Druckschrift 
4 (1807)
Entstehung
Seite
134
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Wechſel⸗Rechnung.134Die Wechſelbriefe ſtellen Geld vor, und ver-richten alles, was mit Geld verrichtet werden kann.Sie sind, so wie das Geld, in den Händen der Kauf-leute die Vorstellungszeichen alles dessen, was einenWerth hat, und in Verbindung der oben erwaͤhntenVortheile beym Transport, verschaffen sie dem Umlaufeder rohen und Fabrikproducte eine ausgezeichnete Leb-haftigkeit.Ueber den eigentlichen Ursprung der Wechsel, wennoder welcher Nation man die Erfindung der Wechsezu zuſchreiben habe, darüber ſind die Meinungen derGeschichtkundigen noch getheilt, und um nicht weitläuftig zu werden, will ich auch dieses übergehen.Das Geschäft des Ein= und Verkaufs der gezoge-nen Wechselbriefe heißt: Wechselhandel, und sobald der Wechsel auf einem fremden Platz und in an-dern Münzsorten gestellt ist, wird der Handel damitrealer Wechselhandel genannt.Die Wechsel=Rechnung begreift alle Berech-nungen der Wechselnegotien in sich. Es wird aberhierzu nicht nur die Kenntniß der Münzsorten verschie-dener Oerter, sondern auch die Bekanntschaft mit demjedesmaligen Geldcourse erfordert. Ausser den Cours-zetteln bedient man sich bey der Ausrechnung Nelkenbrechers Taschenbuch der Münz=Maaß-und Gewichtkunde für Kaufleute, welchesalle die verschiedenen Münze, Maaß, Gewichte, wieauch die Course aller Wechselplätze enthält.Zur Auflösung dieser Rechnungsart bedient manſich, theils der Regel de Tri, theils der Ketten⸗Rechnung