennen alle punte war zo syn ind die vaste ind stede zo halden. Datum a. D. 1404 feria quarta proxima post festum b. Lucie virg. et martiris. R. B. 57 b. 548.— 1406, Febr. 25. (feria quinta p. dominicam Invo- cavit), bekunden Rutger von Bentzenrode und dessen Frau Godeleif, dass sie das Gut, welches sie bisher von dem Kapitel 35 - 530 - zu S. Geveon inne gehabt haben, nämlich eine Mühlstatt („tno- lenslat") im Benzelrather Bruch mit einem angrenzenden Stück Land, und noch ein Stück Land, genannt „der Brcldersdal", freiwillig aufgelassen, und mit Hand -und Mund auf das Gut verzichtet haben. — Für die Eheleute siegeln „her Gerit van Vrechen nu ter tijd rectoir der kirchen zu Overbachem und Johann vanBentzenrode. R. B. 115 a, 549.— 1407, Meters 81., bekennt „Iohan Brente, eiste son heren Gyselbreichtz Brentcn van Vernich ritters," dass er den „irbern herren dechins ind gemeynen capittels der kirchen van s. G. in C. viant worden was as umb scaden wille dye zo Lometzheim geschach, doe myn herre van Colne vurzijtz geweltlich yn deine dorpe was ind myn vader vurss. doe zerzijt dat ampt van kerpen van bevelenisse myns herren van Schoen- forst ynne hatte," dass er und sein Vater diesen Schaden den Herren von S. Gereon schuld gegeben hatten, dass sie aber jetzt erfahren haben, dass sie dabei in Irrtum gewesen, und endlich, dass sie daher nun zugleich mit den jungem Brüdern Johann's, Johann und Geyselbrecht, auf alle an S. Gereon gestellten Forderungen oerziehten. — Alle 4 Genannten haben ihre Siegel angehängt. Original im St,-A. zu Düsseldorf; das zweite und vierte Siegel hängen. — R. B. 8 a. 550.— 1407, Mai 11., bekunden Peter Bidlesssem, Bürger zu Ahrweiler, und seine Ehefrau Elsa, dass sie von dem Dechant und dem Kapitel von S. Gereon erblich empfangen haben „eyn ortgin yrs hoyfs tzo Arwilre, gelegen an unser hoyffrichten allerneist deine hoyffgine, dat wir nu kurtzlichen han gegolden weder Johannes Honnen burger tzo Arwilre, so wie uns dat selve ortgin hoyffs vurg. overmitz ire gesworne hoyffslude irs hoyll's vurss. bescheidelichen avegescheiden ind besteynt is, ind alle yairs umb eyn somberen korns, bij zwen pennyngen na dat beste, Collenre maisse ind zwene penynge Coultz pagamentz, myt welghen zwen pennyngen wir elude vurss. ind unse erven dat ortgin hoyffs vurss. winnen ind weyrven solen tzo den zijden, as des noyt geburt". Der Zins ist abzuliefern jedes- — 531 — mal zwischen Martini und S. Andreas, widrigenfalls sowohl das Oertgen selbst wie auch das genannte Höfchen, welches H l \ 2 Ruthen gross ist, an S. Gereon fällt, „alle argelisto g. ind w. rechts ussgescheiden. — Johann und Tilman van Hoynge, Scheffen zu Ahrweiler haben ihr Siegel angehängt. Original (mit ziemlich gut erhaltenen Siegeln) im St.-A. zu Düsseldorf. - R. B. 35 a. 551.— 1409, Maerz 18. (feria secunda p. dnicarn qua can- tatur in eccla Dei Letare lherusalem), bekundet Heuze van Lgnen- dorp für sich und seine Frau Aleyt und seine Erben, dass er auf den Vertrag, den er mit dem Canonieus von S. Gereon Peter von Adenau geschlossen und gemäss welchem er den dem Kapitel von S. G. gehörenden Hof „van Gunterstorp" als Halbwinner übernehmen sollte, verzichtet hat, wie auch P. von Adenau ihm (H.) gegenüber verzichtet hat, so dass „dat verdrach vurss. macht noch moghede en hait noch haven en sali." — Heinrich von Kentich, Euter und Jungher Johann von Bell wepeKncJc haben ihr Siegel angehängt. R. B. 67 b. 552.— 1410, Aug. 16., bestätigt Joh. von Erpel, Kanonicli und Inhaber des Grossamts von S. Gereon den Gerlach von Schmalenbeck als Pächter des Schultheissenamtes für den Hof in Egckhoven. Ego Iohannes de Erpel presbiter canonieus eccle s. Ge- reonis Col. habens magnum officium in eadem eccla notum facio publice protestando, quod — sicut quondam dnus Mathias de Düren vicarius in dieta eccla et predecessor meus in dicto magno officio discreto viro Girlaco de Smalenbecke laico officium scultetatus curtis in Eyckhoven cum suis iuribus et pertinentiis universis . . . presertim infrascriptis ad dies vite sue exposuerat et impensionaverat pro certa annua pen- sione 33 solidorum Col. pag. sibi singulis annis in f. b. Wal- burgis exsolvendorum . . .; cuius quidem curtis magnificus et potens dnus . . comes Marckensis iure dominii verus ad- vocatus existit . . . iuxta consuetudinem dicte curtis hueusque . . . observatam — eandem impensionationem . . . ratifico et — 532 — approbo . . ., sie quod ipse singülis annis michi aut succes- sori meo in d. officio soivet . . . infra Coloniam . . . pen- sionem 33 solidorum Col. pag. in termino prenotato . . .; et ipse Girlacus d. officium scultetatus fideliter exercebit, et. . . cum curte et bonis dependentibus ab eadem curte in antiqua hueusque observata consuetudine et suo iure observabit et defendet pro toto posse, et omnes pensiones sive jura que- eunque dicto dno comiti Marckensi de et ex eadem curte soivi debitas et debita idem Girlacus singülis annis soivet... et ecclam s. Gereonis ac me et successores meos indempnes relevabit de eisdem. (Nach dem Tode des Gerluch hüben dessen Erben keine Beeide an dem Hofe.) Sine dolo et fraude. In quorum testimonium sigillum meum proprium presentibus est appensum. Datum a. D. 1410, die 16. m. Augusti. Bona dependentia a. d. curte et pensiones ad eandem solvi debita sequuntur. Item de officio in Eyckhoven sol- vuntur 33 solidi pag. Col. in die b. Walburgis quos scultetus presentabit Colonie et reeipiet ab hyemannis, et ipse reeipiet officium cum 4 libris cere; in primis in Wippervurde de bonis dictis Nyedem 6 alb. den. et 2 pullos, advocato 8 den. Tre- monienses; item de bonis to Ruttenscheide 2 alb. den. et 2 p., advocato 8 den. Tr.; it de bonis Lutgenwerde 16 moirkinos et 2 p., advocato 8 den. Tr.; de bonis Nedervorst 3 a. d. 2 p. et advocato 8 Tr.; in parrochia Halvorum [?] de bonis zo Rothusen 2 a. d. et 4 p. et advocato 16 Tr.; de bonis zo der heyden 2 a. d. 2 p., advocato 8 Tr.; de bonis zome Holwenden 1 a. d. 2 p., advocato 8 Tr.; de curia Smalenbecke 38 moirkinos, 8 Tr. advocato; de bonis Enepe 16mamos (? mauros?) 1 p., advocato 4 d. . Insuper isti sunt koetere (?) ad terram curtis speetantes: to deme Dycke 12 den. Markenses in f. b. Martini, to der Bruggen 6 d. Mark., to dem Nartdaele 6 d. M., to deme Boyssen 12 d. M., to deme Loe 6 d. M.; item supra- dicti koetere dant deeimam [?] subscriptam: de Dyke 16 d.M., domus to der Bruggen 7 d. Mark., domus to der nartdaele 6 d., to den boyssen 18 d., iste deeime [?] solvuntur in die ? (hier stehen am Schlüsse 4 oder noch mehr Silben, von denen dk erste pa oder po und die dritte zal heisst, die aber in ihrer Gesammt- heit für mich unleserlich sind). Original in S. Gereon. Siegel nur noch zum teil erhalten. — 533 — 553.— 1411, Maerz L, entschädigt sich „Gotfridus de Vlo- dorp, dec. eccle b. Marie Aquensis Leod. dioc." gegenüber dem „Herrn, de Lochorst decano eccle Traiectensis", dass er die von P. Alexander V in Sachen des DK. von S. Gereon erlassene Bulle trotz der wiederholten Mahnung des letzteren bisher ivegen anderer Geschäfte nicht habe ausführen können. Anfang und Ende der Bulle sind angegeben; letzteres lautet: „Nos itaque dignum censentes quod ipse eccle in huiusm. earum antiquis lauda- bilibus statutis et consuetudinibus reformentur ac eciam con- serventur et ut cultus ipse quem adaugeri nris temporibus ingenti desiderio al'fectamus decenter vigeat in eisdem, huitisra. supplicationibus inclinati discretioni tue per apostolica scripta inandamns, quatinus de premissis omnibus et singulis aucte nra diligenter te informes et si per informationem huiusm. ita esse reppereris, super quibus tuam conscientiam oneramus, litteras pred. Frederici archiepi et Bonifacii prefatorum ac omnia et singula in eis coutenta aucte nra revoces casses et annulles ac . . dec. et caplum eccle s. Gereonis et collegiatas ecclas huiusm. in pristinum statum in quo erant ante dictas litteras restituere eadem aucte nra previa racione procures ac decernas eciam irritas et inanes omnes excommunicacionis suspensionis et interdicti sententias ac processus siquos contra pntes litteras sub quavis verborum forma haberi contigerit. . . . Datum Pistorii tertio Nonas Decembris pontificatus nri anno primo." Original im St.-A. zu Düsseldorf. 554.— Uli, Jidi 30., bekunden die „septem sacerdotes vicarii" zu S. G., dass ihr verst. Mitvikar Godefrid von Nideggen Urnen 60 Köln. Mark vermacht hat, um sich durch die mit jener Summe zu kaufenden Einkünfte eine in der Kapelle s. Johannis (in der Kirche s. Gereon) zu haltende Memorie zu stiften, bei welcher jene Einkünfte unter alle teilnehmenden Vikare verteilt werden solle. Da sich nun noch keine Gelegenheit gefunden hat, eine solche Rente :n kaufen, so haben die Sieben von den Testamentsvollstreckern des G. v. N., Peter von Adenauwe Kart, an S. G. 4 Tilmann von Geyen — 534 — Vikar an S. G. und Gobelin vamme Bade Goldschmied und Laie, das Kapital angenommen und mit Einwilligung aller ihrer Mitvikare zur Wiederherstellung des mittlem ihrer drei auf der Gereonsstrasse gelegenen Häuser verwandt. Auf diesem Hause soll dafür eine Rente von 25 Schillingen lasten, welche für die erwähnte Memorie bestimmt werden. Siegel der Sieben. Cop. Vic. fol. 207 sq. 555. — 1411, Aug. 26., bekunden Bela Soeten van Middelen- dorp, ihr Bruder Heinrich, und ihre Söhne Wilhelm von Bell und Beynart, dass der verstorbene Beynart v. Midd., der Bruder der 2 erstgenannten, dem Kapitel von S. Gereon cor Zeiten eine erbliche Beute von S Malte) 1 Boggen verkauft und dieselbe angewiesen hat auf eine Hofstatt gelegen zu Uppendorp im Kirchspiel Luppe, und 30 dazu gehörige Morgen Ackerland, von welchen 17 an dem „moillen- bmicken tusschen lande der vurss. herren van sent Gereoin in der Nonnen van Richensteyn, 6 in der oeverlin" zwischen denselben Besitzern, 5 vor dem Hofe zu Uppendorp gelegen sind, und endlich zivei die genannte Hofstatt ausmachen. Nach dem Tode des genannten Beynart ist das genannte Unterpfand mit der Verpflichtung, die auf demselben haftet, auf Bela und 3 Genossen übergegangen; da aber diese nachdem Beynart „ervaren was", die Bente nicht abgeliefert haben, so haben die Herren von S. G. „dat vurss. erve in kumber gelacht ind dat erve an sich dyngen in sich daran mit gerichtz recht weidigen" wollen. Die Sache ist aber nun so beigelegt worden, dass die Herren von S. Gereon auf die versessene Bente verzichtet und das Erbe der Bela und ihren 3 Genossen mit 95 Bheinischen Goldgulden abgekauft haben. Bela und Genossen haben daher zu Gunsten der gen. Herren auf das Erbe verzichtet „mit hande mit halme ind mit mimde up allen den steden da sich dat hiesch ind geburden ;" sie versprechen auch den Herren „van diesme vurss. erve rechte warschaff zo doin, so wie dat oven ind neden ymme lande gewoenlich ind recht is," und verpfänden dafür all ihr sonstiges Besitztum, „beheltniss doch alle tzijt deme herren vamme lande ind den zienden allrys rechten. Dies alles ist geschehen vor 7 (genannten) geschworenen I^andleuten als Zeugen. Auf alle möglichen Ausflüchte — die ausführlich auf- — 635 — gezählt werden — wird Verzicht geleistet. Ihre Siegel haben angehängt der Mitaussteller der Urk. W. von Bell und Heinrich Buch zur Zeit „droysset zo Broiche". Original (mit erhaltenen) Siegeln im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. 101. 556. 1412, Maerz 25., wird durch Adolph Herzog von Berg und Gräfin Yolant eine Einigung festgesetzt, durch welche die Zehnten, die S. Gereon von dem Kirchspiel Burscheyt jährlich zu fordern hat, in eine Geldsumme umgewandelt werden. In deser wijs is gedadyngt tusschen den eirberen dechen in capittel der k. zo s. G. in C. up eyne sijte ind dem gantzen kirspel van Burscheyt up die ander sijte, also dat dat vurss. kirspel den egenanten herren alle jair verzehenacht vur sent Andrees dage leveren ind bezalen soillen 225 marck Coeltz pag. zertzijt der betzalingen genge ind geve as vur den zehn- den in den egen. kirspel vellich ind den vurss. herren zoge- hoerende zo leveren ind zo bezalen zo Coelne ind der vurss. herren sicher behalt, up des kirspels anxte ind koste; ind wert sache, dat dat kirspel van Burscheyt vurss. des geltz also as vurss. is up den termyn nyet en betzailden, so sullent sij up sent Andrees dage 200 malder even betzailen ind leveren zo Coelne up der herren koirnhuis ind vur yr somberen as vur de 225 mark. Ouch so is gvurwert, off dat vurss. kirspel in der betzailingen vurs. versomplich off bruchlich wurden . . ., so sullen unss herren genaden amptlude des hertzougen vam Berghe die kirspelslude gemeynlichen darzo halden, dat sij mit penden off wa met dat sij, dat yn genoigde geschie vur die vurs. somme, und de amptlude sullent den vurss. herren vort genoigde doin . . .; ind wert sache dat der punte gheen en gesche as vurs. is, so mogent die egen. herren sich erkoy- veren an den gemeynen kirspels luden nyeman uyssgescheiden mit geistlichem off werentlichem gerichte ind da mit vort varen, as yn des noit geburde, ayn zorn hindernis off weder- reide unss gnedigen herren van dem Berge synre amptlude off yemans van synen wegen ayn argelist. Vort synt die vurs. kirspelslude den egen. herren versessen pechte schuldig as van des vurs. zehendeu weigen, waile also vijl als drijdusent malder even, da haint de herren vurs. unss herren gnaden - 536 — van dem Berge egenanten zo leyve ind zo eren off vertzegen bis up 400 marck Coeltz pag., de dat vurs. kirspel ind kirspels- lude betzalen soelen zo termijnen herna geschreven (nämlich in den nächstfolgenden 4 Jahren, jedesmal auf S. Andreas, je 100 Mark). Ind vort so sal dat kirspel dem pastoir zo Burscheit genoich doin van dem versesse dat yme die herren van s. G. vurss. schuldich syn van des zehenden weigen, mit namen als van 16 malder even versessens pachtes; ind vort wert sache, dar got vur sij, dat dat kirspel egen. an betzalingen der 400 marcken ind 16 malder even dem pastoir versessens pachtz vurs. uff dem termyn versumplich wurde in deile off zomaile, so soelen ind moigen de herren egen. damit umbgain als vurs. steit. Ind want dese vurs. Sachen overmitz uns Adolph, hertzougen zom Berge ind greven van Ravensberch, ind Yolant van Bare, hortzouginne ind grevinne der lande vurs. ind overmitz unsse reede ind vrunde geschieht in gedadyngt synt, we vurs. steit, so haven wir des zo Urkunde unse segelen vur uns ind unsse erven mit unser wist ind willen an desen brieff doin hangen, der gegeven ist in den jairen unss herren 1412 jaire up unser liever vrauwen dage annunciationis. Original im St.-A. zu Düsseldorf; die 2 Siegel hängen an. — R. B. 23 a. 557.— 1412, Sept. 24., bekundet „broder Lodowich [auch: Lowich) van Thaney meister des huyss s. Anthonis bynnen Coelne" für sich und seine Mitbrüder, dass sie mit dem Kapitel von 8. Gereon „eynen rechten kuydt" ( - Tausch) gemacht haben. Das Kapitel hat den Brüdern gegeben schon früher: 4 Morgen Ackerland an einem Stück, gelegen zw. Lind und Kriel bei einem 3 Morgen grossen Stück der Jungfern von S. Gertrud, und jetzt noch o 1 /^ Morgen Ackerland gelegen an einem Stück im Krieler „Acker" auf der Bachemer Strasse. Dagegen haben die Brüder dem Kapitel gegeben: eine Hofstatt mit ihren Hecken und Graben, gelegen zu Kriel gegenüber der Kirche; ferner 4 Morgen Pj 2 Viertel Ackerland hinter der gen. Hofstatt. Bruder Loirich hat sein Siegel angehängt. R. B. 66 b. — 537 — 558.— 1.412, Oct. lt. (crastino 1>. Gereonis et sociorum oius l)eatorum martirum), bekundet Gerhart oan Dedekem, dass er in beziuj auf die „zwist und zweynnge", welche zwischen ihm and dem Kapitel von S. Gereon seit seines (G.) Vaters Tode wegen ihm (G.) durch das Kapitel zugefügten Schaden „upgestanden ind gaynde waren", jetzt in Folge VerMittelung beiderseitiger Freunde mit dem gen. Kapitel „guytlichen gesaist ind lntterlich gesucht" ist. Gerhart hat sein Siegel angehängt und den „vroemen strengen ritter mynen lieven herren hern Werner van Palant, herre zu Breydenbent" gebeten, dasselbe zu thun, welcher Bitte W. v. F. auch willfahrt hat. R. B. 6 b. 1415, Aug. 24., stellt Joris van Lometzhem dem Kapitel von 8. Gereon einen mit dem vorstehenden gleichlautenden Sühnebrief aus. AusBer Joris selbst hat noch gesiegelt „der vrome strenge ritter myne lieve her her Godert van Bersbach". — R. B. 6a. 559.— 1413, Februar 10., bekundet „Kirstian van Munheim", dass Johann, Of ermann zu Vrechen, in seine Hand „gesatt ind ver- laissen" hat das Erbe, Lcmd^und Hofstatt, welches er (J.) von den Herren von S. Gereon in Pacht hatte, und welches früher Kirstian selbst von denselben Herren in Pacht gehabt, aber dem Rutger von Benzelrath abgetreten hatte, der dann das Erbe in Folge nicht gezahlter Erbpacht an die Herren wieder erfallen Hess. Kirstian verzichtet auf alle Forderungen die er (von früher her ?) an die Herren von S. G. etwa habe „beheltnisse den vurss. herren alzijt irs paichtz, die yn van dem vurs. erve lande ind hoifstat zo be- zalen ind zo gelden geburt as mit namen viere malder roggen ind sess Schillinge Coelsch pag. eynen kurmoede ind allzijt zo gedinge zo komen in den hoff der vurs. herren zo Gunters- turp geleigen, as des noit ind reicht ind gewoynlichen is, sunder allerkunne argelist." Wilhelm, Sohn Kirstian's, schliesst sich den Erklärungen seines Vaters an. Diese beiden und mit ihnen Ritter Aruoidt van Hoisteden haben ihre Siegel angehängt. R. B. 112 a. 560.— 1418, Januar 14., pachten Peter Vele von Trippels- dorf und Frau Grete von dem Kapitel von S. Gereon i J / a Morgen Wingert — 538 — und 2 Morgen Busch bei Tr. auf 12, 24, 36 . . . Jahre gegen einen Jahrzins von 3 Ohm dort gewachsenen Weines. Kunt si . . ., dat wir Peter genant Vele van Trevelstorp ind Greta myn euch wiff . . . alsnlich erve ind guet, dem choirbusdomampte der kirchen sente Gereoins bynnen Coelne zogehoerende, in Trevelstorper gerichte ind banne lygende as mit namen 1 moirgen wyngartz lygende up eyne syte langes dat pentschaff ind up die ander syte längs Juncker Heynrichs van Hemberch wyngart, vort '/2 moirgen wyngartz lygende up eyne syte längs junl'rauwen Druitchyns Raffartz wyngart ind up ander syte längs eynen wyngart de genant is der Effhoirn ind vort 2 moirgen busch darzo gehörende in Zwisterhoden gelegen uppe eyne syte längs Emmerichs kinder busch ind geit up den Relbech — van den eydelen herren dechen ind capittele der vurss. kirchen genomen int entphan- gen hayn zo pachte zwulff iair lang wilche iair an gain solen up unser vrauwen dach genant lichtmysse . . . neist volgende . . ., etzlich jairs . . . umb dry amen des besten wynss de up dem vurss. eirve wassen sali; wylche wyngarde vurs. die nu abuwich synt solen wir bynnen dryn jairen na datura dis briefs . . . mit unser kost ind arbeide wal buwen mysten ind uprichtig machen, ind also vort alle onse ganze vurs. zijt uss halden." Tritt aber einmal solcher Misswachs ein, dass die 3 Ohm nicht aus den Wingerten können geliefert werden, „so solen sy (die Herren von S. G.) ons des gebrechs, des wir up dat jair van. den vurs. wyngarden nyet enkunden bezalen, beyden bis up dat neste jair darna volgende dat wyn wusse . . .; ind der choirbuschof des vurs. choirbusdoms off' bewerer des selven choirbusdoms zerzijt solen ons eklichs jairs geven eyn gebunden vas", welches die Pächter jedes Jahr zu rechter Zeit an dem Inhaber des Chorbistums „gesynnen" müssen, um in dasselbe den Zinswein zu füllen, und es dann wieder nach Köln zu dem genannten Inhaber zu bringen auf ihre Kosten. Alle diese Punkte haben die Pächter „myt ganzen truwen in eitzstatt vur den scholtissen ind scheffen zo sent Meirtin, dar wijr zo gerichte huren, geloift stede vaste . . . zo halden sonder argelist etc." Zu Unterpfand setzen sie noch ihr Haus und Hof zu Trippeldorf, von welchem Hofe drei Hühner und 1 Schilling jährlich in den niedern Hof zu Marsdorf und 1 Huhn und 8 Pfennige an Heinrich — 539 — gen. „Idein Heine" zu zahlen sind. Bei Nichteinhaltung der Bedingungen füllt das Pachtgut sammt dem Unterpfande an das gen. Chorbistum. Erfüllen aber die Pächter die Bedingungen pünktlich, so sollen sie oder ihre Erben das Pachtgut auf weitere 12 Jahre unter denselben Bedingungen behalten können, darnach unter der gleichen Voraussetzung wieder auf 12 Jahre, und so fort. — Der Schdtheiss Kirstian oan Badorp, Pylgrim Sohn Goitschalks des alten Schdtheissen, Gobelin, Friedrich, Geerkijne up der Bach und die andern Schöffen des Gerichtes zu Merten haben ihr gemeines Siegel angehängt. JX. B. 3lb-32a. 561.— 1418, Jan. 26., zu Konstanz, beauftragt P. Martin V den Patriarchen von Antiochien und [die Pröpste] von S. Georg und S. Kunibert zu Köln, den Joh. Emenrod, Kein, zu Münstereifel und [Siegler] der päpstl. Kammer mit dem zunächst frei werdendem Ka- nonikat und Priesterpfründe an S. Gereon zu providieren. Das Original befindet sich beschädigt und beschnitten im Kölner Stadtarchiv. (Mitteilungen a. d. K. St.-A. XVI, 83.) 562.— 1420, Sept. 17., lässt Heinrich Ezel von Recklinghausen, Pfarrer von S. Christoph, den durch Wilhelm de Cusino präsentierten Priester Georg von Blumenberg, Vikar an S. Gereon, als Rektor der Kapelle Corporis Christi zu. Original im Kölner Stadtarchiv. (Mitteilungen XVI, 110.) 563 — 1421, Juni 23. (in vig. b. loh. B.), bekundet „Teilgin Girlachs Grijffs sun", dass die „zweyinge ind zwist," die er an die Herren von S. Gereon „gelacht ind gedaen" hatte wegen der Herren Mühle zu Nieclerbachem, welche sein Vater und nach diesem T. selbst in Pacht gehübt hat, beigelegt worden sind durch 4 Schiedsrichter, von welchen 2, Wapeling Wilhelm van Italic und Schultheiss Gerart in der Gassen von der einen Partei, und 2, Lambrecht Schultheiss zu (Kirch-)Danu und Abel bei der Lynden, Schöffe zu Niederbachem — 540 — von der andern Partei gewählt worden waren. — Da weder T. noch die „dadingslude" ein eigenes Siegel hatten, so hat auf ihre Bitten der „eirbere" Junker Rolant van Oedenhusen sein Siegel angehängt- R. B. 83 a. 564.— 1422, Januar 28., bewilligen „Coinrait vamme Rydt- berg doemdechen, Heynrich herre zo Pittingen scolaster, Johan van Lynepe proefst zo s. Gereon, Walrave herre zu Kerpen proefst ze sent Mariengreden, Johan vamme Rydtberg, Gerard ind Ulrich van Manderscheit gebroedere, Godart van Wytgen- steyn dechen zo s. Gereon, Johan van der Ever, Johan tippen Grave, Johan van Kempen ind Goebel van Ratingen, priestere, alle doemherren ind canoniche der h. kirchen zu Colne" dem Erzb. Dietrich „eyn subsidium van synre gemeynen paffheit syns gestychtz upzoheven ind zo boeren, as den seysten pen- nynck beweglich ind unbeweglich yrs gereiden guitz haven ind renten van eyner yecklicher persoenen syns gestychtz, die persone sy exempt off nyt exempt" . . . „ind dat gelt ensall man nyrgen anders an keren dan alleyne an die loese der verpanter slosse, lande, lüde, gülden, steden ind renten des gestychtz van Colne. Angehängt wurde das Kapittelssiegel, und die Siegel aller Aussteller der Urkunde. Gedruckt Lac. IV, 159. 565.— 1422, Aug. 8., beauftragt der Köln. Official den Pleban von S. Christoph und alle Rektoren der Kölnischen Kirchen die Besitzer von Urkunden, tvelche sich auf die Rechte der Vikare von S. Gereon beziehen, aufzufordern, diese Urkunden behufs eines Pro- cesses zur Verfügung zu stellen. Officialis curie Col. plebano s. Cristofori ac universis et singulis ecclarum parrochialium, capellarum et altarium rec- toribus ceterisque pbtris curatis et non curatis clericis et notariis publicis . . . salutem in Dno et mandatis nris huiusm. firmiter obedire. Ad vram noticiam . . . deduci volumus per pntes, quod, comparentibus in figura iudicii coram nobis in aula archiepali Col. die sabbati octava mensis Augusti de mane hora causarum consueta — nobis inibi ad iura reddenda in — 541 — loco nro more solito sedentibus pro tribunali — Wilhelmo de Roys honlium dnorum vicariorum eccle collegiate s. Gereonis Col. actorum ex una parte, necnon Theoderico de Bislich ven- lium dnorum dec. et capli eiusdem eccle s. Gereonis . . . reorum partibus (!) ex alia procnratoribus apud acta legitime constitutis: prefatus de Reys proc. et nomine dnorum vicariorum . . . viva voce dixit conquerendo, quod in civitate Col. essent nonnulli iudices prelati canci alieque persone ecclesia- stice . . . detinentes apud se . . . processus instrumenta acta iura privilegia antiqua registra memoriarum veteresque libros pntiarum dte eccle s. Gereonis scripturas et alia munimenta ad pntem causam . . . facienda sibique pro dnorum suorum vicariorum . . . iurium confirmatione . . . necessaria, sine quibus ad plenum de meritis huiusm. cause liquere et inten- tionem partis sue probare non posset; unde requisivit, sibi per nos super premissis de oportuno iuris remedio provideri et lras compulsoriales contra huiusm. iurium detentores et occultatores ad exhibendum coram nobis eorundem iurium veras copias collationatas seu transsumpta vel in originali eorum forma per nos decerni in forma solita . . ., ne propter defectum probationum et occultationem huiusm. iurium et scripturarum iusticia suppeditetur et depereat, sed suum in omnibus effectum sortiatur; Theoderico de Bislich procuratore ex adverso nichil rationabile (?) in contrarium allegante. Unde nos officialis antedtus peticionem huiusm. consonam fore iuri. ac rationi attendentes . . ., vos omnes . . . tenore pntium requirimus ac monemus vobisque . . . mandamus, quatenus, accedentes quo propter hoc fuerit accedendum et accedere fueritis requisiti seu alter vrum fuerit requisitus pro parte actorum ptorum, prefatos dnos iudices prelatos cancos aliasque personas ecclesiasticas quascumque etiam dignitate fulgentes, quorum . . . nomina sciveritis aut lator pntium duxerit nomi- nanda in specie, reliquos vero in genere ex parte nra moneatis et compellatis . . ., ut infra 12 dierum spacium . . . post vram monitionem . . . prefatis dnis vicariis actoribus seu ipsorum . . . procuratori pro ipsis huiusm. lrarum processuum . .. veras copias . . . aut vera originalia tradant ... sie et taliter, quod eisdem copiis . . . ubicumque locorum sicuti veris originalibus in iudicio et extra plenaria valeat fldes adhiberi; satisfacto — 542 — tarnen primitus notariis seu tabellionibus et personis aliis racione huiusm. laborum suorum de sallario competenti. Alio- quin omnes ... in premissis negligentes ... et mandata nra . . . vilipendentes ab officio divinorum et ingressu eccle su- spendimus, quam suspensionem, si per alios 3 dies dtos 12 dies . . . subsequentes animis quod absit sustinuerint induratis, quos nos ox tunc propter hec in hiis scriptis excommunicamus, suspensos et excommunicatos teneatis et publice nuncietis. Diem vero et formara executionis pntium et quidquid in premissis feceritis aut vobis seu alteri vrum occurrerit, n.obis Iris vris sigillatis pntibus transfigendis aut alias per instrumenta publica liquide rescribatis . . . Actum et datum a. Dni inill. quadring. vices. secundo tpre et loco suprascriptis. Original im Archiv von S. Gereon; das Siegel ist abgerissen. — Links unten bescheinigt der „Plebanus in pasculo" (im Pesch), dass er den Auftrag des Officials gegen Hermann Kuyck (oder: Knyck?) „in octava s. Martini" (18. Nov.) ausgeführt habe. Auf einem Transfixzettel von 1422, Nov. 13., zeigt Georg, Vicepleban von S. Christoph, dem Offioial an, dass er denselben Auftrag gegen Willi, de Weda, Magh. Rutgher de Tremonia und Joh. de Haehenbergh, alle 3 Kanoniker von S. Gereon, und gegen Conrad Hagdorn, Kanoniker von den 11000 Jungfrauen durch Uebergabe einer Copie des Mandats ausgeführt habe. 566.— 1423, Jan. 18., bekundet der Notar Heinrich Ezel von Rekelinchusen, dass am genannten Tage in seiner Gegenwart die ehrwürdigen und ehrbaren Herren Werner von Oess, Doktor beider Rechte, Scholaster, Wilhelm von Weda, Kämmerer, Johann von Erpel, Johann von Büdingen und Johann von Haehenbergh, Kanoniche von S. Gereon sich unter den gewohnten Formen zu einem Generalkapitel versammelt haben, und dass dabei der Scholaster unter Zustimmung der andern Herren erklärt hat: „Qualiter quoddam statutum lau- dabili consuetudine a pluribus annis et preeipue a tanto tempore cuius in contrarium memoria hominum non extstit, hueus- que fuisset et esset in.d. eccla s. Gereonis inconeusse et in- violabiliter tentum et observatum videl., quod nobilis quivis- eunque ad ipsam ecclam s. Gereonis in canonicum et ad prebendam eccle eiusdem capitulariter consueto more reeeptus et admissus a die reeeptionis et admissionis huiusm. ad 3 annos continuos, ignobilis vero et presbiter similiter ad pre- — 543 — bendam dicte eccle ädmissris a tempore huiusm. admissionis ad 2 annos continuos oxpectare debeant et tonoantur, ante- quam ad huiusm. prebondarum suarum fructuum perceptionem fuerint admissi quoquomodo, quibuscunque in contrarium non obstantibus." Die gen, Herren haben dieses Statut „ne quorundam malivolorum ingenio successu temporum . . . mutetur" erneuert und bestätigt, and den Notar Henrich ersucht, über die Verhandlung diesen öffentlichen Akt aufzunehmen. Als Zeugen waren gegenwärtig Henrich von Erpel, Pastor der Pfarrkirche in Kugchenheym Köln. Dioc. und Johann Porta (? die 2 mittlem Buchstaben sind unsicher), Vikar an S. Gereon. — Das Kai>itelsiegel wurde angehängt und das gewöhnliche Zeichen des Notars H. (ein baumähnliches Ornament) beigefügt. Original in S. Gereon. Siegel verletzt. 567.— 1423, Febr. 7., zu Bonn. Erzb. Dietrich ermächtigt den Officio! der Köln. Curie, je nach Befund dem Kapitel von S. G. zu gestatten, eine Leibrente von 50 Gulden zu verkaufen. Th. Dei gratia s. Col. eccle archiepus sacri imperii per It. archic. etc. hon. officiali curie nre Col. consiliario et devoto nro dilecto sal. in Dno. Pro parte ven. in Christo dec. et capli eccle s. Gereonis Col. fuit nobis humiliter supplicatum, quatinus — cum ipsi et dicta eorum eccla gravi debitorum onere de pnti essent occupati et ad id evidens necessitas compelleret, nos ipsis vendendi hac vice pensionem annuam seu redditus 50 florenorum ad vitam diversarum personarum licentiam nram ordinariam concedere dignaremur. Nos igitur ecclarum nobis subiectarum utilitati ut tenemur providere quantum possumus affectantes, tibi de tuis discretione et in- dustria confidentes per pntes committimus et mandamus, quatinus informatione sufficienti desuper recepta de dictorum debitorum quantitate et aliis consideratis eatenus considerandis si venditionem dicte pensionis utilitati dicte eccle ad evitanda maiora dispendia expedire inveneris licentiam huiusm. quoad quantitatem petitam nra aucte concedas. Datum Bonne anno D. 1423 mense Februarii die septima. Original (mit Siegel) im St.-A. zu Düsseldorf. — 544 — 568.— 1424, Sept. 7. (in vig. Nat. gloriose virg. Marie), pachtet Hennes van Odenkirchen für sich, Frau und Erben von DK. von S. G. deren Hof zu Kelsenbergh auf 12 Jahre gegen einen jährlichen Pacht von 24 Köln. Maltern Roggen „guder druger ind wal gewanter vruychten" ; jedoch soll er 2 Mltr jedesmal zurückbehalten, um sie für die Instandhaltung der Gebäulichkeiten zu verwende», namentlich soll er „tzwey gebunt huyss zerstunt niuve buiven"; endlich muss er jährlich „ZAvey veyrcken betzalen". Sonstige Bestimmungen wie gewöhnlich. Angehängt wurde (und ist) das Scheffen- siegel von Juygenheym. Original im St.-A. zu Düsseldorf. 5(>9.— 1424, Oct. 21., bezeugt der Prof. der Theologie Heinrich von Gorincheim, dass der Edele Werner von Witgenstein, Ca- nonicus von S. Gereon, zivei Jahre in der Facultät der Wissenschaften auf der Kölner Universität studiert hat. R. B. f. 3 a. 570. 1424, Nov. 25., bekundet Engelbrecht von Ysengarten, dazu das Schloss Gimborn lehnrührig ist von dem Stifte S. Gereon. Ich Engelbrecht van Ysengarten bekennen mich uffen- berlichen mit disme brieve also — as dat sloss und huyss Gymborne zu lehen roiret van den edeln herren und gestichte zu sent-Gereon zu Coelne, dae myn lieve vader intfangener hant inne sitzet, ind dat irste got über yn gebildet, dat he van doitz weghen abegeit, abe ich dat erwachten — dat ich as dann dat vurs. sloss und huys zu lehen intfan wil und doin mit alle dem rechten und zugehore als sich darzu gebuirt; ind hain ich des zu Urkunde myn ingesegel an dissen breff gehangen. Datum a. D. 1424 in die b. Katherine virg. R. B. 60 b. 571.— 1424, Dez. 22., entscheidet der Official der Köln. Curie einen Streit zwischen dem Kap. von S. G. und dem Pastor von Pick- rath betreffend geivisse Zehnten innerhalb der gen. Pfarre zu gunsteii des Kapitels. — 545 — I. n. D. a. Albertus Varentrapp, decretoruni doctor, ca- nonicus Leodiensis, officialis curie Col. . . . Noveritis, quod — suborta nuper cor am ven. viro dno Iacobo de Novimagio licentiato in legibus, nro in officialitatis officio antecessore immediato, per et inter illustres ac ven. viros dnos decanum et caplum eccle s. Gereonis Col. actores ex una, et hon. virum dnum Wilhelmum de Stipite rectorem parrochialis eccle in Rychroide Col. dioc. reum de et super nonnullis decitnis bla- dorum certorum agrorurn . . . partibus ex altera materia que- stionis — procurator sive sindicus . . . actorum quendam certi tenoris libellurn contra . . . d. reum . . . porrexit in nunc modum: Coram vobis ven. et circumspecto viro dno officiali curie Col. in iure proponit Th. de Bijslich sindicus seu proc. et eo nomine illustrium et ven virorum dnorum dec. et capli eccle s. Gereonis Col. actorum contra dnum Wilh. de Stipite r. p. eccle in R. Col. dioc. reum et quemcunque alium pro' eo in judicio legitime comparentem et dicit, quod — licet prefati actores . . . a tanto tempore . . ., de cuius initio memoria hominum viventium non existit, fuerint in pacifica posses- sione seu quasi levandi et percipiendi decimas bladorum de fructibus agrorum . . . infra parrochiam Rychroide situatorum inferius clarius specificandorum, ipsasque decimas . . . usque ad tempus infrascriptum levaverint-. . . — nichilominus tarnen prefatus reus tempore messium proximo preterito de pref. decimis se intromisit . . . ac eas . . . sibi usurpavit, prefatos actores . . . spoliando eisdem . . . usque ad valorem . . . 12 florenorum. Renensium salvo pluri. Quare petit sindicus, dass der Official die Handlungsioeise des Atigeklagten als Usurpation erklären, und denselben zur Rückerstattung und in die Kosten verurteilen möge, auch ihn durch kirchliche Strafen und andere geeignete Mittel zur Ausführung des Urteils zivingen möge. Die erwähnten Ländereien bestehen aus 60 Morgen, welche in einem Stück in der Pfarrei Richrath liegen und zum Hofe der Herren von S. G. in Monheim gehören. „Super quo quidem libello et contentis eius cum lis esset per et inter dictarum hincinde partium procu- ratores legitime contestata, iuratumque de calumpnia necnon positum pro parte libellantis et articulatum, ac huinsm. posi- tionibus per procuratorem ipsius rei in scriptis responsum, diverse specificationis cedule fuerunt pro parte eorundem 36 — 546 — dnorum actorum in viiti diversarum interlocutoriarum per nos, postquam litem et causam huiusm. rite resumpsimus, desuper in scriptis latarum successive coram nobis exhibite, quarum ultima dumtaxat seqnitur in hec verba: . . . sindicus ven. dnorum . . . ponit . . . et si negatnm fuerit probate intendit quod Tilmannus Kort colit 30 jurnales t. ar. situatos in . . . Wyndendal in tina petia in Borchnser velde prope silvam . . . Monlemmerlo (?) ab una parte et alia parte villa (!) Borchusen, de qnibus d. Tilmannus pref. dnis decimas solvere tenetur, quas tarnen pref. reus de facto . . . sibi usurpat;" letzteres gilt ähnlich von den Zehnten „de 20 jurn. t. ar. situatis prope d. villam, quibus coheret . . . silva d. keiverbos et ab altera parte via rente (?) que dicitur cyrstwech (?), quos colit Heymo Rntgheri . . ., item de 6 jurn. t. ar., quos colit Gerardus Ritzken, situatis prope d. silvam et villam Borchusen . . . Nachdem über dies edles der Angeklagte und geeignete Zeugen, welche — auch der erstere — vorher vereidet worden, gehört worden waren, nachdem ferner ein vom Gerichte ernannter Commissar die Aussagen geprüft hatte und alles niedergeschrieben worden, nachdem endlich die im Beeide vorgesehenen Terminen eingehalten worden, wurde in Gegenwart der Procuruloren beider Parteien, des sclion genannten Th. de Bislich und des Wilh. de Beyss durch den Ofßcial als Richter das Endurtheil gesprochen, welches durchaus den Anträgen der Klage gemäss lautet, nur behält sich der Official die Abschätzung der Kosten selbst vor. — Angehängt wurde das „sigillum maius officiali- tatis". „Sub anno a nat. Dni 1424, ind. 3. seeundum usum . . . civitatis et dioc. Col,, die veneris 22 Dez.," im S.Jahre der Regierung des P. Martin V., presentibus . . . dnis magistris Wil- helmo de Weghe legum, Ilenrico de Groninghen decretorum doctoribus, Iohanne de Camerario in utroque jure, Iohanne de Spull seniore et Iohanne de Spull juniore in decretis licen- tiatis advocatis, Iohanne Wall et Wilhelmo Ducis procuratoribus, Deynaldo Vledracken et Iohanne de Erpel notariis causamm communibus neenon quam pluribus etc. Henricus de Rekelinchusen. Original in S. Gereon. Siegel abgerissen. - 547 - 572.— 1428, Febr. 20., verordnet der Kardinallegat Heinrich de Anglia, dass keine Güter des Stiftes S. Gereon mehr an Kanoniker als Obedienzen sollen vergeben iverden. Henricus miseratione divina tit. s. Eusebii sacrosancte Rom. ecle pbr. cardinalis de Anglia vulgariter nuncupatus per universam Germaniam acUngarie et Bohemie regna apostolice sedis legatus . . . Sane, sicut exhibita nobis nuper pro parte . . . decani et capli s. Gereonis Col. petitio continebat, usus concedendi canonicis d. eccle curtes et possessiones eiusdem eccle in obedientias iamdudum in ipsa eccla inolitus plures inter eos modernis temporibus Utes contentiones et questiones parit, ita quod usus ipse nunc eidem eccle reddatur noxius qui olim illi videbatur utilis . . . unde . . . dec. et caplum . . . nobis humiliter supplicarunt, quatinus . . . super hijs . . . suis et ipsius eccle statui et quieti salubriter providere dignaremur. Nos igitur . . . aucte d. legationis . . . ordinamus, quod (die jetzt freien Güter und die andern, sobald sie frei werden — nicht ■mehr an Kanoniker als Obedienzen vergeben werden, sondern an den Meistbietenden, weltlichen oder geistlichen Standes sollen verpachtet werden, jedoch nur an solche, welche Sicherheit bieten, dass sie den bedungenen Zins „sub pena Bunnensi in juramento canonicorum comprehensa et sub aliis penis etc." zahlen werden. Die freilich jetzt Obedienzen besitzenden Kanoniker können dieselben behalten, nur müssen sie „sub pena Bunnensi et eius modificacione" den Zins für das allgemeine Beste pünktlich abliefern). Insuper aucte pred. statuimus . . ., quod ex nunc in antea .... reddituarius et pntiarius . . . singulis annis circa festum b. Margarete, alio- quin in fine anni seu mox post commissi sibi officii temporis lapsum ... in caplo d. eccle compareant inibi prefatis dec. et caplo . . . facturi computum et rationem ac etiam de diligentia sua . . . quorum computum et rationem huiusm. ijdem dec. et caplum .. . quantocius examinare . . . teneantur. (Findet sich eine Unrichtigkeit, so muss dieselbe gut gemacht iverden. Kein Kanoniker darf etwas für sich zum Schaden der allg. Kasse einnehmen.) Insuper ne quis pene Bunnensis ac constitutionum et ordinatiorumnrarum huiusm. ignorantiampretendere possit volu- mus et in d. virtute decano et caplo mandamus, quatinus ex nunc infra mensem prefatam penam Bunnensem et has nras lit- teras in lihro in quo dictum juramentum canonicorum continetur — 548 — conscribi et annotari faciant et sie scripta et annotata perpetuo teneant et conservent. Datum Colonie XI kl. Marcij ponti- ficatus sanetissimi in Christo patris et dni nri dni Martini divina Providentia pape quinti anno nndeeimo. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Siegel verloren. 573.— 1428, Dez. 24. (up kyrstavent), bekundet Walram van Plettenberg, dass er wegen des Schadens, den Junker Burchart Stecke van dem Molenbroicke, Kanonich an S. Gereon, seinem (Wal- raven's) Neffen dem „commendur van Welen" an Pferden gethan hatte, der „herren ind des gotzhns zu s. Gereon" Feind geworden war, dass er aber jetzt — sowie auch seine Helfer, namentlich Ale ff van Heldinchusen — sich mit dem Kapitel der Kirche S. G. ausgesöhnt hat, wobei er sich seine Fehde gegen den gen. Burchart, sowie gegen den Junker Graf von Witgenstein, dessen Bruder den Dechant von S. G. und dessen andere Brüder vorbehält. Er selbst und auf seine Bitte auch der Junker Gerart van Manderscheit haben ihre Siegel angehängt. R. B. 6a. _________________ 574.— 1429, Febr. 12., bekunden Daem van dem Bungart und Frau Katherine, dass sie mit Bewilligung des Kapitels von S. Gereon 15 Morgen Land, welche dem Kapitel kurmiitig waren und in dessen Hof zu Oeckhoven gehörten, an die Coblenzer Baley des deutscheu Ordens vertauscht, und dagegen i5'/ 2 eingetauschte Morgen Landes dem gen. Kapitel kurmiitig gemacht und seinem Hofe zu Oeckhoven zugewiesen haben. Wyr Daem van dem Bungart ind Katherine syn elyge hussvrauwe doin kunt . . ., so as die edeln ind erwerdighen herren dechin ind capittel der kirchen zo sent Gereon in Coelne uns zo unsen beden gewiiget gevulbort ind gegont hain, dat wir unse erve ind goit, des 15 morgen is (ind) yn ind irme gotzhuse zo s. G. kurmudich waren in den hoff zo Udickhoven, an die erwerdigen geistlichen herren herren Ge- rarde Bensijs kompthur in den herren gemeynlige der balijen van Covelentz dutsches ordens overmitz eynen erffkuyt in wessel gewant ind gebruycht hain zo unsen nutzen ind urbere, — 549 — nemelich 53 morgen ind 12 roden vrij eygens artlantz, as dat der gesworen landtzmesser mit der ketten gemessen heit, lijgende bynnen dem gerichte van Rummerskirgen an den enden ind stucken as herna geschreven steit, som irsten 16 morgen vyerindzwentzichstehalve roide eyn schrit genant der schifacker ind stoest up der duytscher herren 20 morgen vurheufft in an dem andern vurheuffde an die Jungfern van sent Cecilien ind lijgt tuschen lande Hencken Stompgins an eyne sijde ind der herren van s. Andree ind Gotzschalks van Vurde an die andere sijte, item 2 x / 2 m. 24 ! / 2 r- boven an dem schiffacker (zw. s. Caecilia und s. Andreas), item 5 vierdelle myn 7 J /a roide (ebenda „zo Synsteden wart"), item 2 m. 8 r. tuschen 2 paden gelegen, eynre geit van Synsteden zom Bomgart der ander pat van Sinsteden zo Aldenroide, ind stoest vurheuft an lant Gerartz van Boldenroide, item 2 m. myn 20 roiden gelegen Ynenfelder weige . . ., item 4 m. 24 r. up der Elmen hynder Synsteden zo Vanenkem wart, item 4 m. myn 3 roiden up dem Ynenfelder weghe die dar durch geyt ind lijgt an Scharpensteyns lande, item 3 m. myn 9 roiden (ebenda), item 13 m. eyn vierdell 16 r. myn eyn schrit (neben Gebrüder van der Kulen), item 4 m. in Bungarder dale beneden Kuylgins lande genant dat byelen an eyne sijte ind Heinrich van An- stel etc. an der ander sijten, ind vriden vurheufft an der duytschen herren 7 morgen . . ., item 1 m. zo Synsteden an dem dorpe . . .; wilcher 15 [Va] morgen deselve dechin ind ca- pittel zo unsen beden gevrijet ind der kurmede verlaissen hant . . . (Dafür haben Daem und K. den Herren von S. G. die „kurmede" angewiesen auf 15 l j 2 M. 10 R., die sie bei dem Tausche vom deutschen Orden erhalten haben, und welche gelegen sind) hynder dem Bungart an eyme stuck desselven landes dat da lijt liinder der kirsbulen ind heldt myn dan eynen morgen. (Daem selbst und Dederich van Guylche haben ihr Siegel angehängt.) 1429 des zwelffden dais in dem mant Fobruario. R. B. 58b-59b. 575.— 1431, Sept. 1., beauftragt Papst Eugen IV den Cardinal Julian, Legat des apost. Stuhles in Deutschland, dem ganzen Clerus der Stadt und Diöcese Köln ein einmaliges „caritativum subsidium — 550 — moderatum" zum besten des Köln. Erzb. Dietrich aufzulegen, damit dieser seine verpfändeten Besitzungen wieder einlösen, die durch seinen zweimaligen Zug gegen die Hussiten eingegangenen Schulden bezahlen, und ferner gegen die böhmische Ketzerei thätig sein könne. Lac. IV, 232. 576.— 1433, Febr. 24., bekunden die „susteren des conventz genant Schelen convent en bynnen Colne op s. Gereonys straissen in dem kirspel sent Marien afrlais gelegen", dass sie gemäss einem (wörtlich mitgeteilten) Pachtbriefe der „7 Priester" von diesen ein neben dem Convent nach der „Worpelporzen" zu gelegenes Haus in Erbpacht erhalten und dasselbe mit Erlaubnis der Verpächter niedergerissen und zu einer Hofstatt gemacht haben. Gemäss der mit Einwilligung von DK. von S. Gereon geschehenen Verpachtung haben die Schivestern das Haus „buwelich" zu halten, einen Jahrzins von 8 Köln. Mark in 2 Terminen zu entrichten, und einen Zins von 7 Köln. Schillingen jährlich in „sent Peters convent gelegen hinder den mynre broederen in Colne" zu zahlen. Eventuelle Strafbestimmung wie gewöhnlich. Die Urkunde des Convents ivurde (und ist) besiegelt von Heinrich Esele, Pastor von S. Christoph. Original in S. Gereon. 577.— 1433, Juni 24. (ipso die b. loh. Bapt.), bekundet Johann van Bullisheim für sich und seine Erben, dass ihm die Herren von S. Gereon „uyssgedain ind vermeydt haint yren zienden zo Holtzwilre geleigen mit alle synre zobehoringe sess jair lanck neest na enandern volgende . . . as umb eyne bescheiden pacht mit namen alle jairs vur vierzich malder weys Coelscher maissen off dat gewert davur an guden Coelschen paymente, als dir beste weys zo Coelne up den gemeynen marte ge- gulden wirt." Die Pacht ist jedes Jahr abzuliefern „up sent Mertijns misse vierzen dage dar bevuren off darna unbevan- gen up yre kornsolre" .... Der Pächter hat sein Siegel angehängt. R. B. 89 b. — 551 — 578.— 1434, Od. 28., bekennen die „scheffenen geswoiren ind gantze gemeynde van Virssen", dass ihnen „unse gnedige gruntherren dechin ind capittel der kirchen zo seilt Gereon in Coelne zo unser wedersetzongen in desem intgainwordigen krege eyne guetliche stuyre ind vollest van gunste ind ge- naden ind nyet van rechtz wegen" gegeben haben. Angehängt wurde, das gemeine „scheffendompssiegel". A. D. 1434 in die Symonis et lüde apostolorum. R. B. 46 a. 579.— 1434, Dez., ?, verkauft Butger van Einer an DK. von S. G. 4 Morgen „auw lantz liggende in Munheyraer auwen" für 36 Kauf mannsgulden. Sonstige Formen wie gewöhnlich. Butger selbst und die gemeynen Scheffen der Freiheit zu Muhheim haben ihre Siegel angehängt. Original (mit beiden Siegeln) im St.-A. zu Düsseldorf. 580.— 1435, Febr. 2., verpachten DK. von S. G. ihren Hof zu Frankenhoven an Gotzschalk Vidlegrave auf 16 Jahre gegen einen Jahrzins von 36 Mltr Boggen. Gerart van Wylrode (auch Voylde- rode) hat sein (jetzt sehr verletztes) Siegel angehängt. Original im St.-A, zu Düsseldorf. 581.— 1435, Od. 1., bekunden Johann van Lanckqwen und Frau, dass sie von dem Kapitel zu S. Gereon dessen Kelzenberger Hof auf 13 Jahre gepachtet haben. Wyr Johan van Lanckqwen ind Katherine syn elige wijff doin kunt . . . dat wir . . . zo pachte . . . untfangen hain . . . van den erwirdigen herren dechen ind gemeynen capittel der kirchen zo sent Gereone in Colne . . . yren hoff ind artlandt ind vort mit alle syme zobehore so wie der zo Keltzenberch gelegen is . . . 13 jair lanck ... na datum dis brieffs, as omb eynen bescheiden jeirligen pacht mit namen iecklichs jairs, as lange die vede wert tuschen unsen gnedigen herren van Gelre ind vam Berge „etc.", eylff malder rocgen Coeltzscher maissen ind zwey verken, der eyn yeder as gut syn sali as — 552 — 26 wisspennynge off dat selve gelt vur die vercken, wilchen pacht wir . . . bynnen Coelne in yre vrij sicher behalt le- veren soelen an guder druger wale gewander vruchte bij zwen pennungen na der bester na dem gemeynen marte zo Coelne, zo sent Remeyss missen off bynnen den nyesten 14 dagen darna vulgende unbevangen . . ., ind wir soelen ouch da omb die dyncktzale alleyne lijden ind dragen . . .; vort soelen wir zwen verbunt nuwes huys ind vier verbunt nuwer schüren up dem vurss. hove buwen ind machen doin, ind vort alden in nuwen buw desselven hoiffs in gudem buwe buwlich halden . . . Ouch is sundeiiichen gevurwert ind verscheiden, offt sache were, dat die vurss. vede affgienge bynnen deser vurss. jairtzalen, (dass dann der Pachtzins auf 20 Malter B. und 2 Schweine erhöht ivird. Bei Nichteinhaltung der Bedingungen fällt der Hof an S. Gereon zurück. Die Schefen zu „Jüchen" haben ihr gemeines Schefensiegel angehängt.) A. D. 1435 ipsa die b. Remigii confessoris. R. B. 94 b. _________________ 582.— 1437, Sept. 27., zu Köln. Peter Schalpipe, Dechant von S. Victor zu Xanten bekundet den Mitgliedern des Stiftes S. G. und allen, die es sonst angeht, als einer der von der Baseler Sgnode für das Folgende bestellten Execidoren, dass er eine Bulle der gen. Synode erhalten hat, in teelcher diese 1435, Dez. 21., erklärt, dass sie auf das Ersuchen des Dechanten und des Kap. von S. G. den Johann, B. von Gnrk, beauftragt hat, ge- ivisse Verpflichtungen und Einkünfte der Personen des gen. Stiftes neu zu regeln. Die dann 1435, Dez. 23., durch B. Johann in der angeführten Sache getroffenen Anordnungen hat [1437, Mai 17. oder Juli, 31. ?] die Synode bestätigt und die Dechanten des Domes zu Paderborn, von S. Viktor zu Xanten und von S. Peter zu Lüttich mit der Ausführung jener Anordnungen und der dazu nötigen Strafgewalt betraut. — Weiter gebietet der Dechant Schalpipe allen Pfarrern und andern geistlichen Autoritäten, für die Durchführung der neuen Anordnungen und zwar erforderlichen Falls durch geistliche Strafmittel Sorge zu tragen, und ermahnt die Fürsten, jenen Bemühungen soiveit als nötig durch die weltliche Macht Nachdruck zu verleihen. — 553 — (Wir lassen den Akt des B. Johann mit Uebergehung der Einleitung folgen.) Nos igitur Iohannes epus et executor prefatus mandatum dicte synodi nobis in hac parte directum reverenter exequi ut teneniur (cupientes), et quia ex juribus et munimentis coram nobis ut premittitur exhibitis ac dictis et depositionibus testium pred. debite inforraati invenimus, omnia et singula in pre- insertis litteris contenta omnimodo veritate fulciri, idcirco ad debitum ordinem divini cultus in pretacta eccla attentius per- iiciendum intendentes auctoritate dicte synodi nobis in hac parte commissa qua fungimur, que secundum Deum in eadem eccla nobis expedire videntur duximus statuendum et ordi- nandum ac tenore pntium statuimus et ordinamus infrascripta: Et primo, quod deinceps ex communibus et promptioribus eiusdem eccle proventibus, quos in quotidianas distributiones modo et forma rationabilibus infrascriptis perpetuis futuris temporibus in divini cultus prefate eccle augmentum firmiter observandis commutavimus ac tenore pntium commutamus, disponatur et distribuetur in hunc qui sequitur modum: Videl. quod de cetero perpetuis futuris temporibus singulis per circu. tum anni diebus quibus nocturnus ferialis cum precibus non servabitur, et vigilia missa et commendatio celebrabuntur animarum, pro singulis canonicis eccle s. Gereonis pred. apud ipsam residentibus et in perceptione fructuum suarum preben- darum existentibus ad matutinum ante primum Gloria patri psalmodie venientium et inibi usque ad finem permanentibus duo solidi, ac venientibus ad vigilias antequam psalmus Dilexi inchoatur et usque ad finem earundem permanentibus unus solidus, ac venientibus ad missam animarum ante finem tractus et usque ad benedictionem inclusive permanentibus unus solidus, ac ad commendationem animarum ante psalmum Confitemini venientibus unus solidus, ac ad primam tertiam sextam nonam ante primum Gloria psalmodie cuiuslibet harum venientibus et usque ad finem earundem permanentibus pro rata ut inter- fuerit de singulis horarum huiusm. 6 den., et ad summam missam ante finem gradualis venientibus et usque ad benedictionem incl. permanentibus 1 sol., ad vesperas vero ante primum Gloria psalmi venientibus et usque ad finem ipsarum vesperarum permanentibus 6 den., similiter ad completorium — 554 — ante primum Gloria patri venientibns et usque ad benedic- tionem incl. permanentibus 6 den. Col. pag. ex communibus eiusdem eccle proventibus suprad. per nos ut premittitur in quotidianis distributionibus commutatis distribnantur. Diebus simplicibus 9 lectionnm, quum ferialis nocturnus cum precibus non servabitur, ad matutinum 2 sol., et ad primam tertiam sextarn et nonani pro rata ut interfuerit de qualibet horarum huiusm. 6 den., et ad missam 2 sol., et ad vesperas 1 sol., ac ad completorium venientibus et permanentibus ut prefertur 1 sol. dicti pag. de communibus promptioribus bonis huiusm. tribuantur. In festis vero Nativitatis Circumcissionis Epiphanie Resurrexionis AscensionisDni, Penthecostes ac singulis b. Marie virg. Dedicationis et patronorum eccle pred. et aliis ipsius eccle duplicibus festis ad horas et missam modo predicto et premisso venientibus et permanentibus pro rata, ut eisdem interfuerint, distributiones antedicte pro singulis horis et missis ut supra premittitur de diebus novem lectionum duplicetur, et in die s. Christofen ad primas vesperas et ad missam in par- rochiali eccla eiusdem celebrandas modo premisso venientibus et usque ad finem earundem manentibus 3 sol., ac in festo b. Marie virg. finitis completoriis pntibus in decantatione Alma redemptoris 2 sol. dicte monete de pred. communibus et prom- tioribus bonis eccle prelibate tribuantur. Quotienscunque vero nocturnus ferialis cum precibus vel sine precibus servabitur ad matutinas 3 sol., ac ad vigilias 1 sol., et ad missam anima- rum 1 sol., et ad commendationem 1 sol., et ad primam 1 sol., ad tertiam sextam nonam pro rata interessentie de singulis horarum huiusm. 6 den., et ad summam missam 2 sol. ac ad vesperas 1 sol, et ad completorium modo premisso venientibus et permanentibus 1 sol. dicte monete de hniusm. communibus et promptioribus bonis eccle pred. tribuantur. Sta- tuentes auctoritate pred., quod officiales dicte eccle quicunque presentes et futuri nulli persone, cuiuscunque status gradus ordinis vel conditionis existat, aliquid de huiusm. quotidianis distributionibus tradere ministrare seu distribuere debeant nisi in divinis pntibus eosque (!) deservientibus modo et forma supradictis; salvis statutis et ordinationibus separationis prepi et prepositure eiusdem eccle ordinaria auctoritate roboratis quibus per huiusm. nras constitutiones et ordinationes eatenus — 555 — nolumus derogare. Pullos vero de Virsen in dedicatione eccle et s. Gereonis predictorum et porcos in s. Remigii festis per pntes ut prefertur in primis et secnndis vesperis et aliis horis ac summa missa volumus deserviri; salvis etiam statutis ordinationibus et consuetudinibus eiusdem eccle in stationibus et processionibus hucusque observatis, ac distributionibus me- moriarum aliarum, quas iuxta pias defunctorum voluntates suis ordinationibus modis et formis volumus ministrari. Eadem auctoritate similiter ordinantes, quod canonicis aliisque per- sonis dicte eccle in grosso de quibusvis bonis eiusdem, sive in vinis bladis aut pecunijs ac eciam in quibuscunque rerum aliarum materiebus existant, nisi prius distributionibus prin- cipalibus predictis hijs qui eas deservierunt plene persolutis, nichil tribui debeat. Insuper eadem auctoritate statuimus et ordinamus, quod canonicis debilibus et infirmis infra emuni- tatem dicte eccle degentibus, in perceptione fructuum preben- darum suarum existentibus, aliisque impedimento nature seu alias legittime prepeditis, veteranis, emeritis et eiusdem eccle negotia ex officiis sibi commissis seu de mandato dictorum dnorum dec. et capli seu maioris partis eiusdem sive onera prebendarum suarum seu missarum solemnia vel ad ea in pred. eccla celebranda preparamenta inibi agentibus pro rata eis contingente ratione premissorum de communibus fructibus pred. tradatur distribuatur et ministretur quantum habituri essent, si premissis missis vigiliis commendationibus et horis modo et forma predictis Interessent. Et insuper secundum Deum expedire ac honestum in augmentum cultus eiusdem fore videntes, observationem aliquamdiu in eccla pred. tentam et observatam, qua certis diebus singuli canonici dicte eccle in primis vesperis ac in missa vel decantatione certe anthi- phone pntes unum vel plures florenos seu triticum siliginem semellas aut avenam aut in summa missa unam marcham deservire consueverant, eisdem auctoritate et tenore tollimus supprimimus et revocamus et penitus amoventes abolemus. Et nichilominus tenore et auctoritate pred. prebendas sive officia laicalia vel clericalia nuncupata in eadem eccla, quorum servitia aboleverunt et alias qualitate temporis pensata neces- sitatis (!) non conveniunt, suppressimus et extinximus ac supprimimus et extinguimus per pntes, ita quod simul vel suc- — 556 — cessive cedentibus vel decedentibus ea obtinentibus liceat dnis dec. et caplo pred. prefatos fructus redditus et proventus eorundem quotidianis distributionibus pred. applicare et in illas convertere distribuendas modo et forma preexpressis. Verum eciam quod perpetiu vicarii in eadem eccla quorum ad hoc suppetunt facultates et alii ad officia necessaria obligati per ipsos dnos dec. et caplum legittime requisiti apud eandem ecclam facere residentiam et onera eis incumbentia personaliter exercere teneantur sub pena amissionis fructuum vica- darum vel officiorum que obtinent pro tempore, qui in similes distributiones convertantur similiter statuimus et ordinamus auctoritate et tenore supradictis. Et ut constitutiones et ordi- nationes nre pred. suum debitum sortiantur effectum, auct. pred. statuimus et ordinamus, quod officiales dicte eccle, ad quos administratio fructuum et proventuum pertinet, pntes infra 8 dies publicationem et intimationem pntium eis factam ac futuri die electionis et assumptionis eorum ad officia huiusm. easdem nras constitutiones et ordinationes in manus decani dicte eccle vel capli pro tempore presidentis solempniter jurare debeant inviolabiliter, prout eos concernet et ad eos pertinet, et sine dolo observare, honore vero dignitatum et aliorurn officiorum semper salvo ipsius eccle in premissis. Que omnia et singula vobis universis et singulis supradictis et cuilibet vestrum insinuamus et notificamus ac ad vram et cuiuslibet vrum noticiam deducimus et deduci volumus per pntes. In quorum omnium et singulorum fidem et testimonium premis- sorum pntes litteras nras sive pns publicum instrumentum nra statuta et ordinationes in se continentes sive continens exinde fieri et per notarios nostrosque et huiusm. negotii coram nobis scribas infrascriptos subscribi et publicari man- davimus nrique sigilli, quo dum sacri pallacii apostolici cau- sarum auditor eramus utebamur, fecimus appensione commu- niri. Datum et actum Basilee in domo habitationis nre prope s. Petrum sub anno a Nat. Dni 1435, ind. 13., die vero Veneria vicesima tertia mensis Decembris hora vesperorum vel quasi, pontificatus sanctissimi in Christo patris et dni nri dni Eugenii divina Providentia pape quarti anno quinto, pntibus ibidem hon. et discretis viris dnis Iohanne de Telsbergh custode et canonico eccle s. Petri Basileensis, Everhardo de Oelpe dicte — 557 — synodi litterarum scriptore, Wilkino Koen de Oyta notario publico clerico Osnaburgensis diocesis testibus ad premissa vocatis specialiter et rogatis. Dann heisst es iveiter: Et ego Wernerus corrigiatoris de "Wytzenhusen clericus Maguntinensis diocesis publicus sacris^imperiali et apostolica auctoritatibus notarius, quia preinsertarum presentationi et receptioni ac statutorum et ordinationum pre- designatorum edioioni omnibusque aliis et singulis premissis, dum sie ut pre- mittitur fierent et per reverendum patrem dnum Iohannem epum Gurcensem commissarium prefatum ac corara eo agereutur, una cum prenominatis testibus atque connotario infrascripto pns interfui eaque sie fleri vidi et audivi, ideirco hoc pns publicum instrumentum per alium fideliter scriptum in notam reeepi et exinde confeci manuque mea propria una cum dicto connotario mgro Iohanne de Curia proxime infrascripto subseripsi publicayi et in hanc publicam formam vedegi, signo quoque apostolica auetoritate quo utor et nomine meis solitis et consuetis una cum prelibati dniGurtensis epi auditoriatus sigilli appensione et de mandato eiusdem corroborando signavi rogatus et requisitus in fidem et testimonium omnium et Bingulorum premissorum. (Folgt eine fast gleichlautende Erklärung seitens des kaiserl. Notars und Köln. Olerikers „Xoh. de Curia de Novimagio", der ebenfalls seine Unterschrift und sein Zeichen beigefügt hat.) Nulli ergo omnino hominum liceat hanc paginam nre confirmationis et commnuitionis infringere vel ei ausu temerario contraire. Si quis autem hoo attemptare presumpserit, indignationem omnipotentis Dei ac universalis eccle se noverit ineursurum. Datum Basilee YIIII kl. Pebruarii anno a Nat. Dni 1436. Post quarum quidem litteram presentationem et reeeptionem nobis (Schalpipe spricht) ut premittitur et per nos faetas fuimus pro parte eorundem dnorum dec. et capli instanter requisiti, quatenus ad execu- tionem earundem iuxta traditam in ipsis nobis formam procedere pro- cessusque desuper oportunos in forma consueta decernere ac alias ipsis iuxta ipsarum litterarum seriem providere dignaremur. Nos igitur Petrus decanus oxecutor et conservator pred. attendentes huiusm. requisitionem fore iustam et rationi consonam volentesque mandatum dicte synodi nobis directum re- verenter exequi ut tenemur, auetoritate eiusdem synodi nobis in hao parte commissa qua fungimur preinsertas litteras et hunc nrum processum omniaque et singula in eis contenta vobis omnibus et singulis et vrum cuilibet tenore pntium intimamus insinuamus et notifleamus ac ad vram et cuiuslibet vrum noticiam dedueimus et deduci volumus per pntes vobisque nichilominus et vvum cuilibet auetoritate et tenore pred. sub (pena) 500 marcharum argenti pro una fisco sive erario universalis eccle et pro alia medietatibus dnis dec. et caplo pred. irremissibiliter applicandarura, neenon earum et eorum que de pnti obtinent privationis et in posterum obtinendorum inabilitacionem dignita- tum et officiorum ecelesiastioorum et aliis infrascriptis penis et censuris diätrietius inhibemus ne dnos dec. et oaplum pred. super commutationibus lmpreBsionibus extinetionibus statutis et ordinationibus aliisque in dictis lit- teris contentis vel eorum occasione molestetis vexetis impediatis seu eciam — 558 — perturbetis aut aliquis vrum molestet vexet impediat seu eciam perturbet 8ed omnia et singula in eisdem litteris contenta inviolabiliter observetis et quilibet vrum observet. Quod si forte seoua factum fuerit nos in vos omnes et singulos supradictos et quemlibet vrum qui deliquerit in premissis, et generaliter in contradictores quoslibet in hac parte et rebelles preexpressos prius singulariter in singulos excommunicationis, in oaplum vero et collegia quecunque in hijs forsan delinquentia suspensionis a divinis et in ipsorura delinquentium ecclas monasteria et oapellas, caplo et eccla s. Gereonis pred. exceptis interdioti sententias ferimus in hijs scriptis et eciam promulgamus, nisi infra 6 dies post presentationem sive notiiicationem pntium vobis seu alteri vrum factam — quos sex dies vobis et cuilibet vrum desuper pro omni dilatione et canonica monitione prefigimus — immediate sequentes a molestationibus vexationibus impedimentis et eciam perturbationibus suprad. penitus et omnino destiteritis ac ad observationem premissorum convolaveritis ac quilibet vrum destiterit et convolaverit cum effectu. Ceterum cum ad executionem ulteriorem in pnti negotio faciendam nequeamus, quoad pnä aliis arduis prepediti negotiis, personaliter interesse, universis et singulis dnis abbatibus, prioribus, prepis, decanis, archidiaconis, scholasticis, cantori- bus, thesaurariis, sacristis, tarn cathedralium quam collegiatarum canonicis parroohialiumque ecclarum rectoribus et eorum locotenentibus plobanis, vice- plebanis ceterisque presbiteris, clericis, notariis et tabellionibus publicis qui- buscunque per civitatem et diocesem Col. ac alias ubilibet constitutis pntibus et futuris et eorum cuilibet super ulteriori executioni in pnti negotio facienda tenore ptium committimus plonarie vices nras donec eas ad uos duxerimus revocandas. (Allen diesen und jedem von ihnen wird „virtute obedientie" und unter Androhung der Excommunicaiion vorgeschrieben auf Verlangen, des Kapitels von S. Gereon, und zwar 6 Tage nach der ihnen gewordenen Bekanntmachung dieses Verlangens, zur Durchführung obiger Anordnungen und Bestimmungen ah Stellvertreter des Dechant P. Seh. t/iätig zu sein.) Et nichilominus contradictores et rebelles huiusm. ut predicitur exeommunicatos declaratos, capla vero et collegia suspensa ac ecclesias monasteria et capellas ipsas interdietas ut prefertur infra missarum et aliorum divinorum solempniapopuloinibi ad diviiw congregato singulis diebus dnicis et festivis in eorum ecelis et monasteriis ac capellis campanis pulsatis candelis accensis ac demum extinetia et in terram proiectis publice denuncient, ac ab aliis publice denunciari neenon ab omnibus Christifidelibus artius evitari faciant et procurent. Et si forte dicti denunciati huiusm. denunciacionem ad eorum noticiam deduetam per 10 dies extunc immediate sequentes sustinuerint, extunc processus nros ag- gravando ijdem subdelegati nri locis et horis pred. huiusm. denunciationem reiterando eosdem denunciatos ut premittitur exeommunicatos cruce ereeta et religione induta aquam benedietam aspergendo ad fugandnm demones qui eos sie detinent suis laqueis cathenatos orando quod Dnus nr Iesus Christus ipsoB ad catholicam fidein et sanete nosfcre eccle gremium reducere dignetur ne eos in tali perversitate dies eorum finire permittat, cum decantatione re- sponsorii Revelabunt celi iniquitatem lüde etc. et etiam psalmi Deus laudem meam ne tacueris etc. (cum) antiphona Media vita totaliter; quo facto ad januas ecclarum suarum unacum clericis et parrochianis suis aecodentes ad — 559 — terrorem, ut ipsi denunciati eo citius ad obedientiam redeant, tres la- pides versus domus babitacionum suarum proioiendo in signum male- dictionis eterne quam Deus dedifc Datban et Alijron quos terra vivos ab- sorbuit. Etiam post missara et in vesperis ae in alijs quibuscumque boris canoniois sermonibus et pi-edicationibus publieis solempniter publicent et denunoient ao ut premittitur denunciari ac evitari faciant, donee aliud a nobis desuper liabuerint in mandatis. Et insuper, si prefati denunciati et aggravati aggravacionem, postquam ad eorum pervenerit noticiam, per 10 dies animo — quod absit — sustinuerint indurato duriciam Pharaonis imi- tando, nos — attendentes quod erescente malioia crescere debet et pena, ne faoilitas pene audaciam tribuat delinquendi — extunc prefati nri subdelegati Processus nros buiusm. reaggravando omnes et singulos Cbristifideles utriusque sexus homines et presortim familiäres ne cum eisdem aggravatis et reaggra- vatis serviendo loquendo sedendo stando ambulando salutando bospitando comedendo bibendo molendo coquendo emendo vendendo cibum potum aquam vel ignom ministrando aut aliquo humanitatis solatio preterquam in casibus a jure expressis participare quoquo modo presuraant, sed a communione et participatione eorundem aggravatorutn et reaggravatorum penitus et omnino deBistant et abstineant, aucte dicte synodi nobis in hac parte commissa com- pellant. Preterea si prefati denunciati aggravati et reaggravati premissa omnia et singula per 10 dies dictos 20 dies immediate sequontes ad modum aspidis surde aures suas obturantis ne vocem audiat incantantis sustinuerint, nos extunc prout ex nunc lapsis terminis antediotis omnes et singulas civitates terras oppida villas castra et quecumque loca ac quarumcumque ecclarum — dempta s. Gereonis predicfca eollegia et parrocbias -- in et sub quibus dictos denunciatos aggravatos et reaggravatos vel eorum alterum morari ac ad quos seu que ipsos seu quemquam eorum declinare contigerit quamdiu ibidem fuerint aut alter eorum fuerit ecclesiastico supponimus interdicto in hijs scriptis mandantes omnibus et singulis subdclegatis nris suprad. modo et forma premissis ac sub penis et Bententiis anted., quatinus extunc quamdiu dicti denunciati ... in locis pred. fuerint . . . cessent et ab aliis cessari faciant aportis januis et in pntia populi a divinis; quam quidem cessationem per 3 dies continuos post ipsorum dennnciatorum . . . vel alterius eorum fre- gressum ?) continuent ac ab aliis observari et continuare faciant, ita et taliter quod buiusm. stanta interdicto nulla inibi ecclesiastica sacramenta mini- strentur nisi panitoncia et baptismus omnibus indifferenter, eukaristia tantum infirmis et matrimonium sine ecclesiastica solempnitate contrabatur, inibique decedentibus ecclesiastica sepultura denegetur. Verum si prefati denunciati . , . infra alios 10 dies dictos 30 dies immediate sequentes mandatis et mo- nitionibus buiusm. non paruerint aut aliquis eorum non paruerit cum effectu — quod Deus avertat —, nos extune, attendentes quod mucrone non perficiente ecclesiastico tomporalis gladius non immerito suffragatur, auxilium bracldi socularis duxiinus invocandum, ut quos timor Dei a malo non revocat, temporalis saltem coberciat (!) severitas diseipline; binc est quod vos illustrissimum et seronissimum prineipem et dnum dnum Sigismun- dum Romanorum imperatorem semper augustum dicti gladii prineipulem vi- bratorem et justieie zelatorem in Dno exhortamur, vosque illustres dnos duces — 560 — comites barones milites militares universitates et alioa quoscumque ab eocla seu imperio vel alias Jurisdictionem secularem qualiteroumque exercentes per civitatem et diocesim Col. aliasque ubilibet constitutis pntibus et futuris (der Accusativ war zu setzen!) ; quorum omnium super hoc auxilium brachij secularis invocamus ac tenore pntium eosdem requirimus et monemus primo secundo tertio et peremptorie vobisque nichilominus et vrum cuilibet in vir- tute sancte obedientie et sub excommunicationis pena, quam in vos et quem- libet vrum contrafacientem ferimus in hijs scriptis canonica monitione premissa, districte precipimus, quatenus infra 6 dies — post pntacionem seu notiflca- cionem pntium et postquam post lapsum dictorum 40 dierum pro parte pre- fatorum dnorum decani et capli desuper vigore pntium requisiti fuerint aut alter vrum fuerit requisitus, immediate sequentes, quos 6 dies desuper vobis pro omni dilatione et canonica monitione peremptorioque termino assignamus in jurissubsidium contra prefatos denunciatos . . . per captionem invasionem et detencionem corporum rerum personarum et bonorum quorumeumque suorum insurgatis ac alios insurgere faciatis, personasque corpora res et bona buiusm. capiatis invadatis et detineatis oecupetis et arrestetis, ac qui- libet vrum per se vel alium seu alios capiat . . . libere et licite, . . . absque tarnen gravi lesione corporum eorundem, usque ad observationem plenariam omnium premissorum. . . . Processum autem nrum huiusm. volumus penes dictos dnos decanum et caplum remanere et non per vos aut aliquem vrum seu quemvis alium ipsis invitis quoraodolibet detineri; contrarium vero facientem prefatis nris sententiis ipso facto volumus subiacere. . . . Absolutionen! vero omnium et singulorum, qui dietas nras sentencias sive penas aut aliquam eorum ineurrerint quoquo modo, nobis vel superiori nro tantum- modo reservamus. In quorum omnium et singulorum fldem et testimonium premissorum pntes litteras seu pns publicum instrumentum exinde fleri et per notarium publicum infrascriptum subscribi et publicari mandavimus nrique sigilli feeimus appensione muniri. Datum et actum Colonie in domo babitationis hon. dni Constantini Raiscop canonici eccle s. Gereonis sub anno a Nat. Dni 1437, ind. 15., die vero Veneria 27. mensis Septembris, pontificatus ss. in Christo patris et dni nri dni Eugenii divina Providentia pape quarti a. 7., pntibus ibidem hon. dnis Iohanne de Bsleve et Henrico de Lynepe vicarijs dicte eccle ac Iohanne de Bergerhusen pastore in Yirsen testibus ad premissa vocatis specialiter et rogatis. (Folgt die Urkl'drung des Köln. Clerikers und Kaiserl. Notars Wilhelm van den Wall, dass er bei der Ueberreichung des apostol. Breves und der ganzen vorstehenden Verhandlung gegenwärtig gewesen, darüber einen öffentlichen Akt aufgenommen und diesen mit seiner Unterschrift und seinem Zeichen versehen habe.) R. B. 126 b—128 b, und (Fortsetzung) 133 a—136 a. 583.