Druckschrift 
4 (1807)
Entstehung
Seite
130
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Münz=Rechnung.130sondern es ist hier nur dasjenige erklärt worden, was in derFolge bey der Wechsel=Rechnung zu wissen nöthig wird, und essollen auch nur wenige Beyspiele über diese Rechnungsart gegebenwerden.Wenn bestimmt wird, nach welchem Münzfuße eingewisse Art Münze geprägt werden soll, so muß dar-nach die Beſchickung des Tiegels geſchehen,das ist, das feine Silber muß, nach jener Vorschrift,legirt, und das schon legirte Silber mit andern derge-stalt versetzt werden, daß die rauhe Mark das gehörigeKorn erhalte.Die nöthigen Berechnungen zur Beschickung des Tie-gels, sind schon bey der Alligation oder Vermischungs-Rechnung gelehret worden, und es wäre alſo überfluͤſſigdieselbe hier zu wiederholen.Einige Aufgaben zur Münzrechnung.1) Ein Münzmeister soll Speciesthaler münzenderen einer 1 1/2 Thlr. gilt. Das Korn soll seyn14 Loth 4 Grän, und die feine Mark zu 12Thlr., ausgebracht werden. Nun hat er von 1löthigem Silber 505 Mark, dazu will er von3 löthigem so viel nehmen, als nöthig ist, umdas vorgeschriebene Korn zu erhalten. Hier sinddrey Fragen: a) Wie viel muß von dem 3 ld.thigen Silber zu den 505 Mark des feinern genommen werden, um den Speciesthalern dasgesetzmäßige Korn zu geben? b) Wie hoch mudie rauhe Mark ausgebracht werden ? c) Wieschwer muß ein Speciesthaler werden?Auf