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1 (1805)
Entstehung
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V
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Vorrede.Daß die Rechenkunst auf die meisten Geschäfte,und überhaupt im gemeinen Leben großen Einfluß ha-be, und so zu sagen, fast unentbehrlich sey, dieses be-darf keines Beweises.Daß aber viele behaupten wollen, es wäre keineTheorie dabey nöthig, sondern der Kaufmann undContorist könnten bey ihren Geschäften ganz prak-tisch zu Werke gehen, diese Behauptung kann, nachmeinem Dafürhalten, nicht bewiesen werden.Man kann zuweilen zwar bey einer Sache prak-tisch zu Werke gehen, das läugne ich gar nicht, unddie Praktik muß nicht ganz ausser Acht gelassen wer-den; allein Praktik ohne Theorie kann nicht wohlbestehen. Denn Theorie und Praktik beweisen einan-der wechselweise, jene durch Gründe, diese durchErfahrung; folglich müssen beyde vereinigt werden;und man muß dabey in Erwägung ziehen, daß dieTheorie um der Praktik willen, nicht aber diePraktik um der Theorie willen da ist. DieTheorie hat überdem vor der bloßen Praktik auch nochden Vorzug. Denn wenn man eine Wissenschaft, siesey auch welche sie wolle, nur praktisch lernt, das heißt,ohne zu wissen warum man dabey so verfährt, so isteine solche nur blos fürs Gedächtniß, und wird nach-her das Gedächtniß untreu, oder kommen besondereFälle in einer solchen Wissenschaft vor; so ist man oh-ne neuen Unterricht selten vermögend, das Vergessenewieder hervorzubringen. Hat man aber die Theorieeiner)( 4