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Vertreter der Guda erschlich ein apost. Schreiben an die Aebte vonAltenberg und Kamp und den Propst von S. Gereon, welche dieSache entscheiden sollten. Nun kam der Vertreter der Gertrud vonBorn zurück und zeigte ein apost. Schreiben an die Dechanten vomDom und von S. Gereon und den Scholaster vom Dom vor, in wel-chem das erste Schreiben, soireit es der Gertrud ungünstig lautete, alserschlichen widerrufen wurde. Die Folge war, dass die Partei derGuda das andere Schreiben anzweifelte. Aber die Richter gingenhierüber weg und setzten die Gertrud in den Besitz. Guda erlangtein neues apost. Schreiben über die Sache an den Erzbischof (Arnold),den Propst von S. Georg und den Dechani von Xanten. IndessGertrud protestierte aus verschiedenen Gründen gegen jeden dieser 3neuen Richter. Die Adressaten des gegenwärtigen Schreibens sollennun die beiderseitigen Aufstellungen untersuchen, und die Parteien zueinigen streben, oder, wenn das nicht gelinge, die Akten cm den apost.Stuhl schicken.
Migne, Opera Innocentii III, I, 940. — Die Angelegenheit wurde durchP. Innocenz zu Gunsten der Gertrud entschieden 1202, Juni 26. Siehe Migne1. c. 1044—48, wo aber in Colonne 1016 Z. 2 und 13 „s. Georgii" statt„s. Gereonis" zu lesen ist.
41.— 1203, April 9., im Lateran. P. Innocenz III an (Guido denCardinal-) Bischof von Praeneste und Legat des ap. Stuhles, den Abt(Hermann) von Cappenberg und den Abt von „Scelde" (= Scheda) inden Bistümern Köln und Münster. Für die längst durch den Tod desDompropstes Ludwig (1199, Mai 6.) erledigte Dompropstei zu Kölnhatten 14 ältere und höhere Kanoniker dem Propst (Dietrich) vonS. Aposteln, 24 jüngere aber dem Propst (Engelbert) von S. Georgdie Stimmen gegeben. Born hatte den Aebten von Laach, Himmerodeund Heisterbach die Schlichtung der Angelegenheit übertragen, aberda der Pr. von S. Georg erklärte, er werde sich an ihren Spruchnicht halten, so hatten die Commissionäre die Akten nach Rom ge-sandt und den Parteien Termin beim ap. Stuhl zuerst für den29. Sept. (1200', später — auf den begründeten Antrag des Pr. vonS. Aposteln — schon für den 13. Mai dess. J. bestimmt. Der Pr.von S. Aposteln erschien, nicht aber sein Gegner, welcher gemäss derEntschuldigung seitens des Kölner Erzb. (Adolf) um jene Zeit durch