Lamprechts Tochter von Syon.
Von Lamprechts Tochter von Syon sind drei Hand-schriften bekant, die Lobriser (L), die Prager (P) unddie Giessener (G).
L Pergamenthandschrift in der gräflich NostitzischenBibliothek zu Lobris bei Jauer in Schlesien, klein quart,jezt 59 Bll., nach der Schlussbemerkung an der zehn-tausend Ritter Tage (22. Juni) 1314. zu Ebenfurt voll-endet. Unser Gedicht beginnt mit der ersten Zeile vonBl. 19 a und schliesst auf der Rückseite des Bl. 59.Dem Gedicht gehn in der Hs. verschiedene geistlichemeist poetische Stücke voraus, die gröstentheils von Hoff-mann von Fallersieben in den Altdeutschen Blättern IL293 — 308 zum Abdruck gebracht wurden. Nach Bl. 18sind zwei Blätter ausgeschnitten, so dass die Tochtervon Syon eigentlich auf Bl. 21 begonnen hat. Wiedie vorausgehnden Gedichte ist auch sie nicht in ab-gesezten Versen, sondern in fortlaufenden Zeilen, 24 aufder Seite, geschrieben. Die Verse sind durch Punctegetrennt, die Anfangsbuchstaben der Abschnitte rotgemalt. Der Titel des Büchleins ist wie die Schluss-bemerkung des Schreibers rot geschrieben und nimt