— 1437, Juni 9., zu Bologna, bestimmt P. Eugen noch je eine priesterliche Pfründe am Dom, an S. Gereon und an 8. Maria - 561 - im Kapitol, und je eine andere Pfründe an den übrigen Stiftskirchen Kölns für die Lehrer der Theologie und des kanonischen Rechts an der Universität Köln. Original im Stadtarchiv zu Köln. 584:.— 1437, Juli 28., bekunden Bruder Abel „Rectoir des goitzhuesse onss heren licham bynnen Coelne Regeleir ordens" und der ganze Convent des gen. Klosters, dass sie von den „7 Priestern" zu S. Gereon 2 Wingerte in Erbpacht erhalten Itaben. Gemäss dem wörtlich aufgenommenen Pachtbrief der 7 Priester (Andreas van Werda, Joh. Essleve, Karsais van Palant, Heinr. van Leenpe, Joh. van Goidesberg, Lanib. Rorabe [?] und Joh. van Wichterich) icaren die 2 Wingerte je 3 Viertel gross; der eine lag nach dem gen. Kloster zu, an dem kleinen Driesch Gerard's van den Cuesen, und nach S. Gereon zu neben dem Wingert des Winand Moirss des „zoldenei's"; der andere Wingert lag neben dem gen. Wgt des W. M. auf der anderen Seite. Der jährt, Pachtzins beträgt 12 Köln. Mark. — Dem Joh. Troest ivird die Leibzucht an den 2 Wingerten vorbehalten. Original mit dem kreisrunden Conventsiegel (Hostie mit dem gekreuzigten Heiland) im Archiv von S. Gereon. 1454, Juni 14. (up sunte Yiits avent), stellen Prior und Convent desselben Klosters einen Reversalbrief aus, welcher auf vorstehenden bezug nimmt und mit diesem fast wörtlich übereinstimmt: nur ist man übereingekommen, dass der ganze Zins jetzt immer zu Ostern gezahlt werden soll, nicht mehr, wie früher, halb zu S. Remeis und halb zu Ostern. Original im Archiv von S. Gereon. Das anhängende Conventssiegel ist hier grösser als das von 1437, und oval, unten und oben zugespitzt; es zeigt eine gothische Monstranz mit Hostie und Kreuz wie bei dem vorigen Siegel, der sechsblättrige Fuss der Monstranz erscheint nicht im Profil, sondern flach aufgelegt. — Ausserdem haben Derick Prior und der Convent der Kreuzbrüder zu Köln ihr prachtvoll entworfenes und ausgeführtes Siegel angehängt; dasselbe ist kreisrund und zeigt den aus dem Grabe erstehenden Heiland, die Rechte zum Himmel erhebend und in der Linken die Siegesfahne haltend, hinter und neben dem Grabe stehen die 4 Wächter. 1454, Juni 23. (opp sunte Johan baptisten avent toe mydsomer), bekunden „brueder Thomas vamme "Wall prior ind voirt alle gheraeyn convent des Reguliorcloisters zo uns herenlijcham bynnen Coelne", dass sie zur hochnötigen Vergrösserung ihrer Hofstat und ihres Klosters von dem Junker Gerard von Cleve, Graf zu der Mark, ein durch diesen dem Köln. Bürger Joh. Essigmenger abgekauftes Erbe — welches zwischen ihrer Hofstatt und 37 — 562 — den von den 7 Vikaren gepachteten "Wingerten lag — erworben haben. Da aber jenes Erbe „schrijn guyt is na inlialde des sclirijns zo sunte Cristofels ind dar umb a glienen geistlichen henden na gewoenden ind pi-ivilegien der stede Coilne (der Graf zur Mark) verkouffen mach", so haben sie das Erbe gegen die von den 7 Vikaren geerbpachteten Wingerte eingetauscht, wozu ihnen die genannten Vikare, nämlich „meister Andreas van Werden doctoir in der h. schrifft, Judocus Steyns, Job. Noithoeve van Dulken, Joh. May, Job.. "Wege van Glaidbach, Herebert Mallant ind Jac. Syntz gen. Bruwer" die Erlaubnis gegeben. Die 12 Mark, welche die Aussteller der Urk. bisher den Vikaren von den Wingerten als Jahrzins gezahlt haben, werden sie in Zukunft von dem erworbenen Erbe zahlen, wobei sie zugleich für die richtige Zahlung alle ihre anderen Besitzungen verpfänden, dabei Verzicht leistend auf alle möglichen Privilegien und Exceptionen, namentlich auf die „exceptiones doli mali, benoficium restitutionis in integrum divi Hadriani". Das Original befindet sich im Archiv von S. Gereon; dieselben Siegel hängen an, welche auch bei der vorhergehenden Urkunde vermerkt wurden. — Es mögen noch folgende Ausdrücke angemerckt werden: „vurtschijn des gotlichen dienstes" = provisio etc.?) „verwisselen" = „verkuyden" = „ver- buyten", „in kracht" = in kraft. — Als Prior der Kreuzbrüder wird „Dy- derich van der Hallen" genannt. 1456, Febr. 21., bekundet „Iacobus Seger de Bunna legum doctor de- canus eccle s. Georgii Col.", dass er durch ein (wörtlich mitgeteiltes) Schreiben des Erzb. Dietrich vom 21. Januar 1456 zum Commissar ernannt worden sei zur Untersuchung und eventuellen Bestätigung des in voriger Urkunde erwähnten Tauschgeschäftes, durch welches geistliches Gut in Laienhände übergehen sollte. Die Bestätigung spricht er dann wirklich aus. Original mit dem anhängenden Siegel des Dechanten von S. Georg (dor h. Ritter Georg auf den Drachen tretend) im Archiv von S. Gereon. 585.— 1438, Maerz 7., bekundet die Köln. Bürgerin Beelgin Suedermantz für sich und ihre Erben, dass sie von den 7 Priestervikaren an S. Gereon auf 50 Jahre einen Wingert mit Haus und Hof in Pacht erhalten hat gemäss folgendem Briefe: „Wir seeven vicarien die man nennet die seeven priestere in der kirchen sent Gereone in Colne zertzijt bekennen . . ., dat wir ein- dreichtlichen ... in byweissen ind enchewordicheit des eydelen herren herren Werners van Seyne greven zo Wedemgensteyne ind proiste derselven kirchen s. G. vurss. onss lieven herren . . . zo pachte uyssgedain . . . hain . . . der eersamer per- sonen Beelgin S. burgerssen zo Colne . . . onsen wincgart, — 563 — des ein morgen is off da by, mit deme huyse ind hoeve dartzo gehoerende bynnen Colne geleigen intghen der proistijen over in scheissende is op die Seggergasse tusschen erve der Lantzkronen op eyne sijde ind Vetscholdern op die ander sijde, so wie dat selve erve huyss ind hoff bynnen sinen vreden plancken ind steynen . . . geleigen is, . . . vonftzich jaere lanck . . . as timb einen sicherlichen jaerlichen pachte . . . vur vier aemen wirtzen Coeltzer roeden des selven ge- wass as in deme vurss. wingarde weisset . . . also dat die vurg. Beelgin ind yre erven dat vurg. erve . . . biiwich ind rustich halden soelen beplancken befreeden as gewoenlich is geweist in dat geboeret zo doin . . .; vort ist mit sunderheit gefiirwert, dat die selve Beelgin . . . bynnen desen neesten zokoemenden dryn jaeren an dem vurg. erve huyse wingarde ind hoeve verbouwen sali dae des alre noetzde is 60 oever- lentze rijnsche gülden." (Wird eine Bedingung nicht erfüllt, so fällt das Erbe an die 7 Priester zurück. Tritt einmal allgemeiner Misswachs ein) „so soelen wir . . . die vurg. Beelgin off yre erven guet- lichen benaden ind sy virsten myt deme pachte off eyn deills off zomaele des zo beyden biss an den neesten herfste sonder argelist." (Nach den 50 Jahren sollen die Erben der B. das Vorpachtsrecht an dem Erbe haben.) „Alle argelist nuwe ind aide funde behendicheit behulpe in beschutnisse van gesetze off exceptien geistlichs off werentlichs rechtz hie inne gentzlichen uyssgescheiden." (Die sieben Priester, der Propst „want hey hie myt by ane ind oever geweist is ind gededingt hait" und endlich DK. von S. Gereon haben ihre Siegel angehängt. Die Urkunde der Beelgin S. tvurde und ist besiegelt von ihr selbst, und von den Köln. Bürgern Johann von Heymbach und Johann Kaldenberch.) Original in S. Gereon. "Wir fügen hier noch einige weitere Verträge der Vikare von S. G. aus derselben Zeit hei: 1436, Jan. 1., bekunden Goyswyn van Boederich und seine Frau Jutte, dass sie das in der Schmierstrasse — neben dem Hause, welches Hermann Valke von den Vikaren von S. Gereon in Erbpacht hat — gelegene Haus, welches der Vater der Jutte, der verst. Johan van Anrode von denselben Vikaren gegen einen Jahrzins von 6 Köln. Mark und die sonstigen üblichen Verpflichtungen in Erbpacht empfangen, und welches sie (Goyswyn und Jutte) von Johan v. A. geerbt haben, nunmehr an die Köln. Bürger Woul- ter van Boederich und Frau Druytgen gegen eine gewisse Summe Geldes - 564 - verkauft und übertragen haben. Ihre Siegel haben angehängt „Junckher Goedart vamme Hirtze genant van der Lantzkronen zortzijt greve" und die Vikare von S. Gereon. Original in S. Gereon. Siegel abgerissen. 1438, Aug. 6., verpachten die „seven vicarien die man nennet die seven priester in der kirohen sent Gereone" ihren 3 Viertel grossen Weingarten an der Bottergasse hinter der Deehanie S. Gereon, sowie ein kleines an den gen. Weingarten stossendes Stück in derselben „vlacht" den Eheleuten Henkin van Waldorp und Aleide auf 16 Jahre. Die Pächter haben dafür jährlichs 2 Ohm „wirtz" in das Fass der 7 Priester zu liofern, -wie derselbe das betreffende Jahr dort gewachsen ist; ausserdem müssen sie den Weingarten in gutem Zustande halten, so dass er nicht „aebuwlich" und „vergencklieh" wird. Original in S. Gereon. Das Siegel der 7 Priester hän gt. 1438, Sept. 4., verpachten die „7 Priester" und die „12 Priester" an S. G. dem Claes Kalfermann und Frau 40 Morgen Artland bei Aldenrode und Barensteiden auf 25 Jahre gegen einen Jahrzins von 12 Mltr Roggen, wovon die „7" 7, und die andern 5 haben sollen. Gerhart Pastor von Aldenrode und Johann Scherp von Aldenrode haben ihre (noch erhaltenen) Siegel angellängt. Original im St.-A. zu Düsseldorf. (ß. 1440.) Wir Wernher van Seyne, prost sent Gereoin in Coelne ind greve zo Wedeingensteine bekennen, dat — want die eirbere gemeyne vicarien alle samene sent Gereoin vurss. uns zo leve ind zo dancke yre huyss ind garden, dat gelegen is alreneist beneven unser prosteien kelterhuyse in der Secgergassen 1 ), umb dat wir des behovende wairen, geleent ind verlaissen haint, also lange as wir daeselffs proist sin soellen van Götz gnaden, as umb eynen jeirlichen zynss alle jairs vur seven marck Coelsch paymentz — so geloven wir Wernher vurss. den vurg. vicarien alle und yecklichs jairs nu vortan den egenanten zynss zo geven ind zo lieveren yrem keiner zer zyt up unser lieven frauwen dach A.ssumption sonder langer vertzoch, ind bewysen dat vurss. gelt den vicarien alle jairs vortane zo heven an onser presentien sent Gereoin an deme presentiemeistern, den dat capittell dae sent Gereoin jairs bevelende is yre presentie uiss zo geven,. . .; ind darumb zo meirre Sicherheit so hain wir gebeden die eirwirdige ind edele unse lieve neven die heren ind capittell gemeinlichen sent Gereoin vurg., dit zo willigen . . . Nach dem Bruchstück im Cop. Vic. fol. o. J ) „nunc Weisengassen" sagt eine Randbemerkung von c. 1600. 586.— 1440, Mai 7., trifft das Kapitel von S. Gereon Vorkehrungen für den Fall, dass es durch die Zeitverhältnisse gezwungen werden sollte, Köln zu verlassen. — 565 — Nos decanus et caplum eccle s. Gereonis Col. notum fa- cimus universis, quod preteritorum experimento perterriti contra subitos casus in imminentibtis periculis providere vo- lentes ad infrascripta indicto capto et per sonum campane ac alias solito more capitulariter congregati bona deliberatione prehabita tmanimiter nemine discrepante convenimns concor- davimus statnimus et ordinavimus, quod in casum et eventum, quo propter turbationem metum seu defensionis carentiam ma- iorem partem nostri capli exire de civitate Col. contingeret, extunc servabimus capla nostra et presentias ac prebendas nostras deserviemus aliaque faciemus servabimus et fieri vo- himus in omnibus et per omnia, quemadmodum per prede- cessores nostros ordinatum existit et in litteris, quibus pre- sentes nostre littere sunt transfixe, continetur. Ita quod primum caplum nostrum in termino capitulari in litteris anted. expresso proximum post exitum pred. in Bunna servabitur; et hoc addi- cimus (!), quod in casibus sterilitatis et aliis pensionarios nostros a solutione pensionum debentibus excusare servabitur prout in nova constitutione nostra de pensionariis extitit ordinatum, et quod iustus metus, qui cadere potest in constantem, excu- sabit personas nostras capitulares iuratus a transitu ad capla in omnibus et per omnia quemadmodum de casibus captivitatis et inflrmitatis in prescriptis litteris est expressum. Ac in casum et eventum quo aliquis canonicorum prebendatorum eccle nostre de presenti aput eandem non residens vel fructus prebende sue in eadem eccla non deserviens vel percipiens tempore absentie nostre a Colonia ad perceptionem fructuum sue prebende se admitti vel fructus huiusm. et presentias seu cottidianas distributiones deservire et percipere vellet, ille personaliter in aliquo caplorum extra Coloniam celebrandorum in presentia tunc presentium, antequam quicquam inde per- cipiet ad sancta dei iurabit ewangelia, quod sie ad perceptionem huiusm. admitti ac fructus et distributiones huiusm. deservi- visse et pereepisse voluisset in Colonia, si exitus anted. factus non'fuisset, sine dolo et fraude. In quorum testimonium sig. eccle nre presentibus est appensum. Datum a. d. 1440 die 7. mensis Maii. Aus dem Original im Archiv von S. Gereon; dasselbe ist transfigirt der Urkunde von 1348, Mai 17. Siegel abgerissen. — 566 — 587.— 1442, Maerz 16., bekunden die 7 Priester von S. (?., dass sie der „Neesgin huysfrauwe was Joeris van Brucghe apotekers selige zo yrre lijftzoicht ind yre leiffdage" verpachtet haben ihren Wingert, welcher vorne an den alten Graben und hinten an „ons heren licham" anschiesst, und gelegen ist einerseits zwischen der gen. Eheleute Hof und neuem Hause gegenüber Herrenleichnam und anderseits dem Hofe Heinrichs van dem Wairde (?). Der Jahrzins beträgt 5 Köln. Mark; die sonstigen Bestimmungen sind die gewöhnlichen. Die 7 Priester haben ihr (jetzt sehr verletztes) Siegel angehängt. Original in S. Gereon. 588.— 1444, August 10. (ipsa die s. Laurencij levite et mart.), bekunden die 7 Priestervikare von S. Gereon, dass sie den „eirbern vramven Celien der Koepersche ind Stijnen yrre natuyrlicher ') dochter" auf die Lebenszeit derselben oder einer von ihnen verpachtet haben ihr Haus gelegen zu Köln „bij der leywen portzen in sente Cristoffels kirspell" mit seinem Zubehör „wijden ind sijden boven ind beneyden landen ind vur" gegen einen jährlichen Pacht von 5 Köln. Mark und die sonstigen gewöhnlichen Bedingungen. Der Keiner der 7 Priester hat auf die Erfüllung der Bedingungen zu achten, namentlich dass etwaige „ainbuwe ind erge- ronghe" sofort 'wiederhergestellt werden. Angehängt ivurde das (jetzt abgerissene) Siegel der 7 Priester. Original in S. Gereon. !) Dieses deutsche und das entsprechende lateinische Wort „naturalis" war gleichbedeutend mit unserm „leiblich". 589 — 1446, Juli 28., einigen sich DK. von S. G. mit ihrem Mitkanonich Diether von Ysenbergh über dessen Rechte an einem Klosterhofe. Nos decanns et caplum eccle s. Gereonis Col. notum facimus .... Quoniam inter nos ex una et nobilem Deythe- rum de Ysenbergh dnnm in Boedingen concanonicum et con- fratrem nrum ex altera partibus super proprietate et iure curie claustralis dicte Aerscheit, directe ex opposito putei et — 567 — ianue pistrini, quam quondam nobilis dnus Willi, de Weda, dum vixit habitare consuevit, . . . controversia extitit exorta, paci et quieti hincinde . . . intendere volentes, per amicos nros concordati sumus ... in modum qtii sequitur, videl.: Quod dictus dnus Deytherus dictam curiam tanquam sibi hereditarie legatam iuxta tenorem testamenti . . . dni Willi, de Weda obtinebit salva pensione nobis et vicariis eccle nre annua consueta solvenda. Et quia prefatus dnus Deytherus curiam claustralem eccle nre ac s. Christofori contiguam, quam quondam dnus loh. de Boedingen, dum vixit, inhabitare consuevit, a dicto decano et caplo locato (!) recepit, ad manus capli . . . simpliciter resignavit et propterea pensio dicte curie quatuor annorum sibi remissa est, idem Deytherus et frater suus Phi- lippus etiam concanonicus nr curiam nram claustralem de Ber- chem pti dni Wilhelmi curie contiguam ad vitam utriusque libere et expedite ad 20 annos . . . habebunt; quibus trans- actis, antedicti dni D. et Ph. solvent singulis annis de curia antedicta in [de?] Berchem 2 maldra tritici, et ipsam curiam cum omnibus suis pertinentiis ad honestam structuram reponent et observabunt, una cum curia principali pta. Similiter dicte curie dividentur et separabuntur cum limitibus et signis ita et taliter, quod dicta signa et limites in perpetuum in memoria remanebunt, si eas in futurum contigerit separari. Iterum si contingeret ptum dnum D. in epum vel alium prelatum pro- moveri, et frater suus ptus dictam curiam inhabitare non vellet . . ., extunc pta curia in [de] Berchem cum omnibus suis meliorationibus ... ad decanum et caplum libere et absolute erit cessa et devoluta. (Angehängt wurden die Siegel des Kap. undDiether's.) Datum a. D. 1446 ipso die s. Panthaleonis martyris. Cop. Vio. fol. 44. 590.— 1446, April 29., werden 4 l j 2 Viertel Pachtiveins, welche in den S. Gereonischen Hof zu (Kirch-)Daun von einem im Bodendorf er Banne am Boitberghe gelegenen Wingert zu liefern waren auf drei andere Weingärten verteilt, von welchen jeder 6 Quart tragen soll. Der Kirchherr Joissten zo Düne (auch: Yodocus plebayn) hat sein — jetzt verlorenes Siegel angehängt. Original im St.-A. zu Düsseldorf. — 568 — 591.— 1449, Dez. 10., haben in Gegenwart Borich's van Rychen- steyn Dechanten, Everhart's van Lymburch Edell Cnonch's und Herrn. Geseü's Priester-Cnonch's von S. G., sowie des diese TJrk. ausstellenden Notars Peter van der Cuylen der Vogt Heyntz up der Straisse und die (8 genannten) Geschworenen des Hofes von S. G. zu Monhem „up der gewoynlicher dyngstat gehalden ind besessen eyn behafft gedynge . . . ind erkanten den herren van S. G. na alden herkomen den eirsten klockenslaich ind vurganck des gedyngs, ind darna worden erdyngt 2 hoiffsguede, eyn genant Fyolenguet zn Dormagen ind eyn gen. Ileinenerssguet zu Wo- ryngen . . . ind worden (die selve guede) gevroicht overmitz deme vayde inde gesworen des gerichtz, ind erdynckt dat die erven off die gheyne die die gnede under henden hetten deme hoiffs gedynge niet na volgden overgiengen noch verstunden as sy van der erve wegen vurss. schuldich weren zu doyn. So wart vort myt ordell gewijst . . . dat yecklicher der erven off besytzer der guede vurss. sulden deme gericht halden eynen scheffen zu allen Ojairen; ind die van Robberoide van yeren gueden . . . solden halden deme gericht eynen scheffen alle jairs . . .; ind want sij dat versüymden, weren die guede vursss. den herren van S. G. ervallen ind worden in yere hende gewijst so lange bys die* erven off die besytter der guede . . . queemen in die guede van den herren untfiengen in na volgden ind deden was sij van de erven ind gueden schuldich weren zu doyn. Original (mit Notariatszeichen) im St.-A. zu Düsseldorf. 592.— 1454, November 1. (die Veneris festo omnium sanc- torum), bekundet „Petrus pastor parochialis ecclesie in Odin- choven," dass vor ihm „Hermannus Capellain, scabinus in Grevenbroich, Iacobus Flocken, Iohannes der Wirt, provisores", und andere Einwohner der Parochie erklärt haben, dass sie sich dem Urteil des Gerardus van Loen „domini Iuliacensis et comitis de Blancken- hem etc." unterworfen haben in einem Streite und Zwistigkeit „quae aliquamdiu fuere inter parochianos super tegimine seu repa- ratione fabrice dicte ecclesie in parte defectum eius pacientis — 569 — et ruine proxime, necnon [super] contributione de agris ad ean- dem ecclesiam ac premissorum accnsatione rebusque aliis eciam coram generosissimo domino [Loen] latius deducendis et premissorum occasione ex una, necnon . . decanum et Capitulum S. Ger. Colon, ex altera," in dem sie versprechen, alles was in dieser Sache beschlossen sei, zu halten [das genauere wird nicht angegeben]. Auf Bitte der Einwohner siegeln „Henricus abbas de Knech- steden," „Hermannus de Siggenhoven alias de Anstell" und „Johannes de Vurde armigeri". Zeugen: „Johannes van Gleen clericus et Henricus Putzman laycus". Original im St.-A. zu Düsseldorf. — Siegel des Abts, des Hermann Anstell und Joh. v. Vurde beschädigt; das des Pastors ab. 593.— 1460, Juni 9., verkündet der Dechant von S. G. ein Urteil des Vikarenkapitels über eine Rang Streitigkeit zwischen dessen Mitgliedern. Roricus de Rychensteyn, archidiaconus in eccla Treve- rensi ac decanus s. Gereonis Col. civitatis et dioc. ad perp. rei memoriam notutn facimus, quod — orta questione coram nobis in caplo vicariorum inter hon. dnum loh. Mey ex una et Wilh. Rychensteyn et Petrum de Wichterich ex alia parti- bus super eo, quod quia translati essent de uno altari ad aliud et sie permutassent vicarias suas in dieta eccla, ideirco re- putari deberent iuniores eo et habere sub eo locum in caplo et stallum in choro, ex adverso dicti dni W. et P. allegabant, quod premissa allegata per dnum I. M. eis obstare non deberent, quia ex antiqua consuetudine tentum et observatum esset, quod, quando vicarius quiseunque transferretur in eadem eccla de uno altari ad aliud et non extra ecclam, non desi- isset in proposito suo esse vicarius et manendi in eadem eccla vicarius nunquam mutasset propositum — tandem . . . dni vicarii . . . per Organum dni Ioannis Wege de Gladbach difhnierunt, conclusernnt et pronunciarunt, predictis dnis W. et P. allegata per dnum I. May non debere obstare, quominus gaudere deberent et manere ut prius in caplo et stallis in choro, senio et honoribus (und so soll auch in ähnlichen Fällen — 570 — zukünftig verfahren werden). Et ut premissa memorie commen- dentur ad preces ptorum vicariornm sigilli nri archidiaconatus appensione commnnita sunt et roborata a. D. 1460, 9. Iuni. Cop. Vic. fol. o. 594.— 1464, Febr. 26., stellen Symon, Eled von Paderborn und drei andere Adelige dem Conrad Grafen zum Rettberg einen an das Kapitel von S. G. gerichteten Adelsbrief aus. Wijr Symon van der Lyppe elect unde confirmait to Paderborne, Otto greve to Stomborg, Bernd odelher tor Lyppe, unde Otto greve to Waldecke enbeden uch den werdighen edelen unde walgebornen herren dechen unde capittell der hilligen kerchen to sunte Gerone in Colne uns fruntlichen groitz unde wylligen denst, unde don uch kunt unde bekennen zu dussen oppenen breve dat der edell unde walgheborn Conrait greve tom Retberghe, bewyser dusses breves son ys des edeln Conraitz greven tom Retberghe, unde syns vader vader ys gewest eyn greve tom Retberghe genant Conrait, unde syns vader moder eyn edell frauwe genant Ermegard van Deipholte unde syns vader vader moder ys gewest eyn edell frauwe genant Alheyt van der Lyppe, unde syns vader moder moder gewest eyn greffynne geboren van Oldenborch genant frauwe Anna van Oldenborch. Also synt die vier anchen van des vader wegen van dem Retberghe van Deipholte van der Lyppe unde van Oldenborch, so dat die vorgenanten alle frye edell hern greven unde greffynnen van fryen edeln stemmen her geboren, hern unde frauwen gewest synt unde syn unde alle weghe in rechter ee gesotten unde och die stemme sidder menschen gedechnysse unde langer fry edell genant unde geachtet, geholden unde gewest unde och noch synt, unde wy och anders nicht enweten noch gehört enhaben unde scriven dat by onsen eren onde eden de wy all unsen hern gedan hebben unde der to tughe der war- heyt hevet yelicher van uns veren vurg. syn ingesegel an dussen breff don hanghen. Datum a. D. 1464 dnica qua cantatur Reminiscere. Original in S. Gereon; die drei erBten Siegel hangen unverletzt, das vierte ist abgerissen. — 571 — 595.— 1464, Maerz 17. (up sent Girtruden dach), bekunden „Conrait Lentzis und Druitgen syn elige huysfrauwe", dass sie von Dechant und Kapitel von S. Gereon einen „unbeboinveden vryen platz ind hoirstert mit wasser beflossen zo Monhem op dem marte allerneyst unser kirchen stocke da men uns hoiffs ge- richte zo halden pliet gelegen" in Pacht bekommen haben laut transsumiertem Pachtbrief von dems. Tage, gegen eine jährliche Abgabe von „tzwene gude Capune up sente Remeys dach binnen Colne in unser sicher behalt und gewalt vrye loss ledig guet- lichen zo lievern und wull zo bezalen." Sollten die Eheleute die Abgabe nicht regelmässig oder gar nicht bezahlen, „dann sali sulcher hoirstert myt yrme zobehore und besserunge alle tzyt widder- umb an uns ind unse [ki?]rche erfüllen syn in blieven." Von den Eheleuten aufgefordert siegelt „Stephan Mull up dem visch- marte burger zo Coelne". Original im St.-A. zu Düsseldorf. — Das Siegel des Stephan beschädigt. 596.— 1466, Mai 7. (godesdaighs nyest nae dem sonnen- daige Cantate), bekundet „Jacob Schobbe raitzman zo Nuysse" und Lehnherr des Stifts S. Gereon, „dat alsulche guet genant grynscheider guet gehörende ist in der vurs. heren (von S. G.) hoff zo Buederich, ind is tzwehendig guet, nemelich zo henden Frederich Meuters an die eyne ind Herman Hoyns dochter up die andere syden, ind gilt jairlichs in der vurg. heren hoff zu Buederich sess sumbern even, dry wysspennyngh, tzwey hoenre ind vunffindtzwentzig mürchen, wilch guet in dem kirchspell von Butgen gelegen ys. Ind weirt sache dat sich yemantz vorder anspräche, idt were van Renthen off anders, zo dem vurs. guede dechte tzo haven, der moechte up der vurs. heren hoff zo Boederich komen und dar recht up dem hove nemen, sulchs sich ouch waill billich geburen sali na sulchs guede gewoende und erkentnysse der hoeffmenne, dar men yem unvertzaichlich recht sali lassen wederfaren." Original im St.-A. zu Düsseldorf. — Siegel des Jacob Schobbe stark beschädigt. — 572 — 597.— 1466, Od. IL, acceptirt das Kapitel von S. G. die durch den Scholaster Johann von Spull gethätigte Stiftung eines Rektors der Kapelle S. Helena. Ein Hof zu Liessem bildet das Stiftungsgut. I. n. D. a. Quoniam „domnm Dni decet sanctitudo in longitudine dierum", decet ergo ut nos dec. et caplum eccle s. Gereonis in Col. illius decorem precipue qui in augmen- tacione ministrornm eccle nre consistit specialiter diligamus. Cum igitur ven. dnns loh. de Spull utriusque juris doctor scolasticus ac canonicus nre eccle curtem suam in Lieshem prope Nederenbachem, quam emit ab Henrico de Landzberch cognominato de Eggerscheit pro summa 500 florenorum Re- nensium monete electornm imperii salvo pluri, cum omnibus suis attinencijs iuribus nemore ac pascuis et censibus ad cappel- lam seu altare s. Helene regine patrone nre et in ipsius et ss. martirum Cornelij et Cipriani (honorem) consecratum licet nondum dotatam seu dotatum pro remedio anime sue et ani- marum parentium et amicorum suorum ad sustentacionem unius rectoris seu vicarij inibi missas celebrantis liberaliter pro dote ipsius capelle, salvo sibi dictorum bonorum seu curtis usu- fructu, donaverit donacione irrevocabili assignaverit et effusti- caverit (!) loco et tpre ac coram notario et testibus infra- scriptis; ita quod idem rector pretacte cappelle seu vicarius celebrabit singulis septimanis in eadem et presertim diebus Dnicis et festivis tres missas prout tpri currenti congruet, et frequentabit chorum secundum consuetudinem racionalem cete- rorum vicariorum, et erit obediens decano et sub disciplina sicut ceteri vicarij. (DK. genehmigen diese Dotation mit der von dem Dotator bedungenen Bestimmung, dass er selbst und seine Nachfolger in der Scholastrie den Altar zu vergeben haben sollen) sie tarnen quod infra tempus juris conferet clerico actu pbro vel alias apto infra annum promoveri ad sacerdocium; alioquin collacio eius sit irrita et ea vice collacio ad canonicum pbrum habentem ex prima gracia prebendam universitatis studij Col. in eccla nra seil, ad latus prepi nri installatum devolvetur. (Ebenso soll es gehalten werden, wenn die Scholastrie zugleich mit der Rektorstelle unbesetzt ist, und auch im Falle eines Zwistes bezüglich der Scholastrie. lieber dies alles ist die gegenwärtige Urkunde von dem öffentl. Notar und Schreiber — „scriba" — von S. Gereon, Johann Weirsseberg gefertigt und mit dessen Zeichen versehen ivorden. — 573 — Angehängt wurden die Siegel des Scholasters und des Kapitels. Datum: a Nat. Dni 14GG, ind. 14 . . . in crastino s. Gereonis ... in loco caplari eccle nre et caplo nro generali. Zeugen: Everhard von Heymbach und Peter von Gymnich, beide Priestervikare an S. Gereon.) Original in S. Gereon; die Siegel sind entfernt. — Im St.-A. zu Düsseldorf finden sich noch 3 auf die Schenkung des Liessemer Hofes durch den Scholaster Joh. Spull bezügliche Urkunden: 1) 1463, April 29. (vrydach nae sent Goris daghe), verkauft Heinrich von Landsberg deu Hof zu Liessem an den Scholaster von S. Gereon; 2) am selben Tage verzichtet Peter Kessel von Neuerburg auf das Einlösungsrecht desselben Hofes; 3) 1466, Oct. 11. (in crastino s. Gereonis"), schenkt der Scholaster Joh. Spull seinen Hof zu Liessem zur Stiftung der Vikarie S. Helene in der Kiroho S. Gereon. 598.— 1468, August 23., überträgt Werner von Seyn Graf von Wittgenstein Propst von St. Patroclus in Soest und von St. Gereon in Cöln „Iohanni Pistoris de Lappe clerico Maguntino" die Parocliialkirche „in Gunterstorp Colon, dioc. per mortem seu liberam resignationem quondam magistri Henrici Hagedorn, studentis alme universitatis studii Coloniensis, Ultimi rectoris et possessoris eius . . . vacantem, cuius collatio, provisio seu quevis alia dispositio ad nos ratione dicte mee prepositure ecclesie s. Gereonis, quociens ipsam vacare contigerit pertinere dinoscitur." — Unterschrieben „per me Johannem de Brylon notarium in premissis". Original im St.-A. zu Düsseldorf. — Siegel des Ausstellers Graf "Werner stark beschädigt. 599.— 1468, Sept. 5., erklärt der Propst Werner von S. G., dass er das Schatzamt in dem Stifte als supprimiert erachte. Nos Wernerus de Seyn comes in Witgensteyn prepus eccle s. Gereonis Col. fatemur et recognoscimus publice per pntes, quod — cum per plures retroactos annos et longe ante promocionem nram ad d. preposituram, que contigit de anno 1434, atque de post continue usque impresenciarum officium thesaurarie dicte eccle, quod olim esse et secundum antiquas ordinaciones eiusdem eccle ad collacionem et ordinacionem prepi pro tpre pertinere consuevit, in d. eccla palam publice — 574 — et notorie habittim sit et reputatum habeturque et reputatur de pnti, prout et nos sie a tpribus pretactis et citra illud habuimus et reputaviraus ac habemus et reputamus pro sup- presso — igitur predecessorum nrorum vestigijs inherentes, considerantesque pred. officium ipsi eccle multum fuisse one- rosum atque sepius discordie inter fratres seminarium, ipsam- que ecclam eciam ex hoc in debitis luminaribus multociens diminucionem et defectum ac alia plura sustinuisse incommo- da ut hijs congrue consuletur (!) futurisque periculis oportune provideatur et propter pacem et tranquillitatem in d. eccla de cetera observandam sponto ot liboro animoque bene pre- meditato ex premissis et alijs causis inste nos moventibus bona fide promisimus et promittimus d. suppressionem nos ratam et gratam perpetuo habiturum (!), quodque de collacione seu ordinacione predicti officii nullo tinquam tpre nos intro- mittemus neque illam faciemus, quinymmo pntium tenore ex- presse consentimus et anmümus, quod, si que solempnitas in suppressione eiusdem officii forsan omissa foret, suppleatnr, seu de novo et ex habundanti idem officium legitime et canonice supprimatur, prout et quemadmodum decano et caplo eccle pred. videtur oportunum. In quorum premissorum om- nium et singulorum fidem et testimonium pntes litteras appen- sione sigilli nri ac subscriptione manus nre proprie duximus roborandas. Datum a. D. 1468, mensis Septembris die quinta. Nos Wernerus prepus pred. recognoseimus premissa esse vera teste manu propria. Original mit dem wohlerhaltenen (Familien-) Siegel des Propstes in S. Gereon. 600.— 1469, Febr. 20., stellt der Scholaster von S. Gereon Joh. v. Spull in seinem innerhalb der Emunität von S. G. gelegenen Scholasterhause dem Cleriker Wenemar Castorp von Essen eine Urkunde aus, gemäss welcher er dem W. C. icegen dessen tugendhaften Lebens den in der Crypta der Kirche S. G. befindlichen Altar des h. Nicolaus — wenn der Altar einst durch den Tod oder den freien Versieht seines Inhabers Joh. Holde oder sonshvie frei geworden sein wird — mit dessen Einkünften übertragen, und mit demselben Altäre den knieend darum bittenden W. C. durch Auf- — 575 — setzung des eigenen (des Scholasters) Birets investiert hat. Der Scho- laster hat sein (jetzt fehlendes) Siegel angehängt. Zeugen: Peter von Gymnich Priester und Cornelius von Älffen, beide Vikare an S. G. Beglaubigt durch den Notar Johann von Brylon. Original in S. Gereon. 601.— 1470, April 9., ind 3 . . . hora caplari adhuc du- rante, in loco caplari, bekundet Hermannus d. gr. Hassie lant- gravius comes in Tziengenhagen et Nidde etc., decanus eccle s. Gereonis Col., dass vor einiger Zeit vor ihm und dem Kapitel der Vikare an S. Gereon — von welchen gegenwärtig waren Ever- hard von Heymbach, Peter van der Kulen, Johann v. Batingen, Peter v. Gymnich, Joh. v. Dnicken, Gerard Schat, Willi, v. Bychenstein, Mag. Joh. v. S. Tron, Gerard von Hörn Licentiat in decretis, Joh. Boede von Caff, Hugo Snoick, Joh. Ewich, Joh. v. Brilon und Joh. „de Hammone" die genannten W. v. B. und H. S. den Joh. v. Brylon als Kellner der Vikare verklagt haben, iveil er ihnen gewisse Früchte und Wein, gen. „residentie körn", für die 2 letztvergangenen Jahre nicht abgeliefert habe. Joh. v. Dülcken als Mitinteressent hat darauf geantwortet, dass den Klägern die betr. Einkünfte nicht zukämen gemäss einem frühern Beschlüsse ihres Kapitels, lautend: „Item iip dat der tzweydracht neyt me noit sy, wer van den 7 vicarien gebrachen sali der residencien körn . . . der sali persoenlichen thusschen der Wurpelportzen ind der Lewen- portzen inclusive wonen slaiffen ind wachen myt synere huyss- gerade cost vuyre ind flamme yeckliger na synre vermögen lialden, ind also by unser kirchen resideren ind nirgend anders sunder alle argelist." Nachdem dann der gen. Kellner den Weri der strittigen Einkünfte bei dem gen. Dechant deponirt hatte, und der letztere den Köln. Clerus und auf dessen Bat das Kapitel von S. G. um seine Meinung hinsichtlich des Streites befragt hat, hat das gegenwärtige Kapitel der Vikare die streitenden Parteien vermocht, von einer gerichtlichen Verfolgung der Sache abzusehen und unter der Strafe der Suspension und 300 an das Kap. zu zahlenden rheinischen Gidden den Schiedsspruch des Kapitels anzunehmen. Dieser lautet dahin: dass die oben angeführte Entscheidung festzuhalten sei, wonach die Berechtigten innerhalb des gen. Bezirkes „domicilium habere et larem fovere" müssen, dass diese ferner ihre mit ihren Altären — 576 — verbundenen Pflichten in Bezug auf die Messen, die Teilnahme am Chordienst und den Stationen etc. erfüllen müssen, dass demnach die Kläger abzuiveisen seien, dass aber doch für dieses Mal die Parteien das Streitobjekt unter einander teilen sollen. — Das (Familien-)Siegel des Dechanten und das Zeichen des die Urkunde beglaubigenden Notars und Lütticher Clerikers Ger. Schot v. Santberck (Vikar an S. G.) ivurden beigefügt. Zeugen die Priester Peter v. Gymnich und Joh. v. S. Tron. Original (mit Siegel) in S. Gereon. 602.— 1470, Aug. 20. (up maendach na unser liever vrairwen dach kruytwigonge), bekennen „Reynhart Bück waepe- linck ind Jutghen syne elige huysfrauwe", dass sie wegen einer von ihrem Gut und Hof zu Godelshem an die Kirche S. G. zu zahlenden „ Jairpacht" von 1 Mltr Weizen und 2 Schillingen mit „dem lantrechten" zu Hoynkirchen gerichtlich durch DK. von S. G. „ angelangt" ivorden sind, und dass sie, nachdem durch „liggende ind levendige künden" die Richtigkeit der Forderung erwiesen ivorden, sich gemäss ergangenem Schiedsspruch verpflichtet haben, nicht Mos jährlich die genannte Rente an S. G. zu zahlen, sondern ausserdem die nächsten 6 Jahre wegen der „versessenen Renten" einen gleichen Betrag. Ausser dem Siegel des R. Bück wurde angehängt das Gerichtssiegel des Vogts und der Schöffen zu Hoynkirchen. Original mit erhaltenen Siegeln im St.-A. zu Düsseldorf. — R. B. 129 a. 603.— 1471, Nov. 16., bekunden DK. von S. G., dass die Stadt Ahrweiler ihnen den 1354 behufs Anlage einer Steinkaule gepachteten Weinberg wieder zurückgegeben hat. Wijr Dechen ind Cappittell der kirchen zo sent Gereoin bynnen Coelne doin kunt . . . So as die eirbern Burgermeister Scheffen Rait ind gantze gemeynde der Stadt Arwylre vur- zijden van unsen vurfaren eynen wyngart gelegen bij Anv. an Dranendaele drittehalff virdell off umb trent haldend (etc. wie oben n. 399) danaff des brieffs datum steyt 1354 vnr eyne steynkuyle ind alle jair vur drittehalve aem wyns gelijche den bedewynen uns zo betzalen myt des brieffs vurwarden — 577 — van uns zo paichte geleent hatten: so bekennen wijr Dechen etc. oevermytz diesen brieff, dat de vurg. Bürgermeister .... der Stadt Arw. den vurg. wyngart myt syme zobehore ind besserunge . . . widderomb zo unsen henden myt dem jairpachte uns overgeven haint na lüde des brieffs wijr van yn . . . hain, den wijr up diese tzijt nyet vynden moigen . . . (Das Stift quittirt also der Stadt Ahrweiler über die sämmtlichen Pachtzinse und über den ihm zurückgestellten Weinberg. Angehängt wurde das „Kirchensiegell" von S. Gereon.) In den jaren unss herren 1471 up saterstach na sent Mertyns dage des heiigen byschoffs. Original im Ahrweiler Stadtarchiv. Das Siegel hängt vorletzt an. 604.— 1472, Juli 11., befiehlt der Official der Köln. Curie, dass Beyner Bück und die ganze Gemeinde Hemmersbach nach Köln vor sein Gericht zu eitleren seien, um in deren Streitsache mit den Vikaren von S. Gereon sich verurteilen zu hören. Henricus de Groenyngen utr. j. doctor officialis curie Col. judex et commissarius cause et partium infrascriptarum a reverendissimo . . . dno Ruperto d. gr. s. Col. eccle archiepo . . . specialiter deputatus plebanis in Gluell et in Belle ac universis . . . parrochialium ecclarum capellanis et altarium rectoribus ceterisque presbiteris . . . clericis notariis et ta- bellionibus publicis . . . per civitatem et diocesim Col. . . . salutem in Dno et nris huiusm. ymmoverius reverendissimi dni nri Ruperti archiepi Col. firmiter obedire mandatis. Quia in actis prioribus in causa et inter partes infrascriptas coram prioribus judieibus actitatis . . . comperimus, apud citandos infrascriptos tutum minime patere accessum et recessum, neenon Reynerum Bück et Gotschalcum Guyll neenon schultetum et scabinos judicii temporalis in Hemmersberg aliosque litis con- sortes exeommunicatos aggravatos reaggravatos et interdictos neenon eosdem propter (?) absolutionis et interdicti relaxatio- nis munus ad comparendum ac ad suum vel suos procura- torem vel procuratores legitimos cum pleno mandato apud acta constituendos neenon ad procedendum in eadem causa citatos, alioquin in eventu non comparicionis ad videndum et 38 — 578 — audiendum previsas (?) absolucionem et interdicti relaxacio- nem tolli cassari et revocari, ipsosqne adversarios pred. ia pristinas excommunicationis et interdicti censuras et sententias rebellione reintrudi. Qnibus per nos Henricum judicem pred. visis et ruminatis ipsisque dnis vicariis pro parte eorundem instantibus atque petentibus vobis omnibus . . . mandamus, qtiatenus vice et aucte nris ymmoverius . . . archiepi pred. publice de ambonibus in ecclis vestris populi multitudine inibi ad divina audienda congregata aliasque per affixionem copia- rum pntis nri mandati in valvis seu parietibus ecclarum vrarum necnon maioris eccle et aide archiepalis Col. ad instar cdicto- rum publicorum, que olim in albo pretorio scribebantur, citetis peremptorie cor am nobis Reynerum Bück et Gotschalcum Guyll necnon schultetum et scabinos in Hemmersberg ac alios litis consortes coniunctim et divisim ad aulam archiepalem Col., in qua jura reddi solent, et ad horam primarum audiendi con- suetam nobis inibi pro tribunali sedentibus ad quintam diem post execucionem pntium ipsis factis immediate seqnentem si juridica fuerit, alioquin ad proximam diem juridicam extnnc immediate seqnentem et ad horam pretactam consuetam ad in- stanciam honorabilium dnorum vicariormn eccle s. Geroonis Col. ad audiendum et videndum ipsos Reynerum Bück etc. in pristinam excommunicationis sententiam reintrudi necnon previsam (?) relaxationem interdicti ecclesiastici per nos atque interdictum ecclesiasticum et cessum a divinis propter rebellionom et inobedientiam servari mandari. (Noch werden citiert zum gleichen Tage und Zwecke der Pastor und die Gemeinde von Hemmersberg; kommen die Citierten nicht, so wird das Urteil dennoch Kraft haben. Ist in Zukunft nochmals einer der Genannten zu irgend einem Termine zu berufen, so soll das nur geschehen durch Anschlag des Mandats an den Thoren des Domes und der Aula der erzb. Curie. Original in S. Goreon. Auf dem 2 ] / 2 cm. breiten Vorderrande steht der Vermerk: „ego Conradus offioians in Gluel non audeo exequi istud mandatum propter metum corporis et bonorum, quod attestor manu propria"; ausserdem findet sich, dort ein ähnlicher Vermerk des Officianten Theoderich Bizkelin in Belle und eine längere Auslassung des Notars Arnold Kolich von Euskirchen über die Unausführbarkeit des Mandats. — 579 — 605.— 1475, Oct. 14., bekunden DK. von S. G. in einem im gewöhnt. Saale ad hoc gehaltenen Kapitel, dass sie den Testamentsvollstreckern des verst. Scholasters Joh. von Spull Dr. utr., nämlich ihrem jetzigen Scholaster Willi, de Leydis Dr. decr. und Joh. Pfuyss Dr. in leg. — welche beide Priesterkanoniker an S. G. sind — eine Rente von 16 rh. oberländischen Gulden lastend auf den Gütern des Stiftes für 400 derselben Gidden — wovon 1 — 4 Köln. Mark ist — verkauft haben, dass sie ferner diese erhaltene Summe zum Rückkauf einer Rente von 20 Gulden verwandt haben, welche sie vor mehrern Jahren wegen dringender Not ihrer Kirche dem Köln. Bürger Cristian Edelkynt verkauft hatten, dass gemäss dem Wunsche des Erblassers und der Anordnung der 2 Executoren im August, als dem Sterbemonat des J. v. Spidl, im November, im Februar und im Mai jedes Jahres die Memorie des Verst. „cum candelis vigiliis missis et commendacione" gehalten icerden soll, dass dabei den gegenwärtigen Kanonikern aus der gen. Rente je 6 Schillinge, den einzelnen Vikaren und andern am Chordienst Beteiligten — soweit sie an den Vigilien teilnehmen — je 12 Denare, den celebrierenden Vikaren ausserdem 2 x j 2 Seh. und den letztgenannten, wenn sie mit den Herren das Grab des Erblassers besuchen, noch je 6 Denare gezahlt icerden sollen; von den Vikaren wird dabei jedoch vorausgesetzt, duss sie den Rektor der von dems. Joh. v. Spull dotierten Kapelle S. Helena zur Kapelle x ) und zur Teilnahme an den gemeinsamen Einkünften der Vikare zulassen — ividrigenfalls sollen ihnen bei jeder Memorie für die. Teilnahme an den Vigilien nur je 8 Denare und sonst Nichts gegeben werden, in diesem Fcdle soll aber der Rektor der Kapelle S. H. noch 4 Mark für Messen, oder wenn kein Rektor da ist, sollen für die 4 Mark von andern Priestern an jedem der 4 Termine je 12 Messen gelesen werden. Da ferner der Wingert am TJnkelsteyn seit 1332 mit der Scholastrie verbunden ist, tvelche dafür jedes Jahr eine Ahm Wein zu liefern hat für die Abhaltung der Memorie für die Donatoren jenes Wingerts, die einstigen Kanoniker von S. G. Heinr. von Buren und Johann von Stailburg, da indess diese Memorie seit vielen Jahren nicht gehalten worden ist, so haben die Exekutoren angeordnet, dass 2 von jenen 16 Gulden für dieselbe jährlich verwandt werden sollen: die Vikare sollen davon bei den Vigilien je 8 Denare erhalten, der Rest wird unter die bei dem Officium defimctorum anwesenden Kanoniker verteilt; die Scholastrie soll jene Ahm Wein nicht mehr zu leisten haben. — Für Einhaltung aller dieser Bestimmungen sollen - 580 — nach dem Tode der Executoren der zeitige Scholaster und derjenige Priesterkanoniker sorgen, welcher seine Pfründe „vigore prinie gracie universitatis Col. besitzt: diese 2 sollen dafür 12 Schillinge erhalten, ivenn die übrigen 6 bekommen. — Der Best endlich von den 16 Gulden ist für die „ornamenta eccle" bestimmt. — Angehängt wurden (und sind) die 3 Siegel der Kirche (ad causas) und der beiden Executoren. Zeugen: Johann von Caster Vikar, Johann Cluyten Pastor zu Mechtern („ad martires") und Martin de Brylis Priester der Utrechter Dioceze alle 3 „chorisocii eccle nre". Beglaubigt und mit dem betreffenden Notariatszeichen versehen ist die Urk. durch Johann Weyrszeberg von Brylon „pbr Col. dioc. publicus sacra imperioli ancte et admissione ordinaria notarius et coram ven. et illustr. dnis dec. et caplo eccle s. Gereonis scriba juratus." Original in S. Gereon. !) Im Text steht „ad capellam", obschon die „capella s. Helene 1 * nicht •— wie oben — vorhergenannt ist; letztere kann auch nicht wohl gemeint sein, da über diese doch die Kanoniker und nicht die Vikare zu verfügen hatten. Vermutlich ist capella hier = capitulum, seil, vicariorum, wie denn auch Ducange capella (s. h. v. n. 7J = coetus capellanorum setzt mit Berufung auf Adam Brem. c. 207. 606.— 1476, November 11. (op sento Mertyns dach), verkaufen Gert van Eickhove und s. Sohn Dirich an Hermann van den Nyenhove genannt van der Leyen eine jährliche Beute von 4 oberländischen Gulden aus dem Gute zu Eiekhooen im Kirchspiel Halver, und geloben, das Gut nicht weiter zu belasten. Zeugen: „Helanych Pais wert und wynkopsman, Hans Sternenberg geschworne vrone to Halver in der tyt, Hans Koppelkyn ind Tyges to Gloderveldeii." Es siegeln Botger Haker „Hogreve to Ludenscheven ind richter to Halver" und Dederich Esschemann „richter unses gnedigen hern van dem Berg etc." Original mit beschädigten Siegeln im St.-A. zu Düsseldorf. 607.— 1478, Oct. 2., ordnen Dechant und Kap. von S. Gereon an, dass als Dank dafür, dass der Vikar Joh. von Dülkeu für ein Kanonichenhaus Ausgaben gemacht hatte, jährlich 6 Mark für die Memorie des Vikars sollen verwendet werden. — 581 — Nos dec. et caplum occle s. Gereonis Col. notum facimus . . ., quod -— in recompensam expensarum, quas hon. dnus loh. de Dulken vicarius in eccla nra pta in et ad Jomum Man[derscheit?] canonicalem sitara infra emunitatem eccle pred. in opposito cellarii eiusdem eccle iuxta domum quam inhabitat pro tpre dnus Petrus de Kulen versus aqui- lonem fecit et impendit, presertim circa testudinem lapideam cellarii eiusdem domus et alia plura commoda illius — habita desuper deliberatione matura in caplo nro caplariter congre- gati, de consensu pretacti dni Iohannis ordinavimus, quod a die qua contingeret d. dnum loh. decedere ab hac luce ad annum in subsidium sui anniversarii, secundum morem per cancos et alia membra eccle nre in eadem servandi, pntiarius nr dabit 6 marcas communis monete Col., et quod deinceps subsequentibus annis infra quindenam a die obitus d. dni Iohannis pro memoria sua perpetuis tpribus in eccla nra servanda cum vigiliis missa et commendacione iuxta observanciam so- litam d. eccle nre de fructibus et obvencionibus officii pntiario nre dabit pref. pntiarius nr 6 marcas premissas consimiles, distribuendo et deserviendo modo subscripto, videl. quod 8 de Ulis 6 marcis cedent dnis cancis existentibus in officio de- functorum pretacto, et de reliquis 3 marcis dabuntur singulis vicariis et aliis chorisociis secundum morem servari solitum in tnatudinis 9 lectionum pntibus in vigiliis 6 den., et quod superfuerit de Ulis 3 marcis cedet vicariis celebrantibus inter ipsos equaliter dividendum. (Bechant und Kapitel versprechen, dafür sorgen zu ivollen, dass der Praesentiar die 6 Mark [jedes Jahr] für die Memorie auszahlen werde. Angehängt wurde das Siegel „ad causas"). Datum a. D. 1478, secunda mensis Octobris. Original in S. Gereon. — Das Siegel fehlt. — Dem Original liegt bei eine vom 26. Mars 1807 datierte französische Uebersetzung von Kramer „traducteur assermente au tribunal de premiere instance de l'arrondissement de Cologne" ; die Unterschrift des Kramer ist beglaubigt am 2. April 1807 von „Begasse vicepresidenf. Der Uebersetzer hat „testudo" = „escalier" gesetzt! Er hätte richtig „voüte" setzen müssen. 608.— 1481, Februar 8. Adelsbrief des Junggrafen Dietrich von Neuenahr. — 582 — Wir Joergen Grevo zo Virnenburg &c, Dederich Greve zo Manderscheid here zo Sleiden &c. Coene und Johan Jung- greven zo Manderscheid und Greven zo Blanckenheym &c. enbieden uch den wirdigen edelen und wailgebornen hern dechen und capittell der kirchen Sent Gereon bynnen Coelne* unsen fruntlichen groisse und willigen dienst und doin uch kunt und bekennen in desem offenen breve, dat der edell und wailgeborne Diederich junggreve van Nuwenair, bewyser dis brieffs, elige son ist wilne des edlen Frederichs junggreven van Nuwenair, und syns vader vader ist eyn edell Greve van Nuwenar gnt Gumprecht, und syns vader moder ist ge- west eyne geborne grevynne van Limburg gnt frowe Marga- retha, und syns vader vader moider ist gewest eyn edel grevynne van Loyn gnant frow Philippa und syns vader moider moder was eyn edell frowe van Ryfferscheit geboren gnt frowe Mettelt. Also synt die vier Ainchen van des vader wogen van Nuwenair, van Loyn, van Limburg und van Ryfferscheit, so dat die vurgenanten alle vry edell greven und gre- vynnen van vryen edelen Stemmen hern und frowen geboren synt, und alle weghe zor rechter ee gesessen hant, und ouch die Stemmen seder menschen gedechtnysse her und langer vry edell genant, geacht, gehalden und gewest und ouch noch synt, dar wider wir noch anders nyt gehoirt en hain, und schriven dat by unsere eren und eyden, die wir allen unsen heren gedain hain. Und dis zo getzuge der wairheit hait yeckliger von uns synen siegell an diesen brieff done hangen. Gegeven in den jairen uns heren Duysent vierhundert eyn und eichtzig up den neisten donrestag na sant Agathen daghe. Original mit erhaltenen 4 Siegeln im St.-A. zu Düsseldorf. (505).— 1481, Sept. 27., beauftragt Erzb. Hermami den De- chanten von Mariengraden Joh. Huijssmann, den Streit zivischen der Genossenschaft der Vikare von S. G. und dem Schidtheiss etc. von Hemmersbach wegen des Ertrages gewisser Güter aussergerichtlich zu beenden. Hermannus d. gr. s. Col. eccle archiepus ... et aposto- — 583 — lice sodis legatus hon. Iohanni Huyssmann decretorum doctori decano eccle b. Marie ad gradus Col. consiliario et devoto nro dilocto salutem in Dno Causa seu causis inhibitionis inter de- votos nros et dilectos vicarios communes eccle s. Gereonis Col. irapetrantium ex una necnon schultetum et scabinos in Hemmersbach ac alios litis consortes coniunctim seu divisim super spolio quornndam bonorum immobilium ac dominio eorum- dem ad dictos vicarios ut asserunt pertinentium, necnon aliis quibusdam iniuriis in actis cause seu causarum huiusm. coram officiali curie Col. primo ordinaria aucte introductis, ex alia partibus, et deindo Ute et causa huiusm. inter dictos vicarios ac quondam Scheiffardum vamme Roide in Hemmersbach tam- quam principalem cum schulteto et scabinis pred. tarn coniunctim quam divisim nomine suo omniumque et singulorum sua communiter vel divisim interesse putantes occasiono pre- missorum ad causam intervenientem fuit dieta causa de hinc- inde partium consensu per bone memorie dnum Rupertum archiepum Col. nrum predecessorem Ilenrico Urdemman decano eccle s. Andree Col. summarie simpliciter et de piano absque strepitu et figura judicii usque ad diffinitivam sententiam ex- clusive cum potestate citandi inhibendi et cognoscendi com- missa; qui in eadem faciendo et procedendo causam et partes huiusm. ad dnum Rupertum archiepum pred. remisit; quam tunc ultimo idem quondam nr predecessor quondam Henrico de Groennyngen utr. iuris doctori audiendam commisit qui in eadem ad certos actus et decreta usque ad interdictum eccle- siasticum inclusive procedendo, prout in actis inter partes pretaetas successive habitis, quorum omnium tenores hie haberi volumus pro sufficienter expressis, de medio sublatus fuit. Ob hoc causa et cause huiusm. ad nos censentur devolute, quam et quas tibi in statu, quo sunt et ultimo remanserunt, cum suis ineidentibus dependentibus et connexis summarie et de piano absque strepitu et figura judicij . . . committimus resumendas audiendas cognoscendas et fine debito terminandas, ffaciens [!] quod decreveris per censuramecclesiasticam firmiter observari; festes vero qui vocati fuerint, si se gracia favore odio vel timore subtraxerint, sitnilibus censuris compellas veritati testimonium perhibere. Volumus autem et mandamus mandata queeunque per te in hac causa decernendo sub nro — 584 — officialitatis et non alio sigillo dari et concedi. Datum Bruel nro sub sigillo sub a. D. 1481, die vero 27. mensis Septembris. Original (mit verletztem Siegel) in S. Gereon. (Mit den beiden vorstehenden Urkunden fand sich zusammengebunden ein Schreiben des Conratt Haen scholtiss zu Hemmersbach und Sindorffi „datum altera Lotare a. D. [15]56" an den Vikar und Kellner der Vikare zu s. G. Wilhelm von der Horst, nach -welchem Schreiben „Fittgen halfwin zu Boistorff" nebst einigen Freunden mit dem Kellner und einigen anderen Vikaren „bynnen Bottenbroich dem closter" zu gelegener Zeit zusammentreffen will, um den entstandenen „Irthumb" betreffend das Heu aussergerichtlich „dem iungsten genommenen abscheit na" in's Klare zu bringen. 1481. Oct. 26 (uff frydach nae sent Severyns daghe des h. B.) bekundon YVylhem Proff, Schultheiss, und die sämmtlichen Schöffen des Gerichts zu Heymersbach Folgendes. Gottschalk Guyll hatte die Güter des Henrich von Leek „mit dem gerichte zu Heymerssbach angelangt" und dabei auch etliche Benden, welche H. v. L. von den Vikaren zu s. Gereon „vur 1 neralichen Jairpacht yn beveell hatte", „mit bevangen" ; nachdem G.G. die Güter „jair und dach und langer" besessen hatte und noch nicht befriedigt war, erreichte er ein „vast gedynge und ordell", nach welohem er die Güter bis zu seiner vollständigen Befriedigung behalten sollte ; dadurch aber hielt er sich für berechtigt, jene Güter zu verkaufen trotz der Inhibition des „Officiails des hoeffs zu Colne", „und dairumb die saiche umb gebrechs wille an den wirdigen Offlciall vurs.....geworven und der saichen nagefolgt biss zu beswernysze und interdict yn die Kirche van Heymerssbach gelacht ist worden." Da also die gen. Vikare sich auf den Off. berufen haben, „da suloh gewyn und erfolgnisse vurs., so die guede geistlich synt, van unwerde verbleven und machtloiss synt", so bekennen Schultheiss und Schöffen, dass ihre gnädigen Landherrn die Vikare wieder in den Besitz ihrer Benden, in dem dynckmailo van Heymerssbach gelegen" gesetzt haben. — Die Landherren Gebrüder Scheiffart und Junker Scheiffart von Meyroede, Herren zu Heym., haben ihre Siegel angehängt, der gen. Schultheiss hat „von amptz weghen und ouch umb bede der scheffen willen" ebenfalls sein Siegel angehängt. Cop. Vic. fol. 9. 610.— 1482, Jan. 26., erlässt der Official der Köln. Curie an den Pleban von S. Christoph und alle Kirchenrektoren etc. der Köln. Diöcese auf Anstehen des Joh. v. Dulken, des Joh. v. Brylon und des Joh. o. Gusten, dreier der 7 Priestervikare von S. G., ein Mandat, gemäss welchem die Adressaten angewiesen iverden, die Winzer Telo van Berghe und loh. v. Breitbach, die sich das Eigentum eines Wiugerts in der Buttergasse — welcher rechtlich den gen. 7 Vikaren gehört und von ihnen gegen einen Jahrzins von 2 Tonnen Wein verpachtet ist — angemasst haben, aufzufordern, sich bei Strafe der Ex- — 585 — communikatioh und von 200 Gulden — zahlbar zur Hälfte dem Fiscus und zur Hälfte den 7 Vikaren — innerhalb 5 Tagen vor dem Gerichte des Ofßcials zu stellen. „Scriptum per me Henr. de Horst notarinm." Original in S. Gereon. Am Rande bemerkt am 2. Febr. der Pastor von S. Christoph Peter Haltichfast, dass er den beiden Inoulpaten eine Copie dieses Mandats übergeben habe. 1482, Febr., 9. nimmt der kaiserl. Notar Conrad Heymbach von Köln einen öffentlichen Akt auf, nach welchem die Vikare von S. Gereon sich gütlich mit Thilmann v. Berghe und Joh. Molener von Bonn dahin geeinigt haben, dass Th. v. B. den Wingert in der Buttergasse noch dieses eine Jahr behalten und dafür den Yikaren 2 Tonnen Wein liefern soll, und dass er denselben für die gegen ihn geschehene Inhibition 3 Köln. Mark zu zahlen hat. Zeugen: Joh. de Dulken und Joh. de Missena, Priester der Köln, und der Naumburger Diöcese. Mit der vorigen Urkunde zusammengeheftetes Original in S. Gereon. 611.— 1483, Juni 13., verweist der Official der Köln. Curie eine Processsache eines Vikars von S. Gereon an das Kapitel der Vikare von S. G. als an das zuständige Gericht. I. n. D. a. Universis . . . officialis curie Col..... No- veritis, quod — orta et introdueta coram nobis causa per et inter hon. dnos Iacobum Slosgen vicarium eccle s. Gereonis Col. actorem ex una ac loharmem de Dulcken eciam vicarium in eadem eccla reum partibus ex altera — providus vir mag. Lambertus Vaight procurator causarum dicte nre curie juratus ac procuratorio nomine eiusdem Iohannis Dulcken pro causa rationabili ut asseruit, quare idem dnus Iohannes Dulcken reus deberet remitti ad capitulum vicariorum dicte eccle, quandam papiris (?) cedulam ab intus conscriptam coram nobis exhibuit huiusm. sub tenore: Pro causa rationabili quare hon. vir dnus Iohannes de Dulcken remitti debeat ad capitulum suum vicariorum eccle s. Gereonis dicit, quod ex antiqua et laudabili consuetudine tenta et inconeusse observata a 10, 20, 30, 40, 50, 60 et 100 ac pluribus annis, cuius initii memoria hominum non existit, sunt et fuerunt 21 vicarii incorporati in d. eccla s. Gereonis, qui una cum decano dicte eccle s. G. aut eius vices gerente habent seu representant ac tenent solempne — 586 — capittulum seorsim a capittulo canonicorum in quo omnia et singula negocia ipsorum vicariorum tractantur et expediuntur, necnon delinquentes et eorum excessus corriguntur emendan- tur et expodinntur et eciam in quibuscumque aliis causis uni- cuique iusticia ministratur expedita et hodie et cottidie ita observatur et tenctur; et si premissa negata fuerint offert se ad probandum citra tarnen superfluam probacionem. Item quod ab eodem tempore de similibus usu et consuetudine semper tentum et inconcusse observatum fuit, quod, quociens aliquis ex vicariis pred. coram ven. dno officiali Col. pro tpre existente ad instanciam cuiuscumque porsono ad causam tractus esset, et ipse vicarius sie in causam tractus se ad decanum et capi- tulum suum remitti petiisset, officialis . . . eundem vicarium ... ad eosdern dec. et caplum remisit; et quod sie fuit semper tentum practicatum et observatum palam publice et notorie; et casu quo non remissus fuerit, protestatur de gravamine et appellando etc. — Certis quoque testibus super predictis cedule contentis pro parte Iohannis rei antedicti in huiusm. causa produetis reeeptis admissis juratis examinatis et eorum dictis et desposicionibus in scriptis debite redactis, processoque causa in eadem ad certorum aliorum dnorum [?] observacionem prout hec et alia in actis cause coram nobis inter d. partes actitatis latius continentur et vidimus contineri — tandem a. Dni et die infrascriptis prelibato Lamberto Vaight ipsius dni Iohannis rei ex una ac provido Franconi Wychen d. dni Iacobi actoris procuratoribus rite apud acta constitutis coram nobis in aula archiepali Col. hora causarum audiendarum consueta judicialium comparentibus, Nos officialis anted. visis per nos primitus actis et actitatis cause huiusm. illisque debita maturitate recensitis nram sententiam in eadem causa in dictorum hincinde pro- curatorum pntia in scriptis et promulgavimus eamque ferimus et promulgamus in hec verba: In causa coram nobis indecisa pendente per et inter hon. viros dnos Iac. Sl. . . . necnon loh' Dulcken. . . interloquendodecernimus, quod — positis pignoribus sufficientibus per pref. dnum Iohannem D. pro obligacione qua asseritur obligatus — prefato actori debeat esse liberatus hon. dnus Iohannes Rulant canonicus eccle ss. Apostolorum Col., prout illo facto eciam eundem dnum Iohannem R. eiusdera obligacionis fideiussorem licentiamus ac ab instancia judicii nri — 587 — absolvimus, ipsumque dnum loh. Dulcken reum ac pref. actorem et causam pred. ad venerabilem et illustrem ac honorabiles dnos decanum et caplum vicariorum eccle s. Gereonis tanquam eorum judices competentes remittendum fore (iudicamus) et remittimus, in contrarium allegatis non obstantibus, expen- sarum ratione in finem litis reservata. In quorum omnium et testimonium promissorum sigillum officialitatis dicte nre curie maius pntibus inferius est appensum. Lecta lata et in scriptis per nos promulgata fuit prescripta nra sentencia sub a. D. 1483, ind. 1., die autem Veneris 13. mensis Iunii, hora et loco prescriptis, pontificatus ss. in Christo patris et dni nri dni Sixti div. prov. pape IV a. 12., pntibus ibidem discretis viris mgris Iohanne de Goch, Iacobo de Lyppia, Hermanno de Orsoy et Iohanne de Meschede notariis causarum communibus dicte curie nre juratis testibus ad premissa vocatis et rogatis Scriptum per me Bernardum de Orsoy notarium communem. Original (mit hängendem Siegel) in S. Gereon. 612.