Wechsel=Rechnung.16wo sich die Münzen verändern, wird eine Rechnungüber das Geld nöthig, welches für den Wechsel amOrte der Ausstellung zu zahlen ist. Diese Rechnunghat eben die Gründe, nach welchen der Werth verschie-dener in einem Orte cursirenden Münzen verglichen wird.Z. B. Ein hamb. Beo Thlr. hat 528 Aſen und einCour. Thlr. 429 Asen, folglich muß man von diesen123 Stück haben, um eben so viel Silber zu bekom-men, als in 100 Thlr. Bco enthalten seyn soll. Aberauch dann, wenn die Benennungen und der Gehaltder Münzen des Landes, auf welche der Wechsel ge-het, verschieden sind, muß man nach eben diesem Grunderechnen. Z. B. 1 Fl. holl. Courant hat 200 Asenein Mark Bco 176, folglich muß man 105 Fl. für120 Mark Bco haben.Diese Gleichheit des Gehalts der in Wechselgeschäf-ten mit einander zu vergleichenden Münzen, nenntman das Wechsel=Pari. Es ist also dieses Parieigentlich nichts anders, als eine genaue Gleichheit derWechselmünzen und Wechselsorten von einem Ort gegenden andern. Daher auch das Münz=Pari als der ei-gentliche Grund des Wechsels⸗Pari anzuſehen iſt, wel-ches deswegen auf eine zweyfache Art, nämlich theilsnach dem aͤussern Werthe der ausländischen Münzforten, theils nach den veränderlichen Marktpreisen desseinen Goldes und Silbers, als wovon der eigentlicheninnere Werth des in den Münzen enthaltenen feinenGehalts berechnet werden kann.Wenn das Wechsel=Pari gesucht wird, so wird sel-biges nicht wie bey dem vorigen, auf eine willkührlicheoder unbestimmte Weise gesucht, sondern auf diejenigebestän
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