VIVorrede.einer Wissenschaft, und weiß auf welche Regeln die-selbe sich gründet, so wird's ein Leichtes seyn, sich inderselben wieder zu vervollkommnen.Vielleicht habe ich aber dennoch zu fürchten, manwerde mir den Vorwurf machen, daß bey so vielenbisher herausgekommenen Rechenbüchern, das mei-nige, das nach so vielen, zum Theil guten Anleitun-gen kömmt, ganz überflüßig sey. — Auf diesen Vor-wurf kann ich nicht besser als durch folgende Stelleaus der Vorrede zu Burjas selbstlehrendenAlgebraisten antworten:„Wer die verschiedenen Fähigkeiten und den ver-„schiedenen Geschmack der Menschen kennet, wird„nicht leicht ein so übereiltes Urtheil fällen.„Es ist mit den Büchern, die von einerley Ma-terie handeln, ungefähr wie mit dem schönen Ge-„schlechte. — Eine Schöne gefällt ihrem Anbeter„vielleicht eben durch solche Eigenschaften, wodurch sie„ einem andern unangenehm seyn würde, und zuletzt„findet jede ihren Liebhaber. — Eben so fordert ein„Leser von einem Schriftsteller, was der andere nicht„ suchet oder nicht nöthig hat. Dieser verlangt Kürze,jener Weitläuftigkeit; dieser will strenge Beweise ha-„ben, jener begnuͤgt sich mit einer bloßen Analogie;„dieser fordert viele Exempel, jenem werden sie über-„drüssig. — Wenn alſo nur ein Buch an ſich ſelbſt„gut gerathen ist, so wird es allemal dem Einen oder„dem
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