— 1483, Odober 16. (up sent Gallen dagh), verkaufen die Eheleute Gerard Schröder van der Wehe und Cathar. dem Gereons- Stift „sulche helfte ind gedeilte umbewegliche frye erven ind guet wyr mit unsen gedelinge na doide wylne heren Thoenis pastoris zo Salchendorf, dem got genade, gedeilt hain, und derselve her Thoenis pastoir unser oemhe in syme leven allynck ind zo maille plach zo haven ind van eym an uns als syne neiste elige erven komen synt ... so we de in dem dorppe ind kirspel zo Salchendorf im lande van Guilche liggende synd . .: Item in den eirsten den ansedel myt dem gehuchte ind bouwe halff in de syde neist Naike Vurmantz ys der heren myt deme licherguede; item dat land op der krummer wyden gelegen längs de viedricht gehuert halff den vurs. heren zo ind schuist myt eyme vurhoufft up Peter Flickertz laut ind myt dem andern ende up Herpges lant van Kruithusen; item seven morgen gelegen längs den Kruithuse yr wech, schuist myt eyme ende up dat airhultz ind myt den andern end up Clais Hamechers lant huirt den vurs. heren — 588 — alre zo; item der kleine clois neist deme kruithus wege schuist mit eyme ende up Johans lant van Doirn, myt deme andern ende up den groissen clois, gehuirt halff den hern zo; Item den groissen clois neist dem kleine clois schuist myt eyme ende np den kruthus wech ind myt den andern ende up Iohans lant van Doirne, ind huert halff den hern zo; item by Dorn up der alden portzen zein morgen scheissent myt eyme ende up dat aide wasser ind myt den andern ende up der kirchen lant ind huert halff den hern zo; item de wasser soit dat selve stuck huert den hern alre zo; item de vier morgen up deme vloisgraven gelegen myt eynre syden neist Salchendorp ind myt den andern end up Clais Hamechers lant, huert halff den vurs. hern zo; item noch dry morgen gelegen neven Clais Hamechers lande, schuist myt eyme end up Peters hoiffstat van Salchendorp ind myt den andern end up des vurs. Clais lant ind huert den hern halff zo; item noch dry morgen beneven dem selven Clais ind schuist myt eynen end up des pastoirs lant van Salchendorp, ind schuist myt dem andern end up des selven pastoirs seven veirdel, hurt halff den hern zo; item noch vunff veirdel halff ind sind gelegen neven des vurs. pastoirs tzweene morgen ind schuist myt syme vurhuft up Hynges lant an der burch ind myt dem andern end up der vurs. hern lant ind hurt yn halff zo; item noch veirdel scheissen myt eyme end up Naicke Voirmantz lant ind myt den andern end up Peters hoifstat van Salchendorf, ind längs eyn syde neven des vurs. Peters lant ind lans de andern syde neven Peters lant van Wys ind synt allre der vurs. hern; item noch vunff morgen beneven buschen lande ind scheissen myt eyne end up Jobans in deme kirchhultz Mettelen morgen ind myt den andern end up den grönen wech, ind is halff der hern; item seven veirdel scheissent up Thewys lant van Doirn ind mit den andern end up Marien hoifstat, ind zo eynre syden lanx der hern hoifstat ind is half der hern; item noch tzwene morgen hoifstat gelegen entghen der vurs. Marien portzen neven Heinrichs Philffs hoistat ind schuist myt eyme ende up Peters van Wys anderenhalven morgen, ind der vurs. tzweyer ys seven veirdel der hern; item Otten dry morgen gelegen beneven Thewes van Doirn, scheissent myt eyme ende up des vurs. Thewes vier morgen — 589 — in scheissent mit andern end np sent Katherin dreisch, der Johans in dem kirchhultz ys, ind de vurgenanten dry morgen synt halft' der hern; item dry veirdel gelegen an deme heyl- genhuisgen, gelegen neven Herpges land van Kruithusen ind myt eyme end up Clais Ilamechers dry morgen ind myt den andern end up des selven Clais morgen, ind de vurs. dry veirdel synt halft der herrn; item noch eynen morgen neven Gei- rart van Loirspeck ind is halft der hern ind schuist myt eyme ende up des Schröders dreisch, myt dem andern end beneven np Thewys morgen hynder Salchendurp; item noch änderbaren morgen gelogon neven lanx de viedricht ind schuist myt eyme ende up de viedricht ind dat ander end up des selven Clais dry morgen, ind synt halft der hern; item noch eynen morgen genant Bointzenmorgen gelegen neven Heyn- ges land ind der burch ind neven der andern syden der Ca- pellen lande an der burch ind schuist myt eyme end up Gobbel Nickels dreischgen ind myt andern end up Gerratz lant van Loirspeck ind ys alleyn der hern; item noch eynen morgen gelegen neven Schoillen tzien morgen ind schuist myt eime end up den Heckeroide wech ind myt den andern end up Heynges lant in der burch ind ys alleyn der hern; item noch eynen morgen gelegen neven Gob- bels vurs. dreischen, zo der andern syden neven Peterslande van Wys ind schuist myt eyme ende up den Heicke- roider wech ind myt den andern end up Heynges lant in der burch ind is alleyn der hern; item de groisse weyde halft gelegen neven den benden de sent Huprechtz elter zo Pyrne zogehuirt ind schuist myt eyme end up Naike Voirmantz dreisch ind myt den andern end up den Heckenroider wech ind ys der hern ind ys vunff morgen ; item noch seven morgen halft gelegen an Schollen seven morgen ind scheissent myt eyme end up Göbbel Nickels Dreisch ind myt den andern end up Heckenroider wech ind ys halft der hern; item dat geirgen [?] neven deme vurs. Göbbel ind schuist myt eyme ende up de Mulsheck ind myt den andern end up Clais lant van Barmen ind is der hern halff; item de Mulschhecke sullen de hern halff hayn neist deme Sweichel zo der andern syden neven der Kyrchen busch van Salchendorp ind myt den andern end up Jutten Royssenboyms busch; item dry veirdel busch halff — 590 — gelegen an Naicken Voirmantz busch ind scheist up Clais van Barmen beend ind rayt den anderen end up des vurs. Gobbels dreisch; item Bointzen halff des ys vunff veirdel neist Derichs Vogels ind schuist myt eyme end up Schrives beent ind myt den andern end Jutten Rosenboims beent; item dat hengen des beentz ys nuyn veirdel halff der hern neven dem Moirs- houfde beent, der Gerartz van Loirspeck ys, ind schuist an eyme ende up de Strickhecge ind mit eynre syden lanx Jutten Rosenhoyms busch; item noch eyn veirdel lantz schuist up Peters van Wyss anderen halven morgen ind ys der hern alleyn; item Pupmair andernhalven morgen halff gelegen neven deme Metzmecher ind schuist myt eyme ende up Derich Vogels beent ind myt dem andern end up de groisse Pupmair; item dat buschgen neven Naicken Boirmantz busch halff ind schuist myt eyme end up den halven morgen beentz an Lambrechtz berch, ind dat ander end up Clais Dreysch van Barmen ind ys der hern; item eynen halven morgen lantz alre ind schuist myt eyme vurhouft up Lambrechs berchg ind neven deme schulten van Guilche; item der Lambrechtz berch halff neven Clais van Barmen nuyn veirdel ind schuist up den halven morgen beentz an Lambrechtz berchg ind is der hern; item eynen morgen beentz halff schuist up den adenpoil neven des pastoirs vunff veirdel beentz zo der ander syden neven Peter Flickertz, ys der hern; item eyn halven morgen beentz halff in der Styn- roitzlaichen neven Clais van Barmen ynd zo der syden neven deme Sailchenbusch ind schuist myt eyme end up der putzlaiche, ys der hern; item de Stynroitz weyde halff neven sent Katherin dreisch ind myt end up de Kraunlaiche ind myt den andern end up Clais Hamechers lant, ys der hern; item eyn veirdel beentz allre in der Krummerlachen neven sent Katherin dreisch ind schuist myt eyme end up de steinroitz weyde; item de groisse Wuolffhag halff neven dem schulten van Haimbroich zo der ander syden neven den hirschoffe van Mullenarck ind myt eyme end schus up der vurs. heirschoff bosch, ind ys der hern; item de cleyn Wuolfhag halff neven dem vurs. schulten ind myt eyme end up des selven vurs. schultissen buschgen ind zo der ander syden neven dat Haimbroicher velt ind schuist myt den andern end up des vurs. — 591 — schnltissen groisse Woulfhag; item Bointzen hoistart gelegen bynnen Salchendorp ind we sy gelegen ys enbynnen eren eederen ind tzunen,ys der hern; item dey hoifstat vurMergenportzen zo Sailchendorp myt seven veirdel artlantz, ys alleyn der hern ind dese dry vurg. guede sunder dat Licher guet synt kur- moedich den heirschoifen van Mullenarcken; item de dry vurs. guede synt den hern alleyn kurmoedige. Item dese na- geschreven schult gelden de vurg. erven ind guede jairs: item den heirschaften van Mullenarcke seven malder even, dat sullen de vurs. hern halff gelden; item dat halscheit van veir sumbern even gylt men dem heirschoff van Vrentz; item dat helscheit van dryn sumbern even gylt men deine heir- schoff Juncker Dayme van Broich; item gylt men in sent Katherin broderschaff zo Selchendorp eyn malder roggen; noch gylt men in de kyrehe vurs. dry weispennynck guilsch; noch gylt man in de burch anderhalven Cappuyn ind anderhalven pennick guilsch; item den heirschoffen van Mullenarck gylt man anderhalven Cappuyn; item zo Ellen den jonfrouwen gylt man veirdenhalven wyspennick guilsch, noch zo Pafflich eyn hoyn ind veir penninck; item zo Salchendorp an de kyrehe gylt man veir hoynre, noch der selven kyrcho zo penninckzgelde dry weispenninck; dese vurs. peichtynge sullen de vurs. heren gelden ind pennincks gelt;" — für alle diese Güter gibt das Gereonsstift den Verkäufern „zwentich malder roggen Durender maissen guet druge körn ind goid gewais by seis penninck neist den besten dan veil kompt zo der zyt der bezalonge, dan veyl kompt up den mart zo Düren" jährliche Rente zahlbar auf St. Remigius-Tag, und setzt dafür zum Pfunde seinen »hof ind kirchultz". Die Rente solle lösbar sein mit 380 „kouffmannsgulden tzwentzig wyspenninck guilsch paementz vur eyn eder den gülden gerechent", — zahlbar in Köln. — Es siegeln der Schidtheiss von „Nedertzeyren", Thys Fetgen und die Schößen. Original im St.-A zu Düsseldorf; die Siegel ab. 613.— Ueber den 1485 an S. Gereon übergegangenen Hof Sfcütgen bei Kriel finden sich aus den Jahren 1457 bis 1495 15 Originalurkunden in S. Gereon. Wir geben im Folgenden nur die Regesten der wichtigsten. — 592 — 14:57, Dezember 20., verkaufen Daym van Vischnich, Sohn des verst. Ritters Contzo, und Frau Ailheyt zur Verhütung grösseren Schadens mit Einwilligung des Brauweiler Abtes Arnold Qwaid als des Lehnherren eines Teiles des nachbenannten Erbes dem Oelrich van Vischenich, gen. van Belle, und s. Frau Bielgijn den Hof samml Gut zom Stuytge mit 304 l l>, Morgen Ackerland und anderm Zubehör; davon sind 80 Morgen, 70 Morgen und 60 Morgen, welch je an einem Stücke in der Nähe des Hofes liegen „mansguet" des Abtes von Brauweiler; ausserdem liegen von dem Gide je in einem Stücke 20 Morgen, Pj 2 M., 15 M., 5 M., 50 M., 20 M., 6 M, 7 M., 5 M., und P\ % M. mit einer Hofstatt zu Lynde, welch Stücke im Linder Feld, an der Frechener Strasse, bei Aldenrath und sonst in der Nähe des Hofes zerstreut liegen. Auch gehörten zum Gide der „Vreweden Busch" und noch 6 Morgen Busch bei Aldenrath. Dieses Gut hat D. v. V. von seinen verst, Eltern in der Teilung mit s. Bruder Johann geerbt. Auf dem Gute lasten ausser dem Zehnten verschiedene Renten, von denen die bedeutendsten sind eine solche von 36 Mltr Weizen, die der gleichnamige zu Bell wohnende Neffe des Verkäufers zu beziehen hat, und eine von 4 oberländ. Gulden, welche die Hospitäler „vur sent Revilien ind vur s. Ca- tharinen" zu beanspruchen haben. Die Verkäufer quittieren über den — nicht angegebenen — Kaufpreis. Dieselben haben die Belehnung der Käufer mit den oben genannten 3 Stücken erwirkt, und sind dann persönlich gegangen zu dem Schultheiss (Rolant Schymmel- penninck) und den 2 Scheffen des Gerichtes zu S. Gereon, ferner zu Frechen auf die Strasse an das Gericht der Herrlichkeit daselbst vor die „lantmanne", endlich vor den Schultheiss und die Geschworenen des Hofes zu Gluwel, und haben an diesen Stätten, soiveit es jede, „dinchnail" betruf, das verkaufte Gut an die Käufer übertragen und sind „des alda mit munde hande ind mit halme, as der ge- richte vurss. reicht ind gewonde is, uyssgegangen". Auf alle möglichen, weitläufig aufgezählten Ausflüchte wird Verzicht geleistet, namentlich auch auf die, die Verkäufer seien um mehr als die Hälfte des Wertes des Gutes betrogen worden. — Ihre Siegel haben angehängt der gen. Abt, Daym v. V. selbst, der gen. Joh. v. V., die 3 Personen des Gerichtes S. Gereon, Werner von Palant und Willi von Hoesteden für die „Landmanne" von Frechen, endlich der Schultheiss von Gluwel. (Das 3., 6. und 8. Siegel sind verloren, die übrigen hängen mehr oder weniger verletzt an.) — 593 — 1460, Januar 24. verkauft Ulrich van Vischenich an die Äbtissin und das Kapitel der weltl. Kirche zu S. Cecilion eine Rente von 15 Mltr Roggen und verpfändet dafür Teile des Gutes zum Stütgen. 1461, Dez. 13. verkaufen Oelrich van Vischenich gen. van Belle und Frau das Gut zum Stütgen an die Geschwister Gerard Daym, Evert, Heinrich und Dreiss, Kinder der verst. Eheleute Daym van Vischenich gen. van Belle und Frau Engin. (Everhart van Galen ist Abt zu Brauweiler.) 1486, Nov. 17. nimmt der kaiserl. Notar Job. von Rynkassell gen. Roesgin in seinem Hause „zom Gobelinus" in der Judengasse Kirchspiel S. Laurentius. vor zwei anderen Notaren und in Gegenwart und auf Wunsch der nachbenannten Parteien einen öffentl. Akt auf, nach welchem Everhart v. Vischenich gen. von Bell und Girard van den Heysteren vor ihm erschienen sind, von welchen der letztere einen papiernen Zettel vorzeigte, der durch die Buchstaben A, B, C, D und E auseinander geschnitten war und von Ev. v. V. [der seinen entsprechenden Zettel wohl verloren hatte] als acht anerkannt wurde. In diesem Zettel von 1477, Nov. 29. wird erklärt, dass durch Wilh. v. Horsteden der Aldo,Heyn- rich vom Vorst und Goedart Ketzgin zwischen den vorher gen. Parteien ein Erbkauf gededingt und geschlossen worden ist, durch welchen Ev. v. V. dem G. v. d. H, den Hof zum Stuytgin mit 300 Morgen Ackerland und Zubehör — doch ohne „den Freudenbergh, die hoifstatt die Moyr hait ind 5 morgen busch" — für 2050 oberl. rh. Gulden (den Gulden zu 24 Köln. Weisspfennigen gerechnet) verkauft hat; diese 2150 (!) Gulden soll G. an E. und ausserdem die nachstehenden Renten und Guthaben an die Berechtigten zahlen. Für die Schuld von 768 Gulden hat Johann Harderoide eine Rente von 32 Mltr Weizen zu fordern und noch 272 Mltr W. wegen versessener Rente; an eine Jungfern von S. Cecilien ist zu zahlen eine Erbrente von 15 M. Roggen und noch 90 versessene Malter R.; endlich soll G. Diederich Scherffgin van Morenhoyven „vernoegen" 470 oberl. Gulden — 1 G. —- 4 Köln Mark — und Ritter Joh. van Kymnich 175 oberl. rh. Gulden. — Bis zum nächsten „billigen drutzien dach" soll man hierüber „brieve ind siegele" machon. Die Partei, welche diesem Zettel entgegenhandelt, hat der andern eine Strafe von 500 oberl. Gulden zu zahlen. 1485, Dez. 3. verkauft Gierhart van den Heysteren Hof und Gut zum Stuytgin gelegen im Kirchspiel zu Kreyll an DK. von S. Gereon für 3030 baar gezahlte oberl. Gulden (1 G. = 4 Köln. Mark), wobei dem Johann Harden- roide seine Rente von 32 Mltr Weizen vorbehalten wird. Den Zehnten~hat S. G. aber nur zu beziehen von 30 Morgen zwischen dem Bach und der Frechener Strasse. Der Brauweiler Abt Adam von Moenchroide erklärt dabei DK. von S. G. mit den 3 zum Hofe St. gehörigen Hufen belehnt zu haben. 1486, Jan. 16. (up. sondach neyst nae dem hilligen drutzien daghe, erklärt Driess van Vischenich gen. van Belle seine Einwilligung dazu, dass sein Neffe G. van den Heysteren den Hof zum Stuytgin an DK. von S. G. verkauft hat. 1486, Sept. 20. giebt Everhart van Vischenich gen. van Belle eine gleiche Erklärung ab. 39 — 594 — "Wir lassen über den Hof Stuytgen noch eine weitere Urkunde aus dem Original (im St.-A. zu Düssoldorf) und einige andere arcliivalische Notizen folgen: 1486, Jan. 2. verkauft das Stift S. Cr. an „Dorothea van dem Schoynem- berg" eine Rente von 15 oberländ. rhein. Gulden (1 = 4 Köln. Mark) zu einer Leibzucht um 150 derselben Gulden, welche Summe das Stift dazu verwendet hat, den „hof zoim Stuytghe in Kreier kirspel gelegen, den wh., van Gerart van den Heisteren .. . gegulden hain," zu bezahlen. — Es siegeln das Kapitel mit dem Siegel ad causas und „Henricus Steinweeh doctoir in geistlichem rechte proist zo sent Goergen ind priester canonisch der doym- kirchen etc. ind officiaill im saele bynnen Coelne." — Beide Siegel beschädigt. „1. Loco informationis, extractus e libro de 3 mansis t. ar. spectantibus ad curtem ,zum Stuytgen' in parochia Kreel." A. D. 1383 Mathias de Speculo civis Col. vendidit curtem suam de Lovenich commendatori et conventui domus s. Johannis in Colonia, de qua curte ipse et primogenitores sui monasterio nro [seil. Bruwilrensi] nexu fidelitatis et vassallatus erant astricti, et sie in compensam predietae curtis 3 mansos t. ar. sitos in campis de Maullenheim (_=: Mauwenheim?) prope Coloniam deputavit: sed a. D. J383 dnus abbas praefatum curtem de Maullenheim ... ad preces eiusdem Matthiae de Speculo ab omni nexu et onere fidelitatis exemit et absolvit, et sie loco illius curtis assignavit 3 mansos ad curtem zum Stuytgen ab abbate iure homagii possidendos . . . Post aliquos de Speculo et de Vyssenich a. 1477 cum homagio praescripto investitus est per nos 1 ) Adamum Hetzcnrode abbatem in Bruwilre Gerardus van Heisteren militaris pntibus . . . . qui postea a. D. 1486, die 3. Decembris resignavit pred. homagium ad matius nras tali conditione, ut rev. dnos decanum et caplum s. Gereonis — qui eandem curtem cum 3 praef. mansis t. ar. ab eodem iusto emptionis et ven- ditionis titulo interveniente rite comparavei'unt, nostro ad id accedente con- sensu — cum eisdem investire dignaremur. Cui nos Adam de Monchrode abbas Br. favorabiliter annuimus, sie eodem tempore dnum Johannem de Campana et dnum Petrum de Brculentia 2 ) reddituarium eiusdem ecclae cano- nicos vice et nomine omnium cum eisdem bonis investivimus pntibus . . . Brevitatis causa. A. 1609, 20. Aug. admissus et infeudatus est per nos Dionysium Lieek abbatem dnus Severinus Binius s. theologiae licentiatus et ad s. Gereonem canonicus in vim constitutionis ipsi per caplum s. Gereonis faetae, de qua nobis fidem fecit, idque ex speciali gratia — eo quod eiusm. bona feudalia per militaris ordinis virum mediante investitura reeipi dobeant — sine pre- iudicio nro et monasterii nri, qui iuramentum fidelitatis iuxta antiquam formara et normam flexis genibus et eroctis digitis praestitit, pntibus . . . 2__1661 3 "), Juni 15. ladet „Godtfried "Weybel, praetor et feudalis eamerae nrae (seil. Bruwilrensis) decanus" die Herren von S. Gereon ein, nach dem erfolgten Tode des Severin Binius 4 ) am nächsten 22. Juni wieder „nach altem Herpringen die Belehnung zu empfangen und Ihre Gebühruug dabey zu entrichten." — 595 — 3.— 1688, Dez. 7. bekundet Johann Thomas von Werl, Kanoniker von S. Gereon, dass er durch den Abt von Brauweiler, Martin Klingen, mit den von diesem lehnrührigen und zum Hofe Stütgen gehörigen 3 Hufen belehnt worden ist. Gemäss dem transsumirten Lehenbrief ist diese Belehnung am Belbigen 7. Dez. und zwar der Kriegsgefahr halber zu Köln geschehen; das Lehen wird als ein „Ritterlehen'' bezeichnet, dasselbe ist frei geworden durch den Tod des letzten Inhabers, Gerard Adam Romers, Kanonikers von S. Gereon; der neu Belehnte hat bei der Belohnung gelobt, „uns und unserem Gotteshauss trew undt holt zu sein, desselben bestes zu beförderen undt arges zu weren, das lehn, so oft es notig zu verthetigen, zu recognosciren, undt zu vermannen, selbiges nit .... zu verkauffen, zu verpfänden noch zu verspleissen, undt fort zu thun, was einem getrewen lehnmann zustehet undt obliget, danebons (hat er) die gewöhnliche lehnjura und herrengeweidt, an welchen wir, iedoch nur für diessmhalen ... ein gewisses remittirt, wurk- lich entrichtet." 1 ) Dieser Theil des „Extractus" ist fast wörtlich einem noch vorliegenden von dem genannten Abte geschriebenen „Memoriale de homagio capituli s. Gereonis" entnommen; daher das „nos". 2 ) So etwa steht im „Memoriale"; jedenfalls ist nicht „Emelentia" zu lesen, wie der „Extractus" hat. 3 ) Wohl verschrieben für 1641. 4 ) Binius starb am 14. Februar 1641 nach Hartzheim Bibl. Col. G14.— 1486, Sept. 9. (crastino Nat. b. Marie virg.) bekundet Friedrich von Neuss Sektor des Altars S. Martin in S. Gereon, dass er von den 7 Vikaren ein Haus gepachtet und darüber einen Brief von folgendem Wortlaute erhalten hat: „Nos 7 vicarii eccle s. Gereonis Col. notum faeimus . . ., quod nos . . . domum nram cum suis pertinentiis universis, quam dnus Conradus Heymbach pbr ultimo inhabitare consuevit, domui mag. Brunonis canonici contiguam hon. dno Ffrederico de Nussia rectori altaris s. Martini in cripta eccle s. Gereonis pred. siti confratri nro ad ipsius vitam quamdiu . . . eccle pred. vicarius et seu membrum ipsius permanserit pro annuo censu 20 marcarum Col. pag. in 2 terminis videl . . . solvendarum locavimus concessimus et exposuimus locamus ... ad inhabitandum, ita quod eandem domum cum curia... reformabit et in debita struetura tenebit et nulli laico neque alicui alteri non existenti de gremio eccle nisi de consensu nro expresso locabit aut concedet et non profugas personas aut proscriptas vel alias suspeetas inibi — 596 — fovebit. (Wird eine Bedingung nicht erfüllt, so fällt das Haus an die Vermiether zurück.)" Original mit dem „Signetum" des Fr. de N. in S. Gereon. (»15.— 1487, Maerz 2. bekundet „Petrus Haltichfast pastoir der Kuppelkirchen sent Cristoffels bynnen Coelne", dass et von den 7 Priestervikaren von S. Gereon ein Viertel Wingert gepachtet hat „myt vurwarden ind underscheide eyns besigelten brieffs dar oever verraempt der ... luydt alsus: Wijr 7 priester- vicarien .. . doin knnt . . . dat wijr . . . uyssgeleynt ind ver- pecht haint dem eirbern hern P. H. etc. ein virdell wyngartz, des sy myn off me, so wie der bynnen synen pelen gelegen ist zo eynre syden roerende des capittels wyngart zo s. G., den meister Bruyn canonch van yn hait, ind zo der ander syden an hern Peter pastoirs wyngart zo synre kirchen vur- schreveu gehoerende, tzwelff jair lanck (unter folgenden Bedingungen) „dat her Peter vurg., want der wyngart in geleden jaren ervroren ind abuwich was, widderumb in guden bouw stellen sali as wyngartz recht ys ind dijt yerste jair mysten ind proffen sali na syme vermoigen, ind uns ouch datzelve yerste jair zo herffste dann äff in unse vass levern . . . cyn halffe wyns in demselven wyngarde bejert: vort me sali her Peter uns alle ... jairs vurs. zo herffste ... van dem gewass daselffs bejert . . . leveren . . . eyn aem wyns na roden der stede Coelne; ind were sache, dat eynches jairs vurs. der wyngart verdurffe ind die aem wyns nyet betzalen künde, alsdan sali uns her P. vur die aem wyns up dat jair gheven ... 8 marck coelsch." Falls Pächter in 1 Jahre einmal den Wingerl nicht zu guter Zeit „underlegen" lässt und der W. dadurch „verderblich" wird, muss P. die Verpächter „na erkentnysse eirberre wyngarder" schadlos halten. Mit „mayforst off ander ungefall" darf er sich nicht „beschudden, want eyn jair dem andern helpen sali." Im 7. Jahre muss P. den W. ivieder misten; nach den 12 Jahren aber, oder zur Zeit, wo etwa früher P. „afflyvich" wird fällt der W. an die Verpächter zurück; dasselbe ist der Fall, sobald eine Bedingung nicht eingehalten wird.) Original (mit dem Pfarrsiegel von S. Christoph) in S. Gereon. Ein späterer (c. 1C00) Vermerk auf der Aussenseite sagt, dass der durch den Pastor „Half dich fast" gepachtete 'Wingert „an der Geyrsshaiff" gelegen sei. — 597 — (ilß.— 1487, Mai 11., verkaufen Rutger Vois und Frau Cristina an DK. von S. Cunibert in Köln ihren Hof, gen. „de oeversto hoff zo Veltcassel" zugleich mit einer Hufe Ackerland gen. der Bloem- lerger Hof. Das Gut enthält an Ackerland 4 Hufen oder 272 Morgen; die Lage der einzelnen Stücke wird beschrieben. „Item dijt synt die jairliche erffüche uyssgulden des vurss. hoyffs: zom yersten ys man davan schuldtch steytlich zo halden eynen gesworenen in den vroynhoff der einvirdiger ind edeller hern dechens ind capittels der kirchen zo S. G., gelegen zo Mer- hem ind deshalven den selven hern jairlichs zo betzalen eyn malder even, 5 Schillinge, 2 hoenre, 4 pennyngc Coolsch geltz, lO'/g eyer ind eyn iniche (?), dat ys zo der säet zo eren laissen 4'/ 2 virdell lantz zo der harder frucht ind 4>/ 2 virdell zo der somer frucht . . . ." Weil ein Teil des Gutes in den gen- Hof zu Merhem kurmütig ist, so haben Verkäufer diesen Teil an 8. Cunibert übertragen vor „meister Joh. Mewes van Erckelentz priester canonch ind rentmeister der kirchen zo s. Gereoin" und vor dem Schultheiss und den Scheffen des letzgen. Hofes. Bei dem Verzicht auf alle möglichen Ausflüchte ivird auch angeführt die „epistola divi Adriani". R. B. 136 b—138 a. Die Copie ist dort von den Notaren Joh. von Brylon und Friedrich von Neuss als richtig eigenhändig beglaubigt. 617.— 1488, Juni 6., bescheinigen DK. von S. G., dass sie von dem Mag. Johann von der Glocke („de Campana"), Kanonich, und von Joh. von Brylon, Vikar an S. Gereon, als den Testamentsvollstreckern des verst. Peter von Bidlishem, Kan. an S. G., 250 baare Köln. Mark erhalten haben, und dass sie dafür verpflichtet sind, jedes Jahr 10 Köln. Mark zu einer Memorie für den P. v. B. zu verwenden, für welche ein bestimmter Tag angesetzt wird. „Et quia ptam siunmam marcarum expendi iussimus et ulterius in Solutionen! necessariam 24 decimarum impositarum, revmo in Christo patri et dno nro dno Hermanno aepo Col. concessarum, dedimus ordinavimusque pro dicta memoria . . . servanda, quod de granario et seu aliis bonis eccle nre promptioribus per pntiarium eiusdem pro pntiis interessentibus memorie pte 10 marcas . . . solvi, atque de Ulis vicariis interessentibus — 598 — vigiliis commendationem et missas celebrantibns et nobiscum sepulchrum . . . dni Petri iuxta scolas visitantibus 4 sol., aliis autem interessentibus et non celebrantibus 1 sol., et residuum inter prelatos et cancos simili modo distribuetur . . . (Sigillum ad causas). Cop. Vic fol. 128. 618.— 1489, Novbr. 12., bekundet „Andreas tituli Sti Martini in montibus presbyter cardinalis Lugdunensis et Bürde- galensis ecclesiarum comes et archiepiscopus Galliarumque et Aquitanie primas" dem Gereonssift, „quod illustris princeps Albertus comes palatini Reni et Bavarie dux legitimus est filius nobilis domine Iohanne comitisse Palatini Reni, Bavarie ducisso, et comitisse Veldencie, quae domina Iohanna est nata comitissa in Porcien ac domina et baronissa in Croy, Renti, Arranis et Seninguehem, et eiusdem domine Iohanne pater vocatus Anthonius de Croy fuit comes de Porcien ac natus dominus et baro de Croy, Renti, Arranis et Seninguehem, et eiusdem comitis Anthonii mater fuit . . . iuxta . . . Theutoni- corum linguam freyedel dochter de Craon genita dicta domina Maria de Craon; etiam fuit eiusdem d. Alberti matris mater nata comitissa in Vauldemont dicta domina Margareta de Lo- thoringia, et illius mater fuit . . . filia nata comitissa in Harrecourt dicta domina Maria de Pierrecourt." Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel des Ausstellers ab. 619.— 1490, April 16. König Maximilian trägt dem Scholastiker von S. G. gemäss dem Beeide „primarum precum" auf, dem Joh. Limynck ein kirchl. Beneficium zu verleihen. Maximilianiis divina favente dementia Romanorum rex semper Augustus, ArchiduxAustrie dux Burgundie Brabancie et Gheldrie etc., comes Flandrie et Tirolis etc. honorabili devoto dilecto scolastico ecclesie collegiate sti Gereonis civitatis Co- loniensis graciam regiam et omne bonum. Divina nuper dispen- satione ad regale sublimati fastigium Augusti nomen suseepto [!] debitum arbitramur, ut inter alia regni Romanorum jura etiam — 599 — laudabiles diiitissimasque consuetudines sine interruptione conservemus illesas. Qua de re cum predecessorum nostro- rum vestigiis inherentes jus nobis competat nominandi sive decernendi preces regales ad omnes et singulos beneficiorum ecclesiasticorum collatorum, collatricum, capitula, collegia sive conventus per Romannm regnum ubilibet constitutos pro per- sonis idoneis ad consequendum beneficia ecclesiastica cum cura vel sine cura, etiam si canonicatus, prebende, personatus, administrationes, officia vel dignitates in cathedralibus, metro- politanis vel collegiatis ecclesiis existerent, ad predictorum collatorum sive collatricum, capitulorum, collegiorum et con- ventuum collationem, nominationem, presentationem seu quam- libet aliam dispositionem coniunctim vel divisim quomodolibet spectantia, canonicatu tarnen et prebenda cum dignitate, officio vel administratione, etiam si ex persona plurium successive vacarent pro uno computatis beneficio, huiusmodi etiam predecessorum nostrorum nominationibus sive precibus regalibus sive renitentia, ut debitum erat, reverenter paritum fuerit, idcirco . . . regales preces nostras pro devoto nostro dilecto lohanne Limynckh clerico Coloniensis diocesis ad te decrevimus . . . te adhortantes, quin ymo . . . arcius requirentes, ut beneficium ecclesiasticum, cum cura vel sine cura, etiam si canonicatus prebenda, personatus, administratio, officium vel dignitas exi- steret, quod ad presens sive proxime quomodocunque ad tuam collationem, nominationem, presentationem sive qualemcunque aliam dispositionem pertinentes vacaverit, quod prefatus Io- hannes per se aut procuratorem suum duxerit acceptandum, eidem Iohanni conferas ad id nomines et ei de eo provideas . . . Quo autem magis hec nostra nominatio sive preces expe- ditum consequantur effectum, reverendissimo archiepiscopo Coloniensi principi electori, nepoti nostro devoto dilecto aut eius.in spiritualibus vicario generali, officiali seu locum tenenti tenore presentium committimus et mandamus, ut si forte tu, supradicte scolastice, in prejudicium et contemptum juris et consuetudinis regni nostri ad parendum huiusmodi nominationi et precibus nostris contumax vel rebellis fueris, ut auctoritate sua ordinaria sub pena gravis indignationis nostre te realiter et cum effectu ad parendum per censuras ecclesiasticas justicia mediante compellat, contumacia autem tua aut contemptu, — 600 — quod absit, per mensem continuum a die requisitionis nume- randum durante ex tunc omnibus et singulis privilegiis, gra- ciis, libertatibus et donationibus a predecessoribus nostris Romanorum impcratoribus aut regibus concessis et preceptis noveris te eapropter privatum et nostra tuitione exutum, que et quas oxtunc tenore presentium revocamus, cassamus et irritamus teque talem contumacem etcontemptorem a beneficiis majestatis nostre reddimus alienum. Datum in oppido nostro Innsprugk die 16. mensis Abrilis anno domini 1490 regni vero nostri anno quinto. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel des Kaisers wenig beschädigi. 020.— 1491, Juli 4. (up mayndage neist nae unser frou- wen dage visitationis), bekunden Peter van Ympell „van wegen der . . . DK. zo s. Gereoyn in Coelne eyn leenhere deser nageschreven erfftzalen in yrre lieffden vroenhoeve zo Bue- derich gehoerende, Mertyn Frijtz van Mostijs zorzijt frone zo Nuysse ind Conrait Bake van Herde, rechte hijen ader hoffs- lüde van geliehen guederen", das vor ihnen der zeitige Bürgermeister von Neuss Diederich Wetzet nebst Mutter Untgen und Schioester Ailheytgen dem Heinrich van der Legen Kanonich zu S. G. handelnd für seine Kirche (von neuem) übertragen haben einen Erbzins von 6 Neusser Maltern Hafer, welcher seit einiger Zeit nicht bezahlt worden ist; der Zins ist zu liefern in den Frohnhof zu Büderich jedes Jahr zu S. Bemigius, und zwar von dem „Wetzeil hoff gelegen in deme kyrspell van Herde an der kirchen gehoerende in Nyelre tzijnss" .... „ind haynt die vurss. parthijen vur sich ind yrre erve dairop vertziegen ind verschossen myt hande halme ind gichtigen munde" etc. P. i: Y. hat, nachdem er seine gewöhnlichen Beeide empfangen, auf Bitten der Wetzet für sich und die „Hijen" sein Siegel augehängt; dasselbe hat Dederich W. gethan. Original im St.-A. zu Düsseldorf; nur vom Siegel des D. W. hängt noch ein Teil. - 11. B. 131 b. 621.— 1491, Aug. 22., entscheidet Adolf Graf von Nassau und Statthcdter von Geldern, dass DK. von S. G. berechtigt sind, in dem Kirchspiel Viersen den Neubruchzehnten zu erheben. — 601 — 0p ten dach van hueden den 22. in Augusto a. D. 1491 comparierden vur mynen gnedigen joncker Adolph greven tot Nassouw stathelder der Lande van Gelre, ende der ko. Ma. ordinyrder reden ten saicken derselver lande gestelt, die werdige ind eirbaren scholaster ind andere hern van wegen ind inne naeme des capittels van S. G. bynnen Coelne, to kennen gevende, woe dat oire kircke indracht ind besperonge an oercn thienden bynnen den kirspel van Vierssen, dair sy gronthern wem, van der ko. ma. officieren geschien solde an den novalia und andern upkomen landen die in den vurss. kirspel vallen, dienstlichen biddende und versuekende, die vurs. hern ind capitell by oirre fundatien und oeren thienden to halden ende die ongewairde hant van den offitieren und anderen die sich der underwynden äff to doin stellen, want sich dat billich na Privilegien ffundatien siegell ind brieven die S5^ dairaff tom den unnd in den raidt innelachten alsoe behoirden, dairop dat der statthelder und raidt weder ant- worden ind sachten, sij hieldent dairvoir, dat die novaliathienden der ko. ma. as hertough van Gelre doir dat gantze lant van Gelre tostain sulden unnd anders nymant, ind doch int leste sekere deputierde uittem raide dartoe ordinierden, die oir luyde fundatije siegell unnd brieve visitiren, en oir report dairop an stathelder ind raidt weder doin sulden ast geschiet ist. Naedem dan datter stathelder in raidt van oere mede raitzgesellen sulx verstaen hebn und sich oick myt der wair- heit befonden heefft, dat die vurs. hern van S. G. die rechte gronthern van den vurs. kirspell to Vierssen zijn und die thiende dan geistlick guet is mede angomerckt, dat die vur- keyseren unnd keyserinnen van Romen rechte ffundatoren van der vurss. collegien to S. G. geweisst sijn, ende datselve zer eirlicken dotyert hebn, ouck myt voile edelre unnd weir- digen hern und prelaiten besät ist, ende stathelder unnd raidt vurschreven . . . befunden hebn, dat die novalia vurg. den vurs. hern und capitell na vermoigen oirrer fundatien T-. . mit recht tostain, hebn wij derselven hern . .. van wegen der ko. ma. vergondt ind toegelaiten ind mitz desen vergönnen ind tolaeten, dat zij die novalia van nu vort an rustelick unnd vredelick gelyck andere oirre kirchen thienden bynnen Vierssen helfen anfueren ind bruicken sullen, ende hebn dairop vort — 602 — den drossait ende vaight bevalen, oir hande van der heirlicheit vurss. äff toe trecken, sonder den vurs. hern ennigen hynder krooth offte mayenisse dairan to doin, to doin doin, offte van ymant anders dairan to laiten geschien in ennigerwijsse. Actum bynnen Straelen iip dach unnd jair vurs. inne bywesen der konycklicker maiestait reden hern Arntz van Middachten ritter, meister Johann von Witzelenborch doctoir deeken to Nymegen, Johan Hoen van den Broicke lantreyntmeister, Johan Pieck amptman ind Peter van Langefeit rekenmeisters dairmede by was ick. Ende tot meerre sekorheit alre dynghen hebn wij stathelder vurs. dese acta inyt unsen secreet doin versegelen. Jo. Fischer m. pr. Original im St.-A. zu Düsseldorf; das aufgedrückte Siegel ist abgesprungen. — R. B. 131 a. 622.— 1491, Not). 5. (up saterstach na alre hilligen dach), pachten „Johann Mettrich van Covelentz ind Bielgyn Monkartz van Gorre syne elige hujrsfrauwe van den eirbern herren herren Joh. van Dulcken, Joh. van Brylon ind Joh. Gusten seven priester vicarien von den seven pnestern residenten by der kirchen zo sente Gereone bynnen Colne eynen yren morgen wyngartz myt yrme huyse hoeve ind . . . zobehoere ... so wie sulchs by sente Gereone unden an dem ende der wysengassen untgain der proifsstyen dae selffs over- scheissende myt eyme orde unden an dem walle der steide Coelne muyren gelegen." Nach dem wörtlich mitgeteilten Pacht- brief der „7 Priester vikare" sollte der Vertrag dauern bis zum Tode des längstlebenden der Pächter. Letztere müssen das Pachtgut in gutem Zustande halten, nnd selbst beivohnen oder aber von ehrbaren Leuten bewohnen lassen „die yre koee ind vee aldae halden mys straden ind machen dae myt den wyngart ind wes uyss dem komen wurt bessern ind mesten, dae des noit ist;" die Verpächter sollen dafür in jedem Herbste den Pächtern 6 Köln Mark „zo vollost" geben. Die Pächter sollen den Weingarten gleich andern Nachbarn underleggen vort proffen sticken myt rame ind wijden", auch das Gut in „voren ind pellen halden" und den Verpächtern in jedem Herbste den halben Wein liefern, wobei die Pächter — 603 — einen Mann stellen müssen der mit herbsten soll. Die Verpächter dürfen jeder Zeit das Haus und den Wingert besehen, ob alles in gutem Bau ist, doch ohne dabei den Pächtern zu schaden. Bei Nichterfüllung einer Bedingung seitens der Pächter fällt das Gut an die Eigentümer zurück. — Die Urkunde der Pächter ivurde (und ist) mit den Siegeln des „Jtinckher Daniell Juede burger zo Colne" und des „Johann Schaden burchgreven up sent Gereons port- zen" versehen. Original in S. Gereon. 623.— 1492, Febr. 1. (uff unser liever vrouwen avent Lichtmissen genant zu latine purificationis), bekunden Martyn zom Broiche, seine Frau Druytgin und sein Sohn Kirstgen, duss sie von den „gen^men" Vikaren von S. Gereon einen Pachtbrief erhalten haben. Nach diesem haben die gen. Vikare in ihrem Kapitel den 3 Pächtern und zwar auf die Lebenszeit des längstlebenden derselben „unsen vryen hoff und guede mit artlande, tzynsen, pechten, rechten, wesen in velde in holtze und broechen in unsen hoff zu kleynenbalchem in den kirspel van Nievenem und ampte zu Hulkroide gelegen . . . omb eynen jairlichen pacht" von 10 Maltern „gudes drugens martgeves roggen Coel- scher maissen by 2 pennynckgen" etc. (wie gewöhnlich), lieferbar nach Köln vor die Summer der Vikare jedes Jahr zu s. Remeys oder 14 Tage später, verpachtet. Die Pächter müssen ausserdem den „heren zom doeme zu Woryngen up iren hoff von des leenhens [?] wegen volgen und up den Busche dat houltz entfangen und dairaff jairlichs betzailen nae alder gewoenden." Die Pächter müssen den Hof mit Zubehör in gidem Bau halten, und das „artland zu rechten tzyden wynnen bouwen und yn synen rechten gewanden halden und nyet hoirschen oder anderen luyden verlenen, und alle fruchten dairaff in den vurss. hoff voeren, darup atzen und bouw machen, und denselben bouw 1 ) zu rechter zytt up des vurschr. hoffs landt, wae des meist noit is . . . voeren, und besonder ouch gheynerleye stroe off voeder van unsem hoeve voeren . . . Haben die Pächter durch Misswachs, Hagelschlag oder „herzucht" Schaden auf dem Acker erlitten, so können sie das den Vikaren bei noch stehender Frucht anzeigen: diese werden dann innerhalb 8 Tagen den Schaden besieh- — 604 — tigen lassen und nach Befund „genade doen". Ein seitens der Landherren oder Amtleute zugefügter Schaden wird aber nicht ersetzt. Der Reversalbrief wurde besiegelt von den „scheffen des dynck- stoils zu Hnlkroide" mit deren „scheffendoms siegell". Cop. Vio. fol. 74 sqq. ') also = Dünger, und daher auch das früher vorkommende „winnen und bouwen" = beackern und düngen. 624-.— 1492, Juli 31. (up sent Peters avent ad vincula), bekunden „bnrgerraeistere, scheffen, rait und gantze gemeinde der stat und landtz Kempen", dass sie mit Einicilligimg ihres Herrn des Erzbischof Hermann von Köln um ihren „gemeinen nutze und urbar zu proeven" „den gemeinen hern vicarien der kirchen zo s. Gereon in Colne echtenhalven bescheiden overlensche Rinsche kurfürster enckell golden gülden jarlicher und erfflicher renten vur eine . . . Summe gereidtz geltz nemelich anderhalffhundert der vurg. . . gülden uns . . . wale betzalt" verkauft haben. Die Rente ist zu zahlen zu Köln am 1. August oder 14 Tage nachher; geschieht dies nicht, so sind für jeden iveitem Tag 2 „Colsche wyspennyng zor verwilkorter penen" zu bezahlen. Keinerlei Umstände sollen von der pünktlichen Zahlung entschuldigen. Die Aussteller setzen ihr ganzes Hab und Gut zu Unterpfand und unterwerfen sich dem Gericht des Officials des „hoffs zo Colne". Wollen die Verkäufer die Rente zurückkaufen, so müssen sie den Vikaren dies 1 Viertel Jahr vorher ankündigen. — Angehängt ivurden das Siegel des Erzb. Hermann, „der stat (Kempen) meiste segell" und „der gemeine scheffen amptz segelt". Cop. Vie. fol. 99 sqq. 625.— 1493, April 3., bekundet die Genossenschaft aller Vikare („communes vicarii") von S. G. allen Richtern, dass sie die Bestellung ihrer bisherigen Procuratoren widerrufen und den Mag. Lambert Vaigt, Procurator an der Köln. Curie, jetzt zu ihrem General-Sindictis oder Procurator für alle ihre Processe ernannt hat. Original in S. Gereon. — Das wenig verletzte Siegel zeigt die h. Helena — 605 — mit Krone und Nimbus; dieselbe hält in der Linken das h. Kreuz und in der Rechten die 3 Nägel; um die Figur herum sind noch 16 Köpfe zu erkennen, wahrscheinlich waren deren ursprünglich noch einige mehr auf dem Siegel: dieselben deuteten die Anzahl der Vikare an. Die Umschrift ist grossenteils zerstört. G2ß.— 1495, Mai 20., bestätigt de?' römische König Maximilian den durch den Statthalter von Geldern zu gunsten des Stiftes S. G. gegen das Kirchspiel Viersen am 22. August 1499 (siehe oben n. 621) getroffenen Entscheid und ausserdem andere Privilegien desselben Stiftes. Wir Maximilian von gottes gnaden romischer kunig zu allen zeitten merer des reichs, zu Hungern, Dalnmtien, Croatien etc. kunig, ertzhertzog zu Osterreich, hertzog zu Burgund, zu Lotherig, zu Brabannt, zu Steyr, zu Kerenndten, zu Crayn, zu Limburg, zu Lutzenburg und zo Gheldern, Grave zo Flandern, zu Habsburg, zu Tiroll, zu Phirrt, zu Kyburg, zu Arthoys und zu Burgundt, Phallenntzgrave zu Ilenigew, zu Iloland, zu Seeland, zu Namur und zu Zutphen, marggrave des heiligen römischen reichs und zu Burgaw, landt grave in Ellsess, herre zu Friesland, auf der Wyendischen March, zu Portenaw, zu Salm und zu Mecheln etc. bekennen öffentlich mit disem brieve und thun kund allermenigklich zu ewiger gedechtnuss, wann in manigen vergangen jaren was und ist gewest tzwitrecht, spenne und irrung zwischen den wirdigen edeln und erbern brobst, dechant und cappittel der edeln kirchen sant Gereon zu Coln an der einen, und dem amptmann des ampts zu Kriegkenbegk und ettlichen kirchspelslewten des kirchspeis zu Vyrssen ligende in dem lande von Gheldern in dem ampt von Kriegkenbegk von und auf dem rotenzehenden desselben kirchspeis, den man nennet zu latin decimas novalium an der anderen seytten, und auch als über viertzig jare herwerts ist zwitrecht und irrung gewest zwischen den vorgemelten hern probst, dechant und cappittel an einer, und scheffen, ge- swornen, honnen und gemeinen kirchspelslewten des egenannten kirchspeis an der andern seytten, darauf das die genannten scheffen, gesworen und kirchspelslewte oder gemeinde vur sich nemen, so wann man gewondlichen oder ungewondlichen, gemainon oder heren dienste thun sollten, das dan die genannten herren probst, dechant und cappittel sollten dienen - 606 - oder zu felde kommen mit dreyen harnischeten mannen, mit dreyen raisigen pferden und dartzu mit einem wagen, mit einem stellpferde und einem knechte, und also mit den vorgenannten dreyen raysigen, geharnischeten mannen, wagen, stelpferde und Knechte also lang zu heer oder velde dienen und ligen, als die andere kirspelslewte; auch darauf das die scheffen, geswornen und gemeinde vur sich nemen das der halbteil des zehenden des gemelten kirspels, dem sie einen namen gegeben haben ind heischen in den geltzehenden oder gelegen an der geltseyten, sollen die egenannten herren probst, dechant und cappittel nit mögen verbinden so hohe und thewre sy mochten noch nit selbs in thun dan die kirspelslewte an der selven seyten, den gebure von recht derselb zehenden ewig und erblich, und darfur sollen sy geben und bezalen den vorgeschrieben probst, dechant und cappittel zweyhundert oberlendische reinisch gülden; und wan dise vorgeschrieben Sachen in vergangen zeyten gehangen haben vor herren Arnolt von Gheldern und dartzu vor unserm vor- farn Carln hertzog von Burgundien und von Geldern und iren reten, auch vor dem rate von Reymund und andern gerichten und einsessen des landes von Gheldern und auf das letste auf den roten zehenden vor dem edeln unserm und des reichs lieben getrewen Adolfen graven von Nassaw und herrn zu Wisbaden unserm Statthalter unsers lands von Geldern und graffschaft von Zutphen, dartzu vor anderen unsern geordinirten reten gestalt zu den Sachen desselben unsers lands mit grossen costen, schaden arbeit und verdruss der genannten probst, dechant und cappittel in eere des heiligen sant Gereon und seiner gesellschaft marterer, so hat der vorgemelte unser Statthalter mit unsern egedachten reten ein Urteil und sprach über den roten zehenden gethan, darüber sy gewisen und gesprochen haben als recht ist wie hernach folgt [folgt Transsumt der Urkunde von 1491, August 22.]. Auf das haben uns die ersamen unser lieb andechtig probst, dechant und cappittel des obge- nannten Stifts sand Gereon diemuetigklichen angeruffen und gebeten, das wir inen und irem gotzhaws solch urteil in allen iren inhaltungen, meynungen und begreyfungen und dartzu all und yegklich ir genad, eerwird, vorteil, freyheit, recht, privilegia, altherkommen und gut gewonheit, die sy von — 607 -i weylend unsern vorfarn am reich, auch unsern vordem hertzogen zu Gheldem erworben und redlich herbracht hetten, als romischer kunig und hertzog zu Gheldern zu confirmiren und zu bestetten gnedigklichen geruchten, (was nun der Kaiser auch wirklich tlint, wobei er noch allen Autoritäten des Reiches befiehlt) das sy die obgenannten brobst, dechant und cappittel des stiffts zu sant Gereon und ir nachkommen bey solcher obbestimpten urteil auch ihren genaden etc. getrewlich handhaben, der geruelich gebrauchen und geniessen lassen und dawider in unbillich weg nit dringen noch besweren noch des yemandts zu thund gestatten in khein weyse, als lieb einem yeden sey, unser und des reichs swere ungenad und dartzu ein pene nemlich tzwentzigk march loetigs goldes zu ver- meydon, die ein yeder so oft er frevenlich hiewider tette, uns halb in unser und des reichs camer und den andern halben teyl den vorgemelten brobst, techent und cappittel unablesslich zu bezalen verfallen seyn soll. Mit urkund dits briefs besigelt mit unserm kuniglichen anhangenden insigel. Geben in unser und des heiligen reichs statt Worms am twzeinzigisten tag des monets may na Cristi gepurd vierzehen hundert und im funffundnewntzigisten, unser reiche des romischen im zehenden und des hungrischen im sechsten jaren. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel des Kaisers gut erhalten, an blau-weiss-roter Seidenschnur. 627.— 1495, Aug. 1., bekennt Heinrich von Bergen, Bürger in Köln, dass er von dem Gereonstift die „hofstat" des Hospitales desselben Stiftes, „gelegen up dem pole beneven Heinrichs vurschr. huysen, der dry under eyme dach synt zo deme kreichmart wart zor eynre syden, ind zor andere syden sent Peters wart, längs huyse Fygyns Syvarts, wilche hoffstat breit is zo der straissen wart nuyndehalff ele ind in die lengde halden seess ind vunfftzich elen" gegen eine jährl. Abgabe von 12 Weisspfennigen, zahlbar zur Hälfte „up Cristach" und zur Hälfte „up sent Johans baptisten dach", in Erbpacht empfangen habe. — Es siegeln Herbert Mummersloch und Johann Edelkyut, Schößen in Köln. Original mit stark beschädigten Siegeln im St.-A. zu Düsseldorf. — 608 — 628.— 1497, Nov. 10. (up sent Mertyns avent des heil- ligen bnsschoffs), verkaufen DK. von S. G. zur Verhütung grösseren Schadens an Dorothea van dem Schoeueuberge für 100 haar erhaltene Goldgulden eine Erbrente von 5 Goldgulden, zahlbar jedes Jahr in 2 Terminen. Die Rente soll lasten auf dem ganzen Besitz des Stiftes. Auf Bitten der DK. erklärt der Official der Köln. Curie, dass er die vorstellende Verhandlung mit seiner Autorität approbiert hat. Original mit den Siegeln des Officialats und des Stiftes in S. Gereon. Auf der Aussenseite steht: „Quia huiusm. littere in usum memorie sunt ecole donate, extincte sunt." 629.— 1498, Jidi 1., bekunden DK. von S. G., dass sie, nach niederholten Verhandlungen im Kapitel, einstimmig sich entschlossen haben, aus den Gebäulichkeiten und Ländereien, die sie neulich im Orte und der Flur Merhem von Hermann Heralt und Frau gekauft haben, den 2 Testamentsvollstreckern ihres verst. Mitcanonichs Mag. Joh. Mewes von Ercklentz, dem Propst Mag. Joh. Ileessbouin von S. Andreas und ihrem Mitcanonich Mag. Johann Neve eine Rente von 4 rh. oberl. Goldgulden zu verkaufen; für diese Rente haben sie 100 derselben Gidden erhalten und sofort für die Bezahlung der gekauften Güter verausgabt. Die genannte Rente soll ver- ivundt werden für zwei jährlich am 31. Mai und am 31. October für den verst. Mewes in gewohnter Weise zu haltende Memorien. Im Falle man in S. Gereon dieser Verpflichtung nicht nachkommt, soll dieselbe mit der Rente an die Pfarrkirche S. Christoph übergehen. Angehängt wurde das (Jetzt fehlende) Siegel „ad cansas". Original in S. Gereon. 630.— 1500, Januar 22. (up sent Vincencius dach), verpachtet das Stift an Thoenys Huutgebur und seine Frau Ailhegt den „vroynhoff eyne mit den tzienden tzo Gunterstorp und Mundes- torp" auf 12 Jahre „doch zo seess jaeren affzostain, wilcher parthyen dat geliefft, und dat sali die affstainde parthie der anderen kund doin eyn halff jair zo vorrentz" — gegen folgende Pacht: „vur tzey und seestzich per harder martgever frucht myt namen halff weyss und rogge van unsen hove vurs., und — 609 — vur die tzienden vunffundviertzich par halff rogge und halff weyss, echtzich malder haveren und tzwey malder ertzen coelscher mayssen .... und vierundtzentich mark vur drugen weynkouff und tzwey wagen strois," zahlbar auf Remigiustag, ferner noch „vor druegen wynkouff van des hoiffs wegen vur die erste seess jair seess overlensche gülden, vier mark coelsch paymentz vur yeder gülden, und in angaende des sevenden jairs ouch seess gülden, der geliehen vur droegen wynckouff vur die leste sess jair wair he den hoyff beheilt. Vort is gefur- wert ind bedadingt, dat de vurs. pechter [den vurs. hoyff] se- mentlichen bewonen sullen van anbegynne int ende deservur- pechtunge ind vurs. hoiffs lant truwelichen und zo rechter zyden ackern und bouwen ind in synen gewointlichen seeden loissen, geynen weytsaem dar in zo sehen noch anderen luyden zo ver- huren, ind alle fruchte dan äff, van gewass ind tzienden, up unsen hoiff vurs. voeren, allda attzen ind mystonge dar äff maichen [ind der zo rechten tzyden up uns hoiffslant vurs. . . voeren ind geyn stroe, myst noch voder verkouffen, verbrengen, ver- byrnen, noch van unsen hove entfirnen" — widrigenfalls 5 Mark Strafe; ferner sollen sie jeden Remig'.-Tag 6 Ferkel oder für jedes einen oberl. Gulden nach Köln liefern, ferner den Hafer für das Pferd des Vogts von Bereitem, dem „Offerman" und Boten und den Herren von St. Thönys u. anderen „van uns hoiffs uyssgande kleyne tzientzen bezahlen"; wenn der Landesherr einen Dienst vom Hofe fordere, solle der Pächter „nyt van unsen hoiffs wegen off rechte, dan van beeden und sunderlicher gunst" 2 oder drei Dienste auf ihre Kosten thun, wenn aber weitere Dienste verlangt werden, alsdann erst beim Stifte anfragen; ferner sollen die Pächter die Gebäude, Zäune etc. in gutem Zustand erhalten und können beim Verlassen des Hofes, falls sie die Pacht immer richtig gezahlt haben, sechs Ellen Wolltuch zu einer Kleidung beanspruchen; wenn Misswachs, Hagelschlag oder „hertzochf eintritt „ee die fruchte in dem velde angetast wurden", so werde das Stift ihnen Gnade thun; dagegen habe es mit Kriegsschaden und Braud- tmglück nichts zu schaffen. Zu Bürgen stellen die Pächter: Johann Ivan Braiss und Johann Onverdorven Bürger in Köln. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel des Stifts ab. 40 — 610 — 631.— 1500, Maerz 19., bekundet der kaiserl. Notar und Cleriker der Köln. Diöcese Peter Heimbach, dass vor ihm erschienen sind die Priestervikare von S. Gereon Friedrich Grane von Funcke} Kellner der 7 Vikare und Jacob Hauch, und ausserdem Johann Moiscop Köln. Bürger „magister pauperum quondam degentinm in hospitali apud ecclam sanctarum 11000 virgitnmi", und dass der letztere dabei den ihm zustellenden Niessbrauch des den Vikaren gehörenden Wingerts in der Wegsetigasse an die Vikare für 10 rh. Gidden (zu 4 Köln. Mark) und einen goldenen Dukaten an die Vikare abgetreten hat. Original in S. Gereon. 632— 1500 (ohne Tagesangabe), verpachtet das Stift an Meister Werner von Kirbergh Gut und Zehnten zu „Sent Gerioins- wylre" auf 12 Jahre unter den Bedingungen „dat meister Werner die lamer, fercken, hoenre und curmoeden vlisslich innamen sali und sali davan allet die halfscheid uns dechen und capittel vurs. . . . bezalen, doch ouch myt sulcher Aoirwarden, wat den scheffen vur yre gerechticheit geburt, sali derselve meister Werner van synne halfscheid denselven bezalen, als nemlich vur eynen jaerlichen pacht myt namen hondert over- lensche rynsche gultgulden" zahlbar auf Remigiustag, ferner solle Werner die Güter in gutem Stand halten, nichts sonst verkaufen oder verpachten etc. „und sali ouch meister Werner vurs. die lampe vur dat hilge Sacrament nacht und dach beluechten, dat buet- gen der kirchen sent Gerioinswylre vurs. in gueden noitterff- tigen bowe und den naberen eyn putzseill und gewoenlichen valdueren durch dat gantze Jair halden." Als Bürgen setzt Werner: Johann von Deventer Dr. theol. und Johann von Duyssel- dorp Bürger in Köln. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel des Stifts zur Hälfte ab. 633.— 1502, Februar 16., bekunden Thomas Dumralt und seine Frau Catherina, dass sie von dem DK. von S. Gereon dessen Hof „zom Stuytgen" auf 12 Jahre gepachtet unter den in dem vom — 611 - DK. ausgestellten (wörtlich aufgenommenen) Pachtbriefe enthaltenen Bedingungen: Die Pachtzeit beginnt mit dem nächsten Feste s. Petri ad cathedram (22. Febr.); nach 6 Jahren kann jede der Parteien von dem Vertrage abstehen, muss dies dann aber 6 Monate früher der andern Partei anzeigen; der jährlich zu S. Eemeis oder in den nächsten 14 Tagen „unbevangen" — zu Köln in das Kornhaus des Kapitels vor dessen Summer zu liefernde Zins beträgt 60 Mltr Weizen, 40 Roggen und 24 Hafer Köln. Maass „Inj tzwen pen- nyngen u. s. w.", ausserdem 3 „gude verken", oder statt jedes derselben 1 oberl. Goldgulden, nach Wahl des Kapitels; zu Beginn der Pachtzeit haben dann noch die Pächter „vur drugen wynkop" 24 Köln. Mark an das Kap. zu entrichten. Die Pächter müssen den Hof während der Pachtzeit selbst beicohnen, das zugehörige Land gut ackern und bauen und in seinen gewöhnt, „seeden" lassen, sie dürfen keinen „weytsamen" hineinsähen und das Land auch nicht „hoersehen" a ) oder andern Leuten „verhuren"; sie sollen alle Frucht auf den Hof fahren, allda „attzen", und alles Stroh und allen Dünger für das Land des Gutes verwenden, ividrigenf aus jedes Mal 5 Köln. Mark an das Kap. als Strafe bezahlen. Jährlich sollen die Pächter die Dächer, Wände, Zäune und Gräben des Hofes in guten Bau stellen; ein etwa nottoendiger neuer Bau soll indess von den Herren hergestellt werden, wozu dann die Pächter nur das Holz und andere „gereitschaff" zu liefern haben. Wann die Pächter den Hof verlassen iverden, müssen sie die „gantze vorderyge 2 ) weich ind hart, ind alle lant der gewanden, die haever dragen gestillt laissen, want sy die so fonden haeven." Jedes Jahr muss das Kap. den Pächtern nach Bezahlung des Zinses 6 Ellen wollen Tuch zur Kleidung geben, wie solches alle Pächter des Kap. erhalten. Erleiden die Pächter durch Misswachs, Hagelschlag oder Heerfahrten Schaden, und zeigen dies, während die Frucht noch unangetastet ist, dem DK. oder den Amtleuten, Kornmeister und Bentmeistern des Kap. an, so wird dieses den Schaden innerhalb 8 Tage einsehen lassen, und aus Gnade vergüten. Bekäme das Kap. Feinde, die sich an ihm „geburlichen verwarden", so muss es dies auf dem gen. Hofe anzeigen, und ivird diesem dann (in etwaiger Schaden nicht vergütet. Schaden „van der lantherren wegen", oder entstanden durch Brand nach der Ernte wird von den Pächtern getragen. Entstehen Streitigkeiten zwischen den 2 Parteien, so wählt jede von ihnen 1 oder 2 eingesessene Kölner, die dann die Sache in Güte schlichten, — 612 — nötigenfalls sich noch einen unparteiischen Obmann wählen sollen. Forderungen der Pächter an das Kap. sollen in demselben Jahre, in welchem dieselben begründet sind, dem Kap. vorgelegt werden, da sie sonst unberücksichtigt bleiben. Sterben die Pächter während der Pachtzeit, oder werden sie ausländig oder „unmechtig" f= incapax, irrsinnig), oder halten dieselben irgend eine der obigen Bedingungen nicht ein, so fällt das Gut an das Kapitel zurück „be- heltnisse yn (den Pächtern) yrs gewonlichsn ploichrechten"; rückständige Pacht muss aber auch datin noch an das Kap. bezahlt werden. Die Pächter haben „zo bürgen ind myt saeche walder ind principaell" gesetzt „Conraid van Coenynxhoeven ind Rutger van Poelhem. malsmuller, burger ind ingesessene zo Coelne"; diese sind verpflichtet, bei Nichteinhaltung der Pachtbedingungen in einer ihnen von dem Kapitel innerhalb Köln's anzuweisenden Herberge „myt sunnensehyn" Einlager zu leisten, bis das Kap. befriedigt ist. Ist einer der Bürgen nicht im stände seine Pflicht zu thun, so ist statt seiner ein anderer gleich guter zu stellen. Das Kap. hat sein Siegel „ad causas" an den Pachtbrief gehängt im J. 1502 „up gudestach des 16. daeghes des raaendtz Februarii". — Die Urkunde der Pächter ist vom selben Datum. Gerard van den Heystern, Bürger zu Köln, hat für die Pächter sein Siegel angehängt. Die beiden Bürgen haben ihre eigene Siegel beigegeben. Original im Archiv von S. Gereon; Siegel ab. — Der Originalpacht- brief (mit erhaltenem Siegel) des Kapitels befindet sich ebenfalls in dem genannten Archive. 1 ) Was heisst das? Ist an ahd. „hara", mhd. „liar", österreichisch „hör" = Flachs zu denken? — 2 ) = Nahrung des Feldes, Dünger? 6.34:.— 1502, Maerz 11., zu Rom bei S. Peter, erteilt P. Alexander VI. dem Dechant des Kl. SS. Martin und Severus in Meinfeit, dem Dechant von S. Adalbert in Aachen, Diöcese Lüttich, und dem Scholaster von S. Gereon zu Köln eine Gerichtsbarkeit gegen alle, welche die Kirche S. Castor zu Coblenz in ihren Rechten kränken. Original im St.-A. zu Coblenz. Siegel ab. — 613 — 635.— 1502, Sept. 2., bekunden DK. von 8. G., dass ihr verst. Mitkanoniker Bruno Brnnonis teils noch persönlich, teils durch seine Testamentsvollstrecker den Domherrn Joh. Myttelbach Dr. decr., den Vikar von S. G. Heribert Brnnonis und Joh. Runen aus Reckelinghausen — von denen die 2 ersten Oheime des Br. Br. sind — ihnen 275 Gulden = 1100 Köln. Mark gegeben hat, um damit 4 Memorien für sich und seine vorgenannten 2 Onkel zu stiften. DK. bestimmen, dass die Memorien in den 4 Quatemberzeiten mit Vigil, Seelenmesse und Commendation sollen gehalten werden, und dass — weil das Kapital zum besten des Stiftes verwandt worden ist — der Praesentiar bei jeder Memorie 3 Gulden geben soll, von welchen die Vikare, welche an der ganzen Memorie teilnehmen und auch Messe lesen und mit den Kanonikern das „iuxta scolas" befindliche Grab des Stifters besuchen, je 2 Albus, die Vikare aber, welche nicht cele- brieren, sowie die „chorales" und die Glöckner je 1-Schilling erhalten sollen. Sollte einmal das Kapitel eine solche Memorie nicht halten, so sind die Vikare berechtigt, die für sie bestimmten Einkünfte zu fordern und dieselben zu verteilen unter diejenigen Kanoniker und Vikare, welche für den Stifter celebrieren wollen. Original mit gut erhaltenem Siegel („ad causas") im Archiv zu S. Gereon. 1502, Mai 7., bekunden DK. von S. G., dass sie von Mag. Joh. Kryt- wiss Kanonich und Heribert Brunonis Yikar an S. G., sowie von Conrad von Heymbach, Pastor in Stotzem, Köln. Dioec, als den Testamentsvollstreckern des verst. Joh. "Werssenbergh von Brylon, Vikars an S. G., 125 Rhein. Goldgulden in baar erhalten haben, welches Geld zum Besten der Kirche S. G. verwandt worden ist. Dagegen sollen für den Erblasser jährlich 2 Memorien gehalten werden. (Die sonstigen Bestimmungen sind genau, wie unten in der Urk. von 1513, Mai 15; die Begräbnisstelle ist auch hier „ad scholas".) — Cop. Tic. fol. 52 sq. 636.— 1503, Juni 23. (up sent Johans Baptisten avent), verkauft Johann Schall van Bell mit Consenz des Godart Schall van Bell seines „Oemen" und des Heinrich Seh. v. B. seines Bruders dem Stift S. Gereon seinen (bei Junkersdorf liegenden) Anteil am väterlichen Erbe, nämlich: „Item seven morgen lantz, ind echtzien roeden schiettende voirhofs an die Achense strait und an de eyn syde an die sess morgen lantz togehoerende den pastoir zo Gunterstorp ond an die ander syde und ouch voirhoiffs an dat lant der heren zo sent Apostelen bynnen Coelne; item — 614 — noch dry morgen myn syvindtzentzig roeden schittende an dat lant der jonferen van sent Gertrud ind an die mar dar der coelner weegh doir geit; item noch dryindtzwentzigisten- halven morgen myn echtehalff roed gelegen up coelner weegh van Gunterstorp schiettende an einre syde nae Coellen an die seven morgen lantz der heren van sent Gereoin ind an die ander syde und voirhoiffs an dat lant der jonferen van sent Gertrud ind sent Maritzis bynnen Coelne; item noch sess morgen ind tzien roeden schiettende voirhoiffs an die helle koyll an die echtzien morgen der heren zo sent Gereoin vurg. ind an die eyn syde an dat lant der jonferen van sent Maritzis nea der mar wart ind der heren van sent Thonys ind an die ander syde nae Moenhill Jacobs lant; item noch (19 weitere Stücke von diesen Grössen: 10 in + 1 vierdel + 4 1 /., r, 7 v [in 2 Gewanden liegend] 3 m — 15 r, 4m — l j 2 v, 1 m, 12 m -\-26 r, 1 in, 4 l j 2 in + 1 / 2 v, 10m + lv~t- 21 r, 6 m -\-15r, 8m +11 r, 4 m, 5 m + 15 r, 4 m — 8 r, 3m + 9 r, 3 m, 3 m, 4m-\- lv + 13 r, 1 '/ 2 m -+- 17 r; von Anstössern sind noch genannt: die Herren von S. Johann, der Pastor sent Marien Äfflais und Jonker Herpertz van Hall — von Fluren: Oestorper Strasse, die Kirchemorgen, und „thegen dat sieckenhuys over up der Aecher straiss"); wilch artlant, bongarden ind hoeffsteed vry loesledich van allen uisgelden, dynsten ind allen andern Sachen vry loessledich ist ind unbeswert, halden hondert viertzigesten halven morgen ind echt roeden" — dies alles für 12 Goldgulden und einen Hornschen Gulden den Morgen und fünfzig Goldgulden „in den kouff". Dafür, dass die Güter nicht weiter beschwert sind, setzt der Verkäufer sein Gut in Waldorf zum Pfände. — Es siegeln Johann v. Schall, Godart und Heinrich von Schall und die Geschworenen von Gunterstorp. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Alle vier Siegel ab oder fast ganz ab. 1503, Oct. 28. (up sent Symon Juden avent der hill. Apostelen), bekunden DK. von S. G., dass sie „allen und gemeinen" Vikaren ders. Kirche eine Erbrente von 7 oberländischen Goldgulden verkauft haben für 150 erhaltene Goldgulden, die sie (DK.) an 139 1 / 2 Morgen Ackerland bei „Gunterstorp" verwandt haben. Termin: Allerheiligen oder 14 Tage später. Von der Zahlung der Rento sollen keinerlei Umstände entschuldigen. Eventuell unterwerfen sich DK. dem Gerichte des Officials des Hofes zu Köln ohne weiter appellieren zu wollen. Die gen. 139^2 Morgen werden zu Unterpfand gesetzt. Rückkauf der Rente ist gestattet bei halbjähriger Vorankündigung. Angehängt wurden das Siegel von S. G. „ad causas" und das Siegel des Offlcialats. — Cop. Vic. fol. 104 sqq. Ebenda steht fol. 108 die — 615 — Bestätigung des Officials, welche dieser auf Antrag des Mag. Urban von Virssen „dicte curie cauaarum neenon procurator ven. illuatrium et nobilium dnorum dec. et capli eccle s. Gereonis" durch den öffentl. Notar Joh. Rmver- dinck auf die Rückseite der Urkunde schreiben Hess. 1520, Aug. 10. (uff sent Laurenz dach) bekunden DK. von S. G., dass sie den geraeinen Vikaren von S. G. die 7 Goldgulden betragende Erbrente (siehe vorige Urkunde!) hätten wieder abkaufen wollen, dass sie aber hiervon Abstand genommen haben, nachdem ihnen die Vikare noch 25 Goldgulden (ohne Erhöhung der Rente!) hinzugegeben. Jetzt ist aber ausbedungen, dass beide Teile den Rückkauf der Rente fordern können. Siegel von S. Gereon. - Cop. Vic. fol. 109 sqq. 637.— 1504, Jan. 5. (up der heyliger dry konynck avent genant zo latine epiph. Dni), bekunden Gera van Ratingen, seine Frau Eisgin und ihr ältester Sühn, dass sie von dem Propst, dem Dechanten und dem Kapitel von S. G. ein „up der alder moyren by sent Apostelen" gelegenes und dem Hospital zu S. G. gehöriges Haus mit Hof, Stallung und Garten auf die Zeit des längstlebenden der 3 Aussteller gepachtet haben. Der jährlich in 2 Terminen zu entrichtende Pachtzins beträgt 12 Köln. Mark; die Pächter müssen das ganz verfallene Haus von Grund aus im ersten Jahre der Pachtzeit so ivieder aufbauen, wie dasselbe früher gewesen ist; im zweiten Jahre müssen sie dann den imvendigen Bau aufführen; sie dürfen jedoch das Haus, welches „brieff guet" ist, nicht zu , ; schrijn guet" machen und dasselbe also nicht in ihren Schrein schreiben lassen. Als Pfand für die treue Erfüllung der Pachtbedingungen setzen die Pächter ausser dem gepachteten Hause selbst 2 andere neben diesem gelegene Häuser, icelche den gen. Eheleuten gehören. Original (mit Siegel des Gerit v. Ratingen) im Archiv von S. G. 638.— 1504, Juni 10., bekunden DK. von S. G., dass Philipp von Daun-Obernstein, Domdechant und Kanoniker von S. G., ihnen 62 l j 2 Goldgidden gegeben hat, um sich dadurch eine jedes Jahr im Juni zu haltende Memorie zu stiften. Da das Kapital zum besten des Stiftes verwandt worden ist, so soll der Präsentiar unter die cm der Memorie (Vigil, Seelenmesse und Commendation) teilnehmenden 2'/ 2 („semitres" = drittehalb) Goldgulden aus dem Kornhaus — 616 — oder dem sonstigen bereiten Eigentum des Stiftes verteilen; Prälaten, Kanoniker und celebrierende Vikare sollen jeder dieselbe Quote erhalten, die andern anwesenden Vikare, Chorale und Glöckner je 1 Schilling. Wird die Memorie in 1 Jahre nicht gehalten, so kommen die 2 X \ % Schilling für das Jahr dem Pastor von S. Christoph zu gute, der dann die Memorie in seiner Kirche mit Hinzuziehung von 6 Priestern — die auch alle celebrieren müssen — feiern soll. Original (mit Siegel) im Archiv von S. Gereon. 