Druckschrift 
4 (1807)
Entstehung
Seite
191
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191Wechsel=Rechnung.allezeit proportional. Es pflegen aber die Kaufleuteöfters alle kleine Spesen ohne Unterschied zusammenin eines zu nehmen, und dafür ½, 1 oder mehr p. C.nach Beschaffenheit der Sache zu berechnen. Ueber-haupt werden alle Spesen entweder aus der Summeselbst, von welcher sie die Spesen sind, oder ins be-sondere aus der Cassa bezahlt. Z. B. Wenn ich Wech-selbriefe verkaufe d. h. durch eine dritte Person dieGelder einziehen lasse, (trassiren) und dabey 1 p. C.für Spesen bezahlen muß, so gehet 1 Fl. oder Thlr.ꝛc. von den empfangenen 100 ab, und ich bekomme für100, nur 99. Wenn ich aber Wechselbriefe kaufe, und1 p. C. Spesen bezahle, so muß ich dem Verkäufer(Aussteller) des Wechsels zu jede 100 Fl. noch 1 Fl.zu legen und daher 100, 101 zu stehen kommen.Man sagt zwar in beyden Fällen, es sey 1 p. C. Spe-sen; allein es ist klar, daß solches 1 p. C. bey demersten Falle in oder von, und bey dem andern auf100 verstanden werden muß. Woraus dann die be-stimmte Regel hervorgehet, daß beym Remittiren diep. C. auf 100, und beym Trassiren die p. C. von 100gekürzet werden. Z. B.Amsterdam remittiret für London nach Wien 3000Fl. zu 35 ½ Stbr. Bco, per Thaler Wiener Cour., undziehet seine ausgelegte Summe wieder von London zu35 ¼ Schill. mit ¾ p. C. Speſen ein. Wie viel Liv.Sterl. ist London an Amsterdam schuldig?3000 Fl. W. Cour.35½ Stbr. holl. Beo.Spesen.100¾1001 Schill.1 Liv. Sterl.35½Facit 338 Liv. 4 Schill. 4 Den. Sterl.