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Sanct Francisken Leben und Tochter Syon
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brüt der h. drivaltikeit Mechthild fl. Licht 43. Eine Predigtüber Cant. 5, 2 bei Wackernagel Altd. Pred. 168172. Adel-heid Langmann hört in einem Gesicht den Herrn zu ihr sagen:du pist mein leint, du pist mein swester, du pist mein gemahel.ich bin dein vater, ich han dich geschaffen, ich bin dein prueder,ican ich bin mensche worden, ich bin dein gemahel, wan ichhan dich auz erwelt (5, 22 Ausg. von Strauch). Christine Ebnerhat eine Verzückung: unser herre nam ire sei: das ist mein ge-mahel, sprach er ze unser nrouwen, unde ze den engein spracher: daz ist eure swester von der reinelceit. er sprach ze deninerterem: daz ist eure swester. swaz ir gellten habt an demleip, daz hat si geUten an dem herzen (Leben und Gesichteder Christ. Ebnerin herausg. von Lochner S. 17). In einemniederdeutschen Gebet zu Maria (Handschr. von 1305) betet eineFrau: darumme bidde leve moder cor my dineme alderlevestensone und vormane em des dat he min broder is in der minscheitund du bist üser beider moder.

Das Verwantschaftsverhältnis zwischen der Sele und Gottbegründet Hugo von S. Victor de anima IH. 47 mit der Golt-ähnlichkeit der Sele; er bezieht sich auf 1. Johann. 3, 2 undsagt: similis similem quserit et qualem te paraveris deo, talisnecesse est appareat tibi deus, indem er fortfährt: si ergo natura-lem pulchritudinem tuam in te reparaverit, coneupiseet rexdeeorem tuumquoniam ipse est deus tuus, ipse amicus etsponsus, frater*et filius Ps. 44." Lezteres ist aus Ps. 44, 8 ff.abgeleitet. In einem Communiongebet des 14. Jh. finden sichdiesen Anschauungen entsprechend die Worte: 6 minnenclichezliep, herre unde gemahel minre sele, Jesu Christe (Wackernagelaltd. Pred. S. 579, 277). Seuse redet Jesum an: zarter üzerweltergeminter lierr unde bruoder, so wie Christus zu ihm spricht:ich bin ez din bruoder, luoge ich bin ez din gemahel, SeusesExemplar I. S. 314. 330 (Ausg. von Denifle).

Lamprecht nennt die Sele Kristi Schwester an der menscheitd. i. durch die Menschwerdung des Sohnes Gottes, vgl. oben;und gemahel an der heimlichait. Zur Erklärung ist S. 151926herbeizuziehen: durch seinen Tod hat Kristus die Sele zurBraut erworben, sich ihr vermählt. Wenn der Mensch stirbt,geht die Sele in die vertraute Gemeinschaft Gottes ein. lieime-licheit hat hier und S. 1526 gradezu die Bedeutung der ehelichen