1504, April 1., bekunden DK. von S. G., dass sie von den fünf Testamentsexekutoren ihres verst. „ad scolas" begrabenen Mitkanonikers Joh. Cluyt: Dietrich von "Wied Dechant, Joh. de (Jampana Kanoniker, Joh. Ryne Kanoniker, Joh. Lasphe Vikar, alle 4 von S. G., und Joh. Cluyt iunior Vikar von S. Aposteln 60 Goldgulden erhalten und zum besten ihres Stiftes verwandt haben. Dafür soll jährlich im April für den Erblasser in S. G. nach gewohnter Weise eine Memorie gehalten werden, und der Präsentiar dabei 2 Mltr "Weizen oder 12 Köln. Mark verteilen: Prälaten, Kanoniker und celebrierende Vikare erhalten je dasselbe, die übrigen Vikare, Chorale und Glöckner je 1 Schilling. — Original (mit Siegel) im Archiv von S. G. 639.— 1506, Sept. 2. („Mittwoch nach sant Johanns tag decoll ationis") zu Heidelberg, beurkunden „die Burgermeistere, Rate und Burger und die gemeinde gemeinlich arm und reich zu Altzey und die Burgermeistere, Rate und die gemeinde gemeinlich der deler 1 ) Bacharach, Diepoich, Stege, Manbach und Caube", dass sie von den „Dechen und capittel des stieffts zu sant Gereon in Collen als pflegern des sant Gereonsaltars in demselben stiefft" erhalten haben 500 „guter und geber, swerer oberländischer (Gold-)gulden", und dass sie diese Summe sofort ihrem Herzog Philipp übergeben haben. Sie bekennen dafür an die Herren von S. G. jährlich in 2 Terminen 25 ders. Gulden zahlen zu müssen, so lange bis sie das Kapital werden gezahlt haben. Die an S. G. zu zahlenden Gulden müssen von derselben Güte sein, tvie die erhaltenen: nämlich 19 „grade" feines Gold haltend. Für den Fall der Nichteinhaltung der Bedingungen werden Strafen festgesetzt. Herzog Philipp bestätigt den Inhalt der Urkunde und verspricht für die Einhaltung der Bedingungen zu sorgen, bezüglich mit dieser Sorge seine Zollschreiber zu Bacharach und Caub zu betrauen. Der Herzog, — 617 — die Stadt Altzey, die Gemeinde der 4 Thäler B. D. St. u. M., und die Gemeinde Caub haben ihre Siegel angehängt. Original (mit den 4 gut erhaltenen Siegeln) im Arohiv von S. Gereon. — Auf der Rückseite steht von fast gleichzeitiger Hand: „Campanae". ! ) ein anderes Mal: „teler". 640.— 1507, Sept. 28., bekunden DK. von S. Gereon die Stiftung von 4 jährlichen Memorien für ihren verst. Mitkanoniker Mag. Johann de Campana (=van der Clocken). Nos dec. et caplum eccle s. Gereohis Col. notum facimus . . ., qnod a venerabilibus spectabili et honorabilibus dnis et mgris Johanne Ryne eccle s. Gereonis presbitero canco, Thoma de Oeren medicinarum doctore> Petro van der Clocken cive consulari inclite civitatis Col., Joh. de Stralen presbitero Col. dioc. et Elisabeth de Horst executoribus manufidelibus ac fideicommissariis testamenti seu u. v. quondam ven. ... mgri Joh. de Campana pred. eccle . . . presbiteri canci executoriis norainibus numerantibus et solventibus in bona et... pecunia recepimus 300 florenos (zu 4 Köln. Mark) pro mema eiusdem . . . mgri Johannis in eccla nra . . . singulis annis quater ... servanda, necnon 25 florenos auri Renensis . . . pro luminari- bns circa missam hereditariam per d. dnos executores nro de consensu iuxta pred. testatoris piam affectionem in . . . eccla s. Gereonis fundatam et sing, diebus immediate post matutinas ... celebrandam necessario habendis et perpetuo administrandis ... Et quia ptam pecuniarum summ am in usum et utilitatem eccle nre et presertim in reemptionem . . . cuiusdam redditus vitalis 12 florenorum aur. cuidam Jringhine de Angermont pro summa 120 sim. florenorum sing, annis solvi debitis . . . expo- suimus, quodque d. dnus Joh. de C. nr ... confrater eccle nre plura et magna pia opera et obsequia impenderit et presertim circa capsam s. Gregorii gloriosi principis Maurorum patrem (lies : patris) eccle nre, necnon circa ornamenta videl. 2 casulas cum suis correquisitis ac 2 calices et sumptuosum missale pretacte perp. misse ac alias unacum summis pecuniariis supranominatis ultra 713 florenos aureos . . . realiter expo- - 618 — suerit seu per suos executores pred. exponi. . . mandaverit, pre- pensavimns [et] ordinavimus pro pred. raema ... servanda et luminaribus hereditarie misse administrandis, quod de granario et seu aliis bonis eccle nre proraptioribus per pntiarium eiusdem pro pntiis pte meme interessentibus 12 florenos (1 = 4 Köln. Mark), in qualibet raema 12 marcas pag. pti ac 1 florenum aureum pro luminaribus misse pte sing, annis exsolvi, atque de illis singulis prelatis canonicis vicariis et chorisociis cele- brantibus et interessentibus vigiliis aprincipio usque adfinem et cum dnis commendationem legentibus et orantibus ac non solutn ibi stantibus sepulchrumque ipsius quondam dni Iohan- nis iuxta granarium visitantibus — proportionabiliter distribui, aliis autem vicariis et chorisociis ptis vigiliis et commen- dationibus interessentibus et non celebrantibus necnon chora- libus et campanariis 1 solidum dari faciemus. . . . (Sollte das Kapitel einmal die Abhaltung der Memorie unterlassen, so haben die Vikare das Hecht zu mahnen, und, wenn dies nichts hilft, für sich und die Kanoniker, welche für den Erblasser Messe lesen wollen, die betreffende Quote von dem Praesentiar zu fordern. — Angehängt wurde das Siegel „ad causas".^) Datum a. Dni 1507, die Martis vicesima octava mensis Septembris. Original im Archiv von S. G.; das Siegel ist abgeschnitten. Obiger Urkunde transfigiert ist eine zweite von 1510, Aug. 13., nach welcher das Kapitel bekennt, von den Testaraentsexekutoren noch weitere 50 Goldgulden zur Verherrlichung des Gottesdienstes und zur besseren Fundierung der betr. Memorien erhalten zu haben, Da auch die letztere Summe zum besten des Stiftes verwandt worden ist, so soll der Presentiar unter die nach der Haupturkunde berechtigten und nach dem dort angegebenen Ver- hältniss bei jeder Memorie noch je 1 halben Goldgulden verteilen. — Auf dem noch anhängenden Siegel „ad causas" ist der h. Gereon dargestellt in seiner Rechten einen ganzen ein Kreuz zeigenden Schild so haltend, dass derselbe die Beine und den Unterleib des Heiligen verdeckt; in der Linken hält die Figur auch hier ein Fähnlein. Dasselbe Siegel wird 1538, Juni 1., als „Secretssiegel" gebraucht. Auch befindet sich im Archiv von S. G. ein Akt des öffentl. Notars Everhard Hollant von "Wischel, gemäss welchem ihm vor gen. Zeugen der Kan. Job. van der Clocken am 26. Sept. 1504 gewisse Papiere übergab mit der Bemerkung, dass dieselben sein Testament enthielten. Derselbe Akt gibt an, dass der gen. Kanonich in der darauffolgenden Nacht starb, und dass dann am 27. das Testament vor ihm und den Testamentsexekutoren eröffnet wurde; das Testament wird wörtlich mitgeteilt. — 619 — 641.— 1509, Febr. 17., bekundet Martin van Nyell, dass er : von DK. von S. G. 20 Morgen im Felde von Rijel gelegenen Ackerlands gepachtet hat. Die Pachtzeit beginnt Petri ad cathedram (18. Febr.) und beträgt 12 Jahre, jedoch kann jede Partei bei halbjähriger Kündigung schon nach 6 Jahren abstehen. Von den 20 Morgen liegen 3 M. an der „steynrutzen", 5 Viertel ebenda, 7 V. „in der auwen", 1 M. heisst der Cluisgens morgen, 10 M. „up me sande an deme eygeltskamp" nach Riehl zu, und 3 M. ebenda; die Angrenzer sind das Kl. Weger und das Kl. Winandsrade, ausserdem 3 Private. Die 20 Morgen sind zehnten- und schatzfrei. Die Pacht beträgt 5 Mltr Korn zu s. Remeys und 2 Hühner zu s. Gereon. Sonstige Bestimmungen über ordentlichen Bau des Landes, über den Heimfall des Gutes luenn die Bedingungen nicht erfüllt iverden, und über etwaige Ermässigung der Pacht bei Missicachs u. dergl., wie gewöhnlich. — An die Urk. des Pächters hat für diesen Joh. Spurkel, der Schultheis des welü. Gerichts zu Merhem, sein Siegel angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel ist abgerissen. 642.— 1509, December 11. Weistum des Hofes Eyckhoven (bei Halver). Ich Johan Bremer, zo dusser tyt richter in deme hove und hovesgerichte zo Eyckhove, gelegen in dem kyrspell van Halver und gerichte van Ludenschede van wegen und beveill der eyrwerdigen edelen und waelgebornen heren Frederich Greve zo Wede dechen und capittel der werdiger kyrehen zo sent Gereon bynnen Coelne, dye al dair als dechen personlich by gewest und gesetten heefft, und vort anderen geschickten van wegen des hoiehgebornen durchluchtigen fursten und heren hertongh Johannen van Cleve, greve van der Marcke und Katzenellenboghen mynen gnedigen lieven heren myt namen die eyrbern und vromen Geryt Spaen, rychter to Boichem, Peter van Laeckum hoegreve zo Swelm, welker gerichtliche dach verkündiget is als recht is, soe hefft der selve werdige her dechen in namen und van wegen capittells der kyrehen vurg. gebeden umb eynen vorsprecken als myt namen her kyrstgen in dem Daele pastor zo Hockelshoven, des ich yme gunde als recht was. Dye selve her kerstgen - 620 — hefft aldair gerichtlichen laten seyn, lesen und hören wairaff- tige segel und breve, dat Rutger Hack, hoegreve doe hye levede to Halver, dat gut to Eyckhove affgesacht ys over- mydtz eynen rechtspruche van wegen mynen gnedigen heren hertzough van Cleve etc. und synen gnaden frunde und raede; darnae wart gelesen eyne warafftige copye eyns bryefi's inhaldende, dat Rutger vurg. bekannt hefft, dat hye noch syne huysfrauwe off syne erven geyn recht an dem hove, erve und gude zo Eickhoven en hedden, dat d5^e selve Rutger versegelt und verbrevet hefft; vort darnae wart doin lesen und hoeren eynen besiegelden brieff, dat myn gnedige her hertzough Johann van Cleve overmydtz synre gnaden reede up eyn nye erkant und oytgespraken have, dat Johan Hack, des vurg. Rutgers soen to dysser tyt hoegreve to Luden- schede geyn recht in ader an dem hove to Eickhoven en hebbe, und dije heren to sent Gereon zo Collen syen waraff- tige erffberen und besitter des erfs und gutz zo Eickhoven myt aller syner yn- und zobehoir, und syn oick lehenheren aller guder kleyn und groit, dye in den vorg. hoff hörende syn. Vort hefft d5^e her kyrstgen pastor zo Iloeckelshoven gebeden eynsrechten urdels to geven und an den hoff und hovesluyde bestaden to wysen alle des gheyns, dat den selven heren von sent Gereon vurgeschr. und mynen gnedighen heren hertzouch van Cleve etc. und dem hove zo gehoyrt und eyn eyder mede berechtiget ys und sy, welker ordel ich gestallt heb an dem semlichen hof und hovesluyde, der Johan Hack hoegreve vurg. eyn gewest ys und nyt dem ge- richte up gestaen und mede in dat beraet der hovesluyde gegaen und mede helpen raeden und wysen, soe hebben dye semliche hovesmans myt oerem guede beraede erkant und gewyst vor rechte, dat sye tem ersten semlichen und besunder erkanten, dye edelen und werdigen heren van sent Gereon to Collen vur erffgrontheren und leenheren alle und ichliche der guder in dem vurs. hoff zu Eickhoven gehörende und mynen gnedigen beren hertzouch van Cleve als vur eynen erffvoget und schyrmheren, und wart gewist vur recht, dat eyn yeder huysman ichlichs jairs up den gewoenlichen dynk- plichtigen dach des hoeffs in dem hoff und hovesgerichte schuldich sy to komen und dem hove gehorsam to syn und — 621 — syne zynse und jairrenthe und gewonliche renthe tind pechte den heren vurg. den schulten des hoves to geven und to betalen und mynen gnedigen heren als eynen voget van oiren gliederen gewoenliche gulde und pechte to geven. Oick is gewist vur rechte, wilch man syn erve und gudt na ervallinghe onder jair und dage van den heren und hove vurg. nicht ent- flnghe off anneme mit koipe sunder entfencknisse, dat edder dye guder sullen den heren van sent Gereon to hove gefallen syn. Oick en sali nummant eynichs hoves gudt verkoipen, versplittern, verwoesten noch in ander hande brengen idt en sy myt weten und willen der heren vurg. und geschehn vur dem hove und hovesgerichte, als hovesrecht ys, und wer ymant, dye daer en boven dede, sali sulches onbundich und | van nychte syn; und wer auch yemant eynich hovesman dj^c dem hove ungehoirsam were, dye heb gebroken und sy dem hove vervallen myt vier Schillinge dortmündtz. Oick so hefft dysse vurg. pastoir gerichtlichen gefraget und angespraecken dussen vurg. Johan Hacke hoegreve, off hye oick sulker wysonghe, als die hovesmans und hye sulffs mede gewyst hebbe, und off hye oick boven den sprake myns gnedighen heren syner gnaden rede gesproken eynygs rechten an dem- selven gude zo Eickhoven myt syner yn und tobehoir ver- mente to hebben, darup hye gerichtlichen geantwort hefft, hye stae des as dye hoveslude gewist hebben, und willen dye spraicke myns gnedigen heren und syner gnaden frunde gedan hebben sunder myddel halden, want dan alle vurg. punte und eyn ytlich besunder vur my richter in dyssen vorg. gerichte gescheyn und gedaen synd, und dat geseyn ond ge- hoirt heb dair ordel und recht overgegangen is, als recht is, dair ich myne geburliche oirkunde op entfangen heb, dair by over und ane gewest synt stantgenoten des gerichtz myt namen Gerit Spaen richter to Boichem, Peter van Lanckum, hoegreve to Swelm und vort vele guder mans. Und dys in eyn bewys und to tuge der wairheyt so heb ich Johan Bremer richter vurg. mynen siegel van gerichtz wegen an dissen brieff gehangen, und heb vort in eyn vorder tuych der wairheyt gebeden dye eyrbaren und fromen Gerit Span und Peter van Lanckum vurg., dat sy oer siegel mede an dussen brieff als geschickede vronde myns gnedigen heren hebben willen doen — 622 — hangen, des wy Gerit und Peter vorg. bekennen und gern gedaen heben, want wy alle punte vurg. niede gesyen und gehoirt heben. Datum anno Domini duysent vunffhundert und negen des nyesten dynxtachs na unser lieven frauwen dach Conceptionis. — Original im St.-A. zu Düsseldorf; die drei Siegel ab. 643.— 1510, Juni 21., bekunden die „leenlude des hoeffs zu Schechtelhuysen", dass vor ihnen erschienen ist Ailbrecht Mokle, Sohn des verst. Henrich M. „swaich van lyve, doch seiner sinne und Vernunft mechtich — gaende und staende ungeleith und ungehalden vort und wedder seven voess lengden und mehe", und dass derselbe vor ihnen den sämmüichen Vikaren von S. Gereon „mit gichtigen munde, hande und halme" übergeben hat eine Erbrente von 10 Malter „koens", die er zu beziehen hat von dem Hofe zu Schechtelhuysen, den Albrechfs Vater gegen eine Rente von 13 Maltern Roggen ausgethan hatte. — Die übrigen 3 Mltr werden dem Convent S. Clara zu Neuss vorbehalten. Die Vikare haben von jener Rente für den Geber und seine Eltern jährlich 6 Me- morien zu halten „des aventz mit vigilien, des morgens mit missen". — Die Aussteller haben „uyss guder alder lovelicher gewoenheit gebeden den vesten und frommen Albrecht Huec- kynck van Mulfortt, vaigt und stathelder zur Dyckt unseres gnedigen junckeren von Ryfferscheit", dass er für sie siegeln möchte, ivas der Genannte dann auch gethan hat. Cop. Vic. fol. 61 seqq. 644.— 1518, Juli 25., sichern Wilhelm Gr. zu Neuenahr und Frau dem L. Maiss, Kan. an S. G., eine Rente von 30 Goldgulden zu, welche lasten soll auf 6 Häusern, die L. M. vor dem Lynnep'sehen Domhofe Reiferscheid, aus eigenen Mitteln hat bauen lassen. Wir Wilhelm grave zo Nuwenair und herr zo Bedbur etc. und Ameleya van Werthem graveinne zo Nuwenair, vrauwe zo Alpen, wedewe etc. doin kunt . . . van wegen und in atf- wesen der jongher graven van Nuvernair Gumprecht und — 623 — Frederich, so der cloisterhoff, genannt der Ryferscheider hoff up den doemhoü' bynnen Coelne gelegen, den edelen Gump- recht und Fred...., uns Ameleyen kinde als neiste orven ... des stampts van Lynnep . . . zugehoerich, und in Sonderheit Frederichen als doemherrn zu Coelne zostendich ist, wilche hoff mytsampt den zyntzhuysern da vur längs zo stain plagen gantz zo maill verfallen . . ., dat neyt mehe dan die ledyge plaitz, da die zyntzhuysser vurmailtz zo stain plagen blieven ist, und zo versehen villicht, so die huysser neyt upgebauwet wurden, eyn eirsamer rait van Coelne den vurss. platz zo der gemeynde bracht hett, haven dairumb ... van dem wirdighen herrn Leonarthen Maiss canonichen zo s. G. b. C. etc. als curatoren und getruwen lieffhaver der vurs. graven G. und Fr. begert, so fyll geltz, damyt man 6 huysser bauwen mocht, uptzobrengen (und mit 5 von 100 zu verzinsen. L. M. hat zuerst gemeint, zu dem Zinsfuss wäre schwerlich Geld zu haben, aber schliesslich aus Freundschaft für die beiden Grafen selbst die 6 Häuser bauen lassen. Er hat dafür gemäss 2 übereinstimmenden Bechenschafts- ablagen, von denen eine in dem Schreine „an Hacht" niedergelegt worden, 600 Goldgulden ausgelegt, ivofür ihm vorbehaltlich der Ablösung bei vierteljähriger Kündigung ein Jahrzins von 30 Goldgulden lastend auf jenen 6 Häusern, welche voraussichtlich 60 Gulden an Miethe einbringen, zugesprochen wird. Der Hof mit Zubehör soll ein „erffhoff des neisten gebloitz und stamptz Lynnep doemherr zu Coelne is" sein und also jetzt dem Grafen Fr. als Sohn des verst. Gumprecht, Grafen zu Neuenahr, zugehören. Ihre Siegel haben angehängt 1) das JJomstifi, 2) Graf Wilhelm, 3) seine Gattin Amelia, beide letzteren zugleich für die kein eigenes Siegel führenden Friedrich und Gumprecht.) Gegeben in den jairen uns Herrn duysent vunf- hondert achtzien up sent Jacobs dach des hilgen Apostels. Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel des Domstifts ist unverletzt, das des Grafen W. ist beschädigt, das der Gräfin ist abgerissen. 1522, Sept. 8. („up Mandag Nativitatis Marie"), bekundet Lenhart Maes Kanonich zu S. Gereon, dass er mit Einwilligung der Grafen zu Nuwenar, Gumprecht und Friderich, einen zu deren Gunsten lautenden von der Stadt Neuss ausgestellten Erbbrief über eine Rente von 32 oberl. Gulden von den Kreuzbrüdern zu Düsseldorf, die den Brief besassen, gekauft hat, und dass die gen. Grafen oder ihre Erben von ihm oder den Hältern dieses Briefes die Rente mit 550 Gulden (zu je 4 Mark oder 24 lladerweisspf.) jederzeit sollen zurückkaufen können. — Original mit eigenhändiger — 624 - Unterschrift des Leonardus Maes im Archiv von S. Gereon. Das noch anhängende Siegel des L. M zeigt auf dem Schilde einen von links unten nach oben rechts liegenden Hammer und eine rechtwinkelig über denselben gelegte Zange. 645.—• 1518, Juli 20., bekunden DK. von S. G., dass Symon von Jülich, Propst und beziehungsweise Kanonikus von S. Dionysius und S. Lambert zu Lüttich im J. 1513 ihnen eine Bente von 16 Goldgidden mit einer Summe von 400 Goldgulden abgekauft hat — welch Summe mit dazu gedieid hat, um von dem Köln. Bürger Adolph Wynkelhuysen eine Bente von 26 Goldgulden zurückzukaufen — und dass ihnen jetzt von den Executoren des gen. Sijmon jene Bente geschenkt worden ist, um dafür jeden Donnerstag eine Singmesse vom hh. Sacrament und einmal jährlich die Memorie des Erblassers zu halten. Sie bestimmen, dass sie die Donnerstagsmesse jedesmal bald nach der Matidin durch einen würdigen Priester wollen halten lassen, und dass dabei 4 Chorsänger und der Bector scholarum mit den Scholaren und Chorälen unter Orgelbegleitung „modeste" die Messe „Cibavit eos" singen sollen: dafür werden der Priester jedesmal 4 Schillinge, jeder der 4 Chorsänger und der Bector je 1 Seh., die 2 Glöckner zusammen 1 Seh. und die 3 Chorale zusammen 1 Seh. erhalten; der Organist erhält für das ganze Jahr 3 Mark. Bei der Memorie sollen (in gewöhnlicher Weise) 13 Mark verteilt werden. Für die Ornamente und Lichter werden 5 M. 8 Seh. jährlich bestimmt. Diese Ansätze betragen zusammen 69 M. 4 Seh. = 16 Goldgidden, 1 Goldgidden zu 26 Albus gerechnet. Kommt das Kapitel in einem Jahre seinen Verpflichtungen nicht nach, so gehen diese sammt den Einkünften an den Pastor von S. Christoph über, der aber dabei die Vikare von S. G. zuzuziehen hat. Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel (des Kapitels) ist abgeschnitten. 646.— 1519, Dez. 13., bekunden DK. von S. G., dass „ven. et egregius vir dnus Nie. de Affelen, utriusque iuris doctor, personatus eccle in Greveroidt Col. dioc. dum viveret persona" 1490 am 28. Juni ihnen mit 75 Gulden (zu je 4 Köln. Mark) eine Erbrente von 3 Gulden abgekauft hat, dass ferner Leonard Maes ihr Mitkanoniker diese Beute von den Erben jenes Nie. de A. erworben — 625 — und mit 'weiteren haaren 25 Gulden dem Stifte S. G. übergeben hat, und dass sie nun dem Wunsche des gen. L. M. gemäss angeordnet haben, in Zukunft jedesmal an dem Freitage nach dem Sonntag Jubilate (3. Sonntag nach Ostern) das Fest „commendationis bea- tissime virg. Marie (ergänze: ad crucera stantis) instar duplicis" als Memorie für L. M. zu feiern und dabei in gewöhnlicher Weise 4 Gulden unter die anwesenden Prälaten, Kanoniker, Vikare etc. durch den Reddituar verteilen zu lassen. Die Vikare erhalten das Recht an die Abhaltung des Festes zu mahnen, und nötigenfalls die 4 Gulden für das betreffende Jahr für sich in Anspruch zu nehmen, wobei sie dann für den L. M. Messen zu lesen haben. Original (in doppelter Ausfertigung) mit dem gut erhaltenen altern Siegel „ad causas" im Archiv von S. Gereon. 647.— 1520, März 18., bekunden Jacob Graf zu Hörn Herr zu Altenau zu Corteszom etc. und Coene Junggraf zu Viruenburg etc. „dass Everhard jongrave zo Manderscheid und zo Blancken- heym eelich soen is der edlen und wailgebornen Margarethen van der Mark aldster dochter zo Arberch, und derselviger Margreten vader genant her Everhard was eyn fry edel heer geboren van der Mark und heer zo Arberch, und des selven heren Everhartz moder was eyn graifynne van Virnenburgh genant Anna, ouch was des egenanten Everhartz moder moder eyn fry edel frauwe van Bouchoultz genant frauwe Margrete, und dere moder was eyn fry edel dochter van Pouck und Flandern, ouch genant frauwe Margarete." — Es siegeln die Aussteller. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel des Hörn fast ganz ab, dos Virnenburg wenig beschädigt. 648.— 1522, Juni 4., pachten Johan Krekell und seine Frau Catharina von DK. von S. G. eine „ledige hoifstat beneven Hinsender guet up der drenken in yren dorff sent Gereoins- wyler over den wech by yren vronhoff gelegen", um darauf ein Haus zu bauen, gegen die jährliche Abgabe von zwelf „rader albus". Bringt das Stift den Platz nieder an sich, so soll der Bau 41 — 626 — durch die Schößen von Gereonsiveiler besichtigt und vom Stift nach Befund bezahlt werden. Es siegelt für das Ehepaar Friedrich Keuten- bruiver „in der gütlicher schrifft licentiait und canonich in sent Andrien bynnen Coelne". — Unterschrieben vom Notar Jacob Bornen. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel zur Hälfte ab. 649.— 1524, Sept. 8., bekunden DK. von S. G., dass ihnen ihr Mitkanonich Leonard Maes einen von der Stadt Neuss ausgestellten Rentenbrief lautend auf 32 oberl. Gulden (vgl. n. 644, Note) geschenkt hat, damit sie für 16 dieser Gulden seine Memorie jährlich halten sollen, die 16 übrigen aber an den Nonnenconvent zu S. Agatius auf der Marzellenstrasse geben sollen zu einer in dieser Kirche für ihn zu haltenden Memorie. Gemäss dem wörtlich mitgeteilten Briefe der Stadt Neuss von 1458 „up sent Franciscus dach des hilgen confessoirs" (Od. 4.) hat die gen. Stadt für jene Rente von Goedart von Segn, Graf zu Witgenstegn und Dompropst, und Wernher von Segn, Graf zu Witgenstegn und Propst zu Soest und S. G., welche handelten als Momberen ihrer Nichte Eva, einziger Tochter zu Lgnepe und zu Heipenstein, die neue oder Heipensteiner Mühle, gelegen auf der Erft oberhalb der Mühle der Neusser Abtei, nebst Zubehör gekauft. — Deutsch. Original (mit Siegel des Kapitels „ad causas") im Archiv von S. Gh — Auch der Brief des L. M. über die Stiftung der 2 Memorien findet sich in demselben Archive ; derselbe ist vom gleichen Tage wie die obige Urkunde. — Endlich ist ebenda der Revers des Convents S. Agatius über jene Stiftung vorhanden, ebenfalls von 1524, Sept. 8. 050.— 1526, Febr. 1., vererbpachten der Propst, der Dechant und das Kapitel von S. G. ein ihrem Hospital zugehöriges und kürzlich ivieder erfallenes Haus von neuem. Wir Frederich van Bichlingen proist, dechen unnd capittell gemeynlich des freyen stiffs oder collegiaetkyrchen zu senct Gereoen bynnen Coelne doin kunt . . ., [dat] wir ... zu nuytze . . . der armen unseres hospitaels, by der vurs. unser kyrchen gelegen, eyn gestimpten unseres hospitaels huyss — 627 — hoff myt . . . zubehoere . . ., gelegen up der Erenstraissen as dat zweyde huys neist deine huyse Crauwehuysen zu der alden Erenporzen wert, ass unserm vurs. hospitael unnd armen dae inne geproevent vnr yren erffüchen fierligen zyns zer rechter zytt neit betzailt erfallen is, nae besage eyns recht- ligen besiegelden brieffs, wilch huyss van der straissen bys an den hoff bynnen syme getzymmer lanck is 24 eilen myn 1 fierdell, onch vur an der straisse und hinden am hoeve briet is 5 l l 2 eile V2 fierdell und 1 duymbriett, und der hoff vain deme huyse bys an dat erve, Clever Johans erve genant wirt, 24 eilen myn 1 fierdell lanck, ouch hinden ass briet dat vurs. huys is eyme gange lanx gestimpte Clever Johans erve up dat prefaet des huys neist Crauwehuysen gelegen, erffüch uyssgedaen hain . . . Frank van Wachtendunk schoenmecher ind Suennen syner eliger huysfrauwen . . . alle und jecklichs jairs vur zwene beschieden goult gülden curfurster moentzen . . ., up unser liever Frautag purificationis zu betzaille, doch allet 4 wechen . . . neist folgende unbevangen; (jedoch müssen die Erbpächter das Haus, welches jetzt ganz im Unstande ist, zuerst wieder beivohnbar machen. Ihre Siegel haben angehängt 1) der Propst, 2) DK., 3) und 4) — „want dat insererede huyss under des edelen erffvaedt zu Coelne gerichte zu s. Gereon bynnen Coelne gelegen unnd dinckplichtig is" — 2 Schöffen dieses Gerichtes.) 1526 „up unser liever Frauwen aevent purificationis gnant lychtmyssen". Original (mit den 4 ziemlich gut erhaltenen Siegeln) im Archiv von S. Ger. 651.— 1528, Juni 30., macht Leonhard Maess „insignis colle- giate eccle divi Gereonis Col. canonicus" sein Testament. Erstens soll sein Leih „in ambitu eccle iuxta tabulam sive imaginem suam" begraben werden, und ist ihm verheissen iporden, dass dorthin auch die Leiber seines Vaters und seines Bruders übertragen -werden sollen. Zweitens: Am Tage nach seinem Tode sollen durch die Vikare, die Chorgenossen und andere Priester 30 Messen für ihn gelesen iverden, und wird dafür jeder der genannten 2 Raderedbus erhalten; bei seinem Begräbnis erhält jeder Kanonich 6 a., jeder Vikar und Chorgenosse 3 a., alle Choralisten, Glöckner, Stabträger, Läuter und — 628 — Träger der grossen Leuchter je 1 ct.; die bei seinen Exequien — welche ohne grossen Pomp zu feiern sind — anwesenden Kanonichen erhalten je 10 a., die Vikare je 4 a. } die anwesenden Freunde des Erblassers je 6, die sonstigen Personen des Stifts je 2 oder 1 ct.; während der Exequien sollen 60 Priester für ihn Messe lesen, und dafür je 3 a. erhalten. Das Domslift erhält 3 Goldgulden, jedes der andern Stifter (in Köln) 2, und der Convent S. Agatius 4 Gold- yulden, für welche alle diese Genossenschaften seine Memorie und Exequien in ihren Kirchen gleichzeitig mit dem Stifte S. Gereon zu halten haben. Die Schu-estern von S. Agatius sollen noch für das Mittagessen 24 Pfund frisches Fleisch zum Kochen und zum Braten haben, ferner für 6 a. Weissbrod, 4 Quart („quartalia") guten Wein und für jede Schwester 1 „lagena" = „vlaide" mittleren Wein zu je V« a - Ei n wenig geringer werden die Schwestern „in der bussen" (in pixide) auf dem Eigelstein bedacht, „et orent Deum pro eo". Unter die Armen iverden nach den Exequien 6 Mltr Weizen und ebensoviel Roggen verteilt, jeder erhält ein (Roggen-)Brod von 2 Hellern, und einen „cnneus" Weissbrod von gleichem Werte. Den bei seinen Exequien anivesenden Personen aus S. Gereon und den nähern Bekannten soll gegen 11 Uhr ein anständiges aber prunkloses Maid gegeben iverden. Von den 4 Mendicantenorden erhält jeder zur Abhaltung einer Memorie 8 Mark und zum Mittagessen 6 Quart Wein. Ferner soll in der Kirche S. Gereon der Gewohnheit gemäss nach dem Tode des Testators ein Jahr lang jeden Monat eine Memorie („raensile") gehalten werden: jeder Kanoniker und jeder celebrk- rende Vikar erhält dabei 3 a., jeder andere teilnehmende 1 Schilling. — Drittens: Der Testator erwähnt dann mehrere von ihm bereits frühere gemachte Stiftungen u. a. einer jeden Freitag zu haltenden Messe „commendationis b. Marie semper virg. ad crucera stantis", wofür eine jährliche Rente von 8 Gulden bestimmt worden ist. Ferner sollen seine Testamentsvollstrecker 25 Gulden (1 — 26 a.) dazu verwenden, dass 1 Priester ein Jahr hindurch täglich für ihn die Messe lese; da es aber mehr eines Engels als eines Menschen Sache wäre, täglich zu celebrieren, so könnten sich auch 2 Priester in jene Messen teilen. — Viertens: Dem Erzbischof vermacht er 1 Goldgulden, der Domfabrik einen Turonensischen Groschen, den hh. Dreikönigen eine silberne Statue des h. Leonard, welche 1 Goldgulden kosten soll, der Fabrik von S. Peter 1 Goldgulden „pro uno annulo s. Leonhardi". Ferner vermacht er seinem Neffen Leonard — 629 — 100 Currentgulden (zu je 4 Mark), and einigen andern Neffen und Nichten zusammen 400 Currentgidden. Jeder seiner Testamentsvollstrecker erhall 1 „tassea argentea, vulgariter eyn silvern schaell". Der Pastor Nicolaus von Opladen soll seine schwarze rotli gefütterte Tunica erhalten, sein Diener Goswin die gewöhnliche schwarze Tunica, und die graue genannt „rydrock", seine Magd endlich 8 Goldgulden: wenn nun noch etwas übrig ist, so sollen das die Armen haben. — Fünftens: Zu seinen Testamentsexekutoren ernennt er Wilhelm Gr. von Nuwenair Herr in Morse und Bedber, Gumpert Gr. von Nuwenair und Herr in Alpen, Joh. Gropper „legum doctorem, ven. curie Gol. sigilliferum" Scholaster, Andreas Bardwick „sacro pagine licent." Kanonich, Heinrich Craen Kanonich, und Mag. Everhard Bück von Venlo Vikar — die 4 letztern sämmtlich von 8. Gereon. Die beiden Grafen werden dabei gebeten nötigenfalls die Durchführung des Testaments mit ihrem in ihren manchfachen Aemtern gegründeten Einfluss zu verteidigen, der Vikar aber soll „agitando et sollicitando" den andern hilfreiche Hand leisten. Das Testament ist gemacht vor dem ßfi'entl. Notar Anthonius Merca- toris de Horst, cler. Leod. dioo., und vor Nicolaus Museler Pastor in Opladen, 2 Priestern von S. Brigida, und den Köln. Clerikern Leonhard und Johann Maes als Zeugen. — Original (mit Notariatszeichen) im Archiv von S. Gereon. 1529, Nov. 27., bekunden „dechan unnd capittell der collegiaten kir- ehen zo s.o.", dass ihr verst. Mitkanonich Leonh. Maes eine Stiftung gemacht hat, nach welcher die Kanonichen mit Vikaren und Chorisocion an einem Freitag eines jeden Monates zwischen derSextund der „hoemyss" die 7 Busspsalmen „lantzem unnd mit innichheit" lesen, und dann in Procession durch den Umgang ziehend die Litanie, wie in der Pastenzeit singen sollen. Unter die dabei Gegenwärtigen ist jedesmal ein oberl. Gulden (= 4 Mark) zu verteilen. Ausserdem sollen die Kanonichen etc. das Fest des h. Leonhard als „festum simplex novem lectionum" feiern, und dabei im ganzen 4 oberl. Gulden erhalten. Diese 16 Gulden sind einer von der Stadt Neuss jährlich zu zahlenden Rente von 32 Gulden, welche L.M. gekauft und seinem Stifte gegeben hat, zu entnehmen; die übrigen J6 Gulden müssen dem Convent von S. Agatius „anders zo den 10000 merteler gnant" gegeben werden. — Original (mit dem Siegel „ad causas") in doppelter Ausfertigung im Archiv von S. Gereon. 652.— 1530, Juli 20. Erzb. Hermann verleiht dem Degen- harcl Halsen ein Kanonikat in S. G. Hermannus dei gratia sancte Coloniensis ecclesie archie- — 630 — piscoptis, sacri Romani imperii per Italiam archicancellarius, princeps olector, Westphalie et Angarie dux, legatusque natus etc. honorabili devoto nobis dilecto Degenardo Haisen jurium doctori clerico nostre diocesis salutem in domino. Grata fami- liaritatis obsequia, que nobis hactenus impendisti et adhuc quotidie impendis, aliaque laudabilia probitatis ac virtutum merita, quibus apud nos commendaris testimoniis, nos inducunt, ut tibi, qui de militari prosapia ex utroque parente procrcatus existis, nos ad gratiam reddamur liberales. Volentes itaqne te premissornm intuitn favore prosequi gratioso, canonicatum et prebendam in ecclcsia divi Gereonis civitatis nostre Colo- niensis ad presens per obitum honorabilis quondam devoti nobis dilecti Tbeodorici de Novimagio sacrarum litterarum licentiati Ultimi illorum dum vixit possessoris vacantes, tibi omni meliori modo, via, jure, causa et forma, quibus melius possumus et debemus, propter deum conferimus et providemus, mandantes decano et capitulo predicte ecclesie omnibusque aliis presbiteris, notariis et tabellionibus publicis quibuscunque ... In fidem premissorum sigillum nostrum presentibus est subappensum. Datum Auguste die Mercurii vicesima mensis Julii anno domini nostri 1530. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel gut erhalten. 653.— 1532, Febr. 26., bekundet Adam Qrevenstein von Gesehen „decretorum licentiatus" (ein anderes Mal: „pontificii iuris licentiatus") Domherr zu Köln, Vicarius in spiritualibus des Erzb, Hermann und erzb. Commissar für die Errichtung von Stiftungen und Benefieien, dass ihm die beiden letztgenannten Aemter durch einen (wörtlich mitgeteilten) Erlass x ) des Erzb. de dato: „in arce nra Poppeisdorf 7 mensis Iunii a. 1531" übertragen ivorden sind, dass vor ihm als dem so beauftragten und den unten genannten Zeugen der Mag. Anthonius Mercatoris de Horst als gesetzlicher Procurator des Joh. Gropper Dr. legum und Scholaster von 8. G., des Andreas Bardwick Lic. s. theol., und des Heinrich Kraen, Kanoniker von S. G., sowie des Eoerhard Bück de Venloe, Vikars an S. G., der Testamentsvollstrecker des verst. Kanonikers von S. G. Leonard Maess, erschienen ist und erklärt hat, dass der Ei-blasser mit Einwilligung — 631 — der Herren vom Domkapitel und der Grafen von Nuenar 800 Goldgulden auf den Neubau gewisser Häuser (neben der Domcurie Byffer- scheit), welche gegenwärtig Graf Gumpert von Nuenar benutzt, verwandt hat, und dass derselbe mit jenen 800 Goldgulden das Officium einer täglich in der Kirche S. Gereon an dem unter dem Kreuze befindlichen Altar S. Anna zu lesenden Messe hat stiften wollen. Der Erblasser hatte dabei noch bestimmt, dass der die Messe lesende Priester aus den Einkünften der Stiftung jährlich 30 Goldgulden haben solle, und der Best der Einkünfte demselben Officium in anderer Weise zu Gute kommen solle; ferner, dass zuerst sein Bruderssohn Johann Maes jenes Officium erhalten solle, dass aber dasselbe nach dem Tode des J. M. mit den Einkünften unter 2 Priester aus der Verwandtschuft des Erblassers verteilt werden solle. Die Executoren behalten sich vor, diese 2 Weltpriester selbst zu ernennen: nach ihrer aller Tode aber sollen der Scholasticus von 8. Gereon und derjenige Kanonikus von S. G., der seine Pfründe „de secunda gratia" der Köln. Universität hat, jene Ernennung vornehmen. Der Generalvikar, von dem Mag. Anthonius Mercatoris ersucht, jene Stiftung zu bestätigen, ordnet an, dass dieselbe in den Pfarrkirchen „S. Mariae in pasculo" und „S. Iohannis in curia Col. civitatis", zu welchen die erwähnten Häuser gehören, soll bekannt gemacht werden, um dünn, wenn kein berechtigter Einspruch erfolgt, die gewünschte Bestätigung vornehmen zu können. Das Original befindet sich im Archiv von S. Gereon ; dasselbe ist versehen mit dem Notariatszeichen des öffentlichen Notars Tilmannus GravhiB a Fossa (cler. Col.) und dem grössern Siegel des Köln. Officialats. Die Urkunde enthält etwa 4000 "Wörter! *) In demselben -wird jedoch gesagt, dass die „conimissio venerabili . . . Arnoldo Broiksmit de Lemgoe officiali nro iampridem in hoc vioariatus officio facta* dadurch nicht berührt werden soll. 654.— 1535, Sept. 10. („am fritage nahe unser liever frauwen tag Nativitatis"), stellen Symon Edelherr zu Lyppe, Joist Graf zur Hoye, Friedr. Gr. zu Spegelberg und Johann Graf zu Deyfiholte in einem Schreiben an DK. von S. G. dem Frederich Graf zum Ritberge einen Adelsbrief aus. Original (mit 4 meist erhaltenen Siegeln) im Archiv von S. Gereon. - 632 - Ebenda befindet sich vom selben Tage ein Adelsbrief für denselben ausgestellt von Symon Gr. tor Lippe, Cord Gr. tho Teckenneborch, Job. Bdelhere to Deift'liolte und Johann Gr. to Holstein und Schouwenborch, mit unverletzten 4 Siegeln. Sind die Briefe beide echt? 655 — 1538, Juni 1., schreiben DK. „insignis eccle s. G." an Heinrich „parr. eccle in Odinckhoven curatus et pastoris vicemgerens", dass der Abt und Convent in Knechsteden neulich ■ihnen wegen gewisser Güter „acceptas manus et juratos" gestellt haben, nämlich je 2 ihrer Brüder für die 4 Höfe Grossbalchem, Kleiribalchem, Hoerem und Stroeberch, dass aber jene Brüder wegen ihrer verschiedenen Obliegenheiten noch nicht die Eide hätten leisten können; sie beauftragen daher den Adressaten, am nächsten Dreifaltigkeitstage, an welchem alle Brüder in Knechsteden sein inirden, sich dorthin zu begeben, und den genannten Brüdern die Eide im Namen des Kapitels abzunehmen. Papiernes Original mit aufgedrücktem Secretssiegel im Archiv von S. Gereon. — Unten links bescheinigt der Vicecurat Heinrich Moels, dass er den Auftrag vor Johann Hoesten, Altarist, und Adolph, Küster in Odin- choven, als Zeugen ausgeführt habe. 656.— 1539, Juli 25., bekunden „Petrus zu Kruyll van Bruele, van bevele des .. . hern Jorgien, hertzogen van Bruyns- weich und Lunenborch, dhoemproibsts und archidiachens des hoegen styfftz Coelne, Leenhern dieser hernae beschreven erfftzailen in seinre gnaden doimproibstyen hoff zu Wylich ge- hoerende, und Johann van SchaifTshuysen und C. Busch rechte hyen oder hoeffsluden, man van glichen l'ehen und guedern", dass gemäss vor ihnen erfolgter Erklärung die Eheleute Herman und Druda in der kleinen Syltart, Kirchspiels- Wylich, den gemeinen Vikaren zu S. G. gegen erhaltene 123 oberländische „enckele" Gold- gidden eine Jahrrente von 5 dergl. Goldgulden „vur datum diss breiffs gemuntz und geslagen" verkauft, und für die richtige Bezahlung als Unterpfand gesetzt haben ihre „hoeffchen, erffgen und geirtgen gnant in ger kleyner Syttart" mit 5'/ 2 Morgen Artlands, gelegen nahe dem Dorfe Anraidt, in der „Knaphuyser hoentschafft, — 633 — an der Vasbenders heyden by voeren und erven etc.", von welchem Lande jeder Morgen in den Dompropsteien Hof zu Wylich 2 Heller Zins zahlt. — Der Lehnherr P. zu Kr. hat sein Siegel angehängt. Cop. Vic. fol. 64—67. — Gemäss Randbemerkung wurde die Rente a. 1695 mit 198 Currentreichsthalern (zu je 78 Albus) zurückgekauft. 657.— 1539, September 2., bekunden Dechant und Kapitel, dass, nachdem aus den Gütern zu „Bolem", zum Hause „Bolem" gehörig, welche Daem Spiess inne hatte und aus denen er jährlich „dry suraber weiss uff unsern hoff zu Heppendorf" zahlen sollte, dieser Zins vom Jahre 1513 ab bis zum Tode des Spiess (1537) nicht bezahlt worden und auch vom nachfolgenden Inhaber „onverricht verblieben" — sie den Adolf Herrn zu Gymnich Amtmann zu Kempen als zeitigen Inhaber der zinsbaren Güter „verursacht. .., das weder er noch niemandts anders bei vermeitung etlicher schwerer peen in dem mandato bestimpt sich berurtes gudts nicht un- dernemmen sulte bis wir aller hinderstendigen pension bezalt und widder in unseren alten gebruych heben und boeren ge- satzt weren", worauf er (Adolf) sich mit ihnen (DK.) verglichen habe, sich den Entscheidungen des nächsten Hofgerichts zu Heppendorf fügen zu ivollen. Papiernes, nicht besiegeltes Original im St.-A. zu Düsseldorf. 658.— 1543, Juni 1., einigen sich Mechteld van Hersei Aebtissin, Christian van Druynen und Pater von Marienforst mit dem Gereonstift laut der aufgenommenen Vertragsurkunde des letzteren dahin: „Dwyl die von Marienvorst als geystliche luyde sich haven hoeren laissen . . . das sie die churmoidt anders nyt dan myt eyner silveren plugen alltzeit pflegen zo verthedengen, der naiven haben wyr inen us sunderlinger gnaden des dermaissen willen glouben zustellen und sey daruff dysser maissen begnadet als nemlich, das egenannte abdiss, pater und conventer die tzwae erfallen und erschienen chourmoidt alleyn myt tzween gold- gulden dis maus verthedingen und bezalen und uns eyne ont- — 634 — fangen handt und uff unserem hove zu Baichera eynen ge- sworen und vorgenger (Loch!) und alletzeit halten sullen und sullen ouch den jerlichen gewoentlichen pacht all und jeck- lich jairs doselbs uff dem hove zo gebuerlicher zyt lieveren und bezalen, und dan, hinfurter zo allen tzeyten als dicke und mannichmail die ontfangen handt abgeyt, uns eyne chur- moidt darvan myt tzeen bescheyden goltgulden churfurster muntzen by Rhyne uf manong und gesinnen unsers schultis des genanten unsers hoves zo Baichem, nach dem solich churmoid erfallen, zo verrichten und zo bezalen schuldig und verpflicht syn, doch mit diesem bedinge, das wo soliche be- zalong des erfallen churmoidtz in maissen wie vurs. nyt en geschege, sali alsdan disser verdrach und unso begnadong van nichten syn und wyr bey unsem alten rechten und des hoves wysdumb als vor solichen churmoidt eyne pherz chur- moidt zo vorthedingen verblieben sein". — Original im Sfc.-A. zu Düsseldorf; Siegel der beiden Convente wenig beschädigt. 659.— 1543, (ohne Tagesangabe) bekunden Johann zo Bodem, SchnltheisSj und die (7 genannten) Schöffen in Lommeshem, dass die Eheleute Johann von Blyshem und Kille ihren Baumgarten zu Otten- hem, neben dem Hof des Gereonstifts gelegen und an die Erft stossend, und mehr als einen Morgen Grund enthaltend, demselben Stifte verkauft haben für die Summe von 70 Gulden, jeden zu 20 Weisspfennigen. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel der Schöffen ab. G60.— 1550, Sept. 6., bekunden DK. von S. G. die Stiftung zweier jährlichen Memorien durch und für die Familie von der Lip. Wir dechant und capittel des freihen edeln stifftz zu s. G. bynnen Collen thun kund . . ., das wir von den erntfesten und thugendhafftigen Dietherichen von der Lip gnant Hoen, hern zu Gribbeforst Afferden und Bleienbeck etc., AI- heidten Schenk von Nyedecken, frauwen daselbst, eheleuten r . . und von dem würdigen hern Wilh. von der Lip gnant Hoen, — 635 — unserm lieben mitcanonichen zusamen empfangen haben 125 bescheiden goltgulden in golde, irer semptliche aldtere und freunde, als nemlich irer vorvetter agotter, Schwester, broder, irer selbst, und irer beiderseitz freundschafft memori . . . jer- lichs zweimal ... uff s. Gertruden d. 17. Martii und Urbani d. 25. Maij (oder an benachbarten Tagen) mit Vigil miss und com- mendation ... zu halten. (Bei jeder Memoria sollen 2 1 j 2 Gulden nach gewöhnlicher Weise unter die gegeniuärtigen durch den „pre- sentzmeister" aus bereiten Mitteln d-es Stifts verteilt iverden. Das Kapital selbst ist verwandt worden, um den Hof zu Synsteden dem [!] Bernhard Meyradt von Eeifferscheidt zu kaufen. — Angehängt wurde das Stiftssiegel „ad causas".) Gesehen und geben im jar nach der geburt unsers hern Jesu Christi 1550, den 6. tag herbst- monath. Original im Archiv von S. Gereon. Die Pergamentstreifen zur Befestigung des Siegels hängen ganz sauber an, so dass anscheinend das Siegel selbst nie aufgedrückt worden ist; wahrscheinlich ist noch ein zweiter Akt mit dem Siegel gemacht worden. 661.— 1552, Oct. 8., bekunden DK. von S. G., dass sie „a ven. dno Ioanne Gropper iurium doctore prepo Bonnensi ac eccle nre scholastico" baare 58 Goldgulden erhalten haben für eine jährlich abzuhaltende Memorie seines Vaters Johann — welcher im Atrium der Kirche vor der Kapelle S. Helena begraben ist — und seiner ebenfalls verst. Mutter Anna. Es wird bestimmt, dass die Memorie jährlich, wenn möglich, auf Timotheus, an welchem Tage (24. Jan.) Joh. Gropper senior 1543 gestorben ist, gehalten werden soll, und dass dabei, tveil das Kapital zum besten des Stifts verwandt worden ist, aus den bereiten Gütern des letztem 12 Köln. Mark an die teilnehmenden Personen nach gewohnter Weise durch den Präsenzmeister verteilt iverden sollen; dabei wird nebenbei die Bemerkung gemacht „quod nos decanus et canonici deservire volentes eisdem (i. e. vigiliis et commendationi) iuxta tenorem bulle Basiliensis interesse tenemur." Angehängt wurde (und ist) das Stiftssiegel „ad causas". Original im Archiv von S. Gereon. — Auf der Rückseite steht: „Fundation meiner seligen älteren memorien", was also der Scholaster Joh. Gropper selbst geschrieben hat. — 636 — 662.— 1553, März 1., bekundet Catharin Mulners zu Nyell (Wwe von Andries Mulners) dass sie von DK. des Stifts S. G. deren Ackerland zu Nyell in Jahrpacht erhalten hat. Gemäss der wörtlich aufgenommenen „Verschreibung* der DK. hat die Pächterin „mit 6 nbertzelter Joachimsthalern drogenweinkauffs" erhalten im ganzen 21 x ' 2 Morgen: 12 M. „ligen zu Reinwart längs 17 M. sanct Agacien, Magdalenen altar im Dhomb zugehörig, und nach Collen Avart längs dye jonffern sanct Maviren, item 3 M. längs dye itzvurss. jonffern ind mit der nedersten siden längs der theutscher Herren landt, dann noch 1 M. (Cluis- gen M.), J^' 4 M., DJ» M. und 3 M., bei denen als Angränzer angegeben sind Altenberg, HerrSnleicham und die s. Maviren. Die Pachtzeit beträgt 12 Jahre, der Pachtzins 5 Mltr Roggen, jährlich zu s. Bemeis auf die „kornleuf von S. Gereon zu liefern. Die Pächterin muss das Land gid bauen, „in den gewonlichen seheden und gewanden halden, und nit huirseihen auch niemanten davon aussthun" und Stroh und Dünger, der auf ihrem Hofe gewonnen wird, nur zum besten des Pachtlandes verwenden. Wird die Frucht durch Misswachs, Hagelschlag oder Heerzüge stark geschädigt, so wird das Kapitel, wenn dasselbe 8 Tage vor der Ernte davon benachrichtigt wird, den Pachtzins für das Jahr vermindern. Die Pächterin hat 2 Bürgen gestellt für die Einhaltung der Bedingungen. — Der Schultheiss von Merhetn, Heinr. Bast von Uda hat an die Urk. der Pächterin sein (noch vorhandenes) Siegel angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. 663.— 1558, Aug. 2., bekunden DK. von S. G. Folgendes. Der verst. Priesterkanonich von S. G. L. Maes, hat 1521, Sept. 17., dem Stifte eine Jahrrente von 7 Goldgulden mit 150 dergleichen abgekauft; letztere Summe ist verwandt tcorden zur Auslösung des Hofes Grevinckhoven bei Soest aus der Pfandschaft des Patrocli- Stiftes zu Soest, welches dem Stifte S. G. 1000 Goldgulden zur Erwerbung des Schallengutes zu Gunterstorff geliehen hatte. Laut eines „Transfix oder wilbrifs" des L. Maes hat dieser nun jene Bente von 7 Goldg. 1522, Mai 3., dem Symon uff dem Struch von Lo- brich, ebenfalls Priesterkan. an S. G. verkauft, und letzterer hat die Bente dem Stifte übergeben, um für sein, seiner Eltern und Freunde Seelenheil und zur Mehrung des Gottesdienstes „eine erbliche sin- — 637 — geilde miss von der hilger und hochloblicher matronen sanct Annen, motter der allerhiligsten jongfrauven Marien, gepererin unsers hern und seligmachers Iesu Christi in ewigkheit gebenedeit, alle und jedere dinxtage in der wochen, durch unseren pastor familie oder einen andern frommen priester sampt den scholmeister Chorälen und scholern in unser kirclien in unser lieber frauwen capell daselbst zu singen" zu stiften- zu ders. Stiftung hat der gen. Symon auch einen schwarzen „fluwelen missgeger" l ) gegeben. Von den 7 Goldgulden erhält der Priester 4, der Schul- meister 1, die beiden Offermänner (welche mit der grossen Glocke, genannt „Gereonsglocke" einläuten müssen) zusammen 1, der siebente soll zur Beschaffung der nötigen Kerzen, Ornamente etc. dienen. Kommt das Stift in einem Jahre seiner Verpflichtung nicht nach, so geht diese mit der Bente für das Jahr an die Kirche S. Christoph über. Original (mit Siegel „ad causas"; in duplo im Archiv von S. Gereon. ] ) fluwel = Flur, baumwollener Sainmet; geger = gegerwe = Kleidung, besonders Priestergewand, also Casel, Stole und Manipel. 1558, Aug. 2., bekunden DK. von S. G. Folgendes. Symon uff dem Struich aus Lobroich, zu Lebzeiten „senior canonicus pbr" von S. G. hat 1538 , Sept. 3. von DK. eine Rente von 16 Goldgulden „cudis seu monete impe- rii electorum" mit 400 dergl. Gulden gekauft, welche Summe verwandt wurde, um von dem verst. Mag. Johann von Hamboch, Pastor in Mertzenich (oder vielleicht: Mortzenich = Morschenich?) eine Rente von 16 Gg. zurückzukaufen. Derselbe Symon hat 1521, Sept. 17. von DK. eine Rente von 7 Gg. mit einer Summe von 150 Gg. gekauft, welche Summe zur Auslöse des Hofes Grevinckhoven verbraucht wurde. Die betreffenden Renten hat Symon hernach dem Stifte geschenkt um 6 Memorien für sich und seine Eltern und Freunde und 1 Memorie für "Wolffhard ther Laen, einst Scholaster von S. G. zu stiften, und um die Feier des Festes der h. Anna in S. G. zu fundieren. DK. be- schliessen demnach, namentlich soll das Fest der h. Anna jedes Jahr am 26. Juli als fcstum duplex cum primis et secundis vesperis, matutinis, missa ac memoria eiusdem dni Symonis cum canticis ad dictum festis ordinatis, prout in libris pro huiusm. festo expensis eiusdem dni S. conscriptis eontinetur." Bei den genannten Memorien und dem Feste der h. Anna sollen IG —|—7 Goldgulden unter die Teilnehmenden, die auch dabei das Grab Symons „in ambitu interiori iuxta ianuam granarii eccle" besuchen müssen — (ähnlich wie in Urk. von 1513, Mai 15.) jährlich verteilt werden „salvis tarnen gravaminibus et oneribus ohori ratione dicti festi s. Anno occurrentibus a summa . . . defalcandis". Im Uebrigen kommt bei dem Feste der h. Anna etwa doppelt so viel zur Verteilung als bei einer Memorie, und es werden für dieses Fest nicht bloss den Glöcknern, sondern auch „organiste ludenti in organis in primis et secundis vesperis ac summa missa" je 3 Raderschillinge, „trahenti — 638 — folles organi" aber 1 Raderalbus bestimmt. Bei diesen Verteilungen wird nach, der von Symon selbst getroffenen Schätzung der (Jg. zu 30 Raderalbus (oder zu 5 Radermark) gerechnet. — Cop. Vic. fol. 139—142. 664.—■ 1562, Febr. 4., bekunden Thomas Eyfler, Adam Verver von Kempen der h. Schrift Licentiat, beide Kanoniche zu S. G., Jacob von Sybergh, Johann Maess, Bürger und Ratsverivandte der Stadt Köln, Johann Oemeken von Kamen zu S. Marien im Kapital Kanonich und zu S. Gereon Vikar, und Hermann Rost von Münster zu S. Aposteln Vikar, als Treuhänder des Testaments des verst. Kan. von S. G. Johann Walsheim, anders Hauerman von Duyssbergh, dass der Erblasser für einen armen verwandten Studenten der freien Künste oder der h. Schrift in „S. Laurentien Bursen" eine 16 Goldgulden jährlich abwerfende Stiftung errichtet hat, dass sie (die Treuhänder) aber, da der jetzige Regent jener Burse Heinrichvon Tongern, Dr. der h. Schrift und Priesterdomherr, verlangt von jener Stiftung auch sein Teil zu erhalten, diesem die 20 Goldgidden betragende Rente, welche der Erblasser einst dem Domstift abgekauft hat, übergeben haben. Der gen. Regent (oder sein Nachfolger) soll davon einem armen Studenten, der aus dem Geschlechte des Erblassers stammt, beanlagt und fleissig ist, nach der katholischen Religion züchtig lebt, keine „fangende" Krankheit hat und von den Treuhändern oder nach deren aller Tode von dem Dechant von S. G. zu der Stiftung präsentirt worden ist, 18 Gulden geben, bis der Student die „licentia s. theol." erlangt hat. Die übrigen 2 Goldgulden soll der Regent für sich behalten, dafür aber den Kanonich (von S. G.) t der „praebendam universitatis de prima gratia", oder — falls letzterer nicht residiert— der „prebendam univ. de secunda gratia" inne hat, einmal im Jahre, wenn er nachsehen kommt, ob die Stiftung richtig ausgeführt wird, zu Tisch halten und mit 6 Raderalbus honorieren. Noch wird bestimmt, dass der Student täglich für den Erblasser die Psalmen „Miserere" und „De profundis" mit den Collekten beten soll. Falls die „Bursa s. Laurentii" abgehen sollte, oder drei Äkatholiken dort lehren, soll die Stiftung auf die „Bursa montis" übergehen, und falls es dieser ebenso ergeht, auf die Facultat der Theologie. Die Treuhänder haben gemäss dem Willen des Erblassers dessen Bücher dem gen. Regenten für die Meister der Theologie an der Burse s. Laur. übergeben, namentlich: „Biblia — 639 — latina in magna forma, Duytzsche Bibell Dietenbergh, Postilla Wicelii latina, 2 tomi conciliorum in 2 voluminibus, P. Lombardus in psalterium, Zacharias episc. Chrisopolitamus de concordia 4 evangelistarum, Tomus 4 et 5 operum divi Ambrosii in 1 vol., Tomus 1 bis 7 divi Chrisostomi in 3 voll., Ecclesiastica historia Eusebii, Origenes in genesim, Homilia- rium Origenis, Concilium Nicenum, Canones concilii provin- cialis sub reverendiss. dno Herrn, a Weda archiep. Col. a 1536 J ) celebrati, Epytome operum divi Augustini, Anseimus 2. 3. 4. partes operum Iohannis Gereonis in 3 voll., Antidi- dagma vulgariter Gegenbericht des Dhoemcapittols zu Coln contra reformationem dni Hermani a Weda archiepi etc., Albertus Pigius de ecclesiastica hierarchia, Idem de libero hominis arbitrio, Commentaria divi Augustini in novum et vetus testamentum, secundus tomus decerptur exlibris Augustini, Roffenais 2 ) de veritate corporis et sanguinis Christi, Eiusdem confutatis contra assertiones Lutheranas, Albertus, Magnus de ofticis misse, Cathena aurea divi Thome, Idem in epistolas Pauli, 2 tomi operum Cyrilli in 2 voll., Postilla Guiliermi de tempore et sanctis, Symon de Cassia in 4 evangelia, Vita Iesu autore Ludolpho Carthusiano, Idem Lud. in psalterium, 1. pars, operum loh. Eckii contra Lutherum, Gregorius Nicenus de creatione hominis, Gregorius Naziansenus, Hystoria Lom- bardica, Quintuplex psalterium, Petrus Galatinus de arcanis catholice veritatis, Epistole Isidori, loannes Faber contra assertiones Lutheri, Unio dissidentium Ioannis Bodii. Original mit den Siegeln von S. Gereon („ad eausas"), dem Regenten Peter von Tongern, Kan. Thomas Eifler und Joh. Maess im Archiv (oder „gewulf", wie die Urk. einmal sagt) von S. Gereon. J ) Diese Zahl ist die erste, -welche in den Urkk. von S. G. mit arabischen Ziffern geschrieben ist. — 2 ) Seil, episcopus Fisher. 665.— 1562, Jan. 14., bekunden DK. von S. G., dass ihr Mttkanonicli Jacob Weise, nachdem die 2 Jahre seiner Carenz beinahe verflossen waren, gewünscht hat, ein Kauonichenhaus innerhalb der Immunität zu erwerben, und daher, da nur das ganz zerfallene Haus neben der Stadtmauer und der Scholastrie frei war, dieses gekauft — 640 — Und in ausgezeichneter Weise nieder hergestellt hat. DK. beschlossen daher dieses Haus gegen die Hegel mit einer Rente von 4 Radergidden (zu je 24 Raderalbus) zu belasten, und für diese Rente jährlich zwei Metnorten für den J. W. nach dessen Tode zu halten. Der jedesmalige Inhaber des Hauses hat die Rente zu zahlen; abgelöst kann sie iverden mit 100 derselben Gulden. „Datum et actum a. D. 1562, in generali nro discipline caplo, ipsa die s. Felicis in in Pincis, que fuit 14. m. Ianuarii." — Unterzeichnet ist die Urh. von Joh. von Oell, öffentl. Notar und geschworenem Secretär der Herren von S. G. Nach einer notariell beglaubigten Copie im Archiv von S. G-. 666.— 1563, Dez. 28., verleiht das Kapitel von S. G. die durch die freiwillige Resignation des Wolter Heymans erledigte Pfarrstelle zu Monheim dem Priester Heim: Gierweiss. 1572, Sept. 21., verleiht dasselbe dieselbe (hier: vicaria per- petua curata), Stelle, nach dem Tode des H. G. dem Jacob Esser. Beide Bestallungsbriefe im St.-A. zu Düsseldorf. 667.— 1565, Jan. 30. „Ordinatio super obedientia ac disciplina vicariorum." (Dorsalaufschrift der Urk.) Nos Salentinus, comes in Isenburg dnusque in Grensaw et decanus, totumque caplum insignis ecclae divi Gereonis in Colonia, necnon oinnes eiusdem ecclae vicarii fatemur . . . notumque facimus universis, quod — orta iam dudum contro- versia . . . inter nos canonicos ... ex una et vicarios ptos ex altera partibus hincindeque nros predecessores super disciplina . . . omnimodaque iurdisdictione in vicarios ptos com- petente, specialiusque super hinc enascente compulsione dtorum vicariorum, ad ipsorum dnorum canonicorum dus discipline capla, residentiam per se apud ecclam faciendam personalem, et denique frequentatione chori laudumque divinarum eiusdem eccle diligentem et perpetuam unde non solum gravis inter ptos dnos canonicos et vicarios animorum exacerbatio, verum etiam negligentior divini cultus prestatio et omnino nervi discipline remissior quam decebat relaxatio paulatim irrepsit. . . — 641 — — nos pti decanus canonici et vicarii per se quisque cogitantes aniraumque apud siuim revolventes, ut ubiqne ita inter divino servitio raancipatas personas nihil esse prestantius . . . quam animorum . .. concordem concentum, nihil quod cum privatum tum commune bonum magis augere, ministeria divina gratiora laudabiliora et sanctiora efficere . . . possit, non immemores quoque nos decanus partim juramenti partim alias ofncii nri incumbentis de iuribus decanatus nri conservandis ... et re- cuperandis, hanc ptam differentiam . . . concordavimus . . . in modum subsequentem: Ac inprimis quod ad disciplinam et correctionem vicariorum pertinet... deprehenso, quod huiusm. disciplina et correctio non solum per ipsas vicariarum funda- tiones, que merito in omnibus summa cum religione servande, earum etiam quodammodo in hac parte confirmatoria statuta provincialia diocesis huius Col. soli decano adiudicetur, verum etiam de antiqua huius eccle s. G. consuetudine ea specialiter apud ipsum decanum, seiunctis ab ea . . . canonicis de caplo, fuerit, placuit eam etiam in futurum . . . cum omnibus suis consequentiis annexis et dependentiis ... ad solum dnum dec. pro tpre spectare ...; et sicut huius iurisdictionis pars quedam et sequela est indictio et exercitium caplorum discipline, in- super pro honore et decore domus Dei, ipsa quoque necessitate eccle compulsio tum ad personalem apud eandem ecclam faciendam residentiam tum diligentem et sedulam chori fre- quentationem et in divinis laudibus decantandis ipsis dnis canonicis faciendam assistentiam, placuit deinde hec quoque . . . apud ipsum solum decanum residere debere, nee in his ulterius ipsis vicariis per dnos per se canonicos uflammoles- tiam afferendam ... esse; eritque hoc modo omnis omnino iuris- dictio ordinaria in vicarios in posterum ... apud ipsum solum decanum .... Et ut hec ipsa iurisdictio dni decani maiori cum fruetu tarn quoad morum viteque ecclesiastice modestie convenientem integritatem, quam quoad perfectiorem sincerio- remque divini numinis eultum expediatur ..., cautum preterea est, ut per dnum decanum 2 ad minus capla discipline quo- tannis habeantur, in quibus de omnibus vicariorum rebus quameunque merito correctionem ... et dispositionem desi- derantibus referatur ..., ita tarnen ut hec non ad certa aliqua • . . tpra constringantur, sed pro libero ipsius dni decani Joerres, Ui-kundenbuch von S. Gereon. 42 — 642 — arbitrio qnandocunqiie assignentur. (Ist aber der Dechant durch längere Abwesenheit oder sonst verhindert, die gen. Kapitel persönlich abzuhalten, so kann er dies auch thicn durch einen Stellvertreter oder Subdekan. Der Dechant, bezw. sein Stellvertreter, darf auch zu einem solchen Kapitel 1 Edelkanonich und 1 Priesterkanonich, oder wenn kein Edelk. da ist, 2 Priesterkanoniche „diaconorum loco" hinzuziehen, und sich der Beihülfe und des Bates derselben bedienen.) Original im Archiv von S. Gereon. Geschrieben und gezeichnet ist dasselbe durch Joh. von Oell aus Ruremond, öffentl. Notar und Secretär des Kapitels. Es waren und sind angehängt das Siegel des Salentin Gr. zulsen- burg, das Siegel des Kapitels und dasjenige der r Omnes vicarii" ; letzteres zeigt die h. Helena, in der Linken das Kreuz und in der Rechten die 3 Nägel haltend, rechts und links sind je 9 Köpfe, unter der Figur — auf einem Schilde) 2 -f- 1 Köpfe, und vielleicht waren deren auch noch einige in der abgebrochenen Spitze über der Figur angebracht. 668.— 1567, Febr. 19. bestätigt König Philipp von Spanien die 1491, Aug. 22., durch den Grafen Adolph von Nassau getroffene Entscheidung (siehe n. 621) hinsichtlich des Bottzehnten im Kirchspid Viersen. Original im St.-A. zu Düsseldorf. Das Siegel des Königs liegt jetzt lose bei. 669.— 1571, ? ?, bekunden Georg von Seyn, Graf zu Witgen- stein, Propst sowie DK. von S. G., dass sie ihrem Offermann Peter Hugens für 100 Thaler ein ihrem Hospital gehöriges Haus mit Garten, genannt Breidtbach, verkauft haben; dasselbe liegt zwischen einem andern dem Hospital gehörigen und unmittelbar benachbarten Hause „zurClusen" und dem Hause derVikarie S.Viktor vonS.G. Stark zerfressenes Original im Archiv von S. Gereon. Das Siegel des Propstes hängt, andere Siegel sind abgeschnitten. 670.— 1588, Juli 8., bekundet Joh. Burgius, Ivan, zu S. Aposteln und Vikar der Kapelle S. Quintin bei S. Gereon, dass er mit Einwilligung Johann's Grafen zu Salm, Herren zu Beiferscheidt, I — 643 — Bedbur, Dick und Alfter, Domherren zu Köln und Strassburg, Demanten zu 8. Gereon, als des Collators der Vilcarie S. Quintin, den Eheleuten Peter und Sophia von Rondorf 3 verfallene Häuser, 2 mit Stroh und 1 mit Leien gedeckt, gelegen auf der Friesenstr. Ecke („ordt") der Buttergasse neben des gen. Dechanten Quintini -Wein- ijarten, für erhaltene 800 Thaler (zu je 52 Albus) verkauft hat, doch so, dass er (wie seine Nachfolger in der Vikarie) von den Häusern «ine Erbrente von 1 Radergulden = 24 Raderalbus zu beziehen hat. Die 800 Thaler hat er verwandt, um seiner Vikarie von dem Com- thur zu S. Johann eine Erbrente von 16 Mltr Roggen und IG Thalern zu kaufen, wogegen jene Häuser nur jährlich 17 Thaler einbrachten und dabei noch von dem Vikar in Notbau gehalten werden mussten. —■ Der Verkauf ist von dem Official der Köln. Curie appro- biert worden. Original im Archiv von S. Gereon. Die Siegel des gen. Dechanten und des Burgius, welche angehängt worden, sind jetzt abgerissen. 671.— 1595, Nov. IL, bekundet Hermann Horttenberg, Dr. utriusque iuris, Pr. zu S. Cunibert und Do?nherr, dass er von „Andreas, v. G. Gn. der h. Rom. Kirche des Titels s. Marie Nove Diacon — Cardinal von Oesterreich, Bischof von Constenz und Brixen, Administrator beider churfürstl. Stifter Murbach und Lauders, Pr. zu S. Gereon, Markgraf zu Neuenbürg etc." sub dato: Schloss Mörspurg ■9. Jidi 1590 die Vollmacht erhalten hat, denselben in Sachen der von der Propstei S. Gereon herrührenden Lehen zu vertreten, und dass er daher jetzt den Sweer am Hagelkreuz mit 1 '/ 2 Morgen bei Giesen- kirchen an der Landtmar (ein Weg!) und genannten Anstössern gelegenen Ackerlands belehnt hat, nachdem der bisherige Lehnsmann H. gegenüber zugunsten des Sweer verzichtet hat; der letztere hat dann wie gewöhnlich gehuldigt und mit „nfgeregtenn" Fingern geschworen, das Leimsgut nicht zu verkaufen, noch zu verspleissen. Stirbt der Belehnte, so muss sein Nachfolger mit einem Goldgulden und einem seidenen Bendel zu dem zeitigen Pr. von S. G. gehen, um von diesem das Lehen zu empfangen. Original im Archiv von S. Gereon. — Das Siegel des Pr. (von S. Cunibert) ist verloren. — 644 — 672.— 1596, Juni 19., vergleichen sich das Stift S. G. uni das Clarissen-Kloster in Neuss wegen des Hofes zu Monheim genannt das Clären- oder Fischmeistersgut „den welche wollgen. heren von Capitul für lehennirich und chnrmodiall zu irer . . . froen. hoff daselbst gehorich je und allweg gehalten, die junfern aber für ire frey allodial gut ausserhalb einen geringen spliss erachtet" und deshalb ohne Consens des Stiftes an Gerard Klauti verkauft haben — dahin, „das hinfuro und zu den ewigen tagen der gedachter gantzer hoff . . . wollgen. heren von Capitull und zu irer Ehrw. und G. froenhoff lehenrurich und churmodig sein und pleiben und itziger Keuffer Gerhard Klaudt auf wolgem. capitulshof erscheinen, darselbst den hof wie hobs recht empfangen und folgends, so oft die churmoedt erfolgt, mit uffdrifft, verthadigung desselben und ausetzung einer neuer empfangender handt und vorgengers, vort leistung und be- tzalung jaerlicher zinsguldt und diensten noch unsers hoffs rechten und dessen wollherbrachten weistumb sich unweigerlich verhalten und in der zeit der gebur verrichten und be- zalen solle und wolle." Es siegeln das Stift S. G., die Abtei S. Clara und der Käufer. Original im St.-A. zu Düsseldorf. — Die drei Siegel sind gut erhulten. 673.— 1598, November lt. (am tagh S. Martini), verpacktet das Stift S. G. Ländereien in der Hoheit Kleinsbullesheim „neun morgen ungefer sich ertragend schiesend uff die heitt und busch an einem stuck" an Dam Krudwich von Vernich und seine Frau Catharina, jetzt in Kleinbullesheim sesshaft, gegen einen Canon von „drei goldgulden in golde" zahlbar auf Martini. — Es siegeln das Stift und die Schöffen von Klein- oder Oberbullesheim. Original im St..-A. zu Düsseldorf; die Siegel hängen beschädigt an. 674.— 1600, April 17., citiert der Köln. Official dm Boten des Frimmesdorfer Gerichtes vor sein Tribunal, weil derselbe von einem Bauer der 7 Vikare Schatz und Steuer verlangt hatte. (Papiernesj Original mit aufgedrücktem Officialatssiegel im Archiv von — 645 — S. Gereon. — Marginalnotiz: Exocutum contra nunoium et iudices in Fremer- storpf per me pastorera ibidem a. 1600, 7. Maii. — Dorsalbemerkung: Ooto iurnalia prope Neurait sita libera ab omnibus contributionibus. 675.— 1602, August 5., einigen sich die Abtei Deutz und das S. G. dahin: „vor das erst, dass wolgem. hern dechandt und capittiül zu St. Gereon wegen ihres hoffs zu Endtz, das Buchelsguett genandt, einen lehnman und geschworn uf er- nandten hern abdtz, priors und conventz hoff zu Westhoffen zu stellen, und eine pferdtz churmude zu verrichten schuldigh und verbunden sein mit verpflichtungk, so offt und jedermall eine empfahende handt verstirbt, eine newe angesetzt, das gen. pferdtz churmude mit vier goltgulden churf. wehrung be- zalet, geloset und verthadiget und jarlichs zu gebührlicher zeitt in termino Remigii ein halb malter haberen und achtenhalb schillingh colnisch nach hoffs recht und gewohnheit erlegt und darüber oder hoher nicht beschweret werden sollen. Zum anderen sollen auch wolg. hern Dechandt und capittull zu st. Gereon und ihre nachkommen ihrer kirchen weingardten zu Endz gelegen, ahn und auff den vorschr. herrn abdz, priors und convents hoffe zu Westhoffen gleicher gestalt mit dar- stellungh eines lehenmans und geschworen oder Vorgengers empfahen und eine kuhe churmude mit drey goltgulden churf. muntzen und jarlichs zwolff colnische weispenningh verrichten. Zum dritten ald weill und nachdem wolg. hern dechandt und capittull des freien edlen stiffts zu St. Gereon auch mehr- erwehnten hern abdten, prioren und conventen zu Deutz van mehrentheill ihrer vorschr. Weingarten zu Endz jarlichs den zehendten zugeben vann alters hero und noch schuldigh sein, sollen ihre Ehrw. W. und G. nun und alle wege hinfuro von itzlauffenden . . jare anzufahen denselben mit sieben reichs- thalern churf. wehrung auf den termein Remigii gegen gebur- liche qnittung zahlen, vergnügen und entrichten." — Es siegeln der Dechant und Convent von S. Gereon und der Abt und Convent von Deutz. Original im St.