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92. Gal. 5, 17. — Der Streit der Sele mit dem Körper,meist nach dem Tod oder wenigstens in traumhaften oder visio-nären Zustand versezt, ist zunächst lateinisch, dann auch in denLandessprachen im Mittelalter oft behandelt worden. Es genügezu verweisen auf die angelsächsischen Gedichte (Karajan Früh-lingsgabe 153 f. Eieger in Pfeiffers German. HI. 398 f.), auf dieVisio Philiberti (bei Karajan Früblingsg. 84—164. Du Meril Poesiespopulaires latines 217—230. Wright latin poems 95 ff.), auf diedeutschen Dichtungen, herausgegeben in Germania HL 400—407.Bartsch Erlösung 311—331. Vgl. auch Wiener Hs. 2880 (Hoff-mann Verzeichnis S. 159), Münchener Hs. 638 (Die deutschenHss. zu München 103). Heidelberger Hs. 424 (Wilken S. 472).
95. Das handschriftl. werld (L) oder werkle (PG) war infleisch zu ändern.
108. Ich habe den auffallenden Genit. liebes nicht geändert,der unter Einwirkung des folgenden des steht und unter dieFälle der zurückgreifenden Attraction gehören wird.
110. Hier wird zuerst das Bild von Syon als dem Ort desseligen Schauens der Sele berührt.
135 ff. Syon 268. 409. 899. — Lamprecht folgt hier nichtder gewöhnlichen Deutung von Syon als des gottseligen An-schauens,, der Speculation, sondern zieht das Bild der warte,specula, Wartthurm, Burg Zion vor, das auch Meister Eckhartspäter brauchte {Syon sprudlet also vil als ein hoehe und einivarte Myst. n. 196, 17), indem er die Vergleichung der Selemit einer Burg, die gegen die Feinde zu vertheidigen ist, nachdem h. Bernhard und Hugo von S. Victor ausführt. Anknüpfendan Cant. 3, 2 und Apocal. 21, 2 sagt S. Bernhard serm. LXXVLin Cant.: civitas est anima, — custodia civitatis ut sit sufflciens,trifaria erit, a vi tyrannorum, a fraude hsereticorum, a tenta-tionibus dsemonum. In dem I. serm. in Cant. sagt S. Bernhard:sed in quotidianis exercitiis et bellis, quae nulla hora pie inChristo viventibus desunt a carne, a mundo, a diabolo (LamprechtsSyon 154—160. 1399—1405.). sicut militiam esse vitam hominissuper terram incessanter experirnini in vobismet ipsis, und imserm. T/XL fremit mundus, premit corpus, diabolus insidiatur,non cado, fundatus enim sum supra firmam petram. Vgl. hierzuHugo v. S. Vict. de anima I, 15. In dem Tractat de claustroanimse IV. 1 führt Hugo vier civitates des Namens JerusalemWeinhold, Lamprecht. 32