— 395 —
S. Egidius und zur Hälfte zu Petri Stuhlfeier zu entrichten. DerPächter hqt das Haus in gutem Zustande zu erhalten und alle aufdasselbe fallende Lasten, zu tragen; nur einen Zins von 2 Seh. habendie Priester selbst an die Herren von Altenberg zu zahlen. — FürL.v.P. hat der Dechant von S.Gereon, Georg, sein (noch erhaltenes)Siegel angehängt.
Original im Archiv von S. Gereon. — Nach, einer alten Notiz auf derAussenseite wurde daa Haus 1428 den Nonnen im Schelenconvent gegeneinen Jahrzins von 8 Mark in Erbpacht gegeben.
387.— 13$2, April 13. (feria VI p. f. pasche), bekundenGerhardus, der Erstgeborene von Jülich und Graf von Berg und vonBavensberg, sowie seine Frau Margareta, geborene von Ravensberg,dass Johann Moyr van der Sultz, gen. van Bruyke, von dem Dechantund dem Kapitel von S. Gereon bisher jährlich bezogen hat 17 MalterRoggen, 2 Malter Hafer und 10 Köln. Schillinge als Neubruchzehnten,welche gemeiniglich „gerait zienden" genannt werden, und herrührenoon den früher „des Mogrs zienden" genannten und zum S. Gereoni-schen Hofe zu Munheym gehörigen Zehnten. Die genannten Einkünftehaben die Erben des Ritters Heinrich von Einer und von ihnen dannJohann Moyr durch den Grafen G. von Berg als Bergisches Lehenerhalten. Jetzt aber hat Joh. Moyr diese Einkünfte an den Dechantund das Kapitel von S. Gereon verkauft, und der Graf Gerhardentlässt nun auf Anstehen des Ritters Dietrich von Einer, als desBruders des gen. Heinrich v. E. und „mumburnus" der Söhne Hein-richs, sowie auf Anstehen des Joh. Moyr, dessen Vaters und Erbendie Einkünfte aus seinem Lehensverbande. In die Urkunde einge-fügt sind die betreffenden Erklärungen und die gewöhnlichen Garantie-oersprechen seitens des Th. v. E. und des Joh. M. Letzterer stelltals seine Treuhänder die 2 Ritter Conrad von Einer und Th. vonEiner, sowie die Waffenträger Conrad von Einer und Joh. vonNesselroyde, welche sich zugleich mit J. M. selbst den Herren vonS. Gereon gegenüber zum auf eigene Kosten in Köln zu leistendenEinlager verpflichten, wenn die Bedingungen des Vertrags durch J. M.nicht eingehalten werden sollen. Ihre Siegel haben angehängt GrafGerhard und Frau Margareta, Joh. Moyr und die 4 Treuhänder.