-A. zu Düsseldorf; von den vier Siegeln ist nur das des Deutzer Conventes wenig beschädigt, die andern sind ab oder fast ab. — Dazu Transfix von 1609 April 1., in -welchem mit Bezug auf vorstehenden Vertrag — 646 — verglichen wird, „dass wolgem. herrn dechent und capittull gerurte achtenhalben Schilling und zwelff weisspenningh jarlichon erbzins wie bis dahero auch noch hinfurter in laufendem gelde gedachten hern Abten und Convetit jedes jars und wegen geforderter Steigerung derwegen einmahll vor all zwölf reichsdaller zahlen und verrichten und in den übrigen puncten gerurtor vertrag bei seiner crafft und wurcklichkeit unverletzt sein und pleiben soll. 1 Es siegeln der Abt und Convent von Deutz und der Convent von Gereon. - Von den 3 Siegeln sind nur Reste übrig. 676.— 1613, Mai 4., bestimmen Severinus Binius und Johan Hollandt doctores juris als hierzu ernannte Commissare des Domstiftes in Köln, dass den Bitten des Pastores zu Berckem, Adamus Marianus Weissbaum, geivillfahrt werden und das Stift S. Gereon als Collator der Pfarre gehalten sein solle, dem Pastor zur Aufbesserung seines Unterhaltes alle Jahr aus dem Fronhof zu Nieder- bachem „acht par fruchten rocken und habern liebern und folgen lassen wollen". — Es siegeln die beiden Commissare und das Kapitel. Original (auf Papier) in Düsseldorf; von den drei aufgedrückten Siegeln ist das des Binius ab, die beiden andern sind gut erhalten. 677.— 1617, Oct. 1., bekunden „Dechandt und Capittull des frey edeln Stiffts zu S. Gereon", dass Sibilla von Vianden für sich und ihren verst. Gemahl Peter von Gressenich 500 Köln. Thaler — zu je 52 Albus — eingeliefert hat, damit jeden Mittwoch („Godes- tagh") an unser lieben Frauen Altar in der Kirche S. Gereon für die gen. Stifter und deren Verwandten eine Messe „in hon. passio- nis et praecipue 5 vulnerum Dni nri Iesu Christi" gehalten, und in der Messe 3 Collecten, die erste „de 5 vulneribus", d. zweite „Omnipotenz sempiterne Deus qui vivorum", d. dritte „Propi- tiare" gelesen werden sollen; fällt aber auf einen solchen Mittwoch in der Kirche S. G. ein Fest, so soll das „Ambt" von dem Fest und dabei die Collekte von den 5 Wunden und die Collekte „Propi- tiare" gelesen werden. Ferner soll für die Stifter an den Jahrestagen ihres Absterbens, sowie zu den 4 Quatemberzeiten und auf Allerseelen je 1 Messe pro defunctis gehalten werden. Endlich sollen in den Wochetimessen von der h. Anna und vom h. Sakrament (welch — 647 — Messen zu gering dotiert seien), auch die erstgenannten 3 Collekten eingeschoben werden. Da DK. das Stiftungscapital zum besten des Stifts verwandt haben, so verpflichten sie sich unter Verpfändung aller Güter des Stifts, für die Abhaltung der genannten Messen jährlich 25 Köln. Thaler durch den Keddituar verteilen zu lassen: davon erhält der Ofßciant der Messen „de 5 vulneribus" 12 Tit., der Offi- ciant am S. Anna-Altar 6, der der Messe)i vom h. Sacrament 5, und der Thesaurar für die Messgewänder, Lichter, Buch, Wein und Brod die übrigen 2 Thaler. — Die Bestimmungen der Urkunde werden am Schlüsse durch den „Official des churfürstl. Ilofgerichts in Köln" bestätigt. Der letztgenannte und das Stift haben ihre Siegel angehängt. Original im Archiv von S. Gereon. Beide Singel hängen in Blechkapseln schön erhalten an. 678.— 1624, Sept. 7., bekunden DK. von S. Gereon, dass sie am selben Tage dem Grafen „de Oigniato", Gesandten des Katholischen Königs bei der Kaiserl. Majestät „2 sacra ossa ss. marty- rutn Thebaeorum sumpta ex sacello s. Ceciliae, quod est in cripta ecclae nrae" geschenkt haben, nachdem der Graf einen Erlaubnisschein des P. Urban VIII vorgezeigt und der Erzb. Ferdinand von Köln die betr. Bitte des Grafen unterstützt, hatte. Der Official der Köln. Curie und das Stift S. G. haben ihr Siegel angehängt. Original im Archiv von S. GL — Die Siegel sind verloren. 679.— 1636, Juni 7., bekunden DK. von S. G., dass sie „der würdiger Frawen und Conventual-Jungfrawen" des Klosters zu S. Beinold in Köln eine Erbrente von 16 Beichsthalern für erhaltene 400 dergl. Reichsthaler, welche letztern sie „in Sonderheit zu hoch- notiger bestendiger underfengung des Hausses im wasser undt erbawung einer newer Scheuren und zugehöriger notturfftiger gehuchter, uffm Weidenpesch gnant, in unserer Ilerlichkeit Merhera" verivandt haben. Den Verkauf haben sie, durch den Official der erzb. Köln. Curie bestätigen lassen. Original (mit den verletzten Siegeln des Officials und des Stifts) im Archiv von S. Gh — 648 — 680.— (1627?) stellt eine apostolische Sentenz (Urban'sV III?) fest, dass seit unvordenklichen Zeiten „praepositi et decani (eccla- rum) collegiatarum (Col.) et scholasticus s. Gereonis quoscun- que canonicos, etiam illustres, ecclae Col., paucis illius prae- latis tantum exceptis, in quibuscunque processionibus, sessio- nibus, conventionibus et stationibus antecedebant." Nach einem in Gelenius Farrag. IV. f. 63—30 eingehefteten, c. 20xlö cm grossen Druckheft von 8 Blättern: „Sententia aplica pro DD. Praelatis et dignitatibus Collegiatarum contra DD. Canonicos Metropolitanae in cauaa Coloniensis Praecedentiae." Coloniae Agrippinae. Imprimebat Henr. Kraft sub signo Solis. Anno 1628. 681.— 1636, August 25. zu Regensburg, declariert Kaiser Ferdinand II dem Stifte S. G. die adelige Abstammung des Leopold, Markgrafen von Savona und Carretto. Nos Ferdinandus secundus divina favente dementia electus Romanorum imperator semper Augustus . . . honorabilibus . . . decano et capitulo collegiatae ecclesiae S. Gereonis Coloniae Agrippinae gratiam nostram Caesaream et omne bonum. Offeri- raus et comprecamur notum testatnmque facientes tenore prae- sentium quod . . ." Leopoldus ex Marchionibus Savunae et de Carretto filius sit illustris . . . Francisci ex Marchionibus Sa- vonae et de Carretto consiliarii nostri bellici et camerarii necnon generalis tormentorum bellicorum praefecti, atque cuius patris sui pater Prosper ex Marchionibus Savonae et de Carretto et patris sui patris pater Galeottus ex Marchionibus Savonae et de Carretto, ac demum mater patris sui patris Anna comitissa a Coconate, mater vero sui patris Agnes de Argotte marchiorissa de Carretto et Grana, et pater matris sui patris Ferdinandus de Argotte et Cordoba ac demum mater matris sui patris Iulia Denrices (?) fuerit. . . . Eigenhändig unterschrieben: Ferdinandus. Ad mandatum Sacrae Caes?? Majestatis proprium Ioan. Walderode. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Siegel ab. 682.— 1649, März 28., bekunden Bertram Bobens, Schtdtheiss zu Steinbach, Jacob zu Weltze, Hans zum Rotten und Wilhelm in — 649 — der Hoderbach, Schemen des Landgerichtes Hohenkeppd im Fürstentum Berg, Amt Steinbach, dass Dietrich und Peter Schwamborn ihre Mitschöjfen, Stine des Peters Frau, Gerhard und Agnes Miebach Eheleute, Johann Heclcels in Flickerath und s. Frau Marie, Dietrich und Ortete Zimmermann Eheleute, alle sesshaß im Kirchspiel Overath namens der ganzen Gemeiude zur Abzahlung der restierenden kaiserlichen und hessischen Contributionen „wie auch deren im .. 1648sten Jahr bei den Friedenstractaten zu Munster von des hl. rom. reichs stenden eingewilligten Geldern für ihr Contingent abzustatten" dem Johann Conradt von Lieskirchen, Probsten von S. G. und Canonicus von S. Cunibert in Köln, eine jährliche Rente von 60 Thalern kölnisch verkauft haben für die Summe von 1200 Thlr. — Zum Unterpfands setzt dafür Dietrich Schwamborn sein Erbgut zum Krahm, Peter Schwamborn s. Erbgut zu Marienlinden, Johan Heckeis das seinige in Oberflickerath, Gerard Miebach das seinige in der Miebach und Dietr. Zimmermann sein Erbgut auf dem Schwamborn. Unterschrieben vom Notar Mauritius von Obersettigh. — Original im St.-A. zu Düsseldorf; Schöffensiegel ab. Laut Marginalnote überträgt vorstehende Rente am 7. Mai 1677 Johann Caspar von Ritz namens seiner Frau Margarethe von Lieskirchen, welche dieselbe von ihrem Vater geerbt hatte, an Jacob de Groote und Genossen. 683.— 1655, Febr. 16., bekunden DK. soivie die Vikare von S. Gereon, dass sie mit einander einen Häusertausch gemacht haben. DK. haben diesen Tausch gemacht, um einen langjährigen Streit mit dem Propste von S. G. beendigen zu können. Nos dec. et caplum illustris collegiate ecclae s. Gereonis in Col., et nos eiusdem ecclae vicarii ... ad omnium . . . notitiam . . . deduci volumus, quod nos dec. et caplum, cum inter praepositum et nos aliquot saeculis graves controversiae et Utes ratione deserviendi praebendam praepositurae iuxta literas separationis annexam motae et disputatae, desuperque summae animorum dissensiones, cum utriusque partis tarn capli quam praepositurae magno dispendio exortae et acriter disputatae fuerint, tandem cum rmo et illmo dno Francisco Egone, comite de Furstenberg, Heiligenberg et Werdenberg, land- gravio in Bare, dno in Hausen Kintzigerthal et Wetteraw, moderno praepo nro, firmam et stabilem . . . concordiam sub certis conditionibus et mediis inierimus . . ., inter cetera autem — 650 — media . . . promiserimus 2 domos una cum adiacentibus hortis seu vineis curiae praepositurali contigtias . . . eidem . . . curiae in perpetunm incorporare et unire, quia vero altera istarum domorum Kneyart dicta cum adiacente vinea ad nos vicarios hactenus pleno iure pertinuit . . ., hinc nos dec. et caplura et nos vicarii praed. . . . conclusimus sequentem permutatio- nis . . . contractum, videl.: Nos dec. et caplum . . . transpor- tavimus dictis vicariis domum prope hospitale sitam iustoque pretio hereditario iure ab eodem hospitali comparatam . . . cum horto et omnibus pertinontiis suis, quam quidem domum de praesenti inhabitat D. Doctor Plass, prout et vineam prope antiquam decaniam situatam cum simultaneo adiacentis putei usu, qnae vinea ad ecclam nram perp. et hered. iure spectat, dedimus ... et deoccupamus per pntes dictis vicariis et eorun- dem successoribus . . . pleno iure . . . possidendas ... In quorum fidem hasce pntes nos dec. et caplum sigillo nro ad causas, quo in similibus utimur, et secretari nri subscriptione sicuti et nos vicarii similiter sigillo nro et cellarii nri sub- scriptioue communiri fecimus. Sic actum Coloniae, a. D. MDCLV die 16. Februarii. Ioannes Grüssen Ioannes Aussemius vic. s. Quin- secretarius m. pr. tini pro tpre cellarius m. pr. Original im Arohiv von S. Gereon. Die Siegel des Erzb. und des Kapitels hängen in Holzkapseln wohl erhalten an. Das Siegel der Vikare ist abgeschnitten. — Gemäss einer Dorsalbemerkung hiess das von den Vikaren eingetauschte Haus: „zur Clausen". (Erzb. Maximilian Heinrich bestätigte obige „Concordia" s. d. Bonnae 1655, Mai 2.) 684.— (1647—55) notiert Ioannes Aussemius Vicarius (ad s. G.) et pro tpre cellerarius das Folgende: Ratione curtis nrae in Kleinenbalcheim Fraternitas Omnium DD. Vicariorum tenetur apud 111. caplummetropolitanae ecclae tiefender e [=vei-thedinc/en!] quartam partem curmedae, quae se extendit iuxta eiusdem capli taxam ad 10 daleros communes, unde etiam habemus ius in nemore Woringano annuatim ligna caedendi, vulgo Holtz- gewalt. Integra vero curmeda quotannis percipit integrum i'unem lignorum, vulgo ein Seill Holtz; estque certus aliquis funis, quo huiusm. ligna in nemore mensurantur, habens in latitudine 37 pedes, in longitudine vero quaterdecies 37pedes'). — 651 — Quotiescimque autetn per obitum alicuius ammanuati novus assumendus est, is cellerario maioris ecclae praesentari debet, a quo D. Petrus Vinck, vicarius ss. Maurorum, a. 1647, 28. Ja- nuarii aramanuatus est, pro quo dicto cellerario solvi sex daleros communes, reliquis 4 ex gratia remissis, cellerario pro iuribus suis medium dalerum imperialem, deinde adhuc medium imperialem pro data informatione, demum re peracta unum quartale vini. Cop. Vio. fol. 215. (Der vierte Nachfolger des Vinck als „ammanuatus" war Jos. Mari Neuburg, welcher 1721 der Träger des Lehens wurde; „posfc obitum D. Neuburg haec quarta pars curmedae a capitulo metropolitano est extincta et sie defensio cessat; e contra etiam cessat ius ligna caedendi in nemore Woringano." Gez.: „Laur. Coenen Vic. et p. t. cellarius.") !) Die Zahl 37 ist in Ziffern geschrieben; ist dieses Maass in der angegebenen Grösse auch sonst bekannt? Aus Lexer's Wb. führe ich an: „zwai und dreissig daumeilen machen ein sail", Brunn, r. 223. und „setz deinen arm auf den ellenpogen grad über sich, das haist mau ein daumel, und ist etwas wenigs mehr als eine halbe "Wienisch elln." Sehm. Fr. 1.807. Beide Citate entstammen also süddeutschen Quellen. 685.— 1659 (?), Oct. 1., bekundet P. Innocenz (?), dass er, nachdem Conrad von Lyskirchen während der Sedisvacanz des apost. Stuhles auf das Kämmereramt in S. Gereon frei resigniert hat, dasselbe dem Kan. von S. G. Gerard Pilgrum übertragen hat, und dass er jetzt, nachdem auch Gerard verzichtet hat, jenes Amt dem Joh. Bapt. Gramen, Kan. von S. G., dessen Kanonikat gemäss seiner Erklärung nicht mehr als 24 Golddukaten einbringt, überträgt. Gemäss Abschrift in den zu Düsseldorf befindlichen Kämmereiakten. Da Papst Innocenz X. von 1644, Sept. 15. bis 1655, Jan. 5. regierte, und 1659 Alexander VII. Papst war, so ist entweder der Name des Papstes, oder — was wahrscheinlicher ist — die Jahreszahl falsch angegeben. 686.— 1674, Juni 26., bekunden DK. von 8. Gereon, „dass — nachdem Ihre Königl. Majestät von Hispanien unlängst dero Obristen Georgio, Balth. von Meirnich diejenige Recht und Gerechtigkeiten verkaufft hat, welche unsere Vorfahren denen — 652 — Graven folgent Hertzogen von Gelre in unser Herrligkeit Virsen vor uns und unser Underthanen Beschirmung sonsten aufgedragen, und daneben nit allein diese, sondern auch andere Jura, so hochgemelte Ihro Kgl. Majestät mit unserem Capitulo gemein, wie ingleichen einige, so besagtem Capitulo privative und allein zuständig, gleichfalls verkauft, und dan wir nach reiflicher Ueberlegung . . . nichts anders schliessen können, dan dass die Erhaltung derselben uns . . . grosseren Nutz und Vortheil schaffen, hingegen aber durch deren Verlassung unser Kirchen schwere langwierige und gefährliche, auch kostbahrliche Processus ahnwachsen müssen, pfals wir des Juris Retractus welches uns Landtsbrauch und Gewohnheit noch dagegen noch in salvo nicht bey zeiten bedeuten (?) ! ), und dann zu Einstellung solcher Action wir zum wenigsten die Summ von 5000 Reichsthalern bey der Cantzley zu Rure- mundt zuforderst wurklich deponiren müssen, ehe und bevor wir vermog dem Geirischen Landtrecht dar zugelassen werden mögen, bey gegenwertigen hochbedrübten Kriegszeiten uns unmöglich fallet, sothanig Geldt aus unser Kirchen Mitteln zu erheben — dass wir desshalb in unserm Capitulshaus gewon- licher weis versambelt" der Junfer Adelheid Bebbers 28 Reichsthaler jährlicher ablösbarer Erbrenten, zahlbar zu S. Peter und Pauli, für baar erhaltene 700 Reichsthaler verkauft haben. Der Official der Köln. Curie ist um Bestätigring des Verkaufes ersucht worden. — Die Urkunde ist mit der Unterschrift des „Godscalcus Wasserfall praedictae ecclae secretarius" und den untengenannten Siegeln versehen. l ) Sollte wohl heissen: „welches Landtsbr. u. G. noch dag. in salyo lassen, uns nicht bey zeiten bedienen". In der transfigierten Bestätigungsurkunde des „Officialis Curiae Archie- palis Col. Iudex Ordinarius" — welche von „Christianus Latomus Col. praet. Curiae sententiarum Notarius" 1674 d. 20. Juli geschrieben und unterschrieben worden ist — wird angegeben, dass der Rentenverkauf geschehen sei „ad effeetum retrotrahendi Iura in Virsen per Regem Hispaniarum Prae- nobili D. Georgio Balthasaro von Meirnich non ita pridem divendita". Original im Archiv von S. Gereon. In der Mitte hängt das Siegel des Officialats ohne Kapsel; rechts (her.) hängt in einer Kapsel ein sehr kleines mir unbekanntes Siegel, links — ebenfalls in einer Kapsel das (Secret-) Siegel des Stiftes, von welchem die Urk. sagt, dass es das „ahn itzo gewonliche Einsigel" sei. — 653 — Auf der Rückseite des vorstehenden Rentenbriefes befindet sich die folgende Urkunde: J675, Oct. 2. Wir Dechandt und Capittul des freyedelen Stiffts zu S. Gereon in Collen thuen kundt . . ., dass wir zur Abstattung unseres Anteils ad 882 Reichsthaler in specie in denen durch die General Staaten dem Clero Coloniensi dis Jahr abgepresten contribution von der . . . Adelheide Bebur . . . empfangen haben 700 Rchsth. in specie, dagegen wir ihro die dis Jahr sonst eingelöste brieff und Siegell diesser gestalt wider eingehendiget, dass die darin genannte pensionen, mit ihrer Bewilligung auf 25 Rchsth. reducirt [sein soll] . . . 687.— 1685, Jan. 24., bestätigt P. Innocenz XL zwei Bullen seinerVorgänger Alexander''s VI, und Urban's VIII. betreffend einzelne neue Statuten für das Stift S. Gereon und namentlich die Umwandlung von 4 Nichtpriesterkanonikaten in 4 Priesterkanonikate. INNOCENTIYS PP.XI. AD FVTYRÄM REI MEMORIAL Exponi nobis nuper fecernut dilecti filii decanus||et ca- plum saecularis et collegiate ac insignis ecclae||s. Gereonis civitatis Col., quod dudum tarn a fei. rec. Martino PP. V. prae- decessore nro, quam rec. me. Eugenii PP. IV. praedeces- soris pariter nri pontificatus tempore, circa divinum cul- tum et servitium in d. eccla peragendum ac divisionem fructuum et distributionum inter Canonicos ac obtinentes dig- nitates aliosque Beneficiatos eiusdem ecclae pro modo servitii per eos actualiter praestandi faciendam, subtractionem quoque illorum pro tempore quo deficerent, et iuramentum super ob- servatione ab illis praestandum, facta atque edita fuerunt diversa decreta, statuta et ordinationes, quae subinde a piae mem. Innocentio PP. VIII. etiam praedecessore nro, cum diversis decretis et ordinationibus confirmata et approbata fuerunt, et alias, prout uberius contineri dicitur in litteris Aplicis post obitum ipsius Innocentii praedecessoris desuper iussu similis record. Alexandri PP. VI. praedecessoris pariter - 654 - nri una cum executoriali expeditis, tenoris qui sequitur, videl.: „Alexander epus servus servorum Dei dilectis filiis prepo ss. Apostolorum Col. ac Traiecti 1 ) et Zanti Col. dioec. ecclarum Decanis salutem et Aplicam ben. . Hodie emananmt a nobis litterae tenoris subsequentis : Alexander epus servus servorum Dei. Ad perpetuam rei memoriam. Rationi congruit et con- venit aequitati, ut ea quae de Romani pontificis gratia pro- cesserunt, licet eius superveniente obitu litterae Aplicae super Ulis confectae non fuerint, suum consequantur effectum. Du. dum siquidem per fei. rec. Martinum PP. V. praedecessorem nrum accepto, quod — licet in eccla s. Geroonis Col., quae inter collegiatas ecclae civitatis Col. post maiorem prima et principalior reputabatur et olim per b. Helenam cla. me. 2 ) Constantini Romani imperatoris genitricem opere mirifico et admodum sumptuoso fundata et opulenter dotata extiterat, quinque presbyterales et triginta septem vel circiter aliae non presbyterales, quae personis nobilibus et illustribus dum- taxat conferebantur, praebende canonicales pro totidem personis, quae pro tempore inibi laudabiliter Divina peragunt, fuissent institutae — tarnen, quia a longis tunc retroactis temporibus pauci nobiles forsan ex eo, quod ipsi iuxta sui status excel- lentiam, earumdem praebendarum non sufficiebant facultates, aut alias apud d. ecclam residebant, in illa nedum divinum cultum negligi et diminui, sed etiam saepe et saepius d. ecclam non mediocriter desolari contingebat et in dies magis diminui formidabatur, quodque, si quatuor ex huiusm. non presbytera- libus praebendis et ut praefertur personis nobilibus dumtaxat conferri solitis etiam presbyterales essent et conferrentur ex tunc deinceps perpetuis futuris temporibus cum totidem ipsius ecclae canonicatibus personis idoneis etiamsi nobiles non forent, quae ad instar et eo modo sicut huiusm. quinque presbyterales praebendae 3 ) pro tempore obtinentes tenerentur presbyteri esse vel in presbyteros promoveri, cum debitis et consuetis suis fructibus et emolumentis ac oneribus conferrentur et assignarentur, ex hoc cultus ipse in d. eccla laudabiliter refor- mari et observari posset; idem Martinus praedecessor certo iudici in illis partibus suis dedit litteris in mandatis, ut, si ita esse reperiret, statueret et ordinaret, quod quatuor ex huiusm. non presbyteralibus, sie {lies: si) quae tunc vacabant vel quam - 655 - primum simul vel snccessivo vacarent, etiam presbyterales de cetero essent et censerentur et cum totidem canonicatibus totidem personis idoneis etiamsi nobiles non forent, qni ad instar d. quinque presbyterales praebendas obtinentium actu presbyteri esse vel in presbyteros promoveri et onera eis incumbentia perferre tenerentnr, possent et deberent conferri. Et deinde, postquam praemissa vigore d. litterarum per praet- actuin iudicem facta et ordinata fuerant, pro parte tunc decani et dilectorum filiorum capli d. ecclae congregatorum ßasileae sub nomine concilii generalis exposito, qtiod — licet ipsa eccla pro magnis nobilibus ot aliis personis sub certo numero solem- niter et sufficienter dotata ac diversis dignitatibus offieiis canonicatibus et praebendis aliisque benefieiis decorata fuisset, — tarnen temporis causante malitia fruetus reditus et pro- ventus d. eccle adeo deminuti erant, quod illius personae in necessariis minus abundantes divina officia in eadem eccla vel negligebant aut temporibus non perficiebant opportunis, erantque ibidem nonnulla officia seu potius ministeria, quae obtinentes ad certa officia annosis abolita dissuetudinibus tenebantur, ac alii vicarii et beneficiati neenon officia neces- saria et utilia in eadem fruetus reditus et proventus reeipientes et in illa ministrantes obsequia sed quandoque ab ipsa eccla divertentes apud eandem residere ac divinis interesse non curabant: congregati presbyteri etiam certo alteri iudici suis dederunt litteris in mandatis, ut si ita fore inveniret, aliquos ex d. ecclae communibus proventibus in quotidianas distri- butiones sub certis modo et forma rationabilibus per eum or- dinandas et eiusdem ecclae personis divinis interessentibus ministrandas commutaret ac distribui et disponi procuraret, neenon praebendas seu officia laicalia vel clericalia in eadem, quorum servitia aboleverant et alias qualitate temporis pensata necessitati non conveniebant supprimeret et extingueret; ita quod simul vel successive cedentibus vel decedentibus ea ob- tinentibus sive alias illa quomodolibet dimittentibus beeret decano et caplo praetactos fruetus reditus et proventus eorum quotidianis distributionibus praed. applicare et in illas con- vertere, quodque perpetui vicarii in eadem eccla quorum ad hoc suppetebant facultates et alii ad officia necessaria obligati per ipsos dec. et caplum legitime requisiti apud d. ecclam — 656 — residere tenerentur sub poena amissionis fructuum vicariarum et officiorum, quae obtinerent pro tempore, qui in similes distributiones converterentur, et alia honesta in augmentura cultus eiusdem perpetuis futuris temporibus firmiter observanda, statueret et ordinaret, prout in Martini PP. praedecessoris plenius continebatur, ac dictorum cbngregatorum, ad quarum executionem, ut asserebatur, processum fuerat, desuper con- fectis litteris et processibus posteriorum litterarum huiusm. vigore habitis dicebatur contineri. Ac pro parte decani et capli praed. asserentium, praemissa omnia et singula per d. congregatos succeasive approbata et confirmata fuisse piae me. Innocentio PP. VIII etiam praedecessori nro hnmiliter suppli- cato, ut statuta ordinationes commutationes suppressiones et extinctiones earundem litterarum vigore habita et facta aucte Aplica approbare et confirmare ac alias in praemissis opportune providere de benignitate Aplica dignaretur: idem Inno- centius praedecessor ... sub data videl. septimo kal. Augusti Pontificatus sui anno sexto statuta ordinationes commutationes suppressiones et extinctiones huiusm. ac prout illa concerne- bant omnia et singula in litteris et processibus praed. con- tenta et inde secuta quaecunque quatenus in usu essent auc- toritate Aplica ex eius certa scientia approbavit et confirma- vit, supplevitque omnes et singulos defectus, si qui forsan intervenissent in eisdem. Et insuper quia, sicut d. Innocentius praedecessor acceperat, interdum contingebat in d. eccla universos fructus reditus et proventus pro distributionibus quotidianis huiusm. non sufficere, aliquando vero solutis plene distribuendis eisdem deductisque quibuslibet aliis incumbentibus oneribus, de eiusdem ecclae bonis universis ac fructibus redi- tibus et proventibus huiusm. aliquid superesse, et licet vicarii seu altaristae d. ecclae pro tempore existentes in eorum recep- tione ab immemorabili tempore citra fidelitatem et obedien- tiam praedictis decano et caplo et mediis eorum iuramentis praestare consuevissent, quia tum in eorum excessibus cor- rigendis ipsorum decani et capli correctioni et disciplinae se submittere et alia rationabilia per ipsos decanum et caplum eis pro tpre iniuncta saepenumero adimplere recusabant in divini cultus diminutionem, decani et capli praedictorum prae- iudicium et detrimentum et scandalum plurimorum : Idem ^- 65? — Innocentius praedecessor Aplica aucte statuit et ordinavit, quod ex tunc deinceps illud, quod superesset, inter residentes dum- taxat in eccla praed. proportionabiliter secundum servitia et personarum merita per dec. et caplum praed., prout eatenus fieri consueverat, etiam de cetero perpetuis futuris tpribus dividi posset; quodque praed. decanus et caplum perpetuos vicarios huiusm. ac alios ad officia necessaria obligatos non residentes, ad residendum et onera eis incumbentia personaliter exercenda per substractionem fructuum redituum et proventuum suorum, undecunque illos perciperent, etiam per se ipsos appellatione remota compellere, dictosque fructus redi- tus et proventus quamdiu residentiam ipsam non facerent in distributiones huiusm. libere convertere possent; et quod omnes et singuli canonici et praelati d. ecclae, qui tunc erant et pro tpre essent pntes videl., infra octo dies post statuti et ordi- nationis huiusm. publicationem in eccla praed., alii vero futuri in prima eorum receptione et officiales pro tpre electi et assumpti in die electionis eorum praemissa omnia sub poena periurii et suspensionis in contrafacientes per ipsos dec. et caplum ferenda ad unguem observare iurare tenerentur, super quo deberet formari unum novnm et expressum iuramentum vel addi fofmae antiquae iuramenti per canonicos et praelatos praed. praestari soliti, et quod singulis annis in die electionis officialium novorum, ne praetendere possent ignorantiam, statutum et ordinatio huiusm. ac litterae desuper conficiendae de verbo adverbumsine aliqua fraude expresse legi deberent; et insuper, quod ex tunc de cetero perpetuis futuris tpribus decanus et eo absente vicedecanus, etiamsi illustris et nobilis non esset ac caplum praedictum ipsos vicarios et altaristas ad submittendum se eorum correctioni et disciplinae ac litteras fundationum suarum vicariarum ornamenta libros calices et alia paramenta vicariarum praed. eis ostendenda, missas iuxta voluntatem fundatorum ordinatas celebrandas et congruis horis divinis officiis interessendum et non obstante, quod presbyteri vicarii se ab huiusm. obedientia a longo tpre citra quoad caplum subtraxistent, in quibusvis aliis rationabilibus causis eisdem tanquam suis superioribus obediendum et per censuras ecclesiasticas et alia iuris opportuna remedia appellatione postposita compellere ac eos pro eorum excessibus criminibus Joeries, Urkundenuuch von 8. Gereon. 43 — 658 — et delictis pnnire et corrigere possent, non obstantibus . . , Ne autem de absolutione approbatione confirmatione decretis suppletione statuto et ordinatione eiusdera Innocentii praede- cessoris pro eo, quod super Ulis, ipsis Innocentii praede- cessoris eins superveniente obitu, litterae non confectae fuerunt, valeat quomodolibet haesitari ipsique decanus et caplum illorutn frustrentur effectu, volumus et eadem aucte Aplica decernimus, quod absolutio approbatio confirmatio de- creta suppletio statutum et ordinatio Innocentii praedecessoris huiusm. perinde a dicta die septimo kal. Augusti snum sor- tiantur effectum, acsi super illis ipsius Innocentii praedecessoris litterae sub eiusdem diei data confectae fnissent, prout superius enarratur . . . Datum Rotnae apud S. Petrura a ine. Dom. 1492, septimo kal. Septembris, pontificatus nri anno primo. Quocirca discretioni vrae per Aplica scripta mandamus quatenus vos vel duo aut unus vrum per vos vel alium seu alios litteras praed. ac omnia et singula in eis contenta, ubi et quando expedire videritis et quoties pro parte eorumdem decani et capli fueritis super hoc requisiti, solemniter publi- cantes ipsique decano et caplo in praemissis efficacis defen- sionis praesidio assistentes faciatis commutationem suppres- sionem extinetionem statuta et ordinationem praedieta per- petuo inviolabiliter observari . .. contradictores per censuram ecclesiasticam appellatione postposita compescendo, invocato ad hoc si opus fuerit auxilio brachii saecularis, non obstantibus . . . Datum Romae apud S. Petrum a. ine. Dominicae 1492 septimo kal. Septembris, pontificatus nri anno primo." Et postmodum cum tunc existentes dec. et caplum supradietae collegiatae ecclae s. Gereonis pro praetactorum statutorum decretorum et ordinationum observatione atque interpreta- tione nonnulla nova statuta cum diversis declarationibus ad bonum eiusdem ecclae servitium tendentibus fecissent, ac pro illorum confirmatione similis mem. Urbano PP. VIII. prae- decessori pariter nro humiliter supplicassent, idem Urbanus praedecessor eorum supplicationibus inclinatus litteras Aplicas sub plumbo similiter expeditas concessit tenoris sequentis, videl.: „Urbanus epus servus servorum Dei ven. fratri nro archiepo Col. sive dilecto filio eius officiali salutem et Apli- cam ben. In supremo dignitatis aplicae solio . . . Exhibita — 659 — siquidem nobis nuper pro parte dilectorum filiorum decani et capli ac canonicorum saecularis et collegiatae ecclae s. Gereonis Col. petitio continobat, quod alias ipsi provide considerantes antiquum deserviendi d. ecclae institutum et ritum temporum diuturnitate et praetacti capli incuria obsolevisse *) vel magna ex parte corruisse, et sicuti aedificium, licet debitis suis par- tibus constet, si tarnen a dno suo negligatur . . . Hinc est, quod dec. caplum et canonici praedicti antiquum splendorem et decorem in d. eccla ad maiorem Dei gloriam et honorem restituore et conservare cupientes capitulariter congregati liabita super infrascriptis matura deliberatione statuerunt et ordinarunt, quod ex nunc deinceps perpetuis futuris tpribus singuli dignitates obeuntes et canonici aliique ministri d. ecclae munia sive ministeria, ad quae in d. eccla aut ratione ordinis quoad eos seil, qui iuniores sunt sive etiam ex requisito suorum canonicatuum dignitatum et officiorum obligari dignoseuntur, ut pote ad decantationem psalmi Venite in matutinis sicuti et epistolae evangelii aut missae, per se ipsos et non per alios obeant et praestent, nisi legitime impediti iuxta sacrorum canonura dispositionem et signanter capituli unici de clericis non residentibus in sexto excusationem mereantur, et si secus fecerint, quoties defecerint, quatuor solidi singulis deficien- tibus de suis distributionibus seu pntiis a praesentiario pro tpre existente loco poenae substrahantur, et quae pro ser- vitiis pro eis praestitis hisce praesentiis substractis in fine anni universim lucrati fuerint sive deservierint ad eiusdem summae rationem cetera quoque tarn a d. praesentiario quam reddituario distribuenda ministrari debeant. Praetereaque nnllus in posterum in festis dedicationis d. ecclae ac ss. Re- migii et Gereonis se valeat qualificare ad lucrandum sive ad deserviendum ea quae iuxta constituta et consuetudines d. ecclae respective lucrifieri consueverint, ut pote pullos et peeuniam ex iis collectam, vina in et extra muros crescentia, sicuti et porcos sive illos qui in specie sive qui in peeunia a colonis et phaerariis capli et canonicorum praed. solvi solent, nisi ante praed. festa in actuali apud d. ecclam consueto more facienda residentia iuerit chorumque debite frequenta- verit horis videl. et offieiis divinis tarn maioribus quam mino- ribus interessendo et quidem declarata voluntate residentiam — 660 — et frequentationem huinsm. continnandi; aliter autem facientes omnibus emolumentis praed. . . . ipso facto privati sint non obstantibus ordinationibus et consuetudinibus quibuscunque si quae desuper in contrarium extent, quae omnes uti irrationales et uti mere corruptibiles cassari et reiici debeant; adiecta postmodum per ipsos caplum et canonicos desuper interpreta- tione, quod ad perceptionem vinorum porcorum pullorum aliorumque praemissorum non admittantur nisi in eodem anno integro mense priusquam singula festa suprad. advenerint apud d. ecclam realiter et cum effectu certis modo et forma tunc expressis resedisse cognoscantur, quam quidem residentiam praescripto modo continuare per maiorem anni partem cogan- tur; aliter faciens et praed. interpretationi et ordinationi con- traveniens suprad. omnibus vinis pullis et porcis aliisque emolumentis universis ipso facto privatus sit. Et si aliquis pred. modo et tempore residentiam inchoans suprad. emolumenta sub spe et confidentia forsan d. residentiam debite continnandi perceperit, et iis perceptis ipsam residentiam non com- pleverit, tunc et eo casu ad omnium et singulorum eorum quae perceperit restitutionem obligatus existat, neque de cetero ad deservitionem vinorum pullorum porcorum aliorumque emo- lumentorum pred. admitti possit neque debeat nisi prius resti- tutione de huiusm. indebite perceptis plenarie et integraliter d. caplo facta. Et licet praed. vinis pullis et porcis exceptis reliqui omnes reditus et obventiones in quotidianas distribu- tiones conversi sint, illaque iuxta servitium a singulis factum in fine anni pro rata qua quis plus aut minus deservit distribui consueverint, quia tarnen introductum fuit ante multa tpra ut certa frumenta sub nomine culinariorum certo tunc et sicuti verisimile est communi et usuali pretio taxata dignitates obti- nentibus et canonicis apud d. ecclam residentibus familiamque alentibus et chorum frequentantibus loco distributionum quo- tidianarum deservitarum ministrarentur, pretium autem quod tunc iis impositum est tpris diuturnitate in sextuplum et octuplum cre- vit, illudque fere nunc indiscriminatim omnibus annis commune factum est et postmodum omnibus residentibus absque refiexione indifferenter sive apud d. ecclam residendo chorum frequenta- verint sive aliter pari portione ministrata sunt, cum canonicorum residentium praeiudicio et iniuria; propterea decanus et caplum — 661 — et canonici praed., attendentes exindo conservationi d. ecclae divinoque cultni plnrimum offici, volentes quoque huic malo tempestive mederi pessulumque et obices obiicere quo minus corruptissimus ille modus amplius usurpetur sed potius ad terminos iustitiae aliqua parte pro eorum possibilitate et tpris ratione reducatur, donec aliter a suis superioribus fuerit ordi- natutn, quibus decanus et caplum ac canonici praed. in hac parte nullatenus intendunt praeiudicare, statuerunt et ordina- runt ut de cetero frumenta huiusm. culinaria nemini residenti ministrentur nisi pro rata realis a se factae deservitionis et non aliter, ita ut, qui iuxta praescriptam a concilio Basiliensi formam deservire neglexerit, illi quoque in iisdem culinaribus proportionabiliter pro rata tpris qua omisisset deservire sub- strahantur: a chori autem frequentatione nullas excusationes d. praesentiarius pro tpre existens admittat, nisi eas quae de iure sunt admissibiles, comprehensae videl. in dicto capitulo unico, ut sunt infirmitates, iusta et rationabilis corporis neces- sitas, et eiusdem ecclae utilitas, et si ullam aliam privato suo iudicio admiserit excusationem, cassata et irrita existat, et alias prout in statutis et ordinationibus ac interpretatione praedictis necnon publicis desuper confectis scripturis plenius dicitur contineri. Cum autem, sicut eadem petitio subiungebat, licet statuta et ordinationes huiusm. uti in divini cultus aug- mentum facta ordinaria aucte approbata extiterint, ea nihilo- minus quae sedis Aplicae patrocinio roborantur, firmius sub- sistant, et melius ab omnibus observari soleant: quare pro parte dictorum decani et capli a canonicorum nobis fuit hu- militer supplicatum, quatenus statuta ordinationes ac interpre- tationem huiusm. pro firmiori illorum subsistentia ac obser- vatione inviolabiliter approbare et confirmare ac alias in prae- missis opportune providere de benignitate Aplica dignaremur. Nos igitur ex voto ven. fratrum nrorum s. Romanae ecclae cardinalium decretorum sacri concilii Tridentini interpretum fraternitati tuae, frater archiepe, sive discretioni tuae, tili offici aus, per Aplica scripta mandamus ut statuta ordinationes et interpretationem huiusm., dummodo tarnen per statuta huiusm. circa residentiam faciendam non derogetur servitio, iuxta formam decretorum dicti concilii Tridentini ecclae praestando, aucte nra perpetuo approbes et confirmes illisque perpetue — 662 — et inviolabilis Aplicae firmitatis robur adiicias oranesque et singulos tarn iuris quam facti et solemnitatum de iure usu consuetudine aut alias quomodolibet requisitarum et neces- sariarum et quosvis alioa quamtumvis substantiales defectus, si qui desuper quomodolibet intervenerint in eisdem, suppleas, . . . Datum Romae apud s. Petrum a. ine. Dnicae 1637, tertio non. Aprilis, pontificatus nri a. quartodeeimo". Cum autem sicut eadem expositio subiungebat non omnia supranarrata ita, ut par esset, aecurate serventur non sine periculo, ne antiqui abusus in praeiudicium atque detrimentum servitii divini ac diseiplinae ecclesiasticae resurgant: Nobis propterea dicti ex- ponentes humiliter supplicare fecerunt, ut sibi in praemissis opportune providere et ut infra indulgere de benignitate Aplica dignaremur. Nos igitur . . . huiusm. supplicationibus inclinati de ven. fratrum nrorum s. R. E. cardinalium concilii Tridentini interpretum consilio suprad. statuta seu decreta, dummodo tarnen per ea circa residentiam faciendam non derogetur ser- vitio iuxta formam decretorum d. concilii Tridentini praestando ac alias, iuxta formam praeinsertarum Urbani praedecessoris litterarum auete Aplica tenore pntium confirmamus et appro- bamus illisque inviolabilis Aplicae firmitatis robur adiicimus salva tarnen semper in praemissis auete congregationis eorun- dem cardinalium. Decernentes ipsas pntes litteras semper firmas validas et efficaces existere et fore suosque plenarios et integros effectus sortiri et obtinere ac illis, ad quos spectat et pro tpre quandocumque speetabit in omnibus et per omnia plenissime suffragari et ab illis respective inviolabiliter obser- vari; sieque in praemissis per quoscumque iudices ordinarios et delegatos etiam causarum palatii Aplici auditores iudicari et definiri debere, ac irritum et inane si secus super his a quoquam quavis auete scienter vel ignoranter contigerit atten- tari. Non obstantibus constitutionibus et ordinationibus Aplicis neenon omnibus et singulis illis quae in praemissis Alexandri et Urbani praedecessorum litteris concessa sunt non obstare, ceterisque contrariis quibuscumque. Datum Romae apud s. Mariam maiorem sub annulo piscatoris die XXIV. Ianuarii MDCLXXXV. pontificatus nri anno nono. (L. S.) I. F. Husius. — 663 — Das Original des vorstellenden Breve's befindet sich im Archiv von S. Gereon, und ist — was nicht eben häufig vorkommt — in einem aus 18 feinen Pergamentblättern bestehenden Hefte schön und — abgesehen von einigen seltenem Abkürzungen — gut leserlich niedergeschrieben. Vor und nach den Pergamentblättern befindet sich je ein gräuliehweisses Blatt Papier, welches als "Wasserzeichen einen Kreis zeigt, in welchem ein mit dem Bogen nach unten gerichteter Anker zu sehen ist; über dem Kreise ist ein sechs- strahliger Stern, unter dem Kreise der Buchstabe F angebracht. Als Umschlag des Heftes dient ein nach innen weisses, nach aussen gelbes dickeres Pergamentblatt; geheftet ist das Ganze durch zwei hänfene Kordeln. Die erste Seito des ersten der 18 Pergamentblätter und die zweite des letzten sind nicht beschrieben. Jedes der Blätter ist 23 cm hoch und 17 cm. breit; nach aussen und unten ist auf jeder Seite je ein 4,5 cm breiter Band gelassen, nach innen und oben ist der Rand je 2 cm breit. Das Fischersiegel ist leider durch einen Siegelräuber weggenommen, die 3fache mit Bindfaden befestigte Schutzschnur des Siegels ist vorhanden. !) Hier fehlt: „Leodiensis". — 2 ) =-- clarissimae memoriae. — 8 ) Sollte wohl „praebendas" heissen. — 4 ) Mit anderer Tinte und jedenfalls von neuerer Hand unnötig verändert in „abolevisse". 688.— 1687, Oäober 27., Brüssel. „Charles par la gracie de Dieu roy de Castille" etc. bekundet: 1673, Noo. 27., hat er dem verstorbenen Obersten („coronel") Georg Balthasar von Mernich zu Schauwenstein und dessen noch lebenden Frau Maria Sibilla van Hasselholt gnt Stockheim zu Dollenhoeen „la seigneurie de Viersen en notre province de Gueldres" für 12000 Brabanter Gulden verkauft, und dabei die Bedingung gestellt, dass die Käuferin die gen. Herrlichkeit nicht veräussern dürfe „a aneuns cloisters, eglises, monasteres ou antres mains mortes". Die Wice, welche namentlich wegen der vielen Processe, die sie nun mit DK. von S. G., welche die Grundherren in der Herrlichkeit sind, und auch mit den Scheffen der letzteren zuführen hat, aus dem Besitze für sich und ihre minderjährigen Kinder keinen Nutzen zu ziehen vermag, hat nun am letzten 17. October zu Buremond die gen. Herrlichkeit für dieselbe Summe von 12000 Br. G. an DK. von S. G. verkauft, und es haben daher die letztern den König Karl unter Anbietung von 1000 Pattacons gebeten, in diesem Falle von der oben gedachten die „mains mortes" betreffenden Klausel abzusehen und den neuen Kaufvertrag zu genehmigen. Dies thut der König, und wird er, sobald DK. von S. G — 664 — die angebotene Summe von 3000 „livres') du prix de quarante gros nostre monnoye de Flandres la livre" an den Beauftragten des Königs iverden ausgezahlt haben, eine durch DK. von S. G. benannte Person und nach derem Ableben eine ebenso benannte Person und so fort mit der Herrlichkeit Viersen belehnen; für diese Belehnung ist jedesmal die Gebühr „d'un simple relief" im Betrage von 80 livres 16 sols zu entrichten. Par le roy le marquis de Gastanagna lieutenant gouver- neur et capitaine general, et mesiers Philipe Francois d'Eme- tieres marquis des Mottes tresorier general, le compte de st. Pierre Chevalier de l'ordre militaire de st. Jacques, et Jean d'Ognate chevalier sieur de Gomoy commis des finances et autres presens. Original (in Buchform, 4 Blätter folio) im St.-A. zu Düsseldorf; das Siegel des Königs ist wenig beschädigt. — In dem in niederländischer Sprache abgefassten Kaufvertrage steht: „ Hereon" statt „Gereon". 1688, März 8. belehnt König Karl den Canonicus Johann Thomas von Werll namens des Stifts Gereon mit der Herrlichkeit Viersen. Zeugen der „procureur" Johann Geelen und der „procureitr" Francois la Poville (Pouille?) — Original mit stark beschädigtem Siegel des Königs ebenda. !) ein anderes Mal heisst es „florins"; es ist also 1 pattacon = 3 livreB oder florins. 689.— 1692, Febr. 1. zu Köln, bestätigt der Nuntius Johann Anton die Supprimierung einer der 23 Vikarien der Kirche S. Gereon. Ioannes Antonius Dei et s. sedis Aplicae archiepus The- barum ac sanetissimi dni nri dni Innocentii Divina Providentia papae XII. praelatus domesticus et assistens eiusdem ac dtae s. sedis Aplicae ad tractum Rheni aliasque inferioris Germaniae partes cum potestate legati de latere nuntius etc. universis et singulis pntes lras visuris seu legi audituris salutem in Dno sempiternam. Notum faeimus, qualiter pro parte R. R. D. D. vicariorum insignis collegiatae ecclae s. Gereonis nuper nobis praesentatum fuerit s. congregationi eminentissimorum S. R. E. cardin alium concilii Trid. interpretum porrectum una cum de- creto eiusdem s. congregationis desuper emanato, quae cum omni qua par est reverentia reeepimus, tenoris sequentis: „Iamdia bellorum hospitalitatis militum et pergravium con- - 665 - tributionum causa notabilerti adeo passi sunt dimminutionem insignis collegiatae ecclae redditus, ut vix pro necessaria vica- riorum illius viginti trium sustentatione sufficerent, indeque cum notabile resultaret ecclae servitio detrimentum, siquidem vel parvipendentes reddituum tenuitatem, vel ut alio pergerent ad parandum sibi necessaria, vicarii debitam negligebant resi- dentiam, quamobrem ecclae Deique servitio necnon vicariorum indemnitati consulti caplum et canonici, evento nuper alterius ex eisdem vicariis obitu, censuerunt vicariam vacantem nequa- quara conferendarn sed supprimendam eiusque fructus distri- butionibus remanentium vicariorum numero viginti duorum servitio ecclae sufficientium augendos, et proportionabiliter repartiendos translato bis in hebdomade celebrandi onere supprcssae vicarie annexo in omnes vicarios, quorum singuli quinquies idcirco annuatim celebrandi onus lubenti animo subiere." Deere tum hoc a principe electore de voto suffra- ganei aplici (?) coadiutoris confirmatum ne ullo unquam tpre infringi possit, supplicant aplicae firmitatis munimine roborari. Eadem s. congregatio rescripsit ut sequitur: Die 22* Decembris 1691 s. congregatio em. S. R. E. cardinalium conc. Trid. inter- pretum attenta relatione nuntii aplici Col. benigne commisit eidem, ut, veris existentibus narratis et postquam compererit in maiorem ecclae servitium Deique eultum fore cessurum, ptum decretum pro suo arbitrio et conscientia gratis approbet atque confirmet si sanetissimo dno nro placuerit, cui facta per infrascriptum secretarium de praemissis relatione sanc- titas sua non obstantibus exceptionibus per provisores univer- sitatis deduetis et ab eodem nuntio relatis, sacrae congre- gationis sententiam benigne approbavit sanando quoseunque defectus, si qui forsan desuper intervenerint. G. cardinalis Mariscottus propraef. = R. pall. sec. Nos . . . petitam sup- pressionem auete Aplica nobis ut supra commissa approban- dam et confirmandam duximus, prout per pntes approbamus et confirmamus non obstantibus quibuscumque in contrarium facientibus. Datum Coloniae 1". Februarii 1692, pontificatus sanetissimi D. N. D. Innocentü P. XII a. primo. ,-r „ . I. A. archiepus Thebarum, nuntius Aplicus. ' ' '' De mto ill. mi ac rev. mi dni mei I. H, Ruet abbreviator. — 666 — Original (auf Papier) in S. Gereon; das Siegel des JJuntius (in der Mitte ein rechts springender Löwe mit einfachem Schwänze) hängt. — Nach einer Dorsalbemerkung war es das „altare s. Oereonis", welches suppri- miort wurde. 690.— 1696, Od. 2., bekunden DK. von S. Gereon, dass und ■wie sie die Vikarien verbessert haben, und welcher Disciplin die Vikare in Zukunft unterstehen sollen. Nos decanus et caplum illustris collegiatae ecclae s. Ge- reonis . . . notum fidemque facimus, qualiter dudum debita sollicitudine animura nrum eo intenderimus, quomodo post redactam materialem ecclam nram ad eum, quo nunc fulget, splendorem et ornatum fabricae etiam quoad officium obeun- dum maiorem ministrorurn numerum ac frequentiam procurare, et vicariorum eiusdöm ecclae nrae competentiam ac facultates ac potissimum praesentias seu distributiones tum quotidianas, tum pro defunctorum anniversariis, quae hactenus vel omnino nullae aut saltem valde exiguae fuerunt, constituere seu au- gere necnon quaestiones desuper, prout et circa praestandam eorundem vicariorum subiectionem et obedientiam motas, pe- nitus tollere et abolere possimus. Et postquam novissime de speciali gratia s. sedis aplicae necnon serenissimi et reve- rendissimi archiepi nri Col. ad eum finem . . . obtinuimus, ut vicaria quaedam „b. Mariae virg. in horto" olim, seu „s. Ge- reonis" alias nuncupata pro augendis huiusm. distributionibus quotidianis extincta fuerit, . . . nos praeter reditus dtae vica- riae ad 90 circiter vel ultra imperiales annue sese extendentes ulterius in augmentum eorundem distributionum pro vicariis tantum ecclae nrae, sequentes reditus perpetuis futuris tpribus convertendos esse ordinavimus, prout hisce . . . ordinamus. Imprimis 80 circiter vel ultra imperiales ex reditibus officii camerariatus provenientes; deinde 51 1 / 2 imperiales a caplo hactenus ex ordinatione eiusdem capli de 2. Aprilis 1655 solvi solitos et in futurum vicariis solis solvendos; prout et pen- siones de capitali 900 imperialium de residuis pensionibus dnis scholasticis p. mem. huius ecclae a caplo metropolitano alias debitis, in vim transactionis factae ab eodem caplo metrop. soluto, et apud clerum intraneum erga annuam pensionem 45 imperialium actualiter applicato; quibus annuis reditibus pen- — 667 — sionibus et obventionibus accedunt ex donatione dni Francisci ab Eick qnondam huius ecclae nrae canonici de capitali 1000 flore- norum aur. 36 imperiales a magistratu Col. annui debiti; ita quidem ut de praemissis obventionibus simul 302 1 / 2 imperiales constituentibus cuilibet vicario pro 5 sacris ratione ptae ex- tinctae vicariae per quemlibet vicarium quotannis celebrandis 1 imperialis adeoque simul 22 imperiales persolvi, reliquae vero obventiones in 3 partes aequales dividi debeant, quarum una inter vicarios quotidie in matutinis usque ad finem laudum, altera in missa a principio usque ad finem nonae, tertia in vesperis a principio usque ad finem completorii int.er- essentes, psallentes et servientes distribuetur. Praeterea inter eosdem vicarios defunctorum anniversariis memoriis in vigiliis, missa et commendatione interessentes et respective constantes et legentes qualibet vice in vig. 6 albi, in m. vero 11 albi, necnon in commendatione pariter 11 albi distribuentur, quem in finem quotannis 58 imperiales ex capli nri reditibus (donec aliunde desuper provisum fuerit) elargiendos ordinavimus, prout per pntes ordinamus, vel maxime cum ex antiqua obser- vantia cantores in dtis anniversariis et memoriis pro rata participent. In praemissis tarnen distributionibus . . . vicarii infirmi ea habita ratione prout tpre sanitatis chorum frequen- tare et distributiones deservire consueverant, pro pntibus et dcservientibus habendi erunt. Ut autem huiusm. solutio et distributio quotannis fideliter fiat, volumus, quod unus vel plures vicarii in caplo electionis dnorum officiantum circa f. s. Margaretae annue caplariter ad hoc eligendus seu eligendi quotidianam Signatur am vicariorum, uti praefertur, missas ex- tinctae vicariae celebrantium ac divinis officiis interessentium et servientium formare et servare, ac reditus . . . praefatos annue exigere ... et recipere, ac . . . fideliter distribuere, desnperque computum annue caplo, in eodem seil, caplo circa s. Margarete erga condignum salarium a caplo deputandum edere debeat . . . seu debeant . . . Quodsi vero ex admini- stratorum negligentia aliasve per tprum iniuriam assignatos supraspeeificatos reditus mtnui aut non solvi contingat, talem insperatum casum et eventum in caplum ac successores nros suseipere nullatenus intendimus, sed iacturam istam prout et emolumentum meliorandorum forte praefatorum redituum vica- — 668 — riis relinquimus. — Quoad punctum vero quaestionis, an vicarii sint subiecti et sub disciplina et correctione pro tpre decani solummodo et privative quoad caplum, ita ut non teneantur in caplo disciplinae sese praesentare et correctioni decani et capli simul se subiicere, ut imposterum huiusm. quoque quae- stio cesset, placet ut dnus decanus pro tpre, et in absentia eiusdem dnus scholasticus pro tpre, cum 2 canonicis caplaribus possit extra generale caplum disciplinae, quocunque tpre et quocunque in loco in domo propria et alibi vicarios convocare, corrigero et disciplinare, taliterque disciplinae negotium salu- briter expedire, ipsis vicariis iniunctas sibi in huiusm. correc- tionnm caplis disciplinas modeste recipientibus, iisque ut morigera ecclae membra obtemperantibus, prout se fideliter facturos, necnon Sacra, uti praefertur, quotannis rite peracturos spoponderunt; petentes pro maiori omnium praemissorum veritate ac munimine pntes aucte ordinaria confirmari et per- petuo firmitatis decreto roborari. In quorum omnium fidem hasce lras respective signatas et sigillatas dedimus, Coloniae hac secunda Octobris a. mill. sexcent. nonag. sexto. Christianus Augustus, dux Saxoniae, decanus s. Gereonis m. pr. De mandato speciali benememoratorum dnorum decani et capli Godescalcus Wasserfall eorundem pro tpre secretarius subscripsi. In einem der vorstehenden Urk. transfigierten Akte bestätigt der „officialis curie archiepalis Col. iudex Ordinarius" die Ordination. Nach den im Arohiv von S. Gereon befindlichen Originalien. Das Siegel des Stiftes — es ist das früher als Secretsiegel, aber jetzt durchgängig gebrauchte — hängt in einer Holzkapsel an; ebenso das „sig. maius officialatus Col. novum" in einer Blechkapsel, das Secretsiegel des Officials ist abgeschnitten. Die Siegel hingen in der hier festgehaltenen Reihenfolge der Aufzählung von (her.) links nach rechts an. 691.— 1702, Maertz 24., bekunden „geist- und adeliche Deputate fort Scheffen, geschworen Nachbaren unnde Meistbeerbten in der Kgl. Hispanischer Herlichkeit Lommerssum", dass sie zur Ablösung einer von Johann de Reus und Frau Cath. Dülmans auf den Kammerdirektor Läpp zu Bonn ~ 669 -- devolvierten Obligation von 700 Beichsthalem eine Jahrrente von 24 Beichsth. (zu je 80 Köln. Albus) dem Stifte S. Gereon für erhaltene 600 Beichsth. verkauft haben. Das im Archiv von S. Gereon befindliche Original ist mittels des „Gericht-Siegel zu Lu. 1676" (links schauender Adler!) transfigiert an die obengenannte Obligation (vom 30. April 1676). In letzterer ist auch gesagt, dass man ursprünglich die Obligation verkauft hatte, um ,allen befahrenden Schaden durch die uns von denen Franzosen in Maestrieht und Limburg be- drohete scharfe Execution und Brandschatzung" zu verhüten. 692.— 1722, März 20. Das Kap. von S. G. und der Vice- curat von Monheim, Engelbert Spicker einigen sich dahin, dass sie die Präsentation für den in der Baumberger Kapelle neu errichteten Altar gemeinsam ausüben wollen, wobei nötigenfalls der Dechant, oder in dessen Abwesenheit der Scholaster von S. G. die Entscheidung geben soll. Die Genehmigung dieser Einigung durch den Generalvikar ist nachgesucht ivorden. — Unterzeichnet durch den Sgndicus des Kap., Engelbert de Monte und den gen. Vicecurat. Papiernes Original im St.-A. zu Düsseldorf; von den aufgedrückten 2 Siegeln ist nur noch das des Vicecuraten vorhanden. 1722, März 28., nachdem die Bestätigung seitens des Generalvikars erfolgt ist, präsentieren das Kap. von S. G. und der Vicecurat von Monheim für die Yikarie in der Kapelle s. Dyonissii zu Baumberg den Christian Hetzer, und bitten den Generalvikar, denselben investieren zu wollen. Original mit den erhaltenen aufgedrückten Siegeln des Eng. de Monte und des Vicecuraten von Monheim im St.-A. zu Düsseldorf. 693.— 1725, April 5., verkaufen vor Johann Joseph Schreiber, Bchultheiss, und den (7 genannten) Schößen des Landgerichts zu Kerpen, Johanna Eleonore Schreibers, Wittwe des verst. Oberstlieutenant Simons, und Bernhard Jacob Simons pfälzischer Lieutenant in ihrem und im Namen des Oberstlieid. von Schick und seiner Frau Johanna Clara Simons, des Wilh. Franz Simons, Platzmajors in Jülich, des Joh. Heinr. Waestenrath, Gerichtsschreibers in Wilhelmstein u. seiner Frau Francisca Simons, und der Jungfrau Anna Elisab. Simons — dem (Kanoniker von S. G.) Johann Thomas von Werll namens des — 670 — Stiftes S. G. 26 Morgen Land, jeden Morgen für 50 Mir. (1 = 78 albus kölnisch), und versichern, dass die Ländereien frei von Lasten seien „ausserhalb dass ahnkauffendem capituls einige stucken chur- mudig und lehnrührig und daraus jarlichs drey virtel und anderthalb pinten roggen, sodann ein sumberen gersten dem cloister Konigsdorf, aber iedoch ohne lehnbarkeit und chur- muth, daraus jahrlichs funff firtel und drittehalb pinten roggen ahn grundtpacht nebst feldzehenden und beeden ausgezahlt werden." Sodann stellen sie dem Stift frei, dass sie einige von den Erben Simons versetzte Stücke Landes einlösen und als Eigentum behalten mögen. Original im St.-A. zu Düsseldorf; das Schöffensiegel hängt in Holzkapsel. Gemäss der beigefügten Specification lagen die 26 Morgen in 30 Stücken, von denen keines über l ! / 2 Morgen gross ist. Meistens ist es Ackerland, nur 2 I / i Morgen sind Wiesen. Vorkommende Flurnamen sind: auf dem Schalkrath, an der Gymnischer Heggen, an der Krummerhecken, auf dem Wenauwer Weg oder Pättgen, an der Krumer Drift, im Fussthal, im vor- dristen Thall, im hindersten Gutesloch, im vordristen Gutesloch, in der Auwen, an der obristen Kuhdrift, an der untersten Kuhdrift, auf dem Niederfeld, an der Krummerfuhr, im Langenrath, in der Fudthacker, vor der Eselsgassen, an der Honshecken, auf dem Eselspatt, auf dem Forst, hinter dem kalten AVasser (hier Wiese!) Von Anstössern seien erwähnt: Herrn von S. G.,Erbgenamen zum Pütz, Burglandt, Scholaster Hillbrand, Antoniter. 694.— 1726, October 13., vergleichen sich Maximilian Heinrich Graf von Velbrück etc. und das Stift S. Gereon wegen des Zehnten in Garrath zahlbar an den Kapitelshof zu Mottheim, dessen wegen bereits 1601 und 1695 processiert worden ist, dahin, dass dem Grafen gegen einmalige Zahlung einer bestimmten Summe die rückständigen Zehnten und Kosten erlassen werden, derselbe die Zehntenpflicht anerkennt und statt des Zehnten jährlich 60 Reichsthaler ä 80 Albus Köln, zu zahlen sich verpflichtet. Original (Pergament) im St.-A. zu Düsseldorf. Aufgedrücktes Siegel des Grafen. 695.— 1727, Jan. 21., vergleichen sich die Deputierten, Meistbeerbten, Schöffen und Geschworenen der Herrschaft Lommersum mit den Gebrüdern Freiherrn von Herseil zu Bodenheim und Fockum — 671 — dahin, dass der Rittersitz Bodenheim auf Grund der vom Könige von Spanien 1582 erhaltenen und von dem Grafen von Schaesberg als Herrn von Kerpen und Lommersum bestätigten Steuerfreiheit „von allem beytrag in extraordinariis ausserhalb brandtschatt und turkenstewr" frei sein solle, dass aber „die zu dem nach- gehents acquirirten sogenannten Niewenheimer hof gehörigen länderey oder stuckern" im Ganzen 170 Morgen in extraordinariis ebenso icie die übrigen herangezogen werden sollen. Eigenhändige Unterschriften: G. von Hersell, Franz Arnold von Hersell. Johann Thomas von Werll canonicus und depu- tatus eines hochw. capitull zu S. Gereon. C. H(?). Langen- berg canon. capitularis et ^ deputatus illustris Capit. Sti Ge- reonis. Christianus Steinhewer Colleg. S. Norberti preses, deputatus d. Abbaus Steinfeldens. Johannes Stephanus Sandt als meistbeerbter zu Lommersheim und 10 Andere (Schößen, Geschworene und Testes). — Die beiden Hersei siegeln mit einem Siegel gemeinsam; Werl, Langenberg, Sandt und einer der 10 letzten (wol M. Rutter) siegeln jeder für sich. Original (auf Papier) im St.-A. zu Düsseldorf; 5 aufgedrüokte Lacksiegel. 696.— 1729, August 9., zu Rom b. S. Peter. P. Benedict XIII beauftragt den Official des Erzb. von Köln, dass er die durch die freie Abdankung des 3oh. Everh. Theodor Bei in dem u-eltlichen Stifte S. G. frei gewordene Vikarie s. Markte virginis et s. Josephi dem Joh. Philipp Warmuth übertrage, vorausgesetzt, dass die jährlichen Einkünfte derselben, wie Warmuth behaupte, in der That nicht 24 Dukaten Kamniergold überstiegen. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Bulle ab. 697.— 1733, April 24., vergleichen sich das Stift S. Gereon und die verwittwete Gräfin von Palandt zu Sommersberg, welche letztere ihre zu Fritzdorf gelegenen und zum Frohnhof zu Nieder- bachem kurmudtpfiichtigen Güter an fünf verschiedene Käufer veräussert hatte, dahin, dass „aus denen ankauferen ein vasall und ein geschworner ernendt und von diesem zugleich nahmens *- 672 — der übrigen der churmödt wegen mehrbesagten hofs und darzugehöriger äcker sambt übriger ahn- und zubehör verthätiget, der gewohnlicher aydt ausgeschwohren, forth alle praestanda praestiret, desgleichen bey abgang dieses Vasalli und ge- schwohrnen und sonsten jedesmahlen so oft sich der Casus zuträgt, beobachtet und alle pferdt, mit welcher vorgem. churmödige Landerey, berg und thal gebawet worden, nach hoffs brauch und Gerechtigkeit aufgetrieben und von diesen eins von Schultheiss ausgepicket und von Schelfen taxiret, schliesslich zufolg dieser tax von dem neuen Vasallo eingelöst oder nach willkühr eines hochwürdigen Capituli weggenohmen werden sollen; im fall aber dass binnen kurtz oder lang diese zum Frizdorfer hoff gehörige Ländereyen nicht mit pferden, sondern mit ochsen oder auf andere weise gebauet werden sollte, so ist von seithen eines hochwürdigen Capituli vorbehalten, auch von denen Vasallen eingewilliget worden, dass bey diesem fall das durch abieben des letzteren lehenträger eröifnete pferds churmuthlehen ahn statt der würklicher auftreibung vor das mahl citra consequentiam mit 20 Rtlil. per 80 alb. redimiert werden sollen." Unterschrieben: R.Schmitz syndicus secretarius. Verwittite von Pallandt zu Lommersberg. Papiemes Original im St.-A. zu Düsseldorf; das aufgedrückte Siegel der Gräfin ist erhalten. 698.— 1739, Juli 10., vergleicht sich das Gereonstift mit der Gemeinde von Niederbachem wegen des Weinzehnten dahin, dass letztere den zivanzigsten statt des Zehnten entrichten wollen und das Stift diesen Vorschlag annimmt unter den Bedingungen „dass l" 10 die Butten oder Lehl, womit die Trauben ausgetragen werden, in allem gleich gemacht werden sollen, dahn widrigenfahls dem Zehntaufsichtern freystehen soll, wan die zwanzigste den vorigen nicht gleichförmig sein werde, dieselbe gehen zu lassen und ein andere zu erwehlen, oder allenfals in dem kelterhaus oder Keller die ersetzungh des schaden zu suchen, 2 d0 dass fahls ein oder ander von den Gemeindesleuthen keine zwantzig Butten oder lehl haben wurden, er nicht destoweniger den zehnten von seinem wachstumb pro rata abfahren solle, — eis — B tio dass in beiden lesungen sowohl der rothen als weissen trauben sämptliche gemeinheit und ein jeder beerbter in besonder in solang mit ahnfangh seiner laas einhalten solle, bis daran Bin hochwürd. capitul seine eigene trauben zu lesen einen gantzen tag zuvor gehabt habe, also und dergestalt, dass der gemeinden jedoch, wie vor alters jeder Zeit gewesen, die gemeine laasansetzung sowohl in dem weiss als im rothen also vorbehalten seyn solle, dass es dem hochedlen Stift durch Jessen halbwinner drey tag zuvor ahngedeutet werden könne. Damit aller unterschleif aber wegen des zehnten verhütet werden möge, haben beyderseiths parthoyon sich dahin vereinbahret, dass bey vornehmender weinlaas deren beerbten fünf zehndtbutten und zwar die erste unter Gullersheimerburg, die zweyte oben dem berg, die dritte ahn die gassen zu Ohriegheim, die vierte an dem hundtbaum, und die funfite ahm Braehberg hingestellt werden, die Weinlesere aber diese funff weege und keine andere einhalten sollen, also dass die- jene, welche hierahn fehlen, und einigen unterschleiff oder iimbweg zu schmälerung des zehndtens zu bedienen sich widerstehen werden, des nachlasses ahn dem zehnten accurat[??] und dergestalt zu zahlen verpflichtet seyn sollen, dass sothanen Libertretteren der wahrer zehnten aus den kelterbutten oder gar aus denen fässeren executive und ohne einige einrede solle genohmen werden. Letzlich ist verabredet worden, dass gemeinde die bestättigung dieses Vergleichs bei dorthiger herr- schaft auf ihre kosten suchen und ausbringen und demnechst 5U Borckum, Oberbachem, Niederbachem und Mehlem zu jeder- mans Wissenschaft von der cantzel publicieren lassen, hiebey iber dem herrn burggraffen von Drachenfels, so dan dem herrn 5U Godenau nicht praejudiciert, sondern ihr altes recht vorbehalten sein solle." Papiernes Original mit aufgedrücktem Kapitelsiegel im St.-A. zu Düsseldorf. Unten steht: Publicatum Berekum die 27. Septembris 1739 Hen- rikus Kamp, pastor. — Publicatum dio 27. Septembris 1739 in parochiali nostra ecclesia in Oberbachem A. Kemp, pastor. — Publicatum in Niederbachem ex ambone die 27. Septembris 1739 per I. A. (.H.?) Schröder, pastor. - Publicatum in Melheimb die 29 na Septembris 1739. ita attestor Friedericus kdamus Hermesen, pastor ibidem. — Joerres, Urkundenbucli von S. Gereon. 44 — 674 — 699.— 1743, Januar 8., vergleichen sich der Graf von Schaes- bery einer- und die Meistbeerbten und Einwohner von Kernen und Lommersum andererseits daliin, dass die letzteren „die von ihnen zu Brüssel auf ihro Excellence guther und einkunfften erhaltener arresta sollen aufheben lassen, wohingegen ihro Excellence versprechet und sich kr äfft dieses anheissig machet, zwey und ein halb jähr von denen rückständigen beeden nachzulassen, wie auch mit denen schuldenern deren burgpfachten ein gnädiges einsehen bevorab bey diesen betrübten Zeiten zu haben, womit also ihro Excellence wiederum in den volligen genoss aller dero obgesagter sowohl Dominal- als Beeden- einkünfften eintretten sollen, wovon alle jähr ein lauffender ertrag von fünfftausend Brabandischer gülden wie gewöhnlich, und ein rückständiger ertrag nach abzug deren abgesagter zwey und einen halben jahrlicher beeden soll bezahlt werden; übrigens sollen ihro Excellence weiter nichts als die gesagte fünftausend brabantische gülden unter all erdencklichem vorwandt zu forderen befugt seyn; sollen auch die eingesessene und beerbte versicheren, dass ihnen zu last nichts, es seye dieses von seithen des romischen reichs oder dessen Craysen, solle gefordert werden, wohingegen die eingesessene und beerbte auf alle Forderung einiger indemnisation renneeiiren." Unterschrieben: Graff von Schaesberg zu Kerpen Lommersum. Papiernes Original mit aufgedrücktem Siegel des Grafen im St.-A zu Düsseldorf. 700.— 1743, September 12., vergleicht sich das Stift S. G. in einem Streite, den es erst mit Freiherrn von Bongard zu Paffendorf, dann mit Herren Esser, Eatsverwandten in Jülich und dessen Wittice deshalb gehabt hat, dass das Stift „von dem zu Gereonsweiler gelegenen sogenannten Winandsrather oder Winckelshof nebens thätigung einer lebendiger pferdschurmuth jährlichs einen grundlast von zwei malder haaber, sechs Schilling, zwei palm- hennen, ein zehenthuhn, acht und ein halb ey . . . gefordert, der freyherr von Bongard zu Paffendorf aber und nachgehendts . . . Esser als ahnkauffer dieses hoffs solche last . . in abred gestellet, a mit der genannten Wittwe dahin, dass diese die Kurmede und Abgabe mit 4000 T^eichsthaler ad 80 Albus ablöst. — Zeugen: — 675 — Wittib Berven geb. Esser, Franz Hameth (Honnet ?) und Paulus Zimmermann. Johann Esser Notar. B. Schmitz synol. et secret. des Stiftes S. G., welche alle unterschreiben. Die Wittwe des Bathsmanns Esser, Petronella Bischoffs, macht ihr „Merkzeichen" (X). Papiernes Original im St.-A. zu Düsseldorf; drei aufgedrückte Siegel und Stempel des Notars. 101.— 1769, November 22., bekundet Joseph Carl Graf von Zeyl, Herr in Waldburg, Wurtach, Marsletten, Altmanshoven, Wolffegg und Waldsee, Propst von S. G., Domkapiiular in Strassburg etc., „qnod anno domini 1769 die vero 22. mensis Novembris festo s. Caeciliae ad requisitionem R mi et ill mi domini Francisci Caspari de Francken Sierstorpff epi Rodiopolitani suffraganei Coloniensis, altare sunimum in perillustri collegiata Ecclesia s. Gereonis Coloniae e fundamentis exstmctum in honorem s. Stephani protomartyris adhibitis orationibus ac ritibus in pontificali Romano praescriptis consecravimus ac dodicavimus et reliquias ex societate s. Ursulae capsulae impositas sigillo nostro obsignatas praeter alias in altari destructo in duabns capsulis qnadratis repertas sigillis .... domini Suffraganei de novo occlusas et 17 ma Augusti 1767 altari in ipsa erectione impositas in eo incluserimus. Et singulis Christifidelibus in die consecrationis huinsmodi praesentibus unum annnm, die vero anniversaria altare hoc devote visitantibns quadraginta dies de vera indulgentia in forma ecclesiae consueta con- cesserimus." Unterscltrieben vom Aussteller und von Joh. Herrn. Jos. Werren, suffraganeatus Coloniensis secretarius. Papiernes Original im St.-A. zu Düsseldorf. Siegel des Ausstellers in Lack aufgedrückt. 702.— 1772, Od. 13., Castel Gandolfo. P. Clemens XIV. überträgt dem Priester der Köln. Diöcese Johann Franz Schneider, Lic. theol. und Professor am Gymnasium Monlanum (in Köln) der bis jetzt erst einige Beneficia simplicia hat, ivelche eine persönliche Residenz nicht erfordern und nicht Hier 24 Dukaten Kammergold einbringen — die ebenfalls eine persönliche Besidenz nicht erfordernde — 676 — „vicaria ad altare inventionis s. crucis in seculari et insigni collegiata eccla s. Gereonis civitatis Col.", welche durch die freiwillige Abdankung des Priesters Conrad Hausmann, Kan. am weltlichen Stifte S. Angreas zu Köln, vacant geworden ist. Original im St.-A. zu Düsseldorf; Bleibulle ab. 703.— 1783, Sept. 23., Rom bei S. Maria Maggiore. P. Pitts VI. bevollmächtigt den mgr N. Rigans, den ältesten Domherrn und den Official zu Köln, dem Joh. Mich. Klein, Pf. an S. Christoph, zu seiner Pfarrstelle noch eine Vikarie in der Kirche S. G. zu verschaffen. Pius epus servus servorum Dei. Delictis filiis magistro Nicoiao Riganti, in utraque signatura nra referendario||ac anti- quiori canonico eccle Col. et officiali venerabilis fratris nri archiepi Col. salntem et aplicam benedictionem. Vite ac morum honestas aliaque laudabila probitatis et virtutum merita, super quibus dilectus tilius]|Iohannes Michael Klein presbiter Col. seu alterius civitatis vel diocesis apud nos fidedigno commendatur testimonio, nos inducunt ut sibi reddamur ad gratiam liberales. Exhibita siquidem nobis nuper pro parte dti Ioannis Michaelis petitio continebat quod alias perpetuo simplici, persolvendam tarnen residentiam forsan requirenti, beneficio ecclesiastico, vicaria nnncupato ad altare vel sub invocatione ste Cecilie, in seculari et insigni collegiata eccla sti Gereonis et sociorum martyrum civitatis Col. certo tunc expresso modo, extra Romanam curiam concordatis Germanie inibi vigentem vacante, de illo sie vacante et antea disposi- tioni aplice minime reservato neque affecto dto Ioanni Michaeli ordinaria auete provisum fuit, possessione forsan subseqtiuta nullis tarnen fructibus redditibus et proventibus ex illo per- ceptis. Cum autem, sicut eadem petitio subiungebat, dtus Ioannes Michael tpre provisionis huiusm. parochialem ecclam s. Christophori eiusdem civitatis Col. seu illius perpetuam vicariam obtineret, prout adhuc obtinet, et propterea dubitet, provisionem huiusm. viribus non subsistere sed beneficinm ptnm adhuc ut prius vaeavisse et vacare ad pns, nos eidem Ioanni Michaeli, qui 2 vel 3 perpetua simplicia dtamque residentiam non requirentia beneficia ecclesiastica in aliis quam — 677 — dtis collegiata et parochiali ecclis sita, quorum insimul seu cuiuslibet illorum fructus redditus et proventus 24 ducatorum auri de camera valorem annuum non excedunt, forsati obtinet, premissorum meritorum suorutn intuitu specialem gratiam facere volentes, ipsumque Ioannem Michaelem a quibusvis excommunicationis suspensionis et interdicti aliisque eccle- siasticis sententiis censuris et penis a iure vel ab homine quavis occasione vel causa latis si quibus quomodolibet inno- datus existit ad effectum pntium tantnm conseqnendum harum serie absolventes et absolutum fore censentes, discretioni vre per aplica scripta mandamus, quatenus vos vel 2 aut 1 vrum beneficium prememoratum, cuius et illi forsan annexorum fructus redditus et proventus 24 ducatorum auri de camera huiusm. secundum communem estimationem valorem annuum, ut dtus Ioannes Michael asserit, non excedunt, sive ut predicitur sive alias quovis modo aut ex cuiuscumque persona seu per liberam cuiusvis resignationem de illo extra dtam curiam etiam coram notario publico et testibus sponte factam, aut assequutionem alterius beneficii aplici ordinaria aucte pta collati vacet, etiamsi super eo inter aliquos lis, cuius statum pntibus haberi volumus pro expresso, pendeat indecisa, dum- modo tpre date pntium non sit in eo alicui specialiter ius quesitum, cum annexis huiusm. ac Omnibus iuribus et perti- nentiis suis eidem Ioanni Michaeli conferre et assignare aucte nra curetis, inducentes per vos vel alium vel alios eumdem Ioannem Michaelem vel procuratorem suum eius nomine in corporalem possessionem prememorati beneficii ac annexorum iuriumque et pertinentiarum ptorum, et defendentes inductum amoto exinde quolibet illicito detentore, facientes dto Ioanni Michaeli vel pro eo procuratori pto de primodti beneficii ac annexorum eorumdem fructibus reditibus proventibus iuribus obventionibus et emoluraentis ursis [?] integre responderi, contradictores aucte nra pta appellatione postposita compe- scendo, non obstante felicis recordationis Bonifacii pape VIII. predecessoris nri et aliis aplicis constitutionibus dteque colle- giate eccle etiam iuramento confirmatione aplica vel quavis firmitate alia roboratis statutis et consuetudinibus contrariis quibuscumque. Aut si illi, qui super provisionibus sibi faciendis de huiusm. vel aliis beneficiis ecclesiasticis in Ulis partibus — 678 — speciales vel generales aplice sedis aut legatorum eins litteras impetrarint, etiamsi per eas ad inhibitionem reservationem et decretum vel alios quomodolibet sit processum, quibus Omnibus eumdem Ioannem Michaelem in assequutione primodicti bene- ficii volumus antiferri, sed nulluni per hoc eis quoad asse- quntionem beneficiorum aliorum preiudicium generari, seu si pro tpre existenti archiepo Col. et dilectis quoque filiis caplo dte collegiate eccle vel quibusvis aliis communiter aut divisim ab eadem sit sede indultum, quod ad receptionem vel provi- sionem alicuins minime teneantur et ad id compelli aut quod interdici suspendi vel excommunicari non possint, quodque de huiusm. vel aliis ecclesiasticis ad eorum collationem provi- sionem presentationem seu quamvis aliam dispositionem coniunctim vel separatim spectantibus nulli valeat provideri per litteras aplicas non facientes plenam et expressam ac de verbo ad verbum de indulto huiusm. raentionem, seu si dtus Ioannes Michael pns non fuerit ad prestandum de observandis statutis et consuetudinibus dte collegiate eccle solitum iura- mentum, dummodo in absentia sua per procuratorem idoneum et cum ad eam accesserit corporaliter illud prestet. Nos enim cum eodem Ioanne Michaele, quamvis beneficium primodtum ptam persolvendam residentiam requirat, ut una cum primodto beneficio, si illud ei per vos vel aliquem vrum earumdem pntium vigore conferri et assignari contigerit, ut prefertur, parochialem ecclam ptam seu vicariam huiusm., quam dtus Ioannes Michael ad pns, ut prefertur, obtinet, ac cuius fruetus redditus et proventus aliorum 24 ducatorum auri similium valorem annuum non excedunt, attento quod, ut dtus Ioannes Michael etiam asserit, utrique eccle huiusm. commode deser- viri potest, ut prius quo ] ) retinere libere et licite valeat, constitutionibus et ordinationibus aplicis ac, ut prefertur, robo- ratis statutis et consuetudinibus ceterisque contrariis nequaquam obstantibus, aplica auete pta ipsarum tenore pntium de specialis dono gratie dispensamus. Volumus autem, quod tarn beneficium primodtum quam parochialis eccla pta seu vicaria huiusm. debitis propterea non fraudentur obsequiis et animarum cura in dta parochiali eccla seu vicaria huiusm. nullatenus negligatur, sed illius et dte parochialis eccle seu vicarie huiusm. respective congrue supportentur onera consueta, et — 679 — insuper ex nunc irritum decernimus et inane, si secus super his a quoquam quavis aucte scienter vel ignoranter contigerit attentari. Datum Rome apud stam Mariam Maiorem anno incarnationisDnice mill. septing. octog. tertio, nonoKal. Octobris, pontificatus nri anno nono. Exped. pridie Idus Decembres a. IX. C. Ricci M. Antignettus A. Pucconus (?) A. Roberti A. C. Angelini Ad. H. Caffarelli I. A. Bellotti Auf der äusseren Seite des umgeschlagenen Streifens steht oben links: „Ludovici", unten in der Mitte: „I. Ianucci Sesti", unten rechts: „I. Schobert". Original mit anhängender Bleibulle im Archiv von S.-Gereon. ] ) Hier steht ein unleserliches abgekürztes "Wort. 704. _ 1784, Juni 23., Rom bei S. Peter. P. Pins VI. beauftragt mgr Nicolaus Rix/ans „in utraque signatura nostra refe- rendarius", den Propst von 8. G., und den ältesten Kan. von S. G., dass sie — oder zwei oder eitler von ihnen — die Dechanei am Stifte S. G. — nachdem der Graf und Erbtruchsess Karl Joseph von Zeyll Wurzach dieselbe freiwillig niedergelegt — dem durch das Kapitel von S. G. rechtmässig gewählten Joseph Franz, Reichsfürst von Hohen- lohe Bartenstein übertragen sollen. Der letztere darf „beneficia simplicia", nämlich die Kanonilcate, icelche er in der Metropolitan- kirche zu Köln und in der Domkirche zu Strassburg bereits hat, behalten. Es ivird [wie geivöhnlich] bemerkt, dass weder eines dieser 2 Kanonikate, noch auch die Dechanei an S. G. mehr als 24 Dukaten Kammergold einbringt. Original (mit Bleibulle an Hanfsohnur") im St.-A. zu Düsseldorf. 705— 1785, Maerz IL, Rom bei 8. Peter. P. Plus VI. beauftragt den mgr Nicolaus Rigans „in utraque signatura nostra referendario" den ältesten Kölner Domherrn und den Offiäal des Kölner Erzbischofs, dass sie — oder zwei oder einer von ihnen — nachdem das Kapitel von S. G. zu der durch den Tod des Grafen — 680 — Karl Joseph von Zeil Wurzach am genannten Stifte erledigten Propsl- würde — welche daselbst eine persönliche ist und zu toelcher das dortige Kapitel ans seinem Schoosse eine Person encählt, die dann durch den Papst bestätigt werden muss — den Reichsfürsten Joseph Christian von Hohenlohe, der bis jetzt an demselben Stifte die Dechanei, icelche keine persönliche Würde ist, inne hatte, erwählt hat, dem Er- ivählten die Propstwürde mit apostolischer Autorität übertragen, und ihn — nachdem er vor den Adresseden dem Papste und der römischen Kirche den Treueid in der vom Papste der Bulle beigefügten Formel werde geschworen haben — in den körperlichen Besitz der genannten Würde einführen sollen, Hohenlohe darf seine Kanonikate in den Domkirchen zu Köln und Strassburg, die er ebenfalls dispo- sitione aplica" inne hat, neben der neuen Würde behalten. Keim der 3 Würden bringt mehr als 24 Dukaten Kammergold ein. Original (mit Bleibullo an Hanfschnur) im St.-A. zu Düsseldorf. — Der Jos. Christ, von Hohenlohe obiger Urk. ist identisch mit dem Jos. Franz v. H. der n. 704; sein vollständiger Name ist gemäss dem Niederrh.-Westph. Kreiskalender für 1792 S. 51: Joseph Christian Franz, Fürst zu Hohenlohe- Bartenstein etc. 706.— 1802, Juni 9. („20 prairial X."). Arretc portant steppression des ordres monastiques et congregations regulieres dans les departemens de la Sarre, de la Roer, de Rhin-et-Moselle et du Mont-Tonnerre x ). Art. 1 er . Les ordres monastiques, les congregations regulieres, les titres et etablissemens ecclesiastiques, autres que les eveches, les eures, les chapitres cathedraux et les semi- naires etablis ou a etablir conforraement ä la loi du 18 ger- minal dernier, sont supprimes dans les quatre departemens de la Sarre, de la Roer ; de Rhin-et-Moselle et du Mont- Tonnerre, 2. Tous les biens, de quelque espece qu'ils soient, ap- partenant tant aux ordres, congregations, titres et etablissemens supprimes, qu'aux eveches, eures, chapitres cathedraux et seminaires dont la loi du 18 germinal dernier ordonne ou permet i'etablissement, sont mis sous la main de la nation. 3. Pour prevenir toute distraction des effets, registres, titres et papiers des ordres, des congregations, des titres et — 681 — etablissemens snpprimes, ainsi que des eveches, des eures, des chapitres cathedraux et des seminaires maintenus en vertu de ladite loi du 18 germinal dernier, le commissaire general des quatre departemens röunis fera apposer les scelles sur lesdits effets, registres, titres et papiers, par des commis- saires qu'il deleguera ä cet effet, et dont il reglera les Operations de maniere que l'apposition des scelles ait lieu par-tout le meme jour et a la meme heure, et que cette mesure soit prise avant la publication du present arrete. 12. Les membres des maisons ou etablissemens supprimes, qui sont nes sur le territoire de la republique et qui continueront de l'habiter, recevront une pension annuelle; savoir: De 600 francs pour chaeun des individus qui ont soixante ans aecomplis, et de 500 francs pour tous ceux d'un äge in- ferieur. 13. Dans la decade qui suivra le jour de la publication du present arrete, les membres des etablissemens supprimes sont tenus d'evacuer les maisons nationales qu'ils oecupent. 14. A compter de cette epoque, il ne sera plus permis aux reguliers de porter le costume de leur ordre. 15. Chaeun d'eux pourra, en quittant la maison a la- quelle il se trouve attache, empörter le mobilier de sa chambre ou cellule, ainsi que les linges et generalement tous les meubles et effets qui auront ete jusqu'alors ä son usage exclusif ou personnel. 16. Les linges, meubles ou effets dont l'usage aura ete commun entre les membres d'une ou plusieurs desdites maisons, autres que les effets inventories en execution de l'article 3, seront partages entre eux. 17. Quant aux individus appartenant aux maisons et etablissemens supprimes, qui sont nes sur le territoire etranger, ils seront tenus de passer sur la rive droite du Rhin, et ils recevront la somme de 150 fr. une fois payee, pour frais de conduite. Auszüglich abgedruckt aus Daniels Handbuch der Gesetze . . . auB der Zeit der Fremdherrschaft IV, 391. ') Für die rheinischen Departements verkündigt durch: Reglement du 13. messidor X (2. Juli 1802); Bulletin LXXXIX p. 34. — 682 — 707.— C. 1450. „Damit die leere Seite nicht gähne", füge ich hier den Schwur bei, den der neue Propst von S. G. vor Antritt seiner Würde zu leisten hatte: Ego N. prepus eccle s. Gereonis Col. iuro quod exnnnc in antea ero fidelis et obediens dno archiepo Col. et ptae eccle s. Gereonis: bona iura et possessiones prepositure mee inventa fideliter conservabo ac deperdita pro posse et nosse recuperabo. Statuta et rationabiles dicte eccle consuetudines quantum per- sonam meam concernunt necnon separationem et ordinationes inter predecessores meos et caplum eiusdem eccle factas fideliter observabo ac nullam personam dicte eccle indebite via facti per nie vel alium molestabo sed debita iustitie et iuris executione contentus ero, iura et negotia pref. eccle in omnibus fideliter promovebo, et eidem eccle contra quoscnn- que reddituum detentores ac iniuriatores eiusdem consilio, auxilio et favore, cum super hoc ab ipso caplo requisitus fuero, secundum formam et tenorem separationis pretacte potenter et patenter assistam ac preposituram meam absque expresso totius capli consensu non permutabo vel resignabo nee mihi unquam quavis authoritate coadiutorem accessorem vel succes- sorem impetrabo aut impetrari curabo litterisque desuper forsan quomodolibet impetratis impetrandisve minime utor sed liberam eiusdem prepositiue electionem hactenus inconeusse observatam salvam et illesam permanere sinam. (Folgt ein allgemein gehaltenes Versprechen, dass er festhalten iverde am orthodoxen Glauben.) Aehnlich lauten die Schtoäre eines Dechanten, eines Scholasters und eines Kanonikers bei Antritt ihrer betreffenden Würde. Der Dechant schicört auch noch, dass er die „diseiplina capitularis" nach den Statuten und Ordinationen von S. G. und der anderen Kölnischen Secundärkirchen „charitative" aufrecht halten wird. In dem Schwur eines neuen Kanonikers wird Bezug genommen auf die „Bulla Basileensis". Die genannten Schwüre befinden sich auf den ersten Blättern des Chartulars A. im Düsseldorfer Staatsarchiv. Anhang. Einige auf die Kirche oder das Stift S. Gereon bezügliche Stellen aus frühmittelalterlichen Autoren (bis 1150). 1. — Venantii Fortunati Carminum l. III, 1£ (ed.Frid. Leo in M. G. ÄA.). „De pontifice Carentino Coloniae" (verfasst c. 560). Carentine, decus fidei, deitatis amice, nomine de proprio cavo, perennis amor, pontificem pollens Agripina Colonia praefert, frugiferis agris digno Colone dei. si videas aliquos quaeumque ex gente creatos, 5 quamvis ignotos mox facis esse tuos. quos semel adfeotu adstringis pietate paterna ulterius numquam dissociare potes; nee subito veniens veluti fugitiva recedit, sed conce8sa cito gratia flxa manet. 10 verba dei conplens sicut te diligis ipsum, a te ita diligitur proximus omnis horao. vocis apostolicae seetator dignus haberis, quao caros animos praeposuit fidei. tranquillus placidus mitis, sine nube serenus, 15 cui rabies raundi nil dominare potest, pectora eunetorum reficis dulcedine verbi, laetificas vultu tristia corda tuo. pauperibus eibus es, sed et esurientibus esea. rite pater populi dando salutis opem. 20 aurea templa novas pretioso fulta decore; tu nites, unde dei fulget honore domus. maioris numeri quo templa capacia constent. alter in excelso pendulus ordo datur. sollieitat pia cura gregis te, pastor opirae, 25 nil lupus ab stabulis quo vigilante rapit. tempora longaevo teneas felicia tractu et per te domini multiplieentur oves. — 684 — 2. — Gregorii Turonensis über in Gloria Martyrum, c. 61 (ed. Br. Krusch in M. G. AA.). „De Sanctis Aureis apud Agripinam urbem" (geschrieben 590—591). Est apud Agripinensim urbem basilica, in qua dicuntur quinquaginta viri ex illa legione Sacra Thebeorum pro Christi nomine martyrium consummasse. Et quia admirabili opere ex musivo quodam modo deaurata resplendet, Sanctos Aureos ipsam basilicam incolae vocitare voluerunt. Quodam autem tempore Eberigisili episcopi, qui tunc huius urbis erat antestis, capitis medietas validis doloribus quatiebatur, — erat tunc temporis in villa opido proxima. Quo dolore, ut diximus, valde attenuatus misit diaconem suum ad sanctorum basilicam. Et quia in ipsius templi medio puteus esse dicitur, in quo sancti post martyrium pariter sunt coniecti, collectum exinde pulverem detulit sacerdoti. Verum ubi exinde caput attigit, extemplo dolor omnis exemptus est. 3. — Lib. hist. Francorum (geschrieben im J. 727) c. 38, M. G. SS. Merov II, 307 — 309: Brunchildis enim cotidie peiora con- silia ipsius Theuderico ministrabat, dicens: Quare neglegis et non requiris thesaurum patris tui ac regnum eius de manu Theudoberti, cum scias, eum non esse fratrem tuum, quia in adulterio in concubina patris tui procreatus fuit. Haec audiens Theudericus, fero ut erat corde, hostem plurimum commovit, contra Theudobertum, germanum suum, direxit [ct. 632]. Tul- biecum castrum ad pugnam egressi sunt. Ulis fortiter pugnan- tibus, Theudobertus lesum videns exercitum suum, in fuga versus, Colonia civitate ingreditur. Theudericus itaque terra Riboariense succedens ac devastans, populus ille sub eius mänibus se tradedit, dicens: ,Parce, domine rex, nos et terra nostra, — iam tui sumus, — noli amplius delere populum.' Et ille dixit: ,Aut adducite mihi vivo Theudoberto aut absciso caput eius mihi adferte, si vultis, ut vobis parcam.' Uli enim ingressi in illa civitate, alia pro aliis mentientes, Theudoberto dixerunt: ,Sic mandat frater tuus: Redde thesaurum patris tui, quod apud te retenes, et sie postea ille revertetur cum populo suo.' Cum haec ei mentiti dixissent, ille cum eis in palacium thesauris sui intravit. Cumque apertas arcas thesau- — 685 — rorum, ornamenta requireret, nnus ex eis, abstracto gladio a retro eum in cervice percussit et accepto caput eius sustulle- runt per murum civitatis Coloniae. Theudericus namque haec videns ipsam civitatem adprehendens, thesauris magnis acceptis. Cum ei ipsi Franci seniores sacramenta iurarent in basilica sancti Gereonis martyris, visum ei fuit, ut percussus fuisset in latere dolose. Et dixit: ,Observate ad hostia; nescio quis me de istis periuratis Riboaris percussit.' Cumque revolvissent vestimenta eius, non aliud invenerunt, nisi signum parvolum purporeum. Inde enim cum multa spolia reversus cum filiis ac filia pulchra Theudoberti regis, fratris sui reversus est urbem Mettinsem, ibique Brunchildis regina advenerat. Ad- prehensisque pueris, filiis Theudoberti, interficit, Minorem enim in albis, ad petrain percussum cerebrum, elisit. 4. — Miracula s. Goaris andore Wandalberto Prumiensi (geschrieben c. 840; M. G. SS. XV, 361-73. c. 14. Quodam tempore abbate [Prumiensi 804—31] Tan- crado in Cella posito, Maximinus monasterii S. Gereonis, quod apud urbem Agrippinam, quae nunc Colonia dicitur, situm est, abbas a prouincia Vangionum ex vindemiis cum onusta vino naui et non paucis comitibus descendebat. Qui cum iam s. Goaris monasterio propinquasset, suadetur a sociis, uti appulsa in continentem navi, oratum ad s. Goarem asscendat. Ille moras sibi non necessarias hac in re fieri dicere, fore oppoi - tuniorem tempore alio orandi occasionem: sie dehortatis comitibus, propositum iter persequitur: sed non impune illum ultio divina transire permisit. Quippe ut in conspectum cellae navis acta pervenit, repente ex maxima sui parte demersa, lapsisque in aquam quae gestaverat vasis, praesentis iacturae et periculi metum eunetis ineussit. Clamare omnes et auxilium lachrymabiliter implorare: coepitque eulpam abbas conüteri, et s. Goaris meritum exorare. Rem abbas Tancradus ex loco superiori conspiciens, et quanto in periculo versarentur euneti, considerans, suos e vestigio mittit, mandat subsidium laboran- tibus ferri. Deducuntur continuo naves, et subsidium modis, quibus erat possibile, ministratur. Ita cum abbatis auxilio et sudore multorum, tum maxime beati Goaris opitulatione recu- perata navi, vasisque reeeptis et opibus, incolumis ad litus — 686 — abbas progreditur. Egressi navi, oratum festinant, persnasum sibi perenniter affirmant, ne locum, tanti viri meritis insignem, facile unquam sine supplicationis munere transeundum existiment. 5.— Thietmari episcojri Merseburgensis chronicon (beendigt 1018). M. G. SS. III, 723-S71. Lib. 4, c. 33. [Imperator Otto III] cuius corpus cum ad Coloniam veniret, primo suseeptum est ab archiepiscopo ehis- dem civitatis Heriberto. Ad monasterium s. Sevorini post palmas seeunda feria [1002, Maerz 30], ad s. Pantaleonem tertia defertur feria, ad s. Gereonem quarta die. In cena Domini ad s. Petrum portatur, ubi (nachdem gemäss dem Gebrauche der Kirche die Bussfertigen eingeführt und mit Vergebung der Sünden begnadigt waren) animae presentis corporis ab archi- praesule remissio datur . . . (Dann wurde die Leiche nach Aachen gebracht und hier in der Marienkirche am Ostertage begraben.) In ähnlicher Weise wurde 1039 die Leiche Konrad's II. durch alle Klöster Köln's und anderer rheinischen Städte herumgetragen. Vgl. Wippo, Vita Chuonradis, c. 39. — Auch die Herumtragung der Leiche des Erzb. Anno ist zu vergleichen (Vita Annonis lib. 3, c. 15). 6.— Aus „Memoire sur d'anciens sacramentaires par M. Leopold Delisle" in „Memoires de l'Intitut de France XXXII, 1. Paris, 1886". p. 57-423. XCI. Sacramentaire de Saint-Gereon de Cologne. Ms. latin 817 de la Bibliotheque nationale. Volume de 190 feuillets, hauts de 268 mm. et larges de 195, qui fut offert ä la Bibliotheque du roi en J703 par J. G. Sparwenfeld; colui-ci le tenait de „domina Maria Skytta, Bonedicti filia, comitis Gustavi Adami Ba- nerii relicta vidua". II contient un sacramentaire dont le texte est attribue ä saint Gregoire, puisque l'image de ce saint docteur, qui couvre le folio 21, est aecompagnee de cetteinscription: „Gregorius, Dei servus, cuius statua ex materia et forma fulget in hoc signativo composita, gratia saneti Spiritus doctive illuminatus confecit huius libelli corpus." Le calendrier par lequel s'ouvre le volume est ecrit en lettres d'or. On y remarquo de nombreux articles qui denotent une origine allemande et dont plusieurs conviennent particulierement ä l'eglise de Cologne. J'y releve les noms suivants: (Den Auszug Delisle's lasse ich fort, da unten der vollständige Kalender mitgeteilt wird.) La liste des saints qui sont invoques au canon de la messe parait bien aussi s'appliquer a l'eglise de Saint-Gereon de Cologne. On lit dans la priere Communicantes: „ . .. Iohannis et Pauli, Cosmae et Damiani, G e r e o n i s, Victoris, Cassii atque Plorentii, Martini, Gregorii, Augustini, Iheronimi, Benedict!, Severini, Cuniberti, et omnium sanetorum tuorum ..." — dans la — 687 — priere Memento etiam: B . . . Felicitate, Perpetua, Agatha, Lucia, Agnae, Cecilia, Anastasia, Eugenia, ot cum omnibus sanctis tuis ..." — et dans la priere Libera nos: „... neenon et beatis martyribus tuis G ereon e, Yictore, Cassio atque Elorentio . . .". Ce volume qui parait dater du commenoement du XI e siecle 1 ), a ete execute avec soin et decore avec un veritable luxe. Los initiales et les rubriques sont en or. II y a plusieurs initiales fleuronnees, dont les traits prinoipaux et les fleurons 2 ) sont cn or borde d'un filet rouge. Plusieurs pagos 3 } nous offrent des textes ecrits en onciales ou en minuscules d'or sur fondpourpre Au folio 58 v° et au folio 76, onciales ou eapitales d'or sur fond blano. — 11 faut surtout reraarquer dans ce volume uno dizaino de tableaux, dont chacun occupe une pleine page: l'Annonciation (fol. 12), la Nativite (tbl. 13), J6sus-Christ au ciel 4 ) (fol. 15 v°), saint Gregoire (fol. 21), Jesus- Christ en croix (fol. 59;, Ponce Pilate (fol. 59 v°), la Resurrection (fol. 60), l'Ascension (fol. 72) et la Pcntecöto (fol. 76 v° et 77). Chaque tableau est accompagne d'une inscription explicative, plus ou moins developpee. Voici la premiere (fol. 11 v°): Huiu8 picti iraaginativo figuratur quomodo specialis prerogativa vir- ginitatis Mariae annuntiatione salutativa doccbaturin terris ab angelo caelorum imperatoris, spiritualis operis obumbratione mater futura ipsius quo mundi resipisceret lapsus. L'eneadrement du folio 77 v° est orne de quatre medaillons dans chacun desquels on a peint le buste d'une vertu: Justitia, Prudentia, Teraperantia, Fortitudo. Dans la couverture du sacramentaire est enchässee une plaque d'ivoire de 120 millimetres sur 96, qui representc la sainte Vierge et l'enfant Jesus. Herr Leopold Delisle hat mir gemäss seiner allbekannten Gefälligheit auf meine Bitte u. a. eine vollständige Abschrift des oben erwähnten Calendars zukommen lassen; wir geben dasselbe hier wieder und zwar für jetzt ohne alle Bemerkungen und Vergleiche, da diese so zahlreich und ausgedehnt werden müssten, dass für sie an dieser Stelle kein Raum ist. Für den Abdruck bemerken wir nur, dass, wo wir ae gesetzt haben, im Original teils auch ae, teils das gewöhnliehe e, teils endlich, und zwar meistens, das geschwänzte e steht. Die Abkürzungen haben wir meist gelassen, wie wir dieselben vorfanden; nur tourde s statt sei oder scae gesetzt. Auch lassen wir die über jeden Monat stehenden bekannten Hexameterpaare weg, und setzen statt der alirömischen Tagesbezeichnungen (nach Kaienden etc.) die jetzt gebräuchlichen, zugleich diejenigen Tage gänzlich ausser Acht lassend, für welche keine Feste vermerkt sind. a ) Diese Zeitbestimmung wird bestätigt durch das Calendar, welches die Dedicatio Gereonis ecclesiae am 28. Juli hat. Der h. Anno hat aber die (um das Chor vergrösserte) Kirche am 29. August eingeweiht, und von da ab wurde das Kirehweihfest am 29. August 1069 gefeiert: folglich ist das Sacra- mentar vor 1069 geschrieben worden. — 2 ) Blumonverzierungen. — 3 ) Delisle führt deren in einer Parenthese 23 an, darunter diejenigen 8 Seiten, welche den Canon enthalten. — 4 ) Dieses Bild ist, wie Delisle bemerkt, veröffentlicht worden anf S. 5 der „Evangiles" von Curmer, beim 1. Adventssonntag. - 688 Januarius. 1. Circumcisio dni et octava dni Almachii. 3. Genofefae virg. Isidori epi. 6. Epiphania dni. 8. Lueiani. Timothei. 10. Pauli primi Heremitae. 11. Scae Felicitatis. 13. Hylarii epi. Octava epiphaniae. J6. Marcelli epi. 17. Sulpieii oonf. 18. Priscae virg. 20. Sebastiani et Fabiani. 21. Agnetis virg. Patroeli mar. 22. Yincentii. 23. Emerentianae virg. Et Maeliarii. 25. Conversio s. Pauli. Et s. Proieeti 26. Policarpi mart. 28. Agnetis virg. 29. Yalerii epi. 30. Adelgundis virg. Februarius. 1. Brigidae virg. Et" Policarpi. 2. Tppopanti dni. Et s. Siraeonis. 3. Basilii epi. et mart. 5. Agathae virg. 6. Vedasti epi. Amandi epi. J0. Scolasticae Virginia et Sotheris. Et Gerehrudae [I]. 11. Desiderii epi. 14. Vitalis. Feliculi. Zenonis. Va- lentini. 16. Julianae virg. 21. Hilarii pp. 22. Cathedra s. Petri. 23. Teclae Virginia. 24. Mathei apli. Martins. 1. Albini epi. Donati mart. 2. Luci epi. 5. Adriani mart. 7. Perpetuae et Felicitatis. 9. Coronatorum XL. 11. Gorgonii. 12. Gregorii pp. 14. Leonis epi. 16. Eugeniae virg. Ciriaei mart. 17. Patricii confessor. Gertrudae virg. 20. Gutberti epi. 21. BENEDICTI abb. 22. Primum pascha. 23. Primus horao creatus est. 24. Cirini mart. 25. DNS NR IHC XPC erucifixns est Adnunt. a. MARIAE. 26. Liutgeri epi. 27. Resurrectio dni. A p r i 1 i s. 1. Quintiani mart. Et Choniae virg. Anastasii. 2. Quatuor coronatorum. 10. Depoaitio Ezechiel prophetae. 11. Depoaitio Leonis papae. 13. Eufemia virg. 14. Tiburtii et Valeriani. 15. Quiriaci epi. 23. Georgii mart. 24. Vincentii mart. 25. Laetania maior. Marci evang. Ultimum pascha. 28. Vitalis mart. 29. Sophiae et Quirini mart. 30. Quirini mart. Vigilia aplorum. M a i u s. 1. Philippi et Jacobi. Waltburgae. Sigismundi. 3. Alexandra Eventii et Theoduli. Inventio s. crucis. 4. Floriani mart. 5. Ascensio dni. G. Iohannis apli ante portani latinam. 8. Victoris mart. 10. Gordiani et Epimachi. 12. Nerei Achillei Pancratii. 13. S. Mariae ad mart. Servätii epi. Gingolfl. 14. Pachumii. 18. Marci papae. 19. Potentianae virg. — 689 20. Basilidis confessor. Eustachii. 22. Saturninae. 23. Deaiderii. 25. Urbani. 26. Bedae. 28. Germani. 29. Maximini. 30. Felicia. 31. Chriaogoni Petronellae Canci. Canciani. Cancianillae. I u n i u a. 1. Prisci. Nicomedis. 2. Marcellini Petri. 5. Bonifacii epi. 8. Medardi. 9. Primi Feliciani. 10. Maurini. 11. Barnabae apli. 12. EAZARII Basilidis Cirini Naboris Odolfi. 15. Viti mart. 16. Aurei. Iustinae. 18. Marci Maroelliani. 19. Gervasii Protaaii. 20. Crispini Vitalis. 21. Albani. 22. Albini. 23. Tig. loh. Bapt. 24. Nat. Iohannis. 26. Iohannis Pauli. 28. Leonis pp. Vig. Petri. 29. Sa. Petri et Pauli. I ul i u s. 1. Gaudentii. 2. Proceaai Martiniani. 6. Octava aplorum. 7. Marinae virginis. 8. Kyliani Colomanni Totmanni. 10. VII fratrum filiorum Felicitatis. Alexandri. Silani. Ianuarii. Felicia. Philippi. Vitalia. Martialis. 11. Benedieti abbatia. 13. Margaretae virg. 16. Hilarini. 18. Arnolfi. Joerres, Urkundenbuck von S. Gereon. 20. Filiberti. 21. Praxedis. 22. Mariae Magdalenae. 23. Apollinaris. 24. Cristinae virg. Vig. Iacobi apli. 25. Iacobi apli. Kristofori. 27. Simeonis. 28. PANTALBOOTS Dedicatio GEREONIS aecclae. 29. Felicis Simplicii Faustini Beatricis. 30. Abdon Sennen. 31. Germani. Augustus. 1. Ad vincula 8. Petri. 2. Stephani epi. 3. Inventio Stephani protomart, 4. Iustini confes8oris. 6. Sixti Felicissimi Agapiti. 7. Afrae Donati epi. 8. Ciriaci cum sociis suis. 9. Vig. s. Laurentii. 10. Nat. s. Laurentii. 11. Tiburtii mart. 13. Yppoliti mart. Cassiani. Wigberti. 14. Busebii epi. Vig. s. Mariae. 15. Adsumptio s. MARIAE. 16. Arnolfi epi. 17. Octava s. Laurentii. 18. Agapiti mart. 22. Timothei Simphoriani. 23. Vigilia Bartholomaei. 24. Bartholomaei apostoli. 28. Hermetia Augu8tini. 29. Decollatio Iohannis Bapt. Sabinae virg. 30. Felicis Audacti. September. 1. Prisci Felicis Donati. 6. Magni confessoria. 8. Nativitas s. MARIAE. Adriani. 9. Gorgonii mart. 10. Hylarii. 11. Proti Iacinthi. 14. Exaltatio s. crucis. Cornelii Cipri- ani. 45 — 690 — 15. Nicomedis. 17. Lantberti. 19. Ianuarii epi. 20. Vig. Mathei. 21. Mathei apli et evang. 22. Maurieii et sociorum eius. 27. Cosmae Damiani. Dedic. ecclae s. Petri. 29. Dedic. Basilioae s. Michaelis. 30. Hieronimi pri. 0 c t o b e r. 23. Clementis. 1. Remigii Germani Vedasti. 24. Chrisogoni. 3. Duorum Bwaldorum. 29. Vig. Andreae apli. 7. Marci pp. Sergii Bachi. 30. Andreae apli. 9. Dionisii Rustici Eleutherii. 10. GEREONIS Victoris Cassii Flo- December. rentii. 1. Candidi mart. Eligii conf. 13. Lubentii confessoris. 4. Barbarae virg. 14. Calixti pp. 6. Agathae virg. 15. In Colonia Maurorum. 7. Octava s. Andreae apli. 16. Galli conf. Eliffli. 8. Eucharii cf. 17. Octava s. GEREONIS. 10. Eulaliae virg. 18. Lucae evang. 11. Damaai pp. Valentini. 21. Ss. XI milium virg. 13. Luciae virg. 23. Severini. 20. Ignatii mart. Anastasii epi. 25. Orispini Crispiniani Crisanti 21. Thomae apli. Dariae. 22. Gregorii. 27. Vig. aplorum Simonis et Iudae. 24. Vig. in nat. dni. Anastasiao Ro 28. Simonis et Iudae aplorum. mani. 31. Quintini. vig. omnium Sanctorum. 25. NATIVITAS DNI. 26. Stephani protomartiris. November. 27. Iohannis evang. 1. Festivitas omnium Sanctorum. 28. Innocentum occisorum. Cesarii. 31. Silvestri pp. Columbae virginis. 2. Eustachii. 3. Hucbcrti Domnini. 7. "Willibrordi. 8. Quatuor Ooronatorum. 9. Thoodori. 11. Martini epi. Mennao. 12. Cuniberti. 13. Briccii. 16. Augustini epi. 20. Valeriani. 22. Ceciliae. 7.— „Notae S. Gereonis." (Dieselben befinden sich in einem ans S. Gereon stammenden und jetzt in Stidtgart befindlichen Evangeliencodex saec. XL Sie sind gedruckt im N. Archiv 6, 447 und M. O. SS. 13,723; benutzt hat sieM. Märchens im Conatus Chronologicus,p. 94.) A dnice ine. 1067, ind. 5, 11 Kai. Nov. dedicata est inferior capella ab Annone Col. civitatis archiepo in honore dni nri Iesu Christi et vivifice crucis et s. Marie perpetne virg. et s. Clementis m., Innocentum, Maurorum, et ss. confessorura Severi, Nicolai et s. Marie Magdalene. — 69t — A. ine. dnice 1068, ind. 6, 11 Kai. Nov. dedicata est cripta ab Annone archiepo in honore dni nri Iesu Chr. et vivifico crucis et s. Marie perpetue virg. et ss. martirum Georgii, Pancratii, ss. Maurorum. A. ine. dnice 1069, ind. 7, 4. Kai. Sept. dedicatum est hoc templum ab Annone archiepo, Aezelino sibi auxiliante, in h. Dni nri I. Chr. et vivif. crucis et s. Marie perp. virg. et s. Iohannis Bapt. et ss. app. Petri et Pauli, loh. ap. et ev. et s. Stephani protom., et s. Gereonis, Victoris, Cassii, Florentii et sociorum corum, Ciriaci et sociorum eius, Dionisii, Rustici, Eleutherii, Laurentii, Christophori, Symphoriani, Hermetis et ss. Maurorum, et ss. confessorum Martini, Severini, Spei, Fortunati, Galli, et ss. virginum Scolastice, Anastasie, Eulalie, Agathe, Waltburgis, Sabine. In novo altari continetur de ligno s. crucis, de sudario Dni, de sepulchro Dni, de incenso quod sanetifatum est in sepulchro Dni, de veste et sepulchro s. Marie, de veste et capillis s. Iohannis Bapt, de capillis Stephani protom., de lapide cum quo idem lapidatus est, de lapide super quem decollatus est s. Gereon. In eo etiam continentur reliquie Elisei prophete et reliquie sanetorum supra memoratorum. — Eodem die dedicata est superior capella ab Aezelino episcopo in honore Dni nri. I. Cristi et vivif. crucis et s. Marie perpetue virg. et ss. app. Petri et Pauli, Blasii, Crispini, Crispi- niani, Victoris, Maurorum et s. Galli confessoris, Severini et s. Verene, Sabine virginum. Der oben genannte B. Aezelin wird von Mörckens (der aber „Hizelin" schreibt) und von O. Waitz für den bei Adam von Bremen 4,23 genannten Bischof von Skara gehalten. Richtiger wird wohl in M. G\ 1. o. p. 752 vermutet, dass der bei Adam von Bremen 3,20 und bei Lambert von Hersfeld zum J. 1074 erwähnte Ezzo, B. von Oldenburg (in Holstein) gemeint sei; derselbe war 1066 durch die Slaven vertrieben worden. 8,— Vita Annonis. (geschrieben a. 1105). M. G. SS. XI, 462—514. Lib. 2, c. 17. . . . . Inter multas antiquitatis strueturas, quibus ipsa civitas nobiliter excellit, beati Gereonis olim exi- mia celebrabatur fabrica, quam Helena christianissima matrona, Constantini mater, regiis sumptibus in rotundum erexerat, ita marmorea pulchritudine aurique luce foris et intus resplen- dentem, ut Ad aureos sanetos vocabulum sortiretur. In hoc sanetorum ambitu, sicut fama loquitur, post beati Gereonis et — 692 — sociorum eins interfectionem militos ex Mauritania numero 360 pro fide pariter trucidati, oandem cum beato Gereono sicut animarnm sie et corpornm requiem meruerunt. Sed in negligentiori veneratione habebantur a populo, eo quod in 1 ) australi latere templi suae memoriae criptam satis humilem et paueorum reeeptioni propter augustias habilem possidentes, ex accessn rariori per aetatnm successiones e memoria pene sublati sint. Quae neglegentia multis increscens annis, sie et Annonis saneti temporibus durabat, donec nocte quadam eo quiescente revelationis hniusmodi salutari correptus est ver- bere. Sublatus in excessum mentis, oorundem Christi mar- tyrum sanetorum scilicet Manrorum multitudinem cum magna luminis gloria, velut ad concilium in uno loco congregari vide- bat. In quos cum mirantibus deflxus oculis, quem visio ipsa finem esset habitura summa sustineret expeetatione, raptus continuo locum, qui congregatae multitudinis medius erat, ut examinandus aeeepit, torvis aspectibus in eum eunetis respici- entibus. Cumque discussio subtilis ageretur vel operum illius vel meritorum, ab illa saneta contione magnarum querimonia- rum generalis clamor exortus est, conquerentibus eis ante- cessorum eius ineuria se tanti temporis contemptum pertulisse, nee ullius venerationis eultum a coneivibus urbis suae eatenus aeeepisse, in hoc se amplius permoveri, quod qualitercumque a superioribus episcopis erga eos actum sit, eius, de quo spes melioris studii habebatur, non minor in eos neglectus existeret. Post has sanetorum interpellationes, ubi per increpationem districte requisitus est, qua temeritate tot veritatis testes in tanta vilitate habuisset, non invento excusationis loco, eunc- torum sententia iustae ultionis flagellum adiudicatus est subire. Itaque veste spoliatus, verberibus graviter attreetatus est. Suspiriis autem et omnis emendationis sponsione suppliciter in tormentis ut parceretur laborans, hac eadem conditione tandem dimissus, a somno gravissimo magno pavore aestuans evigilavit, ita tremens et cum totius corporis habitu gestum simulans, quasi sub flagellis adhuc palpitaret. Mox in se reversus, intelligentiam somnii non aliunde sed ex illatis plagis in ipso corpore sensibiliter habens, necessario placandos dixit, l ) So hat richtig Surius 6, 815; M. G, 1. c. stellt irrtümlich „is". — 693 — quibus iratis tantae acerbitatis animus inesset, satisque metuen- dum, ne denuo concitatis eis non, tit ante, aliqua respirandi copia sibi concederetnr. Collectis ergo viris ingenio praeditis, 'ad eandem rotundi scematis basilicam al) orientali pacte, rupto rauro veteri, novum continuavit aedificium, quod, dispositis in longum parietibus, per ascensus aspectu decentissimos in chorura spectabilem tnrresque geminas operose superius con- surgens, criptam in inferioribus magnae capacitatis explicabat. Addens praeterea hunc vel illnm ex coloribus sive metallis ornatum, egregiae laudis titulum in eisdem picturis versibus appositis ita promeruit: Ex Domini monito compnnctus, episcopus Anno Quiquid habere potest divinis cultibus offert; Iussit et astantes appingier ordine patres Urbis Agrippinae sanctae virtutis amicae. Pro quibus in coelis laetabitnr ipse fidelis. His omnibus, ut hodie cernitur, pulchre perfectis, deinceps in exquirendis sanctarnm reliquiarum corporibus immorabatur. Huius autem intentione spei stratam marmoribus terram infra templi septa detegens. principem sanctae sodalitatis illius, beatorum scilicet Maurorum, Gregorium nomine, sociis in cir- cuitu quiescentibus, accuratius prae caeteris humatum repperit, clamide purpurea circumdatum, orarum eius extremitatibus in insignem auri texturam desinentibus. Hunc cum nonnullis aliis de sepulchro super altare debita reverentia exaltans, in eius laudem, qui talium thesaurorum auctor et largitor erat, erupit, et exinde nomen et memoria sanctorum Maurorum per omnes Coloniae angulos celebrior inolevit. 9. — Epistola Budolfi abbatis Trudonensis [et s. Pantaleonis] ad Trudonenses (geschrieben a. 1122). M. G. SS. X, 330/. . . . Nee multis post subsequentibus diebus (nachdem er, aus S. Troti vertrieben, am 6. Sept. 1121 zum Abt von S. Pantaleon erwählt tcorden war) petente quodam Dei servo et predicatore magno Noberto unum de corporibus martyrum Thebeorum, qui iacent in monasterio s. Gereonis, apertum est unius eorum sepulchrum in eodem monasterio iuxta medium pylarium ad meridianam plagam pntibus tota nocte ad vigilias et ad fodien- dum religiosis clericis et monachis atque abbatibus cum omni — 694 — obsequio et reverentia atque devotione; inter quos et ego peccator mandatus affui. Elevato igitur superiore lapide de sarcophago post 800 et aliquot plnres annos martyrii Thebeo- rum, inventum est in eo corpus magnum, per scapulas amplum, per pectus et brachia thorosum indutum clamide militari coloris purpurei, quae ampla utrimque vestis dependebat usque subter genua eins quasi 3 digitis, genus pallae non ignobilis. Super eam aliam habebat vestera non breviorem, ignotam quidem nobis nomine, sed cognitam fllo serico et colore nobi- lioris purpurac; subtus ad carnem nichilominus vestis serica albi maxime coloris, sed tarnen subrubea. Corpus totum in- tactum adhuc videbatur a mento, quod tantum de capite supe- rerat, usque ad pedes, indissoluta adhuc superficie vestium, caligarum atque calceorum. Nam ut conicere verius potuimus, sie casu pertransierat inter caput et mentum persecutoris gladius. Pars tantum illa ubi ventris mollities fuerat, aliquan- tulum modeste tarnen subsederat, quam vestis subsecuta indissoluta permanserat. Tali suppressione pectus et ossa femorum vidobantur magis turgere. Supra pectus illius signum domini- cae crucis inventum est de aurifrigio factum, sicut considerari potuit, submicantibus adhuc in eo auri metalli scintillulis. Aurifrigii longitudo pene unius pedis extiterat, latitudo vix unius digiti. A genu eins usque ad pedes eius tibiae ex directo et integro decenter compositae, habentes adhuc caligas integras de palla rotundis floribus ad modum oculorum caudae pavonis circumquaque distinetas. In ipsis subtularibus ! ) iuneti sicut prima die et a talo sursum erecti pedes adhuc contine- bantur, et quantum ad superficiem vestis, nichil de toto corpore videri poterat, quod adhuc corruptum sive commotmn adhuc 2 ) fuisset. Sub vestibus tarnen, sicut postea exitus pro- bavit, ipsa caro iam prorsus in cinerem resoluta fuerat cum ossibus, exceptis paucis de maioribus, sed favillae super- extantis incommota integritas carnis quoque integritatem oculis admirantium figurabat. 0, quam gloriosum erat videre magna- nimi militis Christi venustam formam magnificeque vestitam et quasi viventis adhuc viribus plenam, cuius caput si sub *) „i. q. subtalares, calcei." Surius G, G19f. hat hier und weiter unten: subtal. — ä ) Surius 1, c.: unquam. — 695 — simili incorruptione corporis adesset, dormire eum potius quam mortuum crederes. Ad caput eius cespis erat gramineus locatus, a capite usque ad cingulum ab utraque parte laterum inter corpus eius et sarcophaguin. Qui cespis, iramo qui cespites, nam plures fuerant, sanguinei adhuc toti erant, sicut perfusi in terra fuerant fluente sanguine martyris, quando per- cussus in terram cecidit. Sed et in aliorum 3 martyrum sarcophagis hac occasione apertis eadem magnalia Dei vidimus. Pili herbarum in ipsis adhuc cespitibus rigebantur, sicci tarnen, sed concreto sanguine integri et rubei tenebantur. Testes mihi sunt ipsi raartyres, quia propria et indigna manu tenui, oculis propriis aspexi, et aliis videre porrexi, ipsi quoque domno episcopo assidenti multumque pre gaudio et devotione lacrimanti. 0 quantum Studium, quantus amor Christi, quanta devotio fidelium tunc temporis christianorum, qui in tanta persecutione nee ipsos sanguineos cespites tollere neglexerunt! Quid moror? Ista nocturnis horis acta sunt sub magno quidem religiosorum virorum fletu et cantu. Mane facto, cum res tarn gloriosa et desiderabilis audita fuisset a civibus et ostensa pluribus illorum, nam apertum sarcophagum palla tantum tegebat, tota statim civitas infremuit, se malle mori quam tanto thesauro, tanto patrono privari. Erant etiam inter eos qui corpus inventum ipsum esse s. Gereonem dicebant, propter habitus venustatem et corporis formositatem. Unde maior et maior fiebat tumultus in populo, contradicebaturque ab omnibus domno Norberto. Vix tandem sedatus est tumultus, prepo s. Mariae de gradibus Theoderico pulpitum ascendente et populum mitigante, et quod rei huius consilium esset diff erendum promittente, usque ad presentiam domni archyepiscopi. Tunc nichilominus ad satisfaciendum populo decretum est a maioribus, ut sepulchrum lapide superposito clauderetur, considerata prius diligenter integritate corporis a fidelibus, ne quid furto de eo tolleretur. Haec acta sunt 3. Idus Octobris, anno suprad. dominicae in- carnationis. Interea nocte et die usque ad 8. Kai. Decembris cum magna devotione et multo lumine sepulchrum custodie- batur, die circumsedentibus cum psalmodia olectis ad hoc eiusdem eccle aliquibus clericis, nocte vigilantibus nichilominus cum psalmodia quibusdam aliis, interdumque iuvantibus eos — 696 — fratribus de ss. Apostolis. Igitur post aliquot ita interlapsos dies, 8., ut diximus, Kalendas Decembris vocatus affuit ar- chyepiscopus, abbates, prepi et omnes congregationes civitatis, populus vero innumerabilis. Magna reverentia magnisque laudibus secundo apertum est sepulchruni et integrum, repre- sentatum corpus sanctum; tarnen ex magni lapidis concussione caro quae sub vestibus in favillam versa erat, per plurima loca sidxsederat, sicut etiam in talibus solet contingere, infuso post tot tempora occultis corporibus novo aere. Ponuntur 2 abbates vestibus albis et stolis, unus ad caput, alter ad pedes. Quorum unus ego peccator ad caput eius sedi, quam- vis, ut superius dixi, de capite nichil praeter mentum haberetur, sicut percussoris illud absentaverat gladius. Applicuerunt se etiam alii 2 presbiteri clerici sancto levando corpori, nichilo- minus et ipsi induti vestibus albis et stolis. Qui sacras manus pie apponentes primum vestes collegerunt, non integras, quia vetustas non patiebatur, sed per grandes et minores partes, sicut poterant diligentius. Circa scapiüas vero et supra totum pectus et usque ad cingulum multus inveniebatur sanguis super- globatus, sicut absciso capite ex collo et venarum meatibus sparsim potuit emanare. Collectae igitur sunt diligenter omnes eius vestes, sed istae diligentius crasso sanguine sed sicco gra- ves, et per se in scriniolo uno decenter ad hoc parato positae reverenter. Cum quibus et balteus eius militaris de nigro corio inventus et repositus est, pene unius ulnae longitudinis, adhuc integras habens partes. A sinistro latere, iuxta latus eius et balteum, inventum (lies: —us) est nodus ferreus ad modum ovi, rubigine prope consumptus, quem capulum gladii eius fuisse credidimus, sed de gladio frustum nulluni inveni- mus. Diligentius tarnen postea quidam attendentes, in ipsis partibus reliquiarum, quas inde exoraverant, particulas ferri michi protestati sunt se invenisse. Subtulares, magnis partibus integris, eodem scriniolo reconditi sunt, caligae prorsus in cinerem resolutae. At ubi susceptis vestibus ad carnem et ossa colligenda ventum est, vix de ipsis ossibus, et hoc de magnis, aliquid solidum apparuit, quod prorsus in cinerem aut in parvas particulas vetustas non redegit. Mira res et valde gloriosa. Testor ipsos sanctos martyres, testor et ipsam multitudinem religiosorum, qui diutius hoc vide- — 697 — runt, totus cinis carnis et ossuum quasi calx noviter fusa candebat per tottitn sarcopliagum. 0 quotiens ibi cantatum cum multis lacrimis fuit „et in sanguine agni laverunt stolas suas", o quotiens ibi repetitum „laverunt stolas suas et Candidas eas fecerunt in sanguine agni". Tandem collectus est cinis et cespis simul sanguineus, et ipse in pulvere, sed terrei atque subrubri coloris propter sanguinem, resolutus, susceptusque in munda palla et preciosa, in alio scrinio maiore reconditus est. Tunc elevatis utrisque scriniis, multa oblata sunt ad fabricandum feretrum s. martyri. Domnus archyepiscopus obtulit scutellam argenteam, deinde singuli quique prout devotionem babebant. Acta est etiam processio magna die illa circa claustrum et circa monaste- rium, pulsantibus signis et cantantibus clericis et monachis laicisque theutonice in concrepationibus suis. Qua processione finita et sanctis reliquiis in loculis suis super altare in medio monasterii collocatis, missa de eiusdem s. legionis martyribus incepta est et iubente domno archyepiscopo a nie peccatore cantata. Ante canonem vero, finito evangelio, domnus archyepiscopus sermonem fecit ad populum de his quae tunc pre oculis habebantur et manibus et quae ad salutem animarum pertinebant, de sanctis Thebaeis martyribus. Finita missa, dimissus est populus cum leticia magna. Ex huius santi mar- tyris reliquiis cura et devotio fratris nri Echeberti postea partes aliquas nro interventu impetravit a prepo eiusdem monasterii Herimanno, cuius studio et devotione revelatum corpus translatum fuit. Reliquiae autem hae sunt: De veste illa subtiliori quam ad carnem suam indutam habuit, de balteo eius militari qui circa lumbos eius inventus est nigri corii, de ferro, ut videbatur, eius gladii, confuso cum sanguine et cine- ribus vestium et corporis illius, ubi quasi in media vagina ferrum adhuc patenter sublucere videtur; de sanguine eius cum pulvere carnis et ossuum et vestium eius. Nam purus cinis carnis ossuumque eius, cum adhuc per se iaceret, similli- mus erat calcis novae aut farinae candidae, postquam vero collectae sunt partes vestium quae integre colligi potuerunt, et ossa quae penitus resoluta non fuerunt, cetera omnia in uno pulvere collecta sunt, hoc est, pulvis sanguinei cespitis, pulvis ossuum, pulvis carnis, pulvis vestium; que omnia simul confusa album quoque prius illum confuderunt. Haec ideo tarn — 698 — diligenter exprimimus, quia pulverem carnis et ossuum colorem calcis noviter fusae habere diximus, ut, cum alius color in isto pulvere inventus fuerit, nemo tarnen dubitet . . . Has scilicet reliquias cum michi frater Echebertus allatas representasset, recognovi eas sicut in sepnlchro videram, et ex earum pre- sentium occasione ordinem inventionis, sicut hie legitur, aggres- sus sum fideliter describere seeundum quod vidi et manibus propriis licet indignus traetavi. Itaque prius eas vobis per eundem fratrem misi transferendas in ecclam b. Marie in Dune, quatenus ex hoc nro scripto et ex earum presenti contem- platione nulli modo vel in posterum dubium sit, quod ex corpore martyris de saneta legione Thebeorum martyrum sumptae sint. Hortamur ergo et rogamus atque preeipimus, ut fratres nri qui morantur in Dune diem festi martyrii eorum in die s. Gereonis cum 12 lectionibus amodo agant et diem adventus istarum ad eas reliquiarum. Haec ego peccator Rodulfus, fratres mei et filii karissimi qui estis in coenobio s. Trudonis in Hasbania, scripsi vobis in coenobio b. Pantaleonis iuxta Coloniam. Ceteras reliquias quao subnotatae sunt, suprad. frater suo studio collegit; earum aliam certitudinem non habeo, nisi quod a Dei ancilla apud nos inclusa et a fidelibus Christi eas aeeepit: de ss. virginibus, de ss. Mauris, de pilleo s. Thomae ap. et eins cingulo, de cera ab igne dominica (lies: —co) liquefaeta, de s. Pancratio, de sepulchro Domini. Datum 18. Kai. Octobris (a. 1122.) -000§§C>0<>- Verbesserungen, Zusätze und nachträgliche Bemerkungen. S. 8 ist einzuschieben: 707.— 965, zwischen Oct. 1. und IL, zu Bheims. Erzb. Bruno vermacht in seinem Testamente u. a. „Ad sancti Gereonis altare urcei magni 1 ), pallia 2 ) duo, tapete ex maioribus; fratribus naves et librae 3 ) duodecim, mensale et scannalia duo." S. 10, Z. 11 lies data. — S. 11, Z. 14 v. u. lies R. B. statt Copiar. — S. 17, Z. 1 lies Excommunication. — S. 17 ist einzuschieben: 708.— 1153. Erzb. Arnold IL bestätigt — auf die ihm in Gegenwart der Cardinallegalen Bernard und Gregor „qui tunc Galliarum legatione fungebantur" durch Gerhard den Propst von Bonn vorgelegte Bitte — endgültig die durch den Erzb. Arnold I erlassene Verfügung über die Vorzugsrechte der Pröpste von Bonn und Xanten vor dem Propste von 8. G. (siehe S. 14), nachdem dieselben Bechte vorher auch schon durch die Päpste Innocenz IL und Eugen 11L, sowie durch die genannten 2 Cardinallegalen bestätigt worden waren. Nach dem Original gedruckt bei Günther, C. D. 1, 341 ff. Als In- diction ist fälschlich XIII, statt I oder allenfalls II, angegeben. Dasselbe Kecht wird mit andern auch noch einmal 1177, Juli 31., dem Bonner Propste durch P. Alexander III. bestätigt. Günther, CD. 1,428f. S. 18, Z. 15 v. u. setze nach thelonarius ein Komma. S, 18, Z. 3 v. u. lies „Propstes" statt „Dechanten". — S. 19, Z. 11 lies 1156 statt 1151. — S. 24, Z. 7 setze nach suscepit ein Komma. — Z. 2(i setze statt Note 1: Lies „Ensfridus", wie Ennen richtig nach dem Original hat. Ensfrid kommt als 2 ) Krüge, in denen der in der Messe zu verbrauchende "Wein aufbewahrt wurde. — 2 ) „pallium" scheint hier der heutigen Casel (mit Zubehör?) zu entsprechen. — 3 ) „navis" ist wohl unser Napf und hier — (grösserer) "Weinkrug; „libra" = Becher; das folgende „mensale" ist ein (mit Stickereien geschmücktes?) Tischtuch, scannalia sind Polster für Sitzbänke. — 700 — Dechant von S.Andreas noch 1180, Juli 27., (Lac. 1, 335, 474) vor; erstirbt nach Nrh. Ann. 8, 222 an einem 28. März und nach Caes. Dial. 0, 5 auf Char- samstag; diese Daten fallen zwischen 1150 und 1197, wo Giselbert als Dechant von S.Andreas erscheint (Lac. 1, 388, 557), nur zusammen für das Jahr 1187: Ensfiid ist also gestorben 1187, März 28. - S. 31, Z. 15 und 14 v. u. lies „Stolburg" und „Verwandten"; Z. 13 v. u. lies „gegen" und Z. 2 v. u. „Gherichsheymensem". — S. 33, Z. 12 und 13 ist jedesmal das Komma nicht vor sondern nach frater eius zu setzen. — S. 33, Nota 3 muss heissen Stolburg bei Frenz, Kr. Düren. - S. 35, Z. 4 lies 785 statt 765; S. 35, Z. 13, 14 und IG jedesmal 1160 statt 1159. Die dortigen Noten 2 und 3 sind nach folgenden Bemerkungen richtig zu stellen. 1166, anfangs October — in dieser Zeit nämlich, und nicht 1167 ist die Urk. Lac. 4, 780, 631 gethätigt worden — war ein Theoderich Propst von S. Aposteln und erst 1172 kommt wieder ein Propst Theoderich von S. Ap. vor; 1166 ist das letzte Jahr, in welchem Herimann (von Hengebach) als Dompropst urkundlich genannt wird, Bruno erscheint als Dompropst zuerst 1168, und zwar mit Sicherheit erst nach dem 29. Sept. Man muss daher annehmen, dass der erste Propst Th. von S. Aposteln noch 1166 oder doch 1167 abgegangen ist, und dass ihm Bruno folgte; dass dann — vielleicht erst 1168 — der Dompropst Hermann starb, und nun Bruno dessen Nachfolger wurde, wohingegen in S.Aposteln ein neuer Theoderich Propst wurde. Die Verhandlung wegen des Spieler Zehnten hat also 1167 oder wahrscheinlicher (wegen des Erzb. Philipp) 1168 stattgefunden. — Ferner: Da Philipp erst 1183 — in dieses Jahr ist Lac. 1, n. 483 zu setzen — als Propst von Xanten vorkommt, 1180, Juli 27., aber Otto zum letzten (und ersten) Male erscheint, da ferner am letztgenannten Tage Cunrad Propst von S. Severin ist, und darnach zuerst wieder 1182, Sept. 10., ein Propst dieser Kirche Cunrad heisst, so nehmen wir an, dass ein Propst Cunrad von S. Severin bald nach 1180, Juli 27., abging, dass ihm dann Philipp als solcher folgte, und dass dieser, nachdem der Propst Otto von Xanten ebenfalls abgegangen war, vor 1182, Sept. 10., des letzteren Nachfolger wurde, wohingegen ihm in S. Severin ein neuer Cunrad folgte. Die Viersener Schenkung hat also 1181 oder in der ersten Hälfte des J. 1182 stattgefunden, und nicht viel später — also wahrscheinlich 1182 — wird auch unsere Urkunde entstanden sein. — S. 35, Z. 7 v. u. lies „Langenich bei Kerpen" statt „Langenacker bei Brühl". — S. 36, Z. 2 v. u. lies comes Iul. — S. 37, Z. 3 und 2 v. u. lies Pröpste Dietrich und Giselbert von S. Ap. und S. Andreas, Dechant Dietrich von Mariengraden, Domscholaster etc. — S. 40, Z. 6 lies: eines, und Z. 10: 26, 367. (Der „deeanus Indensis" in n. 40 ist auffallend; lassen sich auch sonst für das 12. oder 13. Jh. Dechanten in Abteien nachweisen ?) — S. 42, n. 5, Note: Beter muss Dechant von S. G. gewesen sein zwischen 1185 und 1196. — S. 47 f., Urk. n. 43. Der päpstliche Schreiber Richard ist Zeuge zu Neuss 1201, Juni 6., in Urk. Otto's IV (M. G.. Leges 2, 205). Das (S. 48, oben) über den Cardinallegaten Guido Gesagte ist jedenfalls geschehen im J. 1202, dessen erstere Hälfte G. in Köln zubrachte. — S. 53, Z. 1 lies Gedruckt bei Ficker, Engelbert d. Heilige, S. 310, und darnach bei Ennen, u. s. w. — S. 56, Z. 7 lies Gevardi, da so im R. B. in der That steht; die Note 3 ist also überflüssig. — S. 72, Z. 4 und 2 v, u. setze — 701 — (das amtlich gebrauchte) „Rheindahlen" statt (des volkstümlichen) Dahlem. — S. 75, Note 4 lies Honorius statt Honerius. >Vemi die Bulle nach dem Mos Pisanus datiert ist, so ist 1224 richtig, da dieses Jahr dann am 25. März unseres Jahres 1223 begann. Was die Note über die Ortsnamen betrifft, so ist auffallend, dass auch eine im J. 1646 gedruckte Denkschrift des Kapitels Ton S. G. über die Immunität der Kirche unsere Bulle wiedergibt mit dem Namen „Winchem". Sollte also diese Lesart doch richtig und etwa an einen Hof in Wankum (Kr. Geldern) zu denken sein? — S. 81, Z. IG schiebe nach „Custodie" ein: „über die "Waehszinspfliehtigon". — S. 83, Urk. 83 ist in der Ueberschrift zu setzen: „1225, Nov. 8.-1226, Mai". — S. 89, Z. 4 der Urk. 93 lies: titulo.— S. 91, Z. 5 v. u. lies „grando" statt „guando" und tilge die zugehörige Note. — S. 96, Z. 5 v. u. lies: archidiacono Leodiensi. — S. 101, Z. 10 lies „et" statt „ut". - - S. 103, Z. 1 v. u. lies „camerarius, cum". — S. 106 ist statt Note 2 zu lesen: "Wahrscheinlich ist unter dem „Officium Werboldi" die Cellerarie zu verstehen, welche im letzten Viertel des 12. Jhs. Werem- bold inne hatte (Siehe Register, S. Gereon, Cellerarii). — S. 107, Z. 6 v. u. lies Philipp. — S. 108, Z. 3 lies das Recht. — S. 112 ist zur Datierung von n. 108 noch zu bemerken: Da der Henricus dux antiquus de L. andeutet, dass nun der jüngere Heinrich Herzog ist, und Harpern, der Sohn der Edel- frau H., wahrscheinlich 1237 todt war, so kann die Abfassung der Urk. mit ziemlicher Sicherheit zwischen 1226 und 1237 gesetzt werden. — S. 119, Z. 10 setze 1246 statt 1245. — S. 120, Z. 3 v. u. Das R. B. hat „Apollini"; es sollte aber wohl „Apolloni" = Apollonii heissen.— S. 126, Z. 10 ist das Komma hinter S. zu tilgen; die Abkürzungen sind aufzulösen: Scholastico Heriberto, Godefrido. — S. 128, Z. 1 lies „summerino minus" statt „summerino unde- cim". — S. 146, Z. 3 v. u. lies R. B. — S. 154, Z. 9 v. u. lies „de" statt „di". — S. 162, Z. 17 lies „nostro" statt „nestro". — S. 163, Z. 15 lies „promisimus et promittimus" statt „perm. etc." — S. 166, Z. 14 lies: „genannten". — S. 167, Z. 3 v. u. lies „Clavaxii" statt „Clanaxii". R. de O., Kaplan des Cardinais Ottobonus und Propst von Chivasso in Jvrea, seit 1277 auch Domherr in Lüttich, war von 1275 bis 1285 Kollektor des Papstzehnten für die Erz- diöcese Köln und das übrige Norddeutschland; für Trier und Mainz waren andere bestellt. (Vgl- Ad. Gottlob, Päpstl. Kreuzzugssteuern des 13. Jhs, Heiligenstadt 1892, S. 99—102.) -- S. 168, Z. 16 v. u. streiche „oder 17.", denn auch im Schaltjahr ist XIIII kal. Martii = 16. Febr., indem dann ja sowohl der 24. als der 25. Febr. als VI kal. Martii bezeichnet wurde. Ist nun darnach auch die Note auf S. 169 hier überflüssig, so bleibt die dort angeregte Frage für die ebenda genannten Feste und die Tage vom 24. bis zum letzten Februar bestehen. — S. 170, Z. 11 u. 12 lies „Wenegiscede" (es handelt sich um Berghausen und Bennerscheid bei Oberpleis). — S. 174, Z. 17 v. u. lies „denariis" statt „den(ariorum?)". — S. 175, Z. 15 v. u. lies „onere" statt „onoro". — S. 179, Z. 7 lies „Reuver" statt „Schnapphans"; Vgl. Giersberg, Dekanat Grevenbroich, S. 84. — S. 180, Z. 15 lies „Sur- rentinus" statt „Furr.". — S. 185, Z. 14. Sudorich ist vielleicht im R. B. ein Schreibfehler für Seiderich. — S. 187, Z. 7 lies „in "Westphalen" statt „von welchem?"; Z. 20 v. u. lies „effestucare", und Z. 2 v. u. „nostros". Ein Auszug der Urk. n. 188 steht Lac. II, n. 840. — S. 189, Z. 13 und 20 v. u. lies — 702 — „supraportamus" und „supraportavimus". — S. 190, Z. 2 lies „d." (= dicii^i statt „de". — S. 220, Note. "Wahrscheinlich ist die Umschrift des besprochenen Siegels so zu lesen: S. Th. Flecron. de Boley— oder eher noch: Boleym, der das m vertretende Strich über y ist aber nicht klar erkennbar - milit., und der genannte Ortsname bezieht sich auf eine Burg zu Bohlheim o. Golz- heim. — S. 229. Die Urk. n. 215 ist in verkürzter Gestalt auch gedruckt bei B. M. 1, 143, und — wie dort bemerkt wird — in Spitz, de Archidiacona- tibus, 1790. — S. 229, Z. 10 lies „an einen Vikar (an welchen? sagt n. 2171 — S. 237, Z. 5 (und also auch Z. 1) ist wohl richtiger zu lesen „Luchardis 1 '. — S. 241, Z. 6 v. u. lies „cratherarum" (nicht „crach"!); gemeint ist die Bechergasse, vgl. E. Qu. 3, 241, 278. — S. 254, Z. 3 v. u. lies „memoriam. Nos"; Z. 2 v. u. lies „Karpena". — S. 256, Z. 2 v. u. lies: wahrscheinlich ist vor oder nach „communibus" das Wort „oneribus" ausgefallen. — S. 264, Z. 1 v. u. lies: gehörigen und S. 265. Z. 2: herrührenden Pacht. — S. 272, Z. 4 v. u. lies: Goblinus. — S. 277, Z. 6 v. u. lies „coniuncta" statt „con- vincta". — S. 279, Z. 6 lies: Conrado. — S. 280, Z. 11 lies „coniuncta" statt „convincta". — S. 281, Z. 12 v. u. lies „Dransdorf" statt „Trevensdorf". — S. 283, Z. 4 lies: Nerendorp. — S. 284, Z. 1 v. u.: Dieses Udenchoven ist bestimmt = Oedingen, vgl. Guden, C. D. II, 1210. — S. 297, Urk. 288. Der Auffassung Ennen's folgend, habe ich die Personen dieses Regests zum teil falsch charakterisiert. Ropert und Conrad sind keine Pröpste; Bverhard von Tomburg war Propst des Stiftes Münstoreifel (siehe Register), ob aber Johann Propst des Kerpener Stiftes oder einer anderen Kirche war und im letzteren Falle den Familiennamen „von Kerpen" führte, kann ich nicht entscheiden. Lac. 3, S. 148 entscheidet diese Frage auch nicht. — S. 302, Z. 13 lies „coniuncta" statt „convincta". — S. 304 ist einzuschieben: 709.— Zwischen 1314 und 1328 erklären geivisse Richter, dass vor ihnen erschienen sind Rener gnt Frens (?) und Egidius gnt Molner als Procuratoren bezüglich des Otto von Cleve und des DK. von S. G., und dass R. Fr. vorgelegt hat einen mit Siegeln versehenen Akt des folgenden Inhaltes: Heinrich „Dei gratia prepns Bunnensis, archi- diacomis in eccla Coloniensi, vicarius generalis seu vices gerens reverendi dni nri H(enrici) aepi Col. in spiritualibus et tempo- ralilms eo (?) (pre ? ab ?)sente" teilt den Plebanen von S. Christoph, S. Paid und S. Aposteln zu Köln, und allen Priestern der Köln. Diöcese eine von ihm getroffene Entscheidung mit, nach ivelcher DK. von S. G. mit Unrecht den Otto von Cleve, der durch den genannten Erzbischof an ein Kanonikat in S. G. — welches der jetzige Domkanonich Sifrid von Rene[nberg]h inne gehabt hat — versetzt („trans- latus") und auch in Gegenwart des Erzbischofs durch den Capellar (?) und den Pleban von Maria Ablass in seine Stelle eingewiesen worden war („commissus stallo in choro"), nicht als ihren Mitkanonich anerkennen wollen, und er (Propst Heinrich) sie (DK. von S. G.) — 708 — verpflichtet, den genannten Otto v. Gl. als ihren Mitkanonich aufzunehmen, und ihn die Einkünfte der Pfründe, deren er seit 3 Jahren widerrechtlich beraubt worden ist, [zu erstatten]. Die Adressaten haben — nötigenfalls mittels Anwendung kirchlicher Strafen — für die Durchführung der Entscheidung zu sorgen. Nach dem schwer leserlichen Bruchstücke einer gleichzeitigen nachlässig geschriebenen Copie; das Stück ist erhalten auf dem Porgament- umschlag einer im Archiv von S. G. erhaltenen, im 16. Jh. angefertigten „Descriptio curtium etc." Es geht noch aus einer Bemerkung hervor, dass der Erzb. sich für sein Verfahren nur auf ein Gewohnheitsrecht berief, welches er und seine Vorfahren seit unvordenklicher Zeit in S. G. und sehr vielen anderen Köln. Kirchen ausgeübt hätten. Nicht klar ersichtlich ist aber, unter welchen Voraussetzungen der Erzb. jenes Recht in Anspruch nahm; vielleicht, weil das Kanonikat gerade dadurch erledigt war, dass der bisherige Inhaber Domkanoniker geworden war. — Das Urteil der Apellations- richter ist in dem Bruchstücke nicht erhalten, ebensowenig sind dies die Namen der Richter und das Datum der beiden Urteile. Da aber Sifrid von Rennenberg 1311 noch Kan. an S. G. war, und Otto nun bereits seit drei Jahren zu dessen Nachfolger ernannt worden war, so ist unsere Urk. frühestens 1314 gethätigt worden. Später als 1328 kann sie aber auch nicht entstanden sein, weil 1328 Propst Heinrich von Bonn Erzbischof von Mainz wurde und daher gewiss nicht länger Generalvikar von Köln blieb. Vielleicht kann die Zeit der Abfassung der Urkunde noch genauer zwischen 1321, wo Job. von Constanz, Köln. Generalvikar in spiritualibus, starb und 1324 — in wolchem Jahre Erzb. Heinrich in einem freundlichen Verhältnisse zu S. G. stand — gesetzt werden. S. 305, Z. 6 v. u. lies „und" statt „ut". — S. 313, Z. 1 v. u. lies „nostre". _ S. 318, Z. 14 v. u. lies „oblationes". — S. 319, Z. 13 tilge nach „sinodi" das Komma. — S. 32(3, Z. 1 v. u. lies „Koyvolshoven". — S. 328, Z. 3 setze „"Waadt" statt „?". — S. 332, Z. 14 v. u. lies „in foro". — S. 336, Z. 8 lies Godensberch. — S. 348, Z. 1 lies „Friedrich" statt „Ferdinand". — S. 354, Z. 12 v. u. lies „Vikaren".— S 355, Z. 10 v. u. lies „decollationis". — S. 357, Z. 4 ist nach „für" einzuschieben „die Scholastrie und". — S. 358, Z. 12 ist bei „eiusdem" die Notennummer zu streichen. — S. 362, Z. 7 und 6 v. u. lies „Ritter AVilhelm Vel (oder Vol?), dessen Bruder Mönch, Robelo von Malsdorf, Akils etc."; Z. 2 v. u. setze „6" statt „4" und S. 363, Z. 1 „4° statt „2". — S. 366, Z. 11 v. u. lies: 1336 statt 1366. - S. 373, Z. 9 v. u. lies „heredibus". — S. 375, Z. 11 v. u. lies „Marcelli". — S. 376, Z. 4 schiebe nach „irrtümlich" „(oder absichtlich?)" ein. — Nach n. 366 ist einzuschieben: 710.— 1344, Dez. 7. („crastino b. Nicolai epi"), quittiert das Kölner Domkapitel, dass es von DK. von 8. G. 360 Köln. Mark erhalte)!, habe als Bezahlung von G dem Kölner Erzbischof e zu entrichtenden Zehnten. Gedruckt B. u. M. 1, XIX. — 704 — S. 381, Z. 6 v. u. lies „Straten". — S. 387, Z. 8 setze nach „recepturus" : „[lies: recipiendus]". — S. 394, Z. 6 schiebe nach „2 Jahre": „100 Mark" ein. — S. 395, Z. 10 lies „1352". — S. 397, Z. 6 lies „aus" statt „aas". - S. 398, Z. 9 v. u. lies „Abtroide" statt „Altroide". - S. 416, nach n. 420 ist einzuschieben: 711.— 1361, Sept. 9., verpflichten sielt die Priorin und der Convent der Weissen Frauen in Köln, eine Schuld von 200 Köln. Mark in Teilzahlungen abzutragen, und ersuchen den Dechanten von S. G., Georg von Aerscheit, „quia ad presens nram et nri . . conventus curam ex iuridice commissionis officio gerit in spiritualibus", dass er sein Dekanatssiegel an die Urkunde anhängen möge. Nach dem Original (im Gräfl. Mirbach'schen Archiv zu Harff) veröffentlicht durch L. Korth in Nrh. Ann. 55, 105 f. S. 416, Z. 4 v. u. lies „Dompropstes". — S. 424, Z. 1 v. u. lies: Ge- reonsdriesch („area") statt „Gereonshofe". — S. 425, Z. 1 lies: Dollendorf. (Der ebenda vorkommende Frauenname „Alstradis" kommt noch in einer Kölner Urk. von 1276 vor, bei E. Qu. 3, 116.) — S. 426, Z. 3 lies „Doydradi". — 8. 430, Z. 13 lies „Bercheym" statt „Bacheym", und setze in Z. 12 das Komma nach „choriepi", nicht vor dieses Wort. — S. 432, Z. 13 streiche „(Dechanten?)" — S. 434, Z. 13. Das etwa nach „Merheim" vermisste „obli- gamus" folgt erst S. 435, Z. 8 v. u. — S. 436, Note 1 beruht die Conjektur über „huva" auf einem Irrtum: noch im vorigen Jh. war die Gerichtsstätte unter der „Huwen" bei S. G. bekannt. Ob das Wort mit mnd. „huf" oder „huw" — Eule zusammenhängt? Es könnte in der Halle am Kreuzungspunkte der Gewölbegräte eine eulenartige Verzierung angebracht gewesen sein. — S. 438, Z. 15 tilge vor „s. Nicolai" das Komma. — S. 439, Z. 4 und 3 v. u. setze statt „die Verpflichtung .... zu Büderich": „ , dass die Büdericher Kirchspielsleute ihre Verpflichtung anerkannt haben, die Herren von S. G. zu entschädigen, wenn diese das Hauptschiff der Büdericher Kirche wieder herstellen Hessen." — S. 454, Z. 12 streiche das Komma vor „praess.", und setze es nach diesem Worte. In der Note 2 lies „Job". — S. 457, Z. 9 streiche „[decano?]"; „s. Georgii" ist von dem 3 Zeilen weiter folgenden „ecclarum" abhängig. — S. 458, Z. 15 v. u. lies „Scobbendorp" und „Stotz- hem". — S. 459, Z. 2 lies „Theodericus" statt „Th."; Z. 9 v. u. lies „nobis et vobis", und 6 v. u. „amministrationis". — S. 470, Z. 7 und 0 v. u. setze vor „iuris" und vor „die" ein Komma. — S. 471, Z. 13 lies „sticken" statt „saicken". - S. 473, Z. 1 v. u. lies „Altorp". — S. 475.. Z. 4 lies „Sehwartz- burg". — S.476, Z. 12 lies „des Domstifts" statt „von S.G.". — S. 482, Z. 8 lies getrennt: „dae nhu". — S. 484, Z. 3 v. u. ist „Buttergasse" in Gänse- füsse einzuschliessen. — S. 489, Z. 12 v. u. schiebe nach „5jorn."ein: „item in vallibus inter agros curtium Speilhoff et s. Martini 10 jornales". Z. 15 v. o. lies „plebano" statt „prelibato" und streiche die Note 1. — S. 492, Z. 9 lies „Col." statt „Coli". — S. 496, Z. 5 lies „103" statt „53". — S. 505, Z. 11 Y. u, setze nach „bitterlichen" ein Komma. — S. 519, Z. 5 lies „solle". — — 705 — S. 526, Z. 10 lies „altaris". - S. 527, Z. 8 lies „Harve" (vgl. Nrh. Ann. 55, 152 f.). — S. 534, Z. 16 v. u. setze nach „diese" ein Komma. — S. 535, Z. 6 lies „Frau" statt „Gräfin". — S. 546, Z. 20 lies „Termine". — S. 551, Z 16 lies „Vuylrode" statt „Wylrode". — S. 577, Z. 15 setze nach „de Hammone" einen Trennungsstrich. — S. 584, Z. 15 v. u. setze nach „Benden" ein Anführungszeichen. — S. 587, Z. 7 v. u. setze „Liclier guede" statt „lieh.". — S. 588, Z. 16 v. u. schiebe „vunff" vor „veirdel" ein. — S. 597, Z. 4 lies: „D. G. e. mit der Bloembergcr Hufe an Ackerland 5 Hufen oder etc." Es sei noch bemerkt, dass die grössten Stücke 60, 55 •+ 5, 44, 30 Morgen enthalten; die übrigen sind alle kleiner als 10 Morgen. — S. 593, n. 618. Wenn Gams, Series ep., S. 571 richtig angibt, dass Andreas d'Espinay erst im J. 1499 Erzb. von Lyon wurde, so steckt in dem Datum unserer Urk. ein Irrtum, und es muss dann 1499 statt 1489 gelesen werden. — S. 608, Z. 2 v. u. lies „par" statt „per". — S. 612, .Note 1. Das "Wort sollte wohl auch hier, wie S. 603 „hoerschen" geschrieben werden; vielleicht ist es — hörig machen, verpfänden. — S. 633, Z. 13 ist wohl „Kempen" verschrieben für „Kerpen"; Z 10 v. u. lies „und Chr. v. Dr. Pater etc.". - S. 639, Z. 10 lies „Johannis Gersonis", Z. 15 „decerptus", Z. 16 „Rofl'ensis", Z. 17 „confutatio" und „Albertus Magnus de officio m. u .— S. (146, Z. 8 v. u. lies: Omnipotens. S. 648, Z. 9 v. u. schiebe nach „Reichsthalcrn" ein: „verkauft haben". — S. 672, Z. 16 v. u. lies „Sommersberg". — S. 676, Z. 4 lies „Andreas". — S. 678, Z. 10 v. u. ist wahrscheinlich zu lesen: ut prius quomodolibet retinere. — S. 284, Z. 2 lies „dominorum" statt „bonorum". Joerres, UrkuntUnbuch von 3. Gtorton. 46 A. Personen-Register. I. Päpste und Bischöfe nebst deren höheren Beamten. Päpste: Eugen III (Hol) IG. Alexander III (1180) 27, 499. Lucius III (1185) 37. Urban III (1183) 38. Coelostin III (1193—4) 40 Inno- cenz III (1198- 1215) 42, 43,44,45, 4G, 47, 48-5G, 58 -61, 325. Hono- rius III (1216—25) 63—G8, 73—81, 314. Gregor IX (1233) 89. Inno- cenz IV (1244-48) 118, 132—4, 325. Alexander IV (1260) 152. Hono- rlus IV (1287) 182 f. Bonifaz VIII (1296) 207. Johann XXII (1324—32) 312, 326, 357 f. Urban V (136G-69) 433, 414. Gregor XI (1372) 4GG. Urban VI (1382-88) 485,499, 506. Bonifaz IX ( 1 389 - 99) 506, 5 1 3, 5 1 8, 533. Alexander V (14 II) 533. Martin V (1418—28) 539, 5 IG, 548,653. Eugen IV (1431 -37) 549, 560 f. 653. Sixfcus IV (14831 587. Alexander VI (1502) 612, 653. Urban VIII (1624) G47, 648. Innooenz X 651. Iuno- cenz XI (1685) 653 ff. Innocenz XII (1G92) 66-it. Benedikt XIII 671. Clemens XIV (1772) 675. Pius VI (1783—85) G7G—9. Päpstliche Beamte: Tietwin, (Cardinal-) B. v. S.Rufina (1138) 14. Cardinallegate Bernard und Gregor 698. Cardinalpr. Soffred (1194) 40. Guido, Cardinalb v. Praeneste ü. päpstl. Legat (1203) 45, 48. Subdiakon Andreas und Hoapitaliter Thurand, päpstl. Gesandte (1209) 55. Cardinalpr. von S. Pudontiana u. päpstl. Legat Petrus 66, 165. E. Cardinal- diakon von SS. Cosraas u. Daraian (1221) 72. Thomas und Pelagius, Cardinalbb., Guala, Stephan, Gregor u. Thomas, Cardinalpr., Nicolaus, Octavius, Gregor u. Theodor, Cardinaldd., mag. Guido, päpstl. Kaplan (1223) 75. Legat Bernard de Castaneto (1270) 160. Cardinal- legat Hugo 165 f. Legat (u. Bischof v. Tusoulum) Johann (1287) 181 ff. Franz de Tuderto s. pal. card. au- ditor (1345) 380. Heinrich de Ang-- Ha, Cardinalpr. u. Legat für Deutschland etc. (1428) 547 f. Cardinal Julian, Legat fürDeutschland(1431> 549. Johann Anton, Nuntius für Nioderdeulschland (1692) 6G4. Erzbischöfe und Bischöfe von: Alife: Romanus (1286) 180. Avellonensis et Glavinioensis epus [von Avellino und Gravina??]: Waldebrun (1286) lbO. Bordeaux: Andreas, Cardiualprie- ster, 598. — 707 [Bischöfe.] Bremen: Liemar (1080) 10, 11. Brisen: Cunrad (1209) 55. Andreas von Oosterreieh (1595) 643. Chalamonensi8 (d. Diöcese lag b. Retymnon auf Greta): Leo (1286) 180. Constanz: Andreas von Oesferreich (1595) 1)43. Diaganariensis epus [bei San Severo in Nord-Apulien. cf. Garns 923: wohl nicht — Diagorganensis, Garns 454]: Petrus (1286). Firdensis eccla = Verden : Herolph (873) 5. Fossombrone: Jacob (1286) 180. Gurk: Johann (1435) 552 ff. Halberstadt: Hildigrim (873) 5. Vol- rad (1282) 172. Hildinisheim =■- Hildesheim: Alfrid (873) 5. Cambray: Nicolaus'(1138) 15. Johann (1205) 50. 53, 55. - Official (1287) 183. Köln: Gunthar (866-73) 1-4. 'Willibert (873) 3—6; viell.= Zeuge (806) 2. Herimann I (898) 6, 7. Bruno (965) 698. Pilegrum (1033) 8. Sigewin (1080) 10, 11. 174. Friederich I (1131) 12. Bruno II (1136) 13. Arnold I (1138-50) 14, 16. Arnold II (1153-56) 17, 18, 698. Friedrich II (1157) 19. Reinald (1159-66) 20, 22. Philipp I (1176-89) 23, 25, 26, 33 bis 39, 165. Adolf (1197-14) 40, 43, 45, 48, 50, 51, 53, 57, 58,59, 112. Bruno IV (1206) 52. Engelbert (,1216—25) 63, 65. 72,73, 83. 107. Heinrich I 0233-35) S9 f 97, 98, 107, 119, 122, 125, 130^ 314, 334. Conrad (1244-60)117, J21, 125, 132f., 136, 146, 148, 152, 165, 314, 324. Engelbert II (1270—73)1 CO f., 165. Sifrid(1275 bis 87) \ 64, 172ff., 179,182f„ 314. Heinrich II (1311—31) 257, 264, 294, 313 ff, 326 333 ff., 353, 702. Walram 1,1333-30) 362, 366, 409. Wilhelm (1350-61) 403, 407 f., 418. Engelbert III (1365) 427. Friedrich III (1372—1403) 458ff, 478. 495, 513, 516, 525. Dietrich II (1417—31) 45b ff., 540, 543, 550. Rupert (1472) 577, 583. Hermann IV (1481) 582ff, 597, 604. Hermann V (von Wied) 629, (1530) 630 f. Ferdinand (1624) 647. Maximilian Heinrieh (1655) 650. Köln. Erzb. Marschalk: Wilhelm (1185) 38. Köln. Erzb. Kämmerer: Herimann (1155) 18. Werner (1389) 506. Köln. Erzb. Keppler: Ulrich 39. Werner Pr. von S. G. 154. Officiales curie Co!.: Joh. de Cervo (1384) 492 ff. Köln. Erzb. Genoralvikaro: 264,702. Kölner Weihbischöfe: Johann, B. von Scopia in Obermösien (1331) 353, 409. Rudolph, B. von Con- stantia in Mesopotamien (1365) 426. Everhard, B. von Sebaste (1384) 492ffi, 496 (von „s. Seba- steyne"!). Frz Caspar von Franc- ken Sierstorpff (1767) 675. Köln. Erzb. Offlciale: 219 und öfters. Jacob von Nimwogen. Albert Varrentrapp (1424) 545 f. Heinr. von Groeningen (1472) 577. 583. Heinrich Steinwech (1486) 593. Kroja, jetzt Alkissar in Albanien (1286) 180. Kulm: Wicbold (1384) 492ff. Lüttich: Bb.: Alexander (1166) 23. Alberto (113b) 14. Hugo II (1225) 76-81. Johann (1290) 190, 192, 199. Hugo (1296) 208. Arnold (1387) 499. — Archidiakonen: Otto, Theoderich (1185) 36. Heinrich von Jacia. Johann Heinr. von Dick (1225) 76. Lyon: Andreas. Cardinalpr., 598. Mainz: Luitbert (873) 4—6. Sieg- frid II (1205) 50, 53. Siegfrid III [Bischöfe, Klöster.] — 708 — (1234) 94, 95, 118. Heinrich (1331) 354 f. Mantua: Heim ich (1209) 55. Marseille: Raymund (128Ü) 180. Melfi: Angelus (12815) 180.— Fehlt bei Garns. Mimidonum = Minden : Theoderich (873) ö. Mimigernafurd = Münster i.W.: Ho- dolph = Beitolph (873) 5. Warner (1136) 13,14. Otto (1200) 52. Osnabrück: Lubert = Egibert (873) 5. Benno (1080) 10, 11. Udo (1138) 15. Paderborn: Luitliard (873) 5. Simon van der Lippe (1404) 570. Regensburg: Albert, der Grosso 165. Riga: Johann (1286) 180. Salamanca: Petrus (1286) 180. Salerno: Philipp (1286) 180. San Marco: Marcus (1286) 180. Sardanensis epus [in Albanien]: TholomaeuB (1286) 180. Sinigaglia: Friederich (1286) 180. Sorrento: Marcus. Speier: Conrad (1209) 55. Strongoli: Johannes (1286) 180. — Fehlt bei Garns. Trier: Bertolf (873) 4—6. Theoderich (1218) 65. Utrecht: Andreas (1136) 13, 14. Heribert (vor 1151) 16. Gode- frid (1166) 23. Herimann (1151) 16. Odilbold (873) 5. Verdun: Bernard (873) 5. Vicenza: Bernard (1286) 180. Würzburg: Embrico (1138) 15. II. Klöster und Stifte. Aachen, Marienstift 88. Propst Otto (1221) 71. Dechant Gottfried von Vlodorp (1411) 533. Aachen, S. Adalbert. 612. Altenberg 243, 395. Abt Gieseler (c. 1260) 155. NN. 166, 207. Averbode, Abtei in Hollund, 17. Abt Andreas (1155) 17. Bamberg, Domstift, 99. Benden (b. Brühl) Nonnenkl. 166,206. Äbtissin Blitildis (1295) 206. Bonn, SS. Cassius et Floientius. 1. 14, 108 ff. Pröpste: Gerhard (1136 bis 66) 13, 14, 23. — Lothar (1178 bis 89) 25, 33, 34, 36, 39. Bruno (1198) 43, 49?. Godefried (1245) 119, 127. Reynard (1301) 227 f. Heinrich (1320) 297. Johann Grop- per (1552) 635. Dechant Christian (1204) 49. Johann (1329) 346. Ka- noniche Schol. Gerard (1203) 46. „de Brachis" Stift 76. Brauweiler, S. Nicolaus. 37, 211, 592 ff. Aebte; Theoderich (1180) 27. Godefried (1225) 83, 85. Arnold Quaid (1457) 592. Everliart van Galen (1461) 593. AdamHetzen- roide (1477) 594. Adam von Moench- roide (1485) 593. Dionys Lieck (1609) 594. Martin Klingen (1688) 595. Burbach, Nonnenkl. b. Frechen, 262. Capellen, Stift, 76. Chivasso (Clevaxium) in Ivrea. Pr. Keyner de Orio (1278) 167. Coblenz, Deutschordenscommende 230, 549. Komthur Gerart Bensijs (1429) 548. Coblenz, S. Castor, 612. Cornelymünster („Monrium Indense"). 209. Aebte: Gerard 40 [„decanus Indensis u ist wahrscheinlich Schreibfehler für „abbas Ind."], 43. Johann (1269) 159. Deutz, Abtei. 40, 211, 645 f. Abt: Theoderich (1180) 27. Dusilt (—■ Düsseren b. Duisburg?), Nonnenkl. 224, — 700 /Klöster, Stifte.] Düsseldorf, Kreuzbrüder. 623. Ellen, Kr. Düren, 591. Erbach 147. Floreffe, Abtei, 70, 146. Frauenthal, Nonnenkl. b. Lechenich, 262, 349. Wosnich, Vosnicli, Füssonieh, Non- nenkl. b. Zülpich, 349. Gerresheim, Abtei, 44, 45. Äbtissin Gertrud (.1202) 45. Gevelsberg (Cistercienserinnen). Äbtissin Mechtild (1343) 375. Gladbach 170, 433. Abt Dietrich (1280) 170. Gnadenthal b. Neuss, Nonnenkl. 221. Hehlrath b. Eschweiler 162. Äbtissin Glismodis (1274) 162. Hagebosch b. Xanten, Convent, 373. Heisterbach 55, 163. Abt Gevard (1209) 56. Hildesheim, Domstift 99. Kaiserswerth (Werda). Prior H. (1198) 43. Camp 40, 41, 49 1. Abt Wilhelm (1283).491. Capenberg, Stift 25, 38. Propst He- rimann (1 178) 25. Abt Hermann (1203) 45. Kerpen, Stift 365. Propst Johann (1320) 297. Keyringen = Kirringen b. Sevenich, Johanniter-Commende, 359. Kom- thur Everard (1332) 359. Rode = Klosterrath 190, 194—204. Aebte: Rutger (1209) 55. Cnno (1290) J90 ff. 194—204, 208. An- sclm (1283) 199. Knechtsteden 179, 301, 394, 412, 468, 632. Propst Herimann (1156-80) 18, 27. Aebte: Godescalk (1285) 179. NN. (1305) 240. Adolph (1321) 299, 301. NN. (1454) 569. Köln, S. Peter, Domkirche Domstift. !. 37, 72, ;'ll f, 258, 319, 326, 403 ff., 131, 561, 603, 650 f. Köln, Dompröpste: Adelhelm (1159) 20. Albert (1150) 18. Arnold (1136 bis 38) 13, 14, 15 f. Bruno (1178 bis 89) 25, 27, 33, 34, 36, 37, 39. Herimann (1166) 23. Ludwig (1197 bis 99) 41, 45. Engelbert (1203) 4ö, 51, 57, 61. Heinrich (1246) 126. Conrad von Berg (1297) 212. "Wilhelm von Schieiden (1355) 405. Goedart von Seyn (1458) 626. Georg, Herzog von Braunschweig u. Lunenborch (1539) 632. Köln, Domdechanten: Hugo (1178) 25. Philipp (1159- 66) 20, 23. Walter (1150) 15. Wicraar (1080) 10,11. Wydekind(U80)27. Theoderich (1183) 33. Adolph c. (1184 bis 89) 34, 36, 37, 39. Udo (1197) 41, 112. Conrad (1205) 50, 52, 53, 61, 62, 63. Gozwin de Randenrode (1246) 123, 126, 152, 153. Dietrich (1283) 177. Wicbold (1292) 204, 212. Ernst (1312) 264. Johann von Cleve (1344) 379. Simon von Solms (1379) 476. Philipp von Daun-Obernstein (1504) 603. Sub- decani: Hermann von ßroich (1197 bis 1203) 40, 46, 111. Johann von Rennenberg (1315) 273. — Yögte des Domes: Herimann Gr. vonSaffenberg(1166) 23. Rater? (1080) 10. — Ministeriale des Domes: Amal- rich [und Frau nebst deren Verwandten]. Vogt Cunrad. Almar, Johann der Zöllner, Gunzelin, Folmar „de Cherzihe magno", Richewin, Werner, Ludolf (1131) 12. Heinrich von Volmenstein, Heinrich von Alpen, Herrn, von Alfter (1166) 23. — S. Agatius, Nonnenconvent, 626, 628 f. — S. Andreas. 156, 211, 289, 297. Pröpste: Bertold (1080), 10. 11. Arnold (1155—66) 18, 19, 23. We- zelin (1178-80) 25, 27. Giselbert (c. 1184—85) 34, 37. Theoderich (1193 94) 40, 49, 62, 63. Johannes (1283) 173, 177. Friedr. von Harn- [Klöster, Stifte.] 710 — nierstein (vor 1333) 362. Mag. Johann Heessboum (1498) 608. — De- chanten: Siffrid (1180) 27. Heinrich Urdemman 583. Köln, S. Antonius 009. Meister: Lo- dowich van Thaney (1412) 536. — S. Aposteln. 28, 142, 150, 211, 204. Pröpste: Theoderich (1178—12) 25, 27. 34, 30, 37, 39, 41, 45, 50, 53. Walter (1156) 19. Theoderich (1136) 13. Bruno (c. 1167) 34. Gerard (1213 57,62,63,85'. Arnold (1287) 185. Heinrich, Erzb. von Mainz (1331) 354 f. - Dechanten: Heri- raann (1178—80) 25. 27. M. (1185) 36. Tvo(1204)49. Lambert (1214) 01, 02, 63. [Theoderich?] (1248) 133. Rutger (c. 1300) 147. Th. de Puteo (1382) 482. — Augustiner-Eremiten 486. — In der Bussen = in Pixide, Konnenkl. auf dem Eigelstein. 628. — S. Caecilia 178f., 193,234, 248, 277, 478, 593. Aebtissin Beatrix (1285). — 8. Clara, 279, 290, 401, 405, 501, 520, 520. Äbtissin: Hadewig von Rundorp (1388) 501. -- S. Ounibert, 1. 150, 211, 597. Pröpste: Johann (1160)21. Rudolph (1180) 27. Engelbert (1287) 185. Hermann Hortenberg (1595) 643.— Dechanten: Segefrid ( 1 180) 27. Ger- vasius (c. 1184) 35, 36. Hermann (1214) 61, 02, 63. Heinrich von Gummersberg (1329) 340. Frano von TJbach (1382) 480. — S. Georg 156, 211. Pröpste: Bruno (1160) 21. Friedrich (1151 bis 56) 16, J9. Tiederieh (1080) 10, 11. Engelbert (1199-1203) 44, 45, 46. Heinrich [und sein Bruder Adolf] (1227) 87. Heinrich Stein- wech (i486) 594. — Dechanten: Jiffrid, Iffrid (1178—80^ 25, 27. Vort- lief (1214) 01. Godefrid (1291) 194. Jacob Seger von Bonn (1456) 562, Köln, 8. Gereon. Pröpste: Maximinus „abbas" (c. 820) 085. Adalbert (898) 7. Ahvold (c. 1000 - c. 1018). Hezel, Hezelin (1019?—1047?) 8. Revenger?? (1061). Hartwich (1080 bis c. 1092) 11. Ingramm??(1103). Herimann (1104-1120). Bruno(1127 bis 1129—1131? wahrsch. Graf von Berg, der 1131 Erzb. wird). Hugo (1132 ?-1136 -1137 ? wahrsch. Graf von Sponheim, der 1137 Erzb. wird) 13. Bruno (1137 ?—1138-c. 11-10) 14, 15. (Propsteiverwalter: Dechant Walter 1150, p. 15.) Herimann von Hoorn (1150—51) 10, 17. A[lbert?] (1152, cf. Jaffe, Bibl. 1,481). Godefrid (1152—60) J821. Symon (1165 bis 85) 22-27, 31—30. Godefrid i) (1185-96) 39. Theoderich von Hengebach (1197— c. 1215) 41, 46 bis 50, 56, 07, 137. Arnold von Born (c. 1215-1250) 57, 58, 59, 61—64, 07—70,73,81-89 93-108,111—130, 133—141. Conrad von Blankenheim (1250—52—?). Werner (?—1258 bis 92—?) 148, 150 ff., 160, 163 f., 173—78, J82- 85, 188f., 194ff., 204. Heinrich von Schauenburg (?—1304) 230. Heinrich von Korpon 1,1305 bis II — ?) 238, 244 f., 254 ff. Rey- nald [von Cleve?J (?—1331—'?) 352f. OttovonCleve (?—1335—1349) 373. Conrad van der Öchleiden (1349 bis 51 — ?). Georg von Ayrscheit (1363-66-?) 424, 429, 430, 432. Gerlach von Oytgenbach (?—1370 bis 84— ?) 471, 475, 476, 480, 490 f., 492. Cuno Raugraf von Beyenburg (?—1390) 507 f., 515 (auch Archid. J ) G. ist mit s. Nachfolger verwandt (Lac. II, 10), dessen Mutter her. aber wahrsch. von — 711 [Klöster, Stifte.] zu Trier), 519f. Johann von Lynepe (auch Domkan.) (?-1417) 458, 540- Gerhart v.Manderscheit (?—1434) ] ). Werner von Seyne, Gr. zu Wedem- gensteyne (143.4—68—?) 562, 564, 573f., 626. Georg, Gr. von Sayn (1475). Friedrich von Bichlingen (1526) 626. Georg von Seyn, Gr. zu Witgenstein, 157, 642. Andreas von Oesterreich, Cardinal etc. (1595) 643. Conrad von Lieskirchen (fl649) 649. Franz Egon, Gr. von Fürstenberg. (1655) 649. Joseph Carl, Gr. v. Zeil (?—1769-84) 675. 680. Joseph Christian Frz, Fürst v. Hohen- lohe-Bartonstein (1786—92 — ?) 680. Köln. S.Gereon. Deehanten: Meginzo (1033) 8. Werinbold (1080) 10, iL Rubert (1132—40} 13, 15. Walter (1144—55)15—17. Odulf(1155-58) 18, 19. Hugo (,1160-76) 23, 24. Godefrid (1176—85) 27, 33-36. Rether von Dick (1185?— c. 1195) 42. Gerhard (1196—1203). Heinrich (1204—1209) 53. Hermann von Vileke (1214-42 Lac.IY) 60-112, 116. Hermann (1245—48) 120-26. Alexander von Manderscheid (1250 bis c. 79) 136, 138, 142, 146, 151, 154, (gest. 1288) 244, 280. Wilhelm von Schinnen (c. 1279-83—?) 171 bis 178, 258. Godefrid von Weve- linghoven (?_ 1294— ?) 205, 242, 338. Conrad von Sohns 2 ) (?—1300—8 — ?) 245. Arnold von Born 3 ) (1315-31) 272f., 285. 292 f., 295, 331, 350 f. Georg von Ayrscheit (1332—63) 359, 382, 386, 400, 402, 408 f., 410, 416, 420,704. Gerlach von Oytgenbach, Vicedechant, (13G6) 432. Hugo von Bours (1368—72-c. 81) 438,441.444, 457, 484. Hermann von Rychen- steyne (1383)483. Gerard von Man- derscheit (? -1393— ?) 512, Godart v. Witgenstein (?—1422-28 - ?) 540, 548. Rorich von Rychenstein (?— 1449 -60- ?) 568,569 f. (auch Archi- diaoon zu Trier). Hermann, Landgr. von Hessen, (? -1470 -76-?) 575, [Lac. 4, 483]. Dietrich von Wied (1504) 616. Friedrich, Graf zu Wied, (1509) 619. Thomas, Graf zu Rheineck, (— 1547). Gerlach, Gr. zu Isen- burg. Salontin, Gr. zu Isenburg (1565) 640. Johann, Graf zu Salm 11588) G42f. Berlhold, Gr. zu Kö- nigsegg und Rotenfels (— 1660 oder 1663?). Christian August, Herzog von Sachsen, (1.696) 668. Karl Joseph, Gr. von Zeil, (? -1765—84) 679. Jos. Chr. Frz, Fürst von Hohen- lohe Bartensteiu (1784—86) 679. Jos. Frz A. W., Gr. von Zeil (1786 -92-?) Köln. S.Gereon, Scholaster: Gotinus (1138-40 Lac. 1,330; E. Qu. I, 511). Hugo (1150—60) 16-21. Piramus (1173[Lac. I 476]—93) 25—40. Heinrich, Presb. von Piacenza, früher Hofrichter [Cf. Winkelmann, Otto II, p. 383] (1198-45) 42—120. Heribert von Heyso (1146-54) 119-142. Mag. Wilhelm von der Marzellenstr. 307. Rutger von Altendorf (1323 bis 47) 307, 311, 324, 356, 382 ff., 446 f. Heinrich von Soest oder von Suderland (1350—1393-1401 oder 1407?) 410, 416, 441, 444,457,476, 495, 512. Christian von Erpel (1411 [Lac. 4, 69]). Werner von Oess (1423—26) 542. Joh. von Spull (1463 bis 75) 572 f., 574, 579 f., Wilhelm von Leyden (1475—?) 579. Wolf- hard ther Laen, 637. Joh. Gropper i) Koelhoff'sehe Cronica. 2) Cf. Guden C. D. 2, 207, 299. 3) nicht von Büren, wie er E. Qu. IV, 693 genannt wird. [Klöster, Stifte.] — 712 — (?—1528—59) 629, 630, 635. Joh. Gropper II (1559—?). Godefrid Gropper (1580). Robert Hillebringh (1645). Joh. H. d'Anethan, "Weihb., (?—1683). Frz Bug. v. Langenberg (?—1739). P. Jos. v. Buschman (1765). Joh. A. J. T.Franz-Dürresbach (1786—92-?). Köln. S. Gereon. Chorbischöfe (chor- episcopi = cantores = precentores): Albert (1157—60) 19, 21. Rether von Dick (1183—85?) 34. Gerhard (1189—93) 39, 40. Hermann [von Hengebach?] (1215—27-34?) 61 bis 85. "Widekind (1235-45) 96, 120. Conrad von Zier (1259-70) 151, 158, 160. "Wilhelm von Schinnen (1278) 167. Godefrid von Wi- velchoven (1280) 169. Hermann (1311) 256. Heinrich von Erprath (1311) 261, 276,285,295,338. Heinrich von Vyrnich (1329) 340. Ne- velung von Hardenberg (1348) 386, 416, 420, 430, 441, 444 ff. Lutter von Methler (1372) 457. Gerhard von Manderscheit (1379—84) 476, 495. Peter Cutsem (-1629). Gerard von Pilgrum (1645—69) Everh. Anton Jac. Balth. de Groote (1792). — S. Gereon. Custodes=thesaurarii ] ) : Heinrich (1157-60) 19—21. Gerlach, Gerhard (1176) 24. Herimann von Hengebach (1209, Lac. II, 25). Lutger von Hackenbroich (1216 - 19) 62, 64, 71. Alexander von Mander- scheid (1235-48) 105, 132. Heribert von Heyse (1278-80) 167-69, 338. Heinrich von Büren (1307-11) 244, 256, 356. Heinrich von Bucstel (1315-19) 271 ff., 276,285, 295, 338. Dietrich von Oytgenbach (? - 1332) 360, 371. Dietrich von Arscheit (1348) 386. Arnold von Blankin- heym (1358) 406. Gerlach von Oytgenbach (1369 -72) 441, 444ff., 457, Hermann von Richestein (1379) 476, 477, 480. Robin von Ysen- bergh (1382) 490. Johan Grammey (1645). Gerard von Pilgrum (1645). Köln. S.Gereon, Camerarii: Emecho (1157) 19. Philipp (c. 1184) 31,35. Hermann von Altena (1216-35) 64, 71, 72, 92, 93, 96, 103. Godefrid (1245) 120. Heinrich von Dollendorf (vor 1307) 242. Engelbert von Schinnen (1311) 256, 258, 265, 271 ff., 298. Rorich von Neuerburg (1372) 457. Lutter von Matlar (1381) 480, 485 f. Dietrich von Oytgenbach (1382) 490. Robin von Ysenburch (1384) 495, 498, 508, 512. W.vonWeda (1423) 542. Conrad von Lyskirchen(—1645). Gerard Pilgrum(1645-49 ?). Johann Gramey (1649-?). — S. Gereon. Cellerarii: Albert (1150) 16. "Werenbold (c. 1180) 31, 99 [Cf. Caesariua, Dial. 6, 7.]. "Widekind (1231-34) 88-92. Johann (1312) 265. — S. Gertrud, Nonnenkl., 410, 468, 478, 523. — Herenlicham=Corpus Christi, (1420 noch Kapelle, 1437 bereits Gotteshaus des RegulierordenB) 352 f., 514, 539, 561 f., 566. — s. Johannis domus. 594. — Kreuzbrüder, 561. — SS. Machabaeorum, (auch : „Mavi- ren") Nonnenkl., 280, 359, 636. — S. Maria im Kapitol 301, 561. Aebtissinnen: Gerbergis 153. Agnes [von Zier oderBlankenheim?] (1241) 114. HadewigS) (1261) 153, 204. ') diese Bezeichnung für S. G. zuerst 1242 (Lac. IV, 801) in Urk. Erzb. Conrad's. 2 ) Auch die unmittelbare Vorgängerin der Agnes hiess Hadewig, vgl. Nrh. Ann. 51, 152—55. 713 [Klöster, Stifte.] Köln, Mariengarten, 262. Aebtis- sin Druda (1339) 372. — Mariengraden, 39, 156, 211. Pröpste: Hugo (1166) 23. Theuderich (1180) 27. Bruno (1185-89) 36, 39. G. (1217) 65. Werner (1312) 264. Constantin (1338) 371. Johann de Grifone (1380) 479. Walram von Kerpen (1417) 458. -------Dechanten: Wolfram (1180) 27. Theoderieh (1185) 36, 37. Lnpert (1214) 61, 62, 63. Pilgrim? (1282) 172. Johann de Gryfone (1359) 414f. JohannHuysmann(1481) 583. — S. Martin, 211. Aebte: Bverhelm (1180) 27. Arnold (c. 1300) 147, (1329) 335 ff. — S. Mauritius, Nonnenkl., 347. — Melaten („domus leprosorum") bei Köln. Provisoren : Reynard (1329) 346. — Mendicantium 5 ordines, 525. — S. Norbert! Collegium. Praeses: Chr. Stemhe-wer (1727) 671. — S. Pantaleon, 211. Aebte: Heinrich (1176-80) 24, 27. Humbert (1080) 10, 11. Dietrich (1329) 340. Hilger (1385) 497. — Prediger oder Dominikaner, 312. — S. Reinold, Nonnenkl., 647. — Schelenconvent oder Nazareth, Nonnenkl., 267, 550. — S. Severin (866) 1, 156, Pröpste: Conrad (1166-80) 23, 25, 27. Heri- mann (1155) 18. Philipp (c. 1181) 34. Conrad (1183-85) 33, 34, 36. Hermann (1200) 44. Heinrich 65. -------Dechanten: Welter (1178-80) 25, 27. Gerard (1214) 61, 62, 63. Johann de Aqueductu (1329) 340. — S. Ursula oder Sanctarum Virgi- num 1, 64?, 92, 111, 262, 380. — — Aebtissinnen: Friderun (1234) 92. Lisa von Westerburg 380. Elisabeth von Virneburg 380. — — Kanoniche: Wilhelm (1213) 58, 59, 61. Arnold (1234) 93. Köln, Weiher, Kloster, 70,86, 88,107, 108, 478, 504. Meisterin: Johanna vom halben Haus, 504. Königsdorf, Kl., 670. Weisse Frauen (Augustinerinnen) 703 f. Lucka (Diöcese Minden), Cistercien- serkloster, 410. Lüttich, S. Bartholomaeus Stift, 76, 80. — S. Martin 80. — S. Johann, 80. — Domstift, 76, 80. — S Jacob. Abt 208. — S. Dionys. Propst: Symon von Jülich (auch Kan. zu S. Lambert in L.). Maestricht, Liebfrauenstift. Propst Arnold von Born (1226—1232) 84,85. — S. Salvator. Dechant Gerhard Foet (1371) 457. Mainz, S. Victor. Propst und Archi- diakon Ludwig (1255) 144. — Domkapitel 242. — S. Stephan 147. Marbach, Kl. im Elsass, 26. Marienforst b. Godesberg. Äbtissin Mechteld von Hersei (1546) 633. Pater Christian von Druynen 633. Mechtern, ad Martyres 26, 37, 61, 62, 83, 85, 115, 118, 141, 165 f., 190. Pröpste: Conrad (1180) 26. Lambert?] (1226) 85. Carsilius (1276) 165. Prioren : Wilhelm 37; Albero (1244) 118; Liphard (1251) 141. — Cistercienserinnenkloster. Äbtissin (1339) 372. Meer b. Büderich u. Neuss. Stifterin Hildegunde (1183) 33. Prior Adolph von Dollendorf (1307) 242. Meschede. Propst Dietrich von Ole (1337) 368 f. Monreberg b. Cleve, Stift, 373. Münster, Domstift. Propst Walram (1268) 187. Münstereifel, Stift, 407. PropBt Eve- rard von Tomberg (1320) 297, 340. (Münster-)Meinfelt, 612. Neuss, S. Clara, 220, 511, 622, 644. [Kaiser, Könige etc.] - 714 Neuss, S. Quirin, 431. Äbtissin Aloydis (1380) 478. Neuwerk = Novum Opus. 224. Dechant T[heoderieh?] (c. 1184) 35. Nymwegen. Dechant: Joh. von Witze- lenborch. Osnabrück, Domstift. Propst Arnolt Stecke (1400) 521. Paderborn, S. Peter. Propst (1233) 90. — Domstift. Dechant (1233) 90. Prüm 203, 312. Abt Heinrich (1300) 203. Rees 211. Propst Luther vonMethler (1307) 244 f., 256. Reichenstein, Kl. b. Montjoie, 03, 64, 118 Mönche: Godescal (1216) 63, 64; Wilhelm, Prior; Lambert, Kellner (1244) 119. Rheims: Domstift 80, 99, S. Simpho- rian 80. Roermond, Cisterzienserinnen. Äbtissin Elisabeth (1380) 479. Romersdorp = Ramersdorf b. Yilich, Commende des Deutschen Ordens. Komthur Bverard von Virneburg (1329) 346. Rumestorp = Rommersdorf, Abtei. Abt (Bruno 1233) 89. Prior (1233) 89. Rolands-wert, Nonnenkl., 360. Saarn b. Mülheim a. d. Ruhr, Non- nenkl., 270. Scheda, Abtei, 45. Schillingskapellen, Nonnenkl., 146. Meisterin Hadevrigis (1257) 146. — Prior Arnold (1254) 145. Schvfoinlieim, Nonnenkl. s. Flamers- heim 262. Sefflensis abbas 76. Siegburg 211. Abt Nicolaus (1155) 18. Soest 211, 390, 636. Pröpste: Hermann (1194) 40. NN., Vicepropst, (1352) 396. Werner von Sayn, Gr. von Wittgenstein (1458) 573, 626. — S. Walburgis. Propst Engelbert (1360) 415. Priorin Cunegund (1360) 415. Steinfeld, Abtei in der Eifel, 21, 514. Aebte: üdelrich (1160) 21; Erin- frid (1200) 44. Utrecht, Domstift. Dechant Herrn. von Lochorst (1411) 533. Vorseberg (Fürstenberg?), Convent, 373. Weddinghausen, Praemonstratenser- kloster b. Arnsberg, 268. Wenau Kl. 218. Worms, Domstift, 478. Xanten, S. Victor 1, 108 ff., 155, 158, 211, 229, 234. Pröpste: Heriman (1080) 10, 11. Hermann (1138) 14. Sifrid (1166) 23. Teobald (1155) 18. Philipp (1183) 33. Conrad (1189) 39. Heinrich (1246) 122. Johann von Virneburg (1329) 346. — Dechanten: Friedrich (1308) 244. Peter Schalpipe (1437) 552 ff. — Scholaster mag. Symon (1234) 93. Zissendorf, Nonnenkl. b. Geistingen (Siegkr.) 262. in. Kaiser und Könige nebst einigen königlichen Beamten. b. Helena regina 108, 180, 255, 338, 345, 357, 492, 654. Constantinus 338, 492, 654. Attila rex Hunnorun, 339. Lothar II, König, (866) 1, 2. Lud-wig [d. Deutsche], König, (873) 5. Arnulf, König, (898) 7. Heinrich [richtig Conrad] II, Kaiser, (1033) 8. Heinrich IV, König, (1080) 10, 11. Lothar III, Kaiser, (1131—36) 12, 13. — 715 — [Herzoge, Fürsten, etc.] Courad III, Kaiser, (1138-51) 15,16. Friedrich I, Kaiser, (1155-89) 18 bis 39. Heinrich VI, König, (1185-89) 37, 38, 39. Otto IV, König, (1198—1205) 42, 43, 50, 51. Philipp (König), Herzog von Schwaben, 51, 107. Friedrich II, König, (1216-21)63,71. Adolf, König, (1296) 207. Albert, König, (1307) 242. Maximilian, König, (1490) 598 ff., 605 ff. Ferdinand II, (1624-36) 647 f. Philipp II, König von Spanien, 642. Karl II, König von Spanien, 663. Einige Beamte: Grimald, Kanzler Lothar's II, (866) 2. Hervotmund, Notar Lothar's II, (866) 2. Girard, kaiserl. Notar, (1194) 40. H. von Aquilegia, Kaplan des Königs von England, (1198) 43. Conrad, B. von Speier, Kanzler, (1209) 55. Gunzelin Seneschalk (1209) 55. Cuno, Kämmerer, (1209) 55. IV. Herzoge, Fürsten, Grafen. Everhart (1033) 10. Adulf (1080) 10. Ludo (1080) 10. von Altena: Arnold (1189) 39. Friedrich (1189) 39, 52. Adolph (1213) 58. Friedrich (1213) 58. von Are: Otto (1151) 16. Theoderich (1185) u. s. Bruder Otto 30. von Argotte und Cordova: Ferdinand u. dessen T. Agnes 648. von Arnsberg: Heinrich und Söhne Heinrich und Godefried (,1189) 39. von Berg, Grafen: Adolf (1136—60) 14, 19, 21. Engelbert (1185) 36, 37, 39, 52. Adolf (1332) 357. Gerhard u. Frau Margaretha (vgl. von Jülich) 395. Herzoge: Adolf und Frau Volant (1412) 535 f., 551, 580. von Blankenheim: Gerard von Loen (1454) 568. Johann (1481) 582. von Bonn: Cunrad (L136) 14. von Brabant, Herzöge: Heinrich der Jüngere (1285) 107, 216. Johann (1301) 230, 240. von Bucholz: Margareta 625. von Cleve : Dietrich VI u. Frau Aley- dis (1274) 161. Dietrich VIII (1332) 357, 373. Otto, Kan. an S. G. 702 (vgl, Pröpste von S. G.). von Coconate: Anna 648. von Craon: Maria 598. von Croy: Anton, Graf von Porcien, 598. von Dalen : Heinrich (1189) 39. zu Deiffholte: Johann (1535) 631. Denrices: Julia, 648. von Deutz: Arnold (1136) 14. von Dortmund: Albert (1189) 39. von Fryburg: 478. von Gastanagna, Marquis, Statthalter der Niederlande (1687) 664. von Geldern : 52, 206. Reynald (1311) 259, 357. Herzoge: Beinold (1347) 382. 551. Karl (der Kühne) 606. von Harrecourt: Maria, 598. von Hennenberg: Boppo u. T. (1377) 475. von Hochstaden: Theoderich (1183) 34, 52, 152. • zur Hoye: Joist (1535) 631. zu Holstein und Schouwenborch: Johann (1535) 632. von Hoyckenswagen: Arnold 158. zu Hörn: Jacob (1520) 625. von Hülchrath: Dietrich von Cleve (1309) 249 f., 289. Dietrich Luyf von Cleve (1318) 293. [Herzoge, Fürsten etc.] 716 — von Jülich: Gerhard (?), Yogt von S. 0., (1080) 10 Gerhard und Sohn Wilhelm (1136) 13. Wilhelm, Vogt von S. G., (1166) 18, 34, 36. Wilhelm (1200) 46, 52, 87. Wilhelm IV 1263) 155, 160. Gerard (1310) 250, 283, 294, 327 (mit s. Erstgeborenen Wilhelm, Herrn von Grevenbroich 1327). Wilhelm V (1336) 365. Gerhard, der Erstgeborene, Graf von Berg und Ravensberg u. Frau Mar- garetha, geb. von Ravensberg (1352) 395. Jülich'scher Truchsess: Silraann (1227) 87. Jülich'scher Schenk: Christian (1227) 87. Jülich'scher Vogt (zu Wissersheim?): Hermann (1227) 87. von Kessel: Heinrich (1136) 14. Heinrich (1273) 161. Heinrich gen. von (Greven-)Bruche 178,179,187 (1288 todt). Des Vor. Br. Walram 187, 214 ff., 227, 235. Heinrich 249. von Kyburg, 478. von Köln: Untergraf Albero (1159) 20. Heinrich, Burggraf von K., (1159) 20. Godefrid Hardevust, Vioe- graf, (1317) 293. Vicegraf Con- stantin von Lysenkirchen (1371) 457. Goedart vamme Hirtze gen. van der Lantzkronen (1436) 564. Burggraf Joh. Schaden (1491) 603. von Limburg, Herzoge: Heinrich II und s. Bruder Gerhard (1166) 23. Walram und Sohn Heinrich (1136) 13. Heinrich III (1185) 36, 37, 112. Gräfin: Margareta 582. von Lyningen: Emmicho und Sohn Schaffrid (1380) 478. von Lynnep 623. Eva (1458) 626.. von Lon: Ludwig (1155) 17. Phi- lippa 582. von Lothringen: Margareta, Gräfin in Vauldemont, 598. zu Manderscheid: Dederich u. Johann (1481) 582. Everhard, Junggr. zu M. und zu Blankenheim, Kan. an S. G., (1520) 625. von der Mark: Everhard (1297) 213. Engelbert (1368) 440, 531 f. Gerard von Cleve, Gr. zu d. M., (1454) 563. Johann von Cleve, Gr. v. d. M. und Katzenellenbogen (1509) 619. Margareta und ihr Vater Everhard, 625. von Molbach, Albert, (1.166) 23. des Mottes: Philipp Franz de Emo- tieres, (spanischer) Schatzmeister (1687) 664. von Nassau: Adolph, Statthalter von Geldern, (1491) 601, 606, 642. von Neuenahr 200, 283. Wilhelm nebst Söhnen Ritter Wilhelm und Domkan. Crafto (1322) 301. Die- derich, dessen Vater Frederich u. Grossvater Gumprecht (1481) 582. Wilhelm und Frau Ameleya von Wertheim; der Am. erster Gemahl Gumprecht Gr. von N., deren Kinder Gumprecht u. Frederich, Domherr zu Köln, (1518) 622; W. und der jüngere G. auch 629, 631. von Nörvenich, Adalbert (1136) 14. von Nürnberg, Burggraf Friedrich (1377) 475. von Oldenborch: Anna, 570. von Oigniate: N. N., spanischer Gesandte (1624) 047. Johann (1687) 664. von Palandt zu Sommersberg (1733) 671. Pfalzgrafen: Ezzo u. Hezel (1033) 8. Pfalzgräfin Johanna; ihr Sohn Albert, Kan. an S. G., 598. von der Pfalz, Herzog: Philipp (J 506) 616 f. von St. Pierre (1687) 664. von Pouck und Flandern: Margareta 625. vöh Ravensberg: Hermann (1189) 39, Margaretha u. ihr Mann Gerhard (vgl. von Jülich) 395. von Rheineck: Otto (1136) 13. tom Retberghe: Conrad, Kan. an S, G., (1464) 570. Dessen Vater — 717 — [Pers. o. Familiennamen.] Conrad u. Grossvater Conrad 570. Friedrich, Kan. an S. G., (1535) 631. von Saffenberg: Herimann, Vogt der Domkirche, (1166) 23. von Salm, 478. von Sayn : Heinrich u. s. Bruder Ever- hard (1183-85) 34, 36, Heinrich (1185) 37. von Savona u. Carretto, Markgrafen : Leopold, Kan. an S. Gr., (1636) und dessen Ascendenten Franz; Prosper, Galeotto 648. von Schaesberg, 671, 674. von Schwarzburg : Günther nebst Sohn Johann und Enkel Günther (?) und Johann, diese 2 Kan. an S. G. (1377) 475. zu Spegelberg : Friedrich (1535) 631. to Stomberg: Otto (1464) 570. von Stuzzelberg : Heinrich u. T. (1377) 475. von Tiegneburg = Tecklenburg: Sy- mon (1189) 39. Cord? (1535) 632. von Velbrück: Max. Heinrich (1726) 670. von Virneburg: Ropreit (1336) 364. Ruprecht u. Söhne Gerhard, Dom- kan., Johann u. Adolf, beide Kan. an S. G. (1346) 381. Joergen (1481) 582. Coene (1520) 625. Anna 625. von Waldeck: Adolf (1255) 145. Otto (1464) 570. von Wertheim: 475. Ameleya siehe Neuenahr. von Witgenstein: N. N. 548. V. Personen ohne Familiennamen. Adelold presb. et cancellarius [aepi Col.?] (873) 6. Albolf Z. 2. Alf- ward Z. 2. Beringer, erzb. Kaplan (1080) 11. Bero, erzb. Kaplan, (1080) 10, 11. Eigilbert (Chor-) B. (898) 7 vgl. Nota S. 8. Everhard presb. (873) 5. Erdac, Knecht, (898) 7. Erimbald Z. 2. Gerhard, erzb. Kaplan, (1080) 10, 11. Gerho [so "wohl richtiger als Cerho, wiewohl Foerstemann auch einmal Cerho aus einer Salzburger Quelle hat], Sohn der Wiohehurg, (898) 6. Gieselbert, Müller zu Kriel (1155) 18. Gottfried, Kan. an S. Cunibert und erzb. Notar, (1260) 152. Hartwich, Vater der Petrissa, (1133) 12. Herimann, erzb. Kaplan, (1080) IL. Hundolph presb. (873) 6. Jo- nathas, Cleriker (der Dioec. Lüttich) (1151) 16. Lantfrid, Sohn der Wicheburg, (898)6. Liudbert (866) Z. 1. Liutfried, Sohn der Wicheburg, (898) 6. Luprand, Kan. an S. G. (1139 E. Qu. I, 617). Rat- bald presb. (898) 7. Reginfrid, Sohn der Wicheburg, (873) 6. Re- ginhard presb. (873) 6. Reginold, Vicedominus des Kölner Erzb. He- riman I, (898) 7. Ruobert, erzb. Kaplan, (1080) II. Sibald, presb. et praep. (873) 5. Sibodo, Kleriker, (1205) 51. Seath, Minist, des Gr. Adolph von Berg, 22. Sij- fridi (?), Minist, d. Gr. Adolph von Berg, 22. Sigehard Z. 2. Tiepold, Kan. an S. G., (1134 E. Qu. I, 507). Waldric, Knecht, (898) 7. Werim- bald Z. 2. Wicfrid Z. 2. Willibert Z. (a. 866) 2. [Kanoniker, Bitter etc.] 718 VI. Kanoniker, Ritter und sonstige bemerkenswerte Personen. von Abtroido (=Aprathb. Wülfrath): Philipp, Waffenträger (1353) 398. von Adenawe: Peter, Kan. an S. G., (1382) 483, 495, 512, 531, 533. von Aduoht: Constantin, Kau. an S. Cunibert, (1328 todt) 330. Johann, Dechant von S. Severin (1329) 340. "Werner 505, de Aestate: mag. Petrus (1302) 235. von Ay, A (= Ahe b. Heppendorf ?): Gobelin (1316) 282. Tilmann (1338) 371. von S. Alban: Gerard u. Sohn Bruno, von Aldenhoven: Bertram und Dietrich (1275) 164. Wilhelm, Kan. an S. G., (1310) 254, 256, 280, 285. Engelbert, Vikar an S. G., (1331) 355. von Alderode: Herbord Gebour und Frau Eva, Johannes (1288) 187. Irmendrudis (1302) 234. von Alen: Heinrich, Notar, (1382) 484, 485 f. von Alfter: Herimann (1166) 23. Cuno, Marschalk, (1329) 346. Lambert (1342) 374. von Alpen: Heinrich (1166) 23. Al- verhait 514. Gumprecht und Frau Swenolt (1404) 527 f. von Alshoven (b. Frixheim): Stephan (1309) 250, 252 (Truchsess von Hülohrath). Dessen Br. Christian (1310) 252 f. Stephan, Kan. an S. Cunibert (1336) 366. von Alstorp: Harpern, Schildträger, (1367)436. Johann Runge (1400) 522. von Altena, A4zna: Heinrich, Kan. von S. G., (1176) 24, 33. Hermann (1213) 58. Everard, Domkan. zu Münster, (1345) 384. von Altendorf (4> . Me'ek'cntioini ?) Rut- ' ger, s. Scholaster von S. G., s. d. Stift. von Altdorf (b. Jülich): Joh. Scheif- fart u, Frau Eyna (1377) 474. von Ombele, (Ambele == Ameln, Kr. Jülich): Ronold, Everhard Keke (1250) 139. Albert (1288) 187. Engelbert (1289) 189. Everard (1302) 234. von Amergen: Hermann, Notar, Pr. der Diöcese Utrecht (1370) 454. von Angermund : Iringhina 617. von Anroyde (= Anrath, Kr. Crefeld): Johann (1397) 400, 583. Gerart (1392) 510. von Anstel: Friedrich (1249) 135. von Anta : Tilmann, Notar, (1379) 476, 485 (Vicar an S. G.) 491, 503. von S. Apern: Hermann (1311) 259,280. von Arscheit (Orscheid im Siebengebirge?): Dietrich, Kan. an S. G. (1331) 354. Georg, Dechant von S. G., s. d. Stift. Arnold, can. eccle Nevelonensis, (1333) 361. Arnold, Kan. an S. G., (1368) 438, 483. von Arwilre: mag. Heinrich, Kan. an S. G. (1307) 244, 256, 278. Johann, Notar (1337) 369. von Attendorn: mgr Tilmann, Sohn Johann's up der Hoenburg de Att., Notar (1360) 415, rector scholarum eccle s. G. 424. vonAuwe: Ritter Lodwick (1401) 524. von Bacheim: Ludwig Scriffere (1250) 141, 146?, Winrich (1257) 146. Johann, Vikar an S. G. (1347) 291. Arnold, Truchsess in Liedberg (1329) 346, 400. Heinrich, Vikar an S. G. (1353) 398. von Bacharach: Peter und Frau Katharina (1331) 349. Siehe auch S. 402. Heinrich, Vikar an S. G. (1393) 511. van der Baelen: Johann (1295) 206. Adam, Ritter, u, Frau Goda (1348) 385, Dederich Vlecke (1379) 476. 7t9 — [Kanoniker, Bitter etc.] von Balcheym: Gebrüder Friedrich und Wilhelm u. deren Frauen Me- thildis und Odilia (1317) 290. Johann u. Frau Ailheid (1329) 332, 349. Balg: Rutger (1316) 284. Bardwick: Andreas, Kan. an S. G., 629 f. von Barrenstein: Tilmann und Frau Hildegund (1302) 234, 249. Luxar- dis, Beghine (1348) 385. von Becgindorp: Rutger (1275). von der Bechergasse: Anton u. Frau "Wendelmudis. Bedburg und Reiferscheid, Herr zu: Reynard (1377) 474. H. zu R.: Johann (1381) 483, 484 (früher Kan. an S. G.!) 485, 529. von Bell (b. Odenkirchen?) Cf. Buschbell: Gerhard (1253) 142. Rich- mudis, T. Reymar's (1315) 279, 290, 293. Hermann und Frau Mechtild und Sohn Otto (1329) 332. Johann Advokat (1337) 309. Johann (1385) 497, 531. Wilhelm (1411) 534. Siehe Schall v. B. von Bell (b. Mayen): Hermann der „wale* (1336) 365. von Bensheim: Bruno, Secretär des Erzb. Adolf (1205) 50. von Bentzenrode: Rutger und Frau Godeleif (1406) 529 f., 537. Johann 530. von Bentheym: Heinrich, Kan. zu Bonn (1329) 346. von Berchusen (b. Monheim? oder = dem folgenden?): Godefrid und Wilhelm, Brüder (1250) 137. von Berghusen (b. Oberpleis): Hildeger und Frau Mettele nebst Kindern Gerard, Hildegar, Hilla, Katharina (1280) 170. Berenleiser: Gerlach u. Frau Engil- rad, Köln. Bürger (1344) 378. von Berge: Gerard (1281) 172; Ludwig (1287) 184. Conrad, Dompropst, (1297) 212. Engelbert, Syndicus . von S. G., (4722) 669. von Bergerhusen: Mechtild (1303) 235. Johann Grin (1322) 304. Hilger Grin, Schöffe bei S. G., (1338) 370. Wilhelm u. Werner (1382) 486. von Bergheim: Luchardis (1307) 243. Heinrich, Kan. an S. G., (1336)267, 363, 382, 386, 390, 396, 408 f., 415, 416, 420, 430, 432, 437 f., 440, 441, 444, 457, 470, 474, 496, 499. Derich (1384) 496. von Berka: Nicol., Vikar an 8. G., (1368) 438. von Bern (= Bonn ? ?): mgr Bernard, Official der Köln. Curie (1371) 457. von Bernsau: Drudekin (1365) 432. von Bersbach: Ritter Godert (1415) 537. Berwalt: s. Sohn Heinrich (1316) 280. von Bertestorp: Heydenrich (1274) 161. von Betbure: Gerard Nesekorn (1250) 137. Frau 385. von Bilstein: Gobelin od. Godefrid Kan. an S. G. (1311) 256, 265.386, 396, 416, 418. Binius: Severin, Kan. an S. G., (1609) 594, 646. von Binsfeld: Arnold (1227) 87. Ritter Heinrich Mule (1401) 524. vandemBirboem: Heinrich (1401)523. Birclin: Richmudis Wwe Heinrich's (1324) 312. Hermann 505. von Birsmich (ausg. bei Weveling- hoven): Eliabeth, Wvre des Gode- scalk v. B. nebst 5 Kindern (1300) 220. Arnold, Ritter, (1347) 361. Bischof: Heydenrich u. Frau Hildegund nebst Söhnen Winrioh und Hermann, Kan. an S. G., (1288) 186. Hilger (1377) 474. von Blankinberg: Winand, Domkan., (1262) 154. von Blankenheim: Conrad, Neffe des Mainzer Erzb. Siegfrid III von Eppenstein, Kan. später Pr. an S. G., (1244) 118, 120, 114? Gerard und Frau Ir[mingard] (1305) 238, 257, [Kanoniker, Bitter etc.] 720 — von Blumenberg: Georg, Rektor an Herrenlicham 539. von Boedingen: Johann, Kan. an S. G.?, 567. von Boisdorf (bei Hemmersbach): •Wilhelm (1345) 380. von Boitbergh (Budberg): Johann (1340) 373. von Boitzeler: Gottfried (1340) 373. von Bomel: mgr. Nieolaus, Offlcial des Domdech. (1363) 423. von Boleym (— Bohlheim b. Golz- heim): Flecco (1300) 219 f., 702. von Bongard zu Paffendorf, Freiherr, (1743) 674. von Bonn, Blitza, Flitza 510. von Boppard, Conrad, Domkan., (1213) 57. Borohard, Notar (1365) 428. von Born (b. Brüggon Kr. Kempen): Arnold. Siehe: S. G. Pröpste. Sein Neffe Goswin84. Osco (1281) 172. Arnold, Kan. an S. G., (1297) 211, 256, dann Dechant, s. Stift S. G. Dietrich (1302) 235. Harpern, Kan. an S. G., (1307) 244, 256, 308. von Boslar: Gerard, Notar, 444. von Bostwilre (Baesweiler): Peter, Notar, 444. von Bucstel (= Boxtel, Holland): Heinrich, Kan. an S. G., (1311) 256 dann Thesaurar, s. Stift S. G. Goswin (1311) 256. Ludwig, Domkan., (1315 todt) 269 f. „deBourdone" : Sy[mon],Päpstl. Kanzleibeamter, (1366) 433. von Brachtbeke (Brachbach b. Kirchen?) : Arnold (1353) 399, 409,432. von Braiss: Joh., Köln. Bürger 609. von Brandeburg: Johann, Otto, Conrad (1282) 172. Conrad's Wwe. Blitza (1366) 432. von Brebach (b. Radevormwald): Johann, Vikar an S. G., (1366) 432. von Breydenbach: Johann, Vikar an S. G., (1368) 438, 454, 468. (ders.?, Notar) 483, 499. von Brempt: Rutger und Söhne Ra- bodo und Dietrich (1297) 211. Ra- bodo nebst Frau u. Kindern (1344) 376. Rutger (1404) 529. Brente van Vernich: Gieselbrecht u. Söhne 530. von Broich (b. Jülich?): Daym (1483) 591. van den Broicke: Joh. Hoen 602. Broiksmit von Lemgo: Arnold, Köln. Official, (1531) 631. von Brüggen (b. Kerpen): Tilmann u. Frau Hilla (1301) 231. von Brücke (— Hackenbroich): He- rimann, Unterdechant des Domes, (1197) 40, 46, 111; dessen Br. Lut- ger, Kan. an S. G., 40, 41, 59. Theoderich? 34; dessen Bruder Burchard?, beide Kan. an S. G. 34, 46, [Conrad, Pr. v. Xanten war ein 3. Br.]. von Bruke (= Broich b. Rath): Dietrich, Adolf Domkan., Walram Pf. von Mülheim, Brüder (1297) 213; Dieselben Dietrich und Walram 253. Joeris, Apotheker, 566. von Bruke (Grevenbroich): Nicolaus (1288) 187. NN. (1298) 214, Heinrich (1315) 272. Nicolaus (1348) 385. Siehe auch: von Kessel, Grafen Heinrich u. s; Bruder Walram ; siehe ferner : von Jülich, Grafen. vonBrule (= Brühl?): NN., Domkan. (1203) 112. Brunonis: Bruno, Kan. an S. G. 595, 613. Heribert, Vikar an S. G., 613. von Buchorst: Bartholoraaeus, Notar, (1329) 343 ff. Bück: Reynhart und Frau Jutghen 576 ff. Mag. Everhard B. von Venlo, Vikar an S'. G. 269 f. von Buderiche: (mag.?) Simon, Prie- sterkan. an S. G., (1216) 62, 64, 71, 88?, 96?, 98?, 99?. Goyswin 583. Woulter 583. Buffe: Heinrich (1227) 87. — 72i [Kanoniker, Bitter etc.] vonBullencsheym: Cristian (1292) 20J. Ritter Heinrich (1401) 521. Johann (1433) 550. Peter, Kan. an S. Gl., (1488 f) 597. von Bungarde (b. Rommerskirchen?): Adolph (1324) 309. van Buntenbroich (bei Kelzenberg): Heinrich Holzappel (1379) 477. van der Burch: Johann, Kan. an S. G., (1390) 400, 508, 519. von Burensheim (= Bürresheim bei St. Johann-Mayen): Friedrich, Philips, Heinrich u. Henne, Brüder; Ernst u. Reter, Brüder (1336) 363. Hermann, Scholaster von S. Aposteln (1336) 365. Gerhard (von „Burenheim") ? Burgius: Johann, Kan. zu S. Aposteln u. V. von S. Quintin, (1588) 642. von Burin: Conrad u. s. Verwandter Dietrich, Domkan.; (1262) 154. Hugo, Kan. an S. G. (1278) 167, 216, 256; Heinrich, Schatzmeister an S. G., (1307) 244, 256. 579. Conrad, Kan. an S. G.? (1315) 279. Conrad von Boclon, Notar, 472. Butzschand, Richter in Junkerdorf, (1315) 272. von S. Caecilia: Gobelin, Vikar an S. G, (1307) 244, 272. von Capellen (b. Hemmerden?): Gerlach (1250) 137. Ludolph, Schol. von Mariengraden (1313) 267. von Cassel: Heinrich, Beneficiat an S. G., 394. von Caster („de Castro"): Conrad Mulner (1250) 137. Johann, Kan. an S. G. (1350) 393, 398, 399, 400, 415, 416, 430, 441, 444, 457, 495. Johann, Vikar an S. G., (1360) 415, 438, 458. Chevabay: Reynard, Lütticher Bürger, (1292) 196. von Cis (= Zissen, Kr. Ahrweiler?): Wilhelm, VikaranS. G. (1368)438. von Cleve: Jordan, Vikar an S. G., (1368) 438. Joorres, Urkuudonbuch von S, Gereon. von Cohusen: Wwe Adolph's (1310) 253. „de Curia" [ColoniensiJ: Gerard, Notar, (1337) 369, 373, 415. „de Custodia": Gerhard (1315) 279. Dagverlus, Thilemann, (1257) 146. von Datenfeld: Heinrich (1368) 437. von Daun-Obernstein: Philipp, Domd. und Kan. an S. G., 605. von Dedekem: Gerhart (1412) 537. von Dedelrade (= Delrath b. Nieven- heim): Heinrich Kege (1329) 332. van Deipholte: Ermegard 570. von Derne: Ludwig (1189) 39. von Deventer: Johann, Dr. theol., 610. von Dick: Rether, Kan., Chorb., De- chant von S. G. (1176) 24, 25, 34, 42; Heinrich, Kan. an S. G., 56, 71, 75—80 (auch Archidiakon zu Lüttich). Ludolf (1150) 136 f. Gerard (1300) 226. von Diest: Arnulf (1155) 17. von Dollendorp: Albert, Kan. zu Bonn, u. s. Bruder Gerlach (1260) 152, 219. Gerlach (Herr v. D), Adolph, Kan. an S. G., dann Prior von Meer, Heinrich. (1307 f) Kämmerer a. S. G., 3 Brüder (1307) 242. Gerlach, Glöckner von S. G., 308, 425. Heinrich (1329) 346. Johann, Kan. an S. G. (1348) 386. Dombaumeister Gerard (1257) 146. von Dorne: Waltmann (1226) 84. von Dossendorf (= Ossendorf ?): Conrad (1136) 13. von Drancgassen: Dietrich (1316 f) 280. Drinzil: Wilhelm (1297) 211. von Droete: Emmerich (1401) 523. von Druwe (=:Drove b. Niedeggen?): Kuno (1315) 269. von Düren: Livermann (1272) 161. Mathias, Vikar an S. G., (1360)415, 446, 438, 475, 486, 497, 502f., 505, 509, 511, 513, 516, 525 ff., 531. Tilmann, Vikar von S. G., (1368) 438, 472. Michael, (auch gen. von 47 [Kanoniker, Ritter etc.] - 722 — Ellen [b. Düren]) Notar, (1384)495, 512. von Dussel: Johann, Bruder des H. von Oyre, u. Frau Gertrud (1353) 398. von Düsseldorp: Johann, Köln. Bürger, 610. von Duisburg: mag. Heinrich u. mag. Dietrich, Vikare an S. 01., (1311) 261, 265. Albert, Notar [tabellio publ."), (1312) 265, 278. Mag. Dietrich, Kan. au S. G., 296, 340. Mag. Heinrich 305. Mag. Peter, Advokat, (1324) 314, 323. Apollonius, Yikar an 8. G., (1368) 438. von Dune (Kirchdaun): Florin (1322) 302. Cesarius, Sohn Arnold's, und Frau Elisabeth (1333) 361, 392 („Zeres"). Edelkynt: Johann Seh. zu Köln, 607. von Eggenrode (wnw. Immerath): Heinrich Sohn Heinrich's (1301) 229. von Eych: Heinrich, Vikar an S. G., (1307) 244, 265. Brun (1377) 472. von Eick: Franz, Kan. an S. G., 667. Eyfler: Thoraas, Kan. an S. G., 638. von Eyke: Walter, Notar, (1319)296, 306. von Eyle (b. Weeze?): Albert (1340) 373. von Eimich: Bela, T. des Köln. B. Johann v. E. 441. von Eynbush, Junker, (1310) 251. von Einenberg: Gerard, Herr zu Landskron, (1348) 385. Geirhart (1387) 500, 503. von Eiberg: "Wilhelm u. Hermann (1308) 247. (von?) Emenrod: Johann, Kan. zu Münstereifel (u. später zu S. G. ?) 539. von Elnere = Eller (b. Hilden): Arnold, Kan. von S. G. (1184) 34, 39. Heinrich, Ritter 395. Dessen Bruder Dietrich, Ritter, (1352) 395. Conrad, Ritter, und Conrad, Waffenträger, (1352) 395. Rutger (1434! 551. von Emlo: Wilhelm (1326) 327. von Emme (N. u. O. Embt sw. Bedburg) : Cone gen. Kirskorf (vgl. Orfcsn. Keiskorf), Ritter, Sohn Rum- bel's v. E , u. Frau Neyse (1349) 390. von Enzen: mgr Hermann, Notar, (1360) 415, 472. Fmund (1375) 470. von Eren: Jacob, s. Rolandswerth (1307) 243. von Erenstein: Hermann, V. an S. G., (1382) 486, 491, 503. von Erkelenz („Erculentia"): Peter, Kan. und Rentmeister an S. G, (1486) 594. Mag. Joh. Mewes, Kan. und Rentm. an S. G. = dem vor.? (1487) 597, 608. von Erpel: Florekin, Vikar an S. G., (1339) 373, 409, 438, 457 f. Johann Kan. an S. G., (1410) 531. von Erperode: Otto, Kan. an S. G., (1219) 71; Godefrid, Kan. an S. G , (1235) 96, 113, 116,119, 120, 125 ff., 130, 133. Heinrich, Kan. an S. G., (1311) 256, 261, siehe weiter S. Gereon, Thesaurare. Dietrich, Kan. an S. G., (1348) 386, 397. von Esleve: Joh., Vikar an S. G., 560 f. von Essen: Heinrich, Kan. an S. Ap., (1213) 58. Essigmenger: Johann, K. B., 561. von Ettringen (b. Mayen): Johann Greven (1336) 364. von Evinghoven (b. Oeckhoven): Renard Gross u. s. Schwester Hilla, Wilhelm d. Kellner (1318) 294. Valke; Hermann und Frau Ailheid, Köln. Bürger, (1353) 399 f. von Finabuche: H. (1209) 55. Fischer (piscator): Reinbodo u. sein Bruder Willer (1229) 88. vom Fischmarkt: Christian, Rektor an S. Quintin, (1368) 438. von Vlamersheim (1307) 243. Flecco oder Flecro von Bohlheim: - 723 [Kanoniker, Ritter etc.] Dietrich und Tochter Sophia (1300) 219. Vogelo iunior (Cf. Köln. Zöllner): 91. Albert, Notar, und Frau Le- veradis (1316) 280. von Frankenhoven (b. Oeckhoven): Gerard (1309) 250, 253. Franzos: Engelbert, Domkau. zu Münster (1345) 384. von Vrelenberg: Wilhelm, Kan. an S. Aposteln, (1380) 479. von Vrenze: Frau H. (1203) 47, 111; deren Sohn Harpern (c. (1230) 111, 591. Friese: Everhard (1362) 420. von Frixheim (b. Nettesheim): Gobelin Mulstro (1300) 226. Gottfried (1335) 362. von Vrizdorp: Reynard (1292) 201. Fuchs („Vulpos"): Heinrich, Thesau- rar an S. Cunibert, (1329) 340. von Vurde (b. Liedberg ?): Johann (1454) 569. von Vure (Fuhren b. Velbert? 1 ): Heinrich') (1189) 39. Lukardis, Kano- nissin in S. Ursula, (1311) 263. von Garderode (wohl = Garrath b. Benrath und nicht = Gerderath Kr. Erkelenz): Gertrud, Frau des Job. v. Dussel, 398. Gesell: Hermann, Kan. an S. G., (1449) 568. von Geyen: Johann, Vikar an S. G., U372) 457, 482. Tilmann (1411) 533. von Gersdorf — Garsdorf n. Bergheim (Cf. Lac. n. 508 u. 609): Gum- pert (1312) 263. Preys (1362) 420. Reinart (1362) 420. von Gevenich: Heinrich (1300) 222. von Ghele (Gehlenhof b. Neuss?): Gottfried Mule u. 3 Söhne (1373) 467 f. von Geldern: Heinrich (1295) 206. Arnold 606. von s.Gereon: Everhard, Kler. u. Notar, (1307) 244. von Geyen: Johann, V. an S. G., (1380) 477. van Gerode: Molis Weinde (od. Wintz) 476, 481. von Gimnich (b. Lechenich): Emund (1316) 285. Ritter Johann (1477) 593. Gyr: Everard, Köln. Bürger, (1295) 206. Vgl. von Koyvolzhoven. Druda („de Vulture") 482. von Gysendorp (b. Heppendorf): Ritter Cuno (1371) 457. Giso clericus (1287) 185, 189. von Gladebach: Walram, Kan. an S. G., (1384) 495, 512. Johann Wege, V. an S. G., (1460) 569. von Glatbach: Dietrich, Ritter und Kan. an S. G., (1349) 390. Walram, Kan. an S. G., (1372) 457. von der Glocke („de campana"): Johann, Kan. an S. G., (1486) 594, . 597, 616, 617 f. Peter, Köln. Bürgermeister, 617. von Gogh: Bruno (1340) 373. von Gore: Hermann (1250) 137. Dietrich (1308) 245. Hermann, Kan. an S. G., (1311) 256, 271 ff. Tilmann (1311) 261. Arnold, Kan. an S. G., (1348) 386. Lysa 520. Gozelin, Köln. Bürger, nebst Sohn Heinrieh u. dessen Frau Elisabeth (1229) 87. Joidde: Johann (1327) 327. Ludwig (1388) 504. Daniel 603. Gude („bonus"): Theoderich, Kan. an S. G., (1216) 64, 71. von Gorincheim: Heinrich, prof. theo!., (1424) 544. ') Wahrscheinlich derselbe, wie der bei Lac. I wiederholt vorkommende „Henricus de foro u , so das das letztgenannte Wort mit dem lat. forum nichts zu thun hat. [Kanoniker, Bitter etc.] — 724 — von Guydisberch: Conrad, V. an S. G., (1382) 486. Johann, V. an S. G., (1437) 561. von Greif („de Gryphono'M: Johann, Kan., dann Dechant von Mariegraden u. Advokat, (1359) 414 f. von Gressenich: Peter 646. Grevenßtein von Geseken: Adam, decr. lic., Domherr und Vic. in spir. aepi, (1532) 630. Grin: Hermann (1301 f) 231. Dietrich, Schöffe an S. G., (1351) 394, 410. Franoo (1354) 401. Rey- nart, Grossvater Soheiffart's v. Me- rode, 517. de Groote: Jacob (1677) 649. Gropper: Johann (1543 f) und Frau Anna 635. von Gruithuis (Griethausen?): Heinrich (1340) 373. von Guderode = Güdderath (b. Oden- kirchen): Goswin's Wwe Gozstu (1315) 269. von Güsten (nö. Jülich): Werner 11311) 260, 381. von Gummersberg (= Gummersbach): Heinrich, Dechant von S. Cunibert, (1329) 340. von Goystorp (Gustorf. Kr. Grevenbroich) : "Werner u. Sohn Godefrid (1311) 259. von Hachenberg: Johann, Kan. an S. G., (1422) 542. von Hachusen (Hackhausen b. Dormagen?): Johann (1336) 367. von Hafkisdaile: Johann (L281) 172. Hagebroche: Heydenrich, Notar.( L363) 424. Hagedorn, dessen Bruder Conrad (1250) 137. Ruland, H. (1340) 373. Conrad, Kan. an S. Severin, (1422) 542. Haisen: Degenhard, Kan. an S. G., (1530) 629. vom Halben Haus: Alexander und Frau Nesa (1330) 347. Johanna 504. von Halle: Beatrix (1329) 332. Bruno (1338) 371. Heylka, Wwe des Gerhard v. H., u. Sohn Marsil (1352) 397. Harpern, Waffenträger, u. Frau (1353) 397 f. Bruno's Wwe Mettildis u. Söhne Gotfriod, Kom- thur zu Kirringen, Harpern nebst Frau Titzela, Bruno nebst Frau Metza, (1367) 433 ff. Bruno 438, (u. Frau Mettildis) 441 ff., 444, 457. Harper 443, 455 f. (Frau T.), 491 f. Gottfried, Komthur zu Köln, (1371) 457. van der Hallen: Ritter Reynard (1380) 479. von Harn: Gerard, Kan. an S. G., (1311) 256, 265. von Hammerode (Hamerfc b. Eckenhagen??): Gottfried, Kan. an S. Severin, (1417) 359. von Hamerstein: Gerlach, Domkan., (1262) 154. Friedrich, Kan. und Pr. von S. Andreas, (1333) 362. Hardovust: Godefried (1229) 88. Bruno (1277)166. Godefrid u. FrauHad- wig s. Grafen von Köln. Gobelin (1327) 327. Heinrich (1388) 504, 510. von Harve (Harf b. Königshoven): Heinrich, Ritter, (1349) 389 f. Swenolt 527 f. Harst: Reynard (1300) 222. von Hare oder Hören: Adam (1272) 161. Goswin u. s. Bruder Oger (1281) 172. von Hasselholt (b. Aachen ?): Maria Sibilla v. H. gnt Stockheim zu Dollenhoven (= Dolhain?) 663 f. von Hausweiler (b. Lommersum): Arnold (1307) 243. van der Heyden: Sobbe (1368) 437. von Heylden (= Hilden): Johann, Kan. an S. G., (1369) 441, 444 ff, 457, 476, 498. von Heymbach: Johann, K. B., 563. von Heimersheim: Heinrich, Kan. an S. Aposteln, (1375) 470. von Heinsberg: Godefrid (1185) 36. Salome (1185) 37. 725 [Kanoniker, Bitter etc.] von Heyse: Heribert, Kan. an S. Gr., (1238) 111, 280, von 1246 ab Scho- laster, s. Stift S. G. Johann, Vikar, s. Crucis an S. G., (1301) 229, 248, 296, 355. van den Heysteren (ssw. Langerwehe): Gerard (1477) 593, 612. von Hemberg (Herarnerich): Junker Heinrich (1418) 538. von Hemersbag: Wilhelm, Kan. an S. G., (1278) 167. Tilmann von Hymraesberg ?, Vikar zu Bonn, (1329) 346. Werner, Vikar an S. G., (1337) 367 f., 371. Werner's Bruder Wilhelm (1337) 368, 371. von Hemmerde: Heinrich Sac (1250) 137. Heinrich Wolf (1250) 137. von Hengebach (= Heimbach a. d. Roer): Theoderich (1136) 14. Gos- win u. Herimann (1166) 23. Theoderich. Pr. vonS. G., (1197-1217) s. Stift S. G. Herimann, Custos (später Chorb. ?) von S. G., s. Stift S. G. von Heppendorp: Hermann (1300) 224. Nicolaus, Mönch zu Altenberg u. Beggine Mechtild, seine Schwester (1316) 281. von Herkenbusch (b. Allrath): Tilmann (1302) 234. von Hersell: G. und Franz (1727) 670 f. von Hyen: Heinrich, Kan. an S. Aposteln (1380) 479. vonHillisheym: mgr Johann, Advokat, (1360) 415, Kan. an S. Georg 457. Rutger, Notar, (1360) 415. Hyrmelin [Köln. Bürger]: Johann, Predigermönch, (1324) 312. vom Hirz (de „cervo"): Dietrich (1330) 346.) von Hochstaden: Gerhard (1136) 14. Gervasius (1300) 222, 226. von Hönningen: Sigebodo (1136) 13. Everhard (1296) 208 f. von Hohenvels: Philipp (1234) 94; N. N. (1255) 145. von Hoisteden: Ritter Arnolt (1413J 537. Wilhelm (1457) 592 f. Hollandt: Johann, Dr. iuris, (1613) 646. von Holzweiler (Kr. Erkelenz): Beatrix, Gobelin, Harpern, (1300) 224. von Honrade: Elisabeth, Nonne, (1360) 415. von Horbelle (b. Frechen): Heinrich Schall u. Frau Guytgyn (1385)496. von Horheym: Heinrich, Sohn Wol- bert's, (1300) 218. Wilhelm (1336 f) 367. von Hörn: Everhard, Notar, Sohn Hermann's v. H. (1359) 409. Ritter Constantin (1371) 457. Johann 505. Ida, Wwe Franco's 506. von Horst: Gerhard, Domkan. zu Münster, (1345) 384. Conrad, Kan. an S. Aposteln, (1380) 479. Elisabeth 617. Anton Mercatoris, Notar, 629, 630. von Hotdorp (Hottorf, Kr. Jülich): Winegoz (1227) 87. Basilis, Ritter (1349) 390. van der Hoven (b. Overath ?): Pelgrim (1368) 437. von Hoven (b. M. Gladbach?): Conrad (1300) 221, 229. von Hüchelhoven (Kr. Bergheim): Jacob (1300) 226, 253 (Uoh.) 253. Heinrich (1316) 285, 294, 346, 365. Paul und Frau Greta (1336) 365. Reynard, Vikar an S. G., (1359)411. von Hukilhoven (=vor.? od. Hückel- hoven b. Doveren?): Reynard The- saurar an S. Soverin, (1329) 340. von Huckinckhoven: Anthon (1329) 332. von Huckenswagen: Heinrich, Kan. an S. G., (1245) 120, 158. Adolph und Frau Ida (1324) 309. von Hugelshoven (Hüchelhoven, Kr, Bergheim): Johann Schultheiss. (1339) 371. van me Hünen : Dureg'in, Wwe des Köln. Bürgers v. m. H. (1327) 329. [Kanoniker, Ritter etc.] 726 von Husen (b. Mayen?): Franco und Lambert, Brüder u. Vikk. an S. G., (1315) 270. von Hüsgen (b. Richrath?): Alexander (1308) 246. von Hunbrucli (= Humbroich ? b. Holzheim Kr. Neuss): "Wilhelm u. Ger- ard, Gebrüder (1250) 137. Husman: Winemar (1297) 213. von Jaekerath (? „Godinchrode"): Johann (1300) 224. von Iggendorp, Ingendorp, Ungen- dorp (b. Stommeln): Zobbo (1300) 226; Sobbo u. Sohn Reynard (1316) 284. Hermann Zobe (1322) 302, 366. von Ymmendorp (Lkr. Köln): Reynard Tilmann (1324) 323 f. Bruno (1329) 332. von Immorath (Emuntrode): Hermann Busch (1300) 224. Johann, Vikar an S. G., (1319) 296. von Immilhusen: Heinrich nebst Frau Uda u. 7 gen. Kindern (1300) 220 bis 226. van Tmpell (=Empol b. Isselburg?): Peter 600. von Tsenburg: mag. Heinrich, Advokat, (1295) 206, 237. Robin, Kan. an S. G., (1348) 386, 390 (auch Archidiakon von Trier), 397, 420, 430, 444, 483. Sifrid, Kan. an S. G., (1361) 416, 420, 441, 444. Diether, Herr zu Boedingen, (1446) 566 f. Philipp, Kan. an S. G., 567. von Ysengarten (b. Waldbroel): Engelbrecht 544. von Ysheim (=Issum?): Heinrich, Kan. an S. G., (1393) 512. von Jülich: Theoderich, Kan. von S. G., (1166) 23, 24. Godefrid, Herr von Bergheim (1332) 357. von Jünkerath: Johann, Domkan., (131)5) 425. Dessen Brüder "Walram, Kan. an S. G., 425, und Friedrich 425. von Kaldenberg (b. Wittlaer u. Kai- serswerth): Johann (1299) 216. Kaldenberch: Johann, K. B., 563. Calff: Theoderich, (1131) 12. de Caminata (Kemnade ausg. bei Odenkirchen?): (1300) 222. Kawertin: Heinrich, Gastwirth in d. Pf. S. Christoph (1311) 260. Sifrid Kaversin von Evenkoven 415. von Keldenich: Hermann (1305) 237. von Keilberg (vgl. Kirberch): Heinrich (1324) 316. von Kelzenberg: Reynard (1300)220; Johann (1300) 222. von Kentich: Ritter Johann (1409) 531. Dietrich, Kan. an S. Andreas, (1417) 459. „de Cherzihe magno", Ygl. „Kerzich" (Lac. I, 292, 421. 338, 478) und Richwin von „Gersceit" (Lac. I, 243, 354; 293, 421); in ersterem sieht Lac. Kirchscheid, bei welchem auch ein Grossscheid liegt. Folmar, Mi- nisterial des Domes, (1131) 12. der Kerl: Heinrich (1368) 437. von Kerpen: Heinrich, Pr. von S. G., s. Stift S. G. Philipp (1310) 251. Dietrich, Kan. an S. G., (1311) 256. Johann, Notar, (1337) 369. Conrad, Kan. an S. G., (1348) 386. von Kerreke (= Kirringen, Kreis Jülich?): Zyzo (1300) 25. von Kervenheim (Kr. Geldern): Heinrich, Kan. anS. Severin, (1329)340. Kesselinck: Johann u. Frau Gertrud (1291) 193, 276. Deren Söhne Johann u. Conrad (1315) 276 ff. Der letztem Oheim Hildeger, K. B., (1315) ff. Johann (1385) 497. von Kestenich (Kessenich b. Euskirchen?): Sivard (1353) 399. Keutenbruwer: Friedrich, Kan. an S. Andreas. von Keverbusch (== Kehrbusch? bei Beeck): Hildeger (1250) 135. Kint, Heinrich (1185) 37, 332. von Kinzweiler: "Wilnrich (1227) 87. von Kyrbergh (vgl. von Keilberg): H. (1329 f) 332. Mathias, Kan. an — 727 [Kanoniker, Bitter etc.] S. Georg u. Advokat, (1359) 414 f., Daym, auch „Moerenhoven" (1401) 523. Mag. Werner, Kan. an S. G. ?, 610. Cleingedanc : Gerrard, Apollinaris (?) 120. Hildeger und Frau Hadewig (1329) 346. Hilger und Frau Bela (1339) 372. Incbrant 505. Cluyt: Johann, Kan. an S. G., 616. Kneyart: Johann, Kn. von Wevel- koven (1317 f) und Sohn Tilmann, Gobelin Kn. u. Sohn Tilmann (1317) 291. Gobelin u. Frau Guda (1320) 304. Knoyp: Godefrid, Kitter, u. Frau Bela (1344) 379. Koch (cocus): Dietrich u. sein Schwiegersohn Herimann (1229) 88. von Köln: Gerhard u. Frau Wirekin, Soester Bürger; deren Söhne Arnold, Kan. in "Weddinghausen, und Johann (1313) 269. Constantin, Kan. zu Bonn, (1329) 346. Kölner Stadtvögte: Herimann (1155 bis 59) 18, 20. Herimann (Untervogt 1159) 20. Gerhard (1166-89) 23, 34, 36, 37, 39. Edelvögte: Gerard (1291) 194, 248, 265. Rutger u. Frau Alveradis (1321) 298, 350. Gumpert, Herr zu Alpen, (1365) 426. Gumprecht, H. zu A., u. Frau Swenolt van Harve (1404) 528 f. Zöllner in Köln: Werner und Söhne Daniel u. Bruno (1160) 21. Johann (1133) 12. Vugelo, Vogelo (1155 bis 59) 18, 20. Karl (1159) 20. Gerard (1185) 38, 107. von Coenynxhoeven: Conraid, Köln. Bürger, 612. von Conzendorf (n. Derichsweiler): Gobelin (1338) 369. von Korinzich: Adam (1275) 165. von Koyvolshoven (Haus bei S. Alban in Köln): Dietrich Gyrh (1326) 326. Cranz: Bruno, Köln, Bürger, (1243) 115. Craen : Heinrich, Kan. an S. G., 629 f. von Krickenbeck: Heinrich Lange (1347) 382. von Kriel: Bruno (1234) 93. Krytwiss : mgr Johann, Kan. an S. G., (1502) 613. Krollkopf („Crispus") von S. Columba: Godefrid (1176) 24. von Kucheim (= Cuchonheim b. Euskirchen): Heinrich (1305) 237. von Cuich: Heinrich (1185) 37. Everard, Kan. von S. G., (1238)113. Hermann, Notar, 519. von Kusin in Viltzegraven: Emund und Tilmann, Brüder, (1330) 349. von Kusin: Benigna, Wwe des Hein- rich's v. K. und Sohn Bruno (1331) 352. Heinrich (1369) 440. Wilhelm (1420) 539. Gerard (1437) 561. von Kuttenheim (== Cottenheim bei Mayen): Johann, Jacob Schoynholt (1336) 364. von Lachern: Dytmar u. Sohn Hermann (1295) 206. Gerard (1302) 233, 278, 367, 375. Heinrioh (1311) 259. Gerard's Sohn Wilhelm 279, und Tochter Bela 279, 375. von Laghe (= Laach, Kr. Grevenbroich) : Lupert (1288). von Laynsteyn: Hunsehwyn (1336) 365. von Landskron: Gerard II (1272) 161. Gerard IV u. Frau Paza (1316) 284 f., 361. Vgl. von Einenberg. (von?) Langenberg: C, Kan. an S. G., 671. von Lank: Bruno, Notar, 444. von Lanckqwen: Johann (1435) 551. von Lantershoven (b. Ahrweiler): Winemar (1322). Läpp, Kammerdirektor zu Bonn, (1702) 668. Lauwerenis (1318) 294. von Lechenich: Tilmann, Vikar an S. G., (1368) 438. van der Leyen: Heinrich, Kan. an S. G., 600. [Kanoniker, Bitter etc.] 728 — von Limburg: Christian (1281) 171. Everhart, Kan. an S. G, (1449) 568. von Linn: Albert, Domcantor, (1344) 379. von (der) Lippe: Hermann, Kan. an S. Severin, 495. Bernd (1464) 570. Alheyt 570. Symon (1535) 631. Dietrich van d. Lip, gt Hoen u. Frau Alheidt Schenk von Niedeg- gen ; Wilhelm v. d. Lip, gt Hoen, Kan. an S. G., (1550) 634. von Liskirchen: Constantin (1390) 509. Margarethe (1677) 649 (vgl. S. G., Pröpste). von Loen: Gerard, Gr. v. Blanken- heim (1454), 568. von Lövenich: Hermann (1226) 84. von Lometzhem (Lommersum): Joris (1415) 537. von Lowenberg: Johann, Kitter, (1367) 436. von Lunreke (= Longerich b. Köln): Winrich (1316) 282. von Lynnebeke: Macharius, Domkan. zu Münster, (1345) 384. von Lynepe: Heribert, Domkan., (1213) 57. Heinrich (1310) 253. Heinrich, Vikar an S. G., (1437) 560 f. von Lyvendale: Hermann (1300) 222. van Luppe (= Lipp): Heinrich, Lehnherr der K. zu Lipp, (1349) 388. Maes: Leonhard, Kan. an S. G., (1518) 622 ff., 626 ff, 630, 636. Johann, Köln. Bürger, 638. von Malmedy: Bgidius, auch „d- Franzose", Vikar an S. G., (1312) 265 f. von Malsdorf oder Molsdorf [lag in d. Pf. Oeckhoveu, Cf. Lac. Arch. II, 131 und Giersberg Dek. Grevenbroich 327]; Hermann (1250) 140, 184. Heinrieh, Kan. an S. Maria im Kapitol, (1308) 248. Ro- belo (1335) 362. von Manderscheid: Alexander Wilhelm (1305) 239. Friedrich, Kan. an S. G., (1308) 244, 256, 348, 390. Wilhelm (1325) 326. Dessen Sohn Gerard, Kan. an S. G., (1326) 326, 386, 390, 416, 420, 430, 441, 457. Junker Gerart (1428) 548. von Marsporzen: Philipp, Vikar an S. G., (1311) 261, 265. Gerard (1331) 354. von Meckenheim: Gerard, Kan. zu Bonn, (1329) 346. von Medemen (Mettmann): Advokat mgr Adolph (1369) 444. von Meer (s. von Titz): Rutger (1310) 251. von Mehlem: Hermann Neve (1316) 286. Johann, Antonitermönch, (1353) 399. Mey: Johann, V. an S. G., (1460) 569. von Meyensal (=?): Tile 497. Meynevelder: Richard, Ritter, (1365) 425. von Meyginsale: Conrad (1329) 332. von Meirnich (= Mernicher Höfe bei Boppard?): Georg Balthasar, span. Oberst, (1674) 651, 663 f. Melach, Köln. Bürger, (1234) 93. Molych: Dietrich (1297) 213. Cf. Mulinc EQu. II, 551. von Menden: Heriman (1209 Lac II, 25). von [Merenberg, Caos. Dial. VII, 5]: Ulrich (1182), dessen Bruder Hartrad (1182) 33 u. Caes. 1. c. von Merheim: Theoderich 39; Christian (1229) 88. Heinrich, Kan. an S. G., (1404) 528. von Meroyde siehe von Rode. von Mestorp (b. Bonn): Heinrich u. Frau Stina (1359) 410. von Mathlare (Methler): Luther, Pr. von Rees u. Kan. an S. G., (1307) 244 f., 256 386, 408 f., 415, 416, 420, 430, 432, 441, 444, 502. von Middachten: Arntz, Ritter, 602. von Middelindorp (= Millendorf b. Lipp): Reynard (1349) 389 f. Heinrich Woeste (1349) 390. Reynard (1390) 507, 533. Dessen Schwester 729 — [Kanoniker, Bitter etc.] Bela Soeten u. Bruder Heinrich, n. 2 Söhne der Bela (1411) 534. von Milne (= Milien): Goizwin, Dora- kan., (1203) 112. Myttelbach: Johann, Domherr, 613. Moyr: Johann M. van der Sultz (Sülz b. Rösrath?) gen. van Bruyke (1352) 395 f., 437. Dessen Eltern Johann von Broiche und Bela 396. Winand M. der Zöllner (1437) 561. von Moirse: Gerard (1288) 187. von Mollenheim in d. Bifel (Mühlheim b. Blankenheim?): Arnold, Vikar an S. G., (1368) 438. von Monheim: Wilhelm (1157) 19. Kirstian u. Sohn Wilhelm (1413) 537. von Moniment (=.- Mörmter): Wieher (1340) 373. Moynych, Moyng (Mönch): (1335) 362. Heinrich (1336) 366. von Monyieu und Valkenburg: Walram (1281) 171. von Munreayn (Monreal b. Mayen): Hermann (1336) 365. von Morenhoyven (b. Rheinbach): Died. Scherffgin 593. Mozart: Wilhelm, Köln. Bürger, (1315) 278. von der Mühle (de Molendino) (1300) 222. von Mulesvurt = Müllforth: Gerhard (1136) 13. von Mulingazin: Ludwig nebst Sohn Dietrich und Bruder Dietrich. Mull: Stephan M. up dem vischmarte, K. B. (1164) 571. von Molinark = Müllenark b. Schop- hoven u. Pier: Cuno (1312) 264. (n. 255 u. 256). Gerard, Kan. an S. G., (1348) 386, 590 f. von Münster: Johann, Supprior der Prediger in Köln, (1324) 312. Leo, Vikar an S. G., (1360) 414. von Muckenhausen (b. Heimerzheim, Kr. Rheinbach) 518. von Muffendorf: Hermann, Steinmetz, (1317) 290, 293. von Münstereifel: Arnold, Vikar an S. G., (1366) 432. Mule: Ludwig, Kan. zu Bonn, (1329) 346. Mummersloch: Herbert, Seh. zu Köln, 607. von Nerze: Hermann, Notar, (1327) 328. von Neslinoberg: Gozwin 404. von Nesselroyde: Johann, Waffenträger, (1352) 359, 437 (hier: Ritter von „Esselr." zweimal!) von Neuenahr: Dietrich, Kan. an S. G, (1330) 348, 386, 416, 418, 420. Godefrid, Kan. an S. G., (1348) 386. Craft (1349) 392. Conrad, Kan. an S. G., (1382) 484 f. Alverhait van Alpen u. Sohn Gumprecht (1396) 514 f. von Neuerburg (lag b. Norf ssö Neuss?): Dietrich, Kan. an S. G., (1311) 256, 271 ff., 377. Rorich, Kan. an S. G., (1333) 267, 361, 386, 402 f., 416, 420, 423, 430, 441, 444. vom Neumarkt : Hermann u. Frau Druda (1317) 293, 304. von Neuerade (Neurath Kr. Grevenbroich): Zilmann (1300) 222. von Neuss: Sifrid 261. Andreas, Vikar zu Bonn, (1329) 346. Reiner, oder Reinard Reinolt, Kan. an S. G., (1348) 386, 390, 393, 416, 418, 420, 423, (u. 3 Geschwister 425, 429 und 430) 441, 457 (Cf. 478). Jacob, Vikar an S. G., (1360) 415, 438. Arnold, Beneficiat an S. G., (1360) 416, 424, 429, 454, 486. mgr Tilmann, procurans in curia Romana, (1365) 429 f. Hermann, Notar, 484. Jacob, Kan. an S. G., (1372) 457, 481, 490, 493, 495, 512. Neve : mag. Johann, Kan. an S. G., 608. von Neyle (= Niehl): Hermann, der Brauer, u. Hermann Hagene (1287) 167. [Kanoniker, Ritter etc.] 730 — von Nideggen: Gottfried, Vikar an S. G., (1411) 533 von Niderhove: Johann (1300) 220. von Niederieh (Pf. Leimersdorf): Heinrich (1316) 284. Dessen Wwe Druda u. T. Eliana (1317) 292. van den Nyenhove: Hermann, gnt van der Leyen, 580 (Neuenhof u. Leye hei Kierspe). von Nierendorf: Winrich d. Scheele (1322) 302. Johann (1322) 303. von Nievenheim: Gerhard (1300) 222 f. Godofrid (1300) 223, 230. Alhey- dis (1329) 332, 349. Johann (1373) 468. Gerat (1379) 477. von Nimwegen : Jacob Goswin, Notar, (1368) 429, Kan. und Sindicus von 8. G. 457. Dietrich (1530 f) 630. von Nuwenhusen: Peter, Notar, (1337) 369. von Nütterden (b. Cranenburg, Kr. Cleve): Christian, Doinvikar (1347) 291. von Odenhausen (bei Oberbachem): Hermann (1316) 284. Rolant (1421) 540. von Oell: Johann, Notar u. Sekretär von S. G. 640. von Udenkirchen (== Odenkirchen) • Bernekin (1316) 289. von Oelpe: Everhard, Aktenschreiber der Baseler Synode, 556. von Oeren: Thomas, doct. med., 617. Oemeken von Kamen: Johann, Kan. zu S. M. im Kapitol, 638. von Oirsbecke: Johann (1297) 211. Engelbert (1365) 427 f. von Oysheym: Johann, Notar, (1388) 503. Peter 512. von Oytgenbach (bei Asbach): Dietrich, (1311) Kan. an S. G., auch Thesaurar, s. d. Stift, 256, 285, 348 Dessen Brüder Johann, Kan. an Mariengraden, u. Gerlach, Ritter, (1332) 360. Des letzten Sohn Gerlach, Kan. an S. G., (1332) 360, 373, 386,403, 415,416,420, 430. Johann, Knappe, (1338) 371, 377. Dietrich, Kan. von S. G. (1348) 386. Onverdorven: Joh., Köln. Bürger, 609. von Ophoven (bei Opladen): Aylf, Ritter, und Frau Gudghin (1368) 437. vonOrcheym (schwerlich = Orken b. Elsen): Jacob (1324) 308. von Ordinghen (= Uerdingen): Alhei- dis u. Sohn Goswin (1356) 405. von Ore, Oir : G., Kan. zu Osnabrück, (1238) 141. Reyner?, Pr. von Chi- vasso und Kanoniker von Lüttich, (1278) 167, 172, Heinrich, Kan. an S. G., (1331) 354, 372, 382, 386, 390, 398, 404 f. (ob. magni offlcii), 411, 416, 420, 425, 428, 526.. von Orsburg: Thilmann (1328 f) 331; dessen Sohn Arnold „textor" oder der „Lynenpeltzer" (1328) 331, 291. von Ossenbruke (bei Till): Johann (1340) 373. Overstolz: Gerard (1291) 194, Johann, Kan. an S. Kunibert, (1328) 330, 340. Gerhard (1382) 490, 505. von Owe: Heinrich und Wirich, Brüder, (1254) 143. von Palant: Werner, Herr zu Brey- denbent, (1412) 537. Karsilis, Yi- kar an S. G., (1437) 561. Werner (1457) 592. von Palmersheim (b. Cuchenheim): Teilkin (1316) 286. von Papeler: Alart (1393) 511. von Posch („de pasculo"): Conrad (1300) 220. Pfuyss : Joh., Kan. an S. G., (1475) 579. von Plettinbraoht: Hunold (1359)412. Walrave (1428) 548. von Poderbach (Puderbach, Kr. Neuwied?): Elisabeth (1333) 361. von Poulheim (Lkr. Köln): Gertrud (1311) 262. Philipp (1336) 366. Rutger, Köln. Bürger, 612. van dem Poyle: Werner, Köln. Bürger, 474, 481, 488, 528. Pryns: Hildeger (1327) 327. — 731 [Kanoniker, Ritter etc.] von Pütz: Arnold, kais. Notar, (c. 1300) 147. Heinrich (1300) 220. Helena 410. Hermann, Kan. an S- G, (1399) 518. Punsspere(??): Bruno miles (1216)63. von Quadrath: Sophia (f) u. Kinder (1338) 370. von Randerath: Theoderieh, Kan. an S. G. und Domohorb., (1240 f) 123. Gozvrin, Domdeohant, b. Domstift. von Ratingen: Gerit u. Frau Eisgin 615. Rayce: Dietrich (1291) 194. von Reelshoven (= Ralshoven Kr. Jülich?): Reynard (1300) 222. von Rade: Godefrid (1281) 172. Gobelin (1300) 224. Gobelin, Goldschmied, (1411) 534. Radink: Gerhard R. von Groeningen 518. Raiscop: Constantin, Kan. an S. G., 560. von Reiferscheid: Heinrich, Richter in Nievenheim, (1317) 290, 349. Heinrich, Domkan., (1329) 340. Vgl. 474. Mettelt 582, 628. Bernhard Meyradt (1550) 635. von Reyde (= Reydt, Kr. Gladbach) : Rutger (1311) 258. von Rennenberg: Albert, Domkan., (1260) 152; Lambert und Gumpert, Brüder, beide Kan. an S. G., (1262) 154. Gumpert (1264) 158, 160. Johann, Domkan., (1283) 174, 177. Hermann, Domsubdekan, (1304) 237, 273. Syfrid, Kan. an S. G. später am Dom, (1311) 256, 702. Johann, Dom-Chorb., (1315 f) 273. von Reuss: Johann und Frau Cath. Dülmans (1702) 668. Reuver („raptor"): Hermann (1285) 179. von Revele: Johann, Schildträger, und Frau Deydradis (1365)426,437. Rex: Rener, Kan. an S. G., (1182) 33. von Rheydt: Johann (1393) 511. von Rheindorf (b. Bonn): Engelbert u. Br. Wilhelm (1316) 284. Lambert, Sohn Lambert's (1316) 285. Rigans: Mag. Nicolaus, Referendar in beiden päpstl. Signaturen, (1783) 676-9. von Ryghenstein (b. Poderbach): Hermann (1369) 444, 457. Rychenstein: Willi., Vikar an S. Q., (1460) 569. von Rikelinchusen : Everhard , Sachwalter, (1329) 334 ff., 343. Everhard (= dem vor.?), Kan. an S. G., (1344) 377. Johann „caput", Notar, (1253) 398, Vikar an S. G., 414, 428, 429, Reddituar von S. G., 436, 438, Kan. an Mariengraden, 441 ff., 445, 454, 457. Hermann Ripe, Notar, (1367) 436, 442, 457. Ambrosius, Notar, (1369) 442. Johann, V. an S. G., (1376) 472. ' von Riehl (Lkr. Köln): Heinrich und Frau Aleydis (1311) 262. Ryne: Joh., Kan. an S. G., 613, 616, 617 f. von Rynheym (== Rheinhoim b. Mündelheim) : Heinrich und Dietrich (1310) 253. von Rynwerden : Heinrieb, Justitiar, (1317) 290. von Rischmuolen : Christina, Wwe Jo- hann's. (1322) 304. von Ritz: Caspar (1677) 649. von Rode (auch Rade): Sehevard (1292) 202, 215 ff, 230, 231 („Joh. de Schey- vart"), 240 f., 367. Werner (von Meroyde und Hemmersbach) 327. Scheyfart u. Frau Kuna nebst Eltern Walrave u. Geyrt 517. Sein Bruder Conrad 517 f. Scheifart 583 f. Junker Scheifart 584. von Roden: Arnold, Notar, (1352) 396. von Rodenbruoge : Johann, Notar, 495. von Rodenkirchen: Winrich (1292) 194 f. vonRödingen: Joselin (1272) 161. Johann, Kan. an S. G., (1423) 542, [Kanoniker, Ritter etc.] — 732 — von Roydheym: Conrad, Notar, (1382) 483, 491. van me Roitgyne (bei Neukirchen- Hülchrath?): Andreas (1336) 366. von Rom: Heinrich (J330) 347. Romers : Gerard Adam, Kan. an S. G., (t 1688) 595. Rulant: Johann, Kan. an S. Aposteln, (1483) 586. von Rumerskirgen (Rommersk., Kr. Neuss): Mathias Eysel u.Frau Greta (1321) 300. Rorabe: Lambert, V. a. S G., (1437) 561. von Rore: Gottfried (1330) 347. Rost: -Wilhelm (1300) 223, 234. von Rozedorp: Heinrich (1318) 294. Rufus: Hildeger (1231) 88. Hermann und Sohn Dietrich 108. Rumeschuttele: Godefrid und s. Br. Reymbodo (1292) 201. Ruwe: Hermann u. s. Br. Nicolaus (1316) 282. von Saffenberg: Wilhelm, Kan. an S. G., (1382) 484. von Salm: Wilhelm, Kan. an S. G., (1238) 111. von Sayn: Gerlaeh, Kan. an S. G., (1209 Lac. II, 25) 58, 59, 64, 65. Sandt: Joh. Stephan 671. Schall von Bell: Godart 613. Dessen Neffen Johann 613 f., und Heinrich 613. von Schane (Schaan bei Jüchen)' Erbert (1300) 220. von Schick: N. N., Oberst, (1725) 669. Schneider: Joh. Frz., lic. th., Prof. am Gymn. Moni, 675. von Schowenburg: Heinrich, Pr. von S. G., (1304) 236. Scherffgin: Johann (1287) 185, 189 f., Hermann, Ritter, (1339) 372. Johann in Molengassen u. Frau Ida (1351) 393. Hermann (1375) 470, 481 f.. 510. Philipp 481 f., von Schiderich: Dietrich (1316) 280. Schillinc: Gobelin, Köln. Bürger, und Frau Hadewig (1303) 235. von Schinnen (Limburg): Wilhelm, Kan. anS.G., (1262) 154, 158, 159? siehe ferner Dechanten von S. G. Tilmann (Br. des vor.) 171. Godefrid, Sohn des vor., 171. Heinrich 172. Dietrich, Kan. an S. G., (1308) 248, 256, 258, 265, 298 f. Goswin, Kan. an S. G., (1311) 256. Engel- bei-t, Br. Dietrich's und Kämmerer von S. G., s. d. Stift. Dietrich's Schwester Bela von Stommeln (1321) 299. von Schieiden: Friedrich (1254) 14;!. Conrad, Kan. an S. G., (1348) 386. Johann, Mutterbruder der Brüder von Jünkerath, (1365) 425. von Schoblendorf: Wilhelm, Vikar an S. G., (1368) 438, 458. von dem Schoenenberg : Dorothea 608. von Schoenforst 530. von Schonlare: „Heriniann f. Helye et Engerae de Schonlare". von Scephoven (= Schopphoven bei Pier?): Gervasius (1301) 229. van der Schuren: Johann (1390) 509. der Schwarze („Rufus"): Gerhard (1155) 18. mgr Heinrich, Advokat, (1360) 415. vom Schwert (de gladio): Johann, advocatus, (1295) 206. Ders. (?), Kan. an S. Andreas, (1315) 270. Johann, Vikar an S. G., (1319) 296, 378 f., 393. Scotte: Arnold (1301) 231, 380. von Seieheim: Hermann, Domkan. (1213) 57. von Selincheym (= Selikum b. Neuss): Godescalk, Truchsess von Jülich, (1289) 189. von Setterich (b. Siersdorf): Ritter Johann (1371) 457. von Sevenich: Gisenold, Egidius u. Hemerich (1289) 188 f. von Siggenhoven: Hermann (1454) 569. Simons: NN., Oberst; B. Jacob, pfälz. Lieutenant; W. Franz, Platzmajor in Jülich, (1725) 669. — 733 [Kanoniker, Ritter etc.) von Seyndorp (= Sindorf b. Kerpen): Johann (1315) 272. von Sunzstedin (= Sinsteden): Ro- belo, Sohn Ritter Ditmar's, (1262) 153, 385. Johann (1336) 366. Sconewedir: Hermann (1229) 88. Jacob (1353) 399. von Sybergh: Jacob, Köln. Bürger, 638. „de Slusis": Heinrieh, Notar, (1324) 315. von Smalenbeck: Gerlach (1410)531. von Soest: Brunsteyn (1189) 39. Mag. Gottsehalk, Scholaster an Mariengraden, (1324) 314, 323. Lambert Bär, Rektor des Hospitals S. G., (1360) 415, 438, 445. von Soller: Johann, Vikar an S. G., (1360) 415, 429, 475. Gerlach, V. an S. G., (1368) 438. von Solms (b. Braunfels): Gerard, Kan. an S. G., (1311) 256. von Spee: Arnold (1347) 382. von dem Spiegel: Mathias (1291)194. Philipp (1311) 258. Bela 394. Mathias (1381) 481, 488, 490, 504, 583. Hermann Reuver (1400) 522. von Spiel: Gerard (1308) 245, 260 f. van der Spitzen: Aleidis (1327) 328. Reynard, Kan. an S. Cunibert, (1367) 435. von Stalburc (= Stolburg in Frenz, Kr. Düren): Bverwin, Kan. von S. G., (1182) 31, 36, 39. Wilhelm, Domsubdekan, (1272) 161. Johann, Kan. an S. G., (1297) 214, 215 ff., 238, 243,'256, 271 ff., 285, 295 f., 338, 356, 367, 579. Stap: Gobelin, Vikar an S. G., (1313) 266. von Steghe: Reynard 432. von SteynhuB: Bernhard (1297) 213. von Stave: Heinrich (1375) 470. Stecke: Ludwig, Kan. an S. G., (1400) 521. Burchart St. van dem Molen- broike, Kan. an S. G., (1428) 548. von Stessen: Friedrich's u. s. Frau Hadewig Söhne Friedrich u. Bruno (1302)232, Friedrich u.FrauDruda (1323) 307. Hildeger (1375) 470. von Stoitzheim (Kr. Euskirchen): Johann, Vikar an S. G., (1365) 266, 429, 432, 438, 458, 485, 499. uff dem Struch: Symon aus Lobbe- rich, Kan. an S. G., (1522) 636 f. von Stumbele (= Stommeln nw. Köln): Bela (1321) 299. Gottschalk u. Mathias, Brüder u. Ritter, (1347) 381. G.'s T. Sveinoldis u. Söhne Ritter Mathias u. Johann (1377) 474. Suedermantz: Beelgin, K. B., 562 f. von Sudorich: Heinrich (1287) 185. von Sumbreff: Jacob, Kan. an S. G.?, (1404) 529. von Summeren : Johann, Dominikaner u. Kaplan des Weihb., 495. von Suonesbule: Herbord (1189) 39. von SwayDbule: mgr Johann, Advokat, (1360) 415. von Swalmen (b. "Wanlo ?): Bela, Wwe des Ritters Arnold von Bachern, (1354) 400. von Telsbergh: Johann, Custoa an S. Peter zu Basel, 556. von Titz (Kr. Jülich): Ritalf u. Sohn Cuno (1310) 250 f., 259. Gerard Cavil (1311) 259. Coeno Sohn Coe- no's u. Frau Gerdruit (1362) 419 f. Coeno's Bruder Godart u. Frau Bllenberch (1362) 420 f. Reynart (1400) 521. von Tongern: Peter Heinrich, Domherr u. Regens Bursae s. Laurentii, (1562) 638 f. von Toneburg (= Tomberg b. Rheinbach): Conrad (1320) 297. Eve- rard, Pr. von Münstereifel, (1320) 297, 346. Conrad 517 f. von der Trankgasse: Hubert, Schöffe ' bei S. G., (1338) 370. von Trevendorp (= Dransdorf b. Bonn): Kunegund und ihr Sohn Lambert (1316) 281. „de Tremonia" (Dortmund): mag. Rutger, Kan. an S. G., (1422) 542, [Kanoniker, Ritter etc.] — 734 — von Treni: Thomas gen. „do Cypho" (Becher), Notar, (1347) 291. „de Trisco": Tilmann u. Frau Aleyd (1363) 422. von Troya (vgl. Troierhof): Lufred, Köln. Bürger, (1338) 370. von Troystdorpe (Troisdorf b. Siegburg?): Winrioh, Cantor vonS.Se- verin, (1329) 340. von Türnich: Ritter Arnold (auch : v. Bachern) u. Frau Bela 400, 479. von Ubaich: Dederich, Kan. an Mariengraden, 519. von Uckinchoven: Rabelo gen. Gabbart u. s. Br. Heinrich (1287) 184. Anton (1305) 239. von Ulpich (= Uelpenich, Kr. Euskirchen): 295. Uhlenbusch (vgl. Eulenbusch b. Birgelen Kr. Heinsberg): Gerard (1335) 362. von Unna: Tillmann, Kan. zu Bonn, (1329) 346. Hermann, Kleriker, (1337) 369. Thomas, Yikar an S. G., (1366) 432, 438. von Valender, Johann (1435) Urk. nach dem Register. von Veninchem (=: Vannikum): Ger- lif (1250) 139. Hermann (1285) 178, 187. Stephan (1300) 226. Vel (od. Vol?): "Wilhelm u. s. Br. Mönch (1335) 362. von Venna: Wilhelm, Kan. an S. G., (1361) 416, 420. von Vernich: Luchardis, Wwe Her- mann's (1304) 237. Wilhelm Kum- payn (1322) 302. Verver von Kempen : Adam, Kan. an S. Gh, 638. Vetscoldere: Ludolf (1231) 88. von Vianden : Johann, Kan. an S. G., (1345) 380. Sibilla (1617) 646. de Villa (aus Mailand): Monaco (1198) 43. von Vileke (= Villich, oder Willich ?): Hermann, Dechant von S. G., siehe Stift S. G. von Viler: Theoderich, Kan. von S. G., (1182) 32. von Vilkerode (b. Overath): Frederich u. Albert (1368) 437. von Virneburg: Heinrich, Kan. an S. G. etc.u. Verwdtr u. Kaplan des Königs Adolf, (1296) 207, 208 ff. Werner, Kan. an S. G., (1296) 209. Gerhard, Trior. Archidiakon (1312) 264. Ever- hard, Komthurin Ramersdorf, (1329) 346. Gerhard, Domscholaster, (1329) 346. Johann, Pr. von Xanten, (1329) 346. von Vyrnich (b. Schwerven, Kr. Euskirchen) : Heinrich, siehe St. S. G., Theaaurare. von Virsen: mgr Urban, Procurator des Kap. von S. G., 615. von Vischenich: Cointze (1394) 514. Daym, Sohn Contzo's u. Frau Ayl- heit (1457) 592. Johann, Br. Daym's, 592. Ulrich gnt van Belle (1457) 592. Gerard, Evert, Heinrich und Dreiss, Söhne des verst. Daym von Bell u. seiner Frau Engin (1461) 593. von Vitinchoven (Fittenhof b. Rheinberg??): Heinrich, Kan. an S. Se- verin, (1329) 340. Heinrich, Schildträger, u. FrauLuchardis (1364) 425. von Vlasvort (vgl. Vlasrath b. Strae- len): Arnold, Kan. an S. Aposteln, (1343) 375. von Volderode (Vollrath bei Grevenbroich): Jordan und Frau Beatrix (1300) 227. Hintze und Frau (1404) 528f. Gerard 549 (Bold.!), 551. von Volmenstein: Heinrich (1166) 23, 39. Gerard, Bruder Heinrich's,(l 189) 39. Gozwin (1189) 39. Heinrich (1213)58. Dietrich nebst Frau und Sohn Heinrich (1297) 212 f., 257. von Vorst: Heinrich (1287) 184. Dietrich (1368)437. Heinrich (1477) 593. Vulprume : Ludwig, Vikar an S. G., (1305) 238, 244. von Walberberg b. Brühl („de monte Walpurgis"): Johann, Notar, (1365) — 735 — [Kanoniker, ititter etc.] 428. Mathias, Vikar an S. G., (1393) 513. von "Waldeck: Hyraagina, Kanonissin in S. Ursula, (.1311) 262. Wilhelm, Domkan., (1344) 377. von Waldorf: Ludwig (1189) 39. Hen- kin 564. Walsheim, gnt Hauerman von Duys- bergh: Johann, Kan. an S. G.,(1562f) 638. von dem Wairde (Waarden bei Neu- sen?): Heinrich 566. von Wände: Heinrich, Vikar an S. GL, (13G0) 415, 457. von Weda: Wilh., Kan. an S. G., (1422) 542, 567. von Wedendorp (Widdendorf b. Hep- pendorf): Godart Mulstroy (1369) 443. von Weydensheym (b. Cuchenheim): Udo (1292) 201. Weise: Jacob, Kan. an S. G., (1562) 639. der Weisse: Gerhard (1155) 18. Til- mann von Columba (1308) 247. von Werda (= Kaiserswerth?): Adolf, Vikar, dann Kan. an S. G., (1312) 265, 279, 296, 305 f., 340. Johann (1347) 291. Andreas, V. an S. G., (1437) 561. van Weren: Conrad u. Frau Bela 518. von Weritzenrode (s. Ortsnamen): Gottfried u.Frau Walburg (1345) 380. von Werl: J. Thomas, Kan. an S. G., (1688) 595, 664, 671. von Wese: Rutger, Knappe, (1344) 377. 36. von Westerburg: Heinrich, Kan. an S. G., (1307) 242. von Westerhem: Conrad, Notar, (1337) von Wivelenchoven : Sparvere, Sifrid, Iwan, Reiner, Egelbert (1250) 137. Godefrid, D. von S. G., siehe Stift S. G. Arnold, Kan. an S. G. (1315) 279. Friedrich, Herr zu, (1320) 304. Hermann Heydolf (1331) 355 Adolf Roever (1373) 468. von Weyterge == Wichterich: Kune- gund (1318) 290, 293. Richolph (1375) 469. Johann, V. an S. G., (1437) 561. Peter, V. an S. G., (1460) 569. von Wickerath: Otto I (1183) 34. Otto II (1223) 72. Rutger, Kan. an S. G., (1344 f) 377. Lutter nebst Frau Thole u. Söhnen Nicolaus und Lutter (1345) 379. von Westubbe: Waleram (1278) 167. von Wicke: Everhard (1324) 315. von Wickerode : Heinrich, Domkan., (1292) 204. von Wydde (= Wied ? Weiden ?): Gerlach (1322) 302. von Wijs (Weiss ob. Köln?): Johann (1399) 400. von Wilrezwist: Cristian Kumpan (1310) 254. von Winckelhusen: Ludolph (1310) 253. Wynckelhuysen Adolph: (1518) 624. von Wynderoyde (Windrath b. Hardenberg?): Engelbert (1331) 355. von Wischel: Everhart Hollant 311, 618 (a. 1504, wonach die Note S. 311 zu verbessern ist). von Witgenstein: Werner, Kan. an S. G., (1424) 544. von Withse [Wietsche nnw. Burscheid]: Everard (1287) 186. Wolff, Ulrich, Gastwirt in Deutz, (1305) 238. von Wolkenburch: Godefrid (1185) 36. Wwe Lysa (1227) 85. Johannes [todt] und Frau Liveradis nebst Kindern Johann u. Heinrich (1274) 162. Wrede: Hermann (1300) 222. Wullenwever („lanarius"): Rudolf (1229) 88. von Xanten: Gerard, Presb.-(Vikar an S. G.?) (1268) 159, 242. Mar- gareta (1384) 492 ff. von (Nieder — Ober) -Zier: Conrad, Kan. an S. G., (,1238) 111, 114? [Ortsregister.] — 736 — Agnes, Schwester des vor. (oder Conrad's von Blankenheim ?) 114. vom Zollhaus (Tolhus): Peter (1322) 304. Hermann's Söhne Peter Rut- ger u. Johann (1326) 326 f. Johann, Schöffe bei S. G., (1351) 394, 410. von Zoppenbroich (b. Odenkirchen): Bernkin 5 Li. von Zülpich: David (1272) 161. Heinrich, Kaplan an S. Apern, (1327) 328, 291. Johann und Frau Ida (1374) 469. von Zudindorp (= Zündorf): Heinrich (1231) 88. B. Orts-Register. Adendorf, Kr. Rheinbach, 29. Afaldrabechi = Apierbeck zw. Dortmund u. Unna 7. Ahrweiler 192, 194-204, 212, 239, 387, 401 f., 406 f., "510 (Fl.), 514 f. (Fl.), 530f., 576 f. — Pfarrer: Bruno (1292)201. — Vögte: Eymchin 402. Johann Bacherach, Sohn des Joh. Roilff Bacherach, (1354) 402. Go- dart (1394) 514. Alamania = Deutschland 357. Aldenberch, Berg beiNierendorf ? 283. Aldenhoven und Freialdenhoven (Vri- denald.) 47,101. — Pfarrer: Arnold, Kan. von S. G., (1203) 47. Rem- bodo (1275) 165. Aldenrath bei Gleuel 592. Aldenrode = Ähren, Pf. Giesenkir- chen, 333, 366, 418. A lderode = Allrath b. Grevenbroich 178, 227, 234, 249, 385, 476, 481, 549,564. — Pfarrer: Wilhelm (1300) 227. Klostergeistl. Peter v. Gladbach (1381) 481. Gerhart (1438) 564. Alkerscheit, Flur b. N. Bachern, 404. Alstätten b. Hermülheim 37, 61, 142. Altzey 616. Ambele = Amel, Kr. Jülich, 128,191 f. Andernach. Pfarrer Sifrid (1312 f) 263. Anstel, b. Nettesheim und Neuss, 28. Aquisgranum =; Aachen 2. Aralefa = Erft (fliesst b. Neuss in den Rhein) 13. Aspith, Aspelslo = Asperschlag bei Büsdorf 83, 85, 102, 474. Augusta = Augsburg 630. Bacherach 616. Baigheym iuxta Coloniam = Bachern b. Frechen 322. Pfarrer Gerlach (1385) 497. Bacheim = Niederbachem, Kr. Bonn, 27, 28, 29, 30, 31, 35, 73, 102, 105, 119, 127, 139, 146, 150, 176, 228, 279, 314, 322 [inferior Baigheym ibid.], 348, 350, 360, 387, 404, 539, 572, 634, 646, 671, 672 f. (Fl.) — Pfarrer: Godefrid (1257) 146. Dietrich (1324) 322. N. TS. 404. J. A. Schröder (1739) 673. Badorf (b. Brühl) 539. Balcheym, Hof, ausg. b. Nievenheym 289 f., 332 f., 412, 468, 483, 498, 603, 632 (Gross- u. Klein-). 650. Barensteyde = Barrenstein b. Allrath, 187, 214, 229, 234, 248 f., 253, 385, 417, 564. — 737 — [ Ortsregister.] Barmen, n\v. Jülich, 590. Basel: 552ff. (Ooncil). Boimberg = Baumberg bei Monheim, 209, 669. Boke = Beeck, Kr. Erkelenz, 171. Bekebruche, Flur b. Viersen, 141. Bell ( = Buschbell bei Königsdorf) 496 f., 577 f. Pfarrer: Dietrich Biz(r?)kelin) 1472) 578. Belmiche bei Wipperfürth. Pfarrer Heinrich von Virneburg (1296) 207. Bendeacker, Fl. bei N. Bachern (?), 398. Benroth, Flur bei Virseu, 128. Bensberg 528. Benzelrath (b. Frechen) 530 (FL). Berge (Altenburg ? ?) b.Selgersdorf 321. Bergen iuxta Worinc == Bergerhof? 404 f. Bergheim = Berkum Kr. Bonn, 228, 646, 673. — Pfarrer: Adam Mar. Weissbaum (1613) 646. Heinrich Kamp (1739) 673. Bergheini, Kreisstadt. Amtmann Cone Koif van Stertzheim (1369) 443. Vogt 609. Berrendorf 443. Berghusen b. Oberpleis 136 (oder hier = d. folg.?) 170. Borchusen = Berghausen, nö. Monheim 540. Berstrate b. Werl 412. Bertestorp = Bertzdorf b. Brühl 161. 174. Bessenich b. Zülpich 469. Betbur —' Bedbourdyck 178, 179,471. Betenworst, lag b. Giesenkirchen, 128. Battenhusen = Betgenhausen b. Titz, 251. Bickendorf, Lkr. Köln, 123, 350, 363, 370, 469, 505.V. Bikenhusen, ausg. b. Methler, 24, 412. Bynsvelt, ö. Düren, 524. ad Birkam, Flur b. Barrenstein, 249. Berendorp = Birresdorf bei Leimers- dorf 283-5, 503. Blecher, Hof b. Burscheid, 186, 315. Blee bei Monheim 28, 127, Joerres, Urkundenbuch von S. Gereon, Bochum. Richter zu: Geryt Spaen (1509) 619 f. ßueheym = Bockum bei Wittlaer (?) XIV, in n. 13. - Schultheiss Hermann (1310) 253. Bodendorf (a. d. Ahr) 567 (Fl.). Bodenhoim (b. Lommersum) 670 f. Boedingen (b. Lauthausen) 566 f. (Nieder- und Ober-)Bohlheim b. Nör- venich 511, 633,IX? („Bale"). to der Boyssen (b. Halver) 532. Bunna = Bonn 201, 324, 344 ff., 387, 406, 410, 516, 543, 5G5, 650. — Offieialis Bunnensis: Johann, Kan. zu Bonn, (1329) 346. Born bei Brüggen 211. Bottenbroich (b. Horrem) 584. Bracht, wohl das bei Batingen, 31. Bracht, Kr. Kempen, 211. Braenselden = Brnsel b. Schwelm 29, 30, 74, 158, 213, 257. Brysge = Breisig, Kr. Ahrweiler, 283 f. Broich (b. Hambach?). Drost Heinrich Buch (1411) 535. to der Bruggen (b. Halver) 532. Brüggen, osö. Kerpen 231, 423. Brühl 584. Brüssel 663, 674. Buvenheim = Bubenheim, s. von Ingelheim, 27, 28, 29, 30, 73,94,95,102, 147 f. Buchot, Flur bei Viersen, 141. Büderich, Kr. Neuss, 29, 30, 74, 126, 175, 206 (Vogtei), 259, 304, 314 ff, 379, 409, 440, 496, 571, 600, VI ff. — Pfarrer: Herimann (1324) 316. Klein-Büllesheim (b. Cuchenheim) 644. Bungarth = Bongartzhof sw. All- rath (?) 385. Burgene, Wald bei Golzheim, 218. Burscheid, Kr. Solingen, 29, 102, 177, 185, 314f., 467, 535. - Pfarrer: Werner(l 324) 315. Franco (1373)467. Boestorp = Büsdorf n. Bergheim 474. (Flur: Gruvonrot). Bütgen, w. Neuss, 571 (Grynsehei- der guet). 48 [Ortsregister.] - 738 - Camen (zw. Dortmund u. Hamm) 412. Carweiler b. Ahrweiler 212, 257 f. Cassele, siehe Rheincassel. Caub 616. Coblenz 236. Daberinghausen, ö. Burscheid, 74, 102, 177, 315, 317. - Pfarrer: Johann (1324) 317. Dale = Rheindalen, Kr. Gladbach 72. Damersdorp, ausg. b. Mechtern (Köln) 86. Wilere, Diederiehswylre = Derichs- weiler, Kr. Düren, 28, 29, 74, 102, 176, 185, 314, 318, 369 f.,YII ff. - Pfarrer: Heinrich (1324) 318, 323 f. Diepaeh (b. Bacherach) 616. Derne, nö. Dortmund, 38. Deutz, 237. Pfarrk. S. Urban 40. Sohultheiss 237. to dorne Dycke (b. Halver) 532. zur Dyckt = Bedburdyck. Vogt u. Statthalter: Albrecht Hueckynck (1510) 622. Difidis (nicht mehr nachweisbarer) Hof b. Methler, 7. Dollendorp = (Ober-) Dollendorf, Kreis Sieg, 74, 387. Dormagen 568 (Fyolenguet). Trutmannia, Tremonia = Dortmund 7, 38 f. (Dekanat), 411, 440. Drachenfels. Burggraf Rutger (1316) 285. Dranendal, Weinberg b. Ahrweiler, 401. Trevendorp, Trevesdorp = Dransdorf w. Bonn, 281, 384. Dülken 381. Dune, siehe Kirchdaun. Dunwalt = Dünwald, Kr. Mühlheim, O. u. Kl. 21. Dursdaile = Dürseln ö. Odenkirchen 233, 328. Düren 370. 31; Dusele = Dussel b. Wülfrath, Ä0'>, 126, 177, 276, 314, 316, 372. — Pfarrer: Conrad (1324) 316. Heinrich Ton Oir, Kan. an S. G., (1339) i 372, 398 („pastor eccle"), 425 (rec- tor). Gobelin (1353 „rector eccle") 398. Duvelsdaill, Thal bei "Wevelinghoven, 355. Dwerwech (= Querweg?) Weg b. Barrenstein, 249. Eicke O. a. d. Maas 17. Eyckhoven (b. Halver) 531 f., 580, 619 ff. (Richter Johann Bremer.),V. Eil s. Heumar 471 (?). Eirode = Vronover b. Oeckhoven 128. Elmt, Kr. Erkelenz, 211. Elsen, Kr. Grevenbroich, 230, 309. Emmelgove (= Engelgau??) 510. Enede = Ende n. Herdecke 440. Schildträger Diderich v. E. (1368) 440. Enepe (b. Halver) 532. Ense = Ensen bei Heumar, Kr. Mühlheim a. Rh., 28, 29, 30, 74, 96, 99, 105, 143, 247, 387, 645 (Buchelsguet),YI ff. Eppinwiden, Flur b. Nievenheim, 332. Erlepe = Erp b. Euskirchen 152,VI. — Pfarrer Albert von Dollendorp (1260) 152. Erpel. Pfarrer Plorekin (1294) 205. Esel! b. Holzweiler (Kr. Ahrw.) 320. Escher Mühle b. Heppendorf (1324) 319. Eschweiler ö. von Düren 218. Etterig = Ettringen b. Mayen. — Heimbürger Ciamann (1336) 364. Evinghoven b. Oeckhoven 365, 365, 415,V ff. Feldcassel b. Rheincassel 597 (Fl.). Vischenich, n. Brühl, 309. beim Fischershaus, Flur b. Quadrath, 371. Vorst, Hof b. Junkersdorf, 347. Vrankenhoven bei Oeckhoven 128, 250, 253, 362, 551,V ff. Frankfurt 242. Vrechin (Frechen w. Köln) 496, 530, 537, 592. Vreynze, Hof Frenz b. Horrem, 327. — 739 — f Ortsregister.] Fl r ai Frimmesdorf (Kreis Grevenbroich) 644 f. Fritzdorf (nö. Ahrweiler) 67J f. ronhof, Hof b. Knechtsteden, 413. ailen = Füllungen b. Rheincassel? 423,V. am Galgen (? „ad patibulum"), Flur bei Junkersdorf, 347. Garrath (b Benrath) 670. Garzweiler, w. Grevenbroich, 224. Geldern 381, 601, 605 f., 663 f. Gere, Flur unweit Nierendorf, 283. Grinswilre = Gereons., Kr. Jülich, 28, 74, 102, 176, 276, 314, 317, 610, 625 (Fl.), 674 (F1.),V. - Pfarrer: Egidius (1324) 317. Gerinzoven, ausg. ß. von Ahrweiler, 402. Geseren, ausg. b. "Wachtendonk, 381. Gesinhoven, ausg. ob. Ahrwoiler, 402, 454 f. (Kapelle). Geve (?) 373. Gherichsheym = Gerresheira, Kreis Düsseldorf, 31. Gerode = Gierath b. Bedburdyck, 269, 479. Giesenkirchen, Kr. Gladbach, (1150) 15, 57, 74, 102, 107, 126, 128, 175, 289, 314, 317, 333, 376 f, 418, 512, 643 (Fl.),YIff. - Pfarrer: Walter (1150) 15. Tilmann (1324) 3, 17. Gerard (1344) 377. Gilegowe = Gilgau, Decanat im G. = Bergheimer Decanat, (1080) 11, 12, 174 (decanatus ruralis). Gimnich, Kr. Euskirchen, 174. Ginburne = Gimborn, Kr. Gummersbach, 29, 30, 74, 574, VIII ff. Girmirstorp ^Gimmersdorf, Kr. Bonn, 228. Gladbach, Kreisstadt, 220. Gleyne = Glehn b. Eicks ? Klein-Glehn b. Wachendorf? 254. Gluele = Gleuel bei Köln 373, 430, 486f., 497, 577f., 592. - Pfarrer: Lambert (1339) 373. Conrad (1472) 578. Glodervelden =i Glörfeld bei Halver 580. Godesjberg b. Bonn 333, 336, 344. Godesloe, Weinberg b. Niederbachem, 139, 404. Godelsheym =: Golzheim, onö. Düren, 218, 511, 576. Goyrgheym b. Rommorskirchen (ausg.? = Gill?) 300. Gotzenkirchen (b. Hemmersbach) 367, 371. — Pfarrer: Gobelin (1339) 371. Engelbert (1363) 423. Greveroyde = Grefrath, Kr. Kempen, 381. Persona (Titularpfarrer): Nie. von Affelen, Dr. iuris utr. (1490) 624. Bruche = Grevenbroich 161, 187, 227 (Kaplan von), 234 (Kapelle), 238, 249, 270, 309, 355, 385 (Kaplan), 481. Grimelsbruch, ausg. (?) b. Merkstein 320. Grivenchoven, ausg. bei Soest, 30, 74, 396, 412, 415, 636, VIII ff. Gruven = Grouven sw. Bergheim 319. Grünscheid, Hofstatt bei Burscheid, 315 (Kapelle), up deme Gudenberge. Flur bei Rom- merskirchen, 301. Joderoide = Güdderath bei Odenkir- chen, (Deutsches Haus) 385. Güsten 419. Hackhausen, Kr. Grevenbroich, 238. Hadewig-pat,Wegb.Nievenheim, 332. Haien n. Mors 491. Hallere, Flur b. Wissersheim, 243. Halver (wsw. Lüdenscheid) 532, 580, 619. - Richter : Rotger Haker, Ho- greve to Ludenscheven (1476) 580, 620. Haimbroioh = Hambach osö. Juli 590. Hamer. Weinberg b. N. Bachern Hamm (in Westphalen) 412™^ tzodemeHanen, Fl. b. Junkersdorf 347. Hassilt= Hasselsweiler, Kr. Jülich, 189 (Pfarrer). : [Ortsregister.] 740 6 „:, Husen — Hausen bei Mayen 28, 74, 102, 363ff,VIIff. — Pfarrer Peter Fix (133G) 365. — Heimbürger Heinrieh (1336) 364. Haw, Flur b. Quadrath, 370. Hede == Heidehof bei Grevenbroich 128, 214 (nemus). Heyda, Flur bei Wevelinglioven, 304. Herde = Heerdfc bei Neuss 304 (Pfarrer), 491, 600 (Fl). Heidelberg 616. zoderHeyden (ausg.? b. Halver) 532. Heimersheim a. d. Ahr 283 -5. Heynveit, Flur b. Nievenheim, 332. an der Hellecule, Flur bei Junkersdorf, 347. (lange) Heyge, Flur b. Quadrath, 371. Heymersbach, Hemmersberg = Hemmersbach, Kr. Bergheim, 367, 379, 577, 583f. - Pfarrer: Johann (1345) 380. NN. (1472) 578. Hemmerden VI. Heipenstein (b.Hülchrath) 626 (Mühle). Henrevelt, Flur b. Burscheid, 315. Heppendorf, Kr. Bergheim, 28, 31, 73, 102, 113, 124, 126, 127, 129, 176, 254, 314, 319, 360, 438, 441 ff., 483, 633,Vff. — Pfarrer Everhard (1324) 319, 323 f. Hermühlheim (Mulinheim') 312, 103. - Pfarrer Gerlach (1214) 61. Herkenbusch (b. Allrath) 385. Heinzberch = Hinsbeck, Kr. Geldern, 381. Hyrtzenberg, Berg b. "VVevelinghoven, 355. Hoynkirgin = Hochkirchen, Kreis Düren, 219, 576. Hoingen = Hönningen, Kr. Grevenbroich. 365. dinchusen =■ Höinghausen b.Unna 38. hkeppel, Kr. Wipperfürth, 649. zöme'Holwenden (b. Halver) 532. Holzweiler n. Ahrweiler 28, 73, 102, 314, 320, 323,387, 392, 400, 550. - . Pfarrer NN. (1324). Holzweiler, Kr. Erkelenz, 224, 3S0. — Pfarrer NN. (1300) 224. Hoingen = Höningen, Kr. Grevenbroich, 179. Horheym = Horrem b. Dormagen 278, 412, 632. Horheym = Horrem b. Kerpen 326 f. Hoyldcneych, Baum b. Gierath, 269. Hoystaden ausgegangen, w. von Allrath b. Frimmersdorf, 178. Hoechem = Huchem b. Birkesdorf VI. Huekelhoven, Kr. Iserlohn. Pfarrer Kyrstgen in dem Daele (1509) 619f. Huekingcn b. Angermund 253. Hilkorode = Hülchrath, Kr. Grevenbroich, 362, 462, 468, 498, 603 f. Hurte = Hürth, Ldkr. Köln, 37. Huppilingheym, ausg. ö. von Golz- heim, 218. van den husin, Güter in d. Pfarre Waadt, 411. Idenchoven = Ickhoven b. Eving- hovcn 179, 184, 404 f. Emuntrode = Immerath, Kr. Erkelenz, 224, 269, 295. Inervelt, Flur sw. Lützenkirchen und Neukirchen 186. Innsbruck 600. Jugginde = Jüchen, Kr. Grevenbroich, 220 ff., 544, 552. Jülich 590, 669, 674. Vogt zu J. "Wilhelm vamme Haynen (1401)523. Gunterstorp = Junkersd., Ldkr. Köln, 27, 28, 29, 30, 73, 175, 272, 315, 318, 347, 382, 496 f., 531, 537, 608, 613 ff, (Fl.), 636 (F1.),V ff. — Pfarrer : Johann (.1324) 318. Heinr. Hagedorn(—1468?) 573. Johann Pi- storis [Beckers!] von Lappo (1468) 573. Calicheyra=Kalkum.Pfarrer(l 322)304. Kamphausen (b. Jüchen) 512. Kapellen b. "Wevelinghofen 355 (Pfarrer Albert). Karpengewalt, Busch b. Titz, 251. dey kauwe, Flur ("Wiesen) bei Hem- morsbach, 367. 741 — [Ortsregister.] Keiskorff, Wald n. Kirchlichen (b. Käskorber Hof) 224. Keldenich (b. Hersei?) 381. Kelzenberg b. Jüchen 220, 226, 381, 511 (Fluren), 526, 544, 551/V. Kempen 381, 604. Carpena = Kerpen, Kr. Bergheim, 231, 380, 423, 530, 669 f. (Fl.), 671, 674. - Pfarrer NN. (1299) 218. — Burggraf: Johann de Schey- vart(1301) 231. — Amtmann Adolf, Herr zu Gymnich, (1539) 633. Kervenheim, Kr. Geldern. Herr von K. : Dietrich von Cleve (1316) 289. Keyenbruch = Keyenberg, Kr. Erkelenz, 224. Kippekausen b. Bensberg 528. Kirberch, ausgegangen bei Monheim ? 127. Kirberg {= Kirchholz ?J b. Selgers- dorf 321. Kirchdaun, Kr. Ahrweiler, 31, 73, 361, 387, 539, 567. - Pfarrer: Johann (1333) 361. Bembold von Seylbach (1387)501. Joist-Yodocus (1446) 567. Kircheym — Kirchherten, Kr. Bevg- heim 224. Kirchholz, Hof b. Selgersdorf, 265, 474.VI. Köln,Kirchen und Kapellen: S. Apßrn 262, 299, 394, 506. S. Aposteln 495 (Vicepleban Christian). S. Bri- gida 51, 306 (Pfarrer Rutger a. 1323). S. Christoph 58 u. öfters (Pfarrer: Vogelo 1213-14, Dietrich 1280, Gerhard von Spiel 1289 bis 1311, Conrad 1316-24, Mathias 1329—31, Gerhard von Kempen 1353 — 66, Wynant von Twickele 1377-88, Heinrich Ezel 1420-33, Peter Halt tich fast 1482—87, Joh. Mich. Klein 1766-92—?). S. Co- lumba 37 (Pfarrer: mgr Gottfried, Kan. an S. G., 1185). S. JohanniB in curia 412, 631. S. Laurenz 51, 85. S. Lupus 412. S. Marcellus 146. B. Mariae de vallo ~ Maria- ablass 59, 232, 248, 265, 307, 329, 438 (Pfarrer: Richkolf 1329, Johann 1348—65). S. Mariae in Pas- culo 397, 412, 631. S. Martin 412. S. Paul 280, 375, 400 (Pfarrer: Hermann 1373, Gerlach 1389). S. Peter 85, 193 (Pfarrer Conrad 1226). Köln, Hospitäler: bei S. Agnes auf dem Neumarkt 381; b. S. Andreas 381; b. S. Catharinen 592; in Deutz 381; auf dem Domhof (zum h. Geiste) 381; in der Erenstrasse 381; bei S. Gereon 119, 141, 175, 350, 373, 381, 438; S. Maria im Cup. 381, bei S. Martin 381;' zu Melaten 381 ; b. S. Pantaleon 1 ?, 381; bei sent Revilien (=Ursula) 592. — Curien von S. G.: Acker 397; Aerscheit 566; Berchem 567; Dechaney, 564, 650; zu der Hosen J ); de Lapidea Porta 391; Lohoff 394, 438; Manderscheit 391, 581; Propstei 438, 564; Saffenberg (neben Pfarrhaus S. Christoph l ) ; Schinnen VII; Scholastrie 512; Vielle 438 = zer Velen 521; Wolkenburg (?) 393. — Häuser: Alshoveif278; Bayle 372 ; zum Breidenstein 267; Breidtbach 642; zur Clusen 642, 650; Crau- wehuys 475, 627; zom dreysche 399; zo der duven 426; dat eudil- sto huys 475; Eventure 346; zom Gobelinus 593; zo me heyden 375; Homersbach 527; Herrin - Levren- huys 350; tzo me hunen 394; zu deine Juden 305, 312; zo den jun- feren 527; Knoyart 650; Melzhof 297, 299; Mertzenich 527; Pofl-- *) s. Urk. hinter dem Register. [Ortsregister.] 742 heim 328; Ryferscheider hof up den doemhoff 628; Rusinberg 419; zom schärfte 519; zora Schild 266f., 411, 432; zum Schwert 397; Spitze 328; Stroynberg 242; WichuB 280. Köln, Strassen, Plätze, Fluren: Acker von S. G. 120, 120 (campus), 159, 270, 471, 491. Altes Ehrenthor 108, 206, 378, 475, 627. Alter Graben 261, 329, 378, 475, 566. Alter Wall 114, 232, 307. Alte Mauer 186, 346, 615 (A. M. bei S. Aposteln). Beggergasse (vicus cratherarum) 241. Blendebuchel 86. Boterichz- gasse, Buttergasse 397, 402, 484, 564, 585, 643. Breitestrasse 186, 278, 312. Buschofswyngart 472. Cederwalt278, 280. Gereonsdriesch 393, 424. Eigelsteinsthor 308. Ei- gelstein 506. (Erbe der) Vetschol- dern 563. Vischmart 571. Yre- singasse 235, 261, 328, 401, 406, 643. Vresinporz 70, 86, 91, 235, 401, 505. Vroinacker 86. Geir- schaif 596. Geveonstrasse 266, 411, 438, 515, 519, 527. Gereonsthor 373. Grüner Weg Köln-Ossendorf 86. Hahnenthor 86. Erbe Harde- voust 403. JohanniBstrasse 424. Judengasse 593. Junkheren kirg- hof 433, 505. Kirchof von S. Christoph 242, 265. Kreichmart 607. Erbe Lantzkron 563. Leymkule (nach Mechtern zu) 292. Leprosi = Melaten 86, 330, 401. Lewen- porz 263, 279, 290, 299, 328, 350, 405, 520, 575. Dio Linde bei S. G. 394. Lyntgasse 406. Marsporz 261. Marzellenstrasse 307, 375. Milin- grete 86. Molengasse 393. Neue Ehrenporz 206, 372. Pachoven 42. Beim Pfahl (stipes) 86. Placgasse, Plankg. 42, 241, 262, 278 (Pütz in), 312, 419, 479, 515. Porticus von S. G. 281, 305. Proversland 292. Putei auf Gereonsdriesch und auf Gereonsstr. 186, 566, 394. Rei- nardsthor 42. Santcule 92. Schafenthor (schaporce) 70. Scheideweg 433. SchmierBtrasse 261,280, 400, 410, 468, 504, 510, 561, 563. Sconemare 86. Erbe Seivenberg 403 (bis), 471, 491. Sporgasse 506. Suckergasse, Sock., Sick = "Weissengasse 96, 309, 375, 404, 410, 428, 630. (S. Pantalon's) Weiher 24, 523. Weinberg von S. Christoph 248, 298, 378. Weinberg von S. Quintin 103, 263, 350, 482. Wor- pelporz 432, 550, 575. Iperwald, Nyp., 400, 468, 510. Königsdorf 347 (Strasse), 497. Kirsmigh = Corschenbroich, Kr. Gladbach, 152, 511. — Pfarrer: Heinrich, Pr. von S. Sevorin ; Werner, Pr. von S. G., (1261) 152, 204. Heinrich von Wickerath (1292) 204. zum Krahm, b. Overath, 649. Knaphuysen hoentschafft (Knabben b. Anrath) 632. Kruithuse = Krauthausen b. Selgersd. 587 ff. (unter und ober dem) Kreuz, Flur zw. Wevelinghoven u. Grevenbroich, 355. Crelo == Kriel bei Köln 17, 28, 29, 30, 70, 73, 91, 175, 193, 277, 315, 321 (Pfarrer), 330, 372, 470, 478, 536 (Fl.), 593 f,V ff. Kreyevenne 373. Krickenbeck, Kr. Geldern, 605. Kruchte = Nieder- oder Oberkrüch- ten, Kr. Erkelenz, 31, 211. Kuchenheira (b. Euskirchen).Pfarrer: H. von Erpel (1423) 543. Cumptich 160 (Pfarrer Gfuilelinus ?] von Schinnen, Kan. an S. G.). Curlare = Curl, nö. Dortmund, 38. Laich = Laach n. Heppendorf 521. Lachern bei Worringen 167 ff., 327, VI. Langel bei Rheincassel 423. Langenaehe = Langenich b. Kerpen 28, 29, 30, 35, 74, 102,174,216,231 — 743 — [Ortsregister.] (Schultheisg v. S. Q. Godescalk), 437,VIII ff. Lasterbalgescule, Flur bei Junkersdorf, 347. Leohenich 408. Leimer8dorf,Kr.Ahrweilor,283-5,503. Letberg = Liedberg, ö. Giesenkirchen, 333, 346. Leyshem = Liessem b. Niederbachem 404, 572. Lieh, S. Jülich, 587, 591. Limburg (Belgien) 669. Lind b. Kriel 193, 277, 592. Linderhegge, Flur b. Junkersdorf, 272. Linn 439. Schultbeiss des Landes von Linn: Henrich ingen Hain (1368) J 39. Luppe = Lipp, Kr. Bergheim, 12,105, 388 f., 508, 533. — Pfarrer Lam- brecht (1349) 388 ff. — Vogt Olrich (1349) 390. Loe, Höfe, (=Lürrhöfe ? ) b.Wilich, 491. to deme Loe (b. Halver) 532. Lörzweiler, aw. Nackenheim, 147. Luvenigh =Lövenichb.Köln (1033)8, 74,102,177, 314, 319, 347, 594,VIIff. — Pfarrer: Conrad von Nievenheim (1301) 230. Heinrich (1324) 319. Lomuntsheim = Lommersum b. Buskirchen 55, 240 f., 243, 516, 530, 634, 668, 670 f., 674. Lorhoven ausg. b.Burscheid 185, 315. Lubrechtroide = Lübisrath b. Neukirchen? 404. Lüdenscheid 619. Hoegreven : Rutger Hack oder Hacker (1476) 580. Johann Hack (1509) 620. Lutgenwerde 532. Lüttich 197. Lotselkirgen = Lützelkirchen ö. Opla- den 315. Lützerath b. Imnierath 224. Trajectum = Maestricht 230, 669. Mayre, Flur oder ausg. Ort b, Lan- genich, 216. Mannebach (b. Bacherach) 616. Meygene = Mayen. — Pfarrer: Ernst [? „preistet] (1336) 364. Marialinden, b. Overath, 649. Milwilere = Mariaweiler, Kr. Düren ,-*• (973: Miluchwilere, im Liber Va»^" loris: Mirwilre) 31. Morsdorf = Marsdorf b.Köln, 19, 28, 37, 118, 141, 347 (oder ist hier der „Morsdorfer Hof so. Müngersdorf gemeint?), 496, 538,V. Mauenheim (b. Longerich) 594. Mechtern 175. 470, 505. — Pfarrer: Wilhelm (1363) 424. Johann Cluy- ten (1475) 580. Mefroden, Flur (?) b. Barrenstein 249. Millenheim = Mehlem 243, 673. Pfarrer Fried. Adam Hermesen (1739) 673. Merheim, Lkr. Köln, 27, 29, 30, 73, 89, 97, 102, 150, 175, 245 f., 262, 315 f., 397, 434 ff. (FL), 456 f., 479 ff., 483, 489 f. (Fl.), 597, 608, 619, 636, 647,Vff. — Pfarrer: Bertolph (1324)316. NN. (1353) 397. Gobelin von Titz (1371)457. — Vogt: Johann (1371) 456, 479 f., 483, 487 ff. Myrkenich = Merkenich(b. Longerich) 397, 423. Muehesten = Merkstein 74, 102, 314, 320 (Pfarrer Everhard a. 1324) Merse, Flur (oder = Mersch?) b. Se- venich 189. Merten (w. Sechtem) 538 f. (Gericht). Merteshoven 278, 367. Mertzenich. Pfarrer:mag. Johann von Hamboch (1538) 637. Metlere, Meitlar = Methler b. Camen zw. Dortmund und Hamm, 7, 24, 31, 38, 103. Metz 182 f. Midlondorp, Mutlindorp = Millendorf bei Lipp 349, 526. Miebach (b. Overath) 649. Mirica, ausg. b. Allrath, 385. Mistlant oder Heydakker, Flur bei Monheim, 208. MörBpurg, Schloss, 643. Munheim = Monheim, Kr. Solingen, 27, 29, 30, 35, 74, 102, 126, 127, [Ortsregister.] — 744 — 129, 15a, 177, 208, 213, 314, 316, 395, 545, 551, 568, 571, 644 (Fl.), 669, 670, VI ff. - Pfarrer: Richwin (1324)31 G.Wolter Heymans (bis 1563) 640. Heinrich Gierweiss (1563) 640. Jacob Esser (1572) 640. Engelbert Spicker (1722) 669. - Vogt: Heyntz up der straisse (1449) 568. Mulsvort - Müllforth b. Odenkirehen 269. Mulenheym super Ruram. — Pfarrer Walram von Broich (1297)213,253. Muffendorf, Kr. Bonn. — Vogt Abelo (1316) 285. Mulenhoim, s. Hermühlheim. Mulenburg, Wald, = Mühlenbusch w. Nierenheim, 289. Mulre, Hügel b. Golzheim, 218. Mundenstorp — Müngersdorf b. Köln 175, 608. Münster (Westphalen) 384, 649. Munt= Münz, n. Jülich, 250. — Pfarrer Andreas (1311) 260. Naeheim — Nackenheim b. Mainz, 27, 28, 29,30, 73, 94, 95,102, 145, 147 f. to deme Nartdaele (b. Halver) 532. Nauheim b Gross-Gerau, Hessen, 242. Nedervorst (b. Halver ?) 532. Neerbock, Hzgth. Limburg, 84. Neuenhausen b. Grevenbroich 187. — Vögte: Godefrid (1288) 187. Godcfrid (1348) 385. Nuwenkirgen = Neukirchen b. Op- laden 74, 99, 103, 314ff. — Pfarrer Philipp (1324) 316. (Hoch-) Neukirch (w. Jüchen) 511. — Pfarrer Werner von Kellenbach (1393) 512. Neurath (b. Frimmersdorf) 645. Neuss 429 ff., 465, 478, 486, 502, 571, 600 (BgmsterDied. Wetzel a. (1491), 623, 626, 629. Niederaussem b. Bergheim 274. Niederzier so. Jülich, 591. Niederzündorf, Kr. Mühlheim, 1.47. Neyl Niehl, b. Köln, 397, 517, 6i9, 636 (F1.),V. Neyl, (ausg.?) b. Heerdt 491, 600. Nierendorf b. Lcimersdorf 283—5, 302 f., 387, 500 f. (Flurn.), 503. - Vogt Arnold (1316). Richter Arnold Blume (1322). Nierstein u. Flurname Markenburne 94. Nievenheim, Kr. Neuss, 289, 290, 332, 349, 468, 483, 497 f., 602, 527, 603. - Fluren 497 f., 502. — Pfarrer: Heinrich (13J7) 290, 332f.,349. Hermann von Neuss (1388) 502. — Richter, siehe H, von Reifferscheid. Nothusen b. Elsen 179. Oberaussem b. Bergheim 474. öberbachem (b. Mehlem) 673.- Pfarrer: Gerit van Vrechen (1406) 530. A. Kerap (1739) 673. Oberzier VI. Odenkirehen. — Burggrafen: Ritter G. (1263) 155. Ritter Rabuldo (1336) 365. Ablindorp ; Obbendorf (Kalbergshof) b. Selgersdorf 321. Oberflickerath, ausg. b. Overath?. 649. Hudenchoven, Ud., Od. Oeekho- ven, Kr. Grevenbroich, 27, 28, 29, 30, 31, 73, 102, 126, 128, 135, 140, 154, 175, 178, 179, 184, 214, 234, 239, 248, 252 f., 314, 317, 365, 385, 416, 417 f., 519, 529, 548 f., 568 f., 632,Vff. — Pfarrer: Lutter (1324). Gerard Kavel (1361). Petrus (1454). Heinrich Moels(1538). Udenchoven Oedingen, Kr. Ahrweiler. Vogt Tilmann (1316) 284,302. Oystinchusen b. Soest 412. Oistune = Ostönnen b. Soest 412. Olme =- Ollheim b. Rheinbach 152. — Pfarrer Godofrid (1260). Almuntshem = Ollesheim, Pf. Nörve- nich, 114. — Pfarrer: Conrad von Zier [oder von Blankenheim ?] (1241) Upladin = Opladen 74, 96, 99, 177. 314, 320, 368, 437. - Pfarrer: Hermann (1324), Mathias Hase (1397) 400. Nie. Museler (1528) 029. 745 — [Orisregister.] Uppindorph — Oppendorf b. Lipp 118, 155, 388 ff., 508 (FL), 533 (FL). Oppenheim in Hessen 145. Overkenne = Orken b. Elsen 179, 230. Osenau bei Odenthal, Kr. Mülheim a. Rh., 21, 29, 30, 74, 174,VI. Ossendorf b. Köln 86, 93. Osterrath b. Crefeld. Kapellenrektor: (1322) 304. Ottenheim bei Lommersum 55, 230, 240, 243, 387, 519, 634. Overath, Kr. Mülheim a. Rh., 649. Paffenwech, Weg b. GHerath, 270. Pafenrode, ausg. bei GHesenkirchen, 128. Pile, Piltz, Weinberg bei Ahrweiler, 401. Pyrne = Pier, Kr. Düren, 589 (Altar 8. Hubert). Poppeisdorf (b. Bonn) 513, 630. Portiehe = Bruttig?? Pfarrer Heinrich von Virneburg (1296) 207. Quaytroyde = Quadrath(ö. Bergheim). Pfarrer: NN. (1353) 397. Rimage = Remagen 30, 37. — Propst von Remagen 284. Renbruggen = Rheinberg b. Huckingen (?) 253. Rheincassel Lkr. Köln, 19, 29, 35, 57, 102, 107, 126, 128, 175, 314, 321, 327, 423. —Pfarrer: mag. Bernard 36. Arnold (1324). Gerard (1363). Rhense 37. Rikerode = Richrath, Kr. Solingen, 31, 545 f. (FL). — Pfarrer Willi, de Stipite (1424). Riehl n. Köln 509 (Fluren), 516 f., 525, 619 (FL). Rincberg = Rimburg b. Merkstein 320. Rinneke, Rintgen bei Viersen 141. Rodhe ~ Rath b. Auenheim 41. Rodhe == Mühlrath nw. Hülchrath 13, 31. Royrle, Stepperoide (b. Rommeisheim) 499, 524 (FL). Rolit, Weinberg b. Nioderbachem (?), 139. Rodelant, Flur b. Wevelinghovon, 304. Rulanswerde 243. Kapelle s. Nicolai, Priester: Jacob von Eren (1307). Rolshoven b. Deutz 40. Rommerskirchen, Kr. Neuss, 40, 250, 549. Rumsheim, Rumbenshem = Rommels- heim b. Binsfeld und Düren, 28 31, 36, 499, 524. Rothusen (n. Halver) 532. ad Rubum, Hofstelle b. Barrenstein, 248. Rudelsheggen = Rülseggen b. Wei- lerswist 518. „Rupes lapidea," [= Steinfels?] Flur b. Junkersdorf 247. Kobberoide (= Ruppelrath bei Höho- scheid?) 568. Ruremond 382, 606 („Reymund"), 652, 663. Rüttenscheid (b. Altenessen) 532. Ruzin, Hof zu Hürth, 37. Salechindorp=Selgersdorp, Kr. Jülich, 74. 176, 264 f., 314, 320, 470, 474, 587ff. (FL). — Pfarrer: Cuno von Molinark (vor 1312) 264. Arnold (1324) 320. Thoenis [Schröder?] (f vor 1484) 587 ff. Sasserath b. Odenkirchen 365. Schechtelhuysen = Schelsen (b. Odenkirchen) 623. Scherfhausen (bei Glehn, Kr. Neuss) 512. Sehmalenbach (\v. Halver) 532. Schwamborn (b. Overath) 649. Schwelm. Richter zu: Peter von Lae- kum oder Lankum (1509) 619 ff. Seylenpoyl, Flur b. Spiel, 359. Sevenich b. Spiel 128, 188 f. Schult- heiss Jachelet (1289). Sindorf (b. Kerpen) 584. Sinstede b. Rommerskirchen u. Neuss 140, 184, 301. 549, 635 V. Sleide. Flur b. Quadrath, 371. Soest 396, 411. Schultheiss Hermann (1189) 39. Sorden 155. [Ortsregister.] 746 Speie = Spiel, Kr. Jülich, 22, 34, 57, 102, 103, 107, 126, 128, 139, 175, 188 f., 314,321, 350, 359. — Pfarrer: Hermann (c. 1163) 34. Werand (1289)189. Johann (1324) 321, 323 f. Spysbusch, Wald b. Titz, 250 f., 259. Spilhoff, Hof zu Merheim lrh., 435. Stammeln bei Birkesdorf, VI. Stappe, Flur bei Viersen, 141. Steeg (b. Bacharach) 616. Steinbach, nw. Lindlar, 649. Stcymburle, Flur b. Allrath, 227, 385. Steinbusch, Flur b. Quadrath, 371. Sterenhof, b. Junkersdorf, 347. Stotzem (b. Euskirchen). Pfarrer Conrad von Heymbach (1502) 613. Strabuch = Straberg b. Nievenheim 412, 632. Strassburg, Pf. S. Peter. Pfarrer Nicolaus (1381) 482. Strempeche (silva) —Strümp, Pf. Lank, 33. Sibbewilre = Subbelrath b. Köln 86. Sulburgh (lag bei Grevenbroich) 214, 234. Sultzhof (ausg.?) b. Nievenheim 497, 502. Stralen 381, 602. zom Stuytge — Stütgen b. Kriel 591 ff. (FL), 610ff.,V. Sugtelen ^ Süchteln 381, 512. Thedinhoven == Thenhoven bei Wor- ringen 262. Turre = Thorr bei Heppendorf 319, 521 f.,V. Das Gericht „zer Loo zo Turre"; Vogt Schurp van Bolen- heym (1369) 443. Tyzene = Titz, Kr. Jülich, 22, 34, 250, 259, 274. Torfvenne, Sumpf nö. Goch?, 373. Tornich = Türnich,Kr. Bergheim, 174, 400. Traben, Kr. Zell, 88. - Pfarrer Arnold, Pr. von S. G„ (1232). Trevelstorp = Trippeisdorf b. Merten 538 (Fl.). Troierhoff in Merheim, lrh., 434. Trosthorp=Trosdorf, Kr.Bergheim, 12. Ockeroide = Uckerath, w. Nievenheim, 497 f., 502. Ukenchoven == Uekinghoven b. Oeck- hoven, 28, 128, 184, 239, 249. Osterpe = Uesdorf b. Junkersdorf 347. Unkel 283. Unkelstein, Berg gegenüber Unkel, 283, 285, 356, 384, 579. Usenowe = Osenau. bi der utzermaren, Flur b. Junkersdorf, 347. Velbrecht = Velbert 42b. Vele, Vyle == Vill, Waldgeb. zw. Bonn u. Neuss, 496, 517. Venincheim = Vanikum so. Grevenbroich 139, 549. Verendich, Flur bei Virsen, 128. Vernich b. Weilerswist 237 (Vcrni- cher Busch). Vettelhoven, Kr. Ahrweiler, 320. Winsa = Vingst, b. Deutz 40. Viersen, Kr. Gladbach, 28, 29, 30, 57, 74, 102,107, 122, 127, 141, 175, 314, 321, 381 f., 409, 525, 551, 555, 601,605f., 642, 652, 663f.,VIII ff. — Pfarrer: Dietrich (c. 1178) 34. Arnold (1324) 321. Johann von Bergerhausen (1437) 560. Vugelheym=Vogelsang ? b. Köln 272. Volmerstene (= Volmarstein nw. Hagen) 440. Pfarrer: Gerwin (1368) und Kirchmeister D. von Ayzbeke, H. von Nederenberg, H. Lucius von Grunschottel. der Vorst, Wiesenflur bei Götzenkirchen, 367. Vorst (b. Buschbell) 496. Vornuvere = Fronover, Pf, Oeckho- ven, 214, 253. 0 Vronhoven (ausgeg. zw. Allrath und Neuenhausen) 187. Vronenhof (zu Junkersdorf) 347. Vroynacker, Flur b. Allrath, 227, 385. Walde = Waadt, s. Giesenkirchen 233, 328, 411. Waddenberg, ausgeg. b. Nothhausen, Pf. Elsen, 179. — 747 [Wort- u. Sachregister.] "Wadenheira b. Ahrweiler 212. Waldorf b. Güsten 419. Waldorf b. Sechtem? 614. Walmerode = Wallrath (?) bei Gie- senkirehen. Walperzoven = Walporzheim b. Ahrweiler 401 f. Wancheim = Wankum, Kr. Geldern; 381. Yenle = Wanlo, asw. Odenkirchen. — Pfarrer: Egidius (1311) 260. Weidenpesch (b. Longerich) 647. (d. neue) Weiher bei Horrem, Kr. Bergheim, 326. Welen, Komthur von W. (1428) 548. Wellinchusen b. Soest 412. Wenegiscode = Bennerscheid b. Ober- pleis 170. Wenzenrode, Werzenrode ausg. bei Immerath, 269, 295, 526. Werl (in Westphalen) 412. Westube, Westhoven 37, 83, 246, 645. Westune = Westönnen b. Werl 412. Westphalen 465. Wevelinghoven 291, 304, 355, 365. Wedendorp = Widdendorf b. Heppen- dorf 319. Widinshoven = Widdeshoven, ö. Grevenbroich 184. Wickerath 504. Wilhelmstein (b. Bardenberg) 669. Wilich, Pf., 491, 632 (PL). Winchem, viell. = Wiehern b. Nym- wegen, Cf. Lac. 4, n. 662. Wipperfürth 532 (FL). Wizersheim = Wissersheim b. Nörve- nichu. Düren 28, 29, 30, 74??, 87, 102, 174, 243, 387,VI ff. Witlaer, Kr. Düsseldorf. Pfarrer (1322) 304. Witzeide = Witzhelden, Kr. Solingen, 99, 177, 315, 318.-Pfarrer: Christian (1324) 318. Hermann (1328.) 328. Wolfkulen, Flur b. Grevenbroich, 214. Volveshoven, wohl Wolfshofen bei Stetternich, Kr. Jülich, 127, 319. Worms 607. Worringen, Lkr. Köln, 262, 568 (Hei- nenersguet), 603, 650 f. Wippere = Wupper Fl. 320, 368. Wuyst-Herck, Hzgth. Limburg, 85. Zoynze — Zons, Kr. Neuss, 367, 394. Zuist = Weilerswist, Kr. Buskirchen, 27, 28, 29, 30, 35, 73, 102,175, 237, 254, 315, 318, 387, 517f.,VIIIf. - Pfarrer Gerard (1324). Zutphen 606. Zuskenplentere, Hügel bei Rhense. 0. Wort- und Sach-Register. agotter = Ehegatten, Eltern? 635. ainchen = Urgrosseltern 582. album praetorium 578. angaria et perangaria = Frohn- dienste 294. ansidel 186. antica = Laube, Sommerhaus? (cf. griech. pronaos und n. 491) 471 f. attenticunr= authenticum (Originalbrief) 59. Aerzte 267. Auftreibung, uffdrift (der Pferde zur Kurmuth) 672. b. Augustini regula 26. Baculus s. Petri 28. der bagge = Schwein 363. (stupa) balnearis 69. Prebenda bal- neatoris 104, 205, 304. beggarden 233. bejert == zeitig geworden 596. [Wort- u. Sachregister.] 748 bergetendo 135. byweissen = dabei sein 5152. bouw, bouwen = Dünger, düngen 603, 609. bragvelt 167. Breite des Ackerlandes: 218 (5 Ruthen), 37-1 (3 E.). Breite eines Hauses in Köln 482, 602, 607, 627. broeca sive ducibulum = Zapfen 292. Bücher 446ff., 502, 617, 639. buetgen, boydich = corpus ecclesiae medium 417, 440, 610. buyrschetzinge 417. Bürgergeld, gezahlt von Städten an Ritter 236. buwelich 308. cadere in commissum 456, 470. capellani imperatoris, aepi, prepi 100; thesaurarii 169. captio, iacentia, inkomen, Einleger 91, 136, 188, 201f., 222, 231, 488. canonici confratres (verbrüderte fremde Kanoniker) 99, 108f., 148 f. carbonista 506. cereocensuales 82ff., 87. Chirograph 144. claretum 101. compcrri, (Sessel und Ruhebette? (Cf. frz. pernetfce) 263. corimede, Kurmede, funestalö 24, 64, 118, 238, 411, 469, 633 f., 643 ff., 650, 672, 674. Cumulation von Beneficien 207. custor = custos 407. Decanus camerae feudalis 594. denarii effestucalis 480. dene inde renc, ringe et gedinge 84, 284, 2ö9, 294, = plaoitum 147; dynckmail 584, 592. disbrigare = molestia et lite libe- rare (Ducange) 191, 200, 284. donatio = traditio 20. eedere = Grenze, Zaun 591. emologare = approbare 470. emaneipati canonici 98, 473. Erbpacht, emphyteosis 91, 231. erkoyveren = schadlos halten 535. exceptiones et defensiones 163, 192, 219, 222 f. exfestucare, effestucare 13, 171. extensis digitis versprochen 471. Vgl. 643. fasallus, vas. 135, 139, 154. flrma = pensio, Pacht, 254, 289. virsinck = junger Stier (vgl. mhd. verse, vierse = junge Kuh) 474. vlaide — lagena (= Flasche ?) 628. foca = Aschenkuchen VII. forefaotum=Missethat (frz. forfait) 465. (unser) vrauwen dagh as man die kersen wyhet 482. vri-delinge = partiarii 197. vriehigeisch, vrie hiwische == libera familia 81, 83. vronemaze = Herrenmaass 27, 29, 304, 348. vuran 364. die gebuyrsehaif 478. geidling = Verwandter 507, 587. geyvel 305, 391 (.= domicilium). gesticht S. G. (a. 1378) 475. gestimpt = (vorher) genannt 626 f. gewande == eultura 434. gewerff = curmede 146, 350.- Gewohnheitsrecht eines Hofes 32. Gnadenjahr 117. grät = Karat 616. Grabstätten für die Pröpste und De- chanten 106; für andere Kanoniker 106, 296, 486, 613 f., 637. Grossamt 278, 330, 371, 404 f., 411 f., 509, 523, 531. brief guet u. schryn guet 615. Güterübertragungen 198f.; „in strata publica" 214, 225, 227, 231, 394, 468, 474, 592 ; „ore manu et calaino" 291, 349, 380, 390, 600 (myt hande halme ind gichtigen munde). Hadriani, epistola divi H., 260, 285, 303, 333, 562, 597. Das „debond" und das „debendi" (S. 285 u. 303) Bind vielleicht verunglückte Abkürzungen für „de beneficio" (vgl. 749 — [Wort- u. Sachregister.] 562: bencficium . . . Hadriani). Gai 3,131. 122 = § 4 I. de fidei- uss. 3,20 (Justiniani inatutiones re- cognovit Paul Krueger p. 40) lautet: „Si plures sint fideiussores, quotquot erunt numero, singuli in solidum tenentur. itaque liberum est creditori a quo velit petere. sed ex epistula divi Hadriani com- pellitur creditor a singulia qui modo solvendo sint litis contestatae tempore, partes petere. idooque si quis ox fideiussoribus eo tempore solvendo non sit, hoc ceteros one- rat. sed et si ab uno fideiussore ereditor totum oonsecutus fuerit, huius solius detrimentum erit, si is pro quo fideiussit solvendo non sit: et sibi imputare debet cum potuerifc adiuvari ex epistula divi Hadriani et desiderare, ut pro parte in ae detur actio." Häuserrecht, stiftisches, 4, 116, 131, 137 f., 244, 258, 306, 351, 377, 383, 420 ff., 484 f., 521. harde frucht = Winterfrucht 597, 608; semen hiemale 277. Heiligenfeste vor a. 1300: Michaelis 8, Maria Geburt 19, Gereonis 21, Jacobi et Christophori 25, Marga- rethe, Assumptio b. Mariae, Hele- nae, Omnium sanctorum, Purifi- cationis, Maurorum 28, Martini 29, Stephani, Innocentium 30, Kyliani, Vitalis 31, Andreae 64, Petri ad vincula 69, Remigii 87, Lamberti 98, Divisionis apostolorum, Catha- rinae 131, Annunciatio b. M. 139, Transl. brachii s. Helenae 139, In- ventio s. Stephani 149. heymburger = Ortsvorsteher 364. hemereden = diffinitores 374. herftzbeyde 367. herrengeweidt = hergewede (Heeresrüstung) 595. hylichspennyngh 486. hyemauni (iurati) = lantludc 289, 293, 371. hoersehen = ? 603, 611, 636. holzgewalt (potestas) 33, 179, 119. Hussiten 550. (sub) huva, Gerichtsstello in der Vorhalle von S. G., 436, 704. (Vgl. Jacob Grimm, D. Rochtsalterthü- mer 605 f.). ictus balistarum 253. immunitas 62. Incorporation von Pfarrkirchen 57. iniche 597; allenfalls kann „juiche" (= Joch ?") gelesen werden. initiaro = zuerst begründen, stiften 205, 233. intrare = auf eine Bedingung eingehen 288, Z. 3. int — bis 609; vgl. altd. unt, unz. Inventar der Kirche S. G. 445 ff. irrogare 241. kerl (= vir liber, non nobilis) 437. Kirchenbau von S. G. 68 ff., 112 f. 255, 296, 417. — von anderen Kirchen 417, 423, 440, 478, 568. kyrgebroit 320. Kirlant 128. kirmesse = "Weihnachten 400. kirmessepennige 124, 127, 319. koepersche, eine Frau, die Schröpfköpfe setzt 566. koym 364. kruytwigong 576, 482 (as man die wüsche wyhet). kuppelkirche = Gemeinde- oder Pfarrkirche 596. (erf-)kut = Tausch (von Erbgütern) 469, 536; verkuyden = verbuyten = verwisselen 562. Kurwein (vinum primumpreaccipien- dum) 89. leenlude = feodales 365. liberi nobilis 334, 341, 345 (= vrye edellude). Lichteramt H9f., 159. [Wort- u. Sachregister.] 750 — Hggende (= schriftliche) ind leven- dige künden 576. (ius) litonicum seu servitutis 425. litteratae personae sicut sublimes honorandae 104 (Welches Concil ist dort gemeint?). liturgica 96,140, 148f., 330, 384, 408, 495, 558f., 574f., 625, 628f., 637, 646. raandatum = ablutio pedum in (Joe- na Dni (Cf. Joh. 13, 34) 28. main morte 663. malder-, scheppel-, fertel-, beiker- seidt V. manipulum kleines Trinkgefäss 292. mansus, huove = 60 Morgen 83; vgl. 153, 179, 187, 208, 224, 442. Hufe Wald 88. martgeve 608. ss. Mauri 81. mergelare, marlare 144, 167. Mertinspennige 128, 317. missgeger 637. modiator 387. modus offerendi ius patronatus Tel allodium ecclae 112. Mühlenrecht 155 f. Münzen: nummi aurei et argentei 26; quadrans = */ 4 sol. i 93; Mark in Silber 221 ; Brabanter Mark 245, 321; heller, hellinc 280,400; 1 Köln. Mark = 16 sol. 291 (auch n. 314?, sonst == 12 s.); Turonenser Groschen 311, 351, 360, 397; Mark Sterlinge 397. Goldschilde 406; Goldgulden 397; Florentinergulden 419; mauriculus, moirkinus, mür- chen 465, 571; Kaufmannsgulden = 20 jülichsche Weisspf. 551, 591; rh. oberl. Gulden = 4 Köln. Mark = 24 Köln. Wpf. 579, 593; patta- con = 3 ÜTres 664; Rthlr 669; Brab. Gulden 674. mundeburdus, mamburnus, mumbur- nus 13, 259, 395. muntate 455, 496, matayte 485 (= emunitas od. immunitas „Freiheit"). nutge = 1 j m Malter YI. obedientiarii 60. Orte der K. S. G., wo feierliche Verhandlungen stattfanden, 13, 20, 295, 309, 411, 416, 430, 436, 704. Orthographisches: Statt des lat. ae steht e bis einschl. 1565, S. 641; 1624, S. 647 steht ae (bei Günther, C. D. 5, 384 zuerst im J. 1582). Meist steht parrochia z. B, 38, 218, und legittimus, z. B. 225, 297. panis ferie, dominicalis, secunde ferie, „zubrode" 28. pastor familiae (Ton S. G.) 637. pena Bunnensis 177, 287 f., 348, 363, 386, 547. penwert (mlat. „denariata") 364. pilleum salis 30, 304, 348. piperis talentum 31, 410. praebenda et praebendulae 274, car- pentariorum 101, reparationis fe- nestrarum 103; feminarum (Tgl. 7, Z. 12), lotricis 103, 309; 7 campa- nariorum 103, 272, 309, dormitorii cerTisie, balneatorum 104, 205 hu- schenoissen-pr. 205, 409; Tinuato- ris 233; pelleproTende = Gewandmacherpfründe (für Weber und Schneider, (Tgl. Lynenpelzer = textor 291) 309; praebendarum tria Corpora 409. Ueber Pfründen im allg. und im besonderen siehe auch 28ff., 68 f. Geldwert einer Kanoniker-Pfründe mit Tisch an S. G. a. 1219 ■ = o. 9 Köln. Mark, ohne Tisch = c. 5 Köln. Mark, 69, 98 f.; prebendae leTatae 99. prefaet 627. primarum precum ius regium 598 f. priores Col. ecclesiae 23, 27, 49 ff., 59, 106, 362, 460. proffen (e. wyngarden) = pflanzen 596, 602. propinatio 198 (in crastino b. Martini), Propstwahl 3, 74. pyropus 281. Publikation durch Anschlag an den Thoren des Domes 578, 751 — [Wort-u. Sachregister.] Rentant von S. G. 409, 436, 438, 474, 547. ripa 197 = dych (Canal) 510. royg 364. sael bynnen Coelne = curia Col. 594. saistaidsgut 417. (= Malstattsgut? Cf. gesaist 523, 537 u. Nrh. Ann. 55, 150; ferner „sagibaro"). salica lex 17. Recht, Schafe zu halten, 284, 478. scolares canonioi „in scholis et sub virgis existentes" 98, 139, 473. seleguot 27, 37; sellant 32, 153. seylgereyde = oblationes pro mortuis (urspr. heidnisch = die den Verstorbenen mitgegebenen Geräte?) 317. sigillifer curiae aepi 462. sinodus (als Abgabe) 128, 186, kir- chenseynde 319. solstat = dinclich hoff 510. Statuten des Stiftes S. G. 97—J06 (officia prepositi, decani, choriepi, camerarii, custodis, cellerarii, pin- cernae, granarii), 173 ff., 255, 273 ff., 353, 386 f., 407. (cleyrke) stoylbrodere 519. am „stock", Gerichtsstelle. 571; stock- weys 517 f. stopus = der Stauf (2 Quart) 292. (mys)straden = streuen (für das Vieh) 602. Testierfreiheit der Geistlichen 460,-163. Studium generale 69, 473. zu Köln 506, 544, 561. sturen = bestellen (d. Acker)? 611. Türkenateuer 671. underlegen (e. Wingert) 596, 602. underpant 301. urna = 12 Btophi VIII. veyrdunck 364. verbaden = vorladen 440. verselin = allodiare, ein Allod (sele) übertragen 219. verwarden = Fehde ansagen? 611. verzichpennynck 443. vicarii, 2 primores 274, 310; 4 vica- rii 34, 82; 7 vicarii 42, 91; 21: 413; 23: 664. Kapitel der Vikare 575,579, 585f. Kellner derselben: 520, 575. 1 Viertel (Weinmass) = 4 Quart 567. Vogteirechte 84, 364, 418. voideryge = Dünger? 611. vorgenger = Vorsteher eines Hofes 645. vulbort = Genehmigung 390. vurehnre 41. der „wale" = der welsche? 365. wavandia = werschaff 82, 96, 443. wapentur 390 = knappe van wapen, 517 = wepelink, 531 = armiger, waringa 31, 69. wedde (poena captionis) 247, 462 (auch: howedde). (druge) weynkouf = (Geld-)Zugabe seitens eines Käufers oder Pächters, 609. "Weinpreiso 121. bedewin 401. sticke- win und profferwin 200; wyngar- der = hd. Winzer (an der Ahr : Wingertsmann). wirtz (junger Wein) 563 f. ■wede, weytsaem 128, 609, 611, 287 (sandix). Westphälischer Friede 649. ypotheca 201, 370. winnen ind werven (ein Zinsgut nach dem Tode des letzten Inhabers, vgl. „gewerf") 455. (erf-)zale = (Erb-)zinsen 489. zechuren, Hausname, 320. Zehnten, päpstliche 167, 172, 185, 318, 462, 466; bischöfliche 117, 306, 318, 462, 525, 597, 540. Zehntlöse 25, 38, 396. Zeugengeld, 178, 481. tzyen, tzycht = klagen, Klage 483,529, — 752 — S. 551 nach n. 580 ist einzuschieben: 710.— 1435, Juli 11. DK. von S. G. bekunden, dass sie „honorabili viro dno Ioanni de Valender . . . curiam claustra- lem Saffenberg", gelegen innerhalb der Immunität von S. G. zwischen der Wohnung des Pastors („pastoris") der Pfarrkirche S. Christoph und dem Hause „zu der Hosen", auf Lebenszeit verpachtet haben. Pachtbedingungen: Anpächter muss wenigstens 150 Köln. Mark auf die Wiederherstellung des Hauses verwenden und dasselbe darnach in gutem Zustande erhalten, ausserdem muss er „aliquam pensionem annuam" bezahlen; geht der Anpächter von Köln weg und bewohnt dann also das Haus nicht mehr, so soll er es einem Mitgliede der Kirche S. G. für einen Jahrzins von 6 Bhein. Gulden verpachten; beim Tode des Joh. v. Vol. fällt das Haus mit seinen Verbesserungen an DK. zurück, ohne dass letztere eine Entschädigung zu leisten haben. Gedruckt (a. 1646) in der (lat.) Schrift des DK. von S. G. Ueber die Immunität der Kirche. (Den genauen Titel dieser Schrift kann ich nicht angeben, da in dem mir vorliegenden Exemplar derselben das Titelblatt fehlt. Gerichtet war die Schrift gegen Angriffe seitens der Stadt Köln.) S. 361, Z. 5 ist wohl wegen S. 392, Z. 10 zu lesen „dictus Zeres" (das betreffende Original ist mir jetzt nicht zur Hand). — S. 476, Z. 3 v. u. ist wegen n. 478 „Wenide" zu lesen. — S. 516 Z. 13 lies: vynghen ind van in rijchten. — S. 736 füge bei Ambele: V hinzu, bei Barensteyde : VI und bei • (Nioder) Bacheim: VI ff. C. F. Kaiser. KSln-LihdcnliöIie Delineatio^ss 'f&mwniMm^'iüßui's CoßeQy Scmcti, Cjereortts RsaCmSitwi E«ue v&tfwS( B Imitumite • CMmBMKaw - Dltmrnmitas.ar»» oxvCa fafa ECowvitmnnv-P JÄwws cosmitmf: 6f< omc& ßßncf-PM IfiH3I <&»&& "V D Otm*5*C(momcortwv et \tafl ^ MoiuJmwtum, £nj>Jis ifaiw'ni • e cEöw CoHOröcd* od E-tfctäW- stm* DBS gwtriwws : EECu»if Swi. ■jdbn&s, mit S-^o»£mC ItiwntoiisCor | E'wi 96 KM .r. SVÄjlWU»- ?s"9 '{'!»( t v.-B A. -I, ffiÜ äSPWS ittttititrnmiira «isimäitiiwn ISA;' c. % ■Jff W H ~r mmm M Iti «i "{'.:■:,<-. i^TaCJ&IVS ül sISS ' : £ßte*C I lÖ ** *i IWlötl! ,mt»im 8J5" ri «* t ;>«.ft«L iüS3 St H »>* ^ t |'tW»i*Ml.»-K*,?*t urt 6C**>? f- ^ IttUHfiH ! 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